Beiträge von Flocon

Die Kronen-Schneelande erwartet euch!


Alle Informationen zum zweiten Teil des Erweiterungspasses "Die Schneelande der Krone" findet ihr bei uns auf Bisafans:

Zu den Kronen-Schneelande-Infoseiten | Pokédex | Routendex

    lauschen.


    nichts ist verblieben

    als konturen.


    sie verblassen

    mit jedem wort, das ich

    deiner stimme

    nicht mehr zuordnen kann.


    schatten schweigen lauter,

    wenn es regnet.


    Wenn ich schon mal drei Kommentare in einer Woche schreibe, muss ich dafür natürlich Fluffeluff beantragen! (uff, uff, uff)


    Ansonsten noch eine allgemeine Frage:

    Würden drei halbwegs ausführlich kommentierte Werke in einem einzelnen Post (z.B. in meinem ersten Link) eigentlich auch reichen oder müssen es immer drei einzelne Posts sein?


    Edit: Erledigt. ~Thrawn

    Man soll Kommentare nicht bis nächstes Jahr liegen lassen. Alle Leser:innen sollen sich also unterstehen, vor Jahresende noch einmal etwas zu schreiben!

    Pff, dann lasse ich mir den Text halt vorlesen.


    Dramatische Lieferung

    Nexy hat ja schon etwas zu deinem Text gesagt und inzwischen bist du dann ja auch schon darauf eingegangen; deshalb beschränke ich mich an dieser Stelle einfach mal auf einen kürzeren Kommentar dazu. ^^'

    Generell finde ich die Umsetzung des Themas in deiner kurzen Szene sehr gelungen. Die Maske wäre vor einem Jahr ziemlich sicher noch extrem dramatisch gedeutet worden, inzwischen ist sie für die meisten aber wohl doch eher alltäglich. Insofern finde ich es ganz witzig, ihr auf diese Weise die Dramatik ein bisschen zurückzugeben. Dass die Botin so unerschrocken wirkt, ist auch nochmal ein gelungener Kniff, der schön subtil eingearbeitet wurde. Bei vegetarischem Essen scheinen wohl häufiger Leute nach ihrer (verbalen) Schusswaffe zu greifen, sodass das Lösen einer solchen Situation wohl fast schon zum Alltag der Botin (hier repräsentativ für alle, die sich wann auch immer ähnlich unter Druck gesetzt fühlen) gehört.

    Was mir sprachlich besonders gut gefällt, ist das Lächeln unter der Maske. Das ist sicher so ein Punkt, der in einem Drama ein wenig untergegangen wäre. Hier zeigt der Satz aber ganz schön, dass man hinter seiner Maske eben nicht jede Regung verbergen kann. Plus, hier verstärkt es einfach wundervoll die Dramatik. Das wird dann auch noch einmal durch das Flüstern verstärkt. Gefällt mir!

    Ansonsten habe ich bei dem letzten Satz übrigens das Gefühl, die ursprüngliche Planung des Textes als Drama am meisten herauszulesen. Für eine aufgeführte Szene kann ich mir das irgendwie ganz gut als Abschluss vorstellen. In der aktuellen Fassung kam mir der Satz dagegen fast ein bisschen abrupt. Woran das genau liegt, kann ich gerade gar nicht so genau sagen. Vielleicht war es vorher einfach sehr viel Beschreibung im Vergleich zu diesem kurzen Satz am Ende. Schlecht ist der Satz auch gar nicht, das war irgendwie nur so ein Gefühl.

    Insgesamt hat mir deine Szene aber sehr gut gefallen! Eigentlich kann ich da abschließend nur noch einmal wiederholen, was ich auch schon in den anderen Kommentaren in dieser Woche geschrieben habe, nämlich dass mich die Vielfalt der Umsetzungen über den November immer wieder fasziniert hat. Es freut mich wirklich, dass du nach dem Chat-Abend auch noch ein Thema von der Liste umgesetzt hast! :)


    Oh, und das Gedicht ist wirklich deprimierend, hu. Vor allem die letzte Strophe. Die letzte Strophe stellt mich aber auch noch vor ein paar Rätsel; vielleicht schreibe ich dazu im Januar nochmal was, mal gucken. ^^'

    Huhu Musicmelon ! ^-^

    Bei meiner kleinen Kommi-Tour zum Jahresabschluss mache ich bei deiner Umsetzung der Hauspflanze weiter. :)


    26 - die Hauspflanze

    Inzwischen kennst du das ja: eine wirkliche Idee, was du mir mit dem Text sagen willst, habe ich noch nicht, aber irgendwann gegen Ende komme ich dann hoffentlich zu einer Interpretation. x)

    Generell befinden wir uns in einer nächtlichen Stadtszene, konkret scheint sich die Handlung in einer tristen Wohnung in einem höheren Geschoss eines Mehrfamilienhauses abzuspielen. Trist, weil von "Grauwänden" gesprochen wird (ein Wort, das ich so übrigens noch nie gesehen habe; ich hoffe mal, dass ich das nicht falsch deute!); im oberen Geschoss, weil man den Sternen dort näher ist und das Mehrfamilienhaus wegen der drei Schlösser (Haustür, Wohnungstür, Zimmertür). Wer genau die kurze Szene erzählt, bleibt offen; zu viele Informationen würden vielleicht auch ein bisschen den Zauber nehmen. In jedem Fall scheint die erzählende Person sich in irgendeiner Form erdrückt zu fühlen. Schon der erste Satz deutet so etwas an, da die Nähe zu den Sternen und damit der Natur betont wird, die wegen der künstlichen Lichter gar nichts bringt. Vielleicht sind damit leuchtende Straßenlaternen gemeint; vielleicht arbeitet die Person aber auch so viel, dass sie bis spät in die Nacht die Lampen anlassen muss. Bilder aus der Natur ziehen sich dann in der Folge durch die ganze Szene, etwa wenn von einem "Stadtdschungel" geschrieben wird, wobei der Vergleich mit dem Dschungel die Stadt sogar etwas aufzuwerten scheint. Vielleicht versteckt sich darin ein bisschen der Wunsch, die Stadt wäre mehr ein wirklicher Dschungel, als nur so undurchdringbar wie ein Dschungel. Eine spontane Idee wäre auch noch, dass sich die erzählende Person aktuell in Quarantäne befindet und das Leben außerhalb der Wohnung / in der Natur deshalb umso mehr vermisst. Irgendwie finde ich das als Ansatz gar nicht so schön, aber ich glaube, das lässt sich ganz gut in die Geschichte hineininterpretieren, haha.

    Letztlich flüchtet sich die erzählende Person in das einzige Leben, das sie zu umgeben scheint; eine Rose vor dem Fenster. Das ist natürlich schon deshalb interessant, weil eine Rose mit ihren Dornen immer auch eine gewisse Gefahr ausstrahlt und genau das wird im zweiten Teil des Textes dann ja auch zum Thema. Tatsächlich wird es dabei dann auch immer surrealer. Zunächst wird das Schloss "angeschlossen", was so natürlich irgendwie ungewöhnlich klingt; dann sprüht die Rose Duft, obwohl sie doch draußen ist und schließlich erscheint sie gar menschlich. Dabei verliert die erzählende Person die Gefahr der Rose aus den Augen und erstickt schließlich an ihr. Ich mag dieses surreale Bild, das du zum Ende hin zeichnest, finde es aber immer noch schwierig, den zweiten Teil mit dem ersten in Verbindung zu bringen. Beim zweiten Teil gehen meine Überlegungen eher in die Richtung, dass sich die erzählende Person in einer Beziehung verloren hat, die ihr nun eigentlich nur noch schadet. Oh, vielleicht zieht sich sich deshalb immer mehr in die Wohnung zurück! Die Verbindung zum ersten Teil wurde erfolgreich gefunden! Die Person gibt sich dem Partner vollkommen hin und hat quasi niemanden sonst mehr im Blick. Vielleicht könnten die drei Schlösser dann auch das Herz verschließen, zu dem einzig die geliebte Person (alias Rose) noch einen Zugang findet. Dass die geliebte Person in das "Ohr hinein" wächst, könnte darauf anspielen, dass sie der erzählenden Person immer wieder Lügen erzählt und es so erfolgreich verhindert, dass sich die erzählende Person aus der Beziehung befreien kann. Vielleicht waren es auch genau diese Lügen, durch welche der Kontakt zu anderen Menschen überhaupt erst abgebrochen wurde. Die drückende Dominanz der Geliebten wird schließlich auch daran deutlich, dass sie es der erzählenden Person überhaupt erst erlauben muss, Luft einzuatmen. Das Ersticken der erzählenden Person bleibt zwar auf einer allegorischen Ebene; da sie die Geschichte aber selbst erzählt, könnte es vielleicht auch so gedeutet werden, dass sie die Gefahr eben doch erkennt und nun versucht, sich zu befreien!


    Am Ende bin ich mit meiner Interpretation ganz zufrieden, weil sie mir so schlüssig vorkommt; das Gesamtbild finde ich dann aber doch etwas düster. Trotzdem ist das natürlich auch wieder ein gut geschriebener und vor allem faszinierend kryptischer Text von dir, sowas mag ich ja sowieso immer. Also gerne wieder mehr davon! ♥

    Huhu Uff ! ^-^

    Für den Dezember hatte ich dir ja einen Kommentar versprochen; hier kommt er jetzt als kleine Überraschung zu Weihnachten! :)


    Selbstvertrauen (x)

    Generell scheint es in dem Gedicht darum zu gehen, dass sich eine "sie" in einer schwierigen Lebensphase befindet. Interessanterweise ist im ersten Satz noch nicht ganz klar, ob sie das Glück dabei selbstständig verlässt (also in irgendeiner Form Unglück provoziert), oder ob sie von dem Glück verlassen wird. Eindeutiger wird es erst im dritten Satz, da es das Glück ist, welches zurückkehren wird. Persönlich finde ich die Idee ganz spannend, dass sie das Glück im ersten Vers bewusst verlässt und im dritten dann darauf "spekuliert", dass es schon zurückkehren wird. Das wäre auch ein interessanter Bezug zum Titel, den ich mir bis eben noch nicht ganz erklären konnte. Die Person hätte also quasi ein zu großes Selbstvertrauen und handelt ggf. nicht mehr rational, weil sie sich auf ihr Glück verlässt, das schon irgendwann zurückkehren wird. Handelt es sich bei diesem Gedicht thematisch um die Verarbeitung eines Glücksspieltraumas? x) Da du den Hintergrund zu dem Gedicht an anderer Stelle schon erklärt hast, gehe ich auf diese Idee aber mal nicht weiter ein. :D

    Ansonsten finde ich vor allem die formale Gestaltung des Gedichtes sehr interessant. Wir haben hier immer jeweils einen Satz, der sich über zwei Verse erstreckt und immer in zwei Teile gespalten ist; erst links und dann rechts. Das verdeutlicht rein optisch noch einmal ganz schön, wie das Glück mal da und mal wieder weg sein kann. Metrisch sind die zwei Teile des ersten Satzes noch sehr eng verbunden; im zweiten und im dritten Satz ist es dagegen sprunghafter. Evtl. könnte man das mit dem "Langsamen Schrittes" im ersten Vers in Verbindung bringen; sprich zunächst ist trotz des optischen Bruches noch ein wenig Glück da, in den folgenden Versen wird es dann aber weniger.

    Insgesamt wäre in dem Gedicht sicher noch mehr zu erkennen, aber ich möchte ja auch noch auf ein paar andere Werke eingehen. Die Umsetzung des Themas "Die Bewegung" finde ich auf jeden Fall sehr gelungen. Solche Spiele mit der Form mag ich ja sowieso immer. Auf jeden Fall ein schönes Gedicht! :)


    Elfchen (Wahrheit über das Ritual) (x)

    Bei dem Elfchen musste ich inzwischen tatsächlich schon mehrfach schmunzeln, weil ich die Idee als Umsetzung für dieses Thema so simpel, aber halt auch so genial finde. Irgendwie geht es hier ja gar nicht so sehr darum, die Wahrheit über ein Ritual aufzudecken, sondern mehr darum, das Ritual an sich aufzudecken. Wobei die Wahrheit, dass der Kühlschrank leer ist, natürlich auch genannt wird. Spontane Elfchen sind wahrscheinlich einfach die besten Elfchen. Auf jeden Fall witzig, gefällt mir! ^-^


    Hall (x)

    Bei kurzen Gedichten liegt am Ende zwangsläufig deutlich mehr Gewicht auf jedem einzelnen Wort als es bei längeren Gedichten der Fall wäre. Und bei insgesamt nur elf Wörtern scheint es mir nur sinnvoll, tatsächlich Wort für Wort durch das Gedicht zu gehen, wobei ich mit dem Titel abschließen möchte.

    Als erstes Wort wird "Mein" genannt, also etwas sehr persönliches. Ein lyrisches Ich redet über sich selbst und das gleich an allererster Stelle. Es möchte sich vielleicht in irgendeiner Weise in den Fokus rücken; im Zusammenhang mit dem Rest des Gedichten möchte es sich selbst vielleicht auch einfach wieder in die Erinnerung der Menschen einbringen. Mit dem zweiten Wort, nämlich "Wort", wird das noch einmal deutlicher. Es könnte buchstäblich um ein Wort gehen, das vom lyrischen Ich gesprochen wurde, etwa um eine Warnung; es könnte aber auch um die Stimme des Ichs und damit um das gesamte Leben gehen. Im zweiten Vers ("Lange her") wird das Wort näher beschrieben. Im Sinne lässt sich die Beschreibung auf beide meiner Ideen anwenden. Es könnte weiterhin um eine Warnung gehen, die bereits vor langer Zeit ausgesprochen wurde und nun zeichnen sich erste Folgen des Nichtbeachtens ab (Klimawandel?); es könnte aber auch weiterhin um die Stimme des Ichs gehen. Vielleicht ist das Ich bereits gestorben oder aber es lebt allein und ist einsam, sodass niemand mehr die Stimme hört. "Oft gesprochen" im dritten Vers unterstützt eher den Gedanken der Warnung. "Oft" wirkt dabei dann fast etwas resignierend. Obwohl die Warnung oft gesprochen wurde, wurde sie nicht gehört. In der zweiten Lesart könnte man es auch positiv umdeuten: als das Ich noch gelebt hat, hat es viel gesprochen; es hatte also durchaus ein erfülltes Leben. Schließlich folgt der vierte Vers, der mit seinen vier Wörtern auch mit Abstand am längsten ist. Zunächst steht das Vergessen im Vordergrund. Ein Du wird angesprochen, welches die Warnung oder die Stimme nicht vergessen soll. An letzter Stelle kommt dann das "auch", welches das Gedicht abschließt. Das hat irgendwie eine bedrückende Wirkung, weil es impliziert, dass viele andere das Wort bereits vergessen haben. So nach dem Motto "Du bist mir besonders wichtig, vergiss du mich nicht auch noch", unabhängig davon, ob es sich nun um eine Warnung oder um die gesamte Erinnerung an jemanden handelt. Vielleicht sind die anderen Personen, die sich erinnert haben, auch bereits verstorben, sodass das Gedicht auf die allgemeine Vergänglichkeit der Erinnerung an jemanden anspielt.

    Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich es nicht noch ein wenig eleganter gefunden hätte, das "nicht" und das "auch" jeweils in einen eigenen Vers zu setzen, um dieses leise Vergessen, das Nachhallen noch besser darzustellen. Tatsächlich finde ich aber, dass das Gedicht ansonsten sehr gut zu dem gewählten Titel passt. Durch das "Mein" gleich am Anfang und das implizite "Du" am Ende hat das Gedicht etwas sehr persönliches, weshalb es mir sehr gut gefällt! :)


    Liebe (x)

    Hier scheint es um Online-Dating zu gehen, wobei insbesondere der vorletzte Vers ("dann traf's ihn schwer:") einen humorvollen Umgang damit andeutet. Wird in der ersten Strophe noch die große Suche nach der Liebe angedeutet (man beachte einen so starken Ausdruck wie sich sehnen), scheitert das Ganze in der zweiten Strophe dann an einem leeren Akku; es war dem Suchenden dann also wohl doch nicht so wichtig. Interessant finde ich den Perspektivwechsel. In der ersten Strophe wirkt alles noch sehr viel intimer, was durch die Wahl der ersten Person unterstützt wird; die zweite Strophe, in welcher die dritte Person gewählt wurde, wirkt dagegen sehr viel distanzierter. Das Ich wendet sich mit dem leeren Akku quasi auch sprachlich von der großen Suche nach Liebe ab. Spontan kam mir eben übrigens noch die Idee, dass ein Fragezeichen hinter dem Wort "Liebe" den Titel näher mit dem Gedicht verbunden hätte; zumindest bei meiner Interpretation. Ist es wirklich die Suche nach der großen Liebe, wenn es am Akku scheitert? Plus, durch das Fragezeichen würde es auch ein bisschen offener sein, wonach sich das Ich in der ersten Strophe überhaupt sehnt. Aber das kommt natürlich immer darauf an, was man eigentlich aussagen möchte; ich fand die Idee eben nur interessant, ein Fragezeichen hinzuzufügen. ^^' Ansonsten gefällt mir das Gedicht aber auch!


    Sharing a moment (x)

    Erstmal erkenne ich langsam einen Trend, dass du gerne englische Titel verwendest, um dich von bestimmten Phänomenen oder Vorstellungen der Gegenwart abzugrenzen. Das finde ich ganz interessant, weil das Englische oft ja doch gerne als besonders modern empfunden wird. Als gezielter Einsatz von Fremdsprachen gefällt mir das ganz gut! :)

    Ansonsten mag ich die parallele Struktur in diesem Gedicht, wobei sich Leah im letzten Vers dann von der Menge abhebt, indem sie eben nicht mittanzt. Nach meiner Erfahrung müsste es inzwischen für viele Konzerte fast schon anders herum aussehen; alle filmen und Leah fällt durch ihr Tanzen auf. Aber allein durch die Thematik hat mich das Gedicht auf jeden Fall angesprochen!


    Taubstumme Hörensagen (x)

    Dieses Gedicht finde ich tatsächlich auch sehr gelungen! Rein sprachlich ist es bislang vielleicht sogar mein Lieblingsgedicht in deiner Sammlung. Geht es anfangs noch sehr konkret um einen Blinden, der sich ja zwangsläufig ein Bild von seinen Mitmenschen machen muss, scheint es am Ende eher generell um die Vorstellungen anderer Menschen über einen selbst zu gehen. Insbesondere der Ausdruck "Kleid aus Lügen" und die Verbindung mit dem letzten Vers ("verliert er es, dann ist er nackt") gefällt mir dabei besonders gut. Interessant ist dabei auch, dass die Menschen scheinbar nicht einmal darüber nachdenken, ein Kleid zu tragen, das nicht kratzt; sprich sich nicht komplett von Lügen zu umgeben, ohne dabei komplett offen zu sein. Vielleicht ist das aber auch gar nicht möglich, wenn man da an kleine Notlügen oder an Lügen aus Gründen der Höflichkeit denkt. Auch kratzende Kleidung hat letztlich ja den Vorteil, dass sie einen gegen Kälte schützt und nicht nur gegen die Scham. Insofern schützen Höflichkeitslügen vielleicht auch vor einem kompletten Zusammenbruch der Gesellschaft, wer weiß. Wie gesagt, dieses Gedicht hat mir sehr gut gefallen, darüber könnte ich wahrscheinlich auch noch ewig nachdenken, haha! :)


    Preis (x)

    Mein erster Gedanke: Der Adoneus am Ende rundet diese kleine Impression wunderschön klagend ab. Und viel mehr kann ich dazu tatsächlich nicht sagen. Es ist einfach ein malerisches, kurzes Gedicht, das mir sprachlich auch sehr, sehr gut gefällt!


    An dieser Stelle höre ich jetzt erst einmal auf. Ich habe definitiv noch ein paar andere Werke, zu denen ich etwas sagen könnte, aber die kann ich ja auch in einem späteren Kommentar noch mit abhaken. Ich finde es auf jeden Fall toll, dass du dich auch an die Liste herangewagt hast und sie sogar bis zum Ende durchgezogen hast! Hier sind auch so viele verschiedene Themen und Formen zusammengekommen, das ist einfach immer wieder faszinierend, genau wie auch bei den Umsetzungen der anderen. Mach auf jeden Fall weiter damit! :)

    Ach ja, und Frohe Weihnachten und so.

    Thema: -


    -

    stille durchdringt den raum.

    kein ton ist zu hören, kein

    mucks zu vernehmen; ein

    einsames flüstern, denn kaum

    etwas fesselt mich mehr als das

    nichts.



    Hintergrund:

    Ein kleines, spontanes Update, um auf die beiden Kommentare zu antworten. Weiteres Feedback nehme ich gerne an. An dieser Stelle auch der kleine Hinweis, dass ich meine Empfehlungen im Startpost vor ein paar Tagen auf einen aktuellen Stand gebracht habe. Vielleicht entdeckt dadurch ja jemand auch nochmal das eine oder andere ältere Werk für sich. :)


    Rekommis:

    Es darf gerne in dem Topic hier Feedback gegeben werden, ob vielleicht das Thema oder die Form nicht ansprechend waren und warum

    Persönlich würde ich mir eher nochmal einen FFxFF-Collab mit anderem Thema (bei dem auch beide Parts schreiben können) wünschen, als in einem anderen Rahmen Wörter auszutauschen. Der Witz hinter dem Thema hat sich mir leider gar nicht erschlossen, während FFxFF-Collabs sonst eigentlich immer kleine Highlights sind. ^^'

    Thema: Hauspflanze & Flacher Mond


    Elfchen

    Palme

    Mein Wohnzimmer

    Ist ein Strand

    Zerbrochen ist der alte

    Topf


    Menot-II

    „Die Berechnungen scheinen zu stimmen! Die flache Scheibe mit dem Namen Menot-II ist am frühen Morgen gegen 5:20 Uhr in die Erdumlaufbahn eingetreten und stellt somit keine akute Gefahr mehr dar.“

    Luna blickte skeptisch zum Radio, atmete schwer.

    „Dann ist das ja gerade nochmal gut ausgegangen! Wir reden gleich weiter über den neuen Mond, doch erst einmal gibt es die beste Musik am Morgen von unserem Morgen-DJ …“ – Lino stellte das Radio aus und ging ein paar Schritte in Richtung Fenster.

    Für einen kurzen Moment klebte Lunas Blick weiter am nunmehr stummen Radio, dann sank er langsam gen Boden.

    „Was denkst du?“, fragte Lino.

    Sie schüttelte verlegen den Kopf.

    Er nickte.

    Eine drückende Stille lag im Raum. Gefühlt vergingen Stunden, doch waren es bloß wenige Sekunden.

    Irgendwann hob Lino seinen Arm und deutete auf einen schimmernden Punkt am Himmel. „Er glitzert ein wenig, findest du nicht?“ Ehe Luna auch nur ein Wort sagen konnte, fuhr er fort: „Und rötlicher ist er auch!“

    Gedankenverloren hob sie ihren Kopf und sah zum Fenster. Für einen Moment schien es, als hätte sich das Schimmern der Scheibe in Lunas trüben Augen gespiegelt. Sie war wie gefesselt von dem Anblick des neuen Mondes.

    „Ja“, sagte sie schließlich mit einem leichten Lächeln, „er glitzert wirklich ein bisschen.“



    Hintergrund:

    Die Hauspflanze habe ich heute noch einmal sehr spontan umgesetzt, damit fehlt mir für diesen Monat tatsächlich nur die Mars-Versteigerung. Ich denke, damit kann ich im Großen und Ganzen zufrieden sein. Abschließen wollte ich gerne noch einmal mit einer "Luna und Lino"-Geschichte. Ein paar generelle Worte zum Monatsabschluss habe ich an dieser Stelle schon geschrieben. Hier trotzdem noch einmal: Ich habe mich wirklich gefreut, dass dieses Mal so viele bei der Liste mitgemacht haben! ^-^

    Für den Dezember habe ich mit dem Mars und der Überarbeitung der Sprachpolizei ja noch zwei kleinere Aufgaben, ansonsten werde ich mal gucken, dass ich möglichst viel kommentiere. Für den Januar kommen keine neuen Listen mehr; dafür möchte ich dann endlich den lange angekündigten Lyrik-Blog in Angriff nehmen. Was ich aus diesem Topic dann mache, habe ich noch nicht ganz entschieden. Das aber nur schon mal als kurzen Ausblick, falls das jemanden interessieren sollte. ^^'

    Wie immer freue ich mich auch weiterhin über Feedback zu allen Werken (also auch zu denen aus dem Januar, falls die nochmal jemand lesen sollte).


    Rekommis: -


    (Finaler NaPoWriMo-Counter: 2.785)

    Leider hatte ich im November nicht allzu viel Zeit, deswegen gibt es auch von mir erst heute ein Update, bzw. eher ein kleines Fazit. Von meiner Liste habe ich Stand jetzt 27/30 Themen umgesetzt; insgesamt stehe ich bei 2.560 Wörtern. Zwei Themen werde ich voraussichtlich heute noch abhaken und eines habe ich auf den Dezember verschoben. Mein Ziel von 5.000 Wörtern werde ich so zwar nicht mehr erreichen, insgesamt bin ich aber ganz zufrieden.

    Für alle, die mein Projekt nicht weiter verfolgt haben, füge ich unten eine kleine Auswahl der entstandenen Gedichte hinzu. Vielleicht interessiert es ja jemanden. Alle entstandenen Werke kann man ansonsten auch ab hier nachlesen. ^-^

    Dass sich generell so viele Leute an meiner Liste versuchen würden, hätte ich übrigens auch niemals für möglich gehalten! Die Geschichte von Shiralya haben die meisten hier ja wahrscheinlich im Blick gehabt (Wer noch nicht damit angefangen hat, sollte das direkt mal ändern!), ansonsten möchte ich aber auch noch auf Umsetzungen von Mandelev (ab hier), von Uff (ab hier), von Thrawn (hier) und von Musicmelon (hier) verweisen. Ein bisschen Feedback habe ich den meisten von euch im Laufe des Monats ja schon privat gegeben, aber den Dezember möchte ich trotzdem noch nutzen, um euch ausführliche Kommentare zu schreiben. ^-^


    Und abschließend, ja... Ich finde es wieder einmal bemerkenswert, was hier im Laufe des Monats so zusammengekommen ist. 100.000 Wörter, hu. Das schaffe ich wahrscheinlich im ganzen Jahr nicht. ^^' Aber auch die kleineren Fortschritte sind toll. Insofern auch von mir Glückwunsch an alle! Erholt euch gut und so. x)


    Thema: Unglaublich schwach


    die sterbende lampe.

    nicht mehr als ein leises flimmern

    erleuchtet das gleis auf dem ich

    einen träumenden vogel beobachte.

    ich lausche dem rattern einer

    anzeigetafel deren plakate sich

    niemals treffen. in drei stunden

    kommt der nächste zug, doch ist

    es nicht meiner.



    Hintergrund:

    Mir gefiel das Bild eines schwachen Lichtes heute ganz gut und den Bahnhof verwende ich sowieso immer gerne als Rahmen in einem Gedicht. Wie gestern bin ich auch heute so vorgegangen, dass ich vor dem Schreiben ein paar zufällige Gedichte angelesen habe. Und tatsächlich scheint das sehr gut zu funktionieren, denn mit den beiden Gedichten gestern und heute bin ich doch ganz zufrieden. Über Feedback freue ich mich natürlich. :)


    Rekommis: -


    (NaPoWriMo-Counter: 2.560)

    « ich höre Stimmen

    dann nichts

    als das Zirpen der Vögel vor der Nacht »

    Auszug aus Hélène Monettes « Je suis une étoile de mer », aus dem Französischen übersetzt von Odile Kennel [Link]


    Thema: Letzte Sympathien


    Stille

    es ist dunkel

    und langsam fällt der Schnee

    sie schauen sich in die Augen

    und sie realisieren

    es ist die Zeit,

    welche die letzten Sympathien

    für die beiden

    verloren

    hat


    (NaPoWriMo-Counter: 2.518)

    Thema: Der Kontrolle entgehen


    Apostroph

    Panik zieht durch die

    Sprachgemeinschaft’ das Komma

    ist abgehoben.



    Hintergrund:

    Und schon wieder habe ich ein Thema übersprungen, oh je. Dafür zähle ich heute ganz dreist den ausführlichen Rekommi zu meiner Wortzahl dazu.


    Rekommi:

    _______________

    (NaPoWriMo-Counter: 2.487)

    Thema: Sprachpanik


    Sprachpolizei.

    Meine lieben – ja, was sag ich denn nun?

    Mitmenschen und Mitmenscheninnen?

    (Der Redner lächelt verächtlich;

    ein Teenager stimmt zu:

    Vallah! So spricht doch keiner!)

    Der Sprache Zukunft scheint gewiss

    von Dunkelheit umgeben zu sein,

    doch leuchtet uns am fernen Horizont

    ein Stern den Weg zum Kind

    der alten Sprache.

    (Gelächter schallt durch

    das Foyer.)

    die Lobby.)

    Will die Sprachpolizei unsere Sprache verändern,

    so werden wir dies gesetzlich verhindern!

    Bis sie schweigen.



    Hintergrund:

    Die Grundidee ist entstanden, nachdem ich heute einige Kommentare unter einem Artikel zum Sprachwandel des Deutschen gelesen und danach eine Stunde lang wütend durch die Gegend geschrien habe. Tatsächlich fand ich es relativ schwierig, die fahrige Argumentation mitsamt der Doppelmoral so darzustellen, dass man meine Distanzierung davon noch erkennen kann, das ganze Gedicht gleichzeitig aber auch nicht zu plump erscheint. Zudem will ich eigentlich ja auch immer in einem gewissen lyrischen Rahmen bleiben. Aus meiner Sicht ist mir das hier nicht sonderlich gut gelungen, als ersten Ansatz kann ich aber damit leben. Andere Meinungen zu dem Gedicht würden mich auf jeden Fall interessieren!

    Oh, und gestern kam ich leider nicht mehr zum Schreiben. Das Thema hatte mich vorher aber schon länger angelächelt, also schiebe ich es erst einmal auf. Vielleicht ist das auch gar nicht so verkehrt, wenn ich die Umsetzung dafür nicht unter Zeitdruck angehe. ^^'



    Rekommis: -


    (NaPoWriMo-Counter: 1.694)

    Thema: Architektur aus Resignation


    Bahnhof ab Januar in Betrieb!


    Dorfdorf - Im kommenden Jahr soll alles anders werden! Nachdem vor vier Jahren der neue Dorfdörfer Bahnhof fertiggestellt wurde, war die Freude groß. Endlich war die von zwei Familien bewohnte Bergmetropole mit der Außenwelt verbunden. Doch schnell wich die anfängliche Euphorie einem großem Entsetzen. Weil man vergessen hatte, den Bahnhof mittels Gleisen an das Verkehrsnetz anzuschließen, kam bis heute kein einziger Zug am neuen Verkehrsknotenpunkt an.


    Vor zwei Monaten kam dem amtierenden Bürgermeister, Schaf Wölkchen, daher eine interessante Idee. In einer überregionalen Zeitungsannonce ließ er nach Ansätzen fahnden, um das dauerhafte Problem im kommenden Jahr anzugehen. Aus den drei Einsendungen wurde in einem aufwendigen Prozedere schließlich der siegreiche Vorschlag ausgewählt. Dieser wurde am Montagmorgen auf einer eigens dafür einberufenen Pressekonferenz bekanntgegeben.


    „Määääh. Määäääh!“, verkündete der sichtlich stolze Bürgermeister. Der neue Plan sieht demnach vor, dass ab Januar übergangsweise die jüngste Person Dorfdorfs zweimal täglich mit einem Spielzeugzug zum Bahnhof laufen soll. Langfristig werde hingegen angestrebt, eigens einen Zug zu bauen und diesen als Zierde am Bahnhof aufzustellen. Die Idee gehe auf einen eingesendeten Vorschlag D. Bahnmanns zurück, welcher sich auf Nachfrage nicht zu seinem Sieg äußern wollte.


    Frau Jung, mit 54 Jahren die jüngste Bewohnerin Dorfdorfs, zeigte sich von der angestrebten Lösung unterdessen nicht begeistert. „Ich besitze doch gar keine Spielzeugzüge! Aber gut, was will man machen.“



    Hintergrund:

    Scheinbar habe ich mich beim Schreibcafé an diese Form gewöhnt, hu. Das war auf jeden Fall meine erste Eingebung zu dem Thema, und da ich von meinem Wörterziel für den November ohnehin noch sehr weit entfernt bin, dachte ich mir, dass ich damit vielleicht mal etwas aufholen könnte. ^^'


    Rekommis: -


    (NaPoWriMo-Counter: 1.621)

    Thema: Schüchterner Lumpen


    Sprich.

    Schüchtern liegen noch die schlafenden Worte

    von nichts als Staub bedeckt in deinem

    entblößten Mund.

    Leise flüsterst du sie mir zu.



    Hintergrund:

    Heute habe ich endlich mal wieder etwas mehr Zeit in die Form investiert und auf Anhieb bin ich auch wieder sehr viel zufriedener mit dem Resultat! Das Gedicht ist übrigens auch mal wieder ein schönes Beispiel, wie sich das eigentliche Motiv beim Schreiben immer wieder verändert. Der Lumpen ist in diesem Prozess leider ein bisschen verloren gegangen, bzw. ist er nur noch indirekt im Gedicht. ^^'

    Über Feedback zu dem Gedicht oder auch zu älteren Werken würde ich mich freuen. ^-^


    Rekommis: -


    (NaPoWriMo-Counter: 1.399)

    Thema: Muschel auf Berg


    die veränderung.

    meine erinnerung

    liegt versteinert im gebirge; wurde

    langsam dorthin verschoben

    wie eine muschel

    aus dem meer.



    Hintergrund:

    Gefühlt werden meine Umsetzungen mit jedem Tag nichtssagender, hu. Ich glaube, ich bin inzwischen einfach froh, wenn ich mit der Liste durch bin; das ist jetzt ja auch schon meine vierte in diesem Jahr. Mit dem Gedicht bin ich ansonsten aber ganz zufrieden. Viele Gedanken stecken trotzdem nicht dahinter. ^^'


    Rekommis: -


    (NaPoWriMo-Counter: 1.377)

    Thema: Toast-Flut


    Der Toaster.

    Rösten zwei Spalten

    am Meeresgrund das Wasser,

    entspringen Inseln.



    Hintergrund:

    Vor ein paar Tagen hatte ich das Thema noch halbwegs unsicher angestarrt und befürchtet, dass es ähnlich wie bei der Tür aus Reis enden könnte. Tatsächlich bin ich über ein Elfchen aber relativ schnell zu der Idee für dieses Haiku gekommen, mit dem ich jetzt auch einigermaßen zufrieden bin. Nur einigermaßen, weil ich im letzten Vers gerne "entspringt eine Insel" gesehen hätte, nur dafür aber nicht mit der Form brechen wollte. Über Gedanken zu dem Haiku würde ich mich freuen. :)


    Rekommis: -


    (NaPoWriMo-Counter: 1.359)