Little Friends: Dogs and Cats

  • Genre: Simulation, Casual, Live Style

    Erscheinungsdatum: 28.5.2019

    Hersteller: Sold Out

    Onlineplay: Nein

    Multiplay: Nein


    Inhalt

    Es handelt sich hierbei um eine Haustiersimulation mit Hunden und Katzen, die der Spieler umsorgt. Im Gegensatz zu anderen Simulationen, sind alle Hunderassen zu Beginn verfügbar, jedoch stehen nur 6 Hunderassen (Shiba Inu, Chihuahua, Zwergpudel, Labrador Retriever, Französische Bulldogge und Deutscher Schäferhund) und später 3 Katzenarten (Japanische Katze, Schottische Faltohrkatze und American Shorthair) zur Auswahl.

    Geschlecht und Aussehen lassen sich frei wählen. Jedes Tier ist umsonst erhältlich.

    Nach der Wahl des Hundes, geht es gleich nach Hause. Wie in solchen Spielen üblich müssen Hund und Katze versorgt werden. Spielen, Füttern und streicheln stehen auf dem Tagesplan.

    Die Steuerung erfolgt fast ausschließlich über die Knöpfe der Switch im Handheldmodus, was bei einer Tiersimulation sehr umständlich ist. Lediglich das Streichen und Bürsten greift auf die Touchsteuerung zurück. Am TV wird diese durch die Bewegungssteuerung ersetzt.

    Leider sinken die Bedürfnisse der Tiere rasend schnell, kaum wurden sie erfüllt, dauert es nicht allzu lange und der Vierbeiner möchte erneut umsorgt sein. Damit ist die Pflege unnötig zeitintensiv und viel zu aufwendig, als in anderen Simulationen dieser Art.

    Jedes Tier hat einen Level. Durch Pflege und Umsorgung steigt er an und schaltet verschiedene Belohnungen frei.

    Das Zuhause bietet nicht so viele Beschäftigungsmöglichkeiten. Es gibt nur eine sehr geringe Auswahl an Spielzeug, welches nach mehrfacher Benutzung zerbrechen kann. Dabei haben viele Spielzeuge einen Countdown, der herunterläuft. Zum Beispiel nach 30-mal Ball werfen, ist dieser zerbrochen und kann durch den Kauf eines neuen Balles ersetzt werden. Neben den Bällen, stehen auch Kauknochen, Wurfscheiben und Katzenwedel für die Tiere zur Verfügung.

    In einem virtuellen Katalog, lassen sich weitere Beschäftigungsmöglichkeiten willkürlich frei schalten, wie ein Musikschachtel oder eine Rutsche. Durch eine dauerhafte Platzierung in der Wohnung, spielen Hund und Katze gelegentlich damit.

    Der Alltag in den eignen 4 Wänden ist sehr trist, denn es gibt eben so gut wie nichts, was der Haustierbesitzer machen kann, außer ein wenig Pflegen und mit dem Spielzeug spielen.

    Eine breite Auswahl an Modeartikel lassen sich freischalten und dem Haustier überziehen.

    Leider verhalten sich die Wollknäule sehr steif in ihren Bewegungen, wodurch die Natürlichkeit verloren geht. Wer mehrere Tiere hält, muss mit ansehen, wie sich die Vierbeiner gegenseitig anrempeln und zur Seite schieben. Besonders wenn ein Spielzeug geworfen wird, ist es fast immer dasselbe Tier, welches diesen holt. Die anderen folgen ihm nur müde, um am Ende dann zusammen in Reih – und Glied zu stehen.

    Kommunikation unter der Tieren oder miteinander spielen haben die Entwickler nicht vorgesehen.

    Die Hunde erlernen auch Tricks, allerdings ohne das Zutun des Besitzers. Plötzlich, nach einem Level-Up, kann der Hund einen neuen Befehl ausführen, was über eine Menüsteuerung sehr umständlich ausgewählt werden muss. Per Knopfdruck lassen sich Befehle ausführen, die der Hund dann nachmacht.

    Ein wenig Abwechslung bietet das Sammeln verschiedener Sticker. 30 -Mal die Katze streicheln oder 10-Mal den Hund füttern, schalten einen Aufkleber frei.

    Hundebesitzer haben die Möglichkeit mit ihrem Hund Gassi zu gehen. Die Musik ist nervig, lässt sich zum Glück in den Optionen ausstellen, sodass nur noch die Geräusche der Natur erklingen. Die Strecke, auf der Hund und Besitzer Gassi gehen, ist ein großer National-Park und landschaftlich sehr schön gestaltet. So geht es unter anderem an einem Fluss und einem Leuchtturm entlang, allerdings ist der Weg strickt vorgegeben und es ist nicht möglich die weitere Umgebung zu erkunden. Nach kurzer Zeit ist alles gesehen. Andere Hunde auf dem Ausflug trifft der Hundebesitzer keine. Wenn der Wauwau sich erleichtern möchte, macht er dies an ausgewählten Schildern erledigen. Mehr als Pinkeln kann der Hund nicht.

    Es gibt eine vorgegebene Meterzahl, die zurück gelegt werden muss mit dem Hund. Wer am TV spielt, hält einen Joy-Con beim Gassi gehen wie eine Leine fest, dadurch fühlt sich das Spielerlebnis realer an, da der Hund wie an einer echten leine sich führen lässt. Unterwegs sammelt der Hund Geld und Tickets auf, die die Währung im Game darstellen und sich in dem virtuellen Katalog einlösen lassen.

    Das Geld und die Tickets befinden sich unter bunten Luftballons, die in der Welt verteilt sind. Läuft der beste Freund auf sie zu, beginnt er den Schatz auszubuddeln. Mit den Tickets gibt es Zugriff auf spezielle Designs für die Wohnung, besondere Spielsachen oder bestimmte Kleidungsstücke.

    Nach einiger Zeit im Spiel, lässt sich ein Frisbee-Wettkampf freischalten und ein Übungsplatz, um die Hunde dafür zu trainieren.

    Wer mehrere Fellfreunde besitzt, nimmt diese automatisch mit auf den Platz. Während der eine trainiert, laufen die anderen Hunde störend umher.

    Ziel des Wettkampfes ist es, mehr Punkte als die Konkurrenz zu erhalten. Als Belohnung winken Geld, Tickets und neue Wurfscheiben. Der Wettkampf hat verschiedene Stufen, in denen die Schwierigkeit ansteigt, unterteilt.

    Das Spiel verläuft in Echtzeit. Jeden Tag senden Papa und Mama Post mit verschiedenen Geschenken, wie Geld oder Kleidung für die Tiere. Wer ein paar Tage nicht spielt, muss aber nicht fürchten, dass die Tiere weggelaufen sind oder streben, sie warten brav auf ihren Besitzer.


    Die Programmierer halten ihrer Spieler für sehr vergesslich. Wer sein Spiel speichert, verlässt und später erneut spielt, muss sich jedes Mal die gesamte Steuerung erklären lassen.



    Meine Meinung

    Das Spiel hat so viel Potenzial, welches es jedoch verschenkt. Es wirkt wie ein Free-to-Play Spiel. Für den Preis, den es zum Start gekostet hat (50€), erwarte ich deutlich mehr.

    Ich verstehe es nicht, weshalb sich die Rasseauswahl auf so wenig Tiere beschränkt und nicht im Verlauf des Spieles noch mehr hinzukommen, wie in anderen Tiersimulationen. Dadurch ist die Auswahl sehr mau.

    Eine Simulation sollte sich per Touchscreensteuerung bedienen lassen, wenn eine Konsole diese besitzt, dadurch ist das Spielen wesentlich leichter bedienbar. All die Knöpfe machen es bloß unnötig kompliziert.

    Ich erwarte mehr Spaß und Abwechslung im Alltag mit meinen virtuellen Freunden. Andere Hunde treffen, eine große Auswahl an Spielsachen, gemeinsames Spielen der Tiere untereinander, eine frei erkundbare Welt, verschiedene Wettkämpfe, mehr Hunde und Katzen, kein Spielzeug, das kaputt sind einige Ideen, die die Entwickler hätten umsetzen können.

    Das Spielzeug ist in seiner Auswahl sehr begrenzt und geht dann auch noch zu allem Überfluss kaputt. Anstelle von vielen Spielzeugen, hat das Game eine breite Palette an Modeartikeln, die zwar lustig sind, aber nicht unbedingt in eine Haustiersimulation gehören.

    Die Animation der Tiere lässt auch mehr als zu wünschen übrig. Den Tieren fehlt es an Ausdrucksstarker Mimik und Gestik. Die Hunde und Katzen zeigen keinerlei Freude, beim Streicheln. In ihren Bewegungen sind sie sehr steif und ungelenk, wirken gar nicht wie echte Hunde und Katzen.

    Die Landschaft im Spiel wurde sehr schön gestaltet, jedoch dauert es nicht lange und dann ist dieser Weg in – und auswendig gelernt. Gerade für den sehr geringen Umfang, wären große Spaziergänge, auf verschiedenen Abschnitten oder in einer Open-World eine gute Umsetzung. Die unterschiedlichen Plätze unterwegs, wie ein Leuchtturm oder ein Springbrunnen laden zum Erkunden ein, aber leider geht es nur an ihnen vorbei. Es fehlen auch andere Hunde, mit denen der eigene

    Vierbeiner spielen kann, dadurch wirkt das Spiel sehr leer. Nur in den Wettkämpfen tauchen fremde Hunde auf.

    Hunde lassen sich gut erziehen, das Spiel nimmt auch diese Aufgabe weg, da die Tiere von alleine neuen Tricks lernen. In einer Haustiersimulation erwarten Spieler, dass sie den Alltag mit einem Tier simuliert bekommen, im besten Fall vermittelt das Spiel den Eindruck, das Tier sei echt. Hunde erziehen ist eine Aufgabe die Besitzer ausführen, dieser Part sollte nicht selbst durch die Simulation übernommen werden.

    Lediglich beim Gassi gehen, kann der Hund auf sein Fehlverhalten durch einen Pfiff hingewiesen werden.

    Nur eine Wettkampfart wird auf Dauer langweilig, trotz steigender Schwierigkeit, ist die Luft schnell raus. Mehr Wettkämpfe wären auch eine größere Abwechslung.

    Der Alltag mit den Tieren ist nach kurzer Zeit öde. Im eignen zuhause lässt sich ja auch kaum etwas machen, außer der Pflege und dem Spielen mit Spielzeug, mit kurzer Lebensdauer.

    Unnötig ist das permanente, erneute Erklären der Steuerung, wenn das Spiel unterbrochen wird.


    Die Katzen sind nur Deko. Streicheln, Bürsten, Füttern und mit der Katzenangel spielen, das war es auch schon.

    Eine Reaktion oder Kommunikation auf die Hunde haben Entwickler nicht vorgesehen. Mit Glück besteigen die Miezen einen Katzenbaum, diesen muss der Besitzer aber kaufen und aufstellen.

    Die Katzen passen nicht in das Spielgeschehen, da sie sich von ihrer Animation und dem Verhalten kaum von den Hunden unterscheiden.


    Das Spiel hat auch gute Seiten, die Landschaft ist sehr schön designt, Wälder, Berge und ein Bach zieren den Spaziergang. Wer die Musik ausstellt, lauscht dem fließenden Wasser und hört die Vögel zwitschern. Gassi-Gehen mit einem Joy-Con verleiht ein echtes Spazierengehen Gefühl, viel intensiver wie mit dem Touchpen des (3)DS. Jedes Tier ist umsonst, somit fallen keine teuren Kosten an, wodurch mehr Geld für Essen, Kleidung und Items übrigbleibt.


    Spieler die keinerlei Ansprüche an ein Spiel stellen oder nur eine Haustiersimulation möchte, bei dem er nicht viel machen muss, der wird mit dem Spiel Spaß haben.


    Sound: 6 -

    Grafik: 2 -

    Gameplay: 6 -


    + Schöne Landschaft

    + Kostenlose Tiere

    + Gassi gehen mit dem Joy-Con

    + Kein Baden


    - Sehr schnell langweilig

    - Im Handheldmodus sehr umständliche Tastensteuerung

    - Animation der Tiere wirkt steif und leblos

    - Nur 9 verschiedene Tiere

    - Keine anderen Hundefreunde unterwegs

    - Nur ein Wettkampf

    - Musik ist nervig

    - Das Spielzeug kann zerbrechen

    - Kaum Auswahl an Spielsache

    - Die Tiere reagieren nicht aufeinander und kommunizieren auch nicht untereinander

    - Die Bedürfnisse sinken rasend schnell

    - Im virtuellen Haus gibt es kaum Beschäftigung


    Alternativen:

    - Nintendogs and Cats (3DS)

    - Wappy Dog (DS)

    - Sims 4 Hunde und Katzen (PC)

    - Dogz (DS)