Pokémon GO als Teil der Pop-Kultur — und ein paar Folgen daraus

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  • Pokémon sind seit Launch von Pokémon GO wieder Teil der modernen Pop-Kultur, wenn sie die nicht sogar dominieren wie kaum etwas Anderes momentan. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich bereits einige Folgen dadurch erkennen lassen, die mal zum Schmunzeln, mal zum Kopfschütteln und auch mal zum Augenrollen einladen. Aber nicht nur der Suchtfaktor des Spiels scheint enorm: Die Namens-Hypes der letzten Tage sprechen Bände.


    Wie durch einen Artikel von BBC Newsbeat belegt, sind aktuell folgende Namen in den Vereinigten Staaten auf den Vormarsch:

    • Roselia (5859 Plätze gestiegen)
    • Onyx (2184 Plätze gestiegen)
    • Star(my? yu?) (2040 Plätze gestiegen)
    • Eevee (1377 Plätze gestiegen)
    • Ivy (aus dem Anime) (1287 Plätze gestiegen)
    • Ash (248 Plätze gestiegen)
    • Shay (sagt mir jetzt direkt nichts, würde es Shaymin zurechnen; 64 Plätze gestiegen)


    Während ich persönlich zwar Namen wie Roselia oder auch Eevee durchaus vertreten kann und Ivy, Ash oder Shay schon seit Jahren durchaus normale Vornamen sind, die man, sobald der Hype doch etwas abbricht, nicht unbedingt auf Pokémon verweisen, halte ich Onyx oder auch Venusaur oder Charizard oder so etwas für absolute Fremdschäm-Namen, die ich keinem Kind zumuten möchte. Jetzt gerade mag das auch total genial sein und auch in einem oder zwei Jahren wird man wohl noch durchaus locker damit umgehen können. Aber was ist danach? Was glaubt ihr? Findet ihr diese Namenshypes akzeptabel oder doch eher übertrieben?


    Dazu dann auch noch etwas von der Huffington Post.


    Auch die Simpsons werden laut Aussagen der Produzenten eine Folge zu Pokémon GO erhalten; bislang waren die Simpsons immer ein Indikator dafür, wann etwas wirklich in der Pop-Kultur angekommen ist und das bestätigt nur wieder: Die 75 Millionen Downloads und der Hype rund um Pokémon GO werden einige Menschen noch für sehr viel längere Zeit verfolgen.

  • Kicher. Überrascht mich irgendwie nicht...


    Onyx geht eigentlich auch noch - wenn man bedenkt, dass Kinder auch schon Diamond, Pearl oder Sapphire heißen. (Das Pokemon wird ja auch im Englischen mit i geschrieben, da haben die Leute natürlich nicht gut recherchiert... ;) )

  • Mich wundert's grad, dass es nicht mehr viel Ash.. Ashs... Ashes? sind. :D
    Find ich aber so nicht schlimm, ist glücklicherweise ein normaler Name. Roselia und Onyx sind... kein Kommentar. Amis, was erwarte ich mir eigentlich. XD

  • halte ich Onyx oder auch Venusaur oder Charizard oder so etwas für absolute Fremdschäm-Namen, die ich keinem Kind zumuten möchte. Jetzt gerade mag das auch total genial sein und auch in einem oder zwei Jahren wird man wohl noch durchaus locker damit umgehen können. Aber was ist danach? Was glaubt ihr? Findet ihr diese Namenshypes akzeptabel oder doch eher übertrieben?

    Ich bin kein Experte der Erforschung von Namen, allerdings würde ich mal fragen, ob Karl Heinz Heinrich aktuell ein Fremdschäm-Name ist oder in Ordnung, da man ihn nicht mit einem Videospiel verbindet? Ich möchte damit gleich mal zwei Probleme aufzeigen:
    Der Zeit- und der Wissensfaktor: Namensgebung ist vermutlich ein dynamischer Bereich in unserer Sprache, ähnlich wie jener der Lexik für Alternativen von "gut" wie "krass", "geil", "knorke", "super". Da gibt es Trends, die sicher einen Ursprung in irgendeinem Bereich haben, der jedoch mit dem Laufe der Zeit vergessen geht und irgendwann ist das Wort vollständig integriert. Wenn jemand sein Kind heute Onyx nennt, ist das vielleicht in irgendeinem Zeitraum besonders auffällig, in irgendeinem gar nicht mehr und in einem anderen wieder, weil es so "veraltet" klingen könnte. Und es ist auch deshalb heute schon für manche unauffällig, da nicht alle das Wissen haben, um den Namen einordnen zu können.


    In dem Sinne: Was spricht denn objekt gegen den Namen? Meiner Meinung nach sind solche Namenshypes definitiv akzeptabel und jeder einzelne Name ist Geschmackssache. Da kommt es häufig gar nicht auf den Ursprung an, sondern auf Träger und Hörer und deren subjektive Meinung zum Namen an sich.

  • So Namen wie Lars erachte ich ebenfalls als Fremdschäm-Namen. Spaß. Solche Namen, für die ich mich schämen würde, sind jene, die entweder seit Jahren nicht mehr als aktuell gelten, weil sich die Namensgebung einfach verändert hat, Bezeichnungen von Marken oder Ähnliches. Das ist natürlich zu jeder Zeit absolut und kategorisch subjektiv und damit eben gar nicht so recht zu begründen; der Ursprung ist aber spätestens dann von Bedeutung, wenn jemand von diesem erfährt, der sich darüber effektiv lustig machen kann. Denn damit schadet man dem Kind nun einmal theoretisch. Verurteilen würde ich es nicht, würde mein Kind auch Ringabel nennen, aber ich weiß leider jetzt schon, dass aufgrund dieses Namens Kinder kämen, die ihn deswegen ärgern. Das ist erfahrungsgemäß ziemlich unausweichlich. Leider. Und das ist nun ein Mal etwas, das man verhindern kann, anders als Mobbing wegen der Haarfarbe, wegen des Aussehens oder wegen der Sexualität.

  • @Rio
    Das Kind muss damit leben. ^^"
    Eine dreijährige Eevee ist noch knuffig. Eine dreißigjährige Eevee ist es nicht mehr. Die will sich um einen Job bewerben, vll. heiraten, selbst Kinder bekommen und ihre Enkeln müssen irgendwann erklären, wieso die Großmutter Eevee heißt. Viel Spaß dann damit. xD


    Ein Name sollte schon neutraler und zeitloser sein, da jeder Hype bald vorbeigeht. Es gab auch diese (deutschen) Eltern, die ihr (deutsches) Kind Sakura-Usagi nennen wollten. Mal davon abgesehen, dass wohl die wenigsten Japaner ihr Kind Usagi nennen würden, es wirkt einfach, als sei man ein so extremer Fan, der nichtmal vor seinem Kind Halt macht und demnach fiktive Welten zu sehr mit in die Realität zieht. ^^"


    Andere Namen wie Ash, May und co sind ja in Ordnung. Da hat sich Pokemon echte Namen herhergeholt und sie verwendet. Demnach sind es reale Namen, bei denen sich in 30 Jahren keiner wundern wird, wieso das Mädchen May heißt. Bei einer Eevee schon.


    Allerdings sind die Amis sowieso eigen. Deren "Hope" oder "Destiny" ist wohl wie für uns eine "Jaqueline-Chantal". Kann ein ur lieber Mensch sein, wird aber von Vorurteilen unnötig belastet.

  • der Ursprung ist aber spätestens dann von Bedeutung, wenn jemand von diesem erfährt, der sich darüber effektiv lustig machen kann.

    Man kann sich über jeden Namen lustig machen. Es funktioniert nämlich auch gegenläufig, dass man einem Namen einen Ursprung gibt, den er gar nicht besitzt, also einer fiktiven Figur zuordnet, die gar keine Rolle gespielt hat. Genauso finden Kinder vermutlich stets irgendeinen Grund, wenn sie jemanden ärgern möchten. Es ist auch eine Frage, wie man damit als Person umgeht. Es gibt sicherlich auch glückliche Kevins und Chantals und Jacquelines.


    Ein Name sollte schon neutraler und zeitloser sein, da jeder Hype bald vorbeigeht.

    Ich behaupte mal, dass es einen solchen Namen nicht gibt. Früher mag Hans noch vollkommen neutral und zeitlos gewesen sein, heute ist er es nicht mehr. Und was ist an Namen aus fremden Sprachen nun verkehrt? Bzw. scheint es darum zu gehen, dass man sich über Namen wundert, aber was ist am Wundern über einen Namen denn verkehrt? Es gibt Momente, da habe ich meinen Namen fast schon vergessen, da ich ihn kaum mehr als wichtig erachte. Andererseits kann ein besonderer Name auch als schön empfunden werden. Ich bin z.B. jemand, und das ist natürlich genauso subjektiv, der ausgefallene Namen lieber hat (bitte kein Kommentar für die, denen jetzt was auf der Zunge liegt).

  • @Rio
    Das ginge aber noch und wäre nicht so arg negativ belastet.
    Namen wie Eevee deuten einfach drauf hin, dass einige dieser Eltern ev. nicht so reif sind, wie sie es sein sollten und aus Lust und Laune heraus entscheiden, ohne an Konsequenzen zu denken.


    Bei Usagi geht es zusätzlich noch drum, dass auch japanische Kinder selten Usagi heißen werden. Das bedeutet anscheinend nicht nur Hase, sondern soll auch eher liebevoll betont auch sowas wie ein süßer Depp sein. Also das, was Usagi / Bunny ist. xD
    Wenn man außerdem Namen aus einer Kultur nimmt, von der man nur Halbwissen oder gar kein Wissen hat, können da einige echt schräge Patzer rauskommen. XD


    Zudem find ich das respektlos. Das ist nicht meine Kultur, ich habe in Wirklichkeit viel zu wenig Ahnung davon. Das ist wie bei den Leuten, die sich im Internet von allem Halbwissen aneignen und plötzlich erschaffen sie sich aus einem sehr ... denkwürdigen Mix aus indianischer, indischer, jüdischer, arabischer und vll japanischer und chinesischer Mythologie eine sehr eigenartige, weltfremde Esoteriksicht auf die Welt. Sie reißen aus jeder Kultur heraus, was sie anspricht, ohne nur einen Deut davon tiefer nachvollziehen zu können und erschaffen ihr eigenes Konstrukt. Das ist nicht nur weird, das ist in Wirklichkeit nur arg respektlos. ^^" Hab da einen netten, treffenden Begriff namens Religionsshopping gelesen.
    Du spielst einfach als Mitteleuropäer mit einer ganzen Palette von Weltanschauungen und Moralkonzepten rum, zu den anderen, die darin leben und von da abstammen, eine tiefere Verwurzelung haben und da reingewachsen sind.


    Mit Namen aus fremden Kulturen ist das genauso. Ich denke da eher: Liegen deine Wurzeln da? Bist du Experte darin? Lebst du dort? Stammt dein Mann von dort? Nein? Dann bitte lass es. XD
    Ich würde meinem Kind einen solchen Namen geben... wenn ich dort lebe oder der Kindsvater nicht Österreicher ist.


    Ich finde japabische wie auch türkische, arabische und indische Namen ur schön. Wenn der Vater nicht seine Wurzeln dort und mit der Kultur irgendeinde Verbindung hat, werd ich mich davor hüten meine Vorlieben einem Kind aufzustempeln.
    Drück's einem Buchcharakter oder einem Haustier auf. Dem tut das nicht weh. XD

  • Namen wie Eevee deuten einfach drauf hin, dass einige dieser Eltern ev. nicht so reif sind, wie sie es sein sollten und aus Lust und Laune heraus entscheiden, ohne an Konsequenzen zu denken.

    Was haben Videospiele mit Reife zu tun? Was hat es mit Reife zu tun, welchen Namen ich meinem Kind gebe (mal abgesehen von verbotenen Namen)? Das muss immerhin nicht einmal Lust und Laune sein, sondern kann tatsächlich mehr als das bei den Eltern sein. Vielleicht finden sie nicht nur das Pokémon, sondern den Namen an sich schön. Und an manche Konsequenzen kann man als Eltern nicht denken, da sie sich erst im späteren Verlauf der Zeit entwickeln. Welches Kind, das Harry heißt, hätte man vor der Buchreihe mit Harry Potter verbunden?


    Das Gegenargument, dass man sich nicht genügend in der Kultur, aus welcher der Name entstammt, auskennt und ihn trotzdem unwissentlich verwendet oder gar mixt, ist allerdings tatsächlich ein Argument, das ich halbwegs nachvollziehen kann, wobei es sicher auch Gegenbeispiele gibt, in denen ein Kulturmix einen wissentlichen Hintergrund hat, ohne dass das Kind nun aus diesen Kulturen stammt.

  • @Rio
    Videospiele an sich gar nichts. Erst, wenn man sein Kind danach benennt. ^^"
    Ob es einem selbst gefällt, sollte zweitrangig sein. Wichtig ist, dass dem Kind keine unnötigen Hürden im späteren Leben in den Weg gestellt werden. Und genau darum geht es: Dass man die Reife besitzt nicht an sich zu denken.
    Natürlich muss man den Namen selbst schön finden, aber er darf auch keine Probleme bereiten.
    Und wie gesagt, an deinem Hund, deiner Katze, deinem Hasen und Buchcharakteren kannst du dich austoben, wie du willst. ;P


    Harry ist ein gewöhnlicher und vor allem ein realer Name.
    Clary aus The Mortal Instruments trägt auch meinen Namen. Eigenartig zu lesen, ja, trotzdem muss ich mich nicht mit ihr identifizieren, da reale Namen immer für sich alleine stehen können.
    Selbst, wenn die Eltern Harry Potter-Fans sind und ihr Kind Harry oder Ron taufen, muss dieser Junge keine Verbindung dazu suchen. Probier dasselbe mal mit Draco oder Scorpius.


    Eevee lässt sich auch nur einem Pokemon assozieren. Was, wenn das Kind Videospiele oder ausgerechnet Pokemon hasst? ^^" ... und von anderen unterbewusst nicht ernstgenommen wird? Stell dir vor, da heißt dann eine Frau Mitte dreißig Eevee, ist Anwältin geworden, will seriös auftreten und ernstgenommen werden, stellt sich nun vor und... jeder sieht sofort ein knuffiges, braunes Fuchs-Hasen-Katzenknuddeltierchen vor sich. Das hilft bestimmt. xD


    Zitat von Rio

    Das Gegenargument, dass man sich nicht genügend in der Kultur, aus welcher der Name entstammt, auskennt und ihn trotzdem unwissentlich verwendet oder gar mixt, ist allerdings tatsächlich ein Argument, das ich halbwegs nachvollziehen kann, wobei es sicher auch Gegenbeispiele gibt, in denen ein Kulturmix einen wissentlichen Hintergrund hat, ohne dass das Kind nun aus diesen Kulturen stammt.

    Es kommt natürlich vor. Ob es wünschenswert ist, ist eine andere Geschichte. ^^"

  • Selbst, wenn die Eltern Harry Potter-Fans sind und ihr Kind Harry oder Ron taufen, muss dieser Junge keine Verbindung dazu suchen. Probier dasselbe mal mit Draco oder Scorpius.


    Eevee lässt sich auch nur einem Pokemon assozieren. Was, wenn das Kind Videospiele oder ausgerechnet Pokemon hasst? ^^" ... und von anderen unterbewusst nicht ernstgenommen wird? Stell dir vor, da heißt dann eine Frau Mitte dreißig Eevee, ist Anwältin geworden, will seriös auftreten und ernstgenommen werden, stellt sich nun vor und... jeder sieht sofort ein knuffiges, braunes Fuchs-Hasen-Katzenknuddeltierchen vor sich. Das hilft bestimmt. xD

    Man muss auch bei Eevee keine Verbindung dazu suchen und wird es in ein paar Jahren auch nicht, vor allem nicht, wenn man nie ins Pokémonuniversum eingetaucht ist. Gleiches gilt für Draco und Scorpius. Das können alles "reale Namen" werden, deren Ursprung in Vergessenheit gerät.
    Man läuft auch nicht ständig im Bewusstsein damit herum, dass man nun nach X benannt ist, man ist immerhin man selbst und der Name ist nichts, was Einfluss auf einen selbst hat. Wie bereits geäußert, kann man auch mit Namen, die negativ, süß oder wie auch immer konnotiert sind, seriös auftreten. Eine Kollegin heißt z.B. Jacqueline und lehrt bereits seit Jahren Studenten. Keine Probleme.
    Irgendwann ist man schlicht an den Punkt gelangt, an dem der Name nicht mehr der Fiktion gehört, die zuerst damit in Verbindung gebracht wird, sondern mit der realen Person, die vor einem steht. Ich kann mich noch erinnern, wie man mit Lars früher häufig den kleinen Eisbär assoziiert hat. Heute geschieht das gar nicht mehr. Und vor allem ist das, wenn es passiert ist, nur einmal passiert. Btw hasse ich den kleinen Eisbär und meine Eltern konnten sich nicht darauf einstellen :P


    Ich denke, man müsste mal tatsächlich schauen, wie es Menschen mit solchen Namen im Laufe der Zeit ergeht und es ist vielleicht mehr eine Frage, ob nicht ein Mensch irgendwann selbst entscheiden sollte, welchen Namen er möchte und das ist wiederum eine Frage, wie viel Macht die Eltern auf ihr Kind ausüben dürfen und können sollten ... Ich glaube, man kann da in unserer Zeit ruhig etwas lockerer und freier darüber nachdenken. Wenn man sich mal davon löst, Ungewöhnliches als Schlechtes und Probleme Bereitendes zu sehen ... Die Probleme sind immerhin keine objektiven oder naturgegebenen Probleme, sondern Probleme, die erst durch bestimmte, unbegründete Einstellungen von Anderen entstehen.

  • Auch die Simpsons werden laut Aussagen der Produzenten eine Folge zu Pokémon GO erhalten; bislang waren die Simpsons immer ein Indikator dafür, wann etwas wirklich in der Pop-Kultur angekommen ist und das bestätigt nur wieder: Die 75 Millionen Downloads und der Hype rund um Pokémon GO werden einige Menschen noch für sehr viel längere Zeit verfolgen.

    Auch wenn Go jetzt neu dazukommt, hatte Pokemon schon einige Erwähnungen bei den Simpsons, mindestens 3.

    Ich finde japabische wie auch türkische, arabische und indische Namen ur schön. Wenn der Vater nicht seine Wurzeln dort und mit der Kultur irgendeinde Verbindung hat, werd ich mich davor hüten meine Vorlieben einem Kind aufzustempeln.

    Man kann ja einen Kompromiss machen. Sowas wie Vanessa Aki Nachnahme. Das Aki wäre in dem Fall der unwichtige Zweitname den keiner interessiert und dem man auch als Vanessa A. abkürzen könnte. Das wäre dezent und man bekäme trotzdem seinen Willen.

    Clary aus The Mortal Instruments trägt auch meinen Namen.

    Gut zu wissen.

    Man muss auch bei Eevee keine Verbindung dazu suchen und wird es in ein paar Jahren auch nicht, vor allem nicht, wenn man nie ins Pokémonuniversum eingetaucht ist.

    Kommt etwas auf die Aussprache an. Eevee spricht man eigentlich so aus, dass es wie ein gewöhnlicher Name klingt.
    Das einzige komische wäre dann die Schreibweise, da Ivy ganz ähnlich klingt und man es auch ähnlich hätte schreiben können.


    Zu Onyx. Ein Onyx ist immer noch ein weniger wertvoller Edelstein, ich glaube ich habe auch einen.
    Also müsste das nicht mal mit Pokemon zusammen hängen.

  • Zitat von Rio

    Man muss auch bei Eevee keine Verbindung dazu suchen und wird es in ein paar Jahren auch nicht, vor allem nicht, wenn man nie ins Pokémonuniversum eingetaucht ist.

    Ja, irgendwann könnte der Ursprung vergessen werden, aber dieses Kind wird bestimmt dran erinnert und aufgezogen werden. XD


    Zitat von Rio

    Die Probleme sind immerhin keine objektiven oder naturgegebenen Probleme, sondern Probleme, die erst durch bestimmte, unbegründete Einstellungen von Anderen entstehen.

    Das Leben ist halt ungerecht. ^^"
    Man muss es ja nicht auch noch herausfordern. Die Einstellung anderer kann man nunmal schwer beeinflussen.


    Zitat von Sunaki

    Man kann ja einen Kompromiss machen. Sowas wie Vanessa Aki Nachnahme. Das Aki wäre in dem Fall der unwichtige Zweitname den keiner interessiert und dem man auch als Vanessa A. abkürzen könnte. Das wäre dezent und man bekäme trotzdem seinen Willen.

    Man muss aber nicht seinen Willen bekommen. :P ... und dezent ist das auch nicht.
    Wie gesagt, bediene ich mich nicht einer Sprache und Kultur, in der ich mich nicht auskenne, nur weil ich grad irgendein Spleen habe. ^^'

  • Man muss es ja nicht auch noch herausfordern. Die Einstellung anderer kann man nunmal schwer beeinflussen.

    Mit der Einstellung bewirkst du allerdings nichts. Gerade wenn man etwas herausfordert, besteht eben doch die Chance, Einstellungen beeinflussen zu können. Das Leben ist auch nicht grundsätzlich ungerecht. Ich hasse diese pauschalisierende, pessimistische Aussage, die nicht einmal der Wahrheit entspricht. Natürlich gibt es Ungerechtigkeiten auf der Welt, das will ich nicht verleumden, allerdings das Leben als ungerecht zu bezeichnen, finde ich immer wieder ungerecht gegenüber dem Leben.


    aber dieses Kind wird bestimmt dran erinnert und aufgezogen werden.

    Woher willst du das denn wissen, dass es "bestimmt" aufgezogen werden wird und dass das überhaupt am Namen liegen wird? Wie bereits erläutert, wenn man jemanden aufziehen möchte, findet man irgendeinen Grund. Dafür brauch es keinen besonderen Namen. Ich kann auch nicht vorhersagen, ob mein Kind, wenn ich es Lukas taufe, irgendwann "Lukarsch" genannt und somit über seinen Namen aufgezogen werden wird. Nur so als Beispiel.

  • Ich finde meinen Vorschlag deshalb eigentlich schon recht dezent.

    Nur, weil ein Vorschlag durchaus „dezent“ ist, macht es diesen nicht gleich gut. Aber muss ich mein Kind Glurak nennen? Ich meine: Was bringt es mir als Mutter oder Vater, diesen Namen auszuwählen, den mein Kind irgendwann tragen wird? Wenn dann jemand herausfindet, wofür das G. bei Marius Glurak Müller steht, lädt es genauso zum Mobbing ein. Das ist das eigentlich Traurige an der ganzen Sache.


    Auch, wenn ich @Rios Beitrag durchaus nachvollziehen kann, besteht ein gigantischer Unterschied zwischen einem aus dem „Nerdtum“ stammenden Namen und einer Verunglimpfung eines bestehenden Namens, dessen Existenz als Name in einer Sprache schon lange besteht. Ich habe kein Problem damit, wenn man mich als Muffin bezeichnet, weil es betrifft mich irgendwie nicht, wenn es mich doch etwas stört, denn mein Name ist ein anderer. Wenn ich aber Glurak heiße und dann kommt jemand und meint immer wieder „Flammenwurf, Glurak!“, dann kann ich das nicht so leicht ignorieren, weil es nun ein Mal mein richtiger Name ist.
    Das ist in Amerika sicherlich noch mal anders, weil man dort alle möglichen Namen hat, sei es Blanket oder Blue Ivy oder Tiger West oder Fiat Corndog oder was auch immer. Aber so denkt man in Deutschland nicht, schon bei Namen wie Johann Ferdinand werden Stimmen laut. Und ich sage gewiss nicht, dass man dagegen nicht ankämpfen sollte, denn im Endeffekt haben so viele Namen eine Berechtigung, die aber nicht gebraucht werden aus Angst vor Spott.
    Aber dann muss man selbst eben dafür kämpfen, dass spätere Eltern ihr Kind Spongebob nennen können, ohne dass sie genau deswegen verspottet werden. Und dazu lädt ein Name ein, wenn er einem Pokémon entlehnt ist. Bisher passt das einfach nicht. Und zumindest ich würde meinem Kind nicht solch einer besonders hohen Gefahr aussetzen, wenn es genauso viele der Norm unterworfene Namen gibt. Aber vielleicht bin ich auch zu wenig Kämpfer dafür, ich weiß es nicht.

  • Mit Namen aus fremden Kulturen ist das genauso. Ich denke da eher: Liegen deine Wurzeln da? Bist du Experte darin? Lebst du dort? Stammt dein Mann von dort? Nein? Dann bitte lass es. XD
    Ich würde meinem Kind einen solchen Namen geben... wenn ich dort lebe oder der Kindsvater nicht Österreicher ist.

    Ich habe auch mal gelese, ist allerdings schon länger her, das man einem Kind nicht jeden Namen bei uns geben kann. z.B. so könnte man jetzt nicht einfach einen japanischen Namen nehmen, außer wenn man japanische Wurzeln/Verwandte hat, was ich in dem Falle auch auch okay finden würde. Sonst stimme ich dir zu.



    Man muss auch bei Eevee keine Verbindung dazu suchen und wird es in ein paar Jahren auch nicht, vor allem nicht, wenn man nie ins Pokémonuniversum eingetaucht ist. Gleiches gilt für Draco und Scorpius. Das können alles "reale Namen" werden, deren Ursprung in Vergessenheit gerät.

    Deiner Meinung nach könnte man sein Kind also auch "Pikachu" nenen ja? Sorry, aber das ist schwachsinn...Wie Bastet schon gesagt hat, mit dem Namen "Harry" muss man nicht die Buchreihe in Verbindung bringen. Aber ei einem Pokemon Namen sieht das einfach anders aus, auch bei einem Namen wie "Eevee".
    1. Harry Poter ist ja nun nicht mehr das aktuellste Thema, anders als Pokemon, das wird so oder so, noch einige Jahre irgendwie präsent sein, und wenn es nur neue Games sind.
    2. Das wichtigste ist: Gib mal bei Google "Harry" ein, du findest da mer Bilder als NUR den Charakter aus Buch/Film. Und dann gib mal "Eevee" ein...da findest du NUR Evoli! Nur das Pokemon! Damit keine Verbindung zu haben/zu bemerken ist schon ehr gering...
    3. Und doch, Eltern werden sich ja nicht erst 2 Sekunden nach der Geburt einen Namen aus den Fingern saugen, die werden schon vorher darüber nachdenken und da sollte man nen Namen nehmen, der eben "normal" klingt. Ja, man kann sich über viele Namen lustig machen, sicherlich auch über Hans, Heidi usw. aber auch diese alten Namen sind immer noch weniger schlimm als "Schiggy" "Onix" usw.

  • Zitat von Rio

    Mit der Einstellung bewirkst du allerdings nichts. Gerade wenn man etwas herausfordert, besteht eben doch die Chance, Einstellungen beeinflussen zu können.

    Das hätte ich auch nicht vorgehabt. :) Mich geht es nichts an andere Menschen zu beeinflussen.


    Wie gesagt, man muss seine eigene Nerdigkeit nicht mit seinen Kindern austragen.
    Am Ende denkt man dabei nämlich nur an sich selbst und dass man selbst gegen die Einstellung anderer "rebellieren" will.
    Wenn man etwas herausfordern will, ändert man seinen eigenen Namen - oder versucht sein Glück damit - und trägt das nicht am Rücken eines Ungeborenen aus. ^^"

  • Ich habe auch mal gelese, ist allerdings schon länger her, das man einem Kind nicht jeden Namen bei uns geben kann. z.B. so könnte man jetzt nicht einfach einen japanischen Namen nehmen, außer wenn man japanische Wurzeln/Verwandte hat, was ich in dem Falle auch auch okay finden würde. Sonst stimme ich dir zu.

    Ich weiß dass ein Name nicht beleidigend sein darf und das Geschlecht des Namens eindeutig erkennbar sein muss.
    Ob es noch mehr Regeln gibt, weiß ich nicht.

    1. Harry Poter ist ja nun nicht mehr das aktuellste Thema, anders als Pokemon, das wird so oder so, noch einige Jahre irgendwie präsent sein, und wenn es nur neue Games sind.

    Das halte ich für einen Trugschluss. Es gab vor Pokemon Go viele die kaum etwas darüber wussten, Pokemon war außer unter Gaming und Animefans einfach etwas in Vergessenheit geraten. Harry Potter hingegen ist ein berühmter Bestseller dessen Spin Offs gerade in letzter Zeit wieder im Gespräch sind, zumindest bei Fans. Ich denke beide sind mindestens gleich bekannt.


    Ich hoffe trotzdem dass der Name Aki als Zweitname noch akzeptiert wird, denn er klingt so niedlich.

  • Ich hätte außer vielleicht bei Eevee, jetzt nicht wirklich an Pokémon gedacht und sogar bei dem Evoli-Namen könnte ich mir gut vorstellen, dass der älter ist als die Games (als Abwandlung von "Eve"). Onyx ist eigentlich voll der schöne Name.


    Keine Ahnung was das jetzt mit Kultur zu tun hat. Die meisten Namen im deutschsprachigem Raum sind ja nicht deutsch: wir haben viele "typische" Namen aus den hebräischen und lateinischen Sprachen übernommen, auch Namen aus den vereinigten Königreichen sind populär. Wenn ich darüber nachdenke kenne ich glaube ich niemanden mit einem deutschem Namen hmm...


    Eevee würde ich meineTochter trotzdem nicht nennen, ich mag nämlich nicht, wenn ein Wort mit einem Doppelvokal beginnt. Keine Ahnung wieso.