Level Up von einem Charakter

  • Wer hat es nicht schon mal erlebt, man liest eine Buchreihe, schaut eine Serie und plötzlich erhält eine Figur daraus eine gravierende Änderung, die je nachdem eine ganze Figur oder eine Geschichte ändern kann.

    Dies bezieht sich nicht auf die Änderung, die ein Charakter vielleicht im Laufe der Geschichte macht und somit nachvollziehbar ist, sondern es geht um Figuren, die die Autoren von heute auf morgen ändern oder auch Geschichten


    Beispiele:

    Roseanne/ Full(er) House usw. (TV Serien)

    Viele alte US-Amerikanische Serien erhalten Neuauflagen oder Fortsetzungen. Teilweise mit neuem Cast, teilweise mit dem alten. So erschien vor kurzem die 10 Staffel von Roseanne, die vor über 20 Jahren mit viel Humor und kritischen Themen begeisterte und jetzt viel Kritik einstecken muss, weil die politische Situation und die Kluft zwischen Trump- und Clintonwählern aufgegriffen wird. Fuller House, die Fortsetzung von Full House, zeigt sich mit einem Teil des alten Casts und der gleichen Atmosphäre. Genau das wird aber kritisiert, weil es nicht mehr zeitgemäß ist.


    Disney (FIlme)

    In den letzten Jahren ist auch Disney verstärkt auf die Remake-Schiene aufgesprungen. Altbekannte Disney-Klassiker werden vor allem als RL-Verfilmungen neu produziert und in den Kinos gezeigt. Natürlich auch mit Änderungen, die mit der Zeit gehen sollen und sich mit der Kritik an den Klassikern auseinandersetzen. In "Die Schöne und das Biest" wurde versucht, einige Plotholes zu schließen ("Warum weiß keiner im Dorf etwas von dem Prinzen?"), aber auch neue Handlungsstränge einzubauen (Der Tod von Belles Mutter). Verbesserungen sind schön und gut, aber ist es wirklich nötig, neue Elemente einzubauen?

    Heldenfilme (Filme)

    Wie viele Spiderman-Filme, Hulk-Filme oder Sherlock-Holmes-Filme gibt es mittlerweile nun? Immer wieder werden die altbekannten Helden neu aufgelegt und in Filme und Serien gepackt. Die Geschichten wiederholen sich mit leichten Änderungen und natürlich grafischen Erweiterungen. Aber ist neuer immer besser oder sollte man es bei den Klassikern belassen?

    Das Sams (Buchreihe)

    In den ersten Geschichten isst die Hauptfigur der Serie, das Sams noch wortwörtlich alles. Egal ob ein Stuhlbein, einen Papierkorb oder eine Hose.

    Von jetzt auf gleich, ohne Begrünung hat das Sams damit aufgehört und isst am liebsten Würstchen. Warum das so ist, darüber hat man die Fans nicht aufgeklärt.

    Seine plötzliche normale Ernährung macht seinen ganzen Charakter kaputt, aber das ist noch nicht alles. Das Sams hat 2017 ein vollkommen neues Design erhalten, was bei den Fans nicht gut ankam. Zu guter Letzt ist die Buchserie auch im Verlaufe der Zeit immer zusammenhangloser geworden. Während das Sams zu Beginn noch bei seinem neuen Papa Bruno Taschenbier lebte, hat er im Laufe der Serie geheiratet und ein Kind bekommen. Das ist ja nicht weiter schlimm.

    Allerdings werden manche Dinge, die es noch im Buch ein Sams für Martin Taschenbier gab, im Nachfolgerband Das Sams in Gefahr weggelassen und auch in späteren Büchern werden sie einfach weggelassen.

    Die Geschichte macht auch einen Riesensprung, so hat Herr Taschenbier plötzlich ein Enkelkind, da sein Sohn von jetzt auf gleich verheiratet ist. Er war in den Büchern davor ein Kind und dann passiert so ein Sprung, das passt nicht.

    Auch ist auf einmal von einer Samswelt die Rede, die es zuvor nie gegeben hat, sie passt auch gar nicht in die Geschichte hinein.

    In allem Überfluss gibt es plötzlich Bücher, die zwischen dem ersten und zweiten Band spielen. Die Geschichte von damals wird vollkommen unnötig ausgeschlachtet und ändert alles was bisher passiert ist, da es diese Neuerungen nicht mehr gibt.

    Der Autor Paul Maar scheint mit allen Mitteln Bücher schreiben zu wollen, obwohl sie gar nichts mehr mit der ursprünglichen Idee zu tun hatten.

    Wicki/Nils Holgerson/Heidi/Bine Maja (TV Serien)

    Diese Serien sind einfach in 3D neu aufgelegt worden.
    Ursprünglich handelt es sich bei allen um Zeichentrickserien.

    Aber auch Alvin und die Chipmunks sind jetzt als Computeranimierte Serie ganz neu produziert worden. Hierbei handelt es sich nicht um eine Neuauflage der alten Serie, sondern um eine ganz neue Produktion.


    Bob der Baumeister/Pumuckl /Pikachu (Serien/Bücher)

    Alle drei sind wohl zu dick und wurden in einer schlankeren Version neu aufgelegt.

    Während Pumuckl wieder in seiner ursprünglichen Form ist, da die Fans prostiert haben, bleibt Bob der Baumeister groß und schlank. Auch Pikachu hat einige Kilos verloren.


    Benjamin Blümchen (Hörspiele)
    Zur 100. Folge gab es den neuen Charakter Stella Stellini,
    ein Mädchen, das ab sofort eine treue und neue Begleitung von Benjamin wurde.

    Allerdings haben sich die Fans in den vergangenen Jahren immer lauter beschwert, sodass Stella abgeschafft wurde

    Immerhin bekommt sie als Abschied eine eigne Hörspielfolge.


    Elea Eluanda (Hörspiele)

    Die Erfinderin von Benjamin Blümchen schenkte der im
    Rollstuhl sitzenden Elea Mischnik, die einmal in Bibi Blocksberg vor kommt eine
    eigene Hörspielreihe.

    Da sie die Rechte an Benjamin Blümchen, Bibi Blocksberg und Bibi&Tina abgeben hat, aber dann nicht mehr zufrieden war, was aus den Geschichten wurde, hat sie die Rechte an Elea Eluanda wieder zurückbekommen.

    In dem Kinofilm Bibi Blocksberg und Elea Eluanda lernen sich die beiden kennen.

    Vor 2 Jahren erschienen neue Geschichten der Serie bei einem anderen Hersteller, allerdings wurde der Kinofilm ebenfalls neu aufgelegt und aufgrund der fehlenden Rechte an Bibi Blocksberg wurde diese durch ein ganz normales Mädchen ersetzt, was einfach die ganze Geschichte kaputt macht.

    In einem komplett neuen Hörspiel haben sie auch den Charakter des Schulleiters einfach verändert. Er vergisst immer Eleas Namen und nennt sie anders. Das hat die ganze Serie kaputt gemacht. Sie haben auch einige alte Folgen neu vertont, allerdings kam es bei den Fans nicht gut an, seitdem hört man nichts mehr von Elea Eluanda. Persönlich ist es sehr schade, denn endlich gab es mal eine Geschichte mit einem behinderten Kind, das nicht auf die Krankheit reduziert wurde

    In manchen Fällen konnten Fanproteste etwas bewegen, aber in anderen Geschichten, müssen die Leute nun damit leben, dass sich ihre Figuren plötzlich so verändert haben.

    Je nach dem strafen Fans es aber auch ab, indem sie sich beschweren oder das neue Produkt nicht mehr kaufen.


    1) Gefallen euch Charakter oder Geschichtenänderungen?

    2) Findet ihr es in Ordnung, Figuren ein neues Design zu verleihen?

    3) Gibt es eine Figur/eine Serie bei der ihr gerne eine Änderung hättet?

    4) Bei welcher Figur/Geschichte ist die Änderung am schlimmsten?

    5) Welche Geschichte/Figur gefällt euch die Änderung?

    6) Habt ihr das Interesse an der Sache verloren, da sie verändert wurde?

    7) Gibt es eine neue Figur/Geschichte die ihr aufgrund der Änderung jetzt Interessant findet, was zuvor nicht der Fall war?

    8 ) Fandet ihr die Umsetzung eines Charakters, charakterlich und äußerlich, aus einem Roman oder Manga in ein anderes Medium schonmal besonders schlecht? Welche war besonders gut?

    9 )Fällt euch ein gewisser Trend in neuen Charakterdarstellungen ein, wenn diese über viele Jahre hinweg verändert werden?

    10) Habt ihr Charaktere aus Multiplen Universen, Spin-Offs etc., bei denen ihr eine Interpretation schlechter findet als bei anderen?





    In Zusammenarbeit mit Nektarine  

    Fragen 8-10 Bastet  

  • Nektarine

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Nektarine

    Hat das Label Sonstiges hinzugefügt
  • Roseanne, die ... jetzt viel Kritik einstecken muss, weil die politische Situation und die Kluft zwischen Trump- und Clintonwählern aufgegriffen wird

    ... und die nun auch schonwieder Geschichte ist, weil die Hauptdarstellerin sich einige Äusserungen geleistet hat, die eher nicht so gut ankamen. :D


    Ansonsten sehe ich das in vielen Fällen eher kritisch, weil Aufgewärmtes nunmal oft etwas schal wirkt. Zumindest, wenn damit nur schnelles Geld gemacht werden soll. Ein paar Serien hätten eine Neuauflage aber durchaus verdient... aber dazu vielleicht später etwas mehr.

  • Gefallen euch Charakter oder Geschichtenänderungen?

    Bei welcher Figur/Geschichte ist die Änderung am schlimmsten?

    Welche Geschichte/Figur gefällt euch die Änderung?


    Kommt darauf an.


    Im Pokemonuniversum sind die Manga charakter- und designmäßig im Vergleich zum Anime, und teilweise den Spielen, imo unschlagbar. Es kann zwar für Einsteiger recht verwirrend sein zwei verschiedene Versionen eines Charakters zu sehen, aber daran gewöhnt man sich.


    Als Zweites fällt mir die Zelda-Reihe ein. Zum Glück haben sich Zelda und Link verändert! Nicht nur innerhalb der Spiele, was der Grafik geschuldet ist, sondern auch in den Artworks. Thank God... Hylia? XD


    Bei Marvelfilmen reicht es mir dann auchmal langsam. Ich bräuchte beispielsweise nicht noch einen Spiderman oder andere Varianten von Superheldem. Zumal jener Peter aus der Amazing Spiderman-Reihe mir am besten gefallen hat.

    Wenn man nur vom Design spricht, sind Charakteränderungen in den neuen Marvelfilmen natürlich großartig. Die Anzüge sehen einfach reifer und moderner aus. Diese übertriebenen und viel zu farbenfrohen und auffälligen Heldenanzügen aus den 50ern und spätere Ära, sehen recht grauenhaft aus.


    Was mich dafür echt störte, oder eher irritierte, war die Tante May im neuesten Teil Spiderman Homecoming. Alte Leute dürfen einfach nicht mehr alt sein, ganz einfach! Ich hab da ein Gag eines Youtubers im Kopf, in einem anderen Kontext, aber dennoch denk ich gerade an das: "STOP BEING OLD!" :D

    Ich meine, man assoziert ja bestimmte Muster und Stereotypen (nichtmal immer auf eine negative Weise) mit einem Charakter und dessen Erscheinung. Die erste Tante May war Peters herzlicher und verständnisvoller Anker in all seine Krisen. Genau das hat sie auch dargestellt. Spiderman Homecoming, Produzenten so: "Joa, Tante May ist nun eine MILF, schaut sexier so aus?" *hust*




    lol...


    Bei manch anderen Charakteren war eine Änderung im Design eine sehr gute Wahl. Ich mag den Stil des Attack on Titan-Mangas gar nicht. Das Studio WIT hat in meinen Augen einen tollen Job gemacht diese ansprechender zu gestalten. Das hat aber mehr mit der "Strichführung" oder wie auch immer man es nennen mag, zu tun und nicht wirklich mit einer Veränderung am Design.

    Meist bevorzuge ich aber auch die Mangaversion, unter anderem weil ich den Schwarz-Weiß-Stil liebe und der mich einfach schneller in die Story zieht.


    Ansonsten fallen mir von einer Serie mit großen Charakter- oder Storyänderungen spontan nur beide Versionen von Fullmetal Alchemist ein. Die äußerlichen Designs sind ziemlich ähnlich, aber die Handlungen unterscheiden sich doch sehr voneinander. Da mag ich sogar die 2003-Version fast lieber. ^^


    Was ich dagegen gar nicht mag sind Details, die von der Vorlage ausgelassen werden, wenn man ein Medium in ein anderes umsetzt. Klar geht das oft nicht anders, weil sich nur wenige Leute eine Filmdauer von vier Stunden antun würden, aber es geht auch Tiefe verloren. Sowohl von der Story her selbst wie auch vom Charakter. Das kann bis zu dem Punkt führen, an denen Charaktere, die man im Original genauso und für das mag, was sie sind, in einer Adaption etwas bis stark vereinfacht oder auf eine andere Weise verändert werden können.


    Beispielsweise hab ich es erst bemerkt, als ich es nun selbst gelesen habe, dass ich den Harry in der Harry Potter-Reihe noch ein Stückchen lieber mag, weil sein Charakter in den Filmen etwas "aufgenettet" wurde. Ich liebe die Filme zwar und die Charakterdarstellung ist immer noch alright, aber sowas geht in meinen Augen gar nicht.

    SIGH. Was ich dafür schlimm finde, ist Grindelwalds Design in der Fantastic Beasts-Reihe. Von einem aalglatten, wortgewandten, manipulierenden Psychopathen zu einem... Halt-Irgendwie-Irren? Wem fällt sowas ein? :rolleyes:

    Nichts gegen Johnny Depp, aber seine Charaktere haben alle ein Rad ab, nur nicht ein Solches, wie es nötig wäre.


    Womit ich auch nicht so recht warmwerden konnte, sind die Shadowhunters.

    Gut, die Charaktere sind älter etc und die Adaption, was ich von der ersten Staffel nun gesehen habe, hat man ihnen in meinen Augen einige Fehler ausgebügelt oder zumindest nicht so schlimm darstellen lassen, wie sie waren... und genau sowas finde ich meeh.

    Ein kleines Beispiel: man wollte nicht, dass Clary anfangs eine negative Beziehung zu Izzy hat, weil diese eine negative, weibliche Freundschaft darstellen würde, aber ehrlich: Viele Mädels sind eben so, das hat absolut natürlich genauso gewirkt, und Charaktere müssen keinen Deut besser als reale Menschen sein.

    Ich mag diese "wir bügeln uns die Welt schön"-Einstellung bei Charaktereigenschaften und Beziehungen und co. nicht. ^^" Auch schlägt mir, wenn auf mein Tumblr-Content irgendein Stuff von Alec und Magnus aus den weiteren Staffeln, kommt, nur Fluff über Fluff entgegen. Nur Fluff. Vielleicht ist das auch etwas von den Contenterstellern etwas selektiv, I dunno? XD Ich... habe das jedenfalls doch etwas anders in Erinnerung?


    Was dem einzelnen Zuschauer gefällt, entscheidet sowieso er selbst und ganz individuell, aber bitte keine Charaktere und Beziehungen für eine Adaption irgendwie glätten, aufhübschen, "aufnetten" oä. ?(


    Zitat von Smaarty

    Auch Pikachu hat einige Kilos verloren.

    Bei so einem kleinen Tier hoffe ich nicht, dass es gleichmal einige Kilos zu viel hatte! xD

    Aber Pikachu soll an sich vor allem wendig und agil kämpfen. Deshalb auch Attacken wie Ruckzuckhieb, Agilität bishin zu Volttackle. Da passt sowas Dickliches einfach nicht mehr mit dem Konzept zusammen.

    Das macht insofern Sinn, weil Pikachu seine Reise mit Ash eben pummelig begonnen hat und von da an viel gereist ist und gekämpft hat.


    Zitat von Cassandra

    Muss man wirklich darauf anspielen, dass LeFou homosexuelle Tendenzen hat?

    Stört es denn? ;)

    War doch nur eine kurze Szene und selbst, wenn es mehr gewesen wäre?

    Was mich eher störte war, dass man sich einen Eher-Comic Relief-Charakter aussuchte. An manchen Stellen wurde er sogar als Sidekick bezeichnet, obwohl ich eher denke, dass das eher von den Autoren der Artikel und Videos ausgeht. Der Charakter ist halt etwas höher auf der Fremdschämskala angesiedelt (ich meine, der Name ja allein, er heißt einfach Trottel!? xD), aber na gut, es war imo nicht zu schlimm und der Song bot sich geradezu für Interpretationen an! XD

    Nur, warum da alle ausgeflippt sind, dass es so toll sei, weiß ich nicht. Effeminierte, schwule Männer, die nur als Sidekick da sind, gibt es in dutzenden Filmen? ^^"

  • Stört es denn?

    Das stammt von Nektarine , deshalb habe ich es mal entfernt, da ich weder den Charakter kenne, noch möchte, das jemand denkt, ich habe etwas gegen Leute, die ein Mann sind und einen Mann lieben oder eine Frau sind und eine Frau lieben, es ist mir egal, wer wen liebt.

    Ja, ist schon klar. ^^ Hätte ich auch nicht, weil der Charakter ein Sidekick ist. Daher ist sowas auf die Art irgendwie ja gerechtfertigt.

    Werd ich ändern.

  • Also das Sams mag ich gar nicht mehr so. Bei uns im Verein finden immer mal Kindertage statt oder es läuft ein Film, wenn die anderen Proben. Als wir das Sams von der Augsburger Puppenkiste geschaut haben, lachten wir viel, da es alles aufisst. genau deshalb liebe ich auch das Sams, denn es ist lustig und macht es zu etwas ganz besonderem.
    Das es nun nur noch Würstchen verspeist ist eine Katastrophe, sie haben die gesamte Geschichte so verzehrt mittlerweile, da musste ich mich schon beim letzten Buch durchquälen um es zu Ende zu lesen, so schrecklich war es. Vor allem kommen jetzt nur noch Bücher heraus, die zwischen den anderen Geschichten spielen, muss das sein?

    Und auch seine neue Zeichnung ist misslungen, wie kann man das Sams nur so verunstalten?


    Und auch bei Elea Eluanda,habe ich die neuen Hörspiele bis jetzt nur einmal gehört, da mich die Änderung von Qurin Bartels zu sehr stört, sie macht den gesamten Charakter kaputt.


    Pikachus neue Version mag ich, aber Pumuckl muss nicht sein, es setzte sich auch nicht durch. Auch Bob der Baumeister war in seiner frühen Version viel besser, sie haben ihn jetzt einfach in die Länge gezogen...

    Aber ich brauche keine 3D Neuauflage alter Trickserien.


    Das Stella in Benjamin Blümchen rausgeflogen ist finde ich schlimm, nur weil die ganzen Alten seit Jahren an Benjamin und Otto gewohnt sind, deshalb darf es keine neue Freundin geben? :thumbdown: Das sind nur Egoisten, Stella hat die Serie nicht verunstaltet.

  • Darf ich das Thema etwas raufholen:


    - Fandet ihr die Umsetzung eines Charakters, charakterlich und äußerlich, aus einem Roman oder Manga in ein anderes Medium schonmal besonders schlecht? Welche war besonders gut?


    - Fällt euch ein gewisser Trend in neuen Charakterdarstellungen ein, wenn diese über viele Jahre hinweg verändert werden?


    - Habt ihr Charaktere aus Multiplen Universen, Spin-Offs etc., bei denen ihr eine Interpretation schlechter findet als bei anderen?

  • Okay, nachdem das Thema freigeschaltet ist, will ich dann doch auch mal darauf antworten, da es ein Thema ist, mit dem ich nicht zuletzt dank Superhelden sehr vertraut bin.


    Generell muss ich ja sagen, dass ich bei Realdarstellungen immer den Eindruck habe, dass - zumindest für mich - die Sachen sich sehr gegenzyklisch Entwickeln:


    DC und die Marvel-Sachen unter Fox werden kontinuierlich schlechter, alles was an Marvel nun dran hängt, wird generell besser. lol


    Als allererstes muss ich natürlich an Spider-Man denken. Dazu sei gesagt, dass ich ja wirklich zu den Leuten gehöre, die Raimis Spider-Man so GAR NICHT mochten. Tobey McGuire war für mich NIE Peter Parker. Und das, obwohl er die erste Darstellung war, die ich von dem Charakter gesehen habe. Persönclich mag ich rein als Filme die Filme (und ja, damit bin ich wahrscheinlich gänzlich allein) mit Andrew Garfield am liebsten. Das mag locker an Gwen Stacy liegen, die ich tausendfach lieber mag als MJ, aber ja. Dennoch ist Holland mein liebster Peter Parker. Er stellt für mich den Charakter da, wie ich ihn mir vorstelle. Insofern: Ja. Für mich wurde jeder Spider-Man mehr Spider-Man. (Auch wenn ich eben rein von der Story her, die Filme mit Garfield am liebsten mochte.)


    Dann hätten wir noch (zählt das?) die Umbesetzung von Bruce Banner zwischen "Incredible Hulk" und Avengers. Und oh boy, war das eine gute Entscheidung. Damals habe ich es sehr angezweifelt. Ich habe damals ewig mit meinem Mitbewohner darüber gerantet, weil Norton halt ein toller Schauspieler ist, und wir es eigentlich cool fanden, ihn im MCU zu haben. Und dann ... Kam Ruffalo auf den Bildschirm, als wir Avengers ansahen und wir tauschten nur Blicke und flüsterten: "Das IST Bruce Banner." Ruffalo stellt einfach mit seiner ganzen Art Bruce Banner als Charakter perfekt dar. Und heute kann ich mir Incredible Hulk nicht mehr anschauen, weil das einfach nicht Bruce Banner ist. xD"


    Die einzige Neubesetzung, die mir nicht gefallen hat, war Rhodey. KA, Terrence Howard hat mir rein von der Darstellung besser als der Charakter gefallen. Ich glaube, weil ich bei seiner Darstellung eher sehen konnte, wie sein Charakter mit jemanden wie Tony in RDJs Darstellung befreundet ist, was ich irgendwie bei Cheadles Darstellung nicht sehe. (Nichts gegen Cheadle, als Person finde ich ihn, von allem, was ich von Interviews sagen kann, sympathischer.)


    Derweil haben wir halt DC, das für mich immer schlechter wird. Also wirklich. Dauerhaft. Okay, jedenfalls seit ich auf der Welt bin und vielleicht mit der Ausnahme, der Schumann (?) Filme.


    Speziell sei hier Batman genannt. Hier sei gesagt: Zur Hölle, die alten Filme von Burton kann ich mir auch nicht mehr ansehen, aber dennoch fand ich, sie haben den Charakter zum damaligen Zeitpunkt ziemlich gut wiedergegeben. Ironischerweise mag ich dasselbe auch über die Schumann-Filme sagen, obwohl ich diese nicht gut finde und nie gut fand. Aber sie geben gerade die frühen, trashigeren Batman-Comics recht gut wieder und hey, wenn man sie im Kontext mit Adam West guckt, sind sie zumindest lustig und unterhaltsam (und ich finde diese ganze Klamotte wütender Fanboys, die sauer sind, dass ihr Edgy-Superheld nicht länger Edgy ist, irgendwie albern). Na ja, und dann kam Nolan. Und ja, ich mache kein Geheimnis daraus: Die Nolan Filme halte ich für filmtechnisch wunderbar gemacht, aber inhaltlich leer und langweilig. Und für mich ist Bale einfach nicht Bruce Wayne oder Batman, sondern einfach nur ein Edgelord. lol Das ist für mich nicht einmal mehr ein Charakter, wenn ich ehrlich bin. Und na ja, die Znyder Filme haben das jetzt genommen und noch einmal einen drauf gesetzt. Also: Meeeeh. Ich meine, ich weiß nicht, was für einen Batman ich sehen will, aber zumindest keinen, der ein UBER Edgelord ist. -.-


    Und bei den X-Men habe ich mich halt auch mit den neueren Filmen ... Ich habe nicht mal was gegen die neuen Besetzungen. Die sind z.T. sehr okay (also speziell die neuen Besetzungen für Magneto und Prof. X). Ich meine, gut, sicher, Lawrence geht mich an, weil mich Lawrence mittlerweile überall angeht, aber das hat auch mehr mit ihrer Off-Screen Art zu tun. Wobei halt auch die neuen Nebencharaktere bis auf Quicksilver sehr wenig "screen presence" haben. Aber ich werde mit den neuen Filmen einfach nicht warm.


    Davon abgesehen ... Ich mag bspw. bei Marvel definitiv, wie einige Charaktere in den Comics immer neu aufgesetzt werden. Auch mit den neuen Versuchen das ganze diverser zu gestalten. Finde ich cool. Ich mag nicht jeden der neuen Charaktere, aber prinzipiell finde ich es echt gut. Wo wir vorher mit Peter Parker eingestiegen sind, so muss ich halt sagen, dass ich Miles Moralez als Spider-Man lieber mag, als Peter. (Generell ist Peter locker mein unliebster Spider-Man in den Comics.) Möp.


    Und weil das schon eine ganze Menge ist, was ich dann hierzu geschrieben habe, würde ich den Beitrag beenden und noch kurz darauf aufmerksam machen, bitte darauf zu achten, dass es hier um Updates im selben Medium geht, weniger um Adaptionen. Denn für Adaptionen gibt es einen eigenen Thread.

  • Alaiya

    Uh, die neue MJ ist auch ein Grund, wieso es nicht so ganz klick hat mit mir und dem neuen Spidermanteil, obwohl der eigentlich schon recht solide war.

    Würde ich die iR treffen, wäre das Mädel so furchtbar anstrengend. Ich meine, das ist sie im Film bereits. Auf einem Level an Selbstgefälligkeit einer Fünfzehnjährigen, auf dem ich nur cringen kann. xD Bei "Ich sitze einfach hier und zeichne gerne Menschen in Lebenskrisen" und "ich besuche keine Gebäude, die von Sklaven errichtet wurden (look how great I am!)", kann ich nur hoffen, dass die ganz weit an den Rand gedrängt wird und nur im Hintergrund vorkommt. :D


    Die erste MJ mochte ich aber auch nicht besonders, dafür war Harry in den ersten Teilen für mich viel besser als der aus der Amazing-Reihe.


    Die DC-Filme stehen bei mir immer noch etwas höher, weil sie naja... nicht so witzig und auf viele Lacher aus sind. ^^"

    Wonderwoman fand ich auch von der ganzen Atmosphäre etc. viel besser als das, was ich an den letzten Marvels gesehen habe.

    Die alten Spidermanteile etc. von Marvel hatten auch noch eine bessere Atmosphäre und Stimmung in meinen Augen.

  • "ich besuche keine Gebäude, die von Sklaven errichtet wurden (look how great I am!)"

    Ich sehe jetzt damit nicht das Problem. Sie hat als Afroamerikanerin (bzw. Mixed Race) ein Problem mit Sklaverei und damit wie diese halt gerne verschwiegen wird. Das ist ihr gutes Recht.


    Generell: Die neue MJ ist die erste MJ, die ich halbwegs sympathisch finde.

  • "ich besuche keine Gebäude, die von Sklaven errichtet wurden (look how great I am!)"

    Ich sehe jetzt damit nicht das Problem. Sie hat als Afroamerikanerin (bzw. Mixed Race) ein Problem mit Sklaverei und damit wie diese halt gerne verschwiegen wird. Das ist ihr gutes Recht.


    Generell: Die neue MJ ist die erste MJ, die ich halbwegs sympathisch finde.

    Den Satz alleine würde ich ja sehr gut verstehen, da sie Afroamerikanerin ist.

    Nur ist das mein Gesamtbild, das ich von ihr habe, und das kommt bei mir unglaublich selbstgefällig an. Das was sie sagt, war für mich irgendwie eher... Hermine in furchtbar. ^^"

    Sich in einen Raum zum Nachsitzen zu setzen und allen Ernstes "Lebenskrisen" zu zeichnen und all diese seltsamen und arroganten Dinge, während sie die Außenseiterrolle hat, sowas macht sie für mich sehr unsympathisch.

  • Warum müssen die eigentlich Filme oder Serien mit komischen, neuen Figuren kaputt machen?


    In Benjamin Blümchen der TV Serie taucht immer diese blöde und nervige Rabe Guliver auf. In den Hörspielen gibt es ihn gar nicht, weshalb muss er dann in der Serie dabei sein? Er ist der Grund, weshalb ich nicht gerne Benjamin Blümchen schaue, da der Vogel einfach nur stört. Er tritt parallel zu der Geschichte auf und hat damit nichts zu tun. Genau wie Benjamin kann er auch sprechen, aber nur mit den Zuschauern, mit anderen Menschen spricht er nicht, da krächzt er nur.

    Ich habe gestern den 1. Trailer zu der Neuverflmung vom Dumbo gesehen und weiß schon danach, diesem Film werde ich mir niemals ansehen. Er hat ja gar nichts mehr mit dem Original zu tun. Im Trailer tauchen 2 Kinder auf und kümmern sich um den Elefanten. Im Original ist es eine Maus, die sich mit ihm anfreundet.

    Wie kann man nur einen Film so dermaßen versauen?


    Ich habe auch Angst Jim Knopf zu sehen, da ich schon die Ausburger Puppenkiste kenne und nicht weiß, ob der Realfilm nicht ähnlich schlecht ist, wie das Sams.

    Die Samsfilme an sich sind gut, aber als Buchverfilmung ungeeignet. Die Filme weichen stark von den Büchernl ab, die Ausburger Puppenkiste ist da wesentlich besser gelungen.


    Die kleine Hexe wurde so weit ich weiß noch nicht verfilmt, allerdings stelle ich mir sie nicht als Erwachsene vor, sondern als Kind.

  • Ich habe gestern den 1. Trailer zu der Neuverflmung vom Dumbo gesehen und weiß schon danach, diesem Film werde ich mir niemals ansehen. Er hat ja gar nichts mehr mit dem Original zu tun. Im Trailer tauchen 2 Kinder auf und kümmern sich um den Elefanten. Im Original ist es eine Maus, die sich mit ihm anfreundet.


    Wie kann man nur einen Film so dermaßen versauen?

    Wieso versauen? Den Film kann man nur verbessern. Das Original ist voller Rassismus, voller Antisemitismus, voller toxischer Charaktere ...


    Allein schon die Tatsache, dass die Maus (die ein furchtbarer Einfluss auf Dumbo ist, ihn manipuliert und missbraucht) rausgeflogen ist, macht den Film deutlich wenig problematisch. Die Kinder wirken soweit nicht so bösartig, wie die Maus oder die Raben im Film (und die rassistischen Stereotypen fallen wohl auch raus).


    In diesem Video wird das ganz gut beschrieben.



    Ich meine, Dumbo ist ein so furchtbarer Film aus heutiger Sicht gesehen. Ich frage mich zugegebenermaßen, wer es überhaupt für eine gute Idee hielt, ihn zu remaken. Aber wenn man ihn remaked muss man viel, sehr, sehr viel ändern, um ihn irgendwie akzeptabel zu machen.

  • Aber auch Alvin und die Chipmunks sind jetzt alsComputeranimierte Serie ganz neu produziert worden. Hierbei handelt es sich nicht um eine Neuauflage der alten Serie, sondern um eine ganz neue Produktion.

    Ich verstehe jetzt nicht wieso du das unterscheidest. Ich habe ein paar Episoden von Viki gesehen und die Serie scheint auch eine ganz eigene Version zu sein. Im Original waren sie fast immer auf See, hier waren sie immer zuhause.

    Wieso versauen? Den Film kann man nur verbessern. Das Original ist voller Rassismus, voller Antisemitismus, voller toxischer Charaktere ...

    Und er war auch generell sehr langweilig. Viel ist ja nicht passiert, oder? Dumbo wird geboren, alle Lachen, Dumbo wird von seiner Mutter getrennt, lernt fliegen und keine Ahnung das wars. Kaum zu glauben das der Film eine Stunde lang ist.

    Aber wenn man ihn remaked muss man viel, sehr, sehr viel ändern, um ihn irgendwie akzeptabel zu machen.

    Man hat sogar ein Remake von Ferdinant gemacht und das ergab nun wirklich keinen Sinn. Hat scheinbar auch Null mit dem Kurzfilm zu tun. Ich denke sie fahren die Frozen Schiene und bauschen alles auf.





    Ich denke es ist in Ordnung Charaktere neu aufzulegen. Besonders Nebencharaktere, oder Charaktere aus simpleren, weniger anspruchsvollen Serien. Ich denke niemand würde sich an einer etwas ernsteren Version von Naruto, oder ja, Bugs Bunny scheren.

    Weil es entweder etwas zu ihrem Charakter addet, oder weil sie so simpel sind, dass sie jede Rolle ausfüllen könnten.

    Änderungen müssen gemacht werden. In Herr der Ringe gab es auch einen Moment, in dem man einen Nebencharakter einen feindlichen Außenposten, oder so etwas entdecken ließ, was ursprünglich von einem random Soldat getan wurde.

    Das war nötig, damit man weniger wichtige Momente die vielleicht raus geschnitten wurden kompensieren konnte.

    Oder im Death Note Movie. Eliteschüler werden in Amerika nicht so geachtet wie in Japan, also würde Light nicht so behandelt werden wie in Japan. Die Änderungen sind trotzdem eher schlecht, weil man einfach andere Charaktere hätte nehmen können und weil er null von seiner ursprünglichen Persönlichkeit behielt, aber es passt gerade gut als Vergleich.

    Und bei komplexeren Charakteren, sagen wir Archie von Riverdales (siehe dazu Mothers Basements Video dazu) ist es wichtig, dass man das Herz, die fundamentalen Grundzüge des Charakters behält. Andernfalls verwandelt es sich in eine Beleidigung für den Charakter und die Fans.

  • Ich habe gestern den 1. Trailer zu der Neuverflmung vom Dumbo gesehen und weiß schon danach, diesem Film werde ich mir niemals ansehen.

    Genau das habe ich mir auch gedacht, als ich den Trailer gesehen habe. Mich sprechen solche Realverfilmungen einfach null an. Eine Geschichte, die als Zeichentrick funktioniert hat, muss nicht auch noch eine Realverfilmung bekommen. Zumal Dumbo ja scheinbar auch nur computeranimiert ist... Natürlich werden sie ein bisschen mehr Story drumherum dazuerfinden müssen, vielleicht bleibt letztlich nur die Grundidee erhalten, aber das macht das ganze auch nicht besser.


    Ich habe auch Angst Jim Knopf zu sehen, da ich schon die Ausburger Puppenkiste kenne

    Der Jim Knopf, den ich kenne, wohnt auch zukünftig in der Augsburger Puppenkiste. Die Ausschnitte der Realverfilmung fand ich einfach nur schlecht.

  • Ich mochte eigentlich die Realverfilmung des Dschungelbuchs sehr gerne. Gutes CGI sieht eben auch ansprechend aus und da stand viel Mühe dahinter.

    Was Dumbo betrifft, fand ich die eine Maus auch süß und bin etwas traurig um die. Allerdings besteht ja auch kein Zwang Dinge 1:1 umsetzen zu müssen.


    Zitat von Sunaki

    Und er war auch generell sehr langweilig. Viel ist ja nicht passiert, oder? Dumbo wird geboren, alle Lachen, Dumbo wird von seiner Mutter getrennt, lernt fliegen und keine Ahnung das wars. Kaum zu glauben das der Film eine Stunde lang ist.

    Muss es das? Bei Totoro passiert praktisch auch nichts und der ist sogar zum Ghibli-Maskottchen geworden. Sowas muss man halt mögen oder man tut es eben nicht.

  • Was Dumbo betrifft, fand ich die eine Maus auch süß und bin etwas traurig um die.

    Oh ja, die Maus die Dumbo die ganze Zeit gaslighted. Das ist schon ein toller Charakter für einen Kinderfilm. Und so süß. Gaslighting und ein Kind dazu bringen, sich in einen Vollrausch zu trinken. Sooooo süß. -.-

  • Was Dumbo betrifft, fand ich die eine Maus auch süß und bin etwas traurig um die.

    Oh ja, die Maus die Dumbo die ganze Zeit gaslighted. Das ist schon ein toller Charakter für einen Kinderfilm. Und so süß. Gaslighting und ein Kind dazu bringen, sich in einen Vollrausch zu trinken. Sooooo süß. -.-

    Ja? Wie gesagt, man muss halt Realität von Fiktion unterscheiden und braucht nicht gleich so angefressen sein. Dass es real unmöglich ist sowas zu tun, ist jedem klar und war auch Kindern klar, die den Film gesehen hat. Nur leider ist Humor, der über rosa Zucker hinausgeht, etwas anderes, und nur weil etwas einem selbst nicht gefällt, muss man eben nicht anderen "das ist nicht okay, weil ich das so fand, und wenn ich das nicht lustig fand, dürft ihr das auch nicht" reinwürgen. ¯\_(ツ)_/¯

    Das ist eben Humorsache, die musst du nicht teilen, aber man kann nicht bei jeder Kleinigkeit "toxisch!" rufen und erwarten, dass sich andere dem anpassen.

  • Was Dumbo betrifft, fand ich die eine Maus auch süß und bin etwas traurig um die.

    Oh ja, die Maus die Dumbo die ganze Zeit gaslighted. Das ist schon ein toller Charakter für einen Kinderfilm. Und so süß. Gaslighting und ein Kind dazu bringen, sich in einen Vollrausch zu trinken. Sooooo süß. -.-

    Ja? Wie gesagt, man muss halt Realität von Fiktion unterscheiden und braucht nicht gleich so angefressen sein. Dass es real unmöglich ist sowas zu tun, ist jedem klar und war auch Kindern klar, die den Film gesehen hat. Nur leider ist Humor, der über rosa Zucker hinausgeht, etwas anderes, und nur weil etwas einem selbst nicht gefällt, muss man eben nicht anderen "das ist nicht okay, weil ich das so fand, und wenn ich das nicht lustig fand, dürft ihr das auch nicht" reinwürgen. ¯\_(ツ)_/¯

    Das ist eben Humorsache, die musst du nicht teilen, aber man kann nicht bei jeder Kleinigkeit "toxisch!" rufen und erwarten, dass sich andere dem anpassen.

    Wo ist es Humor, wenn die Maus Dumbo noch weiter fertig macht? Wo ist es Humor, wenn die Maus Dumbo dazu bringt, sich zu betrinken? Die Suff-Szene wird ja nicht mal als lustig dargestellt, sondern gilt bei vielen als eine der gruseligsten/verstörensten Szenen in den frühen Disneyfilmen.


    Das hat auch nicht mit lustig zu tun. Nichts mit Humor. Fakt ist: In dem Film wird ein Charakter, der Dumbo wegen etwas, das effektiv eine Disability ist, weiter fertig macht und ausnutzt, als sympathisch/lustig dargestellt. In einem Film, der sich an Kinder richtet, die dahingehend noch nicht differenzieren können.


    Ich verweise noch einmal auf das Video oben, dass es in größerem Detail darstellt, wenngleich als etwas inkohärenten Rant. Wer das Video nicht ganz anschauen will: Hier geht der Dumbo Abschnitt los.


    Dumbo ist definitiv ein Film, der kein Remake bekommen sollte. Der Film ist einfach ein Produkt aus seiner Zeit (was nicht nur 40er Jahre, sondern auch eine Zeit der Kriegspropaganda heißt). Und ja, es ist fraglos möglich viele der problematischen Aspekte rauszuschneiden, da sie oftmals einfach nur da sind, narrativ jedoch keine große Bedeutung haben (die ganzen rassistischen Unter- und Übertöne allen voran) und die Maus kann sich leicht durch einen besseren, vielleicht weniger abusive Charakter ersetzen lassen, womit sie mit dem Remake ja auch zu gehen scheinen. Dennoch sehe ich letzten Endes einen Film, der auf Ableismus als Grundkonzept aufbaut, nicht wirklich, warum man ihn remaken will.


    Und dann kommt natürlich noch dazu, dass Burton es macht. Und Burton und seine Cirques du Freaks, die meistens mit ihrem eigenen Teil von rassistischen und ableistischen Stereotypen daher kommen. Und überhaupt ... Warum macht Burton noch immer Filme?


    Aber gut, man könnte auch einen Musical Film über P.T. Barnum machen, in dem er als der gute Typ und nicht der Typ, der Tiere und behinderte Menschen en masse misshandelt hat und damit reich geworden ist ... *seufz* Ja, eigentlich passt historischer Revisionismus auch sehr gut zum Thema, nicht?