Blätterhaufen


Pokémon Karmesin und Purpur sind erschienen!


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  • Klug, klüger, am klügsten


    Fritz Mein Hund Waldi ist viel klüger als deiner, Klaus!

    Klaus Diese Ansicht kann ich nicht teilen!

    Fritz Das muss ich dir nicht beweisen.

    Klaus Da will wohl jemand nicht verlieren! Jasminka ist ohnehin am klügsten!

    Fritz Dein Hund hat ja den Namen einer Katze.

    Klaus Liegt vielleicht daran, dass es eine ist.

    Fritz (beäugt Jasminka genauer) Nein, das ist ein Hund.

    Klaus (seufzend) Hast du deine Brille verlegt?

    Fritz (empört) Ich trage keine.

    Klaus Dann ist das des Rätsels Lösung.


    Klaus holt eine Lupe hervor und reicht sie Fritz.


    Fritz (zweifelnd) Ich kann es immer noch nicht glauben. Wieso hast du sie dann an der Leine?

    Klaus Damit sie mir nicht davonläuft.

    Fritz (murmelnd) Ich würde auch fliehen.

    Klaus Hast du etwas gesagt?

    Fritz Nein, nein. Komm, Jasminka, hol das Stöckchen! (wirft einen Stock)

    Klaus Sie ist an der Leine, wie soll sie da apportieren? Abgesehen davon, dass sie immer noch eine Katze ist.

    Fritz Oh, stimmt. An der Leine geht das nicht.

    Klaus Sie würde ihn dir sowieso nicht bringen. Katzen machen so etwas nicht.

    Fritz Hm, eigentlich könnte sie wirklich eine Katze sein. Sieht schließlich auch nicht so gelehrig aus.

    Klaus Jasminka ist die klügste Katze der Welt! Das wirst du noch sehen!

    Fritz (kopfschüttelnd) Dass sie klug ist, glaube ich nicht. Aber ich gebe zu, dass ich wohl zum Optiker muss. Entschuldige.

    Klaus Wie auch immer. Es ist schon spät, wir gehen jetzt heim.

    Fritz Na schön, ich auch. Bis dann!


    Fritz verlässt die Szene.

    Klaus beugt sich zu Jasminka herunter und schmunzelt.


    Klaus Den haben wir schön hereingelegt, was, Jasminka?

    Jasminka (schwanzwedelnd) Wuff wuff!


  • Hallo,


    das Drama „Klug, klüger, am klügsten“ funktioniert in Textform wirklich hervorragend, um im Gespräch die Illusion einer Katze zu erzeugen. Dass es sich dabei tatsächlich um einen Hund handelt, verneinst du geschickt im Dialog und schaffst dabei auch noch den Anreiz, sich um eine Brille zu kümmern. Im selben Zug wird dadurch allerdings auch eine Frage um Fritz geklärt, der wohl generell eher schlecht sieht. Die Charakterentwicklung ist dir daher gelungen. Aber war Jasminka wirklich ein Hund und nicht einfach nur eine Katze, die eine Fremdsprache gelernt hat? Wer weiß, was sie noch so verborgen hält.


    Wir lesen uns!




  • Nachtbesuch


    Pilzchen war ein weibliches Kapilz und lebte im Blütenburgwald. Hier lebt sie mit ihrer Familie ein angenehmes Leben. Meistens herrschte Frieden, nur ab und an kamen eifrige Trainerinnen und Trainer, die hier nach Pflanzen- oder Käfer-Pokémon Ausschau hielten und Pilzchen dazu veranlassten, ihre Kinder dazu anzuhalten, sich tief im hohen Gras oder auf einem Baum zu verstecken. Pilzchen war heute nervöser als sonst. Die Nacht war bereits hereingebrochen und die Menschen waren gegangen, um zu schlafen. Nur einer war noch hier. Es war ein Mann, der schon früh am Morgen erschienen war und immerzu „Knilz, Knilzi, Knilz, wo seid ihr?“, rief und dabei einen merkwürdigen Singsang in der Stimme hatte, den Pilzchen nicht zuordnen konnte und, wenn sie ehrlich war, auch albern fand. Sie jedenfalls hatte ihren Kindern umso mehr eingeschärft, sich keinesfalls blicken zu lassen. Ihrer Erfahrung nach gaben Menschen nach einer Weile auf, wenn sie das begehrte Pokémon nicht finden konnten oder gingen wenigstens nachts schlafen. Dieser Mensch schien anders zu sein, dabei hatte Pilzchen schon gehofft, ihn losgeworden zu sein, als er mittags mit jemanden gesprochen hatte. Alles hatte sie nicht hören können, weil sie sich in sicherer Entfernung aufhielt, jedoch schien es kein freundliches Gespräch gewesen zu sein, da der andere Mann, dessen Kleidung überwiegend aus den Farben des Meeres bestand, ihn aufgebracht zu einem Kampf herausgefordert hatte. Jedoch erhielt der mysteriöse Knilz-Sucher Hilfe von einem zufällig vorbeigekommenen Kind, für das es ein Leichtes gewesen war, den Rüpel in die Flucht zu schlagen. Pilzchen hatte den Kampf angespannt verfolgt und mit Erleichterung gesehen, dass die drei Personen den Wald kurz darauf verlassen hatten. Jedoch hatte es nicht lange gedauert, als Pilzchen wieder „Knilzi, Knilzi, Knilz, kommt heraus!“ vernahm. Pilzchen, deren Beine langsam einzuschlafen drohten, weil sie seit Längerem in der gleichen Position verharrte, unterdrückte ein Gähnen. Sie war nicht gerade das, was man nachtaktiv nennen konnte, aber sie würde erst beruhigt sein, wenn der Mann verschwunden war. Dieser leuchtete weiterhin mit einer Taschenlampe in die Bäume, ins hohe Gras und in die Büsche; nur um Haaresbreite hatte sein Lichtschein Pilzchen schon mehrmals verfehlt. Sie überlegte, ob der Mann auch an ihr interessiert war, weil sie sich aus einem Knilz entwickelt hatte. Plötzlich raschelte es direkt neben ihr und sie zuckte zusammen. Blitzschnell wandte sie sich um und erblickte eines ihrer Knilze, das durch die Präsenz des Menschen zu dieser nächtlichen Stunde aufgewacht sein musste und sie verschlafen ansah. „Versteck dich“, flüsterte sie besorgt.


    „Knilz? Komm doch her, ich tu dir nichts“, ertönte mit einem Mal die Stimme des Suchenden, der auf leisen Sohlen angeschlichen war. Pilzchen zögerte nicht länger. Frieden hin oder her, auch wenn sie eigentlich keine Menschen angreifen wollte, sah sie sich nun dazu gezwungen, um ihre Familie zu schützen. Sie feuerte Samenbomben ab, die der Mann erschrocken mit den Händen abzuwehren versuchte. Pokémon schien er selbst keine zu besitzen. Der Kampf erschien ihr daher unfair, doch als er sich ihrem Knilz erneut zuwandte und einige der im Wald herumliegenden Steinchen auf es warf, tobte sie nicht nur innerlich. Ihr Knilz war noch viel zu jung, schwach und obendrein um den verdienten Schlaf gebracht worden. Dieser Gauner sollte sie kennenlernen! Sie setzte mit schnellem Tempo gezielte Hiebe ab, denen er durch Sprünge nach allen Seiten auszuweichen versuchte, während er auf sie einredete, allerdings hörte die aufgebrachte Knilz-Mutter schon lange nicht mehr hin. Dennoch achtete sie trotz allem darauf, ihn nicht allzu sehr zu verletzen, ließ aber erst von ihm ab, als sie ihn auf diese Weise durch den ganzen Wald gescheucht und zum Ausgang bugsiert hatte.

    Mittlerweile waren weitere Wald-Pokémon durch den Lärm aufgewacht, die den Mann mit drohenden Gesten signalisierten, dass er unerwünscht war. Dieser schaute nochmals zu den Knilzen, die sich, durch den Aufruhr aufgeschreckt, hinter Pilzchen versammelt hatten und seufzte dann. „Also gut, fürs Erste lasse ich es sein. Ich möchte deine Familie nicht auseinanderreißen“, sagte er dann freundlich, wenn auch erschöpft. Fast tat er ihr leid. „Möglicherweise habe ich Glück und erhalte in der Pension ein Ei, aus dem ein Knilz schlüpft.“ Er kramte in einer Tasche herum und warf dann etwas in ihre Richtung. Pilzchen wollte es bereits abwehren, als sie begriff, dass es Sinelbeeren waren. „Eine schöne Nacht noch“, murmelte er und ging dann langsam rückwärts aus dem Wald, um die Pokémon nicht weiter zu verärgern.

    Ein allgemeines Aufatmen war zu hören, dann gingen alle Pokémon wieder zu ihren gewohnten Schlafplätzen, um die restliche Nacht zum Erholen zu nutzen. Auch Pilzchen kehrte mit ihren Knilzen, die sie sorgsam noch mal zählte, zu ihrem Stammplatz zurück. Vielleicht würde der Knilz-Sucher eines Tages ein Knilz finden, das ihm ebenbürtig in einem Kampf begegnen konnte, oder ein Ei erhalten. Pilzchen hoffte es für ihn und für ihre Familie. Nun herrschte Stille, nur hier und da von Schnarchlauten unterbrochen. Pilzchen, die noch kein Auge zugemacht hatte, freute sich darüber, dass der Frieden wieder eingekehrt war und legte sich dann neben ihren schon eingeschlafenen Kindern ins Gras, geschützt und umringt von hohen Büschen.

  • Aufregende Nacht


    Die Nacht war von Stille umhüllt, einzig das Licht des Mondes sowie der Sterne fand ihren Weg in das gemütliche Zimmer einer jungen Trainerin, welche um diese Uhrzeit fest schlief. Einer dieser zarten Lichtstrahlen verirrte sich auf ein Pokémon-Ei, das liebevoll in einem mit weichen Decken ausgestatteten Korb auf einem Tisch nahe des Fensters lag. Das Ei, dessen mysteriöse Herkunft die Pensionsleitung sich nicht erklären konnte und nun bei dem Mädchen ein Zuhause gefunden hatte, war mit diesem schon etliche Tage unterwegs und immerzu gut umsorgt worden. Das Pokémon in seinem Inneren spürte die Liebe und den Schutz. So entstand der Wunsch, endlich zu schlüpfen und die Trainerin zu begrüßen. Dafür bewegte sich das noch ungeborene Wesen immer wieder in dem Ei, um dessen Schale aufzubrechen und von außen hörte man dies auch, wenn man genau horchte. Das Kind jedoch, wenige Meter entfernt in seinem Bett schlafend, bekam die Schlüpfversuche nicht mit. Ebenso wenig bemerkte es die Person, die durch das offene Fenster zum Korb griff und das mit roten und blauen Symbolen verzierte Ei darin entwendete. Obwohl es noch nicht die Außenwelt erblickt hatte, spürte das Pokémon, das gefangen im Ei hilflos war, dass der Mensch, der es gerade mitnahm, von negativen Gefühlen erfüllt war.

    Wenige Minuten später erreichte die Person ein Auto, öffnete dessen Kofferraum und legte das Ei zu weiteren Eiern, deren äußerliche Erscheinungen sich allesamt von ihm selbst unterschieden. Der Mann stieg ein und fuhr los, für das Ei begann eine holprige und ganz gar nicht geruhsame Fahrt, nur von den Sternen und dem Mond beobachtet. Als der Fahrer sein Schlafbedürfnis nicht mehr aufhalten konnte, verfiel er in das Land der Träume, noch während das Gefährt, nun führerlos, fuhr. Kurz darauf wurde die nächtliche Stille mit einem Krachen ausgefüllt, als der Wagen gegen eine Wand prallte, die zufällig zu einem Polizeirevier gehörte. Überrumpelt kamen dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus diesem gestürzt und kümmerten sich um den noch bewusstlosen Fahrer. Auf den Gedanken, den Kofferraum zu überprüfen, kam in diesem Moment keiner.


    So sah niemand die durch den Aufprall erzeugten Geburten all der gestohlenen Eier. Durch das aufgeregte Stimmengewirr der Menschen gingen auch die Laute der Pokémon unter. Das Ei, welches aus dem Zimmer des Mädchens entwendet worden war, brauchte am längsten, um dem Pokémon darin die Freiheit zu schenken. Eines der anderen frisch geschlüpften Pokémon, ein Pichu, klopfte zaghaft an das Ei, welches kurz darauf einem Togepi das Licht der Welt – oder eher das Dunkel des Kofferraums - erblicken ließ.

    Das Togepi verlor die Schalen des Eis und blickte sich ängstlich um. Es sah nicht viel in dem Kofferraum, in dem nur ein schmaler Lichtstreifen fiel, nachdem die Tür des Kofferraums durch den Aufprall einen Spalt aufgegangen war.

    Das Pichu blickte erleichtert zu dem Togepi, schon hatte es befürchtet, dass aus diesem Ei aufgrund des Unfalls niemals etwas entschlüpfen würde. Togepi sah durch das dämmrige Licht, dass sich mit ihnen noch ein Elekid, ein Azurill, ein Fluffeluff sowie ein Knospi befanden, inmitten ihrer aufgebrochenen Eiern. Das Elekid wirkte ein verärgert, so unsanft hatte es nicht schlüpfen wollen, da hätte es lieber noch gewartet. Nicht länger jedoch warten wollte es darauf, dass irgendjemand ihnen half. Da mussten sie wohl selbst ran. Elekids Pfoten machten sich an der Kofferraumtür zu schaffen und stießen diese heftig auf.

    Noch immer waren die Menschen mit sich selbst beschäftigt, sodass sie nicht bemerkten, wie die Baby-Pokémon dem Wagen entsprangen. Aber was nun? Sie alle kannten nichts von der Welt außer der Zuneigung und Worte der Pensionsleitung oder ihrer Trainerinnen und Trainer, aus deren Obhut sie genommen worden waren. Schließlich ergriff das Fluffeluff die Initiative und leitete seine neuen Freunde dazu an, sich in einen nahegelegenen Wald zu begeben, in dem es sich Schutz erhoffte. Um einander nicht zu verlieren, bildeten die sechs Pokémon Zweierpärchen.

    So fanden Knospi und Fluffeluff zueinander, Elekid schloss sich dem Azurill an und Togepi, welches verwirrt aufgrund der sich abrupt geänderten Umstände war, fasste Vertrauen zu Pichu. In Zweierreihen stapften die Kleinen ungelenk von dem Auto fort und hörten gerade noch die Sirenen des Krankenwagens, bevor sie den Wald betraten.


    Zum ersten Mal erblickten die sechs Augenpaare die um diese Zeit ruhenden Wildblumen, die am Rande des Waldwegs wuchsen, vernahmen die hohen Bäume, in deren Krone einige Käfer-Pokémon schliefen, sahen staunend mehrere Pflanzen-Pokémon, die sich im hohen Gras verbargen und ebenfalls in Träumen versunken waren, sahen einen mit Moos bedeckten Felsen und daneben ein Folipurba und neben sich dessen Jungen. Menschen waren keine anzutreffen. Im Dunkel des Waldes schritt die kleine Truppe weiter, bemüht, die anderen Pokémon, von denen sie nicht wussten, ob diese ihnen womöglich feindlich gesinnt waren, nicht aufzuwecken. Sie kamen an einem kleinen Teich vorbei, in welchem einige Karpador dösten. Nicht weit entfernt lag ein mausartiges, blaues Pokémon. Verwundert wandte sich Elekid zu Azurill und schob dieses zum Wasser, damit es sich in der Reflexion des Wassers betrachten konnte, wofür es Ladevorgang einsetzte, um eine Lichtquelle zu erzeugen. Azurill bemerkte die Ähnlichkeit zu dem runden Pokémon, welches durch den plötzlichen Lichtschein erwachte. Das Marill starrte irritiert auf die kleinen Pokémon und spürte instinktiv, dass diese unsicher und noch nicht lange ihren Eiern entschlüpft waren. Besonders das Azurill rief in ihm Muttergefühle hervor, weshalb es sich diesem vorsichtig näherte und es zu fragen schien, ob es nicht bei ihm bleiben wollte. Azurill, das ohnehin nur Erinnerungen an eine Pension hatte, stimmte freudig zu.

    Nachdem die anderen einige Beeren erhalten hatten, um sich zu stärken, machten sie sich wieder auf den Weg und winkten dem Azurill noch kurz zu, bevor sich die Wege trennten. Elekid entschied sich, gegen der Meinungen der Mitstreiter, sich an ein besonders heimelig wirkendes Plätzchen niederzulassen und ein Nickerchen abzuhalten.

    So gingen Fluffeluff und Knospi sowie Pichu und Togepi zu viert weiter. Sie waren nicht weit durch das weiche Gras gegangen, als Knospi stolperte und unsanft auf dem Boden landete. Erschrocken darüber, fing es zu weinen an und weckte somit ein Kapilz auf, das sich seines friedlichen Schlafes beraubt sah und feuerte Samenbomben ab, mit denen es Fluffeluff und das Knospi traf, woraufhin Letzteres dadurch noch lauter weinte. Wütend setzte Pichu Donnerschock ein. Von dem Lärm aufgescheucht, kamen nun noch mehr Pokémon zu ihnen und wirkten alles andere als freundlich. Fluffeluff ergriff das Knospi und eilte blindlings davon. So wurden die zwei von ihren Freunden getrennt, die sich ebenfalls fluchtartig von den angriffslustigen Waldbewohnern versteckten. Als sie endlich weit genug weg waren, schnaufte Fluffeluff auf und tröstete das Knospi sanft. Es sah zum Mond, von dem es sich wie magisch angezogen fühlte. Die Nacht, so finster sie auch war, machte dem flauschigen Pokémon nichts aus. Knospi dachte da ganz anders und wirkte beunruhigt, was nachvollziehbar war, nachdem ihm klargeworden war, dass es in diesem Wald keine Freunde finden würde, obgleich es als Pflanzen-Pokémon hier leben könnte.

    Fluffeluff und Knospi entdeckten einen Schrein, mit dem sie nicht viel anfangen konnten, weshalb sie zusammenzuckten, als wie aus dem Nichts ein schwebendes, grünes Pflanzen-Pokémon auftauchte. Das Celebi war nicht minder überrascht, zwei Baby-Pokémon hier mutterseelenalein vorzufinden und schloss insbesondere das andere Pflanzen-Pokémon in sein Herz und versprach, am Morgen mit den anderen Waldbewohnern zu reden, damit Knospi hier leben konnte. Fluffeluff bedankte sich und freute sich für seinen Freund, dass dieser einen Ort für sich gefunden hatte. Es selbst jedoch verabschiedete sich und lief weiter, ziellos vom Mond angezogen, durch die Nacht.


    Die beiden anderen Baby-Pokémon waren an einer alten Villa angekommen, welche nicht gerade einladend wirkte. Aber Pichu zog das protestierende Togepi entschlossen mit hinein. Sie erkundeten die Räume, die allesamt ausgestorben waren. In einem davon entdeckten sie ein viereckiges Gerät, von dem eine merkwürdige Aura entwich. Rasch wollte Pichu das Zimmer verlassen, aber Togepis Neugier war geweckt, weshalb es das Gerät berührte. Gleich darauf ertönte ein Zischen und unheimliches Gelächter. Ein Rotom erschien und hüpfte in der Luft um die beiden herum. Togepi brach in Tränen aus, doch Pichu gewann bald seine Fassung zurück, als es erkannte, dass es sich um ein Elektro-Pokémon handelte und damit eine Verbundenheit herstellen konnte. Niemand wartete auf es, also konnte es genauso gut bei Rotom bleiben. Togepis Tränenstrom wurde mit der Zeit weniger. Doch die Traurigkeit, die es umgab, als es sich bewusst wurde, dass es einen weiteren Freund zurücklassen würde, war groß. Der gelbe Nager umarmte das Togepi und begleitete es aus der Villa hinaus, als Elekid und Fluffeluff, die sich über den Weg gelaufen waren, vorbeikamen. Sie wurden über Pichus Entscheidung unterrichtet und erzählten wiederum von Knospis neuen Ort.

    Nun waren sie nur noch drei heimatlose Pokémon: Fluffeluff, Elekid, das durch den Lärm vorhin ebenfalls wach geworden war, sowie Togepi. Endlich sahen sie, wie sich der Weg lichtete und nicht viel später waren sie dem düsteren Wald entkommen. Der Morgen graute zwar bereits, allerdings war die Nacht noch immer nicht vorbei. Erschöpft und verunsichert setzten sie ihre unfreiwillige Reise fort. Die Landschaft um sie herum wurde von einzelnen Häusern geziert. Ein Stückchen weiter schien der Mond besonders hell und zog ihre Blicke auf sich. Dort tanzten einige rosafarbene Pokémon im Kreis und hielten eine Art Ritual ab. Fluffeluff hüpfte vorsichtig näher, wodurch die tanzenden Wesen kurz innehielten, es dann aber zum Mitmachen einluden und in ihrem Kreise willkommen hießen.

    Togepi und Elekid beglückwünschten den Freund und gingen weiter. Sowohl Azurill als auch Knospi, Pichu und Fluffeluff schienen ohnehin keinen Menschen zu haben, der sie suchen würde. Sie beide dagegen waren eines Tages und eines nachts einem Jungen und einem Mädchen geraubt worden. Sie hegten keine Hoffnung mehr, dass sie diesen Kindern je wiederbegegnen würden und selbst wenn, wussten sie nicht, wie diese aussahen, kannten sie doch lediglich deren Stimmen.


    Sie ahnten nicht, dass wenige Stunden später ein Suchtrupp auf der Suche nach einem Ei mit rot-blauen Symbolen sowie einem Ei mit schwarz-gelben Mustern waren und dass der wieder zu Bewusstsein gekommene und verhörte Dieb den Raub der Eier gestanden hatte, sodass deren Besitzerin und Besitzer nun wussten, wie ihre Pokémon, die sich noch in Eiern befanden hatten, ihnen entrissen worden waren. Togepi und Elekid liefen dem Suchtrupp in die Arme, die sie zu zurück zu den Kindern brachten, welche sich angefreundet hatten, während sie gemeinsam ihre Pokémon gesucht hatten. So hatten auch diese Baby-Pokémon endlich ein Zuhause und würden sich nach dieser durchgestandenen Odyssee nicht aus den Augen verlieren. Letztendlich hatte auf dieser ungewöhnlichen Weise jedes der sechs entführten Baby-Pokémon einen Ort für sich gefunden.


  • Hallo,


    nachdem ich deinen ursprünglichen Wettbewerbstext gelesen habe, verstehe ich auch, warum du damit nicht ganz zufrieden warst. Der Aufbau und die etwas längere Reise würde sich allerdings hervorragend für eine kurze Fanfiction eignen, um so den Pokémon mehr Charakter zu geben und ihre Erlebnisse niederzuschreiben.

    Die eigentliche Abgabe besticht durch eine angenehme Stimmung und die Fürsorge der Knilz-Mutter, die sich durch den ganzen Text zieht. Hier zeigt sich auch, wie verbissen Pokémon um ihre Familie kämpfen und es war eine doch überraschende Wendung, dass der Mensch schließlich gegangen ist. Hoffentlich können sie nun in Ruhe leben.


    Wir lesen uns!



  • Geschrieben am: 12.05.2022

    Inhaltswarnung: Pessimismus


    Gedankenschreie


    Wie viele Tropfen passen in ein Fass, bis es voll ist und überquellt? Wie viele schweren Steine können einem in den Weg gelegt werden, bis man nicht mehr um sie herum balancieren, darüber hüpfen oder sie weglegen kann? Wie viele Schreie hält die Seele aus, bis sie gedanklich abblockt und sich auf Taub stellt, weil die Belastung drückt, zu viel wird? Wie viel Schmerz kann man ertragen, bis man sich verzweifelt abwendet? Wie viel Wut, Hass und Trauer müssen noch sein, bis sich etwas ändert? Wird sich je etwas ändern oder ist dies nur ein Wunschdenken, das sich nie erfüllt?

  • Heyho Evo Lee.

    Ich dachte mir einfach mal, dass ich auch dir ein kleinen Kommentar dalasse für dein neustes Werk »Gedankenschreie«. Allein schon, weil ich selbst Drabble sehr gern lese und mir auch gern Gedanken dazu mache. Und es mich daran erinnert hat, dass ich meine angefangenen Sachen endlich mal zu Ende schreiben sollte, lol, aber das ist 'ne gänzlich andere Geschichte.


    Der Titel ist interessant. Ich meine, jeder dürfte es von sich selbst kennen, dass Gedanken stellenweise wie ein großes Knäul im Kopf sind und mit zunehmender Zeit auch fast schon ein Tumor draus werden kann. Gedanken haben zwar die angeborene Eigenschaft "stumm" zu sein - zumindest für alle bis auf einen selbst - aber sie können sich teilweise auch mit einem lauten Krach entladen. Aus diesem Grund finde ich den Titel ziemlich passend. Erinnert mich ein wenig daran, dass man sich auch gern mal selbst anschreit innerlich. Aus den verschiedensten Gründen, actually. Da du eine Inhaltswarnung im Bezug Pessimismus abgegeben hast, schätze ich auch mal, dass ich damit nicht völlig falsch liege. Hah, wenn ich selbst so darüber nachdenke, wie oft ich mich innerlich selbst anschreie oder wie oft ich andere gedanklich angeschrien habe in der Vergangenheit. Ein wenig beruhigend und unberuhigend zugleich, dass nur man allein seine Gedanken hört. Hm. Wobei. Wenn man sie aufschreibt ... sind sie nicht mehr ganz so eingeengt im eigenen Kopf und andere können sie zumindest sehen.


    Weißt du was ich interessant finde in dem Zusammenhang? Die Stimme im eigenen Kopf. Ich hab mich schon oft mit Leuten darüber unterhalten und festgestellt, dass viele entweder eine Stimme im Kopf hören, die die Gedanken "widerspiegelt". Aber ich hab auch schon gehört, dass manch einer mehrere Stimmen (/Persönlichkeiten) im Geiste besitzt, welche den Gedanken Klang und Farbe verleihen. Die haben sogar eigene Namen und treten nur in bestimmten Lebenssituationen auf oder in Kombination mit bestimmten Gefühlen. Hat nicht wirklich was mit deinem Werk zu tun ... wobei ... mh, wenn man die einzelnen Fragen nimmt, die dort gestellt werden, könnte es auch gut sein, dass das verschiedene Anteile von einem selbst diese äußern. Anyway. Mag da auch gar nicht zu weit ausholen jetzt, lol. Aber nein: Das hat nichts mit Schizophrenie zu tun! Ist actually eine systematische Therapie, um sich selbst besser zu verstehen etc.


    Okay, ich schweife zu krass ab, sorry. Manchmal drehen meine Gedanken einfach durch und springen ein bisschen zu weit weg. Interessant, dass das Drabble ausschließlich aus Fragen besteht. Ich vermute, dass es Fragen sind, die sich jeder irgendwann schon mal gestellt hat. Zumindest ich erkenne die eine oder andere Frage wieder, die ich mir auch schon gestellt habe. Ich frage mich, ob das Drabble deswegen nur aus Fragen besteht, weil man die Antwort nicht kennt. Oder weil man die Antwort kennt, sie aber nicht aussprechen möchte (bzw. dran denken mag, da es sich ja um Gedanken handelt an und für sich).

    Jede Frage allein ... hm, ehrlich gesagt könnte man zu jeder sehr viel denken/sagen. Oder aber auch gar nicht. Sie haben jedoch alle etwas gemeinsam, wenn auch nur indirekt: Der Wunsch nach Veränderung. Das wird auch ein wenig mit der letzten Frage hervorgehoben. Zumindest würde ich mich nicht diese Dinge fragen, wenn ich mit der allgemeinen und aktuellen Situation zufrieden wäre. Wenn es dann zusätzlich noch Fragen sind, auf die man eventuell keine Antwort kennt ... huh, ja. Dann schreit man diese Gedanken vermutlich in die gedankliche Leere, weil man verzweifelt nach einer Antwort sucht. Oder auf eine wartet.


    Alles in allem ein recht düsteres Drabble. Oder pessimistisch, wie von dir angegeben. Dennoch finde ich es sehr interessant, weil ein jeder sich wohl irgendwo darin erkennen kann. Hm. Du hast mich nachdenklich gemacht mit dem Werk, danke. Also for real danke, haha. Ich mag solche Werke sehr gern. Gerne mehr!


    In dem Sinne ... viel Spaß beim weiteren Schreiben. ~

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  • Hallo,


    die Anspielung auf den Devon-Mitarbeiter habe ich leider nicht erkannt, aber mit dem Hintergrundwissen erklärt sich, warum der Mann so gezielt nach Knilz sucht. In diesem Zusammenhang finde ich die Erzählung interessant.

    Ebenfalls bemerkenswert ist bei deinen Gedankenschreien die Tatsache, dass jeder Satz eine Frage darstellt, die sich um das zentrale Thema des Zuvielseins dreht. Es weist womöglich auf verschiedene Probleme im Leben hin, die nicht mehr so einfach überwunden werden können und die die Hauptfigur zum Nachdenken angeregt haben, wie lange das alles noch weitergehen soll. Es regt zu Überlegungen für das gemeinsame Miteinander an.


    Wir lesen uns!



  • Geschrieben am: 17.05.2022

    Wortgewandt


    Mit errötetem Gesicht versuchst du, die Kontrolle über deine Emotionen zu wahren. Eine verkrampfte Haltung und leichtes Zittern zeigen, dass dies nicht ganz gelingen mag. Stumme Worte brechen aus dir heraus, aus deinem Körper und dennoch bleibt dein Mund geschlossen. Deine Wangen sind nass, deine Augen ein lebendiger Wasserfall. Eine Träne nach der anderen kullert an deinem Kinn entlang, fällt schließlich auf den Boden. Jede einzelne davon formt ein Wort des Hilfeschreis, der Verzweiflung und der Angst, die sich in dir festgesetzt hat. Sie sind lautlos, aber nicht ungehört. Ich nehme dich in den Arm und langsam beruhigst du dich.


  • Na du.


    Aufgrund belastender Beschuldigungen im Chat, dass ich gemein sein soll, die allesamt natürlich haltlos und unverschämt sind, habe ich mich entschlossen, dich eiskalt in deinem Topic mit meinen Gedanken zu deinem neusten Werk "Wortgewandt" zu belästigen. Hierbei ist mir auf erschütterndste Weise aufgefallen, dass es mir gefallen hat und ich würde dies gerne ausführen, aber eigentlich lässt sich nur sagen, dass mir die Wortwahl und angenehme Ruhe, auch wenn ein Gefühlschaos einer Person beschrieben wird, doch gefallen hat. Hierbei hat mich das Ende überrascht und ich wollte dir einfach mal kurz beschreiben, warum es das getan hat. Nein, nicht nur, weil es positiv ist im Grunde. Und eindeutig stimmt es nicht, dass du solche positiven, lieben Sachen nicht auch schreiben kannst. Bis auf die Situation selbst, hat es durchaus nämlich einen optimistischen Klang am Ende, oh ja!


    Mir ist beim Lesen tatsächlich erstmal der Gedanke gekommen, liegt vor allem wohl am zweiten Satz, dass die erzählende Person recht objektiv zu beschreiben scheint. Im Laufe des Werks lässt es hier und da auch eher subjektiv durchschimmern, aber beim Lesen dachte ich an einen Mediziner. Und weil du es bist, an einen Serienmörder Arzt. Spaß, nicht wegen dir. Aber ich dachte doch an einen Arzt, der sich eine Patientin ansieht oder eine Gestalt, die eine trauernde Person beobachtet. Sie scheint von Anfang an nicht wirklich fremd zu sein, aber ich dachte mir bei dem inneren Monolog und den Beschreibungen dann, dass die Person vielleicht sich auch nur einredet, dass sein nächstes Opfer und er sich nahestehen. Vielleicht will er alles haarscharf analysieren, aufnehmen und sich den Moment dann zu Nutze machen. Wie ich im Hintergrund-Teil gerade sehe, scheinst du zumindest auch wirklich von einer beobachtenden Position beeinflusst worden zu sein, interessant. Vielleicht ist es auch ein Beobachter, der eine Sportlerin dabei beobachtet, nachdem sie leider knapp an dem Finale gescheitert war oder eben weinte, weil sie nicht den ersten Platz erreichte. Aber am Schluss kommt dann die Nähe zurück, ah! Jedenfalls dachte ich mir, dass da ein Arzt fleißig beobachtet oder ein Serienkiller jetzt sich die Zuneigung einredet. Seine Hilfe wird ein stummer Angriff und dann erlöst er sie in seiner Vorstellung und tötet sie oder sowas. Ja, hier muss man manchmal auch düstere Sachen erwarten. :<


    Gut, dass deine Geschichte dann doch eine andere Wendung nimmt und es könnten Freunde sein, aber für mich fühlte sich das fast eher wie eine erwachsene, bemutternde Person an. Vielleicht ein Elternteil, weil sie mit ihrer Liebe doch beruhigend wirken können oder eben eine ältere Person, wie eine große Schwester, die dann gesättigter vom Leben ist und sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt. Möglicherweise ist das auch ein Kind, das Angst vor dem Monster im Schrank hat – zurecht wohlgemerkt! – und die Babysitterin kommt zur Hilfe, das wäre auch süß irgendwie. Vor allem kehrt am Schluss eben das Gefühl der Geborgenheit und Wärme ein. Die Vertrautheit zwischen zwei Personen, die dann die düsteren Wolken wegbläst und schon fühlt sich die betroffene, traurige Person besser, oh ja. Mir gefällt das Werk auf jeden Fall, danke und bis später, wenn ich dich im Chat wieder ärgere euphorisch begrüße. >:3

  • Hallo,


    die Idee, Tränen als ausdrucksvolles Mittel für Worte zu verwenden, ist eine ziemlich interessante. Auch wenn sie selbst meist nichts Konkretes aussagen, so sorgen sie in jedem Fall dafür, bestimmte Emotionen zu erkennen und diese sprechen je nach aktuellem Innenleben ihre ganz eigene Sprache. Insofern finde ich es spannend, wie du mit den Tränen und der allgemeinen Körperhaltung die Verschlossenheit des Gegenübers ansprichst und es sich am Ende schlicht und ergreifend der Umarmung hingibt. Füreinander da zu sein ist wichtig und es tut gut, sich in schwierigen Situationen oder anstrengenden Lebensabschnitten auf jemanden verlassen zu können.


    Wir lesen uns!



  • Abgelehnt


    Einst veranstaltete das wohlhabende Reich der Feen einen Wettbewerb, bei dem Pokémon sich in verschiedene Kategorien beweisen durften. Ein kleines Geronimatz nahm den weiten Weg auf sich, um sich stolz und voller Mut in der Klasse „Drollig“ vorzustellen. Doch die Konkurrenz war groß und man munkelte bereits im Voraus, dass die gestrenge Jury bereits ihre Favoriten hätte. So waren auch ein berühmtes Loturzel sowie ein Knilz angereist, welche die Prüfenden im Nu überzeugen konnten. Das tapfere Geronimatz hingegen bekam das Urteil, dass es nicht drollig genug wäre, selbst sein Name wurde bemängelt; sei dieser im Englischen doch wesentlich besser auszusprechen. Betrübt von diesen harten Worten, sammelten sich Tränen in Geronimatz' Äuglein. Aber die Herzen der Richtenden wurden nicht einmal dadurch erweicht. Stattdessen trat die strenge Feelinara hervor, hob kopfschüttelnd ihre Bänder und sagte zu ihrem Kollegium: „Es soll nicht weinen, verdammt!“

    Hatte sie gehofft, an der Situation etwas zu bessern, so wurde sie enttäuscht. Geronimatz‘ Tränenstrom versiegte nicht, doch das heftige Schluchzen wurde leiser, weil es seine gesamte Kraft darauf aufwendete. Dann tapste es traurig und mit dem Gefühl, ungeliebt zu sein, von dannen.

    Feelinara sah ihm nachdenklich und verunsichert nach. War nun das Herz des Vogel-Pokémon für immer gebrochen?


  • Hallo Evo Lee, wir kennen uns durch diverse Pinnwand-Einträge und nun kann ich dir mit Gewissheit sagen, dass du den Drollig-Wettbewerb durchaus gewinnen würdest, oh ja. Ich kann dich dahingegen beruhigen und würde sagen, dass dein Werk vollsten Erfolg damit hatte, Geronimatz eine Plattform zu bieten, um sich als süßes Vögelchen zu beweisen. Und das ist eine Leistung, derer viele nicht gewachsen sind. Muss sagen, dass du mir auch ein verboten süßes GIF von Geronimatz geschickt hast und zusammen damit ist meine Sympathie stark gegenüber diesem Pokémon gewachsen. Flug-Pokémon besitzen einfach so viel Schönheit…

    Geronimatz sagt da etwas Anderes...

    Uff.

    Danke für deinen Kommentar und die verschiedenen Gedanken dazu, das war sehr interessant!

    Einst veranstaltete das wohlhabende Reich der Feen einen Wettbewerb, bei dem Pokémon sich in verschiedene Kategorien beweisen durften.

    Und wieso müssen wir dann Nachtschichten schieben? Wir bekommen davon scheinbar nur Krümel. ;w;


    Spaß beiseite. Dass ein Feelinara voller Stolz vortritt, hängt natürlich von der Persönlichkeit ab, aber mir gefällt, dass du die Schönheit und Wirkung eines solchen Pokémons rüberbringst. Es gibt auch sehr liebevolle Feelinara und ich garantiere dir, dass es sich den ganzen Abend darüber den Kopf zerbrochen hat, denn niemand möchte andere so niedergeschlagen und traurig sehen. Bin froh, dass du die Chance nicht genutzt hast, Feelinara wirklich negativ darzustellen. Ich finde es übrigens gut, dass die Tränen von Geronimatz nicht die Herzen erweichen, um somit möglicherweise das Ergebnis zu beeinflussen, auch wenn sie scheinbar voreingenommen waren, was nicht unwahrscheinlich ist. Jurys sind nicht so toll oftmals…trotzdem musste ich da an die Shows denken, wo Leute ihre Backstory auspacken und das heute teils so exzessiv getan wird, dass es mir schon unsympathisch ist. „Hier ist meine Vergangenheit und nun votet für mich, pls.“ Das werfe ich einem Cutie wie Geronimatz natürlich nicht vor, aber daran musste ich unweigerlich denken, haha. Du hast auf jeden Fall den Aspekt eines Wettbewerbes mit all seinen Facetten rübergebracht und ich würde gerne sogar eine lange Version eines Wettbewerbes von Pokémon von dir sehen, dann aber mit Happy End! :<

    Trotzdem gefällt mir insbesondere, dass Geronimatz am Schluss Kraft zusammennimmt und dadurch auf gewisse seinen eigenen Sieg erringt und damit hoffentlich wächst. Auch wenn es mich traurig stimmt, tut es wirklich, dass es so traurig abgeht und schweren Herzens damit ein eher sentimentales Sad-Ending entsteht. Ich hätte gerne eine Fortsetzung mit positivem Ausklang, cmon!

    Ich hoffe jedenfalls, dass sein Herz nicht für immer gebrochen ist und sicherlich finden viele solcher Wettbewerbe statt, sodass es sicherlich einige Titel noch zu holen gibt. Auch cute wäre es, wenn es von einer liebevollen Trainerin gefangen wird, sie trainieren und an einem Wettbewerb teilnehmen, um ihn gemeinsam zu gewinnen. Das wäre doch voll schön! Würde ich ihnen jedenfalls beiden gönnen und ich würde mir ungern nur ein schönes Ende denken, sondern es auch hier lesen, pls. ;_;


    Halten wir also fest, dass dein Werk Erfolg hatte und du die Emotionen, auch die Hardships eines Contests, toll rüberbringst. Ich garantiere dir, dass einige jetzt Geronimatz mehr mögen, ich tue es auf jeden Fall, danke dafür, und ungeliebt ist es auf keinen Fall. Wird auch auf keinen Fall je sein, alle Pokémon finden ihre LiebhaberInnen irgendwo, ganz sicher. ^-^

  • Hallo,


    ich finde es spannend, wie du in wenigen Worten die beiden Pokémon charakterisierst. Während Feelinara durch seine nachvollziehbare Handlung gegenüber den anderen in der Jury sowie den verunsicherten Blick am Ende sehr mitfühlend erscheint, ist Geronimatz durch den anfänglichen Mut und die später folgenden Tränen wohl recht sensibel gepolt. Das alles in einer kurzen, aber ansprechenden Geschichte unterzubringen ist dir gut gelungen und lässt in jedem Fall eine Fortsetzung zu, bei der sich die Pokémon miteinander unterhalten können. Über Tränen als emotionales Ausdrucksmittel haben wir ja bereits gesprochen und sie sprechen auch hier ihre eigene Geschichte.


    Wir lesen uns!



  • Sommer, Sonne, Storys!


    Mit ihren kräftigen Strahlen verbreitete die Sonne eine unbarmherzige Wärme. Das Thermometer zeigte 37 Grad. Der blaue Himmel hell und klar, bot er ein hübsches Fotomotiv dar. Auf den Straßen des Bisa-Tals waren kaum Pokémon zu sehen; die meisten blieben aufgrund der Hitze daheim oder machten vergnügliche Ausflüge an den Bisa-See. Manch eines hatte seine Koffer gepackt und war an kühlere Orte geflohen. Unter den wenigen Pokémon, die sich mit Sonnencreme, Sonnenschirm und Kopfbedeckung versorgt hatten, waren auch ein Fluffeluff und ein Evoli, die es sich im Inneren einer Eisdiele gemütlich gemacht hatten, sofern dies möglich war. Das Tischchen war übersät von Zetteln mit wirren Notizen und Stiften, die unter wüsten Schreibanfällen zu Stummeln geschrieben worden waren. Die beiden Eisbecher, die tatsächlich eine Berechtigung auf genügend Platz gehabt hätten, waren beiseite geschoben. Was jedoch nicht hieß, dass die kalten Speisen unbeachtet blieben.

    Evoli löffelte genüsslich das Schokoeis. "Eine Idee", sagte sie nachdenklich. "Wir brauchen irgendetwas, das die Flaute in unserer Bibliothek behebt. Besonders bei diesen Temperaturen findet sich kaum Kundschaft ein."

    "Kein Wunder", murmelte Fluffeluff Himbeereis schlürfend. "Seit unsere Klimaanlage ausgefallen ist, ist es dort brütend heiß! Selbst wir haben heute früher zugemacht, um nicht in den stickigen Räumen zu versauern."


    Evoli seufzte. Das stimmte. Während sie in der letzten Woche zusammen mit Dedenne eine Veranstaltung für einen Poké-Kindergarten abgehalten hatten, in der es darum gegangen war, die Baby-Pokémon - Fluffeluff als Chef der Bibliothek distanzierte sich von dieser Bezeichnung für sich selbst (außer es gab Gratis-Eis für eben solche!) - zum Lesen und Schreiben zu begeistern, hatte die Klimaanlage sich ihrem Dienst entsagt. Sofort hatte sich die Wärme breitgemacht und nicht lange danach hatten bereits die ersten Kleinen über Kopfschmerzen geklagt und erschöpft gewirkt. Solche Probleme sprachen sich schneller rum als es gut für ihr Image war. So hatten sie in den letzten Tagen vergeblich auf Besucherinnen und Besucher gewartet.


    Ein weiterer Happen kühles Eis fand den Weg in Evolis Mund. "Eventuell könnte uns Aquana, meine Schwester, unterstützen", nuschelte sie.

    Fluffeluff schüttelte den Kopf. "Gehört sie nicht zur Pokémon-Feuerwehr? Die haben in diesen Tagen genug zu tun mit den ganzen Waldbränden. Und den Eis-Pokémon geht es noch schlechter als uns." Mit diesen Worten zerstörte er Evolis noch unausgesprochene Idee, Glaziola, eine weitere Schwester, um Hilfe zu bitten.

    "Aber", sagte er und starrte auf seinen inzwischen leeren Eisbecher, "vielleicht ist die Idee nicht so übel. Ja, genau!" Fluffeluff hüpfte so plötzlich von seinem Stuhl hoch, dass Evoli zusammenzuckte und erstaunt seine hüpfenden Bewegungen verfolgte. "Was hast du denn auf einmal?", fragte sie und rettete in letzter Sekunde einige Zettel, die ob der schnellen Gesten ihres Chefs auf den Boden zu flattern drohten.

    "Unsere Bibliothek ist im Sommer einfach unattraktiv. Die Leute gehen lieber an kühle, nasse Orte."

    Evoli nickte verstehend.

    "Das bedeutet, wir müssen dafür sorgen, dass sie das auch bei uns finden."

    "Aber für eine neue Klimaanlage fehlt das Geld", wagte Evoli zögerlich einzuwenden.

    Fluffeluff nickte und lächelte mit einem Mal. "Das ist wahr, aber wir haben da doch noch unser altes Wohnmobil. Wir peppen das einfach auf und fahren genau dahin, wo alle anderen vernünftigen Pokémon derzeit sind. Wenn sie schon nicht zu uns kommen, kommen wir eben als reisende Bücherei zu ihnen. Das Beste habe ich noch gar nicht erwähnt: Dadurch müssen auch wir nicht mehr schwitzen und können uns dazwischen abkühlen, während wir an den Seen unsere Bücher hinstellen und Vorlesungen halten."

    Evoli ließ diesen Vorschlag auf sich wirken und grinste dann. "Das ist genial! Schließlich wird einem ja auch irgendwann langweilig, wenn man dort nur herumliegt. So können wir ihnen die Zeit vertreiben, unserer Arbeit nachgehen und nebenbei das kühle Nass genießen. Eine super Idee!"

    Fluffeluff, der kurz innegehalten hatte, um angespannt und erwartungsvoll zuzuhören, schien erleichtert, dass der Vorschlag gut aufgenommen wurde. "Wie ich Dedenne kenne, wird sie ebenfalls nichts dagegen haben. Also können wir diesen Plan umsetzen, solange sie keine Donnerschocks ins Wasser schickt!", rief er fröhlich und hüpfte erneut wild in die Höhe und brachte das Tischchen ein weiteres Mal zum Wackeln, sodass Evoli um die leeren Eisbecher fürchten musste.


    Natürlich hatte auch Dedenne nichts dagegen, der "Sauna" zu entkommen und stattdessen am Bisa-See zu arbeiten. Es dauerte nicht lange, da war das Wohnmobil, dessen äußere Fassade an ein Bücherregal erinnerte, auf einen passablen Zustand gebracht. Am See angekommen, wagten sich die Freunde erst einmal selbst ins Wasser, bevor sie sich genügend Kundschaft suchten, um ihnen ihr Hobby, das Lesen und Schreiben, nahezulegen. Sommer, Sonne, Storys!

  • Hallo,


    angesichts der heißen Tage in der letzten Zeit ist ein kleines Gespräch in der hiesigen Eisdiele eine willkommene Abwechslung. Besonders die kurze Bemerkung zu den Baby-Pokémon war witzig eingeflochten und zeigt stellvertretend, dass du einen guten Humor in die Unterhaltung einbringen konntest. Am Ende würde ich wohl nur das vermutlich nicht bezahlte Eis noch in Rechnung stellen, aber man weiß ja nicht, wer für den Service verantwortlich war. Die Idee einer fahrenden Bibliothek ist eine gute und lockt besonders an gut besuchten Orten oder Seen auch die ein oder anderen Wasserliebenden Wesen an. Gefällt mir gut.


    Wir lesen uns!


  • Gescheitert


    Schwere Stille senkt sich über unsere entmutigten Häupter, gibt der Atmosphäre einen angespannten Geschmack. Niemand macht Anstalten, etwas dagegen zu unternehmen, keiner spricht auch nur ein Wort. Lediglich das Schluchzen bricht nicht ab, klingt beinahe ohrenbetäubend in der vermeintlichen Ruhe. Wir haben getan, was wir konnten, gesagt, was wir wollten. Doch erreicht, was wir zu erreichen erhofften, haben wir nicht. Unser Ziel bleibt in weiter Ferne. Noch einmal müssen wir versuchen, etwas an der Situation zu ändern, mit neuen Strategien und Ideen. Wir alle müssen zusammenarbeiten. Aber unser Elan sowie unsere Kräfte sind verschwunden. Wir haben verloren. Wir haben versagt.




    Erweckt


    Es war wütend. Man hatte es erweckt und nun schwoll es abermals vor Zorn über. Die Menschen vor ihm waren davon überzeugt, es für ihre persönlichen Zwecke missbrauchen zu können. Doch Kyogre war nicht gewillt, sich diesen niederen Wesen zu unterwerfen. Sie wollten mehr Wasser? Das konnten sie haben! Es bedurfte keiner großen Anstrengung, um gewaltige Wassermengen aus seinem Körper zu schießen. Rasch war der Wasserpegel überschritten. Schon bald konnte Kyogre die Menschen, die verzweifelt versuchten, sich gegen das schwere, heftige Nass zu behaupten, nicht mehr sehen. Es nahm nur noch das gleichmäßige Rauschen des Wassers wahr, das alles verschlang.

  • Hallo,


    Stille wird mitunter mit völliger Ruhe gleichgesetzt und ich mag den Ansatz, den du bei Gescheitert umgesetzt hast. Im Grunde ist bereits die Abstinenz der Sprache selbst ein Indiz dafür, dass die Umgebung mit Ruhe überquillt und durch die verlorene Partie wird das umso deutlicher. Niemand sagt etwas, weil alle überwältigt sind. Es muss tatsächlich auch nichts gesagt werden, denn in diesem Fall scheint es das Beste zu sein, seine Gedanken kreisen zu lassen oder sich einfach den eigenen Emotionen hinzugeben. In dieser Hinsicht ist eine Niederlage ein interessanter Aufhänger und bringt starke Gefühle mit sich.


    Wir lesen uns!



  • Geschrieben am 28.05.2022


    Feierlaune

    Bissen für Bissen lasse ich mir im Munde zergehen, versuche jedes Stückchen des mit Zimt bestreuten Kuchens zu schmecken, voll auszukosten. Welch bombastischer Geschmack. Auch die Dekoration kann sich sehen lassen. Schleifen und Blümchen aus Marzipan. Bunte Flaggen aus kleinen Holzspießchen. Ein wunderbarer Fußball-Kuchen. Endlich konnte die Frauen-Fußballmannschaft einen großen Gewinn erzielen. Obwohl das Wetter es nicht gut meinte. Trüber Himmel, Regentropfen, die den Rasen benetzten und der Nebel, der ihnen zeitweise die Sicht nahm, sodass schon erwogen wurde, das Spiel abzubrechen oder zu pausieren. Doch sie haben es geschafft. Sie sind Siegerinnen. Auf dem Platz und in unseren Herzen.


    Reingelegt

    Ich weiß noch, als wäre es gestern gewesen. Da saß ich am Klavier und spielte Taste für Taste, Note für Note, bis sich eine wohlklingende Melodie ergab, die den Raum und die Herzen des Publikums erfüllte. Wie hätte ich ahnen können, dass mir die Gier anderer Menschen zum Verhängnis würde, dass ich Opfer einer Erpressung werde. Jetzt steht er vor mir mit seinem Skalpell, der Chirurg, der Urheber der Katastrophe. Unheimlich grinst er mich an, seine Gedanken sind mir ein Rätsel. Ich schließe die Augen und warte auf die Erlösung. Bald ist es vorbei. Dann ist meine Seele wieder frei.


    Auslauf

    Als hätte es Feuer im Hintern, raste das Pferd über die Weide. Unbeirrt galoppierte es über die Wiese mit wehender Mähne. Das Kind, das gerade eben noch vergnügt auf dem Reittier gesessen hatte, kauerte nun verängstigt auf einem Baum, auf dem es mühsam geklettert war, nachdem es gestürzt und schwerfällig über den Zaun gestiegen war. Es bemühte sich darum, dort dem aufgebrachten Hengst nicht aufzufallen. Dieser unterbrach seinen wilden Lauf, dessen Trampeln man von Weitem hörte, noch immer nicht. Erst als es allmählich dunkel wurde, stoppte er mit Schaum vor dem Mund und schnaubte freundlich, als wäre nie etwas geschehen.


    Zugfahren

    Vielleicht ist meine Wahrnehmung aus den Fugen geraten. Eventuell hätte ich das fünfte Eis in Folge nach den 3 Gläsern alkoholfreien Apfelpunsch nicht essen sollen. Ich befürchte, das trübt meine Sinne, von den Bauschmerzen ganz zu schweigen. Auf den Zug wartend, der mich nach Hause bringt, beobachte ich die wenigen Menschen um mich herum, die ebenfalls zu später Stunde unterwegs sind. Sie sind nur zufällige Mitfahrende, die für mich anonym bleiben. Wer weiß, mit wem ich im Abteil sitzen werde. Sie oder er könnte ja adlig sein! Beinahe melodisch wird etwas verkündet. Der Zug verspätet sich. Also warte ich weiter.


    Hunger

    Ich liege auf meinem Bett und höre Musik. Gerade klingt Beethovens Mondscheinsonate ab, als ich jemanden eintreten höre. Mein Kater stößt die Tür sacht auf und tappst herbei, springt elegant hoch und liegt dann schnurrend auf mir. Dass ich eben gegessen habe und das für meinen vollen Bauch nicht gerade angenehm ist, stört ihn nicht. Also ergebe ich mich den miauten Argumenten meines kleinen Mitbewohners und kraule ihm das Fell. Sein kugelrunder Körper verrät, dass er dringend eine Diät bräuchte. Doch als hätte er das gehört, starren seine grünen Augen zu mir hoch. Sicher ist sein Napf schon wieder leer.


  • Geschrieben am 23.05.2022


    Die Geburtsstunde einer Entwicklung.


    Es war einmal ein Evoli in einer fernen Region. Nicht mehr das Jüngste, konnte es stolz auf einige Jahrzehnte zurückblicken, die es alleine oder an der Seite von Menschen erlebt hatte, auf Reisen gegangen war, Junge bekommen hatte, in die Ruhmeshalle eingezogen war oder einige Bänder bei diversen Wettbewerben ergattert hatte. Nun war es alt und arbeitete sich über einige Felsen voran in einer bergigen Landschaft hoch. Es keuchte und schnaufte ob der Anstrengung, die von ihm abverlangt wurde. Doch instinktiv setzte es weiterhin eine Pfote nach der anderen nach vorne. Sein Ziel war eine Art Hütte, die von außen hin nichts Gutes vermuten ließ - schwebten doch über ihr bedrohlich dunkle Wolken. Die Luft schien zum Atmen zu dünn und kalt war es obendrein. Dennoch hielt das Evoli weiterhin darauf zu, bis es schließlich vor dem Eingang angekommen war, dessen Tür einladend geöffnet war. Merkwürdige Töne schienen daraus zu kommen. Seine ergrauten Fellhaare stellten sich auf und sein Körper zitterte. Mit letzter Kraft betrat es das Häuschen, das vollkommen leer wirkte, nur die Atmosphäre schien mit unsichtbaren Auren gefüllt. Es hatte einen mit Kissen ausgepolsterten Korb gefunden, der eigentlich viel zu neu aussah für das alte Gemäuer, in dem der Staub zum Greifen nahe und alles schäbig und verkommen war. Das ältliche Evoli ließ sich darin sinken und hauchte mit einem erleichterten und zufriedenen Lächeln seinen letzten Atemzug aus.


    Dies ist eine alte Legende einer nicht namentlich bekannten Region. Noch heute erzählt man sie sich und all jene, die sich den Typ Geist für ihr Evoli wünschen, treten die Reise zu dieser unheimlichen Hütte an, damit ihre Evolis sich zu einer anmutigen Geist-Evolition mit wunderschönen Engelsflügeln entwickeln können, die lebendig herumflattern. Denn nachdem sich jenes Evoli dort zur letzten Ruhe begeben hatte, hatten sich alle Evolis, die sich seither dorthin verirrt hatten, in eine völlig andere Form entwickelt. Die Seele des älteren Evolis beschützte sie.

    So hatte es den Grundstein für diese Typ-Entwicklung gelegt – sofern man der Legende denn Glauben schenken mochte.