Kristallklar - Feuerrot

  • Kristallklar - Feuerrot

    Vorwort

    Hallo zusammen. Diese Geschichte spielt in einer Welt die nur für diese Geschichte existiert.

    Alle Namen und Orte sind ohne echtes Vorbild entstanden, Ähnlichkeiten zu realen Orten und Personen sind daher nicht gewollt.


    • Wie kam ich zu dem Namen? Er ist mir einfach random eingefallen. Eine Einbindung des Namens in die Handlug ist inzwischen geplant.
    • Ist Feedback erwünscht? Ja ist es. Immer her damit. Ob Grammatik, Rechtschreibung oder einfach Logikfehler, ich nehme alles gerne. Was ich in welchem Rahmen anpasse, kann ich jetzt noch nicht sagen. Aber seid euch sicher: Ich lese gerne was ihr schreibt und bin über jede Reaktion erfreut.
    • Habe ich einen Co-Autor? Ja hab ich. Katakuri hat mir schon mit einigen Orten oder Handlungsideen geholfen. Wir ploten zusammen und helfen uns gegenseitig. Sagt ihm gerne mal hallo.
    • Was ist die geplante Länge bzw gibt es eine? Ja ich habe bereits eine länge im Kopf, aber diese ist kann sich noch verändern, daher hier noch keine genau Anzahl.


    • Kapitelanzahl: derzeit sind wir bei 3 Kapiteln und ein oder zwei Sonderkapiteln [Stand: 20.06.2022]
    • Wortzahl: irgendwas zwischen 6 und 10 k Wörtern


    Die Charakter stelle ich in dem nächsten Post vor.

    In meiner Geschichte wird auch eine Art Runensprache verwendet, daher folgt dafür auch eine Vokabelliste.


    Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß mit meiner Geschichte Kristallklar - Feuerrot.



    Sonstige Informationen:Charakter

    Vokabelliste
  • Charaktere


    Und jetzt stell ich euch erstmal vor um wen es geht.



    In der Hauptrolle: Koriki Kazurulo (den Nachnamen müsst ihr euch nicht merken ;) )


    Diese junge Dame unbekannter Herkunft lebt in einem kleinem Dorf. Dieses befindet sich am Fuße eines

    hohen Gebirges und damit recht zentral auf dem Kontinent.

    Sie ist noch in der Grundschule und hat durchschnittliche Noten. Ihr Sandkastenfreund heißt Thoma.

    Da ich nicht soo gut bin im Personen beschreiben und um Missverständnissen vorzubeugen, hier kommt Koriki:

    Ihre Eltern sind Bauern und haben einen eigenen Hof.

    Woher sie kommt und was ihr noch alles so passiert, dies ist der Inhalt dieser Geschichte!


    Charakter by mir.

    Das Design gefällt mir recht gut. Auch wenn sich unsere Heldin im Laufe der Geschichte verändert, werdet ihr hier ein aktuelles Bild finden. Natürlich dann in einem Spoiler. Bis dahin, erfreut euch dieser Dame.








    Der Sandkastenfreund: Thoma Rainovson


    Er ist etwas jünger als Koriki. Thoma ist der Sohn des Dorfschmiedes Rainov.

    Daher kennt er seit Kinderbeinen die unterschiedlichsten Waffen. Er übt täglich den Umgang mit dem Bambusschwert.

    In der Schule gehört er zur Jungsgruppe der Schule. Seine Noten sind gut und er hat das Talent an eine herausragende weiterführende Schule zu kommen.

    Er taucht zu Beginn der Geschichte (im ersten Arc) häufig auf. Danach ist er weniger vertreten.


    Design ist angelehnt an Naruto und Kakashi aus Naruto/Naruto Shippuden. Er trägt eine Kapuzen Jacke.







    Weitere vorkommende Figuren:



    Soweit erstmal zu den Figuren. Natürlich werde ich diese Liste im Laufe der Zeit anpassen. Daher lasst euch überraschen!

  • Vokabelliste


    So und nun zu einer der wichtigsten Sachen: die Vokabelliste. Ihr kennt das doch alle, ihr lest was oder jemand versucht euch was zu erklären und dieser jemand verwendet Begriffe die ihr nicht kennt. Nur gut das ich Vorsorge.

    Diese Liste wird mit jedem Kapitel aktualisert.

    Achtung! Die hier erscheinenden Wörter und Wortgruppen könnten euch Inhalte und Story vorweg nehmen. Daher am besten erst lesen wenn ihr beim entsprechenden Kapitel seit.



    Ich hoffe jetzt seht ihr besser und noch viel Spaß damit!


    Und jetzt würde ich sagen, beginnen wir mit der Geschichte.

  • Prolog - Unwetter


    Der Regen prasselte unaufhörlich auf die Blätter. Ein sehr lautes Geräusch was alle anderen Töne verschluckte. Blitze zuckten durch die Nacht. Der Wind blies unaufhörlich durch den kleinen Wald am Rande eines unbekannten Landes. Ein Donnergrollen erschütterte die Gegend. Irgendwo war wohl gerade ein Blitz eingeschlagen. Durch das Dickicht bewegten sich einige Schatten. Im ersten Moment könnte man vermuten das es Tiere waren welche sich vor dem Wetter in Sicherheit bringen wollten, auf den zweiten Blick erkannte man das es sich eine Gruppe von Menschen handelte. Sie bewegten sich schnell durch das Wäldchen, der Regen schien sie nicht zu stören.

    Erneut ein Blitz. Dieser erhellte kurz die Lichtung auf welcher sich diese Personen befanden. Die Gestalten waren nun besser erkennbar. Es waren vier Männer und eine Frau, die ein Bündel im Arm hielt. Das Licht flaute wieder ab. Erneut wurde es stockfinster im Wald. Man hörte nur ein Flüstern das wie: „Ergreift diese Frau und das Kind!“ , klang. Scheinbar verfolgten die Männer diese Frau. Die Frau rannte, nach einer kurzen Verschnaufpause, wieder los. Ihr Ziel schien der Rand des Waldes zu sein. Aber was war dort, das sie so interessant finden konnte? Der Abstand der beiden Parteien verringerte sich immer mehr. Schon wieder ein Blitz. Die Frau blickte sich um und sah ihre Häscher. Nicht mehr lange und die Männer hätten sie eingeholt.

    Der Frau wurde bewusst, dass sie es nie vor der Gruppe an ihr Ziel schaffen würde. Sie nutzte ihre letzte Kraft und konzentrierte sich noch einmal. Sie zog einmal stark die Kalte und nasse Nachtluft ein, es würde vermutlich das letzte Mal das sie dies tun könnte. Entweder starb sie nun durch diese Männer oder durch ihren Ersatzplan. Sie sammelte ihr Loh, eine spezielle innere Kraft mit welcher man Wunder bewirken kann. In anderen Welten würde man dies Wohl als Mana, Chakra oder ganz einfach als Zauberkraft bezeichnen. Kurze Zeit später, es hatte keine Minute gedauert, hatte sie all ihr Loh gesammelt. Ihre Verfolger kamen immer näher, in den nächsten drei Minuten wären diese bei ihr. Die Frau setzte das gesamte Loh mit einem Schlag frei, stellte sich einen Ort weit weg von sich vor und murmelte drei Worte: „Head reisi lapsele1!“

    Es gab noch einen Blitz. Dieser jedoch sah anders aus als die anderen, er war strahlend blau. Er schlug genau dort ein wo sich nur einen Moment vorher Frau und Kind befanden. Es wurde mucksmäuschen Still. Kein Wind wehte mehr, der Regen hatte aufgehört und auch die Blitze hatten sich beruhigt. Das einzige was blieb war diese unbeschreibliche Finsternis. Diese Finsternis nahm immer mehr des Waldes ein.

    Die Gruppe von Männer war angeschlagen und konnte kaum mehr die Hand vor Augen sehen. Sie verlangsamten ihr Tempo und bewegten sich nur noch vorsichtig nach vorne. Der Weg bis zur Position der Frau zog sich ganze fünf Minuten. Auf dem Pfad lag alles mögliche an Stöcken und Ästen. Ein voran kommen wurde daher erschwert. Die Männer erreichten nun den Ort der Frau. Sie lag regungslos in einem Krater mit einem Durchmesser von etwa sechs Metern. Ihre Häscher gingen langsam und vorsichtig den Krater zu ihr herab, jeden Moment einen Angriff von ihr erwartend.

    Doch nichts geschah. Einer der Männer trat nun nach vorne, er war wohl ihr Anführer, und prüfte ihre Vitalwerte. Der Mann schüttelte nur mit dem Kopf. Mit einer rauen, tiefen und dunklen Stimme ließ er nun verlauten: „Sie ist Tod.“ Nun kam ihm eine andere Sache in den Sinn, er äußerte nun seinen Befehl: „Sucht das Kind! Es muss hier noch irgendwo sein. Sie wird es nur unwahrscheinlicher weise mit in den Tod genommen haben, wo es doch SEIN Kind ist.“ Die Männer schwärmten in 2er Gruppen aus. Sie suchten die gesamte Gegend um den Krater ab.

    Jedoch .. das Kind blieb verschwunden. Die Männer trafen sich wieder bei der Frau. „Sie hat das Kind wohl mit ihrer Loh von hier weg gebracht.“ , erfasste nun der Mann welcher den Anführer begleitet hatte. Der Anführer schaute ihn an und nickte: „Wir werden IHM alles berichten müssen. Er wird über unserem Scheitern nicht erfreut sein. Zieht euch also schon einmal warm an. Und nun lasst uns gehen!“ Damit ging die vierer Gruppe zusammen mit der Leiche der Frau, welche sie als Symbol ihres Scheiterns mitnahmen, wieder aus dem Wald in Richtung des Landesinnere.



    Einige hunderte Kilometer und Länder weiter weg gab es wie aus dem nichts auf einmal einen blauen Blitz. Dieser schlug am Bett eines kleinen klaren Flusses ein. Und so schnell wie er kam ward er auch schon wieder verschwunden. Unbemerkt war er aber nicht geblieben. Ein Bauer der Gegend hatte ihn gesehen. Er bewaffnete sich mit einer Heugabel und ging in Richtung des Einschlagortes. Langsam ging er auf die Stelle zu. Ein kleiner Krater war entstanden. Der Krater hatte gerade einen Durchmesser von anderthalb Metern. Der Mann ging weiter auf den Krater zu. Nun stand er genau davor und konnte kaum glauben was in der Mitte des Kraters lag. Er hob es auf. Nun hielt er ein Bündel in der Hand. Dieses packte er nun aus.

    Sein staunen nahm kein Ende, den in diesem Bündel befand sich ein kleines Kind. Es konnte noch nicht alt sein, maximal ein bis zwei Tage. Er schaute sich das kleine genau an. Der Mann konnte feststellen, dass es sich hierbei um eine kleine Dame handelte. „Na du kleine süße wo kommst du den her?“

    Das Kind lächelte ihn freudig an. Er schaut es liebevoll an. „Hier lassen kann ich dich nicht. Hier gibt es viele wilde und böse Wesen. Ich nehm dich erst mal mit zu mir nachhause.“ Und so ging er, das Kind in den Armen, zu seinem Hof welcher einige Kilometer weit weg lag.

    Eine Stunde später kam er dort an und betrat sein Farmgebäude. Drinnen saß die Bäuerin welche gerade einige Socken von ihm flickte. „Hallo Frau! Ich hab was gefunden, ich glaube du solltest es dir einmal ansehen“ , sagte er zu ihr. Sie sah nun auf und ihn fragend an. Die Socke, welche die Frau noch vor einem Moment zu flicken versuchte, wurde erst einmal auf den Tisch gelegt. Die Bäuerin erhob sich und trat an ihren Mann heran. „Was hast du den da so interessantes gefunden, dass es nicht bis heut Abend Zeit hat?“ Er übergab ihr das Bündel und schaute sie gespannt an. Sie schaute von ihrem Mann zu dem ihr soeben gereichten Bündel. Fragend sah auf dieses herab.

    Langsam und vorsichtig entpackte sie es. Das sie geschockt von dem Anblick war, wäre eine Untertreibung. Sie war sprachlos. Die Frau sah von dem Kind zu ihrem Mann und wieder zu dem Kind. „Ich habe es am Fluss gefunden“ , erzählte er ihr nun, „hätte ich es dort liegen lassen sollen?“ „Nein du hast richtig gehandelt. Na Kleine wie heißt du den?“ , fragte sie das schlafende Kind. „Ich gebe ihr erstmal etwas Kleidung. Wir sollten doch hier noch welche haben.“ , sagte die Dame und kramte in einigen Kisten. Sie strahlte als sie endlich die richtige in der Hand hatte. Sie zog einen Strampler und eine wieder waschbare Windel heraus. Mit wenigen Handgriffen kleidete sie das kleine Kindchen ein. Sie legte es in ihr Bett und deckte es mit einem etwas dickeren Tuch zu.

    „Was machen wir jetzt mit ihr?“ , fragte der Bauer nun leise seine Gemahlin. Sie überlegte kurz. Ihr schoss nun eine Idee in den Kopf: „Wir gehen zu Gadov und sagen ihm das sie die Tochter eines Bekannten von uns ist, seine Frau wäre bei der Geburt gestorben und er hielt es mit dem Kind nicht aus.“ Sie legte eine kurze Redepause ein, eher sie weitererzählte: „Daher gab er dir das Kind auf dem Feld in die Hand und verschwand wieder. Nun wollen wir uns um die Kleine kümmern und sie groß ziehen.“ Abschließend fragte sie ihren Mann: „Was hältst du davon?“ Er nickte und antwortete: „Sehr gute Idee. So machen wir es. Wie nennen wir sie den? Ich wäre für den Namen Koriki.“ Seine Frau dachte kurz über seine Idee nach, einige Augenblicke später antwortete sie ihm: „Der Name gefällt mir! Gut dann heißt die Kleine ab heute Koriki Kazurulo.“ Das Bauernehepaar schaute nun lächeln zu dem kleinen Kind in ihrem Bett.



    Einen Tag später machte sich der Bauer zusammen mit Frau auf zum Dorfanführer Gadov. Die beiden klopften an seiner Tür. Diese öffnete schnell, eine Frau mittleren Alters stand in eben jener: „Ja was können wir für euch tun?“ Die Bauersfrau antwortete ihr freundlich: „Wir müssen mit Gadov reden, es ist dringend und wichtig!“ Die Frau in der Tür nickte und bat das Paar herein. Sie führte die beiden in eine Art Büroraum, danach blieben die Bauern alleine in dem Raum zurück. Einige Minuten später klopfte es an der Bürotür, einen Augenblick später öffnete sich die Tür auch schon. Ein großgewachsener mit vielen Muskeln bedeckter Mann trat ein. Er hatte dunkel braunes Haar in welchem man einige graue Strähnen erkennen konnte. Er reichte beiden die Hand und setzte sich danach in seinen Stuhl.

    Unverzüglich begann er das Gespräch: „Entschuldigt das ihr warten musstet. Rainov‘s Ofen wollt nicht richtig warm werden, das musste ich noch beheben. Was führt euch zu mir?“ Der Dorfanführer hatte eine rauchige, aber freundlich klingende Stimme. Er schaute die beiden auch direkt an. Die Bäuerin erzählte nun ihre Geschichte, ihr Mann nickte dazu nur. Gadov hörte sich alles an. Als die Bäuerin ihre Geschichte zu Ende erzählt hatte, blieb er einen Moment still.

    Er ließ sich das gesagt noch einmal durch den Kopf gehen. Dann antwortete er ruhig: „ Ich hab euch beide also richtige verstanden, ihr wollt das kleine Mädchen eures Bekannten aufnehmen, wie euer eigenes groß ziehen und seit euch aller Verantwortungen bewusst?“ Das Ehepaar nickte bestimmend: „Ja das sind wir. Wir wollen die kleine Koriki aufnehmen.“ Gadov nickte: „So soll es sein, dann brauch ich nur noch eure Unterschrift unter der Aufnahmeerklärung. Damit wird sie offiziell euer Kind und ein Einwohner dieses Dorfes. Da sie gerade ein paar Tage alt ist, werde ich euch auch eine ordentliche und beglaubigte Geburtsurkunde ausstellen. Sicher ist sicher.“ Er nahm mehrere Zettel und füllte sie aus. Er reichte den Bauern ein Dokument damit sie es unterschreiben konnten. Dies taten sie auch sofort. Danach überreichte Gadov den beiden die Geburtsurkunde welche beide als Leibliche Eltern auszeichnete. Der Dorfanführer verabschiedete sich von beiden und schickte sie zu ihrem Hof.



    Dort angekommen begab sich das Paar in das Gebäude um nach dem Kind zu schauen. Die kleine lag ganz ruhig in ihrem Bettchen und schlief. Glücklich schauten die Bauern auf Koriki. „Das werden jetzt einige anstrengende Jahre. Aber ich freue mich drauf sie aufwachsen zu sehen.“ , sagte der Bauer. Seine Frau nickte nur.

  • Hallo,


    die Stimmung im regnerischen Teil des Prologs ist sehr anschaulich und gibt den Ton für die Zukunft recht gut vor. Auch wenn du dich mit Informationen bezüglich des Kindes noch etwas zurückhältst, ist bereits absehbar, dass sich Koriki irgendwann mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen muss. Die Anwesenheit von Magie lässt erahnen, dass es wohl etwas damit zu tun haben könnte. Etwas schade finde ich, dass Bauer und Bäuerin keine Namen erhalten haben, da sie für die Handlung doch wichtig erscheinen. Es ist allerdings schön zu sehen, dass das Kind mit den beiden an gute Eltern gelangt ist.


    Wir lesen uns!

  • Kapitel 1 - Erwachen


    „Hab dich!“, tönte es. Zeitgleich spürte sie eine Hand auf ihrer Schulter. „Ach menno Thoma, du bist viel zu schnell.“, sagte sie daraufhin. Der Junge namens Thoma grinste sie nur frech an und antwortete ihr: „Koriki das heißt du musst mehr trainieren.“ Sie atmete hörbar aus. Koriki schaute ihn an und überlegte kurz, ob sie ihn nicht doch beim nächsten Schwimmunterricht ertrinken lassen sollte. Sie verwarf den Gedanken jedoch gleich wieder.

    „Thoma kannst du mir bitte nochmal deinen Angriff zeigen? Ich will den auch können!“ , rief Koriki ihm aus dem Nichts entgegen. Thoma musste erst verstehen was sie meinte, nach einigen Sekunden machte es ‚klick‘ bei ihm. Er antwortete ihr freundlich: „Na klar zeig ich dir den nochmal, aber nur wenn du dann einen Trainingskampf gegen mich bestreitest.“ Sie nickte als Bestätigung und machte sich mit ihm auf zum Dojo.


    Im Dojo angekommen überprüften die beiden erst einmal ob das Kampffeld frei war. Schließlich wollten sie keinen beim Training stören. Das Feld war leer und auch im Plan stand keine Reservierung. Die beiden gingen zum Dojo Leiter. Dieser befand sich, wie immer, im Nebenraum.

    Mit einem „Guten Tag Baku-Sensei!“ begrüßten die beiden den etwa 50 Jahre alten Mann. Baku war früher ein Ritter im Dienste des Königs von Hanra. Nun jedoch hatte er den Ruhestand gewählt und sich dazu entschlossen den Kindern des Dorfes die Grundlagen der Selbstverteidigung beizubringen.

    Er sah genauso aus wie man sich einen typischen buddhistischen Mönch vorstellte, ein Mann mit Glatze in Kesa gewickelt.

    „Guten Tag ihr beide.“, grüßte der Herr zurück, „Ihr wollt doch bestimmt wieder trainieren.“ Baku erhob sich und ging zu einem Schrank. Diesen öffnete er und nahm zwei Rüstungen heraus. Die beiden Kinder nahmen sie entgegen und legten diese, mit geübten Handgriffen, in Ruhe an. Der Sensei überprüfte die Rüstungen und genehmigte das Training. Er gab jedem ein Bambus Schwert. Kurz wärmten sich beide auf und vollzogen einige Übungsschwünge. Kurz atmete Koriki tief ein und wieder aus. Dann drehte sie sich zu Thoma. Sie erhob das Wort: „Bist du bereit Thoma?“ Dieser sah sie an und nickte.

    Beide stellten sich in Grundstellung hin. Noch ein letztes Mal atmeten beide tief durch. Baku beobachtete beide, einen Augenblick später hallte laut seine Stimme durch den Raum: „Beginnt!“

    Geduld war noch nie Koriki‘s Stärke, daher griff sie auch als erste an. Sie versuchte mit einem Schlag in seine linke Seite ihn zu treffen. Gekonnt parierte Thoma diesen Angriff. Unter seinem Kopfschutz grinste er breit. „Zu voraussehbar!“ So ging es einige male hin und her. Einige Schläge trafen Koriki, sie traf Thoma jedoch nicht. Die beiden sprangen auseinander. Thoma nickte ihr zu: „Ich werde dir jetzt noch einmal meinen Angriff demonstrieren. Vielleicht kannst du ihn ja diesmal abwehren.“ Er grinste. Wusste er doch, das sie diesen Angriff noch nie abwehren konnte. Er atmete erneut tief durch. Kurz darauf schnellte er nach vorne auf seine Gegnerin zu.


    Koriki konnte diesen Schlag zum ersten mal aufhalten. Sie versuchte diesen Angriff zu kontern. Sie müsste ihn nur mit ihrem Schwert wegdrücken. Die stellte sich jedoch als eine fast unmögliche Aufgabe heraus. Dies war ein Kräftemessen. Er drückte fast schon entspannt gegen ihr Schwert. Sie stemmte sich mit aller Kraft dagegen. Koriki merkte nach einiger Zeit das sie schwächer wurde und nicht mehr lange gegen ihn halten konnte. Sein Bambusschwert näherte sich ihr immer mehr. Sie geriet nun langsam in Panik. Koriki wollte und konnte nicht gegen Thoma verlieren.

    Sie nahm all ihre letzte Kraft zusammen und spürte noch eine letzte Reserve in sich. Sie griff auf diese aktiv zu. Das gab ihr wirklich einen Kraftschub. Thoma war verwirrt über die Kraft die sich gegen ihn richtete. Woher nahm das Mädchen das ihm gegenüber stand wohl diese. Er stemmte sich nun seinerseits gegen sie.


    Baku indes sah die Handlungen von den beiden erst gespannt und dann verwirrt an. Er spürte schnell auf welche Quelle die junge Dame da zugriff. Das erschrak ihn sehr. Ein normaler Bürger dieses Landes sollte diese Macht doch nicht besitzen. Der Lehrer spürte auch das sie immer mehr davon in Anspruch nahm. Jedoch noch bevor Baku eingreifen konnte gab es einen enormen Temperaturanstieg.


    Bei Koriki und Thoma merkten beide die plötzliche Temperatursteigerung. Koriki griff weiter auf ihre Kraftquelle zu. Sie konzentrierte ihre gesamte Kraft auf ihr Bambusschwert. Unerwarteter Weise begann das Schwert an zu brennen. Koriki verbrannte sich die Hand an den Stellen wo sie das Schwert hielt. Thoma sprang erschrocken zurück. Sprachlos starrte er auf das geschehen vor sich. Das Schwert in Korikis Hand brannte noch immer lichterloh. Sie ließ dieses vor Schreck fallen. Thoma bekam Angst vor ihr und lief ungewollt immer weiter rückwärts bis er die Wand berührte. Das Mädchen selbst saß mit geweiteten Augen und in einer Art Schockstarre auf dem Tatami Boden.


    Baku musste eingreifen, er ließ das Mädchen auf dem Boden sitzen. Das Feuer war inzwischen wieder erloschen und sie selbst gerade nicht hier anwesend. So nahm er sich des Jungen an, der merklich Angst vor seiner Freundin hatte. Der Lehrer führte den Jungen aus dem Raum. „Geht es dir gut oder hast du dich verletzt?“ , fragte der Mann den Jungen. Thoma schüttelte mit dem Kopf: „Mit mit ist alles in Ordnung, was ist mit …?“ Der Lehrer atmete tief durch: „Das war eine Kraft, die man Loh nennt. Ich werde dir ein anderes mal alle Fragen beantworten.“ Kurz ließ er sich von Thoma bestätigen ob er dies verstanden hatte, nach einem kurzen Nicken fuhr er fort, „bitte hab keine Angst vor ihr. Ich werde ihr lehren wie sie mit der Kraft umgeht. Sie konnte nichts dafür.“ Wieder nickte der Junge. „Ich .. es tut mir leid. Ich wollte sie nicht so ansehen“, kam nach einigen Sekunden aus dem Jungen. „Das ist gut. Sag es ihr bei eurem nächsten Treffen“, antwortete der Lehrmeister ihm nun, „aber jetzt würde ich dir raten nachhause zu gehen. Und behalt das hier Geschehene für dich!“ Letzteres ließ sich Baku von Thoma versprechen ehe er ihn zum Hauptausgang begleitete. Dabei liefen sie am Kampffeld vorbei. Dort sah Baku das Mädchen, das noch immer in ihrem Schockzustand war. Baku verabschiedete ihn und beobachtete kurz wie Thoma schnell in Richtung Dorf ging.


    Baku selbst atmete tief ein und aus. Wie sollte er dem Mädchen nun beibringen das sie gerade eine alte Kraft geweckt hatte. Eine die in diesem Land nicht üblich war. Eigentlich war wichtiger herauszufinden warum sie überhaupt diese Kraft hatte. Er seufzte. Was geschehen war, war geschehen und nun hieß es Schadensminimierung betreiben.

    Er betrat das Kampffeld, griff sich ein Bambusschwert und zog es mit einem leisen Geräusch über den Boden. Koriki reagierte nicht auf das Geräusch und auch nicht darauf, dass Baku ihr immer näher kam. Der Lehrer berührte sie sanft mit dem Schwert an ihrem Rücken. Sie zuckte kurz zusammen, reagierte jedoch nicht weiter. Er führte sein Schwert in Richtung ihrer Hand. Noch immer keine Reaktion von ihr. Ruhig drehte er seine Waffe so, dass er es an der Klinge hielt. Den Griff gab er in Korikis Hand. Kurz verkrampfte sie, dann schaute sie langsam hoch. Ein leeres, emotionsloses Gesicht schaute ihn an. „Steh auf!“, sagte der Lehrer nun sanft, aber bestimmend. Das Mädchen erhob sich kraftlos. Der Lehrmeister nahm sich selbst das zweite Bambusschwert. Er schlug leicht mit seinem Schwert gegen das des Mädchens. Bei den ersten Schlägen reagierte sie nicht, der Lehrer griff sie nun jedoch auf Kopfhöhe an. Diesen Schlag blockte sie. Der Lehrer lächelte nun leicht, er hatte sie zu einer Reaktion bewegt. Ganz anwesend war das Mädchen noch immer nicht. Jetzt versuchte er eine weitere Strategie: „Koriki, er hat dir verziehen!“ Diese simple Aussage schlug bei dem jungen Mädchen wie eine Bombe ein. Sie stammelte: „Hat er wirklich?“ Der Lehrer nickte ihr leicht zu. Man sah wie ihr eine Tonnenschwere Last von der Schulter fiel. „Danke!“ , sagte sie nun gefasster. Beide konnten wieder lächeln.


    Baku beobachtete wie Koriki zusammen zuckte. Sie schien sich jetzt erst dem Schmerz der Verbrennung bewusst zu werden. Der Lehrer kam auf sie zu. Er ergriff erste Maßnahmen, musste jedoch feststellen das sie auf immer eine Brandnarbe an ihrer Hand tragen würde. „Das erinnert dich in Zukunft immer dran, dass du hier jemanden hast der dir immer verzeihen wird. Und das du diese Kraft besitzt.“ ,erinnerte Baku sie. Sie nickte.


    Der Lehrer nahm ihr Bambusschwert und ihre Rüstung entgegen und verstaute sie im Schrank, danach begab er sich in die Kleine Dojo Küche. Dort nahm der Mann eine Teekanne aus dem Küchenregal und befüllte sie mit Wasser. Dann stellte er die Kanne auf die Herdplatte und holte aus einem Schrank 2 Teetassen heraus. Baku führte Koriki an den Tisch und setzte sie auf einen Stuhl. Baku setzte sich ihr gegenüber. Beide schwiegen sich an. Nach paar Minuten hörte man das Pfeifen der Teekanne. Baku erhob sich schaltete die Platte aus und nahm die Kanne runter. Er stellte sie auf eine Korkplatte auf dem Tisch. Dann entnahm er einer Kiste zwei Teebeutel. Diese legte er in beide Tassen und befüllte sie mit dem heißen Wasser. Er sah wie Koriki ihre Tasse mit beiden Händen umfasste, ihren Blick zur Tasse richtete, ehe sie wieder zu ihm aufsah.

    Der Mann trank einen kleinen Schluck des heißen Getränks und atmete danach kurz tief ein. Dann fing er an zu erzählen: „Ich habe dir einiges zu erklären. Danach habe ich eine Bitte, daher höre mir bitte genau zu.“ Sie nickte leicht, er fuhr daher mit seiner Erzählung fort: „Die Kraft die du da genutzt hast nennt sich Loh. Man greift damit meist mittels einer Runensprache auf Kräfte der Natur zu. So zum Beispiel Feuer erschaffen oder Wasser aus der Luft ziehen. Es gibt jedoch auch eine Möglichkeit die Naturgesetze zu umgehen oder außer Kraft zu setzen. Alle Loh Nutzungen in diese Richtung gehören zu den Geisterbeschwörungen. Man gibt dabei aber immer auch einen Teil von sich selbst weg.“ Er nahm einen großen Schluck seines Tees. Baku sah wie auch Koriki einen Schluck nahm, daher redete er nun weiter : „Es gibt in diesem Land nicht viele die das Loh nutzen können, daher verwundert mich das bei dir umso mehr. Aber davon mal weg. Du musst lernen mit dieser Kraft umzugehen. Ich bin zwar kein Meister im Umgang mit dem Loh, beherrsche jedoch die Grundlagen. Das heißt du wirst neben der Schule noch hier bei mir lernen müssen.“ Beendete er nun seine Ausführung. In einem Zug leerte er die Tasse. Im nächsten Augenblick goss er erneut Wasser ein.


    Koriki saß noch immer ganz still da und hielt ihre halbvolle Tasse in der Hand. Sie lies sich seine Worte noch einmal durch den Kopf gehen.

    Ihr wurde nun klar, dass sie ihr altes Leben nur zurück bekäme wenn sie lernen würde diese Kraft zu beherrschen. Sie atmete tief ein und aus um dann mit fester Stimme zu antworten : „In Ordnung ich bin dabei! Wann gehts los?“ Baku grinste daraufhin breit: „Hier und jetzt!“ Koriki schaute ihn verwirrt an, spürte dann aber ein prickeln in der Luft. „Was ist das?“, fragte sie nun in den Raum. „Ich sammle gerade Loh in der Luft an. Das ist das erste was du lernen sollst. Den Fluss des Loh in dir zu kontrollieren. Spüre es durch dich fließen, starte und stoppe den Fluss. Und wenn du das geschafft hast lasse es nach außen schweifen.“ Sie nickte auch wenn sie noch nicht genau wusste wie sie das anstellen sollte. Aber sie erinnerte sich an das Gefühl als sie diese Kraft das erste mal gespürt hatte. Sie schloss die Augen und konzentriert sich darauf. Sie spürte es. Diese Macht die durch sie floss. Nun überlegte das Mädchen wie sie das wieder stoppen könnte. Ihre Konzentration lag nun auf dem Punkt an welchem sie diese Kraft das erste Mal gespürt hatte. Sie legte symbolisch einen großen Stein vor die Quelle dieses Flusses. Damit hörte auch das Loh in ihr auf zu fließen.


    Sie öffnete die Augen und sah ihren gegenüber lächeln. „Sehr gut. Ich würde damit für heute Schluss machen. Ich empfehle dir heute Abend einmal zu meditieren.“ , vermittelte Baku ihr. Von ihrer Seite kam ein nicken. Beide erhoben sich und begaben sich zum Ausgang des Dojo. Koriki und Baku wollten sich schon verabschieden, da sah sie wie er kurz stockte ehe er noch etwas ihr gegenüber äußerte: „Dein Training bei mir wird aber nicht nur die Beherrschung und Anwendung des Loh sein, nein du wirst auch etwas zur Geschichte des Loh und der Runensprache lernen. Nur damit Bescheid weißt!“ „Geht klar Baku-Sensei!“ , antwortete sie freudig und zog ihre Schuhe an. Sie verbeugte sich vor ihrem Lehrmeister und verließ das Dojo.



    Koriki ging jedoch nicht direkt nach Hause. Sie ging in das Dorf. Ihr ging nicht der Blick von Thoma aus dem Kopf. Eine große Entschuldigung würde nicht reichen. Sie atmete tief ein, dann öffnete das Mädchen die Tür zur Schmiede. Ein bimmeln ertönte. Aus Richtung des Tresen kam ein „Warten Sie bitte einen Moment, bin gleich für sie da“ Sie lief durch den Verkaufsraum und sah sich um. Selten hatte sie den Laden betreten, meist hatte sie sich draußen am Brunnen mit Thoma getroffen. An der Wand hingen verschiedenen Werkzeuge von Hacken bis zu Mistgabeln war alles vertreten und in Glasvitrinen waren Waffen ausgestellt. Katana, Säbel, Kunai und andere Waffen, die ihr unbekannt waren. Bevor sie sich jedoch weiter umsehen konnte erhob sich der Schmid hinter dem Tresen. „Guten Tag … Ach du bist es Koriki, wenn du Thoma suchst der ist oben in seinem Zimmer. Geh ruhig hoch!“ Sie nickte und ging die Stufen in die Obere Etage.

    Sie stand direkt in einem langen Gang. Von diesem gingen viele Türen ab. Zu ihrem Glück waren diese beschriftet. Aktuell stand sie vor dem Wohnzimmer. An dessen Tür klopfte sie kurz und betrat kurz darauf den Raum. Es war wohl der größte Raum der Etage und besaß eine Couch, Esstisch und eine offene Küche. Aber der Raum war menschenleer. Gut dann müsste sie es also in seinem Raum versuchen. Leise verließ sie wieder das Wohnzimmer.

    Also blieb ihr nur noch der Gang durch den Flur. Sie las die Schilder an den Türen.

    Es begann mit dem Bad, ging zum Schlafzimmer von Rainov und endete mit dem Zimmer des Jungen. Ihre Hand erhob sich fast von selbst, hielt aber in der Luft an, sollte sie das wirklich tun? Jetzt gab es jedoch kein zurück mehr. Rainov hatte sie gesehen. Ihre Hand schlug gegen das Holz. Von innen war keine Reaktion zu hören. Sie war sich unsicher ob Thoma es gehört hatte, er musste in seinem Raum sein. Sein Vater hatte dies schließlich bestätigt. Erneut hob sie die Hand um an gegen die Tür zu schlagen. Genau in dem Moment, in dem sie ihre Hand in die Richtung bewegte öffnete sich die Tür.

    „Dad, was … ach du bist es. Komm rein“ , sagte Thoma zu ihr und deutete in sein Zimmer. Hier war Koriki noch nie gewesen, das war sein Reich. Sie schaute sich um. Das Zimmer war um einiges aufgeräumter, als Koriki gedacht hatte. Es gab einen Korb für Schmutzwäsche, der Schreibtisch war ordentlich und sortiert, das Bücherregal nach Autoren und oder Genre geordnet und sein Bett war etwas zerwühlt, aber wohl nur da er bis vor einen Moment drauf gelegen hatte. Er bot ihr einen Stuhl an. „Was möchtest du hier?“ , fragte er sie freundlich und ehrlich interessiert. Koriki fing an zu erzählen: „Diese Kraft nennt sich Loh und ist bei uns eher selten. Baku-Sensei möchte mir den Umgang damit lehren.“ Sie blickte zum ihm und sprach weiter: „Außerdem möchte ich mich entschuldigen. Ich habe dir Angst gemacht. Es tut mir leid!“ Thoma schüttelte nur mit dem Kopf: „Es ist alles ok. Ich bin ja nicht verletzt oder so und du wusstest ja nichts davon. Alles gut, ich war nur im ersten Moment erschrocken.“ Er versuchte sie aufzuheitern. Was ihm auch gelang. „Vielen Dank. Wenn ich bei Baku-Sensei lerne kann ich aber nicht mehr mit dir spielen.“ , bemerkte Koriki nun. „Ach und Thoma, ich plane nichts von dieser Kraft zu erzählen. Ich hab da so ein Gefühl. Ich glaube ich würde damit meine Eltern und das Dorf in Gefahr bringen, daher halte diese Kraft und das ich mit Baku-Sensei trainiere bitte geheim.“ Er nickte, schließlich konnte er ihre bedenken nachvollziehen. „Geht klar und das mit deiner Hand war ein Unfall beim Spielen. Wir haben zwei Steine aneinander geschlagen, damit ein Feuer entfacht und beim ausmachen hast du dich verbrannt und Baku-Sensei hat sich drum gekümmert.“ Auch von ihrer Seite Zustimmung zu dieser Geschichte. Beide grinsten sie an. „Na dann lern mal schön“ , sagte er zu ihr. Sie warf erneut einen Blick durchs Zimmer, dabei blieb sie an der Uhr hängen. Sie erschrak und sprach zu ihm: „Ich muss dann mal los, wir sehen uns morgen in der Schule!“ Er lächelte, stand auf und begleitete sie zur Haustür. „Na dann bis morgen!“ Er winkte ihr zum Abschied und ging wieder rein.


    Koriki selbst rannte auf dem schnellsten Weg nach hause. Der Pfad zu dem Hof ihrer Eltern war gut ausgebaut, dadurch kam sie rasch dort an. Ihr Vater sollte noch auf den Feldern sein. Sie erwartete im Gebäude nur ihre Mutter. Kurz klopfte das Mädchen an die Tür und betrat einen Augenblick später das Haus.

    Im Eingangsbereich zog sie ihr Schuhe aus und hängte ihre Tasche an den Haken. „Ich bin wieder da!“, rief sie in das Haus. Eine leise Antwort kam aus einer Ecke des Hauses. Koriki folgte den Worten und fand den Ursprung in der Küche. Dort stand ihre Mutter gerade an der Anrichte. Die Hofherrin bereitete gerade das Abendessen zu. Sie sah kurz zu ihrer Tochter auf: „Und wie war dein Tag? Hattest du viel Spaß?“ „Hallo Mutter. Ja das hatte ich. Ich muss dir was beichten, wir haben beim spielen aus versehen ein Feuerchen entfacht und da hab ich mich an der Hand verbrannt. Baku-Sensei hat sich aber gleich darum gekümmert“ , Koriki zeigte die Hand mit dem Verband. „Dann ist ja alles gut, passt beim nächsten mal aber besser auf.“ „Geht klar Mam. Ich würde jetzt noch lernen gehen. Ruf mich dann einfach wenn du fertig bist“


    Koriki begab sich in ihr Zimmer. Ihr Zimmer war nicht so sauber und ordentlich wie dass von Thoma. Bei ihr waren Socken neben dem Wäschekorb verteilt und auf ihrem Schreibtisch lagen Blätter, Bücher und Materialien quer verteilt. Ihr Bett war aufgeschlagen und nicht gemacht. Sie griff zu ihrem Rucksack, der unter dem Tisch stand und zog aus ihm ihre Unterlagen. Eher halbherzig schlug das Mädchen das Mathebuch auf. Sie konnte sich nicht auf die Aufgaben konzentrieren und dachte darüber nach was sie heute alles erfahren hatte.

    Eine Kraft die viel Verantwortung brachte und bestimmt nicht ungefährlich wäre. Wie sie diese wohl bekommen hatte? Nachfragen war kein Option, da müsste sie ja offenlegen das sie diese hatte. Da sie keine Konzentration hatte, schlug sie das Buch wieder zu. Irgendeine Ausrede würde ihr dann schon einfallen.

    Sie erhob sich von ihrem Schreibtisch und ging zu ihrer Zimmertür. Kurz lauschte sie ob das Abendessen fertig war, dies schien aber noch nicht der Fall zu sein, daher setzte sie sich auf den Teppich in ihrem Raum. Ihre Beine überkreuzte sie so, dass sie im Schneidersitz auf dem Teppich saß. Die junge Dame schloss ihre Augen und ließ erneut das Loh durch ihren Körper fließen. Es entspannte sie und ihre Gedanken konnte sie nun in Ruhe sortieren.


    Nach einiger Zeit schallte durch das Haus ein: „Koriki, Abendessen ist fertig!“

    Die Jugendliche beendete den Fluss des Loh und öffnete ihre Augen. Sie lächelte und war nun um einiges ruhiger. Meditationen würde sie jetzt auf die Liste ihrer Abendbeschäftigungen setzen. Nach dem Mahl würde sie sich doch noch einmal an die Aufgaben setzen. Aber für den Moment erhob sie sich und ging hinab in die Küche. Dort stand schon der Topf auf dem Tisch. Ihre Mutter saß bereits an diesem und wartete auf sie. Koriki setzte sich zu ihr. Die beiden aßen wortlos das Abendessen.

    Als beide fertig waren, nahm Koriki Teller, Besteck und Topf. Sie wusch alles ab und ging dann wie jeden Abend in ihr Zimmer zurück. Koriki und ihre Mutter hatten zwar ein gutes Verhältnis, jedoch machte jeder abends seine eigenen Dinge. Beide hatten dies im Stillen immer so akzeptiert.

    Koriki setzte sich jetzt wieder an ihre Aufgaben, diesmal konnte sie sich besser drauf konzentrieren. Binnen weniger Minuten standen die gelösten Aufgaben in ihrem Heft. Koriki steckte Heft und Buch in ihren Rucksack, danach legte sie ihre Sachen für den nächsten Tag raus. Innerhalb der nächsten halben Stunde machte sie sich bettfertig.

    Danach schlug sie ein Märchenbuch auf und las darin. Es war eine Geschichte über eine Prinzessin und sieben Zwergen. Eine böse Hexe gibt sich als Königin aus und trachtet der Prinzessin nach dem Leben. Am Ende wird die Prinzessin von einem Prinzen aus dem Nachbarland gerettet.

    Nach Beendigung dieser Erzählung dimmte sie das Licht und legte sich schlafen.

    An diesem Tag war soviel passiert wie schon lange nicht mehr und ab dem morgigen Tag würde sie eine große Doppelbelastung haben. Ein bisschen ängstigte sie es davor, aber jetzt gibt es kein zurück mehr.

  • Guten Morgen Nachmittag Isamu_17 ,

    der Titel deiner FF weckt zunächst Assoziationen an die Editionen Kristall und Feuerrot. Zweite davon hab ich nie gespielt, aber die erste war meine aller erste Edition, daher konnte ich gar nicht anders als mir deine FF mal genauer anzugucken. Du schreibst zwar auch direkt, dass du deine eigene Welt entworfen hast, daher gehe ich nicht davon aus, dass die Geschichte in Johto spielen wird, aber das macht mich nur umso neugieriger, wie dann letztendlich der Titel zur Geschichte passen wird.


    Eine kleine Anmerkung noch vorab: Eine Vokabelliste bei Ausdrucken und Worten, die vielleicht eher unbekannt sind (ich denke mal, sie sind aus einer Sprache/Dialekt, die/den ich jetzt einfach nur nicht erkannt habe, sollte es was eigenes sein, gerne korrigieren), ist sinnvoll und ich finde es gut, dass du sie hast. Für den Anfang macht das jetzt auch keinen großen Unterschied, da die Kapitel und die Vokabelliste nah beieinander sind. Aber du solltest dir eventuell überlegen die Vokabeln auch einfach zusätzlich jeweils ans Ende eines Kapitels zu packen, damit man später im Zweifelsfall nicht zwischen mehreren Seiten hin und her klicken oder ewig lange scrollen muss.


    Prolog

    Der Prolog startet schon einmal sehr spannend. Die kurzen Sätze zu Beginn erzeugen bereits ein eher gehetztes, unsicheres Gefühl, das dann sehr gut zu der Verfolgungssituation passt, die kurz darauf beschrieben wird. Als die Personen erstmals für den Leser im Schein des Blitzes zu sehen sind, hättest du eventuell in einem kurzen Nebensatz noch erwähnen können, dass sich die Frau in einiger Entfernung zu den Männern befindet. So hatte ich erst das Bild einer Reisegruppe im Kopf, was dann von einer Gruppe abgelöst wurde, die die Frau umzingelt hat, als der Anführer meinte, man solle sie ergreifen, und erst danach dann tatsächlich das Bild einer noch aktiven Verfolgungsjagd. Es würde übrigens an der Stelle vermutlich auch besser passen, wenn der Hauptmann seinen Befehl schreit anstatt ihn zu flüstern, da die Beschreibungen des Waldes zuvor nahelegen, dass ein Flüstern vermutlich übertönt werden und bei seinen Männern nicht ankommen würde.

    Sehr viel Liebe übrigens für das Wort "Häscher". Ich weiß nicht, wann ich es zuletzt gelesen habe, aber ich finde an der Stelle passt es sehr gut zur Geschichte und fühlt sich nicht aufgesetzt oder dergleichen sondern sehr organisch an. Ich finde es immer schön, wenn ein breit gefächerter Wortschatz genutzt wird, allerdings ist es nicht immer ganz einfach den Spagat zwischen einem großen Wortschatz in einem Text und der Gefahr, dass es sich gestelzt anhört zu schaffen. An der Stelle ist es dir aber meiner Meinung nach gut gelungen.

    Ich finde es gut, dass du in deiner eigenen Welt der inneren Kraft/magischen Begabung auch einen eigenen Namen gibst. Die Erklärung, welche Bezeichnungen dafür bei uns äquivalent wären, hättest du allerdings weglassen können, da du es bereits zuvor gut erklärt hast und man so keine weitere Erkenntnis gewinnt, allerdings ein Stück weit aus der Immersion der Geschichte gerissen wird. Ich bin allerdings sehr gespannt, was wir noch alles über dieses Loh erfahren werden und inwiefern es eine Rolle für die Protagonisten spielen wird (vielleicht kann ja einer von ihnen es nutzen, weiß es noch nicht und findet das dann aber im Laufe der Geschichte heraus).

    Ein mysteriöser, anscheinend sehr mächtiger Mann, der die Frau und das Kind verfolgen lässt, wobei es irgendwie verständlich ist, wenn es sich um sein Kind handelt. Beim Lesen war ich sehr klar auf der Seite der Frau, die versucht sich und das Kind in Sicherheit zu bringen und sogar ihr Leben opfert, um das Kind fort zu schaffen. Der Vater des Kindes hat dabei dann wie kein unbedingt guter Mensch gewirkt. Wenn ich allerdings nochmal drüber nachdenke, ist die Lage nicht ganz so klar, wie sie mir im ersten Moment erschienen ist. Es könnte auch ebenso gut sein, dass die Frau aus irgendwelchen niederen Gründen sein Kind entführt hat und da ist es dann absolut verständlich, dass er sie verfolgen lässt und auch alles andere als glücklich darüber ist, dass seine Männer gescheitert sind und das Kind nicht zurückbringen konnten. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was wir zu ihm und der Frau im weiteren Verlauf der Geschichte noch erfahren werden.

    Während die kurzen Hauptsätze zu Beginn des Prologs sehr dabei geholfen haben, die Atmosphäre zu unterstützen, ist dies im zweiten Abschnitt des Prologes leider nicht mehr der Fall. Dass der Bauer sich dem Krater vorsichtig nähert und das Kind aufhebt sind Aktionen, die eher ruhig als schnell ablaufen, weswegen es sich hier eher anbieten würde einige der Hauptsätze miteinander zu verbinden, damit es sich flüssiger/weicher liest und weniger abrupt/abgehackt.

    Hatte das Ehepaar schon einmal Kinder oder woher haben sie einen passenden Strampler rumliegen? Ansonsten wirkt das Bauernpaar noch etwas blass, was ein wenig Schade ist. Als zukünftige Eltern einer der Protagonisten (immerhin werden sie sie aufziehen) sind es keine unbedeutenden Charaktere, wie irgendein Händler auf dem Markt, sondern wichtiger Bestandteil der Hintergrundgeschichte von Koriki. Daher wäre es schön gewesen, wenn sie zumindest Namen bekommen hätten und ein wenig genauer beschrieben worden wären.

    Wäre es nicht sinnvoll gewesen, wenn die beiden das Kind mit zu Gadov genommen hätten? Ich meine, er hat immerhin wichtige Dokumente ausgestellt und an seiner Stelle hätte ich dafür ganz gerne gewusst, dass das Kind auch tatsächlich existiert (auch wenn er den beiden prinzipiell vertrauen sollte). Außerdem sollte ein Neugeborenes nicht einfach so alleingelassen werden, was man damit dann auch umgangen wäre.

    Ansonsten bin ich noch etwas zwiegespalten, was ich von dem Paar halten soll. Einerseits sind sie sofort bereit ein fremdes Kind als das eigene aufzuziehen und ich hab das Gefühl, dass sie Koriki liebevolle Eltern sein werden. Aber andererseits finden sie ein fremdes Kind, versuchen noch nicht mal die Eltern zu ermitteln und herauszufinden, ob diese eventuell in genau diesem Moment nach ihrer Tochter suchen, und sind sich sofort einig das Ganze zu vertuschen. Es klingt auf jeden Fall danach, als würde Koriki früher oder später selbst herausfinden, dass es sich bei dem Bauernpärchen nicht um ihre leiblichen Eltern handelt und damit ist ein großer Konflikt zwischen den drein definitiv schon vorprogrammiert.


    Kapitel 1

    Nachdem im Prolog bereits angeteasert wurde, dass Koriki Loh haben könnte (zumindest halte ich das für wahrscheinlich), geht meine erste Assoziation bei dem Titel natürlich in die Richtung, dass sie dies in diesem Kapitel herausfindet und dann vor dem Problem steht, dass sie irgendwie versuchen muss zu erlernen es zu kontrollieren. Was durchaus kniffliger sein könnte, sollte sie zuvor nicht mal gewusst haben, dass sowas überhaupt existiert. Gleichzeitig kann das dann natürlich die Frage aufwerfen, woher sie es hat und eventuell bereits den Konflikt mit ihren Adoptiveltern beginnen, wenn sie erfährt oder ahnt, dass es nicht ihre leiblichen Eltern sind, wobei ich mir da auch vorstellen könnte, dass ihr Fokus erstmal auf der Loh liegt und der soziale Konflikt vielleicht erst auftaucht, wenn sie mit dem ersten nicht mehr überfordert ist und Zeit hat, über alles in Ruhe nachzudenken und zu hinterfragen.

    Es gibt also ein Land namens Hanra, das auch noch einen König hat. Klingt ja fast danach, als könnte das Korikis leiblicher Vater sein. Ist nur noch die Frage, ob es sich bei ihm um einen guten König oder einen Tyrannen handelt (wobei natürlich auch was dazwischen möglich wäre, aber solange es kein Tyrann ist bleibt die Frage, wieso Koriki entführt wurde). Vielleicht erfährt man über Baku ja noch das ein oder andere über diesen König. Wenn es sich wirklich um Korikis Vater handeln sollte, ist es vermutlich nur ne Frage der Zeit, bis sie sich treffen werden (sobald Koriki weiß, dass sie irgendwo da draußen noch leibliche Eltern hat) und ich bin sehr gespannt, wie das ablaufen wird (und ob sie zu dem Zeitpunkt überhaupt schon von ihrem Verwandtschaftsverhältnis wissen werden).

    Bei der Beschreibung von Baku wäre es vielleicht noch hilfreich gewesen mit nein paar Worten zu erklären, was genau ein Kesa ist oder wie es aussieht, da solch ein Kleidungsstück hier bei uns ja eher ungewöhnlich ist und viele (inklusive mir) vermutlich mit dem Namen nicht so viel anfangen können und es immer ein bisschen Schade ist, wenn man einzelne Sachen googlen muss, um sie zu verstehen und sich das Verständnis nicht aus dem Text selbst ergibt.

    "Koriki konnte diesen Schlag zum ersten mal aufhalten. Sie versuchte diesen Angriff zu kontern." Die zwei Sätze sind in Kombination ein wenig verwirrend, da im ersten steht, dass sie den Schlag dieses Mal parieren konnte und im zweiten, dass sie es "versucht", was impliziert dass es nicht sicher ist, ob sie es auch schafft. Besser zusammenpassen würden beide, wenn im ersten noch so etwas wie "Koriki war entschlossen [...]" oder so stehen würde, da es dadurch nicht bereits schon fest steht, sondern nur ihre Intention ist. Ein wenig hätte ich mir an der Stelle auch gewünscht, dass etwas mehr beschrieben werden würde, was für ein besonderer Angriff es genau ist, denn Thoma da ausführt, denn so wirklich eine Idee habe ich bisher noch nicht abgesehen davon, dass er sich am Anfang schnell auf sie zu bewegt und dann am Ende irgendwann beide Schwerter gegeneinander drücken. Aber ob es ein Hieb von einer bestimmten Seite, eher ein Stich oder sonstiges ist, weiß ich nicht.

    Ich muss gestehen, ich bin ein wenig enttäuscht von Thomas Reaktion. Die beiden scheinen immerhin beste Freunde und gemeinsam aufgewachsen zu sein. Dass er dann gleich beginnt vor Koriki Angst zu bekommen, weil ich Schwert anfängt zu brennen, was ja theoretisch auch eine komplett andere Ursache haben könnte und nicht an ihr liegen muss, finde ich ein wenig Schade. Vielleicht tut ihm seine erste Reaktion aber so sehr Leid, dass er ihr zukünftig dann eher als loyaler Verbündeter zu Seite steht, was ich ihr zumindest wünschen würde.

    Was Baku anbelangt, so kann ich zwar verstehen, dass er sichergehen möchte, dass Thoma nicht erzählt, was eben passiert ist, aber er hätte zumindest zuerst kurz nach Koriki gucken können, immerhin ist sie diejenige unter Schockstarre und mit Verbrennungen. Immerhin scheint er sich mehr oder weniger mit Loh auszukennen (er weiß zumindest was es ist) und damit ist schon mal die Frage geklärt, wie Koriki lernen soll ihre Kraft zu kontrollieren. Wenn es allerdings so ist, dass nur bestimmte Leute (vielleicht nur hohe Adelige oder dergleichen) auf Loh zugreifen können, wird Baku sicherlich wissen, dass Koriki andere leibliche Eltern haben muss und irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass er ihr das auf ewig vorenthalten wird. Vielleicht ist es nicht das erste, was sie von ihm erfahren wird, aber früher oder später wird sie es wissen und dann sicherlich auch ihre Eltern damit konfrontieren. Bin gespannt, inwiefern da dann noch die Geburtsurkunde mit eingebaut wird, die ja im Prolog ausgestellt wurde.

    Ein wenig hat es mich verwundert, dass Koriki von sich aus so gar keine Fragen gestellt hat a la "Was ist hier gerade passiert?" "War ich das?" "Was ist los mit mir?" oder dergleichen sondern einfach nur sehr passiv zugehört hat. Aber vielleicht stand sie auch einfach noch zu sehr unter Schock und musste das erlebte erst noch weiter verarbeiten, bevor sie die Fragen, die sicherlich irgendwo in ihrem Kopf waren, verbalisieren konnte.

    Also, bei Thoma ist es Baku wichtig, dass dieser niemandem davon erzählt, was passiert ist, damit es erstmal ein Geheimnis bleibt, dass Koriki Loh nutzen kann. Bei Koriki allerdings ist das nicht der Fall? Zumindest legt ihre Formulierung, dass sie das Gefühl hat ihre Eltern und das Dorf in Gefahr zu bringen, wenn es sich rumspricht, nahe, dass ihr das nicht von Baku so gesagt wurde sondern von ihr selbst kommt. In dem Fall wirkt das dann ein wenig willkürlich und es wäre vielleicht noch wichtig gewesen, dass Baku auch ihr sagt, dass sie niemandem, nicht mal ihren Eltern, vorerst davon erzählen soll.

    Wenn die Nutzung von Loh und Meditation ihre Aufmerksamkeit verbessert und sie dadurch auch ihre Schulaufgaben konzentrierter angehen kann, bin ich gespannt, ob in dem Kontext vielleicht auffallen wird, dass sich irgendwas bei ihr verändert hat. Allgemein könnte ich mir vorstellen, dass wenn sie dadurch mehr in ihrer Mitte ruhen sollte als zuvor, es auch ihrem Umfeld auffallen wird, dass etwas passiert ist. Bin gespannt ob und inwiefern sich das äußern wird und ob es darüber zu einer Aussprache mit ihren Eltern kommt oder vielleicht weil diese sie irgendwann zufällig bei der Nutzung von Loh sehen.


    Ich bin auf jeden Fall schon gespannt wie es weitergehen wird und wie lange Koriki ihr Geheimnis für sich behalten kann oder auch was wir über Baku noch über ihre Herkunft erfahren werden, auch wenn sie selbst diese Informationen vielleicht noch nicht richtig einordnen kann. Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Kommentar eine kleine Freude machen und du konntest vielleicht das ein oder andere für dich daraus mitnehmen. Wir lesen uns dann auf jeden Fall wieder beim nächsten Kapitel ^-^

    Liebe Grüße,

    Caroit

  • Vielen Dank dir Caroit für diesen Ausführlichen Kommentar.

    Ich werde ihn demnächst in Ruhe durcharbeiten den ich finde etlich Punkte die du ansprichst gut. Da sind dinge bei an die ich so nicht gedacht habe.


    Eine Beziehung zu Pokemon besteht nicht, ich war auf Titelsuche und diese Zwei worte kamen mir einfach so in den Kopf.

    Die Idee die Vokabeln ans Ende mit zu packen finde ich super. Werde also in Zukunft die Vokabeln vorne alle zusammen schreiben und am ende der Kapitel.


    Vielen lieben Dank nochmal für die Rezension. Würde mich auch in Zukunft über deine Eindrücke freuen.


    E: die Sprache ist Estnisch übersetzt mit Google Übersetzer. Daher hier keine Grammatische Richtigkeit. Ging mir nur um den Klang der Worte.



    Lieber Gruß Isa

  • Hallo,


    die Auseinandersetzung zwischen Koriki und Thoma ist gelungen und steigert sich schließlich bis hin zum Schwertkampf. Trotz ihrer Freundschaft ist die Rivalität greifbar und dementsprechend faszinieren auch die Anstrengungen auf beiden Seiten. Dass Koriki danach unter Schock steht und Thoma mit Angst zu kämpfen hat, finde ich nachvollziehbar. Weniger dafür, dass Koriki bereits kurze Zeit nach diesem Erlebnis die Lohströme spüren kann, obwohl das zuvor unbewusst passiert ist. In Zusammenhang mit der inneren Aufgewühltheit bei den Aufgaben ist auch die lockere Meditation etwas fraglich. Nichtsdestotrotz bin ich sehr gespannt, wie sie mit der Kraft umzugehen lernt.


    Wir lesen uns!