Die Meister der Aura

  • Nach mehr als drei Jahren... Das ist hier das Spin-Off zu Die Meister der Zeit und spielt parallel zu der Fortsetzung jener Geschichte in Kanto. :) Man muss dazu "Die Meister der Zeit" aber nicht gelesen haben, da eben die Geschichten fast gleichzeitig spielen und aufeinander keinen direkten Bezug nehmen. ;)
    Ich habe mich ewig davor gedrückt, weiter zu schreiben, aber da ich im Moment im Pokémonhype bin, konnte mich eine Freundin überreden :D Viel Spaß mit der Geschichte!






    STORY


    Der junge Champ der Sinnohregion kehrt in sein Heimatdorf in Kanto zurück, um seine Mutter zu besuchen und ein wenig Zeit mit alten Freunden zu verbringen. Dabei ahnt er nicht, dass hier nicht nur eine unerwartete Bekanntschaft, sondern auch ein neues Abenteuer auf ihn wartet, bei dem das Schicksal der Kantoregion auf dem Spiel stehen könnte.
    Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, bei dem Satoshi nicht nur etwas über seine Heimat, sondern auch über sich selbst erfahren soll.


    S Genre: Fantasy, Action, Abenteuer | Vorkommende Pairings: Armourshipping (Satoshi X Serena), Comashipping (Shinji X Satoshi | einseitig)



    Charaktere:
    [tabmenu][tab='Satoshi']http://i.minus.com/ibzDovUqr8p3hd.jpg


    Deutscher Name: Ash Ketchum


    Alter: 17
    Beruf: Champ der Sinnoh-Region
    Herkunft: Masara Town


    Pokémon im Team: Pikachu, Goukazaru, Jukain, Donfan, Gabite, Heigani
    [tab='Serena']http://i.minus.com/iO8h6dIXWOAIT.jpg


    Deutscher Name: Serena


    Alter: 16
    Beruf: Gehilfin von Platan-hakase
    Herkunft: Asame Town


    Pokémon im Team: Fokko, Protoga, Ghost, Tyltalis
    [tab='Shinji']http://i.minus.com/iEs0VKJPMwz7I.jpg


    Deutscher Name: Paul


    Alter: 18
    Beruf: Ass-Trainer
    Herkunft: Tobari City


    Pokémon im Team: Elekible, Donkarasu, Nidoking, Sazandora, Charem, Dodaitose
    [tab='Gen']http://i.minus.com/ibxYDa8uARzc5b.jpg


    Deutscher Name: Urs


    Alter: 37
    Beruf: Aura-Wächter
    Herkunft: unbekannt


    Pokémon im Team: Lucario, Riolu, Rampald, Bohmander, Ringuma [/tabmenu]



    A/N:


    Die Geschichte spielt in einer Alternativen Timeline, wenn man so will - natürlich weil die ursprüngliche Geschichte (Die Meister der Zeit) zu einem Zeitpunkt geschrieben wurde, als die Timeline so gesehen noch nicht "alternativ" war. Da ich "Die Meister der Zeit" zu einem Zeitpunkt geschrieben habe, als die Sinnoh-Liga im Anime noch nicht vorbei war, habe ich sie unter der Annahme geschrieben, dass Satoshi die Liga gewinnt. In meinem Head Canon (wenn man so will), nach dem ich diese Geschichte dann geschrieben habem hat Satoshi die Liga gewonnen und ist erst als Top4 in der Region geblieben, hat später jedoch Shirona geschlagen und ist seither der Champ von Sinnoh. Außerdem war er - wir erinnern uns daran, dass Satoshis Alter erst in BW wieder erwähnt wurde) - nach dem Headcanon bis zum Ende der Sinnoh Liga etwas mehr als zwei Jahre unterwegs und war damit zu dem Zeitpunkt schon 13 (da er seine Reise ja eigentlich kurz vor seinem 11ten Geburtstag begonnen hat).


    Ich möchte außerdem anmerken, dass ich dieses Mal für Pokémon, Menschen und Orte japanische Namen verwende, weil es mittlerweile zur Gewohnheit geworden ist. :) Ich werde aber unter jedem Kapitel die jeweiligen "Übersetzungen" schreiben ;)


    S

  • Prolog: Sein Schatten




    Donkarasu wartete nicht lang, ehe es auf seinen Gegner hinabstürzte.
    „Aero-Ass, jetzt!“, rief sein Trainer, während das Vogelpokémon noch im Sturzflug war.
    Sofort wurden die Flügel des großen Krähenpokémons von einer leuchtenden Aura umgeben, während es seine Energie auf sie konzentrierte.
    Sein Gegner jedoch bewegte sich um keinen Zentimeter. Fast wie eine Statue stand es da, nur seine Augen waren fest auf Donkarasu gerichtet und verengten sich immer weiter, während dieses auf es zugeschossen kam.
    „Metalklaue!“, befahl auf einmal der zweite Trainer, kurz bevor Donkarasu sein Pokémon erreicht hatte.
    Das rote Käferpokémon holte mit seiner Klaue aus und ehe Donkarasu seinen Flug unterbrechen konnte, befand es sich schon zwischen den metallenen Kneifern Hassams.
    Die große Krähe ließ einen Schrei hören, der jedoch schnell erstickt wurde. Die Kneifer schlossen sich weiter um den Hals des Vogels, bis dieser das Bewusstsein verlor. Dann holte das Käferpokémon aus und schleuderte seinen Gegner unsanft auf den Boden, wo dieser bewusstlos liegen blieb.
    Der jüngere der beiden Trainer verzog das Gesicht, sagte jedoch nichts. Er nahm den Pokéball Donkarasus und hob ihn hoch, so dass das Pokémon vom roten Licht umfangen und dann in den Ball zurückgezogen wurde.
    „Ein interessanter Kampf“, kommentierte der alte Mann, der ihn herausgefordert hatte, und hob ebenfalls einen Pokéball um sein Hassam zurückzurufen.
    Es war schwer das Alter des Mannes zu schätzen, denn sein Haar war weiß und die Jahre hatten deutlich sein Gesicht gezeichnet, dennoch stand er vollkommen aufrecht da und strahlte eine Stärke aus, wie man sie eigentlich von Männern in ihren besten Jahren erwartete. In seinen Augen brannte dieselbe Begeisterung, die man so oft in den Blicken junger Trainer sehen konnte, die jedoch normal mit den Jahren verblasste. Obwohl seine Kleidung eher Lumpen ähnelte, als etwas anderem, so strahlte er doch etwas aus, was Respekt verlangte.
    In so mancher Hinsicht schien sein Gegner das komplette Gegenteil zu sein. Auch wenn sein Haar ebenfalls ausgebleicht schien, stand es außer Frage, dass dieser Mann noch sehr jung war. Wahrscheinlich nicht älter als zwanzig. Doch seine Augen waren kalt und stählern, missten jede Begeisterung und hätten bei längerer Betrachtung beinahe tot gewirkt, wäre da nicht jene kühle Wut gewesen, die tief in ihnen glomm.
    „Es war nicht dein bester Kampf“, meinte der ältere Trainer nun. „Ja, ich bin mir sicher, du kannst besser kämpfen. Aber etwas fehlt dir. Du hast etwas verloren, nicht?“
    Der jüngere schnaubte. „Ich wüsste nicht, was Sie das angeht!“, erwiderte er verächtlich.
    „Ich könnte dir helfen, es wieder zu finden“, fuhr der alte Mann unbeirrt vor, beinahe so, als hätte er die Antwort gar nicht gehört.
    „Natürlich“, meinte der jüngere nur zynisch und wandte sich ab. Er schwang seinen Rucksack in einer fließenden Bewegung auf seinen Rücken und zog von dannen, ohne auf den älteren Trainer zu achten, der seufzend am Straßenrand stehen blieb und dem jungen Mann nachdenklich hinterher sah.


    Nicht lang, nachdem sein jüngster Kampf geendet war, fand sich Shinji in einem Pokémon Center wieder. Er hasste es seine Pokémon heilen lassen zu müssen. Er hasste das Gefühl der Abhängigkeit. Doch Donkarasu war zu schwer verletzt worden, um sich durch Tränke und Sprays versorgen zu lassen. Außerdem, so sehr es ihm auch missfiel, dies zugeben zu müssen, tat es ihm gut, wieder etwas warmes zu Essen in den Magen zu bekommen, da gerade Abendessen im Center ausgeteilt wurde.
    So saß er, wie auch einige andere Trainer, im Aufenthaltsbereich des Centers und löffelte ein gut gewürztes Curry mit Reis, während er darauf wartete, dass seine Pokémon geheilt waren.
    Der große Bildschirm, der in die Wand an der Seite des Raums eingelassen war, zeigte aktuelles Fernsehprogramm – natürlich einen Sender, der über die neusten Entwicklungen in der Vorbereitung auf die bald erneut beginnende Indigo Konferenz berichtete.
    Shinji beobachtete das Programm aus den Augenwinkeln. Zum zweiten Mal in seinem Leben bereits hatte er acht Orden in Kanto gesammelt, um die Liga noch einmal heraus zu fordern, doch sicher, ob er zur Liga antreten wollte, war er sich dennoch nicht. Was würde es ihm schon bringen? Ob er gewinnen würde oder verlieren... Es machte ja doch keinen Unterschied.
    Da schaltete das Programm zum Studio zurück. „Für Fans der Sinnoh-Liga haben wir weitere aufregende Neuigkeiten“, berichtete die Moderatorin, deren Lächeln – so befand Shinji – aufgesetzt und trainiert wirkte. „Der Champ der Sinnoh-Region, Satoshi, befindet sich seit gestern Abend in Kanto. Fraglos hat er sich eine Auszeit genommen, um seine Familie in Masara Town zu besuchen. Dies könnte für einige Trainer eine Chance darstellen, den seit beinahe drei Jahren ungeschlagenen Champ gegenüber zu stehen.“ Die Moderatorin zwinkerte.
    Langsam ließ Shinji den Löffel sinken und verzog den Mund.
    Natürlich, dachte er. Natürlich würde er selbst hier in seinem Schatten stehen. Sein Schatten, dem er schon so lange zu entkommen versuchte...





    Namensguide:

    Shinji: Paul
    Donkarasu: Kramshef
    Hassam: Scherox
    Satoshi: Ash


    S

  • Kapitel 1: Heimat



    Satoshi streckte sich, als erste Strahlen der morgendlichen Sonne, ihn aus seinem Schlaf weckten. Für einen Moment blieb er noch liegen, doch dann richtete er sich auf. „Es ist wunderbar mal wieder zuhause zu sein! Findest du nicht auch, Pikachu?“
    Das Pokémon, das bis vor einem Moment noch zusammengerollt neben seinem Kopfkissen gelegen hatte, öffnete die Augen und sah ihn an. Dann hüpfte es auf seine Schulter und rieb seine Wange am Hals des Jungen. „Pika-Pikachu!“
    Der junge Champ lachte, dann schwang er sich aus dem Bett und streckte die Arme in die Luft. „Ich fühle mich großartig!“ Damit riss er erst Vorhänge, dann das Fenster auf und zog die frische Morgenluft ein. „Lass uns schauen, was es zum Frühstück gibt!“
    „Pika!“, stimmte auch sein Partner zu und schon stürmte der Junge aus seinem Zimmer und die Treppe in die Küche hinunter.
    „Mama! Was gibt es zum Frühstück?“, rief er und klang dabei nicht anders, als noch vor sieben Jahren, als er das erste Mal zu seiner Pokémonreise aufgebrochen war.
    Seine Mutter stand in der Küche des kleinen Hauses, das zur Hälfte eine Pension war und sah ihn an. „Du bist schon wach, Satoshi?“, fragte sie und musterte ihn. „Aber was machst du denn? Du weißt doch, dass es nichts zu essen gibt, bevor du dich gewaschen hast! Und zieh dir doch was vernünftiges an!“ Dabei tadelten ihn zwar ihre Worte, doch ihre Miene war freundlich und warm. „Jetzt geh. Bis du dich angezogen hast, habe ich auch das Frühstück fertig.“
    Satoshi seufzte. „Ja, Mama.“
    „Pika, Pika“, murmelte auch Pikachu und ahmte sehr gut das enttäuschte Gesicht seines Trainers nach.
    So lief der Junge weitaus weniger begeistert die Treppe wieder hinauf, um sich im Badezimmer zu waschen und sich vernünftige Kleidung anzuziehen. Dabei war ihm natürlich klar, dass die alten Regeln weiterhin galten. Immerhin kamen ab und zu auch Gäste in das Esszimmer und es wäre wohl kaum angemessen, wenn er dort im Schlafanzug sitzen würde.
    Wie immer jedoch erholte sich Satoshi sehr schnell von der vermeintlichen Enttäuschung, da ihn noch während er auf der Treppe war, der Gedanke einholte, dass er so direkt nach dem Frühstück zu Okido-hakase gehen und seine alten Pokémon besuchen konnte.
    Erneut lachte er auf und sprang die letzten paar Stufen beinahe hinauf.


    Nicht viel später kam er komplett bekleidet die Treppe wieder herunter. Wie auch früher auf seinen Reisen trug er eine bequeme Outdoorhose, dazu jedoch nur ein einfaches schwarzes T-Short, da er zuhause kaum mehr brauchte.
    Natürlich saß Pikachu weiterhin auf seinem angestammten Platz auf der Schulter des Jungen, während dieser sich nun an den Essenstisch setzte, der von seiner Mutter bereits für zwei gedeckt worden war.
    Nun brachte seine Mutter eine bunte Mischung an Frühstücksspeisen auf einem Tablett hinüber.
    Darauf waren Toasts und Pfannkuchen, aber auch Tamagoyaki, Onigiri und eine Schale mit Reis.
    „Wow, das sieht superlecker aus, Mama!“, rief Satoshi begeistert aus.
    „Lass es dir Schmecken“, meinte seine Mutter. „Das ist ein Willkommensfrühstück.“ Sie zwinkerte ihm zu, während sie noch einmal in die Küche ging, um auch Pikachu ein Frühstück zuzubereiten.
    Das ließ sich Satoshi nicht zwei Mal sagen. Kaum, dass seine Mutter das Tablett abgestellt hatte, schaufelte er das Essen zuerst auf seinen Teller, dann in seinen Mund, so als hätte er seit mindestens einer Woche nichts mehr gegessen.
    Auch Pikachu ließ es sich nicht nehmen eins der großen Onigiri zu nehmen und daran zu knabbern.
    Hanako lächelte, als sie mit einer Schale Pokémonfutter für Pikachu zurückkam. „Aber, aber, du scheinst ja hungrig zu sein.“
    „Na“, nuschelte ihr Sohn mit halb vollem Mund, „ich habe ja schon lang nichts mehr von dir gegessen!“
    Damit stopfte er weiter und auch Pikachu begann freudig an dem Pokémonfutter zu knabbern.
    Hanako aß selbst nichts, obwohl sie einen Teller vor sich stehen hatte. Stattdessen stützte sie den Kopf auf ihren Händen und sah ihrem Sohn beim Essen zu. Sie wusste, dass sie eine gute Köchin war, doch es bereitete ihr immer wieder Genugtuung ihrem Sohn ihr Essen verschlingen zu sehen, was vielleicht an der kindlichen Begeisterung liegen mochte, die er dabei aufbrachte.
    Bei der Geschwindigkeit, mit der der junge Champ das Essen in sich hineinschaufelte, war es kaum verwunderlich, dass es nicht lange dauerte, ehe er sich zurücklehnte und den Bauch rieb. „Man bin ich satt!“, murmelte er.
    „Pikachu Pi“, stimmte auch das gelbe Pokémon, das auf dem Tisch saß, ihm zu.
    „Nun, es freut mich, dass du keinen Hunger mehr leiden musst“, meinte seine Mutter mit einem Lächeln.
    Der Junge lachte, sah dann jedoch mit nervösem Blick zum Fenster hinüber, was seiner Mutter nicht entging.
    „Ich weiß, dass du zu Okido-hakase willst“, meinte sie sanft.
    „Kann ich?“, fragte der Junge sofort. „Macht es dir nichts aus?“
    „Natürlich kannst du gehen.“ Hanako lächelte ihren Sohn an. „Deine Pokémon haben dich sicher mindestens genau so vermisst, wie ich.“
    Satoshi sprang auf. „Danke, Mama!“, rief er aus und lief los, wobei ihm Pikachu, fast, als wäre es ein Teil seines Körpers, in einer fließenden Bewegung auf seine Schulter sprang.
    So dauerte lief Satoshi kaum eine Minute später die Straße, die durch die kleine Stadt führte, hinauf und schien dabei nicht einmal außer Puste zu kommen. Schon sah er das Labor des Professors vor sich und sprang, ohne zu zögern (und ohne auf den Professor zu warten) über den Zaun.
    „Fushigidane! Kingler! Heracross! Bayleaf! Alle zusammen! Ich bin wieder da!“, rief er und viele, der umher weidenden Pokémon sahen auf.
    Noch bevor er etwas anderes rufen konnte, begann der Boden unter seinen Füßen zu beben, als die ersten Pokémon angelaufen kamen. Und zwar war es eine ganze Herde – die Herde Kentaros, die er einst gefangen hatte. Noch bevor er ihnen ausweichen konnte, warfen sie ihn zu Boden und umringten ihn.
    „Ich freue mich auch, euch zu sehen“, lachte der Junge, während die Pokémon ihm eins nach dem anderen über das Gesicht leckten.
    Kaum, dass die Kentaros von ihm ließen, lebte ein großes Käferpokémon auf seinem Kopf und saugte an seinen Haaren, während ein Pflanzenpokémon seinen Kopf an seinem Rücken rieb. „Bayleaf! Heracross!“
    „Pi-Pika!“, begrüßte auch Pikachu seine alten Teamkollegen.
    Da kam ein weiteres Pokémon über einen Stein gesprungen und beobachtete sie mit erhabenem Blick. „Dane“, murmelte es in einem Tonfall, dass man meinen konnte, es würde die anderen Pokémon für ihr übereifriges Verhalten schelten.
    „Fushigidane!“, rief Satoshi begeistert aus und breitete die Arme aus.
    Das Pokémon machte einige Schritte auf ihn zu, hielt aber seine Distanz und schien dabei den anderen beweisen zu wollen, dass es erwachsener war als sie.
    „Jetzt komm schon“, meinte der Junge. „Hast du mich nicht vermisst?“
    Schließlich kam das Pflanzenpokémon, das eins seiner ersten gewesen war, zu ihm, sprang ihm jedoch nicht in die Arme, sondern rieb nur freudig seine Schnauze an Satoshis Handflächen.
    Ein Lachen erklang aus der Richtung des Hauses. „Ich habe mich schon gefragt, wann ich dich hier sehe.“
    Der Junge, der noch immer von den Pokémon umringt am Boden saß, wandte den Kopf um. „Ah, Okido-hakase!“, begrüßte er den Pokémon-Professor, der mit einem ganzen Sack Pokémonfutter in der Tür stand.
    „Satoshi?“, erklang eine weitere Stimme hinter dem Professor und ein anderes bekanntes Gesicht lugte hinter dem Mann hervor.
    „Kenji!“, rief Satoshi und wollte aufstehen, doch das gestaltete sich mit einem über ein Meter großem Käfer, der sich an den Kopf klammerte, als praktisch unmöglich. „Heracross“, murmelte der Trainer so und versuchte den Käfer von seinem Kopf zu lösen.
    „Pika!“ Pikachu ließ ein paar Funken in Richtung Heracross fliegen, das so schließlich aufhörte am Haar seines Trainers zu saugen.
    „Willst du helfen, die Pokémon zu füttern?“, fragte der Professor. „Wir wollten gerade anfangen.“
    Satoshi strahlte. „Klar!“ Dann griff er nach seinen Pokébällen. „Ich lasse die anderen auch heraus.“ Damit warf er die Bälle in die Luft, wo sie sich öffneten und sein Momentanes Pokémonteam freiließen, so dass einen Moment später Goukazaru, Jukain, Donfan, Gabite und Shizariger vor ihm auf der Wiese standen.
    „Gabite hat sich noch immer nicht entwickelt?“, fragte Kenji, der das Drachenpokémon betrachtete, das Satoshi vor vier Jahren als Fukamaru gefangen hatte.
    „Nein“, meinte Satoshi und lachte. „Ich glaub es mag diese Form.“
    Dann biss ihm das Pokémon freundschaftlich in den Kopf.
    „Und damit hört es auch nicht auf“, erklärte der Trainer, lachte weiter und seufzte dann.


    Es lebten so viele Pokémon bei Okido-hakase, der nicht nur Satoshis Pokémon und die seines Enkels bei sich leben ließ, sondern auch die einiger anderer Trainer und Pokémon, die er selbst aus Forschungszwecken gefangen hatte, so dass es lange dauerte das Futter auf den Ländereien zu verteilen – selbst mit der Hilfe von zwei weiteren Assistenten.
    Satoshi genoss es jedoch Zeit mit den Pokémon zu verbringen und dabei auch eigenen Pokémon, die er aus verschiedenen Gründen selten zu sich nach Sinnoh holen konnte, um sich zu haben.
    Auch Pikachu schien seinen Spaß zu haben, während es über die weiten Ländereien, die sich hinter dem Labor erstreckten, lief, und sich mit dem ein oder anderen Freund in der Sprache der Pokémon unterhielt.
    Satoshi wiederum verbrachte einige Zeit, sich Geschichten Kenjis anzuhören, der ihm von den Pokémon hier und (natürlich) auch von Okido-hakases neusten Entdeckungen und Haikus erzählte.
    So war es bereits früher Nachmittag, als sie schließlich auf dem Rückweg zum eigentlichen Labor waren, wobei sie nun von einigen Pokémon Satoshis begleitet wurden, die auf ihre eigene Art munter vor sich hin plapperten.
    Da blieb Satoshi auf einmal stehen.
    Der Grund dafür wurde sowohl Kenji, als auch den meisten der Pokémon schnell klar: Jemand unbekanntes war hier.
    Ein Mädchen mit langem, welligen braunem Haar saß auf dem hölzernen Zaun am Rand der Wiese und sah zu ihnen hinüber. Es schien nicht viel jünger zu sein, als Satoshi selbst, vielleicht sogar genau so alt wie er. Als das Mädchen seinen Blick bemerkte, lächelte es.
    „Wer ist das?“, fragte Satoshi leise an Kenji gewandt.
    „Hö?“ Überrascht sah der ältere Junge sie an. „Du hast sie noch nicht getroffen? Sie übernachtet bei deiner Mutter?“
    „Was?“ Überrascht sah Satoshi sie an, während das gelbe Pokémon auf seiner Schulter seine Frage mit „Pika?“, echote.
    „Ihr Name ist Serena. Sie arbeitet für Platan-hakase“, erklärte Kenji leise.
    „Platan-wer?“
    Kenji seufzte. „Ein Pokémon-Professor aus der Kalos Region.“
    „Ich habe keine Ahnung, wo die liegt“, meinte Satoshi und schien darüber – anders, als Kenji oder die Pokémon – überrascht. Als niemand erklärte, wo denn nun die Kalos Region lag, fuhr Satoshi fort: „Aber was macht sie hier?“
    „Na ja...“, bekann Kenji, doch bevor er die Frage erwidern konnte, sprang Serena auf die Wiese und kam zu ihnen hinüber.
    „Ihr wisst schon, dass es nicht höflich ist, über jemanden zu reden, während derjenige in der Nähe ist, oder?“, meinte sie.
    Verlegen sah Satoshi sie an. „Ähm, tut mir leid, tut mir leid.“ Er kratzte sich am Hinterkopf, während Pikachu von seiner Schulter sprang und zu dem Mädchen hinüberlief, um an ihr zu schnüffeln.
    „Na, was habt ihr denn über mich geredet?“, fragte Serena dann.
    „Ich habe eigentlich nur gefragt, was du hier machst“, meinte Satoshi. „Kenji meinte, du arbeitest für irgendeinen Professor in irgendeiner Region und da habe ich mich gefragt, was du in Kanto, beziehungsweise in Masara Town machst.“
    Das Mädchen ging nun in die Hocke, um Pikachu über den Kopf zu streicheln, was dem Pokémon zu gefallen schien. „Platan-hakase wollte, dass ich ein paar Dinge von Okido-hakase hole. Na ja, eigentlich wollte er die Sachen nur nach Kalos bekommen. Aber ich habe gefragt, ob ich sie holen darf.“ Sie richtete sich auf, wobei nun Pikachu auf ihre Schulter sprang, um so an ihrem Haar schnüffeln zu können. „Ich war früher hier öfter im Urlaub.“
    Überrascht sah Satoshi sie an. „Ähm“, begann er unschlüssig. „Aha.“
    Serena kicherte leise. „Du bist ganz schön gewachsen, Satoshi.“
    „Was?“, fragte der Junge überrascht. „Woher...“
    Nun wurde das Kichern des Mädchens zu einem richtigen Lachen. „Du erinnerst dich nicht mehr an mich, oder?“


    Namensguide:

    Satoshi: Ash
    Hanako: Delia
    Okido-hakase: Professor Eich
    Kenji: Tracey


    Fushigidane: Bisasam
    Heracross: Skaraborn
    Bayleaf: Lorblatt
    Kentaros: Tauros
    Goukazaru: Panferno
    Jukain: Gewaldro
    Gabite: Knarksel
    Shizariger: Krebutack


    S


    Anmerkung:


    Ich möchte noch Anmerken, dass ich wahrscheinlich, da ich nicht zuhause sein werde, vor Januar nicht dazu kommen werde, weitere Kapitel zu posten. Das hat dann aber nichts damit zu tun, dass keine weiteren Kapitel kommen werden, sondern damit, dass ich keine hochladen kann! Ich bitte um Verständnis!

  • [tabmenu]
    [tab='a']
    Huhu Alaiya,
    nachdem du sicherlich kein Neuling im Gebiet der FanFictions bist, spare ich mir die Begrüßung besser und lege direkt mit dem von dir gewünschten Kommentar an, haha :3

    [tab='b']

    TITEL UND STARTPOST

    Deinen Titel fand ich an sich sehr interessant, er hebt sich zwar von den beliebteren englischen und/oder Einworttiteln ab, aber auch deutsche Titel können eine FanFiction spannend machen. Was ich leider doch feststellen muss - der Titel klingt für mich zu sehr nach Ninja/Pokémon (vgl. Lucario), deswegen könnte man wohl auch ohne Bereichsübersicht feststellen, wo sich deine FF einreihen würde. Doch die Handlung ist eher wenig abzusehen - ganz im Gegenteil. Der Leser möchte wissen, wer "die" sind, denn du sprichst ja von mehreren "Aura-Meistern". Und was ist überhaupt ein Aura-Meister? Deswegen will ich jetzt gerne weiterlesen um zu sehen, um was es dich bei dem "Aura-Meister" handelt. Soviel also zu dem insgesamt gelungenen Titel.
    Fahren wir mit dem - auf den ersten Blick sieht er doch leider sehr mau aus - Startpost fort, dem Cover deiner FanFiction, wie ich ihn gerne nenne. Das erste, was mir auffällt, ist der Text ganz oben, ein kleines Vorwort zu dem Folgenden. Aber warum hast du das nicht genauso schön bunt gestaltet, wie den Rest? Dadurch geht es leider sehr verloren, und gerade das Vorwort ist eigentlich der erste wirklich wichtige Punkt in einer FF. Deswegen finde ich es auch so schade, wie stark er durch die Gestaltungslosigkeit verloren geht. Persönlich kann ich dir auch empfehlen, das tatsächlich wie bei einem Buch zu machen - setz' das Vorwort unter den Header. Wo wir gerade dabei sind - hast du diesen selbst gestaltet? Zumindest hat irgendjemand einen Schriftzug (der tatsächlich mit einem Lucario versehen ist, hahaha) auf den Header gemacht. Sollte er selbst gemacht worden sein, würde ich dich trotzdem bitten, eine Quelle (des Renders) zu verlinken, dies hast du bei den Steckbriefen leider auch nicht beachtet. Wegen des Urheberrechtschutzes macht man das im Bereich gewöhnlich so, dich würde es doch sicherlich auch stören, wenn ein Bild/Zitat etc von dir auf anderen Seiten zu sehen wäre, ohne dass du erwähnt wirst. Da also einfach dran denken, irgendwann gewöhnt man sich dran ;)
    Dein Klappentext - der nächste Punkt dieses SP's - ist im großen und ganzen schon schön, ist eben typisch für eine Pokémongeschichte. Allerdings mag mir der letzte Satz einfach nicht gefallen, er klingt nicht mystisch und spannend genug. Das, was er über sich selbst herausfinden soll, kannst du mit einem, aber wirklich nur einem, Adjektiv beschreiben. Ist es etwas dramatisches? Oder doch eher sonderbares? Wenn du ein solches Wort einbauen würdest, wirkte der komplette Satz viel lustmachender und man überlegt sich, weiterzulesen, besonders weil man wissen will, was genau das xyz ist, das er über sich noch erfahren wird.
    Die Genre sind eher das, was ich vermutlich am wenigsten beurteilen kann, die Auswahl die der Autor dabei trifft kommentiert man eher weniger, haha. Dass du die Shippings angegeben hast, finde ich schön, aber irgendwie nimmt das auch so ein bisschen Spannung weg, in Blickrichtung dahingehend, dass man schon weiß, zwischen welchen Protagonisten es funken wird.
    Deine Charaktervorstellung gefällt mir gut, aufgrund der Größe wirken sie sehr einheitlich (das mit der Quellenangabe erwähnte ich ja bereits), was mich aber verwirrt - "Beruf". Das ist doch weniger ein Beruf, zumindest empfinde ich das so...? "Pokémon-Champ" ist mehr ein Titel, meinst du nicht auch? Deswegen kannst du stattdessen auch schreiben "Satoshi ist amtierender Champ der Pokémon-Liga-Sinnoh", oder sowas in der Art. Die Pokémon hättest du vielleicht eher als Icon oder Sprite darstellen können, immerhin ist es schon Pech für den Leser, wenn er die deutschen Namen der Pokémon kennt, und dann extra Google anschmeißt, nur um zu wissen, welche Pokémon Serena oder Satoshi gerade im Team haben. Deswegen wäre ich für die Icon-Variante, denn hierbei verwendest du im Prinzip weder deutsche noch englische/japanische Namen.
    Danach kommt ein Bereich, den ich nicht definieren kann, es ist schade, dass du ihn mit "A/N" abgekürzt hast und selbst mir als eher schon erfahrener FanFictionist geht nicht auf, was das heißen soll, neueren Lesern geht es vielleicht genauso. Vielleicht ist es so eine Art Timeline? Du hast sie sehr schön beschrieben, allerdings - warum grafikst (dieses Wort, haha) du nicht eine? Das ist sehr viel übersichtlicher und es sieht außerdem auch noch viel spannender aus, als nur ein kleiner Text.
    Fazit: Alles in allem hast du zwar die wichtigsten Elemente (Genre, Klappentext, Vorwort etc) schon enthalten, aber andere Teile, die auch wichtig sind, fehlen. Diese wären Altersempfehlung, Warnung, eine eventuelle Idee/Widmung und eine Benachrichtungsliste, auf die ich gerne gesetzt werden würde. Warum Benachrichtungsliste? Gibt doch den Abonnierbutton! Ja, schon, allerdings ist es sehr nervig, eine FF zu abonnieren und bei jedem Kommentar etc. eine Meldung zu erhalten. Dann löscht man aus "Genervtsein" schon mal die Abonnierung und vergisst, mal wieder reinzuschauen. Daher wäre das sicherlich sehr empfehlenswert. Schau doch mal in diesem Thread hier vorbei, der sicherlich auch erfahrenen FFlern immer wieder eine Stütze ist.
    [tab='c']
    Der nächste Schritt meines Kommentares befasst sich mit deinem Prolog, für den ich dich vorne weg erst mal loben möchte: Du hast ihm einen Namen gegeben! Das sehe ich leider doch eher selten und es ist umso schöner, dass es Leute gibt, die das machen.
    "Sein Schatten" als Titel finde ich sehr interessant - einerseits kann es sich hierbei um ein Ereignis/Geheimnis handeln, welches ihn wie einen Schatten verfolgt, andererseits kann es ja auch ein Mensch sein, der ihm begegnet? Immerhin kehrt er ja zurück und - wie der Klappentext sagt - begegnet er dort ja jemandem. Bin gespannt, auf was genau sich der Titel bezieht :)
    Zuerst gehe ich auf einzelne Stellen ein, bevor ich grob etwas zu Stil+Inhalt sage.

    Insgesamt ist das Kapitel wirklich gut geworden, inhaltlich habe ich lediglich zu bemängeln, dass du an manchen Stellen eher kurzgebunden warst, wie im Kampf. Viel zu schnell ist das Gegnerpokémon besiegt, ich hätte mir ein bisschen mehr Spannung - wie im Anime - gewünscht. Was du außerdem noch ausbauen könntest wären kleinere Situationen, wie - sagte ich ja bereits - die Stelle im Pokémoncenter. Du hast zwar eine schöne und auch vertraute Atmosphäre geschaffen, keine Frage, aber du hättest ein bisschen mehr auf Details eingehen können. Sowas kann man sich nur schwer antrainieren. Mir hat es geholfen, sich vorzustellen, dass der Leser ein dummes Individuum ist, der alles möglichst genau beschrieben braucht, damit er sich etwas vorstellen kann. Vielleicht bist du aber auch der Meinung, dass der Leser ruhig seine Fantasie benutzen darf?
    Kurz gesagt erreicht der Prolog das, was er auch tun soll, er macht Lust auf mehr und ich bin schon sehr gespannt, wie es mit Ash (verzeih, dass ich den deutschen Namen wähle) weitergeht und besonders, ob der Herr eine besondere Bedeutung für den Storyverlauf haben wird.
    Alles in allem ein guter Einstieg! :)
    [tab='d']
    Fangen wir - wie beim vorhergehenden Prolog - einfach mal mit der Überschrift an. Diese heißt "Heimat" und ist somit ein Einworttitel. Ich finde es schön, dass du Abwechslung hereinbringst, du wechselst dich zwischen längeren und kurzen Titeln ab, das wirkt viel weniger langweilig, als immer nur einspurig zu fahren.
    Heimat ist ein Wort, mit dem viele Menschen Erinnerungen, Menschen und Gefühle verbinden, sein dies nun gute oder schlechte. Deswegen ist es immer sehr originell, ein solch vielseitiges Wort zu wählen, wenn man schon einen Einworttitel einsetzt. Ich bin gespannt, ob sich die "Heimat" nun gut oder schlecht zeigen wird. Ein logischer Zusammenhang zur Story wäre wohl die Heimkehr des Champs, aber ob das so ganz stimmt, kann man vorab ja noch nicht wissen.

    Wie ich bereits im Text mehrmals wiederholte - du solltest zwar noch ein bisschen an Beschreibungen arbeiten, allerdings baust du derart liebevolle und lebendige Details ein, dass das sicherlich kein Problem für dich werden dürfte. Ich freue mich schon sehr auf das Kapitel und kann deine detailierte Planung nur loben, auch wenn sich - wie die Klammern - eben zwei formale Fehler eingeschlichen haben.
    Ich sehr gespannt, wie es mit Ash und Serena weitergehen wird! :)


  • Danke für den ausführlichen Kommentar, Feliciá.


    Normal antworte ich auf solche ja immer, wenn ich ein neues Kapitel hochstelle, aber da das jetzt noch sicher zwei Wochen dauern wird, dachte ich mir, ich mache es jetzt mal so.


    Deinen Titel fand ich an sich sehr interessant, er hebt sich zwar von den beliebteren englischen und/oder Einworttiteln ab, aber auch deutsche Titel können eine FanFiction spannend machen.


    Danke.
    Ich halte persönlich so gar nichts von englischen Titeln für deutsche Fanfictions - sofern es dafür nicht ganz bestimmte Gründe gibt (Digimon Fanserien sollten IMHO Digimon + "englisches Wort" als Titel haben - einfach weil der Anime selbst es ja so vormacht.


    Das erste, was mir auffällt, ist der Text ganz oben, ein kleines Vorwort zu dem Folgenden. Aber warum hast du das nicht genauso schön bunt gestaltet, wie den Rest?


    Weil es nur eine kurze Einleitung ist und nicht, wenn man so will, zum Klappentext gehört, wie der Rest.


    Wo wir gerade dabei sind - hast du diesen selbst gestaltet? Zumindest hat irgendjemand einen Schriftzug (der tatsächlich mit einem Lucario versehen ist, hahaha) auf den Header gemacht. Sollte er selbst gemacht worden sein, würde ich dich trotzdem bitten, eine Quelle (des Renders) zu verlinken, dies hast du bei den Steckbriefen leider auch nicht beachtet


    Kann ich nicht. Ich habe die Bilder von einer bestimmten "FanArt Gallerie" Seite, wo Leute ihre im Internet gefundenen Lieblings-FAs hochladen - leider oft selbst ohne Quellenangabe. Und diese Seite kann ich hier nicht verlinken, da sie ab 18 ist und damit nicht von hier aus verlinkt werden darf ^^" Die Seite hat nämlich vorrangig Hentai-FAs. Nur dank dem tollen Tag-System, findet man auch ganz nette normale FAs.
    Die Bilder werden sehr wahrscheinlich irgendwo von Pixiv kommen. Aber dummer Weise blockiert Pixiv auch die Google Suche, so dass man nicht vernünftig über diese nach dem Urheber suchen kann.


    Und ja, ich habe die Bilder alle nachbearbeitet - auch die Charakterbilder. Um sie besser aneinander anzupassen. ^^


    Dass du die Shippings angegeben hast, finde ich schön, aber irgendwie nimmt das auch so ein bisschen Spannung weg, in Blickrichtung dahingehend, dass man schon weiß, zwischen welchen Protagonisten es funken wird.


    Nun, Shippings spielen bei mir eh nie eine zentrale Rolle. Gleichzeitig finde ich es aber auch nur fair Leser zu "warnen", wo es funkt, da manche Leser bestimmte Pairings (gerade Shonen-Ai) ja nicht so gerne lesen wollten. Da lasse ich das lieber weg ^^"


    Das ist doch weniger ein Beruf, zumindest empfinde ich das so...? "Pokémon-Champ" ist mehr ein Titel, meinst du nicht auch?


    Nein. Es ist zumindest im Anime deutlich ein Beruf. Die Champs haben bestimmte Aufgaben, denen sie ich widmen müssen. Zum einen machen sie PR für ihre Region, zum anderen sind sie aber auch für alle möglichen Sicherheitstechnischen Sachen mit verantwortlich und müssen bei Gefahren eingreifen. Also das ist durchaus ein Beruf. Und wenn ich mir Shironas Luxus ansehe, wird man dafür auch deutlich gut bezahlt.


    Deswegen wäre ich für die Icon-Variante, denn hierbei verwendest du im Prinzip weder deutsche noch englische/japanische Namen.


    Die Idee ist zwar ganz nett, allerdings finde ich persönlich, dass die teilweise sehr knalligen Icons nicht so wirklich in das Design passen. Ich habe ja mit Absicht sehr blasse Farben für die Bilder und alles verwendet. :/
    Ich denke, die meisten werden es ohnehin ja im Verlauf der Geschichte merken. :P


    Danach kommt ein Bereich, den ich nicht definieren kann, es ist schade, dass du ihn mit "A/N" abgekürzt hast und selbst mir als eher schon erfahrener FanFictionist geht nicht auf, was das heißen soll, neueren Lesern geht es vielleicht genauso.


    Also auf Animexx, FF.de und FF.net ist der Begriff sehr gängig. Der kommt vom englischen "Author's Note", also "Autorenanmerkung"/"Autorenkommentar", wenn man so will. Habe ich im Englischen sogar schon in Vorworten von Büchern gesehen - wenn auch nicht so häufig, wie in Fanfictions. ;) Ich benutze es bei vielen Geschichten ganz gerne, weil es a) kurz zum Schreiben ist und b) eben eigentlich sehr gängig und weniger gestelzt, wie "Anmerkung".


    Diese wären Altersempfehlung, Warnung, eine eventuelle Idee/Widmung und eine Benachrichtungsliste, auf die ich gerne gesetzt werden würde.


    Nun, wusste nicht, dass man so etwas hier macht. Zugegebener Maßen: Ich schreibe ungerne Benachrichtungslsiten in den Startpost oder (bei anderen Seiten) in die Fanficübersicht, weil es auf mich immer wie ein virtueller Schwanzvergleich wirkt. Auch wenn ich normal immer Leser benachrichtige. ;) (Du bekommst dann auch eine :P)
    Altersempfehlungen und Warnungen setze ich allerdings nur, wenn es was wirklich kritisches gibt. Und das kritischste, was es hier gibt, ist das angedeutete Shonen-Ai :P
    Für meine Verhältnisse wird das ganze eine eher harmlose Geschichte. (Also vor allem wenn man bedenkt, dass mein Hauptprojekt - Digimon Battle Generation - einen laufenden Bodycount hat und sich mit Depressionen, Alkoholmissbrauch und noch ein paar Themen der Art auseinander setzt ^^")


    (klingt ein bisschen komisch, dieses "es", vielleicht fällt dir noch ein anderer Name ein?)


    Nun, Pokémon (wie auch Digimon) referiere ich immer als "es", sofern sie keine Namen haben. Da bin ich sehr vom englsichen geprägt. Finde es anders auch immer noch seltsam ^^" Und zu viele Synonyme sind auch kein guter Stil.


    (Bewusstlos und Bewusstsein verlieren, beide sind aus derselben Wortfamilie, deswegen klingt es etwas wiederholend. "Regungslos" empfände ich hier als passender)


    Klingt nach einer guten Alternative. Danke :) Werde ich noch ändern.


    (Wo ich das gerade lese - Augen faszinieren viele bei Menschen doch sehr, warum gehst du nicht mal genauer auf diese ein?)


    Weil das schlechter Stil wäre ^^" Aussehen zu detailreich zu beschreiben, nennt man unter Literaturkritikern "Groschenromanstil". Kurz gesagt: Das wird verwendet, um Seiten zu füllen, aber es macht für den Leser keinen großen Unterschied, weil der leser sehr schnell eine eigene Vorstellung anhand eines bestimmten detailgrades formt und alle zusätzlichen Details ohnehin bereits beim nächsten Auftreten der Charaktere vergessen sein werden. ;)
    Besonders Augen detailreich zu beschreiben ist etwas, damit bringst du Kritiker (und auch mich) dazu schreiend davon zu laufen. Das vielleicht auch mal als Tipp von mir aus. :P Es ist eine der Sachen, die zum Beispiel an vielen Romanzen sehr stark kritisiert werden: Die meisten Leser interessiert es nicht, dass "seine Augen so blau und auch so kalt, wie Eis in der Wintersonne waren". :P  
    Daher bleibe ich da minimalistisch - gerade bei Charakteren, die der Leser ohnehin schon kennen wird. (Und ich gebe offen zu: Ich minimalisiere bei denen auch, weil ich nichts von violetten Haaren schreiben möchte - das klingt nämlich so seltsam...)


    Das gilt übrigens auch für diverse andere Sachen, weil du das mehrfach angemerkt hast. Ich bin gerade bei Charakterbeschreibungen eher pragmatisch. Adjektive und Adverbien sollten nicht überbenutzt werden. Man muss nicht jede Handlung in großem Detail beschreiben. Sollte man sogar nicht. Vor allem, wenn sie wenig zur Geschichte selbst beiträgt.


    Welche Farbe hat diese Outdoorhose?


    Gut, die Farbe sollte ich vielleicht wirklich ergänzen :P Es ist für mich schon zu standard, dass Satoshi Blaugraue Hosen trägt.


    (Ich bin jetzt kein wirklicher Kenner japanischer Speisen, daher empfinde ich es als angemessen, wenn du in deinem schönen Glossar vielleicht noch diese verzeichnest, dann wissen solch unwissenden Leser auch, was du meinst und können sich etwas drunter vorstellen.)


    Werde ich ergänzen :)


    (Es ist schön und sehr übersichtlich, dass du nach der wörtlichen Rede Absätze machst, das ist übersichtlicher und wurde mir genauso geraten! :3)


    Ich verrate dir dazu noch was: Dafür gibt es in der deutschen Sprache sogar Rechtschreibregeln ;) Zeilenumbrüche werden im deutschen nämlich als Interpunktionszeichen behandelt.


    (Der Anfang des Satzes klingt komisch...hast du dich vielleicht verschrieben oder hast du "dauerte" nicht rausgelöscht beim Überarbeiten des Satzes?)


    Ups. Stimmt.


    (Klammern sind meines Wissens nach wegzulassen, stattdessen verwendet man an deren Stelle "-")


    Das kann man halten wie ein Dachdecker. Dafür gibt es im Deutschen keine Regeln. Ich persönlich benutze Gedankenstriche für eingefügte, in der Betonung hervorgehobene Sätze, Klammern für normale Teile des Satzes, die weniger betont werden (so etwas wie unterschwellige Anmerkungen des Erzählers).
    Merkt man in anderen Texten wahrscheinlich stärker als hier!



    Danke jedenfalls für den ausführlichen Kommentar :)

  • Hi,


    ich werte hier jetzt kein Tab-Menü verwendten, da ich und das Tab-Menü keine zu großen Freunde sind. Deswegen solltest du dich nun auf eine gegebenfalls längere - wie lang genau weiß ich vorher nie - "Wall of Text" einstellen. ^^ Ich hab deine Story entdeckt, als meine eigene im Kommitopic gepostet habe. Der Grund, wieso ich beide Öhrchen gespitzt habe, war das ich bei Pairing: Satoshi x Shinji laß. Mir waren die Namen der beiden bewusst und ich habe sofort zuordnen können - COMASHIPPING! ♥ Mir ist durchaus bewusst, dass du einseitig schriebst, doch ich ignoriere diese Tatsache einfach und Fangirli vor mich hin xD
    Gut gut, dann ist der einleitenden Worte genug gesagt und ich fange mit dem Startpost an. Nun ich selbst, bin für gewöhnlich ein Favourisant der englischen Titel. Ich habe mir das einfach irgendwann angewöhnt, von Englischen Wörtern umgeben zu sein & irgendwann empfand ich es als würde etwas fehlen, wenn eine Geschichte Deutsch ist. Dies heißt allerdings nicht, dass ich jeden deutschen Titel autmatisch als schlecht erachte. Ich denke, vor allem deutsche Titel, haben eine noch schwere Aufgabe, den Leser von sich zu überzeugen & deinen finde ich duraus gelungen. Ich musste die Charaktere gar nicht lesen, da vermutete ich bereits, dass Ash einer dieser sein würde und auch auf Lucario tendierte ich. Ein weiteres Aura Pokemon ist doch Mew, nicht? Ich bin gespannt, ob ich dieses in deiner Story finden werde. ^^ Was mich persönlich stört, ist das du das Vorwort, über das Startbild gemacht hast. Ich glaube, es wäre optisch ansprechender, wenn du es a)zentrieren und b) unter dem Startbild platzieren würdest. Ich finde allerdings auch, dass das jetzt nur eine subjektive Einschätzung ist, und dass man die Gestaltung eines Startposts, nie eindeutig objektiv festlegen kann. Den restlichen Startpost finde ich optisch allerdings wunderschön gestaltet. Könnte wohl auch daran liegen, dass alles Blau ist und die Farbe blau bei mir ein wohliges Gefühl auslöst, da ich sie mit beruhigenden Orten & Erinnerungen assoziere und es meine Lieblingsfarbe ist ^^  
    Ich finde die Tatsache, dass du die Pairings angiebst gar nicht störend. Immerhin sagst du ja nicht: Ash wird am Ende Serena heiraten (oder auch Paul :) Paul! ♥) Du gibst ja nur Hinweise und weckst so die Aufmerksamkeit von Lesern - wie ich - die bestimmte Pairings favourisieren & sich freuen FF zu diesen zu lesen. Ich z.B. habe es mir schon lange angwöhnt, einen großen Bogen um Ash/Lucia, Ash/Maike etc. FF zu machen. Man ließt ja auch nur was einem zusagt und so ist die Wahrscheinlichkeit, dass dir während der Story Leser verloren gehen, da sie sich nicht mit dem Pairing anfreunden können, ziemlich verloren.
    Nun ich akzeptiere die Tatsache, dass du dir angwöhnt hast den Charakteren, Orten, als auch Pokemon japanische Namen zu geben, doch vor allem bei den Pokemon ist das eine große Herausforderung. Ich musste nachschauen um heraus zu finden, wer im Besitz welcher Pokemon ist. Und nicht jeder Leser macht sich gerne so eine Arbeit. Ich danke für die Legenden am Ende der Kapitel, die waren höchst Hilfreich, & du solltest sie auf alle Fälle bei behalten. Beim Starpost hättest du aber einfach die Pokemon selbst einfügen können - ich weiß nicht mehr wie diese Funktion heißt, verzeih - und dann wäre, dieses "Problem" gar nicht erst entstanden.
    Was du dir eventuell noch anlegen könntest, wäre eine Pn/GB- Benachrichtigungsliste, oder eine Kapitelübersicht, ist allerdings nicht zwingend notwendig und nur ein Vorschlag meinerseits.
    So ich denke, ich dürfte nun genug bezüglich des Startposts gesagt haben. Also gehen wir weiter.
    Ich musste mal wieder zur Legene fahren, um heraus zu finden, dass das eine ein Scherox wahr. Durch deine Beschreibung konnte ich nämlich bereits vermuten, dass das andere ein Kramurx war, ohne es mit sicherheit zu wissen. Im allgemeinen, finde ich, du hast eine schöne Art Dinge & Situationen zu beschreiben. Ich persönlich favourisiere die Ich-Perspektive, doch die ist auch die einfachere. In der Er-Sicht zu schreiben, verlangt können - finde ich. Ich konnte mir die geschilderte Situation gut vorstellen, doch - und ich weiß, dass es möglicherweise unpassend gewesen wäre - fand ich, dass du teilweise hättest tiefer auf die Emotionen & Gedankenzüge eingehen können. Diese Gedanken & Emotionsschiene betone ich oft, beim Kommentieren, weil ich persönlich finde, dass diese Dinge, den Kern einer guten Geschichte ausmachen. Aber auch das ist nur meine subjektive Meinung. Was du gemacht hast, weshalb ich geschrieben habe "möglicherweise unpassend", ist, dass du die nicht wörtlich angesprochenen Emotionen, geschickt umschrieben hast. Vor allem, als du auf die äußere Erscheinung Pauls (ich werde wohl eher selten die japanischen Begriffe verwenden, sollte dich das irritieren/stören, kann ich mir angewöhnen, die Charaktere japanisch zu bezeichnen) beschrieben hast. Ich konnte die Emotionen, in seinen Augen, sein Wesen deutlich wahrnehmen und das fand ich toll! Ich habe seinen Charakter wahr genommen, ohne das du auch nur ein direktes Wort darüber fallen ließest. Und im späteren Geschichtsverlauf hattest du durchaus Gedankengänge von Paul. Ich persönlich fand den letzten Satz schön, könnte aber auch daran liegen, dass ich mich leicht für Cliffhänger begeistern lasse ^^ Man merkt, dass es eine spezielle Bindung zwichen Ash & Paul gibt und ich bin sehr gespannt zu erfahren, wie diese Aussieht.
    Nun dann will ich mal zum Kapitel selbst kommen.
    Nun darf ich als erstes auf einen verwirrenden Satz aufmerksam machen, den ich mir öfter durchgelesen habe und den Sinn darin nicht fand. Du hast da aus versehen ein Wort zu viel hinein gemixt, was den Satz verwirrend klingen ließ:

    Zitat

    So dauerte lief Satoshi...[...]


    Ich denke mal, dass das dauerte hier an der Stelle unpassend ist.
    Nun werde ich mal wieder auf meinem Lieblingsthema rum kauen, da ich - wie bereits oben erwähnt - finde das es sehr wichtig ist. Was ich nämlich schade fand ist, dass du kaum expliziet auf die genauen Gedanken & Empfindungen von Ash eingegangen bist. Es hat oft Gelegenheiten gegeben, in denen du seine Gefühle und Gedankengänge hättest beschreiben können. Du hättest sie auch gleich mit der Ortsangabe verknüpfen können, die mir teilweise auch fehlt. Deine Erzählweise ist zwar schön, doch ist sie noch mit Inhalt füllbar. Die markanteste Scene, an der ich mir Gedanken von Ash gewünscht hätte, ist die, als er Serena das erste mal sieht. Ich erinnere mich hier an einen Grundsatz aus der Psychologie: Man kann nicht nicht kommunizieren. Falls du dich fragst, was ich damit sagen will, lass es mich erklären. Sie muss nicht mal etwas sagen, ihre Körpersprache übersendet bereits Signale an Ash, die widerum eine entsprechende Gegenreaktion in ihm auslösen. Jeder Mensch, jedes Tier (jedes Pokemon) löst gewisse Gedanken & Empfindungen in uns aus, und speziell in deiner Story ist Serena ja eine der Hauptcharaktere. Es wäre faszinierend gewesen, zu erfahren, was Ash sich denkt, als er sie sieht. Vor allem, da dies ja eines der Pairings sein wird, wäre es schön gewesen, Gedankenzüge Ashs zu haben. So gibt es auch andere Situationen, wo ich mir Empfindungen gewünscht hätte. Gefühle & Gedanken eines Charakters geben einer Story eine Seele und die ist sehr wichtig um den Leser in den Bann zu ziehen. Sie sorgt dafür, dass man an den Getippten Worten hängt, an ihnen klebt. Auch hättest du an einigen Stellen perfekte Möglichkeiten gehabt, den Ort zu beschreiben, doch ich persönlich kann mir auch meine eigenen Vorstellungen - Stichwort Kopfkino - über den Ort machen. Aber in einen Charakter sehen, dass kann ich nicht. Dazu braucht es dich. Wenn du dies beim nächsten Kapitel bedenken könntest, wäre das toll ^^  
    Worauf du auch achten könntest, ist vielleicht auf die Mimik & Gestik der Charaktere genauer ein zu gehen. Ich habe jetzt noch mal überflogen, aber z.B. bei Serena, steht auch nur, dass sie aufspringt und auf die beiden anderen zukommt. Es wäre interessant zu wissen, welche Haltung sie dann einnimt. Unsere Haltung sagt fiel über uns aus, über unseren Charakter. Ob wir selbstsicher, stark, ängstlich, schüchtern, glücklich sind um nur ein paar Eigenschaften zu nennen. Und vor allem durch die Mimik erschließt sich einem fiel, was nicht direkt gesagt wird.
    Nun auch beim Kapitel fand ich den Schlusssatz schön gewählt. Wie gesagt, ich bin ein kleiner Fan von Cliffhangern und dieser Satz gibt einem doch etwas Stoff zum Nachdenken. Ich nehme an, Ash & Serena, waren wie im Anime höchstwahrscheinlich Sandkastenfreunde, dennoch bin ich gespannt, ob du es möglicherweise anders löst ;)
    Ich denke, ich werde hier noch öfter vorbei schauen, also kannst du dich darauf einstellen, meine Meinung zu deinem nächsten Kapitel zu hören ^^
    Zum Schluss wollte ich kurz erwähnen, dass ich es genieße zu lesen, wie du über/mit Paul schreibst. Ich finde er ist einer der Anspruchsvollsten Charaktere, denn hinter ihm verbirgt sich viel mehr, als er einen von Außen sehen lässt - es verbirgt sich ein fühlendes Herz.
    Nun will ich es aber wirklich gut sein lassen.


    Lebe lange und in Frieden

    [align=center][font='Georgia, serif'][size=12]Never doubt that I love you, cause I'm with you till the end of the line RaichuPorenta Caesurio

  • Hey Alaiya,


    wo bleiben den die nächsten Kapitel. Januar ist lang vorbei ò_ó Dass dein Starterpost übersichtlich ist, muss ich dir jetzt nicht nochmal ausführen, also komm ich gleich zu meinem Eindruck der Geschichte:


    Der Prolog steigt gleich mit einem Kampf ein, der aber, wie einem schnell bewusst ist, eher Nebensache ist und eher etwas anderes einleiten soll. Shinjis Einstellung wird schnell deutlich. Etwas verbittert, ängstlich gegenüber Hilfe (man kann es auch arrogant nennen, aber ich finde, das Wort steckt einen sofort in eine Schublade) und nicht unbedingt sozial veranlagt. Jedoch ein Trainer, der nicht ignorant und dumm ist, da er sein Pokémon doch ins PokéCenter bringt und dort auch die lang vermisste warme Mahlzeit zu sich nimmt. Seine Gedanken werden allzu deutlich und vor allem aber auch, leitet der Prolog auch einen Konflikt ein. Wie Shinji über Satoshi denkt und dessen Existenz empfindet, lässt dem Leser schnell klar werden, dass es da in Zukunft zu einer Konfrontation kommen wird. Somit erfüllt der Prolog in meinen Augen seine wichtigste Funktion.


    Mit dem ersten Kapitel gibt es eine 180°-Wendung in der Stimmung. Satoshi wird in einem einzigen Absatz perfekt dargestellt, lol. Kindlich, wechselt schnell seine Stimmung, jedoch ist er niemals launisch. Auch Pikachu lässt du nicht zu kurz kommen. Ich kann mir zwar vorstellen, dass es durchaus nervig sein kann jedes Mal an die gelbe Maus zu denken, aber du lässt Pikachus Aktionen passend nebenbei einfließen. Mehr muss man hier auch kaum machen, weil das typische Verhalten beider einem sehr schnell deutlich vor Augen tritt. Jedoch frage ich mich, ob ein Leser, der Pokémon nicht kennt, hier nicht manchmal etwas verloren wäre. Ich weiß, du bist kein Freund seitenlanger Beschreibungen. Aber die sind in einigen Fällen ja auch nicht nötig; es würde lediglich reichen ab und an etwas umschreibende Begriffe einfließen zu lassen. Das machst du zum Beispiel im Prolog (z. B. "Krähenpokémon", was jedem gleich ein bestimmtes Bild vermittelt. Auch die Beschreibung der "Lumpenkleidung" deutet genug an, ohne zu konkret zu werden). Im ersten Kapitel fallen solche Dinge weg; lediglich das Aussehen wird ab und an beschrieben. Das ist bei diesen anfänglichen Kapiteln an sich nicht schlimm, aber eine Geschichte wird im Normalfall etwas komplexer im Verlauf und dann könnte man durchaus etwas mehr Beschreibung vermissen, wenn eine Handlung nach der nächsten folgt. Ich warte da aber mal brav ab, wie sich das überhaupt entwickelt, da ein Kapitel natürlich nicht viel aussagen muss, was den Stil anbelangt. Ich wollte das aber auch mal wieder pushen, um ganz dezent deine Motivation zu wecken.


    Und eine Kleinigkeit (glaube, die Vorposter habend as noch nicht erwähnt):
    Wie auch früher auf seinen Reisen trug er eine bequeme Outdoorhose, dazu jedoch nur ein einfaches schwarzes T-Short, da er zuhause kaum mehr brauchte.




    .: Cassandra :.