Von einer Rückkehr, Freundschaft und einer Prise Melancholie

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  • Liebe Bisaboard Community und Verehrer guter Musik,


    zunächst ein "Danke!" an alle Interessierten fürs Vorbeischauen! Ich will euch im Folgenden einladen zu einer Geschichte der Rückkehr und einer Geschichte über Freundschaft.

    Vermutlich werde ich euch allen als neues Gesicht erscheinen, doch bin ich dem BisaBoard tatsächlich vor 7 Jahren beigetreten. Ich habe hier viele Stunden verbracht... Hauptsächlich, da ich zu der Zeit an einem Fanfiction Projekt gearbeitet hatte. Ich weiß noch genau, wie ich es genossen habe, in einem konstruktiven Umfeld wie diesem meine Kreationen teilen zu können und habe mir jedes Feedback zu Herzen genommen. Ich wusste, dass in jeder Rückmeldung mindestens genauso viel Herzblut gesteckt hat, wie in meiner eigenen Arbeit. Ich hatte zu dieser Zeit gerade mein Abitur gemacht und wie das Leben so spielt, führt die eine Ablenkung zur anderen und ich kehrte im Sommer 2012 dem BisaBoard den Rücken.


    Doch in all der Zeit war ich nicht tatenlos! Abgesehen davon, dass ich Pokemon Alpha Saphir und Sonne (leider nur noch nicht den Nachfolger.. Asche auf mein Haupt) bis zum Umfallen genossen habe, konnte ich mich einem weiteren kreativen Umfeld ausführlicher widmen, der Musik.


    Seit einigen Jahren komponiere ich jetzt in meiner Freizeit mit der Software FLStudio Lieder, lerne dazu, verarbeite Erlebnisse und Gefühle. Doch da ich meine Werke nicht mehr weiter irgendwo auf meiner Festplatte einstauben lassen möchte, habe ich vor einiger Zeit den Entschluss gefasst, sie mit jedem interessierten Ohr zu teilen.


    Ich möchte auch gar nicht viel mehr weitere Zeit in Anspruch nehmen und fahre direkt mit einer Geschichte von Freundschaft fort.

    Seit ich als Kleinkind mit der Hilfe von Pokemon Blau Lesen gelernt habe bis heute erschienen unzählige Pokemon Spiele, doch vermutlich hat mich keines emotional so berührt wie Pokemon Mystery Dungeon Team Blau. Es war etwas vollkommen neues und zum ersten Mal war ich nicht Trainer sondern Pokemon. Es bot uns allen die Möglichkeit unsere eigene individuelle Geschichte zu schreiben. Und meine Geschichte handelte von der Freundschaft zwischen einem mutigen, kleinen Flemmli und mir, dem tapferen Pikachu, auf der Suche nach der Wahrheit. Ausgestoßen aus dem Dorf, auf der Flucht und gezeichnet von den unzähligen Gefahren, die hinter uns lagen, erreichten wir die Riesenschlucht.

    Arata Iiyoshi vertonte diesen Dungeon mit einer Melodie, die mir von 2006 bis heute im Ohr haftet und ich möchte heute die Gelegenheit nutzen euch meine Interpretation dieses Meisterwerks vorzustellen. Ich hoffe sie gefällt euch!




    Wen die Lust gepackt hat, mehr zu hören, der kann sich gern auf meinem Kanal umsehen. Noch ist da allerdings nicht allzu viel, doch ich arbeite weiter hart daran, meine Werke, die meisten von Grund auf neu aufgebaut, zu veröffentlichen. Wer jedoch etwas Geduld mitbringt, der wird hier mit der Zeit alle Stücke zu hören bekommen, zusammen mit einer kleinen Geschichte hinter den Noten. Ich freue mich auf die kommenden Tage, Wochen und Monate und noch mehr freue ich mich auf jede Rückmeldung! :smile:


    Mit dem nächsten Titel wird es dann um eine Prise Melancholie düsterer werden. Ich hoffe Ihr seid wieder dabei!

  • Endlich ist offiziell Wochenende! (Zumindest auf die meisten wird das zutreffen :D)
    Doch bevor wir jetzt alle mit einem Grinsen die freie Zeit genießen, lasst uns ein wenig die Freude zurückschrauben.
    Ich präsentiere: die versprochene Prise Melancholie.


    Die Geschichte hinter meinem nächsten Titel ist fast schon zu klassisch und begann damit, dass ich von einem Menschen verletzt wurde und lange Zeit versucht habe, das zu verarbeiten. Eine Geschichte mit der so gut wie jeder Mensch einmal in seinem Leben in Berührung tritt. Man widmet einem anderen Menschen seinen Alltag und gibt mehr und mehr für diesen auf nur um am Ende enttäuscht zu werden.

    Diese Zeit legte den Grundstein für eines meiner ersten Projekte.

    Einige Jahre später erreichte mich dann ein weiteres Tief. Wieder eines, das vielen bekannt sein könnte: die Zeit.
    Ich fürchte es gibt für jeden den Moment an dem einen bewusst wird, dass die Zeit viel schneller zu vergehen scheint, als man es gewohnt war. Geburtstag reiht sich plötzlich an Geburtstag und man stellt mit Erschrecken fest, man hat eigentlich in einem Jahr.. einem als Kind als Ewigkeit vorkommenden Zeitraum.. nur einen Bruchteil dessen erreicht was man sich vorgenommen hat. Man zweifelt ob man seine Träume jemals verwirklichen können wird. Man beginnt sein eigenes Leben zu hinterfragen und wenn man nicht aufpasst gerät man schnell in Panik.

    Ich habe in der Zeit, in der mich ebendiese Gedanken heimgesucht haben, meinen Titel "Ever Ticking Time" wieder aufgegriffen, überarbeitet und in die Fassung gebracht, die ich euch heute vorstellen will:




    Ich hoffe es gefällt euch und vielleicht kann sich der eine oder andere selbst darin wiederfinden.

    Doch irgendwann im Leben muss jeder lernen, wieder aufzustehen. Und mit einem solchen Lied werden wir uns das nächste mal befassen.
    Freu mich darauf!

  • Eine Weile ist vergangen und eine neue Woche gestartet! Mit Freuden möchte ich euch heute eines meiner neuesten Stücke vorstellen.
    Ich weiß, ich habe es angeteasert mit der Kunst sich im Leben wieder zu fangen, wieder aufzustehen.. und ich würde auch auch gern eine tiefsinnige Anekdote aus meinem Leben erzählen, die zu meinem Lied wie die Faust aufs Auge passt.


    Doch wie so oft birgt die Realität weit weniger Magie und Romantik, wie es zunächst den Anschein hat. Die Idee zu "Miracolous", dem Stück, das ich euch heute zeigen werde, schoss mir wie ein Blitz in den Kopf. Ein flüchtiger Gedanke, der einfach da war, als ich von der Arbeit nach Hause kam und die Tür hinter mir geschlossen hatte. Ich legte meine Tasche ab und summte das italienische Lied "Tarantella Napoletana". Zugegeben, ich musste den Namen selbst erst googlen, aber die meisten von euch werden es vermutlich kennen, nämlich aus der TV-Werbung eines gewissen Nudelherstellers. Eine Mutter ruft ihren Sohn "Frederico" und summt anschließend das Lied, woraufhin er sich auf den Weg nach Hause macht. So ziemlich jedem wird die Melodie ein Begriff sein.


    An diesem Abend bekam ich diese Melodie nicht mehr aus dem Kopf und habe begonnen ein Lied um diese Melodie herum aufzubauen. Ich glaub ich saß über fünf Stunden ununterbrochen daran bis schon am selben Abend der grundlegende Aufbau feststand. Einige weitere Wochen des "daran Schraubens" zogen ins Land bis die Fassung fertig war, die ich euch heute präsentieren will:



    Ich hoffe ihr findet daran Gefallen und ... in gewisser Weise, finde ich, fühlt es sich tatsächlich "pushend" an. Ich bekomme beim Hören immer ein Gefühl von "Durchhalten!" und "Weitermachen!", egal was passiert. Vielleicht geht es euch ja genauso!

  • Hallo MCSORA


    Habe mir gerade dein Thema komplett durchgelesen und war erstmal richtig gerührt, wie viel Herzblut und wie viel Leidenschaft in jedes Stück mit einfließen. Echt toll, dass du das auch so mit uns teilst.

    Bei deinen Stücken habe ich mir jetzt vor allem das letzte angehört. Die italienische Melodie aus der Werbung kennt man natürlich, wie du schon sagst. Habe sie mir aber für alle Fälle nochmal angehört und natürlich dann gewisse Erwartungen, wie dein Stück dann wohl klingt. Und dann wurde ich total überrascht. Unglaublich wie was völlig eigenes entsteht, wenn man sich von etwas inspirieren lässt. Jedenfalls hat dein Stück wirklich viel Power und ich muss instinktiv an Szenen aus Videospielen/Filmen/Anime denken, in denen sich durchgekämpft wird. Der Ton ist insgesamt auch etwas düsterer als bei der Inspirationsquelle, was es ernster wirken lässt. Wirklich gelungen, wenn es darum geht, dass du damit motivieren und anspornen möchtest.



    .: Nektarine :.

  • Vielen lieben Dank, es freut mich wirklich dass es dir gefallen hat! :)
    Frohes neues Jahr übrigens!


    Es ist wirklich ein schönes Gefühl, dass sich jemand die Zeit nimmt einem meiner Lieder eine Chance zu geben!
    Und dann noch positivies Feedback zu bekommen ist umso besser, danke hierfür!
    Beim Arbeiten an diesem Stück hat mir wirklich auch vor allem gefallen, dieses doch sehr fröhliche Lied um 180° zu drehen und ihm eben diese düstere Note zu verpassen, ohne aber bis zum Schluss eine deprimierende Atmosphäre zu schaffen.


    Ich arbeite derzeit an einer neuen Auflage von exakt diesem Lied und versuche gerade es vor allem realistischer und noch kraftvoller zu gestalten.
    Das ist allerdings ein sehr zeitaufwändiger Akt, aber sobald ich fertig bin werde ich hier es mit Freude teilen :)

  • Grüß dich MCSORA ,


    ein tolles Musikthema hast du hier eröffnet! Ich finde es schön, dass du deinen Liedern noch so viele Worte beilegst und somit die Gedanken anregst, während man sie sich anhört.


    Angehört und durchgelesen habe ich mir nun deinen Post zu Ever Ticking Time. Zunächst zur Komposition an sich: Ich finde sie wirklich hervorragend. Nicht nur ist das Lied an sich richtig gut komponiert und klasse anzuhören, das Thema "Zeit" ist auch noch super darin verarbeitet. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich, hätte ich den Titel des Liedes zuvor nicht gewusst, ebenfalls den Bezug zu diesem Thema gezogen hätte. Die Begleitung, insbesondere am Anfang, kommt wie das Ticken einer Uhr rüber.

    Deine Worte dazu finde ich ein wenig deprimierend, sie vermitteln eine sehr pessimistische Einstellung. Ich bin selbst ein großer Fan von melancholischer Musik, kann mir diese aber dennoch anhören oder sie selbst spielen, ohne gleich in eine traurige Stimmung zu verfallen - im Gegenteil, Musik dieser Art stimmt mich dennoch fröhlich. Versuch doch mal, das Leben ein wenig optimistischer zu betrachten. Ich bin nicht jünger als du und empfinde die schnell an mir vorbeiziehende Zeit ebenso als schrecklich, aber ich versuche immer, das Hier und Jetzt zu leben und einfach Spaß zu haben. Mit dieser Einstellung empfindet man auch Dinge, die man vielleicht versäumt hat oder eigentlich schon getan haben wollte, als weniger schlimm.


    Aber zurück zur Musik - mir gefällt dein Stil und ich freue mich auf weitere Posts von dir!

  • Ich weiß es kommt sehr spät, aber auch ein Danke vielmals! an dich, Guineapig !

    Es ist echt schön, wenn jemand sich die Zeit nimmt, auf die Werke anderer einzugehen und ja, vermutlich hast du Recht. Auch wenn die Zeit unaufhörlich an uns vorbeirennt, heißt es wiederum nicht umsonst, dass die Zeit alle Wunden heilt. Am Ende des Tages liegt es an jedem selbst, sich aus dem Hadern mit der Zeit zu befreien und sein Leben wieder so zu leben, dass man die Freude an jedem einzelnen Moment zurückerlangt.


    Die Zeit selbst hat schließlich nicht nur Schattenseiten. Mit dem Laufe der Zeit wird man jeden Tag um eine Erfahrung reicher und lernt jeden Tag ein bisschen mehr dazu. So geht es natürlich auch mir! Seit nun etwa einem halben Jahr befasse ich mich wieder mehr mit der Musik, die ich hier seit Oktober letzten Jahres mit euch teile und so habe ich es mir schließlich selbst zur Aufgabe gemacht, die Odyssee des jungen Frederico, an dessen Ziel seine Mutter mit frisch gekochten Spagetti in Tomatensoße auf ihn wartet, in einem neuen Licht zu präsentieren. Auf seiner Reise durchstreift er fremde Welten, gerät zwischen die Fronten verfeindeter Länder und trotzt doch mit Mut im Herzen allen Gefahren.



    Ich hoffe ich konnte euch ein Stück auf dieser Reise mitnehmen und dass sie euch gefallen hat! Über Feedback freue ich mich natürlich umso mehr!

  • In einer Welt, in der Mütter Schlachten verfeindeter Länder abwarten, um ihren Kindern wieder die kulinarische Welt, die das eigene Zuhause bietet, zu zeigen, muss eine solche Reise wirklich an eine Odyssee erinnern, der man sich aber dennoch stellen will – schließlich ist Mama die beste.

    Es ist erstaunlich, wie die Leichtigkeit der Inspirationsquelle einer kraftvollen Schwere weicht, deren Qualitäten aber immer noch von Hoffnung und Zielstrebigkeit zeugen und nicht von Moll-iger Resignation – klar, der offene Klang der Melodie ist ja noch immer vorhanden.

    Der geschickte Einsatz der Perkussionsinstrumente erzeugt jene Art von Spannung, wie man sie aus Suspension-Thrillern kennt, was die nahende Bedrohung für den jungen Helden Frederico spürbar macht und nah erscheinen lässt: Sind es die hämmernden Vorboten der näher marschierenden Gefahr? Ist es das übernatürliche Zürnen der gleichen Macht, die auch schon Odysseus auf seine schwere Reise brachte? Okay, das weiß ich nicht, ist mir egal, denn es lädt zur eigenen Interpretation ein und untermalt die Stimmung großartig. Da könnte es auch der Klang sein, der ertönt, wenn Fredericos Großvater wieder "singt".

    Was soll ich zu deiner Ausarbeitung sagen? Ist halt super und man genießt es. Aber ob ich es auch besser finde als die Version aus dem letzten Jahr oder ob ich das überhaupt beurteilen kann, das weiß ich nicht.

    Das war auch schon wieder kein Kommentar, der dir technisch weiterhelfen wird, aber es war eben einfach richtig gut!

  • Danke dir vielmals, Psydusk !
    Es hat Spaß gemacht, dein Feedback zu lesen! Ich finde es erfrischend, wenn jemand seinem Interpretationsspielraum derart Raum macht und das ist auch wichtig! Ist jetzt nur meine Meinung, aber ich finde während ich beispielsweise ein Bild mit einem einzelnen Blick erfassen kann,
    natürlich gibt es auch hier tausende Mittel und Wege dem Betrachter mit jedem Blick ein neues Detail zu eröffnen, doch erkenne ich in einem Bild (sofern wir hier grade mal die abstrakte Kunst außen vor lassen) sehr schnell in welche Richtung es mich führen möchte,

    so gibt uns die Musik nur Gefühle mit auf den Weg. Was für ein Bild diese letzten Endes ergeben liegt an jedem selbst.


    Das kommt auch immer zu einem Preis. In diesem Fall ist der Preis, mindestens vier Minuten und sechs Sekunden seines Lebens zu opfern um das Werk in seiner Gänze zu erfassen. Und gerade deshalb finde ich es immer unsagbar schön, wenn jemand bereit ist, diesen Preis zu zahlen, da gerade in der heutigen Zeit scheinbar alles einfach sehr schnelllebig sein muss.


    Daher auch nochmal ein dickes "Danke!" an jeden einzelnen, der sich bereits auf meine Musik eingelassen hat! Ich freue mich auf weitere neue Gesichter und hoffe, dass ich euch bald wieder mit einer neuen Geschichte ein paar Minuten eures Lebens rauben darf! :haha:

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