Der Schleier der Welt

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  • Soso, eine knapp bekleidete Kyra interessiert dich also? ;-)

    Ja, eine knapp bekleidete Kyra würde mich interessieren.

    h, da war etwas, was jemand nicht hätte sehen sollen. ;-)
    Doch in diesem Fall war es tatsächlich nicht Kyra, die fast drüber gestolpert wäre (oder der Star in dieser bestimmten Geschichte ist).

    Das heißt es gäbe etwas, was Kyra sehen darf, oder dieser eine Charakter nicht.
    Entweder hat dieser Charakter etwas gefunden und wurde durch den Schneesturm dazu gebracht das etwas nicht weiter zu erforschen, oooooder, jemand wollte nicht das man Kyra mit den beiden zusammen sieht.

    naja, gut, abgesehen von einigen Bemerkungen im Wald vorher abgesehen, ähem (aber vielleicht erinnert sie sich nicht mehr daran).
    Nun, dann erwähnen Bishop und Wright eine "sie":

    Da kommt mir ein Gedanke.
    "Werwölfe hassen Mindmagic". Wenn Bishop nun ein Medium wäre? Bishop ist ja eine Schachfigur und in der Nähe von ihr war dieser Altar. Wenn Bishop nun übernommen wurde und dieses andere Wesen zu Kyra sprach? Das würde die klischeehafte Ausdrucksweise am Anfang erklären.

    wirkt halt schon so, als würde sie eine gewisse Beziehung zu Kyra aufbauen wollen, also vielleicht ein bisschen ihr Vertrauen zu gewinnen und alles.

    Indem sie sie bestechen? Ich denke irgendwie nicht, dass das Teil eines größeren Plans war. Die Bestechung kommt doch am ehesten wie ein Schuldeingeständnis rüber, da kann ich mir nicht vorstellen, dass das jemand für eine gute Idee halten würde.




  • @Thrawn: Wie immer lieben Dank für den Kommentar. <3











    Dieses Mal mit Background-Balken, damit @Sheogorath auf dem Dunklen Design auch die Kapiteltitel sieht :) Ich muss dasselbe nur noch für die alten Postings machen @.@ Erst mal warten, ob das so auch besser ist.


    Habe übrigens letztens auch endlich die fehlenden Kapitel im Startpost ergänzt. ^-^


    Aber ja. Hihihi~ Dieses Kapitel. Hihihi~ Ich war bei Kapitel 15 sehr gespannt, was ihr denkt, aber noch mehr gespannt bin ich nach diesem Kapitel auf eure Kommentare. Ähm, ja. Ich bin ruhig. Ich will nicht zu viel sagen. Aber in diesem Kapitel passiert etwas, das für die Story sehr, sehr wichtig ist <3 Hihihihi~ Ach, ich bin so aufgeregt, dass wir endlich an dieser Stelle angelangt sind. *-* Ich wünsche euch viel Spaß!


    Und ich bin so gespannt darauf, was ihr sagt! *hibbel*







    📕 Kapitel wegen Buchveröffentlichung online leider nicht länger verfügbar. 📕

  • Ich habe dich jetzt nicht dabei zitiert, aber in deiner Post eben hast du das erste mal zugegeben, dass sie alle Werwölfe sind.
    Das kam zwar dann direkt unten im Kapitel, aber trotzdem.


    Bei deiner Ankündigung konnte man es sich schon denken. Der große Moment.
    Ich frage mich, ob du das hier von Anfang an so gestalten wolltest.
    Du hattest ja noch die Möglichkeit, dass sie es selbst herausfinden könnte, oder das sich jemand ihr offenbart. In diesen beiden Fällen wäre die Reaktion aber deutlich schwieriger geworden.
    Die Stelle muss eine echte Herausforderung gewesen sein.
    Die erste Reaktion war eigentlich die Selbe wie im Wald mit den Wölfen.
    Die Nachfolgende war dann alles in allem auch ganz OK.
    Bei mir hätte sie sich wohl entweder wie ein Kind mit ihrem Hund im Arm zusammengekauert, oder einfach auf den Kampf gestarrt und hätte bei den vielen neuen Eindrücken nicht wegsehen können, wie bei einem Autounfall.
    Das ist eine echt schwierige Szene und ich denke man hätte ein paar Lines umschreiben können, aber es war eben auch eine schwierige Szene für eine realistisch gehaltene Story und du hast sie ganz sauber hingekriegt.


    Ich schätze mal, im nächsten Kapitel kommt sie ins Krankenhaus und Bishop besucht sie um ihr weiszumachen, es sei alles nur ein Traum.
    In Kyras Fall kommen ziemlich viele Fragen auf. Jetzt da alles raus ist, wird Bishop wohl beichten müssen. Und dann kommen Fragen auf und zwar viele. Natürlich vertraut Bishop Kyra noch nicht, also wird sie sich vage halten. Auf die Frage wer sie verfolgt, wird sie vermutlich nur antworten, "Wir haben ein paar Feinde". Aber es gibt noch so viel was Kyra fragen würde. Nach der Anzahl, was mit der Vermissten passiert ist, warum sie sich verwandeln können, wer wann wo im Wald ein Wolf war, ob Jason nun auch zum Wolf wird, und, und, und. Das einzige was mich interessiert ist, welche Frage stellt sie zuerst. Das ist als Autor nämlich auch etwas verzwickt.
    Wenn ein echter Mensch in der Situation wäre, welche würde er von allen möglichen Fragen zuerst aussprechen?




  • Oh man, @Sunaki, du verdienst dir hier mit deinen schnellen Antworten wirklich noch eine Medaillie. Also keine Bereichsmedaillie, weil die kann ich ja nicht ausgeben, aber zumindest eine gedachte Medaillie. :P



    Ich bin übrigens überrascht, dass du gar nichts zu der Form, die die Werwölfe hier angenommen haben, sagst :P Also Hybridform.




    Ach ja. Es ist schon wieder Dienstag. Ich hoffe (oder eher "wir hoffen"), dass vor dem nächsten Kapitel sich noch @Thrawn, @Aprikose und @Sheogorath sich melden. Wir warten nämlich schon die ganze Zeit auf die Reaktionen zu dem Reveal, bzw. dazu, wie dieser abgelaufen ist. :rolleyes:

  • Kuckuck.



    Tja, soweit ... Kyra macht ihre Arbeit und wie ich weiter oben im Spoiler schon gesagt hatte, ist mir Marsden ein bisschen aufgefallen wegen ihrer Spezialisierung auf Untreue. Denn so gesetzt dem Fall, dass Matthew halt in einer Beziehung wäre, hätte damit eine Person ein Motiv haben können, eine Privatdetektivin auf ihn ansetzen zu können. Das wäre gerade dann der Fall, wenn die fragliche Person nichts (Genaues) von seinen Kontakten zu Bishop und Wright weiß und sich dann vielleicht eben Gedanken macht. Natürlich wurde hier halt nicht erwähnt, dass er in einer Beziehung ist - und es wäre schon merkwürdig, wenn das vergessen worden wäre. Aber dann kann man vielleicht den gleichen Gedanken anders weiterspinnen und vielleicht schlicht vermuten (was dann aber nicht mehr spezifisch auf Marsden verweisen würde), dass sich vielleicht auch jemand anders, der ihm nahe steht, sich über ihn und seine Freunde informieren wollte. Da würden halt zunächst seine Eltern einfallen - wenn die halt nicht genau wissen, was er denn so treibt, könnten sie schon einmal auf den Gedanken kommen, da jemanden zu beauftragen. Und da sie ja wohl Rang und Namen haben, kann man wohl davon ausgehen, dass sie eben das Geld dafür hätten, genauso wie auch ein Interesse, nicht unbedingt die Polizei einzuschalten (gut, das wäre vielleicht auch insofern nicht möglich, als dass die Polizei wahrscheinlich anderes zu tun hätte, als ihm auf einen vollkommen ungewissen Verdacht nachzuschnüffeln). Sollten die aber selbst da mit drinhängen, dann wäre die Situation natürlich wieder eine andere. Dann könnte es natürlich vielleicht noch andere Freunde oder Verwandte geben, die noch nicht erwähnt wurden, aber gut, dazu hat man wohl vorerst nichts. Ansonsten kann es halt auch immer noch ein Feind der Werwölfe - so kann man sie jetzt wohl auch offiziell nennen - sein, der dahintersteckt.
    Tja, danach erst einmal ... Habe kurz aufgehorcht, weil Jason sich plötzlich mehr für das interessiert, was Kyra macht - aber gut, viel weiter fragt er auch nicht nach. Vielleicht hat er aber doch ein bisschen gedacht, dass irgendwas nicht stimmt. Aber gut, ist so oder so jedenfalls wieder ein netter Mitbewohner-Moment zwischen den beiden. Meine Mitbewohnerin futtert mir auch manchmal alles weg.
    Nun ja, dann die E-mail von Bishop: Uff, noch einer? Nun, dann stellt sich natürlich die Frage, ob er von der gleichen Person beauftragt wurde. Es ist einer, der öfter mit der Polizei zusammengearbeitet hat; das muss natürlich nicht heißen, dass es jetzt wieder so ist, aber vielleicht ist ja doch jemand von der Polizei auf die Leute aufmerksam geworden. Möglich wäre ja hier wieder mal Molly, aber ... Nun, wie schon öfter bemerkt scheint sie einfach nicht viel auf die Sache gegeben zu haben. Nun ja. Die Identität der Privatdetektivin ist ja noch immer nicht eindeutig geklärt; zumindest Harris schein ja festzustehen. Jetzt müsste Kyra erst einmal nur noch ihn beschatten, aber ... Äh, ja. Ist jetzt irgendwie vielleicht nicht mehr ganz so günstig.
    Was macht eigentlich Sterling?
    Ehrlich gesagt frage ich mich zunächst, warum Bishop überhaupt vorgeschlagen hat, dass Wright mit Kyra zusammenarbeiten soll. Das erscheint mir einfach recht kontraindikativ, wobei sie natürlich ihre Gründe gehabt haben kann. Vielleicht dachte sie, die Situation zwischen den beiden könnte sich bei der Zusammenarbeit ein wenig entspannen, aber trotzdem ... Ich finde das schlicht unklug. Naja, vielleicht hatte sie noch andere Gründe. Allerdings ist doch das hier

    Hey, sie waren sich einmal einig.

    eindeutig der Beginn einer wunderbaren Freundscha...

    Tatsächlich brauchte ihr Hirn ein wenig, um mit der Situation aufzuschließen, als er auf sie zusprang und einfach so über den Schreibtisch hinweg setzte, um sie bei der Kehle zu packen.

    Oh, ähm ... Ja. War wohl nichts. Hust.
    Okay, das ist schon heftig, muss ich sagen. Natürlich, man hat Wrights Hang zur Aggression schon mehrmals zu sehen bekommen und tja, ich hatte ohnehin mehrmals vermutet, dass er wohl noch etwas Dummes machen wird, wenn er wirklich wütend ist. Und genau das ist jetzt wohl passiert. Wobei einem jetzt hier erst einmal zwei Dinge auffallen können: Zunächst, dass Wright hier nicht die Gestalt eines "echten" Wolfs annimmt, sondern eben die eines "Wolfsmenschen". Dass er hingegen im Wald dabei war, konnte man wohl aufgrund seiner neuen Narbe annehmen (in Kombination damit, wo Kyra damals den Wolf verletzt hatte) und da war er dann wohl mehr ein Wolf. Also scheint es möglich, dass es zu den Fähigkeiten der Wölfe zählt, sich in beides verwandeln zu können. Nicht zu vergessen ist dabei dann auch noch der Wolf auf dem Steg, der ja so groß gewachsen ist. Nun ja, davon ab ist es noch die Fellfarbe Wrights, die auffällt: Rotbraun. Also, zunächst einmal - ich habe noch einmal nachgeguckt - soll Sean ja blonde Haare haben. Insofern kann ich in bester Popper'scher Tradition die Theorie, wonach die Haarfarbe der Person der Fellfarbe der Wolfsgestalt entsprechen muss, als falsifiziert ansehen, ähem. Dann natürlich kann man sich noch einmal die Kapitel angucken, in denen Kyra ja im Wald auf die Wölfe getroffen ist: Nun scheint durch die neue Narbe eben klar zu sein, dass Sean derjenige war, den sie mit dem Messer verletzt hat. Allerdings war auch später der Wolf, den sie angeschossen hat, rotbraun. Nun, es kann natürlich sein, dass da auch andere rotbraune Wölfe rumliefen. Oder vielleicht auch, dass die Fellfarbe bei Verwandlung variiert oder sich aber bewusst beeinflussen lässt (nur könnte ich mir in diesem letzteren Falle nicht vorstellen, dass Wright dann irgendwie zu Hause sitzt und denkt : "Heute trage ich mal rotbraun und morgen dann eher schwarz" oder so). Sollte es jetzt aber nicht deswegen oder wegen irgendeiner anderen Möglichkeit so sein, dass der Wolf damals nicht Wright war - was sich zugegebenermaßen nicht vollkommen ausschließen lässt - nun, dann hätte man hier wohl neben dem Messerangriff einen weiteren Grund, warum er so stinksauer ist. Erst wurde auf ihn eingestochen und dann hat man auf ihn geschossen. Insofern ist sein Ausbruch nach den weiteren Provokationen (und vielleicht ist gerade so etwas wie "braver Junge" für einen Wolf besonders beleidigend, wer weiß) eigentlich sogar ziemlich plausibel und nachvollziehbar und wäre auch nicht einfach nur das Produkt eines aggressiven Charakters, obwohl das natürlich auch möglich wäre.
    Nun, natürlich macht es den Ausbruch nicht weniger, naja, dumm. Also, es scheint hier wirklich so zu sein, dass er komplett die Kontrolle über sich verliert, da nicht einmal Bishop ihn noch aufhalten kann. Aber, ach ... Also, sie haben Jason am Hals, genauso wie Kyra. Beide wissen jetzt die Wahrheit und müssen entsprechend ein für allemal zum Schweigen gebracht werden. Zusätzlich ... Ähm, die Vermieterin könnte zum Problem werden (es ist Abend, also ist sie doch bestimmt zu Hause). Und halt auch sonst jeder, der dann eben etwas davon mitkriegt, was auf verschiedenen Wegen möglich ist. Nun, also zunächst ist natürlich die Frage, wie es mit Kyra überhaupt weitergeht. Vielleicht bringt man sie noch in ein Krankenhaus, vielleicht nutzt man bei ihr einfach was auch immer man mit Wrights Messerverletzung gemacht hat. So oder so nehme ich mal an, dass sie irgendwie durchkommen wird, aber die Frage ist halt, wie es dann weitergeht. Die eleganteste Lösung für Bishop und Co. wäre es ja, wenn sie irgendwie das Gedächtnis modifizieren könnten - aber naja, dagegen hätten sie ja vielleicht auch selbst eine Abneigung. Jason zum Dichthalten zu bewegen würde mitunter schwierig werden - nun, in den Augen der Polizei wäre er aber wohl auch nicht mehr als ein Spinner. Kyra hingegen - tja, sie hat sich schon einmal bestechen lassen und es ist ja auch hier die Frage, wer ihr überhaupt glauben würde, wenn sie von dem Angriff erzählt. Andererseits würde sie vielleicht jetzt trotzdem nicht mehr die Sache unter den Tisch fallen lassen. Doch wenn sie es schließlich täte, könnte jemand halt immer noch die Nachwirkungen dieses Ereignisses bei ihr bemerken, seien es nun die physischen oder die psychischen. Im Falle, dass sie ins Krankenhaus kommt, würde Ersteres wohl auch besondere Fragen aufwerfen. Zudem könnte ein Besucher (Maria, Molly) auch die neue Einrichtung in ihrem Büro bemerken und sich fragen, warum sie sich neu eingerichtet hat und/oder woher sie das Geld dafür hat (ich nehme doch an, dass Bishop zumindest so anständig wäre, ihr das zu ersetzen; oder Grenville, weil der wohl anscheinend auch das Geld dafür haben könnte).
    Hm, was noch ... Ach ja: Sofern Bishop und Wright sich nicht noch in andere Tierarten verwandeln können, darf man wohl ausschließen, dass einer von ihnen die Eule war. Grenville hingegen verwandelt sich in der Szene hier nicht; allerdings muss das nicht bedeuten, dass er es nicht könnte, wenn er wollte (zumal du ihn im Rekommi den "introvertiertesten der Werwölfe" genannt hast, also wird er wohl zur Verwandlung in der Lage sein). Ist vielleicht ganz gut, dass in dieser Situation noch einer menschlich bleibt, zumal auch vielleicht auf so engem Raum ein weiterer Wolfsmensch auch nicht unbedingt hilfreich sein müsste, ähem. Naja ... Er geht also auch direkt auf Jason zu, als er ihn sieht. Will ich wissen, was er vorhatte?
    Die Szene selbst übrigens ist ziemlich gut und spannend geschrieben, wobei ich vielleicht anmerken würde, dass es zunächst noch nicht ganz so deutlich ist, dass da halt jetzt zwei Wolfsmenschen sind. Man liest, dass ein weiteres Knurren erklingt und Wright dann von seinen Füßen gerissen wird und kann sich da natürlich seinen Teil denken, dennoch wäre es vielleicht gut, vor dieser Stelle,

    Der Wolf oder eher Wolfsmann, der so nun bei Kyra gelandet war, war das Tier mit dem rötlichen Fell.

    die ja nahelegt, dass es noch einen anderen Wolf gibt, noch kurz irgendetwas in der Richtung anzubringen, dass Kyra tatsächlich noch einen weiteren Wolf sieht, das wäre vielleicht noch zur Orientierung für den Leser hilfreich. Aber gut, ist euch überlassen.
    Nun, jedenfalls ... Ja, das ist wohl echt ein ziemlicher Wendepunkt. Ich gehe halt davon aus, dass Kyra das überstehen wird (und hey, sie hat ja gutes Heilfleisch), aber was den psychischen Schaden angeht ... Nun, und die Werwölfe werden aus der Nummer wohl nicht mehr ganz so leicht herauskommen; andererseits würde man bei der Polizei wohl auch nicht die Story mit den Werwölfen glauben, auch wenn man die drei hier wegen Körperverletzung und Beschädigung von Privateigentum wird belangen können.
    Nun ja ... Man wird wohl morgen sehen, nicht?

  • Danke für eure Kommentare, ich hatte eine schöne Zeit sie zu lesen.
    Ich hoffe, dass @Aprikose und @Sheogorath auch noch dazu kommen werden etwas zu sagen ehe morgen heute Mittag das nächste Kapitel online gestellt wird. Mich interessiert ehrlich gesagt sehr, was eure aktuellen Gedanken sind, gerade weil das nächste Kapitel noch eine ganz neue Perspektive auf viele hier angesprochenen Umstände werfen wird.


    Bei deiner Ankündigung konnte man es sich schon denken. Der große Moment.
    Ich frage mich, ob du das hier von Anfang an so gestalten wolltest.

    Hallo Sunaki,
    nein, dieser Moment war tatsächlich ursprünglich nicht so geplant. Das ist eine der Situationen, die Alaiya und ich gemeinsam ausgespielt hatten, und wo wir irgendwann unterbrechen mussten weil und zwischendrinn die Erkenntniss kam: "Ganz ehrlich? An dieser Stelle muss Sean ja geradezu ausflippen..."
    Der Rest schrieb sich geradezu wie von alleine, wenn man die Charaktermerkmale und Motivationen der Beteiligten bedenkt.

    Das ist eine echt schwierige Szene und ich denke man hätte ein paar Lines umschreiben können, aber es war eben auch eine schwierige Szene für eine realistisch gehaltene Story und du hast sie ganz sauber hingekriegt.

    Danke schön. :-)

    Ich schätze mal, im nächsten Kapitel kommt sie ins Krankenhaus und Bishop besucht sie um ihr weiszumachen, es sei alles nur ein Traum.

    Wenn Kyra nur so viel Glück gehabt hätte...

    Wenn ein echter Mensch in der Situation wäre, welche würde er von allen möglichen Fragen zuerst aussprechen?

    Gute Frage. Kann ich dir auch nicht sagen. :-D

    Kuckuck.

    Oh... Hi Thrawn... (schnell das Computer-Passwort ändernd)


    Ne, jetzt ernsthaft: Ich freue mich, dass du wieder etwas geschrieben hast.
    Du hast dir deinen Namen echt verdient, so nah wie du meistens an der kommenden Geschichte drann bist.
    Langsam frage ich mich, ob du nicht irgendwo Insider-Wissen her bekommst. ;-)


    gut, das wäre vielleicht auch insofern nicht möglich, als dass die Polizei wahrscheinlich anderes zu tun hätte, als ihm auf einen vollkommen ungewissen Verdacht nachzuschnüffeln

    Ja, da hätte die Polizei wohl einiges anderes zu tun. :-D

    Habe kurz aufgehorcht, weil Jason sich plötzlich mehr für das interessiert, was Kyra macht - aber gut, viel weiter fragt er auch nicht nach. Vielleicht hat er aber doch ein bisschen gedacht, dass irgendwas nicht stimmt.

    Jason kennt Kyra halt etwas besser als die meisten Menschen. Auch wenn er nicht der Typ ist, der lange nachbohrt wenn jemand nicht über seine Probleme reden möchte.

    Ehrlich gesagt frage ich mich zunächst, warum Bishop überhaupt vorgeschlagen hat, dass Wright mit Kyra zusammenarbeiten soll. Das erscheint mir einfach recht kontraindikativ, wobei sie natürlich ihre Gründe gehabt haben kann.

    Sie hatte ihre Gründe. Ob das jetzt "gute" oder "vernünftige" Gründe waren...

    eindeutig der Beginn einer wunderbaren Freundscha...

    Jaaa.... unter anderen Umständen vielleicht. So aber nicht.

    Dass er hingegen im Wald dabei war, konnte man wohl aufgrund seiner neuen Narbe annehmen (in Kombination damit, wo Kyra damals den Wolf verletzt hatte) und da war er dann wohl mehr ein Wolf.

    Jap, zu der Zeit war er in reiner Wolfsform. (Und ja, es war Sean Wright, den Kyra da mit dem Messer abgestochen hat.)

    Also scheint es möglich, dass es zu den Fähigkeiten der Wölfe zählt, sich in beides verwandeln zu können.

    Das siehst du vollkommen richtig.
    Nicht jeder Werwolf kann das, aber Wright ist dazu in der Lage.


    Nicht zu vergessen ist dabei dann auch noch der Wolf auf dem Steg, der ja so groß gewachsen ist.

    Mit diesem spezifischen Wolf hatte es noch etwas anderes auf sich, aber prinzipiell guter Gedanke.

    Nun ja, davon ab ist es noch die Fellfarbe Wrights, die auffällt: Rotbraun. Also, zunächst einmal - ich habe noch einmal nachgeguckt - soll Sean ja blonde Haare haben. Insofern kann ich in bester Popper'scher Tradition die Theorie, wonach die Haarfarbe der Person der Fellfarbe der Wolfsgestalt entsprechen muss, als falsifiziert ansehen, ähem.

    Ja, Haarfarbe und Fellfarbe hängen nicht Notwendigerweise zusammen (auch wenn sie es oft trotzdem tun). Abstammung und Selbstbild spielen da eine ebenso große Rolle.

    Nun scheint durch die neue Narbe eben klar zu sein, dass Sean derjenige war, den sie mit dem Messer verletzt hat. Allerdings war auch später der Wolf, den sie angeschossen hat, rotbraun.

    Gut beobachtet.

    Oder vielleicht auch, dass die Fellfarbe bei Verwandlung variiert oder sich aber bewusst beeinflussen lässt (nur könnte ich mir in diesem letzteren Falle nicht vorstellen, dass Wright dann irgendwie zu Hause sitzt und denkt : "Heute trage ich mal rotbraun und morgen dann eher schwarz" oder so).

    Nein, nach der ersten Verwandlung ist die Fellfarbe eines Werwolfes festgelegt. Solche kosmetischen Verwandlungen können sie (zumindest in der Regel) nicht.

    Sollte es jetzt aber nicht deswegen oder wegen irgendeiner anderen Möglichkeit so sein, dass der Wolf damals nicht Wright war - was sich zugegebenermaßen nicht vollkommen ausschließen lässt - nun, dann hätte man hier wohl neben dem Messerangriff einen weiteren Grund, warum er so stinksauer ist. Erst wurde auf ihn eingestochen und dann hat man auf ihn geschossen.

    Wieder gut beobachtet. Ja es ist Sean Wright, der von Kyra nicht nur fast abgestochen, sondern auch angeschossen worden ist.
    Ebenso recht hast du damit, dass ein Großteil seiner Wut auf sie daher rührt.


    Insofern ist sein Ausbruch nach den weiteren Provokationen (und vielleicht ist gerade so etwas wie "braver Junge" für einen Wolf besonders beleidigend, wer weiß) eigentlich sogar ziemlich plausibel und nachvollziehbar und wäre auch nicht einfach nur das Produkt eines aggressiven Charakters, obwohl das natürlich auch möglich wäre.

    Ein Vergleich mit einem Hund ist für einen Wolf tatsächlich extrem beleidigend.
    Hunde werden von ihnen häufig als die peinlichen Vettern angesehen, die sich komplett den Menschen unterworfen haben, verhätschelt werden, und selbst gar nicht mehr recht Lebensfähig sind.


    Einen Wolf als Hund anzusprechen ist also ungefähr so, als würde man ihn als unterbelichteten, körperlich eingeschränkten, unmündigen und unvernünftigen Speichellecker bezeichnen...


    Hab ich erwähnt, das die Wölfe vielleicht ein wenig zu viel Stolz als gut für sie ist haben?


    Ähm, die Vermieterin könnte zum Problem werden (es ist Abend, also ist sie doch bestimmt zu Hause). Und halt auch sonst jeder, der dann eben etwas davon mitkriegt, was auf verschiedenen Wegen möglich ist.

    Oh, da sind viele Wege möglich. ;-)

    Nun, also zunächst ist natürlich die Frage, wie es mit Kyra überhaupt weitergeht.

    WENN es mit Kyra überhaupt weitergeht.

    Vielleicht bringt man sie noch in ein Krankenhaus, vielleicht nutzt man bei ihr einfach was auch immer man mit Wrights Messerverletzung gemacht hat.

    Tja, wer weiß...

    So oder so nehme ich mal an, dass sie irgendwie durchkommen wird

    Du hältst uns manchmal für viel zu nett. ;-)

    Ach ja: Sofern Bishop und Wright sich nicht noch in andere Tierarten verwandeln können, darf man wohl ausschließen, dass einer von ihnen die Eule war.

    Nope, die Werwölfe können sich nicht in andere Tierarten verwandeln. In späteren Geschichten werden Charaktere vorkommen, die solche Kräfte haben, aber nicht in diesem Band. ;-)



    Es wundert mich ein wenig, dass niemand hier den armen Watson erwähnt.
    Er ist vielleicht nicht der mutigste aller Hunde, aber in diesem Kapitel hat er sich zwischen sein Frauchen und einen verfl*** Werwolf geworfen um Kyra zu verteidigen.
    Ich denke, dass kann man durchaus mal würdigen. ;-)


    So, dass war dann aber auch mal genug für heute.
    Es ist schon spät früh, und ich möchte nicht zu viel verraten, übermüdet wie ich bin. Ich hoffe euch gefällt das morgige heutige Kapitel.


    Seki




  • @Thrawn:

    Wieder einmal fragen wir uns, ob du irgendwelche Hackingfähigkeiten hast oder ansosnten hellseherisch begabt bist? Verbrennt ihn! *hust*


    Danke wie immer für den Kommentar :3 Wir haben uns gefreut. Natürlich.







    *seufz* Ich bin ja zugegebener Maßen ein wenig traurig, nichts mehr von @Aprikose und @Sheogorath gehört zu haben, da ich gerne die Reaktion zum großen Wendepunkt "life" erlebt hätte. Haha. Ja, ich weiß. Manchmal kommt man nicht dazu. Will ja auch gar nicht betteln okay, ein bisschen aber dennoch schade. ;(


    Nun ja, ein neues Kapitel. Ein Kapitel, bei dem der Titel Programm ist. "Perspektivenwechsel". Denn diese Woche geht es aus einer andere Perspektive weiter. Aus Mollys Perspektive. Immerhin ist Kyra durch ihre Umstände gerade ein wenig ... Verhindert.


    Davon abgesehen: Die Kurzgeschichte "Teamgeist" findet ihr nun in Pieces. Teil 1. Teil 2. Die drei Teile anderen kommen im Verlauf der folgenden Woche. :)


    Es sei noch gesagt, dass es nächste Woche KEIN neues Kapitel gibt. Weil Uni und RL. Dafür kommt das nächste Kapitel in der Woche drauf am Montag (23.10.) und von da an wieder wöchentlich. Das liegt daran, dass ich dank dem Stundenplan keine Zeit mehr haben werde, am Mittwoch hochzuladen und daher die Upload Termine auf Montags legen werde!


    Ich bitte um euer Verständnis. Und nun viel Spaß mit Mollys Sicht der Dinge.






    📕 Kapitel wegen Buchveröffentlichung online leider nicht länger verfügbar. 📕

  • Nun gut, das Mysterium geht nicht sofort weiter. Es ist auch eine recht bekannte Trophe, dass man solche Enthüllungen erstmal in der Schwebe lässt und schaut was danach passiert ist, mit einer anderen Perspektive.
    Wir sehen also in Mollys Gehirn und wollen gleich wieder raus, weils uns da nicht gefällt^^
    Passiert ist ja nicht viel, aber dafür bekommen wir einen Hinweis wies weitergeht. Wir lernen, dass Molly nichts über die magische Welt weiß und lernen ein paar Polizisten kennen, die später nochmal relevant werden könnten.
    Ich hätte Molly jetzt nicht unbedingt so unsympathisch gemacht, aber war ein solides Übergangskapitel.


    Zu den letzten paar Zitaten.




  • Noch einmal die Erinnerung: Nächstes Kapitel kommt Montag, also übermorgen. ( Yasha Wolf Seki und ich haben gewettet, ob @Thrawn am Montag oder vorher postet xD Ich sage mal nicht, wer worauf gewettet hat. ;))



    @Sunaki: Wie immer Danke für den Kommentar! :D


    Nun gut, das Mysterium geht nicht sofort weiter. Es ist auch eine recht bekannte Trophe, dass man solche Enthüllungen erstmal in der Schwebe lässt und schaut was danach passiert ist, mit einer anderen Perspektive.

    *Trope
    Immerhin wissen wir nicht, was mit Kyra passiert ist. Das letzte, was sie weiß, bevor sie gestorben ist, war, wie ein Werwolf versucht hat, ihr die Eingeweide rauszureißen! :P


    Wir sehen also in Mollys Gehirn und wollen gleich wieder raus, weils uns da nicht gefällt^^

    Was habt ihr nur alle gegen Molly o.o


    Ich hätte Molly jetzt nicht unbedingt so unsympathisch gemacht, aber war ein solides Übergangskapitel.

    Hier ist die Sache: Sie soll, per se, gar nicht unsympathisch sein. Nicht sympathisch, aber auch nicht so unsympathisch. Wir sind tatsächlich davon ein wenig überrascht, wie Molly hier gehasst wird. Ich meine, ja, sie ist absolut die falsche Person für Kyra und ihre Beziehung zu Kyra ist sehr, sehr ungesund - aber ...


    Fahrerflucht, oder Straßenraub? Klingt eher nach Fahrerflucht, wegen dem Auto.

    Ja, Hit and Run ist sowas wie "Verkehrsunfall mit Fahrerflucht" - ich hatte an der Stelle offenbar übersehen, dass ich das englische Wort drin gelassen hatte.


    Sie behandelt Kyra wie ein Kind, hat kein Vertrauen in ihre beruflichen Fähigkeiten und wenig Taktgefühl, da sie unfähig ist die Reaktion anderer auf ihr Benehmen richtig einzuschätzen.
    Sonnst wüsste sie, wie sehr sie Kyra degradiert und sie würde nicht denken, dass Kyra nicht dankbar wäre, dass Molly ihr immer noch aushilft.

    Es ist tatsächlich relativ unangebracht, dass sie so wenig vertrauen in Kyras beruflichen Fähigkeiten hat, da Kyra eine alles in allem ganz gute Aufklärungsrate hat (man darf nicht vergessen, dass Privatdetektive generell vieles, bei dem sie dazu gerufen werden, nicht aufklären können, weil ... Ja, manchmal gibt es keine Antwort und wenn - speziell bei Kriminalfällen - die verdammte Polizei es nicht schafft, ist es auch kein Wunder, dass ein Privatdetektiv, der oft noch weniger Ressourcen hat, es auch nicht schafft ...), auch wenn es vorrangig darin begründet ist, dass Kyra sch bei ihren Ermittlungen oftmals nicht an "Regeln" hält, teilweise etwas unorganisiert vorgeht usw. Und das kann Molly so gar nicht ab.
    Der Rest ... Nun, Kyra hat generell ein paar Sachen, die Molly auf Dauer auf die Palme gebracht haben


    Mensch Kyra, du hättest hier mal Initiative zeigen und selbst Schlussmachen können.

    Kyra weint ihr doch immer noch hinterher. o.o


    Ich bin gespannt wann diese Storyline stärker beleuchtet werden wird. Ich nehme mal an, in Band 2?

    Das ist eine Storyline, die über die Zeit immer mal wieder auftaucht. ;)


    Das denkt Molly, oder? Woher weiß sie denn, dass Jason auch weg ist? Sprach der andere Polizist nicht von einer Person?
    Bzw, sie hat von Entführung und Kyra gesprochen, aber Jason wurde glaube ich nicht erwähnt.

    Ich glaube, da habe ich tatsächlich einen Fehler gemacht. Muss ich mal schauen, dass ich das in einer späteren Version noch etwas überarbeite. :)


    Blutendes Hemd, das Mobiliar wurde zerlegt, ja, ich würde da auch vorsichtig bleiben und von vielleicht sprechen.

    Das ist das Protokoll. ^^" Alles ist nur eine Theorie, biss es bewiesen wurde. Von allem, was die Polizei weiß, wäre es eine unwahrscheinliche, aber valide Theorie, dass sie sich die Wunden selbst zugefügt hat, um ihr Verschwinden zu fälschen.


    Wäre auf jeden Fall interessant später zu sehen, wie sie nach der Enthüllung miteinander interagieren.

    Absolut lieb und nett und überhaupt mit nicht etwaigen Mordgedanke! :D


    Ich würde aber sagen, dass Hunde deutlich robuster sind, als es den Anschein hat.
    Insbesondere beim Überleben innerhalb von Städten.

    Ja, aber Wölfe finden es dennoch albern, wie abhängig sich Hunde von Menschen machen. Voll doof, die Viecher.

  • @Yasha Wolf Seki und ich haben gewettet, ob @Thrawn am Montag oder vorher postet xD Ich sage mal nicht, wer worauf gewettet hat. ;)  

    Jaja, auf das Verhalten anderer Menschen wetten. Das ist moralisch gesehen ja überhaupt nicht bedenklich. :whistling:
    Nun ja, dann bleibt mir wohl nur übrig, einfach weder das eine noch das andere zu tun und einfach gar nicht bzw. danach zu posten, damit sich beide gleichermaßen ärgern. Ha!


    Ja, gut ... Also, der Perspektivenwechsel bietet sich hier wohl in der Tat an, um auch noch die Spannung ein wenig hochzuhalten. Ich meine, ich gehe sowieso davon aus, dass ihr Kyra nicht sterben lasst, aber nichtsdestoweniger ist es ein auf positive Art unschönes Gefühl, nicht zu wissen, was ihr genau noch passiert ist bzw. noch passiert.
    Übrigens sollte ich es vielleicht mal klarstellen - ich hasse Molly nicht. Es ist nur so, dass es mir bisher schwer fiel (und eigentlich immer noch schwer fällt), für mich zu entscheiden, ob ich sie nun mögen soll oder nicht. Sie wirkte ein wenig unsympathisch, weil manche Reaktionen Kyra gegenüber nicht so nett waren, selbst wenn man bedenkt, dass Kyras Geschichten ein wenig schwer zu glauben sind. Andererseits machte sie eben einen vernünftigen Eindruck und wirkte eigentlich auch wie jemand, auf den man sich verlassen kann. Nun jedenfalls - der Perspektivenwechsel hilft mir irgendwie auch nicht so ganz bei der Entscheidung, weil sie zum Beispiel einerseits (ein bisschen vorschnell, möchte ich fast sagen) vermutet, dass Kyra halt einfach paranoid geworden ist (und somit auch hier nicht ganz ernst zu nehmen scheint), man aber andererseits ihre aufrichtige Besorgnis herausliest und eben auch mal ihre Perspektive auf das Ende der Beziehung hört. Und, tja, wenn sie es wirklich nicht mehr mit Kyras Unordnung und allem aushalten konnte, fällt es halt schwer, deswegen böse auf sie zu sein. Im Endeffekt ... Ich denke, sie wirkt hier sogar ein bisschen sympathischer, aber so ganz habe ich mich halt immer noch nicht entschieden, ob ich sie mögen soll.
    Nun ja ... Okay, Kyra wurde mitsamt Mitbewohner und Hund verschleppt. Und das ... Nun, ist das nicht etwas merkwürdig? Ich meine nur: Wir haben drei Leute, die zwei Personen (eine davon schwer verletzt) und einen Hund abtransportieren müssten. Da ich nun einmal nicht annehme, dass Jason freiwillig mitgehen würde und Watson wohl auch nicht, müssten die drei die beiden wohl irgendwie betäuben oder so (und Kyra ist ja sowieso bewusstlos). Dann aber wiederum müssten sie die drei aus der Wohnung und durch das Treppenhaus schaffen, vorbei an einer Vermieterin, die bereits aufmerksam geworden ist und wohl auch die Polizei gerufen hat. Dann müsste man die drei Entführten auch noch abtransportieren, was je nach Fahrzeug natürlich möglich sein, aber auch eng werden kann. Dabei wiederum dürften sie nicht von Leuten auf der Straße gesehen werden. Das scheint mir insgesamt irgendwie doch recht riskant und auch schwierig umzusetzen zu sein. Natürlich gäbe es Möglichkeiten bzw. Faktoren, die das weniger merkwürdig machen würden: Die Vermieterin könnte sich vielleicht einfach aus Angst in ihrer Wohnung verbarrikadiert haben (hm, andererseits, wenn sie einen Türspion hätte ...) und es war ja auch relativ spät, also sind vielleicht auch nicht so viele Leute auf der Straße. Und bewusstlose Menschen über eine gewisse Strecke tragen ist ja mit der richtigen Technik auch noch relativ leicht möglich - ich meine, das habe ich beim Krav Maga auch gelernt, haha. Und während ich zwar vermutet habe, dass Jason wohl nicht freiwillig mitkommen würde, könnte man ihn vielleicht sogar dahingehend unter Druck setzen, hm ...
    (Edit: Ach, vielleicht ... Nun, es steht ja erst einmal eigentlich nur fest, dass alle drei verschwunden sind. Rein theoretisch hätte aber Jason vielleicht sogar noch entkommen und dann vielleicht untertauchen können, hm. Naja, aber ob er die Gelegenheit dazu hatte und es dann auch getan hätte - ich meine, dazu müsste er eine gute Freundin und Mitbewohnerin zurücklassen - ist wohl nicht ganz so sicher.)
    Dennoch - die ganze Aktion kann sich in mancherlei Hinsicht als schwierig erweisen und diesbezüglich ... Nun ich frage mich, ob sie da nicht vielleicht dann doch die Wohnung auf dem Weg verlassen haben, auf dem Wright schon vorher immer rein und wieder raus kam. Ich weiß natürlich nicht, wie genau er das angestellt hat und daher auch nicht, ob ihnen das wirklich einen Vorteil an der Stelle verschaffen würde, aber der Gedanke kam mir schon.
    Nun, aber da wird man wohl abwarten müssen, seufz. Allerdings befürchte ich fast, dass auf Kyra vielleicht auch noch Probleme zukommen werden, selbst wenn sie diese "Sache" ausgestanden hat. Das Problem ist, dass ja jetzt die Polizei ein wenig über sie nachforschen muss und dabei ... Nun, man könnte Hinweise auf eine Bestechung finden oder aber Hinweise auf den illegalen Kauf einer Waffe, je nachdem, in welche Richtung man ermittelt. Es wäre dann natürlich echt nicht schön für Kyra, den Werwölfen entkommen zu sein und als Nächstes dann selbst noch Probleme mit dem Gesetz zu bekommen. Aber naja, Letztere dürften dann im Vergleich zu Ersterem vielleicht eher wenig problematisch erscheinen, ähem.
    Aber gut, man wird sehen.











  • Und da ist das nächste Kapitel :D Wuhu. Yay.


    Ab jetzt immer im Montags-Rhythmus. Nur noch einmal zur Erinnerung. ;)


    Ja, jetzt geht es erst einmal weiter aus Mollys Sicht und ihr lernt außerdem Mrs. Morrs einmal kennen. Die sagenumwogene Vermieterin aus dem Erdgeschoss, die Watson so absolut nicht leiden kann. *hüstel* Außerdem findet Molly etwas. Ja, etwas ... Nur was? Lest selbst!


    *hofft mal, wieder etwas von @Aprikose und @Sheogorath zu hören*





    Steif saß Molly vor dem Steuer ihres Wagens, einem weißen Volkswagen.
    Sie hatte den Wagen an einem Supermarkt, zwei Straßen von Kyras Wohnung abgestellt, und konnte noch immer nicht glauben, was sie gerade tat. Sie konnte noch immer wegfahren. Sie konnte noch immer Heim fahren, konnte sich hinlegen und warten, hoffen. Sie konnte sich noch immer für einen Weg entscheiden, der sie nicht absolut sicher in Probleme bringen würde.
    Zögerlich wanderte ihre Hand zum Zündschlüssel. Sie konnte ihn umdrehen, den Wagen starten und nach Hause fahren.
    Aber Kyra war verschwunden und war sehr wahrscheinlich in Gefahr. Von allem was sie gehört hatte, war es eine wahrscheinlich gewaltsame Entführung gewesen – das hieß, dass sie Spuren von einem Kampf vor Ort gefunden hatte. Und natürlich war da noch die Sache, die McDougal gesagt hatte: Mrs. Morrs hatte die Polizei angerufen, nachdem sie laute Geräusche aus Kyras Wohnung gehört hatte. Also konnte es sein, dass Kyra verletzt war. Ja, vielleicht war sie sogar …
    Nein, Molly wollte daran nicht denken.
    Sie konnte nicht einfach abwarten, dass jemand anderes Kyras Leiche finden würde. Das würde sie sich nicht verzeihen können – selbst wenn es nichts gab, was sie tun konnte.
    Also seufzte sie, zog den Schlüssel aus dem Schloss und stieg aus dem Wagen aus.
    Die Schneeflocken flogen nun noch dichter. Es war beinahe, als würde ein tatsächlicher Schneesturm aufziehen. Dabei war es erst November …
    Natürlich waren die Gehwege und Straßen frei. Hier im Norden war man auf kaltes Wetter vorbereitet und für gewöhnlich schafften es die Straßendienste zumindest die ersten drei Wochen Schnee zu überstehen.
    Der Straßenstreu knirschte unter ihren Schuhen, als sie vorsichtig die Straße hinunter ging. Sie wusste genau, dass sie nicht hier sein durfte, dass sie sich in Probleme bringen würde, wenn man sie hier sah. Ach, wenn sie Pech hatte, würde Mrs. Morrs später ihren Kollegen davon erzählen. Sie war sich dahingehend nicht vollkommen sicher. Doch sie würde gar keine andere Wahl haben, als mit Mrs. Morrs zu sprechen, hatte sie doch selbst nicht mehr den Schlüssel von Kyras Wohnung.
    Dankbarer Weise traf sie auf dem Weg zum Haus keinen anderen Polizisten. Auch vor dem Haus selbst war keine weitere Streife positioniert, wie sie es manchmal taten, wenn sie damit rechneten, dass ein Täter zum Tatort zurückkehrte. Dann wiederum konnte es sein, dass in irgendeinem der am Straßenrand geparkten Wagen ein Kollege in Zivil saß … Ach, es konnte auch sein, dass jemand sie auf einer der Straßenkameras erkannte.
    Noch einmal sah sie sich um. Dann klingelte sie bei Mrs. Morrs.
    Sie wusste, dass Kyra schon länger eine kleine Fehde mit der alten Dame führte, die mehr als einmal gedroht hatte, sie rauszuwerfen. Molly selbst fand die alte Frau nicht unbedingt sympathisch, wenn auch bei weitem nicht so schlimm, wie Kyra so oft getan hatte.
    Mrs. Morrs, die in ihrer eigenen Wohnung keine Gegensprechanlage hatte, kam mit schlurfenden Schritten, die Molly auch auf der anderen Seite der Tür noch gut hören konnte, an die Haustür gelaufen und öffnete.
    Die alte Dame war recht klein, etwas das durch ihren vorgebeugten Gang nur noch deutlicher erschien. Ihr weißes Haar war licht, aber noch immer leicht lockig und – wie so oft bei alten Frauen – verhältnismäßig kurz gehalten. Sie trug außerdem eine recht dick gerahmte Brille und hatte sich einen Stoffschal um den Hals geschlungen. Nun blinzelte sie Molly an. „Ah, Ms. Steward“, meinte sie mit heiserer Stimme, als sie sie erkannte. „Ich habe Sie schon lange nicht mehr gesehen. Was machen Sie hier?“
    „Hallo, Mrs. Morrs“, erwiderte Molly. Wie sollte sie es am besten anfangen? „Ich …“ Sie zögerte. „Ich habe gehört, Sie haben letzte Nacht die Polizei gerufen?“
    „Ah …“ Die alte Frau musterte sie und hustete leicht. Offenbar war sie etwas erkältet. „Ja, ja. Das habe ich. Sie müssen sehen, Ms. Steward, letzte Nacht bin ich von einem Krach aufgewacht … Das glauben Sie nicht! Wirklich. So ein Krach. Ich dachte die Decke kommt runter.“
    Molly ließ die alte Frau reden. Sie wollte eigentlich lieber zum Punkt kommen, doch gleichzeitig wollte sie auch nicht als aufdringlich erscheinen.
    „Ich war gestern früh ins Bett gegangen, wissen Sie und da bin ich gerade eingeschlafen, als das auf einmal losgeht. Bumm. Bumm. Bumm.“ Sie gestikulierte mit der Hand. „Ich dachte eigentlich, es sei wieder dieser vermaledeite Köter, aber es dann war es ja doch irgendwie zu laut. Und meine armen Katzen … Gerronimo war ganz verängstigt!“
    Molly zwang sich zu einem steifen Lächeln. „Haben Sie irgendetwas versucht?“
    Die alte Frau hustete wieder. „Ach, kommen Sie erst einmal rein.“ Sie öffnete die Tür etwas weiter, um Molly hereinzulassen, und stiefelte dann zu der Tür ihrer eigenen Wohnung.
    Das Haus war einmal wohl ein einziger Wohnraum gewesen, der irgendwann in Wohnungen unterteilt worden war, wie es beinahe schon britischer Standard – gerade in den Städten – war. Molly vermutete, dass Mrs. Morrs dafür gesorgt hatte, als ihr Mann verstorben und die Kinder ausgezogen waren, doch hatte sie die alte Frau nie gefragt.
    „Kommen Sie, kommen Sie“, meinte Mrs. Morrs nun und winkte sie zur Wohnungstür, während sie ungelenk eine schwarze Katze mit einem Fuß davon abhielt, ins Treppenhaus hinaus zu laufen.
    „Danke“, erwiderte Molly steif. Sie wusste, sie würde zuhören müssen, wenn sie zu dem kommen wollte, weshalb sie eigentlich hier war.
    Also fand sie sich keine drei Minuten später im Wohnzimmer Mrs. Morrs' wieder, eine getigerte Katze mit weißem Bauch auf dem Schoss.
    Die ganze Wohnung, die in demselben massiven Stil gehalten war, wie man es so oft bei alten Leuten, die lange Zeit am selben Ort gelebt hatten, sah. Dunkle Massivholzmöbel, ein Sofa, dass mit ausgeblasstem, aber ehemals wohl dunkelgrünen Pseudosamt überzogen war, und ein massiver Tisch, dessen Oberfläche tatsächlich gekachelt war. Dabei wirkte die Wohnung, nicht zuletzt dank der Zimmerpflanzen, die viele Fenster beinahe blockierten, und den dazu kommenden nur halb durchlässigen Gardinen etwas dunkel.
    Schlimmer jedoch war, dass die Wohnung zu sehr nach Katze roch. Mrs. Morrs hatte zu viele Katzen, weshalb die Wohnung nach lebendiger Katze, nach Katzenfutter, aber auch nach Katzenklo roch. Wahrscheinlich schaffte die alte Dame es nicht mehr, den Streu oft genug rauszubringen.
    Jedoch verkniff sich Molly jedweden Kommentar dazu, nippte freundlich am Tee und ließ sich die Geschichte weiter erzählen:
    „Ich wollte aufstehen, wissen Sie? Ich wollte, ja, aufstehen halt und hochgehen und dem Mädchen sagen, dass sie ihren Köter unter Kontrolle halten soll. Aber ich bin halt alt, nicht? Also habe ich etwas gebraucht, bis ich aufgestanden bin und meinen Morgenmantel übergezogen hatte und bis ich dann hochgehen wollte, war es auf einmal ruhig.“
    „Ruhig?“, fragte Molly nach.
    „Ja“, erwiderte die alte Frau, die vielleicht ein wenig zu viel Spaß daran hatte, diese Geschichte zu erzählen. Wahrscheinlich war es eine der aufregendsten Sachen, die ihr in den letzten Jahren passiert war. „Mucksmäuschenstill, sage ich Ihnen. Kein Ton mehr. Selbst der Köter hat nicht mehr gebellt. Und ich war mir nicht sicher, was da los war. Also bin ich hoch und habe geklingelt. Aber nichts hat sich gerührt. Also habe ich noch einmal geklingelt …“
    Und dann noch mal, und dann noch mal, hörte es Molly schon in ihrem Kopf.
    „Aber nichts. Gar nichts. Absolut still war's.“ Mrs. Morrs trank selbst etwas Tee und reichte ihr einen Teller mit Teegebäck. „Möchten Sie einen Keks?“
    „Nein, danke“, erwiderte Molly rasch, während die Katze auf ihrem Schoss sich streckte. Sie zögerte. „Und dann?“
    „Nun, dann habe ich mir doch Sorgen gemacht. Ich meine, das Mädchen“ – sie sprach immer nur vom „dem Mädchen“ wenn sie über Kyra redete – „hat sich ja doch schon ein paar Mal mit Leuten angelegt. Und dann ist ja da auch noch wer eingebrochen letztens … Ich weiß nicht, ob sie davon gehört haben?“
    „Nur zum Teil“, antwortete Molly.
    „Ja, eingebrochen haben Sie bei ihr. Und da dachte ich mir: 'Was wenn sie jetzt jemand angegriffen hat', dachte ich mir. Und ich habe mir noch gedacht: Ich kann da ja jetzt reingehen und nachsehen. Aber was, wenn da noch ein Einbrecher ist? Also habe ich die Polizei angerufen und bin dann mit Ihren Kollegen in die Wohnung.“
    Molly nickte nur geduldig, während sie merkte, wie sich ihr Magen zusammenzog.
    „Und ich mein, ich weiß nicht, was da passiert ist, aber ja, irgendwer ist da reingegangen, um so viel Schaden wie möglich anzurichten, sage ich Ihnen“, meinte die Frau. „Ich mein, die Wohnung … Größtenteils in Ordnung. Aber das 'Arbeitszimmer' des Mädchens … Alles auseinander genommen! Alles in Chaos. Als hätten die Äxte gehabt!“
    Mollys Herz sank noch weiter. „Was?“
    Die alte Frau sah sie an. „Nichts stand da mehr. Die haben mich nicht lange darin gelassen, Ihre Kollegen, aber ich hab genug gesehen. Die Möbel waren vollkommen zersplittert und der ganze Computerkram des Mädchens ganz kaputt. Papierkram war auch auf'm Boden und alles.“
    Nur schwerlich konnte Molly ein Fluchen unterdrücken. Wie konnte das passiert sein? Nein, nein, das war nicht die richtige Frage. Sie musste die richtigen Fragen stellen.
    „Ach je, dass muss schwer für Sie sein“, fiel der alten Dame nun auf einmal ein. „Sie sind eine gute Freundin des Mädchens, nicht?“
    Molly schürzte die Lippe. Natürlich wusste Mrs. Morrs nicht, was für eine Art von Freundin sie gewesen war. „Ja“, sagte sie daher nur und räusperte sich dann, um wieder sprechen zu können. „Haben Sie denn irgendjemanden gesehen oder jemanden im Treppenhaus gehört?“
    Mrs. Morrs schüttelte nur den Kopf. „Dass ist es ja. Nichts. Gar nicht. Kaum zu glauben. Wirklich.“
    Molly nickte und zögerte. Dann, bemüht um einen möglichst neutralen Tonfall, fragte sie: „Sagen Sie, können Sie mich vielleicht in die Wohnung lassen?“
    „Ich weiß ja nicht“, erwiderte die alte Dame. „Ihre Kollegen haben die Wohnung irgendwie versiegelt, haben sie gesagt. Vielleicht sollten wir warten, bis sie noch einmal vorbei kommen.“
    Nein, das wäre nicht gut. „Das ist schon in Ordnung, Mrs. Morrs. Wirklich.“ Sie lächelte. „Ist alles abgesprochen“, versicherte sie.
    Für einen Moment musterte Mrs. Morrs sie durch ihre dicken Brillengläser hindurch, doch dann gab sie nach: „Nun, wenn Sie das sagen.“
    Und nach einen kurzen weiteren Hin und Her hatte Molly schließlich den Ersatzschlüssel für Kyras Wohnung in der Hand. Die alte Frau war am Ende dankbar gewesen, nicht noch einmal die Treppe hoch zu müssen, so dass sie den Schlüssel bereitwillig an Molly abgegeben hatte.
    An sich war – das wusste Molly – die Wohnung nicht im eigentlichen Sinne versiegelt. Man hatte nur die üblichen Vorsichtsmaßnahmen vorgenommen, um Leute davon abzuhalten, aus Versehen den wahrscheinlichen Tatort zu betreten. Entsprechend hatte man Absperrband an der Tür aufgehängt und außerdem – nicht zuletzt auch um Kontaminierung zu verhindern – die Tür am Rand etwas abgedichtet. Dennoch konnte man die Tür ohne weiteres öffnen, wenn man denn den Schlüssel hatte.
    Zögernd stand Molly vor der Tür. Wenn sie nun reinging und es herauskam, konnte es ihr alle zwischen einem unbezahlten Zwangsurlaub oder gar einem Dienstverweis einbringen. Doch die Worte von Kyras Vermieterin hatten ihr Angst gemacht. Sie wollte die vermeintliche Verwüstung mit eigenen Augen sehen, da sie es noch immer nicht so ganz glauben würde. Immerhin wusste sie, dass, wenn es wirklich so ein Chaos war, die Wahrscheinlichkeit, dass Kyra tot war, stieg. Wenn Angreifer mit solcher Gewalt vorgingen, machten sie selten davor Halt, die Zielperson zu verletzen.
    Molly hatte sich eine Mütze übergezogen und Plastikhandschuhe über die Hände gezogen, um möglichst selbst keine Spuren zu hinterlassen. Sie musste ihr Glück auch nicht herausfordern. Doch sollte sie wirklich …?
    Sie musste. Sie musste es selbst sehen. Zumindest das, was man hier gelassen hatte. Immerhin waren alles Beweise.
    Auch wenn es ihr Ärger einbrachte. Sie musste es sehen. Und so schloss sie die Tür auf und machte sich dann vorsichtig daran, durch das Absperrband zu steigen.
    Irgendwie war es überraschend, den Flur relativ ordentlich vorzufinden. Es sah eigentlich aus wie immer. Sogar Kyras Sneaker lagen verkehrt herum neben dem Schuhregal, das Molly ihr einst einmal spendiert hatte.
    Die Garderobe war leer, doch wahrscheinlich hatte man hier aufgehängte Kleidungsstücke mitgenommen, da eventuell die Möglichkeit bestand, dass eins der Kleidungsstücke eben doch einem der möglichen Angreifer gehörte, vor allem wenn die Spuren nicht für einen Einbruch sprachen.
    Vorsichtiger als nötig ging Molly den Flur entlang zur Tür, die zu Kyras kleinem Arbeitszimmer führte.
    Die Tür war nur angelehnt, so dass es nicht schwer war, sie weiter aufzuschwingen. Molly wusste nicht, womit sie genau rechnete, doch tatsächlich überraschte sie, was sie sah:
    Auch wenn die Spurensicherung bereits durch das Zimmer gekommen war, lagen noch immer einige grobe Holzstücke herum. Hier eine Hälfte von Kyras Schreibtisches, am anderen Ende des Raums die andere. Einige Spuren am Boden verrieten, dass man einige kleine Stücke wohl aufgesammelt hatte. War Blut daran gewesen?
    Von Kyras Rechner fehlte jede Spur – vielleicht hatte ihn die Spurensicherung, vielleicht hatte auch der Angreifer ihn eingesammelt. Nur der vollkommen zertrümmerte Bildschirm lag in einer Ecke, sowie auch einige schwarze Plastikteile, die, wie Molly glaubte, zu Kyras Drucker gehörten.
    Der blecherne Aktenschrank war nicht da. Hier war sie sich sicher, dass die Spurensicherung ihn mit sämtlichen Akten mitgenommen hatte. Immerhin konnte man hier vielleicht Hinweise finden. Kyras großer Schrank, in dem sie allerhand unsortierten Kram und Bürobedarf aufbewahrte, stand noch, wenn man es denn so sagen wollte. Da er in einer Einbuchtung zur normal linken Seite des Schreibtisches stand, konnte er schlecht seitlich fallen, so dass die Teile noch irgendwie gegen die Wände lehnten. Die Regalböden waren jedoch zerbrochen und lagen im Raum verteilt.
    Verdammt. Es sah so aus, als wäre ein Tornado durch den Raum geweht. Wie war das passiert? Wieso sollte jemand so eine Zerstörung anrichten?
    „Was machst du nur, Kyra?“, murmelte sie mit einem tiefen Luftzug.
    Wenn Kyra noch lebte, würde dies wahrscheinlich nicht lang der Fall sein. Wer auch immer das hier angerichtet hatte, war brutal. Wahrscheinlich wollte er alle möglichen Beweise vernichten. Vielleicht auch ein Exempel statuieren. Es überraschte sie beinahe, dass man Kyras Leiche nicht schon lang irgendwo zur Schau gestellt gefunden hatte.
    Nein. Sie musste sich konzentrieren. Vielleicht gab es irgendetwas, dass die Spurensicherung zuvor übersehen hatte. Immerhin wussten sie nicht, wie es hier normal aussah. Sie kannten Kyra nicht.
    Ja, das war der richtige Ansatz. Wenn sie in Panik verfiel, würde sie Kyra auch nicht helfen können. Also musste sie nachdenken. Musste genau hinsehen.
    Sie ging zu den Teilen von Kyras Schreibtisch hinüber und sah sie sich an. Von allem was sie sagen konnte, war der Schreibtisch nicht durch eine Axt zerstört worden, sondern indem etwas schweres oder etwas mit sehr viel Schwung dagegen geschlagen war. Was? Einen menschlichen Körper.
    Der falsche Gedanke.
    Was war mit Watson? Immerhin war der Hund zwar ein Angsthase und dazu noch schlecht erzogen, doch er war Kyra treu ergeben. Molly war sich sicher, dass er im allergrößten Notfall zumindest versuchen würde, sie zu verteidigen. Warum war er nicht hier? Selbst wenn man Kyra und Jason aus irgendeinem Grund mitgenommen hatte – vielleicht, damit irgendein Drogenboss selbst die Drecksarbeit erledigen konnte – gab es eigentlich keinen Grund, Watson mitzunehmen. Wo war er also?
    Vorsichtig und darauf bedacht möglichst nichts zu verändern, ging sie in die linke Ecke vor dem noch halb stehenden Schrank, wo Watsons Körbchen größtenteils von Splittern und unbedrucktem Blättern Papier bedeckt stand.
    Es war weit hergeholt und sie wusste das, doch es war die eine Sache, die für sie überhaupt keinen Sinn ergab. Immerhin, wenn sie ein Verbrecher wäre, würde sie Watson nicht am Leben lassen, entsprechend …
    Aber was hoffte sie eigentlich zu finden, fragte sie sich, während sie das Körbchen genauer in Augenschein nahm. Watson hatte sich darunter garantiert nicht versteckt. Dennoch ließ sie ihre Finger durch den Plüsch auf der Innenseite des Körbchens entlang wandern. Zumindest schien es nicht beschädigt zu sein. Warum nicht?
    Und dann fiel ihr Blick auf die Ecke hinter dem Körbchen, wo etwas rotbräunliches hervor blitzte. Vorsichtig und mit einem kleinen Plastiksäckchen in der Hand, beugte sie sich vor um danach zu greifen. Es war ein kleiner Büschel Fell, doch – da war sie sich recht sicher – nicht Watsons. Die Haare waren nicht die richtige Länge und auch die rostbraune Farbe passte nicht zu Watson. Allerdings, das sah sie auch, es waren ein, zwei Tropfen Blut an dem kleinen Büschel. Von wem?
    Sie verstaute den Büschel im Säckchen und ließ vorsichtig ihre Hand die Leiste des Zimmers entlang fahren. Warum hatte es noch niemand gefunden? Dann wiederum … In diesem Chaos … Wahrscheinlich würde die Spurensicherung noch mehrfach vorbei kommen.
    Da war noch etwas: Kratzspuren an der Leiste, so als hätte ein Tier versucht hier Halt zu finden oder irgendwie von jemanden loszukommen.
    Hatte man große Hunde auf Kyra losgelassen? Das war das einzige, das Molly einfiel, um das alles zu erklären. Jedenfalls machte sie ein Foto, auch wenn sie sich nicht sicher war, was sie damit machen sollte. Immerhin konnte sie es schlecht an Superintendant McPhee weiterleiten.
    Und so durchsuchte sie weiter das Zimmer, immer darauf bedacht, möglichst wenig zu verirren.
    Molly fand weitere Kratzspuren an Boden und Tapeten. Wahrscheinlich hatte die Spurensicherung diese bereits fotografiert. Jedoch ließen sie Molly wirklich fragen, was am alles in der Welt hier passiert war. Immerhin hätte man doch von großen Hunden oder dergleichen mehr mitbekommen. Wie wollte jemand mit einem oder gar mehreren großen Hunden hier ungesehen rauskommen?
    Molly bemühte sich, über diese Fragen nachzudenken, um nicht weiter daran zu denken, was ein oder mehrere große Hunde wohl mit Kyra machen konnten, bis sie etwas fand, dass dafür sorgte, dass sich ihr Magen nur noch weiter zusammenzog: Da war etwas zwischen den Spalten des alten Parkettfußbodens, der in der ganzen Wohnung verlegt war. Etwas, das verdächtig nach leicht eingetrocknetem Blut aussah.
    Mangels eines besseren Werkzeugs kratzte Molly etwas des Blutes mit ihrem Wagenschlüssel aus der Lücke und hoffte einfach, dass sie keine Beweise vernichtete. Sie wusste nicht, ob das schon jemand gefunden hatte. Wahrscheinlich. Immerhin war die Spurensicherung dafür ausgebildet so etwas zu sehen. Doch ja, es war definitiv Blut. Kyras Blut?
    Es sah ganz so aus, als hätte jemand versucht, das Blut auf dem Boden aufzuwischen. Doch warum?
    Was war hier nur geschehen?
    „Kyra“, murmelte sie, während sie das bisschen eingetrocknete Blut, das auf ihrem Schlüssel war, in eine ihrer Tüten strich.
    Dann stand sie auf.
    Ach, was tat sie hier nur? Sie hatte alleine keine Möglichkeit das Fell oder das Blut zu untersuchen. Was sollte sie schon tun? Vielleicht war es Kyras Blut, vielleicht Watsons, vielleicht auch das Blut eines Angreifers. Ohne einen forensischen Test gab es keine Methode, das zu sagen.
    Sie würde hier nicht weiter kommen.
    Doch was konnte sie sonst tun?
    Tief ein- und ausatmend stand sie auf und verließ das Arbeitszimmer. Vielleicht gab es noch etwas in einem der anderen Zimmer – und sei es nur eine Spur von Watson.
    Sicher, man hatte sicher Watson vorher nicht übersehen. Aber vielleicht gab es eine Spur. Irgendetwas.
    Also sah sie zuerst in der Küche nach. Wenn sie Watson wäre, dachte sie sich, hätte sie sich wahrscheinlich im Vorratszimmer versteckt. Okay, sie war kein Hund, aber es war zumindest einen Gedanken wert.
    In der Küche schien alles in Ordnung zu sein – einmal davon abgesehen, dass nur einer der Küchenstühle hier stand. Sie sah, dass Kyras Packung Earl Grey Tee noch offen neben dem Wasserkocher stand. Es war beinahe gespenstisch.
    Davon jedoch abgesehen schien alles beinahe wie immer zu sein.
    Auch im Vorratszimmer fand sie keine Spur von Watson oder Kyra.
    Nach der Küche warf sie einen kurzen Blick in Jasons Zimmer, betrat es jedoch nicht. Sie war mit Jason nie gut klar gekommen und wollte auch nicht unbedingt durch seine Sachen wühlen. Immerhin wusste sie kaum etwas über ihn.
    Im Wohnzimmer gab es ebenfalls nichts. Es lag so da wie immer, als wahrscheinlich ordentlichstes Zimmer in der Wohnung. Immerhin wurde es nicht regelmäßig genutzt.
    Im Badezimmer fand sie jedoch noch etwas: Einen einzelnen, kleinen Blutstropfen auf der Ablage des Waschbeckens.
    Vielleicht vom Zeitpunkt, als der Täter den Boden gewischt hatte?
    Ihr fiel auf, dass das Silikon, das die Fuge zwischen Waschbecken und Wandfliesen verdeckte, an mehreren Stellen leicht eingerissen war. Das war noch nicht so gewesen, als Kyra und sie zusammen gewesen waren, doch gleichzeitig hatte das Badezimmer, dessen Heißwasser noch immer von einem nur mittelgroßen Boiler über der Waschmaschine kam, dringend eine Renovierung nötig.
    Also blieb nur noch ein Zimmer. Das Zimmer, das Molly soweit gemieden hatte: Kyras Zimmer.
    Molly wusste nicht, warum sie es genau gemieden hatte. Immerhin war es am wahrscheinlichsten hier etwas zu finden.
    Die Tür war zu. Mit einem tiefen Atemzug ging sie hinüber und legte die Hand auf die Türklinke. Warum zögerte sie so? Sie öffnete die Tür und für einen Moment verkrampfte sich ihr Magen, nur damit sie im nächsten Moment sah, wie alles so aussah wie immer: Chaotisch, eingelebt.
    Wie immer lag getragene Kleidung in ein paar Ecken des Raums. Der kaputte Ledermantel hing über Kyras Schreibtischstuhl. Ja, der gute Ledermantel, an dem Kyra so hing. Kein Wunder, dass Kyra ihn nicht weggeschmissen hatte. Der Ledermantel, den angeblich ein Wolf zerbissen hatte. Ein Wolf …
    Unwillkürlich holte sie das kleine Plastiktütchen mit dem Fellbüschel hervor, schüttelte dann aber den Kopf ob ihrer eigenen Verrücktheit. Nein, es konnte kein Wolf gewesen sein. Niemand konnte einfach so mitten in Edinburgh mit Wölfen durch die Gegend laufen!
    Sie steckte das Tütchen wieder weg. Das mit dem Mantel war vor über einem Monat passiert, es hatte hiermit nichts zu tun.
    „Ach, Kyra“, murmelte sie, als sie den Raum betrat. Alles wäre so viel einfacher, wenn Kyra ordentlich gewesen wäre Dann wäre es viel leichter zu sehen, wenn etwas nicht an seinem vorgesehenen Ort war. Wie oft hatte sie ihr gesagt, dass sie sich um mehr Ordnung bemühen sollte? Doch nie hatte Kyra gehört. Natürlich nicht. Sie war ein absoluter Dickschädel.
    Molly sah sich um. Kyras Bett war ungemacht – wie immer – und das T-Shirt, in dem sie wahrscheinlich gerade schlief, lag halb auf dem Kopfkissen – wie immer. Das Zimmer roch nach Hund, was Molly nicht verwunderte. Sie hatte sich so oft darüber aufgeregt, dass Kyra Watson erlaubte, im Bett zu schlafen.
    Warum fühlte sie Reue?
    Auch diesen Gedanken verdrängte sie.
    Okay. Irgendetwas.
    Es musste etwas mit einem Fall von Kyra zu tun haben. Dessen war sie sich sicher. Die Akten waren für sie nicht zugänglich, wenn der Angreifer sie nicht selbst mitgenommen hatte. Dasselbe galt für den Rechner. Doch Kyra führte nicht nur auf diese Art Protokoll. Sie war „Oldschool“, wie sie es immer genannt hatte – Molly hatte es als „möchtegern“ bezeichnet, wenn Kyra im Stil eines Fernsehkrimis einen Notizblock mit sich geführt und sich auf diesem alles, was sie bemerkte und herausfand in Kurzform notierte.
    Da diese kleinen DIN A7 Blöcke meistens nicht viele Blätter hatten, war so ein Block oft schnell voll und meistens verwahrte Kyra sie noch für eine Weile auf – meistens, weil sie zu faul war, sie ordentlich zu entsorgen.
    Molly ging zu Kyras anderem Schreibtisch, den, der neben ihrem Bett stand, hinüber und öffnete die einzige Schublade. Sie hatte Recht: Sie fand gleich drei dieser Blöcke. Vielleicht enthielten sie einen Hinweis.
    Ja. Sie griff nach Grashalmen, aber sie musste sich einfach einreden, dass es eine Möglichkeit gab, Kyra noch zu finden. Sie musste sich einreden, dass es etwas gab, was sie tun konnte.
    Sie ließ die Blöcke in ihrer Innentasche verschwinden und überlegte.
    Was konnte sie noch tun? Was gab es hier noch? Irgendetwas … Irgendeinen Hinweis.
    Vielleicht machte sie sich auch etwas vor. Letzten Endes hatte sie nur eine Hand voll realen Möglichkeiten. Entweder, sie hatte mit ihrem ersten Gedanken recht, und es hatte mit Brian Fraser – The Snake – zu tun, der auf Rache aus war. Allerdings hatte der kleine Lokalmafioso nie viel mit Hunden am Hut gehabt. Jemanden von Hunden anfallen lassen war nicht sein Stil. Dann gab es noch die Möglichkeit, dass es einfach irgendein Ehepartner war, der des Betrugs überführt war. Doch ganz ehrlich: Was für ein Soziopath würde das Zimmer so zerstören? Eine weitere Möglichkeit wäre, dass Kyra und Jason zufällige Opfer gewesen war, doch die gezielte Zerstörung des Arbeitszimmer sprach dagegen. Wenn jemand irgendwo etwas zerstören wollte: Wieso nur ein Zimmer?
    Mollys Blick wanderte zu Kyras kaputten Mantel. Und dann war da noch die Möglichkeit, dass es diese Leute, von deren vermeintlichen Friedhof Kyra geredet hatte, waren. Aber das ganze konnte nicht real gewesen sein! Molly hatte sich informiert. Sie hatte sich wirklich informiert. Sicher, sie hatte die ganze Wolfsgeschichte für keinen Augenblick geglaubt, doch sie hatte sich mit den Parkrangern in Verbindung gesetzt, die ihr versichert hatten, dass sie nie auch nur die Spur eines Wolfes gesehen hatten. Und wer, wenn nicht die Parkranger, würde so etwas mitbekommen? Davon abgesehen gab es diesen Druidenfriedhof – und einmal ehrlich: Selbst wenn jemand heimlich Leichen im Park verscharrte, und Molly war sich sicher, dass es irgendjemanden gab, der dies tat, würde man sie nicht nach uralten Ritualen beerdigen, oder?
    Die ganze Geschichte machte keinen Sinn!
    Und doch. Kyra war verschwunden und hier waren Spuren eines wilden Tieres.
    Ließ sie sich jetzt mit der Paranoia anstecken?
    Molly sah aus dem Fenster, wo dank den dichten Wolken und dem Schnee bereits Zwielicht herrschte, auch wenn es gerade einmal früher Nachmittag war.
    Okay, sie sollte nicht länger hier bleiben. Sie würde nur riskieren, dass sie jemand fand und viel mehr würde sie von hier wohl nicht finden können. Sie hatte die Notizblöcke. Sie hatte das Haar. Und sie hatte diesen Fellbüschel und eine gute Idee, wen sie danach fragen konnte.


    Eine knappe Stunde später fuhr sie vor dem Amt des Tierschutzes vor. Benjamin, was hieß Benjamin Brown, arbeitete noch, sie hatte ihn angerufen, und wenn sie jemanden kannte, der Ahnung von Hunden und vergleichbaren hatte, dann ihn.
    Sie kannte Benjamin, da er dasselbe Fitnessstudio wie sie besuchte und sie seit knapp zwei Jahren mit seiner Frau Sarah im Sommer joggen ging. Er war ein lockerer Typ, der vielleicht ein wenig zu tierlieb war. Doch er kannte sich mit Hunden und durchaus auch mit Füchsen, Wölfen und dergleichen aus, auch wenn Molly den Gedanken immer noch albern fand.
    Kyra musste sich geirrt haben.
    Dennoch ging sie in das Amt hinein, in dem man – anders als bei der Polizeistation – keine großartigen Kontrollen durchlaufen musste.
    Eine weite Treppe später, stand sie vor einer einfachen, unverzierten Bürotür, neben der die Raumnummer 317 und ein Schild mit den Namen Mr. B. Brown und Ms. J. Thomson angebracht war.
    Molly klopfte. Sie fühlte sich zwar nun selbst etwas paranoid, doch noch immer hatte der Gedanke, was sein konnte, ihre Gedanken fest im Griff. Ja, sagte sie sich wieder und immer wieder: Sie musste es einfach wissen.
    „Ja?“, sagte eine freundliche Frauenstimme, in der ein leises Lachen mitklang.
    Moly öffnete die Tür.
    Jane Thomson war Benjamins Kollegin. Eine junge Frau mit dunkelblondem Haar, das sie zu einem Zopf zurückgebunden hatte. Sie hatte selbst jetzt noch leichte Sommersprossen und schien gerade über etwas gelacht zu haben, da noch immer ein weites Lächeln auf ihren Lippen lag. „Ah, Ms. Steward.“
    „Molly!“, hörte sie dann Benjamins Stimme und wandte sich um.
    Wie so oft hatte Benjamin seinen Schreibtisch – eins jener extra höhenverstellbaren, rückenfreundlichen Modelle – hochgefahren und arbeitete im Stehen.
    Sein Schreibtisch war, abgesehen von Bildschirm, Tastatur und einem Glas gefüllt mit Stiften leer. Wie die meisten Leute, trug er ein einfaches Hemd und eine Jeans. Sein schwarzes Haar war ordentlich zurückgekämmt.
    „Hey, Benji“, meinte sie und bemühte sich um ein Lächeln. Vergeblich.
    „Was ist denn mit dir los?“, fragte er besorgt.
    „Nichts“, erwiderte sie wenig überzeugend.
    „Hat es was damit zu tun, warum du vorbeikommen wolltest?“, tippte er.
    Molly nickte nur. Sie schürzte kurz ihre Lippen. „Sagen wir es so. Es ist etwas passiert und ich mache mir um jemanden Sorgen.“
    Benjamin nickte. „Okay. Wie kann ich dir helfen?“
    Das mochte sie an ihm: Er kam schnell zum Punkt und merkte, wenn etwas wichtig oder eilig war. Sie holte die kleine Tüte hervor: „Kannst du mir sagen, von was für einem Tier das hier kommt?“
    Überrascht sah er das Tütchen an und nahm es entgegen, nur um das Fell darin für einen Moment zu mustern. Er drehte das Tütchen ein paar Mal in seiner Hand. „Ich kann dir recht sicher sagen, dass es hundeartig ist.“
    Dann hatte sie damit Recht gehabt. „Okay. Rasse?“
    Benjamin sah sie an, als würde er versuchen etwas einzuschätzen. „Woher hast du das?“
    „Von einem Tatort“, erwiderte sie. „Wieso?“
    Er schüttelte nur den Kopf und ging zu Thomson hinüber, um ihr wortlos das Tütchen zu reichen.
    Auch die junge Frau nahm das Tütchen und wie er drehte sie es mehrfach. Sie drückte dagegen, offenbar um die einzelnen Fasern besser sehen zu können, ehe sie Molly ansah. „Darf ich etwas rausnehmen?“
    So hatte Molly es eigentlich nicht geplant, doch hatte sie Thomson auch nicht aus ihrem eigenen Büro vertreiben wollen. „Einzelne Haare, ja.“
    Thomson nickte und produzierte ein Nagelpflegeset aus ihrer Schreibtischschublade, um aus dieser eine Pinzette hervorzuholen. Mit dieser zupfte sie zwei Haare heraus und legte sie auf ihre weiße Schreibtischunterlage, um sie in dem besseren Kontrast genauer zu betrachten. Dann schüttelte sie den Kopf und sah zu ihrem Kollegen: „Nenn' mich verrückt, aber das sieht nach einem Wolf aus.“
    „Dasselbe habe ich auch gedacht“, erwiderte er und wandte sich dann Molly zu. „Könnte vielleicht auch etwas wolfsnahes sein. Vielleicht ein sibirischer Husky?“
    Das konnte doch nicht sein!
    Gott, was war, wenn Kyra Recht gehabt hatte! Was war, wenn sie Recht gehabt hatte und alles, was sie gesagt hatte wahr gewesen war?
    Molly wurde beinahe schlecht bei diesem Gedanken. Denn wenn es der Fall war, dann war es auch ihre Schuld. Was wusste sie schon, was Kyra noch gemacht hatte, um ihre Theorie zu beweisen? Als sie ihr gesagt hatte, dass es der Druidenfriedhof war, war Kyra noch einmal mit Jason im Wald gewesen. Also was hatte sie jetzt gemacht?
    Nein, ermahnte sie sich, es war noch nichts bewiesen.
    Allerdings gab es etwas, dass sie vielleicht die ganze Zeit hätte machen sollen. Der Grund, warum sie erst jetzt hier war, da ein kleiner Teil von ihr so etwas schon geahnt hatte: Sie hatte den kleinen Chip von Zuhause geholt. Die SD-Karte, die Kyra ihr gegeben hatte.
    Diese holte sie nun aus ihrer Tasche hervor und reichte sie Benjamin. „Könntest du diese einmal einwerfen?“
    Er sah sie an. „Du weißt, dass ich das eigentlich nicht darf?“
    Molly nickte. „Sorry. Gibt es irgendeine …“
    Doch Benjamin unterbrach sie mit einer Geste. „So genau nimmt es hier niemand, wenn du keinen Virus drauf hast.“
    „Ich denke nicht“, erwiderte Molly.
    Er nickte nur mit einem wohl beruhigend gemeinten Lächeln und nahm eine kleine Büchse, die mit einem Kabel an seinem Bildschirmständer festgemacht war. Offenbar eine Anschlussbuchse für USB-Träger, der auch Steckplätze für verschieden große SD-Karten hatte.
    Er klickte ein paar Mal und winkte dann Molly, sich zu ihm zu stellen. „Worum geht es?“
    Leicht angespannt suchte Molly die Bilder aus, die Kyra oder Jason gemacht hatten. Jene Bilder, die jene vermeintlichen Wölfe zeigten. „Hier.“
    Benjamin hob eine Augenbraue. „Wo wurden die aufgenommen?“ Er klickte durch die Bilderfolge.
    „Angeblich im Queen Elizabeth Nationalpark“, antwortete Molly.
    „Huh“, war die einzige Antwort, die sie bekam, während Benjamin durch die Bildserie klickte, die zeigte, wie vier hundeartige Tiere, die aufgrund der geringen Bildqualität kaum zu erkennen waren, einen Abhang hinab kamen. Die Augen der Tiere leuchteten im Licht der Kamera.
    Für eine Weile beobachtete Molly ihn nur und sah selbst noch einmal auf die Bilder. Konnten es wirklich Wölfe sein? Es war so schwer zu sagen, da es schwer war die Größe der Tiere einzuschätzen und dank dem Bildrauschen und der Bewegungsverzerrung, sowie der ungleichmäßigen Belichtung auch die Fellfarbe nicht sicher auszumachen war. „Was sagst du dazu?“, fragte sie schließlich.
    Mittlerweile war auch Thomson aufgestanden und stand bei ihnen.
    Benjamin tauschte Blicke mit ihr. „Es ist schwer zu sagen. Aber ich denke, da steckt ein Wolf drin. Allerdings …“ Er zeigte auf eines der Tiere. „So dunkles Fell ist bei Wölfen sehr selten. Um nicht zu sagen, dass es praktisch nicht vorkommt.“
    Thomson stimmte ihm nickend zu. „Ich würde sagen, es sind Mischlinge. Wolfshunde.“
    Erneut zögerte Molly und sah auf die Bilder. Wieso hatte sie Kyra nicht geglaubt? „Aber es ist illegal Wolfshunde zu halten oder zu züchten.“
    „Ohne spezielle Erlaubnis“, antwortete Benjamin. „Man kann aber mit einem Backgrundcheck und wenn man einen ordentlichen Grund nennen kann …“
    „Oder genug Geld hat“, grummelte Thompson.
    Benji nickte. „Wenn man einen ordentlichen Grund hat oder genug Geld hat, kann man eine Erlaubnis bekommen.“
    Molly sah ihn an. „Und ihr habt eine Liste von den Leuten, die eine Erlaubnis haben?“, fragte sie hoffnungsvoll. Denn es war ihre einzige Spur.


    Am Ende fand sich Molly auf ihrer Couch wieder. Es hatte keinen Sinn bei dem halben Schneesturm draußen zu bleiben, auch wenn sie am liebsten weiter gesucht hätte, wusste sie doch, dass sie für einen Moment innehalten sollte, um das, was sie hatte auszuwerten.
    Vor allem brauchte sie Zeit, um Kyras Notizblöcke durchzugehen, in der Hoffnung noch einen Hinweis zu finden.
    Und so saß sie nun hier, eine Tasse Kaffee in der Hand, während sie durch den Block ging.
    Vor ihr auf dem Wohnzimmertisch lag auch der Ausdruck, den Benjamin ihr mitgegeben hatte. Er enthielt sage und schreibe sechs Namen für Edinburgh und die nähere Umgebung. Ein Züchter, der tatsächlich F8 und F9 Wolfshunde züchtete – offenbar bezeichnete man so die Tiere, die schon einige Generationen vom Wolf entfernt waren – und davon abgesehen verschiedene Halter.
    Doch die Namen sagten ihr erst einmal nicht. Ihr Hoffnung einen der Namen – Wright, Bishop oder Wallace – würde in der Liste auftauchen, war leider vergebens gewesen.
    Also ging sie erst einmal die Notizbücher durch. Zumindest hier zeigte Kyra so etwas wie Ordnung: Sie notierte sich immer das Datum, so dass es leicht war, den ältesten Block, der knapp ein halbes Jahr alt zu sein schien, zu finden.
    Und so ging die die Notizen durch. Ein Fall über einen vermeintlichen Betrug. Ein Fall den Vorbesitzer eines Schmuckstückes zu finden. Ein Fall Unterlagen zu finden. Ein Fall zu irgendwelchen erbrechtlichen Fragen, wie es aussah. Ein paar Namensnotizen. Noch zwei vermeintliche Betrugsfälle. Noch einmal eine Frage zum Thema Erbschaft. Wenig interessantes.
    Dasselbe galt für den zweiten Block: Ein vermisster Junge. Wenig Notizen dazu. Dann noch ein Betrug – wie hielt Kyra das nur aus? – und dann einige Notizen einiger Titel, offenbar eine Recherchehilfe. Was auch immer. Und dann kam der Name Tina Wallace das erste Mal vor. Auftrag von einem Thomas Rowes.
    Offenbar hatte Kyra diverse Leute aus dem Umfeld von Tina Wallace interviewt und immer wieder dieselben Worte mit immer weniger Engagement aufgeschrieben: „Liebes Mädchen“. Nun, der Fall schien sie frustriert zu haben. So viel war sicher.
    Dann die Namen Sean Wright und Thia Bishop. Dazu Adressen und Telefonnummern, doch die von Thia Bishop waren wütend durchgestrichen worden. Warum wohl?
    Dann hörten die Notizen dazu auf einmal auf und stattdessen erschienen unter einem weiteren Datum, ein paar Tage später, Notizen zu einem offenbar weiteren Betrugsfall. Wieso? Doch das musste gewesen sein, als Kyra auf diesem vermeintlichen Friedhof gewesen war.
    Ein paar normale einfache Notizen und dann eine Zeile, die sich da las „Department of Literatures, Languages & Culture“ und dann etwas, dass sie stutzen ließ. Ein Name mit einer vierstelligen Nummer: Andrew Sterling, Gälisch.
    Der Grund, warum dieser Name sie stutzen ließ, war einfach. Sie hatte ihn kurz zuvor schon einmal gelesen: Auf dem Zettel, den Benjamin ihr gegeben hatte. Er war einer der sechs Leute mit Halteerlaubnis für Wolfshunde.
    War das nur ein verrückter Zufall?
    Möglich.
    Sie blätterte weiter, fand die Beschreibung des nächsten Fall. Irgendetwas mit Geistern. Okay, vielleicht gab es doch einen Grund, an Kyras Verstand zu zweifeln. Damit war sie durch diesen zweiten Block auch durch.
    Sie holte den dritten hervor. Noch ein paar Adressen. Dann noch einmal der Name Sterling. Nur mit einem Datum. Hatte Kyra diesen Mann getroffen?
    Molly ging die Unterlagen weiter durch. Ja, da der Fall mit dem toten Studenten, den Sutherland Kyra gegeben hatte. Dann der Anfang der Notizen für die ganze Fußballgeschichte. Kyra hatte hier viel geschrieben, denn nur diese Zusammenfassungen nahmen den Rest des Blocks in Anspruch. Natürlich. Den aktuellen Block musste Kyra bei sich gehabt haben.
    Die Fußballgeschichte … Vielleicht eine andere Möglichkeit. Sie hatte daran nicht gedacht. Aber Maia Kerr und Marcel Reilly saßen aktuell in Untersuchungshaft, bis die Verhandlungen begannen. Während sie nicht ausschließen konnte, dass einer der beiden irgendwie einen Auftragskiller angeheuert hatte, so wie es ja offenbar auch mit der Fußballspielerin passiert war, glaubte sie nicht, dass dieser Kyra so angegriffen hätte.
    Also.
    Was blieb ihr noch?
    Außer ein Name …
    Sie nahm den Zettel, den Benji ihr gegeben hatte. Ein Name mit einer Adresse: Andrew Sterling.


  • Mir fällt auf, dass wenn die Truppe bereit war, Kyra zu engagieren, sie vermutlich doch keine Kontakte zur Polizei haben.
    Denn anderweitig würden sie nicht extra Geld ausgeben und riskieren, dass Kyra doch was mitkriegt.


    Oh fast hätte ich den Teil übersehen. Kyra trauert Molly noch hinterher. Mag sein, aber es ist nicht unüblich, dass nach einer Trennung auch der, der sich getrennt hat noch schlecht fühlt und den Anderen vermisst. Von daher.


  • Hm ... Muss mir Molly jetzt unsympathisch werden?


    Nun ja.


    Also, es geht weiter mit Molly - das ergibt wohl auch Sinn. Dabei findet sie ja zunächst einmal die Spuren, die man wohl in etwa erwarten würde, wenn man bisher mitgelesen hat. Zunächst einmal - Mrs. Morrs ist ziemlich gelungen, weil sie in ihrer Art zu sprechen wirklich wie eine (im positiven Sinne) klischeehaftere ältere Frau klingt, die von einem aufregenden Ereignis berichtet. Das ist so diese Wirkung, die häufig von ihr verwendete Formulierungen wie "hab ich mir gedacht" und "Ich mein" haben.
    Nun, unter den Spuren ist wie gesagt erst einmal "nur" Vieles, was man wohl erwarten konnte, wobei ein paar Dinge mir merkwürdig vorkommen. Einmal, dass man wohl versucht hat, das Blut aufzuwischen. Da frage ich mich doch, wozu das genau geschehen sein soll, zumal man sich sicher nicht allzu viel Zeit für solche Dinge nehmen wollte. Ich meine, dass man vielleicht jemanden durch eine Blutlache oder so zieht und auf die Art Wischspuren hinterlässt, wäre ja einleuchtend gewesen, aber warum genau man dann das Blut auch noch aufwischen wollte, geht mir gerade nicht so ganz auf ... Man ist ja versucht, bei allem, was einem vorerst noch nciht zu erklären scheint, auf Magie zurückzugreifen, aber keine Ahnung. Ich könnte jetzt wieder irgendwelche Theorien erfinden von wegen, dass man bei Kyra quasi magische erste Hilfe leisten musste und dafür mit dem Blut Symbole auf den Boden malen musste und dann natürlich das alles wieder beseitigen wollte oder so, aber ... Ja, alles wieder zu unsicher. Nun ja, und dann ist da eben der der Blutfleck am Waschbecken. Man erinnert sich da wohl wieder einmal daran, dass bei dem Einbruch damals der Täter offenbar im Badezimmer endete und dann verschwunden war. Könnte man also wieder als ein zusätzliches Indiz sehen, dass die Wohnung nicht auf normalem Wege verlassen wurde. Ansonsten fällt im Badezimmer eben noch das eingerissene Silikon auf, was natürlich auch noch damit zu tun haben könnte. Wie genau das allerdings zusammenhängen soll ... Tja. Ich meine, das Badezimmer grenzt laut Grundriss nur an andere Räume der gleichen Wohnung und halt nach außen ans Nichts, also kann da jetzt nicht viel mit irgendeinem Geheimweg in ein Nebengebäude sein. Der einzige Ausweg würde auch vom Badezimmer aus erst einmal nach unten führen müssen, es sei denn, man nimmt etwas wie Teleportation (oder etwas Ähnliches wie so ein Portal wie in Doctor Strange) an. Das Fenster war damals beim Einbruch ja auch zu. Naja ...
    Mit der Zeit ist Molly dann wohl gezwungen, Kyras Geschichte mit den Wölfen nachträglich noch etwas mehr Glauben zu schenken. Leider zu spät, aber zumindest zeigt sich, dass die SD-Karte noch ganz nützlich sein konnte. Es ist ein bisschen schade, dass man nicht die ganze Liste der Leute mit der Erlaubnis zu sehen bekommt, denn eigentlich wäre ich noch daran interessiert gewesen, ob nicht zum Beispiel noch Matthews (Nach-)Name auftaucht. So aber weiß man zumindest, dass Sterling draufsteht und das wiederum ... Nun, ich weiß noch nicht, was ich davon halten soll. Es wäre wohl nicht allzu schwer, ihn in ein Bild einzuordnen, in dem er mit Bishop und den anderen unter einer Decke steckt, aber er hat ja damals ja sehr genau nach dem Friedhof gefragt - wo er ist und so weiter - und ich weiß nicht, ob er das getan hätte, wenn er ja sowieso das alles schon weiß. Dann wiederum könnte er das damals halt gemacht haben, um herauszufinden, wie viel Kyra in etwa weiß und wie genau sie den Standort eingrenzen kann, aber ... Hm. Weiß nicht so recht. Man könnte halt auch annehmen, dass er die Sache damals noch mehr hätte herunterspielen müssen, wobei man ja nicht weiß, inwiefern er das nicht vielleicht sogar schon getan hat, da Kyra nichts von dem, was er ihr zu der Inschrift und so weiter erzählt hat, noch einmal überprüft hat. Dann wieder hätte man auch mit dem Risiko rechnen müssen, dass sie das vielleicht tut und daher besser die Wahrheit erzählen sollen, um sich nicht auch noch verdächtig zu machen und ... Äh, ich schweife ab. Die Sache ist eben, dass ich persönlich wohl Sterling mehr als Jemanden von einer anderen Partei eingeschätzt hatte (sofern er nicht nur berufliches Interesse hat, wobei es zumindest verdächtig schien, dass er Kyra nicht unbedingt zum Friedhof mitnehmen zu wollen schien, wenn er ihn denn mal suchen würde, obwohl das eigentlich besser wäre), aber man kann sich ja täuschen. Natürlich könnte die Tatsache, dass er Wolfshunde halten darf, auch ein Zufall sein. Es könnte ja auch irgendwie mit einem Projekt zusammenhängen, das er an der Uni durchführt oder sonst etwas. Er hält sich ja schließlich auch einen Falken in seinem Büro (Er hat einen Vogel. Ha ... Ha ...). Oder aber es ist vielleicht kein Zufall, hängt aber auch nicht mit einer Verbindung zu Bishop und Co. zusammen.
    So oder so, Molly könnte vielleicht von ihm mehr erfahren - unter anderem ja auch den ungefähren Standort des Friedhofs (wenn er eben nicht zu den "Bösen" gehört). Damit würden die Dinge dann natürlich weiter ins Rollen kommen. Außerdem könnte Molly auch noch Kontakt zu Maria aufnehmen. Genug Anhaltspunkte dürfte sie also schon haben - und da sie diesmal einen wirklich triftigen Grund hat, an der Sache dranzubleiben, bestehen wohl auch gute Chancen, dass sie mehr herausfinden wird. Dann zeig doch mal, ob du besser bist als Kyra.
    Nun denn, ich bin gespannt, wie es weitergeht. Vielleicht kommt ja auch irgendwann zwischendurch nochmal ein Szenenwechsel zu Kyra, würde eigentlich auch Sinn machen ... Aber mal gucken.

  • Hallo zusammen, dann melde ich mich auch einmal wieder zu Wort.


    Normalerweise schleiche ich mich ja immer drumm herum, hier Antworten zu schreiben, da ich immer wieder aus Versehen in Spoiler-Teritorium abdrifte, und mich dann selbst korrigieren muss ehe ich den Post absende.


    Aber schauen wir mal, ob wir nicht auch ohne dies ein paar schöne Anmerkungen und leichte Teaser hinbekommen. ;-)

    Mir fällt auf, dass wenn die Truppe bereit war, Kyra zu engagieren, sie vermutlich doch keine Kontakte zur Polizei haben.

    Klingt nach einer sinnvollen Überlegung.


    Sie wird wohl nicht tot sein. Wiederbelebung ist ein lahmes und sau gefährliches Plotdevice und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sie jetzt schon als Untote, oder Geist weiter an der Handlung teilhaben wird.

    Also was Wiederbelebung angeht kann ich dich beruhigen. So etwas wird bei uns wohl nicht vorkommen (sag niemals nie, Seki, sonst wirst du in Band 7 noch erklährungsnot bekommen...).


    Was Geister hingegen angeht, so weise ich nur darauf hin, dass diese bereits seit dem Pilot eine Rolle spielen, und wir den Veröffentlichungstermin auf ein interessantes Datum verlegt haben. ;-)


    Es ist nicht so das wir sie hassen würden, aber man kann sie im Moment mit noch nichts wirklich positivem in Verbindung bringen.
    Wir wissen das sie sich Sorgen um sie macht, schafft das aber nicht einen Gedanken zu beenden, ohne zu betonen das es wahrscheinlich Kyras Fehler war.

    Hier musste ich lachen. Ja, Molly geht leider seit der Trennung häufiger davon aus, das Kyra sich in ziemliche Schwierigkeiten bringen wird (und ein Händchen für Fehler hat).


    Wir wissen nicht mal, ob sie den Wald wirklich abgesucht hat, als Kyra sie darum bat. Wenn nicht, hätte sie Kyras Ermittlungen sogar behindert.

    Nun, sie hat ihn nicht persönlich durchsucht, sondern "nur" die Parkranger befragt.
    Deren Wort hat sie dann vertraut. Ob das aber so bleibt...


    Außerdem erinnert mich das Gemecker an meine Mutter. Und das ist nicht gut, das ist gaaaaaar nicht gut.

    Nein, dass ist nicht gut, nicht gut! Volle Fahrt zurück! XD


    Damit kann man wohl annehmen, dass sie sich als eigene Spezies identifizieren.

    Ja, das kann man so sagen.


    Ich bin SO FROH, dass ich den Mist nicht aufräumen muss.

    Oh ja, ich auch.


    Warum wurden die Notizblöcke noch nicht gefunden?

    Weil keiner auf den Gedanken kam ihr Schlafzimmer zu durchsuchen, nachdem das Arbeitszimmer ihnen so viel Arbeit aufgehalst hatte (und so viel interessanter war).


    war das gerade ein voll gemeiner Spoiler von Molly!

    Molly ist halt BÖSE! ;-)


    Also, es geht weiter mit Molly - das ergibt wohl auch Sinn. Dabei findet sie ja zunächst einmal die Spuren, die man wohl in etwa erwarten würde, wenn man bisher mitgelesen hat.

    Jop, Molly wird euch auch noch für ein wenig erhalten bleiben, jetzt wo sie Blut geleckt hat. Nur um dann plötzlich wieder zu verschwinden...


    Zunächst einmal - Mrs. Morrs ist ziemlich gelungen, weil sie in ihrer Art zusprechen wirklich wie eine (im positiven Sinne) klischeehaftere ältere Frau klingt, die von einem aufregenden Ereignis berichtet. Das ist so diese Wirkung, die häufig von ihr verwendete Formulierungen wie "hab ich mir gedacht" und "Ich mein" haben.

    Danke schön. @Alaiya hat sich richtig Mühe mit ihr gegeben.


    wobei ein paar Dinge mir merkwürdig vorkommen. Einmal, dass man wohl versucht hat, das Blut aufzuwischen.

    Man kann wohl nicht verheimlichen, dass ein Kampf stattgefunden hat, aber wenn man das Blut ganz hätte verstecken können wäre die Polizei-Reaktion vielleicht harmloser ausgefallen (weil kein Mordverdacht etc).


    Man ist ja versucht, bei allem, was einem vorerst noch nciht zu erklären scheint, auf Magie zurückzugreifen, aber keine Ahnung.

    Magie, Magie... nicht alles hat mit Magie zu tun. ;-)


    Ich könnte jetzt wieder irgendwelche Theorien erfinden von wegen, dass man bei Kyra quasi magische erste Hilfe leisten musste und dafür mit dem Blut Symbole auf den Boden malen musste und dann natürlich das alles wieder beseitigen wollte oder so, aber ... Ja, alles wieder zu unsicher.

    BLUTMAGIE!!! :evil:


    Nun ja, und dann ist da eben der der Blutfleck am Waschbecken. Man erinnert sich da wohl wieder einmal daran, dass bei dem Einbruch damals der Täter offenbar im Badezimmer endete und dann verschwunden war. Könnte man also wieder als ein zusätzliches Indiz sehen, dass die Wohnung nicht auf normalem Wege verlassen wurde. Ansonsten fällt im Badezimmer eben noch das eingerissene Silikon auf, was natürlich auch noch damit zu tun haben könnte. Wie genau das allerdings zusammenhängen soll ... Tja. Ich meine, das Badezimmer grenzt laut Grundriss nur an andere Räume der gleichen Wohnung und halt nach außen ans Nichts, also kann da jetzt nicht viel mit irgendeinem Geheimweg in ein Nebengebäude sein. Der einzige Ausweg würde auch vom Badezimmer aus erst einmal nach unten führen müssen, es sei denn, man nimmt etwas wie Teleportation (oder etwas Ähnliches wie so ein Portal wie in Doctor Strange) an. Das Fenster war damals beim Einbruch ja auch zu. Naja ...

    Du kennst meine Meinung zu deinen Detektivischen Fertigkeiten.


    Mit der Zeit ist Molly dann wohl gezwungen, Kyras Geschichte mit den Wölfen nachträglich noch etwas mehr Glauben zu schenken. Leider zu spät

    In der Tat. Da beißt sich Molly aktuell auch ziemlich für in den Hintern.


    So aber weiß man zumindest, dass Sterling draufsteht und das wiederum ... Nun, ich weiß noch nicht, was ich davon halten soll.

    Thrawn ohne dass er den Plot vorhersieht... dass ich das noch erleben kann. ;-)


    Die Sache ist eben, dass ich persönlich wohl Sterling mehr als Jemanden von einer anderen Partei eingeschätzt hatte (sofern er nicht nur berufliches Interesse hat, wobei es zumindest verdächtig schien, dass er Kyra nicht unbedingt zum Friedhof mitnehmen zu wollen schien, wenn er ihn denn mal suchen würde, obwohl das eigentlich besser wäre), aber man kann sich ja täuschen. Natürlich könnte die Tatsache, dass er Wolfshunde halten darf, auch ein Zufall sein. Es könnte ja auch irgendwie mit einem Projekt zusammenhängen, das er an der Uni durchführt oder sonst etwas. Er hält sich ja schließlich auch einen Falken in seinem Büro (Er hat einen Vogel. Ha ... Ha ...). Oder aber es ist vielleicht kein Zufall, hängt aber auch nicht mit einer Verbindung zu Bishop und Co. zusammen.

    *whistle*


    Außerdem könnte Molly auch noch Kontakt zu Maria aufnehmen. Genug Anhaltspunkte dürfte sie also schon haben - und da sie diesmal einen wirklich triftigen Grund hat, an der Sache dranzubleiben, bestehen wohl auch gute Chancen, dass sie mehr herausfinden wird.

    Oh, du ahnst gar nicht wie recht du mit der Hälfte dieser Aussage hast.



  • Wieder einmal ein ganz liebes DANKÖÖÖÖÖ an @Sunaki und @Thrawn!!!!!11111


    https://imgur.com/JvRafUw.gif


    Ja, ich kann auch niedliche Gifs. lol


    Zur Detaillierten Beantwortung!






    Davon einmal abgesehen:


    @Sheogorath, @Aprikose, wo seid ihr? Q___Q


    https://imgur.com/GO9UpJ9.gif




  • So, Montag und das nächste Kapitel. :) Wie ich schon in der Antwort an @Thrawn geschrieben habe, ist das soweit mein liebstes Andrew Sterling Kapitel. Hihi. Er tut mir in dem Kapitel so leid. Weil seine beiden Hauptmotivatoren gegeneinander ausgespielt werden. Und Molly frustriert ihn. Sehr. ^^"


    Zumindest die "Andrew Sterling Frage", sollte mit diesem Kapitel klarer werden, denke ich.


    Und im nächsten Kapitel ... Na ja, ihr werdet sehen.


    *seufz* Davon abgesehen frage ich mich halt wirklich, was der Grund ist, warum ich aktuell nichts von Sheo und Aprikose höre. :( Habe ich irgendwas falsch gemacht? Oder einfach nur keine Zeit? ;(





    📕 Kapitel wegen Buchveröffentlichung online leider nicht länger verfügbar. 📕

  • Ich mag das Pacing von dem Kapitel. Es ist sonnst immer etwas mühsam, ein ganzes Kapitel in einem Stück zu lesen, aber diesmal kam man sehr gut durch.


    Als ich ein bisschen überlegt habe, beim Lesen erinnerte ich mich an eine Frage von dir. Also von Alaiya.
    Da ging es um Paare und wie sie reagieren würden, wenn sie erfahren würden, dass eine Gottheit ihre Beziehung eingeplant hat.
    Du hast glaube ich gesagt dass sich die Götter erst in der späten Mitte rum richtig einmischen würden und deshalb nehme ich an, dass die Stelle noch dauert. Möglicherweise betrifft es Molly und Kyra, da die beiden so unterschiedlich sind, dass man sich wundert, dass sie überhaupt zusammenkamen. Denn die Probleme dürften sich ja von Anfang an sehr klar abgezeichnet haben. Natürlich ist immer noch möglich, dass Kyra später noch eine neue Beziehung eingeht, oder jemand ganz anderes und wir die andere Person noch gar nicht kennen. Das Thema kam bei mir nur auf, weil mich Mollys Charakter daran erinnert hat und weil mir danach war, die Stelle nochmal aufzugreifen.


    Molly geht also in den Wald. Ich hätte nicht erwartet das sie so impulsiv ist.
    Sterling möchte sie natürlich nicht alleine gehen lassen, weil er weiß was da lauert.
    Möglicherweise hat er seiner Frau sogar etwas gesteckt? Man weiß es nicht, man weiß es nicht...
    Im Wald passieren tatsächlich sehr viele Dinge. Wie wissen nun, dass die Wölfe ausnahmslos immer auftauchen.
    Wobei mir auch hier auffiel, dass Sterling die Gefahr lange vor ihr erkannt hatte. Möglicherweise hatte er selbst die Wölfe erschaffen, um sie los zu werden?
    Wenn ich mir jetzt so ansehe, wie lange Mollys Charakterark bisher dauert, habe ich das Gefühl, dass es die richtige Entscheidung war, die Fußballstory aus der Mainhandlung zu streichen. Aber den Winterausflug würde ich trotzdem noch gerne sehen.
    Des weiteren ist die Reaktion von Sterling auf das ein, oder andere Detail sehr nützlich. Dazu unten mehr.

  • Danke @Sunaki für deinen Kommentar.
    Ich finde es super, dass du dich immer so zeitnah zu Wort meldest!


    Da hat man wenigstens ein wenig Feedback, bis @Thrawn sich wie immer kurz vor knapp noch einmal meldet. ;-)
    Mir persönlich macht es immer die größte Freude, eure Kommentare zu lesen und den Spekulationen zu folgen. Teilweise wird es so schlimm, dass ich alle paar Stunden gierig nachschauen gehe (oder @Alaiya nerve) ob es endlich wieder einen Kommentar gegeben hat.
    Von daher weis ich es echt zu schätzen, dass du immer so schnell einen Kommentar abgeben kannst.


    @Sheogorath und @Aprikose vermisse ich hingegen langsam schmerzlich, wäre schön zu hören, was sie so zu sagen haben.


    Ich mag das Pacing von dem Kapitel. Es ist sonnst immer etwas mühsam, ein ganzes Kapitel in einem Stück zu lesen, aber diesmal kam man sehr gut durch.

    Schön zu hören, dass dir das Pacing dieses Mal gefällt. Was machen die anderen Kapitel denn für dich so schwierig in einem durch zu lesen?


    Du hast glaube ich gesagt dass sich die Götter erst in der späten Mitte rum richtig einmischen würden und deshalb nehme ich an, dass die Stelle noch dauert.

    Ja, offene und direkte Einmischung der Götter lässt noch etwas auf sich warten.
    Eine Gottheit hat jedoch in der Geschichte schon kräftig Fäden gezogen (und sogar etwas mehr). ;)


    Molly geht also in den Wald. Ich hätte nicht erwartet das sie so impulsiv ist.

    Ist auch nicht normal für sie. Aktuell macht sie sich jedoch extreme Vorwürfe über das, was Kyra passiert ist, und überkompensiert daher.
    Es gibt aber noch etwas anderes, was mit Molly in diesem Kapitel noch los ist. Kannst du erkennen, um was es sich handelt?


    Möglicherweise hat er seiner Frau sogar etwas gesteckt? Man weiß es nicht, man weiß es nicht...

    Ganz richtig vermutet. Frau Sterling erlebt gerade ihr eigenes kleines Abenteuer, von dem Andrew und Molly nur leider gar nichts mitbekommen.
    Ihre Aktionen nehmen dabei durchaus noch Einfluss auf die Handlung, aber eher in dem Sinne, dass etwas nicht passiert, anstelle anderer eher offensichtlicherer Sachen.


    Wobei mir auch hier auffiel, dass Sterling die Gefahr lange vor ihr erkannt hatte. Möglicherweise hatte er selbst die Wölfe erschaffen, um sie los zu werden?

    Gute Beobachtung wegen Sterling. Was bringt dich zu der Überlegung, dass er die Wölfe selbst erschaffen haben könnte (ich nehme an, du meinst eine Illusion oder dergleichen)?


    Wenn ich mir jetzt so ansehe, wie lange Mollys Charakterark bisher dauert, habe ich das Gefühl, dass es die richtige Entscheidung war, die Fußballstory aus der Mainhandlung zu streichen. Aber den Winterausflug würde ich trotzdem noch gerne sehen.

    Ja, das Streichen der Fußball-Geschichte war wohl die richtige Entscheidung... ;(  
    Ich persönlich finde es jedoch schade, da dort ein paar Charaktere eingeführt werden, die ich sehr gerne in der Haupthandlung eingeführt gehabt hätte (und ich persönlich sehr mag).


    Sterling ist so süß, wie er versucht sie vom Friedhof wegzuführen.

    :whistling::saint:


    Ah der Auftritt der alten Frau. Die Stelle war interessant, weil man nicht erwartet hat das so etwas kommt.
    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ihr Sohn der Bergriese ist und sie wartet, bis er wiederaufersteht.

    Schön, dass das Auftauchen dieser Frau dich überraschen konnte. Interessanter Ansatz mit dem Bergriesen. Was genau bringt dich zu spezifisch dieser Annahme?


    Mit allem was wir wissen kann man also annehmen, dass Sterling kein Mensch ist und das er keinen Kontakt zu Bishops Gruppe pflegt.

    Durchaus keine schlechte Überlegung. ;)


    MfG
    Seki

  • Jaja, kurz vor knapp ...

    Was lässt dich annehmen, dass man sich unter seinen richtigen Namen eintragen lässt?

    Die Macht der Bürokratie, die größer ist als jede Magie. Nichts, aber wenn er draufgestanden hätte, wäre das schon interessant gewesen.


    Okay ... Nun, es geht also zu Sterling und direkt wieder in den Wald. Mollys Vorgehen, das schon vorher ein bisschen zweifelhaft war - in Bezug auf Vorschriften und alles - wirkt hier in der Tat ein wenig unüberlegt. Bei der Kälte in den Wald zu fahren, ohne wirklich ausgerüstet zu sein und ohne sich dort auszukennen - naja. Aber es war wohl Zeit für etwas Dummes.
    Nun ja, die Rolle von Sterling scheint jetzt schon etwas klarer geworden zu sein. Er weiß auf jeden Fall mehr darüber, was da genau vor sich geht. Es wäre immer noch möglich, dass er etwas mit den Wölfen zu tun hat, aber es scheint mir doch eher unwahrscheinlich geworden zu sein. Er selbst scheint wohl auch einige Fähigkeiten zu besitzen, wenn ich mal annehme, dass stark leuchtende Augen und sein gutes Vorankommen im Wald jetzt nicht so alltäglich sind. Das wiederum bringt mich ja eigentlich direkt zu dem Hinweis in einem früheren Rekommi, wonach solche Sachen im eigenen sozialen Umfeld und gerade innerhalb einer Beziehung nicht unbedingt leicht geheimzuhalten sind. Insofern ist es wahrscheinlich, dass seine Frau auch Bescheid weiß. Davon abgesehen scheint Sterling Molly ein wenig von dem Besuch im Wald abhalten und schließlich in die Irre führen zu wollen - allerdings hat man den Eindruck, dass er sie eigentlich mehr schützen will und deshalb auch mitkommt. Er macht also jetzt mehr auf mich den Eindruck wie jemand, der halt schon weiß, was vor sich geht, aber nicht zu den Leuten im Wald selbst gehört.
    Nun ja, dann gibt es hier wieder so ein paar Dinge, die auffallen. Das erste davon ist eigentlich jetzt ironischerweise das Wetter. Es kann natürlich vollkommen unwichtig sein und es ist ja auch nicht so unwahrscheinlich, dass es mal früher kälter wird, aber wo es schon so von Molly erwähnt wird, kann man ja überlegen, ob das nicht auch noch eine Bedeutung bekommt. Aber gut, das ist mehr ein kleines Detail. Dann ist da eben der Akku, der so schnell den Geist aufgibt. Bei Kyra und Jason war etwas Derartiges, soweit ich weiß, nicht passiert. Also müsste jetzt wohl irgendein neuer Faktor da sein, der so etwas verursacht und ... Nun, da bietet sich jetzt wohl Sterling als Möglichkeit an, gleichzeitig aber könnte es auch eine neue Schutzmaßnahme der Wölfe sein oder aber mit der alten Frau zu tun haben. Dann erscheint es auch seltsam, dass Molly schwindlig wird, während Kyra damals keine Probleme in der Richtung hatte. Das könnte nun halt lediglich an der Kälte und der "normalen" Erschöpfung liegen (sie soll aber ja eigentlich relativ fit sein), aber auch ebenfalls das Resultat von irgendetwas Anderem sein - vielleicht sogar von der gleichen Sache, die den Handyakku beeinflusst hat. Wenn es aber etwas Magisches ist, dann scheint es auf Sterling keine Wirkung zu haben - entweder weil er es eben selbst verursacht oder sich vielleicht einfach davor schützen kann. Überhaupt wirkt er recht sicher in dem Wald und außerdem ... Nun, Kyra ist damals selbst auf der Flucht nicht gestolpert oder irgendwo hängen geblieben. Molly hingegen passiert das schon. Das lässt einen dann eben vielleicht auch wieder vermuten, dass Kyra verborgene Fähigkeiten hat, wenn man die beiden Fälle mal vergleicht.
    Außerdem ... Ach, es ist vielleicht wieder nur ein kleines und unbedeutendes Detail, aber wiederum ist es halt etwas, das Molly auffällt: Sterling nimmt keine Mütze mit. Nun sollte man meinen, dass jemand, der ja extra noch nach Hause fährt und entsprechende Klamotten für das Wetter anzieht, auch eine Mütze mitnehmen würde. Und wenn er sie vergessen sollte, würde seine Frau ihn doch bestimmt darauf hinweisen. Es sei denn, sie vergisst es auch. Oder sie existiert gar nicht. Jedenfalls ... Gibt es irgendeinen speziellen Grund, warum er keine mitnehmen wollte/musste? Mir fällt halt keiner ein (abgesehen von "something with magic" und einer ausgeprägten Mützenphobie, möglicherweise als Resultat einer traumatischen Erfahrung mit einer Mütze), und doch ... Naja. Vielleicht spielt das keine Rolle.
    Es tauchen also wieder die Wölfe auf und nach der Verfolgungsjagd, bei der ich eben den Eindruck gewinne, dass Sterling da auch nicht so entspannt wirkt (und folglich nicht zu den Leuten zu gehören scheint, auch wenn man sich noch nicht zu einhundert Prozent sicher sein kann), haben sie schließlich die Wölfe abgehängt. Und, tja, da wäre eigentlich direkt meine Frage: Lag das wirklich daran, dass sie aus ihrem Revier raus sind bzw. jetzt weit genug verscheucht wurden oder liegt es daran, dass dort, wo sie jetzt sind, vielleicht etwas lauert, vor dem selbst die Wölfe ein bisschen Angst haben? Und im nächsten Moment taucht diese alte Frau auf, von der man wohl mutmaßen kann, dass sie diejenige ist, die Bishop in ihrem früheren Gespräch mit Kyra erwähnt hat, somit würde man eigentlich Letzteres vermuten. Oder aber - das wäre auch noch eine Möglichkeit - es existiert irgendeine Form von Grenze, die die Wölfe nicht überschreiten können - auch eine Kombination aus mehreren dieser Möglichkeiten ist nicht ausgeschlossen.
    Und um dann noch auf die alte Frau einzugehen: Sie bezeichnet die Wölfe als "anstrengend", was jetzt sicher nicht der Begriff ist, mit dem man als normaler Mensch Wölfe bezeichnen würde. Klingt mehr so, als seien diese für sie zwar ein Ärgernis, aber keine (tatsächliche) Gefahr, was mir gerade so gar nicht gefällt ... Außerdem würde niemand Gewöhnliches an einem Ort leben, wo ein Rudel Wölfe einen vielleicht mal zerfleischen kann. Und dann wartet sie auf ihren Sohn ... Also, ist ihr Sohn jemand oder etwas, das da vielleicht demnächst erwacht/erscheint/wiederaufersteht/etc. und somit eventuell auch etwas, wogegen die Werwölfe kämpfen/gekämpft haben? Die Vermutung scheint nahezuliegen, dass es sich um diesen - wie hieß er noch gleich - Falin handelt. Hm ... Es könnte auch sein, dass ihr Sohn einer der Wölfe ist und sie ihn "nach Hause" holen will, aber keine Ahnung. Oder sie hat sie wirklich nicht mehr alle. Das Problem ist, dass ich mal kurz Google angeschmissen und ein bisschen nach diesem Bergriesen gesucht habe - hätte ja sein können, dass ich auf irgendetwas Hilfreiches dabei stoße, aber da kam jetzt nichts bei raus. Wurde unter anderem nur wieder auf das Thema hier verwiesen ...
    Naja, davon abgesehen würde mich natürlich jetzt interessieren, ob Molly und Sterling heil aus der Sache herauskommen. Vielleicht ist es ja sogar ungefährlicher, sich mit den Wölfen anzulegen. Aber das sieht man dann wohl vielleicht morgen (diese geniale Überleitung ...).



  • So. Ich antworte erst mal. :) Das Kapitel kommt dann in ein, zwei Stunden, muss noch vorher etwas anderes machen! :)