Missingno - Schatten der Spinne

  • Missingno
    Schatten der Spinne


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    Herzlich willkommen zum Remake meiner alten FF-Story.
    Da die Alte leider buchstäblich im Sand verlaufen ist, kommt hier die Neue.
    In dieser Geschichte kann es zu Tod und gewaltätigen Szenen kommen, wenn auch nicht übertrieben.
    Da viele Kapitel bereits aus der alten Geschichte bekannt sind, habe ich mehrere auf einmal veröffentlicht.
    Außerdem habe ich jedes Kapitel in einen Spoiler gepackt, damit sich niemand von einet "Wall of Text"
    erschlagen fühlt.


    Charaktere:


    Lian:
    Lian lebt mit seiner Familie und seinem Partner Panferno in Erzelingen, wo er
    eine Ausbildung zum Pokemonzüchter macht.


    Sven:
    Sven ist ein Surfer aus Graphitport City, welcher am liebsten mit seinem Partner Sumpex draußen im Meer unterwegs ist.


    Copyright:
    Die Copyrights der in der Geschichte vorkommenden Pokemon, als auch die Team Magma/Aqua Symbole liegen bei Nintendo.
    Das Titelbild ist eine stark veränderte Version des Covers der Platin-Edition.


    Klappentext:
    Einer. Von einem rastlosen Dämon besessen.
    Einer. Den Gefahren der Meere trotzend.
    Zweie. Deren gegenseitiger Hass erneut uralte Mächte weckt.
    Und Einer, der alle Fäden in der Hand zu halten scheint.
    Und... Missingno!




    Prolog: Das Erwachen der Spinne:
    Gelangweilt saß Marc auf dem harten Bett seiner Zelle und stocherte mit seiner Gabel in einer Kartoffel herum.
    Das Essen hatte ihm nie geschmeckt, doch nach knapp 20 Jahren Gefangenschaft machte er sich nicht mehr die Mühe, sich zu beschweren. Oft fragte Marc sich, warum er sich nicht längst mit einem Plastikmesser die Kehle aufgeschlitzt hatte. Vermutlich ließ ihn der Wunsch auf Rache weitermachen. Rache an Adrian und seinem Team Aqua.
    Nachdem Groudon und Kyogre wieder in einen tiefen Schlaf gefallen waren, waren sie alle entkommen. Nur Marc und seine Leute von Team Magma waren gefangen genommen worden. Erneut stieg Wut in ihm auf und er begann, härter auf seine Kartoffel einzustechen. Warum mussten sie Kyogre wecken? Ohne dieses Pokemon hätte Groudon freie Bahn gehabt. Marc scheute die Gedanken beiseite. Er hatte oft genug darüber nachgedacht. Marc stellte sein Essenstablett zur Seite und ging zur Tür. Der Gefängnisaufenthalt hatte ihn geschwächt.
    Außerdem hatte er bereits erste Falten am ganzen Körper. Marc konnte förmlich spüren, wie er älter wurde und ihm langsam die Lebenskraft entwich. Er war nicht mehr derselbe wie vor 20 Jahren. Nicht mehr der Anführer einer großen Organisation, sondern ein alter Mann, der seine baldige Entlassung herbeisehnte und doch immer noch von Wut und Hass zerfressen war. Gleich begann der Hofgang. Ein alltägliches Ritual um der allgegenwärtigen Langeweile zumindest für eine Stunde zu entkommen.
    Doch während die meisten Gefangenen sich unterhielten, Basketball auf einem großen Platz spielten oder Drogen austauschten, ging Marc lieber alleine über den Hof und versuchte, die frische Luft wenigstens ein bisschen zu genießen. Er schaute durch das kleine Fenster seiner metallischen Zellentür. Gleich würde ein Wachmann hereinkommen und ihm Handschellen anlegen, bis er Marc im Hof ankam. Doch heute kam keiner. Stattdessen erklang ein lautes Kreischen. Nur Sekunden später heulte eine Alarmsirene auf und es waren Schreie zu hören. Plötzlich erklang ein ohrenbetäubendes Quietschen, unter das sich Schmerzensschreie mischten. Irgendwo hörte Marc eine Wand einstürzen.
    Neugierig spähte Marc durch das kleine Fenster und sah im Gang ein riesiges Pokemon, welches mit hoher Geschwindigkeit an ihm vorbeisauste und tiefe Kratzer in der gegenüberliegenden Wand hinterließ. Die Zellentür wurde zurückgeworfen, und Marc konnte sich gerade rechtzeitig zur Seite werfen, um nicht unter der schweren Tür begraben zu werden. Schnell kroch Marc zur Zellenwand und schob einen brüchigen Ziegelstein heraus, hinter dem sein Megastein lag.
    Während er diesen an seiner Brille befestigte, bemerkte Marc einen weiteren Gegenstand in seinem Versteck. Zwischen den Spinnweben lag ein kleiner zusammengefalteter Zettel. Doch das war nicht möglich. Marc hatte nie einen Zettel hineingelegt. Außerdem war das Versteck während seines Gefängnisaufenthaltes nie geöffnet worden. Wenn ein Gefängniswärter es geöffnet hätte, hätte dieser ihm sicherlich den Megastein weggenommen. Marc faltete den Zettel auseinander: „Die Zeit der Rache ist gekommen.“
    Wer hatte das geschrieben? Als erneut laute Schreie erklangen, stand Marc auf und lief auf den Gang. Dieser führte ihn an zahlreichen gesprengten Zellen vorbei. Überall roch es nach Blut. Hier und da lagen tote Wachmänner zusammengesackt an den Wänden. Als Marc auf den Hof trat und hunderte Gefängnisinsassen sich an ihm vorbeidrängten, erschütterte eine Explosion das Gebäude. Auf der gegenüberliegenden Seite des Hofes wurde ein großer Teil des Gebäudes weggesprengt und die Lücke gab einen Blick auf das dahinterliegende Meer frei. Aus den Trümmern schoss das riesige Pokemon empor. Mit seinen sechs spitzen Beinen wirkte es wie eine gewaltige Spinne.
    Plötzlich bekam das Blau des Himmels Risse, als würde jemand die Atmosphäre in tausend Stücke teilen. Kurze Zeit später schienen Teile des Himmels tatsächlich wegzubrechen, wie splitterndes Glas. Dahinter lag nichts als ein schwarzer Raum, in dem das riesige Pokemon verschwand. Der Himmel normalisierte sich wieder, und in die Gefangenen, welche das ganze Spektakel gebannt verfolgt hatten, kam wieder Bewegung. Sie rannten Richtung Küste, um zu den Booten zu gelangen. Nur Marc blieb noch eine Weile stehen und starrte in den Himmel?
    „War es all das wert“, schrie er hinaus, als könnte ihn dort oben jemand hören. Schließlich folgte er den Gefangenen und hoffte, das der, der ihm den Zettel hatte zukommen lassen Recht hatte, das er seine Rache bekommen und endlich inneren Frieden finden würde.





    Kapitel 1: Das Minenunglück




    Kapitel 2: Monster im Stollen




    Kapitel 3: Sturmsog




    Kapitel 4: Der Dämon



    Kapitel 5: Piraten


    Kapitel 6 Das Geheimnis von Neu Malvenfroh


    Kapitel 7: Feuer und Zorn


  • Hallo Phoenum,


    nun ist deine Geschichte schon einige Zeit online und ich habe mal einen Blick reingewagt. An den Prolog erinnere ich mich noch aus der Schreibschule und den fand ich durchaus spannend als Beginn, da es mehr nach einer Alternativversion der bekannten Geschichte aus den Hoenn-Editionen aussah. Umso neugieriger war ich auf die ersten Kapitel und der erste Eindruck fiel dabei etwas ernüchternd aus, aber dazu später mehr.


    Wir haben also Lian ... Liam ... oder doch Lian? Besonders zu Beginn fiel es dir wohl schwer, mit dem Namen zurechtzukommen und da hast du oft n und m vertauscht. Auf jeden Fall scheint Lian ein schon begabter Trainer zu sein, der schon das ein oder andere Abenteuer mit seinem Partner erlebt hat und so wundert mich ehrlich gesagt die Prämisse der Pokémonzucht, auf die er sich spezialisiert hat. Das natürlich im positiven Sinne, da es nicht oft vorkommt, darüber zu schreiben, allerdings scheint das vorerst auch nur als Hintergrund zu dienen. Relevant ist die Entdeckung eines neuen Stollens im Bergwerk, in dem sich zufällig Giratina befindet. Fraglich ist hierbei natürlich, wie es dort hin kam und du belässt es auch bei dem Rätsel, indem es nach kurzer Zeit der Entdeckung entkommt. Dafür findet Lian nun ein neues Wesen vor; ein Arkani mit drei Köpfen und später sogar einen merkwürdigen Wolf, was darauf schließen lässt, dass es sich hierbei entweder um Eindringlinge in dieser Welt handelt oder Lian generell in einer Parallelwelt gelandet ist. Kurzum, die Geschichte ist rein von diesem Aspekt gesehen interessant und das Potential ist vielfältig, je nachdem, wie du an dieser Stelle weiter schreibst.
    Davon abgesehen präsentiert sich der Verlauf innerhalb seines Pacings aber nüchtern. Dinge werden schnell abgehandelt, ohne darauf länger Bezug zu nehmen und Dialoge werden schnell vorangetrieben, was angesichts des guten Prologs zwar keinen Stilbruch darstellt, aber doch auffällt. Zumal dein Hauptcharakter Lian bisher sehr blass ist und keinerlei Charakteristik aufweist, dank derer man sich an ihn erinnern könnte. Interessanterweise ist sein Kapitelkollege Sven davon nicht betroffen, der insgesamt recht hochmütig und stolz wirkt. Achte hier vielleicht innerhalb der nächsten Kapitel darauf, näher auf Lians Situation einzugehen. Lass ihn reagieren, denken, in Frage stellen; ein gut ausgearbeiteter Hauptcharakter macht eine Geschichte noch einmal deutlich besser.
    Ansonsten hast du aber eine gute Art zu Umschreiben, beschränkst dich bei Umgebungen auf das Nötigste - was absolut okay ist - und gegen Ende hin merkt man besonders deine Wortvielfalt. Was ich dir noch ans Herz legen kann, ist, bei Rednerwechseln einen Zeilenumbruch zu machen, um die Übersicht zu wahren.


    Von daher bin ich hier fertig und ich hoffe, das Feedback hilft dir auf deinem Weg. Vielleicht liest man sich ja einmal wieder.


    ~Rusalka

  • Hallo Phoenum,


    das letzte Update ist ja schon eine Weile her, aber ehrlich gesagt hatte ich keine Probleme, wieder reinzufinden. Es brauchte allerdings erst einen Blick zu den Charakteren, um zu erkennen, dass du über zwei Charaktere schreibst, wobei man über Sven noch nicht so viel erfahren hatte, außer, dass er beim Surfen einen Unfall erlitten hatte und danach ziellos umhertrieb. Dass es ihn dann ausgerechnet auf das Wundereiland verschlagen hat, wie man später erfährt und das er ohnehin suchte, war dann wohl ein Wink des Schicksals. Dabei hast du die Situation zuerst recht atmosphärisch beschrieben, um Svens Verwirrtheit und die Ankunft beim Dschungel zu unterstreichen. Dass er insbesondere beim Anblick der tropischen Gewächse und der Pokémon so ruhig blieb, ist interessant. Scheinbar hat er sich öfters damit auseinandergesetzt.
    Der Überfall im Dschungel war plötzlich, abwechslungsreich und durchaus spannend, da nicht abzuschätzen war, was nun kommen würde. Dass sich Sven aber ausgerechnet in Team Aquas neuer Basis befindet, war eine interessante Erfahrung und schafft Spekulation über den weiteren Verlauf der Geschichte. Ich denke mal, dass er und Lian sich später einmal treffen werden, wenn die Zeit reif ist, aber da lasse ich mich auch gerne überraschen. Das Gespräch wirkte authentisch und man fühlte sich gut informiert, sodass man sich auch ein Bild von den Charakteren machen konnte. Mir fehlt nur noch etwas der Bezug zu ihrem Aussehen, da du eher oberflächlich angedeutet hast, aber auch das kann man in weiterer Folge noch erwähnen, wenn nötig.
    Mir ist bei diesem Kapitel aufgefallen, dass während Gesprächen die Charaktere relativ teilnahmslos wirken. Besonders gegen Ende beschränkte sich das auf gegenseitiges wissen, fragen und meinen, was etwas wenig ist. Manchmal hilft es, einen Charakter vielleicht mit den Händen gestikulieren zu lassen, wenn er versucht, etwas zu erklären, seine Gefühle zum Ausdruck bringen oder sich einfach verständigen möchte. Auch ein kleiner Handwink oder ein Zwinkern kann da auflockernd sein. Astrid und Sven wirkten nämlich nach diesem Überfall relativ schnell aufeinander abgestimmt, als sie zur Taverne gingen und hier wäre theoretisch Feinarbeit möglich, um diese (vermutlich) langsam beginnende Vertrautheit anzuzeigen. Das musst du nicht machen, kannst du aber natürlich, wenn du möchtest.


    Ansonsten hat das Lesen Spaß gemacht und ich hoffe, dass dir das Feedback so weit hilft. Vielleicht liest man sich ja bald wieder.


    ~Rusalka

  • Erstmal ein etwas verspätetes danke für den Kommentar.



    Dass er insbesondere beim Anblick der tropischen Gewächse und der Pokémon so ruhig blieb, ist interessant. Scheinbar hat er sich öfters damit auseinandergesetzt.

    Ich stelle mir Hoenn immer als tropisches Urlaubsparadies vor. Auch wenn es in ORAS nicht ganz so ist.



    Es wird langsam Zeit, das ich weiterschreibe und wieder etwas aktiver werde. Hier ist das nächste Kapitel meiner Geschichte und hoffentlich folgt bald das nächste.