Memezeugschatten

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  • Hello darkness, my old friend
    I've come to talk with you again ...
    Disturbed - The Sound of Silence


    Hallo LeserIn.

    Ich bin Kiriki-Chan und ich habe jetzt beschlossen, mich auch einmal an einer Fanfiction zu versuchen. :smile: Ich kann noch nicht so gut schreiben, aber ich hoffe, das sieht man mir nach. Ich werde nämlich trotzdem mein Bestestes geben. :upsidedown:


    Widmung

    Ich widme diese Geschichte @Kecksilein. Sie ist der allerbestesteste Knuffkeks in diesem Universum und ich hab sie volliglich dolliglich lieb. :love:


    Wer spielt hier so mit?

    Ich werde die Charaktere jetzt möglichst kurz mal eben vorstellen. :blush:


    Copyright

    Pokémon und die Welt von Pokémon Rumble World sind von Nintendo, GameFreak und Ambrella.
    Die Handlung hab ich mir überlegt, die ist sogar noch cooler als im Spiel.
    Die Bilder bei den Kapitelüberschriften hab ich aus Pokémon Mystery Dungeon geklaut.
    Das Bild im Header und irgendwelche anderen Artworks sind immer von mir.
    Die Quellen von den Charakterbildern hab ich direkt in den Bildern verlinkt.
    (Hab ich alles abgedeckt? Ich hoffe mal. :pika: )


    Bisherige Kapitel

    154705-meme-png Steinzeitprolog
    154705-meme-png Kapitel 1: Nid Filok Fah Deyra Kulaas
    154705-meme-png Kapitel 2: tmi
    154705-meme-png Kapitel 3: Not Worth Plotting Over
    154705-meme-png Kapitel 4: Hallo @'Kikiriki-Chan' :)
    154705-meme-png Kapitel 5: tl;dr

    154705-meme-png Kapitel 6: Herrscher, Turm und Tod

    154705-meme-png Kapitel 7: Der Kleinkekskurier – Ausgabe Nr. 69

    154705-meme-png Bäriger Epilog

    154705-meme-png Special: Schreckenszombie


    Benachrichtige mich!

    Wenn ihr zu faul zum Abonnieren seid, könnt ihr mich natürlich gerne anschreiben und ich nehm euch dann in meine Highlightliste auf. Würde mich total freuen. :blush:
    Ansonsten sollten Kapitel in unregelmäßigen Abständen um 15 Uhr kommen. Wenn ihr also weder abonnieren noch Benachrichtigungen anfordern wollt, könnt ihr ja einfach jeden Tag um diese Zeit hier reinschauen. :wink:
    Highlightliste :love: : @Kecksilein, @Wemlock Homeless


    War's das mit diesem Startpost?

    Denke schon. Ich wünsche euch viel Spaß mit meinem Memezeugschatten und würde mich über den ein oder anderen Kommentar sehr freuen. Oder Bedankung. Oder generell Rückmeldung. :saint:




    154706-memes-png


  • Ugha Ugha.
    Kirika Groudon.
    Schlachtfeld Prinz.
    Prinz Drachenlord.
    Ampharos Forstellka.
    Forstellka Angriff.
    Groudon langsam.
    Ampharos Angriff.
    Groudon umfallt.
    Kirika besiegt.
    Spielfigurenland besiegt.
    Kirika gefangen.
    Finsterkaiser lacht.
    "Hab dich."






    Memezeugschatten wird Ihnen präsentiert von Kiris Keksfabrik. Denn Kiris Kekse wirken Wunder.
    @Kecksilein kann's bezeugen.


  • Erster!


    Hallo Kiriki-Chan und herzlich willkommen im Fanfiction-BereiCh! Finde ich toll, dass du hier schreibst und ich hoffe, dass wir zwei ganz dollige Freunde werden. Ich wollte gerne deinen Steinzeit Prolog kommentieren.
    Besonders auf gefallen ist mir die Zeile

    Groudon umfallt.

    Ich denke mit dieser Phrase wolltest du eigentlich nur füllen, weil dir nichts besseres eingefallen ist. Der Zusammenhang erschließt sich mir nicht ganz und außerdem ist Groudon doch so groß und stark, dass nur #TeamAqua es besiegen kann ?(  
    Aber alles in allem hat mir dein Gedicht gut gefallen! Weiter so!

  • Ich denke mit dieser Phrase wolltest du eigentlich nur füllen, weil dir nichts besseres eingefallen ist. Der Zusammenhang erschließt sich mir nicht ganz und außerdem ist Groudon doch so groß und stark, dass nur #TeamAqua es besiegen kann

    Hey Wemlock, sei nicht so gemein zu meiner BFF! :( Groudon ist groß und stark und #TeamAqua vielleicht auch, aber den dunklen Kaiser darf man halt nicht unterschätzen! Natürlich bringt der immer seine stärksten Pokemon mit, denn wie soll er sonst die supermegaultrastarke Kirika besiegen können? Außerdem kann er zaubern, bestimmt hat er irgendwas gemacht, damit das Ampharos sehr effektiv ist, sowas gibt es ja auch in den Pokemoneditionen, wo effektiv und nicht effektiv umgedreht werden. :D

    Gladiantri..107626-81915eb0.png..Reshiram (schillernd)

    „In dir fließt mein Blut, Kind. In dir lodert meine Flamme. Dennoch sei gewarnt, denn du bist nicht Reshiram. Meine Bestimmung ist es, eine Welt der Wirklichkeit zu schaffen. Deine Aufgabe soll eine andere sein, dein Weg von dir selbst gewählt.“


  • Unsere Protagonistin wacht in ihrer Zelle auf.
    "Oh nein, er hat mich gefangen!", denkt sie. Wer? Na der Finster Jarl Corvin von Finsterland aus der südlichen Schwarzmarsch.
    Sie sucht nach einem Weg aus der Zelle. Da denkt sie daran: Sie könnte mit ihrem Haarschmuck das Türschloss knacken.
    Gesagt, getan! Kirika ist jetzt frei.
    "Jetzt muss ich mein Pokémon finden", denkt sie, denn sie hat nur eins dabei und das hat dieser Finster Jarl weggenommen.


    Groudon, mit Rotem Edelstein
    Profilname: Serienmeister+ (Langes Drücken des Knopfes löst Dauerfeuer aus)
    Stärke: 1420
    Attacken: Ⓐ Abgrundsklinge (Boden, ☆☆☆☆☆), Ⓑ Feuerschlag (Feuer, ☆☆☆☆; Kann das Ziel verbrennen)


    "Bestimmt ist mein Pokémon hier irgendwo versteckt", denkt sie. Sie geht durch die dunklen Gänge. Sie ist erschöpft.
    Auf einmal sieht sie den Finster Jarl vor sich stehen.
    "Bin ich hier in der Schwarzmarsch?", fragte Kirika Hof-Abenteurer.
    "Ja", antwortete Corvin, der Finster Jarl.
    "Gib mir Groudon zurück und lass mich gehen", befahl Kirika. Doch wenn sie dachte, dass er darauf anspringen würde, dann hatte sie sich geirrt!
    Nein", antwortete Corvin. Er fängt sie wieder ein und sperrt sie weg.


    Unterdessen im Schloss von König Nero von Toyriel:
    Nero lief scheinbar ziellos hin und her und rief Dinge, die keiner verstehen konnte. Da kam seine Tochter, die Prinzessin Keksi von Toyriel, und fragte ihn was los ist.
    "Kirika wurde besiegt und gefangen genommen", sagte Nero. Oh nein! Damit hatte sie nicht gerechnet. Sie musste etwas unternehmen.
    Obwohl Nero noch lange diskutierte und sie aufhalten wollte, geht sie schließlich in den Garten und sucht ihre Pokémon.


    Rotom (Rasenmäher)
    Profilname: Dickes Fell (Verfügt über hohe KP)
    Stärke: 1666
    Attacken: Ⓐ Rasierblatt (Pflanze, ☆☆☆), Ⓑ Donnerblitz (Elektro, ☆☆☆☆; Kann das Ziel paralysieren)


    Sarzenia
    Stärke: 1392
    Attacken: Ⓐ Rasierblatt (Pflanze, ☆☆☆), Ⓑ Matschbombe (Gift, ☆☆☆☆☆; Kann das Ziel vergiften)


    Matrifol
    Stärke: 1426
    Attacken: Ⓐ Rasierblatt (Pflanze, ☆☆☆), Ⓑ Kreuzschere (Käfer, ☆☆☆☆)


    Dann geht sie aufs Schlachtfeld. Ihre Pokémon sind nicht stark, doch sie schaffen es, den Gegner zu besiegen.
    Dann passiert es: Rotom springt dem Drachenlord, bzw. Blackfox an den Kopf. Da ist die Gehirnwäsche weg, und plötzlich erinnert er sich wieder daran, dass er der Prinz ist und kein Drachenlord.
    Sie gingen gemeinsam heim.


    Indessen zurück bei Kirika:
    Unsere Protagonistin wachte auf einem harten Bett auf. Da stellte sie fest, dass sie nur Unterwäsche anhatte.
    "Was hast du getan?", fragte sie.
    "Ich passe jetzt besser auf dich auf und ich habe dir neue Kleidung besorgt", antwortet Corvin.
    Schnell zieht Kirika ihre neue Kleidung an und fragt sich, warum macht er das? Dann geht Corvin und lässt sie allein in der Bibliothek. Sie sah sich ein paar der Bücher an, doch das bringt ihr gar nichts, denn sie kann nicht lesen und es sind keine Bilder darin.



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    Memezeugschatten wird Ihnen präsentiert von Kiris Keksfabrik. Denn Kiris Kekse wirken Wunder.
    @Kecksilein kann's bezeugen.


    Highlights: @Kecksilein, @Wemlock Homeless :blush:



  • Also, ja, was soll ich sagen - sprachlos fasst meine Reaktion am Ende ganz gut zusammen xDD


    Um aber doch noch ein kurzes Statement dazu zu lassen: Den Gedanken, diesen Spin-Off in ganz unterschiedlicher Art und Weise fortzuführen, finde ich cool. Bei einer Story/einem Topic, das sich nicht selbst zu ernst nimmt, passt das klasse und verleiht dem Ganzen eine gewisse Leichtigkeit.


    Aber wenn du nicht willst, dass deine Leser blind werden, mach was mit diesem LSD-Yveltal xDDDDDDDD


    Ich freu mich aufs nächste Mal (sollte ich bis dahin nicht mehr in wabernden Farben sehen) ((doch, wirklich, ich freu mich drauf - auf seine Art ist das hier etwas ganz Besonderes!))


    ~ Sheo


    (((WTF, das war locker mein kürzestes, gehaltlosestes Kommentarstatement aller Zeiten, sorry :'D)))



  • Sehnsüchtig blickte Kirika aus dem steinernen, nicht verglasten Fenster. Ihre kurzzeitige Überlegung, einfach hinauszuspringen, hatte sie schnell wieder verworfen. Es war unmöglich, dies zu überleben, und helfen würde es letztendlich niemandem. In ihren Gedanken sah sie schon vor sich, wie ihr Plastik splittern und Zahnräder durch die Luft fliegen würden. Sie erschauderte bei dieser Vorstellung.
    Die goldene Sonne näherte sich langsam dem blauen Horizont™ und tauchte den Himmel in hundert verschiedene Farben. Orange, rot, violett und unzählige Abstufungen davon leuchteten am Firmament. Rosafarbene Wolken tanzten in den Lüften über dem Spielfigurenland. Wolken, die in diesem Moment aussahen wie tanzende Flauschling in einem Meer aus Vanille-, Pfirsich- und Brombeereiscreme. Sie stellte sich vor, wie sie frei wie ein Altaria durch die Lüfte schweben und über diese kuschelig weichen Wolken hüpfen könnte, wenn sie doch nur Flügel besäße. Sie seufzte. Ihre Zieheltern waren zwar Caesurio gewesen, doch zu einem Pokémon machte sie das leider noch lange nicht. Wenn sie ein Caesurio wäre, ja, dann wäre sie hier schon lange herausgekommen. Diesem fiesen Finsterkaiser hätte sie einfach die Kehle aufgeschlitzt und die Überreste ihrem Groudon zum Fraß vorgeworfen. Genauso hätte sie es mit jedem weiteren Feind gemacht, der sich je wieder im Spielfigurenland hätte blicken lassen. Der Frieden wäre für immer wiederhergestellt, doch leider war dies nichts weiter als eine Fantasie.


    Ach, wie es den Leuten dort in ihrer Heimat wohl ging? Was machte wohl Nero? Hatte er seinen Thron schon abgeben müssen, hatte er gar die Stadt verlassen? Oder, noch schlimmer, saß er am Ende sogar in seinem eigenen Kerker, gefangen genommen von seinem eigenen Sohn? Der Verlust seiner geliebten Frau hatte seinem armen Herzen schon tiefe Risse verpasst. Durch eine derartige Tragödie, den Verrat durch sein eigen Fleisch und Blut, wäre es bestimmt in tausend Teile zersplittert.
    Und was war nur mit Keksi? Sie war so ein hübsches junges Mädchen und Blackfox erinnerte sich nicht daran, dass sie seine Schwester war. Was, wenn er sie als seine Siegertrophäe ansehen würde? Wie sollte sie nur mit solch einem grausamen Schicksal fertig werden? Sie war doch so unschuldig, so rein, wie die Farbe ihres Herzens, Weiß.
    Sie erinnerte sich noch gut an den Tag, als sie die kleine Prinzessin kennengelernt hatte. Es war ein wunderschöner, sonniger Sommertag gewesen, sie hatte gerade davon erfahren, dass König Nero neue Abenteurer suchte. Sie hatte sich natürlich sofort mit ihrem besten Team aufgemacht, um an seinem Aufnahmeturnier teilzunehmen. Als sie sich in der Stadt verlaufen hatte, weil sie die Wegweiser nicht lesen konnte, fragte sie ein kleines Mädchen, das am Straßenrand die Blumen betrachtete, wo sie denn den Weg zum Königsschloss fände. Wenig später sollte sie schon herausfinden, dass dieses Mädchen die Prinzessin des Königreiches war. Wer hätte damals ahnen können, dass die beiden, eine Adlige und ein Straßenkind, einmal beste Freundinnen werden könnten? Dies ergab sich erst an jenem Tag, als der stadtbekannte Meisterdieb Kenneth angekündigt hatte, eine Prinzessin stehlen zu wollen. Kirika hatte natürlich versucht, Keksi zu beschützen, doch am Ende stellte sich heraus, dass der Dieb tatsächlich ein Diancie meinte. Die beiden hatten noch Tage damit verbracht, über diesen Vorfall zu lästern, was sie letztendlich dann so eng verband.


    Musste nun das ganze Königreich in Angst leben, weil der Drachenlord das Land eingenommen hatte? Oder war es etwa irgendjemandem gelungen, ihm im Kampf die Stirn zu bieten? Aber wer hätte das schon schaffen können? Kirika hatte die stärksten Pokémon des Landes und war eine der taktisch begabtesten Abenteurer, das hatte sie oft genug in unzähligen Turnieren bewiesen und von Bewunderern zu hören bekommen. Schon bei ihrem ersten Turnier hatte sie als vollkommen unbekannte Herausforderin und von den Wettbüros als sichere Unterlegene Gehandelte für Aufsehen gesorgt, als sie ihre Gegner, erfahrene Kämpfer und berühmte Abenteurer, einen nach dem anderen besiegte und damit schließlich von Nero zu seiner neuesten Abenteurerin gekürt wurde.
    Wer hätte den Feind also besiegen sollen, wenn nicht sie? Vermutlich war das Spielfigurenland schon längst verloren und mit ihm Nero, Keksi und auch der zur Marionette gemachte Blackfox. Ob er wohl jemals wieder so werden würde wie früher? Sie war mit seiner Art nie wirklich zurecht gekommen, er war laut und stürmisch, unbedacht und nicht gerade der Hellste, aber nun tat er ihr leid. Er war nur noch eine Hülle seiner Selbst, eine Spielfigur, er erkannte noch nicht einmal seine eigene Familie wieder. Aber wer weiß, womöglich war er ja sogar bei Bewusstsein, nur nicht in der Lage, seinen eigenen Körper zu steuern. Wie eine kleine Existenz in seinem Kopf, zurückgedrängt von der mächtigen Magie, ein Gefangener in einem Gefängnis, das einst seinen Namen trug. Wie musste es sich nur anfühlen, in seinem eigenen Körper festzustecken und zu wissen, dass dieser gerade die eigene Heimat, die eigene Familie zerstörte? Wenn sie nicht aufpasste, müsste sie das wohl schon bald selbst erfahren.
    Kirika wusste zwar nicht, wie es war, eine solche Familie zu haben wie er, immerhin hatte sie ihre eigenen Eltern nie kennengelernt. Als sehr kleines Kind war sie in der Stadt ausgesetzt worden, wo ein Rudel Caesurio sie fand, weil sie leise gewimmert hatte. Unter normalen Umständen hätten diese sie vermutlich als Beute betrachtet, doch sie brachten es nicht übers Herz, dieses winzige Wesen zu töten. So nahmen sie sie auf und zogen sie groß, als wäre sie schon immer eine von ihnen gewesen. Ja, diese Caesurio waren für sie ihre Familie und sie selbst wurde eines Tages zum Bindeglied zwischen ihnen und der Zivilisation der Miis, wo sie problemlos an Vorräte und Lichttau gelangen konnte. Sie wollte sich kaum vorstellen, wie es für sie wäre, wenn sie dieses Rudel, ihr Rudel, nicht mehr erkennen könnte, oder wenn sie diesem gar gegen ihren Willen schaden müsste, ohne etwas dagegen tun zu können. Wie musste dies dann erst sein, wenn es sich bei diesen Personen um andere Miis handelte? Wie schrecklich wäre es nur, wenn sie Keksi, dem wichtigsten Mii in ihrem Leben, schaden müsste? Sie würde ihr Leben lang kein Glück mehr finden, würde sie ihre beste Freundin in einem solchen Moment verletzen.


    Ein lautes Geräusch hinter ihr riss Kirika aus ihren ausschweifenden Gedanken. Sie drehte sich um. Ein lautes Scheppern und unregelmäßiges Klopfen und Hämmern verriet ihr, dass sich gerade jemand an der Tür zu ihrem Gefängnis zu schaffen machte. Ach, wenn das nur jemand wäre, der sie nun aus ihrer Lage befreien und retten könnte … Doch eine solche Person existierte ihres Wissens nach im gesamten Land nicht.


    „Endlich, dieses verdammte Türschloss macht mich noch wahnsinnig!“, fluchte der Finsterkaiser, als er in den einsamen Raum trat. Bei sich trug er ein silbernes Tablett, das eine gigantische Auswahl an Speisen zu bieten schien. „Bist du dann mal fertig mit deinem inneren Monolog?“ Seine Stimme klang streng und markerschütternd, dunkel und kalt wie eine Winternacht.
    Kirikas Herz begann zu hämmern, als wäre sie ein unerfahrenes Zebritz, das sich in diesem Moment entscheiden musste, ob es sich dem nahenden Pyroleo in einem erbitterten Kampf entgegenstellen oder doch blitzschnell die Flucht ergreifen sollte. Sie presste ihren Körper mit aller Macht gegen die kalte, raue Steinwand. Sie beobachtete das feindliche Mii, das, anscheinend, ohne sie auch nur eines einzigen Blickes zu würdigen, in Richtung des großen hölzernen Tisches ging, der eher dafür gemacht zu sein schien, um Bücher darauf zu lesen, anstatt Mahlzeiten zu sich zu nehmen.


    Der Finsterkaiser trug heute nicht sein übliches Gewand, das aus einem Hexermantel bestand, der mit goldenen Ornamenten bestickt war. Darunter trug er in der Regel ein Hemd, das mit ähnlichen Ornamenten bestickt war, die jedoch rot waren, außerdem trug er immer eine Halskette, an der ein großer, saphirblauer Edelstein hing. Sie mochte seine Kleidung, tatsächlich hatte sie ihren eigenen Hexermantel dem seinen sehr ähnlich gestaltet. Wenn sie ehrlich war, hatte sie bei ihrer Kleidungswahl sogar von ihm abgeschaut, aber das konnte sie niemals zugeben. Nein, sie versuchte stattdessen, allen einzureden, dass sie dadurch nur betonen wollte, dass sie Gegenspieler seien – sogar sich selbst. Selbst seine tiefschwarze Krone, die aus einem so dunklen Material gefertigt war, dass man schon meinen könnte, sie absorbiere alles Licht der Umgebung, trug Corvin heute nicht.
    Stattdessen bestand sein Outfit heute aus einem leuchtend roten Parka, dasselbe Modell, das im Kleidungsladen in der Hofstadt in Massen auf den Ständern hing. Seltsam, hatte sie ihn dort doch noch nie einkaufen gesehen. Und selbst wenn er es versuchen würde, wer aus dieser Stadt würde ihn schon in seinem Laden willkommen heißen? Überhaupt war es ein ziemlich ulkiger Gedanke, dass er, der Finsterkaiser, ganz normal einkaufen gehen würde. Anscheinend hatte er dies auch schon lange nicht mehr getan, denn seine Jacke sah ziemlich abgetragen aus, wie ein Kleidungsstück, das er jeden Tag zuhause trug.
    Kirika kam nicht umhin, ihn in diesem Aufzug fast schon irgendwie niedlich zu finden, zumindest für einen Moment. Immerhin fühlte sich das an wie ein kleiner Einblick in sein Privatleben. So grausam er auf dem Schlachtfeld auch sein mochte, zuhause in seinem kleinen Kokon war er sicherlich ein Mii wie jedes andere. Sie schüttelte ihren Kopf. Nein, was dachte sie denn da! Dieser Mann war immer noch der Finsterkaiser, jener Erzfeind ihrer Heimat, gegen den sie nun schon seit vier Jahren regelmäßig verbitterte Kämpfe führen musste, die meisten davon gegen manipulierte Miis, die in seine Falle getappt und zur willenlosen Marionette gemacht worden waren. Hatte er ihnen auch diesen privaten Einblick vorgegaukelt? War es etwa sein Plan, sympathisch zu wirken, um sie in falscher Sicherheit zu wiegen? So harmlos und unschuldig seine Kleidung nun auch wirken mochte, es war immer noch höchste Vorsicht geboten. Einem Mii wie ihm konnte man nicht trauen, vor allem nicht als seine Gefangene. Mit Sicherheit tat er all dies hier nicht grundlos, er musste irgendeinen größeren Plan verfolgen.


    Vor dem Tisch blieb der Finsterkaiser einen Moment lang stehen und schielte in den goldfarbenen Kelch, nur, um dann mit einem zufriedenen Grinsen auf dem Gesicht einen Blick in Richtung Kirika zu werfen. Was freute ihn daran so sehr, dass sie in ihrer Not einen Schluck von dem Lichttau genommen hatte? Hätte sie stattdessen verdursten sollen? Das war doch lächerlich. Er stellte langsam einige Dinge auf dem Tisch ab. Große, runde Melonen, saftige Pfirsiche, zarte, gedünstete Flegmonruten und … Kekse? Waren das ernsthaft Kekse? Runde, braune Kekse, verziert mit Splittern aus Zartbitter- und Vollmilchschokolade … Kirika lief schlagartig das Wasser im Mund zusammen. Ihr Magen knurrte so laut wie ein bissiges Hundemon und sie merkte erst jetzt, was für einen großen Hunger sie eigentlich hatte. All die Zeit, die sie in dieser Festung verbracht hatte, hatte sie keinerlei Nahrung zu sich nehmen können, doch nun standen hier vor ihr all diese wunderbaren Speisen. Nun ärgerte sie sich darüber, dass sie den Schokoriegel, den sie oft in ihre Jackentasche legte, wenn sie aufs Schlachtfeld ging, schon vor einer Woche gegessen und seitdem nicht ersetzt hatte. Er hätte ihr bestimmt etwas helfen können, um den Speisen dieses Finsterkaisers besser zu widerstehen. Die Verführung, zuzugreifen, war einfach zu groß.
    Obwohl sie in einigen Metern Entfernung von den Keksen stand, drang ihr Duft bis an ihre Nase. Neben dem verführerischen Schokoladenaroma roch sie auch die Aromen von Zimt und erlesener Vanille. Es duftete so unfassbar köstlich … Sie erinnerte sich daran, wann sie zum ersten Mal Kekse gegessen hatte. Es war nur wenige Tage nach dem Aufnahmeturnier des Königs gewesen, er hatte ein Festessen für all jene Teilnehmer bereiten lassen, die zu seinen Abenteurern ernannt wurden. Die Kekse waren an jenem Tag von Prinzessin Keksi höchstpersönlich gebacken und serviert worden. Eigentlich waren sie nur als Nachtisch gedacht, doch diese wundervollen süßen Aromen wollten Kirika seitdem nicht mehr aus dem Kopf gehen. Nach diesem Turnier hatte sie ihren Caesurio von dieser zauberhaften Süßigkeit erzählt, sie hatte ihnen sogar einige übriggebliebene Kekse mitbringen dürfen. Auch ihre Pokémonfamilie fand sie umwerfend, sodass sie wenig später beschlossen, ihr selbst einige Kekse zum Geburtstag zu backen. Allerdings waren Caesurio alles andere als geschickt beim Backen, nein, sie spießten die kleinen Backwaren ständig versehentlich auf ihren Klingen auf und hatten sogar Angst vor dem Feuer, sodass die meisten davon entweder nicht ganz durchgebacken oder schon fast schwarz endeten. Sie waren eigentlich ungenießbar, aber Kirika war von dieser Geste so gerührt, dass sie die kleinen Gebäcke dennoch verputzte.
    Ganz anders sah es mit diesen Keksen aus, die der Finsterkaiser ihr nun servieren wollte. Sie dufteten so herrlich, dass sie gar nicht schlecht sein konnten, doch diese hier wollte sie nicht probieren. Sie wusste genau, was der Hackbraten des Finsterkaisers für eine Wirkung hatte, bei seinem ersten Versuch war sie fast selbst in seine Falle getappt. Auch dieser hatte damals so lecker und unwiderstehlich geduftet, dass sie nicht hätte nein sagen können, wenn sie nicht früh genug erfahren hätte, dass dieser französische wandernde Koch in der mit Gabeln und Messern als nobles Restaurant getarnten Festung in Wirklichkeit Corvin gewesen war. Sie war davon überzeugt, dass auch diese Kekse eine ähnliche Wirkung haben mussten. Irgendwie musste er herausgefunden haben, dass diese Süßigkeiten seit jeher ihre Schwachstelle waren, aus keinem anderen Grund konnte er ausgerechnet ihre Leibspeise ausgewählt haben. Wie sollte sie es nur schaffen, ihnen zu widerstehen? Sie musste es einfach schaffen, nur … wie? Wie war es möglich, ein Keksangebot auszuschlagen? Sie durfte nicht zu seiner willenlosen Marionette werden.
    Ihr Magen knurrte erneut. Schon viel zu lange hatte sie nichts mehr gegessen. Und nun hatte sie die Gelegenheit, sich diese wohlriechenden Kekse zu nehmen. Doch sie stand wie festgewurzelt an der kalten unnachgiebigen Wand. Sie würde den Keksen widerstehen. Um jeden Preis würde sie den Keksen widerstehen.


    „Na, was ist? Willst du dich nicht lieber setzen, statt weiterhin sinnlosen Gedanken nachzujagen?“, fragte der Finsterkaiser, als er damit fertig war, die Speisen auf dem Tisch auszubreiten und Kirika sogar einen Teller mitsamt Besteck an ihren Platz zu stellen. Er grinste siegessicher. Ja, noch konnte er das, noch wusste er nicht, dass ihr Willen zu stark war. Sie würde nicht nachgeben. Sie würde widerstehen.
    Er setzte sich nun selbst ans andere Ende des Tisches. Als wollte er Kirika etwas beweisen, schnappte er sich eine Flegmonrute und knabberte daran herum. Doch sie hatte nicht vor, auf einen so billigen Trick hereinzufallen, es war mehr als durchschaubar, dass er sich einfach einen Schutzzauber heraufbeschwören oder den Zauber auf den Nahrungsmitteln für sich aufheben konnte. Er konnte ja schlecht zu seiner eigenen Marionette werden. Sie blieb stehen und musterte ihn misstrauisch. Was auch immer er vorhatte, er würde nicht damit durchkommen. Warum um alles in der Welt sollte sie ihm auch vertrauen? Er war ihr Feind und er blieb ihr Feind und irgendetwas plante er mit Sicherheit. Vermutlich hatte es direkt oder indirekt mit der vollständigen Übernahme des Spielfigurenkönigreiches zu tun, und genau das musste sie verhindern.
    Aber diese Kekse sahen so lecker aus und dufteten so verführerisch … Und ihr Magen knurrte.
    „Sieh mich nicht so an“, säuselte der Finsterkaiser. „Sieh dich nicht als meine Gefangene. Sieh dich als mein Gast.“ Er grinste, als Kirika sich langsam aus ihrer Starre löste. Mit zögerlichen Schritten ging sie auf den Tisch zu, jede Bewegung fühlte sich gar schneckmaghaft schleichend an, doch sie kam vorwärts. Einen Moment lang blieb sie noch vor dem Stuhl stehen, dann setze sie sich jedoch dem Finsterkaiser gegenüber hin. Die Gerüche der verschiedenen Speisen stiegen ihr nun umso stärker in die Nase.
    Das Obst war so frisch und saftig, es erinnerte sie an damals, als ein Caesurio aus ihrem Rudel versehentlich in einen Marktstand gestolpert war. Da es ein paar der Früchte aufgeschlitzt hatte, mussten sie diese kaufen. Sie reichten am Ende fast eine ganze Woche lang, aber immerhin war es ein leckerer Unfall gewesen. Beim Gedanken an diesen Vorfall musste Kirika fast lachen, doch sie verkniff es sich. Am Ende würde der Finsterkaiser es noch auf sich beziehen. Auch die Flegmonruten erinnerten sie an frühere Zeiten. Einmal wollte ein zwielichtiger Kerl in einem schwarzen Outfit mit einem roten Zeichen auf der Brust ihr welche für vollkommen horrende Preise verkaufen. Sie forderte ihn zu einem Kampf heraus, doch er schien das überhaupt nicht ernst zu nehmen, sondern setzte nur Rattfratz und Zubat ein. Am Ende fand sie aber heraus, dass er Teil einer Gruppierung war, die Pokémon für ihre Zwecke missbrauchte – so auch die Flegmon, welche unter vollkommen pokémonunwürdigen Verhältnissen gehalten und geschlachtet wurden. Sie meldete diese Personen damals natürlich direkt an König Nero, der dafür sorgte, dass einige von ihnen im Kerker landeten und ein Großteil das Land verließ. Hunderten, wenn nicht tausenden von Flegmon, die in engsten Käfigen bei ungenügender Nahrung und Hygiene in ihrem eigenen Dreck dahinvegetierten, wurde so das Leben gerettet. Sie wurden schließlich beim See der Reinheit ausgesetzt, wo auch vorher schon einige wilde Exemplare gelebt hatten. Diese Verbrecher hatten den Miis erzählt, dass Flegmon zu dumm seien, um Schmerz oder Trauer zu spüren, aber als Kirika selbst eines von ihnen ausgesetzt hatte und das Strahlen in seinen großen Augen sah, wusste sie, wie falsch sie gelegen hatten. Ein jedes Pokémon hatte ein Recht auf ein schönes Leben und artgerechte Haltung, und selbst, wenn es irgendwann als Nahrung enden sollte, konnte und durfte ihm bis dahin niemand dieses Recht nehmen.
    Sie war sich jedoch ziemlich sicher, dass der Finsterkaiser seine Flegmonruten nur von Händlern, die pokémongerechte Haltung garantierten, bezog. Sie kannte ihn zwar nicht besonders gut, aber einerseits schien er seine Pokémon gut zu behandeln und andererseits schien er sich sehr um die Qualität seiner Speisen zu bemühen. So jemand konnte sein Fleisch nicht von irgendwelchen dahergelaufenen Rüpeln kaufen. Außerdem sah das Fleisch so saftig und zart aus, wie es nur bei wirklich frischer und guter Ware der Fall sein konnte.
    Einmal mehr knurrte ihr Magen. Wie gerne hätte sie nun einfach zugegriffen! Diese so unfassbar köstlich duftenden Kekse standen nun keinen halben Meter mehr von ihr entfernt. Sie musste nur ihre Hand ausstrecken und binnen einer Sekunde wäre all ihr Hunger vergessen. Sie stellte sich vor, wie die Kekse langsam in ihrem Mund zergehen würden, köstlich, verführerisch, ein Meisterwerk der Backkunst. Die vollsten Aromen würden sich ihr offenbaren, sie musste nun einfach nur zugreifen und sich seinen Speisen hingeben. Sie spürte die Versuchung, den tiefen Wunsch, es einmal zu riskieren, auch, wenn es ihren Untergang bedeuten würde. Es fühlte sich an wie ihr Wunsch, sich einmal mit einem Partner in die tiefsten Tiefen des Hofgartens vorzuwagen, um sich ihrer ungezügelten Lust hinzugeben. Es wäre ein Ausflug ohne Widerkehr, doch der Reiz für sie war groß, kaum in Worten auszudrücken. Es war fast eine glückliche Fügung, dass sie keinen Partner hatte. Und selbst wenn, dann wäre dieser wohl kaum lebensmüde genug, dies mitzumachen. Es war immerhin jedem klar, dass es aus dem Heiligtum keine Wiederkehr gab.
    Sie musterte den Finsterkaiser. In seiner Überheblichkeit war es ihm zuzutrauen, dass er sich darauf einlassen würde, sollte sie versuchen, ihn zu verführen. Sie könnte ihn dazu überreden, mit ihr eben jenen tiefsten Teil des Hofgartens aufzusuchen. Auch ihr selbst wäre eine Flucht in diesem Fall unmöglich, doch das Königreich würde sie für ihr Martyrium mit Sicherheit als Heldin in Erinnerung behalten. Immerhin würde sie damit das Land vom Finsterkaiser befreien, dem grausamsten Eroberer seit Jahrhunderten. Und vielleicht könnte sie dabei sogar noch etwas Spaß herausholen.
    Wie gerne sie sich nun all ihrer Versuchung hingeben würde … Doch sie durfte nicht. Sie durfte nicht darauf hereinfallen. Sie durfte ihre Heimat nicht auf diese Art und Weise im Stich lassen. Auf diesen verführerischen Speisen lag bestimmt derselbe Zauber, derselbe Fluch wie auf dem berüchtigten Hackbraten. Bis heute wüsste niemand, dass die plötzlichen Veränderungen im Wesen der Miis dem köstlichen Fleischgericht geschuldet waren, hätte er sich ihr damals nicht vorzeitig offenbart.


    „Komm schon, greif endlich zu“, drängte der Finsterkaiser nun energischer und mit einem genervten Unterton in der Stimme. „Über weiß das Grypheldis was kannst du später immer noch brüten.“
    Zögerlich nahm Kirika einen der Kekse in die Hand. Nur, weil sie ihn hielt, hieß das ja noch lange nicht, dass sie seiner Verführung nicht weiterhin widerstehen könnte. Immerhin sah er nur aus wie ein ganz gewöhnlicher Keks, von wie vielen Seiten sie ihn auch anschaute. Der Teig hatte einen verführerischen hellen Braunton, der dem glänzenden Fell eines unschuldigen jungen Wiesor glich. Die Aromen dieser Süßigkeit stellte sie sich jedoch so wild und frech wie ein neugieriges Zigzachs vor. Sie bedauerte, niemals davon kosten zu können. Bewundernd hielt sie den Keks ins Licht der Sonne. Die Schokosplitter in seinem Teig glänzten verführerisch, und wenn sie dieses Wunderwerk der Backkunst im Licht hin und her drehte, war es, als würden die Sonnenstrahlen einen Tanz auf seinen kleinen braunen Splitterchen vollführen. Einige davon waren hell wie ein Quiekel, andere dunkel wie ein Hunduster. So unterschiedlich wie diese beiden Spezies musste auch der Geschmack sein, den diese Schokolade enthielt; der eine unwiderstehlich süß, der andere eine leicht bittere Note. Bitter, so wie ihre Situation, in die sie sich selbst gebracht hatte.
    Sie war so neugierig. Sie wollte wissen, wie diese Kekse schmeckten, doch sie musste alles geben, um diesem Finsterkaiser nicht seinen Wunsch zu erfüllen. Vorsichtig roch sie daran, in der Hoffnung, dass der Zauber nicht schon allein dadurch in ihren Körper übergehen konnte. Sie blickte schnell zum Finsterkaiser hinüber, der jedoch immer noch diesen ungeduldigen Blick hatte. Sie war erleichtert. Anscheinend funktionierte es wohl doch nicht so. Der Keks in ihrer Hand verströmte einen wundervollen Duft. Dieser hier musste wohl mit echter Vanille hergestellt worden sein, so intensiv duftete kein Imitat dieser Welt. Dabei war das hierzulande doch so ein seltenes Produkt, dass selbst König Nero es nur zu feierlichen Anlässen importieren ließ. Ja, auch die Kekse, die sie damals nach dem Abenteurerturnier bekommen hatte, hatten so einen intensiven Duft verströmt wie diese. Der Finsterkaiser musste wirklich reich sein, wenn er sich das leisten konnte. Oder hatte er die Zutaten für seine Kekse am Ende etwa gestohlen? Aber nein, jemand, für den die Kochkunst so wichtig war, der konnte seine Zutaten doch nicht auf eine Art und Weise bekommen, die keinerlei Qualität gewährleistete. Kirika lief das Wasser im Mund zusammen. Die Kekse damals … die Kekse heute … sie musste um jeden Preis widerstehen. Doch als hätte sie keine Kontrolle mehr darüber, führte sie das kleine runde Ding in ihrer Hand immer näher zu ihrem Mund.


    „Aber über eines musst du dir bewusst sein: Wer von meinen Speisen isst, der kommt so schnell nicht wieder von mir los“, lachte der Finsterkaiser. „Ach, als könntest du noch lange widerstehen.“
    Erschrocken legte Kirika den Keks schnell zurück auf den Holztisch vor ihr. War ihre Vermutung etwa … Ja, sie konnte nur richtig sein. Diese Kekse waren eindeutig eine Falle!
    „Ach, wie niedlich“, äffte der Finsterkaiser grinsend. „Die ach so tapfere Hof-Abenteurerin Kirika von Toyriel, Bezwingerin alles Bösen, hat Angst vor einem kleinen, unscheinbaren Keks.“
    Trotzig hob Kirika den Keks wieder auf. Das konnte sie so nicht auf sich sitzen lassen! Was bildete dieser Finsterkaiser sich eigentlich ein? Sie und Angst vor einem kleinen, unscheinbaren Keks … Ein kleiner, unscheinbarer Keks … Sie musste unweigerlich an Keksi denken. Sie war auch so klein und unscheinbar, aber sie glaubte daran, dass in ihr großes Potenzial steckte. Nein, sie durfte nicht auf diese Sticheleien hereinfallen. Für ihre beste Freundin. Als wäre der Trotz mit einem Mal verflogen, legte sie den Keks wieder ab und funkelte ihr Gegenüber böse an.
    „Das hättest du so wohl gern“, grummelte sie.


    Erneut starrte sie die Kekse auf dem Tisch vor ihr an. Was war das nur für ein Blödsinn? Wie konnte sie sich jemals wünschen, auch nur einen davon zu essen? Es war mehr als offensichtlich, dass das alles eine einzige riesige Falle war und um ein Haar wäre sie darauf hereingefallen. Nein, sie würde diese Speisen nicht essen, noch nicht einmal anfassen. Das gönnte sie ihm nicht.
    Sie wischte die paar Kekskrümel, die noch an ihren Händen klebten, an ihren Hexermantel. Sie schämte sich dafür, jemals mit dem ekelhaften Gedanken gespielt zu haben, eine seiner Speisen zu probieren. Und sie schämte sich dafür, dieses Kleidungsstück überhaupt zu tragen. Immerhin stammte es ursprünglich von ihm. Wie konnte sie nur so dumm sein? Am liebsten wäre sie jetzt aufgestanden, auf seine Seite des Tisches gegangen und hätte ihm in die Fresse geschlagen.
    Sie richtete ihren Blick wieder auf seinen Platz und wurde jäh aus ihren Gedanken gerissen. Dort war nur noch ein leerer Stuhl. Auf einmal spürte sie seine Hand auf ihrem Kopf, die sie gewaltsam zur Seite drehte. Seit wann stand er schon neben ihr?
    „JETZT FRISS ENDLICH DEN BESCHISSENEN KEKS!“, brüllte er und stopfte ihr das Gebäck in ihren offenstehenden Mund. Sie hustete und würgte, sie versuchte, den Keks auszuspucken, doch der Finsterkaiser hielt ihr den Mund zu. Sie bekam kaum noch Luft. Eigentlich hatte sie nur noch eine einzige Chance. Und so schluckte sie.
    Sie fühlte sich angewidert, doch sie konnte nicht leugnen, wie angenehm es sich anfühlte, als der Keks ihren Hals hinab wanderte. Er war so unbeschreiblich lecker. Und nun konnte sie endlich wieder atmen, als der Finsterkaiser zufrieden grinsend seine Hand von ihrem Gesicht löste.


    „Oh mein Resharp“, hauchte sie und rang nach Luft, „wie lecker.“
    Der Finsterkaiser grinste sie weiterhin zufrieden an, als sie resigniert ihren Blick hob. War das gerade wirklich geschehen? Hatte er sie gerade gezwungen, seinen Keks zu essen? Sie hatte doch schon gedacht, sie hätte seine Falle durchschaut und wäre ihr entkommen. Sie überlegte. Ob es helfen würde, wenn sie sich selbst zum Kotzen bringen würde? Aber sie konnte das noch nie. Alles, was sie zustande brachte, waren einige heftige Würgereize.
    Sie erinnerte sich daran, wie sie damals Neros Pillen für Süßigkeiten gehalten hatte. Keksi hatte sie daraufhin in Kenntnis gesetzt, wie gefährlich diese sein konnten, woraufhin sie sie wieder loswerden konnte. Ihr selbst gelang es aber nicht; am Ende musste die Prinzessin nachhelfen, die ihr ohne jede Rücksicht ihre Hand in den Rachen stopfte. Die entstandene Sauerei mussten sie dann natürlich schnell zusammen beseitigen, bevor Nero es bemerken konnte.
    Sie atmete tief durch. Noch war nichts verloren, sie musste nur sicherstellen, dass sie ihre klare Wahrnehmung nicht verlor. Sie zwickte sich selbst in die Seite. Sie zuckte zusammen. Dies war also doch kein böser Traum … Aber immerhin wusste sie, dass sie noch Schmerz spüren konnte. Sie versuchte, sich zu erinnern, an alles, was war. Im Kopf ging sie die Namen der Caesurio durch, mit denen sie aufgewachsen war. Joel, der Erkunder, der stets die Umgebung im Blick hatte. Matana, die Ausbilderin der im Kampf unerfahrenen Caesurio. Scalp, der mächtige Anführer des ersten Kampftrupps. Hansi, das neugierige kleine Kind. Gladi, ihre gute Freundin, die immer damit prahlte, den Namen einer berühmten Vorfahrin zu tragen. Und natürlich Kizan II., der große Rudelanführer. Kirika lächelte, als sie daran dachte, wie ihr die Caesurio einst sagten, dass auch ihr Name in leicht abgewandelter Form ein relativ häufiger Caesurio-Name war.
    Sie erinnerte sich auch noch an all die Aufträge, die sie für König Nero erledigt hatte. Als sie bei ihm anfing, wollte er ihr sein Pikachu andrehen, um es im Kampf nutzen zu können, doch sie lehnte ab. Sie vertraute ihren treuen Caesurio und sie sollte auch recht behalten. Als Corvin, damals noch als einfacher Hexer, zum ersten Mal auftauchte, schaffte sie es ohne Weiteres, sein mächtiges Mega-Simsala mit ihrem Team zu schlagen. Sie bezweifelte, dass ein Pikachu diesen Job wirklich hätte erledigen können. Jedoch hatte sie bald angefangen, in den verschiedenen Gebieten, in die sie durch ihre Arbeit kam, die dort heimischen Pokémon aufzusammeln und in ihr Team aufzunehmen. Irgendwann war sie regelrecht berühmt dafür, dass sie all diese Arten besaß. Sie besaß Pokémon, die andere Miis nur für Legenden hielten, darunter etwa solche wie Mew und Arceus; sie hatte sogar das einzige Volcanion, das je im Spielfigurenland gesehen wurde.
    Es war kaum zu fassen, dass dieser Hexer von damals sich trotz all der Niederlagen so hochgearbeitet hatte. Er hatte sich immer mehr Tricks ausgedacht und stärkere Pokémon gefangen, in dem trostlosen Versuch, König Nero zu stürzen. Und mit dem Drachenlord konnte es ihm tatsächlich gelungen sein. Er hatte sie besiegt und entführt und nun sogar mit Keksen gefüttert. Doch ihr war klar, dass sie entkommen musste. Sie musste weg von hier, zurück in ihre Heimat, bestenfalls mit einem Plan, wie sie diese wieder befreien konnte. Und sie musste es so schnell wie möglich tun.
    Sie starrte aus dem Fenster. Ihre Sicht war klar und sie konnte den luftigen Tanz der Kramurx, die im Gebiet vor der Burg lebten und hier immer auf und ab flogen, problemlos verfolgen und ihr Gekrächze laut und deutlich hören. Sie fragte sich, warum diese Vögel hier überhaupt leben wollten, hier im Gebiet des Finsterkaisers. Es gab doch so viele schönere Orte für ein Pokémon, dem die Welt offen stand und das überall hinfliegen und überall nisten konnte.
    Kirika seufzte. Ihr war schlecht vom Gedanken, dass sie einen Keks von diesem Finsterkaiser gegessen hatte, doch körperlich krank oder anderweitig negativ beeinflusst kam sie sich nicht vor. War tatsächlich alles in Ordnung mit ihr? War es wirklich möglich, dass der Keks keine negative Wirkung auf sie hatte? Aber er war von ihm, er konnte das doch nicht einfach aus gutem Willen heraus tun.


    „Meinst du etwa, von einem Keks und einer Million Gedanken wirst du satt?“, fragte der Finsterkaiser grinsend, aber deutlich genervt. „Los, greif doch zu, wenn du ihn so gut findest!“
    Kirika schnappte sich noch einen Keks. Dieser verströmte ein weihnachtliches Zimtaroma. Auf den Straßen der Hofstadt hatte sie außer von der nervigen Beleuchtung, die einen kaum noch schlafen ließ, nie viel von diesem Fest mitbekommen, doch als sie dann im Schloss lebte, hatte Keksi ihr einmal Weihnachtskekse gebacken. Sie war regelrecht überwältigt davon gewesen, sie hätte nie gedacht, dass es extra Feste dafür geben könnte, sich gegenseitig Kekse mit Zimt zu schenken.
    Doch konnte sie diesen Keks nun wirklich so problemlos essen wie den damals? Was, wenn er seine Wirkung erst später entfaltete? Aber war sie dann nicht sowieso schon verloren? Natürlich hätte der Finsterkaiser ihr auch erst einen normalen Keks füttern können, damit sie keinen Verdacht schöpfte, doch was hätte er davon? Es wäre doch viel einfacher, gleich eine verzauberte Speise zu benutzen, außerdem hatte sie genau diesen Keks ja selbst ausgewählt. Sprach überhaupt noch irgendetwas dagegen, noch einen Keks zu essen?
    Ihr Magen knurrte. Wenn die Kekse verzaubert waren, hatte sie schon verloren. Doch wenn sie sie jetzt nicht aß, hatte sie auch verloren, gegen ihren Hunger. Sie seufzte und biss hinein. Das volle Aroma des Kekses verteilte sich in jeden letzten Winkel ihres Mundes. Sie war überwältigt. Wenn sie nicht dazu gezwungen wurde, sie zu essen, war diese Süßigkeit sogar noch umwerfender. Süße Schokolade in Verbindung mit zartbitternen Splittern und einem angenehmen Hauch von Zimt … Dieser Keks musste wohl das Köstlichste sein, was Kirika je gegessen hatte.
    Und so gönnte sie sich ohne lange zu überlegen noch einen Keks. Dieser duftete schon aus der Weite nach Nougat, eine Geschmacksrichtung, die sie schon als Kind sehr gerne mochte, aber nur sehr selten kosten durfte. Es war eben nicht so einfach, ohne Einkommen ein ganzes Caesuriorudel zu ernähren. Auch, wenn sie fast nie hungern mussten, Süßigkeiten gab es nur zu ganz besonderen Anlässen.
    Sie griff nach einem weiteren Keks. Dieser sah von außen schon fast unspektakulär aus, auf der Unterseite bestand er aus einem fast raichufarben glänzenden Teig und war auf der Oberseite von einer dunklen Schokoladenglasur überzogen. Als sie hineinbiss, offenbarte sich jedoch seine wohlschmeckende Füllung. Marillblau glänzend trat sie hervor, ein fruchtiges Erdbeeraroma, so voll, man könnte meinen, die Früchte wären gerade eben erst Stück für Stück von Hand gepflückt worden. Sie erinnerte sich an die Erdbeerplantage vor der Hofstadt, deren Besitzer sie und ihre Caesurio an besonders ertragreichen Tagen bei der Ernte helfen ließ und ihnen dann einen Teil der Erdbeeren ließ. Natürlich war ihm klar, dass hin und wieder auch eine Frucht bei der Arbeit genascht wurde, doch es wurde nie darüber gesprochen, denn sie waren ihm eine gigantische Hilfe.
    Zögernd griff Kirika nun auch nach dem letzten Keks. Ihm gegenüber war sie etwas misstrauisch, denn es ragten kleine grüne Splitterchen aus ihm heraus. In ihr stieg die Erinnerung auf, wie ihr irgendein zwielichtiger Typ auf dem Wochenmarkt einmal seine „ganz besonderen Kekse“ angedreht hatte, in denen kleine graublaue Stückchen steckten. Sie hielt es für irgendeine besondere Frucht, musste dann aber herausfinden, dass es sich dabei um altes Remoraidfleisch handelte. Diese sogenannten Kekse waren das Widerlichste, das sie jemals essen musste, und sie hoffte, dass dieser Verkäufer dafür pleite ging und niemals wieder seinen Schund in die Welt tragen durfte. So etwas gehörte verboten.
    „Pistazien“, seufzte der Finsterkaiser plötzlich. Kirika blickte auf. Ihr war gar nicht aufgefallen, dass dieser sich wieder ihr gegenüber an den Tisch gesetzt hatte und nun halb gelangweilt an einem Pfirsich herumkaute. „Die grünen Dinger nennen sich Pistazien. Brauchst keine Angst davor zu haben.“
    Immer noch zögernd biss sie nun auch von diesem Keks ab. Erstaunt blickte sie ihn an. Sein Aroma erinnerte an feine Nüsse mit einer leichten butterartigen Note. Das war wirklich beeindruckend. Sie hatte keine Ahnung, was genau diese Pistazien waren, doch sie waren wirklich lecker. Vielleicht sollte sie Keksi einmal den Vorschlag machen, Pistazienkekse zu backen, wenn sie hier wieder raus kam.


    Da sie alle Kekse aufgegessen hatte, wollte Kirika nun auch eine Flegmonrute probieren. Das Fleisch war so zart, es musste noch extrem frisch sein, möglicherweise sogar noch vom selben Tag. Es hatte eine natürliche süß-säuerliche Note und einen ganz leichten fischartigen Geschmack, der vor allem in der hellen Spitze stark herausstach. Gewürzt war es mit frischen Kräutern und einer Soße, die dem Gericht zusätzlich eine leichte Schärfe verlieh, die sich wunderbar in das Gesamtbild einfügte.
    Der Finsterkaiser beobachtete sie mit dem zufriedensten Grinsen auf seinen Lippen, von dem Kirika je Zeuge geworden war. Sie war sich unsicher, ob er deswegen so zufrieden war, weil ihr seine Mahlzeiten so gut schmeckten, oder allein deswegen, weil sie diese aß.
    „Ich bin pappsatt“, sagte Kirika, als sie mit der Flegmonrute fertig war, und rieb sich über den Bauch. „Das war unglaublich lecker.“
    Der Finsterkaiser räumte all die übriggebliebenen Speisen und leeren Teller zurück auf sein silbernes Tablett, trug dieses zur Tür und stellte es draußen ab.
    „Bis Sonnenaufgang“, sagte er fast drohend. Kirika hörte, wie er die Tür von außen wieder abschloss und mit all dem Geschirr in den labyrinthartigen Gängen der Festung verschwand.


    Einige Minuten blieb sie noch wie erstarrt sitzen und versuchte, das Geschehene einzuordnen. Warum hatte er ihr Kekse gemacht? Wusste er, was diese Gebäcke für sie bedeuteten? Sie konnte sich keinen Reim darauf machen. Langsam erhob sie sich von ihrem Stuhl und trottete zu dem großen Fenster in der steinernen Mauer.

    Sie vernahm ein leises Flattern, bis schließlich ein Kramurx vor ihr landete. Sein schwarzes Gefieder wies den typischen bläulichen Schimmer auf, als die letzten Strahlen der untergehenden Sonne darauf fielen. Der Federkranz auf seinem Kopf war nicht sehr stark ausgebildet, es musste sich also um ein weibliches Exemplar handeln.

    „Hey, du Vögelchen“, sagte sie nachdenklich zu dem vor ihr sitzenden gefiederten Unlichtpokémon, noch mehr aber zu sich selbst, „meinst du, ich hab mich durch die Kekse irgendwie verändert?“

    „Kraa, kraa“, machte das Kramurx, breitete seine Schwingen aus und hob wieder ab.


    Ein seltsames Gefühl machte sich in Kirikas Eingeweiden breit. Einerseits war es ein gutes und sehr erleichterndes Gefühl, endlich von ihrem Hunger befreit zu sein, andererseits wuchs die Angst, die überaus leckeren Kekse des Finsterkaisers könnten doch noch eine verspätete Wirkung entfalten, mit jeder Sekunde mehr und mehr an, je länger sie darüber nachdachte. Seine Worte hallten in ihrem Gedächtnis nach. Wer von seinen verführerischen Speisen esse, der komme so schnell nicht wieder von ihm los. Was, wenn an dieser Warnung mehr Wahres war, als sie wahrhaben wollte? Sie würde zu seiner Marionette werden, zu seiner Puppe, zu seinem Opfer, wie auch schon der Räuber, der Meisterdieb und nun auch der Prinz vor ihr.

    Ihre Gedanken kreisten und kreisten. So einfach war sie darauf hereingefallen, auf diese heimtückische Falle, und das, obwohl er sie selbst gewarnt hatte. Sie war verloren. Verloren, wenn in seinen Worten auch nur ein Funke Wahrheit steckte. Aber ... nein, es konnte nicht sein. Sein Gerede konnte nicht wahr sein. Es war alles nur eine hohle Warnung, hohles Geschwätz, fern jeder Realität, allein, um ihr Angst zu machen, um sie durch ihre Angst zu kontrollieren. Doch sie würde stark sein. Sie würde nicht auf seine Tricks hereinfallen, niemals. Es durfte einfach nichts Wahres an seinen Aussagen sein, sie konnte nicht jetzt schon auf seine Tricks hereingefallen sein.


    Kirika trottete zu dem steinernen Bett, das der Finsterkaiser für sie bereitgestellt hatte. Einen Moment blieb sie stehen, dann ließ sie sich langsam darauf nieder. Es war unbequem und hart. Sie starrte an die aus tristen, grauen Mauersteinen bestehende Decke. Sie sollte jetzt dringend schlafen, sie musste sich nach diesem langen, anstrengenden und verwirrenden Tag endlich ausruhen. Und wenn sie morgen wieder aufwachte, dann würde sie sich endlich einen Fluchtplan ausdenken, einen Weg aus diesem verdammten Höllenloch. Sie konnte es hier nicht länger aushalten, sie musste weg. Sie musste von hier wegkommen und ihre geliebte Heimat retten. Ihre Heimat ... ihre vermutlich längst schon verlorene Heimat ... und ihre einzige Freundin.



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    Upsi, jetzt hab ich die Uhrzeit verpasst. Egal, ich will jetzt nicht mehr bis morgen warten. :blush:

    Und eigentlich sollte das Kapitel ja ungefähr dreimal so lang werden, aber ich hab leider die Geduld verloren. 6163 Wörter sind vorerst mal genug. Sorry! :kiss:


    Memezeugschatten wird Ihnen präsentiert von Kiris Keksfabrik. Denn Kiris Kekse wirken Wunder.

    @Kecksilein kann's bezeugen.


    Highlights: @Kecksilein, @Wemlock Homeless :blush:




    Vielen Dank an @Kecksilein für dieses tollige GIF :love:


  • Kirika lief in ihrer Zelle auf und ab. Seit Tagen saß sie hier nun schon fest, aber mit jedem Tag machte es ihr weniger aus. Sie hatte hier doch alles, was sie brauchte. Regelmäßige Mahlzeiten, ein Pokémon als Gesprächspartner und genug, womit sie sich die Zeit vertreiben konnte. Außerdem durfte sie Corvin sehen, wenn er vorbeikam, um ihr die Werke seiner fantastischen Kochkünste zu präsentieren.

    Kirika seufzte. Die letzten Tage hatte sie noch verzweifelt versucht, sich einzureden, dass er ihr Feind war und sie diese nahezu magische Anziehungskraft, die er auf sie ausübte, einfach zu ignorieren hatte, aber ihr war klar, dass das vergebens war. Wozu auch? Dem Spielfigurenland konnte sie jetzt sowieso nicht mehr helfen. Wenn der Drachenlord gewonnen hatte – und sie war sich sicher, das hatte er –, dann käme sie jetzt eh schon längst zu spät, um den Hof zu retten. Sie hatte versagt, auf ganzer Linie versagt. Sie konnte sich dort bestimmt nie wieder blicken lassen. Wer wollte schon eine besiegte, eine gefallene Hof-Abenteurerin?


    Die Tür gab ein lautes RUMMS von sich, als Corvin plötzlich eintrat.

    "Ich kenne da jemanden, der eine haben will", sagte er grinsend. Überrascht drehte Kirika sich um.

    "L-liest du etwa meine Gedanken?", stammelte sie und wurde rot.

    "Ich gehe dir doch seit Tagen nicht aus dem Kopf, also tu mal nicht so." Er packte sie verführerisch und warf sie aufs Bett. Dann küsste er sie leidenschaftlich.

    "Du hast doch nichts dagegen?", fragte er und griff nach Kirikas Mantel.


    Plötzlich öffnete sich ein Dimensionsportal und Wenlok, Kiri und Keksi traten hindurch.

    "Gut, dieser Ort sieht relativ ungefährlich aus", sagte Wenlok. Nervös warf er einen Blick zur Decke, doch tatsächlich: Dort schwebte kein Thwomp über ihm.

    Kiri sah sich in dem kleinen Raum um. "IEH, HETERO!", rief sie plötzlich.

    "Oh nein, mein armes Kirilein", sagte Keksi und hielt ihr die Augen zu.

    "Wer seid ihr und was macht ihr hier?", rief Corvin, der dabei kaum von Kirika abließ. Er drehte sich um. "Seid ihr etwa auch Magier? Und warum sieht sie so aus wie Kirika und sie wie das Prinzesschen? Okay, raus mit der Sprache. Aus welcher Dimension kommt ihr?"


    "Ja, also, das ist so", begann Wenlok zu erklären, wurde jedoch von einem jähen Aufschreit seitens Corvins unterbrochen

    "AAAAAH EINE MAUS!"

    "Wüstenrennmaus, bitte!", korrigierte ihn Rene, der soeben aus dem Dimensionsportal gesprintet gekommen war. "Ich bin auf der Suche nach einem Klingonen, habt ihr ihn gesehen? Es geht um Leben und Tod!"


    "Kann man hier eigentlich nicht wenigstens einmal ungestört eine ehemalige Hof-Abenteurerin verführen?", fragte Corvin entnervt.

    "Was heißt da ehemalig?", fragte Kirika.

    "Willst du mit mir das Kaiserreich der Finsternis regieren?", fragte Corvin.

    "Okay", sagte Kirika.

    "Oh. Mein. Gott", sagte Wenlok mit weit aufgerissenen Augen. "Keksi, du hoffst doch bestimmt, dass Kiris Antrag auch mal so romantisch wird."

    Keksis Gesicht glühte hellrot.


    Unauffällig verstaute Kiri die kleine, hübsche Schatulle in ihrer Hand wieder in ihrem Mantel. Das war jetzt wohl doch nicht der richtige Zeitpunkt.


    "HALLO!", brüllte Rene so laut wie es einer Maus eben möglich war. "ICH SAGTE LEBEN UND TOD!"

    "Hat hier jemand Tod gesagt?", Galileos Kopf schwebte aus dem Dimensionsportal, "Tod kann ich, nicht wahr Sabine?"

    Und als er dies sprach, zuckte sein linkes Auge unkontrolliert.


    "Hä, was is'n das für ein körperloser Kopf?", fragte Kiri.

    "Ich kenn ja so einige kopflose Leute, aber körperlose sind mir dann doch noch nie untergekommen", murmelte Kirika.

    "Ich glaub, er ist irgendwie verrückt", sagte Kiri.

    "Wer ist verrückt? Ich bin nicht verrückt!", rief der schwebende Galileo-Kopf, als sich das Portal hinter ihm wieder schloss.


    "Ob man den wohl als Nussknacker benutzen könnte?", fragte sich Keksi.


    Als hätte sie diese Szene kommen sehen, zog sie eine Kokosnuss aus ihrer Hosentasche und ging damit auf Galileo zu.


    "HUEHUEHUE, DER HAT NE KOKOSNUSS AUF DEN KOPF BEKOMMEN!", brüllte Patrick.

    "Moment mal, falscher Film", korrigierte ihn Thaddäus und die beiden dieser Welt fremden Charaktere verschwanden ebenso schnell, wie sie aufgetaucht waren.


    "Duff whehet hir beheuen", stammelte Leo mit der Kokosnuss im Mund.

    "Auf drei hauen wir ihm das Kiefer zu", erklärte Wenlok. "Eins, zwei ... drei!"

    "Huh", machte Kiri erstaunt und reichte Keksi einen 5 Euro Schein. "Ich hätte gedacht, die Kokosnuss gibt nach."

    "Mahne Zhne!!", jammerte der Leo-Kopf.

    "Was nun?", fragte Kiri.

    "Wie es der Zufall so will, kenne ich einen guten Zahnarzt in der Nähe. Ein wahrer Meister seines Fachs und lustigerweise heißt er auch so", erklärte Wenlock.


    "Warum wollt ihr den Tribble töten? Damit kann ich doch die Klingonen verjagen!", piepste Rene, schnappte sich die Kokosnuss und hüpfte schnell davon.

    "Könnt ihr es dieser ekligen Maus dann endlich gleich tun und von hier verschwinden?", fragte Corvin genervt.

    Doch im selben Moment wurde die Tür zur Bibliothek aufgeschlagen und Dr. H. Meister kam herein. Thalfradin war aus irgendeinem nicht näher definierten Grund auch dabei.


    "Ich kenne einen Weg, wie deine Zähne repariert werden können", sagte Thalfradin.

    "Moment mal, sollte ich das nicht ...", fing Dr. Meister an.

    "Komm mit mir nach Solstheim, ein Bekannter in Rabenfels hat Wiederherstellungsmagie studiert!" Ohne irgendjemandem zuzuhören oder gar eine Antwort abzuwarten, schnappte Thalfradin sich den schwebenden Kopf und sprang aus dem Fenster, wo sein Reshiram Alduin ihn auffing und nach Solstheim flog. Der Wunderheiler in Rabenfels sah sich den Kopf an und wirkte einen Zauber, durch den alle Zähne perfekt nachwachsen.

    "Moment mal, was?", protestierte Corvin, der diesen Teil der Geschichte wohl aus irgendeinem Grund lesen konnte. "So einfach funktionieren Heilzauber nicht! Wer denkt sich diesen Schwachsinn bitte aus?!"


    "Stimmt, er hat nicht einmal die Arme verschränkt und mit dem Kopf genickt!", pflichtete ihm Dr. Meister bei.


    "Einen Moment mal", sagte Corvin plötzlich, als hätte ihn der Blitz gestreift. "Sein Gesicht kommt mir schon die ganze Zeit so bekannt vor. Ist er ... Sind Sie etwa Dr. H. Meister, der berühmte Verleger von Zauberbüchern?"


    "Unter anderem, ja", sagte Dr. H. Meister.


    "Davor habe ich das Hausmeistern studiert. Dr. Hans Meister, der Hausmeistermeister mit einem Hausmeistermaster, jaja."


    "Und außerdem sind Sie derjenige, der mir nicht geholfen hat, den enthaupteten Henker aufzuhalten!", sagte Wenlok resigniert.

    "Aber wieso denn?", gab Dr. Meister zurück. "Sein Kopf ist in Thalfradins Obhut gefangen, dementsprechend sollte sein Körper doch keine Probleme mehr machen können."

    "Bekommt Galileo nicht gerade einen Mund voller nagelneuer, messerscharfer Zähne spendiert?", warf Kiri ein.

    Dr. Meister schluckte. "Oh shit."


    "Haben eigentlich alle hier vergessen, dass das hier ursprünglich meine Geschichte war?", fragte Corvin genervt.

    "Was redest du da, ich bin hier die Protagonistin!", rief Kirika.

    "Das ist eine Lüge, die Kiri erfunden hat, um für die Leser eine nicht komplett böse Bezugsperson zu haben", entgegnete Corvin.

    "Ich hab was?", fragte Kiri empört.

    "Wie dem auch sei, ich dulde in diesem Kapitel keine weiteren Besucher in meinem Schloss!", rief Corvin.

    Mit einem lauten Klirren zersprang die vierte Wand in tausend kleine Splitter.

    "Oh nein, nicht das schon wieder", seufzte Wenlok.

    Da schwebte ein in orange gekleideter Mann mit wuscheligen Haaren hinter den Splittern hervor. "Entschuldigt, dass ich mit meinem Kamehameha eure vierte Wand zerstören musste", sagte Son Goku, "aber ich habe gehört, hier sei einer der sieben Dragonballs zu finden und ich brauche ihn, um meinen Dachschaden zu reparieren."


    Auf einmal schepperte es über der Gruppe und erschrocken wichen alle an die nächstbeste Wand zurück - bis auf die vierte natürlich, denn die existierte ja nicht mehr.

    "ICH HABE DACHZIEGEL!", kreischte ein Rasaff, das im nächsten Moment durch die Decke krachte und mitten im Raum landete.

    "Und die wirst du jetzt schön mir zur Verfügung stellen!", brüllte Corvin mindestens so wütend wie der Schweineaffe. "Wegen dir habe ich jetzt nämlich auch einen Dachschaden!"


    "DU!", rief Son Goku und zeigte auf das Rasaff. "Ich kann spüren, dass du ihn hast! Du hast den siebten Dragonball!"

    "Nein! Ich habe Dachziegel!", rief das Rasaff.

    Doch Son Goku ließ sich nicht beirren, holte mit seiner Faust weit aus und ließ sie auf das arme kleine Pokémon heruntersausen. Da veränderte sich seine Form. Unter dem wuscheligen Pelz leuchtete es orange und mehrere rote Sterne zeichneten sich darunter ab.

    "Der hat keinen Dragonball, der ist der Dragonball", stellte Wenlok ungläubig fest.

    "Umso besser!", rief Son Goku und warf sechs ähnlich aussehende Bälle auf das Rasaff. Es bildete sich ein Nebel um es herum und aus ihm empor stieg schließlich ein Rayquaza, auf dessen Kopf ein Jirachi hockte und seelenruhig schlief.


    "Mächtiger Drache, erhöre meinen Wunsch", sagte Son Goku. "Ich wünsche mir-"

    "Dass dieses Kapitel endlich mal zu einem vernünftigen Ende kommt", redete Kirika ihm dazwischen. "Seht euch nur die arme Kiri an, die kriegt von diesem Schwachsinn doch schon 'nen halben Nervenzusammenbruch."

    Son Goku verschlug es die Sprache. Kiri vergrub ihr Gesicht in den Händen.

    Auf einmal begann das Jirachi auf Rayquazas Kopf zu leuchten. Es schwebte ein Stück in die Höhe und gähnte. Dann wurde alles einen Moment lang weiß.

    "Resharp sei Dank ...", flüsterten Kiri und Kirika einstimmig.

    "Ruhe jetzt!", rief Corvin. "Iss dein Abendbrot! Wir haben noch etwas vor!" Kirika warf ihm einen verächtlichen Blick zu. Sie hasste kaum etwas so sehr, wie wenn ihr jemand das Wort verbot, nur, weil sie einen verdammt guten Punkt hatte. Sie trottete zu ihrem Stuhl. Corvin hatte mit ihr 'noch etwas vor'. Das konnte ja heiter werden, bei so einer Grundstimmung ...


    Zufrieden legte Yvonne neues Papier in das Fach ihrer Schreibmaschine. Endlich war sie beim erotischen Teil ihrer Fanfiction angekommen. (Würden ihre Leser eigentlich wissen, was eine Schreibmaschine ist …?) Cyndi hatte sie einfach warten lassen, vermutlich war sie wieder in einem Buchladen verschwunden und schwelgte von Puuh und Rumo. Kein Grund, die Zeit ungenutzt zu lassen – Yvonne ließ die Finger knacken – heute Nacht würden Corvin und Kirika endlich zueinander finden und die Fans würden Yvonne das nächste 50 Shades of Grey zu Millionen aus den Händen reißen.


    "Sorry, dass ich dich hab warten lassen", rief Cyndi, als sie die Tür zu Yvonnes Zimmer aufriss. "Wollen wir jetzt zusammen an Fifty Shades of Toy weiterschreiben?"

    "Klar", sagte Yvonne lächelnd. "Ich habe schon auf dich gewartet."

    "Meinst du, Dr. Meister wird unser Werk zu einem Meister-Werk erheben?", fragte Cyndi. Die beiden hatten wirklich große Absichten, dabei war dies doch ihre erste eigene Geschichte.


    Auf einmal klingelte Yvonnes Handy.

    "Wer ist das?", fragte Cyndi. "Sag schon!"

    "Es ist Dr. Meister! Was er wohl von uns will?", antwortete Yvonne aufgeregt.

    "Klare Sache: Ich hatte recht!", rief Cyndi hibbelig.


    "Yvonne! Gut, dass ich dich erreichen konnte", sagte Dr. Meister aufgeregt.

    "Was gibts denn? Geht es um die Veröffentlichung?", fragte Yvonne und grinste breit.

    "Nun ja ... Ja", antwortete Dr. Meister. "Es tut mir leid, ich kann heute leider nicht zu unserem Termin erscheinen."

    "Der Termin, bei dem Sie sich unser Manuskript ansehen wollten? Aber warum denn?" Der jungen Autorin schossen Tränen in die Augen.

    "Es tut mir wirklich schrecklich leid, aber ich muss zur Gamescom. Ein guter Freund von mir, ein gewisser Wenlok Holmes, benötigt dringend meine Hilfe." Dr. Meister atmete einen Moment lang durch. "Wir machen so bald wie möglich einen Ersatztermin."

    "Mhm", machte Yvonne enttäuscht. "Bis dann."

    Cyndi legte ihrer Freundin den Arm um die Schultern.

    "Hey, kein Grund zu weinen", sagte sie ruhig. "Weißt du was? Wir machen zusammen einen schönen Abendspaziergang, dann kommst du auf andere Gedanken. Weiterschreiben können wir morgen immer noch."

    Yvonne nickte. Und so gingen die beiden hinaus und liefen dem Sonnenaufgang entgegen.



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    Vielen Dank an @Kecksilein, @Wemlock Homeless und @Obstsalat für ihr tatkräftiges Mitgeplottwiste und an @Kecksilein, @Wemlock Homeless und @Crayon für ihr tatkräftiges Mitgemale! :love:


    Memezeugschatten wird Ihnen präsentiert von Kiris Keksfabrik. Denn Kiris Kekse wirken Wunder.

    @Kecksilein kann's bezeugen.


    Highlights: @Kecksilein, @Wemlock Homeless :blush:





  • Diese neu-expressionistische literarische Perle versteht es wie kein zweites Werk, die Fesseln des traditionellen Erzählflusses zu sprengen und erschafft mithilfe diverser Anspielungen auf eigenständige Handlungen abseits der eigentlichen Geschichte eine dichte, realitätsfremde Atmosphäre, in der die Erwartungen der Leser weder berücksichtigt noch ernst genommen werden. Trotz seiner vergleichsweise leichtherzigen Natur traut sich Memezeugschatten auch, unbequeme Fragen zu stellen und von der breiten Allgemeinheit generell gemiedene Tabuthemen anzusprechen; Die neuen Zähne des Galileos sind ein hervorragendes Beispiel für die in das Absurde gewickelten Moralfragen, die in der Handlung immer wieder mit einer unvergleichlichen Selbstverständlichkeit aus dem stürmischen Meer der erzählerischen Steilkurven auftauchen - in wessen Macht liegt es zu beurteilen, ob der gemeinhin als instabil und unberechenbar geltende, aber dennoch schwer verletzte Galileo neue Zähne erhalten soll? Warum sind Thaddäus und Patrick Fremde in der Welt von Memezeugschatten, während Wenlok Homeless und und seine Spießgesellen zuerst die Hilfe eines Dimensionsportals benötigen, um überhaupt auftreten zu können? Diese und viele weitere Fragen geben der Achterbahnfahrt dieser Geschichte eine grüblerische Note, einen kaum hörbaren Unterton von Kritik am Vernünftigen, am Bekannten. Dazu kommt das scheinbar alltägliche und endgültige Durchbrechen der vierten Wand sowie das darauffolgende Errichten einer fünften Wand, an der sogleich die Krallen der Introspektivität zu kratzen beginnen. Ich bin begeistert, doch so gerne ich weiter über das jeglicher literatischer Sitte enthobene bodenständige Genie von Memezeugschatten sprechen würde, so befürchte ich dennoch, dass meine primitiven Worte den Geist dieses schleierhaften Blickes hinter den Vorhang der Ordnung und Organisation nicht einmal ansatzweisen einfangen könnte.



  • Hallo Kikiriki-Chan,

    Ich schreib dir auch mal einen netten Kommentar. Achtung, könnte sehr lang und ausführlich werden. ;)


    Also dein Topic ist sehr übersichtlich, am meisten im Startpost steht alles Wichtige drin. Ich finds gut, dass hier endlich mal jemand Geschichten schreibt, weil Gedichte finde ich immer viel schwierig zu lesen und zu kommentieren, die kann ich einfach nicht Leiden. Wobei du da vielleicht die Charaktere ausführlicher, weil so sind die Steckbriefe doch recht Kurz gehalten und man versteht noch gar nicht ganz die Zusammenhänge verstanden.

    Die Geschichte selber ist sehr spannend geschrieben, aber ich fand sie stellenweise etwas langweilig. Da hättest du mehr Spannung reinbringen können, durch Sprechen und Taten. Ich hoffe auch, dass Kirika da noch rauskommt und jetzt nicht für immer dem Kaiser hinterherrennt, weil so ist das doch ziemlich dumm, am meisten denkt sie zuerst immer nur an ihre Freundin und dann sagt sie einfach so, dass sie mit ihm das Königreich einnehmen wird, das finde ich nicht so gut. Warum sieht sie nicht, wie Böse er ist, am meisten nach allem, was er ihr angetan hat. Ich Verstehe auch nicht, warum Keksi da im letzten Kapitel nicht etwas gesagt hat wie: „Hallo Kirika, na der Kaiser ist doch total böse und hält dich hier fest, Komm mit mir, ich bringe dich zurück ins Schloss.“ Sie war ja schon dort bei Kirika, oder war das eine andere Keksi?

    Ich hoffe, es wird wenigstens Irgendjemand das Königreich verteidigen, wenn der Kaiser und Kirika dort angreifen, am besten Keksi, dann könnte sie noch etwas sagen wie: „Du denkst vielleicht, du bedeutest ihm was, aber der Kaiser will dich nur ausnutzen, ich bin aber wirklich deine Freundin.“ Sie hat ja schon allein den Drachen Lord besiegt, da kann sie sich den beiden bestimmt auch Entgegenstellen. Am meisten wenn sie sich noch jemand dazu ins Team holt, vielleicht Wenlok und Kiri aus dem letzten Kapitel, mit denen kommt sie ja gut aus und Reist sogar mit ihnen durch Portale. Oder sie tut sich mit einem Cowboy dazu, weil ich mag ja Pferde. Wobei dann wahrscheinlich sein Pony weg wäre, am meisten weil es ja Pokémon ist und da gibt es ja keine Echten Pferde gegeben hat. Dafür könnte er ja ein Ponita haben oder ein Elezeba oder ein Niedliches Pampuli, das sind ja auch sowas wie die Ponys in Pokémon. Er könnte vielleicht sogar ein Keldeo, das wäre dann sogar richtig stark und dann könnte er Kirika einschüchtern und am meisten den Kaiser damit einschüchtern, indem er sagt: „Wir haben so ein starkes Pony, dagegen seht ihr aus wie ein nicht frisiertes Coiffwaff!“ Bestimmt hätte sie damit dann eine Chance, die beiden zu besiegen, am meisten ist sie ja die Gute und damit hat sie ja bestimmt die Pflicht und das Privileg zu Gewinnen.


    Ich hoffe es ist ausführlich genug (so sollte ich auch mal Voten) und ich würde mich immer noch über einen Gegenkommentar von dir in meiner Galerie freuen.


    Gruß, @Resharpfan69



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  • Kirika kehrte in ihre Stadt zurück; sie bereute jeden Schritt. Sie müsste alle anlügen, um sich und Corvin einen Vorteil zu verschaffen. Da erfuhr sie, dass Keksi gegen den Angreifer kämpfen wollte.


    Alles hatte sie verloren.

    Alle hatten sie verraten.

    Dennoch musste sie nun kämpfen,

    heute zählten ihre Taten.

    Für ihr Land, für ihre Freundin

    war sie in die Schlacht geraten.


    "Kirika, bitte! Tu's nicht!"

    "Es ist zu spät, Keksi."

    "Nein. Noch kannst du umkehren. Zu uns. Zu mir."

    "Ich hab mich entschieden. Ich werde kämpfen."

    "Ich erkenn dich gar nicht wieder. Du fehlst mir."



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  • Schönen guten Tag,


    damit dein nächster Beitrag nicht wieder mit einem enttäuschten Spoiler endet, kommentiere ich mal. Das Chaos in diesem Thema ist einfach unterhaltsam und ich finde optisch wird man durch die random Bilder und schönen Header auch bei Laune gehalten. Glaube, mein Lieblingskapitel was das ewig lange "lass mal in Schriftgröße 8 schreiben, weil das ja so gut aussieht"- Kapitel mit der besten Beschreibung eines Himmels, die ich seit langem gelesen habe. Zugegeben hat das Kapitel an einigen Stellen meinen Geduldsfaden strapaziert, aber an anderen Stellen war die Handlung dann doch wieder so kurz und durchgespult, dass ich schmunzeln musste.


    Sehr leichte Kost, die zur selben Zeit durchdacht und ziemlich spontan wirkt.



    .: Nektarine :.

  • Hallo Kiriki-Chan (:


    heute möchte ich mich mal deinem neuesten Kapitel widmen TL;DR. Es ist sehr kurz und steht damit deutlich im Kontrast zu TMI. Ich finde es interessant, wie du diesen Umstand auch über die Titel verknüpft hast. Außerdem ist es erstaunlich, wieviel Inhalt du auf so wenig Platz unterbringen kannst. Der erste Teil dieses Kapitel steht im Prosa, der zweite aber ist ein Gedicht. Das hat mir sehr gefallen.

    Wir fangen damit an, dass Kirika zurück in die Stadt geht, wo sie für Corvin und sich bereit ist, alles anzulügen. Das fand ich schon sehr dramatisch. Aber dann erfährt sie, dass Keksi gegen den Angreifer kämpfen will. Die Spannung ist an dieser Stelle mit Händen greifbar. Die Situation wird in der ersten Strophe des Gedichts noch einmal beschrieben, diesmal aus Keksis Sicht. Man konnte richtig spüren, wie beide Frauen sich inder Situation zwischen den Fronten innerlich zerrissen fühlen. Anschließend kommt es dann zum Dialog zwischen beiden, doch doch es geling Keksi nicht, Kirika zu überzeugen. Hier finde ich, hast du Gefühlslage der beiden gelungen gegenüber gestellt, das fand ich richtig gut. Beide befinden sich in einer schwierigen Lage, die sich nicht auflösen zu lassen scheint. Das Gefühl, dass hier keiner gewinnen kann, kommt sehr gut rüber. Ich finde das richtig dramatisch und bin gespannt, wie es weitergeht.


    Man liest sich!



  • „Bitte, Kirika, bitte kämpfe nicht auf seiner Seite!“, flehte Prinzessin Keksi mit tränenüberlaufenen Augen und hielt die Hände der Angesprochenen mit den Ihrigen fest umschlossen. Was war nur aus ihrer besten, nein, ihrer allerbesten Freundin geworden?

    Doch die Hof-Abenteurerin wandte sich wortlos und ohne darauf zu antworten ab und stand neben den finsteren Finsterkaiser Corvin.

    „Keine Sorge, Prinzessin, ich beschütze dich“, schwor der Meistercowboy Kenneth, der sich dazu bereit erklärt hatte, mit ihr und an ihrer Seite den Hof zu beschützen, nachdem die Schwarzhaarige, die eigentlich von allen, die im Schloss residierten, für eine Verbündete gehalten worden war, ihre finsteren Pläne, die wohl vor allem die des Finsterkaisers, der sie verzaubert, nein, verflucht, hatte, waren, offengelegt hatte.

    Die von Tränen überfluteten Seelenspiegel der Prinzessin weinten weiterhin, doch nun schickten alle ihr Pokémon auf das Feld: Die Brünette hatte ihr Rasenmäher-Rotom ausgiebig für diesen Moment trainiert, der Brünette schickte ein stolz stolzierendes Keldeo in den Ring, die Schwarzhaarige verließ sich auf ihr treues Proto-Groudon, der Schwarzhaarige ließ ein Yveltal für sich diese Schlacht schlagen.

    Keksi zögerte einen Moment lang, ihrem Pokémon einen Befehl zu erteilen, zu schockiert war sie über die Veränderung, die ihre beste, nein, ihre ehemalige beste Freundin verändert hatte. Sie musste dem gründlich auf den Grund gehen, sie musste erfahren, was es war, wodurch sich die ehemalige Hof-Abenteurerin so zu diesem bösen Mii hingezogen fühlte.

    Doch eine Stimme riss sie aus ihren Gedanken: „Keksi!“, rief der Meistercowboy, „Keksi! Befehle deinem Rotom einen Angriff!“

    Die Blauäugige konzentrierte sich nun wieder auf den tobenden Kampf vor ihren Augen. „Benutze bitte deine Rasierblatt-Attacke, mein treuer Freund“, rief sie dem grün leuchtenden Taschenmonster mit dem orangefarbenen Körper und dem breiten Maul, das immerzu aussah, als würde es breit grinsen, zu.

    Das Elektro- und Pflanzen-Pokémon, das keinen Geist-Typ mehr besaß, wirbelte grüne, scharfe Blätter auf, doch das Boden- und in dieser Form auch Feuer-Pokémon, das sein Feind sein sollte, sprang gekonnt zur Seite. Stattdessen attackierten es und das Unlicht- und Flug-Pokémon des Bösen gemeinsam das Wasser- und Kampf-Pokémon, das zwar resolut versuchte, dem entgegenzuhalten, doch schließlich doch einknickte und den Kampf nicht mehr fortführen konnte. Im Fallen stieß es jedoch noch mit seinen Vorderläufen in die Richtung des Boden-Behemoths, der davon stark getroffen wurde.

    Der Trainer des Ponys blickte mit einem recht verdutzten Blick auf das Schlachtfeld und konnte es nicht fassen, was er gerade mit ansehen gemusst hatte. Als wäre das nicht genug, zog nun auch noch ein starker Wind auf, der ihm nicht nur seinen Cowboyhut, sondern auch seine Perücke fortwehte, womit er der Frau seiner Träume nun mit seiner unsexy Glatze gegenüberstehen musste. Peinlich berührt holte er sein Pokémon zurück und rannte davon, die einsame Prinzessin einsam und allein zurücklassend.

    Diese war zwar noch mehr am Boden zerstört, nun auch von ihrer letzten Hoffnung auf ein hoffentlich gutes Ende allein gelassen, doch sie wollte nun nicht aufgeben und befahl ihrem Rasenmäher eine erneute Attacke. Dieser griff wieder mit seinen scharfen Blättern an, wodurch das Monster der Abenteurerin so hart getroffen wurde, dass es zu Boden ging. Das Pokémon des Corvin war durch seinen Flug-Typen nun aber so im Vorteil, dass seine Unheilsschwingen-Attacke das Rotom komplett vernichtend schlug und vernichtete.

    Als die Geschlagene schon zu Boden gehen und in ihren Tränen untergehen wollte, schoss jedoch ein heller Strahl aus einem Busch. Dem Finsterkaiser war dies zu hell und er war für einen Moment geblendet, also übernahm seine Verbündete den Befehl: „Unheilsschwinge!“

    Das schwarz-rote Taschenmonster feuerte auf den Neuankömmling, der sich als ein Feen-Pokémon der Floette-Art herauszustellen schien, allerdings war seine Blume anders als gewohnt; ihre Blütenblätter liefen spitz zu und folgten demselben Farbschema wie der Todesvogel.

    „Nein, nicht!“, rief der finstere Kaiser auf einmal schockiert, doch es war zu spät. „Das ist allein deine Schuld!“, beschuldigte er das weiß gekleidete Mädchen. „Greif sie an, meine treue Kämpferin!“, befahl er seinem Vogel, der sofort Folge leistete, doch das Mädchen mit der Lieblingsfarbe Schwarz warf sich in den Strahl und absorbierte seine ganze Kraft. Sie konnte nicht zulassen, dass ihr Liebhaber die Macht, die dieses unschuldige todbringende Pokémon ihm lieh, derart missbrauchte. Es war einfach falsch, nein, falscher als falsch, und sie hasste ihn dafür.

    Das Rot liebende Mii war nun enttäuscht darüber, dass seine Mitstreiterin ihn verraten hatte, doch da er so oder so gewonnen hatte, zog er nun allein in Richtung Stadt.

    Die nun wohl nicht mehr der royalen Familie Angehörige brach weinend zusammen. Gerade, als sie dachte, sie hätte alles verloren, hatte sie ihre beste, ihre einzige wahre Freundin zurückgewonnen. Doch ihr Land. Ihr Land hatte sie verloren. Verloren. Für immer. Nicht wissend, was sie tun sollte, wie sie mit diesem Desaster fertigwerden, diesen Verlust bewältigen sollte, schmiegte sie sich an die Verletzte, die ihr in diesem Moment beistand.

    „Ich …“, fing diese auf einmal an, „ich werde … zu ihm zurückkehren.“ Gerade, als für die Gefallene erneut eine Welt zusammenzubrechen drohte, fuhr die andere fort: „Um ihn … im Blick zu haben. Damit er … nichts … anstellen … kann …“ Das Sprechen fiel ihr sichtlich schwer. Das ein Diadem tragende Mii streichelte ihr sanft über den Rücken, in der Hoffnung, es würde ihrer Freundin, ihrer wieder zur Alten gewordenen, neu zurückgewonnen Freundin, so gut tun, so unglaublich gut tun, wie es ihr immer tat, wenn jemand, vor allem ihre Freundin, ihr diese Behandlung zuteilwerden ließ.



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    Also meine Tarotkarten waren der umgedrehte Herrscher, der Turm und der Tod. :thumbsup: Der Herrscher steht verkehrtrum für einen Missbrauch von Macht, wie in der Szene, wo Corvin Keksi angreift. Aber Corvin ist ja einfach nur so gesehen ja auch gewissermaßen ein Herrscher, also passt das gleich doppelt. :blink: Der Turm steht für eine Katastrophe oder ein Desaster und damit eigentlich alles, was Keksi hier so widerfährt, dass sie alles verliert und so. Und Corvin kommt ja auch aus einem Turm. :crying: Der Tod steht dann noch für Veränderung, wie die von Kirika vor der Geschichte und zu dem Moment, wo sie wieder normal wird. Außerdem ist es ja auch eine Veränderung, was mit dem Reich passiert, auch wenn ich das auch schon mit dem Turm abgedeckt hatte. Außerdem, wie bekannt ist aus den Spielen war dieses spezielle Floette früher einmal tot und ist nur ins Leben zurückgekehrt, also passt das da ja auch nochmal doppelt.:unsure:

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  • Hofstadt (kek) – In der Nacht auf Donnerstag wurde das Schloss des Spielfigurenkönigreichs von einer Truppe aus dem Kaiserreich der Finsternis, bestehend aus ca. zwei Personen, überrannt. Die Streitkräfte waren so mächtig, dass die dreizehn festangestellten Wachen vollkommen wehrlos waren und es nicht fertig brachten, die Angreifer zurückzuschlagen. Laut Zeugenaussagen sahen die Angreifer gruselig aus und sagten böse Dinge, sodass eine Verteidigung des Schlosses unmöglich schien. Ob und wie König Nero nun weiterregieren möchte, ist unklar, doch aus einer vertraulichen Quelle haben wir erfahren, dass Corvin ohnehin der weitaus bessere Herrscher sei.

    Prinzessin Keksi, die letzte Verbliebene der royalen Familie, baten wir um eine Stellungnahme. „Wenn Kirika wieder normal wird, können wir den Finsterkaiser bestimmt zusammen stürzen“, teilte sie mit uns ihre Pläne, „und dann können wir gemeinsam als Prinzessinnenpaar im Schloss leben.“ Ihres Wissens nach benutzte der Finsterkaiser bestimmte verfluchte Kekse, um die Abenteurerin, die früher für Nero gekämpft hatte, zu kontrollieren. Auf die Frage, ob Corvin nicht vielleicht ein guter Herrscher sein könnte, verweigerte sie die Antwort.

    Miro, eine Abenteurerin aus der Hofstadt, (Name aus Angst, dass Nero sich an die Macht zurückputschen könnte, geändert) bestätigte uns jedoch, dass die Preise, die Corvin für seine Aufträge zahle, weitaus fairer seien als zuvor und sie „endlich nicht mehr nachts auf der Straße hungern“ müsse. Außerdem habe er einen besseren Geschmack für Farben.

    Wie sich die politische Situation nun weiterentwickeln wird, bleibt unklar, doch das Team des Kleinkekskuriers bleibt für Sie direkt am Geschehen, also kaufen Sie unbedingt auch unsere nächste Ausgabe!



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    So, jetzt ist meine erste Fanstory sogar schon fertig. :D War echt toll und ich freue ich über all die Kommentare, die ich bekommen und Freunde, die ich dadurch gefunden habe. :love: Im Startpost gibts die Geschichte ab jetzt übrigens als PDF, ePub und MOBI, falls ich das nicht total falsch gemacht habe. :saint: Damit könnt ihr sie von überall aus nochmal lesen^^

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    Highlights: @Kecksilein, @Wemlock Homeless :blush:





    Diesen Spielzeugorden verleihe ich all jenen,

    die mich und diese FF bis hierhin begleitet haben.

  • Der liebe @User des Jahrhunderts hat diese Fanstory heute zum Profi Label vorgeschlagen :blush:, darum widme ich ihm dieses Special.

    Außerdem ist heute das einjährige Bestehen dieses Topics und das muss doch gebührend gefeiert werden. :love:

    Ich habe beschlossen, mit dem heutigen Werk etwas Licht in die Vergangenheit des Finsterjarls (:biggrin:) Corvin von Schwarzmarsch zu bringen. Es ist ein Dräbbel bestehend aus Dunkelelfchen. :wink:



    Erfroren

    im Schneesturm

    nördlich von Winterfeste

    fand er ein einsames

    Floette.


    Weiß

    seine Blüte,

    die Blätter schlaff.

    Doch es atmete noch.

    Hoffnung?


    Wirbelwindsprintend

    eilte er,

    hielt es fest,

    stürmte durch den Sturm

    heim.


    Vorsichtig

    wickelte er

    Tuch um Tuch

    um den leblosen Körper.

    Wärme.


    Weinend

    vor Trauer,

    schreiend vor Schmerz

    wirkte er Heilung Anderer.

    Vergebens.


    Weinend

    vor Verzweiflung,

    schreiend vor Schmerz

    kannte er keinen Ausweg.

    Außer …


    Verzweifelt,

    doch entschlossen

    sah er weg

    und wirkte Zombie erwecken.

    Nekromantie.


    Verändert.

    Statt Weiß

    Rot und Schwarz.

    Nun blickte er auf,

    zufrieden.


    Verstört

    das Floette,

    es flog davon.

    Doch es atmete wieder.

    Ewig.





    Und damit wars das wieder von mir. Ich denke, da kommt auch nix mehr. (Außer vielleicht irgendwann Memezeugzwielicht. :upsidedown:) Danke fürs Dabeigewesensein! 🐉

    @Flacon darf sich mit seiner Aktion angesprochen fühlen! :tongue:

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    @Kecksdwagon kann's bezeugen.


    Highlights: @Kecksdwagon, @User des Jahrhunderts :blush: