Diebesgut

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  • [tabmenu][tab=Willkommen - Genres - Warnungen][subtab=Willkommen]

    Willkommen


    Dies ist die Geschichte eines vierzehnjährigen Jungen, der aufbricht, um als anerkannter Trainer berühmt zu werden.
    Als ich wach im Bett lag, flogen mir Ideen über zukünftige Geschichten zu. Warum verkörpern Protagonisten, speziell die Männlichen, in so vielen Büchern wie auch Fanfiktion den Archetyp eines Helden? Warum laufen Reisestorys immer und immer wieder nach dem gleichen Schema ab?
    Mit diesem Gedanken war eine neue Idee geboren.


    Fantasy wird dieses Mal eine etwas kleinere Rolle spielen und erst im späteren Verlauf auftauchen, dann wird sie jedoch einen wichtigen Platz einnehmen.
    Da wir einige Zeit miteinander eine Zusammenarbeit hatten, teilen sich WoelfinAkira/Rajani und ich die Grundlagen zu einer gemeinsamen Welt.
    Diebesgut spielt etwa zehn Jahre nach meinem Projekt Hoenn Legenden.


    In dem Sinne: Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und würde mich über Kommentare sehr freuen!


    [subtab=Genres]

    Genres


    Reise, Drama, Romantik, später Fantasy


    [subtab=Warnungen und ALTERSBESCHRÄNKUNG - unbedingt lesen!]

    Warnungen


    Ich werde den Bezug zu realitätsbezogenen Themen aufgreifen.
    Psychische Belastungen, Tod und Trauer.
    Was meiner Meinung nach typisch für Pokemon ist, wird vor allem Freundschaft im Vordergrund stehen.
    Ich möchte für eine Reisestory eine etwas düstere Atmosphäre schaffen.
    Wegen den ernsten Themen, der realitätsnahen Welt, ab und an heftigeren Kämpfen, Gewalt (welche nicht entgleiten wird, aber sie wird vorhanden sein), Kraftausdrücken und - da meine Charaktere in der Pubertät sind - sexuellen Anspielungen (und mehr), sowie eine Auseinandersetzung mit Sexualität und Liebe, schätze ich meine Story selbst etwa auf P14 ein.


    [tab=Klappentext]

    Klappentext


    Weshalb lohnt es sich zu kämpfen?
    Die Antwort ist gar so schlicht und sprudle rasch aus ihm heraus, würde jemand fragen.
    Nicht von schwärmerischen Zukunftsvisionen oder Hoffnungen auf ein einst lohnenswertes Leben würde er zu berichten wissen, sondern von Furcht - Furcht vor dem Gericht im angepriesenen Jenseits.
    Zu viele Gräueltaten beschatten sein junges Leben und Götter kennen keinen Welpenschutz.
    Deshalb kämpft der vierzehnjährige Dieb und Straßenjunge Kazuya tagtäglich um sein Überleben.
    Eines Tages stolpert er über ein kleines Wunder: eine rot-weiße Kapsel, einen Pokeball.
    Noch ist er leer, da entschließt Kazuya sein Leben selbst in neue Bahnen zu lenken.


    Den Klappentext des zweiten Arcs findet ihr hier!


    [tab=Kapitelübersicht][subtab=Prolog - Kapitel 10]


    [subtab=Kapitel 11 - 20]


    [subtab=Kapitel 21 - 30]


    [subtab=Kapitel 31 - 40]


    [subtab=Character-Specials]


    Ich würde euch raten Character-Specials erst zu lesen, wenn ihr den Charakter kennengelernt habt. Ansonsten werde ich dazuschreiben, nach welchem der regulären Kapitel ich das Charakterspecial geschrieben habe, da es eigentlich dorthin gehört. Allerdings nehme ich es nicht in die "normale" Kapitelübersicht auf. Ihr könnt sie natürlich auch auslassen und werdet in der Story selbst nichts verpassen, wenn sie euch nicht interessieren. Wenn etwas fällt, bei dem nachher Erklärungsbedarf herrscht, werde ich es später nochmal aufgreifen. ;)
    Das ist auch der Grund, weshalb ich sie hier gesondert aufliste.


    Kapitelübersicht Specials


    Ruri Special: Don't wanna be like Cinderella Part 1 | Part 2 | Part 3


    [tab=Partnerfanstorys]

    Meine Partnerfanstorys


    Johto no Densetsu von WoelfinAkira
    [Remake] Unforgivable Sinner (Contestshipping) von WoelfinAkira (auch vielen Dank für die Überschrift!)
    Das Erbe der Drachen - Licht und Schatten von Majiata


    [tab=Copyright]

    Die Charaktere entstammen meiner Phantasie und dürfen unter keinen Umständen verwendet werden.
    Die Pokemonwelt wurde zu großen Teilen verändert, dennoch ist Pokemon an sich nicht mein geistiges Eigentum.


    Ich habe keines der Bilder selbst gezeichnet, sondern größtenteils bei Google und Zerochan gefunden. Da dort jedoch meist nicht der Zeichner selbst sein eigenes Bild onstellt, weiß ich nicht, woher die Bilder tatsächlich stammen. Manche habe ich schon seit längerem auf dem Computer und weiß nicht mehr, woher sie stammen.
    Die Bilder der Pokemon sind von Deviantart.

    [/tabmenu]



    Zwischen Hochmut und Demut
    steht ein Drittes, dem das Leben gehört
    - und das ist der Mut!
    Theodor Fontane



    [tabmenu][tab='Charaktere Arc 1']


    Charaktere Arc 1


    Es ist nicht unbedingt notwendig die Steckbriefe zu lesen. Auch enthalten sie einige Spoiler und sind zur Vervollständigung da.
    Öffnet bitte nicht den Subtab seiner Pokemon, wenn ihr euch überraschen lassen wollt.
    Weitere Charaktere findet ihr im Startpost des zweiten Arcs!


    [tab='Protagonist']
    [subtab=Protagonist]
    Protagonist
    [subtab='Kazuya Sinan Nejem']
    Kazuya Sinan Nejem


    Bezüglich des Namens: Eltern pflegten gute wirtschaftliche und auch freundschaftliche Verbindungen in die westliche Welt, daher gaben sie ihrem Sohn den an sich „widersprüchlichen“ Erst- und Zweitnamen.
    Alter/Sternzeichen/Geburtstag: 14 (behauptet jedoch fast immer, er sei 16) | Skorpion (28. Oktober)
    Herkunft: Orre
    Muttersprache: Arabisch
    Aussehen: etwa 1.75 groß, meist in einem schlichten Kapuzenpullover oder T-Shirt und gewöhnlichen, dunklen Jeans gekleidet, hinterlässt anfangs einen abgemagerten Eindruck, später schlanker und athletischer Körperbau, eher dunkler Hautteint (orientalisch), kastanienbraune Locken, intelligente, dunkelbraune Augen, feine Gesichtszüge, meist recht ernste Mimik, dafür ein sehr einnehmendes Lächeln und Lachen, weiß mit seiner Mimik zu spielen, sieht insgesamt viel älter aus, als er tatsächlich ist
    Charakterzüge/Eigenschaften: In vielen Jahren, musste der Junge schon zu viel Leid erleben. Schicksalsschläge trieben ihn auf die Straße, auf der er sich mit Diebstählen durchschlägt.
    Obwohl er einerseits die Nähe anderer Menschen braucht, zieht ihn zeitgleich immer wieder die Einsamkeit an, da ihn die stetige Angst verfolgt, dass Menschen, an denen ihm etwas liegt, sterben könnten.
    An sich fühlt er sich in vielen Angelegenheit zerrissen und baut oftmals aus Selbstschutz ein Lügengerüst auf. Er gibt sich öfter mal unnahbar und cool.
    Seine Pokemon liebt er, behandelt sie jedoch mit einer gewissen Härte. Er ist willensstark, diszipliniert und ehrgeizig, was er auch von seinen Pokemon verlangt.


    [subtab=Seine Pokemon]Seine Pokemon


    Die Pokemontabs sind mit Charaktereigenschaften beschriftet, damit ich euch nicht spoiler.
    Es befinden sich auch ein wenig Spoiler über die Pokemon selbst in den Subtabs. Sie sind nur zur Vervollständigung gedacht.


    [subtab=The first lady]
    http://www10.pic-upload.de/31.03.12/7wclszp4elvz.jpg


    Mauzi / Snobilikat


    Das ist Mauzi/Snobilikat, genannt Híme. [jap.] Wie viele andere Katzen auch streunte sie auf der Straße, bis ihr Kazuya begegnete. Deswegen ist sie bereits von Anfang an kampferprobt und sie versteht schnell, wie das Zusammenleben mit einem Menschen funktioniert.
    Sie ist arrogant, stolz, eitel, gerissen, intelligent, kämpferisch, unberechenbar, manchmal grausam, übertrieben eifersüchtig und liebt ihre Freiheit. Schließlich ist sie eine Katze. Deswegen ist sie auch anschmiegsam, verspielt und liebevoll - manchmal.


    http://www10.pic-upload.de/31.03.12/72bxb7vb4hdh.png


    Quelle zum Künstler: Mauzi
    Quelle zum Künstler: Snobilikat


    [subtab=Der Langfinger]
    http://www10.pic-upload.de/31.03.12/ve2f9jgqmag.png


    Kramurx


    Das ist Kramurx, genannt Kagé. [jap.] Er liebt, aus einem auch ihm unerfindlichen Grund, funkelnde Gegenstände und bestiehlt gerne Mensch wie Pokemon. Kramurx ist für jeden Streich zu haben und oftmals sehr schadenfreudig. Zu seinem Trainer hegt er eine sehr gute Bindung.
    Schnell erkennt Kazuya seine Vorlieben und Talente, sodass er sein Pokemon zum Stehlen anregt.


    Quelle zum Künstler: Kramurx


    [subtab=Der Sanfte]
    http://www10.pic-upload.de/29.07.12/z56nycxhm998.jpg


    Evoli / Entwicklung


    Das ist Evoli / dessen Entwicklung, genannt Kokoro. [jap.]
    Kokoro, Rufname Koko, war sein gesamtes Leben lang ein Schoßtierchen, dann wird er zum Kämpfen angehalten. Er ist feige und von sanfter Natur, kämpft daher nur seinem Trainer zu Liebe, um ihn stolz zu machen. Tadel trifft ihn tief, sodass er sich noch mehr bemüht, obwohl er den Kampf verabscheut.
    Er liebt Streicheleinheiten und Luxus.



    Quelle zum Künstler: Evoli
    Quelle zum Künstler: Entwicklung (SPOILER!)


    [subtab=Der Kühle]
    http://www7.pic-upload.de/29.07.12/3k1zatqgkgo1.png


    Sniebel


    Das ist Sniebel, genannt Serin. [arab.] Einst besaß er ein großes Revier und ernährte sich von kleineren Pokemon und Vogeleiern. Dann traf er auf Kazuya, welcher sein Revier betrat. Entschlossen ihn zu verscheuchen, griff er ihn an, wurde jedoch von dem Trainer gefangen. Zuerst verachtet er den Jungen.
    Auch Serin ist besonders kampferprobt. Die Herausforderung besteht darin, dass er gehorcht. Er ist stolz und versagt sich eine Niederlage.


    Quelle zum Künstler: Sniebel


    [subtab=Der Ehrgeizige]
    http://www10.pic-upload.de/31.03.12/lsr7uvgxdtog.jpg


    Habitak / Ibitak


    Das ist Habitak / Ibitak, genannt Atmaca. [arab.] Er besitzt Mut und stellt sich in seinem Schwarm gegen den despotischen Rudelführer, ohne Erfolg. So bleibt er mit verletztem Stolz und Körper zurück. Da trifft er auf Kazuya, der ihm verspricht ihn stärker werden zu lassen. Atmaca ist erst misstrauisch, nimmt aber sein Angebot an und freundet sich mit dem Jungen an. Sein Ziel ist es beständig stärker zu werden.


    http://www7.pic-upload.de/29.07.12/4vf7oh1lykk9.jpg


    Quelle zum Künstler: Habitak
    Quelle zum Künstler: Ibitak


    [tab=Weitere Hauptcharaktere]
    [subtab=Weitere Hauptcharaktere]
    Weitere Hauptcharaktere


    [subtab=Ruri]
    Ruri Kimura


    http://img827.imageshack.us/img827/3912/ruri.jpg


    Alter: 14
    Herkunft: Johto
    Pokemon: Rattikarl ♂, Ariados ♂, Ninjask ♂, Ninjatom o, Paras ♀
    Besonderheiten:
    Sie besitzt zu anfangs noch keine Pokemon.
    Ruri lebte ebenfalls auf der Straße und schlägt sich mit Diebstählen durch und behält ihr Geheimnis zuerst für sich.
    Da sie Käferpokemon liebt, träumt sie von ihrer eigenen Arena. Früher wollte sie eigentlich Medizin studieren.
    Sie wird oft als etwas wild und burschikos bezeichne und sieht sich selbst als Punk an.


    [subtab=Taiki]
    B. Sc. Taiki Miyamoto


    http://www10.pic-upload.de/14.07.12/psdlna9xes97.jpg


    Alter: 18
    Herkunft: Kanto / Orania
    Pokemon: Fukano ♂, Kabutops ♀, Armaldo ♂, Amonitas ♀
    Besonderheiten:
    Taiki ist eine extrovertierte, fröhliche und charismatische Persönlichkeit.
    Niemand würde ihm wohl seine Hochbegabung in Naturwissenschaften zutrauen - er hat den Bachelor of Science bereits absolviert.
    Mit seinen Geschwistern ist er ein Herz und eine Seele und auch zu seinen sehr liebevollen Eltern hat er die beste Beziehung, die man sich nur wünschen kann.
    Sein Vater ist ein sehr anerkannter Architekt, der Unsummen verdient, weshalb Taiki schon seit seiner Kindheit sehr verwöhnt wird.


    [tab=Wichtige Nebencharaktere]
    [subtab=Wichtige Nebencharaktere]
    Wichtige Nebencharaktere


    [subtab=Hitomi und Shin]
    Hitomi Hisakawa


    http://img713.imageshack.us/img713/8886/hitomip.png


    Alter: 16
    Herkunft: Kanto
    Wohnort: Isshu
    Pokemon: Washakwil ♂, Rokkaiman ♀, Zapplarang ♂, Glutexo ♀
    Besonderheiten:
    Shin und Hitomi sind Zwillinge, die stets miteinander reisen. Vielleicht streiten sie sich öfter, aber sie kennen einander in- und auswendig und lieben sich.
    Hitomi möchte Top-Vier-Mitglied werden.
    Sie mag "cool aussehende" Pokemon.
    Sie ist eine resolute, junge Dame, die gerne den Ton angibt.
    Da sie nur mit Brüdern aufwuchs, weiß sie sich durchzusetzen.



    Shin Hisakawa


    http://img841.imageshack.us/img841/389/shinyv.jpg


    Alter: 16
    Herkunft: Kanto
    Wohnort: Isshu
    Pokemon: Zoroark ♂, Skelabra ♀, Golgantes o, Alpollo ♂, Zwirrfinst ♂, Frosdedje ♀
    Besonderheiten:
    Shin und Hitomi sind Zwillinge, die stets miteinander reisen. Vielleicht streiten sie sich öfter, aber sie kennen einander in- und auswendig und lieben sich.
    Shin träumt vom Championtitel und bevorzugt Geistpokemon.
    Er gilt als Frauenheld und legt großen Wert darauf cool zu wirken.
    Diese Eigenschaft beruht darauf, dass er bei den Jungen in seiner Clique und vor allem seinen Brüdern stets beliebt sein möchte.


    [subtab=Ken]

    Ken Yozákura


    Alter: 27/28
    Aussehen: schulterlanges, rotes, glattes Haar, große, blaue Augen, feminine Gesichtszüge, edle Blässe, etwa 1.72 groß, zierlich, legt viel Wert auf Kleidung und Mode, aber dennoch schlicht
    Herkunft: Shinou / Blizzach, wuchs in Hoenn / Xeneroville auf
    Wohnort: Hoenn
    Pokemon: Papinella ♀, Galoppa ♀, Entoron ♂, Psiana ♀, Schwalboss ♂, Voltenso ♂, Vulnona ♂, Dragonir ♂, Kapilz ♂, Seejong ♀, Wie-Shu ♀
    Besonderheiten:
    Ken ist einstiger, zweifacher Topkoordinator (Titel in Hoenn und Isshu), arbeitet jedoch nun als Designer, der vor allem die heutigen Koordinatoren einkleidet und auch coacht.
    Er ist alleinerziehender Vater einer Tochter (Katana), da seine Freundin und Mutter seines Kindes, ehemalige Geheimagentin, bei einem Einsatz verstorben ist.
    Charakterlich ist er sehr gutherzig, jedoch teilweise recht naiv, wobei Lebenserfahrungen diese Naivität mittlerweile in Grenzen halten.
    Wegen seines Charakters und Auftretens wird er im Kampf gerne unterschätzt.


    [tab=Team Rocket]
    [subtab=Über sie]

    Team Rocket



    Team Rocket wird als Verbrecherorganisation des Landes beschrieben und oft mit der Mafia in Verbindung gebracht.
    Über ihre Taten ist in der Öffentlichkeit wenig bekannt und sollte doch etwas an die Presse durchsickern, weiß der normalsterbliche Bürger nie, ob dem der Wahrheit entspricht.
    Um Mitglieder zu gewinnen nutzt Team Rocket das soziale Ungleichgewicht in Johto aus und begeistert Straßenkinder- und jugendliche sowie Teenager für sich, welche zu Hause unüberwindbaren Problemen ausgesetzt sind. Sie bieten ihnen eine tägliche Mahlzeit und ein Dach über den Kopf, doch die Straßenkinder lernen bald, dass dies keinesfalls aus Wohltätigkeit heraus geschieht.
    Die meisten von ihnen werden bloß für die Drecksarbeit benötigt, welche die hohen Tiere Team Rockets nicht selbst ausführen würden. Die Schergen wissen nicht, weshalb sie Befehle ausführen und wozu diese dienen. Nur wenige, ranghöhere Mitglieder erhalten einen vollen Einblick in Aktivitäten der Organisation. Bekannt jedoch ist, dass Sakaki viel in die Forschung investiert.



    An der Spitze sitzt Sakaki (Giovanni). Ihm folgt in der Rangordnung direkt Athena, seine Frau und Mutter seines Sohnes, dann Lance, Apollo und Lambda sowie eine Hand voll weiterer, eher bedeutungsloser Commander.


    [tab=Arenaleiter]
    [subtab=Über sie]
    Arenaleiter



    Kazuya wird seine Orden nicht in der Spiele-Reihenfolge gewinnen, da er einen anderen Ausgangspunkt hat.
    Ich werde sie euch trotzdem in der gewohnten Reihenfolge vorstellen.
    Einige von ihnen werden auch im späteren Verlauf als Nebencharaktere agieren, aber ich möchte nicht zu viel verraten. Lasst euch überraschen.


    [subtab=Hayato]
    Hayato


    http://image-upload.de/get/qhsimu/2b23556a0c.jpg


    Alter: 21
    Stadt: Viola
    Seine Pokemon: Tauboss, Ibitak, Panzaeron, Tropius, Altaria, Noctuh
    Besonderheiten:
    Hayato übernahm Violas Arena von seinem verstorbenen Vater und entstammt einem Clan, der sich auf Vogelpokemon spezialisiert.
    Seine Schwester Nagi (dt. Wibke) leitet in Hoenn eine Arena.
    Er bildet in seiner Arena junge Trainer aus.
    Matsuba und er sind Kindheitsfreunde.


    [subtab=Tsukushi]
    Tsukushi


    http://image-upload.de/get/YuOPhb/d5d2a56852.jpg


    Alter: 15
    Stadt: Azalea
    Seine Pokemon: Sichlor, Smettbo, Bibor, Parasek, Ledian, Skaraborn
    Besonderheiten:
    Tsukushi ist der jüngste Arenaleiter Johtos und wird von vielen des Öfteren unterschätzt.
    Trotzdem ist er bei Azaleas Bevölkerung sehr beliebt und gern gesehen.


    [subtab=Akane]
    Akane


    http://image-upload.de/get/WelZUd/b105a73c64.jpg


    Alter: 16
    Stadt: Dukatia
    Ihre Pokemon: folgen nach dem Arenakampf
    Besonderheiten:
    Akane wird von vielen Menschen als kindlich und zu mädchenhaft, beziehungsweise zickig und weinerlich, angesehen.
    Als Gegner sollte man sie allerdings nicht unterschätzen.


    [subtab=Matsuba]
    Matsuba


    http://image-upload.de/get/vR4Wgz/b2d730a1d9.jpg


    Alter: 24
    Stadt: Teak
    Seine Pokemon: Alpollo, Gengar, Traunfugil, Noctuh, Zobiris, Rotom
    Besonderheiten:
    Matsuba erforscht mit engen Freunden zusammen die alten Mythen der Johto-Region.
    Er ist dafür bekannt eine Liebesbeziehung zu einer Geisha namens Yoko zu führen - in Teak werden sie scherzhaft als Kimonogirls oder die Evolischwestern bezeichnet.


    Yoko


    http://image-upload.de/get/HsfUoK/9a02f8b668.jpg


    Alter: 30
    Ihr Pokemon: Aquana
    Besonderheiten:
    Sie ist seit Längerem schon Matsubas Freundin und gehört den gerufenen Evolischwestern oder Kimonogirls an.
    Yoko war mit Kazuyas Mutter befreundet.


    [subtab=Mikan]
    Mikan


    http://image-upload.de/get/n470xr/b7f22c21b5.jpg


    Alter: 18
    Stadt: Oliviana
    Ihre Pokemon: folgen nach dem Arenakampf
    Besonderheiten:
    Mikan ist bei der Bevölkerung Olivianas besonders für ihre Gutherzigkeit beliebt.
    Sie kümmert sich um alles und jeden, denkt immer erst an andere und dabei handelt sie so selbstlos, dass sie von ihren Anhängern als 'Engel' bezeichnet wird.


    [subtab=Shijima]
    Shijima


    http://image-upload.de/get/GaZsLq/d37933b505.jpg


    Alter: 40
    Stadt: Anemonia
    Seine Pokemon: folgen nach dem Arenakampf
    Besonderheiten:
    Shijima ist für seinen gnadenlosen und aggressiven Kampfstil bekannt.

    [subtab=Yanagi]
    Yanagi


    http://image-upload.de/get/tDGalK/8409d9ad12.jpg


    Alter: 68
    Stadt: Mahagonia
    Seine Pokemon: Austos, Keifel, Botogel, Jugong
    Besonderheiten:
    Yanagi ist in seiner eigenen Stadt nicht besonders beliebt, vor allem die junge Generation sieht ihn als zurückgebliebenen und verbitterten Griesgram an.
    Wenige wissen, dass ihn und sein Keifel ein besonderes Band verbindet, das er nicht gerne zeigt.


    [subtab=Ibuki]
    Ibuki


    http://image-upload.de/get/GSHrZf/7276cb02ce.jpg


    Alter: 26
    Stadt: Ebenholz
    Ihre Pokemon: Garados, Dragonir, Seadraking, Altaria
    Besonderheiten:
    Ibuki entstammt einem jahrhunderte alten Drachenclan und ist mit Wataru, dem Champ der Region, verwandt - sie ist seine Cousine.
    Sie wird von vielen als stärkste Arenaleiterin betrachtet, ist aber wegen ihres herblassenden Charakters nicht überall beliebt.


    [tab=Arenaleiter (Kanto)]
    [subtab=Über sie]
    Arenaleiter



    Noch sind sie unerwähnt und sie werden wohl vorerst auch keine eigenen Subtabs erhalten.
    Dennoch werden sie später eine Rolle, wenn auch eine recht Kleine, wie ich momentan meine, spielen.


    [tab=Bildquellen]Quellen: Natürlich ist keines der Bilder selbst gezeichnet. Ich kann von den meisten nicht die Quellen angeben, da ich sie nicht mehr genau weiß. Die meisten Bilder habe ich auf Zerochan, Devianart oder Photobucket gefunden.
    [/tabmenu]



    Die Zukunft hat viele Namen:
    Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare,
    für die Furchtsamen das Unbekannte
    für die Mutigen die Chance
    Victor Hugo




    [tabmenu][tab=So funktioniert die Pokemonwelt]
    [subtab=Die Pokemonwelt]
    Die Pokemonwelt


    [subtab=Dies und jenes]
    Dies und jenes
    WoelfiinAkira und ich haben uns das "Recht" rausgenommen die Pokemonwelt an unsere, reale Welt anzulehnen.
    Die Sprachen behielten ihre Namen wegen des besseren Klanges.
    Die meisten Regionen sind Demokratien und besitzen ein funktionierendes Bildungs- wie Gesundheitssystem. Das Reisen ist für gewöhnlich wegen einer hohen, finanziellen Belastung der Mittel- und Oberschicht vorbehalten.
    Im Gegensatz zum Anime, konzentrieren sich in "unserer" Pokemonwelt nicht alle Welt bloß auf Pokemon. Es existieren gewöhnliche Berufe und Studiengänge. Diese sind in der Überzahl.
    Es herrscht wie in der realen Welt auch ein Ungleichgewicht zwischen Reichtum und Armut, sehr wohl existiert ebenso Diskriminierung von Minderheiten und Rassismus.


    Die folgenden Informationen sind für Interessenten - und werden (soweit sie benötigt werden) ohnehin noch in der Fanstory erwähnt.
    Allerdings könnt ihr hier alles nachlesen.


    [tab=Geographie][subtab=Die Regionen]
    Geographie
    [subtab=Orre]Orre
    Hauptstadt: Phenac
    Landessprache: Arabisch
    Besonderheiten: Orre besteht zu einem großen Teil aus Wüste und Savanne. Im Norden und Nordwesten des Landes befindet sich ein Gebirgszug mit angrenzendem Wald, welcher sich rasch in eine Steppe wandelt und anschließend einem scheinbar unendlichen Sandmeer weicht.
    Auch Wüstennomaden leben noch hier.
    Besonders widerstandsfähige Pokemon siedeln sich in der Wüste an, die Savanne ist durch vielfältiges Leben gezeichnet.


    Die Hauptstadt ist die wunderschöne Wüstenoase Phenac, welche Touristen magnetisch anzieht und wie von Künstlerhand geschaffen wirkt. Von der Stadt aus kann man bereits das Weltkulturerbe Orres betrachten: Die Pyramiden und die Sphinx. Jeder muss und möchte sie gesehen haben!
    Fernab vom Touristenzentrum und den Reichenvierteln liegen die Slums, irgendwo an den Rändern der Stadt, wohin sich kein Tourist verirren sollte.


    Auf dem ersten Blick unterscheiden sich die Bewohner Orres vor allem in ihrer Hautfarbe, die dunkler ist als in vielen Teilen auf der Welt.
    In der westlichen Welt stehen viele Menschen Orre und dessen Bewohner – mitsamt der, für manche, (be)fremd(lich)en Kultur und Religion – kritisch bis feindselig gegenüber. Dass Isshu und Orre Konflikte miteinander austragen und es auch im Land selbst kriselt, ist für die gesamte Welt kein Geheimnis. Im Land kriselt es, kein Wunder, wird es doch von einer diktatorischen Regierung, einer Verbrecherorganisation, Armut und Konflikte mit dem Westen geprägt.
    Viele Bewohner sind kämpferische und rebellische Seelen, die sich gegen diesen Zustand auflehnen.
    Vor etwa zehn Jahren gab es in Orre noch Arenen, eine Liga – mit einem Champ und einer Top Vier – welche von der Mafia und der Diktatur vernichtend geschlagen wurden, als sie sich aufgelehnt hatten.


    Unser Orre ist leicht an die gesamte, arabische Welt der Realität angelehnt (nicht komplett übernommen!).
    Die beschriebene Karte stimmt nicht komplett mit dem Orre, welches ihr vermutlich aus dem Spiel kennt, überein.


    [subtab=Kanto]
    Kanto
    Hauptstadt: Saffronia City
    Landessprache: Japanisch
    Besonderheiten: Kantos Sommer sind heiß und trocken, während der Winter überwiegend sonnig ist und kaum Niederschläge zu verzeichnen sind. Manchmal fällt Schnee, der aber rasch wieder taut. Ende Juni bis MitteJuli ist mit täglichen Regenschauern zu rechnen, denn um diesen Zeitraum dauert die Regenzeit an. Anschließend ist es von Mitte Juli bis Ende August bei hoher Luftfeuchtigkeit anhaltend heiß.Taifune drohen insbesondere im September oder Oktober, dauern aber selten länger als einen Tag.
    Kanto basiert auf die im Osten liegenden gleichnamige Region Kanto.


    [subtab=Johto]
    Johto
    Hauptstadt: Dukatia City
    Landessprache: Japanisch
    Besonderheiten: Klimatische Unterschiede herrschen zwischen Johto und Kanto kaum. Ebenso wie Kanto gilt Johto als eine gemäßigte Klimazone. Johto aber soll als geringfügig feuchter sein. Große Temperaturunterschiede bestehen zwischen Tag und Nacht sowie Sommer und Winter. Der wärmste Monat im Jahr ist der Mai, während die Temperaturen im Winter meist um den Gefrierpunkt liegen. Von April bis Mai tritt eine kurze Regenzeit ein, welche oft mit auftretenden Nebel begleitet wird.
    Johto und Kanto sind Nachbarregionen und über Land zu erreichen.


    [subtab=Hoenn]
    Hoenn
    Hauptstadt: Graphitport City
    Landessprache: Japanisch
    Besonderheiten: Manche Teile Hoenns haben ein subtropisches Klima und daher sind diese ein beliebter Urlaubsort, auch aufgrund von den zahlreichen heißen Quellen durch den aktiven Schlotberg. Die Sommer sind heiß, die Winter warm. Dadurch kommt es vor allem während der Regenzeit zu häufigen Niederschlägen. Dies führt zu regelmäßig auftretenden Taifune. Hoenn basiert auf der südwestlichen Region namens Kyushu. Der Schlotberg entspricht dem größten Vulkan Japans, dem Vulkan Aso.


    [subtab=Shinou]
    Shinou
    Hauptstadt: Jubelstadt
    Landessprache: Japanisch
    Besonderheiten: Shinou ist bekannt für seine kühlen Sommer und den eisigen Wintern. Es ist zudem nicht von der üblichen Regenzeit, dem Tsuyu, von Juni bis Juli betroffen. In der Regel kommt es zu wenigen Niederschlägen.
    Die Region ist japanischen Insel Hokkaido nachempfunden und liegt somit im Norden des Landes.


    [subtab=Isshu]
    Isshu
    Hauptstadt: Stratos City
    Landessprache: Englisch
    Besonderheiten: Isshu - ein Land, welches die Sehnsucht vieler Menschen weckt, denn Isshu liegt weitab von den übrigen Ländern , und ist größtenteils mit Wäldern und Wiesen bedeckt, obwohl teilweise sehr hochmoderne Städte existieren. Die Menschen sind naturnah und sind die facettenreichen Klimabedingungen des Landes gewohnt.
    Zudem ist Isshu dem in der Realität existierenden New York nachempfunden.


    [subtab=Kalos]
    wird ergänzt


    [subtab=Sevii Islands]
    Sevii Islands
    Die Sevii Islands sind das Herz, in der Zusammenarbeit von WoelfinAkira und mir, denn sie sind teilweise aus Europa entnommen, äußere Formen leicht verändert oder gänzlich erfunden. Die Namen sind leicht abgewandelt und die Sprachen sind übernommen.
    Jeder dieser Inseln hat eine eigene Hauptstadt und eine eigene Sprache, aber keine eigene Liga. Auf jeder Insel befindet sich eine Arena, bevorzugt in der Hauptstadt des Landes.
    Sowohl die Liga als auch das große Festival findet von Jahr zu Jahr auf einer anderen Insel statt. Zwischen den einzelnen Ländern besteht regelmäßiger Fährverkehr.


    http://i42.tinypic.com/34y305v.png


    1. Finsk
    Hauptstadt: Helsinki
    Landessprache: Finnisch


    2. Engernia
    Hauptstadt: London
    Landessprache: Englisch


    3. Espana
    Hauptstadt: Madrid
    Landessprache: Spanisch


    4. Serva
    Hauptstadt: Belgrad
    Landessprache: Serbisch


    5. Roma
    Hauptstadt: Rom
    Landessprache: Italienisch


    6. Greece
    Hauptstadt: Athen
    Landessprache: Griechisch


    7. Germania
    Hauptstadt: Berlin
    Landessprache: Deutsch


    8. Slowana
    Hauptstadt: Ljubljana
    Landessprache: Slowenisch


    [tab=Bildungssystem]
    [subtab=Bildung]
    Die Bildung
    In Schulen Johtos, Kantos, Hoenns und Shinous sind, im Gegensatz zu Schulen der Isshu-Regionen, Schuluniformen Pflicht. Dennoch hat jede Schule eine eigene Schuluniform vorliegen. Dabei ist zu erwähnen, dass es sowohl Sommer- als auch Winteruniformen gibt. Mädchen ist es untersagt, sich an Schulen mit Hosen zu kleiden.
    Anders als in den westlichen Regionen (Sevii Islands und Isshu) beginnt das Schuljahr in der Zeit der Kirschblüten, im April. Da man Kirschblüten nachsagt, dass sie Segen bringen, sind in den Schulhöfen oft Kirschbäume gepflanzt.


    Mit Einwilligung der Eltern sind Jugendliche berechtigt, das letzte Mittelschuljahr sowie die Oberschule als Fernkurs abzuschließen. Unterlagen zum Unterrichtsstoff finden Schüler auf der Homepage ihrer Schule; sie erhalten Benutzernamen und ihr persönliches Passwort, um jederzeit ihren Wissensstand abfragen zu können. Tests und Klausuren können in jeder Stadt, in speziellen "Prüfungsgebäuden" absolviert werden.

    [subtab=Schullaufbahn]
    Schullaufbahn
    Ab dem sechsten Lebensjahr beginnt die Schulpflicht. Kinder zwischen sechs bis zehn Jahren besuchen die Grundschule. Anschließend folgt die Mittelschule, welche bis zum vollendeten, vierzehnten Lebensjahr geht und mit einer Abschlussprüfung beendet wird. Optional können Schüler, welche eine Trainer- oder Koordinatorenkarriere anstreben, das dritte Mittelschuljahr, sowie die abschließende Prüfungen, im Fernkurs absolvieren.
    Damit endet die offizielle Schulpflicht.
    Dabei ist das Überspringen von Klassen möglich.


    Auf freiwilliger Basis können Jugendlichen bis zum siebzehnten Lebensjahr die Oberschule besuchen, um mit dessen Abgang (ebenfalls mit einer Abschlussprüfung) in eine Universität eintreten zu dürfen. Der Zeitraum der Schule erstreckt sich auf weitere drei Jahre. Es ist möglich, die Oberschule vollständig in Rahmen eines Fernkurses zu beenden. Somit ist es Trainern und Koordinatoren möglich, ebenfalls ein Studium zu beabsichtigen.
    Die Länge des anschließenden Studiums ist je nach Regelstudienzeit des gewünschten Studienfaches unterschiedlich.


    Unterrichtet werden Schüler in Fächern wie Japanisch, Englisch, einer zweiten Fremdsprache (Angebote je nach Schule abhängig), Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Geographie, Geschichte, Ethik und Psychologie. Als Wahlpflichtfächer werden Ernährung, Trainerkunde und oben genannte Fächer mit erhöhtem Niveau hinzukommend angeboten.


    [tab=Trainer]
    Trainer- und Koordinatorendasein


    Trainer kämpfen gegen einen fixen Arenaleiter um Orden, dann nehmen sie an der Meisterschaft teil. Koordinatoren erkämpfen Bänder in verschiedenen Contesten, in denen sie andere Koordinatoren bekämpfen. Wer genügend Bänder besitzt, der darf am großen Festival teilnehmen. Beim Koordinieren geht es nicht nur um Stärke und Strategie, sondern auch um Schönheit und Anmut.
    Viele Kinder und Jugendliche träumen von einer Trainer- oder Koordinatorenkarriere. Doch die Wenigsten bleiben ihr Leben lang Trainer/Koordinator, sondern konzentrieren sich mit Anfang oder Mitte der Zwanziger auf eine gewöhnliche, bodenständiere Karriere. Diejenigen, die weiterhin als Trainer arbeiten wollen, gehen an eine Arena (obwohl diese auch oftmals vererbt werden) - als Leiter, andere als Gehilfen oder Stütze -, in die Top Vier oder werden Champ. Dies ist natürlich den Allerwenigsten, den Talentiertesten, den Allerbesten unter den Besten, vorbehalten. Die Wenigsten behalten das Reisen über ihr halbes Leben bei.
    Generell wird viel Trubel um sie gemacht. Erfolgreiche Trainer sind die Rockstars, erfolgreiche Koordinatoren die Popstars ihrer Welt (obwohl diese auch existieren).
    Trainer und Koordinatoren hegen viele Vorurteile gegeneinander.


    [tab=Glaube]Glaube


    Legendäre sind gottähnliche Wesen, welche keine Pokemon darstellen. Sie können nicht gefangen (es sei denn, sie wollen es) und von keinem gewöhnlichen Pokemon auf dieser Welt besiegt werden.
    Jedoch glaubt nicht jeder an sie oder besitzt seine persönliche oder kulturell vorgebene Vorstellung, sodass auf der Welt verschiedene Vielgötterglauben entstanden sind und auch ein "Nichtglaube" als Atheismus breitet sich aus.


    In der gesamten Welt existieren mehrere Vielgötterglauben, die von Religion zu Religion unterschiedlich ausgelegt werden.
    Jedoch existiert auch eine große Tendenz zum Monotheismus. Hierbei ist dann Arceus derjenige, der verehrt wird.
    In groben Zügen kann man folgende Gemeinsamkeiten in der Mythologie feststellen.
    Mew, Arceus und Darkrai werden als oberste Gottheiten betrachtet.
    Sie stehen in einem ewigen Zyklus zueinander.
    Arceus erschafft das Gefäß - den Körper - und Mew gibt dem Gefäß einen Inhalt - die Seele.
    Die göttlichen Eltern schenken den Lebewesen ihr Leben. Darkrai nimmt sie und bringt sie wieder in die wohlhütenden Hände Mews und Arceus zurück, damit diese neues Leben geben.


    [tab=Fakten über Pokemon]
    Fakten über Pokemon

    • Pokemon sind die Tiere ihrer Welt, wenn sie tierähnlicher Gestalt sind.

    • Es existieren keine anderen Tiere, aber natürlich Pflanzen, Baktieren und Viren. Pflanzenpokemon sind Mischwesen aus Fauna und Flora, ersetzen aber natürlich keine Pflanzen.

    • "Säugetiere" gebären ihre Jungen lebend und säugen sie. Beispiele: Snobilikat, Hundemon, Magnayen, Kleoparda, Kronjuwild, Luxtra, etc ...

    • Pokemon können sich nur mit sehr ähnlichen oder bloß der gleichen Art paaren.

    • Viele Pokemon sind "Raubtiere" und jagen regelmäßig andere, kleinere Pokemon, auch wenn sie eigentlich gesättigt sind. Beispiele: Snobilikat, Kleoparda, Hundemon, Impergator, Glurak, Luxtra, etc ...

    • Pokemon sammeln im Laufe ihres Lebens ein großes Arsenal an Attacken. Sie können natürlich mehr als vier Angriffe erlernen.

    • Trainerkämpfe sind nur sportliche Wettkämpfe, in denen Pokemon ihre "wahren Kräfte" zurückhalten. Diese werden bei der Verteidigung des eigenen Lebens, der Jungen und des Reviers oder des Trainers und bei der Jagd eingesetzt. Obwohl Pokemon über einen sehr zähen Körper verfügen, kann ein Kampf unter dem Einsatz der wahren Kräfte tödlich enden.

    • Nicht alle Pokemon kämpfen. Viele Familien schaffen sich Pokemon als Haustiere und Wachhunde an. Bei diesen sind Entwicklungen meist unerwünscht. Generell sehr beliebt: Evoli, Fukano, Mauzi, Eneco, Minun, Pluse, Pichu, Yorkleff, Charmian, Felilou, Haspiror, Vulpix, Fiffyen, Hunduster

    • Manche Arten von Pokemon sind "Nutztiere". Miltanks geben Milch, kleine Vogelpokemon legen Eier, manche werden auch zur Fleischproduktion herangezogen. (z.B. Karpador und Tauros in Kanto und Johto, Mamolida und Bisofank in Isshu) Zur Wollproduktion werden Voltilamm herangezogen.

    • Viele Pokemon, welche Gegenständen oder Steinen stark ähneln, besitzen kein Geschlecht (beispielsweise Kleinstein und seine Entwicklungen, Onix, etc.)


    [/tabmenu]

  • http://img3.imageshack.us/img3/719/crowk.jpg



    Prolog - Memoiren
    Inspiriert von dem Lied Memories (Within Temptation)



    In seinen Ohren erklang ihre liebliche Stimme, all die wunderschönen Lieder nur für ihn singend.
    Dunkelheit umgab ihn, so recht wollte der Junge auch nicht in die Welt blicken. Sie hüllte ihn wie Ketten in eine absolute Gewissheit und er wusste nicht, ob sie ihm gut gesinnt war. Immer wieder fuhren seine Finger über den morschen Holzboden um sich zu vergewissern, dass ihn die Dunkelheit nicht bereits mit sich getragen hatte und mit ihm in Darkrais Reich eingekehrt war. Solange er den rauen Untergrund ertastete, befand er sich noch in der Realität.
    Langsam gewöhnten sich seine Augen an die Finsternis. Unwirklich gespenstisch stachen quadratische Formen aus ihr heraus, die einen groß, die anderen klein. Unter ihnen befanden sich Alltagsgegenstände, der Junge zog es vor von ihnen abzurücken. In der Nacht wiesen sie gespenstische Konturen und allesamt eine Gemeinsamkeit auf, füllten sie doch den Dachboden mit modrig-antiken Gerüchen.
    Apathisch umklammerte er seine Knie. In seinem Kopf sang die Stimme seiner Mutter und solange ihr Lied nicht endete, war die Dunkelheit erträglich. So wie auch seine Mutter wich sie nicht von seiner Seite, hätte dies niemals in Erwägung gezogen. Stattdessen umfing sie ihn und zog ihn in eine überschwängliche Umarmung, damit er sich im Gefühl der Sicherheit wiegen konnte. Gewiss war er auf dem Speicher in Sicherheit. Niemand wusste davon und er war stolz gewesen, als seine Eltern ihm dieses Geheimnis anvertraut hatten. Wenn die bösen Männer kommen, so sagten sie ihrem siebenjährigen Sohn stets in einer derart beruhigenden Tonlage, dass er sich nie gefürchtet hatte, dann müssen wir uns verstecken, mein Schatz. Du. Dann musst du dich verstecken. Die Gefahr war ihm unreal erschienen, wie die Märchen, welche er so liebte. Als kleines Kind hatte er sich stets vor den Ungeheuern gefürchtet, fand nur im guten Ende Beruhigung und Trost. Dann war er "groß" geworden und verstand, dass es sich nur um Geschichten handelte.
    Nun waren die bösen Männer gekommen und unterhielten sich mit seinen Eltern, als wäre sein Leben auf einmal eines jener Märchen, die vor dem glücklichen Ausgang grausam und barbarisch wurden. Und der glückliche Ausgang war ungewiss.
    Bevor ihn seine Eltern in einer seltsamen Eile auf den Dachboden geschickt hatten, hatte er sich in einer innigen Umarmung seines Vaters wiedergefunden. „Ich hab dich lieb, Kazu.“ Kazu? Warum Kazuya? Warum nicht Sinan? Sein Vater nannte ihn stets bei seinem Zweitnamen Sinan.
    Dann hatte er ihn sanft von sich gestoßen und ihm - mit einem Blick, den er nicht deuten konnte - nachgesehen. Vermutlich konnte er ihn nur nicht deuten, weil er noch ein Kind war? Er wusste nur um die Liebe, die er in ihm wiedergefunden hatte, Bescheid.
    Ich hab dich lieb, Kazu.
    Diese Worte, ausgesprochen aus ruhiger und tiefer Stimme, mischten sich mit dem Singsang in seinem Kopf.
    Dann wurden seine Wangen feucht und er wischte rasch die Tränen weg. Kazuya wollte so stark sein wie sie.
    Wie sein Vater, der gegen die bösen Männer mit Erfindungen kämpfte und von jedem als Wissenschaftler respektiert wurde. Papa war ein sehr kluger Mann!
    Wie seine Mutter, die im Fernsehen und mit den Menschen sprach, damit sie ihnen helfen konnte. Die Menschen nannten ihren Beruf Politikerin. Eigentlich habe sie als Frau, so erzählte sie es ihm einst, kein Mitspracherecht – nicht in Phenac – aber nichts brachte sie von ihrem Weg ab. Mama war eine sehr mutige Frau!
    Der Junge biss sich auf die Lippen, damit er nicht laut schluchzte. Er wollte nicht mehr alleine in der Dunkelheit sein, wusste gar nicht wie viele Stunden er bereits auf dem Dachboden zugebracht hatte. Normalerweise beruhigte es ihn, wenn er eine seiner dunkelbraunen Locken drehte, doch dieses Mal fing seine Hand zu zittern an und er hielt beinahe sich in seinen Haaren fest.
    Ihre Stimme ebbte in seinem Kopf ab, verging nicht, sang aber nur noch wie aus weiter Ferne ihre beruhigenden Melodien. Ein störendes Stimmengewirr mischte sich der schönen Musik hinzu, welches er mit einem Puzzle verglich, aus vielen Teilen bestehend. Er hörte die Stimmen der bösen Männer, verstand aber ihre Worte nicht. Dazu waren sie zu leise.
    Plötzlich vernahm er einen lauten Knall und zuckte zusammen, so laut, als wäre eine Feuerwerksrakete neben ihm explodiert. Er kannte diesen Knall nur aus dem Fernseher, wenn die Guten die Bösen jagten. Dann zückten sie Pistolen und schossen aufeinander. Etwas in ihm wehrte sich dagegen zu glauben, dieses abscheuliche Geräusch, welches immer Unheil bedeutete, existiere in der Realität.
    Noch einer und er glaubte sein Trommelfell platze gleich.
    Kazuya schlug die Hände vor dem Mund zusammen um nicht laut aufzuschreien. Er wollte nach seinen Eltern rufen und sie antworten hören. Die innere Starre in ihm verhinderte dies, ließ ihn nur teilnahmslos in die Finsternis starren. Sein Inneres kam einem leeren Raum gleich mit kahlen Wänden und kaltem Licht. Nichts war geblieben, außer einem Satz und einer wohlklingenden Stimme.
    Ich hab dich lieb, Kazu.

  • Ohoh, ich ahne, ich ahne. Das wird eine FS, bei der ich jeden Tag fingernagelknabbernd vor dem PC sitzen werde und mich frage, wann du denn verdammt nochmal endlich weiterschreibst ^___^ und somit hallo und herzlich willkommen zu meinem Kommi zu deiner neuen FS!


    *räusper* *Kleider zurechtrückt*
    Hallu Chari <3
    Wow, also ich hatte ja schon das Privileg, "vorzulesen" deshalb hatte ich einiges schon gesehen. Der Startpost gefällt mir sehr, das weisst du ja schon. leider kann ich diese übergeile Schrift nicht gut lesen, wie gesagt ich finde sie absolut Klasse(wenn man mich kennt, weiss man das^^) aber ich find sie(für mich) schwer(er) zu lesen. Aber auch das weisst du, liegt warscheinlich an meinen Augen. *letzte Tränen wegwischt*.


    Charakterbeschreibungen sind auch super, allerdings - kommt noch ein Bild? Ich denke schon. Ansonsten <3
    ich bin gespannt was noch alles kommt, es beginnt ja etwas mystisch, was ich liebe, auch das weisst du ja.


    Dein Prolog -... eines meiner Lieblingslieder!Du liebe, süsse Autorin, hast mein Herzchen gerade sehr glücklich gestimmt ^_^ Ich mag auch den Titel des Prologs, und der Header, awwww *_* Was tue ich hier eigentlich, ich habe nicht mal Tipps für dich!?
    Doch vielleicht den Einen: Bitte schreib schnell und mach jah SO weiter, ja?!


    Bei folgendem Satz bin ich mir selbst unsicher, da ich 1.noch im Schockzustand bin und 2.mich nicht traue, dir Fehler aufzuzeigen, weil ich sicher bin, dass du so gut schreibst, dass du warscheinlich keine Fehler hast, und ich mich nur blamiere. Trotzdem zeige ich es dir, was mich kurz zögern liess:

    Zitat

    dass ihn die Dunkelheit nicht bereits mit sich getragen hatte und mit ihm in Darkrais Reich einkehrte.

    Müsste es, Zeitformenkorrekt, nicht heissen:
    dass ihn die Dunkelheit nicht bereits mit sich getragen hatte und mit ihm in Darkrais Reich eingekehrt war?
    Ansonsten für den Anfang <3
    hdl Spunky

  • http://img837.imageshack.us/img837/9549/firefliesd.jpg
    Bildquelle (von mir leicht abgeändert)



    Schwarz, Dunkelgrau, Hellgrau


    Der Mond stand als kostbares Juwel am Himmelszelt.
    Kazuya achtete auf den Dächern der Reihenhaussiedlung auf jeden seiner Schritte. Die wenigen Menschen, die sich um Mitternacht noch auf die Straße dieser kleinen Stadt verirrten, waren von hier oben nur so groß wie Zinnsoldaten.
    Er sah zu seinen Füßen hinab. An der Stelle, an der beide Dachschrägen zusammenliefen, befand sich eine Gerade, die ausreichend Platz für seine Füße bot.
    Kazuya nahm einen Atemzug der frischen Nachtluft und sah zu wie Teak City unter ihm in künstlichem Licht der Wohnungen und Laternen glitzerte. Laubbäume bereicherten Teak City mit einer gemalten Bilderbuchatmosphäre, als hätte ein Künstler die warmen Farben aufeinander abgestimmt.
    Von seiner Position aus konnte er einen wahrlich traumhaften Blick auf den Zinnturm erhaschen. Jede der über dreißig Etagen schien ihr eigenes Dach zu besitzen. Erbaut im Stil längst vergangener Epochen beindruckte das heimliche Symbol der Macht Einheimische wie auch Touristen. Sie wirkten, als wären sie aus Papier erbaut, mit einem solch zierlichen und beinahe fragilen Eindruck.


    In letzter Zeit dachte er auffallend oft über denjenigen nach, der ihm geholfen hatte aus seiner persönlichen Hölle Anemonia zu fliehen. Vielleicht hätte er nicht einfach gehen sollen.
    Ein Schiffsticket, so einfach war das, wenn man es sich denn leisten konnte. Nach Jahren hatte er gar nicht mehr daran geglaubt, dass er der Hafenstadt entkommen konnte. Die Kontrollen waren stärker geworden. Immer mehr blinde Passagiere, manchmal ganze Familien, aus Unruhegebieten oder armen Ländern wie Orre schmuggelten sich an Bord und hofften in Johto auf ein besseres Leben. Selbst bei Fahrten innerhalb von Johto waren sie eisern und drückten kein Auge zu.
    Nachdem er aus Orre geflüchtet war, hatte er sich ebenfalls auf einem Schiff nach Anemonia geschmuggelt, aber da waren die Kontrollen auch noch nicht so streng gewesen. Es hatte kein Entrinnen auf einer Insel gegeben.
    Dann hatte er sich einmal Mut gefasst und seiner Clique versprochen, dass er schon Geld heranschaffen würde und schlussendlich war er eingebrochen. Eingebrochen, ertappt worden – aber es war ihm nichts geschehen. Seit wann besaß er ein so unverschämtes Glück? „Wie alt bist du?“, hatte derjenige, der in dem Hotelzimmer gewohnt hatte, mitleidig gefragt. „Vierzehn“, hatte Kazuya gespielt schüchtern und ängstlich geantwortet und weil es der junge Mann als unmoralisch angesehen hätte einen Vierzehnjährigen verhaften zu lassen, hatte er ihn gehen lassen, sogar neue Klamotten geschenkt. „Mir ging’s auch nie besonders gut“, hatte er dazugesagt. „Ich war zwar nie ein Straßenkind, aber ich wurde von meinen Zieheltern nie finanziell unterstützt. Du bekommst zwar Geld, wenn du in Contests gewinnst und ich bin ein guter Trainer gewesen, glaube ich – aber es war hart, wenn du einmal nicht gewonnen hast. Dann hattest du auch nichts mehr und zu Hause war ich jahrelang nur in Pokecentern.“ Kazuya hatte sein Helfersyndrom, zumindest sah es danach aus, ausgenutzt, das wusste er. Zuerst hatte er sich ein Ticket und neue Kleidung schenken lassen, spielte den armen Straßenjungen, dann hatte er die nächste Fähre genommen - und wahrscheinlich hatte der Andere gewusst, dass er gehen würde. Kazuya war ein egoistisches, undankbares Arschloch, ja. Sonst ging man unter.
    Wer sonst würde seine Clique verlassen? Wenigstens waren sie keine Freunde gewesen. Im Normalfall hätte er sich mit manchen von ihnen nie abgegeben und so hatte sich eine Zwecksgemeinschaft ausgebildet, die ihn wenigstens nicht vollkommen hatte vergessen lassen, wie sich die Gegenwart von anderen Menschen anfühlte.
    Was er sich vom Festland versprochen hatte, wusste er selbst nicht, aber an Anemonia hangen so viele Erinnerungen, die er hinter sich lassen wollte. Erinnerungen an Tode. Erinnerungen an die Straße. Erinnungen an Diebstähle, heruntergekommenen Gebäuden, Prügelein, Einbrüche, auch ein bisschen Alkohol.
    Am Ende des Daches hielt er inne. Das vollkommen flache Dach, genau ihm gegenüber liegend, führte zu einer Feuerleiter. Sich selbst Mut zusprechend, trat er einige Schritte zurück, nahm Anlauf und sprang. Seine Füße verloren ebenso schnell den festen Halt wie sie ihn wiederfanden. Das morsche Holz knarrte unter seinen Füßen und für den Moment wagte er es nicht sein Gewicht zu verlagern. Bald hatte er gemerkt, dass das Dach unter ihm kräftig genug war um ihn zu tragen und begab sich zur Feuerleiter, welche direkt den Weg zum sicheren Fußboden wies.
    Manche begutachteten ihn mit einem neugierigen Blick, so wie er nachdenklich am Zinnturm lehnte. Ungläubig erwiderte er sie. Auch in diesen modernen Zeiten erblickte das tradionsvernarrte Teak selten einen Jungen mit seinem exotischen Erscheinungsbild, doch er sollte nicht klagen. Seine Heimatstadt Phenac, im weit entfernten Orre, wehrte sich seit Jahren vehement gegen jeden modernen Einfluss. Sein dunkler Hautteint ließ ihn für viele fremdartig erscheinen. Er sollte zumindest froh sein, wenn er nur fremdartig wirkte und nicht tatsächlich angefeindet wurde. Einige Male schon wurde er von Rassisten angepöbelt ... und mehr. Aber das war nicht hier. In Anemonia lebten immer mehr Migranten, schon alleine, da es sich um eine Hafenstadt handelte. In Teak sah man ihn nur an, als wäre er ein Tourist oder ein Trainer.
    Eigentlich war er vor kurzem zu einem neuen Menschen geworden, äußerlich wie auch etwas innerlich. Nachdem seine verfilzte Locken wieder in Ordnung gebracht worden war, reine Kleidung seinen Körper wärmte und er ein Bad genommen hatte, war der Schmutz von ihm gewichen. Daher trug er nicht, für ihn scheinbar offenkundig, mit sich, dass seine Seele verschmutzt war.
    Seinen Körper umhüllte seit langer Zeit zum ersten Mal ordentliche Kleidung. Saubere Kleidung stellte Luxus dar, nicht den Luxus, welchen er als Sohn eines angesehen Wissenschaftlers und einer rebellischen Politikerin genießen durfte, aber in seiner dunkelgrauen Welt der Gegenwart stellte sie Reichtum dar. Vor zwei Wochen war seine Welt schwarz gewesen.
    Wäre ihm allzu kalt geworden – nicht dass er mit Kälte nicht zurecht käme, aber angenehm war sie nicht –, hätte er aus einem Geschäft stehlen können, aber ihm war es lieber die Passanten um ihre Taschen zu berauben. In den Geschäften ging man immer ein zu großes Risiko ein und er konnte nicht hergehen und sich eine Jacke mit dem gestohlenen Geld kaufen. Irgendwann würde man ihn fragen, woher denn ein so armer Junge wie er, so viel Geld hätte. Zumindest in den Zeiten, in denen seine Klamotten abgetragen und schmutzig waren.
    Er steckte die Hände gelassen in die Jackentaschen. An das Gefühl warmer Hände wollte er sich gar nicht erst gewöhnen. Kazuya ermahnte sich nicht in Melancholie zu verfallen. Schließlich war er schon zu lange mit den harten Gesetzen der Straße vertraut um zu wissen, dass man sich niemals eine weiche Schale erlauben durfte.


    Kazuya hielt inne, als seine Finger in der Jackentasche auf Widerstand stießen. Ungläubig weiteten sich seine Augen. Spielerisch ließ er eine Metallkugel zwischen seine Finger rollen, umfasste sie schließlich und balancierte sie in seiner Hand, bis er sich dem Gegenstand bewusst geworden war. Unglaublich. Dann griff er abermals danach und nahm ihn aus seiner Jackentasche. Die Metallkugel wies die Farbe eines leuchtenden Rots auf, während die Unterseite weiß bemalt war. Als Kontrast durchzog ein schwarzer Strich beide Seiten und floss um den Knopf in der Mitte.
    Der Straßenjunge schluckte ungläubig. Ein Pokeball ... Seine Wangen erhitzten sich aufgeregt. Woher war er gekommen? Zu viele Fragen auf einmal, die Antwort fand sich vielleicht in seiner Jackentasche. Ein Pokeball, Wahnsinn! ... er wäre sonst niemals in Besitz eines solchen gekommen. Man musste an der Kasse seinen Trainerpass vorweisen, damit man sie erstehen durfte und nachts lagen sie hinter Sicherheitsglas, damit das 'Gesindel' nicht so leicht an Pokemon herankam. Sie waren gesichert, als würde es sich um Juwelen handeln.
    Ungläubig griff er nochmals hinein und entdeckte ein Stückchen Papier. Eine fein säuberliche Handschrift füllte den Zettel auf beiden Seiten. Sicherlich hatte der gutherzige, junge Mann den Pokeball hinterlassen. Kazuya blieb keine andere Wahl, er musste ihn lesen, zumindest befahl das seine Neugier – vielleicht war es auch eine Art von Schuldausgleich wenigstens den beigelegten Brief zu lesen.
    Deshalb reihte er stockend und nur mühsam vorankommend Buchstabe an Buchstabe aneinander. Sie ergaben kurz gehaltene und bündige Sätze, als hatte er geahnt, dass Kazuya kaum des Lesens mächtig war. Daher waren auch die Buchstaben übertrieben fein säuberlich und groß, nicht einmal in Katakana oder Kanji, geschrieben worden, sondern im westlichen Stil gehalten. Die hatten wenigstens nicht so viele Zeichen.
    „Ich dachte mir, dass du wieder deinen eigenen Weg gehen würdest und wünsche dir alles Gute, egal wie er aussehen wird.“ Kurz sah er vom Brief auf und den vielen Laternen entgegen, welche die Nacht mit ihrem warmen Licht heller erscheinen ließen. Es war anstrengend zu lesen, schon bald ging ein Teil seiner Konzentration verloren und die Buchstaben tanzten vor seinen Augen. Nachdem er dreimal über die restlichen Zeilen gelesen hatte, fand deren Aussage langsam Zugang zu ihm. „Wir haben über Pokemon gesprochen und da dachte ich mir, du könntest dir eigene Partner wünschen. Ich habe dir einen leeren Ball beigelegt. Viel Glück!“
    Euphorisch sprang er auf und wusste nicht, wo ihm der Kopf stand. Was sollte das alles? Irgendwie konnte er es nicht glauben. Zwar war er den wilden Pokemon immer aus dem Weg gegangen und versuchte ihre Reviere nicht zu betreten, vor allem in Waldgebieten. Nie wieder in seinem Leben wollte er einem Hundemonrudel begegnen. Aber sobald er eines fangen konnte, musste es ihm doch gehorchen.
    In dieser Nacht fand er keine Ruhe, nicht solange ein passendes Pokemon seinen Weg kreuzte. In den Seitengassen tummelten sich Rattfratz und nachtaktive Kramurx stoben auf der Futtersuche umher. So recht wollte er keines von ihnen. Vermutlich würde es bei einem einzigen Pokemon bleiben, schließlich befand sich nur ein Pokeball in seiner Jackentasche, daher musste sein Partner perfekt sein. Nicht gut, schon gar nicht genügend oder ausreichend, schlicht und einfach perfekt. Wenn man keine Träume mehr hatte, konnte man jeden annehmen und als seinen ausgeben.
    Als seine berauschte Stimmung allmählich wieder in der Realität verging – natürlich, es existierte kein Pokemon, welches auf ihn zugeschnitten worden war –, hörte er die vertrauten, aufgebrachten Schreie liebestoller Katzen. Katzen! Im orientalischen Phenac verehrte man Katzen schließlich. Niemals unterlagen sie Vorschriften, niemals vergaßen sie ihren Stolz oder ihren Sinn für Freiheit.
    Hastig eilte er in die Richtung des Geräusches. Diese jede Nacht wiederkehrende Situation kam ihm gelegen. Die Katzen, vermutlich Mauzi, trugen Kämpfe gegeneinander aus. Deshalb musste er bloß warten bis einer der beiden Kontrahenten schwächelte und dann den Pokeball werfen.
    Er bog in einem wirren Netzsystem aus Straßen und Seitengassen ein, so nah der Kampf auch gelegen sein mochte, so unauffindbar erschien er ihm. Er musste ihn finden! Sein Herz glich Trommelschlägen und pochte wild gegen seinen Brustkorb. Fehler durfte er sich nicht erlauben. Nur eine einzige Chance war ihm gegönnt.
    Wieder ertönte ein miauendes Wehklagen durch die Straßen Teak Citys. Einige Menschen spähten schlaftrunken aus ihren Fenstern. Andere rissen die Fensterläden cholerisch auf und polterten Schimpftriaden.
    Kazuya kümmerte sich darum nicht, hoffte bloß, dass sie nichts unternahmen, um die Mauzi zu verjagen.
    Schließlich verlangsamten sich seine Schritte. Zuerst linste er nur um die Ecke. Ihre Silhouetten bildeten sich an der von Laternen beleuchteten Hausmauer ab, wie sie aneinander anfauchten, ihre eleganten Körper in Kampfstellung brachten um wie Arbok vorzuschnappen. Fasziniert folgte der Straßenjunge diesem Schauspiel. Jäh deutete einer der Kontrahenten eine Finte an und stieß den Feind mit seinem Schwanz zu Boden. Dieser war für den Einsatz silbern geworden und hatte wie Eisen aufgeblitzt. Das niedergeschlagene Mauzi schien sich das nicht bieten lassen zu wollen und da sein Stolz es befahl, schlug es zurück.
    Kazuya merkte wie sein Atem rasselnd ging. Er wollte nicht mehr warten. Entweder jetzt oder nie. Unbesonnen stürmte er aus seinem Versteck hervor und hatte den Pokeball hoch erhoben. Was tat er denn? Er wusste nicht wie man Pokemon fing! Normalerweise wäre das eine leichte Lektion gewesen, sowas lernte man schließlich irgendwann.
    Vor ihm lag das geschwächte Mauzi. Morgen, übermorgen und auch noch in einer Woche würde er diese Chance erneut erhalten, aber wollte dieses Pokemon besitzen, nur dieses. Wie es ihn aus funkelnden Augen ansah, jedoch zu schwach aufzustehen, zog Kazuya in seinen Bann. Sein Schweif zuckte aufgebracht und schlug gegen den Asphaltboden. Blutspuren besudelten das beigefarbene Fell. Nachdem er es gefangen hatte, würde er mit seinem Partner ein Pokemoncenter aufsuchen.
    Mit einer drehenden Bewegung aus dem Handgelenk warf er den Pokeball von sich, derart stillos, dass wohl selbst ein Zweitklässler mehr Anmut im Werfen besaß. Allerdings traf er sein Ziel und bei der Berührung verwandelte sich die Katze in einen Energiestrahl. Anschließend schaukelte die Kapsel gefühlte Stunden hin und her. Das dazugehörige Summen trieb ihn an den Rande des Wahnsinns. Einmal setzte sein Herz aus, dann schlug es wieder so wild und unbeherrscht wie vorhin. Nur eine Chance, eine Einzige, wiederholte eine Stimme in seinem Kopf.
    Als wolle der Pokeball die Stimme verspotten, blieb er schließlich klickend stehen. Kazuya hielt ungläubig Luft an.
    Plötzlich wich alle Kraft aus ihm und er lehnte sich gegen eine Wand, den für ihn schon magischen Ball vor ihm anstarrend. War das wirklich geschehen? Sollte das ein Traum sein, wollte er nie wieder daraus erwachen, sich nie wieder in der kalten und tristen Wirklichkeit einfinden.
    Seine Welt war vielleicht gar nicht mehr dunkelgrau, sondern hellgrau. [/font][/align]

  • Huhu Chari <3
    So, dann will ich mal. Zuerst:
    Bitte Leute, lasst diese wunderbare FS doch nicht so kommentarlos stehen, ich bin sicher, viele lesen sie und keiner sagt was dazu. ich kenne Bastet inzwischen sehr gut und ich weiss, wieviel ihr das Schreiben bedeutet - aber ebenso wichtig sind ihr Feedbacks über ihr Werk. Also bitte, nur zu, tut ihr bitte den Gefallen und schreibt doch auch mal was :-3


    Genug gemeckert, nun zu dir, meine Liebe ^_^


    Zuerst einmal möchte ich zum Positiven kommen:
    Ich bin noch ganz gebannt von deiner Beschreibung Teak Citys (jaaa ich habe "Mein Wort" im Text entdeckt - du weisst, welches ich meine). Ich finde Kazu ein ganz toller Charakter und es ist dir mMn ganz super gelungen ihn in diese Stadt einzubauen, wo er doch anscheinend nicht so richtig dort hinpasst. Ich hatte beim lesen das Gefühl, Kazu steht neben mir - das passiert nur, wenn der Autor/die Autorin wirklich was drauf hat! Ich hab jetzt noch das Gefühl, gleich vor Ort mit dabei zu sein - meinen tiefsten Respekt, das passiert mir ganz selten.
    Auch ein Lob geht an die Stelle, an der Kazu Mauzi fängt. Ich glaube, das ist eine Szene, wie viele Pokémon Fans sie sich insgeheim für sich selbst immer gewünscht haben - ein Pokémon wirklich mal selbst zu fangen, haben wir uns das nicht alle mal heimlich so vorgestellt? Na? Also ich schon ^_^
    Woher kam der Ball denn nun? Und vom wem stammt der Brief? Ach, schreib schnell weiter, das nimmt mich so wunder jetzt. Du weisst ja, ich mag deinen Stil total, du bringst so viel Spannung und Klasse da rein - ich würde gerne mal ein Buch von dir lesen. Ja ich glaube wirklich, dass du eine ganz ausgezeichnete Autorin werden kannst.


    So, nun den einzigen fehler der mir über den Weg spaziert ist beim Lesen ^_^

    Zitat

    Selbst nachts büßten die Kirschblütenbäume kaum etwas an ihrem leuchtenden Rosa an und erfüllten die alte Stadt der Sagen und Legenden mit fremder Schönheit.

    Hm. Hier fehlt ein Wort bzw ist ein Wort doppel/zuviel. Sollte es nicht heissen:
    Selbst nachts büssten die Kirschblütenbäume kaum etwas "an" ihrem leuchtenden Rosa ein...
    oder "von"...ihrem leuchtenden Rosa "ein". Sollte ich da was falsch gelesen/verstanden haben - entschuldige.


    Viel zu meckern habe ich an DIR nichts, wie gesagt stört mich nur dass es hier an Kommis mangelt. Ansonsten:
    Tolles Kapitel, macht "hungrig" auf mehr. Fehler habe ich - wie gesagt - nur den einen gefunden. Als Tipp kann ich dir nur noch geben, dich niemals unterkriegen zu lassen, auch wenn niemand ausser mir(ich bin ja immerhin "jemand" ne?^^) kommentiert.
    hdl Spunky<3

  • Huhu Spunky ^^


    Ich danke ganz, ganz herzlich für deinen Kommentar!
    Leider finde ich es etwas schade, dass ich mich nicht nach mehreren richten kann. Die Meinung meiner Leser ist mir sehr wichtig, unter anderem, da ich mich ständig gerne verbessere.


    Oh, das habe ich vergessen zu erwähnen. Das tut mir leid. Ja, du hast mich dazu inspiriert das Dach als zierlich zu beschreiben. Dieses Wort hat meinen Kopf dazu veranlasst, dass etwas klick macht und schon stand die restliche Beschreibung des Zinnturmes vor mir auf dem Word"papier".


    Ich freue mich immer wieder darüber, dass meine Leser von meinen Charakteren so begeistert sind. Ich denke mir trotzdem, dass sich viele daran stören könnten, dass er nicht ein besonders "heller" Protagonist ist. Zudem mag ich es aber nicht, wenn Menschen als reinweiß oder pechschwarz dargestellt werden. Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen, gute und schlechte Seiten. Wenn man eine Liebesgeschichte schreibt, finde ich die ebenso wichtig. Schließlich verliebt man sich im Endeffekt immer in die Macken des Anderen, wie ich finde.
    Als ich ein Kind war, habe ich mir genauso vorgestellt ein Pokemon zu fangen. So wie kleine Kinder eben von Unerreichbaren träumen, aber es war schön *g*


    Information
    Wenn ich das Tempo durchhalte, kommt jede Woche ein neues Kapitel heraus. Demnach morgen.
    Ich würde mich sehr über weitere Kommentare freuen. *verbeug* Arigatou!

  • Dass ich hier einen Kommi schreibe hast du !Spunky! zu verdanken, denn normalerweise besuche ich den Shipping&Reise-Bereich nicht. Einfach deshalb, weil Shipping nicht gerade mein Lieblingsgenre ist und mir da schlichtweg das Interesse fehlt mir eines zum Kommentieren rauszusuchen. Ich verpasse dadurch sicherlich auch einige gute und lesenwerte Storys, aber da bin ich ja selbst schuld.^^


    Der Prolog
    "Immer wieder fuhren seine Finger über den morschen Holzboden um sich zu vergewissern, dass ihn die Dunkelheit nicht bereits mit sich getragen hatte und mit ihm in Darkrais Reich einkehrt war."
    Es müsste eingekehrt heißen.


    Bei dieser Gelegenheit spreche ich gleich mal an, dass ich bei deinen Sätzen manchmal Probleme hatte dir zu folgen. Es ließ sich nicht immer flüssig lesen und ab und an musste ich einige Absätze mehrmals lesen, um sie zu verstehen. Oft hatte ich auch das Gefühl, dass Kommas fehlen und der Satzbau allgemein ein wenig ungünstig gewählt war - sicher bin ich mir da nicht, denn in Sachen Rechtschreibung und Grammatik sieht es bei mir auch nicht so toll aus.^^


    Was mir auch auffiel, sind die zwei wechselnden Sprachstile, die du in den Text hast einfließen lassen: zum einen hast du eine eher kindliche und einfach Sprache gewählt, wie in diesen Beispielen: "Wie sein Vater, der gegen die bösen Männer mit Erfindungen kämpfte und von jedem als Wissenschaftler respektiert wurde. Er war ein sehr kluger Mann!", "Er kannte diesen Knall nur aus dem Fernseher, wenn die Guten die Bösen jagten."
    Dadurch hat man das Gefühl, dass der Charakter noch ein kleines Kind ist, was ja stimmt und auch passt, aber Zwischendurch sind die Sätze wieder sehr verschachtelt.
    Ich würde es besser finden, wenn du entweder kindlich und somit aus der Sicht des Jungen schreibst, oder als allwissender Erzähler mit einer etwas gehobeneren Sprache. Das Kindliche würde ich dir aber mehr empfehlen, da es im Prolog um den Jungen geht und du durch eine personennahe Erzählweise seine Gefühle und seine Situation besser rüber bringen könntest.


    Ansonsten ist der Prolog wirklich gut: man kann sich in den Jungen hineinversetzen und seinen Situation ganz gut mitfühlen. Außerdem ist es ein sehr Wichtiges Ereignis im Leben von Kazuya, was zum besseren Verständis des Charakters beiträgt. Es klärt Fragen seiner Vergangenheit und auch einige der Gegenwart - wirklich gut gewählt.


    1. Kapitel
    "Der Mond stand als kostbares Juwel am Himmelszelt."
    Wirklich "als"? Ist der Mond ein Kostbares Juwel, dass am Himmel steht?
    "Der Mond stand wie ein kostbares Juwel am Himmelszelt." würde meiner Meinung nach besser passen.^^


    "Jede der über dreißig Etagen besaß ihr eigenes Dach, erbaut im Stil längst vergangener Epochen beindruckte das heimliche Symbol der Macht Einheimische wie auch Touristen."
    Bei beeindruckte fehlt ein "e".


    "In letzter Zeit dachte er auffallend oft über seinen Samariter nach, welcher ihn verhalf aus seiner persönlichen Hölle Anemonia City zu entfliehen."
    "verholfen hatte" würde denke ich besser passen, denn jetzt klingt es so, als ob der nette Mann ihm immernoch helfen würde aus der Stadt zu kommen.


    "Nachdem sein verfilztes Haar wieder in Ordnung gebracht war, reine Kleidung seinen Körper wärmte und er ein Bad genommen hatte, war der Schmutz von ihm gewichen. Daher trug er nicht, für ihn scheinbar offenkundig, mit sich, dass seine Seele verschmutzt war.
    Seinen Körper umhüllte seit langer Zeit zum ersten Mal ordentliche Kleidung. Saubere Kleidung stellte Luxus dar, nicht den Luxus, welchen er als Sohn eines angesehen Wissenschaftlers und einer rebellischen Politikerin genießen durfte, aber in seiner dunkelgrauen Welt der Gegenwart stellte sie Reichtum dar. Vor zwei Wochen bekleidete sie die Farbe Schwarz. Nachdem er jenen wohlwollenden Mann angetroffen hatte, war sie dunkelgrau geworden, ihm den Glauben an die Menschheit zurückgegeben. Kazuya fror nicht mehr, denn eine Jacke kleidete seinen Leib. Er wollte mehr!"

    Fast in jedem Satz kommt "Kleidung" oder eine Abart davon vor, was du vermeiden solltest. Ob du noch an anderen Stellen Wörter zu oft hinterneinander verwendest, ist mir nicht aufgefallen, aber hier dafür umso mehr.^^


    "Euphorisch sprang er auf, gewillt, dass in dieser Nacht etwas anderes als ein Diebstahl glückte. Es war schon beinahe vorherbestimmt, dessen war er sich sicher, dass vor Anbruch des Morgengrauens ein Pokemon in seinen Besitz gelangen würde.[...]"
    Auf der einen Seite mag er die menschliche Gesellschaft nicht, aber scheint eine Vorliebe für Pokemon zu haben. Bisher hast du Kazuya einzelgängerisch dargestellt, doch hier gibt es plötzlich einen großen Bruch, den du erklären solltest: Wie kommt es, dass er unbedingt ein Pokemon haben will und wo ist der Unterschied zwischen Menschen und Pokemon, dass er die einen nicht mag, aber die anderen umso mehr?


    Hier sind mal zwei Beispiele, in denen die Sätze ein wenig unschön formuliert sind:
    "Jener war für den Gebrauch silbern geworden und hatte wie Eisen aufgeblitzt. " und "Kazuya merkte wie sein Atem rasselnd ging. "
    Die Eisenschweif-Attacke(habe ich doch richtig erkannt, oder) hättest du noch ein wenig schöner beschreiben können und "Gebrauch" empfinde ich persönlich als unpassend für die Beschreibung.
    Bei dem anderen Satz klingt es einfach nur ein wenig komisch: "der Atem ging rasselnd"^^


    Ansonsten ist das 1. Kapitel auch wieder ganz gut geschrieben, reißt mich allerdings nicht wirklich mit. Deine Geschichte ist schön geschrieben und du hast zweifelsfrei Talent, doch ich finde, dass da noch etwas fehlt - die Spannung beim Fangen des Mauzi war zum Beispiel nicht so spannend, wie ich es gehofft hatte. An einigen Stellen solltest du deine Beschreibungen noch ein wenig ausführlicher machen und tiefer in die Handlung und den Charakter gehen.
    Ich hoffe, ich konnte dir mit meinem Erstleseeindruck weiterhelfen.^^

  • Hey Sapphire ^^
    Wenn man es an wenigsten erwartet, wird man überrascht. Wie schön!


    Ich danke für die Verbesserungsvorschläge. Ich habe sie angenommen über andere denke ich noch nach. Zum Beispiel wie und ob ich den Prolog umschreiben sollte. Das Gleiche gilt für den Fang. Vielen herzlichen Dank dafür, dass du mir meine Schwächen aufgezeigt hast. Im Prolog war es eher Absicht gewesen zwei Perspektiven zu wählen, ich dachte das würde eher gut ankommen. Wie sehr man sich doch irren kann. ^^
    Manches werde ich noch versuchen in den folgenden Kapiteln zu klären. Beispielsweise warum er die Anwesenheit von Pokemon bevorzugt. Es ist auch nicht wirklich so, dass Menschen ihn komplett abstoßen. Er findet den richtigen Umgang mit ihnen nur fremder, da er ihn vielleicht schon fast verlernt hat in den letzten Jahren. Aber genauers werde ich das in den folgenden Kapiteln schreiben.


    Ich danke für Lob und Kritik. ^^
    LG Bastet

  • http://img718.imageshack.us/img718/3678/14570370.jpg
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    Katzenherz



    „Guten Abend.“ Schwester Joy lächelte freundlich, versuchte sich ihre Schlaftrunkenheit nicht anmerken zu lassen. Ihr rosafarbenes Haar hatte sie zu zwei Zöpfen gebunden. Bestimmt würde es sie sonst bei der Arbeit stören.
    Kazuyas Blick schweifte in der Gegend umher. Noch nie war er in einem Pokemoncenter gewesen. Hier durften Trainer kostenlos übernachten. Einer solchen Berufsklasse gehörte er erst seit einer knappen Stunde an.
    So recht wusste er nicht zu erwidern, deshalb entgegnete er ihr mit einem Lächeln und reichte Mauzis Pokeball. Sicherlich gehörte sich das so. Sich Unsicherheit anmerken lassen? Niemals! Deshalb imitierte er so gut wie nur möglich die Trainer, welcher er tagtäglich auf der Straße beobachten konnte, schlussendlich hatte er auch Zeit dazu gehabt. Trainer, das war ihm rasch ins Auge gefallen, verhielten sich anders – selbstbewusster. Auch die zierlichsten und jüngsten Mädchen wurden nicht von Furcht geplagt, wenn sie des Nachts durch die Straßen wanderten. Kein Wunder, waren sie doch in Begleitung ihrer schützenden Partner.
    „Nur ein Pokeball? Dann hat dir bestimmt der Professor vor Kurzem dein erstes Pokemon überreicht. Herzlichen Glückwunsch.“
    Der Professor? Weshalb sollte ein Wissenschaftler Jugendlichen ihr erstes Pokemon überreichen? Kazuyas Miene blieb unverändert, stattdessen bedankte er sich herzlichst und schwieg sich über dieses Thema aus. Ein solcher Umgang mit Menschen, wie er sie psychologisch analysieren und im Anschluss manipulieren konnte, war ihm bekannt. Sobald sie den Anschein machten, ihm näherkommen zu wollen, nahm er Reißaus. Niemand sollte seinen wahren Charakter kennenlernen, jeder einer Fassade, die gerade der Situation angemessen war, erliegen. Der Dieb würde doch alle nur enttäuschen, sobald sie sein wahres Ich kannten.
    „Kann ich mitkommen? Ich möchte es nicht alleine lassen.“ Bestimmt bestärkte ein strahlendes Lächeln ihre Entscheidung. Deshalb zögerte er keine Sekunde um es aufzusetzen.
    Schwester Joy hob überrascht eine Augenbraue, nickte aber anschließend. Freilich tat sie das. Wie hätte sie ihm etwas ausschlagen können? „Das ist ungewöhnlich, aber warum auch nicht? Komm bitte mit mir.“
    Da sein Erscheinungsbild seit Kurzem tadellos war, nützte es nichts mehr sich in die Rolle des hilfebedürftigen Jungen zu fügen – Etwa der junge Mann, welcher offenbar einem Helferkomplex unterlag, war diesem Schauspiel erlegen. Daher ließ er seinen, von ihm erst kürzlich entdeckten, Charme spielen.
    Im Behandlungsraum befanden sich unzählige Geräte und Kazuyas konnte kein Einziges von ihnen betiteln, auch wenn etwas in ihm sagte, dass er das können müsse. Auf manchen von ihnen waren Namen eingraviert, doch es war eindeutig zu spät, am heutigen Tag war zu viel geschehen, um sich noch mit dem Lesen abzuquälen. Niemals war man ihm auf die Schliche gekommen. An seiner Sprache wusste niemand etwas auszusetzen und den schwachen Akzent empfanden die Menschen als liebenswert.
    „Magst du zusehen wie ein Pokemon behandelt wird?“, fragte die Schwester freundlich und sofort nickte der Straßenjunge euphorisch.
    Wissen war Macht, über die er nicht verfügte. Deshalb war jedes scheinbar noch so unbedeutende Wissen wichtig. Mit wachem Verstand beobachtete er wie sie den Knopf berührte um den Ball zu vergrößern und anschließend ein weiteres Mal um Mauzi aus seinem neuen Heim zu entlassen.
    Verwundert sah sich die Katze um, dann blickte sie in sein Gesicht und ihre Augen verengten sich. Sie kräuselte die Nase und ihr Schwanz peitschte aufgeregt.
    „Ich bin jetzt dein Trainer, Mauzi“, beschwor Kazuya mit fester Stimme. Er sah davon ab der Katze direkt in die Augen zu blicken, dies hätte nur eine stille Kampfesaufforderung dargestellt.
    Allerdings besaß das Pokemon die Güte seine Zähne und Krallen nicht in der Hand der unschuldigen Schwester zu versenken. Es kam einem unausgesprochenen Pakt gleich. Schließlich wusste die Katze, wer ihr die Freiheit geraubt hatte, kannte den Schuldigen. Pokemon mussten sich ihrem Schicksal fügen. Wenn sie nicht aufpassten, dann verwandelte sie der Strahl einer magischen Kugel in den Partner eines Menschen. Je nach dessen Persönlichkeit konnte er zu seinem besten Freund, seinem Gefängniswerter oder seinem Sklaventreiber werden.
    „Dieses Pokemon hat dir nicht der Professor gegeben“, stellte Joy trocken fest. „Du hast ein wildes Pokemon aus irgendeiner Seitengasse aufgegabelt. Du wirst es schwer haben, wenn du dich noch nicht mit ihnen auskennst. Wilde Mauzi sind keine Schmusetiere und oft sehr aufmüpfig. Das muss dir bewusst sein, Junge.“
    Der Angesprochene konnte seinen Blick nicht von dem wunderbaren Wesen abwenden und nickte abwesend. „Ich weiß, wenn ich ein Schoßtierchen will, hätt' ich mir keine Katze gefangen“, erwiderte er kurz angebunden.
    Die Schwester zuckte mit den Schultern. Unverschämt hob sie das Tier hoch und sah sie an. „Wie du meinst. Du musst ihr nur gerecht werden können.“
    Ihr? Kazuya lächelte. Das Katzenmädchen schlug der Schwester zprnentbrannt die Untersuchungsgeräte aus der Hand und ließ ihrer Kehle einen tiefen, grollenden Laut entspringen. Er wollte sie nicht zähmen, dies hätte er niemals gekonnt. Schlicht und ergreifend ihr Freund werden. Jetzt würde alles besser werden, nach so vielen Jahren, endlich. Als Trainer hatte man eine Chance im Leben. Nur wollte er nicht zu zuversichtlich der Zukunft entgegenblicken.
    Vielleicht wollte er auch nur das bedrückende Gefühl der Einsamkeit mit ihrer Zuneigung überschatten. Menschen zu analysieren hatte er als sein besonderes Talent entdeckt. Das war erstaunend unproblematisch. Das waren die anderen, so weit weg von ihm.
    „Schwester Joy, ich hab noch kein Futter für Mauzi.“
    Mauzi schnaubte empört, brummte und fauchte.
    „Das ist mir unangenehm …“ Lüge. Natürlich war es ihm nicht unangenehm.
    Ein freundliches Lächeln zierte ihre Lippen. Es war ehrlich, das spürte er, das hatte er über Jahre hinweg gelernt. Bei einem Schauspiel sah das Gesicht wie eine steife Maske aus. „Natürlich. Ich werde dir einen kleinen Futtersack aufs Zimmer mitgeben.“
    Nachdem die Behandlung nach einer scheinbar viel zu langen Zeit abgeschlossen war, sprang Mauzi vom Ärztetisch. Da der fremde Mensch, ihr zukünftiger Trainer, appetitlich anmutendes Futter und sogar eine Schüssel mit sich auf das Zimmer trug, entschied sich die Katze nach kurzem Nachdenken, zu folgen. Futter umsonst, das bekam man sonst eigentlich nicht. Wenn er ein Idiot war, konnte sie noch immer eines Nachts verschwinden.
    Der Junge bedankte sich höflich und marschierte flott auf die ihm zugewiesene Nummer zu.
    Nachdem er aus ihrem Blickfeld getreten war, betrachtete er angestrengt den Schlüsselbund. Schwäche durfte er gegenüber seiner Katze nicht zeigen, schließlich sollte sie ihn respektieren können. Deshalb suchte er die Gravuren der Türen, welche in einem regelmäßigen Abstand den Korridor schmückten, nach der selben Zifferkombination ab. Schließlich drehte er den Schlüssel etwas ungeschickt, als er sich vor seinem zugewiesenen Quartier glaubte. Tatsächlich passte er und gab dem Straßenjungen etwas von seinem verlorengegangen Selbstbewusstsein zurück. Dieser für andere alltägliche Handgriff war beinahe aus seinem Gedächtnis getreten.
    Nur langsam schob er die Türe auf. Das dahinterliegende Zimmer gehörte ihm, vielleicht nur für eine Nacht, aber es war Sein. Bestimmt wartete ein weiches Bett auf den Straßenjungen und er musste sich nicht den Elementen aussetzen. Mauzi schlüpfte durch den Spalt, Grund genug für ihn es ihr nachzutun. So stieß er kräftig dagegen, um sein zugeteiltes Zimmer beobachten zu können.
    Die schlicht gestaltete Einrichtung sagte ihm zu, ja neben dem Hochbett befand sich gar ein Schrank – nur für ihn! Für den vorübergehenden Zeitraum einer Nacht war er wieder in Besitz von Materiellem, ohne es gestohlen zu haben.
    Damit seine Katze gnädig gestimmt wurde, füllte er ihr die Futterschüssel voll, viel mehr hinein, als es jemand anderes getan hatte. Sie sollte es gut bei ihm haben, keinen Grund finden ihn zu verlassen. Mit hoch erhobenem Schwanz stürzte sie sich über das Futter, vermutlich hatte auch sie zuweilen Hunger geglitten. Das leicht knisternde Geräusch der Körnchen unter ihren spitzen Zähnen, glich Melodie in seinen Ohren. Dieser Tag sollte der Beginn einer neuen Ära in seinem Leben sein. Er wollte es jeden Tag hören.


    Doch dann sah Mauzi auf und ihre funkelnden Augen bedeuteten nichts Gutes. In ihnen lag der Schelm verborgen. Mit einem Satz sprang sie auf das Fensterbrett und starrte in die Tiefe.
    „Nein!“, knurrte ihr Trainer und griff geistesgegenwärtig nach seinem Pokeball. Er wollte nicht der Gefängniswerter seines Pokemon darstellen, doch sie musste ihn begleiten. Sie durfte nicht einfach seinen seit wenigen Stunden gelebten Traum zunichtemachen! „Du bleibst hier!“
    Mauzi sprang mit einem belustigten Maunzen auf das gegenüberliegende Dach.
    Für den Augenblick glaubte er sich versehen zu haben, blinzelte zur Sicherheit nochmals, doch da saß sie: auf dem Gipfel eines Reihenhauses und sah ihn mit blitzend verspottenden Augen an.
    Das durfte sie nicht. Entschlossen stieg er ebenfalls auf das Fensterbrett. Trotz seiner Körperbeherrschung war er leider keine Katze, deswegen hangelte er sich an der schmalen Leiste entlang, welche zu einem angrenzenden Dach führte. Der Abgrund unter ihm beschäftigte ihn schon lange nicht mehr. Ein falscher Schritt und es war um ihn geschehen. Dann sollte es so sein, dann hatte er das wegen seiner Tollpatschigkeit verdient. In dieser Welt überlebten die Schwachen ohnehin nicht.
    Mauzi bewegte sich nicht. Beinahe war es, als wollte sie den Menschen, mit dem sie ihre Zukunft verbringen sollte, auf die Probe stellen. Dass es kein Aufwand für den Dieb darstellte auf den Dächern zu laufen, konnte sie nicht wissen. Deshalb tänzelte sie unruhig hin und her, auf seine sichere Ankunft wartend.
    Kazuya wich jedem Lichtstrahl geschickt aus. Wie sollte er der freundlichen Krankenschwester erklären, weshalb er ohne Schwindel auf der Rinne des Pokemoncenter seine ungehorsame Katze einzufangen versuchte? Der Junge spürte wie Wuttränen seine Augen füllten. Er wollte, dass etwas in seinem Leben funktionierte und nicht seinem Glück nachjagen – denn diesem jagte er wortwörtlich nach. Statt das schlichte und einfache Glück genießen zu dürfen, glaubte er von sich ein Idiot zu sein. Weshalb versuchte er Mauzi dazu bewegen bei ihm zu bleiben, wenn sie einzig und alleine ihre Freiheit liebte?
    Schließlich sprang er das letzte Mal geschickt, bevor er der Katze von Angesicht zu Angesicht gegenüberstand.
    Diese stieß ihn mit ihrem Köpfchen an, als wäre niemals etwas vorgefallen. Kazuya spürte wie sein Zorn dahinschmolz.
    „Ich bin dein Trainer, du darfst nicht davonlaufen“, erklärte er nicht annähernd so aufbrausend, wie er es vor wenigen Momenten noch getan hätte. „Das nützt nichts. Ich habe keine Angst.“ Er senkte den Blick in die beruhigende Tiefe hinab. Von Zeit zu Zeit schien sie nach ihm zu rufen. „Ich bin das gewöhnt. So'n Weichei bin ich nicht."
    Sanft nahm Mauzi seinen Ärmel zwischen den Zähnchen und zog daran. Erneut spiegelte sich in ihren großen Katzenaugen der Schalk und sie lief los.
    „Bleib hier!“, rief Kazuya aus.
    In regelmäßigen Abständen blickte sie über ihre Schulter, wartete auf ihn und hastete weiter. Immer wenn er in ihrer Reichweit war und nach ihr griff, sprang sie einen Schritt zur Seite, legte keck den Kopf schief und tänzelte um seine Beine.
    Letztes Mal war er als sechsjähriges Kind mit dem Fukano seiner Großeltern im Garten getollt. Kazuya lachte fröhlich auf, während er seinem Pokemon spaßend hinterherhetzte. Für einen Moment hielt er inne. Wann hatte er zuletzt ehrlich gelacht, aus voller Kehle und ohne Hintergedanken? Er konnte sich nicht mehr daran erinnern.
    Plötzlich erschien ihm die gesamte Welt offen, als habe sie auf ihn gewartet. Sein Verstand klärte sich, so wie bei einem Diebstahl, nur war es dieses Mal ehrlich – ein aufrichtiges Gefühl.
    „Ich find, ich sollt dir 'nen Namen geben.“
    Mauzi spitzte neugierig die Ohren und faltete die Pfoten unter ihrem Körper.
    „Ich denk grad an Híme. Ist das okay?“
    Ihrer Kehle entsprang ein Schnurren. Diesem Geräusch lauschte er noch eine Weile, während er es sich auf einer Dachkante bequem gemacht hatte. Verträumt sah er dem schwarzen Firmament entgegen und glaubte, dass er ihm entgegenfliegen könne. Zumindest dankte er Jirachi aus tiefstem Herzen. Trotzdem wollte er der Göttin nicht vergeben.
    Nun wurde ihm wieder bewusst, dass sich die Erde drehte und sich nicht in einem erkalteten Stillstand befand. Viel mehr als das: er wusste wieder, dass er lebte.

  • So, Chari <3
    Endlich hast du noch einen Kommi erhalten. ich gebe natürlich auch gleich meinen Senf dazu :3

    Inhalt~
    Kommen wir zu meinem Lieblingsthema. Ich mag die Aussage deines neuen Kapitels(Mah, der schöne Titel? ^^) sehr. Es zeigt uns eine neue Seite an Kazu und besonders der Schluss ist süss und irgendwie verbreitet es eine "kurzes Glück" Atmosphäre. Das mag ich. Mauzi findet sehr schnell den Zugang zu ihm: Hättest du das ohne Begründung so gemacht, hätte ich gesagt: das ging zu schnell. Da Kazu aber eine Art "Mutprobe" bestehen muss, hat er sich Mauzis(Himes) Respekt auch verdient, weshalb deine Story logisch und authentisch bleibt! Sehr gut.


    Für meinen Geschmack hättest du den "Flur" des Pokémoncenters und das Center selber etwas mehr noch beschreiben können - aber du gehst eben sehr intensiv schon auf deine Charas ein - auch das ist wichtig und alles kann man nicht, sonst wirds zu lang. Von daher : Es ist okay so, aber vielleicht machst dus ja beim nächsten Mal.
    Ich mag die Details, besonders, wie er es leibt, wenn Hime seine Körnchen frisst. Ich kenne das von meiner Hündin - ein sehr schönes Geräusch dass du gut eingebaut hast - es macht sofort eine warme Stimmung.
    Schwester Joy ist auch ein sehr glaubhafter Charakter, ich habe Chainera etwas vermisst, aber die hätte es bestimmt nicht gebraucht. Ist es Absicht, dass du Pokémon ohne "é" schreibst? Mich stört es nicht, ist einfach eine Frage an die Autorin :3
    Ich habe es auch sehr gut gelöst gefunden, wie Kazu die Tür findet. Sehr authentisch. Und dass er durch Hime jetzt ein Dach über dem Kopf hat - daran denkt man "in unserer Welt" gar nicht so, bei uns gibts das ja leider nicht (im Sinne von: ich hab nen Hund, darf ich bei euch im Futtergeschäft wohnen? XD)Wirklich gut und süss, wie er sich da einnistet.

    Zu guter Letzt: Der Kapititel passt und ja, er passt zu beiden. Kazu ist ne kleine Katze^^

    Fehler, die keine sind~

    sprang sie einen Schritt zur Seite, legte den Kopf keck zur Seite(Beispiel: ...sprang sie geschickt weg von ihm und legte den Kopf keck zur Seite...)

    doch da saß sie: auf dem Gipfel eines Reihenhauses und sah ihn mit blitzend(Komma) verspottenden Augen an

    Das dahinterliegende Zimmer gehörte ihm, vielleicht nur für eine Nacht, aber es war sein.(heisst es wirklich "sein" und nicht "seines?")

    Sie kräuselte die Nase und ihr Schwanz peitschte aufgeregt. (ich würde noch einfügen, dass ihr Schwanz wo drauf peitscht. Ansonsten passt das Wort nicht bzw bedeutet peitschen für mich, dass etwas auch einen Klang macht. Du verstehst mein wirres Gerede schon.

    Fazit~
    Ich liebe deine FS "Diebesgut". ich werde ja ganz lieb gespoilert von dir und weiss daher, wies ungefähr weitergeht. trotzdem freue ich mich so aus Nächste, hoffe auf viele neue Leser und Kommis für dich *hust* und fasse mich kurz: Ein sehr gelungenes Kapitel, das ich sehr liebe <3
    Schreib schön weiter, ja? *fingernagelknabber*
    hdl Sky

  • Lynn <3


    Ich versteh noch immer nicht ganz welche Seite du genau meinst, aber okay, gut zu wissen. ^^
    Diese Art der Atmosphäre wollte ich erschaffen, auch wenn ich sie schwer zu benennen finde.
    Und dass die Geschichte, vor allem Kazuya, authentisch ist, freut mich umso mehr. Ich sehe ihn bildlich vor mir, mit allen seinen Seiten, den Guten und Schlechten, wie handelt, fühlt und denkt und möchte, dass sich das auch auf meine Leser überträgt.


    Soll ich ganz ehrlich sein? Auf Chaneira hab ich vergessen. ^^"
    Und Pokémon finde ich so...fremd, komisch. Ich hoffe, das ist nicht schlimm .__."


    Ansonsten: ich habe zwei Katzen, ich zieh jetzt beim Tierarzt ein XD


  • Huhu jetzt komme ich ^^
    Ich finde deine Story sehr ansprechend. Du hast einen tollen Schreibstil. Und kannst sehr gut die Gefühle beschreiben. Ich kann mich inzwischen richtig einfühlen. So als ob ich Kazuya wäre. Das hast du also echt toll gemacht^^. Schade finde ich wirklich das es hier (wie schon gesagt wurde) sehr wenige kommis gibt. Das hier wird nämlich bestimmt eine richtig spannende und tolle FS. Es gibt allerdings immer mal wieder stellen an denen du sehr umständlich schreibst. Da packst du manchmal sogar zuviel beschreibung in einen Satz. Vielleicht geht es auch nur mir so aber egal. Die Absätze machst du schön. So findet man sich gut zurecht. Rechtschreibfehler schreibe ich jetzt mal nicht auf. Da die nicht wirklich eine Rolle spielen bei deinem tollen Schreibstil. Das es so einen Schicksalsschlag schon so früh im Leben von Kazuya gab finde ich gut. Also schon Schade das seine Eltern so früh Gestorben sind. Aber es schafft halt eine sehr schöne Atmosphäre. Auch das er als erstes Pokemon ein Mauzi fängt finde ich gut. Und vorallem das nicht alles gleich auf anhieb klappt. Das macht das ganze sehr Realistisch. Du hast in mir jetzt eine neue Treuleserin gefunden. Ich werde wenn es geht auch jedes Kapitel kommentieren. Könntest du mich über ein neues Kapitel per PN informieren wäre nett. Und dann werde ich auch die Rechtschreibfehler berichtigen. Jedenfalls nur wenn ich welche finde.^^ Das wars erstmal von mir. Hoffe du schreibst schnell weiter.


    mfg
    shiny_Flamara

  • Hiho, so dann schreibe ich hier auchmal meinen Senf zu.
    Ja ich muss sagen, mir gefällt deine Story sehr gut, Der Hauptchar ist auf jeden fall schonmal interessant, er passt vom verhalten her zumindest gut zum Titel ^^.
    Ich bin mal neugierig was jetzt aus ihm wird, so wie es scheint kann er ja nur schwer lesen, Texte genauso wie Zahlen. Aber interessant wie er an sein erstes Pokemon kommt.
    Das der Mann von dem er den Ball hat soweit vorraus dachte ist schon überraschend, da er ihn ja kaum kannte. Sein Pokemon ist auch eine Klasse für sich, wen man bedenkt das das erste ist, was es nach dem essen macht, abhauen ist. Bin mal gespannt ob das gut geht.
    So wie du die Umgebung beschreibst ist sie für mich gut vorstellbar. Deine Story scheint sich zwar eher im Dunkeln ab zu spielen, aber ich habe trotzdem nie das Gefühl gehabt, das es gefährlich im sinne von Angst ums Leben haben ist, sondern eher das es die angst ist zu versagen, eine Angst die Chance auf ein besseres Leben zu verspielen. Ich finde so was mal interessant, da die meisten storys die ich gelesenhabe, einem immer gleich einen Eindruck vermittelthaben, dass wen es Dunkelwird gleich jemand mit dem Messer um die Ecke kommt.


    Mir gefällt deine Story gut und ich werde sie auchweiterhin mit großer Freude und Interesse Lesen. ^^

  • Oh, was für eine schöne Überraschung, das ist ja wie ein Vorgeburtstagsgeschenk. :D  
    Ich danke euch beiden ganz herzlich für eure Kommentare und natürlich noch mehr für's Lesen!


    [tabmenu]
    [tab=shiny Flamara]
    Oh, das finde ich gut, wenn sich Leser in meinen Protagonisten einfühlen können. ^^ Ich hoffe eigentlich, dass es nicht stereotypisch rüberkommt, wenn der Protagonist seine Eltern verliert. Ich weiß, dass es von vielen Autoren gerne und oft verwendet wird...
    Dass anfangs alles klappt, das wollte ich auch nicht so schreiben. Das finde ich sehr unrealistisch. Trainer und Pokemon müssen sich erst aneinander gewöhnen, sich aufeinander einstellen und sich kennenlernen. Außerdem ist eine Katze kein Hund und da ich selbst Katzen habe, weiß ich, dass das meist nicht so überschwängliche Tiere sind, die jeden Menschen über alles lieben und ihren eigenen Kopf haben.
    Schließlich liegt mir schon nach so wenigen Kapiteln viel an ihm und mir ist auch wichtig, dass er gut ankommt.
    Mein Problem mit den recht umständlichen Sätzen kenn ich und versuche zu bearbeiten. So wirklich immer will mir das nicht gelingen, aber bei der Nachbearbeitung, also bevor ich das Kapitel onstelle, gelingt es mir doch immer wieder einige solcher Schlangensätze auszumerzen und anders zu schreiben. Irgendwann sollen es dann alle sein...
    Ich informier dich gerne per PN. ^^


    [tab=Yellow1992]
    Noch jemand, der Kazuya mag. *verbeug* Dankeschön. ^^
    Soweit stimmt das, ja. Aber schwer bedeutet nicht "gar nicht". Ich hatte den Hintergedanken, dass er sich zum Überleben über die paar Jahre hinweg andere Eigenschaften angeeignet hat.
    Was soll ich zu Mauzi sagen? Ich muss gestehen, dass sie meiner eigenen Katze beinahe oder fast komplett nachempfunden ist. *g*
    Stimmt, das merke ich auch oft. Dunkel muss ja nicht gleich bedeuten, dass bald eine Gefahr im Verzug droht, etc. Man muss auch nicht immer Angst um sein eigenes Leben haben. Man kann Angst vor vielen haben. Davor, dass es keine Zukunft gibt, Sorgen, aber es existieren auch Phobien und ich möchte weder meinen Charakter noch die Atmosphäre auf eine andere Art von Dunkelheit aufbauen.
    PN-Benachrichtigung? ^^
    [/tabmenu]


    Shiny Flamara
    Naja, ich hab schon ein Kapitel fertig. Wenn du weiterlesen möchtest, dann kann ich es gerne heute noch onstellen. Lass mich nur noch drüberschauen. *g*

  • http://img443.imageshack.us/img443/8272/unbenanntyfj.png



    Leb' deine Träume!



    Seine Augen schmerzten, waren bestimmt wegen der Überanstrengung bereits gerötet. Ebenso pochte sein Kopf. Die Buchstaben - welche er sich mühevoll in eigener Arbeit beigebracht hatte, als Kind hatte er gelernt die Buchstaben aus dem Orient zu lesen - verschwammen vor seinen Augen. Über die Grenzen seines Körpers musste er hinwegsehen. Schließlich hatte eine Idee Besitz von ihm ergriffen und ließ ihn nicht mehr frei. Als Kazuya vor zwei Wochen das erste Mal in den weichen Laken des Pokemoncenters eingeschlafen war, hatte diese Idee ihn förmlich angeschrien. Sie verkündete ihm, dass er Trainer werden sollte. Außerdem schien ihm das Leben als Trainer einer Perfektion gleichzukommen. Frei sein, reisen und von nichts und niemanden abhängig sein. Er hatte Jahre um Essen gekämpft, im Dreck gelebt, war von der einen Clique enttäuscht worden und hatte sich Jahre später eine andere gesucht, hatte Schmerz erlebt, den ein vierzehnjähriger Junge nicht kennen sollte. Nachdenklich zwirbelte er eine Locke zwischen Zeige- und Mittelfinger. Nun wollte er hoch hinaus, um denen, die immer an ihm vorbeigegangen waren, zu beweisen, dass er auch etwas wert und nicht der Abschaum von der Straße war.
    Langsam gewöhnte er sich an das Lesen, an die Buchstaben - westliche Buchstaben, Kanji und Katakana waren ihm zu schwierig, er hatte es nie erlernt -, die Wörter aneinanderzureihen und sich Inhalte zu merken. Manchmal musste er über Sätze zwei oder dreimal lesen und angesichts der Stapeln an Bücher, war er viel zu langsam. Deren Inhalt musste Zugang zu ihm finden und wenn er ihn stur auswendig lernte.
    Eingekuschelt in sein Bett – Schwester Joy hatte ihm erlaubt länger zu blieben, das Warum war ihm egal – streichelte er mit einer Hand über Mauzis seidiges Fell, mit der anderen hielt er eisern das Buch umschlungen. Er wollte Híme ein guter Trainer sein. Ihren ersten Kampf sollte sie nicht verlieren müssen. Deshalb starrte er seit geschätzten zehn Minuten eine Elementetabelle an.
    Ein gewisses Maß an dem Möglichen war überschritten. Deshalb schwang er die Beine über die Bettkante und entschied sich zu trainieren.
    Mauzi spitzte die Ohren und lief ihm nach. Endlich Action! Híme schlängelte sich um seine Beine und rieb ihr Köpfchen an ihm. So konnte sie ihre Zuneigung zeigen und Kazuya als ihren Menschen markieren. Jetzt war er ihr Eigentum. Jedes Pokemon sollte das wissen.
    Der Platz vor dem Pokemoncenter erwies sich als weitläufig und uneben, beinahe als wäre er für Trainer bereitgestellt worden. Verschiedene Landschaftsstrukturen durchzogen ihn. Wiesen, sanfte Hügel, schroffer Stein und ein See.
    Mauzi hatte ihm bereits ein großes Repertoire an verschiedensten Attacken bewiesen. Bestimmt war es kein Glück gewesen, dass sie ihr Revier auf lange Zeit hin verteidigen konnte.
    Sie trainierten solange, bis sich in der Ferne dichte, graue Quellwolken gebildet hatten, welche sich in einem Platzregen ergossen.



    Híme wich den Klauen des Feindes aus. Dieser fasste bloß wenige Haare von ihr, welche zu Boden rieselten. Ihr Puls stieg an und Adrenalin durchströmte ihren Körper. Die Katze liebte jenes Gefühl, welches sie im Glauben ließ unbesiegbar zu sein.
    Sandan und Híme stoben auseinander.
    „Juwelenkraft!“, ertönte die Stimme ihres Trainers.
    Das war sein erster Kampf – ein überschwängliches Mädchen hatte ihn auf der Straße angesprochen und danach gefragt –, doch in seiner Stimme schwang keine Verunsicherung mit. Zumindest würde Kazuyas Gegnerin, ein Mensch, es so deuten. Mauzis feine Ohren hörten es … wie er versuchte den selbstbewussten und starken Jungen zu mimen.
    Auf Kommando des Mädchens hin wirbelten die Krallen des Gürteltiers Sand auf. Den befohlenen Angriff musste sie sich wohl für einen passenderen Zeitpunkt aufbewahren.
    Kazuya wusste nicht so recht wie er handeln sollte. „Ausweichen …?“
    Hatte dies eben eine Frage sein sollen? Mauzi kniff kritisch die Augen zusammen. Dann dachte sie zuversichtlich daran, dass auch er noch lernen musste.
    Im rechten Moment stießen sie ihre Hinterpfoten vom Boden ab.
    „Jetzt Juwelenkraft!“ Um die Katze tanzte ein Kreis aus geschliffenen Juwelen. Sie funkelten im Sonnenlicht wie ein Sternenbild. Unter ihr bildete sich ein Schleier aus Sand und bloß eine schwarze Silhouette gab Sandans Position preis.
    Mit einem euphorischen Mauzen schickte sie die Splitter von sich.
    Kazuya sah überlegend zur Seite, dann jedoch sammelte er sich und erteilte den folgenden Befehl. Er wusste schließlich, dass er sich keinen Moment der Unaufmerksamkeit erlauben durfte. „Híme, Schlitzer!“
    Mauzis Schwanzspitze zuckte vor Aufregung. Aber gerne doch! Mit ausgefahrenen Krallen ließ sie sich herabfallen.
    Sie durchstach den Sandschleier und tauchte in eine gelbbraune Welt ab. Da die feinen Körnchen in ihren Augen brannten, schloss Híme sie und konzentrierte sich auf ihre verbliebenen Sinne. Die Katzenohren vernahmen jedes noch so leise Geräusch und ihre Schnurrbarthaare verrieten Schwingungen in der Luft.
    „Einigler!“ Híme und ihr Trainer ignorierten den Einwand der gemeinsamen Kontrahentin.
    Als sie glaubte ihre Krallen in den gegnerischen Körper bohren zu können, wurde sie von tiefer Enttäuschung übermannt. Ein langgezogener, schriller Ton vibrierte schrecklich ohrenbetäubend in der Luft, unter ihren Pfoten spürte sie einen harten Panzer. An ihm schrammten ihre spitzen Krallen entlang. Danach traf sie ein Schlag in den Magen und schleuderte sie unsanft zu Boden. Murrend richtete sie sich wieder auf und sah zu wie der Sandsturm allmählich im Nichts verging.


    Kazuya schluckte schwer. Seine Partnerin hatte den ersten Schlag hinnehmen müssen und so recht wusste er nicht wie er weiterhin handeln sollte. Dann dachte er an seinen Traum, an all die hart Arbeit der letzten Tage sowie den Funken Ehre in seinem Leib, welcher es ihm nicht erlaubte den ersten Kampf in einem Desaster enden zu lassen. All die gelesenen und gelernten Bücher der letzten Tage konnten ihm in dieser Situation nicht aushelfen. Deswegen entschied er sich dafür, dass Intuition, Flexibilität und sein natürlicher Verstand die besseren Lehrmeister seien.
    Zu seinem Leid sammelte sich auch ein Kreis Schaulustiger um die Kontrahenten. Dutzende Augenpaare würden entweder sehen wie er gewann oder verlor. Der Ausgang lag bei ihm. Gleichzeitig engten sie ihn ein. Eigentlich wollte er der Enge entfliehen, aber er war nicht gewillt davonzulaufen.
    Dass es Freude bereitete Attacken zu befehlen, sich eine Strategie auszudenken und gegen andere anzutreten, konnte er ebenfalls nicht leugnen. Wer einmal vom Rauschmittel namens Kampf probierte, wollte dieses Hochgefühl nie wieder entbehren müssen.


    Das gegnerische Sandan lief mit hocherhobener Faust auf Mauzi zu. Da man von dem Bodenpokemon nicht behaupten konnte, besonders flink auf den Beinen zu sein, befahl er Mauzi auszuweichen. Immer und immer wieder, solange bis sich eine Gelegenheit ergab um einen weiteren Angriff auszuprobieren. Etwas stärker, etwas spektakulärer. Schließlich musste er sich in die Erinnerung der im Halbkreis stehenden Menschen prägen. „Schattenklaue!“
    Um die rechte Vorderpfote seiner Katze bildete sich eine schwarze Klaue, welche sich wie ein zu großer Handschuh um sie legte. Híme sprang mit einem vorfreudigen Mauzen auf ihren Gegner zu.
    Zuerst versetzte sie Sandan einen Kinnhaken, aber nach dem der überraschende Zweite zugeschlagen hatte, ging er in eine Verteidigungsposition.
    Bloße körperliche Kraft traf auf eine geisterhafte Energie. Welch ein Vergnügen. Sie war bestimmt die Stärkere! Die Geisterkralle verhakte sich in den kleinen, knollartigen Pfoten des Gürteltiers. Für eine kurze Zeitspanne konnte sich Híme ebenfalls auf ihren Hinterbeinen halten, darauf hoffend, dass bald eine weitere Order folgte.
    Sicherlich war sie kein williges Fukano – wie sehr sie diese selbsternannten Sklaven verabscheute! –, denn das hier tat sie aus freien Stücken. Ihre Revierkämpfe waren einst eine üble Notwendigkeit gewesen, aber diese Art des Kampfes forderte sie tatsächlich.
    „Mauzi, probieren wir den Eisenschweif.“
    Hímes Kehle entrann ein aufgebrachtes Schnauben. Wie sollte das denn funktionieren? Anfänger, Grünschnabel!
    „Schleuder Sandan halt zuerst von dir.“
    Nun schnurrte sie. Schon besser. In seinen Augen lag ein gewisses Funkeln, schließlich verlangte sein kriegerischer Geist ebenso nach einem Kräftemessen wie der ihre. Sie liebte diesen Jungen nach so wenigen Tagen bereits innig! Er war stolz, mutig und liebte seine Freiheit. Fast als wäre er eine Katze, gefangen in einem Menschenkörper. Außerdem lernte er schnell und wusste ihr den wohl verdienten Respekt zu zollen.
    Mauzi legte in ihre Vorderpfoten mehr Kraft, aber so recht konnte sie Sandan nicht zu Boden schleudern. Das Gürteltier wog zu viel. Kazuyas Fehler war es gewesen es auf einen körperlichen, zu direkten, Attackenaustausch ankommen zu lassen.
    Stattdessen spürte sie, wie ihr Gegner sie langsam, trotz verbissener Gegenwehr, von den Pfoten hob und sie auf den Rücken schleuderte.
    „Bodyslam“, rief das Mädchen euphorisch.
    Die stolze Katze missbilligte es hilflos auf den Rücken geworfen worden zu sein und zu sehen wie das plumpe Wesen sich mit einem Sprung über sie begab, um sich auf sie fallen zu lassen. Über ihr erschien eine kräftig gebaute Kreatur, in Mauzis Sinne ganz und gar nicht majestätisch oder anmutig. Der Körperbau verriet, dass ein Aufprall auf den zarten Katzenleib schmerhaft sein würde.
    Schnell fasste sich Kazuya wieder. „Juwelenkraft, Híme! Und dann roll dich zur Seite.“
    Die Diamanten schlugen wie Pfeilspitzen aus Granit in die ungeschützte Bauchdecke des Gegners ein. Das Gefühl des Nachgebens und der Stärke ihrerseits stieß erneut einen Stoß Adrenalin aus.
    Als Sandan plump auf den Boden aufschlug und eine Staubschicht aufwirbelte, war Mauzi bereits wieder leichtfüßig auf die Beine gesprungen.
    Das war der richtige Zeitpunkt gewesen um seine Pflicht als Trainer zu erfüllen, denn er musste Mauzi mit all seinen Entscheidungen so gut wie nur möglich schützen, und Eindruck bei den Zuschauern schinden. Der Kampf schien einen Puls zu besitzen und dieser schlug nach einem ganz bestimmten Takt. Zwischen den Schlägen wickelte sich das Band um Kazuya und Híme enger. Man erzählte sich, nach dem ersten, gemeinsamen Kampf waren zwei Seelen auf ewig miteinander verbunden. Die Katzenmutter, an sie gab es nur noch verschwommene Erinnerungen, beteuerte immer wieder, jedes Pokemon müsse sich genau überlegen mit welchem Menschen es den ersten Kampf bestreiten würde. Angeblich würde er nie wieder vergessen werden.
    „Híme“, rief Kazuya in seinem Rausch. „Setz Schattenk-“
    „Nicht!“, unterbrach ihn das Mädchen aus voller Kehle. „Nein, nicht. Ich will nicht, dass Sandan weitermacht.“
    Sie lief zu ihrem Partner, legte dessen Kopf auf ihren Schoß und streichelte beruhigend um die harten Schuppen des Panzers.
    Kazuya konnte sich nicht als Gewinner fühlen. Der Kampf war noch nicht beendet gewesen, hatte nur etwas Halbes gewonnen. Prompt hatte ihn die Gegnerin aus dem großartigen Hochgefühl einer Trance gerissen.
    Mauzi schien seine Unzufriedenheit nicht zu teilen und setzte sich zu seinen Füßen. Sie streckte ihren Körper durch und betrachtete die Umwelt mit hocherhobenem Kopf. So sahen wahre Sieger die Welt!



    An diesem Tag brauchte er nicht mehr zu trainieren. Warum sollte er sich nicht auf den Lorbeerblättern ausruhen?
    Außerdem brauchte er Pokemonfutter, Medizin und Pokebälle, wenn er sich auf Reise begeben wollte. Natürlich musste er sich auch selbst versorgen. Noch konnte er unmöglich Matsuba, den ansässigen Arenaleiter der Region, herausfordern. Deswegen benötigte er mindestens drei Partner.
    Sein Blick schweifte in der Umgebung umher.
    Bei einem Diebstahl befolgte es eine wichtige Grundregel:
    Sie besaßen Luxus, Reichtum und Geld im Überfluss. Zumindest sah er ihr Hab und Gut als Überfluss an, auch wenn sie selbst anderer Meinung waren. Weshalb sollten sie ihm nicht etwas abgeben? Kazuya konnte sich vorstellen, dass manchen von ihnen dieser Verlust nicht einmal auffiel. Die Götter verziehen ihm bestimmt jene Missetaten - bei Armen gab's auch nichts zu holen, das die Mühe wert wäre.
    Eine Frau mit wallend blondem Haar und einem edlen Kostüm wechselte mit ihm die Straßenseite. Armut trug andere Gesichter.
    Deshalb mimte er die Rolle eines Jungen, welcher es eilig hatte zum Bahnhof zu gelangen und stieß die Frau dabei an, als sie bei einem Imbiss vorbeikam und eben im Inbegriff war zu zahlen.
    Wie erwartet ließ sie ihr Portemonnaie fallen. Erst zeichneten sich Wutfalten auf ihrer Stirn ab. Als sie sein schüchternes Lächeln und die entschuldigten, strahlenden Augen erblickte, beruhigte sie sein Gewissen mit zärtlichen Worten.
    „Warten Sie. Ich helfe Ihnen“, bot er sich höflich an, kniete sich hinab und griff nach den Scheinen. Für einen Moment wandte sich die Frau um, um einen Geldschein aus der Luft zu fischen, welcher der Wind mit sich tragen wollte. Dieser Augenblick war perfekt. Daher griff er nach einigen von ihnen und ließ sie in seiner Jackentasche verschwinden. Genügend um einen kleinen Teil seiner Reise finanzieren zu können, nicht zu viel, als dass es auffallend geworden wäre.
    Den Rest gab er lächelnd an die freundliche Dame zurück.
    Mauzis Augen blitzten verräterisch. Dieser Dieb! Sie liebte ihn immer mehr.




    *Information: Matusba = Jens - Arenaleiter aus Teak City

  • Und schon wieder so ein schönes Kapitel. Dieses mal hast du glaube ich zwischen Mauzi und Kazuya hin und her gewechselt oder? Ich fand das sehr schön. Tolle Idee auch mal aus der Sicht von Híme zu schreiben. Der Kampf war gut beschrieben. Wie ich schon geschrieben habe kann ich mich in deine Charaktere einfühlen und alles spielt sich vor meinem inneren Auge ab. Ich finde Kazuya kann stolz auf sich sein. Denn ich finde das er den Kampf dennoch Gewonnen hat. Ich muss ja mal sagen Kazuya ist echt Intelligent. Also was das Kämpfen und den Diebstahl angeht. Das er sich aber so anstrengen muss um zu Lesen hätte ich nicht gedacht. Der Szenenwechsel war gut und hat ein bisschen Abwechslung reingebracht. Rechtschreibfehler habe ich so jetzt nicht gesehen. Von daher glaub ich auch nicht das wenn du welche gemacht haben solltest sie weiter Schlimm sind. Híme ist ja mal eine sehr Interessante Katze.^^ Sie ist mir irgendwie total sympatisch. Ihre Art ist echt einzigartig. Du holst sehr viel aus einzelnen Situationen heraus. Respekt. Jetzt möchte ich noch zwei dinge los werden. Erstens Ich Liebe deine Story sie spricht mich total an. Mag vielleicht übertrieben wirken ist aber so. Und zweitens Juhu ich bin mal die erste die ein Kommi zu einem Kapi schreibt :assi: Das wars von mir.


    mfg
    shiny_Flamara

  • Hiho so hier mein Kommi.
    Erster Kampf erster Sieg garnicht mal schlecht ^^, er scheint ja ganzschön auf den endgültigen Sieg aus zu sein ^^.
    Kann es sein das du Pokemon Colosseum spielst/ gespielt hasts ?
    Der Kampf wurde mal interessant beschrieben muss ich sagen. Zur einen Hälfte aus der Sicht des Pokemon und zur andern aus Sicht des Trainers.
    Ich muss zugeben das Ende habe ich nicht erwartet, ich bin zwar nie davon ausgegangen das Hime verliert aber so was, da hast du mich wirklich überrascht ^^.
    Tja was ein Trainer nicht alles braucht, aber stimmt woher das Geld nehmen wen nicht stehlen. aber die letzte Zeile wirklich gut ^^ "Mauzis Augen blitzten verräterisch. Dieser Dieb! Sie liebte ihn immer mehr!" Naja Hima hat ihre eigenen wertvorstellungen.
    Also alles in allem ein schönes Kapi, und ich freue mich schon auf das nächste.

  • Chari <3 Lynn antwortet dir natürlich sofort.


    Erstmal: Danke ihr beiden oben, für die Kommis, das habe ich mir für Bastet wirklich gewünscht. Danke :-3


    Das Herz~
    Der Header deines neuen Kapis gefällt mir super(weisst du ja schon) und auch der Titel ist wieder sehr passend gesetzt.(woher hast du die nur immer ^^ *hust* *hust*)
    Wow, einfach wow wie du beschrieben hast, das Kazu lernt. So eindrücklich und so echt. Später gehts weiter zum ersten Kampf von Hime und Kazu. Auch hier: Ich habe vorallem das Sandan direkt vor mir gesehen! Einfach genial. Der Kampf war richtig lebensnah und echt. ...ich freu mich auf Weiteres ^.~
    Soso, Kazu sieht also gern Jungs hinterher. Soso. Mag ich <3 Es ist dezent und trotzdem fällt es auf bzw hast du das geschickt eingeflochten, kurz und knapp und trotzdem, kann man es kaum überlesen. *hust*


    Kritik~
    Habe ich diesmal ausnahmsweise keine. Die Schrift(besonders die des Kapititels *_*) ist super, du hast alles gut beschrieben, nichts Wichtiges ausgelassen. Aww <3


    Fehler~
    Die Fehler, die du hattest hab ich dir ja schon korrigiert. Jetzt hats meines Erachtens keine mehr!


    Das Fazit~
    ich liebeliebeliebe Hime. ISt das deine Katze hm? ^.~ Ach ihr seid beide Katzen. Ich mag dein neues Kapitel, ich mag den Header(das Marienkäferchen *_*) und ich mag den Kampf(vorallem den!). Bin wirklich stolz auf dich *knuff*.


    hdl,Sky~

  • Huhu liebe Leser. ^^


    [tabmenu]
    [tab=shiny_Flamara]
    Ich bin froh, wenn man eine Eigenschaft (in dem Fall intelligent) nicht nur im Steckbrief anschreibt, sondern der Charakter wirklich auch so rüberkommt.
    Híme habe ich eigentlich als "Stereotyp" einer Katze angesetzt, aber ich freue mich, wenn genau dieser gut ankommt!
    ..und sicherlich ist er stolz auf sich. ^^


    [tab=Yellow1992]
    Da hat ihn der Ehrgeiz gepackt. Ich stelle mir ihn als den Typ Menschen vor, der sich denkt: "entweder alles oder nichts!" Für ihn gab schließlich es bis jetzt immer nur entweder alles oder nichts.
    Wäre vielleicht auch etwas realistischer gewesen, wenn er verliert, was? Aber dann dachte ich mir: Hey, den ersten Kampf verlieren ist auch nicht gerade so tolle - auch wohl nicht für die Leser. Daher habe ich mich dagegen entschieden
    Bei mir läuft es nicht wie im DS ab, dass man Preisgeld erhält - nur in den Arenen. Und daher stehlen, wenn nicht woanders hernehmen ^^"


    [tab=Lynn]
    Ja, du bist meine Muse, Süße ^^
    Ich hab schon befürchtet, sein Lernen würde jeder überfliegen, weil es so furchtbar langweilig wäre...
    Jaja, Kazu sieht gerne Jungs hinterher. *g* Ich werde darauf natürlich noch näher eingehen.
    [/tabmenu]


    @all
    ich finde es gut, dass der Sicht bzw. Perspektivenwechsel so gut ankam und alles echt erschien. Daher denke ich, dass ich das öfters einbauen sollte, auch wenn ich selbst finde, dass ich stilistisch daran noch zu feilen haben. Beispielsweise bei den Übergängen zwischen zwei Personen...


    Danke für eure Kommentare <3


    EDIT: ( Yellow1992 )
    Achja...Kolloseum nicht, aber XD - the gale of darkness.
    Gilt das auch? XD


  • http://img41.imageshack.us/img41/9746/tearst.jpg
    Bildquelle



    Nachtmahr



    Der uniformierte Mann kniete sich vor ihn, legte ihm eine Hand auf die Schulter und wiederholte immer wieder mit hypnotischer Stimme einen Satz. „Du musst mir versprechen, dass du deine Augen zumachst, bis wir draußen sind, ja?“
    Wer war dieser Mann? Woher sollte er wissen, ob man ihm vertrauen konnte?
    Aufgebracht schlug Kazuya die Hand auf seiner Schulter von sich. „Nein. Ich will zu Mama und Papa!“ Weshalb fühlte sich sein Herz an, als greife eine eisige Kralle nach ihm? Es schien langsam zu splittern, fast so wie bei einer Folter. „Ich will!“
    „Du kannst nicht“, versuchte der Fremde zu erklären, ruhig und liebevoll. „Das ist nicht gut für dich. Aber das kannst du noch nicht verstehen.“ Allerdings goss seine tröstende Stimme Öl in ein loderndes Feuer. Auf die gleiche Art und Weise hatte sein Vater mit ihm gesprochen, als seine Großmutter in eine andere Welt gegangen war. Er hatte erzählt, für jedes Lebewesen auf dieser Welt gebe es den Augenblick, in dem es für immer die Augen schloss. Dann schlief es und wachte in einer entfernten Welt wieder auf. Wie bei einem Traum, doch die Seele reise nicht mehr zurück. So recht verstand der Siebenjährige diesen Vorgang nicht, er wollte es auch nicht verstehen.
    „Ich will aber!“
    „Ich habe gesagt, du kannst nicht.“
    Kazuya sah in das freundliche Gesicht des Polizisten auf und ballte die Hände zu Fäusten. Wie er es hasste, wenn Erwachsene ihn bevormunden wollten, ihm sagten, was er noch nicht verstehen durfte!
    „Doch!“, schrie Kazuya ihm entgegen, wandte sich von ihm ab und suchte eilig die Villa nach seinen Eltern ab. Irgendetwas war geschehen, etwas, das er noch nicht betiteln konnte. Aber es war furchtbar. Das spürte er, den Grund dafür wusste er ebenso wenig. Nur von seiner Mutter in die Arme geschlossen werden, die bunten, majestätischen Stoffe um sich gewickelt und ihre Wärme spüren. Mehr wollte er nicht, bloß wissen, dass er irrte. Sämtliche Räume waren seelenleer.
    Doch aus einem drang Stimmengemurmel zu ihm hindurch. Deshalb stürmte er den zweiten und ersten Stock hinab um den Stimmen zu folgen. Dort befanden sich uniformierte Männer, so viele, dass er sie nicht auf einen Blick mit seinem ungeübten Auge zählen konnte. Warum?
    Seine Schritte wurden langsamer und in ihm krochen Zweifel hoch, ob er dem Polizisten nicht folgen sollte. Schließlich war er einer von den Guten und Ältere wussten immer was gut für ihn war – oder glaubten es zu wissen. Trotzig schritt er dennoch vor. Niemand durfte ihm sagen, was er tun oder lassen sollte!
    Deshalb trat er in den Raum und lugte zwischen den sichtversperrenden, eilig hin und her schreitenden Leibern hindurch.
    Plötzlich wich alle Wärme aus ihm, der Nachmittag in der Wüste Orres wurde kalt wie die Tundra. Seine Mutter, gekleidet in ihren farbenprächtigsten Seidengewändern, lag auf dem Boden, als schliefe sie. Allerdings waren sie seltsam verrutscht und gaben auch ihr sonst verdecktes, dunkelbraunes Haar frei.
    Dieses war in der gleichen, scheußlich dunkelroten Farbe getränkt wie das Bett, in dem sie schlief. Es war riesengroß und zerrann auf dem Marmorfußboden.
    Zu seinem Vater wollte er nicht hinübersehen.
    Jemand packte ihn an den Schultern. Eigentlich wollte er aufsehen, aber auch konnte er sich vom Anblick seiner schlafenden Mutter nicht abwenden. Ihm wurde eine Hand vor die Augen gelegt. Dafür wollte er sich bedanken, aber aus seinem staubtrockenen Mund kam keine Silbe. Seine Eltern würden nie wieder aufwachen, ewig weiterschlafen. Ewig! So recht konnte er auch nicht weinen, bloß wie eine Statue still dazustehen und hoffen, dass der Traum so schnell wie möglich an ihm vorüberziehen würde.


    Mauzi beschnupperte ihren schlafenden Trainer. Sie erinnerte sich an diesen Geruch, hatten ihn schon öfters wahrgenommen: Angst, Furcht, Panik, vermischt mit unendlicher Trauer. Jede Empfindung konnte man benennen, wenn man über eine feine Katzennase verfügte.
    Dann stieß sie ihn mit ihrem Köpfchen an. Zuerst zuckte Kazuya etwas, erwachte allerdings nicht aus seinem Alptraum.
    Sanft berührte Mauzis kalte Nase seine Wange und wieder schmiegte sie sich an ihn. Auf seinem Kopfpolster rollte sie sich zusammen und schloss die Augen. Sie vernahm wie sich sein aufgeregtes Gemüt langsam beruhigte und er nach wenigen Minuten den Arm um sie legte, ganz intuitiv. In dieser Nacht schlief sie mit wohligem Schnurren ein.


    Alles war dunkel und kalt. Der harte Eisenboden, auf dem Kazuya seit Stunden saß, schaukelte von Zeit zu Zeit. Muffige Luft erfüllte den gesamten Lagerraum, sodass er sich entschied flacher zu atmen.
    Neben ihm befanden sich aberdutzende Holzkisten, gefüllt mit den besten Speisen. So recht konnten sie ihn nicht für sich gewinnen. Sein Magen zog sich zusammen und erlaubte es ihm nicht auch nur einen einzigen Bissen hinunterschlucken zu können.
    Seine Augen gewöhnten sich langsam an die Dunkelheit, beinahe fühlte er sich in ihr gut aufgehoben. Zumindest bereitete sie ihm keine Angst mehr. Das würde sie nie wieder können. Etwas in ihm flüsterte, dass sie sein ständiger Begleiter werde.
    Manchmal glaubte er noch daran, dass seine Eltern aus einem langen Schlaf aufwachten und wieder für ihn da sein würden. Die Zeit vertrieb alle Hoffnungen und fuhr wie der Dampfer, in den er sich geschmuggelt hatte, so weit davon, dass er sie nicht mehr einholen konnte.
    Bei seinen Verwandten wollte er nicht bleiben. Waren sie wirklich seine Verwandten? Konnten sie das sein, wenn sie ihm doch so fremd waren? Sie waren anders als seine Eltern gewesen, weder liebe- noch verständnisvoll. Ihr Tag war geprägt von seltsamen Ritualen, die er nicht kannte. Darüber hatten sie sich entsetzt. Immer und immer wieder hatte einer der Männer über seine Mutter geschimpft. Sie habe das Desaster verursacht, es stehe einer Frau nicht zu derart hohe Ämter zu bekleiden. Kazuya verstand manche Worte nicht, da er sie noch nie gehört hatte, sehrwohl aber deren Sinn. Einmal hatte er sie gar als Hure betitelt. Das Wort bedeutete sicherlich nichts Gutes. Zornig wischte sich Kazuya Wuttränen aus den Augen. Bestimmt hätte sie sich gewehrt, wenn sie noch am Leben wäre. Wenn… Langsam verstand er die Regeln des Lebens und die Bedeutung des Todes.
    Nachdem ihm der fremde Mann - angeblich sein Onkel - eine Ohrfeige verpasst und seinen Kum, sein Stoff-Sandan, zerrissen hatte, war er davongelaufen. Jetzt dachte er, dass er hätte bleiben sollen. Jetzt, da er auf dem Schiff war ... Was sollte er jetzt so alleine machen?
    Mama und Papa war auch ein- oder zweimal die Hand ausgerutscht, aber sie hatten es nicht böse gemeint. Sie hatten sich beide Male entschuldigt. Sein Onkel hatte es böse gemeint, das spürte er. Aber warum tat er das? Warum hatte er Kum zerstört? Er hatte gesagt, er wäre viel zu verweichlicht erzogen worden, das hätte jetzt ein Ende. Und Kazuya hatten jedes Mal die Knie geschlottert, wenn sein Onkel bloß ein Wort gesagt hatte. Jedes Mal war er instinktiv einige Schritte zurückgegangen und geschah etwas nicht sofort, war er gespurt, sobald er die bedrohlich erhobene Hand gesehen hatte.
    Seine Kehle war staubtrocken, daher befahl sein Körper etwas zu trinken. Auf dem Gipfel eines Kistenstapels entdeckte er Wasserflaschen.
    Froh etwas zu tun zu haben, sprang er auf und kletterte übermütig von Kiste über Kiste. Höhenangst? Dass so etwas existierte, darüber wusste er in diesem Moment noch nicht Bescheid.
    Blind griff er danach, aber da rutschte einer der Holzkisten unter seinen Füßen weg. Eilig hatte er es wieder hinabzuspringen und sich zur Seite zu rollen, bevor der gesamte Stapel einstürzte. Unsanft kam er auf dem Metallboden auf.
    Ein dumpfer Aufprall folgte dem Nächsten, als seine Befürchtung eintrat. Auch der Eisenboden zu seinen Füßen vibrierte.
    Panisch drückte er sich in einen schützenden Winkel, zumindest erschien er ihm als eine Art kleine Festung, obwohl es unmöglich war von einer der herabfallenden Kisten verletzt zu werden.
    Der Knall löste in ihm eine Erinnerung an jene Sekunden aus, die sein Gedächtnis zu seinem eigenen Schutz verdrängt hatte. Da glaubte er sich wieder am Dachboden, in Angst um seine Eltern, hörte die liebliche Singstimme seiner Mutter und die Worte der Zuneigung seines Vaters.
    Plötzlich erfüllte ein an Umfang zunehmender Lichtkegel den Raum, als die runde Falltüre von oben leicht geöffnet wurde und ein Mann in Matrosenkleidung die Leiter hinabstieg. Polternde Flüche kamen über seine Lippen.
    Jäh wurde dem Jungen bewusst was er getan hatte und er rollte sich instinktiv zusammen, wollte so unsichtbar wie nur möglich sein. Im Schatten der Werften hoffte er genügend Schutz zu finden. Ob sein lauter Herzschlag ihn verraten würde? Bestimmt würde die Mannschaft böse auf ihn sein. Schließlich hatte er sich sein Ticket gekauft und dies gehörte sich nicht.
    „Das waren bestimmt nur Rattfratz“, ertönte eine zweite Männerstimme von oben.
    Der Matrose stimmte ihm zu und verließ den Lagerraum wieder eilig um an seine Arbeit zurückzukehren.
    Waren sie verschwunden? Die Dunkelheit versprach es und als er bemerkte, dass ein Weberak seinen Arm berührte, sprang er panisch aus dem Versteck hervor, und zum Glück folgte ihm die grausige Spinne nicht.
    Der Stille dankte er dafür, dass sie sein Gedächtnis von Erinnerungen befreite, die er ohnehin verdrängen wollte. Nicht bewusst, sondern instinktiv merkte er wie er alles mied, was ihn an bestimmte Momente erinnern konnte.
    Schritt für Schritt stieg er über zersplittertes Holz und näherte sich den auf dem Boden verteilten Nahrungsmitteln. Selbst noch in der Finsternis mutete manches von ihnen appetitlich an. Manches Obst war ihm sogar fremd. Auch fremde Beeren fanden sich unter ihnen.
    Einige Rattfratz kamen aus ihren Löchern hervor und schnupperten. Scheu sahen sie immer wieder zu dem Jungen auf. Ebenso verschüchtert blickte dieser ihnen entgegen. Das waren keine lieben Pokemon, zumindest hatte man dies ihm erzählt. Ihr Biss machte krank und sie wurden ganz schnell zornig. Es mochte so gar nicht in sein Bild passen, dass die in einem dunklen Lila gefärbten Ratten seinem Beispiel folgten und sich ihm, und somit den Leckerbissen, nur langsam näherten.
    „Ich…tu euch nichts“, versprach Kazuya und hoffte darauf, dass dies auf Gegenseitigkeit beruhte.
    Dann beugte er sich zu einer fremden Frucht hinab, die Ratten niemals aus dem Auge lassend, und biss beherzt hinein. Für ihn schmeckte sie nach nichts. Ob es an ihm oder an der Frucht lag wusste er nicht, es war bloß beruhigend wieder etwas kauen zu können. Vielleicht sollte er doch etwas essen, obwohl er keinen Hunger hatte. Das hatte er seit Tagen nicht mehr getan und er merkte wie sein Körper schwächer wurde. Ebenso rann erfrischendes Nass seine staubtrockene Kehle hinab und belebte ihn etwas – zumindest seinen Körper.
    Kurz zuckte er zusammen, als ein junges Rattfratz seinen Oberschenkel streifte und sich dann keck an ihm aufzog um zu sehen, was sich der Mensch ergattert hatte.
    Neugierig streckte der Junge seine Hand nach dem Nager aus. Vernünftig war dies nicht, aber das Pokemon erschien ihm nicht so „böse“ wie alle sagten. Rattfratz sah ihn erst verwundert an, dann schleckte es Kazuyas Handfläche ab. Vielleicht haftete ihr noch ein gewisser Geschmack oder Geruch an. Dieser hielt ganz still, trotz des Kitzelns auf der Haut. Beinahe hätte es ihm ein Kichern entlockt, aber aus einem ihm nicht zu deutenden Grund blieb er ernst. Er hatte das Gefühl, dass es falsch war zu lachen, jetzt, da seine Eltern für immer schliefen.
    Dann sprang die Ratte auf seinen Schoß und lugte gierig zur Wasserflasche empor. Da er selbst erfahren hatte wie sehr eine trockene Kehle den Körper belastet, ließ er das Wasser tröpfchenweise hinabrieseln.
    Schließlich schlief die Ratte auf seinem Schoß ein. Damit die Einsamkeit ihn nicht gefangen nahm, hob er sie nach einiger Zeit auf den Arm und drückte sie an sich, fast so wie er es bei einem Kuscheltier getan hätte.