Sterbehilfe

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  • Ich finde, jeder kann selbst entscheiden ob er lebt oder stirbt. Wie oben bereits gesagt,


    dem stimme ich voll und ganz zu. Lieber eine Sterbehilfe entgegennehmen als Selbstmord zu begehen. Jeder hat das Recht, selbst zu entscheiden ob er lebt oder stirbt. Das Gesetzt kann einen nicht aufhalten wenn man sterben will. Also sollte es Sterbehilfen geben.

  • Sehe ich exakt genauso.


    Solange wie ein Mensch noch bei vollem Bewusstsein ist und weiß was das bedeuted und sich absolut sicher ist, sollte er auch selber entscheiden können, wann er gehen möchte.


    Das ist und bleibt eine Entscheidung die manche Menschen für sich treffen, ob das Umfeld das nun akzeptert oder nicht. Nur kann es so passieren, dass andere, unschuldige Menschen mit hinein gerissen werden und das ihr Leben lang nie wieder los bekommen. Das finde ich viel grausamer.


    Ich hatte mal einen Bekannten, der war U-Bahn Fahrer. Eines Tages schmiss sich jemand vor seinen Zug. Er ist nie wieder derselbe geworden. Hat seinen Job aufgegeben. Und vor ein paar Jahren ist er ausgewandert. Wir haben niewieder etwas von ihm gehört.



    Ich finde es richtig dass man Menschen die Entscheidung selber treffen lassen sollte, was mit ihnen passiert, sollten sie einmal in einer Lage sein, aus der sie keinen Ausweg mehr finden. Und damit meine ich nicht eine gescheiterte Beziehung oder schlechtes Wetter.
    Denn sonst Treffen sie die Entscheidung für sich und alle anderen Beteiligten ebenfalls. Und die hatten nie eine Wahl.

  • Ich finde, jeder kann selbst entscheiden ob er lebt oder stirbt. Wie oben bereits gesagt,


    dem stimme ich voll und ganz zu. Lieber eine Sterbehilfe entgegennehmen als Selbstmord zu begehen. Jeder hat das Recht, selbst zu entscheiden ob er lebt oder stirbt. Das Gesetzt kann einen nicht aufhalten wenn man sterben will. Also sollte es Sterbehilfen geben.

    Naja, ich bin mir da eher unsicher. Eine Freundin von mir wollte mal sterben und hatte den Wunsch wochenlang, weil es ihr ziemlich schlecht ging, aber der Wunsch ließ zum Gück irgendwann mal nach und seitdem will sie Leben. Wenn das so Phasen sind und ein die Sterbehilfe gewehrt und durchgeführt wird, kann man das ja nicht mehr rückgängig machen.

  • Hallo
    Also ich denke eh ich im Krankenhaus dahinsieche und nicht mehr sprechen kann und oder mich so gar nicht mehr äußern kann. Dann würde ich mir wünschen jemand zieht den Stecker. Wenn ich Krebs im endstadium hätte dann wäre Sterbehilfe für mich ok.
    Ich bin der Meinung wenn ein Leben nicht mehr lebenswert ist dann soll man sein Leben beenden dürfen.
    Lg
    LucyAbra

  • Es wird so einfach nicht umzusetzen sein. Es müsste so viel beachtet werden alles müsste rechtlich geregelt sein, wer wann in welcher Situation auf eine Sterbehilfe zurückgreifen kann.
    Wie @Chad schon sagte, sonst hat man das Problem, dass jeder ankommt dem es gerade richtig mies geht (denn ehrlich gesagt denkt in diesem Moment auch jeder das wird nie wieder besser weil alles so schlimm und schrecklich ist) und danach sehnt, das Leben zu beenden.
    Und diese Entscheidung wird man dann niewieder zurück nehmen können.


    Daher sehe ich eine Sterbehilfe nur als sinnvoll, wenn es eben wirklich nur das ist: eine Hilfe. Wenn jemand im Sterben liegt, einem Leid bevorsteht bevor der unvermeidliche Tod eintreffen wird. Wenn man durch einen Unfall o.Ä. kein richtiges Leben mehr führen kann, lebenslang an Maschinen gebunden ist und vielleicht niewieder selber handeln kann.


    Aber definitiv nicht weil man gerade eine Krise hat die etwas länger andauert.


    Und deswegen glaube ich es wird noch sehr sehr lange dauern, bis eine Sterbehilfe wirklich möglich sein wird. (Ausland mal ausgeschlossen). Wenn es überhaupt je möglich sein wird.

  • Früher war ich eiserner Verfechter des Rechtes, über den Zeitpunkt seines Todes selbst entscheiden zu können. Zwar vertrete ich den freiheitlichen Standpunkt immer noch, reagiere bisweilen jedoch sensibler darauf, mit welcher Freimütigkeit die Sterbehilfe gefordert wird.
    Der liberale Umgang mit Sterbehilfe erinnert teilweise an den mit der Abtreibung: Es wird einfach gratis verteilt. Erlaube es, dann wird das schon alles stimmen. Über die real existierenden Grenzfälle, Grauzonen und Probleme wird dabei selten nachgedacht.
    Schon heute leben wir in einer Gesellschaft, die zwar altert, sich jedoch um alte Menschen wenige Gedanken macht. Senioren werden ausgelagert, abgeschoben, ins Altenheim gesteckt, wo sie alle paar Stunden umgedreht werden, um sich nicht wundzuliegen. Viele Menschen haben inzwischen große Angst vor dem Altwerden oder sagen gleich (ironisch oder nicht), dass sie sich lieber die Kugel geben, als irgendwann alt und gebrechlich zu sein.
    Das alles zeugt von einer furchtbaren Behandlung alter Menschen, die - leistungsunfähig - leider aus den ökonomischem System fallen. Viele alte Menschen wissen darum und fühlen sich als Belastung, schämen sich dafür, anderen auf der Tasche zu liegen oder Mühe zu bereiten. In manchen Fällen wird dieser Eindruck durch Äußerungen innerhalb der Familie bestärkt. Ein Erlaubnis des assistierten Freitodes würde diesen alten oder kranken Menschen, ich nenne es mal euphemistisch, eine Möglichkeit offen lassen. Sie könnten sich fatalerweise denken, dass sie, um den anderen nicht unnötige Belastung zu sein, den früheren Tod wählen könnten. Es könnte auch sein, dass ihnen das von Familienmitgliedern "nahegelegt" wird, so wie auch viele Frauen zu Abtreibungen getrieben werden.
    Daneben gibt es noch psychische Krankheiten, die tödlich enden können, aber heilbar sind. Man tut einem Depressionspatienten nicht gerade einen Gefallen, wenn man seinen Willen zu sterben einfach anerkennt und ihn ermöglicht. Das ist ein zu rationalisiertes Weltbild.
    Alles in allem ist es mMn ein Unding, dass man in dieser Gesellschaft keine saubere Möglichkeit bekommt, sich das Leben zu nehmen. Gleichzeitig ist der freiwillige selbstbewusste Tod eine Seltenheit, die meisten Selbstmorde geschehen durch Krankheit, Druck, Stress etc. Man wäre blauäugig, das zu missachten.
    Eine Patentlösung habe ich deshalb nicht.

  • Für Sterbehilfe. Jeder hat das Recht zu leben, so wie zu sterben. Sterbehilfe sollte eine Option für die Menschen sein, die sowieso einen langsamen Tod erleiden und es kein zurück mehr gibt. Z.B. Fälle, bei denen der Körper von Menschen sowieso schon eine einzige Ruine ist und zerfällt. auch körperlich Behinderten sollte man - nach ausgiebiger psychologischer Behandlung/Beratung die Chance auf sterben geben. z.B. ein Extremfall, wo jemand vom Hals abwärts gelähmt ist und dazu noch blind, taub und was weiß ich was (um's mal überspitzt zu formulieren).

  • Für Sterbehilfe. Jeder hat das Recht zu leben, so wie zu sterben. Sterbehilfe sollte eine Option für die Menschen sein, die sowieso einen langsamen Tod erleiden und es kein zurück mehr gibt. Z.B. Fälle, bei denen der Körper von Menschen sowieso schon eine einzige Ruine ist und zerfällt. auch körperlich Behinderten sollte man - nach ausgiebiger psychologischer Behandlung/Beratung die Chance auf sterben geben. z.B. ein Extremfall, wo jemand vom Hals abwärts gelähmt ist und dazu noch blind, taub und was weiß ich was (um's mal überspitzt zu formulieren).

    Ich finde es, gelinde gesagt, etwas bedenklich, wen du hier aufzählst. Du systematisierst hier - bewusst oder unbewusst - alles Leben, das deiner Meinung nach nicht mehr lebenswert ist. Es gibt bestimmt viele Menschen, deren Körper eine "Ruine" ist. Ich glaube, sie wären nicht gerade erfreut darüber zu lesen, dass du speziell ihnen die Möglichkeit geben willst, sich umzubringen. Denn damit sagst du, dass es durchaus nachvollziehbar ist, sein Leben in diesem Zustand zu beenden. Du entwertest ihr Leben.
    Kein körperlicher Zustand sollte uns dazu bewegen, Menschen den Freitod nahezulegen. Das ist Euthanasie.

  • Da interpretierst du aber unnötig rein. Ich würde mir nie rausnehmen zu sagen, welches Leben lebenswert ist oder nicht. Erst recht nicht angesichts von Personen wie Stephen Hawking oder Nick Vujicic. Was ich aber kann ist, aus meiner Sicht zu sprechen und zu sagen, in welchen Situationen ich es nachvollziehen könnte, dass man so nicht weiterleben kann. In erster Linie geht es um physische Zustände, die nicht veränderbar sind, wie schwere körperliche Behinderungen oder der unumgängliche Tod - warum demjenigen nicht die letzte Ehre erweisen, seinem Wunsch zu sterben, nachzugehen, wo er nach ein paar schmerzvollen Tagen/Wochen sowieso stirbt?

  • Da interpretierst du aber unnötig rein. Ich würde mir nie rausnehmen zu sagen, welches Leben lebenswert ist oder nicht. Erst recht nicht angesichts von Personen wie Stephen Hawking oder Nick Vujicic. Was ich aber kann ist, aus meiner Sicht zu sprechen und zu sagen, in welchen Situationen ich es nachvollziehen könnte, dass man so nicht weiterleben kann. In erster Linie geht es um physische Zustände, die nicht veränderbar sind, wie schwere körperliche Behinderungen oder der unumgängliche Tod - warum demjenigen nicht die letzte Ehre erweisen, seinem Wunsch zu sterben, nachzugehen, wo er nach ein paar schmerzvollen Tagen/Wochen sowieso stirbt?

    Naja, du schreibst ja nicht aus deiner Warte, sondern schreibst von anderen Menschen. Und du beschreibst dann diejenigen Menschen, bei denen du eine Sterbehilfe für nachvollziehbar hältst. Eine solche Ansicht sorgt aber nicht dafür, dass man das Leben dieser Menschen mehr schätzt. Man muss auch kein Stephen Hawking sein, um der Sterbehilfe zu entgehen. Ich weiß, dass du das nicht sagen willst, dennoch finde ich, wird hier zu sehr nach dem Nützlichkeitsprinzip gedacht. Schwer behinderte Menschen sind nicht nützlich. Niemand ist ökonomisch nützlich. Das Gute ist: Wir müssen es nicht sein. Man kann es uns allen aber lange genug einreden, dass es sich ab einem bestimmten Moment nicht mehr lohnt zu leben. Resultat: Wir würden uns lieber die Kugel geben, als so zu leben. Und empfehlen es den anderen Behinderten gleich noch dazu.
    Bessere Variante: Wir erkennen an, dass jedes Leben wert ist, erhalten zu werden, weil ein Mensch nicht nützlich ist und es nicht sein sollte. Dann helfen wir Menschen, die mit weniger auskommen müssen als bspw. ich, wir helfen uns irgendwie gegenseitig. So zumindest meine Wunschvorstellung.

  • "Sterbehilfe entgehen" klingt nicht nach dem, wofür Sterbehilfe gedacht ist. Sterbehilfe heißt, wie der Name schon sagt, dass man Personen, die sterben wollen, hilft, diesem Wunsch nachzugehen, und nicht zu entscheiden, wessen Leben lebenswert ist oder nicht. Sterbehilfe kommt also bei den Personen zu tragen, die für sich entschieden haben, dass sie sterben wollen. Und da ein Leben natürlich in jedem Fall wertvoll ist, sollte der Vollzug der Sterbehilfe nicht ohne vorherige psychologische Beratung von statten gehen. Wenn man also grundsätzlich für Sterbehilfe ist, dann muss man sich die Frage stellen, unter welchen Umständen es nachvollziehbar ist. Hier geht es nicht darum ein Leben abzuwerten sondern darum zu entscheiden, wann man Hilfe leistet. Denn auch Sterbehilfe ist eine Hilfe. Dem Mensch dabei helfen, seine Entscheidung über sein Leben und Sterben durchzuführen. Andernfalls würdest du implizieren, dass du klar gegen Sterbehilfe bist und keine Ausnahmen duldest, und dem Menschen somit die Entscheidung darüber nimmst, ob und wie er leben will. Wenn du dich aber in bestimmten Situationen für Sterbehilfe aussprichst, dann musst du auch für dich eine Schranke definieren bei der du sagst, unter diesen Umständen kann man es tun. Ohne, dass es bedeutest, du würdest dieses Leben automatisch abwerten.

  • Es gibt bestimmt viele Menschen, deren Körper eine "Ruine" ist. Ich glaube, sie wären nicht gerade erfreut darüber zu lesen, dass du speziell ihnen die Möglichkeit geben willst, sich umzubringen. Denn damit sagst du, dass es durchaus nachvollziehbar ist, sein Leben in diesem Zustand zu beenden. Du entwertest ihr Leben.
    Kein körperlicher Zustand sollte uns dazu bewegen, Menschen den Freitod nahezulegen. Das ist Euthanasie.

    Es geht doch bei Sterbehilfe in der Form nicht darum, irgendjemanden etwa im Rahmen einer Behandlung zu sagen "Hey, Tod wäre übrigens auch eine Option."
    Wer Sterben will, der darf auch. Es geht doch um die Fälle, in denen das nicht mehr ohne fremde Hilfe möglich wäre bzw. denjenigen, die sterben wollen, das in Würde und so, wie sie es sich wünschen, zu ermöglichen.


    Jemandem, der sich damit auseinandergesetzt hat und diesen Wunsch zu äußern, diesen abzuschlagen, ist auch nichts anderes, als über lebenswert oder nicht zu entscheiden, nur in die andere Richtung und das ist genauso falsch, weil die Entscheidung nicht bei anderen liegen darf.

  • Es geht doch bei Sterbehilfe in der Form nicht darum, irgendjemanden etwa im Rahmen einer Behandlung zu sagen "Hey, Tod wäre übrigens auch eine Option."Wer Sterben will, der darf auch. Es geht doch um die Fälle, in denen das nicht mehr ohne fremde Hilfe möglich wäre bzw. denjenigen, die sterben wollen, das in Würde und so, wie sie es sich wünschen, zu ermöglichen.


    Jemandem, der sich damit auseinandergesetzt hat und diesen Wunsch zu äußern, diesen abzuschlagen, ist auch nichts anderes, als über lebenswert oder nicht zu entscheiden, nur in die andere Richtung und das ist genauso falsch, weil die Entscheidung nicht bei anderen liegen darf.

    Ich stimme dir zu, dass Menschen, denen das Leben nichts mehr wert ist, die Entscheidung nicht abgenommen werden sollte. Ein verschobener Selbstmord ist jedoch besser als ein vorschnell durchgeführter.
    Und Wille ist so eine Sache, recht schnell wandelbar. Wenn wir in unserem gesellschaftlichen Diskurs, der zunehmend von ökonomistischen Parolen beherrscht ist, immerzu die Leistungsfähigkeit propagieren und vorrechnen, was uns alte Leute kosten, könnte es sein, dass Menschen sich nutzlos fühlen und diese Option eher erwägen. Ich denke, wenn wir eine funktionierende Alten- und Krankenbetreuung hätten, die nicht Dienst nach Vorschrift wäre, dann gäbe es weitaus weniger Menschen, die sich einen schnelleren Tod wünschen. Denn eine schwere Krankheit, eine Behinderung oder das Alter sind leichter erträglich, wenn man eine nette Familie hat oder Menschen, die sich ehrlich für einen interessieren.

  • Sterbe Hilfe Ja ganz klar
    Ich würde es dann selbstbestimmtes Sterben Nennen und für Schwerst kranke für die es keine Hoffnung mehr gibt die Schmerzen erleiden in Ordnung finden ,aber auch für die die nicht Jahrelang am Bett gefesselt sein wollen ,vielleicht was ich mir nicht vorstellen kann gibt auch den einen oder anderen der damit klar kommt ich würde es nicht ( Und das ist die Situation wo ich selber entscheiden möchte will ich so weiter Leben oder nicht )
    Ist es nicht Körperverletzung wenn der Arzt uns Leiden lässt (lassen muss )
    Wir haben das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben warum nicht auch auf ein Selbstbestimmtes Sterben (wenn mann schwer Krank ist )

  • Und Wille ist so eine Sache, recht schnell wandelbar.

    Das hat aber nichts mit der Grundfrage zu tun - ob sich nun jemand für die Hilfe entscheidet, oder im Affekt selbst von der Brücke stürzt, platt gesagt, das Ergebnis ist das Gleiche. Nur dass vielleicht jemand bei entsprechend körperlicher Verfassung nicht mehr zu letzterem in der Lage ist - weswegen ich ihn dann aber nicht bevormunden muss, was aber leider passiv von gesetztes wegen atuell der fall ist.


    Ganz im Gegenteil, hier könnte im Rahmen der Sterbehilfe auch beratend tätig werden und eine "Affektentscheidung" so vielleicht sogar verhindern.



    Ich denke, wenn wir eine funktionierende Alten- und Krankenbetreuung hätten, die nicht Dienst nach Vorschrift wäre, dann gäbe es weitaus weniger Menschen, die sich einen schnelleren Tod wünschen. Denn eine schwere Krankheit, eine Behinderung oder das Alter sind leichter erträglich, wenn man eine nette Familie hat oder Menschen, die sich ehrlich für einen interessieren.

    Meine persönliche Meinung dazu - die Betreuung kann noch so gut sein, wenn ich schwerkrank bin und weiß, dass der Tod in naher Zukunft unumgänglich ist, kann die Betreuung noch so gut sein, sie macht mich nicht "lebendiger" und heilt auch die Schmerzen nicht.
    Bevor ich dann den Zustand erreiche, wirklich lange im Sterben zu liegen, unter Umständen nicht einmal mehr ansprechbar o.ä., wenn meine Familie nur noch auf die Nachricht wartet, wann ich es endlich geschafft habe - da wähle ich den Zeitpunkt in einem wachen Moment lieber selbst und gebe somit mir und auch meiner Familie die Gelegenheit, sich voneinander zu verabschieden und genau zu wissen, wann es soweit ist.


    Selbst wenn jemand sterben möchte, weil er sich nutzlos fühlt und das Gefühl hat, alle nur zu belasten, wegen Kosten, etc. - wieso sollte das kein Grund sein dürfen, sterben zu wollen?
    Du machst damit genau das, was du weiter oben kritisiert hast, nur in die andere Richtung.


    Klar stimme ich dir zu, dass unsere Betreuung und Pflege deutlich verbesserungswürdig ist und dass eine gute Betreuung sicherlich auch zur Lebensqualität beiträgt.


    Aber Schwerkranke, Behindert, ... werden immer Kostenfaktor sein und werden sicherlich auch immer für irgendjemanden eine Belastung sein - das ist überhaupt nicht wertend gemeint, ich will damit nur sagen, dass sich solche möglichen Gedankengänge, wie du sie schilderst, nicht abstellen lassen werden. Und wenn das beim reifenden Wunsch zu sterben aus Verzweiflung das Fass zum Überlaufen bringt, dann müssen wir das akzeptieren.

  • Selbst wenn jemand sterben möchte, weil er sich nutzlos fühlt und das Gefühl hat, alle nur zu belasten, wegen Kosten, etc. - wieso sollte das kein Grund sein dürfen, sterben zu wollen?
    Du machst damit genau das, was du weiter oben kritisiert hast, nur in die andere Richtung.

    Das ist aber ein ziemlich idiotischer Grund, sterben zu wollen. Versteh mich nicht falsch, ich bin auch dafür, dass jeder selbst über sein Leben und damit auch über sein Ableben entscheiden sollte, doch finde ich es etwas zweifelhaft, wenn alte oder behinderte Menschen den Tod nur in Erwägung ziehen, weil sie anderen zur Last fallen. Kein Mensch auf dieser Erde sollte nur deswegen den Tod wählen, weil er seinen Mitmenschen gegenüber ein schlechtes Gewissen hat. Das beeinflusst seine freie Entscheidung. Wenn meine Oma sagen würde, dass sie sterben will, aber auch nur, weil sie uns nicht zur Last fallen will, würde ich alles tun, um sie von dieser Entscheidung abzubringen. Natürlich ist es wichtig, jedem Menschen eine freie Entscheidung zu lassen. Jedoch sollte die aktive Sterbehilfe wirklich der allerletzte Ausweg sein. Und gerade in solchen Situationen sollte man vielleicht mit etwas mehr Fingerspitzengefühl an die Sache herangehen. Zumindest sollte ein beratendes Gespräch mit der Person, mit Angehörigen, etc. erfolgen.


    Aber Schwerkranke, Behindert, ... werden immer Kostenfaktor sein und werden sicherlich auch immer für irgendjemanden eine Belastung sein - das ist überhaupt nicht wertend gemeint, ich will damit nur sagen, dass sich solche möglichen Gedankengänge, wie du sie schilderst, nicht abstellen lassen werden. Und wenn das beim reifenden Wunsch zu sterben aus Verzweiflung das Fass zum Überlaufen bringt, dann müssen wir das akzeptieren.

    Du willst hier vielleicht nicht werten, es kommt aber so rüber. Wir können doch nicht im ersten Moment sagen, dass alte und behinderte Menschen ein immenser Kostenfaktor und damit eine Belastung für die Gesellschaft sind und im nächsten Moment von ihnen erwarten, dass die Entscheidung, die sie deswegen treffen, eine freie Entscheidung ist. Die Gesellschaft, die sich diesen Menschen gegenüber so äußert und sie behandelt, als wären sie eine Belastung, treibt sie ja quasi in den Tod. Und das finde ich nicht richtig. Wenn sich jemand aus schlechtem Gewissen heraus für den Freitod entscheidet, weil ihm die Gesellschaft oder die Familie zu verstehen gibt, dass diese Person eine starke Belastung ist, ist das keine freie Entscheidung. Das ist wohl nicht der Sinn der Sterbehilfe.

  • Wenn meine Oma sagen würde, dass sie sterben will, aber auch nur, weil sie uns nicht zur Last fallen will, würde ich alles tun, um sie von dieser Entscheidung abzubringen.

    Na, wer würde das nicht tun - ich sehe das genauso wie du.
    Und finde ja, dass Sterbehilfe gerade deswegen erlaubt werden sollte, weil es eben, wie du sagst, die Möglichkeit mit sich bringt, in ganz anderer Art und Weise beraten etc. tätig zu werden, wenn der Wunsch geäußert wird.


    Aber ich finde eben auch, dass vielleicht irgendwann der Punkt erreicht ist, an dem akzeptiert werden muss, wenn jemand sterben möchte, egal wie idiotisch oder wenig nachvollziehbar wir den Grund finden.


    Du willst hier vielleicht nicht werten, es kommt aber so rüber. Wir können doch nicht im ersten Moment sagen, dass alte und behinderte Menschen ein immenser Kostenfaktor und damit eine Belastung für die Gesellschaft sind und im nächsten Moment von ihnen erwarten, dass die Entscheidung, die sie deswegen treffen, eine freie Entscheidung ist.

    Dass alte und behinderte Menschen ein immenser Kostenfaktor sind, ist aber nun mal eine Tatsache, die sich nicht ändern lässt.
    Genauso wie ein schwerkranker Mensch besonders für seine Angehörigen auch immer eine Belastung darstellt bzw. darstellen kann - was aber nicht in Frage stellt, ob ein Leben noch lebenswert ist oder ob sich irgendjemand deshalb den Tod der betroffenen Person wünscht oder deswegen ein Grund zum Sterben sein sollte.


    Wenn sich jemand aus schlechtem Gewissen heraus für den Freitod entscheidet, weil ihm die Gesellschaft oder die Familie zu verstehen gibt, dass diese Person eine starke Belastung ist, ist das keine freie Entscheidung.

    Wieso nicht? Die Entscheidung trifft in letzter Konsequenz immer noch der Betroffene.
    Es muss ja nicht der Fall eintreten, dass etwa die Familie aktiv sagt "Es wäre besser, wenn du nicht mehr wärst, weil du uns belastet." - die Familie kann noch so sehr liebend sein, das ist nun mal ein Gedanke, der sich demjenigen dann aufdrängen kann.


    Es geht ja, zumindest meiner Meinung nach, bei Sterbehilfe nicht darum generell eine Entscheidung über Leben oder Tod zu treffen, wenn Leben durchaus noch eine Option ist. Wenn aber mit hoher Wahrscheinlichkeit in naher Zukunft mit dem Tod zu rechnen ist, dann sollten Betroffene auch entscheiden dürfen, ob Sie nun selbst früher sterben möchten bzw. überhaupt und vor allem wie.


    Jemand der etwa geistig gesund und körperlich fit ist, aber eingeschränkt, weil etwa alt oder behindert - hier sollte in erster Linie wirklich Beratung im Vordergrund stehen, bis vielleicht wirklich klar wird, wie stark der Wunsch ist - aber wer wirklich sterben will, der würde es auch tun, mit oder ohne Sterbehilfe.


    Versteh mich bitte nicht falsch - ich gebe dir recht, das Beratung, Taktgefühl etc. sehr wichtig sind und sehe das ganz genauso, wie du.
    Wenn wir uns für Sterbehilfe entscheiden, müssen wir auch Beratungsangebot, Aufklärung & Co. vorantreiben. In diesem Zusammenhang ist es aber genauso wichtig, sich zu verdeutlichen, dass so ein Wunsch dann auch akzeptiert werden muss - denn meiner Meinung nach klammern wir uns heutzutage viel zu sehr ans "Leben" im Sinne von, dass medizinisch so viel möglich ist, das aber nicht automatisch immer richtig ist.

  • Aber ich finde eben auch, dass vielleicht irgendwann der Punkt erreicht ist, an dem akzeptiert werden muss, wenn jemand sterben möchte, egal wie idiotisch oder wenig nachvollziehbar wir den Grund finden.

    Finde ich nicht. Idiotische Gründe sollten niemals als ausreichend für Sterbehilfe angesehen werden. Sorry, aber in diesem Fall muss der Betroffene schon selbst tätig werden und irgendwo runterspringen oder was weiss ich... Das kann viel zu einfach missbraucht werden, ich will garnicht daran denken, auf was für dumme Gedanken da mache Erbberechtigten kommen können usw.
    Über Sterbehilfe sollte ausschliesslich bei unheilbaren Krankheiten, die mit einem schmerzhaften Leidensweg verbunden sind, nachgedacht werden. Und natürlich sollte das von den entsprechenden Ärzten auch bestätigt werden.
    Der Kostenfaktor ist für mich auch ein vollkommen irrelevater Grund dafür.

  • Über Sterbehilfe sollte ausschliesslich bei unheilbaren Krankheiten, die mit einem schmerzhaften Leidensweg verbunden sind, nachgedacht werden.

    Schwere physische Behinderungen auch. Wenn jemand Sterbehilfe bei körperlicher Behinderung braucht, setzt das ja schon voraus, dass er so schwer behindert ist, dass einfache Bewegungen nicht möglich sind. z.B. vom Hals abwärts gelähmt. Er hat das Recht zu sterben, wenn er es will. Natürlich mit vorheriger psychologischer Beratung und dem Attest, damit es ein Arzt durchführen kann.

  • Aber ich finde eben auch, dass vielleicht irgendwann der Punkt erreicht ist, an dem akzeptiert werden muss, wenn jemand sterben möchte, egal wie idiotisch oder wenig nachvollziehbar wir den Grund finden.

    Es geht ja nicht darum, dass man als Angehöriger den Grund nachvollziehbar finden muss. Das ist natürlich die Sache der Person, die das für sich entscheidet. Allerdings gäbe es dann auch Fälle, in denen sich die Betroffenen für den Tod entscheiden, weil sie denken, ihrer Familie wäre damit geholfen. Fälle, in denen Betroffene ein schlechtes Gewissen haben und gar nicht sterben wollen, es aber trotzdem machen, weil sie denken, ihre Familie wäre dann besser dran. Natürlich ist das dann immer noch die Entscheidung dieser Person. Allerdings weiß ich nicht, ob diese Entscheidung ganz so frei getroffen oder nicht doch von anderen Leuten beeinflusst wurde.


    Dass alte und behinderte Menschen ein immenser Kostenfaktor sind, ist aber nun mal eine Tatsache, die sich nicht ändern lässt.

    Natürlich ist das eine Tatsache. Allerdings sollte man diese Menschen nicht unbedingt damit konfrontieren. Wie würdest du dich fühlen, wenn dir jemand sagt, dass wegen dir ein enormer Aufwand betrieben wird und deine Familie sich einschränken muss, damit du leben kannst? Und wenn dir als Alternative dazu der Tod angeboten wird? Wenn man ständig so etwas hört, ist es doch klar, dass sich einige dann dafür entscheiden, sich umzubringen, damit sie nicht mehr so eine Belastung sind.


    Wieso nicht? Die Entscheidung trifft in letzter Konsequenz immer noch der Betroffene.

    Das stimmt. Allerdings steht dieser Betroffene oft unter großem Einfluss der Familie bzw. unter ungewolltem Druck. Damit meine ich jetzt nicht, dass Familien vorschlagen, die Person soll sich doch bitte das Leben nehmen, damit alles einfach wird. Aber wer weiß schon, wie die Gedankengänge eines Menschen aussehen, der seiner Familie zur Last fällt und dem eine Alternative in Form des schmerzfreien Freitods geboten wird? Ist die Entscheidung dann wirklich noch so frei?


    Wie gesagt, prinzipiell bin ich nicht unbedingt ein Gegner der Sterbehilfe. Allerdings gibt es viele Fälle, die man beachten sollte, bevor man über eine tatsächliche generelle Einführung spricht. Und da finde ich es gar nicht mal so leicht, auf eine zufriedenstellende Antwort zu kommen. Beratung sollte auf jeden Fall drin sein, denn es geht in dem Fall um etwas, das nie wieder rückgängig gemacht werden kann. Und da sollte die Beratung auch nicht zu knapp ausfallen.