Ein Versprechen

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  • So, nach Eingerede von Creon und um es nicht so schleifen zu lassen öffne ich jetzt schon das hier, statt irgendwann später.


    Herzlich Willkommen zu meinem Geschreibsel mit dem wunderbaren (Arbeits-)Titel Ein Versprechen.

    Hier ein kleiner Klappentext zu dem geschehen was ich vielleicht, vielleicht auch nicht erwarten wird (ernsthaft, wie ich mich kenne ändere ich das dreimal oder so). Jedoch trotzdem in nem Spoilerkasten, da vielleicht, vielleicht auch nicht ich welche hineinschreiben werde.:



    Ich versuche hier ne Art Inhaltsverzeichnis zu machen, aber steinigt mich nicht wenn ich zu faul bin :'3


    Prolog - Der Vertrag

  • Prolog - Der Vertrag


    "Vergib mir Vater, denn ich habe gesündigt"

    "Was hast du denn getan mein Sohn?"

    "Ich habe mich auf den Teufel eingelassen. Ich habe mit ihm einen Vertrag abgeschlossen um das zu bekommen was ich wollte und ich weiß nicht wie ich dafür Buße zahlen soll..."


    Der Morgen war wie jeder andere. Ich wachte früh auf um zusammen mit meinen Eltern zu frühstücken. Meine Mutter hatte bereits das Frühstück auf den Tisch gestellt und gießt gerade Saft für jeden ein. So wie ich sie kenne ist es wieder frisch gepresster Orangensaft. Ich bin nicht der größte Fan von Orangen, jedoch liebt ihn meine Mutter, und sie muss schon auf so viele verzichten, da will ich ihr dies nicht auch noch nehmen.

    Mein Vater ließ daweile in der Zeitung wie jeden Morgen. Und beschwert sich wie jeden Morgen über irgendetwas was ich nicht wirklich verstehe. Ich stimme ihm wie jeden Morgen einfach zu. Er antwortet darauf wie so oft, allerdings mit dem Wissen dass ich kein Wort davon verstehe. Als ich mich an den Tisch setzte und den beiden einen guten Morgen wünschte setzte sich meine Mutter an den Tisch und mein Vater legte seine Zeitung weg. Mein Vater machte sich seine Schnitten, als er mich fragte ob es etwas neues in der Schule gibt. "Nein Vater, alles beim Alten. Außer vielleicht dass die Lehrer in letzter Zeit noch nerviger geworden sind" antwortete ich als ich ebenfalls versuchte meinen Toast zu schmieren. Mit Betonung auf versuchen. Ich hatte es irgendwie hinbekommen die Butter durch den Toast, statt auf den Toast zu schmieren. Meine Mutter konnte ein kleines Gekicher nicht unterdrücken "Na Samuel. Soll dir deine Mama vielleicht doch noch die Toasts morgen streichen?" Fragte sie während sie Schwierigkeiten hat ein weiteres Kichern zu unterdrücken. Ich wurde rot vor Verlegenheit und versuchte mich irgendwie rauszureden "Nein Mutter, man isst seinen Toast heutzutage so. So lässt es sich leichter zerkauen oder so". Ich brauche wohl nicht zu erwähnen dass diese Antwort nicht nur schlecht war, sondern dazu führte dass nun beide Elternteile kein Lachen unterdrücken konnten.

    Als ich dann mein leicht zu zerkauenden Toast beendet hatte und das Frühstück fertig war, musste ich auch schon in die Schule. Ich verabschiedete mich von meinen Eltern und machte mich auf meinen Schulweg. Der Weg war neben einer Reihe von Bäumen. Klein Genug um nichts zu behindern, aber groß genug um kleinen Tieren ein Zuhause geben zu können. Auf der anderen Seite war eine wenig befahrene Straße. Im Winter lief ich oft auf dieser, da der Winterdienst auf Straßen mehr Arbeit leistet als auf den Fußwegen. Das Wetter war heute ganz ok. Es war Mitte Frühling und die Sonne hat bereits den letzten Schnee weg geschmolzen. Der Himmel war noch etwas trüb, jedoch konnte ich mittlerweile auf meine dicke Winterjacke verzichten, so dass ich mich nicht ganz wie eine Zwiebel mit Gewichtsproblemen fühlte.

    Auf der Hälfte des Weges traf ich dann Lilith. Sie und ich waren schon eine lange befreundet. Sie winkte mir zu als sie zu mir gelaufen kam. Ihre dunkelblonden Haare wirbelten an ihrer Schulter als der Wind mit ihnen spielte. Ihre Kleidung hat wiedereinmal perfekt aufeinander abgestimmt, lediglich ihr rotes Halstuch stach stark heraus. Ich war erneut hin und weg von ihrem Erscheinen und ihrem Lachen. Sie umarmte mich und fragte mir wie es mir ginge. Sie hatte wieder ihr nach Vanille riechendes Parfüm aufgetragen, welches ich so sehr liebte. Ich war es gewohnt mit ihr zu reden, so dass ich mich nicht dümmer als sonst beim reden mit ihr anstellte. "Mir geht's ganz gut soweit und dir?" "Ganz gut, es wird langsam wärmer, was heißt dass bald Frühling ist, was heißt dass alles schöner sein wird" ihre Stimme klang dabei so begeistern und freudig, dass ich nicht anders konnte als zu lächeln.

    Ich war schon eine Weile in sie Verliebt, hatte jedoch nie den Mut es ihr zu sagen oder auch nur anzusprechen. Ich weiß dass sie wahrscheinlich sogar es versuchen würde, jedoch machen mir meine Gedanken da einen Strich durch die Rechnung und ich male mir jedesmal die schlimmsten Szenarien aus die ja passieren könnten sollte ich es doch mal versuchen. Aber das ist ok, es ist wohl Gottes Art zu sagen dass es nicht sein sollte und wir für einen anderen Menschen bestimmt sind.

    Den restlichen Schulweg über erzählte sie mir etwas von der kommenden Mode und was die kommenden Frühlingsfarben seien und noch mehr, wovon ich nicht unbedingt Ahnung habe. Aber ich habe ihr dennoch mit Freuden zugehört, einfach weil ich ihrer Stimme stundenlang zuhören könnte, egal um welches Thema es geht.

    Als wir dann in der Schule ankamen wurden wir auch schnell von Isaak begrüßt, welcher ungeduldig am Schuleingang auf uns wartete. Er war ein normalgroßer Junge mit kurzen roten Haaren. Er ging seit kurzem in ein Fitnessstudio was man ihm auch schon ansah. Er war keine Person die einen langen Geduldsfaden hatte. Oder überhaupt Geduld. Oder überhaupt die Bedeutung des Wortes kannte. Sowie er uns abgefangen hatte wurden wir von ihm in die Schule gezogen. Wir waren alle drei in der selben Klasse und kennen uns seit dem ersten Schultag. Ich bekomme oft gesagt Glück zu haben so lange mit Menschen befreundet sein zu können ... und ich antworte jedesmal mit Stolz dass ich froh bin solche Freunde haben zu können.

    In der Schule war alles wie immer. Ich ging nach der Schule alleine nach Hause. Lilith war noch in einer AG und Isaak- nun Isaak war weg bevor ich meinen Rucksack gepackt hatte.

    Ich hatte meine Kopfhörer den Weg zurück über eingesteckt und hörte etwas Musik. Es war entspannend so für mich der Straße nach zu folgen. Es dämmerte langsam was die ganze Szene perfekt für mich machte. Ich fühlte mich wie in einem Kinofilm indem der Hauptcharakter einen theatralischen Monolog hielt während im Hintergrund irgendwelche passende Musik lief.

    Meine Eltern waren nicht Zuhause. Es lag ein Zettel auf dem Tisch der wohl von Mutter geschrieben war und auf dem etwas stand: "Lieber Samuel, wir sind gerade bei deiner Oma zu Besuch. Essen steht im Kühlschrank, du brauchst es nur noch warm zu machen. Bleib nicht zu lange wach.

    In Liebe, Mama."

    Ganz unten war noch ein Herz gemalt. Es war unsymetrisch und die eine Hälfte war größer als die andere. Sie war nie gut Herzen zu malen. Sie sagte immer es kommt nicht darauf an wie dein Ergebnis aussieht, solange du nur dein Herz in deine Arbeit steckst.

    Ich musste lächeln als ich dieses Herz sah.

    Ich machte mir das Essen warm und setzte mich an meinen Computer und schaute mir paar Videos an. Keine gute Idee wie sich herausstellte. Ich habe das Problem dass ich nahezu grundlos von einer Sekunde auf die andere eine geradezu depressive Stimmung bekomme. Ich frage mich was ich hier mache. Wieso ich mich so wenig trau in meinem Leben. Wieso ich nicht mehr aus mir mache obwohl ich doch so viele Wünsche habe. Es ist egal wie das Ergebnis aussieht, solange ich nur mein Herz in meine Arbeit stecke...


    Ich versuchte diese Gedanken abzuschütteln da es langsam Zeit war ins Bett zu gehen. Ich verzichtete auf das abendliche Zähneputzen. Ich aß heute eh nichts weiter und morgen früh putze ich sie mir eh wieder. Lediglich das abendliche Gebet konnte ich nicht ignorieren wenn ich schlafen gehe. Ich kniete mich neben dem Bette, stützte meine Arme auf das Laken ab und faltete meine Hände zusammen.

    "Lieber Gott, ich weiß normalerweise bin ich dankbar für das gute Leben was du mir gegeben hast. Normalerweise wünsche ich mir nichts von dir und heute wird wohl auch nur eine Ausnahme sein. Aber ich bitte hiermit ehrfürchtig um deine Hilfe. Ich wünsche mir so, so sehr das meine Gedanken aufhören mein Leben zu behindern. Ich will mich Sachen trauen ohne mir Gedanken machen zu müssen was alles schief gehen könnte."

    Ich hielt noch einige Sekunden inne, ehe ich mich daran machte aufzustehen. Doch auf einmal spürte ich eine unheimliche Hitze. Ich hatte Magenkrämpfe und konnte nicht mehr aufstehen. Ich fühlte mich wie in einem Fiebertraum: "Was war da los? Hab ich das Essen etwa falsch aufgewärmt oder was? Wie kann man etwas falsch aufwärmen?"

    "Wow." dachte ich mir "Tot durch falsch aufgewärmtes Essen, kann auch nur mir passieren."

    Doch auf einmal hörte ich eine Stimme. Sie klang geschmeidig. Es war ganz klar eine männliche Stimme. Sie erinnerte mich an das Knistern eines Feuers welches langsam das Holz verzehrte. Beruhigend und doch strahlte sie eine gewisse Gefahr aus als sie zu mir sprach: Nun Samuel. Dir scheint es gerade ja nicht so gut zu gehen oder? Komm, lass mich dir helfen."

    Ich spürte ein leichtes Brennen auf meinem Bauch. Doch schnell waren die Schmerzen vergangen und als ich meine Augen öffnete sah ich einen Mann, mit einer Haut die aussah als hätte er mehr als nur einen Sonnenbrand gleichzeitig. Er trug einen Anzug der wie ein dunkles Violet aussah. Er hatte tiefschwarze Haare und einen kleinen, spitzen Kinnbart. "W-wer sind sie?" fragte ich, während die Schmerzen langsam abschwillten. Ich spürte die Wärme eines Lagerfeuers an einem Sommerabend während er antwortete: "Tja mein Kleiner. Ich bin kein Geringerer als der Teufel selbst, auch genannt Lucifer. Ich habe deinen Wunsch gehört und habe mir überlegt dir etwas unter die Arme zu greifen wenn du nichts dagegen hast."

    "Bitte was?!" Ich wusste nicht was ich reagieren sollte. Da stand Buchstäblich der Teufel vor mir und bot mir einen Deal an.

    "Ich kann das nicht annehmen, niemals würde ich meine Seele dem Teufel verkaufen!"

    "Nanana, wer redet denn von deiner Seele Samilein? Nein, ich mach das ganz umsonst, erfülle deinen Wunsch und befreie dich von deinen negativen Gedanken"

    "Aber was ist dafür der Gegenpreis? Sowas kann nicht umsonst sein."

    Er holte einen kleinen Zettel heraus, wo ein Text drauf stand. "Hier ist der Vertrag mein lieber Samuel. Les ihn dir gerne durch, du wirst sehen da ist kein Kleingedrucktes zu finden, ganz wie ich es versprochen habe." Er reichte mir diesen Zettel und ich began es mir durch zu lesen: Hiermit erfülle ich, Luzifer, Engel der Morgenröte und Sohn der Aurora, deinen Wunsch dich von deinen negativen Gedanken zu befreien, auf das du ohne Zweifel dies zu tun vermagst, was du dir auferlegst."

    Das war es. Kein wenn und aber. Kein unter diesen Bedingungen. Es war so groß geschrieben dass es das komplette Blatt ausfüllte so dass gerade noch Platz für unsere Unterschriften war.

    Ich zögerte mit meiner Antwort. Das kann doch nicht wahr sein. Träume ich etwa? Habe ich etwa einen Fiebertraum? Bietet mir gerade wirklich der Teufel einen Vertrag an der mir das gibt was ich mir schon immer gewünscht habe? Und das ohne irgendeinen Nachteil?

    "Nun gut, ich gehe auf deinen Deal ein." Antwortete ich mit einer mir unbekannten Selbstsicherheit. "Ist das etwa die versprochene Wirkung?" dachte ich mir kurz, ehe ich einen kleinen, stechenden Schmerz in meinem Finger spürte. "Nun denn, deine Unterschrift mein Lieber." Die Wärme in seiner Stimme wurde mit jedem Buchstaben wärmer und wärmer. Mir war schwummrig, wobei ich nicht wusste ob dies wegen seiner Stimme war, oder wegen dem Schmerzen in meinem Finger. Ich unterschrieb mit meinem Blut und ehe ich mich versah war der Zettel in den Händen des Teufels. "Ein bisschen liederlich, aber wir wissen ja wer gemeint ist. Nun noch schnell meine ... und fertig sind wir."

    Ich wusste immer noch nicht ob das hier gerade wirklich passierte oder ob es wirklich nur ein Traum war.

    Ich hörte noch ein letztes mal das Knistern eines Feuers welches zu mir sprach: Nun denn Samuel, dann viel Spaß in deinem neuen Leben."

    Ich hatte auf einmal wieder diese fürchterlichen Magenschmerzen und mir war unerträglich heiß, ehe ich schweißgebadet in meinem Bett aufwachte.

    "War das alles nur ein Traum?" Fragte ich mich selber, als ich wieder diesen stechenden Schmerz fühlte und sah das mein Finger blutete und mein Laken befleckte.

    Fing hiermit wirklich mein neues Leben an?

  • Hallo Birb ,


    Wie gestern schon in einem anderen Topic geschrieben: Ich versuche aktuell einmal wieder hier auf dem Bisaboard ein paar Geschichten zu kommentieren, eben weil hier kaum noch kommentiert wird und ich das schade finde. Vielleicht kommt so mal ein wenig Leben in die Bude! :D


    Ich finde es spannend, dass das hier scheinbar eine Urban Fantasy Geschichte aufbauend auf christlicher Mythologie zu sein scheint. Das sieht man relativ selten. Entsprechend fällt mir natürlich auch direkt der Bezug zu den Charakternamen auf biblischen Namen beruhen und bin dahingehend auch mal gespannt, inwiefern es Überschneidungen zwischen den Legenden und der Handlung hier gibt.


    Es fällt allerdings auch hier auf, dass es praktisch keinen Startpost gibt. Immerhin eine Handlungsangabe, ja, aber sonst sehr wenig. Ich finde, ein paar Metainformationen wären schon hilfreich, sowie ein kleines Vorwort und eine Altersempfehlung. Einfach, damit man sich etwas besser darauf einstellen kann, was einen in der Geschichte erwartet.


    Was für mich allerdings einen größeren Minuspunkt ausgemacht hat, waren Rechtschreibung, Grammatik und Interpunktion. Das macht die Geschichte extrem schwer zu lesen. Ich habe eine Reihe von Fehlern immer und immer wieder gefunden und würde dir dahingehend wirklich raten, noch einmal drüberzuschauen und dir ggf. einen Betaleser zuzulegen. Denn so, wie es im Moment ist, ist es wirklich sehr, sehr schwer die Geschichte zu lesen - was schade ist.

    • Zuerst einmal mein Pet Peeve: Absätze und Zeilenumbrüche. Du machst durchaus welche, aber halt nicht immer da, wo sie hingehören. Erneut verlinke ich mal meinen Guide zum Thema.
    • Du setzt beinahe nie Kommata. Speziell bei Relativsätzen und Infinitivkonstruktionen fällt es enorm auf. Hier kurz etwas zu Infinitivkonstruktionen, hier etwas zu Relativsätzen.
    • Ebenfalls ist die Interpunktion in der wörtlichen Rede durchweg falsch. Irgendwo hatte ich dazu hier auch einen Guide gepostet, aber ich finde ihn nicht. Daher verlinke ich den Guide von meiner HP.
    • Du wechselst mehrfach den Tempus. Ab und an schreibst du in Präteritum (also Vorzeitigkeit/Vergangenheitsform), ab und an dann wieder im Präsens (also Gegenwartsform). Das ist etwas, das wirklich enorm negativ auffällt.


    Hier einmal ein Absatz aus der Geschichte, bei dem es enorm auffiel. Kommentare zur Interpunktion. Blau geschriebenes ist Präteritum, grün geschriebenes Präsens, einfach um die Fehler etwas deutlicher zu machen.


    Mein Vater ließ (liest oder las) daweile (derweil) in der Zeitung [Komma oder Gedankenstrich, da Nachsatz] wie jeden Morgen. [Komma oder Gedankenstrich, statt Punkt. Der Satz ist nicht zu Ende, da der kommende Satz kein eigenen Subjekt hat.] Und beschwert sich [hier kann es ohne Komma/Gedankenstrich stehen, aber stilistisch würde ich das "wie jeden Morgen" erneut durch Interpunktion hervorheben] wie jeden Morgen über irgendetwas [Komma] was ich nicht wirklich verstehe. Ich stimme ihm wie jeden Morgen einfach zu. Er antwortet darauf wie so oft, allerdings mit dem Wissen (sehr komische Konstruktion/Bedeutung nicht ganz klar. "wohl wissend"? "in dem Wissen"?) [Komma] dass ich kein Wort davon verstehe. [Zeilenumbruch.] Als ich mich an den Tisch setzte [Zeitlicher Ablauf ist nicht ganz klar. Stand Samuel bis dahin?] und den beiden einen guten Morgen wünschte [Komma] setzte [Wortwiederholung] sich meine Mutter an den Tisch und mein Vater legte seine Zeitung weg. [Zeilenumbruch, da Wechsel im handelnden Charakter.] Mein Vater machte sich seine Schnitten, als er mich fragte ob es etwas neues in der Schule gibt. [Zeilenumbruch, da Wechsel im handelnden Charakter.] "Nein Vater, alles beim Alten. Außer vielleicht dass die Lehrer in letzter Zeit noch nerviger geworden sind" [Komma] antwortete ich [Komma] als (als ist als Wort etwas komisch gewählt, da es als temporale Konjunktion sich eher auf ein Ereignis, als einen Vorgang bezieht - während wäre besser) ich ebenfalls versuchte [Komma] meinen Toast zu schmieren. Mit Betonung auf versuchen. Ich hatte es irgendwie hinbekommen die Butter durch den Toast, statt auf den Toast zu schmieren. [Zeilenumbruch, da Wechsel im handelnden Charakter.] Meine Mutter konnte ein kleines Gekicher (was ist ein kleines Gekicher?) nicht unterdrücken [Punkt] "Na Samuel. Soll dir deine Mama vielleicht doch noch die Toasts morgen streichen?" [Komma, klein weiter] Fragte sie [Komma] während sie Schwierigkeiten hat [Komma] ein weiteres Kichern zu unterdrücken. [Zeilenumbruch, da Wechsel im handelnden Charakter.] Ich wurde rot vor Verlegenheit und versuchte mich irgendwie rauszureden [Punkt oder Doppelpunkt] "Nein Mutter, man isst seinen Toast heutzutage so. So lässt es sich leichter zerkauen oder so". [Punkt und Anführungsstrich vertauschen.] Ich brauche wohl nicht zu erwähnen [Komma] dass diese Antwort nicht nur schlecht war, sondern dazu führte [Komma] dass nun beide Elternteile kein Lachen unterdrücken konnten.

    Das sind wirklich zu viele Fehler und macht das Lesen sehr, sehr schwer.


    Was hier und in den kommenden Absätzen auch auffällt, ist an einigen Stellen zu wenig "Show" und zu viel "Tell". Das fällt mir speziell bezüglich der Charakterisierung auf.

    An sich finde ich die Beschreibung der Morgenroutine, inklusive des immer nachgesetzten "wie jeden Morgen" stilistisch schön gemacht, aber hier und da könnten ein paar mehr Emotionen und ein wenig mehr Dialog da sein. Ich habe das Gefühl - korrigier mich, wenn ich falsch liege - dass der Abschnitt dazu dienen soll, die Eltern, Samuels Verhältnis zu ihnen und generell das typische Familienleben zu charakterisieren. Das würde jedoch viel besser funktionieren, wenn da noch ein wenig mehr direkter Dialog drin ist und direkte Beschreibung von Handlungen, inklusive kleiner Ticks. Also bspw. wie genau der Vater nach Schule fragt (und warum morgens, nicht abends - ich nehme an er ist dann Abends häufiger aus dem Haus?) und wie es aussieht, wenn er sich über Dinge in der Zeitschrift beschwert. Dazu etwaig Reaktionen der Mutter. Und wenn diese nur beinhalten, dass sie lächelt und nickt ... Auch das ist Charakterisierung. (Dasselbe gilt später für Lilith und Isaak - gerade da letzterer wirklich nur im Tell und so gar nicht im Show vorkommt.)


    An der Stelle können übrigens auch so Dinge wie Kleidung, Inneneinrichtung und generell Beschreibungen von äußeren Aspekten können ebenfalls helfen, ein wenig mehr Charakter reinzubringen und dem Leser zu helfen, sich alles besser vorstellen zu können. Dahingehend noch so ein paar Stellen, die mir in einer oder mehreren Hinsichten aufgefallen sind.


    Mein Vater machte sich seine Schnitten, als er mich fragte ob es etwas neues in der Schule gibt.

    Wie gesagt: Wörtliche Rede wäre hier schöner, um ein besseres Gefühl dafür zu vermitteln, was für jemand der Vater ist.


    Als ich dann mein leicht zu zerkauenden Toast beendet hatte

    beendet?


    Das Wetter war heute ganz ok

    Die Stelle finde ich in so vielerlei Hinsicht seltsam. Wann ist "heute"? Du erzählst an der Stelle im Präteritum. Daher wäre "war an diesem Tag" besser. Und was ist "ganz okay" auf das Wetter bezogen? Ja, dahinter kommt etwas Beschreibung. Die Formulierung finde ich dennoch sehr ungenau.


    Ihre dunkelblonden Haare wirbelten an ihrer Schulter als der Wind mit ihnen spielte.

    Abgesehen davon, dass hier auch ein Komma spielt: "an ihrer Schulter"? An welcher Schulter (bzgl. Singular)? Wie wirbelt es "daran"? Wirbelt es nicht mehr um ihre Schultern?


    Sie umarmte mich und fragte mir wie es mir ginge.

    Hier wieder eine Stelle, an der direkte Rede besser wäre. Da ich davon ausgehe, dass sie als Charakter sehr wichtig wird, halte ich es gerade bei ihr für wichtig, ein wenig von ihr als Charakter zu zeigen. Was ist es denn, das Samuel an ihr so toll findet? Sie ist wohl sehr hübsch ... aber was sonst? Es wäre wirklich schön, wenn du das ein wenig zur Schau stellst. :)


    Er war keine Person die einen langen Geduldsfaden hatte.

    Komplettes Tell.


    In der Schule war alles wie immer.

    Was bedeutet "wie immer" bei Samuel?



    Ansonsten, wie gesagt: Ich finde die Idee wirklich soweit interessant. Aber Lesen würde mit weniger Fehlern definitiv mehr Spaß machen! :)

  • Hi na Birb !
    Ich taste mich erst einmal langsam wieder in das Kommentieren von den Stories hier heran, weswegen ich nun erst einmal etwas gewählt hatte, was noch nicht so weit war. Davon abgesehen, dass ich dich kenne und ein kleines Angebot hätte, aber dazu gleich mehr.


    Alaiya hat ja schon Vieles angesprochen. Da stimme ich ihr auch voll und ganz zu. Gerade Rechtschreibung, Interpunktion und Zeitformen scheinen dir noch etwas schwer zu fallen. Du wechselst hier und da die Zeit, weswegen ich nicht genau sagen kann, ob du jetzt über die Vergangenheit oder die Gegenwart sprichst.

    In Sachen Interpunktion werden gerade Kommata oft vergessen, was das Lesen schon sehr erschwert. Es ist jetzt nicht so schlimm, dass man den Inhalt nicht entziffern könnte, jedoch verwirrt es hier und da ein wenig.

    Demzufolge wollte ich dir das Angebot machen, die Rolle als dein Betaleser zu übernehmen, wenn du möchtest! :D

    Denn inhaltlich interessiert mich die Geschichte dann wieder sehr. Allerdings sehe ich noch einiges an Potential, das ausgeschöpft werden könnte.

    Mit Bibelstuff kenne ich mich nicht so gut aus, also erkenne ich nicht so viele Referenzen wieder, aber auch als Person, die sich damit nicht auskennt, wirkt das Konzept interessant. Alaiya hat Recht, das sieht man tatsächlich nicht mehr allzu oft.

    Auch mir ist aufgefallen, dass du mehr beschreiben lässt, wie die Charaktere ticken, als dass du ihre Eigenschaften zeigst. Es wirkt oft interessanter, gerade bei den wichtigen Charakteren, die eine bedeutsame Rolle einnehmen, wenn du ihr Verhalten beschreibst. Beispiel:

    Du hast geschrieben: "Er war ein normalgroßer Junge mit kurzen roten Haaren. Er ging seit kurzem in ein Fitnessstudio was man ihm auch schon ansah. Er war keine Person die einen langen Geduldsfaden hatte. Oder überhaupt Geduld. Oder überhaupt die Bedeutung des Wortes kannte."

    Das Ganze würde ich mehr ausschmücken. Zum Beispiel indem du Isaak mehr sprechen lässt. Er wird sicher noch oft vorkommen und daher ist es gerade beim Kennenlernen des Charakters wichtig, dass du ihn mehr zeigst. Was bedeuted hier "normalgroß"? Wie zeigt sich seine mangelnde Geduld? Waren seine Haare eher wellig/lockig oder glatt? Du könntest zeigen, wie sich Isaaks Ungeduld zeigt, zum Beispiel indem er Samuel am Arm zerrt und sagt, er solle sich beeilen. Vielleicht auch, dass Sam und Lillith nicht so "turteln" sollen. :P
    Sprich, insgesamt würde ich den Prolog einfach noch einmal überarbeiten und mehr auf die Charaktere eingehen, subtil und teilweise weniger subtil ihre Charakterzüge zeigen.


    Der Startpost könnte auf jeden Fall interessanter gestaltet werden. Hierzu gibt es im Bereich auch einen schönen Guide, den du dir vielleicht anschauen könntest. Ein attraktiver Startpost führt dazu, dass sich auch mehr Interessenten für deine Story finden.


    Wie erwähnt, es gibt noch einiges an Potential nach oben, was du ausschöpfen kannst. Das ist alles eine Sache der Übung und Kreativität, aber zum Großteil Übung.

    Bin auf jeden Fall mal gespannt wie es weitergeht und gib mir mal eine Rückmeldung, ob du mich als Betaleser haben möchtest oder nicht. :)

  • Birb Hi,

    jetzt schreibe ich dir endlich mal einen vernünftigen Kommentar. xD


    Die Storyidee finde ich sehr interessant und da kann man gespannt sein, was sich daraus noch entwickeln könnte. Vor allem der erste kleine Absatz, wenn man ihn im Bezug zu deiner Synopsis sieht, wirkt sehr spannend und reißt einen gleich ins Geschehen. Das erinnert mich irgendwie stark an den Zauberlehrling, der die Geister, die er rief, nicht mehr los wird. In diesem Fall traut sich der schüchterne Sam nicht seine Liebe zu gestehen und ruft da wohl eine Macht auf den Plan, die ihm nur Böses bringt. Mal meine Interpretation davon.


    Ich stimme generell meinen Vorpostern zu, dass du noch viel mehr beschreiben könntest. Beim Schreiben empfinde ich es als wichtig genau zu sein und dich zu fragen: "Wie könnte ich das am besten zeigen?"

    Das kannst du dir zum Beispiel selbst beibringen, indem du dir dein Rohkapitel nochmal durchliest und bei jedem Mal Lesen den Fokus auf einen anderen Schwerpunkt setzt.

    Beim ersten Durchlauf finde ich es sinnvoll den Schwerpunkt auf Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung, Zeilenumbrüche und Paragraphen zu setzen. Hier fehlen auch vor allem recht viele Kommata.

    Beim zweiten Durchlauf könntest du dich auf einzelne Formulierungen konzentrieren und dich fragen, was man besser formulieren könnte, ob man lange Sätze nicht besser aufteilen sollte., ob Sätze zu hochgestochen und unnatürlich oder zu umgangssprachlich wirken, ob du zu viel Passiv verwendest oder zu viele Nomen, die nach Beamtendeutsch klingen etc... und ob die Aussage und der zeitliche Ablauf des Satzes verständlich sind.

    Beim dritten Durchlauf könntest du dich fragen, ob die Formulierungen zu viel Show und zu wenig Tell darstellen.

    Beim vierten Durchlauf könntest du deinen Schwerpunkt auf die Charaktere setzen, wie sinnig ihre Reaktionen, bezogen auf ihre Persönlichkeit, sind, etc...

    ... und so liest du deinen Text vier-, fünf-, sechsmal und konzentrierst dich jedes Mal auf ein anderes Thema, sozusagen.


    Was ich mit "Show, Don't Tell" und der Genauigkeit meine:

    Du beschreibst zwar, wie sein Morgen in etwa abläuft, aber du bleibst bei vielen Dingen sehr ungenau. So weiß ich nach dem Frühstück immer noch nicht so recht, wie die Stimmung zuvor war. Es ist vollkommen okay hin und wieder Sätze einzubringen wie "mein Vater murmelt etwas und ich stimme zu" oä., aber wie ich auch finde, sollte der gesamte Text viel dialoglastiger gestaltet sein. Dazu kannst du dir überlegen, wie du die Information, dass seine Mutter Orangen liebt, obwohl sie sich sonst eher weniger leisten können, in einem Dialog einbringst.

    Was mir auch auffällt ist, dass er seine Eltern Mutter und Vater nennt. Ich nehme aber mal an, dass es so gewollt ist? Andererseits wirkt die Familie beim Frühstück eher locker und daher bin ich mir nicht sicher, wie passend diese Ansprachen sind. Allerdings passt das wieder gut zum Thema deiner Geschichte. Da erwartet man schon eher eine Familie mit strikteren Regeln und Normen, was ja vielleicht auch ein wenig Klischee ist, sofort so zu denken. xD


    Zitat von Birb

    Als wir dann in der Schule ankamen wurden wir auch schnell von Isaak begrüßt, welcher ungeduldig am Schuleingang auf uns wartete. Er war ein normalgroßer Junge mit kurzen roten Haaren. Er ging seit kurzem in ein Fitnessstudio was man ihm auch schon ansah. Er war keine Person die einen langen Geduldsfaden hatte. Oder überhaupt Geduld. Oder überhaupt die Bedeutung des Wortes kannte.

    Inwiefern ist es in dieser Szene wichtig, dass er ein sehr ungeduldiger Mensch ist? Anstatt diese Information einfach einzuwerfen, solltest du die Charaktereigenschaft zeigen, wenn die Situation passend dafür ist. Beispielsweise könnte sich ein Bus verspäten, der Lehrer verspätet sich in die Klasse, jemand versteht etwas nicht sofort und er wird ungeduldig etc...


    Eine kleine Anmerkung: Dass sie Lillith heißt, ist in Bezug auf die Story und dem christlichen Kontext etwas sehr auffällig. xD Also, das soll dich nicht stören, ist mir aber so aufgefallen. ^^