Was für ein Pokémon bist du? #22: Flunkifer

  • Es ist wieder Zeit für unsere Pokémon-Kolumne Was für ein Pokémon bist du? Diese Frage stellt unser Pokémon-Forscher @Wenlok Holmes an jedem zweiten Donnerstag und nimmt für euch eines der zahlreichen Taschenmonster unter die Lupe. Klickt auf Weiterlesen und entdeckt mit ihm gemeinsam Aktuelles und Vergangenes, Lehrreiches und Kurioses aus 20 Jahren Pokémon-Geschichte. Seinen Bericht gibt es für euch als Text und Video. Ihr habt außerdem die Möglichkeit, anschließend eure Ansichten, Meinungen und Kommentare im BisaBoard zu hinterlassen.




    Hallo und herzlich willkommen zur 22. Ausgabe von Was für ein Pokémon bist du? Mit Sonnkern haben wir beim letzten Mal ein Pokémon behandelt, dessen schlechte Statuswerte es – mindestens bei mir – ziemlich unpopulär gemacht haben. Heute drehen wir das Ganze um und betrachten ein Taschenmonster, das es trotz schlechter Statuswerte zu hoher Beliebtheit gebracht hat. Aus der dritten Generation präsentiere ich euch:



    #303 Flunkifer


    Bei diesem Stahl/Fee-Pokémon kann man sich schonmal fragen, wo eigentlich vorne und wo hinten ist; schließlich scheint es ja Gesichter auf beiden Seiten zu haben – oder mindestens Münder: den kleinen, putzigen auf der einen und den großen, schwarzen mit den spitzen Zähnen auf der anderen. „Vorne“ ist dabei eigentlich da, wo auch die Augen sind, doch wer Flunkifer mal im Kampf gesehen hat, wird nun wissen, dass es stets mit dem Rücken zum Gegner steht. Gekämpft wird nämlich mit dem großen venusfliegenfallenartigen Schnapper am Hinterkopf. Während Flunkifer „vornerum“ mit seinem niedlichen Gesicht Unterwürfigkeit vortäuscht und den Gegner in Sicherheit wiegt, packt das hintere Maul mit seinem Greifer zu, der so stark ist, dass er sogar Eisen zermalmen kann. Erst wird also geflunkert und dann kommt der Kiefer zum Einsatz – daher der Name. Da ist es ganz passend, dass das Schwindler-Pokémon mit der sechsten Generation den Feen-Typ hinzubekommen hat, dessen Vertreter ihre Niedlichkeit ja ganz gerne dazu ausnutzen, mit anderen Schabernack zu treiben.


    Seine Inspiration bezieht dieses Design, wie so oft, aus der japanischen Mythologie: Die Futakuchi-onna, die sogenannte „Zweimund-Frau“, ist eine verfluchte Dame, an deren Hinterkopf ein verborgener, dämonischer Zweitmund haust. Immerzu laut schreiend verlangt der nach Essen, so dass sie aus ihren Haaren Schlangen formt, die dann Mahlzeiten vom Teller an den Dämon heranreichen. Bei Flunkifers Schnappmaul handelt es sich nun nicht um Schlangen, sondern eigentlich um zwei umgewandelte Stahlhörner, doch der Bezug zur japanischen Kultur zeigt sich neben der allgemeinen Designidee auch in seinem Fell, das an den Beinen dem traditionell japanischen Hosenrock, dem Hakama ähnelt.


    Natürlich nutzt Flunkifer sein riesiges Mundwerk auch für seine Attacken: Nicht nur erlernt es Angriffe wie Klammer oder Knirscher, das Pokémon war in der dritten Generation auch schon eines der ersten, die diese Attacken-Kombo um Horter herum erlernen konnten. So ein großes Maul will eben auch gestopft werden.
    Das gilt im Übrigen auch im Sammelkartenspiel, wo Flunkifer unter anderem Attacken wie „Abbeißen“ beherrscht oder auch den „Mächtigen Mampfer“, mit dem es sich sogar heilen kann.


    Über lange Zeit jedoch hatte Flunkifer das Problem, dass es aus seinen Attacken einfach nicht viel machen konnte. Mit einer Basiswertsumme von nur 380 fehlte dem Pokémon nämlich schlichtweg leider – Achtung, Flachwitz! – der Biss *badum-tss*. Sein niedliches Design hatte Flunkifer zwar eine Menge Fans beschert, die das Taschenmonster gerne einsetzen wollten, das aber nicht so recht konnten. Und so fingen sie an, auf DeviantArt und Konsorten seitenweise Galerien mit Wunschvorstellungen für eine Flunkifer-Entwicklung zu füllen. Darauf konnten die Fans lange warten, aber immerhin nicht vergebens: Mit der sechsten Generation kamen endlich die Mega-Entwicklungen, mit denen nicht nur extrem beliebte Pokémon verstärkt wurden, sondern die gleichzeitig auch zur Reparatur solcher dienten, die bis dahin leider wenig brauchbar waren. Darunter eben auch Flunkifer, das mit Mega-Flunkifer endlich Statuswerte erhielt, für die es sich nicht zu verstecken brauchte.
    Eine erfreuliche Entwicklung, die ich aber als Anlass nutzen möchte, noch einmal auf eine größere Problematik im Design der Spiele hinzuweisen: Nachdem ich mich in unserer letzten Ausgabe ausgiebig über Sonnkerns Schwäche und Nutzlosigkeit ausgelassen habe, fragte mich nämlich jemand „Ja und? Was ist denn das Problem, wenn manche Pokémon halt schwach sind?“ – und das will ich euch gerne sagen: Es gibt 800 Pokémon, aber benutzt werden davon am Ende gefühlt nur so 30, weil der Rest einfach nicht gut genug ist. Da kann man sich schon fragen: Wozu gibt es die 770 anderen dann überhaupt? Es kostet Game Freak schließlich jedes Mal Zeit und Ressourcen, diese Viecher mit jeder weiteren Spielgeneration aufs Neue zu konzipieren – das könnte man sich dann ja auch einfach schenken. Doch natürlich ist klar, dass jetzt keine Pokémon nachträglich aus dem Dex gestrichen werden sollten (auch wenn ich bei Baldorfish immer noch ziemlich sicher bin, dass das den Leuten erst drei Monate nach Release auffallen würde …). Stattdessen wäre es doch eigentlich mal schön, noch viel mehr davon zu reparieren als bisher – bei Flunkifer hat das doch auch geklappt!


    Zum Schluss gibt es heute mal wieder etwas aus dem Anime: Und zwar hatte Flunkifer seinen ersten Auftritt während Ashs Hoenn-Reise in der Episode Was sich liebt, das neckt sich! Dort verliebt sich ein Exemplar in Rockos Lombrero, welches die Gefühle jedoch – ganz zum Unverständnis seines liebestollen Trainers – nicht erwidert. Erst mit der Entwicklung zum lebensfrohen Kappalores entwickelt sich auch dessen Zuneigung für das kleine gelbe Pokémon. Doch wie gewonnen, so zerronnen, denn Kappalores ist – ganz zu meinem Unverständnis – einfach nicht mehr Flunkifers Typ. Sieht so aus als hätten Rockos Pokémon in der Liebe wohl einfach genau so wenig Glück wie er selbst.




    So und das war’s mal wieder? Wie findet ihr Flunkifer? Haben einige von euch Mega-Funkifer vielleicht im Team? Und fallen euch mehr Pokémon ein, die ihr wirklich gerne mal „repariert“ sehen würdet? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!


    Denk außerdem daran, dass heute noch die letzte Gelegenheit besteht, Pokémon für den Vote zum unbeliebtesten Pokémon des BisaBoards zu nominieren. Weitere infos findet ihr im BisaBoard.


    Information in eigener Sache: Ich erinnere außerdem noch einmal daran, dass wir einen neuen Video-Mitarbeiter als langfristigen Ersatz für Nexy suchen. Alle Informationen dazu findet ihr hier. Interessenten können sich sehr gerne per PN bei mir melden.


    Macht’s gut und bis bald,
    euer Wenlok




    Was für ein Pokémon bist du? wird euch vom YouTube-Team im Rahmen der Bisatainment-Aktionen präsentiert.


    Audio: Wenlok Holmes
    Aufnahme / Material: Wenlok Holmes & @Nexy
    Schnitt: @Nexy
    Text: Wenlok Holmes

  • Aus der dritten Generation präsentiere ich euch:





    Nächste Mal sehen wir (hoffentlich): Sandan! Sandan


    Ich lag zwar falsch, aber ich war noch nie so froh darüber wie in diesem Augenblick, wuhu!
    Oh Kindas, ich warte nun schon seit – ja wie lange eigentlich? Bestimmt seit mindestens einem halben Jahr darauf, dass Flunkifer endlich seinen großen Auftritt bekommt, was freu ick mir! Gut, dann will ich mal in alter Manier zuerst meine Gedanken zur Ausgabe loswerden, bevor ich zu meinen persönlichen Erfahrungen übergehe (dieses Mal gibt es sogar etwas beinah Interessantes zu erzählen).


    First things first, Props an @Nexy für das Badum Tss und den wunderschönen Einsatz der Thinking Emojis, allem voran diesem Tripple-Thinking. Zu gut! xD (Sind die selbst gemacht oder hat Bisha da etwas ausgeholfen?)
    „Erst wird also geflunkert und dann kommt der Kiefer zum Einsatz – daher der Name.“
    Genial, wieso ist mir das bisher nie selbst aufgefallen? :D Schön simpel der Name und geht leicht von der Zunge. Bei den neueren Pokémon (6. Gen+, wobei teils auch schon in der 5. Gen) habe ich oftmals das Gefühl, dass man sich bei der „Übersetzung“ der Namen nicht mehr sonderlich die Mühe macht, dass diese auch nach etwas klingen. Da hätte man z.B. UHaFnir oder Magnuspektor, das spricht so eher meh.



    Mit einer Basiswertsumme von nur 380 fehlte dem Pokémon nämlich schlichtweg leider – Achtung, Flachwitz! – der Biss *badum-tss*.


    Füße hoch, der kommt flach!
    Und hier sehen wir eindrucksvoll, was eine gut gesetzte Mega-Entwicklung aus einem unterdurchschnittlichen Pokémon machen kann. Denn wenn ich ehrlich bin, dann war Flunkifer vor der sechsten Generation ein miserables Pokémon, ohne wirklichen strategischen Nährwert. Nach der Mega Entwicklung wird aus dem kleinen, zierlichen Ding aber ein Monster, dass es bis ins Uber (zumindest das letzte Mal als ich nachgeschaut habe) geschafft hat. Wobei „schaffen“ wohl das falsche Wort ist. Mega-Flunkifer hat einfach alles in seinem Weg pulverisiert, was bei Drei nicht im Pokéball war, so dass man es zu den Legenden und Broken-Mons verbannt hat. Dieser Wandel von weniger guten Pokémon in mehr als nur brauchbare Partner ist mit einer der Aspekte, die Flunkifer zu meinem Liebling unter den 800 Taschenmonster macht, dazu aber gleich mehr.
    Zunächst:


    Dort verliebt sich ein Exemplar in Rockos Lombrero, welches die Gefühle jedoch – ganz zum Unverständnis seines liebestollen Trainers – nicht erwidert.


    Für einen kurzen Moment dachte ich, dass der Anime ein heimliches Innuendo zwischen Wenloks Liebling und meinem eingebaut hätte, aber Kappalores kam dann doch nicht so gut an, bei Flunkifer. Tja Wenlok, aus unseren Ship wird wohl nichts, sorry Bro!


    So nun aber zur meiner eigenen Geschichte mit Flunkifer:
    Flunkifer ist auf die gleiche Weise zu meinem Favoriten geworden, wie auch die meisten meiner (Lebens)Entscheidungen getroffen werden und wie überhaupt mein gesamtes Denken und Verhalten zustande kommen: random.
    Als ich es das erste Mal in Rubin entdeckt habe, habe Flunkifer gefangen, es angeschaut, gemeh’t und es keinerlei Beachtung mehr geschenkt. Erst, als ich einige Jahre später zum ersten Mal eine gerandomizede (dat Denglish) Version (Platin) gespielt habe und Flunkifer zu meinem ersten Encounter wurde, ist mir das kleine Ding mit der großen Fresse urplötzlich und völlig ohne Grund ziemlich sehr ans Herz gewachsen. Es konnte nichts, war ziemlich schwach und eine ständige Behinderung meines Teams und trotzdem habe ich es bis in die Ruhmeshalle geführt, einfach nur, weil ich plötzlich beschlossen habe, „Du wirst jetzt mein persönlich Liebling und du wirst gut sein!“ Den Spitznamen, den es damals bekommen hat, haben alle anderen Flunkifer späterer Generationen ebenfalls beibehalten: Traumgebiss (damals noch Traumgebis).
    Auch, wenn sich die Reihenfolge meiner Lieblinge über die Zeit mehrmals verändert hat, ist Flunkifer nie vom Treppchen gestiegen und mit der 6. Generation hat es sich selbst dann die Krone aufgesetzt und den Thron für sich beansprucht. Denn wie oben bereits erklärt, wurde Flunkifer dank seiner Mega Entwicklung endlich wirklich spielbar. Und das ist noch eine Untertreibung! Ihr denkt man hätte Rayquaza mit seiner Mega-Evo overpowered? Flunkifers neue Form hat seinen Angriffswert von 85 (die Definition von „meh“) auf faktisch 210 gesteigert, was – wenn ich mich nicht irre – der höchste im gesamten Spiel ist. Es ist fast schon lächerlich, zu was für einem Monstrum die Mega-Entwicklung Flunkifer macht. Wenn ich in S/M schnell an Gewinnpunkte kommen möchte, dann packe ich ein Megastein auf mein Traumgebiss und nehme ein Leben nach dem anderen im Kampfbaum. Und ihr denkt, es könnte nicht noch lächerlicher werden? Falsch gedacht, Flunkifer hat Zugriff auf Schwerttanz, wodurch es die Gegner noch deutlich toter machen kann, als ohnehin schon. Es einfach outspeeden und dann mit einem Erdbeben aus dem Kampf nehmen? Nope, dafür muss man erst an 125 Verteidigungspunkten und Tiefschlag vorbeikommen. Ach, habe ich erwähnt, dass darüber hinaus noch über die beste Typenkombination überhaupt verfügt? Kein anderes Pokémon geht Hand in Hand mit der Bezeichnung „OP“.
    Und kein anderes Pokémon kann sich mein absoluter Liebling unter den Pokémon nennen. Sehr schöne Ausgabe, vielen Dank ihr zwei!


    So, nachdem mir diese Ausgabe den Tag so sehr versüßt hat, dass nicht einmal meine Lehrbücher mich noch grimmig stimmen könnten, geh ich mal voller Elan ein meinen nächsten Tipp heran.
    Wird mal Zeit für eine Legende, daher sag ich mal Ho-Oh Ho-Oh.



    Diese Ausgabe ist @Rusalka und @Obscuritas gewidmet

    Naaaw ♥

  • Endlich bin ich "wieder da"! Naja, eigentlich war ich nie weg und habe einige Threads so mehr oder weniger die ganze Zeit aktiv verfolgt, nur eben keine Lebenszeichen von mir hinterlassen. Wieso? Das ist eine gute Frage, die nicht mal ich beantworten kann. Zum einen habe ich sie mir meistens nicht nur 1x durchgelesen bzw geschaut, allerdings hatte ich nie so wirklich was zum Pokémon zu erzählen, da es mich jetzt einfach nicht so krass interessierte oder mir einfach nichts einfiel, zum anderen weil ich genug Dinge um die Ohren hatte und anstatt einfach einen echt schlechen Text dazulassen, habe ich einfach gar nichts von mir gegeben.


    Das aber zum wichtigsten Teil: Was für ein Pokémon bist du? Ich bin ein Flunkifer(a). Ganz definitiv. Ganz viel Liebe für Flunkifer und endlich hat es dafür auch mal eine Ausgabe bekommen, das, Lieber Wenlok, war nämlich schon längst überfällig. Das letzte Mal habe ich mich über eine Ausgabe wahrscheinlich bei Chaneira so sehr gefreut, die war auch wirklich toll. :heart:
    Ich möchte jetzt einfach mal dick auftragen und schon angeben, die von dir hier präsentierten Fakten kannte ich nämlich schon, HA!
    Über Flunkifer kann mir keiner was vormachen. Nur ein wenig. Die genauen Statuswerte kannte ich nicht, wie die Folge mit Flunkifer's Auftritt hieß allerdings schon, und so gleicht sich das Ganze dann doch auch aus, oder?


    Zu den Namen möchte ich auch noch etwas sagen: Das deutsche Flunkifer klingt mMn jetzt nicht so niedlich, sondern eher cool und anmutend, das englische Mawile und japanische Kucheat finde ich da allerdings schon viel süsser und die beiden Namen habe ich einfach auch in mein Herz geschlossen.


    Viel mehr als jetzt @Obscuritas nachzumachen und meine Geschichte zu Flunkifer aufzuschreiben kann ich nicht, denn so viel muss ich jetzt auch nicht dazu schreiben. :p
    Eigentlich könnte ich den ersten Part zu Obscuritas Geschichte einfach copy&Pasten, das lasse ich jetzt aber. In der 3. Generation fand ich sogar Lunala Lunastein und Sonnfel spannender als Flunkifer. Okay, vielleicht nicht, das war jetzt übertrieben, aber ich fand Flunkifer mehr gruselig als sonst was und die von dir schon genannten Statuswerte waren einfach miserabel. Obwohl ich darauf nicht mal so krassen Wert legte. Erst irgendwann im Laufe der Zeit, irgendwann während der 4. Generation begann ich das Pokémon immer mehr zu mögen, als ich mich so ein wenig damit auseinandersetzte und herausfand wieso Flunkifer so aussieht wie es aussieht, und in seiner Megaform sieht es mMn sogar noch epischer aus. Also schleppte ich es die ganze Zeit in meinem Team herum weil ich es so cool fand, das gewann dann zusammen mit dem Starter auch so ziemlich alles, und obwohl es eine ziemliche Lusche war, wuchs es mir immer mehr ans Herz. Wodurch mein Username auch so mehr oder weniger entstand. Ich fing ein weibliches Flunkifer, welches ich Flunkifera nannte, da ich das femininer fand. Das war dann auch bis XY/ORAS dabei, wo ich es 1000% cooler fand, und es bis jetzt einfach mit dabei ist.


    Wenn sich das jetzt wirklich jemand bis zum Schluss durchgelesen hat, bin ich ziemlich stolz auf mich, da mich dieser Post jetzt gute 20 Minuten meines Lebens gekostet hat, welche ich allerdings auch gerne "ausgegeben" habe, da GANZ viel Liebe an Flunkifer. :heart: Flunkifer


    Btw: Für Nexy gibt es keinen wirklichen langfristigen Ersatz. Enton for the win!

  • Also ich muss gesetehen, ich hatte es noch nie im Team, weil es mich auch noch nie wirklich angesprochen hat.
    Ich fand es zwar immer nett, aber irgendwie war es das dann auch schon. Auch wenn es ja ganz hübsch aussehen kann.
    Liegt wohl einfach daran das es sich nicht entwickelt. Und solche Pokemon finde ich in der Regel eh oft langweilig.


    Das es, wo ich lese wie schlecht es ist, eine Mega Entwicklung bekommen hat, finde ich ganz gut. Ich dachte zwar immer es sei stark, bin jetzt also eines besseren belehrt wurden, aber schöner ist es mit der Mega Entwicklung aus meiner Sicht, auch nicht.
    Das es jetzt quasi "Haare" hat sieht seltsam aus und das es mehr lila wird, gefällt mir optisch auch nicht.


    Es kann sein das ich es früher mal in meinem Team hatte, aber heutzutage 100% nicht. Sagt mir einfach nicht zu.
    Auch an die Folge kann ich mich nicht wirklich erinnern^^" Ich kann also leider sehr wenig zu dem Pokemon schreiben, sorry^^"

  • Zuerst einmal Danke für die Widmung. Freut mich wirklich sehr, dass Flunkifer dran ist und tanzen darf.


    Auf jeden Fall gibt es einiges zu erzählen. Als ich es damals in Rubin gesehen habe, dachte ich zuerst mal, das wäre ein Unlicht-Typ, was bei seinen Attacken hoffentlich nicht verwundert. Tatsächlich hat es mich auch nicht von Anfang an angesprochen, sondern erst einige Zeit später. Da hatte ich dann tatsächlich Flunkifer meist bis zum fünften Orden im Team und danach nicht mehr, einfach weil ihm die Durchschlagskraft fehlte und in allen nachfolgenden Spielen war es relativ ähnlich. Geändert haben das erst X und Y mit der Mega, die mir trotz Stirnrunzeln am Anfang schon nach relativ kurzer Zeit sehr zugesagt hat und am Ende auch Flunkifer zu meinem Lieblings-Pokémon machte. Der Feen-Typ und die teils besseren Attacken haben da wohl auch beigetragen. Jedenfalls kam das bei mir erst mit X und Y, dass ich es die ganze Zeit im Team hatte und so Erfahrungen mit ihm sammeln konnte.


    Immerzu laut schreiend verlangt der nach Essen

    Man muss ja schon fast dazu sagen, dass er nicht nur irgendwas schreit, sondern laute Flüche von sich gibt. Die verschiedenen Geschichten, die es zur Futakuchi-Onna gibt, sind aber auf jeden Fall recht interessant, wie so viele andere der japanischen Mythologie.

    Sein niedliches Design hatte Flunkifer zwar eine Menge Fans beschert, die das Taschenmonster gerne einsetzen wollten, das aber nicht so recht konnten.

    Aus gutem Grund, wenn man bedenkt, dass es, wenn überhaupt, lange Zeit regulär keine gute Stahl-Attacke lernen konnte und ganz aufs Flunkern (also Unlicht-Attacken) ausgelegt war. Selbst mit dem Feen-Typ kann es meines Wissens nur zwei Attacken des Typs lernen, aber mit Knuddler haut es dafür ziemlich rein und gerade die Vielseitigkeit der Feen-Attacken macht es so gefährlich. Besonders in der Mega. Da hat sich die Einstellung zu Flunkifer maßgeblich geändert.

    Bei den neueren Pokémon (6. Gen+, wobei teils auch schon in der 5. Gen) habe ich oftmals das Gefühl, dass man sich bei der „Übersetzung“ der Namen nicht mehr sonderlich die Mühe macht, dass diese auch nach etwas klingen.

    Von den beiden abgesehen: Hast du da noch andere Beispiele? Sen-Long zeigt ja beispielsweise, wie kreativ so manche deutsche Namen umgesetzt werden können. Ich wage aber mal als Gegenbehauptung, dass auch nicht jeder japanische Name "gut klingt"; es wirkt für uns halt anders, weil wir die Sprache nicht gewöhnt sind.

  • Flunkifer ist ein Vieh im Uber, sofern es sich mega-entwickelt: Offiziell ist dem so. Für eigene Uber-Battles halte ich es zu schwach (wenn ich es selbst einsetze; in gegnerischen Teams machte es mir im Uber-Tier mehr Probleme), fürs OU aber zu stark. Wenn es seine Mega-Form nicht ausspielt, macht es wenigstens mit Bedroher Probleme. Als es Knuddler bekam, wertete dies das Mon im Vergleich zu früher enorm auf.


    Als ich erstmals Shiny-Flunkifer RNGen konnte, war das ein freudiges Highlight für mich. Spiele das Mon selbst nie, bin aber eher positiv als negativ gestimmt, wenn ich mir vor Augen führe, Zugriff auf entsprechende Exemplare zu haben (sowie solche in besser, da mit der ZA Feuerzahn).


    Vor allem bei ORAS mache ich aktuell noch einige Wifi-Battles, und eher im Random-Modus als bei gezielten 6vs6-Battles spielen manche Leute ein Mega-Flunkifer. Das könnte ich zwar unfair finden, tue das manchmal, doch in der Regel geht das dennoch in Ordnung, denn so wächst die Herausforderung. Eine Absprache bezüglich Tiers gibts mit Unbekannten (meist Amerikanern, selten Japanern, häufiger noch Koreanern) eh nicht. So ganz fair erscheint es nicht, ein Mega-Flunkifer dabei zu haben im OU, wobei das Mon ein Uber ist, stelbst wenn zugleich ein Mon eines niedrigeren Tiers wie etwa RU zur Kompensation mitgenommen wird; aber da keine Absprache, sind Vorwürfe schwer beziehungsweise nicht möglich/sinnvoll. Eigentlich wäre sogar ein Flunkifer mit Megaitem, das sich nicht entwickelt, unfair: Die Attacke Abschlag hätte keinen besseren Effekt.


    Das Design vom Mon ist ganz gut, das meine ich für beide Formen. Zudem gibt es durchaus ein geschmeidiges Spiel mit Normal- und Mega-Flunkifer (welches ich vor Beginn von Battles in Textdateien früher manchmal bewusst, da diese Schreibweise sympathischer ist, Flunkkifer geschrieben habe): Das normale Mon kann Bedroher und erlaubt ein leichteres Schwerttanz-Setup, die Mega-Form ist viel stärker.