» Eternal «

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    Quelle
    »Die Ewigkeit dauert lange, besonders gegen Ende.« (Woody Allen)


    [tabmenu][tab=Vorwort]

    Herzlich Willkommen zu meiner 3. hier im BisaBoard veröffentlichten Fanfiction. Anders als in den anderen beiden wird es sich in dieser Story um die Handlung der Spiele der Pokémon Mystery Dungeon-Reihe drehen. Dabei werde ich nicht explizit auf eines der Spiele eingehen, sondern sowohl von den älteren, als auch von den neueren bestimmte Teile einbringen sowie natürlich auch selbsterfundene Szenen.
    Die Idee bzw. die Handlung der Fanfiction spukt mir schon länger im Kopf herum, genauer gesagt seit einigen Jahren. Schon immer fand ich den Inhalt der Spiele spannend und sogar rührend, so, dass ich die Handlung gerne mit einigen Worten beschrieben hätte. Vor ein paar Wochen habe ich mich nun tatsächlich dazu überwunden, mit dem Prolog einen Anfang zu machen. In besagten Jahren des Nichtstun hatte ich außerdem genügend Zeit dazu, einige Ideen für eine gelungene Fanfiction zu sammeln. Auch habe ich versucht, diesmal mehr "Liebe" in die Texte zu stecken, so, dass der gerade mal 500 Wörter lange Prolog alleine zwei Wochen gedauert hat.
    Wichtig zu erwähnen wäre außerdem die Tatsache, dass ich hier abermals aus der 'Ich-Perspektive' schreiben werde. Wer Mystery Dungeon kennt, weiß, dass dies eines der wenigen Spiele ist, in denen man über Bestimmtes frei verfügen kann bzw. mehrere Antwortmöglichkeiten auf Fragen besitzt. Darum war ich der Meinung, dass in einer Fanfiction, in der es um Mystery Dungeon geht, die Hauptperson der Story einfach das "Ich" ist.


    Weiter möchte ich noch sagen, dass ich nicht vorhabe, wegen einer neu begonnenen Fanfiction die anderen beiden zu vernachlässigen. Klarerweise werde ich für neue Kapitel immer länger brauchen, da ich parallel an zwei anderen Texten schreiben muss, dennoch habe ich vor, sogar meiner ältesten FF bald wieder ein 'Update' zu gönnen.


    Mehr gibt es hier eigentlich nicht zu sagen.
    In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen! :)

    [tab=Genre]

    Pokémon I Mystery Dungeon I Reise I Drama


    [tab=Warnungen!]


    Es wäre sinnlos, hier eine Altersbeschränkung festzusetzen, da sowieso jeder die Fanfiction liest, solange er will.
    Trotzdem möchte ich darauf aufmerksam machen, dass Kämpfe und damit auch (schwere) Verletzungen bzw. Blut und Wunden vorkommen können. Natürlich werde ich dies alles nicht zu ausführlich beschreiben, so, dass ich persönlich kein Problem darin sehe, die Fanfiction auch als jüngerer User zu lesen. Auch, wenn Besagtes nur eher selten vorkommen wird, da die Fiction keinesfalls in Richtung 'Horror' gehen soll, muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er die Story liest oder nicht.
    Meine persönliche Empfehlung wäre hierbei:


    [tab=Charaktere]


    Es wird hier im Startpost keine ausführlichen Charakterbeschreibungen geben. Ich bin der Meinung, dass man die Charaktere am besten im Laufe der Story kennenlernt, weshalb ich generell kein Fan von Steckbriefen der Vorkommenden bin.


    [tab=Klappentext]


    Ein Mensch. Ein Pokémon.
    Ein Mensch, der eine Fähigkeit hatte, die wahrlich etwas besonderes war;
    Ein Mensch, der seinem Leben den einzigen Sinn gegeben hatte, die Welt zusammen mit seinem Partner vor dem drohenden Unheil zu retten.
    Ein Mensch, von dem Leben und Tod der gesamten Welt abhängt - der jedoch all seine Erinnerungen verlor.
    Ein Mensch, der zu einem Pokémon wurde.


    [tab=Copyright]
    Die Geschichte stammt von mir und darf ohne meine Erlaubnis von niemandem verwendet werden.
    Die in der FF vorkommenden Pokémon stammen natürlich von Nintendo bzw. Game Freak.


    [tab=Danksagung]


    Ich möchte mich ganz herzlich bei den Kommentatoren der anderen FFs, Cassia, Caroit und Saki bedanken, die mir zahlreiche Tipps gegeben haben, welche mir wirklich weitergeholfen haben.
    Außerdem bedanke ich mich bei Chessi, der als "Betaleser" für den Prolog eingesprungen ist, sowie nochmals bei Cassia aufgrund ihrer "Dienste" als meine Betaleserin.
    Natürlich bedanke ich mich auch bei allen Lesern meiner Fanfictions inklusive dieser hier.


    Danke! :)


    [tab=Kapitelübersicht]


    Prolog: Gewitterstürme
    I: Nur der Anfang
    II: Drachenklauen
    III: Trügender Schein
    IV: Von edelsteinzählenden Pokémon
    V: Das Osterei


    [tab=Benachrichtigungsliste]
    BlueYoshi
    Buxi (per GB)
    Cassia
    Chessi
    Kekskrümel
    Rexilius (per PN)


    [/tabmenu]


    ~LG

  • »» P R O L O G: G E W I T T E R S T Ü R M E ««



    Ich hörte nichts. Nichts, bis auf ein lautes Dröhnen in meinen Ohren, welches klang, als wäre eine Sintflut über eine Stadt hereingebrochen, die nun jedes Gebäude, jeden Baum, jede Parkbank mit ungeheurer Kraft mit sich reißen würde. Ein Geräusch, als würden meterhohe Wellen auf ein Meer einschlagen. Sekunde für Sekunde.
    Ich sah nichts. Meine Augen fühlten sich schwer an, als hätte ich keine Muskeln, um die Augenlider zu bewegen. Sie brannten, taten höllisch weh; ein Schmerz, bei dem man meinen könnte, eine Flamme hätte die Augen gestreift. Einen solchen Schmerz hatte ich noch nie verspürt. Ich wusste noch nicht einmal, dass es diese Art von Schmerzen gab. Diese sonderbare Art. Es fühlte sich nicht wie eine einfache Verletzung an. Nein.
    Obwohl mein Gesicht unregelmäßig von kühlem Wasser überzogen wurde, konnte ich vor Schmerzen keinen klaren Gedanken fassen. Doch dies schien auch andere Gründe zu haben.
    Ich wollte die Zähne zusammenbeißen; wie damals, als ich zusammen mit meiner Mutter eine Ärztin besuchen musste. Das geradezu unvorstellbare Gefühl, die ich dort aufgrund meiner schweren Krankheit erleiden musste, ließen mir kaum eine andere Wahl, als beide Kiefer fest aufeinander zu pressen, um den unerträglichen Schmerz zu lindern. Doch nun konnte ich dies nicht.
    Der Gedanke, dass ich es nicht konnte, wurde fast verdrängt von der Frage, warum.
    „Warum?“ - das Wort, welches mir immer und immer wieder in einer Endlosschleife durch den Kopf schoss. Und dabei machte ich mir nicht die Mühe, eine Antwort zu finden.
    Ich konnte meine Arme nicht spüren. Nur wahrnehmen, wie sie – genau wie meine Beine – locker in der kühlen oder gar kalten Luft schwebten. Doch war es wirklich Luft? Konnte Luft so ein grauenvolles Gefühl vermitteln? Nein.
    Meine Haut war bereits völlig durchnässt, doch das Wasser, in dem ich zu schwimmen schien, peitschte erbarmungslos weiter auf mich ein. Ich bekam das Spektakel bei vollem Bewusstsein mit – und doch war ich nicht fähig, klar zu denken. In meinem Kopf herrschte Leere, bis auf dieses eine Wort, diese eine Frage.
    „Warum?“
    Unbewusst nahm ich wahr, wie Windstöße meine Haare durch die Luft bliesen. Und wie eine leise, kaum wahrnehmbare, und doch so verzweifelt klingende Stimme mit mir zu reden schien. Ich achtete nicht darauf. Ich konnte und wollte nicht auf meine Umgebung achten; spürte nur Schmerzen und die Nässe des Wassers. Langsam stieg Kälte in mir hoch. Beginnend an den Zehenspitzen, breitete sie sich immer mehr aus und brachte schlussendlich meine Zähne zum Klappern – dieses Gefühl hatte ich jedenfalls.
    Niemals hätte ich mir gedacht, dass ein Lebewesen dazu fähig ist, ein solch verwirrendes Chaos im eigenen Körper zu spüren. Ich fühlte mich elend, geradezu gedemütigt, wie sich das tobende Meer und der Gewittersturm einen Spaß aus mir zu machen schienen. Wie ein überhebliches Lachen klang das Rauschen der Wellen in meinen Ohren.
    Doch dann, nur wenige Sekunden später verstummte die noch immer auf mich einredende Stimme und ich spürte, wie meine Füße einen weichen, sandigen Boden erreichten, als ich auch schon komplett das Bewusstsein verlor.


    Nässe. Kälte. Die einzigen Gefühle, die ich trotz der Bewusstlosigkeit zu spüren schien.

  • Na Prinzesschen? :3
    Den Header den du dir da ausgesucht hast hatte ich mal eine Zeit lang als Bisaboard-Avatar, lol. Na ja, jedenfalls hab ich dir ja gesagt, dass ich dir einen Kommentar hinterlasse, und das mache ich auch. :) Ich hoffe, ich kann dir nochmal etwas helfen, wobei das Gröbste ja eh schon erledigt ist. :D


    Eternal heißt also deine Fanfiction. Vom Titel hattest du mir ja noch nichts erzählt, vielleicht weil er noch nicht feststand, oder einfach so. Jedenfalls musste ich erstmal nachschauen, was das Wort überhaupt bedeutet, allerdings spricht dass nicht gegen deinen Titel, sondern nur für meine amateurhaften Englischkenntnisse. :( Laut Übersetzer bedeutet das Wort so viel wie „ewig“ oder auch „zeitlos“. Im Anbetracht des Mystery-Dungeon-Genres (und dem Reptain-Header) tippe ich mal ganz einfach auf zeitlos, was einfach besser passen würde. Ist jedenfalls ein schöner Titel, allerdings fragt es sich, ob man den jetzt unbedingt ins Englische setzten muss. Klar, wenn es dir so gefällt ist das okay, aber ich finde, dass auch deutsche Ein-Wort-Titel ihren Charme haben. Jedenfalls denke ich mal, dass der Titel ganz gut zur Geschichte passen wird, und allgemein gefällt er mir gut, vom Klang und hin und her. Also, gute Wahl. (Das Zitat ist übrigens auch klasse, gefällt mir richtig gut!)
    Gut, im Anbetracht des Vorworts kann man recht schnell feststellen wie zu dieser Geschichte und allgemein zu deiner Schreiber-„Karriere“ stehst (bzw deinem Werdegang), vielleicht hättest du genauere Details dazu in einem einzelnen Punkt beschreiben können, welchen du dann zum Beispiel Inspriation/Motivation nennen könntest, oder wie auch immer. Das wäre zumindest eine andere Möglichkeit, so ist es aber auch okay. Die Genres sind ja recht viel versprechend, ich mag Dramen, bin mal gespannt, wie das Ganze auch mit einer Reise zu tun hat. Die Warnung ist ganz gut, aber etwas undeutlich formuliert, finde ich. Ich denke, dass es immer gut ist, wenn man mit der Warnung einfach mit knappen Sätzen auf den Punkt sagt, was passieren kann/wird und sich nicht irgendwie drum herum redet. Damit will ich sagen: Vielleicht könntest du noch etwas expliziter werden und nicht so drum herum reden. (Und vielleicht doch eine Altersfreigabe empfehlen, nicht gleich festlegen)
    Dass du keine Charaktere beschreibst finde ich gut, ich mag das nicht so. Ich persönlich finde es ja immer ganz cool, wenn man die Charaktere aus dem Text heraus kennenlernt und nicht immer gleich zu Beginn der Fanfiction aus einer kleinen Beschreibung heraus; so kommt man ihnen doch auch gleich näher. Der Meinung scheinst du ja auch zu sein, finde ich gut. :>
    Nun zum Klappentext, den finde ich nämlich wirklich interessant. Warum? Einerseits, weil er wirklich interessant geschrieben ist, aber auch, weil du… na ja, eigentlich schon die ganze „Vorgeschichte“ in ihm verrätst und man deshalb als Leser sofort Bescheid weiß, was passiert ist und nicht (in etwa) was passieren wird – was ja normalerweise ein Klappentext so macht. Wie du es von Auf Scherben einer heilen Welt wohl kennst finde ich solche komischen Klappentexte, die eben nicht sofort alles verraten ziemlich cool, aber ich finde, dass deiner auch viel verrät, nur eben in eine andere Richtung. Die Frage ist nur, ob du dir damit nicht eine ordentliche Ecke Spannung wegnimmst. Ich weiß ja nicht, in welche Richtung das alles noch geht, aber an deiner Stelle würde ich nochmal überlegen, ob du hier die ein oder andere Formulierung nicht etwas abschwächst, damit man als Leser nicht so viel über die Vergangenheit des Charakters weiß. Wie gesagt finde ich ihn an schreibtechnisch ziemlich klasse, da du einfach … spannend geschrieben hast. Diese leicht zerstückelten Sätze, das ist ein schönes Stilmittel, welches du hier gut angewandt hast.
    Im Copyright vielleicht noch erwähnen, dass du die Pokémon nicht erfunden hast. Ansonsten danke für die Danksagung, haha. *: Sonst ist auch alles vorhanden in Richtung Kapitelliste und Benachrichtigungsliste (auf die du mich übrigens jetzt mal sofort draufsetzt!) von daher kann ich nur sagen: Super Startpost, gefällt mir!


    Prolog
    Mit dem hatte ich ja bereits das Vergnügen, wobei ich da ja eher auf Formulierungen und Rechtschreibungen eingegangen bin, weshalb sich dieser Kommentar jetzt auch größtenteils auf den Inhalt unso beziehen. Also, der Titel des Ganzen ist Gewitterstürme... und irgendwie verwirrt mich das, jetzt wo ich das Vorwort gelesen habe. Und zwar, weil du im Vorwort schreibst, dass dein Hauptcharakter auf eine Wiese aufwacht und das passt ja eher zu PMD1. Aber der Gewittersturm ist ja eigentlich so eher der Anfang von PMD2 und dass das so vermischt ist (?) das verwirrt mich. Vielleicht ist es ja auch Absicht, du hast ja geschrieben dass du die beiden Spiele etwas einbringst, aber wer weiß. An sich finde ich den Titel aber ganz gut, er hat einen schönen Klang und bleibt einem irgendwie im Gedächtnis. Und wenn man nur den Prolog an sich betrachtet passt er ja auch hervorragend, weshalb ich eigentlich meine Klappe halten und nicht so meckern sollte… Vielleicht denke ich auch einfach zu viel (voraus), haha. Jedenfalls ist das ein schöner Titel, schön, dass du auch den Prolog betitelst (macht ja nicht jeder) Hast du gut ausgesucht.
    Zunächst mal werden einige Sinnensorgane beschrieben, beziehungsweise die Tatsache, dass sie nicht richtig funktionieren; das ist im Grunde mehr oder weniger ziemlich typisch, aber doch auch ganz gut, finde ich. Ich glaube sogar, dass ich selbst schon mal etwas in der Richtung geschrieben habe; das ist etwas, das man sehr intensiv beschreiben kann, beziehungsweise sollte. Ich finde auch, dass dir das ganz gut gelungen ist, ließ sich gut lesen und allgemein bist du recht ausführlich gewesen, denke ich. Die Gedanken haben hier zwar ganz klar die Gefühle übermannt, aber ich glaube das ist auch ganz richtig so an dieser Stelle, den trotzt der Tatsache, dass man zugegebener Maßen wirklich immer etwas fühlt – normalerweise zumindest – würden Gedanken glaube ich in einer solchen Situation wie der beschriebenen hier deutlich überwiegen, von daher ist das schon gut so. Ich bin anbei mal gespannt, ob du mit dem Schmerz, den du beschreibst als es um das „Nichts-Sehen“ geht, etwas meinst, was später noch eine Rolle spielen wird, denn so hört es sich an.
    Daraufhin beschreibst du wieder das Wasser, dass den Charakter immer mal wieder streift, hört sich verdammt nach leichtem Wellengang am Strand an… Warum dann die Erwähnung der Wiesen im Startpost? Das passt irgendwie nicht zusammen, seltsam… Vielleicht werden hier auch zwei verschiedene Sichten aufgefasst, oder sowas? Who knows.
    Die Frage „Warum?“ ist eine sehr interessante Frage. Weiß der Charakter was geschehen ist, und fragt er sich deshalb warum ihm sowas passiert? Oder liegt es eher daran, dass er sich allgemein fragt, wieso im sowas passiert, dass er kaum noch etwas spürt, usw. Was du eben beschreibst. Ist jedenfalls eine interessante Stelle, wenn auch eher unscheinbar.
    Windstöße durch’s Haar? Also entweder ist der Charakter noch ein Mensch, oder ‚er‘ ist ein Pokémon mit Haaren. (Oh man, sag jetzt nicht dein Hauptcharakter ist ein Bisofank? xD) Interessant ist aber auch die Erwähnung eines zweiten Charakteres, der auf ‚ihn‘ einredet, allerdings erfährt man ja nicht von ihm, wer er ist, oder sowas. Aus dem Grund, dass ‚er‘ nicht in der Verfassung ist, irgendwas zu tun, auf irgendwas zu achten. Vielleicht hättest du an der Stelle doch etwas mehr die Gefühle beschreiben können, aber allgemein finde ich, dass dir das schon ziemlich gut gelungen ist. Vielleicht hätte halt hier noch etwas mehr kommen können, aber na ja, das ist vielleicht auch einfach Ansichtssache. Das Chaos im Körper wird dann wohl die Verwandlung von Mensch zu Pokémon sein, oder? Muss wohl ein schreckliches Gefühl sein, was ein Glück gibt es sowas nicht, haha. Aber ich finde, dass sich am Ende noch einiges klärt. Vielleicht ist die Stimme die am Anfang auf ‚ihn‘ einredet gar nicht das Pokémon, das ihn am Strand findet, sondern einfach jemand aus seinem Menschenleben. Woran ich das festmache? Am vorletzten Abschnitt, wo beschrieben wird, dass die Stimme verstummt und ‚er‘ sandigen Boden unter sich spürt (=Strand, immernoch keine Wiese :D) bevor ‚er‘ bewusstlos wird. Kann das sein? Na ja, das wirst du mir nicht sagen, aber das ist gerade so meine Vermutung.
    Wie gesagt gefällt mir der Prolog schon ziemlich gut, und ich freue mich schon auf das erste Kapitel – wie gesagt, Benachrichtigung bitte!


    Ich hoffe ich konnte dir helfen. *: Bis zum nächsten Mal und bis dahin viel Spaß beim Schreiben!
    Liebe Grüße,
    Chess

  • [tabmenu][tab=Re-Kommi][subtab=x]Platzhalter~[subtab=Chess]



    Danke vielmals für deinen lieben Kommi. :* Kritik werde ich mir zu Herzen nehmen, und ansonsten: Viel Spaß noch beim Lesen meiner Bisofank Mystery Dungeon-FF! :B


    [/tabmenu]



    »» I: Nur der Anfang ««


    Eine Stimme.
    Sie klang so nah, und gleichzeitig weit entfernt von mir. Dennoch besaß sie einen sanften, wohltuenden Klang, der Wärme in meinen Körper fahren ließ. Doch war es nur der Klang der Stimme? Nein; die Luft um mich herum schien allgemein sehr warm zu sein, ließ die Feuchtigkeit in meinen Haaren verschwinden. Obwohl meine Augen fest verschlossen waren, konnte ich mir dank des angenehmen Frühlingsgeruches, geprägt von dem Duft verschiedenster Blumenarten, ein Bild von meiner Umgebung machen. Zu gerne hätte ich auch die Schönheit der unzähligen Pflanzen, die um mich herum sein mussten, genossen. Mit äußerster Vorsicht versuchte ich, meine Augen zu öffnen – es gelang mir. Die Lider bewegten sich einen Spalt auseinander, ich konnte nun einen müden Blick auf die Blumenwiese werfen; doch seltsamerweise schien hier keine Pflanze zu existierten, die einen solchen Duft ausströmte. Ich wollte mich umschauen, meine Umgebung genauer unter die Lupe nehmen.
    „Endlich bist du wach!“, hörte ich die Stimme in diesem Augenblick aufgeregt und direkt neben meinem Ohr rufen. Wie von der Tarantel gestochen fuhr ich aufgrund der Lautstärke des Ausrufes hoch – und blickte direkt in das Gesicht eines kleinen, orangefarbenen Kükens. Sein Kopf schien fast größer zu sein als der Rest des Körpers; vor Allem wegen der drei Federn, die aus ihm herausragten, wirkte der junge Vogel wahrscheinlich größer, als er tatsächlich war. Vom Körper standen zwei cremefarbenen, fast hellgelbe, winzige Flügel ab. Sie sahen unglaublich weich aus, hatten aber gerade mal die Länge eines Zeigefingers. Dies war im Vergleich zum restlichen Körper absurd winzig. Der ebenso cremefarbene Schnabel des Tieres war noch kleiner, hatte die ungefähre Größe zweier Fingernägel. Gegen den Schnabel sahen die schwarzen Knopfaugen noch größer aus, als sie ohnehin waren, obwohl der Kopf dagegen immer noch gigantisch wirkte.
    Das Küken, welches seltsamerweise nicht viel kleiner als ich selbst war, hüpfte vor mir auf und ab.
    „Ich habe dich bewusstlos hier aufgefunden. Zuerst dachte ich, du wärst tot; dann habe ich mich aber doch dazu entschlossen, zu warten. Ich dachte mir, dass du vielleicht meine Hilfe benötigen würdest!“
    Erstaunt sah ich mich nun genauer um. Das Küken und ich befanden uns auf einer weiten Wiese, inmitten dieser eine prächtige Eiche, viele Meter hoch, in das Firmament ragte. Die kurzen Grashalme bewegten sich andächtig im kühlen Wind, welcher auch mir angenehm durch die Haare blies. Doch – wie war das möglich? Wieso befand ich mich auf einer Wiese? Als ich wieder zu Bewusstsein gekommen war, fiel mir schlagartig das Ereignis vergangener Nacht ein. Der Gewittersturm. Er musste über einem Meer stattgefunden haben; und ich musste letztendlich einen Strand erreicht haben. Doch was machte ich dann hier inmitten des Grases, fernab des Meeres?
    Unzählige Gedanken dieser Art schossen mir durch den Kopf. Gerne hätte ich das kleine Küken gefragt, doch würde dieses meine Sprache verstehen? Es war ein Küken. Ich war ein Mensch. Es konnte meine Sprache nicht kennen. Doch wieso verstand ich dann jeden Laut, den das Tier von sich gab?
    „Verzeihung, geht es dir gut?“, wurde ich da von dem orangefarbenen Vogel unterbrochen. Abermals schaute ich ihm in seine riesigen, weiblich wirkenden Augen und nickte schwach. Dabei war das Nicken eine Lüge. Mir ging es nicht gut. Neben den tausenden Gedanken, die mir im Kopf herumschwirrten, verspürte ich einen starken Schmerz in meiner rechten Hand. Ich warf einen Blick darauf. Und erstarrte. Statt den gewohnten fünf Fingern, statt der Hand und dem Handgelenk musste ich auf eine dicke, hellbraune Pfote blicken, umgeben mit einer erstaunlichen Menge an Fell. Minuten schienen zu verstreichen; Minuten, in denen ich nur auf meine Hand, oder auch: Pfote sah, während mir das Küken immer wieder einen resignierten Blick zuwarf.
    „Stimmt etwas nicht?“, fragte es schließlich leise nach.
    „Ich... ich...“
    Das durfte nicht wahr sein. Das konnte nur ein Traum sein. Ich war kein Tier. Ich war ein Mensch, aus Fleisch und Blut! Ein Mensch mit zwei Armen, zwei Beinen, einem Kopf, einer Nase, zwei Augen, einem Mund. Ein Mensch mit Gehirn und Herz. Ein denkender Mensch.
    „Ich bin...“
    Die Unmöglichkeiten schienen sich über mich zu stülpen wie eine riesige Glocke.
    Das hier musste ein Traum sein.
    Es musste.
    Und doch fühlte sich alles um mich herum so real an; der weiche, mit Gras bedeckte Boden unter meinen Füßen. Die wunderschöne, wenn auch leer wirkende Wiese, die ich mit meinen leicht schmerzenden Augen erblicken konnte. Das Küken, welches mit den aus seinem Kopf stehenden, spitzen Federn, deren Farben eine sonderbare Mischung aus rot, orange und gelb war, wie eine absurd winzige Flamme aussah. Die kühle Luft, die den Bewohnern dieser Welt Ruhe und Entspannung spenden musste. Und natürlich meine Gedanken. Meine Gefühle. Die Fragen, auf die ich keine Antwort fand.
    „'Ich bin...'? Was bist du denn?“
    Abermals wurden meine Gedanken von dem Lebewesen unterbrochen, welches mich mit undeutbarem Blick musterte.
    „Ich... ich bin doch... ich... bin... doch...“ Ich stockte und holte tief Luft.
    „Ich bin ein Mensch!“
    Für einen Moment schien alles um mich herum stillzustehen. Der Wind hatte aufgehört zu wehen, aus der alten Eiche drangen keine Geräusche, die von anderen Tieren verursacht wurden. Der Vogel starrte mich ungläubig an, während ich meine Aussage bereits bereute. Diese Gestalt war möglicherweise die einzige Möglichkeit, mit anderen Wesen dieser Welt Kontakt aufzunehmen. Ich durfte hier unmöglich als verrückt gelten. Würde ich in diesem Fall ewig hier herumirren? Bis ich aus diesem Alptraum hier erwachen würde?...
    Ich nahm wahr, wie sich das Küken leise räusperte. Mit einem leicht ärgerlichen, gar überheblichen Klang in der Stimme, den ich bisher nicht von ihm gehört habe, begann es:
    „Menschen sind Legenden. Schlechte Legenden. Diese Wesen existieren bei uns nicht. Somit ist es eine Sache der Unmöglichkeit, dass du einer wärest. Du wirst benommen sein, aus dem gleichen Grund, weshalb du bewusstlos warst. Besagten Grund kenne ich zwar nicht, er hat dich jedoch mit Sicherheit verwirrt. Und nun hältst du dich für einen Menschen. Dabei ist es unübersehbar, dass du ein ganz normales Evoli bist.“
    Ich zögerte. Das Wesen klang so überzeugt. Dennoch, ich war ein Mensch. Ich wusste es. So realistisch konnte eine Einbildung beim besten Willen nicht sein. ...oder doch? War vergangene Nacht möglicherweise auch nur ein Traum? Der Gewittersturm, hat er niemals stattgefunden? Wenn nicht, wieso war ich so verletzt? Körperlich und seelisch?
    „Dabei ist es unübersehbar, dass du ein ganz normales Evoli bist.“
    In diesem Moment schoss mir der Satz durch den Kopf, den das Küken zuletzt ausgesprochen hatte.
    „Ein Evoli..? Was ist das?“, murmelte ich leise. Doch offenbar laut genug, um von dem merkwürdigem Vogel gehört zu werden, obgleich ich keine Ohren an seinem Kopf erkennen konnte.
    „Du weißt tatsächlich nicht, was ein Evoli ist? Soll das etwa ein Scherz sein?“
    Normalerweise hätte ich den Impuls verspürt, zu lachen, wenn ich das komische Bild des aufgeregten und hin- und herhüpfenden Kükens gesehen hätte. Doch heute nicht. Ich fühlte mich zu matt und schwach, ich empfand das Geschehen in keinster Weise als witzig.
    Nur wenige Sekunden später beruhigte sich die Gestalt wieder und atmete tief ein und wieder aus.
    „Du befindest dich hier in einer Welt, die von Wesen bevölkert wird, welche man 'Pokémon' nennt. Es gibt unterschiedliche Arten von Pokémon; kleine, große, welche mit Fell, Federn, Schuppen, böse Pokémon, gute Pokémon. Jede dieser Arten hat einen bestimmten Namen, welcher gleichzeitig als Eigenname für das jeweilige Lebewesen gilt. So bin ich beispielsweise ein Flemmli, besitze allerdings keinen genaueren Namen wie Maria oder Peter. Von Anderen werde ich genauso Flemmli genannt.“
    Verwirrt lauschte ich der Erklärung des Pokémon, dessen Name offenbar „Flemmli“ war. Plötzlich war ich mir wieder vollkommen sicher, dass dies hier ein Traum sein musste. Ein einfacher Traum. Nichts weiter..
    Flemmli schienen meine Gedanken nicht weiter zu interessieren. Es blickte in das Firmament, welches plötzlich zur Hälfte von dunklen, grauen Wolken bedeckt war. Aus dem Augenwinkel konnte ich erkennen, wie die Farbe aus dem Gesicht des kleinen Pokémon langsam verschwand. Bleich und leicht zitternd starrte es in den Himmel.
    Mein Magen zog sich zusammen. Nur mit Mühe brachte ich ein Wort heraus, welches lieber unausgesprochen hätte bleiben sollen.
    „Flemmli?“

  • So, dann wollen wir mal ^^


    Deine Geschichte gefällt mir sehr. Sie ist noch nicht so lang, sie hat eine gute Rechtschreibung und man kann sie flüssig lesen. Ich mag Geschichten, die vor Fehlern nur so strotzen, überhaupt nicht, da man sich dann nicht wirklich auf den Inhalt konzentrieren kann. Das ist bei Dir nicht so. Ich habe vor, Deine Geschichte weiter zu verfolgen.


    Was ich persönlich wirklich schön gestaltet finde, ist dein Klappentext. Er baut Spannung auf, folgt einem Muster und ist wie eine Art Gedicht (ich mag Gedichte). Ein grosses Lob an dieser Stelle. Nun, im Inhalt kann man bei Mystery Dungeon, zumindest wenn man die Story, so wie Du, an die Spiele anlehnt, am Anfang nicht so gross variieren. Dennoch hat mich die, nennen wir es Nacherzählung, nicht gestört. Sie ist genial geschrieben, besonders im Prolog erfährt man, wie Du Dir den Anfang, also der Kollaps des Zeittunnels, vorstellst. Man wird gut in die Gedanken des Protagonisten eingeführt, so ganz direkt hineingeworfen. Schöne Beschreibungen der Umgebung und auch des Pokémons Flemmli runden das Paket gelungen ab.


    Trotz alldem gibt es Dinge, die mich stören. Da wäre ganz banal der Titel des Prologs. Er ist, im Vergleich zum Titel der ganzen FF und dem des ersten Kapitels, deutsch. Obwohl ich ein Verfechter deutscher Titel bin (wir schreiben schliesslich Deutsch), bin ich ein grösserer Verfechter von Einigkeit. Ich finde, es wirkt unschön, wenn ein Teil deutsch, ein Teil Englisch ist. Entweder alles deutsch oder alles englisch, wobei ich in deinem Falle eher zu Englisch tendieren würde (btw, das Wort „Thunderstorm“ tönt nicht schlecht, oder (: )


    Nun noch ein paar Stolperer, unschöne Dinge und weitere Kritik:


    Ich fühlte mich elend, geradezu gedemütigt, wie sich das tobende Meer und der Gewittersturm einen Spaß aus mir machen zu schienen.


    Über diesen Satz bin ich ziemlich gestolpert, mehr oder weniger der Länge nach hingeklatscht. Ich musste ihn mehrmals lesen, und verstehe jetzt noch nicht, was genau was ist. Die Bedeutung wird aus der Wortwahl klar, aber das könnte man viel schöner formulieren. Ich fühlte mich elend, das Meer und der Gewittersturm schienen sich einen Spass aus mir zu machen. Ich war geradezu gedemütigt.


    geprägt von dem Duft verschiedenster Blumenarten, ein Bild von meiner Umgebung machen.


    Der einzige Rechtschreibefehler, den ich gefunden habe ^^ Ein unschlimmmer noch dazu (:


    Die wenige Zentimeter langen Grashalme


    Nun, Zentimeter tönt so wissenschaftlich. Es passt nicht in die Idylle des Ortes, finde ich. Ein einfaches „kurz“ täte es auch.

    dass du ein ganz normales Evoli bist.


    Nun, ich war ein wenig enttäuscht von der, in meinen Augen, eher unkreativen Pokémonwahl. Schon wieder ein Evoli... Aber du wirst deine Gründe hierfür gehabt haben, und ändern wirst du es sowieso nicht, ist auch nicht nötig.


    Flemmli schienen meine Gedanken nicht weiter zu interessieren


    Das tönt ein wenig merkwürdig. Viel besser und klarer wäre mMn Meine Gedanken schienen Flemmli nicht weiter zu interessieren.


    Bleich und leicht zitternd starrte es ins Firmament.


    So hübsch Firmament auch klingen mag, ein „Himmel“ würde für mich hier besser tönen. „Firmament“ tönt so romantisch, finde ich, während „Himmel“ ein neutrales Wort ist, zumindest auf den nicht-religiösen bezogen. Das passt besser in den Kontext mit den Sturmwolken.


    Alles in allem wirklich sehr gut, auch wenn ein paar Stellen, die einem zum Schmunzeln bringen, auch nicht fehlen dürfen. Diese vermisse ich aber bislang. Vielleicht ist es aber Deine bewusste Entscheidung, keine solcher Gags einzubauen. Zu viele wären sowieso nicht gut, also besser gar keine.


    Ich hoffe, Du kannst etwas mit meiner Kritik anfangen und bist mir nicht böse (:
    Buxi


    PS: Ich hätte gerne eine GB-Benachrichtigung bei neuen Kapiteln

  • Hey du :*
    Ich weiß, ich bin schrecklich spät. Ich sehe zwar schon, dass Buxi dir bereits einen Kommentar geschrieben hat, aber dennoch soll meine Meinung zum ersten Kapitel – wie schon (mehrfach) angekündigt – nicht vorenthalten bleiben. Heute hab ich mich vor unserer Matheklausur am Mittwoch doch mal aufgerafft und mich an dein Kapitel gesetzt. Ich hoffe, ich kann dir etwas helfen ~


    Kapitel 1
    Zunächst mal was zum Titel allgemein, bevor ich auf diesen weiter eingehe. Ich finde es etwas „verwirrend“, dass der Titel des Prologes auf Deutsch und der des ersten Kapitels wiederrum auf Englisch geschrieben ist. Irgendwie kommt man da ein bisschen aus dem Rhythmus und allgemein ist es doch eine schöne Sache, wenn sowas immer gleichbleibend ist, nicht? So, nun aber zum „Inhalt“ dieses Titel. Lediglich der Anfang wäre eine freie Übersetzung ist aber denke ich auch ganz passend. Trifft in vielerlei Hinsicht auf das Kapitel zu, nicht zuletzt auch vor allem deswegen, da die Geschichte hier eben beginnt. Demnach hat der Titel auch mehr oder weniger eine zweifache Bedeutung weil er sich neben dieser allgemeinen Aussage auch noch auf das Kapitel bezieht – es ist nämlich mehr oder weniger der Beginn des Lebens als Pokémon. Geschickt eingefädelt; offenbar hast du dir einige Gedanken zum Titel gemacht und ihn nicht einfach nur schnell mal ausgesucht – gefällt mir gut.


    Ich muss dich aber auf jeden Fall für das Kapitel loben! Es ist sowohl spannend als auch ausführlich ge- und beschrieben und regt auf jeden Fall zum weiterlesen an, weshalb ich auch hoffe, dass es bald weitergeht. Vor allem die Thematik, beziehungsweise das Geschehen, lassen sich fast als unglaublich interpretieren. Normalerweise geht man bei Pokémon Mystery Dungeon von dem Standard-Zeugs aus, dass sich der Protagonist in ein Pokémon verwandelt hat, beim Versuch die Welt zu retten. (Btw stellt sich hier die Frage, ob dieser in den Spielen der einzige Mensch ist … off topic) Dein Hauptcharakter jedoch scheint diese Welt der Pokémon gar nicht zu kennen; ja, er weiß offenbar nicht einmal über die Existenz dieser Wesen Bescheid. Und allein das ist ziemlich interessant, weil man sich als Leser doch viele Fragen stellt – Wie kommt es dann, dass er in dieser Welt ist? (Normalerweise hat es ja einen Grund) Wie wird er mit dieser Situation zurechtkommen? Wie wird er weiterleben (können/müssen)? Und natürlich ist es aber auch vor allem das „Finale“ des Kapitels, welches die Spannung dann endgültig auf den Höhepunkt treibt. Was haben diese dunklen Wolken am Himmel zu bedeuten? Warum ist Flemmli auf einmal so… ängstlich? Hat sie eine Vorahnung? Oder gibt es da sogar was, über das alle Bescheid wissen? (z.B. die Sache mit den Zahnrädern der Zeit) Ist jedenfalls ziemlich spannend geschrieben und mir gefällt das Kapitel wirklich ziemlich gut.
    Inhaltlich habe ich demnach auch eigentlich so gut wie gar nichts zu meckern, beziehungsweise nur einige kleinere Dinge, auf die ich jedoch trotzdem mal kurz eingehen wollte. Allgemein kommt mir die Beschreibung von Flemmli etwas zu kurz; ich finde, dass du dort noch etwas mehr hättest schreiben können, beziehungsweise sogar sollen. Jetzt ist Flemmli ein Pokémon dass man sich zwar ganz gut vorstellen kann, weil man es eben kennt (als Startermon der dritten Generation und so) aber dennoch ist eine detaillierte Beschreibung des Pokémon eine coole Sache. Außerdem sieht ja sicher nicht jedes Flemmli gleich aus und so ist es meiner Meinung nach auch ganz gut, wenn du die Eigenheiten die jedes Pokémon hat/haben sollte etwas näher beschreibst, da man sonst nur so ein Standard-Bild im Kopf hat. Hier könntest du also generell noch etwas ausführlicher schreiben.
    Was mir inhaltlich noch aufgefallen wäre ist die Sache mit den Orten des Geschehens. Das soll jetzt keine richtige Kritik daran sein; eher eine hoffnungsvolle Bitte, dass du das bald aufklärst, weil es mich wahnsinnig macht, dass nicht zu wissen… >.< Das Gewitter und der Strand decken sich soweit, aber wie kann es sein, dass Evoli auf der Wiese aufwacht? Ich meine, darüber habe ich schon letztes Mal etwas geschrieben, aber auch Kapitel eins hat das Ganze nicht aufgelöst; eher noch schwieriger gemacht. Das ist zwar wie gesagt nicht schlimm, aber ich hoffe doch, dass du das bald mal aufklärst, haha.
    Lob, allerdings auch ein wenig Kritik, muss ich auch noch zu der Szene aussprechen, in der Evoli feststellt, dass es im Moment gar kein Mensch ist – schade. Allgemein hat mir das ziemlich gut gefallen. Du hast recht stockend geschrieben, sodass man automatisch auch stockend gelesen hat, was meiner Meinung nach für diese Situation ein äußerst angebrachtes Stilmittel gewesen ist und demnach auch sehr gut gepasst hat. Die Szene hast du sehr glaubhaft rübergebracht und ich konnte mich auch recht gut in das Evoli hinein versetzten – großes Lob für diese Umsetzung! Qualitativ ist das also schon mal ziemlich gut, aber ich habe ja auch gerade was von Kritik gesagt. Diese möchte ich zur Quantität äußern. Auch hier hätte ich mir gewünscht, dass du noch etwas expliziter auf einige Dinge eingehst und die ganze Situation (und vor allem die dabei aufkommende Panik und die Atmosphäre in dieser Richtung) noch etwas deutlicher machst. Gefühle kamen hier etwas zu kurz, während du die Gedanken recht gut beschrieben hast.
    Wo wir gerade bei Beschreibungen sind: Auch diese sind das Kapitel über auf jeden Fall zufriedenstellend. Vor allem die Umgebungsbeschreibung zu Anfang des Kapitels fand ich ziemlich gut und ausführlich! Nun habe ich lediglich noch zu deiner Kommasetzung etwas zu sagen – die ist nämlich noch etwas brüchig. Hab dir die Fehler im Spoiler gezeigt und würde dir dazu auch gleich mal empfehlen, dass du dich nach einem Betaleser umhörst, damit sowas demnächst schon vor der Veröffentlichung des Kapitels geklärt wird. Rechtschreibtechnisch jedoch muss ich zugeben, dass das ziemlich astrein ist – da ist nichts zu finden.


    Ach und anbei: Flemmlis Erklärung zu den Pokémon - die kommt mir ziemlich bekannt vor! :D *lach*


    Mir hat das Kapitel umfassend ziemlich gut gefallen, wobei ich auch sagen muss, dass etwas mehr Inhalt, also noch eine Weiterführung des Geschehens im selben Kapitel, vielleicht auch nicht falsch gewesen wäre. Das Kapitel ist nicht zu kurz, aber auch nicht allzu lang; scheu dich nicht davor, längere Kapitel zu schreiben, das ist gar nichts Schlimmes. (Gibt Leute, die noch um einiges längere Kapitel schreiben, hüstel)
    Ich freue mich schon auf das nächste Kapitel und wünsche dir bis dahin noch viel Spaß beim Schreiben <3
    Liebe Grüße,
    - Banette

  • Ich hatte es versprochen und ich halte mich an meine Versprechen! Deshalb: Hier mein Kommi!
    Btw, dankedanke für die Widmung <3


    Titel
    >>Zeitlos<<
    Ein endschöner Titel, Kleines. Er passt zu PMD, da die Geschichte sich ja auch um Zeit dreht. Aber was genau drückst du damit aus? Freundschaft ist zeitlos?
    Auf jeden Fall finde ich ihn wundervoll, obwohl er sich auch in Deutsch toll anhört. Und der Punkt dahinter sieht auch schön aus.


    Prolog
    Deinen Startpost werde ich nicht kommentieren, der ist zu perfekt für mich ;* Da finde ich nichts. Obwohl ich bezweifle, dass ich deinem Geschriebenen überhaupt etwas finde , worüber ich meckern kann...
    Der Prolog ist schön, mir gefällt auch der Titel, Gewitterstürme. Ein einziges Wort, und doch ein schöner Klang. Er weckt Neugierde.
    Gut, du beginnst also, soweit ich dass durchschaue, mit dem Sturm. Und jemand denkt und fühlt, also Ich-Perspektive. Mir gefallen die Beschreibungen, die du in dem Text eingebaut hast. Sie sind zum Hauptteil Metaphern, die ich eh vergöttere. Und immer wieder diese Frage, die deinem Protagonisten im Kopf herumfliegt. Warum. Aber was genau ist mit dem Warum gemeint? Warum dieser Sturm, warum diese Welt oder etwas vollkommen anderes, was sich dem Leser erst später erschließen wird?
    Auf jeden Fall bin ich mir sicher, dass es sich dabei um den Menschen handelt, nicht um Reptain. Und es klingt für mich wie ein Mädchen. Frag mich nicht, warum ich davon ausgehe, aber es klingt so danach. Sag mir nicht, ob ich falsch oder richtig liege, ich werde es wohl bald erfahren (:  
    Bisher hältst du dich sehr genau an die Spielstory, was jetzt keine Kritik ist. Ich liebe die Spiele, mehr, als die normalen Editionen.


    Ein wunderbarer Beginn. Bin gespannt auf das zweite Kapitel.


    Kapitel 1
    OK, Kritik. Warum ist hier ein englischer Titel, wo du doch zuvor einen deutschen verwendet hast? Dass wirkt recht unentschlossen und nicht einheitlich. Vielleicht ist das Absicht, aber mich verwirrt es. Also, entweder deutsche Titel oder englische. Ich bin ja für Deutsch, einfach, weil der deines Prologs Deutsch ist. Und in Englisch klingt der noch lang nicht so schön. Ich meine, >>Summer storm<<, bitte.
    Der Header ist schön, ein Baum. Aber inwie weit steht der mit dem Titel in Bedeutung?
    Der erste Satz ist wieder so geil *-* Ich liebe so etwas, diese kurzen Sätze.
    Oh, Flemmli und Evoli! Genau meine Starter in PMD Himmel. Lustig :> Die passen gut zusammen. Interessant auch, dass Flemmli einfach nur Flemmli heißt. Kein Eigenname. Aber ist auch logisch, obwohl das verwirrend wird, wenn da mehrere sind. Flemmli eins, Flemmli zwei xD
    Aber ein Kritikpunkt: Wieso ist da eine Wiese? Ich dachte, da ist ein Strand, Meer und sonst nichts? Wie kommt Evoli dann bitte auf eine Wiese?
    Ansonsten ist das Kapitel inhaltlich top. Und ich hatte Recht, ein Mädchen. Du hältst dich auch hier nah an die Spiele, aber wie gesagt, voll OK. Der Ausklang ist wieder Cliffhänger, aber dass ist ja bei dir immer so. Ein gutes Kapitel, ohne Fehler.


    Fazit
    Was mir sofort auffällt, ist deine enorme Steigerung, Kleines. Am Anfang warst du immer unsicher. Man merkte es richtig, dass du noch nicht so richtig wusstest, wie du alles rausholen kannst. Aber diese FF zeigt mir, dass du jetzt viel mehr Selbstbewusstsein hast. Und du schreibst wunderschön *-*
    Diese FF ist klasse, mir gefällt sie sehr und ich hätte gerne eine Benachrichtigung.
    Entschuldige, dass ich so wenig geschrieben habe, aber mehr fällt mir nicht ein. :*


    GLG, Cassia

    Ab heut
    nur noch die wichtigen Dinge
    Ab heut
    nur noch die wichtigen Dinge
    Ab heut
    nur noch die wichtigen Dinge
    Ab heut
    nur noch leichtes Gepäck

  • [tabmenu][tab=Re-Kommi]Ich freue mich sehr, dass meine neue Fanfiction gleich drei wunderbare Kommentare bekommen hat, und hoffe, dass ich euch mit meinen kurzen Re-Kommentaren irgendwie gerecht werde konnte. Ich habe mich über jeden einzelnen Kommentar sehr gefreut und hätte auch nichts gegen zukünftige! :*[tab=Buxi]
    Hi Buxi!
    Danke vielmals, dass du dir Zeit für einen Kommentar genommen hast. Und nein, natürlich bin ich dir nicht böse - schließlich kann man nur aus Kritik etwas lernen. C;


    Zitat

    Deine Geschichte gefällt mir sehr. Sie ist noch nicht so lang, sie hat eine gute Rechtschreibung und man kann sie flüssig lesen. Ich mag Geschichten, die vor Fehlern nur so strotzen, überhaupt nicht, da man sich dann nicht wirklich auf den Inhalt konzentrieren kann. Das ist bei Dir nicht so. Ich habe vor, Deine Geschichte weiter zu verfolgen.

    Danke für das Lob! Ja, ich kenne das sehr gut, wenn Texte beinahe "vollgestopft" mit Fehlern sind - darum habe ich auch versucht, hier so etwas besonders zu vermeiden.


    Zitat

    Was ich persönlich wirklich schön gestaltet finde, ist dein Klappentext. Er baut Spannung auf, folgt einem Muster und ist wie eine Art Gedicht (ich mag Gedichte). Ein grosses Lob an dieser Stelle.

    Danke vielmals. Ich finde ihn zwar wirklich nicht perfekt, was daran liegen könnte, dass ich kein Meister im Dichten bin und eher "blind drauflosgeschrieben" habe. Umso mehr freut es mich, dass du mir mit ein bisschen mehr Erfahrung in dem Gebiet gesagt hast, dass der Klappentext so, wie er jetzt ist, in Ordnung ist.


    Zitat

    Trotz alldem gibt es Dinge, die mich stören. Da wäre ganz banal der Titel des Prologs. Er ist, im Vergleich zum Titel der ganzen FF und dem des ersten Kapitels, deutsch. Obwohl ich ein Verfechter deutscher Titel bin (wir schreiben schliesslich Deutsch), bin ich ein grösserer Verfechter von Einigkeit. Ich finde, es wirkt unschön, wenn ein Teil deutsch, ein Teil Englisch ist. Entweder alles deutsch oder alles englisch, wobei ich in deinem Falle eher zu Englisch tendieren würde (btw, das Wort „Thunderstorm“ tönt nicht schlecht, oder (: )

    Nun ja - nachdem du schon der x-te User bist, der die beiden Titel anspricht, habe ich sie nun tatsächlich bearbeitet. Dabei habe ich nun aber Deutsch verwendet, auch, wenn der Titel der gesamten FF englisch ist. "Gewitterstürme" als Titel gefällt mir einfach zu gut, als dass ich es abändern könnte. ^^'


    Zitat

    Nun, ich war ein wenig enttäuscht von der, in meinen Augen, eher unkreativen Pokémonwahl. Schon wieder ein Evoli... Aber du wirst deine Gründe hierfür gehabt haben, und ändern wirst du es sowieso nicht, ist auch nicht nötig.

    Ich habe tatsächlich meine Gründe dafür, habe das Pokémon also nicht "random" ausgewählt, keine Sorge. Welche Gründe das nun waren, wird im weiteren Verlauf der Geschichte hoffentlich deutlich werden.


    Zitat

    Alles in allem wirklich sehr gut, auch wenn ein paar Stellen, die einem zum Schmunzeln bringen, auch nicht fehlen dürfen. Diese vermisse ich aber bislang. Vielleicht ist es aber Deine bewusste Entscheidung, keine solcher Gags einzubauen.

    Vorerst werde ich keine Gags einbauen, zumal ich in so etwas kaum Talent habe. Sollte mir aber während dem Schreiben doch eine Kleinigkeit einfallen, die etwas humorvoller wirkt, werde ich mich natürlich nicht scheuen, diese auch einzubauen.


    Deine Anmerkungen bzgl. der Rechtschreibung und den Formulierungen habe ich beachtet und die Fehler ausgebessert, vielen Dank!
    [tab=Chess]Huhu :*
    Auch dir ein großes Dankeschön für deinen langen Kommi ~


    Zitat

    Zunächst mal was zum Titel allgemein, bevor ich auf diesen weiter eingehe. Ich finde es etwas „verwirrend“, dass der Titel des Prologes auf Deutsch und der des ersten Kapitels wiederrum auf Englisch geschrieben ist. Irgendwie kommt man da ein bisschen aus dem Rhythmus und allgemein ist es doch eine schöne Sache, wenn sowas immer gleichbleibend ist, nicht?

    Jo, du bist weder der erste, noch der einzige, der das sagt, darum habe ich den Titel des 1. Kapitels jetzt abgeändert bzw. ins Deutsche übersetzt. ^^


    Zitat

    Ich muss dich aber auf jeden Fall für das Kapitel loben! Es ist sowohl spannend als auch ausführlich ge- und beschrieben und regt auf jeden Fall zum weiterlesen an, weshalb ich auch hoffe, dass es bald weitergeht.


    Danke für dein Lob, so etwas baut echt auf :>


    Zitat

    Allgemein kommt mir die Beschreibung von Flemmli etwas zu kurz; ich finde, dass du dort noch etwas mehr hättest schreiben können, beziehungsweise sogar sollen.

    Beschreibungen sind und bleiben wohl die Sache, die ich noch am meisten üben muss - danke jedenfalls, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast. Ich habe bei Flemmlis Beschreibung mein bestes gegeben, aber wahrscheinlich sollte ich mich tatsächlich mehr "hineinsteigern". ^^'


    Zitat

    Außerdem sieht ja sicher nicht jedes Flemmli gleich aus und so ist es meiner Meinung nach auch ganz gut, wenn du die Eigenheiten die jedes Pokémon hat/haben sollte etwas näher beschreibst, da man sonst nur so ein Standard-Bild im Kopf hat. Hier könntest du also generell noch etwas ausführlicher schreiben.

    Daran habe ich eigentlich gar nicht gedacht und hatte, wenn ich ehrlich bin, tatsächlich nur so ein Standard-Bild im Kopf. Die Idee, dass aber irgendetwas besonderes an dem Flemmli ist, klingt aber gut, werde ich demnächst wohl umsetzen.. :D *Ideenklau*


    Zitat

    Was mir inhaltlich noch aufgefallen wäre ist die Sache mit den Orten des Geschehens. Das soll jetzt keine richtige Kritik daran sein; eher eine hoffnungsvolle Bitte, dass du das bald aufklärst, weil es mich wahnsinnig macht, dass nicht zu wissen… >.< Das Gewitter und der Strand decken sich soweit, aber wie kann es sein, dass Evoli auf der Wiese aufwacht? Ich meine, darüber habe ich schon letztes Mal etwas geschrieben, aber auch Kapitel eins hat das Ganze nicht aufgelöst; eher noch schwieriger gemacht. Das ist zwar wie gesagt nicht schlimm, aber ich hoffe doch, dass du das bald mal aufklärst, haha.

    Tut mir leid, aber ich fürchte, da wirst du noch ein Weilchen warten müssen. Ich habe vor, die Antwort auf diese Frage erst relativ spät im Geschehen einzubauen... nya. Vielleicht bin ich ja nett und lasse es dich früher wissen. Mit der Betonung auf "vielleicht". :P


    Zitat

    Auch hier hätte ich mir gewünscht, dass du noch etwas expliziter auf einige Dinge eingehst und die ganze Situation (und vor allem die dabei aufkommende Panik und die Atmosphäre in dieser Richtung) noch etwas deutlicher machst. Gefühle kamen hier etwas zu kurz, während du die Gedanken recht gut beschrieben hast.

    Das ist mir auch bereits aufgefallen, trotzdem danke. ^^' Wenn ich ehrlich bin, wusste ich kaum, was ich noch an Gefühlen schreiben konnte, da es eigentlich so gedacht war, dass Evoli irgendwie verwirrt ist und darum selbst kaum weiß, wie es sich fühlt oder so (lol).


    Zitat

    Hab dir die Fehler im Spoiler gezeigt und würde dir dazu auch gleich mal empfehlen, dass du dich nach einem Betaleser umhörst, damit sowas demnächst schon vor der Veröffentlichung des Kapitels geklärt wird.

    Habe ich nun gefunden, an dieser Stelle ein großes Dankeschön an Cassia! Die Fehler habe ich auch ausgebessert. ^-^


    Nochmals ein dickes, fettes "Danke" für deinen langen Kommi, hat mich echt gefreut, ihn zu lesen. :3
    [tab=Cassia]
    Huhu, Cassia <3
    Dir natürlich auch ein riesiges Dankeschön dafür, dass du mir so einen wunderbaren Kommi geschrieben hast. ^-^

    Zitat

    >>Zeitlos<<
    Ein endschöner Titel, Kleines. Er passt zu PMD, da die Geschichte sich ja auch um Zeit dreht. Aber was genau drückst du damit aus? Freundschaft ist zeitlos?

    Ich hoffe, dass im weiteren Verlauf noch klar wird, was genau ich damit ausdrücken will. Allzu viel möchte ich da noch nicht spoilern.


    Zitat

    Aber was genau ist mit dem Warum gemeint? Warum dieser Sturm, warum diese Welt oder etwas vollkommen anderes, was sich dem Leser erst später erschließen wird?

    Alles zusammen natürlich. ;>


    Zitat

    OK, Kritik. Warum ist hier ein englischer Titel, wo du doch zuvor einen deutschen verwendet hast? Dass wirkt recht unentschlossen und nicht einheitlich. Vielleicht ist das Absicht, aber mich verwirrt es. Also, entweder deutsche Titel oder englische. Ich bin ja für Deutsch, einfach, weil der deines Prologs Deutsch ist. Und in Englisch klingt der noch lang nicht so schön. Ich meine, >>Summer storm<<, bitte.


    Du weißt es zwar sowieso schon, aber damit alles schön vollständig bleibt: Den Titel habe ich nun abgeändert, auch, wenn ich die deutsche Version nach wie vor nicht so hübsch finde. ^^' Wahrscheinlich ist es dennoch besser so, da mir für zukünftige Titel auch beinahe nur Deutsches einfällt.


    Zitat

    Der Header ist schön, ein Baum. Aber inwie weit steht der mit dem Titel in Bedeutung?

    Nun ja, mit dem Titel eigentlich nicht wirklich. Eher hätte er eine kleine "Vorschau" auf die Handlung geben sollen, da der Ort, an dem sich Evoli wiederfindet, schließlich eine weite Wiese ist, inmitten der eine Eiche steht - demnach ist der Baum auf dem Header auch kein "random ausgewählter" Baum, sondern tatsächlich eine Eiche.

    Zitat


    Aber ist auch logisch, obwohl das verwirrend wird, wenn da mehrere sind. Flemmli eins, Flemmli zwei xD

    Wieso auch nicht? ;P


    Zitat

    Aber ein Kritikpunkt: Wieso ist da eine Wiese? Ich dachte, da ist ein Strand, Meer und sonst nichts? Wie kommt Evoli dann bitte auf eine Wiese?

    Wie schon in den ganzen Re-Kommis bzw. auch in Chess' GB erwähnt, ist das Absicht und kein Logikfehler oder sonst etwas, auch, wenn es im ersten Moment danach aussieht. Keine Sorge, die Auflösung kommt (irgendwann).


    Zitat

    Was mir sofort auffällt, ist deine enorme Steigerung, Kleines. Am Anfang warst du immer unsicher. Man merkte es richtig, dass du noch nicht so richtig wusstest, wie du alles rausholen kannst. Aber diese FF zeigt mir, dass du jetzt viel mehr Selbstbewusstsein hast. Und du schreibst wunderschön *-*


    *blush* Danke <3
    [/tabmenu]


  • »» II: Drachenklauen ««


    In großen, schnellen Schritten huschte das kaum erkennbare Wesen über den vom Regen durchnässten Waldboden. Dank seiner grasgrünen Hautfarbe konnte ein Außenstehender kaum zwischen ihm und einer gewöhnlichen Pflanze unterscheiden. Eine Pflanze, wie es sie zu tausenden gab, in dem Wald, der schon seit Jahrzehnten von niemandem betreten worden war. Einzig und allein der leicht rosa, eher jedoch lachsfarben gefärbte Bauch des Wesens war zwischen dem satten Grün aller Pflanzen leicht erkennbar. Doch in der gebückten Haltung, in der sich die Gestalt, welche äußerlich große Ähnlichkeit mit einem Gecko hatte, fortbewegte, konnte man diesen auffälligen Teil des Körpers kaum erkennen.
    Nur ein einziges Mal fiel sie über eine dicke Baumwurzel, welche farblich nicht von dem nassen Waldboden zu unterscheiden war. Doch es dauerte nicht einmal den Bruchteil einer Sekunde, bis sich das Wesen aufgerichtet hatte und weiterlief. Es rannte, als würde es in Lebensgefahr schweben. Als ob es verfolgt werden würde. Das schmale, längliche und dunkelgrün gefärbte Blatt, welches aus seinem Kopf herausragte und beinahe die Länge seines Körpers besaß, schien trotz des starken Sturmes und der Schnelligkeit, in der sich der Gecko fortbewegte, steif in der Luft zu hängen.
    Falls er einen Abgrund erreichte, dessen anderes Ende ein Normalsterblicher ohne fremde Hilfe niemals erreichen könnte, ergriff er mit seinen langen, krallenartigen Fingern den Ast eines Baumes und schwang sich – als ob es das Selbstverständlichste der Welt wäre – über die oftmals viele Meter lange Schlucht. Sein Handgelenk wurde von jeweils drei kürzeren, ebenfalls dunkelgrünen Blättern geziert, die immer weiter einzureißen schienen. Das Wesen konnte keinen Meter zurücklegen, ohne mit den dünnen Blättern an einem Zweig hängen zu bleiben, der durch die unglaubliche Geschwindigkeit dennoch jedes Mal mitgerissen wurde und in mindestens einem der, glücklicherweise nicht schmerzempfindlichen, Blätter hängen blieb und diese somit immer weiter zerriss. Doch auch die grünliche, glatte Haut hatte einige Kratzer und Schürfwunden abbekommen, die dem Gecko mit jedem Schritt Schmerzen zu bereiten schienen. Doch er konnte nicht umkehren. Noch nicht.


    „Lauf!“
    Flemmlis Ausruf hallte über die leere Wiese, kroch in meine Ohren, ließ mich erstarren. Meine Augen richteten sich auf die riesige Gestalt, welche mit weit ausgebreiteten Flügeln nur wenige Meter über der alten Eiche ihre Kreise zog. Ihr Bauch sowie die Unterseite ihrer Flügel strahlten in einem leuchtenden Rot; drei dicke, schwarze Striche, die in einen einzigen mündeten und Richtung Bauch verliefen, zierten die breiten Flügel des Wesens. Jeweils fünf ungewöhnlich große, scharfe Klauen, deren Farbe von pechschwarz bis zu einem dunklen Braun variierte, waren auf ihnen zu erkennen. Auf den ersten Blick schienen seine Schwingen eine leicht eckige Form angenommen zu haben, doch bei genauerer Betrachtung konnte man erkennen, dass diese lediglich einige Unebenheiten aufwiesen. Genauso bedrohlich, wie die federlosen Flügel des Wesens aussahen, so eindrucksvoll wirkte auch sein Schwanz, der die gleiche Form und Farbe wie die Schwingen aufwies. Im Großen und Ganzen wirkte das eigentümliche Wesen etwas wie ein riesiges 'Y', welches mit seinen kräftigen Rottönen den grauen Himmel zierte. Sein kurzer Hals war umgeben mit ebenso grauem Fell, das sich von den dunklen Wolken kaum abzuheben schien. An seinem Kopf waren zwei hornähnliche, schwarze Auswölbungen vorzufinden, welche zwar dünn waren, aber dennoch eine beachtliche Breite besaßen.
    Vorhin waren seine blauen Augen aufmerksam um die Umgebung geschweift, offenbar auf der Suche nach Nahrung. Erst nach Flemmlis schrillem Ausruf blitzten sie kaum merklich auf, bevor die drachen- sowie vogelartige Gestalt mit einem Mal auf uns zuschoss.
    Und wäre das kleine, orangefarbene Küken nicht gewesen, hätte ich von diesem Moment an nicht mehr unter den Lebenden verweilt.
    Es stieß mich zur Seite, in einen dichten Busch, der nur einen Steinwurf entfernt von uns lag. Nur einen Bruchteil einer Sekunde, bevor die messerscharfen Klauen des Wesens in den Boden einschlugen – auf die Stelle, auf der ich vor wenigen Momenten noch gestanden war.
    Ein lauter Schrei, der mir durch alle Knochen fuhr, ertönte, bevor sich die Gestalt wieder in den bewölkten Himmel erhob und sich mit beachtlicher Geschwindigkeit immer weiter von uns entfernte, bis sie nur noch als winziger, roter Punkt am Horizont zu erkennen war.
    Geschockt sah ich zu Flemmli hinüber. Sie zitterte am ganzen Körper, noch immer konnte ich durch ihr dichtes Federkleid die blasse Farbe des Gesichtes erkennen.
    Einige Sekunden verstrichen; das Küken schien sich langsam zu beruhigen, atmete langsam und tief ein und wieder aus. Auch ich konnte langsam wieder klare Gedanken fassen. Welche grausame Gestalt war das? Wollte sie uns etwa töten? War dies in dieser Welt etwas normal? Stand dieses eigenartige Wesen an der Spitze der Nahrungskette, war ich als „Evoli“ einfaches Futter für es? Musste ich nun mein Leben damit verbringen, vor Bewohnern der Welt dieser Art zu flüchten?
    Bei jeder Frage, die ich mir stellte, wurde ich panischer. Meine Hände – oder eher Pfoten – begannen zu kribbeln, plötzlich begann ich, schneller zu atmen. Ich spürte eine seltsame Hilflosigkeit in mir, obwohl ich wusste, dass ich Flemmli nun vollends vertrauen konnte. Sie hatte mir das Leben gerettet, obgleich sie dabei ihr eigenes Dasein riskierte. Nicht einmal eine Stunde lang kannten wir uns nun, und dennoch schien ich dem Küken, welches sich nun verängstigt umsah, etwas zu bedeuten. Wie war das möglich?
    Ein letztes Mal atmete Flemmli tief aus, wobei die drei lange Federn, die ihren Kopf zierten, lustig auf- und abwippten. Nun wandte sie sich endlich mir zu; in ihren Augen konnte ich weiterhin die Angst erkennen, die das Pokémon ganz offensichtlich noch immer hatte, vor mir trotzdem zu verbergen versuchte.
    „Ist alles in Ordnung mit dir?“, fragte mich das Küken schließlich zaghaft. Ich nickte schwach. Die Menge an hellbraunem Fell, welches sich um meinen Hals herum befand und an jenes des merkwürdigen Wesens erinnerte, wirbelte wegen des aufkommenden Windes umher.
    „Welche seltsame Gestalt war das hier?“, stellte ich meiner Lebensretterin nun die Frage. Diese begann langsam und ungewöhnlich leise zu sprechen:
    „Den genauen Namen weiß ich leider nicht – doch das Wesen war ebenso ein Pokémon wie ich und du.“ Schon wieder zog sich mein Magen zusammen, als Flemmlis Worte in meine langen Ohren eindrangen, die ein wenig wie die eines Kaninchens aussahen. Bedeutete dies tatsächlich, dass ich nur Futter für dieses grausame... Pokémon war?
    „Doch du musst wissen“, setzte Flemmli fort, „dass dieses Wesen nicht von Grund auf verdorben war. Dass in letzter Zeit viele Pokémon angriffslustig und aggressiv werden – ja, das betrifft nicht nur diesen seltsamen Vogeldrachen! - hat einen bestimmten Grund. So sagt man es sich jedenfalls.“
    „Und um welchen Grund handelt es sich dabei?“, hakte ich neugierig nach.
    Flemmli zögerte. Noch schien sie zu überlegen, ob sie mir jenen Grund tatsächlich mitteilen sollte. Schließlich tönte es wieder langsam aus dem gelben Schnabel:
    „In letzter Zeit finden hier in dieser Welt ungewöhnlich viele Naturkatastrophen statt. Offenbar verärgern sie einige Pokémon, oder es gibt einen anderen Grund, wieso viele von ihnen plötzlich eine riesige Wut auf die Welt und alle ihre Bewohner haben – aber es muss etwas mit dem Erdbeben vor drei Tagen, dem Hochwasser vorgestern, dem Vulkanausbruch gestern und den vielen anderen Katastrophen zu tun haben. Oder siehst du eine andere Möglichkeit?“
    Ich musste heftig schlucken, bevor ich verneinen konnte. Flemmli seufzte, bevor sie das Thema wechselte.
    „Aber nun bin ich ebenfalls neugierig; du sagtest, du wärest ein Mensch, richtig? Wie kommst du auf diese Vermutung?“
    Ich drehte mich etwas zur Seite und sah in den Himmel hinauf, der nun wieder in einem wunderschönen Hellblau strahlte. Wolken waren nur noch vereinzelt zu entdecken. Denn mit dem merkwürdigen Pokémon war offenbar auch die dunkle Wolkendecke verschwunden.
    Ich dachte nach. Dass ich ein Mensch war, schien keine Vermutung zu sein. Ich war mir ganz sicher. Doch so konnte ich Flemmli dies nicht sagen. Sie würde keine Begründung dahinter sehen. Doch genau diese brauchte sie jetzt. Einen Moment lang fühlte ich mich etwas hilflos.
    „Ich weiß es einfach“, richtete ich meine Gedanken dann an das kleine Pokémon. Dieses musterte mich noch einmal mit interessiertem Blick, bevor es leise fragte:
    „Und was macht dich da so sicher? Kannst du dich denn an ein Ereignis aus deinem früheren Leben erinnern?“
    Ich dachte angestrengt nach.
    Sekunden vergingen.
    Minuten.
    Verzweifelt suchte ich nach Erinnerungen aus meinem Menschenleben. Doch da war nichts.

  • Guten Morgen (:
    Deine Beta möchte sich zu Wort melden, da sie ja keine Schule mehr hat *aufzieh* Du lernst jetzt also schön, und wenn du wiederkommst, steht hier ein Kommentar. Ich bin sogar die Erste, was mich sehr freut. Normalerweise ist Adri ja eh immer schneller als ich :3 Ha, Gerechtigkeit!
    Let`s go.


    Kapitel II - Drachenklauen
    >>Drachenklauen<<, wieder ein Ein-Wort-Titel. Er klingt schön, und auch recht interessant. Der Header greift diese dunkle, bedrohliche Atmosspähre perfekt wieder auf. Wirklich, hier passt alles zusammen.
    Der erste Absatz ist der Beste. Es geht um Reptain, eh mein Lieblingscharakter aus PMD. Mir gefallen deine detailreichen Beschreibungen sehr, du verwendest zwar recht oft das Wort "grün", aber er ist nunmal auch grün ^-^ Aber man kann sich alles sehr gut vorstellen, den Wald, Reptain selbst und seine Gefühle hast du auch ein wenig eingebracht. Zwar nur im letzten Satz, aber dass reicht. Denn hier geht es nicht darum, was er empfindet, sondern dass er auf dem Weg ist. Die Leser sollen wissen, dass er hier eine Rolle spielt. Btw, ich hätte dich auch verklagt, wenn du ihn weggelassen hättest *g* Nein, das hier ist bisher definitiv mein Lieblingsabsatz, neben dem Prolog.
    Ah, jetzt erfahren wir ja auch, warum Flemli im letzten Kapitel so den Himmel angestarrt hat. Weil dieses riesige Drachenpokemon vorhatt, ein Evoli zum Frühstück zu verspeisen :3 Gut, dass es ihm nicht gelingt, weil ich deine Protagonistin mag. Und Flemmli übrigens auch.
    Hier fallen mir wieder deine tollen Beschreibungen auf, die wirklich sagenhaft sind. Schon allein, wie du stets dieses leicht Bedrohliche immer im Auge behälst, um deinen Lesern auch noch ins Gedächtnis zu rufen, dass es böse ist. Sehr schön!
    Vom Inhalt erfahren wir ja, dass es massenweise Naturkatastrophen gab. Dass wiederrum erinnert mich stark an die ersten Spiele. Aber trotzdem gut.
    Tja, und Evoli kann sich nicht daran erinnern, ein Mensch gewesen zu sein, weiß es aber. Ich hoffe, dass Flemmli das versteht oder zumindest akzeptiert.


    Ein tolles und fehlerfreies (haha xd) Kapitel, was mich wirklich begeistert. Reptain <3 Ich freue mich auf mehr!


    GLG, Cassia (Hoffentlich habe ich nicht nur Mist verfasst :/)

    Ab heut
    nur noch die wichtigen Dinge
    Ab heut
    nur noch die wichtigen Dinge
    Ab heut
    nur noch die wichtigen Dinge
    Ab heut
    nur noch leichtes Gepäck

  • Na du <3
    Hä, nur um das mal klarzustellen; ich bin im Grunde nie Erster, was das Kommentieren angeht Cassia , haha. Und damit beginnen wir einfach mal deinem Kommentar :* Ich will gar nicht viel drum herum reden, meine Meinung ist fällig ~ *verfanboyt an reptain und yveltal*


    Kapitel 2
    Drachenklauen heißt das Kapitel also. Erstmal konnte ich mit dem Titel nicht allzu viel anfangen, da er mir nichts gesagt hat. Drachenklaue ist eine Attacke bei Pokémon und daher ahnte ich schon, dass ein Drache auftauchen würde, aber dass es so ausgehen würde; das hätte ich nun wirklich nicht erwartet. Der Titel des Kapitels ist meiner Meinung nach eher mittelmäßig. An sich gefällt er mir zwar vom Klang her ziemlich gut, aber was mich stört ist, dass er eigentlich keine Aussage hat – weder vor dem Lesen, noch nach dem Lesen des Kapitels kann ich mit den „Drachenklauen“ wirklich was anfangen … Eigentlich soll ein Titel doch Spannung, Aufsehen und auch zu Rätseleien anregen. Das ist dir finde ich nicht so gut gelungen mit dem Titel. Wie gesagt, rein vom Klang her, und wie er eben so rüber kommt, ist er denke ich recht überzeugend, aber wenn man etwas „weiter stochert“ dann fehlt mir da doch der tiefere Sinn. Ehrlich gesagt fällt mir auch kein wirklicher Titel zu dem Kapitel ein, außer vielleicht „Jäger und Gejagte“. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch eigentlich auf dem zentralen Punkt am Ende; das Fehlen jeglicher Erinnerungen – vielleicht hättest du damit was machen können? „Verblasst“ zum Beispiel: Klingt schön, darüber kann man erst mal etwas rätseln und nach dem Lesen sollte jedem klar werden, was damit gemeint ist. Am besten denkst du einfach noch mal etwas über den Titel nach und wenn dir noch was besseres einfällt, dann kannst du ihn ja immer noch ändern. *steht auch gerne für brainstorming bereit; melde dich nur*


    Beginnen tut das Kapitel jedoch da, wo die Drachenklauen noch gar nichts zu suchen haben; nämlich bei Reptain. Ich liebe diesen Charakter ja allgemein und habe auch einen engen Bezug zu ihm, weil ich auch schon in Geschichten die ein oder anderen Kapitel an ihn verschwendet und sogar schon Kurzgeschichten zu ihm und den Dingen die ihm so wiederfahren geschrieben habe. Meiner Meinung nach war das Einsetzen von Reptain für den Anfang schon ganz gut. Die Stelle wurde recht passend gewählt, sodass man am Anfang des Kapitels erst einmal weder weiß um wen es geht, um was es geht oder wo das Ganze eigentlich abläuft. Ich für meinen Teil hab‘ zwar schon nach ein paar Wörtern verstanden worum’s geht, aber ich bin auch ein PKMN-MD Freak, also ist das denke ich kaum in Maßstab … Stilistisch gesehen könntest du allerdings noch etwas an der Szene arbeiten, finde ich. Im Allgemeinen schon recht gut gelungen, aber hier geht es um Feinheiten. (Du schreibst im Grunde schon übergreifend auf einem recht hohen Niveau, weshalb es bei den meisten Kritikpunkten die ich hier bringe wirklich nur um Kleinigkeiten, beziehungsweise den „letzten Feinschliff“ geht) Zum Beispiel war mir die Beschreibung des Körpers fast schon etwas zu genau. Zuerst sagst du, dass man Reptain kaum erkennt, wegen der Dunkelheit, seine Schnelligkeit und seiner Anpassungsfähigkeit und dann gehst du plötzlich ziemlich detailliert auf die Blattbüschel an seinem Handrücken ein. Nicht dass ich die Beschreibung nicht gut gefunden habe, doch im Bezug auf die Szene, war sie finde ich etwas zu dick aufgetragen. Das genauere Beschreiben der Umrisse (und auch der Bewegungen, anbei) hab‘ ich als sehr passen düng auch realistisch empfunden, aber an einigen Stellen wurde es für die zuvor beschriebenen Verhältnisse etwas zu genau, weswegen ich auch die Personifizierung mit dem Wort „Gecko“ nicht so schön fand; das war einfach zu viel. Ansonsten hat mir diese Szene zu Beginn schon ziemlich gut gefallen, vor allem, da du nicht auf das Zahnrad der Zeit eingegangen bist, und du dem Leser somit alle Möglichkeiten offen gehalten hast. Hat er es vielleicht noch gar nicht gestohlen? Hat er es verloren? Oder geht es in deiner Geschichte gar nicht darum und er ist gar nicht im Schemengehölz? (Den Ort hast du ja auch nicht genannt, den kann man sich nur denken ~) Alles in allem schon ziemlich gute Arbeit! *und gwahhhh, reptain <3*


    Die zweite Szene ist dann bei Flemmli und unserem Evoli und jetzt finden wir auch noch einigen Sätzen schon Bezug auf deinen Titel. Nach dem knappen Einstieg mit der wörtlichen Rede (welchen ich anbei gesagt übrigens sehr göttlich fand!) beschreibst du erst mal mehr oder weniger ziemlich ausführlich Yveltal (das wird’s sein, wa? *zwinker*) Die Beschreibung ist rein vom Inhaltlichen meiner Meinung nach schon ziemlich gut, allerdings hättest du sie stilistisch noch etwas verschönern können. Mir haben einfach die Vergleiche, Prädikate aber auch einfach die „malerischeren“ Formulierungen hier gefehlt; oder zumindest waren es mir nicht genug. Sowas lässt sich finde ich immer gut lesen und an der Stelle hätte es wohl recht gut gepasst.
    Nett von Flemmli, dass es einem wildfremden Evoli, was von sich sagt, es sei ein Mensch, welches Flemmli ohnmächtig auf einer riesigen Wiese fand, einfach mal das Leben rettet, und dabei sogar noch ihr eigenes in Gefahr bringt; sowas nenne ich Selbstlosigkeit! Ich denke Flemmlis starker, gutmütiger Charakter wird schon recht schnell zu Beginn der Geschichte deutlich und ich mag diese Eigenschaften weshalb mir das Küken auch gleich sympathisch ist, muss ich sagen. Warum Yveltal dann mit einem Mal abhaut wird noch nicht ganz klar, weshalb ich davon ausgehe – es vor allem aber hoffe – dass die Beweggründe dafür noch (recht bald) aufgedeckt werden. Allgemein wäre es aber auch gut zu wissen, welche Rolle das 6th-Gen-Pokémon in deiner Geschichte spielt. Einen kleinen Vorgeschmack dazu kriegen wir jedoch ja schon aus Flemmlis Erzählung. Im Grunde hast du auch den zweiten Teils des Kapitels wieder schon ziemlich hochwertig verfasst, sodass ich auch hier bis auf ein paar Kleinigkeiten kaum was meckern kann. Das einzige was mich dieses Mal jedoch wirklich sehr gestört hat war, dass du praktisch keinen Übergang von Lebensgefahr zu lockerem Gespräch über Evolis Vergangenheit. Da kommt keine Beschreibung von Beruhigung, keine Beschreibung von möglichem Ausruhen; Flemmli und Evoli atmen nicht mal erleichtert aus. Diese Gefühle und eben den Übergang zu dem darauf folgenden Gespräch hättest du finde ich um einiges deutlicher machen müssen, da es so einfach etwas blass rüber kommt.
    Ein extra Lob jedoch will ich noch zum allerletzten Absatz sagen … Die „Antwort“ von Evoli auf Flemmlis Frage (also eigentlich hat Evoli ja nichts gesagt; ich denke, du weißt, was ich meine) hast du einfach nur genial rübergebracht! Man spürt förmlich, wie Evoli immer weiter und weiter nachdenkt, aber schließlich einfach zu keinem Punkt kommt – sehr schönes Ende, was dein Kapitel gut ausklingen lässt! Eine Frage hätte ich aber noch: Im ersten Kapitel hast du gesagt, dass Evoli am Ende lieber nicht hätte „Flemmli“ sagen sollen, als es sah, was passierte. Warum denn das nicht? Mit Flemmli hat das doch nichts zu tun? Das finde ich jetzt etwas seltsam; kam fast so vor, als hättest du erst noch eine andere Idee gehabt aber diese dann als besser befunden? Ich weiß nicht, aber das kam etwas seltsam.


    Zusammenfassend kann ich wieder nur sagen: Top Kapitel mit nur kleineren Schwächen, welche sich noch ausgleichen lassen. Anbei: Was Rechtschreibung angeht: Gut gemacht Cassia *:


    So, und das war’s auch schon. Ich weiß nicht, ich glaube irgendwie, dass ich mich etwas zu kurz gefasst habe, dieses Mal … ._. Na ja, ich hoffe trotzdem, dass ich helfen konnte :*
    Viel Spaß noch beim Schreiben und bis zum nächsten Mal,
    - Banette

  • [tabmenu][tab=Re-Kommis]
    Vielen lieben Dank an euch, meine treuen Kommentatoren! :3 Ich habe mich sehr über euer Feedback gefreut.[tab=Cassia]
    Hallo, <3
    Danke schön, dein Lob hat mich sehr gefreut (und geehrt, haha) :3

    Zitat

    Der erste Absatz ist der Beste. Es geht um Reptain, eh mein Lieblingscharakter aus PMD. Mir gefallen deine detailreichen Beschreibungen sehr, du verwendest zwar recht oft das Wort "grün", aber er ist nunmal auch grün ^-^

    Autsch, wie ich mir den Absatz noch einmal durchgelesen habe, ist mir das auch aufgefallen. x) Ein paar "grün"s hätte ich sicher weglassen können, denke ich ^^'

    Zitat

    Vom Inhalt erfahren wir ja, dass es massenweise Naturkatastrophen gab. Dass wiederrum erinnert mich stark an die ersten Spiele. Aber trotzdem gut.

    Wie gesagt werde ich versuchen, Elemente beider Spiele einzubringen und daneben auch noch etwas eigenes zu erfinden - ich hoffe, die Story wird nicht irgendwann "unübersichtlich" x)
    [tab=Chess]
    Huhu (:
    Dir auch noch einmal vielen Dank für deinen langen Kommi und dein Lob :3


    Was den Titel angeht, bin ich mit "Drachenklauen" eigentlich recht zufrieden. Natürlich ist es nicht unbedingt ein Titel, der zum Nachdenken anregt, aber in dem Kapitel sollte es sich eigentlich auch hauptsächlich um Yveltals Angriff handeln, weniger um Evolis Erinnerungen. Diese einzubringen hatte ich eigentlich gar nicht vor, es war mehr eine spontane Entscheidung, als ich nach einem netten Cliffhänger suchte x3 Mir gefällt eben hauptsächlich der Klang, darum denke ich nicht, dass ich den Titel noch ändern werde. Trotzdem danke ^-^

    Zitat

    Zum Beispiel war mir die Beschreibung des Körpers fast schon etwas zu genau. Zuerst sagst du, dass man Reptain kaum erkennt, wegen der Dunkelheit, seine Schnelligkeit und seiner Anpassungsfähigkeit und dann gehst du plötzlich ziemlich detailliert auf die Blattbüschel an seinem Handrücken ein.

    Ja, das ist mir leider etwas zu spät aufgefallen ><" Während des Schreibens habe ich aus genau diesem Grund noch versucht, Reptain so zu beschreiben, dass der Leser weiß, dass es eben dieser ist, ohne zu ausführlich zu werden. Und das mir das nicht wirklich gelungen ist, habe ich erst später bemerkt x)

    Zitat

    Ich denke Flemmlis starker, gutmütiger Charakter wird schon recht schnell zu Beginn der Geschichte deutlich und ich mag diese Eigenschaften weshalb mir das Küken auch gleich sympathisch ist, muss ich sagen.

    Dann habe ich ja genau das erreicht, was ich erreichen wollte, haha :3

    Zitat

    Yveltal dann mit einem Mal abhaut wird noch nicht ganz klar, weshalb ich davon ausgehe – es vor allem aber hoffe – dass die Beweggründe dafür noch (recht bald) aufgedeckt werden.

    Werden sie; die Pokémon der 6. Generation spielen hier [Achtung, Spoiler :3] keine Nebenrolle, weshalb ich vorhabe, besonders Yveltal noch häufiger vorkommen zu lassen.[/Achtung, Spoiler :3]

    Zitat

    Im ersten Kapitel hast du gesagt, dass Evoli am Ende lieber nicht hätte „Flemmli“ sagen sollen, als es sah, was passierte. Warum denn das nicht? Mit Flemmli hat das doch nichts zu tun? Das finde ich jetzt etwas seltsam; kam fast so vor, als hättest du erst noch eine andere Idee gehabt aber diese dann als besser befunden? Ich weiß nicht, aber das kam etwas seltsam.

    Nun ja, eigentlich war es so gedacht, dass Flemmli erst so richtig Panik bekommen hat, als Evoli zu sprechen begonnen hat, da sie Angst hatte, so die Aufmerksamkeit von Yveltal auf sich zu ziehen. Darum schrie sie dann Evoli zu, sie solle weglaufen, was dann aber erst der Auslöser für Yveltals Angriff war. Ich hoffe, du verstehst, was ich meine x)[/tabmenu]


  • »» III: Trügender Schein ««



    Ein unangenehmer Geruch empfing mich, als sich die alte Tür mit einem lauten Knarren öffnete und ich einen Blick auf den spärlich beleuchteten Raum erhaschen konnte. Es roch nach einer eigenartigen Mischung aus Keller und verschimmelten Früchten. Gerne wollte ich mir die Nase zuhalten, doch da fiel mir ein, dass dies mit meinen Pfoten kaum möglich war.
    Leichtfüßig machte Flemmli einige Hüpfer über den dunkelbraunen, vermodert aussehenden Holzfußboden, der auf mich den Eindruck machte, als würde er in wenigen Momenten einbrechen. Links und rechts im Raum war jeweils ein genauso hölzerner Tisch zu erkennen; über eine breite Steinstufe konnte man auf diesen hinaufsteigen und eine der Himbeeren, die in einer runden Tonschüssel zu finden waren, verspeisen. Hinter den schiefen Tischbeinen standen einige, mit Wasser gefüllten Krüge. Sie waren aus Stein, jedoch verziert mit zahlreichen Mustern, die sie wirken ließen, als würden sie aus dem alten Ägypten stammen. Doch gab es in dieser Welt überhaupt dieselben Kontinente, Länder, und Städte wie sie in meiner Welt existierten?
    Plötzlich überkam mich ein Schauer, ein sanftes Kribbeln in den Füßen. Ich hatte Erinnerungen an die Menschenwelt? Ich wusste, dass es ein Land namens Ägypten gab, ich wusste über die sonderbaren Verzierungen Bescheid?
    Aus dem Augenwinkel konnte ich erkennen, wie Flemmli mit ihrem Schnabel an einer Strohdecke zog, die mindestens fünfmal so groß wie sie selbst war. Ihr Ziel war es offenbar, diese in die Mitte des Raumes zu verfrachten, was ihr sichtlich schwer fiel. Doch ich achtete nicht auf ihr Wimmern und Klangen, auf den Fluch, den sie mit verbissenem Gesichtsausdruck ausstieß, auf die Bitte, ihr zu helfen.
    Ich konzentrierte mich, versuchte, mich zu erinnern, wann ich als Mensch über andere Länder gehört hatte. Im Kindergarten? In der Schule?
    Abermals erschrak ich. Ich wusste, dass es Kindergärten und Schulen gab?
    Während Flemmlis Rufe immer lauter wurden, versuchte ich, diese vollständig auszublenden. Nicht nur das wehleidige Geräusch, auch sämtliche andere Einflüsse der Umwelt. Ich schloss die Augen, versuchte herauszufinden, welche Namen meine Schule trug, wie sie aussah, wie meine Freunde und Lehrer hießen.
    Doch ich wusste es nicht.
    Nach einiger Zeit öffnete ich meine Augen wieder, begann wieder, normal ein- und auszuatmen. War dies möglich? Ich hatte Erinnerungen an die Menschenwelt. Ich wusste, welche Länder, Städte, Touristenattraktionen es gab. Doch wusste ich nichts über mich selbst. Ich kannte einzig und allein Allgemeines, hatte keine Erinnerungen an meine Umgebung. Wusste nicht, wo ich wohnte, wen ich kannte. Es war, als hätte ich in dieser Welt niemals existiert.


    Dunkelheit umgab mich, schien mich vollständig einzuschließen. Ich war es eindeutig nicht gewöhnt, in einer Umgebung zu leben, in der es nichts wie elektrisches Licht gab; mehr noch, es schienen gar keine Lichteinflüsse von außen zu kommen. Keine Straßenlaternen, keine Kerzen. Nichts. Einzig und alleine das weiche Strohbett, über das Flemmli noch eine dicke Stoffdecke gebreitet hatte, spendete mir etwas Trost und das Gefühl, geborgen zu sein.
    „Hier kannst du eine Weile bleiben, zumindest, bis wir mehr über deine Vergangenheit herausgefunden haben“, erinnerte ich mich an die Worte, die das orangefarbene Pokémon vor einigen Stunden an mich gerichtet hatte.
    „Wer weiß, vielleicht finden wir ja sogar jemanden, der dich hier schon einmal gesehen hat. Man weiß ja nie!“
    Ich schloss meine Augen. Die Schwärze, die mich empfing, schien sich kein bisschen von der allgemeinen Dunkelheit in der kleinen Hütte zu unterscheiden. Ich wollte schlafen. Einfach nur schlafen. Vielleicht würde ich aufwachen und mich wieder in meiner Welt befinden. Vielleicht war das alles hier nur ein Alptraum. Vielleicht...
    Ich spürte, wie sich die Tränen in meinen Augen sammelten und begann leise zu schluchzen. Wieso? Wieso musste dieses Schicksal ausgerechnet mich treffen? Wieso nicht einen anderen? Wieso musste ich über ein Meer schwimmen, von den Wellen und dem Gewitter gepeinigt werden? In einer komplett unbekannten Umgebung aufwachen? Von einem aggressiven Fantasiewesen angegriffen werden? Wieso?
    Doch, während ich über die Erlebnisse der vergangenen Stunden sinnierte, fühlte ich auch eine eigenartige Erleichterung in mir aufkommen. Obwohl ich mich nicht daran erinnern konnte, jemals in der Menschenwelt gelebt zu haben, hatte Flemmli mich nach einer kurzen Auseinandersetzung als Freund akzeptiert und mir sogar ein Dach über dem Kopf besorgt. Sie hatte mich vor dem Angriff dieses Drachenvogels beschützt, mich in die Probleme dieser... Pokémonwelt, nämlich die vielen Naturkatastrophen, eingeweiht; ich konnte ihr vertrauen.
    „Du hast keine Argumente für deine Behauptung; aber dennoch kann ich den ehrlichen sowie verzweifelten Ausdruck in deinem Gesicht erkennen. Ich glaube dir“, lauteten ihre Worte, nachdem ich versucht hatte, mich an Ereignisse aus meinem früheren Leben zu erinnern. Ich war hier nicht alleine.
    ...Es hätte schlimmer kommen können.
    Gedanklich wiederholte ich diesen einen Satz nochmal, bevor ich merkte, dass es mir vor lauter Müdigkeit schwer fiel, einen klaren Gedanken zu fassen. Und ich meinen Geist in Richtung „Träumeland“ reisen ließ.


    ~


    „Reptain?“
    Eine Mischung aus Erstaunen und Entsetzen stand dem feenartigen Wesen, dessen Haut leicht rosa schimmerte, ins Gesicht geschrieben. Nur wenige Augenblicke, bevor es dieses Wort, diesen einen Namen, ausgesprochen hatte, erblickten seine Augen die grasgrüne Gestalt, die das Haus – welches eigentlich nur ein ausgehöhlter Baumstamm war – betreten hatte. Die Fühler, die beinahe so lang wie der Kopf der kleinen Fee waren, begannen zu zittern; Schweißtropfen rannen den wohlgeformten Kopf hinunter. Für einen kurzen Moment schloss das Wesen – offenbar ein Pokémon – seine Augen. Dank der tiefschwarzen Farbe der der Augenlider wirkte es für einen Moment so, als würde die winzige Gestalt seine dunklen Augenhöhlen zeigen.
    „Reptain...“, wiederholte sie, offenbar hochkonzentriert.
    „Es ist gefährlich, hierher zu kommen. Du wirst...“ Doch ehe die Fee ihren Satz beenden konnte, fiel ihr der Gast ins Wort:
    „Celebi... Ich habe versagt.“


    ~


    Das Erste, was ich nach meinem Erwachen wahrnehmen konnte, war die bedrückende Dunkelheit im Raum. War es tatsächlich noch Nacht? Hatte ich denn nur so kurz geschlafen? Verwunderung stieg in mir hoch. Zwar hatte ich keinen Traum gehabt, dennoch war mir die Nacht so lang erschienen. War sie tatsächlich noch nicht um? …Oder vielleicht dauerte eine Nacht in dieser Welt länger? Ich blickte auf meine Hände – nein, auf meine Pfoten. Noch immer waren sie weich und mit Fell bedeckt. Ich befand mich also noch immer in der Welt der... wie hießen sie noch einmal? Pokémon? Eine Weile starrte ich noch zur Decke, bis ich mich – wenn auch mit leicht mulmigem Gefühl – erhob. Schlafen würde ich sowieso nicht mehr können. Vielleicht konnte ich noch einen kurzen Spaziergang machen, bevor es hell werden würde.
    Meine Füße berührten den Fußboden.
    Halt.
    Taten sie das tatsächlich?
    Nein.
    Ich schien unmittelbar über dem Boden zu schweben, nach einigen Schritten stellte ich jedoch fest, dass ich mich normal fortbewegen konnte. Erstaunt, aber seltsamerweise nicht ängstlich oder gar geschockt, bewegte ich mich zur Tür und öffnete diese. Außerhalb meines kleinen Hauses war es nicht heller als darin. Eher dunkler. Ich ging weiter vorwärts, obgleich ich nichts sehen konnte.
    Nichts.
    Doch fühlte ich immer noch keine Angst in mir. Ich empfand es als selbstverständlich, dass es dunkel wie noch nie war und dass die Schwerkraft nicht zu existieren schien. Erst nach einiger Zeit bekam ich eine leichte Gänsehaut, wollte endlich wieder zum Haus zurückkehren. Drehte mich um. Doch das Haus war weg. Ich spürte, wie meine Augen sich weiteten, spürte mein Herz rasen, ein Dröhnen in meinem Kopf; ich bewegte mich in die Richtung, in der mein Zuhause sein musste. Doch es war nicht da. Weg. Von der Dunkelheit verschlungen.
    Ich wollte schreien. Die Angst, den ich vorhin offenbar zurückgehalten hatte, staute sich in mir auf, schien von allen Seiten zu kommen. Ergriff langsam Besitz von mir.
    Ich schloss meine Augen. Hoffend darauf, dass ich mich an einem anderen Ort befinden würde, wenn sie wieder geöffnet wurden.
    Und tatsächlich.
    Es war immer noch dunkel, doch ich konnte ganz klar die Konturen der Hochhäuser erkennen, aus denen Licht kam und die Straßen erhellte. Zusammen mit den Straßenlaternen. Ich sah Autos. Plakate. Menschen. Alles schien wieder so zu sein, wie es sich gehörte. Ich war wieder in der Menschenwelt.
    Doch als ich mich umdrehte, konnte ich ein Stück meines langen, dichten Schweifs erkennen. Ich war also immer noch ein Evoli.
    Aber wieso? Warum?
    Ich sprach die vielen an mir vorbeigehenden Menschen an, doch keiner schien mich zu hören. Gar nicht wahrzunehmen. Ich versuchte verzweifelt, auf mich aufmerksam zu machen, indem ich umhersprang, mit den Füßen scharrte. Ich versuchte alles, damit mich jemand entdeckte. Doch unbeirrt gingen die Menschen weiter, redeten, lachten, stritten miteinander.


    „Du gehörst nicht hierher.“
    Diesen Satz, der offenbar von einer Frau mit hoher, angenehm hallender Stimme ausgesprochen wurde, bohrte sich in mich wie ein Dolch, ließ mich erstarren.
    „Du existierst hier nicht.“
    „Was!?“, schrie ich entsetzt, entgeistert, geschockt. Ein Wirrwarr der Gefühle war es, der sich in mir breit machte.
    Als ich mich aufrecht sitzend in meinem Bett wiederfand. In meinem Strohbett. In dem Haus mit den Himbeeren und dem Wasser. Der von einem sanften Sonnenstrahl des gerade aufgehenden Lichtspenders erhellte Raum, der sich in der Pokémonwelt befand. Hier war ich. Hier gehörte ich hin. In der Menschenwelt existierte ich nicht.

  • Hey Yuno :*
    Und hier ist auch schon dein Kommi ~ Dieses Mal sogar mehr oder weniger zeitnah, yuhu. Aber gut, Schulstress ist jetzt endgültig rum und damit habe ich auch mehr Zeit und kann schneller kommentieren. Hoffentlich kann ich dir etwas helfen.


    Kapitel 3
    Trügender Schein heißt dein Kapitel und ich muss ehrlich sein – ich konnte mir darunter rein gar nichts vorstellen, bevor ich das Kapitel gelesen habe. Ich finde, dass er ganz gut zu dem Kapitel passt, aber irgendwie ist er etwas durchsichtig. Weißt du was ich meine? Klar, am Anfang kann man sich natürlich nur bedingt denken, was du damit meinst, aber es ist nicht so, dass man darüber viel nachdenken kann. Er ist keine Metapher oder so und wenn man das Kapitel durchgelesen hat denkt man auch nicht „Achso, verstehe; klasse verschachteltet!“ Ging zumindest mir so. Ich fand ihn etwas eindeutig und halt sehr … deutlich; wie schon gesagt, etwas durchsichtig. Trotzdem gefällt er mir im Vergleich dazu recht gut. Das mache ich vor allem am Klang und an der Wortwahl fest, das passt einfach beides sehr gut zusammen und klingt auch gemeinsam ganz schön. Ich denke dass der Titel zwar passt, aber irgendwo etwas zu eindeutig ist, mir fehlt dieser Moment, in dem man einfach denkt „Achsooooo“. Weißt du? Trotzdem ist er wie gesagt nicht schlecht, da er echt schön klingt und wie gesagt gut klingt, bin aber auch schon besseres von dir gewöhnt. *wobei mir atm auch nichts besseres einfällt haha*


    Beginnen tut das Kapitel ja noch in der Realität, in Flemmlis Haus. Das hast du zwar recht knapp, aber dennoch ausreichend beschrieben, wie ich finde. Du sagst ja selbst, dass es schon recht schnell dunkel wurde und aufgrund desen, dass sie weder Kerzen noch Strom haben (hatten die bei PMD nicht immer Fackeln?) sieht man auch schon bald gar nichts mehr. Deswegen ist es sogar ziemlich gut nachvollziehbar finde ich, dass du noch nicht so viel beschreibst; hoffe aber, dass du das bei passender Gelegenheit noch etwas ergänzt, da mir einige Dinge noch etwas zu schwach beschrieben scheinen. Recht schnell gehst du dann in einen recht großen Gedankengang über die Erinnerungen und über die Menschenwelt allgemein. Und ich muss sagen, dass dir diese Stelle meiner Meinung nach ziemlich, ziemlich gut gelungen ist. Man merkt richtig, wie sich das Evoli langsam vorarbeitet und immer mehr Erinnerungen erlangt, aber sich am Ende doch nicht an ihr eigenes Ich erinnert. An ihr Leben und sowas. Zu Schade, haha. Ich fand dieses schrittweise Erinnern schon ziemlich nice, aber teilweise hat mich dein Schreibstil an der Stelle etwas gestört. Es waren immer nur kleine Formulierungen, aber im Endeffekt warst du hier doch etwas schwächer als sonst. Mir kam es vor, als tätest du dir etwas schwer damit, das zu schreiben, was du schreiben wolltest. Teilweise scheint es mir so, als wäre das, was du geschrieben hast, gar nicht das, was du schreiben wolltest – als fehlten dir die Formulierungsmöglichkeiten. Keine Ahnung inwiefern das jetzt zutrifft oder nicht, aber so kam es mir zumindest vor. Teilweise war die Satzstellung aber auch die allgemeine Ausdrucksweise etwas zu umgangssprachlich und das hat die tolle Atmosphäre und allgemein die gute Szene etwas gestört. Hieran solltest du also noch etwas arbeiten; versuch nicht so deutlich in die Umgangssprache zu rutschen, das ist mir gerade bei den Nachfragen aufgefallen. Auch die Gedanken zu der ganzen Situation, und wie viel Glück sie doch hatte auf Flemmli zu treffen hast du meiner Meinung nach gut beschrieben; allgemein hat es auch gut gepasst, dass du sowas jetzt mal erwähnst, denn als Mensch(liches Wesen, lol) versucht man oftmals positiv zu denken, um das negative zu verdecken und die genannten Gründe sind doch schon mal ziemlich gut.
    Dein Teil mit Reptain fand ich ehrlich gesagt vom Inhalt und allem drum und dran her am besten. Auch wenn er wohl der kürzeste war, so hatte er doch am meisten Würze und konnte sich bei mir besonders … beweisen. Ich fand es einfach eine super gute Idee, dass du das von Reptain gesagte nur so ganz kurz erwähnst und damit auch gleich wieder einen Cliffhanger hast – und das mitten im Kapitel. Du hast Celebi meines Erachtens noch ziemlich gut rüber gebracht – zwar verschleiert aber dennoch recht eindeutig was ihre Verwirrung anging. Reptain blieb zwar etwas außen vor; vielleicht hättest du auch auf seine Gedanken hinweisen können. Hinweisen? Ja, zum Beispiel indem du seine Stimme beschreibst. Sein Verhalten. Ich schätze, dass er recht leise, etwas beschämt, aber trotzdem hart und deutlich gesprochen hätte, wie man es von dem ehrlichen Gecko eben aus dem Spiel so kennt. Auch bei Celebi hättest du noch mehr auf die Stimme eingehen können, aber da ging es eigentlich. (Ich weiß, die Stimme zu beschreiben und dabei auch das richtige zu finden und zu schreiben ist sehr schwer …)
    Der letzte Teil erinnert mich jetzt irgendwie ziemlich an Digimon! ♥ Ich weiß nicht ob du den Anime geguckt hast aber in Staffel 1, Digimon Adventure, gibt es eine Szene in der der Hauptcharakter (welcher auch seltsamerweise in die Digiwelt kam) träumt er sei in seiner Welt; doch wird er dort von allen nicht beachtet, weil sie ihn nicht sehen können – das Ganze ist ziemlich ähnlich. Das soll keines Wegs negativ sein – sowas gibt es bestimmt noch in 325734 anderen Geschichten – ich musste nur übel daran denken und hab jetzt sogar wieder Lust den Anime zu sehen .__. Na ja. Insgesamt fand ich aber diese Traumszene ziemlich gut und das Ende weißt ja schon etwas auf Cresselia hin, oder? Da ist es doch im zweiten Teil der Geschichte, also nach dem Hauptteil, von PMD2 auch Cresselia, dass in die Träume von den beiden Charakteren eindringt und ihnen sowas in der Art sagt. (Da heißt es zwar „eure Existenz stört das Gleichgewicht der Welt“, aber es ist sowas in der Art und ich musste sofort an Cresselia und die dazu passende Spielmusik denken :love: Haha) Am Ende realisiert das Evoli dann auch recht aufmerksam was geschehen ist und wie die Dinge aussehen. Ist bestimmt keine einfache Situation; man muss sich das nur mal vorstellen. Ich finde es übrigens sehr interessant, dass sie offenbar gar nicht von der Pokémonwelt wusste, da es bei PMD2 beispielsweise so ist, dass der Hauptcharakter als Mensch in die Vergangenheit, also die Gegenwart; für die Zukunft halt die Vergangenheit; kommen will, aber Darkrai seine Hände im Spiel hat und dadurch wird er zu einem Pokémon. Dass dein Charakter keine Ahnung von Pokémon hat, und allem was dazu gehört, gibt der Geschichte einen ganz neuen Effekt und leitet sie auch sicher anders als sie sonst geleitet worden wäre. :off-topic:
    Die letzte Szene fand ich wie gesagt gut, wobei du hier und da noch etwas mehr auf die Gefühle eingehen könntest – auch hier. Als Evoli „Was!?“ schreit beschreibst du mit drei Adjektiven kurz wie sie sich dabei fühlt, beziehungsweise wie sie dort wirkt, aber ich hätte mir an so einer wichtigen Stelle, vielleicht auch während des Realisierens der nicht vorhandenen Existenz in der Menschenwelt, etwas mehr Beschreibungen gewünscht – auch hier hättest du es so Stück für Stück klar werden lassen können, ähnlich der schrittweisen Erinnerung zu Anfang des Kapitels; das wäre dann auch eine schöne stilistische Parallele.


    Insgesamt hat mir das Kapitel aber trotzdem recht gut gefallen! :) Ich freue mich schon auf das nächste und wünsche dir bis dahin viel Spaß beim Schreiben.
    Hdl, Adri ♥

  • [tabmenu][tab=Vorgerede]Omg. Sagt nicht, dass ich seit über vier Monaten nichts mehr gepostet habe, obwohl ich ursprünglich vorhatte, in diesem Zeitraum gleich vier Kapitel zu schreiben ;_; Ich hoffe, man kann mir verzeihen, dass ich so schreibfaul war und im folgenden Kapitel meine beiden süßen Protagonistinnen außerdem nicht vorkommen werden - ich hoffe, es folgt trotzdem der eine oder andere Kommentar ^^"[tab=Chessi]
    Vielen lieben Dank für deinen Kommi <3 Ich freue mich echt total darüber, dass du bis jetzt zu jedem meiner Kapitel etwas geschrieben hast - das erinnert mich daran, dass ich vielleicht auch mal wieder etwas zu deiner Pokémon-FF schreiben sollte, lol.
    Zum Titel: Du weißt ja nicht, wie lange ich mir den Knopf darüber zerbrochen habe, etwas ideales zu finden :D Gute Titel zu wählen ist ja nicht unbedingt meine größte Stärke; aber wer weiß, vielleicht gefällt dir ja der Titel für das 4. Kapitel, der mehr oder weniger ein Spontaneinfall war, besser :b


    Zitat

    (hatten die bei PMD nicht immer Fackeln?)

    Hatten sie? Ich habe jetzt schon eine Weile kein PMD mehr gespielt, aber ja, wahrscheinlich hatten sie tatsächlich Fackeln, lol. Werde ich demnächst mal überprüfen :D


    Zitat

    Mir kam es vor, als tätest du dir etwas schwer damit, das zu schreiben, was du schreiben wolltest. Teilweise scheint es mir so, als wäre das, was du geschrieben hast, gar nicht das, was du schreiben wolltest – als fehlten dir die Formulierungsmöglichkeiten.

    Gut möglich, dass der Text vom Schreibstil her an dieser Stelle weniger ausgereift ist, da ich mir schon schwer genug dabei getan habe, alles so zu erklären, dass man es als Leser überhaupt versteht. Offenbar habe ich dabei außer Acht gelassen, wie ich schreibe - danke, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast, da mir das gar nicht aufgefallen wäre ^^"


    Zitat

    Reptain blieb zwar etwas außen vor; vielleicht hättest du auch auf seine Gedanken hinweisen können. Hinweisen? Ja, zum Beispiel indem du seine Stimme beschreibst. Sein Verhalten.

    Das war aber mehr oder weniger Absicht, da ich mir die genaueren Details fürs nächste Kapitel aufheben wollte ^^"


    Zitat

    Der letzte Teil erinnert mich jetzt irgendwie ziemlich an Digimon! ♥ Ich weiß nicht ob du den Anime geguckt hast aber in Staffel 1, Digimon Adventure, gibt es eine Szene in der der Hauptcharakter (welcher auch seltsamerweise in die Digiwelt kam) träumt er sei in seiner Welt; doch wird er dort von allen nicht beachtet, weil sie ihn nicht sehen können – das Ganze ist ziemlich ähnlich.

    Ja, Digimon habe ich zumindest teilweise gesehen, allerdings ist das auch schon wieder Jahre her und mir fällt diese Szene gerade nicht ein, lol. Aber wer weiß, vielleicht hat mich das ja im Unterbewusstsein inspiriert oder so, haha :D


    Nochmals vielen Lieben Dank für die restliche positive & negative Kritik, zu der ich nicht viel sagen kann (außer "Danke") - mal sehen, inwiefern es mir gelungen ist, deine Tipps für das nächste Kapitel umzusetzen ;b[/tabmenu]

  • http://i39.tinypic.com/2mxe7bt.jpg
    Quelle // Bearbeitung by me



    »» IV: Von edelsteinzählenden Pokémon ««



    Die tiefschwarzen Augen der zierlichen, blassrosa Fee weiteten sich mit einem Male.
    „Das... das ist vollkommen unmöglich! Sag mir bitte, dass du nur scherzt, Reptain!“ Celebis hohe, zitternde Stimme wurde mit jedem Wort, welches aus ihrer Kehle drang, leiser. Sie konnte und wollte nicht glauben, was ihre Ohren vernommen hatten; zu schockierend war der kurze Satz, den ihr Besucher zuletzt ausgesprochen hatte. Und auch das letzte Fünkchen Hoffnung der Fee verschwand, als sich der Gecko, dessen grüne Haut zahlreiche Kratzer und blutende Wunden vorwies, kraftlos auf einen kleinen, hölzernen Stuhl sinken ließ. Seine müden Augen schweiften umher, besahen sich den spärlich beleuchtenden Raum genauer. Zu gerne hätte er etwas erblickt, was seine Aufmerksamkeit erregen konnte, so dass er nicht mehr an seine beschämende Niederlage zu denken hatte. Doch außer einem runden Holztisch, auf dem ein geflochtener Korb mit tiefblauen, runden Sinelbeeren zu sehen war, dem Stuhl, der neben jenem Tisch seinen Platz hatte, einer kleinen, weißen Kerze, die Celebi vor langer Zeit im Wald gefunden hatte – ohne zu wissen, was mit dem Bisschen Wachs anzufangen war – sowie der Fee selbst, deren große Augen ihm verzweifelt wirkende Blicke zuwarfen, gab es in dem ausgehöhlten Baumstamm nichts.
    „Es tut mir leid, Celebi.“
    Endlich gelang es Reptain, wieder einige leise, beinahe tonlose Worte an das Pokémon zu richten. Es kostete ihn einige Überwindung. Schließlich konnte und wollte er der Fee unter keinen Umständen von der Niederlage, die ihm widerfahren war und die nun wie eine schwere Last auf seiner Schulter saß, berichten. Doch es blieb viel zu wenig Zeit, als dass er seinen Bericht weiter hinauszögern konnte.
    Zu schön wäre es gewesen, hätte Celebi etwas derartiges gesagt wie: „Das ist doch nicht so schlimm, so etwas kann schließlich jedem passieren!“ Doch jetzt sah sie dem Gecko mit entsetzt aufgerissen Augen – was auch daran liegen mochte, dass sie es nicht gewohnt war, etwas wie eine Entschuldigung von ihm zu hören – in sein verschrammtes Gesicht, als hoffte sie immer noch, dass all dies nur ein böser Traum war, aus dem sie jeden Moment erwachen würde.
    „Wie konnte das bloß passieren, Reptain?“ Endlich hatte sich Celebi wieder in den Griff bekommen und versuchte, allen Schock beiseite zu schieben. Doch nun waren es Wut und Enttäuschung, die von der Fee langsam Besitz ergriffen. Zu ihrer eigenen Beruhigung tief ein- und ausatmend wartete sie auf eine Antwort, die jedoch etwas auf sich warten ließ. Denn der Gecko starrte betreten auf den Holzboden, wollte mit der Antwort nicht herausrücken. Minuten schienen zu vergehen, bis er mühevoll versuchte, etwas zu erwidern. Doch seine Kehle war wie zugeschnürt; aus Erschöpftheit wurde ihm langsam schwarz vor Augen. Reptain war anzusehen, wie schwer es sein musste, einen vollständigen Satz auszusprechen.
    „Xerneas... es war dieser Hirsch... er... er ist an allem schuld...“
    Mit einem Mal schlossen sich seine gelben, reptilartigen Augen und sein Kopf sank langsam auf die Tischplatte.
    „Reptain?“, hörte er Celebi noch entsetzt rufen.
    „Reptain!“


    ~


    Die zahlreichen Edelsteine, deren Farben sich untereinander nur selten glichen und welche aus dem prunkvollen, weißem Geweih zu wachsen schienen, begannen in den hellen Sonnenstrahlen zu funkeln und leuchten, so dass keines der Pokémon, welches sich hier befand, seinen Blick von ihm abwenden konnte. Der schmale, jedoch erstaunlich große, pechschwarze Hirsch, dessen meerblauen Kopf von dem prächtigen Geweih geziert wurde, wirkte beinahe so, als sei er der Herrscher, gar ein Gott in dem paradiesischen Garten, in welchem Blumen verschiedenster Art blühten, von denen selbst Botaniker noch nie gehört haben konnten. Doch jene Pokémon, die genauer hinsahen, erkannten, dass sich der Hirsch ganz offensichtlich vor jemandem verneigte. Mit gesenkten Kopf und Hals blickte er auf den Erdboden, welcher von langen, leuchtend grünen Grashalmen überzogen war. Lange verweilte er in dieser Haltung, obgleich niemand zu sehen war, der mächtiger als das wunderschöne Wesen sein konnte. Erst nach einigen Minuten offenbarte sich seine hohe, angenehm hallende Stimme, die jedes anwesende Pokémon vor Bewunderung erschaudern ließ.
    „Ich habe meinen Auftrag erfolgreich ausgeführt, Meister“, sagte der Hirsch, jedes einzelne Wort langsam und deutlich aussprechend. Nur wenige Augenblicke dauerte es, bis sich der bisher wolkenlose, strahlend blaue Himmel verfinsterte; einen grässlichen, schwarzen Farbton annahm, der einen starken Kontrast zu diesem Idyll bildete. Unwissende Pokémon, die sich noch immer in der Nähe befanden, hätten wohl vermutet, in wenigen Momenten Bekanntschaft mit einer weiteren Gottheit zu machen. Einer Gottheit, die mit dem finsterem Spektakel zu tun hatte und – obgleich sie nicht so wunderschön sein konnte wie der Hirsch – mehr Macht als dieser besitzen musste. Doch anstatt, dass unter Getöse, Blitz und Donner eine weitere Gestalt erschien, ertönte nur eine tiefe Stimme, die aus den gerade eben aufgezogenen, finsteren Wolken kam.
    „Vielen Dank, Xerneas. Ich wusste, dass du fähig genug bist, eine solche Aufgabe mit Leichtigkeit zu erledigen. Aber sag mir, mein Freund... wo ist Yveltal? Er versprach doch, ebenfalls hierher zu kommen – hast du vielleicht etwas von ihm gehört?“
    Ein bedrohlicher Klang schwang in der Stimme, als die letzten Worte ausgesprochen wurden. Wer für dieses Spektakel, welches zahlreiche nun zusehende Pokémon angelockt hatte, verantwortlich war, schien es nicht gewohnt zu sein, dass nicht alles nach seinen Wünschen verlief. Xerneas, welcher nun endlich aufschaute, schüttelte aber lediglich den Kopf, obgleich sein Meister dies wohl nicht sehen konnte, wie sich ein kleines, biberartiges Pokémon dachte. Schon seit der majestätische Hirsch hier aufgetaucht war, konnte das winzige Wesen seine großen Knopfaugen nicht mehr von ihm abwenden.
    „Nein. Seit Yveltal aufgebrochen ist, um Celebi zu suchen, habe ich nichts mehr von ihm gehört. Ich sage es nur äußerst ungern, Meister, aber ich fürchte, der Gute ist von unseren Idealen nicht angetan und handelt nach seinen eigenen Interessen und Zielen. Wer weiß schon, was er nun wieder angestellt hat. Er hat großes Glück, dass niemand etwas über den eigentlichen Grund seiner – nein, unserer – Existenz weiß und er somit agieren kann, ohne besonders großes Aufsehen zu erregen. Viele Pokémon werden langsam unruhig, wollen die vielen Naturkatastrophen nicht mehr tatenlos über sich ergehen lassen. Manche von ihnen nutzen ihre überschüssige Energie, um ihren Mitbewohnern das Leben zu erschweren – wieso sie dies machen, weiß ich auch nicht. Fakt ist aber, das Yveltal zwischen den vielen verstörten Pokémon wohl kaum auffällt, so imposant und einprägsam seine Erscheinung auch sein mag. Dennoch – oder vielleicht sogar deshalb – bin ich der Meinung, dass wir endlich herausfinden müssen, was Yveltal eigentlich bezwecken will und auf welcher Seite er steht. Er ist mächtig; wir können es uns nicht leisten, dass er zur Gegenseite wechselt und Reptain, seinen Partner und Celebi unterstützt. Wir sollten...“
    „Schweig, Xerneas“, ertönte mit einem Mal erneut die tiefe, unheilvolle Stimme.
    „Bevor wir uns dem Problem mit Yveltal widmen, habe ich eine sehr viel wichtigere Frage an dich: hast du den Partner von Reptain denn bereits gefunden?“
    Der Hirsch schwieg. Lange lag bedrückende Stille um ihn herum; den anwesenden Pokémon, die noch vor wenigen Augenblicken geblendet von der Selbstsicherheit dieses Wesens waren, stand nun eine Mischung aus Spannung und Enttäuschung in ihre Gesichter geschrieben. Wieso machte jene Gestalt, die von den Bewohnern hier schon immer als König, Herrscher oder gar Gott angesehen wurde, plötzlich so einen deprimierten Eindruck? Der Biber, dessen braunes Fell sich kaum vom Stamm des Baumes, auf dem tadellos runde Pirsifbeeren wuchsen, abhob, verengte seine Augen zu schmalen Schlitzen und betrachtete Xerneas genauer, bis nach einigen unendlich langen Minuten endlich eine Antwort folgte.
    „Nein. Ich habe die Person noch nicht ausfindig machen können.“
    Xerneas redete leise, beinahe tonlos, als könnte er selbst glauben, was er gerade gesagt hatte. Unruhig scharrte er mit seinen perfekt geformten Hufen über den weichen Erdboden, während er auf eine Reaktion seines Meisters erwartete, die jedoch etwas auf sich warten ließ. Abermals schienen Minuten zu vergehen, bis der Hirsch wieder die Stimme des mysteriösen Wesens wahrnahm:
    „Das enttäuscht mich. Sagtest du mir nicht erst kürzlich, einen Menschen in der Welt, in der diese Wesen Legenden sind, ausfindig zu machen, sollte kein Problem darstellen? Was hat dir deine Arbeit erschwert, Xerneas?“
    Gedemütigt senkte der Hirsch seinen Kopf, wobei ein winziger, roter Stein von seinem Geweih abfiel. Sofort stürzte sich ein kleines, unscheinbares Vogelpokémon auf ihn, wollte ihn als Andenken an dieses Erlebnis für sich beanspruchen. Andere Pokémon sahen ihm mit einer Spur Eifersucht im Gesicht nach, wie es sich ins Firmament schwang, mit den schwarzen Krallen auf seinen Füßen den wertvollen, roten Stein umklammernd.
    „Ich dachte, es wäre ein Kinderspiel, den Menschen zu finden, da ein solches Lebewesen in der Pokémonwelt nicht so einfach untertauchen kann. Und dennoch habe ich – erfolglos – Stunden nach ihm suchen müssen, bevor ich mich dazu entschloss, zuerst Jagd auf Reptain zu machen.“
    „Reptain... ist er tot?“, wollte jenes Wesen, welches mit dem Berichterstatter sprach, nun wissen.
    „Ich denke nicht. Dieser Gecko lässt sich nicht besonders einfach unterkriegen – er ist ein Meister im Kämpfen, aber auch im Flüchten. Er verschwand auf einmal, bevor ich ihm seinen Gnadenstoß versetzen konnte. Aber meinen eigentlichen Auftrag – Reptain davon abzuhalten, seinen Partner, den Menschen, vor uns zu finden – habe ich ausgeführt. Ich erzählte ihm, wir hätten ihn bereits getötet“, erklärte Xerneas, wieder etwas selbstbewusster.
    „Hat er dir diese Erzählung widerspruchslos abgekauft?“
    „Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall muss es ein Schock für ihn gewesen sein; dank diesem und seinem ohnehin geschwächtem Zustand wird es ein leichtes sein, sowohl ihn als auch Celebi zu töten, sobald wir ihr Versteck ausfindig gemacht haben. Nachdem der Mensch auch nicht besonders auffällig agiert, nehme ich an, dass er vielleicht seine Erinnerungen verloren hat. In diesem Fall sollte er keine allzu große Gefahr darstellen. Darum denke ich, dass wir uns zuerst um das Problem mit Reptain und Celebi kümmern sollten, bevor wir uns ihm widmen. Ist mir dies genehmigt, Meister?“
    „Ist es. Zeig mir, dass du kein elender Nichtsnutz wie dein Bruder Yveltal bist, Xerneas.“
    Der noch immer etwas abseits stehende Biber beobachtete das Spektakel mit gemischten Gefühlen. Xerneas schien lange nicht so perfekt zu sein, wie das Pokémon geglaubt hatte, seit es sich erinnern konnte. Die atemberaubende Schönheit schien finstere Geheimnisse zu haben, die kein bisschen zu seinem Äußeren passten. Oder wurde der Hirsch nur von jenem Wesen, das für die dunklen Wolken auf dem vorhin so strahlend blauen Himmel verantwortlich war, dazu verleitet?
    „Xerneas ist wunderschön“, hörte der Biber plötzlich eine leise, hohe Stimme neben sich. Ein nur wenige Zentimeter großes, reinweißes Wesen, welches sich an einer etwas größeren roten Blume festhielt, um nicht vom Wind davongetragen zu werden, hatte das Gespräch zwischen Xerneas und seinem Meister ebenfalls verfolgt. Seine Ohren, die etwas an kleine Flügel erinnerten und der Kranz aus gelblichen Kugeln auf seinem Kopf bewegten sich in der sanften Brise.
    „Was meinst du, wie viele Edelsteine wohl auf seinem Kopf Platz haben?“, fragte die winzige Gestalt, die etwas an eine kleine Fee erinnerte.
    „Ich habe sie gezählt“, entgegnete der Biber.
    „Es sind genau vierundzwanzig.“

  • Huhu du :*
    Ein bisschen verspätet, bedingt eines stressigen Reallifes, bin ich nun doch da, haha. Hab mich ja schon auf das neue Kapitel gefreut und hatte es auch direkt gelesen, nur kam ich noch nicht zu Kommentar. Jetzt aber! Ich hoffe ich kann dir wieder etwas helfen.


    Kapitel 4
    Der Titel hat mir übel gut gefallen, muss ich ganz ehrlich sagen. Diese Art von Titel hat etwas märchenhaftes, schönes an sich und hat eine wundervolle Wirkung. Man hat in Verbindung mit dem Kapitelbild natürlich gleich eine Vorstellung davon, dass Xerneas etwas in dem Kapitel veranstalten wird, allerdings wird ja auch von edelsteinzählenden Pokémon gesagt im Titel, und das wiederrum deutet ja auf andere Pokémon als Xerneas hin. Wer diese also wohl sein werden? Was wird Xerneas für eine Rolle spielen? Der Titel wirft Fragen auf (passt im Nachhinein wie ich finde auch super zum Kapitel) und hat einen tollen Klang, sehr gute Wahl!


    Das Kapitel ist sozusagen in zwei Sequenzen aufgeteilt, wobei irgendwie beide recht wenig Handlung enthalten, wenn auch sie einiges an Informationen bieten, was wie ich finde auch mal wichtig ist. Die Szene mit Reptain und Celebi schließt an dem kleinen Teil dieser Szene im letzten Kapitel an, sowas mag ich immer gerne (und benutze dieses „Stilmittel“ auch selbst); so kann man meiner Meinung nach gut in ein Kapitel einsteigen. Jedenfalls ist es recht interessant zu lesen gewesen. Man weiß zwar nicht so ganz worum es geht, aber du gehst ziemlich gut auf die Gefühle ein. Es wird hierbei sowohl bei Celebi als auch bei Reptain recht deutlich wie sie der Sache gegenüber stehen und was sie davon halten. Gerade bei Celebi hat mir der Wandel von überrascht/perplex zu verbittert/etwas sauer ziemlich gut gefallen, das hast du gut hingekriegt. Diese ganze Szene spielt ja dann nur auf einen Punkt zu, nämlich der, an dem Reptain ohnmächtig (?) wird. Wie das wohl passieren konnte? Ich meinte, fehlt ihm einfach die Kraft, oder ist da noch etwas anderes? Ich meine, irgendwie muss er ja noch zu Celebi gekommen sein? War das so eine allerletzte-Kraft-Aktion? Das war mir noch etwas schleierhaft (vielleicht sollte es ja auch so sein), aber ansonsten guter Abschnitt. Ich finde, dass es nicht viel zu verbessern gibt hier. Die Formulierungen sind größtenteils schön zu lesen und du hast eigentlich alles beschrieben, was man so beschreiben sollte. Eventuell hier und da noch etwas mehr auf Reptains Kraftklosigkeit, dass er so erschöpft ist, eingehen, sodass du damit fast schon etwas übertreibst. Da das ein sehr starkes (haha, Wortwitz, kapiert? ;A;) Gefühl ist, passt das eigentlich ganz gut. Nur am Ende hätte ich mir noch eine nähere Beschreibung der Stimme von Celebi gewünscht. Du beschreibst sie mit „entsetzt“, aber ich finde da könnte man noch ein kleines bisschen mehr schreiben. Selbst wenn Reptain in der Sekunde gerade abkratzt (lol) hättest du da trotzdem noch 2-3 Sätze schreiben können, einfach um vielleicht auch zu zeigen, dass Celebis Wut mit diesem Zusammenbruch eventuell verfliegt? Wer weiß, ist ja deine Sache was du mit deinen Charakteren machst, aber hier wäre etwas mehr nicht schlecht gewesen, finde ich. Trotzdem super erster Abschnitt.
    Der zweite Abschnitt ist dann etwas länger, hat aber irgendwie auch nicht viel mehr Handlung, ist allerdings meiner Meinung nach trotzdem noch etwas interessanter. Wir lernen gleich zwei neue, wichtige (?) Charaktere kennen, nämlich Xerneas und die Stimme aus dem Himmel. Ich muss sagen, beim zweiten Abschnitt war ich echt überrascht, weil du diesen so super rübergebracht hast. Ich meine, dass du gut schreiben kannst wissen wir ja, aber das war echt top! Du hast es geschafft, die Atmosphäre zu vermitteln, dass einige Pokémon es beobachten, man aber nicht weiß was das für Pokémon sind und bist trotzdem noch auf die Gedanken und Gefühle von Xerneas eingegangen, hast sie aber nicht so beschrieben wie man sie als Außenstehender mitkriegen würde, anhand von äußeren Erscheinungen wie Gesichtsausdrücken, Bewegungsmustern, usw. Das hat mir richtig gut gefallen! Gerade durch das Ende, wo das Bidiza (?) und das Flabébé (oder eine der Weiterentwicklungen? Hat sich jedenfalls danach angehört, finde ich) sich noch kurz unterhalten, wurde diese Atmosphäre unglaublich gefestigt. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, ich würde in einem Gebüsch sitzen und es wäre leicht dunkel, ich würde Xerneas leicht verschleiert unter einem Lichtstrahl sehen, usw … Hat mir richtig gut gefallen, großes Lob! Inhaltlich ist das auch ziemlich interessant gewesen. Zunächst einmal … Was ist denn das bitte für ein Pokémon im Himmel!? Ich kann mir jetzt mal ganz einfach Schatten-Dialga denken, vielleicht noch Rayquarza oder eben ein böse gewordenes Arceus, aber im Anbetracht der beiden existierenden Mystery Dungeon Spiele halte ich die ersten beiden für wahrscheinlich, wobei du ja ebenfalls sagst, dass du auch eigene Aspekte mit einbringen willst, wer weiß, wer weiß … Ist jedenfalls noch guter Denkstoff für demnächst, ich bin schon gespannt wie sich das auflöst. Das Auftreten von Xerneas war jedenfalls super beschrieben und ich bin echt überrascht von seinem (/ihrem? Eher nicht, oder?) Charakter, den hätte ich mir ganz anders vorgestellt. Dass Xerneas überhaupt eher auf der bösen Seite spielt finde ich schon verwunderlich, aber gut, scheint ja so, als sei es extra dafür geschaffen oder was ist mit „Existenz“ gemeint? Yveltal offenbar ebenso, allerdings macht es eher sein eigenes Ding … Ist ja schon fast ironisch, haha. Na ja, bin mal gespannt, was das alles noch wird, aber die Unterhaltung zwischen irgendetwas und Xerneas bringt jedenfalls schon einmal etwas Licht ins Dunkel. Das Ende ist dann wirklich super gelungen muss ich sagen, obwohl es gar nicht so viel zu Thema beiträgt. Ich denke mit der vierundzwanzig könnte es noch etwas auf sich haben, so einen Cliffhänger macht man ja nicht zum Spaß, und auch der Bieber und die Pflanze sind eventuell nicht gänzlich unwichtig, immerhin hast du genau sie erwählt für diese Szene. Eine kleine grammatikalische Sache noch in diesem Abschnitt:

    Zitat von Dir

    Der schmale, jedoch erstaunlich große, pechschwarze Hirsch, dessen meerblauen Kopf von dem prächtigen Geweih geziert wurde, wirkte beinahe so, als sei er der Herrscher […]

    Müsste eigentlich meerblauer heißen, aber ansonsten sieht das Kapitel ziemlich fehlerfrei aus, gute Arbeit!


    Ich glaube ich bin etwas aus der Übung, haha. Hoffe trotzdem, dass du dich freust. Viel Spaß beim Schreiben des nächsten Kapitels!
    Liebe Grüße <3


    PS: Wann endlich Wolfs Rain? ♥

  • N'Abend Yuno :3


    Ich will dir auch einmal Feedback geben.


    P.S: Bitte benachrichtige mich per Pn, wenn ein neues Kapitel rauskommt ;3
    Mfg
    Ventus~

  • [tabmenu][tab=x]2748 Wörter. Mein neues Kapitel ist somit das längste, das ich jemals geschrieben und habe bzw. ungefähr doppelt so lange wie das erste dieser FF. :D
    Trotz allem bin ich nicht wirklich zufrieden damit und finde irgendwie, dass ich bei Beschreibungen & Co. ziemlich gefailt habe. Und beim Titel wollte mir einfach nichts besseres einfallen, obwohl mir klar ist, dass dieser hier nicht gerade das Gelbe vom Ei ist.
    Wie auch immer, ich hoffe trotzdem, dass ich wieder den einen oder anderen Kommentar geschrieben bekomme!
    [tab=Re-Kommis][subtab=Chessi]
    Huhu <3


    Zitat

    Wie das wohl passieren konnte? Ich meinte, fehlt ihm einfach die Kraft, oder ist da noch etwas anderes? Ich meine, irgendwie muss er ja noch zu Celebi gekommen sein? War das so eine allerletzte-Kraft-Aktion? Das war mir noch etwas schleierhaft (vielleicht sollte es ja auch so sein), aber ansonsten guter Abschnitt.

    Ja, das soll tatsächlich noch im Dunkeln bleiben, schon alleine deswegen, um dem Abschnitt einen schönen Cliffhänger zu geben. Man erfährt aber noch früh genug mehr darüber, keine Sorge. :3


    Zitat

    Nur am Ende hätte ich mir noch eine nähere Beschreibung der Stimme von Celebi gewünscht. Du beschreibst sie mit „entsetzt“, aber ich finde da könnte man noch ein kleines bisschen mehr schreiben. Selbst wenn Reptain in der Sekunde gerade abkratzt (lol) hättest du da trotzdem noch 2-3 Sätze schreiben können, einfach um vielleicht auch zu zeigen, dass Celebis Wut mit diesem Zusammenbruch eventuell verfliegt?

    Haha, da ist mir gar nicht aufgefallen, dass noch etwas "fehlt", aber du hast schon irgendwie ziemlich recht. xD Das mit den Stimmen ist immer so eine Sache, entweder vergesse ich darauf, oder mir fehlen einfach die passenden Adjektive. Im folgenden Kapitel kommt aber eine Gestalt vor, bei der ich versucht habe, ihre Stimme so genau wie möglich zu beschreiben - vielleicht magst du ja zu der etwas sagen? x)


    Zitat

    Gerade durch das Ende, wo das Bidiza (?) und das Flabébé (oder eine der Weiterentwicklungen? Hat sich jedenfalls danach angehört, finde ich) sich noch kurz unterhalten, wurde diese Atmosphäre unglaublich gefestigt.

    Ja, es sollte sich um ein Bidiza und ein Flabébé handeln. Dass ich das jetzt sage, liegt daran, dass es kein großes Geheimnis sein soll - vielleicht hätte ich die beiden aber näher beschreiben sollen, da es eigentlich gar nicht so gedacht ist, dass man im Nachhinein noch überlegt, welches Pokémon das gewesen sein könnte (immerhin gibt es ja genug neue Charaktere, in jedem Kapitel immer wieder). Aber wie du ja schon vermutet hast, wird zumindest eines der beiden Pokémon später vielleicht eine Rolle spielen! :D


    Zitat

    Zunächst einmal … Was ist denn das bitte für ein Pokémon im Himmel!? Ich kann mir jetzt mal ganz einfach Schatten-Dialga denken, vielleicht noch Rayquarza oder eben ein böse gewordenes Arceus, aber im Anbetracht der beiden existierenden Mystery Dungeon Spiele halte ich die ersten beiden für wahrscheinlich, wobei du ja ebenfalls sagst, dass du auch eigene Aspekte mit einbringen willst, wer weiß, wer weiß …

    Von wem diese Stimme kommt, wird noch eine ganze Weile im Dunkeln bleiben, haha. Aber vielleicht errätst/erahnst du im Laufe der nächsten Kapitel ja, um wen es sich handeln soll.


    Zitat

    Das Auftreten von Xerneas war jedenfalls super beschrieben und ich bin echt überrascht von seinem (/ihrem? Eher nicht, oder?) Charakter, den hätte ich mir ganz anders vorgestellt. Dass Xerneas überhaupt eher auf der bösen Seite spielt finde ich schon verwunderlich, aber gut, scheint ja so, als sei es extra dafür geschaffen oder was ist mit „Existenz“ gemeint?

    Nein, in der FF soll Xerneas tatsächlich eher männlich (oder sächlich, lol) sein ^^ Und ja, genau das habe ich mit "Existenz" gemeint, darauf wird später aber noch genauer eingegangen.


    Ansonsten vielen, vielen Dank für dein Lob! Ich habe mich echt total über deinen Kommi gefreut. <3
    [subtab=Rexilius]
    Hallo du :3


    Auch dir vielen lieben Dank für den Kommi, bzw. deine Verbesserungen sowie dein Lob! Ich weiß jetzt eigentlich gar nicht, was ich noch dazu schreiben soll, haha - ich habe mich auf jeden Fall aber sehr gefreut. Wenn mir noch etwas einfällt, editiere ich es! x)[/tabmenu]



    http://i40.tinypic.com/yf1ox.jpg
    Quelle // Bearbeitung by me



    »» V: Das Osterei ««



    Jemand klopfte an die Tür.
    Einmal, zweimal, ein drittes Mal. Zweifelsohne musste der Besuch von äußerster Wichtigkeit sein, war derjenige, der verbissen gegen die Haustür hämmerte, doch so hartnäckig. Vielleicht ein Postbote mit einer äußerst wichtigen Lieferung, oder mein Bruder, der - wie schon so oft zuvor - seine Schlüssel vergessen hatte? Aber wieso gab dann Senta keinen Laut von sich? Normalerweise drehte sie jedes Mal beinahe durch, nahm sie den Geruch meines älteren Bruders wahr. Selbst einige Straßen weiter konnte man in diesem Fall noch ihr aufgeregtes Bellen vernehmen, wie uns einige Passanten schon häufig mitgeteilt hatten.
    Wie spät war es eigentlich?
    Durch das aufdringliche Geräusch, welches der Besucher verursachte, war ich tatsächlich wach geworden. Schlaftrunken drehte ich mich in die Richtung, in der ich meinen dunkelblauen Wecker zu sehen bekommen musste. Das unscheinbare Gerät schmückte meinen Nachttisch schon seit ich mich erinnern konnte. Beinahe quadratisch war seine Form, jedoch mit glatten, abgerundeten Ecken und Kanten; wenn man sie mit der Hand versehentlich streifte, verursachten sie keinen Schmerz auf der Haut, vielmehr ein wohltuendes Gefühl, welches durch das angenehm kühle Blech verursacht wurde. Ich hatte dieses Material schon immer gemocht. Beinahe so sehr, wie das außergewöhnliche Ziffernblatt, welches beinahe nur aus Verzierungen zu bestehen schien. Rechts auf dem schneeweißen, spiegelnden Hintergrund war eine hellgraue Form abgebildet, die mich bei jedem Hinsehen an eine Pflanze, vielleicht sogar an den dünnen Stamm eines Baumes, erinnerte. Lange Äste sprossen aus dem Baum und zogen sich quer über das gesamte Ziffernblatt. Auf einem unscheinbaren, kleinen Zweig war die blutrot gefärbte Silhouette eines Vogels zu erkennen. In geschwungener Handschrift stand unter diesem Vogel - ich war mir nie sicher gewesen, ob es sich dabei um eine Krähe oder einen Falken handelte - ein Satz, den ich bisher noch nicht entziffern konnte. Darüber lagen die Zeiger der Uhr; Stunden- und Minutenzeiger waren schwarz gefärbt und hatten ebenfalls eine wunderschön geschwungene Form. Der Sekundenzeiger, welcher nach jeder verstrichenen Sekunde ein kleines Stück vorwärts wanderte, besaß dagegen einen dunkelblauen Farbton. Ich liebte diese Farbe. Genauso sehr, wie ich den Wecker liebte.
    Doch dann öffnete ich meine Augen.


    Es dauerte lange, bis ich realisierte wo ich mich befand. Bis ich die spitzen Halme einer geflochtenen Strohmatte unter meinem Körper spürte. Und bis mir auffiel, dass ich nach meinem nächtlichen Erwachen wieder eingeschlafen sein musste und erneut geträumt hatte. Doch irgendetwas sagte mir, dass dieser Traum anders gewesen war.
    Zu schade, dass ich mich nicht an ihn erinnern konnte, so angestrengt ich auch nachdachte.
    Ein Klopfen drang in mein Ohr, so laut, dass ich das Gefühl hatte, mein Zwerchfell würde in Stücke gerissen werden. Dieses unangenehme Geräusch... hatte ich es im Schlaf nicht auch schon gehört? Es musste tatsächlich jemand vor der Eichenholztür, welche mich vor Regen und Wind schützte, stehen und wie wild auf diese einhämmern. Wer konnte so eine enorme Kraft haben, dass sich ein Schlag gegen eine Pforte so kräftig anhörte, dass man glauben würde, diese könnte jeden Moment in Stücke fallen? Dieses Küken von gestern – Flemmli war doch sein Name, oder? - konnte es unmöglich sein. Auch, wenn mich der kleine Vogel am Vortag gleich mehrmals überrascht hatte, bezweifelte ich inständig, dass er in der Lage war, einer stinknormalen Holztür Geräusche wie diese zu entlocken.
    Mit sehr viel Mühe versuchte ich, mich aufzurichten. Jeder meiner Muskeln schmerzte, als hätte ich am Vortag einen neuen Rekord im Tausendmeterlauf aufgestellt. Kleine Muskelrisse in Armen und Beinen, die bei jeder noch so winzigen Bewegung höllische Schmerzen bereiten – ein Muskelkater. Doch woher? Seit ich mich erinnern konnte, hatte ich mich zu wenig bewegt, als dass ich davon solche Schmerzen haben könnte. Seit ich mich erinnern konnte. Doch was geschah davor? Auch am Vortag hatte ich mir in meinem Unterbewusstsein immer wieder eine Frage gestellt: Würde ich jemals herausfinden, was davor war? Gab es in dieser Welt denn irgendjemanden, der mir helfen konnte? Dies erschien mir vollkommen unmöglich. Es war noch gar nicht lange her, als Flemmli mir mitgeteilt hatte, dass wir Menschen hier als Legenden angesehen wurden. Legenden. Das bedeutete, dass wir hier an diesem Ort - nein, in dieser Welt - schlicht und einfach nicht existierten. Dennoch hatte sich das kleine Pokémon dazu bereiterklärt, mir dabei zu helfen, die Wahrheit über meine Vergangenheit herauszufinden. Hätte Flemmli dies auch getan, würde es gar keine Hoffnung für mich geben? Vielleicht kannte sie sogar jemanden, der mir helfen konnte. War das möglich?
    Mit einem Mal begann es tief in meinem Inneren zu kribbeln. Ich verspürte den Drang, aufzuspringen und etwas zu machen, egal, was es nun war. Dieses Gefühl war mir als „Aufregung“ bekannt. Ob es in Menschen- und Pokémonwelt den gleichen Namen trug?
    Ein merkwürdiges Geräusch war zu hören, als hätte jemand durch meine Haustür geschlagen und dabei tausende winzige Holzsplitter erzeugt, die nun einer nach dem anderen zu Boden fielen und wie kleine Regentropfen klangen. Augenblicklich wandte ich meinen Kopf in die Richtung, aus welcher der Lärm kommen musste. Beinahe im selben Moment kam in mir der Glaube auf, dass mich meine Augen täuschten. In der Haustüre klaffte tatsächlich ein riesiges Loch, groß genug, damit eine eigenartige Gestalt durchklettern konnte. Ein Wesen, mit dem ich niemals gerechnet hätte.


    ~


    Das Scharren von Krallen auf dem Fußboden war zu hören. Es erzeugte ein hohes, schrilles Quietschen, welches in die Ohren des Gegenübers trat und ihn dazu verleitete, seine riesigen, tiefroten Schwingen auf diese zu pressen, um den Schmerz zu lindern.
    „Wirst du wohl sofort mit diesem Lärm aufhören!“, rief es genervt, laut genug, um das unangenehme Geräusch zu übertönen.
    „Entschuldige bitte, ich bin etwas nervös“, entgegnete das deutlich kleinere Gegenüber, welches für das Scharren verantwortlich gewesen sein musste. Die drei langen, feuerroten Federn, die von seinem Kopf standen, wippten ungeduldig auf und ab.
    „Nervös? Wieso denn das? Bisher lief doch alles genau so, wie ich es geplant hatte. Zumindest unser Angriff gestern...“ Ein amüsiertes Lächeln erschien auf dem vorher noch so verbittert wirkendem Gesicht. „...hat doch wunderbar funktioniert.“


    ~



    Mit dem kräftigen, muskulösen Mann, welcher der Besucher aufgrund der lauten Schläge vor meinem inneren Auge war, hatte die Gestalt vor der eingeschlagenen Holztür wenig gemein; vielmehr mit einem zu groß geratenen, rosa Osterei. Die kugelrunden, blauen und leer wirkenden Augen des Wesens starrten mich erwartungsvoll an, ein herzliches, breites Lächeln zierte das Gesicht, welches direkt an den Rumpf anzusetzen schien. Die vergleichsweise riesige, rosa Locke auf seiner Stirn wippte in der sanften, angenehm kühlen Brise, welche durch den Eingang wehte, auf und ab. Ihre Arme hatte die Gestalt zur Seite gestreckt, als wolle sie mich umarmen. Schnell bemerkte sie jedoch, dass ich zu verwirrt war, diese Herzlichkeit zu erwidern, so dass ihr Lächeln langsam aus dem Gesicht wich.
    „Nicht öffnen und dann auch noch unhöflich sein – meine Freundlichkeit ist dennoch dein“, begann das Osterei in einer sonderbar hohen Stimme, jedes einzelne Wort in einer anderen Tonlage aussprechend. Der Satz glich mehr einem fröhlichen Lied als einem ernst gemeinten Satz. Abermals erwiderte ich nichts, zu beeindruckt war ich von diesem eigenartigen Wesen, welches mich in seinen Bann gezogen hatte. Trotz des eher holprigen Reimes, welcher nicht unbedingt meinen Geschmack getroffen hatte, war ich fasziniert von der Art und Weise, wie diese Gestalt - war sie auch ein Pokémon? - zu sprechen vermochte. Es brauchte eine Weile, bis ich das verschmitzte Lächeln welches mein eigenes Gesicht zierte, realisieren konnte. Obgleich mir dieses kugelrunde Pokémon gänzlich unbekannt war, fühlte ich mich in seiner Umgebung eigenartig wohl; möglicherweise lag dies an seiner Ausstrahlung, die zweifelsohne überall gute Laune verbreiten musste. Es war merkwürdig. Doch ehe ich meine Gedanken ordnen konnte, kam die Gestalt auf mich zu und begann fröhlich zu singen:
    „Wenn du kannst ohne Vorstellung leben – bitte sehr, dann beginne ich eben! Mein Name ist Knuddeluff, ein Poet – ich komme aus der Stadt, bin dort der einzige, der stets gute Laune hat. Flemmli erzählte mir bereits von dir; du heißt Evoli und bist nicht von hier. Aber woher kommst du dann, mein Freund?“
    Noch immer von den Reimen, die aus dem Mundwerk des Ostereies kamen, in den Bann gezogen, dauerte es einige Sekunden, bis ich seine Frage bemerkte. Doch ich konnte nicht antworten. Nein, ich wollte nicht. Ich mochte dieses Pokémon, obwohl ich es noch nicht einmal eine Minute kannte, dennoch konnte ich ihm nicht von all dem erzählen, was in meinem Kopf vorging, meine Vermutungen, woher ich kam. Ich würde doch nur für verrückt gehalten werden.
    „Ich... ich habe keine Ahnung“, erwiderte ich leise, fühlte mich dabei allerdings unwohl. Ich wollte dieses Wesen nicht anlügen. Dass man mir genau dies aber ansehen würde, ahnte ich nicht.
    Mit einem merkwürdigen Gesichtsausdruck, den ich nicht deuten konnte - lag denn tatsächlich ein Hauch der Verärgerung auf dem Gesicht dieses Pokémon? - schüttelte es leicht seinen Kopf. Dann senkte es seine Stimme und flüsterte:
    „Sei unbesorgt, du musst nicht lügen. Ich weiß bereits alles, was es zu wissen gibt. Du bist ein Mensch, der allerdings seine Erinnerungen verloren hat, entspricht dies der Wahrheit?“
    Ich war erstaunt. Erstaunt darüber, dass sich hinter dieser fröhlichen Fassade doch ein ernster Kern verbarg, den man auf den ersten Blick nicht erkennen konnte. Mir schossen unzählige Fragen durch den Kopf, die unbedingt beantwortet werden wollten. Am meisten jedoch beschäftigte mich, was dieser Knuddeluff nur von mir wollte. Was machte er hier? Woher wusste er über mein Schicksal bescheid? Doch ehe ich ihn nach seinen Begierden fragen konnte, vernahm ich abermals seinen Gesang, welcher mir zuflüsterte:
    „Ich hoffe, du verzeihst mir das plötzliche Aus meiner Poesie, mein Freund. Wie dem auch sei, die kleine Flemmli bat mich gestern Abend, euch meine Hilfe anzubieten. Du musst wissen: Ich bin für das Gründen und Vermitteln von sogenannten 'Retterteams' zuständig, welche in Zeiten wie diesen, in denen Naturkatastrophen überhand nehmen, notwendiger sind als jemals zuvor. Retterteams bestehen meist aus zwei bis drei – manchmal auch mehr – Pokémon, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, durch Erdbeben, Überschwemmungen oder Vulkanausbrüche geschwächte oder verletzte Pokémon zu finden und zurück in ein umliegendes Dorf zu führen. Manche Retterteams verlangen dafür Geld, die meisten lehnen Belohnungen für ihre Hilfe allerdings strikt ab. Kannst du mir soweit folgen?“
    Ich spürte, wie sich mein Kopf langsam auf und ab neigte, obgleich meine Gedanken schon lange andernorts waren. Zu vieles hatte sich in den vergangenen paar Stunden ereignet. Dinge, die mir im Moment wichtiger erschienen als Knuddeluff und seine Erklärung zu diesen Retterteams. Und doch gab es eine Frage, welche schon in meinem Kopf herumspukte, seit dieses Pokémon damit begonnen hatte, seine Worte an mich zu richten.
    „Was habe ich damit zu tun?“
    Auf dem Gesicht Knuddeluffs erschien abermals ein breites, vergnügtes Lächeln, als es nach einigen in Schweigen gehüllte Sekunden wieder fortfuhr.
    „Weißt du, ich kenne Flemmli schon sehr lange. Ja, ich würde sagen, es ist schon eine ganze Ewigkeit her, dass wir uns das erste Mal begegneten. So kam es, dass sie mir schon vor einigen Monaten anvertraute, sie wolle unbedingt ein Retterteam gründen. Doch ihr fehlte ein Partner, weshalb sie mich fragte, ob ich sie nicht unterstützen könne, doch ich lehnte ab. Ich widme mich lieber der Beratung zu diesem Thema, – und natürlich dem Schreiben von Gedichten! - selbst ein Mitglied eines solchen Teams zu sein, könnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Jedenfalls scheint es so, als hätte Flemmli nun endlich einen Partner gefunden, dem es vertrauen kann. Auch, wenn sie dieses Pokémon erst seit gestern zu kennen scheint.“
    Das rosafarbene Wesen legte eine Pause ein und blickte mich erwartungsvoll an; seine türkisblauen Augen schienen sich geradezu in meine zu bohren, doch wieder einmal drang aus meiner Kehle kein Laut, obwohl mein Mund vor Erstaunen weit offen stand, wie ich nach einiger Zeit feststellen musste.
    Ich konnte es einfach nicht glauben. Flemmli wollte tatsächlich, dass ich zusammen mit ihr ein Retterteam gründete. Und das, obwohl ich selbst noch vollkommen neu in dieser merkwürdigen Welt war und mich noch kein Bisschen hier zurechtgefunden hatte. Wie konnte sie nur so etwas von mir verlangen? Dachte sie wirklich, ich würde mich dazu bereiterklären, Rettung für die restlichen Bewohner dieser Welt zu spielen, nachdem ich mir im Moment noch nicht einmal selbst helfen konnte? Und wieso hatte sie zuerst diesem Knuddeluff davon erzählt, bevor sie überhaupt mich fragte? Ich fühlte mich übergangen, bekam allmählich ein flaues Gefühl in Magengegend. Nichts hätte ich in diesem Moment lieber getan, als Flemmli zu suchen und kräftig durchzuschütteln. Was sollte das alles?
    „Wie gesagt habe ich bereits von deinem Schicksal erfahren“, beeilte sich Knuddeluff zu sagen. Offenbar hatte er meine aufkommende Wut und Verzweiflung bemerkt.
    „Teil eines Retterteams zu sein würde aber selbstverständlich auch große Vorteile für dich mit sich bringen. Unter anderem kommst du so viel um die Welt und lernst Pokémon kennen, die dir vielleicht helfen können. Hoch oben an einem weit entfernten Berg, den seit Ewigkeiten kein Pokémon mehr betreten hatte, soll beispielsweise ein Fuchs mit neun langen, wunderschönen Schweifen leben, welcher außergewöhnlich viel über die Wesen weiß, welche uns nur als Legenden bekannt sind: die Menschen. Reist du viel umher, kreuzt sich dein Weg vielleicht einmal mit dem des Fuchses, welcher allerdings selbst nur als Legende gilt. Wer weiß das schon?“
    Wieder legte das Pokémon eine längere Pause ein, ehe es weiter sprach.
    „Am besten wäre es wohl, wenn du mit Flemmli selbst darüber reden würdest. Komm einfach mit zum Kecleon-Markt, dort sollten wir auf die Kleine treffen.“
    Knuddeluff zog mich mich ins Freie, wo ich meine Gedanken endlich in Ruhe ordnen konnte. Der kühle, frische Wind wehte mir um die Ohren und hinterließ ein wohltuendes Gefühl am ganzen Körper. Der Geruch dutzender verschiedener Arten von Blumen drang in meine Nase und augenblicklich entspannten sich all meine Muskeln; am liebsten hätte ich gar nicht mehr damit aufgehört, die Luft, erfüllt mit dem wunderbaren Geruch, einzuatmen. Der Vorgarten, der um meine kleine Hütte angelegt war, wirkte tausendmal schöner als am Vortag. Neben der Vielzahl der verschiedensten Pflanzen, die hier Platz gefunden hatten, trugen auch die vielen winzigen, kunterbunten Schmetterlinge zu dem farbenprächtigen Bild vor meinen Augen bei. Ob es sich bei diesen winzigen Insekten ebenfalls um Pokémon handelte?
    Für eine Weile vergaß ich alle Sorgen, die sich in mir aufgestaut hatten. Zu betört war ich von diesem atemberaubenden Anblick – bis mich Knuddeluff weiterzerrte, den breiten Kiesweg entlang, vorbei an dem kleinen, von Schilf umgebenen Teich, in welchem sich einige Wesen tummelten, welche entfernte Ähnlichkeit zu Fischen vorwiesen, und vorbei an diesem merkwürdigen Pokémon, das schon seit gestern in meinem Garten stand – ohne sich dabei nur einen Schritt von dem Blumenbeet wegzubewegen – und mich etwas an einen Baum erinnerte. Der glatte, bräunlich gefärbte Oberkörper, die langen Arme, die wie Äste wirkten und runde, grasgrüne Kugeln trugen, das unscheinbare Gesicht, welches man auf den ersten Blick kaum erkannt hätte... wie hatte Flemmli dieses Pokémon noch einmal genannt? Mogelbaum?
    Es dauerte eine ganze Weile, bis wir den merkwürdigen Ort erreichten, den Knuddeluff als „Kecleon-Markt“ bezeichnet hatte. Der kleine Stand, der am Wegrand aufgebaut worden war, hob sich deutlich von der idyllischen Umgebung ab, wie schon aus einiger Entfernung zu erkennen war. Doch je näher wir kamen, umso deutlicher konnte ich die Konturen anderer Gebäude erkennen. Ob in diesen ebenfalls Pokémon wohnten? Oder handelte es sich dabei um weitere Märkte? Zweifellos war das hier die „Stadt“, von welcher Knuddeluff gesprochen hatte. Bislang war mir gar nicht bewusst gewesen, dass es in einer Welt wie dieser etwas derartiges geben musste.
    Der Kecleon-Markt war deutlich kleiner, als ich ihn mir vorgestellt hatte. Ein Laden, der fast so wirkte, als würde er nur aus vier notdürftig zusammengeleimten Holzbrettern bestehen, welche allerdings außerordentlich bunt gestaltet wurden, so dass sie trotz allem in dieser Umgebung hervor stachen. Hinter dem Gebäude waren einige Kisten zu erkennen, bis oben hin gefüllt mir Lebensmitteln verschiedenster Art. Äpfel, Samen, Beeren, merkwürdige Getränke - hier schien es so gut wie alles zu geben. Doch ein verwunderter Blick meinerseits genügte, um festzustellen, dass sich niemand namens „Kecleon“ hier befand. Hier erfüllte gar niemand den Raum mit seiner Anwesenheit, mit Ausnahme von mir und Knuddeluff. Noch nicht einmal Flemmli.
    „Flemmli? Meister Kecleon? Wo seid ihr?", schmetterte Knuddeluff, jeden einzelnen Vokal in die Länge ziehend.
    Ich blickte in die Ferne, Richtung Horizont, und ertappte mich dabei, wie ich leicht schmunzelte, als ich sogar aus dieser Ferne Flemmlis feuerroten Schopf erkennen konnte, später auch ihren winzigen Körper, der aufgeregt auf- und absprang. Sie schien sich über irgendetwas zu ärgern, wie ich ihrer gereizten Stimme bei genauerem Hinhören entnehmen konnte. Flemmli war nicht alleine.

  • Hey, Yuno^^


    Da mein Internet ENDLICH wieder so einigermaßen gut funktoniert, will ich dir gleich einen Kommi dalassen.


    MFG
    RexiliusUHaFnir