Ori and the Will of the Wisps

Die Kronen-Schneelande erwartet euch!


Alle Informationen zum zweiten Teil des Erweiterungspasses "Die Schneelande der Krone" findet ihr bei uns auf Bisafans:

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  • Hallo liebe User,


    am 11. März 2020 kam der Nachfolger des Metroidvania-Titels Ori and the Blind Forest auf dem Markt. Ich habe sehr lange darauf gewartet und nun habe ich es durchgespielt und werde es in dieser Spielereview bewerten. Hierbei werde ich möglichst objektiv bewerten, wobei natürlich vorweg gesagt sei, dass natürlich zum Teil auch eigene Meinung und subjektive Meinung in die Bewertung einfließend wird und das kaum zu vermeiden ist. Anbei noch kurz das Bewertungschema, nach welchem ich dieses Spiel nun bewerten werde:



    Gameplay

    Beginnen wir mit der Bewertung des Gameplays.


    Wie auch sein Vorgänger ist Ori and the Will of the Wisps ein Metroidvania-Adventure mit einer offenen Spielwelt. Die Spielwelt namens "Niwen" ist zusammenhängend und erlaubt dem Spieler, mehrere Richtungen einzuschlagen. Jedoch gibt es überall Hindernisse, die auch nicht immer überwunden werden können - typisch für ein Metroidvania eben. Und schon muss man wieder zurück und zunächst die entsprechende Fähigkeit erlangen. Diese erlangt man an Lichtbäumen, die an vielen Orten in der Spielwelt stehen. So lernt Ori beispielsweise zu sprinten, mit Doppelsprüngen zu springen, mit Pfeilen anzugreifen und sich mittels Gegenständen, Gegnern und deren Geschosse in die Luft zu schleudern. Und je mehr Fähigkeiten erlernt werden, umso mehr Möglichkeiten hat man, umso weiter kommt man und umso mehr kann man von der Welt erkunden. Mittels eines Schnellauswahlmenüs lassen sich bis zu 3 Fähigkeiten anlegen und jederzeit wechseln. Das sorgt dafür, dass man nicht zu komplexe Tastenkombinationen betätigen muss, da immer die gleichen Tasten beansprucht werden. Die Steuerung dieser Fähigkeiten ist daher simpel und schnell erlernt. Immer wieder werden bestimmte Fähigkeiten gebraucht. Und kurz ist die Steuerung erklärt, schon hat man es raus.


    Die Steuerung generell ist flüssig, nicht kompliziert und man hat sich schnell hineingearbeitet. Die Fähigkeiten werden nach und nach vielseitiger und mit jeder neuen Fähigkeit lässt sich einfacher die Spielwelt erkunden. Die Anzahl unterschiedlicher Fähigkeiten ist sehr hoch, was lobenswert ist.


    Neben Oris Fähigkeiten lassen sich mittels Geistersplittern weitere nützliche Eigenschaften ausrüsten. Diese sind vollkommen optional, für das Weiterkommen im Spiel nicht erforderlich, im Kampf aber sehr hilfreich. Man kann beispielsweise Oris Geisterbogen verstärken, indem man Mehrfachschüsse ausrüstet, man kann die maximale Anzahl an Lebens- und Energieeinheiten, oder ist gegen bestimmte Gegnergruppen (z. B. fliegende Gegner) besonders effektiv. Die Anzahl Geisterplitter, die man gleichzeitig anlegen kann, steigt im Spielverlauf, indem man in Kampfschreinen siegt. Die Anzahl der Geistersplitter ist ebenfalls recht hoch, was für ein vielseitiges Kampferlebnis sorgt. Die Geistersplitter kann man in der Spielwelt finden, können aber auch bei bestimmten Händlern erworben werden.


    Sowohl während der Erkundung als auch im Kampf helfen Energie- und Lebenseinheiten. Durch Energiezellen und Lebenszellen, die in der Spielwelt verstreut sind, kann die maximale Anzahl der Zellen regelmäßig erhöht werden. Im späteren Spielverlauf wird dies erforderlich sein, genauso wie das aktive Nutzen der Fähigkeiten und Geistersplitter, denn das Spiel ist anspruchsvoll. Zu Beginn besteht die Möglichkeit, aus 3 unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden auszuwählen. Doch bereits auf normaler Stufe ist das Spiel sehr herausfordernd und gegen Ende kommt man oft in Bedrängnis. Das Spiel aber trotzdem sehr fair. Man wird sehr oft Leben verlieren und startet an einem Checkpoint. Die Checkpoints liegen jedoch nur wenige Meter auseinander, sodass bei einem Tod meist nur einige Sekunden verloren gehen, was den Spielgenuss sehr angenehm macht.


    Das Spiel ist sehr dynamisch und flüssig. Der Übergang zwischen Erkundung der Spielwelt und heftigen Kämpfen ist fließend, man wird kaum unterbrochen und Tutorials sowie Textpassagen sind nur sehr kurz. Die Spielwelt ist vielseitig konstruiert, sodass dem Spieler regelmäßig neues erwartet und es nicht langweilig wird. Mal erkundet man sehr mystische Gebiete, wie Korok's Tal, dann taucht man durch die entspannenden Lumaseen und nur wenig später befindet man sich in den düsteren und angsteinflößenden Schimmelwaldtiefen.


    Das Gameplay ist vielseitig, das Spiel ist herausfordernd, aber leicht zugänglich, die Steuerung ist schnell erlernt, nicht zu komplex, die Moves und Fähigkeiten sind sehr vielseitig und erlauben ein sehr abwechslungsreiches Gameplay. Hier gibt es saubere 7 von 7 Punkten.



    Spielumfang

    Mit einer Spiellänge von ca. 15 Spielstunden ist die Länge des Spiels in Ordnung. Die Hauptgeschichte des Spieles dauert länger, als die des Vorgängers. Grundsätzlich verfolgt man eine Hauptgeschichte bestehend aus mehreren Hauptquests. Abseits dessen gibt es einige Nebenquests zu erledigen. Diese beinhalten das Suchen bestimmter Charaktere oder das Sammeln von bestimmten Items. Die Nebenquests füllen das Spiel mit weiteren Charakteren und noch etwas mehr Content, sodass man neben der Hauptstory noch einiges zu tun hat. Die Nebenquests sind sehr gut umgesetzt und teilweise erzählen diese auch eine schöne kleine Geschichte, was diese Nebenquests ebenfalls sehr liebevoll macht. Zum Teil jedoch ist das Suchen bestimmter Dinge etwas nervig, da man nicht überall Tipps erhält und die Suche so gar nicht eingegrenzt werden kann, was nach einiger Zeit frustrieren kann.


    Das Spiel besitzt lediglich einen Einzelspielermodus, ein Multiplayermodus sowie ein Online-Modus sind hier nicht vorhanden. Jedoch ist das in Ori and the Will of the Wisps auch nicht nötig gewesen, weswegen das nicht kritisiert wird. Für den Preis, den man für das Spiel bezahlen muss, bietet es jedenfalls genug Content, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt also.


    Das einzige, was hier also kritisiert werden kann, ist der Frustfaktor bei einigen Sidequests. Sonst ist der Spielumfang von Ori and the Will of the Wisps sehr gut und bekommt 6 von 7 Punkten.



    Spielspaß

    Ein bombastischer und sehr liebevoller Einstieg - Und schon hat man Bock auf das Spiel! Und das ist nur der Anfang! Das Spiel besitzt eine großartige Atmosphäre. Und es steigert sich von Spielstunde zu Spielstunde. Ori and the Will of the Wisps besitzt viele sehr harmonische, gefühlvolle sowie traurige und emotionale Szenen und macht Lust darauf, die Story zu erleben.


    Das dynamische Gameplay, der großartige Spielfluss und die Vielseitigkeit, die das Gameplay bietet, erhöht den Spielspaß noch mehr. Und nachdem man das Spiel auf einer normalen Schwierigkeitsstufe durchgespielt hat, kann man es noch einmal durchspielen auf einer schweren Stufe. Das sorgt für ein wenig Wiederspielwert. Zwar muss man hier sagen, dass das Spiel eher weniger Langzeitmotivation gibt, da Multiplayer-Modi hier fehlen und es nach der Hauptgeschichte außer den Nebenquests nicht mehr viel zu tun gibt, aber da das Spiel darauf nicht ausgelegt ist, muss das hier nicht kritisiert werden.


    Für den Spielspaß gibt es daher ebenfalls 7 von 7 Punkten.



    Soundtrack

    Eine sehr große Stärke von Ori and the Will of the Wisps ist der orchestralische und atemberaubende Soundtrack, komponiert von Gareth Coker. Der Soundtrack bietet sehr vielseitige Stücke. Von sehr fröhlichen Soundtracks über chillige bis hin zu sehr bedrohlichen und sehr traurigen Tracks.


    Zu der großartigen Atmosphäre des Spieles trägt der Soundtrack große Stücke bei. Man erkundet die entspannenden Lumaseen? Dan hört man im einen sehr chilligen und fröhlichen Soundtrack mit einem sehr schönen, entspannenden Klang. Wenig später erkundet man die bedrohlichen Schimmelwaldtiefen, umgeben von Dunkelheit und sehr beängstigenden Monstern und Spinnen? Die entsprechend bedrohliche Atmosphäre wird untermalt durch einen sehr düsteren und gruseligen Soundtrack. Traurige Cutscenes und Eregnisse werden mit einem entsprechend traurigem Soundtrack untermalt.


    Der Soundtrack in diesem Spiel ist einfach perfekt und schafft es, den Spieler zusätzlich mitzureißen und die Atmosphäre zu fühlen. Die Soundtracks sind alle unfassbar gut und verdienen daher so was von 7 von 7 Punkten.



    Grafik / Artstyle

    Ori and the Will of the Wisps besitzt einen sehr künstlerischen und malerischen Artstyle, der mit einem sehr hohen Detailheitsgrad punktet. Jede Stelle im Spiel ist passend gestaltet, es gibt keine leere Stellen, überall stecken viele Details drin. Und nicht nur die Spielwelt an sich kann mit vielen Details punkten, auch die Hintergründe sind sehr liebevoll gestaltet und schön anzusehen. Und wie auch der Soundtrack tragen der Artstyle und die grafischen Elemente, sowie die sehr episch gestalteten Cutscenes zu der großartigen Atmosphäre bei. Hier ist mehr als deutlich zu erkennen, dass sehr viel Arbeit in den grafische Gestaltung und den Artstyle geflossen ist, denn der überzeugt auf allen Ebenen.


    Daher gibt es auch hier 7 von 7 Punkten.



    technische Qualität

    Technisch ist Ori and the Will of the Wisps weitestgehend fehlerlos. Die technische Qualität lastet nicht unter dem sehr anspruchsvollen Artstyle. Zum Launch des Spieles gab es leider einige Bugs und Lags, die Ladezeiten waren extrem lang, diese Fehler wurden aber mittels eines Patches sehr schnell behoben. Seitdem läuft das Spiel einwandfrei. Deswegen wird es hier nur minimalen Punktabzug geben, die technische Qualität bekommt 6,5 von 7 Punkten.



    spielspezifisches Gesamtpaket

    Widmen wir uns zu guter Letzt noch dem Gesamtpaket des Spiels. Und hier punktet Ori and the Will of the Wisps vor allem mit 2 Dingen - mit der Story und mit der Atmosphäre. Ori and the Will of the Wisps erzählt eine sehr schöne und zugleich traurige Geschichte. Menschen, die nah am Wasser gebaut sind, sollten aufpassen, denn die Story bietet einige rührende und sentimentale Szenen, wo einem die Tränen kommen könnten. Untermalt werden ebenjene Szenen mit einer phänomenalen Atmosphäre. Grafisch und soundtechnisch ist Ori and the Will of the Wisps mehr als überzeugend.


    Auch das Gameplay kann mit einem vielseitigen Spielerlebnis, einer angenehmen Dynamik und abwechslungsreichen Erkundungen punkten. Das Gesamtpaket ist beeindruckend und verdient 8 von 8 Punkten.



    Kategorie Beschreibung Punkte
    Gameplay Steuerung, Schwierigkeit, Zugänglichkeit, Spielideen, Innovation, Worldbuilding 7 / 7
    Spielumfang Spiellänge, verschiedene Modi, Multiplayer-Funktionen, Preis-Leistungs-Verhältnis 6 / 7
    Spielspaß Langzeitmotivation, Wiederspielwert, Atmosphäre 7 / 7
    Soundtrack Soundtrack, Sounddesign, Musik 7 / 7
    Grafik / Artstyle Design, Detailarbeit, Grafikstil 7 / 7
    technische Qualität Performance, frei von Lags und Frameinbrüchen, Ladezeiten 6,5 / 7
    spielspezifisches Gesamtpaket Punktet das Spiel durch seine Eigenschaften? (Bspw. herausragende Story bei einem RPG, Sprachausgabe usw.) 8 / 8


    Gesamtpunktzahl: 48,5 von 50 Punkten



    Fazit

    Bis auf minimale Schwächen ist Ori and the Will of the Wisps ein Meisterwerk. Die Atmosphäre ist perfekt, die Story ist fesselnd und emotional mitreißend, das Gameplay vielseitig und herausfordernd. Einige Nebenquests können frustrieren, aber darüber hinaus ist Ori and the Will of the Wisps ein weltklasse Spiel, welches ich jedem empfehle.


    Das war es nun von mir, das war meine Spielereview, eure Kritiken könnt ihr nun ebenfalls gerne posten. Danke fürs Lesen.


    ~ Macks