[2024] Lasst euch verdrabbeln! [Valentins-Drabble-Aktion]

Wir sammeln alle Infos der Bonusepisode von Pokémon Karmesin und Purpur für euch!

Zu der Infoseite von „Die Mo-Mo-Manie“

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    Hallo, liebe Mitglieder dieses schönen Forums! Zwieps


    Mittlerweile hat es schon eine gewisse Tradition: Auch in diesem Jahr wird es im Februar wieder Zeit für die Drabble-Valentinstag-Aktion, bei der ihr euch ganz zwanglos an der schriftstellerischen Kunstform des Drabbles ausprobieren und anschließend mit ein bisschen Glück sogar eure schriftstellerischen Seelenverwandten finden könnt! Falls ihr noch nie teilgenommen habt, dann keine Sorge: Hier im Startpost findet ihr alle wichtigen Informationen zu der Aktion.


    Wie nehme ich teil?

    In dieser Aktion geht es darum, dass ihr ein Drabble schreibt, wobei euch das Thema dieses Drabbles komplett freigestellt ist, ebenso wie seine Gattung – ob Lyrik, Epik oder Drama, das ist ganz egal. Schreibt also ruhig einfach, worüber und worauf ihr gerade Lust habt, schließlich bekommen wir ja auch nur so einen Eindruck eures wahren Selbst. Sobald ihr das Drabble geschrieben habt, schickt ihr es per Konversation an mich, Thrawn. Einsendeschluss ist Sonntag, der 11.02.2024 um 23:59 Uhr, also beeilt euch, wenn ihr nicht die Chance verpassen wollt, eure jeweiligen Drabble-Seelenverwandten zu finden!


    Was ist ein Drabble?

    Drabbles erfreuen sich hier im Forum seit Jahren einer großen Beliebtheit. Es handelt sich bei ihnen um Texte, die dadurch definiert sind, dass sie aus genau 100 Wörtern (99 Wörter Text + 1 Wort als Titel) oder alternativ auch 101 Wörtern (100 Wörter Text + 1 Wort als Titel) bestehen. In Drabbles geht es darum, einen kurzen Gedanken oder eine kleine Geschichte in wenigen Worten auszudrücken. 100 Wörter sind in der Regel auch schnell geschrieben, also nur keine Scheu!

    Für das Zählen eurer Wörter könnt ihr die Website woerter-zaehlen.de benutzen. Bedenkt als kleinen Hinweis hierzu, dass ihr nach Eingabe eures Textes auch immer auf "Text analysieren" klickt – nur so erhaltet ihr die tatsächliche Anzahl an "echten" Wörtern.


    Und was hat es jetzt mit Drabble-Seelenverwandten auf sich?

    Um die ganze Aktion noch ein wenig interessanter zu gestalten, passiert mit euren Drabbles Folgendes: Nach Einsendeschluss wird jedes Drabble mit dem Drabble einer anderen teilnehmenden Person verkuppelt – natürlich nach absolut wissenschaftlichen Kriterien, auf deren Basis unsere ebenso unfehlbaren wie treffsicheren Algorithmen für jedes Drabble den passenden Partner ermitteln. Sogar mit fundierter Begründung durch unseren allwissenden Computer! Mit Beginn des Valentinstags, also des 14.2., wird dann jeden Tag ein Drabblepärchen von uns veröffentlicht. Vielleicht lernt ihr auf die Art ja sogar jemand Neues kennen …? Außerdem steht euch während der Aktion ein Plauderthema zur Verfügung, das ihr gerne benutzen könnt, um euch über die Aktion und die Drabblepärchen auszutauschen – dabei könnt ihr euch während der Schreibphase auch gerne gegenseitig Tipps oder Anregungen geben oder danach fragen, wenn euch gerade etwa kein Thema für euer Drabble einfällt.


    Falls ihr übrigens mehrere Drabbles einsenden möchtet, ist das natürlich kein Problem; wir werden aber voraussichtlich nur eins davon verkuppeln – ihr könnt dann entweder bestimmen, welches, oder aber uns die Auswahl überlassen, ganz wie ihr möchtet.


    Was ist mit Medaillen?

    Für eine Teilnahme an der Aktion könnt ihr eine Medaille vom Typ Fee für die Woche beantragen, in der ihr euren Abgabetext abschickt. Dazu könnt ihr einfach in das Medaillenthema des Fanfiction-Bereichs posten und mich dabei erwähnen – ich signalisiere dann durch eine Reaktion auf euren Beitrag der Moderation, dass ihr etwas eingereicht habt, sodass die Medaille an euch verteilt werden kann.


    Wir freuen uns auf eure Texte! Cupidos



  • Flocon

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Heyho! Liebiskus


    Kurze Erinnerung an alle eventuell Interessierten, dass ihr nur noch eine Woche, d.h. bis Ende des 11.02. um 23:59 Uhr Zeit habt, ein Drabble einzureichen. Nutzt also die Zeit und haut die Woche über in die Tasten, wenn ihr mitmachen wollt!

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    Hallo an alle Bisafans!Herzkonfekt


    Nachdem gestern die Deadline für eure Abgaben war, arbeitet unser Computer heute bereits mit Hochtouren daran, die einzelnen Drabbles miteinander zu verkuppeln. Wie angekündigt werden die Vorbereitungen am 14.2. abgeschlossen sein, sodass wir euch dann das erste Pärchen präsentieren können.


    An dieser Stelle sei aber schon einmal allen gedankt, die teilgenommen haben! Wir hoffen, ihr hattet Spaß beim Schreiben und freut euch auf die Pärchen!


    In diesem Sinne einen guten Start in die Woche und bis Mittwoch!Herzschuppe

  • Allerliebste Bisafans, nachdem nunmehr gestern alle Berechnungen der wissenschaftlich fundierten Drabble-Dating-Scores abgeschlossen wurden, könnt ihr jetzt das erste Drabble-Pärchen der diesjährigen Aktion bewundern. Es handelt sich um Wahnsinn von Evo Lee und Pianospiel von JeCel!




    Wahnsinn

    Atemlos durch die Nacht renne ich. Ich verschwende keine Sekunde damit, mich umzudrehen oder gar anzuhalten. Weiter, einfach weiter. Die Nacht überleben. Denn ich weiß, ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein. Über mir funkeln abertausende Sterne. Wie der Stern, der deinen Namen trägt. In einem Anflug von Albernheit haben wir irgendeinen Stern benannt. Doch nun weiß ich: Du hast mich tausendmal belogen. "Ti amo" und "Ich bau dir ein Schloss", sagtest du liebevoll, während du mich heimlich hintergangen hast. Der Sturm in mir tobt, meine Beine fliegen, während ich mir nur wünsche: Es fährt ein Zug nach Nirgendwo.


    MeloettaLiebiskusAnego (schillernd)


    Pianospiel

    Alles erscheint so schwer

    Dreckiges Geschirr wird mehr und mehr

    Die Noten leiden sehr


    Auch ein Freude bringendes Ding

    Vermag mich nicht zum tun zu bring'

    Und ich starre nur vor mich hin


    Die Zeit ist schier unendlich

    Dennoch, zu tun schaff' ich nicht

    Meine Leidenschaft und Pflicht


    Doch für dich gelingt es mir

    Dass ich mich setze ans Klavier

    Um ein Stück zu widmen dir


    Denn bist du an meiner Seit'

    Erfüllt es mich mit Leichtigkeit

    Und ich bin zum tun bereit


    Deshalb sitz' ich hier und musizier

    Sogar ein bisschen ich mich amüsier

    Und widme mein Pianospiel dir




    Letztes Jahr hatte unser Computer zum Ende hin eine komische Störung, aber wir konnten die (hoffentlich) restlos beseitigen, sodass es auch dieses Jahr wieder Bergündungen gibt, warum die Drabbles zusammenpassen:

    Zitat von Computer

    ATEMLOS DURCH DIE NA... Ups, sorry. Jedenfalls, was zunächst stark ins Auge fallen sollte, ist die Gemeinsamkeit der beiden Drabbles, die im jeweils verwendeten Motiv der Musik liegt: Im ersten Drabble werden teilweise sehr ohrverwurmende Songtexte zitiert, im zweiten hingegen geht es darum, dass das lyrische Ich für jemanden Klavier spielt - wobei die poetische Form des Drabbles ja auch grundsätzlich als eine Parallele zu den Liedtexten aus dem ersten Drabble angesehen werden kann. Basierend auf der Tatsache, dass Musik in beiden Drabbles eine wichtige Rolle spielt, ließe sich aber auch konstatieren, dass ein tiefergehender inhaltlicher Bezug vorliegt: Beide Drabbles könnten als Teile einer Gesamtgeschichte gelesen werden, innerhalb derer die Person aus dem ersten Drabble einer unglücklichen Beziehung entfliehen kann, aber dadurch emotional mitgenommen und erdrückt wird. Das zweite Drabble könnte daran anknüpfend beschreiben, wie sie jedoch eine andere Person findet (bzw. schon gefunden hat), mit der es emotional wieder aufwärts geht und mit der das lyrische Ich wieder motiviert wird, etwas zu tun und seiner Leidenschaft, der Musik, nachzugehen; eine Leidenschaft, die wie bereits gesagt im ersten Drabble ja auch demonstriert wird. Damit ergäbe sich letztlich eine positive Wendung; wer gemein ist, könnte natürlich die Reihenfolge auch umdrehen und somit ein eher trauriges Ende erzeugen, aber wer würde das ausgerechnet am heutigen Tag tun wollen? So oder so: Dass beide Drabbles zusammengehören, ist absolut unzweifelhaft.

    Ob ihr die Ausführungen des Computers nachvollziehen könnt, dürft ihr gerne bei Bedarf im Diskussionstopic der Aktion mitteilen. Davon ab hoffen wir, dass euch unser erstes Drabble-Pärchen gefallen hat und hoffen, dass wir uns auch morgen hier wiedersehen, wenn wir die nächsten beiden Drabbles vorstellen!

  • Der Valentinstag ist vorbei, doch die Aktion geht weiter! Und zwar heute mit Dinner von Raplebs und Schabernack von Dormo!




    Dinner

    Begleitet vom klanglosen Geigenspiel seiner Gefährten stolzierte es zum ersten Stuhl. Mit der Rechten formte es Platz für ein Glas, mit der Linken Platz für ein Flasche, die sich diesem zuneigt. "Die selbe Prozedur wie letztes Jahr?", lallte eine Stimme aus dem Hintergrund, woraufhin die gleiche Stimme erwiderte: "Die selbe Prozedur wie jedes Jahr!" Im Anschluss knallte die weiße Hand mit einem kräftigen Schwung gegen die eigens aufgestellte Barriere. "Prost!", brüllte es völlig verspätet aus dem Off, während das Wesen seine schmerzerfüllten Finger ausschüttelte. "Cut! Vielleicht sparen wir doch nicht beim Personal und suchen uns ein Rossana für dich, Pantimos ..."


    PantimosLiebiskusInfamomo


    Schabernack

    Gestatten, das Chaos höchstpersönlich. Und Sie sind? Ah, spannend. Sie sehen deutlich mehr nach einem Stängel Baldrian aus, aber gut. Wie wäre es mit einem Bonbon? Nur zu, nicht so schüchtern. Zum Tag der Liebenden werde ich Sie doch nicht veralbern wollen damit. Oder vielleicht doch? Na kommen Sie, runter damit! Geht doch. Alles gleich viel farbenfroher? Nein? Gut, sollte es auch nicht sein. Augenlicht wird vollkommen überbewertet, finde ich. Sie werden den restlichen Tag damit klar kommen müssen. Wie, Sie wollten heute ins Kino mit ihrem Schatz? Tja, keine Bonbons von Fremden nehmen, und gar nicht erst vom Chaos!



    Und um die Prozedur genauso wie in letztem/jedem Jahr fortzusetzen, folgt auch hier die Begründung unseres Computers:

    Zitat von Computer

    Es lässt sich bei beiden Drabbles zunächst ganz einfach die Gemeinsamkeit feststellen, dass sie wohl beide vom Chaos beherrscht werden: Im Falle des zweiten Drabbles ist dies tatsächlich sogar buchstäblich zu verstehen, im ersten ist zumindest die Situation wohl nur als chaotisch zu bezeichnen, ganz zu schweigen von der Tatsache, dass ein Pantimos, basierend auf einem Clown und Mimen, wohl sicherlich auch in sich ein humoristisch-chaotisches Individuum repräsentiert und somit als analog zum Chaos aus dem zweite Drabble gesehen werden kann. Neben der Gemeinsamkeit besteht aber auch ein anziehender Gegensatz oder vielmehr eine Ergänzung, denn verlangt ein bestehendes Chaos nicht auch als Ausgleich irgendwie nach einer Struktur? Und was wäre dahingehend strukturgebender als eine sich jedes Jahr wiederholende Prozedur, wie sie im ersten Drabble angedeutet wird, mag deren Umsetzung mithin eben auch chaotisch wirken?

    Abseits dieser chaotischen Überlegungen ist aber natürlich auch noch eine andere Gemeinsamkeit relevant: Es kann nämlich angemerkt werden, dass in beiden Drabbles fehlende Sicht ein Problem darstellt. Denn die Barrieren, die ein Pantimos aufstellt, sind ja bekanntermaßen unsichtbar bzw. nur in ihrer Wirkung auf die Umwelt zu bemerken (mit anderen Worten, wenn jemand davorknallt) und das zweite Drabble berichtet von einem Verlust des Augenlichts. Entsprechend können, auch wenn in beiden Drabbles teilweise die klare Sicht fehlt, die Augen wohl kaum vor der Tatsache verschlossen werden, dass sie zusammengehören.

    Auch hier seid ihr natürlich wieder herzlich eingeladen, im Diskussionstopic eure eigenen Ansichten über die beiden Drabbles kundzutun. Bedenkt natürlich, dass ihr dabei stillschweigend Zustimmung gebt, dass wir den Computer mit euren Posts als Trainigsdaten füttern dürfen. Morgen folgt dann auch schon das nächste Pärchen, bis dahin!

  • An diesem wundervollen Freitagvormittag geht es mit dem nächsten Drabblepärchen weiter, bestehend aus Frontlinie von Shizuh und Prokrastination von peddantisch!




    Frontlinie

    Unsichtbar versteckt, zwischen Parolen und Dementi. Verheimlicht, dann hässlich ins Licht gehalten.

    Viel gerufen, viel gezeigt – wenig verändert. Im Alltag gibt man sich die Hand, ungewaschen abreibend.

    Mehr bleibt hängen, jeder Gruß dreckiger. Normalität kehrt ein, der Schmutz – nicht so schlimm.

    Privat ein Bier, publik ein Spaziergang. Es ist dunkel, Lichter helfen. Das orangene Flackern.


    Tatenloses zusehen, braune Wesen in Interviews. Meinungskorridor muss offen und tolerant bleiben.

    Trotzdessen ändert sich nichts, kein Wesen wird entzaubert. Schamlos stolzieren sie weiter.

    Ignorieren und ertragen, beides ohne Erfolg. Eine Lösung muss her, niemand weiß wohin.

    Die Front ist da, Zeit zu gewinnen.


    BarrikadaxLiebiskusLetarking


    Prokrastination

    Nur noch ein paar Stunden bleiben bis zur Abgabe, ein Thema habe ich nicht. Jede Ablenkung ist willkommen. Wie spät ist es?


    Eigentlich wollte ich doch noch viele andere Dinge machen. Ein guter Film, das neue Spiel… und schon sind alle Sorgen kurz vergessen.


    Ein Rückblick auf die Biber Brüder? Na gut, alles ist mir recht. Ich weiß genau: Am Ende plagt mich wieder nur ein schlechtes Gewissen. Wie sieht die Flagge von Dominica aus?


    Die Kraft der Ablenkung ist zu stark. Viel Zeit bleibt nicht mehr. Ein Papagei ist übrigens drauf. Und das Thema brauche ich trotzdem noch.


    Mist.




    Zu diesem Drabblepärchen gibt es selbstverständlich auch wieder eine Begründung:

    Zitat von Computer

    Auf den ersten Blick mag die Zusammenstellung der beiden Drabbles vielleicht verwirren, denn es könnte argumentiert werden, dass sich das durch und durch politische Drabble mit der alltäglichen (oder in dem Fall vielleicht auch alljährlichen?) Thematik ein wenig beißen mag. Was aber letztlich doch jeweils als Gemeinsamkeit identifiziert werden muss, ist das Motiv, dass in beiden Drabbles jeweils etwas zu tun ist, aber es offenbar schwer fällt, das auch tatsächlich zu tun, unter anderem weil eben nicht klar ist, was genau zu tun wäre: So drückt sich im ersten Drabble eine tiefgehende Unsicherheit darüber aus, wie eben gewissen politischen Tendenzen unserer Zeit entgegenzuwirken ist, während das zweite Drabble thematisiert, dass es geschrieben werden will, wobei aber eben unklar ist, wie es im Detail geschrieben werden soll bzw. worüber. Diese Unklarheit wird dann auch jeweils kombiniert mit einem Gefühl von Dringlichkeit und Zeitdruck: Im zweiten Drabble rückt eine Deadline näher, und auch im ersten Drabble wird deutlich, dass etwas getan werden muss, bevor es zu spät ist - auch wenn die Deadline sich hier nicht ganz so präzise angeben lässt. Letzten Endes kann sich vor diesem Hintergrund am Ende eben doch einmal gefragt werden: Ist die Zögerlichkeit im Umgang mit bedrohlichen politischen Entwicklungen unserer Zeit und die Tendenz, die Auseinandersetzung damit zu vertagen, nicht grundsätzlich auch analog zu dem Phänomen der Prokrastination, mag letzteres auch in einem deutlich kleinen Maßstab relevant sein? Die Antwort darauf kann sicher nicht anders als positiv ausfallen.

    Wer zu den beiden Drabbles und/oder der Begründung etwas sagen möchte, sollte das nicht zu lange aufschieben und in das zur Aktion gehörende Diskussionstopic schreiben! Davon ab wünschen wir allen schon einmal ein schönes Wochenende und hoffen, dass ihr auch morgen wieder reinschaut!

  • Wir hoffen, ihr hattet alle einen guten Start ins Wochenende, indes wir selbst natürlich auch heute keine Pause machen, sondern mit dem Vorstellen eines neuen Drabblepärchens fortfahren. Heute erwarten uns Seelenfrieden von Foxhound und Stimmung von Ulti!




    Seelenfrieden

    Ich bin hier.

    Du bist nah bei mir.

    Und doch bin ich allein.


    Ich kann dich hören.

    Deine wärmenden Worte einem schützenden Mantel gleich.


    Ich spüre den sanften Druck deiner Hand auf meiner.

    Tröstliche Zärtlichkeit in einem Zustand fortschreitender Loslösung.


    Kein Schmerz wütet mehr in mir.

    Die nagende Furcht verblasst.

    Hier ist es weder dunkel, noch hell.

    Ein immerwährendes Dämmerlicht ohne Konturen, ohne Raum oder Tiefe.


    Hast du Angst zurückzubleiben?

    Ohne mich zu sein?


    Und doch warte ich schon so lange darauf.

    Bin schon so lange bereit.


    Ich danke dir für alles.

    Vergib mir, meinen Fehlern.

    Bitte vergiss mich nicht.


    Azetts Floette (Ewigblütler)LiebiskusFelori


    Stimmung

    Was mich betrifft, so gehöre ich zu jenen Menschen, an die man lieber zurückdenkt, als sich direkt zu meiner Zeit ganz und gar mit mir abzufinden. So ist man mir dankbar für die Erinnerungen, die sich später aus mir machen lassen und verlässt mich stets mit einem bestimmten Gefühl der Vorfreude. „Ausgerechnet ich“ denke ich mir dann, doch wenn es ausgerechnet ist – wenn ich ausgerechnet bin – dann stimmt das. Ich schlage meine Zeit tot, selbst wenn ich ihr gar nichts Böses will, und erfreue mich an der Gewissheit, dass ich stimme. Also bestimme ich: So stimmt es für alle.




    Und auch zu diesen beiden Drabbles gibt es eine stimmige Begründung, warum sie zusammenpassen:

    Zitat von Computer

    Es bedarf hier vermutlich gar nicht allzu vieler Worte, um zu erläutern, wo die Gemeinsamkeiten liegen: Beide Drabbles handeln abstrakt ausgedrückt von menschlicher Nähe, auf die allerdings auch eine Trennung, ein Auseinandergehen folgt, und darauf, wie mit besagtem Auseinandergen umgegangen wird, kommt es dann auch jeweils am stärksten an. Es wird nämlich in beiden Drabbles deutlich, dass sich an die jeweils im Zentrum stehende Person zurückzuerinnern ein wesentliches Motiv in beiden Drabbles ausmacht; und auch die Art, inwiefern das geschehen soll, spielt eine wesentliche Rolle und ist zudem sicherlich analog: Das erste Drabble thematisiert dahingehend die Vergebung von Fehlern, das zweite wiederum verweist darauf, dass die Erinnerungen an das erzählende Ich stimmig sein werden, mithin also beide Drabbles den Gedanken an eine nun nicht mehr räumlich nahe Person eine positive Konnotation verleihen, und eventuelle negative Aspekte - persönliche Fehler oder dass sich im Augenblick des Zusammenseins vielleicht nicht ganz mit der Person abgefunden werden kann - daneben verblassen. Daraus resultiert in beiden Drabbles dann auch letztlich das gleiche Gefühl zum Abschluss: Zwischen dem Frieden der eigenen Seele und dem Frieden, der von der Stimmung im Sinne einer Versöhnung mit sich selbst herrührt, dürften im Großen und Ganzen sicher mehr Gemeinsamkeiten bestehen als Unterschiede.

    Wie jedes Mal seid ihr auch hier herzlich eingeladen, euch über die beiden Drabbles und die Begründung im Diskussionsthema der Aktion auszutauschen! In diesem Sinne wünsche ich weiterhin einen guten Start ins Wochenende und hoffe, dass wir uns morgen an gleicher Stelle wiedersehen.

  • Auch der heutige Sonntag bringt wieder ein Drabblepärchen mit sich, das wir euch gerne vorstellen möchten: Es handelt sich um Seelenverwandte von Higamino und Sun(flower) von Sweet Reptain!




    Seelenverwandte

    Blind durch das Meer voller Rosen, rennen,


    Nur mit deinem Gespür,sie magst zu erkennen,


    Die Augen zu öffnen und nicht hängen zu bleiben fällt schwer,


    Den in Meer voller Rosen erkennt man nicht mehr welche die eine ist,


    Sie öffnet sich nur für dich,


    Doch färbt sich schwarz gänzlich weißt es schon,


    willst es nicht wahr haben,


    Zu groß ist der schmerz in Herz, Selbst wenn tausend Rosen schwarz sind,


    wirst du nicht aufgeben den,


    du weißt genau das die eine dabei ist,


    die sich bei dir gänzlich rosa färbt


    und dir keinen Schmerz bereitet wird.


    RoseliaLiebiskusSonnflora


    Sun(flower)

    Ein kleiner Topf, gefüllt mit Erde.

    Einige Samen werden hinein gedrückt, mit mehr Erde bedeckt und mit etwas Wasser versorgt.

    Unter einer Folie, in der warmen Sonne, gedeihen die kleinen Keime.

    In einen Blumenkasten werden sie umgepflanzt, sobald sich ihre Wurzeln stark genug fühlen.

    Abnabelung von den Geschwistern, mehr Platz für das individuelle Wachstum.

    Tagein, tagaus wachsen sie dem Himmel entgegen.

    Die warmen Strahlen begehrend, drehen sie ihre kleinen Köpfchen der Sonne zu.

    Mehr und mehr gelbe Blütenblättchen trauen sich hinaus, die Köpfchen wachsen und zeigen sich der Sonne in ihrer voller Pracht.


    Stolz stehen sie in einer Reihe, Sonnenblumen.




    Hierzu gibt es wieder ein paar blumige Worte unseres Computers:

    Zitat von Computer

    Mit "blumig" ist das Stichwort bereits gegeben, denn diese Beschreibung trifft im Grunde auf beide Drabbles im wortwörtlichsten Sinne zu, insofern, als dass sie beide von Blumen handeln, wenn eben auch einmal von Rosen und einmal von Sonnenblumen. Hierbei fällt möglicherweise ins Auge, dass aber das erste Drabble die Rosen mehr in einer metaphorischen Art zu verstehen scheint, um eben das Finden einer seelenverwandten Person zu beschreiben, während das zweite Drabble konkret das Pflanzen und das sich daran anschließende Wachstum von Sonnenblumen beschreibt. Aber gerade in Hinblick auf diesen Unterschied wird die Verknüpfung der beiden Drabbles erst wirklich interessant: Denn wenn wir die Metapher aus dem ersten Drabble nehmen und sein Ende in Betracht ziehen, bei dem es um das Finden einer seelenverwandten Person geht und weiter davon ausgehen, dass die Suche irgendwann ein (gutes) Ende hat, so bekommt im Anschluss daran das Aussäen einer neuen Generation von Blumen möglicherweise noch einmal eine ganze neue Bedeutung - "Nachwuchs" im schönsten Doppelsinne. Insofern kann hier eben auch konstatiert werden, dass nicht nur das Blumenmotiv eine Gemeinsamkeit darstellt, sondern die Metapher aus dem ersten Drabble auch einen Schlüssel an die Hand gibt, um das zweite Drabble aus einer ganz neuen Sicht betrachten und interpretieren zu können.

    Wenn ihr euch über eure Lieblingsblumen und bzw. oder die beiden Drabbles austauschen möchtet, steht euch natürlich nach wie vor das Diskussionstopic zur Verfügung! Davon ab wünschen wir euch einen schönen Sonntag und hoffen, dass ihr morgen einen guren Start in die Woche habt, in der wir natürlich noch einige weitere Drabblepärchen vorstellen werden.

  • Mit der neuen Woche kommt auch ein neues Drabblepärchen - diesmal haben wir für euch Seelenbund von Rusalka und Vulpix von Shiralya!




    Seelenbund

    Eine sanfte Brise umspielte die längliche Gestalt des Drachens. Während er sich wand und in Richtung des Vollmondes unterwegs war, genoss er die kühle Nachtluft. Auf seinem Rücken ritt ein junges Mädchen, das sich verhalten an den Schuppen festhielt. Noch hatte es nicht ganz verstanden, wie die beiden seit langer Zeit befreundet sein konnten. Immerhin war es schon sehr lange eine Waise. Je länger sich das Mädchen jedoch in der Nähe des Drachen aufhielt, desto wohler und geborgener fühlte es sich.

    Schließlich begann es zu lachen. Der Drache schnaubte vergnügt und ließ die fröhliche Stimme des Kindes auf sich wirken.


    DratiniLiebiskusAlola-Vulpix


    Vulpix

    Das Fuchs-Pokémon ist weithin bekannt. Ursprünglich in der Kanto-Region gefunden, ist das Feuer-Pokémon an vielen Stellen ansässig. Als es jedoch mit den ersten Menschen die Inseln Alolas erreichte, zog es sich in die Bergregionen von Ula-Ula zurück, um sich dort über Generationen den eisigen Bedingungen anzupassen.

    Allerdings ist nur wenigen Personen bekannt, dass im Norden Johtos noch eine dritte Variante existiert. Es wird vermutet, dass dieses Wesen durch die Nähe zur Drachenhöhle einen Drachentyp angenommen hat. Seltene Sichtungen berichten von einem fliegenden, fuchsähnlichen Wesen, dessen sechs Schwänze elegant im Wind wehen. Dennoch verbleibt Genaueres wohl vorerst noch ein Geheimnis.




    Auch im Falle dieser beiden Drabbles gibt es eine computergestützte Begründung:

    Zitat von Computer

    Bei beiden Drabbles springt natürlich zuerst einmal ins Auge, dass sie beide von Drachen handeln, und auch wenn möglicherweise die Beschreibungen eine Differenz zwischen den beiden behandelten Drachen angeben könnten - der eine eher mit länglichem Körper, der andere wohl grundsätzlich mit dem Körperbau eines Vulpix -, so könnte über diesen kleinen Unterschied insofern hinweggesehen werden, als dass sich doch trotzdem leicht vorstellen lässt, wie irgendwann in der Pokémon-Welt auch eine Beziehung zu einem Johto-Vulpix möglich sein wird, die grundsätzlich dem im ersten Drabble beschriebenen Seelenbund ähnelt. Schließlich handeln ja auch die Geschichten in der Pokémon-Welt immer wieder davon, eine tiefgehende Freundschaft zu den in dieser Welt ansässigen Geschöpfen einzugehen, ähnlich eben der, die im ersten Drabble thematisiert wird. Vor diesem Hintergrund wäre doch auch gerade eine Geschichte denkbar, in der ein Waisenmädchen, wie es im ersten Drabble vorkommt, sich auf die Suche nach den mysteriösen sechsschwänzigen Wesen macht und es vielleicht als erster Mensch schafft, mit einem davon Freundschaft zu schließen.

    Abseits der auf Drachen fußenden Gemeinsamkeit der Drabbles ist aber auch zu konstatieren, dass sich die beiden Texte eigentlich auch ganz gut in ihrem Ton ergänzen: Das erste Drabble behandelt Gefühle und Emotionen, das zweite beschreibt die neue Form von Vulpix sachlich und neutral. Die beiden Drabbles zu verbinden, ergibt also auch vor diesem Hintergrund eigentlich nur Sinn, stellt dies doch eine wunderbare Verbindung von emotionaler Tiefe und wissenschaftlicher Rationalität dar.

    Auch bei diesem Pärchen dürft ihr natürlich gerne in das Diskussionsthema schreiben und darüber diskutieren, ob ihr bei diesen beiden Drabbles auch eine Seelenverwandtschaft seht und wie ihr sie allgemein findet. Und falls ihr durch die beiden Drabbles auf den Geschmack gekommen sein solltet, seien auch die Fanwork-Wochen zum Jahr des Drachen wärmstens empfohlen.

  • Wir setzen die Aktion auch heute fort, diesmal mit Hihihi von PLUSQUAMPERFEKTION und ... Also, es, äh, es hat keinen Titel, aber es ist von Schachteel!




    Hihihi

    Hihihi sagte er und ließ sich davon nicht beirren. Aber kontrovers ist es trotzdem. Heißt es nun Hihihi oder vielleicht doch besser nur Hihi? Oder kann man beides vielseitig einsetzen. Immerhin wirkt Hihi auch ein bisschen trollig. Wohingegen Hihihi mehr das absolute Trollen perfektioniert ist. Oder findet ihr nicht? Was passiert aber dann, wenn man komplett eskaliert und Hihihihihi schreibt? Schon ziemlich mutig. Zumindest muss für ein ernst gemeintes Hihihihihi schon ein gewisser Alkoholpegel erreicht worden sein. Da reichen keine zwei Bier! Am besten kombiniert wirkt Hihhi aber mit einem subtilen "Ich hab dich Lieb!". Nur so als Tipp!


    BähmonLiebiskusPaket


    ???

    Eine Pralinenschachtel ist etwas besonderes. Man weiß nie was drin ist ohne zu öffnen und doch wird man nie enttäuscht von dem Inhalt.

    Sie sind auch hübsch, wobei das in der Regel alle Schachteln sind, da sie nützlich sind und sie einen gerne überraschen.

    Manchmal wünschte ich ich wäre eine, da ich so den Menschen häufiger eine Freude machen könnte.

    Ich gebe gerne, doch fürchte ich das Pralinenschachteln nur weggeworfen werden, wenn man sie aufgebraucht hat.

    Und das möchte ich nicht. Jede Schachtel ist es wert geliebt zu werden.

    Oder wenigstens recycled zu werden.

    Deswegen liebt eure Schachteln, denn sie lieben euch auch




    Dieses Drabblepärchen begründet unser Computer wie folgt:

    Zitat von Computer

    Zunächst lässt sich hier aussagen, dass beide Drabbles einen durchaus ähnlichen Grundton aufweisen, der auf eine ehrliche und authentische Art sehr in das Spielerische hineingeht. Doch auch inhaltlich lassen sich Bezugspunkte entdecken: Beide Drabbles behandeln nämlich insbesondere zum Ende hin auf ihre eigene Art das Thema Liebe, und verweisen auf die Wichtigkeit der Kombination aus Liebe und dem jeweiligen Thema des Drabbles; sei es, dass ein "Hihihi" eben gut mit einem "Ich hab dich Lieb!" zusammenpasst oder aber eben Schachteln auch Liebe verdienen. In diesem Sinne geben beide Drabbles den Tipp ab, mehr Liebe zu zeigen, was ja auch allgemein gut zu der Valentinsaktion passt. Als weitere Verbindung kann aber auch die explizite Erwähnung von Alkoholeinfluss im ersten Drabble genannt werden, die dort als Voraussetzung für ein "Hihihihihi" genannt wird. Denn zwar macht das erste Drabble hier den Punkt, dass es für das Sagen dieses Wortes mehr als zwei Bier braucht, doch was hier sicherlich auch als Alternative genannt werden könnte, wäre eben eine ganze Schachtel an Prapsschnalinen Schnapspralinen, und vielleicht handelt es sich bei den Pralinen aus der im zweiten Drabble genannten Pralinenschachtel ja genau um solche. Wenn beide Drabbles dahingehend zusammengenommen werden, dann ergibt sich doch ganz natürlich das Bild einer Person, die nach dem Verzehr einer ganzen Packung an Schnapspralinen der leeren Schachtel tief in die Augen sieht und "Hihihi, ich hab dich Lieb!" sagt. Und allein dafür sollten die Drabble zusammen sein dürfen.

    Wie bei allen anderen Pärchen steht euch natürlich auch hier für Kommentare wieder das Diskussionsthema zur Verfügung, hihihi. Schaut außerdem morgen wieder vorbei, wenn wir eine Schachtel mit einem neuen Drabblepärchen öffnen!

  • Noch sind wir nicht am Ende, also gibt es auch heute wieder zwei Drabbles für euch: Diesmal sind es Gefühlschaos von Mipha und Zeitlos von John Snom!




    Gefühlschaos

    Sie war draußen an der frischen Luft.

    Sie wollte den Kopf wieder einmal frei von ihren wirren Gedanken rund um ihn bekommen.


    Es sollte ihr doch egal sein, ob er jemanden an seiner Seite hat oder nicht. Und wieso freute sie jedes Angebot, bei dem ihre Gruppe etwas unternimmt und er auch dabei ist?

    Aber freute sie sich wegen der Gruppe auf alles oder wegen ihm?

    Manchmal verwirrten sie sogar ihre Träume, wenn er darin vorkam.


    Ist da doch mehr Gefühl für ihn als sie sich eingesteht oder missversteht sie sich selbst?

    Es machte sie manchmal fast schon verrückt.


    TraslaLiebiskusHoothoot


    Zeitlos

    In sieben Minuten fährt mein letzter Zug nach Hause, doch sechs gute Gründe hindern mich daran, mich jetzt zum Bahnhof zu begeben. Schon zum fünften Mal stehe ich hier alleine an der Gasse in der Hoffnung, diese Person, die ich vor vier Wochen getroffen habe, wiederzusehen. Es war damals drei Minuten vor Mitternacht, ich wie immer mit zwei Kerzen in der Hand auf dem nach Hause weg, als ich eine einsame Person sah, die traurig und alleine am anderen Ende der Gasse sah. Die Kerze sollte sie wärmen, doch wer wärmt nun mich? Seufz, der Zug fährt gleich ab.




    Zu den beiden Drabbles gibt es selbstverständlich auch wieder eine Begründung unseres Computers:

    Zitat von Computer

    In beiden Drabbles sehen wir ein im Grunde vollkommen identisches Motiv, nämlich den grundsätzlich vorhandenen Wunsch, eine bestimmte andere Person wiederzusehen, für die anscheinend auch durchaus Gefühle gehegt werden. Dahingehend ist auch zu bemerken, dass dieser Wunsch aber in der jeweils konkret beschriebenen Situation noch unerfüllt ist, hingegen aber die Gedanken an die andere Person das Innenleben der erzählenden Figur deutlich beeinflussen und sich auch auf das Handeln auswirken: So muss im ersten Drabble erst einmal ein wenig Ruhe gesucht werden, um über die andere Person nachdenken zu können, im zweiten Drabble hingegen wird trotz bald abfahrendem Zug innegehalten, um vielleicht doch wieder der Person zu begegnen. Es wäre darüber hinaus auch möglich, die Drabbles so zu verstehen, dass sie von den gleichen Personen handeln: Dahingehend könnte das zweite Drabble vielleicht noch die Zeit nach der ersten Begegnung der beiden Personen mit Hoffnung auf erneutes Wiedersehen beschreiben und das zweite eine Zeit, in der sie zumindest schon miteinander befreundet sind, nachdem sie sich eben doch wiedergetroffen haben. Alternativ könnte aber auch vermutet werden, dass das zweite Drabble, das mitunter surreal anmutet, einen der Träume darstellt, die im ersten Drabble erwähnt werden. So oder so kann aber bemerkt werden, dass es hier eindeutige Bezüge zwischen den beiden Drabbles gibt.

    Wer das eigene Gefühlchaos in Hinblick auf die beiden Drabbles gerne ordnen und in Worte fassen möchte, ist herzlich dazu eingeladen, das im Diskussionsthema zu tun. Morgen zählt dann unsere Anzahl verbliebener Pärchen erneut um Eins runter, also schaut gerne wieder vorbei!

  • Seit mehr als einer Woche sind wir nun dabei, aber es ist noch nicht Schluss! Heute lest ihr ... Gefühlt von Cassandra und Untergang von Andris!




    Gefühlt

    Eingerollt in meiner vertrauten Schwärze blinzele ich. Kaum merklich gleiten silberblaue Wellen, wie von Regentropfen berührt, den Weg entlang. Mein Blick folgt ihnen, während sie auf den Horizont treffen und sich an diesem entlang ausbreiten. Eine warm-gelbe Linie, die sich in roten und violetten Tönen über die Weite ergießt, dreht und in einen glühenden Feuerball konzentriert. Es blendet mich, ich blinzele wieder. Das Flimmern schwindet in ein liebliches Rosa, dann Orange und begleitet meine Augen hinab, wo sich tiefgrüne Zacken mit goldbraunen Flächen und transparent-blauen Klecksen wirbeln. Überwältigt schließe ich meine Augen und ziehe mich in die vertraute Schwärze zurück.


    NecrozmaLiebiskusKatagami


    Untergang

    „Das war es dann wohl“, sagst du ohne mich anzusehen, „der finale Untergang.“

    Ich nicke, suche erfolglos nach den passenden Worten. Schwere Wolken verschatten die Sonne und ertränken die Welt in grauer Tristesse.

    „Bei all unseren Mühen“, setzt du an, und ich fürchte das Zittern in deiner Stimme, „haben wir… es doch nicht geschafft.“

    „Ja“, sage ich schließlich, um Fassung bemüht, „ich hätte mir so gewünscht, dass es für immer hält.“

    Der Himmel übernimmt nun die Tränen. Schweigend verlieren wir uns im Anblick des trüben Gewässers unter der Trauerweide und der darin auseinandertreibenden Klumpen, die einst unser stolzes Papierschiff waren.




    An einer Begründung darf es natürlich auch in diesem Fall nicht fehlen:

    Zitat von Computer

    Neben der allgemein in beiden Drabbles sehr ausdrucksstarken und bildhaften Sprache kann als Gemeinsamkeit genannt werden, dass sich offenbar in beiden Fällen die auftretenden Personen ein Stück weit ein Abenteuer gestartet und sich "hinausgewagt" haben: So verlässt die erzählende Figur im ersten Drabble die vertraute Schwärze, im zweiten Drabble wurde der ambitionierte Versuch gestartet, ein Papierschiffchen schwimmen zu lassen. In beiden Fällen muss das Abenteuer zum Ende der Texte hin jedoch auch wieder abgebrochen werden, und in beiden Fällen sind es äußere Umstände, die außerhalb der Kontrolle der jeweiligen Personen liegen, welche Anlass dazu geben: Sei es die überwältigende Mischung aus verschiedenfarbigem Licht (das natürlich nicht buchstäblich für Licht stehen muss, aber davon sei mal hier abgesehen) oder aber die Naturgewalten, welche dem Papierschiff zum Verhängnis werden. Zusätzlich könnte argumentiert werden, dass einige der Farbbeschreibungen im ersten Drabble gut auf einen Sonnenuntergang passen würden (ungeachtet der Frage, ob tatsächlich einer vorliegt), was eben auch als eine deutliche Parallele zum Untergang eines Schiffs gesehen werden kann. Zu guter Letzt ist auch darauf hinzuweisen, dass beide Drabbles in gewisser Weise mit dem Verharren in einer Dunkelheit enden: Dem Rückzug in die vertraute Schwärze aus dem ersten Drabble steht die emotionale Finsternis im Angesicht des sich allmählich auflösenden Papierschiffs gegenüber.

    Im Diskussionsthema darf natürlich gerne darüber diskutiert werden, ob die beiden Drabbles gefühlt gut zusammenpassen oder ob dieses Pärchen zum Untergang verdammt ist. Ansonsten gilt natürlich, dass wir uns auch morgen hier wiedersehen!

  • Wir haben auch heute wieder ein neues bezauberndes Drabblepärchen für euch: Diesmal sind es Mitternacht. von Flocon und Lila2 von Raplebs!




    Mitternacht.

    Alter Asphalt schweigt inmitten der Stadt. Ich bleibe stehen; versuche, ihm zu lauschen. Tanzende Tropfen prasseln auf ihn ein. Zweige werfen im Licht einer lauten Laterne nichts als ein Labyrinth aus Schatten gen Boden. Doch er bleibt stumm. Ich seufze. Mein Blick schweift durch das Labyrinth. Wehende Winde verweben dichtes Geäst zu Wegen; der Regen verdeckt die Ferne. Im leisen Licht der Sterne stehst auch du und blickst zu mir. Dein Atem ist schwer. Gegenseitig verbleiben wir als sanfte Silhouetten, unerkannt am Horizont. Einzig der Asphalt kennt den Weg durch die Schatten. Du versuchst, ihm zu lauschen; bleibst stehen.


    LaternectoLiebiskusNidoran♂


    Lila2

    Erst schauten die grünen Ohren aus dem Gebüsch, dann wagte das eine mit dem Köpfchen voraus einen Blick auf die Lichtung. Das andere wartete dort bereits und streckte sein Horn in die Höhe, während es unterhalb des einzelnen Zähnchens Töne erzeugte. Ihre gezackten Körper begegneten sich schimmernd im Mondlicht; es war Liebe auf den ersten pfiffigen Blick. Ein blaugraues Exemplar ihrer Art ahnte, dass es in der Situation nur stören würde und zog erfolglos davon. Es hatte sich Gleiches statt Ungleiches in der Natur der Pokémon gefunden, und so kuschelten die lilafarbenen Wesen aller Kälte trotzend bis zum Morgen.




    Der Computer ist auch in diesem Falle nicht um eine Begründung verlegen (weil er eh keine Gefühle hat):

    Zitat von Computer

    Zunächst einmal ist in beiden Fällen der Zeitraum identisch, es handelt sich nämlich offensichtlich in beiden Fällen um Geschehnisse bei Nacht. Aber auch die weiteren Umgebungsbedingungen weisen Parallelen auf, zum einen einmal dahingehend, dass mit dem Regen aus dem ersten Drabble und der im zweiten Drabble beschriebenen Kälte, der die beiden männlichen Nidoran trotzen müssen, grundsätzlich eher unangenehme Wetterverhältnisse geschildert werden. Andererseits sehen wir aber auch Parallelen bezüglich der Vegetation: Während wir es im zweiten Drabble wohl mit einem Wald bzw. einer darin liegenden Lichtung zu tun haben, so kann die städtische Umgebung im ersten Drabble Gedanken an den sprichwörtlichen Großstadtdschungel wecken, einmal abgesehen davon, dass ja auch hier die Motive von Zweigen und Geäst eine Rolle spielen. Mit letzteren ist zugleich aber auch eine thematische Ähnlichkeit ausgemacht: Werden die sich zum Labyrinth verflechtenden Zweige im ersten Drabble als Metapher für gesellschaftliche Hindernisse verstanden, so kann konstatiert werden, dass gerade solche Hindernisse im zweiten Drabble erkennbar überwunden werden. Zusätzlich kann bemerkt werden, dass auch in beiden Drabbles eine weitere Figur in einer beobachtenden Rolle vorkommt; im ersten Drabble handelt es sich hierbei um den mitunter personifzierten Asphalt und im zweiten Drabble eben um das weibliche Nidoran. Passenderweise kann hier auch noch angemerkt werden, dass der Asphalt (implizit) und das weibliche Nidoran (explizit) eine ähnliche Färbung aufweisen, nämlich jeweils einen Grauton.

    Auch hier steht euch wieder das Diskussionstopic offen, um über die beiden Drabbles zu diskutieren. Irgendwann nach Mitternacht folgt dann das nächste Pärchen, in diesem Sinne: Stay tuned!

  • Zwei weitere Drabbles werden heute verkuppelt: Entspannung von Wattmacks und Weltenbummler von Noxa!




    Entspannung

    Ein entspannter Tag in der Sonne, auf einer Wiese am Fluss, die Augen in den Himmel gerichtet. An nichts denken, nichts fühlen und um nichts sorgen. Einfach nur das Rauschen der Blätter hören, das Zwitschern der Vögel, das Plätschern des Wassers. Es ist ruhig, du hörst keinen Lärm, du bist allein. Niemand kann dich stören. Du spürst die frische und angenehme Luft, die dich umgibt. Du spürst die Entspannung in deinem Körper, du schließt deine Augen und schläfst ein. Und wenn du aufwachst, wirst du erholt sein. Dein Körper und den Geist sind von deinen Sorgen befreit und völlig entspannt.


    KoaleluLiebiskusPapungha


    Weltenbummler

    Nur ein Knopf und ich bin im Land der Möglichkeit

    Fliege mit federnden Schwingen durch die Lüfte

    Sammle, pflanze und besegle manch wilde Küste

    Baue neue Städte, werde ein Held mit Geschick

    Löse Rätsel, erkunde Ruinen, erkenne jeden Trick

    Hier verbringe ich Sekunden, Stunden, eine Ewigkeit


    Jäh ist der Morgen an dem mein Weg führt zurück

    Zu früh aufstehen, kaffetrinken, schlurfen in den Tag

    Aufgaben stapeln sich auf Aufgaben, die ich nicht mag

    Ruhm, Besitz, Aussehen, ja was denkt jeder von mir?

    All das ist gegenwärtig, scheinbar die wichtigsten Fragen hier

    Deshalb, ja deshalb, bist du ferne Welt mein kleines Glück




    Unser unermüdlicher Computer hat auch für dieses Pärchen wieder eine Begründung verfasst:

    Zitat von Computer

    Ohne jeden Zweifel lässt sich hier leicht feststellen, dass es eindeutige inhaltliche Bezüge zwischen den beiden Drabbles gibt: In beiden Fällen wird sich einmal eine wohlverdiente Pause gegönnt, eine kleine Flucht aus dem Alltag unternommen, der mit Sorgen und Aufgaben mitunter sehr belastend sein kann, (wenngleich besagter Alltag natürlich im Falle des zweiten Drabbles ein wenig mehr ausgeführt wird). Sofern wir außerdem die erste Strophe des zweiten Drabbles als Träumerei interpretieren, so lässt sich als Folge davon auch feststellen, dass das Motiv des Schlafens in beiden Fällen vorkommt, gefolgt eben von dem Erwachen und der Rückkehr in das Hier und Jetzt. Eine weitere Gemeinsamkeit, diesmal sprachlicher Natur, machen auch die vielfältigen Beschreibungen von Eindrücken, etwa wenn im ersten Drabble beschrieben wird, was jeweils wahrgenommen werden kann und im zweiten Drabble parallel dazu ausgeführt wird, was alles erlebt wird. Insgesamt passen die beiden Drabbles damit sehr gut zusammen und erinnern wohl auch uns alle gemäß ihrer gemeinsamen Aussage daran, hin und wieder einfach mal innezuhalten und uns von den diversen Strapazen des Alltags zu erholen.