Last saviour

  • ~ Last saviour ~





    Herzlich Willkommen zu meiner Fanstory "Last saviour - Demons and dangerous secrets"

    Der Titel bedeutet soviel wie "Der letzte Retter - Dämonen und gefährliche Geheimnisse". Ich habe mich für diese Überschrift nach langem Überlegen entschieden, weil es in meiner Story um genau dieses Thema gehen wird - Engel, Dämonen und Geheimnisse, bei denen es nicht von Vorteil ist, sie für sich zu behalten. Denn sie können im Verlauf der Geschichte so manches Denken durcheinander bringen, um nicht zu sagen völlig verändern.


    Die Idee

    Die Grundidee war eigentlich keine richtig lange Fanstory, sondern eher sowas wie eine Kurzgeschichte. Ich kam darauf, als ich mir im "Chessshipping Fanclub " einige Beiträge durchlas, darunter auch der Vorschlag, zu einem bestimmten Thema eine kleine Story schreiben zu können. Mein unverbesserlicher Perfektionismus veranlasste mich dazu, der Idee allerdings eine gesamte Story zu widmen, im Detail durchdacht und angehaucht von persönlichen Hintergründen. Infolgedessen symbolisieren einige Kapitel unter diesen Umständen besondere Teilabschnitte der Geschichte für mich, sie lehnen an Erfahrungen aus meinem eigenen Leben an und entsprechen, wenngleich vielleicht etwas umformuliert, durchaus meinen wirklichen Gedankengängen und meiner Weltansicht. Die handelnden Charaktere und ihre Beziehung zueinander erschienen für mich sofort offensichtlich, die prinzipielle Schwierigkeit bestand für mich darin, dem Ganzen das besondere Etwas zu verleihen, das meine Geschichte von anderen, üblichen Reiseromanen unterscheidet, die in diesem Forum reicht zahlreich vorhanden sind. Dafür brauchte ich meinen Erinnerungen nach etwa vier Tage, wobei sich eigentlich fundamentale Einfälle stetig veränderten, sodass es zunehmend schwieriger wurde, im Laufe der Kapitel, all meine Ideen umzusetzen und gleichzeitig die Logik nicht zu brechen.



    Widmung

    Ich möchte diese Fs einigen ganz besonderen Leuten widmen, die ich hier im BB kennen und lieben gelernt habe:
    Sonnenherz <333: Auch wir beide haben an einer gemeinsamen Geschichte geschrieben, sie ja leider aufgrund von Ideenlosigkeit dann abgebrochen, trotzdem macht es ebenfalls so Spaß, mit dir zu schreiben.
    BlackLatias: Wir haben uns zwar erst später kennen gelernt, als diese Story hier ihren Anfang fand, dennoch komme ich nicht darum herum, dich hier zu erwähnen. Es macht einfach immer so viel Spaß, mit dir zu schreiben oder zu telefonieren und ich hoffe, es wird nie aufhören.
    black_girly: Du warst die Erste, die ich hier kennengelernt habe und ich finde, es wird Zeit, dich mal zu erwähnen. DU hast es verdient, hier zu stehen, weil ich mit dir über alles schreiben kann.


    Story

    Diese Story wird nicht eine einfache Shipping und Reise Angelegenheit, nein, ich habe beschlossen, es wesentlich interessanter zu gestalten, indem ich zum Teil und vor allem in späteren Kapiteln mehr und mehr Mystery mit einfließen lassen werde. Des Weiteren werden Charaktere Auftritte erhalten, die weder im Spiel, noch im Anime in Jotho vorkommen, der Region, in der meine Geschichte spielt. Warum, das wird an dieser Stelle noch nicht verraten. Diese Akteure nehmen nicht den Status eines Hauptcharakters ein, vorerst zumindest, sie halten sich im Groben eher im Hintergrund auf, auch wenn einzelne Kapitel oder Abschnitte eines solchen einen speziellen Fokus auf sie legen.
    Die Protagonisten verkörpern die Spielfiguren der neusten Editionen Schwarz & Weiß, sprich White (Touko), Black (Touya), Belle und Cheren. Hin und wieder tauchen auch N Harmonia, sowie andere in Isshu anzutreffende Trainer auf, allerdings mit von mir eigens erdachten Namen, Eigenschaften und Fähigkeiten versehen, sie entsprechen allesamt meinen Vorstellungen.
    Zu den Kapiteln lässt sich sagen, dass ich mir mit allem viel Zeit lasse. Bei mir steht die Schnelligkeit der Handlungen nicht im Vordergrund, sondern Gedanken und Gefühle, die der jeweilige Erzählende, ich schreibe kontinuierlich aus verschiedenen Ich-Perspektiven, in einzelnen Szenen aufbaut. Somit ist es des Öfteren so, dass eine Angelegenheit von maximal einer halben Stunde ein komplettes Kapitel ausfüllt. In meinen Augen kommen Aktionen nämlich erst richtig zur Geltung und werden nachvollziehbar, sofern man Hintergründe und Rechtfertigungen für derartiges Verhalten weiter ausführt, anstatt von einer Situation in die nächste zu springen.

    Copyright


    Die Handlung, Idee und Charaktere dieser Geschichte liegen einzig und allein bei mir. Ich bitte euch darum, Texte, Kapitel oder Auszüge davon nicht ungefragt zu kopieren oder woanders zu veröffentlichen. Sollte dies denn noch der Fall und der jeweilige User mir bekannt sein, werde ich nicht davor zurück scheuen, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

    Inhalt

    Belle, White, Black und Cheren werden eher unfreiwillig in die ferne Region Jotho, weit von ihrer Heimat entfernt, geschickt, um eine besondere Aufgabe zu erfüllen, die den vier Jugendlichen so einiges abverlangt. Denn nachdem Black zum Rest der Truppe stößt und anschließend sein erstes eigenes Pokemon erhält, häufen sich dramatische und ebenso grauenvolle Ereignisse. Menschen sterben oder werden von ihren eigenen Partnern verletzt, vor den Augen der Teenager, seltsame Kräfte beeinflussen so manches ihrer eigentlichen Vorhaben und bringen ihr bis dahin geordnetes Denken völlig durcheinander, sowohl auf logischer, als auch emotionaler Ebene. Ihre Beziehung zueinander wird auf eine harte Probe gestellt, mit jeder Stadt, die sie bereisen, entstehen weitere Konflikte, Meinungsverschiedenheiten, Differenzen offenbaren sich und müssen für die jeweils nächste Aktion schon wieder beseitigt werden, um Erfolge zu garantieren. In jeder Metropole erwarten sie neue Aufgaben, die es zu lösen gilt, wobei jeder Einzelne einen unentbehrlichen Teil des Gesamten präsentiert, und der ein oder andere verbirgt so manches Geheimnis...


    Charaktere






    Warnung


    Nach einigem Überlegen habe ich mich doch dazu entschieden, wohl mindestens einen Charakter sterben zu lassen beziehungsweise blutige Szenen mit einzubauen, bei denen ich wahrlich kein Blatt vor den Mund nehmen werde, wie man es nicht anders von mir kennen dürfte. Wer das nicht unbedingt so gut verträgt, sollte lieber nicht weiterlesen. Des Weiteren werden einige mehr oder weniger angehaucht freizügige Stellen erscheinen.



    Genre


    ~ Romantik, Mystery, Reise ~




    Kapitelübersicht (bis jetzt):

    -> Prolog
    -> Kapitel 1: Funkelnde Augen
    -> Kapitel 2: Nichts ist so, wie es scheint ...
    -> Kapitel 3: Unfaires Leben
    -> Kapitel 4: Zerbrochene Chance ...
    -> Kapitel 5: Licht im Dunkeln?
    -> Kapitel 6: Gemischte Gefühle
    -> Kapitel 7: Wichtige Charakterzüge
    -> Kapitel 8: Stille Wasser sind tief
    -> Kapitel 9: Glück im Unglück?
    -> Kapitel 10: Nützliche Schmerzen
    -> Kapitel 11: Spiel, Satz und Sieg
    -> Kapitel 12: Schicksalhafte Begegnung (Teil 1 und Teil 2 )

    -> Kapitel 13: Unsichere Schlüsse
    -> Kapitel 14: Bitten der Nacht
    -> Kapitel 15: Stahl über Feuer
    -> Kapitel 16: Tanz mit dem Teufel

    -> Kapitel 17: Alleine tanzen

    -> Kapitel 18:
    Infantile Illusionen
    -> Kapitel 19: Grüner Verrat
    -> Kapitel 20: Verworrene Ziele
    -> Kapitel 21: Schweigende Hitze


    Pn-Benachrichtigungen:


    -> Lυ¢ια
    -> Bastet
    -> Freaky Star
    -> Shiekagirl
    -> *Roselia*
    -> Tagträumerin
    -> Solacia

    -> Eisprinzess
    -> BlackLatias
    -> Riako

    -> ~Sarana~
    -> PCI232
    -> Serpifeu-Föhn
    -> Scootaloo

  • Dann kommt hier erstmal der Prolog ^^ Ich hoffe, er gefällt euch und über Kommentare würde ich mich freuen! :)


    Prolog

    (Black)
    Tiefste Nacht. Undurchdringbare Dunkelheit hüllte Isshu in ihr Kleid. Nur der Vollmond warf seinen Schein auf meine Heimat, seine hellen Strahlen fielen durch mein Fenster, auf mein Bett, direkt auf mich. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass dieser Zustand ewig währte. Tat er nicht. Die Nacht war, wie alles andere um mich herum, lediglich die Hälfte eines großen Ganzen. Tag und Nacht, Leben und Tod, Einsamkeit und Freunde - ich verfügte über je einen Teil. Aber was bedeutete Leben ohne Freunde? Einsamkeit und in Folge dessen den schmerzhaften, innerlichen Tod. Die Seele verwandelte sich langsam, aber sicher in ein elendes Wrack ohne Glanz und Nutzen. Das beste Beispiel war ein gesunkenes Schiff.
    Einst, in vergangenen Zeiten, hegte man es und sorgte dafür, dass es stets einsatzfähig war. Doch nichts behielt für immer seinen Neuzustand bei. Rein gar nichts. Ein Schiff weist zunehmend Gebrauchsspuren auf, die man nicht verhindern oder rückgängig machen kann. Der Zahn der Zeit nagt an ihm. Bis es schließlich in einen heftigen Sturm gerät. Die hohen Wellen strapazieren das Holz bis zur äußersten Grenze, weichen es auf, schlagen gegen die alten Bullaugen. Die Mannschaft tut ihr Bestes, um das Schiff zu retten und ihr Überleben zu sichern. Man setzt die Segel und versucht, dem Unheil zu entkommen. Dann kommt die Erkenntnis, dass dies nur möglich ist, wenn man das sinkende Schiff verlässt, welches seine Blütezeit ohnehin schon lange hinter sich hat. Auf dem Grund des Meeres ist es für keinen mehr nütze, außer für kleine Fische und Parasiten, die es befallen und zerfressen. Kein menschliches Lebewesen bemüht sich noch um so ein Wrack.
    Mir ging es ähnlich. Nie hatte sich jemand um mich gekümmert, weder meine Eltern, noch meine ständig wechselnen Babysitter. Niemand liebte mich. "Keine Zeit.", hieß es. Warum auch? Meine ach so tollen Eltern hatten genug mit ihrer Arbeit zu tun, da war kein Platz für ein hilfloses Kind, das Aufmerksamkeit benötigte. Ein junges Individuum, welches sich in dieser weiten Welt nicht allein zurecht fand. Aktiengeschäfte und Gala-Abende, alles, worum sie sich scherten. Seit frühester Kindheit hatte ich unter Aufpassern zu leiden, denen ich nichts bedeutete. Geldgierige Leute, denen es egal war, dass ich mit ihnen spielen wollte; dass ich eine Gute-Nacht-Geschichte hören wollte; dass ich mich vor imaginären Monstern im Wandschrank und unter meinem Bett fürchtete; dass ich mich selbst fast jede Nacht in den Schlaf weinte. Jämmerlicher Alltag, über fünf Jahre lang.
    Mit etwa zehn Jahren fing ich an zu überlegen, wie ich mir helfen konnte. Ich freundete mich mit Pokemon an, die in unserem blumenüberfüllten Garten hausten. Natürlich durfte ich dort nicht Fußball spielen oder herumtoben, nein, das hätte das kostbare Grün und die edlen, importierten Blumen zerstört. Das Einzige, was ich tun durfte, war stolzieren, dieses angeblich einzigartige Ambiente bewundern. Unser unfreundlicher Gärtner hatte dabei jedoch nie ein Auge auf mich. Dieser alte Knacker beschäftigte sich lieber mit seiner milimetergenauen Arbeit. Gut für mich. So versteckte ich mich hinter der allerletzten Heckenfigur, ein gigantisches Zekrom, und wartete auf meine kleinen Kameraden. Wir machten zwar nicht allzu viel, aber mich erfreute schon ihre bloße Anwesenheit. Sie waren meine wahren Freunde.
    Trotzdem erlaubten meine Eltern mir kein eigenes Pokemon.
    "Widerliche Kreaturen!", sagte meine Mutter immer. Sie hasste jegliche Dinge, die sich um Pokemon drehten, außer Heckenfiguren und Kunst. "Lebend kommt mir sowas nicht ins Haus!" Vater bekräftigte ihre Entscheidung. Er hatte sich ebenfalls nie näher mit einem Pokemon befasst. Wieso sollte man auch? Sie beanspruchten ja Zeit. Zeit, Futter, Geld - der Knackpunkt. Es lief stets auf Zeit und Geld hinaus. Nicht, dass wir damit Probleme hatten, im Gegenteil. Seit ich mich erinnern konnte, war meine Familie reich, mehr als reich. Im Laufe der Zeit hatte mein Wunschzettel zu Weihnachten oder zum Geburtstag zunehmend an Vielfalt verloren. Was ich nicht zu einem dieser feierlichen Anlässe bekam, wurde mir kurzerhand ohne Grund geschenkt. Bücher, Stofftiere, Autos, sogar ein zweites Zimmer, um diese Sachen unterzubringen, hatte man organisiert. Jeder Wunsch wurde mir relativ zeitnahe erfüllt, bis auf einen: Ein eigenes Pokemon.
    Nach zirka zwei Jahren des vergeblichen Wartens hatte ich aufgegeben. "Du brauchst keine Pokemon, Liebes. Hier gibt es genug Nachbarskinder, die werden deinen Ansprüchen wohl genügen.", legte meine Mutter mir nahe. Leider hatte sie bei all ihren Galen und Aktien kein Auge mehr für das Unbestreitbare. Ich hatte es versucht. Versucht, mit den anderen Kindern zu toben, zu spielen, mit ihnen zu lachen. Ich war auf sie zugegangen, hatte mich freundlich vorgestellt und gefragt, ob ich denn mitspielen dürfe. Aber sie hatten Angst vor mir. Vom ersten Moment an scheuten sie vor mir zurück, als ob ich eine Krankheit oder sowas in der Art hätte.
    "Wir wollen nicht mit dir spielen! Geh weg! Du bist nicht wie wir!" Ihre Worte hallten nach wie vor in meiner Erinnerung. Sie hatten nicht annäherungsweise verstanden, wie sehr sie mich kränkten, doch erklären konnte es auch keiner von ihnen. Eines Tages war ein kleines Mädchen zu mir gekommen, still und heimlich, denn selbst die Eltern hatten Angst vor mir. Sie war an diesem Tag nicht älter als zehn oder elf, nur 1 Jahr jünger als ich. Ihre damals so langen, braunen Haare waren zu zwei Zöpfen geflochten, mit ängstlichen Augen hatte sie zu mir gesprochen. Augen, so klar wie die Nacht, so blau wie Saphire. Ich würde sie nie vergessen.
    "Du bist merkwürdig.", flüsterte sie. "Um dich herum ist weißer Nebel." Kaum hatte sie geendet, kam ihre Mutter angerauscht und zog sie fort von mir. Diese Frau funkelte mich böse an, ehe sie ihrer Tochter eine saftige Ohrfeige verpasste. Auch das war tief in mir verankert.
    "Ich hatte dir gesagt, du sollst dich von ihm fern halten!", zischte sie verärgert. Dann schleppte sie das weinende Mädchen in ihr Haus und knallte die Tür zu, verschloss sie sogar, wenn ich mich recht entsann. Aber was meinte sie mit weißem Nebel? Wieso sah sie ihn und ich nicht, wenn ich in den Spiegel blickte? Taten die anderen Kinder das auch? Hatten sie deshalb Angst vor mir? Fragen über Fragen, keine einzige Antwort.
    Die folgenden Jahre waren die reinste Tortur für mich. Mein achter Geburtstag. Niemand da. Alle arbeiteten sie. Weihnachten. Wichtige Party, auswärts. Ich war aufgewacht und voll Vorfreude ins Wohnzimmer gestürmt. Was ich dort vorfand war ein hoher, wunderschön geschmückter Tannenbaum, ein brennender Kamin, massenhaft Geschenke - keine Menschenseele. Eine kleine Karte war an einem der Päckchen befestigt.


    Frohe Weihnachten, mein Schatz!
    Dein Vater und ich sind gegen Abend zurück
    Viel Spaß mit deinen Geschenken!


    Mom & Dad



    Kein "Schön, dass es dich gibt" oder "Wir lieben dich". Vielleicht war das auch besser so, schließlich wären diese Worte gelogen. Ich hatte absolut alles, was ein Kinderherz begehrte: Süßigkeiten, Spiele, zwei Zimmer. Nur was nützten mir die größte Villa und die meisten Spielsachen, wenn ich ganz allein war? Mit wem sollte ich Videospiele spielen und meinen Süßkram teilen? Es hielten mich ja alle für besessen, die mich kannten oder aufgrund dieser Vorstellung eben nicht kannten.
    Jahr für Jahr dieselbe Enttäuschung. Geschenke, statt Gemeinschaft. Fertiggerichte anstelle eines selbstgemachten Festtagsbratens. Irgendwann fand ich mich damit ab, mit meinem freudlosen Dasein. Der Schmerz und die Trauer fraßen sich tief in mich hinein, doch ich lernte, damit zu leben. Lernte, meine nach außen hin fröhliche Fassade zu wahren, um die Kälte in meinem Inneren zu verbergen. Ein vorgetäuschtes Lachen? Kein Problem für mich. Falsche Euphorie? Tse, fast zu leicht. Wenn man sich lang genug mit sowas auseinandersetzte, war es selbstverständlich. Naja, da eh fast nie jemand zu Hause war, musste ich diese Mimik äußerst selten gebrauchen. Aber wenn es dann nötig war, funktionierte es fehlerfrei.
    Ich war höflich und brav meinen Verwandten gegenüber und die Belohnung war eine Form der Freiheit. Ab einem gewissen Zeitpunkt musste ich diese elenden Heuchler lediglich kurz bergüßen, danach wurde ich in Ruhe gelassen. Zum Glück. Sie verachteten Pokemon genauso sehr wie meine Eltern - man hatte meine Liebe zu diesen Geschöpfen nie verstanden.
    Das würde sich in dieser Nacht ändern. Worte waren nutzlos, allein Taten zählten. So hatte ich endlich die Möglichkeit, auszubrechen. Meine Eltern waren wieder einmal nicht im Hause. Gut, wahrscheinlich würden sie es sowieso nicht bemerken, also was sollte es. Ich schleuderte die Bettdecke zur Seite, stand auf und ging zu meinem Schrank. Meine normalen Kleider trug ich bereits, ich hatte sie im Voraus angezogen, natürlich nicht ohne Hintergedanken. Obwohl es stockfinster war, fand ich mich bestens in meinem Zimmer zurecht. Von meinem Bett aus waren es ungefähr zehn Schritte bis zu meinem überflüssig großen Kleiderschrank.
    Die Klamotten, die ich besaß, füllten ihn nicht ansatzweise aus. So, wie mein Herz inhaltlos schlug. Direkt daneben befand sich eine mehr oder weniger (eher weniger) kleine Einbuchtung in der Wand, von dort aus richtete ein Flachbildfernseher nebst zahllosen Spielekonsolen sein schwarzes Auge auf mich. Manchmal hatte ich das Gefühl, er würde mich beobachten. Paranoia.
    Ich öffnete die hölzerne Schranktür und holte eine schmale, weiße Reisetasche zum Vorschein. In ihr war alles, was ich benötigte: Klamotten, Proviant, Medizin, Geld - und Pokebälle. Richtig geschlafen hatte ich nicht, dazu war keine Zeit. Die letzten Vorbereitungen hatten getroffen zu werden. Jetzt war es soweit. Ich hängte mir die Tasche um und warf einen letzten Blick in mein Zimmer, das Relikt meiner einsamen Kindheit. Die Dunkelheit ließ nur Umrisse jeglicher Möbelstücke zu, aber das reichte. Ich kramte einen gefalteten Zettel aus meiner Hosentasche, glitt mit meinen Fingerkuppen darüber. Sollte ich es tun? Ihnen sagen, dass ich verschwand? Weil ich es nicht mehr aushielt?
    Nein. Sie würden es nur missbilligen oder völlig ignorieren, wie auch sämtliche andere Taten von mir; meine Gefühle oder Bedürfnisse. Meine zitternde Hand zerknüllte den Abschiedsbrief und beförderte ihn in den Papierkorb. Diesen Triumph gönnte ich ihnen nicht. Den Triumph, über mein Vorhaben Bescheid zu wissen. Ungewissheit war meiner Meinung nach die härteste Strafe auf Erden. Auch wenn es sie nicht zu kümmern schien, irgendwo in mir spürte ich, dass es nicht an ihnen vorbeigehen würde, ohne Narben zu hinterlassen. Narben für jede einzelne Verletzung, die sie mir zugefügt hatten. Ob bewusst oder unbewusst, sie hatten eine Strafe verdient.
    Ich öffnete das quietschende Fenster. Kühle Nachtluft strömte mir entgegen und klärte meinen Verstand. Sie vermochte es, die Erinnerung an frühere Zeiten zumindest vorläufig in die hintersten Winkel meiner Seele zu drängen. Wo niemand sie fand, außer mir. Ein kleiner Sprung, schon stand ich im kurz geschnittenen Gras. Konokota Town wurde einzig vom gütigen Vollmond erleuchtet, er segnete sozusagen mein Vorhaben ab.
    "Lebt wohl.", flüsterte ich in die stille Nacht hinein. Kein Pokemon schrie, kein Baum raschelte. Niemand hielt mich auf.

  • Ich hätte echt nichts anderes von dir erwartet :D


    Es war soo schön beschrieben was Black und wie er es fühlt.Man könnte echt denken er steht persönlich vor einem und erzählt dass einem.Mann ich wiederhole mich in jedem Kapi von dir aber man muss dass einfach immer wieder sagen.Black tut mir echt leid mit solchen eltern.Aber warum sagt dass kleine Mädchen zu ihm er wäre in weißen Nebel eingehüllt? Dass wolltest du zwar sicher so machen das man sich das fragt,dann werden wir es wohll noch früh genug rauskriegen. Black beschreibt sein Leben echt mies.Dass jeder denkt er wäre komisch macht total neugierig was mit ihm nicht stimmt.Du gehts in deinen Storys immer bis ins allerkleinste Detail was echt super ist! Mann kann sich richtig vorstellen wie Black da in seinem überteuerten Zimmer steht und packt. Man kann wirklich spüren dass black es nicht mehr aushält so wie du es beschrieben hast. Aber dass er keine Tanten/Onkel hat die zu besuch kommen? Warum kriegen seine Eltern überhaupt ein Kind, um es dann zu vernachlässigen? Ist Blacks Zimmer eigentlichen im ersten Stock weil er aus dem Fenster springt? Dass mit dem Abschiedbrief spannt mich auch noch auf die Folter. Werden seine ''miesen'' Eltern den Brief finden bin schon gespannt ob man dass noch erfährt. Übrigens ist der Titel auch toll bin schon neugierig was es damit auf sich hat . Rechtschreibfehler suchen kann ich leider nicht weil ich selber noch zu vielle mache sorry. Ich freue mich schon total auf die folgenden Kapi's mach weiter so.


    Übrigens dankeschön dass du mir ein bisschen von der Story gewidmet hast bin ich fühl mich geehrt :kiss:

  • Früher oder später musste es so kommen.
    Eine Chessshipping Story!
    Dazu noch die allererste im BB!
    Also dein Schreibstyl mal wieder: Perfekt!
    Deine Gefühls- und Ortsbeschreibung war auch super!
    Kann es eigentlich noch besser werden?
    Doofe Frage: Natürlich kann es das!
    Man konnte sich echt so gut in Black hineinverstzen.
    Ich hab echt migefühlt.
    Ich hätte es auch bei solchen Sch***-Eltern nicht länger ausgehalten.
    Ich stimme Folipurba3 voll zu!
    Wieso ein Kind kriegen, wenn es einem sowieso egal ist?
    Ich weiß nicht ob das normal ist, aber ich bin SÜCHTIG nach deinen Storys!


    Hoffentlich kommt bald das 1. Kapi!


    LG Poke-girl

  • Huhu!
    Ich bin so froh auf deine Story gestoßen zu sein...und bin der festen Überzeugung, dass deine Fanstory eine kleine Perle im Reisebereich ist! <3


    Der Startpost ist ansehlich gestaltet, auch wenn man etwa bei einem Tabmenu nicht so scrollen müsste, aber das ist dir überlassen und im Prinzip auch egal. Ansonsten gefällt er mir wirklich gut, das dunkle Herz als Header macht schon neugierig und die Steckbriefe sind zwar kurz, aber würzig. Schon in den Steckbriefen sind mir die Personen sympathisch geworden. Ich mag zwar etwas penibel sein, aber ich finde, dass die grünen Überschriften nicht zum dunklen Bild passen...


    Dass der Prolog keinen Titel hat, das finde ich etwas schade, aber das ist kein tragischer Kritikpunkt.
    Ich kann endlich zu meinem Lob kommen! Dein Schreibstil und deine Art Black so lebendig darzustellen ist überwältigend. Es harmoniert einfach alles perfekt miteinander. Schon der erste Absatz hat es mir angetan. Deine Story lässt sich flüssig lesen und man sich so gut in Black einfühlen. Im Grunde hatte er eine eher schwere Kindheit, obwohl er materiell alles hatte. Das lässt ihn natürlich erstmal vielschichtig erscheinen, schon im ersten Eindruck. Das hast du gut hinbekommen.
    Genauso kann ich mir seine reichen Spießereltern vorstellen. Du bekräftigst ihr Erscheinungsbild nicht nur durch deren Taten, sondern auch durch deren Aussagen. Zum Beispiel, dass Pokemon widerliche Kreaturen seien. Weiters kann ich natürlich daraus ablesen, dass sie nicht wirklich kompromisbereit ist und auch nicht auf die Wünsche ihres Sohnes eingeht. Da gebe ich Folipurba Recht. Warum bekommt man Kinder, wenn man danach ohnehin nichts mit ihnen anzufangen weiß?
    Natürlich frag ich mich auch was mit Black denn los ist...


    Ansonsten habe ich kleine Kritikpunke: Zahlen werden in Fließtexten ausgeschrieben (in Artikeln bis zwölf, in Romanen immer) und Abkürzungen werden eigentlich auch nicht so gerne gesehen (wie ca. zum Bleistift)


    LG Bastet,
    die sich auf eine Fortsetzung freut. ^^

  • so dann schreib ich auch mal was über deine story :)


    ich bin einfach mal auf deine story gegangen und ich muss sagen ich lese gerne storys von dir!
    immer wenn ich eine story von dir sehe muss ich sie sofort lesen und mitverfolgen :D  
    Super das es jetzt endlich mal eine chessshipping story gibt!endlich mal was anderes
    das bild zu der story find ich auch richtig schön*auch haben will* :thumbsup:


    zum prolog muss ich sagen: einfach spitze man konnte sich gut in black hineinversetzen
    und ich muss den anderen recht geben bei solchen eltern hätte ich es auch nicht lange ausgehalten!


    ich will umbedingt das bald das 1.kapitel kommt aber ich will dich jetzt auch nicht hetzen oder so!


    könntest du mich vielleicht dann auch benachrichtigen?
    das wäre sehr nett! :)



    LG PeArLsHiPPInG-fAN

  • also danke erstmal für die lieben kommis ^^ startpost und prolog habe ich soweit verbessert, wie ihr es mir hier vorgeschlagen habt, außer dass ich dieses verfluchte tabmenu nich hinbekomm :patsch: diese technik heutzutage (:  
    aber jetz viel spaß mit dem ersten kapitel!




    Funkelnde Augen


    (Black)
    Ziellos irrte ich durch den dichten, lichtlosen Wald. Wolken verdeckten den zuvor noch strahlenden Vollmond, dessen Schein mir Zuversicht verliehen hatte. Dieses Gefühl der Unverwundbarkeit hatte mich durchströmt, wie das Blut jede einzelne Faser meines Körpers. Ich hatte mich so unendlich frei gefühlt, als ob ich jederzeit meine Flügel hätte ausbreiten und wegfliegen können. Weg von zu Hause; weg von meiner Familie; weg von fortwährenden Qualen.
    Doch die Dunkelheit riss diesen blinden Optimismus schlagartig aus mir heraus und erfüllte mein Herz. Vorher schon dunkle Winkel in mir breiteten sich aus, verschlangen Gutmütigkeit und Glücksgefühle, zumindest die wenigen, die mir blieben. Nach und nach schienen Dämonen von mir Besitz zu ergreifen. Sie wüteten mit ihren scharfen Klauen in mir, zerfleischten mich innerlich und streuten ihre Saat von Gleichgültigkeit, Depression und Hilflosigkeit. Und das Schlimmste war, dass die Grenzen zwischen diesen Gefühlen fließend ineinander übergingen. Ich konnte sie nicht mehr unterscheiden.
    Rings um mich herum gab es nichts als hohe Bäume. Ihre dürren Äste und ihr Laub knisterten furchteinflößend in der sanften Brise, die auch mein Haar tänzeln ließ. Im Nachhinein fragte ich mich, ob es wirklich so eine gute Idee war, bei Nacht zu fliehen. Klar, die Nacht bot Schutz vor unerwünschten Beobachtern mit ihrem schwarzen Schleier, doch wäre es tagsüber nicht besser gewesen? Wenn es hell war, konnte man wenigstens sehen, wohin man ging und ob man sich noch auf dem richtigen Weg befand. Naja, nicht mehr zu ändern. Im Prinzip war es nicht anders als bei meinem früheren Leben. Ich war komplett auf mich gestellt, musste mich auf meine eigenen Fähigkeiten verlassen. Und wenn diese nicht ausreichten... wäre es auch nicht unbedingt schlimm. Dann hätte ich meinen langen Leidensweg endlich beschritten, bis zum Ende. Es sorgte sich eh niemand um mich, wer würde mich vermissen?
    Die Kinder in meiner Nachbarschaft und deren Eltern wären sicher froh, mich aus der Welt zu haben. Mich, den rätselhaften Jungen mit weißem Schleier. Meine Eltern? Ein Kostenfaktor weniger in ihrem Leben. Kein Geld mehr für teure Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke ausgeben, trotz meinen 15 Jahren keinen Aufpasser mehr engagieren müssen - Zeit und Aufwand sparen. Trotzdem würde ich es denen nicht ganz so leicht machen. Leben, schön und gut, nur wenn es Zeit war, Abschied von dieser Welt zu nehmen, würde ich dem ohne Furcht entgegensehen. Alles hatte seine Vor- und Nachteile und falls Ersteres vorzeitig aufgebraucht war, kamen die schlechten Seiten zum Zug. So war das Leben.
    Plötzlich tat sich eine Lücke zwischen den Wolken auf. Ein separater Mondstrahl drang durch dieses kleine Loch, flimmerte auf eine Stelle nicht weit von mir entfernt. War das eine Art Zeichen? Normalerweise glaubte ich nicht an Gott oder Wunder, aber manche Situationen ließen mich stark zweifeln. Zeigte sich Gott in dieser Nacht von seiner gnädigen Seite? Ich beschloss, es herauszufinden. Da Wolken nicht stundenlang in einer Position verweilten, musste ich mich beeilen. Ich kämpfte mich durch das wilde Dickicht, welches diesen Wald so unheimlich, so geheimnisvoll machte. Mein Blick schweifte vom holprigen Unterholz und Wurzelwirrwarr immer wieder nach oben ab, um zu kontrollieren, ob ich den richtigen Weg einschlug. Das füllige Blätterdach erschwerte dies immens, es schien mich verwirren zu wollen. Ich sollte mich selbst zwischen diesen Bäumen verlieren. Aber der Mond spendete mir Kraft. Er ebnete den vor mir liegenden Weg. Spitze Dornenranken zerrten an mir und meinen Klamotten, ihr Ziel war es, mich von der Hoffnung fernzuhalten, die das Mondlicht ausstrahlte. Es gelang ihnen nicht.
    Trotz ihren durchaus anerkennungswürdigen Versuchen bahnte ich mir einen Weg bis zu einer weiten Lichtung. Stellenweise wuchsen hier weiße Blumen, in kleinen Büscheln zusammengescharrt. Doch was augenblicklich meine Aufmerksamkeit für sich beanspruchte, war die leblose Gestalt, die in der Mitte dieses friedlichen Platzes lag. Sie badete im Mondlicht. Ich überquerte das wilde Gras und kniete mich an ihre Seite. Es war ein zierlich gebautes Mädchen, mit kurzen, blonden Haaren. Ihr Brustkorb hob und senkte sich in regelmäßigen Zügen, ein gutes Zeichen. Das weiße Licht des verheißungsvollen Planeten ließ ihr feingliedriges Gesicht regelrecht leuchten. Ich hob ihren Kopf leicht an und lagerte ihn auf meinem Arm, um sie besser betrachten zu können. Sie war schön, ohne Frage, doch warum lag sie in diesem Wald?
    Unvermittelt fingen ihre Lider an, zu zittern und sie öffnete zögerlich ihre Augen. So ein kraftvolles Grün hatte ich vorher noch nie gesehen. Was beschrieb diese Farbe am besten?Kleeblätter? Smaragde? Nein, zu schwach. Das alles übertrafen diese herrlich intensiven Augen, die schnurstracks in meine sahen. Ein Lächeln huschte über meine Lippen. Schon fast verwunderlich, wie lange der Mondschein konstant anhielt. Er zauberte einen unbeschreiblichen Glanz in ihr Gesicht.
    "H-h-hallo...", stotterte ihre reizende Stimme. Ich glaubte, einen magentafarbenen Schleier auf ihren Wangen zu erkennen.
    "Hallo. Geht's dir besser?", hauchte ich leise.
    "Ja, jetzt schon...", seufzte das Mädchen verträumt. Ihre Reaktion brachte mich mehr und mehr zum schmunzeln. Sie schaute mich unentwegt an.
    "Kannst du dich aufrichten?"
    "Hm? Oh, ja. Ich glaube schon." Sie stützte sich mit den Händen im kühlen Gras ab und setzte sich behutsam auf. "Was ist denn passiert?"
    "Das wollte ich dich gerade fragen.", lächelte ich. "Weshalb bist du hier ganz alleine im Wald? Um diese Uhrzeit?"
    "Ich... habe glaub ich trainiert..."
    "Mitten in der Nacht?" Ok, ich war nicht sehr viel besser. Immerhin war auch ich in einer Nacht-und-Nebel-Aktion unterwegs.
    "Ja, nachts kann ich am besten denken. Und du?", kam prompt die Gegenfrage. Ihr Blick ließ eine Lüge nicht zu, sie würde es sofort bemerken.
    "Bin auf der Durchreise. Aber ist dir nicht kalt? Warte hier, ich hole uns etwas Holz und mache ein kleines Feuer." Ich zog meine blaue Jacke aus und legte sie ihr um die Schultern. Damit hatte ich sie wohl noch mehr in Verlegenheit gebracht, denn sie wandte rasch ihr Gesicht von mir ab. Anschließend stand ich auf, verschwand ein weiteres Mal im Dickicht. Diesmal jedoch fürchtete ich mich kein Stück. Der Mond war da, das genügte. Gebückt wand ich mich zwischen eng aneinandergrenzenden Bäumen hindurch, hob ab und zu ein paar geeignet aussehende Stöcke und Äste auf. Ich tat es sogar beinahe gerne.
    Sie war eine der wenigen Personen, die bei meinem Anblick nicht sofort reißaus genommen hatten. Irgendwie schmeichelhaft. Nach einiger Zeit hatte ich wohl genügend trockenes Holz gesammelt, denn ich machte mich scheinbar intuitiv auf den Rückweg zur Lichtung. Wo sie auf mich wartete. Ich sah ihr liebevolles Gesicht vor meinem inneren Auge. Aber dann keimte ein Zweifel in mir auf, ein Saatkorn der Dämonen. War sie tatsächlich noch da? Sie hätte meine längere Abwesenheit zur Flucht nutzen können. So, wie jeder vor mir weglief. Man wollte mich erst gar nicht kennen lernen, ich sah ja schon von Weitem wie ein Geist aus. Doch bevor die Leere es schaffte, mich auszuhöhlen, erreichte ich die Lichtung und auch mein letzter Zweifel wurde verbannt. Dort, mitten auf dem mondbeschienenen Grasplatz, saß sie, nach wie vor, mit meiner Jacke über den Schultern. Ihr Kopf fuhr ruckartig hoch, als ich aus dem Gestrüpp stolperte, Sie lächelte zurückhaltend. Wieso gab es nicht mehr Menschen von ihrer Sorte? Ich hockte mich neben sie und steckte mehrere Stöcke zu einem turmähnlichen Gebilde zusammen. Jetzt fiel mir auch ein, was ich nicht bedacht hatte: Wie machte ich ein Feuer? Meine neue Bekanntschaft schien meine Gedanken gelesen zu haben.
    "Lass mich dir helfen. Baoppu, komm heraus.", entgegnete sie hilfsbereit. Ein kleiner, feuerroter Affe erschien. Er hatte eine schmächtige Haartolle in Form einer Flamme auf den Kopf. "Zünde uns mit deinem Flammenwurf ein Feuerchen an." Wie sehr ich sie beneidete, sie und ihr Pokemon. Ihr Baoppu, mit dem sie durch dick und dünn ging. Ihre Eltern waren sicherlich nicht solche herzlosen Bastarde wie meine. Mir war das Glück, einen Freund zu haben, nie vergönnt gewesen. Ich hatte lediglich einen ständigen Begleiter: Einsamkeit.
    Der Affe ließ seine Feuer-Kräfte spielen, die Äste brannten im Nu. Einzelne Funken verabschiedeten sich knisternd in die klare Nacht. Danach kehrte das Pokemon in seinen Ball zurück. "Ich habe zu viel trainiert. Es ist zu erschöpft, sonst hätte ich Baoppu schon längst losgeschickt, um Hilfe zu holen."
    "Du musst dich vor mich nicht rechtfertigen. Selbstmitleid steht dir nicht.", erwiderte ich. Bei diesen Worten errötete sie sichtlich. Es fiel ihr schwer, weiterhin deutlich zu sprechen.
    "D-danke... Also... Ich b-b-bin Belle. Ich würd-de gern einmal eine st-starke K-Koordinatorin w-w-werden."
    "Mein Name ist Black." Ich stocherte mit einem langen Stock im Feuer herum, während ich in eben diese lodernde Flamme starrte. Dank ihr hatte die Kälte um mich herum begonnen, zu schwinden. Oder war es wegen Belle? Sie war so warmherzig, schlichtweg freundlich, mir verschlug es innerlich die Sprache.
    "Und weiter?", holte mich ihre Stimme in die Realität zurück. "Willst du Orden sammeln oder wie?"
    "Ich weiß es nicht.", seufzte ich. Nicht gelogen. Darüber hatte ich mir bis jetzt nie den Kopf zerbrochen. Was wollte ich? Um Orden zu sammeln, brauchte ich zuerst ein Pokemon. Die gab es hier wie Sand am Meer, aber welches sollte ich fangen? Und außerdem, wieso sollte ich überhaupt um Orden kämpfen? Ich wollte eigentlich nicht an der Isshu-Liga teilnehmen. Viel zu viel Trubel. "Du solltest jetzt schlafen. Morgen sieht die Welt bestimmt viel besser aus."
    Wortlos tat Belle, was ich ihr geraten hatte. Nur hatte sie nicht das trockene Gras als Kopfkissen auserkoren, das auch meine Hände kitzelte, nein. Sie rückte ein Stück näher zu mir heran und legte ihren Kopf sanft auf meiner Schulter ab. Dabei umklammerte sie fest meinen Arm. Unweigerlich schoss auch mir die Röte ins Gesicht, meine Haut wurde wärmer und wärmer. Jedoch war das ein Aspekt, der sich gar nicht so schlecht anfühlte. Dadurch, dass die Blondine meine Jacke um ihre Schultern trug, musste ich im T-Shirt in der kühlen Nacht ausharren, sie zeigte in Sachen Temperatur kein Erbarmen.
    "Gute Nacht, Black.", säuselte sie. Es klang, als hätte sie die Augen bereits geschlossen, als ob sie lächelte.
    "Gute Nacht.", raunte ich zurück. Ich war mir ziemlich sicher, dass diese zwei kleinen Worte im Augenblick die einzigen waren, die ich ohne Stottern äußern konnte. Die Kälte in mir war nun vollends einem wohlig warmen Gefühl gewichen, welches sich in mir ausbreitete. Ein merkwürdiges Kribbeln entstand in meinem Bauch. Auch psychisch war keinerlei Kälte mehr zu spüren. Sie mochte mich. Sie hatte keine Furcht. Danach hatte ich mich so lange gesehnt: Wärme, Freundlichkeit, Nähe...
    Allmählich fielen mir ebenfalls die Augen zu. Der Vollmond verbarg sein Anlitz hinter einer Reihe voluminöser Wolken, er wollte uns ruhen lassen. Taten wir ihm den Gefallen. Mit einem zufriedenen Lächeln lehnte ich meinen Kopf sacht an den von Belle. Sie kuschelte sich noch enger an mich, doch das machte mir nichts. Zum ersten Mal in meinem Leben war ich wunschlos glücklich.
    Diesen Gedankengang im Hinterkopf verwahrend entfernten sich meine Sinne zunehmend von der Wirklichkeit. Sie wurden in Unendlichkeit gezogen, in der sie letztenendes in Form eines Traumes verschwanden.

    "僕の命令は絶対."
    "My orders are absolute."

    赤司・征十郎 ~

    Einmal editiert, zuletzt von Wielie ()

  • Da bin ich wieder ^^
    Oh Freude, dass die Fortsetzung heute schon on ist!


    Ein sehr süßes Kapitel. Wieder einmal haben mich besonders die Gedankengänge von Black gefangen genommen und vor allem bewegt. Ja, dein Schreibstil nimmt einen tatsächlich gefangen. Und seine Gedankengänge sind einfach nur zutiefst traurig, zum Beispiel, als er daran denkt, dass seine Eltern nur einen Kostenfaktor weniger in ihrem Leben hätten.
    Seine Zurückhaltung zeigt sich auch bei Belle.
    Owohl ich es als ziemlich ungewöhnlich finde, dass man zusammengekuschelt einschläft, wenn man sich zuvor erst kennengelernt hat und dass die "treibende Kraft" davon auch noch Black ist. Es wirkt dennoch nicht aufgesetzt oder erzwungen. In deiner Geschichte wirkt alles echt und generell gar nichts aufgesetzt.
    Belle ist ein richtig süßes Mädchen und das weiß Black ja selbst, da kann er von Glück sprechen sie kennengelernt zu haben.
    Kann es auch sein, dass sich hier jemand verliebt hat? *g*

    LG Bastet,
    freut sich natürlich wieder einmal auf das nächste Kapitel!

  • Ich bin ja gar nicht so schlecht im Rennen, hast ja gerade erst weiter geschrieben, Wielie.
    Nunja, dann wenden wir uns mal zuerst dem Prolog zu, oder den Charas.
    Deine Charakterbeschreibung ist richtig toll, und sie zieht mein Interesse auf sich.
    Die Idee und das zeigt deine ausgeprägte Fantasie wieder,
    welche mich immer wieder fasziniert, denn die Sache mit den Eigenschaften *freu*
    Im Prolog waren die Gefühle von Black wirklich super beschrieben,
    und ich kann dieses Gefühl wirklich gut verstehen, es muss schrecklich sein,
    die ganze Zeit, Jahr für Jahr, allein zu sein, und dann nicht mal ein Pokemon zu bekommen.
    Allgemein hatte ich mit sowas bei der Beschreibung seiner Eltern schon gerechnet,
    denn welche Geschäftsleute erlauben ihrem Kind schon eine unnötige Ausgabe quelle?
    Das Black abhaut, weil er es nicht mehr aushält ist verständlich,
    so einen Zustand will doch keiner erleben.
    Im Wald trifft er dann auf die erste der drei, auf Belle, was ja bei ihm wirklich gut ankommt.
    Aber dass sie noch mitten in der Nacht draußen trainiert,
    sowas erwartet man von ihr gar nicht, wirklich außergewöhnlich dieses Mädchen.
    Blacks Umgebung scheint ja plötzlich wie erhellt zu sein, was ihm sicher gut tut-
    und vor allem, dass sie nicht weg läuft, wie die anderen Kinder.
    Das sie an seiner Schulter eingeschlafen ist, ist ja wirklich süß :love:
    Naja, wir werden ja sehen, ob sie noch da ist, wenn er aufwacht, ich hoffe mal ja! :thumbsup:

  • danke erstmal für die PN^^


    so nun mal was zum kapitel :


    ich muss mal wieder sagen er ist richtig schön geworden!
    die länge des kapitel ist sehr gut geworden also ich finde es ist nicht zukurz und auch nicht zu lang!
    man konnte sich wieder richtig gut in Black hinein versetzen und hat immer so richtig mirgefühlt
    dann trifft er auf Belle die noch mitten in der nacht trainiert hat wie *Roselia*schon geagt hat das erwartet man garnicht von ihr!
    endlich erlebt Black mal was schönes in seinem Leben :)  
    Super süß ist es das Belle an Blacks Schulter eingeschlafen ist :love:


    mal sehen was im nächsten kapitel passiert!
    ich freu mich schon wieder richtig darauf das es weiter geht^^


    LG

  • Oh man ich stimme Bastet zu dass Kapi war total süß!!
    Endlich ist Black mal glücklich schön für ihn. Ich bin da ja glatt
    gespannt ob Black mit White oder mit Belle zusammenkommt
    oder mit einer ganz anderen? Belle ist echt lieb so niedlich
    dass sie an seiner Seite einschläft :love: ich hoffe dass sie am nächsten
    Tag nicht irgentwie verschwindet oder nur ne Einbildung war dass wär doof
    Man merkt aber ziemlich dass Black Belle gefällt und sie ihm dankbar ist
    Boappu wie süß!!! Aber totaler zufall dass sie gerade ein Feuer
    pokemon hat wenn man ein Lagerfeuer anzünden muss :P totaler zufall^^
    Du schreibst schon ziemlich viel über die dämonen wie hald eben
    der titel sschon sagt. Mach weiter so und schreib schnell weiter :D

  • Der Titel deiner Fanstory hat mein Interesse geweckt, also hab ich sie mal durchgelesen.


    und ich kann nur sagen: ich bin wirklich beeindruckt. Du hast wirklich eine Begabung zum schreiben, wenn ich das mal so sagen darf. Man kann sich wirklich super in die Umgebung, in die Gefühle und die Situationen hineinversetzen und sich alles sehr gut vorstellen. Das Kapitel und den Prolog kann man ohne Mühe durchlesen, die Absätze sind gut gesetzt.


    So, jetzt mal zum Startpost:
    Der Startpost ist wirklich sehr übersichtlich, man muss nichts suchen 8-) . Die Charakterbeschreibung finde ich auch okay. Ich bin mal gespannt, wie deine Geschichte verläuft. Die Informationen, die du im Startpost gibst, haben mich wirklich dazu verleitet, weiterzulesen. Die Idee, die du hast, gefällt mir. Chessshipping habe ich bis jetzt zwar noch nicht so gut gekannt, aber ich denke, das wird sich bald ändern.^^


    Prolog und 1.Kapitel
    Hat mir beides wirklich gut gefallen, dein Schreibstil finde ich einfach genial. Black tut mir richtig leid, mit solchen Eltern. Aber ist ja oft so, dass die Kinder zurückstehen müssen, wenn den Eltern die Arbeit zu wichtig ist. Ist wohl besser für ihn, wenn er gegangen ist, dann findet er endlich mal Freunde, da er auch neue Leute kennen lernt.


    Also, dass wars mal von mir. Würde mich freuen, wenn ich eine PN-Benachrichtigung bekäme^^


    lg Na'vi

    Kränke nie jemanden, den du nicht kennst.
    Du triffst sein Herz vielleicht tiefer als du denkst...

  • So, jetzt kommt auch schon das zweite Kapitel, weil für mich morgen nach zwei Wochen die Schule wieder anfängt und ich zumindest diese Woche sehr lange Unterricht habe :thumbdown:






    Nichts ist so, wie es scheint...


    (Black)
    Nur langsam ließen die Fänge meines Unterbewusstseins meinen Verstand wieder gehen. Schwerelos bewegten sich meine Sinne im dichten Nebel, der in meinem Kopf sein Unwesen trieb. Ich hatte eine traumfreie Nacht hinter mir, eine Nacht tiefen, erholsamen Schlafes. Meilenweit entfernt vernahm meine physische Existenz Stimmen. Sie drangen an mein Ohr und schließlich erreichten sie auch mein Gehirn, doch sie waren so gedämpft. Identifizieren konnte ich sie nicht.
    Ein Mädchen war dabei. Sie klang nett, dennoch empört. Welchen Grund hatte die Urheberin dieser melodienhaften Stimme, wütend zu sein? Die anderen Worte kamen eindeutig von einem Jungen. Schüchtern, eher zurückhaltend, dennoch willensstark. Er redete auf das Mädchen ein, wollte sie besänftigen. Mittlerweile waren meine Sinne und mein Verstand wieder voll einsatzfähig. Ich öffnete meine Augen und staunte nicht schlecht, als ich in den azur-blauen Himmel blickte. Ein Schwarm Mamepato zog kreischend vorbei, in einer Keil-Formation. Wieso starrte ich in den Himmel? Ich war im Sitzen eingeschlafen, oder nicht?
    Erst jetzt nahm ich bewusst Notiz von dem Gewicht, das auf meiner rechten Schulter lagerte. Vorsichtig riskierte ich einen Blick, ohne mich großartig zu bewegen. Dort war ein lieblicher Kopf platziert, dessen Gesicht ein anspruchsloses Lächeln auf den Lippen trug. Belle. Für einen kurzen Moment hatte sich mein Pulsschlag enorm beschleunigt. Lediglich der erste Schreck, nicht weiter schlimm. Ich wagte es nicht, mich auch nur einen Zentimeter zu rühren, immerhin wollte ich die Schlafende nicht wecken. Das aufgebrachte Mädchen schien dies allerdings sehr wohl zu wollen.
    "Belle! Wach endlich auf! Du kannst doch nicht einfach ohne einen Pieps abhauen! Antworte gefälligst, wenn ich mit dir rede!"
    "Hm...?", murmelte Belle verschlafen. Sie richtete sich schwankend auf, bis sie kerzengerade im Gras saß, und versuchte, sich zu orientieren. "Was ist denn?"
    "Hattest du eine schöne Nacht?", frotzelte die verärgerte Stimme. Da der Kopf der Blondine nicht mehr auf meiner Schulter ruhte, setzte ich mich ebenfalls auf. Ich sah mich kurz um. Unmittelbar neben Belle stand ein großes Mädchen, mit langen, braunen Haaren, die zu einem Pferdeschwanz nach hinten gebunden waren. Ihre Hände hatte sie in die Hüften gestemmt, die von sommerlicher Kleidung bedeckt wurden. Sie funkelte mich böse an. Diese Augen... lupenrein, wie Diamanten. "Und du! Was hast du mit Belle gemacht?!"
    "Gar nichts hat er mit mir gemacht, ok? Komm mal wieder runter, White.", gab das eben angesprochene Mädchen zurück.
    "Wie soll ich mich beruhigen? Du haust ab, spät am Abend, und bist unauffindbar! Ich hab mir solche Sorgen gemacht! Was, wenn dir was passiert wäre? Wir hätten dich NIE gefunden!" Ihre Stimme überschlug sich vor Zorn und einem Hauch Verzweiflung.
    "Es IST mir aber nichts passiert! Außerdem war Black ja bei mir." Zum zweiten Mal nahm die Temperatur in meinem Gesicht rapide zu. Und diesmal hob der helllichte Tag meine Verlegenheit so richtig hervor. Wenn Belle wüsste... Ich besaß ja nichtmal ein Pokemon. Wie hätte ich ihr denn helfen sollen, bei drohender Gefahr? Natürlich hätte ich jederzeit mein Leben für sie riskiert, aber weiter? Vielleicht würde das nicht reichen, um ihre Sicherheit zu gewährleisten. Tot konnte ich ihr nicht mehr helfen.
    "Dieser Fatzke da? Mit dem werd ich mich später befassen - "
    "White, beruhige dich bitte.", meldete sich der mir unbekannte Junge zu Wort. Kein Muskelprotz, eher ein kleiner Hänfling, dennoch recht ordentlich gekleidet. Schwarze, kurze Haare und eine eckige Brille, die ihm ab und an von der Nase rutschte. Er schien vernünftig zu sein. Wenigstens wusste ich jetzt den Namen der Braunhaarigen: White.
    "Cheren, halte du dich da raus!", schnauzte sie ihre Begleitung an. Er hieß also Cheren. "Und du, Belle, kommst brav mit mir! Professor Araragi wollte nämlich noch mit uns reden!" Sie packte das blonde Mädchen prüde am Handgelenk und zog sie hoch.
    "Au, nicht! White, du tust mir weh!"
    "Lass Belle auf der Stelle los!", hörte ich mich energisch sagen. Ich hatte gar nicht gemerkt, dass ich unterdessen aufgestanden war. Noch weniger hatte ich mir zugetraut, dieser Furie so standhaft entgegen zu treten.
    "Ach, Belle." Sie schüttelte mitleidig den Kopf. "Da hast du dir ja einen süßen Freund angelacht. Black hieß er, nicht wahr?"
    "Ich hätte es nicht gewagt...", zischte dieser Cheren mir zu. Hilfreicher Ratschlag, doch dafür war es jetzt zu spät. Sie hatte Belle wehgetan und da sie schlecht die Möglichkeit hatte, sich zu wehren, musste jemand anders das übernehmen. Wenngleich ich üblicherweise nicht sehr selbstbewusst war, so förderten derartige Situationen des Lebens stärkere Seiten von mir zu Tage. Vor allem, wenn es um Freunde ging.
    "Aufhören!", bestimmte eine Frauenstimme unvermittelt. Sofort herrschte Totenstille. Man hörte einzig die fernen Rufe einiger Pokemon und die Geräusche des Waldes. Blätter, die im stetigen Wind raschelten; knackende Äste an Bäumen; Pokemon, die durch das Unterholz flitzten.
    "Professorin!", riefen White, Cheren und Belle wie aus einem Munde. Alle drei gafften die seltsame Frau in weißem Kittel an, als wäre sie von einem anderen Stern. Ob sie sich auch so fühlte? Wie ein Alien? Und dann war da noch ich. Ich, der keinen blassen Schimmer davon hatte, was sich hier gerade abspielte, geschweige denn, wer diese Frau war. Naja, ich wusste zumindest, dass sie eine Wissenschaftlerin war.
    "Ich habe schon auf euch gewartet! Aber so laut, wie ihr hier rumbrüllt, war es nicht schwer, euch zu finden."
    "Dass es so lange gedauert hat, war nicht meine Schuld! Belle war doch diejenige, die sich mit diesem Typ hier im Wald amüsiert hat!", verteidigte sich White. War es überhaupt möglich, dass mein Gesicht noch röter wurde? Ich fühlte mich, als hätte ich anstelle meines Kopfes eine tief-rote, glühende Tomate auf meinem Hals sitzen. Aber ich war nicht allein. Auch Belle's Anlitz hatte eine mehr als rosafarbene Tönung angenommen.
    "Das haben wir gar nicht...", murmelte sie. Ihre sinnlich grünen Augen waren starr zu Boden gerichtet. Es gelang mir nicht, ihren Blick zu deuten.
    "Wie dem auch sei. White, du erhältst von mir noch dein Start-Pokemon. Also, welches wählst du?", fragte die hellbraun-haarige Frau. Sie hielt White drei rot-weiße Kapseln vor die Nase. Die blauen Augen des jungen Mädchens begannen, zu funkeln. Ihr allererstes Pokemon. Warum konnte ich bloß nicht an ihrer Stelle sein? Klar, es gab da die Möglichkeit zu fragen. Geradeheraus darum bitten - ich würde höchstwahrscheinlich auf die Knie fallen und betteln - , eines der Pokemon trainieren zu dürfen. Entweder, sie erlaubte es, oder nicht. Ja oder nein. Freund oder Einsamkeit.
    "Ich nehme Tsutarja.", entgegnete White und nahm sich einen der Pokebälle. Er öffnete sich, ein gleißender Lichtblitz schoss hervor. Aus ihm entwickelte sich eine echsenartige, grüne Gestalt auf zwei Beinen.
    "Tsutarjaaa!" Die Augen des Wesens musterten uns nacheinander, es hatte eine leicht arrogante Art an sich.
    "Ohhh, wie süß!", quiekte Belle fröhlich. Anscheinend hatte sie die kleine Eskalation von vorhin schon wieder vergessen. Erneut verblüffte mich dieses Mädchen. Sie war so voller Lebensfreude, kleinere Rückschläge machten ihr überhaupt nichts aus - sie formten ihren Charakter.
    Ein plötzlicher Aufschrei ließ mich zusammenzucken. Cheren redete wie verrückt auf die Professorin ein, die ihre linke Hand auf- und abschüttelte. Ihr sonst so freundliches Gesicht war zu einer leiderfüllten Grimasse verzerrt. Ich meinte sogar, eine Träne in ihren Augen zu sehen. Vor den beiden lag etwas im Gras. Es schimmerte im warmen Sonnenschein.
    "Was ist das?", fragte ich und schritt darauf zu. Dieser Gegenstand zog meinen Verstand in seinen Bann. Er erstrahlte förmlich. Je näher ich ihm kam, desto deutlicher spürte ich seine positive Ausstrahlung.
    "Fass das nicht an!", warnte mich Cheren. "Es ist glühend heiß!" Das konnte ich mir wirklich nicht vorstellen. Bei näherem Betrachten sah ich, was dieser Gegenstand war: Eine Kette. Eine silberne Kette, an der ein ebenso silbernes Kruzifix befestigt war. Wie in Trance streckte ich meine Hand danach aus. Es war, als ob eine fremde, dennoch gutartige Macht sich meines Körpers bemächtigte. Sie lenkte nicht meine Gedanken, dafür aber meine Handlungen. Ein Teil meines Gehirns wollte sich weigern, diese Kette zu berühren. Es plädierte auf Cheren's Worte: glühend heiß. Und zu viel Hitze bedeutete Schmerz. Doch der größere Teil meines Denkens ließ sich von dieser seltsamen Macht einnehmen. Dieser Teil war sich sicher, dass diese Kette nicht verletzen konnte - dass sie nicht die Absicht hatte, jemandem Leid zu zu fügen. Meine Finger berührten das glänzende Silber zunächst nur, strichen darüber, ehe sie es ganz umschlossen.
    Im selben Augenblick überrollte mich eine Welle des Lichts. Man entfernte jegliche Dämonen und Schatten aus meinem verletzten Herzen, sie wurden einfach wegradiert, wie unwichtige Bleistiftlinien. Falsch gezogene Linien. Es heilte nicht meine tiefen Wunden, doch es überdeckte sie vorrübergehend. Zurück blieb ein weißes Blatt, die pure Hoffnung, reine Gedanken. Eigentlich hätte es bei so viel Glanz auch Schatten geben müssen - gab es nicht. Das Licht füllte jeden Winkel meines Körpers aus, hinterließ keine Nahten. "Black? Alles in Ordnung?"
    Mein Blick, der während dieses Reinigungsvorganges völlig in mich gerichtet war, fokussierte sich wieder. Er konzentrierte sich auf Cheren's weit aufgrissene Augen.
    "Ja, alles gut.", nuschelte ich nebenbei. Diese Energie... Unbesiegbarkeit traf es nicht annähernd. Es war um einiges stärker als diese Kleinigkeit. Ich öffnete meine Hand und betrachtete die Kette eine Weile. An ihr ließ sich äußerlich nichts Ungewöhnliches entdecken.
    "Wieso kannst du sie anfassen?", fragte White hörbar überrascht, vermischt mit einer Spur Neid. Das kleine Wort "du" betonte sie extra abschätzig. Unser Streit war nicht aus der Welt, jedoch irrelevant im Augenblick.
    "Das... das darf nicht wahr sein...", stotterte die Wissenschaftlerin. Was hatte sie denn so aus der Fassung gebracht? Allein die Tatsache, dass die Kette mich nicht verbrannt hatte, konnte es nicht sein. Dafür lag ihn ihren hell-blauen Augen zu viel Entsetzen.
    "Was ist denn? Was haben Sie, Professor Araragi?", sprach Belle meine Fragen laut aus. Manchmal verängstigte mich das Gefühl, sie könne meine Gedanken lesen. Natürlich war auch meine angeborene Paranoia im Spiel, aber gab es solche Zufälle? Gleich zwei in so kurzer Zeit?
    "Nun ja... Es gibt da eine alte Legende, die unter Arenaleitern und Professoren kursiert... Doch ich glaube, dass es mehr als nur ein Mythos ist."
    "Dann legen Sie endlich los! Raus mit der Sprache!", drängelte die Blondine. Sie war momentan die Einzige, die sich aktiv am Gespräch beteiligte. Cheren blieb sowieso die ganze Zeit im Hintergrund und White...Sie war eigenartig ruhig. Ihre ozean-blauen Augen fixierten Araragi. Dieser Blick ließ auf gleich mehrere Sachen schließen. Kenntnisse über bestimmte Dinge, über die die Professorin scheinbar nicht Bescheid wissen sollte, Furcht und Unbehagen. White verbarg etwas, zweifellos. Etwas Gefährliches. Jetzt schaltete sich mein rationales Denken ein. Das, was ich aus ihren Augen schlussfolgerte, konnte nicht wahr sein. Einbildung, mehr nicht. Das Sehen-Wollen von ungewöhnlichen Dingen, nicht ernst zu nehmen.
    Aber was, wenn es doch keine Einbildung war? Die aussagekräftigste Konterfrage meiner Seele. In meinem Kopf tobte ein Krieg der Ungewissheit. Die Strafe, mit der ich meine Eltern hatte quälen wollen, es noch immer wollte. Intuition gegen Verstand - wer würde gewinnen? Ich verließ mich in den meisten Situationen eher auf meinen Sachdenken, anstatt auf mein Bauchgefühl zu hören. Er hatte mich nur selten enttäuscht. Doch dieses Licht, welches von der Kette ausging, hatte meine Intuition um ein Vielfaches verstärkt. Ich hatte auf meine Seele gehört, als ich das Kruzifix angefasst hatte, nicht auf meinen Verstand, und ich bereute es nicht.
    "Diese Sage ", erklärte Araragi, "beruht auf Überlieferungen früherer Arenaleiter. Im Vers einer der Niederschriften heißt es:"Und Luzifer entsendet seine höllischen Diener, aufdass sie Hass und Zwietracht säen und die Welt in Chaos stürzen." "
    "Was hat das denn mit unserem Möchtegern-Prinzen hier zu tun?", unterbrach White sie. Das Unbehagen, welches sie umgab, hatte weiterhin zugenommen.
    "Naja, mein Kollege Professor Lind schickte mir diese Kette. Es heißt, sie besäße heilige Kräfte. Und diese Kräfte scheinen ihren Meister gefunden zu haben."

    "僕の命令は絶対."
    "My orders are absolute."

    赤司・征十郎 ~

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  • Hallihallöchen, ich verzichte jetzt einfach auf ich bin erster, oder so :)
    Unverhofft kommt oft, ja das trifts auf den Kopf.
    Wie White die Arme Belle anschnauzt,
    am anfang dacht ich schon, es wäre die Mutter von Belle,
    oder die große Schwester, sehr mütterlich auf jeden Fall XD
    Cheren kommt sich ja wirklich fehl am Platz vor,
    und das kann ich nach der Keiferei auch verstehen. ;)
    Die arme Professorin, dass ihr das Trommelfell nicht geplatzt ist. :D
    Wenn die wirklich so sehr geschrieen haben, :rolleyes:
    Ich finds voll cool, dass Black Belle verteidigt,
    auch wenn die Anschuldigung, die beiden hätten sich miteinander vergnügt... :D
    Die Kette die da plötzlich aufgetaucht ist, hat mich ein wenig verwirrt,
    aber dank der Charabeschreibung, gings dann doch XD
    White ist neidisch XD Ist das nicht putzig? Der Fatzke ist besser als sie :P
    Aber das Black nach seiner "Reinigung" sieht, dass White was verbirgt,
    na dass könnte noch spannend werden, so wie sich das anhört.
    Aber ist stimme Black zu, er hätte die Prof. einfach nach nem Pokemon fragen sollen.
    Das sich White für das "leicht arrogante" Pflanzenpokemon entscheidet, hatte ich fast geahnt.
    Naja, wie Black wohl mit seiner neuen "Macht" umgehen wird?
    Wir erfahrens ja, irgendwann :thumpsup:
    P.S. Krieg ich ne PN zu den neuen Kaps?

  • Unverhofft kommt oft...ich finde den Titel nicht so passend. In Betracht dessen, dass in diesem Kapitel eine Legende erzählt wird und es sehr bedeutungsschwer, wenn ich das mal so sagen kann (lol), zu sein scheint, passt ein so locker-flockiger Titel meiner Meinung nach gar und gar nicht dazu. Eher zu einem leichten und fröhlichen Kapitel, auch wenn das hier trotzdem viel Humor aufweist.
    Bevor ich zum Inhalt und dem Lob komme, will ich auch noch etwas kritisieren: du schreibst oft Abkürzungen wie Prof. oder ok. Das bringt mich etwas heraus und das liest sich sehr umganggsprachlich. Vor allem das mit dem Prof.


    Belle rennt, laut ihren Freunden, also mitten in der Nacht davon, um sich mit einem Jungen zu vergnügen? Uh, böse Anschuldigung, aber wenn man zwei Teenager so aneinandergelehnt schlafen sieht, dann könnte man schon auf falsche Gedanken kommen. Ganz unrecht hat White ja nicht. Zuerst dachte ich über sie, dass sie eine totale Zicke sei. Etwas zickig ist sie ja, aber das mag ich an ihr. Sie ist Belle gegenüber, so wie ich das interpretiere, eher mütterlich und besorgt. Deswegen wird sie aufbrausend und da sie Black nicht kennt, gießt diese Tatsache der gesamten Situation Öl ins Feuer.
    Cheren geht, wie mein Vorposter bereits erwähnte, etwas unter.


    Die Legende finde ich wirklich gut gelungen. Sie wirft noch mehr Fragen auf. Luzifer? Der Teufel? Was hat der mit Black zu tun? Der ist zwar nicht unbedingt der strahlenste Charakter, aber das bedeutet ja nicht, dass von Natur aus eine böse Seele hat. Daran ist viel mehr seine Umwelt Schuld und ich sehe ihn so, dass er sich schützen möchte.
    Die Kräfte haben ihren Meister gefunden, also. Ich will mehr wissen! *_*


  • Wie toll! Die erste Story um Black, White, Belle, Cheren und N! *freu*
    Ich bin voll froh das du diese Story schreibst Wielie. Du schreibst richtig gut, aber das weist du ja.
    Wirklich, das du eine Fantasie Geschichte machst und nicht nur eine Reise und Shipping Geschichte ist voll toll. Die Charaktere hast du super schön getroffen. Obwohl dieses Bemuttern von White mir nicht gefällt.
    Wirklich traurig das mit Blacks Eltern ... aber eine gute Idee.
    Also da scheint es ja zwischen Black und Belle zu knistern. *murmel* Hoffentlich ändert sich das bald. *räusper* White *räusper* xD
    Nee, nee. Das macht die Sache interressanter wen Black sich nicht gleich in eine verliebt ... ich meine ... egal. xD
    Bin schon sehr gespannt wie es weiter geht. Immerhin sind noch viele Fragen offen. Was wohl Whites Geheimniss ist?
    Also mir gefällt deine Geschichte. Hoffe du schreibst bald weiter!
    Aber du brauchst natürlich nicht hetzen!

  • Wieder kann ich ein neues Kapi posten ^^
    Hoffe natürlich, dass es euch gefällt!






    Unfaires Leben



    (Black)
    "Das ist doch nicht Ihr Ernst?", platzte es aus mir heraus. Allmählich wurde die Sache lächerlich. Dämonen, heilige Kräfte - ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Ich so etwas wie ein Diener Gottes, wenn ich das richtig verstand? Das war unmöglich, Kirche war für mich ein Fremdwort. Ok, einige wenige Male hatte ich gebetet, um aus meiner zerborstenen Welt zu entfliehen. Darum gebetet, dass Gott meinen Eltern nur ein klein bisschen mehr Liebe verlieh, vielleicht auch etwas Fürsorge mir gegenüber. Irgendwann hatte ich aufgegeben, zu glauben. Niemand hatte meine Bitte erhört, ein gerechtfertigter Grund, an Gottes Existenz zu zweifeln. Aber diese Kette... das Licht... was hatte es damit auf sich?
    "Rein technisch gesehen ist Derartiges nicht möglich. Alles besteht aus fester Materie. Geister und Dämonen sind nur Ausgeburten unserer Fantasie, die - "
    "Sei still, Cheren!", würgte White ihn ab. Es schien sie sehr zu interessieren, was die Professorin zu sagen hatte. "Skepsis" war nicht das korrekte Wort für das, was ich ihr gegenüber empfand. Es war mehr. Beschrieb "Faszination" es besser? Momentan nicht zu sagen. "Also, bekommt unser Auserwählter denn nun auch sein Pokemon, oder muss er seinen Finger rühren und es sich selbst fangen?" War ja klar, dass sie diejenige sein musste, die alle darauf aufmerksam machte. In gewisser Weise war ich ihr zwar fast dankbar, doch woher wusste sie es? Ich hatte es niemandem erzählt.
    In meinem Kopf wurde das bisherige Puzzle meiner Gefühle durcheinander gewirbelt und komplett neu zusammengesetzt. Misstrauen gliederte sich an Neugier und Furcht. Sie bildeten etwa die Hälfte des Gesamten, dessen andere Teile zumindest für diesen Augenblick unwichtig waren. Auch Araragi war verwundert. Nur eine kleine, simple Geste verriet es mir, nämlich das Hochziehen einer Augenbraue.
    "Oh, äh - Natürlich. Wie wäre es mit Mijumaru?", schlug sie vor. Im Grunde war es mir einerlei, welches Pokemon sie mir anvertraute, hauptsache, es war da. Mein Freund. Jenes Wesen auf Erden, welches ich um jeden Preis würde beschützen, mich um es kümmern und es trainieren würde. Als die hellbraun-haarige Frau mir den Pokeball reichte, weiteten sich meine Augen und ein überglückliches Lachen machte sich in meinem Gesicht breit. Ich verhielt mich wie in kleines Kind bei einer Tafel Schokolade, aber das störte mich gerade herzlich wenig. Mijumaru, mein Partner. Das war es wert, von zu Hause abgehauen zu sein.
    Kaum hatte die Kapsel ihre Hand verlassen, verfinsterte sich der eben noch azur-blaue Himmel. Schwarze Wolken schoben sich vor die wärmende Sonne, raubten dem grünen Wald jegliche Wärme, ebenso wie mir. Die Kette in meiner Hand erkaltete nach und nach. Ich spürte förmlich, wie die Wolken das Licht aus mir und dem Kruzifix sogen, es unter enorm hohem Druck eindämmten. Zu allem Überfluss hüllte uns dazu ein unheimlich dichter Nebel ein. Üblicherweise ging man davon aus, dass Nebel nur eine Ansammlung winzig kleiner Wassertröpfchen war - dieser nicht. Er war anders. Nicht natürlichen Ursprungs. Auf einmal hatte ich das Gefühl, wieder vollkommen allein zu sein. Nirgends war die Anwesenheit eines menschlichen Wesens auszumachen.
    "Belle? White? Cheren?", rief ich in die stickige Dunkelheit hinein. So lang ich auch lauschte, es kam keine Antwort. Eine undefinierbare Leere kroch über meinen Körper. In meinem Inneren lieferte sie sich einen erbitterten Kampf mit dem letzten Funken Hoffnung, den ich in mir trug. Hoffnung auf ein besseres Leben, auf Freunde... auf Liebe. Exakt beim letzten Gedankengang begann die Kette in meiner Hand erneut zu leuchten. Ihre Wärme und ihre alte Aura kehrte zurück. Wie aus heiterem Himmel rauschte ein tief-schwarzer Schatten an mir vorbei. Seine schlitzförmigen Augen funkelten unheilvoll. Ich wusste nicht, was dieser Schatten darstellte, doch er verhieß garantiert nichts Gutes. Er zog einen eiskalten Schleier hinter sich her, wie eine unverwechselbare Parfumfahne. Mein böser Verdacht wurde durch einen gurgelnden Schrei bestätigt. Waren es Belle oder White? Verzweifelt versuchte ich, die schrecklichen Bilder aus meinem Kopf zu verbannen, die sich mir aufdrangen. Bilder ihrer erbarmungslosen Ermordung, das Erlischen des letzten Funken Lebens in ihren Augen, der letzte Atemzug.
    Nein, sie konnten es nicht sein. Vorhin standen sie weit entfernt von der Quelle dieses Geräusches. Cheren aber nicht! Ich steuerte leicht panisch auf die Stelle zu, von der dieser Schrei gekommen war. Mein Herz hämmerte in meiner Brust, so heftig, als würde es jeden Augenblick platzen. Meine Lungen verhielten sich nicht besser. Mit jeden Atemzug nahmen sie den unheilvollen Nebel in sich auf und übernahmen seine Wirkung. Sie ließen die Kälte in mich einziehen, ohne Umwege gelangte sie in meinen ganzen Körper. Eigentlich wusste ich nicht einmal, ob ich überhaupt in die richtige Richtung lief. Ich könnte auch die ganze Zeit im Kreis rennen, mich letztlich in diesem gruseligen Wald und seinem Nebel verlieren, ohne es zu merken.
    Plötzlich trat ich in etwas sehr Rutschiges, doch ich konnte mich noch rechtzeitig auffangen. Da ich meine Hand dafür benötigte, kam auch diese in Berührung mit der Flüssigkeit. Sie war warm. Die Vorstellung, die sich diesmal in meinem Kopf bildete, ließ sich nicht abschütteln. Sie war so grausam und leider gleichzeitig so wahrscheinlich. Wie zur Bestätigung lichtete sich der Nebel, selbst die Sonne kam wieder zum Vorschein. Ihre Strahlen verbrannten meine Haut, die sich inzwischen an die Kälte gewöhnt hatte, es fing an, schmerzhaft zu kribbeln. Gleichzeitig hatten auch meine zugekniffenen Augen ihre Probleme mit der plötzlichen Helligkeit. Erst nach mehreren Sekunden waren sie voll funktionstüchtig. Vielleicht einige Sekunden zu spät. Dort vor mir lag die leblose Silhouette einer Person. Ihr weißer Kittel war in wein-rot getränkt, genau wie der Boden um sie herum. Die rote Flüssigkeit versickerte teilweise im Boden, jedoch konnte dieser nicht alles auf einmal aufnehmen, was stetig nachströmte. Ich vernahm ihren röchelnden Atem, als ich mich neben sie hockte. Dem Schnaufen nach zu urteilen hatte sie schwerwiegende, innere Blutungen. Sie ertrank innerlich.
    "Prof. Araragi!", schluchzte eine schrille Stimme. Belle. Sie eilte zu der Frau und kniete sich neben sie. Dass ihre Beine mit Blut beschmiert wurden, schien sie nicht zu stören. Liebevoll strich sie ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Naja, die zitternde Hand der Blondinen versuchte, liebevoll zu sein, doch dafür bebte sie zu sehr. Träne für Träne verließ ihre flehenden Augen, sie hatten ihren Glanz verloren. Matt und getrübt. White und Cheren standen einfach nur mit fassungslosem Blick daneben. Was sollte ich davon halten? Ich konnte sie schlecht anschreien, sie sollen sich doch gefälligst auch hinknien, um ihren Respekt zu zollen. Das würde allein schon durch die Tatsache vereitelt, dass sich ein dicker Kloß in meinem Hals gebildet hatte. Wie ein Korken saß er auf meinen trockenen Stimmbändern.
    "Hört... mir zu...", krächzte die Schwerverletzte leise. Ihre Worte waren kaum zu verstehen, obwohl sie sich sichtlich Mühe gab. Das schwere Keuchen war schwach, dennoch war ich der Meinung, es müsste im ganzen Wald zu hören sein. "Geht nach... Jotho... Zwietracht und Streit... Black du... kannst... es beenden..." Mit letzter Kraft kramte sie einen Pokeball hervor. Er öffnete sich und zum Vorschein kam ein dunkel-gelbes Pokemon. Es hatte Ähnlichkeit mit einem zu groß geratenen Gnom.
    "Ein Simsala...",staunte Cheren bloß. "Eines der mächtigsten Psycho-Pokemon. Woher - "
    "Spielt... keine Rolle...", hustete Araragi. "Zu... Prof. Lind... er hat... Einzelheiten..."
    "Wir werden Sie hier nicht zurücklassen!", weinte Belle, sie kreischte fast. Jede einzelne Träne tropfte auf ihr Kleid, man konnte die dunkleren Stellen erkennen. Daraufhin lächelte die Professorin. Trotz ihrer misslichen Lage lächelte sie. Ein dünner Faden Blut rann aus ihren Mundwinkeln.
    "Simsala... Teleport... Bring... sie nach Jotho..." Ehe ich mich versah, zückte Simsala seine Silberlöffel. Es hüllte uns in einen angehaucht violetten Schleier, wir schwebten wenige Zentimeter über dem Boden.
    "Nein!", hörte ich Belle immer wieder schreien. "Nein! Nein! Nein!"
    "Das können Sie nicht machen, Professorin! Dazu haben Sie kein Recht!", protestierte auch Cheren. Ich brachte vor Ungläubigkeit nach wie vor kein Wort heraus. Ging es White genauso? Sie war so erstaunlich still. Als ich zu ihr schaute, erspähte ich ihren leeren Blick. Es zog also doch nicht spurenlos an ihr vorbei. Sie wandte die Augen nicht eine Sekunde lang von der sterbenden Frau ab, die noch immer lächelte. Ein letzter Augenaufschlag, dann legte sich ihr Kopf auf dem Boden ab. Ihren zufriedenen Gesichtsausdruck behielt sie bei - und wir verschwanden im Nichts.



    Die Landung verlief nicht weniger hart als die Reise. Ich hatte das Gefühl, als würde mein Körper abwechselnd zerissen und zusammengepresst. Erst endlose Weite, auf die meine Zellen sich verteilen konnten, auf eimal unglaubliche Dichte, die mich fast erdrückte. Doch bevor eines dieser sehr schmerzhaften Ereignisse komplett eintrat, prallte ich auf harte Erde. In meinem Kopf loderte ein dumpfer Schmerz auf, er pochte gegen jede Ecke meines Schädels. Ich war mir sicher, ein klein wenig mehr Druck, und er platzte. Dann könnte man die Reste meines zerfetzten Gehirns vom Boden abkratzen, sobald die letzte Feuchtigkeit gewichen war. Das würde den anderen zumindest eine Ablenkung sein.
    Plötzlich stürzte alles ein. Sämtliche Ereignisse, die kurzfristig aus meinen noch schwummerigen Erinnerungen gelöscht worden waren, überfielen mich mit messerscharfen Reißzähnen. Sie fraßen, bohrten sich immer tiefer in mich hinein, würden mich nie mehr loslassen. Der gnadenlose Schatten; das Blut, das viele Blut, so tief-rot wie Wein; ihr letzter röchelnder Atemzug; ihre Seele, die in ihren Augen starb - das alles würde mich mein Leben lang verfolgen, so lebendig, als wäre es eben erst geschehen. Eine einzelne Träne schaffte es, den Schutz meines geschlossenen Auges zu verlassen. Ich musste blinzeln, damit sie sich vollständig verabschiedete, trotzdem blieben meine Lider unten. Wieso war es so gekommen? In meiner Vorstellung war meine Reise vollkommen anders abgelaufen. Meine Fantasie zeichnete eine andere Zukunft:
    Ich fing mein erstes Pokemon, kurz nachdem ich in der Nachbarstadt angekommen war. Es war ein herrlicher Sommertag, viele Menschen wandelten auf den Straßen. Mein Pokemon musste nicht einmal in seinem Ball bleiben, wenn es nicht wollte, diese Freiheit ließ ich ihm. Es wehte ein verheißungsvoller Wind durch Isshu. Ob ich Orden sammeln würde, diese Entscheidung hatte noch Zeit. Zuerst musste ich trainieren. Wir reisten kreuz und quer durchs Land, trugen unzählige Kämpfe aus. Ich würde vielleicht sogar noch jemanden finden, der mich begleitete. Menschliche Gesellschaft, die nicht vor mir zurückschreckte. So jemand wie Belle.
    Nun kamen mir ihre sinnlich grünen Augen in den Sinn. Wie sie sich langsam geöffnet und mich angestrahlt hatten, dort auf der Lichtung. Diese kleinen Smaragde, die trüber wurden beim Anblick der verletzten Professorin; die Tränen wie Wasserfälle äußerten. Die keinesfalls schwache Stimme von White, sie klang regelrecht in meinen Ohren. Kurz vor diesem Attentat hatte sie sich noch über mich lustig gemacht. Bevor...
    Nein, Moment. Ihre Worte waren keine Einbildung. Sie sprach tatsächlich mit mir, sie war real. Zwar verstand ich nur Bruchteile von dem, was sie sagte, doch ich klammerte mich mit aller Kraft daran, um nicht wieder in ewiger Dunkelheit zu versinken. Sie war der Felsen im tosenden Meer. Ich öffnete zögerlich meine Augen. Endlich besaß mein Verstand wieder die Kraft, sich eigens zu kontrollieren, nicht erneut in die Traumwelt zu entschwinden. Ein Paar großer Saphire blickte mich an. Es dauerte eine Weile, bis ich realisierte, dass es White war, die mich mit besorgten Augen musterte. So etwas hatte ich gerade von ihr überhaupt nicht erwartet. Sorge? Um mich?
    "Hey, Belle! Dein Märchenprinz wacht auf!", schrie sie über die Schulter. Das widerum klang schon eher nach ihr. Sofort betrat besagtes Mädchen mein Blickfeld, inklusive Cheren, der wohl so etwas Ähnliches wie eine elektronische Karte in der Hand hielt.
    "Wo... Wo sind wir?", stöhnte ich. Nach wie vor hämmerte enormer Druck gegen die Ausbuchtungen meines Schädels. Behutsam setzte ich mich auf. Jetzt betrachtete ich auch meine Umgebung etwas genauer. Wir befanden uns in einer Art Höhle, der Boden war kühl und an einigen Stellen feucht. Am Eingang ragten Stalaktiten herab, dessen Schatten vom hereinfallenden Sonnenlicht an der hohen Decke abgezeichnet wurden.
    "Cheren, wo sind wir?", gab White meine Frage weiter. Sie war wieder in ihre alten Charakterzüge verfallen, was meiner Meinung nach besser zu ihr passte. Obwohl ich sie erst seit so kurzer Zeit kannte, wusste mein Verstand nichts mit den beiden Worten "fürsorglich" und "White" in einem zusammenhängenden Kontext anzufangen. Diese Eigenschaft war mit Sicherheit unter Anderem bei ihr vorzufinden, doch mein Verstand ließ aus irgendeinem Grund jene Vorstellung nicht zu. War es wegen des Unbehagens, das sie während Araragi's Erläuterung über Dämonen ausgestrahlt hatte? Oder aufgrund der Teilnahmslosigkeit, als sie starb?
    "Wir sind wahrhaftig in Jotho...", stellte der Schwarzhaarige ungläubig fest. "Sie hat es also geschafft..."
    Bei Cheren's letztem Satz brach Belle erneut in Tränen aus. Sie hielt sich die Hände vor ihr zartes Gesicht, um es zu verbergen, aber ihr Schluchzen hallte durch die gesamte Höhle. Der Schall wurde von den festen Wänden vielfach verstärkt zurückgeworfen. In der momentanen Konstellation stand jeder für sich. White wandte sich von ihrer trauernden Freundin ab und wanderte zögerlich in der Höhle hin und her, Cheren warf ihr einen fast sehnsüchtigen Blick nach. Seine kleinen Gesten in ihrer Gegenwart verrieten ihn. Bestimmt war er ein ganz anderer Mensch,wenn sie nicht dabei war. Offener, vermutlich auch selbstbewusster. Aber im Augenblick riet mir mein dröhnender Kopf nur zu einem, er befahl es mir regelrecht. Ich stand vorsichtig auf, wobei ich mich leicht an der Höhlenwand hinter mir abstützte, schritt zu Belle und nahm sie in den Arm. Sonst war ja scheinbar keiner sonderlich an ihren Tränen interessiert.
    White schenkte mir daraufhin einen Seitenblick, der aus reiner Verachtung bestand. Ich beachtete sie nicht. Und wie es nicht anders zu erwarten war, begann Cheren das gleiche Spiel, kaum hatte er ihre Geste bemerkt.
    "Wo sind wir genau?", fragte ich in die schweigsame Runde. Jeder hier war ja so unglaublich motiviert, man roch förmlich den Kampfgeist. "Araragi hat - " Belle zuckte bei der Erwähnung dieses Namens spürbar zusammen und vergrub ihr Gesicht tiefer in meiner Jacke. "Sie hat von einem gewissen Professor Lind gesprochen. Wo wohnt der?" Erwartungsvoll sah ich zu Cheren, er räusperte sich verlegen.
    "Laut meiner Karte sind wir nicht weit von seinem Heimatdorf, Neuborkia, entfernt."
    "Ach, und wieso sollten wir DEN aufsuchen? Damit er uns noch mehr von dunklen Mächten erzählt? Nein danke, darüber weiß ich bereits genug. Überlegt lieber, wie wir nach Isshu zurückkommen!", motzte White. Immer wieder fielen in ihren Sätzen Wörter oder Andeutungen, die laut meiner Einschätzung keinen Sinn ergaben. Über WAS wusste sie schon genug? Die Professorin hatte lediglich den Vers einer alten Legende zitiert und heilige Kräfte angedeutet. Das lag wohl klar außerhalb der Bedeutung von "genug".
    Dabei fiel mir ein, dass ich ja noch immer die mysteriöse Kette in der Hand hielt. So konnte ich sie nicht die ganze Zeit mit mir herumschleppen. Kurz löste ich meinen Griff um Belle's Körper, öffnete den Verschluss und band das Kruzifix an meinen Hals. Als ich versuchte, ihn zu verschließen, suchte ich vergeblich - er war weg. Die Kette lag um meinen Hals, ohne Möglichkeit, sie gewaltfrei wieder ab zu nehmen. Vorerst beschloss ich, mir keine Gedanken darüber zu machen, es gab Wichtigeres. Zum Beispiel, White und Cheren davon zu überzeugen, zu Lind zu gehen.
    "Vielleicht kann er uns da helfen.", legte ich den beiden Nahe. "Immerhin heißt er PROFESSOR Lind, also wird er wohl über die nötige Technik verfügen, uns nach Isshu zu bringen. Oder zumindest über ein Pokemon, das dazu in der Lage ist."
    "Eigentlich ist Jotho nicht auf dem neusten Stand der Technik...", murmelte Cheren. Seine Stimme klang so unschuldig wie die eines Baby's, trotzdem wich er meinem Blick aus, der ihn davor ermahnte, mehr von diesen nutzlosen Einzelheiten preiszugeben. "A-aber wir könnten es p-probieren." Ihn hatte ich also doch auf meiner Seite, Frage nur: Wie lange? Er mochte White, unbestreitbar, wahrscheinlich hatte ausnahmsweise die Logik über sein Bestreben danach gesiegt, möglichst oft ihrer Meinung zu sein. Ein wenig naiv, wenn er hoffte, ihr dadurch näher zu kommen. Das müsste er eigentlich wissen, er machte den Eindruck, als ob er Naturwissenschaften liebte. Als Chemiker könnte ich ihn mir gut vorstellen. Deshalb sollte es gerade ihm bewusst sein, dass Gegensätze sich anziehen und Gleiches sich abstößt. Ok, im Prinzip war er bereits das genaue Gegenteil von White: Unsicher, schüchtern, unscheinbar, zurückhaltend. Ob man diese Werte als gut oder schlecht einstufte, blieb jedem selbst überlassen. Und wie hieß es noch: Der Klügere gibt nach. Folglich wäre er in einem Streitgespräch mit White der inoffizielle Sieger, weil er sich zurückhielte und sie das letzte Wort haben ließe.
    "I-ich bin auch d-d-dafür.", schniefte Belle unvermittelt. Sie hatte wohl entschieden, uns ihr feinzügiges Gesicht nicht mehr vor zu enthalten, dennoch krallte sie sich nach wie vor an meiner Jacke fest. Als ihre grünen Augen in meine sahen, errötete sie leicht um die Nase herum, doch sie wandte ihren Blick nicht eine Sekunde lang ab. Unwillkürlich musste ich lächeln. Sie schaffte es irgendwie immer, meine Laune zu bessern. Die kleinen Edelsteine, die famoserweise nichts weiter als ihre Augen waren, hatten einen Teil des Funkelns zurückerhalten, welches seit Araragi's Tod so verblasst war.
    "Also gut. Gehen wir zu diesem Lind. Ich bin wohl in der Unterzahl...", grummelte White. Sie schaute Cheren böse an, ehe sie zusammen mit ihm, der wie eine unauffällige Klette an ihr haftete, als Erste die Höhle verließ. Ich legte meinen Arm um Belle's Schulter und führte sie ebenfalls hinaus. Aber was draußen vor dem sicheren Schutz der Wandvertiefung auf uns wartete, war keinesfalls nur warmer Sonnenschein und eine seichte Brise...

  • Unfaires Leben, passt in diesem Kap wohl am besten auf White,
    immer hin ist sie ja sowieso der Meinung, dass ist alles Quatsch und dann wird sie auch noch nach Jotho teleportiert.
    Also Black das Pokemon bekam und dann der Nebel kam,
    habe ich mir schon gedacht: "Ohoh, nicht gut, ich würde das andere Pokemon nehmen."
    Naja, dazu müsste die Professorin ja noch leben.
    Mich macht es wirklich neugierig, was für ein Schatten das ist.
    Und vor allem, warum es die Professorin getötet hat.
    Ich muss aber sagen, dass ich tiefen Respekt vor ihr habe,
    noch im Sterben wollte sie den Kindern nur helfen, wirklich cool von ihr.
    Das White wieder nicht begeistert von der Idee ist, wahr ja klar.
    Auch wenn mich ihre Sätze ebenso stutzig machen, wie Black.
    Reise mit Simsala von Isshu nach Jotho, hui Drehwurm.
    Besorgnis in Whites Augen? Ne, dass passt bis jetzt wirklich nicht,
    dass sie danach wieder rumschnauzt schon eher ;)
    Voll süß, wie sich Black um Belle kümmert,
    dagegen finde ich das, mit Cheren und White, zwigespalten?!
    Alles in allem ein sehr schönes Kap, mir sind auch mal wirklich keine Fehler begegnet,
    auch wenn ich mich frage, was Professor Lind denen noch erzählen kann. :thumbup:

  • Ich liebe Black immer mehr! Er ist so unglaublich...echt und authentisch. Schon alleine durch seine Gedanken, aber auch seine Handlungen. Aber hauptsächlich durch seine Gedanken und Gefühle.
    Da hat er also ein Mijumaru erhalten? Und er sieht die kommende Verantwortung als Segen an, weil er etwas zu tun hat und sich um jemanden kümmern muss. Wenn man das niemals musste, ist das sicher ein Segen. Finde ich schade, dass du auf sein Pokemon und ihn nicht näher eingehst - zumindest jetzt noch nicht?


    Professor Aragis Tod fand ich etwas... filmäßig, hollywoodlike, wenn ich das so sagen darf. Eine zum Tode Verurteilte, die noch ihre letzten Worte röchelt um die anderen Charaktere vor Gefahren zu bewahren oder ein Geheimnis zu offenbaren, beziehungsweise wie hier eine Aufgabe. Das ist jetzt nicht besonders wertend gemeint, da du die Situation gut beschrieben hast. Aber ich lasse einfach mal so im Raum stehen, dass es auf mich hollywoodlike wirkt. Was ich gut finde ist, dass du nicht davor scheust Blut zu beschreiben und dir kein Blatt vor den Mund nimmst.


    Der Teleport ist wahnsinnig echt beschrieben, ich konnte mir vorstellen wie sich Black fühlt. Und ich glaube, White weiß mehr, als sie zugeben möchte. Allerdings bin ich etwas davon irritiert, dass Aragis Tod nur Belle zu berühren scheint. Ich meine, auch in der Pokemonwelt wird es nicht alltäglich sein, dass Menschen vor dem eigenen Auge sterben. Dann wundert mich natürlich auch noch, warum Johto hinter Isshu zurückgeblieben sein sollte!?


    Jetzt ist man natürlich gespannt was sie da erwartet.

  • Oh gott dass war echt ein ziemlich dramatisches Kapitel Arangari stirbt dass hät ich jetzt nicht gedacht :(  
    Der Teleport von Simsala klingt ziemlich schmerzhaft aber warum nur bei Black oder haben die andren sich
    nur nichts anmerken lassen? Okay jetzzt weiß man wie die Protagonisten nach Jotho gekommen sind aber wwarum
    will arangari dass die zu lind gehn :patsch: oh genau sie sagt der hätte antworten auf ...
    White ist soooo fies warum ist sie so gemein zu black was ist ihr problem nur weil er Belle gefunden hat :brainsnake:
    Cool black kriegt dass Mijumaru es ist soo knufig :love: aber tsutarja ist noch süßer!! Gefühle sind super beschrieben
    und die Umgebung war auch gut nur in der Höhle hat es mir ein bisschen gefehlt
    Tschuldigung dass ich letztes mal nicht kommentiert hab ich war irgentwie zu spät :S