• Spätestens nach der Geschichte mit dem „Aufschrei“ ist das Thema „Sexismus“ einmal wieder Medien-Aktuell, wobei ironischer Weise beim Aufschrei weitaus mehr Leute über sexuelle Belästigung geredet haben, als über Sexismus.


    Allgemein wird oft über Sexismus geredet – ohne das es wirklich um Sexismus geht.


    Daher möchte ich dieses Topic damit anfangen, drei Begriffe voneinander zu unterscheiden. Und zwar die Begriffe Sexualisieren, sexuelle Belästigung und Sexismus:


    Sexualisieren bedeutet etwas stark sexuell überzubetonen und passiert am häufigsten in Medien oder Marketing. Zum Beispiel, wenn weibliche Filmcharaktere unnötig knapp bekleidet sind, die männlichen ohnehin nie etwas von Oberkörperbekleidung gehört haben, wenn halbnackte Damen sich auf Autos in der Werbung räkeln oder die männlichen Hauptcharaktere in Serien allesamt aussehen wie Unterwäschemodels – und dies nicht selten auch sind. Dabei wird die äußere Sexualität der Charaktere übermäßig betont. Dies passiert natürlich nicht selten auch in Manga, gerade wenn die Damenwelt einen unrealistischen Vorbau hat. Hilft nicht unbedingt Serien oder Werbung realistischer zu machen – ist aber nicht zwangsläufig Sexismus.


    Sexuelle Belästigung definiert sich juristisch gesehen wie folgt:

    Zitat

    Nach der gesetzlichen Definition in § 3 Abs. 4 AGG ist ein Verhalten eine sexuelle Belästigung, wenn es sich um ein unerwünschtes, sexuell bestimmtes Verhalten handelt und dieses Verhalten bezweckt oder bewirkt, dass die Würde der betreffenden Person verletzt wird.


    Die komplette Definition könnt ihr in der Quelle nachlesen.
    Kurz gesagt: Sexuelle Belästigung wird ausgeübt, wenn durch Worte oder Taten jemand sexuell gereizt werden soll oder man auch nur auf sexuelle Weise jemanden generell belästigt oder beleidigt. Das fängt bei abfälligen Bemerkungen über „sexy Kleidung“ (oder den Mangel dieser) an, geht über Bemerkungen im Bereich des Sexlebens oder über die Geschlechtsorgane einer Person, hin zum körperlichen Belästigen durch Berührungen. Natürlich kann auch Exhibitionismus als sexuelle Belästigung angesehen werden, wenn der Täter hier sich speziell vor einzelnen Personen entblößt.


    Sowohl mit der Sexualisierung, als auch mit sexueller Belästigung kann Sexismus einher gehen, jedoch ist nichts der beiden zwingend Sexistisch.


    Denn Sexismus bedeutet, dass man Vorurteile gegenüber einem Geschlecht, bzw. Erwartungen an ein Geschlecht hat. Vorrangig wird das Wort verwendet, wenn diese Vorurteile negativ sind.
    Klassiker sind: Frauen gehören an den Herd, Frauen können nicht in technischen Berufen arbeiten, Frauen sind dumm, Frauen, die sich aufreizend Kleiden, sind Huren.
    Oder – denn Sexismus ist nicht zwangsläufig gegen Frauen gerichtet – Männer denken nur mit ihrem Geschlechtsorgan, Männer sind unsensibel und Männer können nicht mit Kindern umgehen. Letzteres Klischee wird nicht zuletzt mit dem Vorurteil, dass Männer, die einen Beruf wie Kindergärtner anstreben, ja sowieso nur pädophil seien, noch auf die Spitze getrieben.
    Ich denke jeder kennt solche Vorurteile, musste sich eventuell sogar selbst schon einmal so etwas anhören, als er sich für einen Job beworben hat oder bestimmte Fächer in der Schule wählte (Ich denke nur an die Klassiker: „Was? Physik LK? Aber du bist ein Mädchen!“ oder „Was? Pädagogik LK? Aber du bist ein Junge!“)


    Wie ich schon sagte, kann Sexismus auch mit Sexualisierung und sexueller Belästigung einher gehen. Das ist dann der Fall, wenn mit der Sexualisierten Darstellung der Charaktere im äußeren, eine entsprechende Charakterliche Darstellung einher geht, die letzten Endes so verstanden werden kann, wie: „Das ist eine Frau. Die wollen eh nur ficken und scheren sich nicht, wie man sie behandelt.“ (Vis Versa natürlich für Männer...)
    Oder bei sexueller Belästigung eben einher gehend mit dem Gedanken: „Ach, die Hure will das eigentlich ja selbst! Die geniest es doch, wenn ich ihr unanständige Namen zurufe!“ Sprich, wenn bei der sexuellen Belästigung der Gedanke damit einher geht, dass der belästigte es eigentlich mag, weil es Personen des entsprechenden Geschlechts ja eh gefällt oder sie es sich bitte sehr, aufgrund ihres Geschlechts, gefallen zu lassen haben, dann ist auch das Sexismus.


    Und dann gibt es natürlich noch den Sexismus in den Medien.
    Was ist das? Nun, das ist Sexismus der via Medien verbreitet wird. Sprich: Wenn mal wieder ein Film oder eine Serien Frauen als dumm und naiv, Männer als sexbesessen und aggressiv darstellt. Oder, gerade das ist bei Kinderserien beliebt, wenn klassische Rollenverteilungen (Frau an den Herd, Mann in einen supererfolgreichen Job) propagiert, inklusive der klassischen K³-Jobs – der „acceptable feminine goals“: Kind, Küche, Kleidung. Sprich: Frauen dürfen eventuell auch arbeiten... Aber dann muss es ein Job sein, der mit Kindern, Kochen oder Kleidung zu tun hat.


    Was haltet ihr vom Thema Sexismus?
    Wird es übertrieben oder ist generell die Besorgnis dahingehend berechtigt?
    Glaubt ihr, dass es aktuell weniger oder mehr Sexismus gibt, als vor 10, 20 oder 30 Jahren?
    Gibt es etwas, das euch am Sexismus besonders stört? Wenn ja: Was?
    Wie findet ihr sexistisch dargestellte Charaktere in Serien?

  • Whoa, cooler Startpost! *-* Bevor ich auf deine Fragen eingehe, muss ich aber ein Paar Sachen fragen, die mich gerade ziemlich verwirren/interessieren:
    1. Wenn jemand Vorurteile gegenüber Schwulen (also ausdrücklich homosexuellen Männern) hat, ist das dann auch \"sexistisch\"? Im Grunde gibt es in dem Fall ja zwei Komponenten, die Tatsache, dass es ein Mann ist und die, dass er homosexuell ist. Oder gibt es bei Vorurteilen gegenüber verschiedenen Sexualitäten einen anderen Fachbegriff als Sexismus?


    2. Wenn jemand einer Intersex-Person gegenüber Vorurteile hat, zählt das auch als Sexismus? Normal schon, da das ein anderes physisches Geschlecht als männlich/weiblich ist, oder?


    3. In der englischen Sprache wird ja zwischen \"Sex\" und \"Gender\" unterschieden und der Begriff \"sexism\" existiert auch dort. Also kann man davon ausgehen, dass Sexismus sich rein auf das körperliche Geschlecht bezieht? Ich gebe zu, dass das ein wenig theoretisch ist, ich hab noch nie jemanden getroffen, der Prä-OP-Transfrauen gegenüber genau die gleichen Vorurteile hatte, wie Cis-Frauen gegenüber, aber ich will trotzdem sicher gehen. ^^\"


    Was haltet ihr vom Thema Sexismus?


    Haha, auf den ersten Blick ist das eine ziemlich einfache Frage. Wie könnte man Sexismus gut finden? Wie gesagt, wird der Begriff fast immer negativ verwendet, aber er bedeutet, wie du so schön geschrieben hast, nur, dass man Vorurteile gegenüber einem Geschlecht hat.
    Klar, man kann immer versuchen, das beste aus der Situation zu machen und etwaiige Klischees zu den eigenen Gunsten auszunutzen, als ob es kein Morgen mehr gäbe. An sich eine logische Handlungsweise.
    Aber ich persönlich war nie besonders gut darin, irgendwelchen Klischees zu entsprechen (nicht, dass ich mich absichtlich anders verhalten würde, ich bin einfach so, und selbst wenn ich versuche, mich meinem körperlichen Geschlecht entsprechend zu verhalten, klappt es einfach nicht ^^\"), was es nur umso doofer gemacht hat, wenn ich tatsächlich Leuten begegnet bin, die geschlechtsbedingte Vorurteile hatten.
    Wenn ich ein normaler Mensch wäre (der Zug ist abgefahren XD), hätte ich vielleicht auch irgendwelche Vorurteile, das kann man jetzt nicht mehr feststellen, aber aufgrund all der Leute die ich in meinem Leben getroffen habe, lebe ich inzwischen in einer Welt, in der ich die Menschen nur noch nach einem Kriterium beurteile, nämlich nach sich selbst. Für mich ist es unmöglich geworden, mehrere Menschen in eine Schublade zu stecken, sie verhalten sich alle zu individuell für so was. Aber das macht es auch immer so interessant, jemand neues kennen zu lernen! :D
    Also ist mein Fazit hier wohl klar: Ich halte nichts von Sexismus, denn davon abgesehen, dass es gemein ist, jemanden aufgrund seines körperlichen Geschlechts (das man sich ja im Normalfall nicht mal aussuchen kann) zu verurteilen, entsprechen diese Klischees in extrem vielen Fällen sowieso nicht der Wahrheit, wo liegt also der Nutzen darin?


    Wird es übertrieben, oder ist generell die Besorgnis dahingehend berechtigt?


    Hm, da gibt es zwei Ansätze, die mir einfallen.
    Der erste wäre, dass, solange das Problem existiert (und Sexismus existiert schließlich), man nicht übertreibt, bis besagtes Problem aus der Welt geschafft wurde. Aber, die Menschen definieren sich durch ihre Unterschiede, und das körperliche Geschlecht ist nun mal einer der hervorstechendsten Unterschiede. Wenn ich ehrlich bin, glaube ich fast nicht, dass wir jemals in einer Gesellschaft leben werden, in der es keinerlei solche Vorurteile geben wird. Die einzigen Optionen, so etwas zu erreichen, wären entweder, wenn die Transhumanisten am Ende wirklich ihre Ziele umsetzen (fände ich toll btw :D), und jeder seinen Körper so umgestalten kann, wie es ihm passt, und wenn jemand z.B. ein Paar Hörner und fluoreszierende Körperbehaarung will, soll er sie sich halt machen lassen, das interessiert auch niemanden mehr. In so einer Welt der alltäglichen körperlichen Veränderungen, die keinem anderen Prinzip als dem persönlichen ästhetischen Empfinden dienen, und es wahrscheinlich immer schwerer würde, auf den ersten Blick zu erkennen, ob man überhaupt einen Mann oder eine Frau vor sich hat, würden die sexistischen Vorurteile wohl zurückgehen. Aber so was wird es wohl zu unseren Lebzeiten nicht mehr geben.
    Eine andere Option, das zu erreichen wäre etwas, das vor einer Weile eine Gruppe Wissenschaftler prophezeit haben, nämlich, dass man es bis zum Ende des Jahrhunderts (mit entsprechender finanzieller Unterstützung, versteht sich), schaffen würde, den menschlichen Geist in einen Roboterkörper zu übertragen, und so potenzielle Unsterblichkeit zu erlangen. Und diese Roboterkörper kann ja aussehen, wie auch immer er will, ich stelle es mir da auch relativ schwierig vor zu erkennen, welches Geschlecht mein Gegenüber hat, vor allem wenn er technisch gesehen als Geist in einer Maschine über keinerlei Geschlechtsorgane mehr verfügt. Und wenn man nicht erkennt, welches Geschlecht jemand hat, wie soll man ihn/sie dann in irgendeine Schublade stecken? xD


    Der zweite Ansatz wäre der des... nennen wir es mal \"friedlichen Widerstandes\". Viele, sehr viele Menschen sind zwar gegen Sexismus aber schlicht und ergreifend zu faul, um irgendetwas dagegen zu unternehmen, die wollen einfach ihr ruhiges Leben führen. Solche Menschen werden nicht laut über Sexismus diskutieren, aber der Beitrag, den sie leisten, ist trotzdem vorhanden, wenn sie anderen Menschen ohne sexistische Vorurteile gegenübertreten. Denn theoretisch, wenn jeder Mensch so leben würde, also sich von den Vorurteilen frei machte, dann gäbe es keinen Sexismus mehr.
    Das Problem ist wieder, dass nie im Leben alle Menschen da mitmachen würden. Es ist halt schwer, sich von so was zu lösen.
    Aber genau deswegen empfinde ich große Hochachtung vor allen Menschen, die sich gegen Sexismus einsetzen! *-*


    Gibt es etwas, das euch am Sexismus besonders stört? Wenn ja: Was?


    Mal sehen, was mich am allermeisten stört... Ich weiß nicht! >_<
    Es ist in gewisser Weise einfach alles, was mich daran stört, und es gibt richtig viele Vorurteile, die mich besonders aufregen. Jungs dürfen sich nicht schminken, müssen immer knallhart und gefühllos sein, oder dass man sich mit Autos auskennen muss! Nur weil man einen Führerschein und männliche Geschlechtsteile hat, heißt das doch nicht, dass man den Bauplan eines Autos auswendig kennt. Oh, und wenn ein Junge gerne Crossdressing betreibt, ist es sofort ein Weichei, völlig unabhängig davon, dass er drei Mal so viele Kampfsportarten drauf hat wie die Person, die ihn gerade zum Weichei abgestempelt hat. --\"
    Aber auf der anderen Seite ist es auch nicht besser: Nein, Mädchen können keine Nerds sein und Comics mögen, völlig unmöglich, alle Mädchen sind schwach, Mädchen spielen keine TCGs, die würden es nicht mal schaffen, ein Deck zu mischen...


    Äh, sorry für den kleinen Ausraster, aber das musste wohl raus. ^^\"\"\"\"\"\"\"


    Wie findet ihr sexistisch dargestellte Charaktere in Serien?


    Das hängt definitiv davon ab, wie sexistisch er dargestellt wird und weshalb.
    Wenn ein Charakter anfangs sexistische Vorurteile hegt, weil es zu seiner Charakter-Entwicklung gehört, dass er offener wird und er glaubhaft dargestellt wird, dann ist das okay. Wenn ein Charakter ein paar für sein Geschlecht klischeehafte Verhaltensweisen hat, weil sie einfach zu seiner/ihrer Persönlichkeit gehören, geht das auch in Ordnung. Ich hab auch ein Paar Hobbies und Verhaltensweisen, die stereotyp meinem körperlichen Geschlecht eigen sind.
    Aber wenn es wirklich nur irgendein wandelnder Stereotyp ist, der sich rein irgendwelchen sexistischen Vorurteilen nach verhält, dann gefällt mir das nicht, bzw. finde ich das auch nicht sonderlich interessant oder innovativ. ^^\" Serien sind doch dazu da, uns mit coolen, unerwarteten Sachen zu überraschen, wieso sollte ich da irgendwas wollen, das es schon vorher unzählige Male gab, und mir bereits beim ersten Mal nicht gefallen hat.

  • "Was haltet ihr vom Thema Sexismus?"
    Vom Thema an sich? Eigentlich durch die Medien extremst durchgekaut. Restprodukte die durch Sexismus entstehen finde ich aber lustig. Es geht nichts über politisch inkorrekte Witze.
    "Wird es übertrieben oder ist generell die Besorgnis dahingehend berechtigt?"
    Total übertrieben. Wenn die Frauen endlich verstehen würden dass sie nur Gebärmaschinen sind und mal endlich aufhören so zu tun als wären Männer genau das gleiche wie Frauen wäre die Welt wieder gut.
    "Glaubt ihr, dass es aktuell weniger oder mehr Sexismus gibt, als vor 10, 20 oder 30 Jahren?"
    Weniger oder gleich viel. Ich denke das es einem nur mehr vorkommt weil es inzwischen viel umstrittener ist. Hätte man vor 30 Jahren zu seiner Frau gesagt "Geh in die Küche, mach mir'n Sandwich und still das Baby endlich" wäre das normal. Heute kommt dann gleich ne Klage.
    "Gibt es etwas, das euch am Sexismus besonders stört? Wenn ja: Was?"
    Das er als falsch dargestellt wird.
    "Wie findet ihr sexistisch dargestellte Charaktere in Serien?"
    Extremst lustig.

  • Was haltet ihr vom Thema Sexismus?


    Sexismus ist (wie ich nachher noch einmal erwähne weil ich das Pferd ja steht's von hinten aufzäume) halt von Vorurteilen getrieben wie jedes andere Klischee, das einfach nur aus Dummheit und/oder Informationsmangel entsteht. Oder natürlich hass. Man kennt ja das 0815-Beispiel der Verbitterten Ex-Freundin die jeden mit "Männer sind Schweine" zuheult.


    Wird es übertrieben oder ist generell die Besorgnis dahingehend berechtigt?


    Wenn man mal bedenkt das man als Frau im Büro anfängt oder als Mann im Kindergarten und dann von allen erdenklichen Seiten niedergemacht wird ja.


    Glaubt ihr, dass es aktuell weniger oder mehr Sexismus gibt, als vor 10, 20 oder 30 Jahren?


    Ich glaube nicht, das sich irgendetwas so großartig verändert hat. Der Feminismus hat zwar gegen den Sexismus gekämpft und es eigentlich geschafft mit vielen Vorurteilen (sogar auf beiden Seiten!) aufzuräumen, aber dank einiger radikaler Gruppen hat sich das alles wieder umgekehrt, weil es ja einige Frauen gibt die mehr Macht wollen und dann die sexistischen Sprüche wieder ausbrechen. Aber wenn man mal bedenkt das es doch schon bei vielen Leuten ein Umdenken gibt und man so etwas einfach nicht sagt. Wobei man ja auch wieder definieren muss, was Sexismus ist. In manchen Ländern pfeifen die Männer den Frauen hinterher und sie fassen es als Kompliment auf, in anderen schauen sie sie an und haben eine Anklage am Hals. Übertrieben gesagt.


    Gibt es etwas, das euch am Sexismus besonders stört? Wenn ja: Was?


    Schwarmintelligenz. Wenn jemand sagt: "Alle Kindergärtner sind Pädophil" oder "Frauen gehören an den Herd" und ein zweiter Dummkopf ihm zustimmt und dann dazu jemand drittes kommt und alles glaubt was er liest dann ist die Kacke sehr bald am dampfen, weil dann die gesamte Gesellschaft durch Vorurteile regiert wird, die man einfach glaubt weil der Nachbar es ja auch glaubt. Leider findet man das wirklich überall, egal ob es nun um Nationalitäten, Religionen, Geschlecht, Sockengröße oder was weiß ich geht.
    Andererseits noch die Tatsache (aus meiner persönlichen Sicht), dass Sexismus an Frauen um einiges höher gewertet wird als an Männern. Auch durch unser liebes "Asoziales Boulevarddreckspack" wird das ja gerne publiziert. .-.


    Wie findet ihr sexistisch dargestellte Charaktere in Serien?


    Kommt ja auf die Art des Charakters an. Einige halten es ja bereits für sexistisch wenn irgendwelche Frauen in Animes mit einer großen Oberweite herumlaufen. Aber ich halte das für Schwachsinn. Immerhin gibt es ja auch im echten Leben Frauen mit großer Oberweite und dann müssten sie, obwohl sie ja auch etwas natürlich sein kann, ein Angriff auf das eigene Geschlecht sein. Macht Null sinn.



    P.S.: Ich bin World's End Girlfriend, ich bin ein Troll ^^^ Ihr versteht diese Parodie doch alle nicht -__---

  • Zitat von Emerald

    1. Wenn jemand Vorurteile gegenüber Schwulen (also ausdrücklich homosexuellen Männern) hat, ist das dann auch "sexistisch"? Im Grunde gibt es in dem Fall ja zwei Komponenten, die Tatsache, dass es ein Mann ist und die, dass er homosexuell ist. Oder gibt es bei Vorurteilen gegenüber verschiedenen Sexualitäten einen anderen Fachbegriff als Sexismus?


    Ich denke eher, dass es sich dabei um allgemeine Diskrimierung handelt.
    Aber irgendwie ist es dann doch eine Art spezieller Sexismus gegenüber Männern (in den meisten Fällen von anderen Männern bzw. meist paar Halbstarken und Gorillas, die ihre Männlichkeit beweisen wollen, *brust trommel*), da meiner Beobachtung nach Lesben weniger negative Reaktionen ihrer Umwelt erhalten als Schwule.


    Zitat von Emerald

    Nein, Mädchen können keine Nerds sein und Comics mögen, völlig unmöglich, alle Mädchen sind schwach, Mädchen spielen keine TCGs, die würden es nicht mal schaffen, ein Deck zu mischen...


    Aber du wetterst doch gegen Vorurteile. ^^ Ist es dann besser, wenn frau/mann wie ein stereotypischer Nerd aussieht und sich dann auch danach benimmt?


    Zitat von Vio

    Man kennt ja das 0815-Beispiel der Verbitterten Ex-Freundin die jeden mit "Männer sind Schweine" zuheult.


    Natürlich sind nicht alle Männer Schweine und ich bin froh, um die lieben, männlichen Wesen, die ich kenne, ABER wenn man sich zB. Dokumentarfilme wie The Whore's Glory ansieht (ist jetzt eher vll. nicht für die Kiddies hier, aber Ältere) und manche Kommentare von Männern hört, ist es sehr, sehr, sehr schwer vor allem als Frau nicht soo einen Hals in dem Moment und einen Zorn auf sämtliche Männer zu bekommen. Das ist natürlich nicht meine Grundeinstellung, ich kenne dafür zu viele liebe Jungs, aber in dem Moment muss man halt doch mal tief durchatmen.



    Allgemein zum Thema: Ich bin ingesamt froh, dass ich in Österreich wohne und gegenüber anderen Frauen in vielen Teilen der Welt Freiheiten habe, die sie sich nicht einmal erträumen könnten. Größteils kann frau sich nicht beschweren, auch wenn an der Ungleichbehandlung in der Arbeit noch aufgehoben werden muss und das alles. Aber es ist keine Situation, in der frau totunglücklich ist, finde ich zumindest.

  • Emerald: Dein Beitrag liest sie so, als ob du dich nach einer generellen "Geschlechtsneutralität" sehnst. Also nach einer Welt, in der es nur ein Geschlecht gibt. Das hat doch nichts mehr mit Sexismus zu tun. :wtf:


    Oder interpretiere ich deinen Beitrag jetzt vollkommen falsch? Eine absolute Gleichstellung, oder besser gesagt "Gleichschaltung" von Mann und Frau halte ich ehrlich gesagt nicht für erstrebenswert. Beide Geschlechter unterscheiden sich nun einmal und das nicht nur äußerlich. Sich ausschließlich von Vorurteilen leiten zu lassen ist natürlich dumm. Ich finde aber, Vorurteile haben durchaus ihre Daseinsberechtigung und zwar, als das was sie sind: Vor-Urteile. Vorurteile beruhen meist auf Tatsachen. Würde ich z.B. auf offener Straße einen handfesten Streit zwischen Mann und Frau beobachten, würde ich zunächst davon ausgehen, die Frau sei das Opfer. Das ist das Urteil, dass ich mir im vorraus bilde (oder besser einbilde). Das ist vernünftig, um z.B. ggf. einschreiten zu können. Weil biologisch betrachtet sind Männer Frauen nun einmal körperlich überlegen. Sollte sich herausstellen, dass der Mann das Opfer ist, revidiere ich das Vorurteil und bilde mir daraufhin ein "richtiges" Urteil. Weshalb sich Jungs nicht schminken "dürfen" bzw. weshalb sich nur Frauen und Mädels schminken ist eigentlich eine gute Frage. Aber inwiefern hat das mit Vorurteilen oder Diskriminierung zu tun?




    Ich finde die ganzen Diskussionen zum Thema Sexismus und das Wort ansich furchtbar. Ist es im Prinzip nicht schon Sexismus, wenn sich eine Frau schminkt? Oder wenn eine Frau kocht? Könnte man doch auch als diskriminierende Handlung auslegen, wenn man es denn möchte ("schaut her Frauen dieser Welt, vor dem Herd bin ich, vor dem Herd gehören wir!").


    Ich bin absolut für Gleichberechtigung. Jeder soll die gleichen Rechte und Pflichten haben und ich bin gegen Diskriminierung jeder Art. Niemand soll wegen seines Geschlechtes, seines Aussehens, seiner Herkunft, seiner Religion, seiner Hautfarbe, seiner Behinderung, seines Berufs, seiner Lebensweise etc. diskriminiert werden. Ansich ist es ja vernünfig auch speziell gegen Diskriminierung des anderen Geschlechtes vorzugehen. Ich halte das aber weder in Deutschland, noch in Österreich für nötig, weil Frauen und Männer de facto gleichberechtigt sind. Einen Teufel werd ich tun und jeden Mann wie jede Frau behandeln und darauf läuft die Sexismus-Debatte immer wieder hinaus. → Mann findet Frau attraktiv, spricht sie oder glotzt sie einfach nur an und sorgt damit für Empörung. Würden Männer Männer genau so behandeln wie Frauen, bliebe die Empörung aus. Das finde ich einfach lächerlich. Ein Mann ist nun einmal keine Frau und eine Frau kein Mann. Punkt.

  • Zitat von Leviator

    Vorurteile beruhen meist auf Tatsachen. Würde ich z.B. auf offener Straße einen handfesten Streit zwischen Mann und Frau beobachten, würde ich zunächst davon ausgehen, die Frau sei das Opfer. Das ist das Urteil, dass ich mir im vorraus bilde (oder besser einbilde).


    Das stimmt meistens ja auch wirklich~
    Wie du bereits gesagt hast, ist der Durchschnittsmann einer Durchschnittsfrau körperlich überlegen. Was zwar nichts aussagt, wer sich besser wehren kann, aber dennoch ist es nun einmal so.


    Und ehrlich? Gehen wir von einem Streit aus: Wenn eine Frau einem Mann eine Ohrfeige zB. gibt, dann ist es zwar ganz sicher auch die feine englische Art, versteht mich nicht falsch, das heiße ich auch nicht gut, genausowenig wie wenn sich zwei Männer/Frauen untereinander, also mit ihrem eigenen Geschlecht, prügeln - aber es ist nicht dasselbe. Wenn ein Mann eine Frau schlägt, dann ist er für mich einfach das Aller-Allerletzte, er ist einfach für alle Ewigkeiten bei mir unten durch. (Mal von Extremsituationen abgesehen, in denen sie auf ihm mit einem Messer oä. losgeht und er in Lebensgefahr ist, das sollte wohl klar sein...) Es gibt Dinge, die tut man einfach nicht. Auch wenn da jetzt einige aufjaulen werden, weil das angeblich keine Begründung sei. Doch, bei einigen Angelegenheiten ist sie sehrwohl eine.
    Ja, ich hab jetzt einige Monate Selbstverteidigung gemacht, im Notfall könnte ich mich wehren (wenn ich nicht starr vor Schreck wäre, wer weiß, das kann niemand voraussagen), aber es ändert nichts an der Tatsache, dass der Mann auch dann zum Unikum wird, wenn er "nur" seine Hand gegen eine Frau erhebt.


  • Das stimmt meistens ja auch wirklich~
    Wie du bereits gesagt hast, ist der Durchschnittsmann einer Durchschnittsfrau körperlich überlegen. Was zwar nichts aussagt, wer sich besser wehren kann, aber dennoch ist es nun einmal so.


    Und ehrlich? Gehen wir von einem Streit aus: Wenn eine Frau einem Mann eine Ohrfeige zB. gibt, dann ist es zwar ganz sicher auch die feine englische Art, versteht mich nicht falsch, das heiße ich auch nicht gut, genausowenig wie wenn sich zwei Männer/Frauen untereinander, also mit ihrem eigenen Geschlecht, prügeln - aber es ist nicht dasselbe. Wenn ein Mann eine Frau schlägt, dann ist er für mich einfach das Aller-Allerletzte, er ist einfach für alle Ewigkeiten bei mir unten durch. (Mal von Extremsituationen abgesehen, in denen sie auf ihm mit einem Messer oä. losgeht und er in Lebensgefahr ist, das sollte wohl klar sein...) Es gibt Dinge, die tut man einfach nicht. Auch wenn da jetzt einige aufjaulen werden, weil das angeblich keine Begründung sei. Doch, bei einigen Angelegenheiten ist sie sehrwohl eine.
    Ja, ich hab jetzt einige Monate Selbstverteidigung gemacht, im Notfall könnte ich mich wehren (wenn ich nicht starr vor Schreck wäre, wer weiß, das kann niemand voraussagen), aber es ändert nichts an der Tatsache, dass der Mann auch dann zum Unikum wird, wenn er "nur" seine Hand gegen eine Frau erhebt.


    Bevor jetzt wieder die Aufschreie kommen vonwegen "blablabla du Troll" erstmal lesen.
    Wieso ist ein Mann bei dir durch wenn er eine Frau schlägt, aber nicht andersrum? Ich rede jetzt davon wenn ein Mann einer Frau eine Ohrfeige gibt (keine volle Faust ins Gesicht). Für mich sind beide gleichermaßen unten durch wenn sie ihre Konflikte auf so eine Art und Weise lösen wollen. Und wieso zählt es "zu Dingen die man einfach nicht tut" wenn ein Mann ohrfeigt, aber wenn es die Frau tut ist es ok? Das sind dann doch schon extremste Doppelstandarts.

  • Ich denke eher, dass es sich dabei um allgemeine Diskrimierung handelt.
    Aber irgendwie ist es dann doch eine Art spezieller Sexismus gegenüber Männern (in den meisten Fällen von anderen Männern bzw. meist paar Halbstarken und Gorillas, die ihre Männlichkeit beweisen wollen, *brust trommel*), da meiner Beobachtung nach Lesben weniger negative Reaktionen ihrer Umwelt erhalten als Schwule.
    Ah, okay. ^^
    Naja, es gibt auch mehr als genug Vorurteile Lesben gegenüber, so ist es nicht.
    Ich hab aber bisher auch erlebt, dass die Leute lesbischen Frauen weniger negativ gegenüber standen als schwulen Männern. Kann aber auch an der Tatsache liegen, dass die Lesbenquote in meiner Stadt weit über dem Durchschnitt liegt, da traut sich keiner irgendwas machen! XD

    Aber du wetterst doch gegen Vorurteile. ^^ Ist es dann besser, wenn frau/mann wie ein stereotypischer Nerd aussieht und sich dann auch danach benimmt?

    Von Aussehen hab ich doch nie was gesagt, oder? ^^\"
    Davon abgesehen ist \"stereotypischer Nerd\" ebenfalls wieder so ein Vorurteil, nur dass es halt nicht auf dem Geschlecht sondern auf anderen Aspekten Fuß fasst. Ich finde, dass man jemanden nicht gleich in Schubladen schieben sollte, sei es nun wegen Geschlecht, Aussehen, Hobbies oder sonst irgendwas, aber in diesem Thema geht es allein um Sexismus, weshalb ich mich darauf beschränkt habe.
    Bzw., seit wann ist es denn klischeehaft, wenn ein Mädel TCGs spielt? Ich hab das zwar ein Paar mal erlebt, aber es ist eine starke Ausnahme, also garantiert kein Klischee.

    Natürlich sind nicht alle Männer Schweine und ich bin froh, um die lieben, männlichen Wesen, die ich kenne, ABER wenn man sich zB. Dokumentarfilme wie The Whore's Glory ansieht (ist jetzt eher vll. nicht für die Kiddies hier, aber Ältere) und manche Kommentare von Männern hört, ist es sehr, sehr, sehr schwer vor allem als Frau nicht soo einen Hals in dem Moment und einen Zorn auf sämtliche Männer zu bekommen. Das ist natürlich nicht meine Grundeinstellung, ich kenne dafür zu viele liebe Jungs, aber in dem Moment muss man halt doch mal tief durchatmen.

    Hahaha, aber es ist umgekehrt doch genau so, oder? Wenn eine Frau von einem Mann betrogen wurde, ist sie halt erst mal sauer auf Männer. Wenn ein Mann von einer Frau betrogen wurde, ist er erst mal sauer auf Frauen. Und wenn ein schwuler Mann von einem anderen Mann betrogen wurde, ist er erst mal sauer auf Männer! XD
    Ich hoffe aber, dass dort draußen nicht zu viele Menschen existieren, die wirklich mit der Grundeinstellung, dass alle Männer/Frauen/whatever automatisch Schweine wären, durchs Leben gehen. ^^\"

    Allgemein zum Thema: Ich bin ingesamt froh, dass ich in Österreich wohne und gegenüber anderen Frauen in vielen Teilen der Welt Freiheiten habe, die sie sich nicht einmal erträumen könnten. Größteils kann frau sich nicht beschweren, auch wenn an der Ungleichbehandlung in der Arbeit noch aufgehoben werden muss und das alles. Aber es ist keine Situation, in der frau totunglücklich ist, finde ich zumindest.

    Ich denke, wir können alle froh sein, dass wir in der ersten Welt leben, aber das heißt noch lange nicht, dass hier deshalb alles perfekt ist und wir uns zurücklehnen sollen, oder?
    Man kann die Welt immer zu einem noch schöneren Ort machen! =)

    Emerald: Dein Beitrag liest sie so, also ob du dich nach einer generellen \"Geschlechtsneutralität\" sehnst. Also nach einer Welt, in der es nur ein Geschlecht gibt. Das hat doch nichts mehr mit Sexismus zu tun.

    Nope, ich sehne mich nicht nach einer Welt, in der es nur noch ein Geschlecht gibt :) . Ich persönlich hab ja manche Dinge, die ich an Männern mag, und Dinge, die ich an Frauen mag. Aber das heißt nicht, dass ich sie nur wegen Trivialitäten wie ihres Geschlechtes anders behandle. Wie ich mit einem Menschen umgehe hängt in allererster Linie von seiner Persönlichkeit ab.


    Aber ich denke halt, dass eine Geschelchtsneutralität alle Sexismusprobleme lösen würde, findest du nicht? Und in dem Sinne hat es schon was damit zu tun, jedenfalls für mich. ^^\"

    Oder interpretiere ich deinen Beitrag jetzt vollkommen falsch? Eine absolute Gleichstellung, oder besser gesagt \"Gleichschaltung\" von Mann und Frau halte ich ehrlich gesagt nicht für erstrebenswert. Beide Geschlechter unterscheiden sich nun einmal und das nicht nur äußerlich. Sich ausschließlich von Vorurteilen leiten zu lassen ist natürlich dumm. Ich finde aber, Vorurteile haben durchaus ihre Daseinsberechtigung und zwar, als das was sie sind: Vor-Urteile. Vorurteile beruhen meist auf Tatsachen. Würde ich z.B. auf offener Straße einen handfesten Streit zwischen Mann und Frau beobachten, würde ich zunächst davon ausgehen, die Frau sei das Opfer. Das ist das Urteil, dass ich mir im vorraus bilde (oder besser einbilde). Das ist vernünftig, um z.B. ggf. einschreiten zu können. Weil biologisch betrachtet sind Männer Frauen nun einmal körperlich überlegen. Sollte sich herausstellen, dass der Mann das Opfer ist, revidiere ich das Vorurteil und bilde mir daraufhin ein \"richtiges\" Urteil. Weshalb sich Jungs nicht schminken \"dürfen\" bzw. weshalb sich nur Frauen und Mädels schminken ist eigentlich eine gute Frage. Aber inwiefern hat das mit Vorurteilen oder Diskriminierung zu tun?

    Ich weiß auch nicht, vielleicht interpretierst du ihn auf einer anderen Ebene als auf der, auf der ich ihn verfasst habe? Du weißt schon, ich schreibe analog, aber du bist digital und versuchst jetzt, einen Sinn daraus zu finden oder so. ^^\"
    Allerdings, das Beispiel das du genannt hast: Wieso würdest du denn bei einem handfesten Streit zwischen Mann und Frau davon ausgehen, dass sie das Opfer ist? Weil sie kleiner ist und graziler wirkt wahrscheinlich? Und das ist am Ende doch nur wieder ein äußerlicher Unterschied für mich.
    Davon abgesehen: Eine Frau sofort in einer Opferrolle zu vermuten, ist für mich doch ein wenig heftig. Wenn ich sehe, wie zwei Menschen sich handfest streiten, dann schaue ich erst mal, wessen Körperhaltung und Verhalten auf eine gewalttätige Reaktion schließen lassen, und wer von der Physis her kampferprobter wirkt. Ich würde nicht wollen, dass irgendjemand verletzt wird, aber wenn zum Beispiel eine 1,50 Frau und ein 2,00 Meter großer Mann sich streiten, aber der Mann mit offenen Händen dasteht und die Frau in ihrer Tasche rumwühlt, als würde sie gleich eine Waffe ziehen, dann weiß ich schon, vor wem ich mich mehr in Acht nehmen würde. Aber vielleicht hatte ich auch einfach ein Paar Karate-Stunden zu viel in meinem Leben! xD

    Ich finde die ganzen Diskussionen zum Thema Sexismus und das Wort ansich furchtbar. Ist es im Prinzip nicht schon Sexismus, wenn sich eine Frau schminkt? Oder wenn eine Frau kocht? Könnte man doch auch als diskriminierende Handlung auslegen, wenn man es denn möchte (\"schaut her Frauen dieser Welt, vor dem Herd bin ich, vor dem Herd gehören wir!\").

    Wieso ist es \"im Prinzip schon Sexismus, wenn sich eine Frau schminkt\"? Es wäre sexistisch zu sagen, dass alle Frauen sich schminken, weil sie eben Frauen sind, oder dass alle Frauen kochen können müssen, aber nur weil eine Frau etwas kocht, ist das doch nicht sexistisch. Es kommt immer darauf an, wie man selbst das interpretiert.

    Ich bin absolut für Gleichberechtigung. Jeder soll die gleichen Rechte und Pflichten haben und ich bin gegen Diskriminierung jeder Art. Niemand soll wegen seines Geschlechtes, seines Aussehens, seiner Herkunft, seiner Religion, seiner Hautfarbe, seiner Behinderung, seines Berufs, seiner Lebensweise etc. diskriminiert werden. Ansich ist es ja vernünfig auch speziell gegen Diskriminierung des anderen Geschlechtes vorzugehen. Ich halte das aber weder in Deutschland, noch in Österreich für nötig, weil Frauen und Männer de facto gleichberechtigt sind. Einen Teufel werd ich tun und jeden Mann wie jede Frau behandeln und darauf läuft die Sexismus-Debatte immer wieder hinaus. → Mann findet Frau attraktiv, spricht sie oder glotzt sie einfach nur an und sorgt damit für Empörung. Würden Männer Männer genau so behandeln wie Frauen, bliebe die Empörung aus. Das finde ich einfach lächerlich. Ein Mann ist nun einmal keine Frau und eine Frau kein Mann. Punkt.

    Oh, das finde ich super von dir! *-*
    Seit wann sind sie de facto gleichberechtigt? Frauen bekommen für die gleiche Arbeit viel weniger bezahlt. Nur weil im Gesetz steht, dass sie gleichberechtigt sein sollen, stimmt das nicht automatisch.
    Ähem, \"spricht oder glotzt sie einfach nur an und sorgt damit für Empörung\"? In einer Welt, in der allein so was die Sexismus-Debatten auslöst, würde ich auch gerne leben, aber die Wahrheit sieht nun mal anders aus.
    Neulich, auf der E3, hatten alle viel Spaß dabei zuzusehen, wie Sony Microsoft getrollt hat, richtig? Falsch. Nicht alle hatten Spaß. Frauen mussten sich Sorgen machen, dass ihnen Sachen wie in diesem Artikel hier passieren.
    Und jetzt sag mir bitte, dass du so was nicht als \"glotzt sie einfach nur an und sorgt für Empörung\" abstempeln würdest. Wobei, das ist eher rhetorisch, ich weiß ja eh, dass du so was nicht machen würdest! xD
    Und genau deswegen fände ich es auch besser, wenn wir uns weniger auf die Unterschiede zwischen den Menschen versteifen würden.


  • Wieso ist ein Mann bei dir durch wenn er eine Frau schlägt, aber nicht andersrum? Ich rede jetzt davon wenn ein Mann einer Frau eine Ohrfeige gibt (keine volle Faust ins Gesicht). Für mich sind beide gleichermaßen unten durch wenn sie ihre Konflikte auf so eine Art und Weise lösen wollen. Und wieso zählt es "zu Dingen die man einfach nicht tut" wenn ein Mann ohrfeigt, aber wenn es die Frau tut ist es ok? Das sind dann doch schon extremste Doppelstandarts.


    Ich glaub das fällt so unter das "Klischeedenken" in dem ein Großteil, mich eingeschlossen, wahrscheinlich nie modern wird. In dem Punkt wird die Frau wahrscheinlich immer als das schwache Geschlecht gesehen und ergo wirkt das dann feige oder was auch immer, wenn der im Umkehrschluss stärkere Mann diese schwächere Frau schlägt. Fällt, würd ich jetzt sagen, so unter die Sachen "Das gehört sich nicht" und keiner weiß warum.
    Wobei's da sicher noch krasser geht, dass man sagt, was weiß ich, der Kerl hat die Frau betrogen und die Ohrfeige hat er dann voll verdient. Wenn sie ihn betrügt und er ihr eine wischt, wird aber ganz erschrocken aufgeschrien.
    Ist genauso wie dieses klischeebehaftete "Ich bin eine Frau, der Mann muss das gemeinsame Abendessen bezahlen" oder "Ein Gentleman hält der Frau die Tür auf" und lauter solche Sachen. Das ist halt irgendwie so, viele/ein Großteil machen das so/halten sich dran/sehen das so, aber hinterfragen tut das irgendwie niemand.

  • Bevor jetzt wieder die Aufschreie kommen vonwegen "blablabla du Troll" erstmal lesen.
    Wieso ist ein Mann bei dir durch wenn er eine Frau schlägt, aber nicht andersrum? Ich rede jetzt davon wenn ein Mann einer Frau eine Ohrfeige gibt (keine volle Faust ins Gesicht). Für mich sind beide gleichermaßen unten durch wenn sie ihre Konflikte auf so eine Art und Weise lösen wollen. Und wieso zählt es "zu Dingen die man einfach nicht tut" wenn ein Mann ohrfeigt, aber wenn es die Frau tut ist es ok? Das sind dann doch schon extremste Doppelstandarts.


    Es ist von beiden Seiten nicht in Ordnung, aber von Seiten des Mannes ist es einfach etwas so Abstoßendes, dass ich nie wieder mit ihm etwas zu tun haben wollen würde.
    Natürlich sind es Doppelstandarts und das ist mir auch vollkommen bewusst, das ist einfach auch ein Teil dieser ungeschriebenen und unausgesprochenen Gesetze und ich stehe auch dazu, dass ich teilweise hinter sowas stehe (kommt drauf an, worum's geht), weil sie zum menschlichen, funktionierenden Zusammenleben einfach dazugehören. Aber ich habe hier auch keinen Freifahrtschein dafür ausgeteilt, dass Frauen auf Männer einschlagen dürfen, wie es ihnen gerade in den Kram passt, das habe ich ja auch extra noch hervorgehoben, dass ich das auf keinen Fall möchte.


    Edit: Emerald, du bist mir zuvorgekommen =(
    Ich geh beim nächsten Beitrag auf dich ein oder editier hier noch was 'zu.

  • Zitat von Bastet

    Es ist von beiden Seiten nicht in Ordnung, aber von Seiten des Mannes ist es einfach etwas so Abstoßendes, dass ich nie wieder mit ihm etwas zu tun haben wollen würde.
    Natürlich sind es Doppelstandarts und das ist mir auch vollkommen bewusst, das ist einfach auch ein Teil dieser ungeschriebenen und unausgesprochenen Gesetze und ich stehe auch dazu, dass ich teilweise hinter sowas stehe (kommt drauf an, worum's geht), weil sie zum menschlichen, funktionierenden Zusammenleben einfach dazugehören. Aber ich habe hier auch keinen Freifahrtschein dafür ausgeteilt, dass Frauen auf Männer einschlagen dürfen, wie es ihnen gerade in den Kram passt, das habe ich ja auch extra noch hervorgehoben, dass ich das auf keinen Fall möchte.


    Vielleicht findest du es ja so abstoßend weil du eine Frau bist?
    Wenn mich als Mann eine Frau ohrfeigt dann kriege ich auch automatisch 5 Magengeschwüre. Ist deshalb meine Ansicht nun Gold wert? Nö.
    Falls Frauen Männer (mit Berechtigung obwohl ja Gewalt angeblich immer die schlechteste Lösung ist aber scheiß doch drauf man schlägt ja nur Männer) eine Ohrfeige geben dürfen, dürfen dies Männer Frauen auch.
    Wenn wir bei funktionierenden menschlichen Zusammenleben sind können wir das ja gleich auf die Spitze treiben: Frauen sollten daheim bleiben und Kinder kriegen damit das alles auch funktionieren kann. </Ironie>


  • Wenn wir bei funktionierenden menschlichen Zusammenleben sind können wir das ja gleich auf die Spitze treiben: Frauen sollten daheim bleiben und Kinder kriegen damit das alles auch funktionieren kann. </Ironie>


    Ich hoffe dass die Gleichstellung irgendwann so weit ist das auch Männer gebährfähig sind. Dann würden die bösen Arbeitgeber auch endlich mehr Frauen einstellen weil ja nun auch Männern während sie eigentlich arbeiten sollen Kinder kriegen können. Vielleicht auch noch Brüste für Männer damit sie stillen können.

  • Zitat von Vio

    Vielleicht findest du es ja so abstoßend weil du eine Frau bist?

    Auf jeden Fall. Aber männliche Bekannten und Freunden von mir ergeht es auch nicht anders dabei.


    Zitat von Vio

    Falls Frauen Männer (mit Berechtigung obwohl ja Gewalt angeblich immer die schlechteste Lösung ist aber scheiß doch drauf man schlägt ja nur Männer) eine Ohrfeige geben dürfen, dürfen dies Männer Frauen auch.

    Wie oft soll ich noch sagen, dass ich das auch nicht gutheiße? :rolleyes:
    Aber nein, umgekehrt ist es eben nicht so. Da hört's für mich mit der Gleichbehandlung auf.


    Zitat von World's End Girlfriend

    Dann würden die bösen Arbeitgeber auch endlich mehr Frauen einstellen weil ja nun auch Männern während sie eigentlich arbeiten sollen Kinder kriegen können.

    Schon mal was von Vaterschaftsurlaub und Karenz für Väter gehört? Nimmt der moderne Mann aus dem 21. Jahrhundert oftmals an, wenn die Situation es erlaubt. Funktioniert auch ohne gebären und stillen. Garantiert. ;X


    Zitat von Emerald

    Bzw., seit wann ist es denn klischeehaft, wenn ein Mädel TCGs spielt? Ich hab das zwar ein Paar mal erlebt, aber es ist eine starke Ausnahme, also garantiert kein Klischee.

    Ist es eben nicht, aber es sind eben nicht viele, die sich für sowas interessieren ^^" oder ernsthaft interessieren.
    Ich mochte auch einige Zeit YGO TGC und ich mochte auch einige Zeit das Metagame von Pokemon, aber hey, ich setze und habe mich nicht ernsthaft damit auseinandergesetzt.


    Zitat von Emerald

    Ich denke, wir können alle froh sein, dass wir in der ersten Welt leben, aber das heißt noch lange nicht, dass hier deshalb alles perfekt ist und wir uns zurücklehnen sollen, oder?

    Natürlich nicht, aber man darf auch nicht erwarten, dass alles von heute auf morgen geschieht.

  • Es geht um die Zeit die man flachliegt wenn man im 8ten Monat oder so ist. Eine Mitarbeiterin war glaube ich seit dem 2ten Monat oder so weg. Das ist der Grund warum manche Arbeitgeber Männer lieber einstellen, weil sie eben nicht die 9 Monate ein Kind in sich haben. ;X


    Normalerweise gehen Angestellte nicht im 2. Monat ab und wenn, dann weil die Arbeit das Wohl des Kindes gefährden würde. Und das ist wohl absolut verständlich, dass man auf das Leben und die Gesundheit seines Kindes achtet (und zusätzlich auf seine eigene Gesundheit), anstatt in die Arbeit zu kommen. Es gibt nicht umsonst Mutterschaftsschutz.

  • Zitat von World\'s End Girlfriend

    Natürlich ist das verständlich, aber trotzdem ein Grund warum Arbeitgeber lieber einen Mann einstellen würden (alleine vom wirtschaftlichen Standpunkt her) als eine Frau die eventuell schwanger wird. Könnten sowohl Mann als auch Frau schwanger wären gäbe es das Problem nicht.


    Das dürfte aber der Arbeitgeber nicht miteinbeziehen - was aber immer wieder getan wird, klar.
    Ich halte übrigens viel davon, wenn eine Bewerbung ohne Name und Informationen über das Herkunftsland & die Muttersprache (sprich auch ohne Foto natürlich) abgeschickt werden kann. Das sollte doch die Regel werden. Vollkommen geschlechtsneutral und frei von Vorurteilen anderern Nationalitäten gegenüber, sodass der Arbeitgeber die Bewerber nach Referenzen und Sympathie des Bewerbungsschreibens zum Gespräch einladen kann.

  • Und dann wird halt beim Gespräch das Vorurteil eintreffen. Wenn jemand keinen schwarzen einstellen will aus was für Gründen auch immer dann wird er das nicht. Genauso bei einer Frau. Es bringt nichts wenn die Bewerbungen anonym sind aber die Bewerbungsgespräche nicht. Soll man die dann hinter einer Milchglasscheibe durchführen oder was? Und noch ein Stimmenverzerrer weil eine Stimme ja das Geschlecht verraten kann oder die eigentliche Herkunft.

  • Zitat von World's End Girlfriend

    Und dann wird halt beim Gespräch das Vorurteil eintreffen. Wenn jemand keinen schwarzen einstellen will aus was für Gründen auch immer dann wird er das nicht. Genauso bei einer Frau. Es bringt nichts wenn die Bewerbungen anonym sind aber die Bewerbungsgespräche nicht. Soll man die dann hinter einer Milchglasscheibe durchführen oder was? Und noch ein Stimmenverzerrer weil eine Stimme ja das Geschlecht verraten kann oder die eigentliche Herkunft.


    Nein, aber vielleicht macht sich der Arbeitgeber doch ein anderes Bild von der Person und ändert seine Meinung? Das wäre die Idee dahinter, Bewerber zum Gespräch einzuladen, die man sonst vielleicht nicht eingeladen hätte.