Woher komme ich? Aktueller Stand: Kapitel 2 - Entscheidungen

Schwert / Schild Pokémon Schwert und Schild sind da! Auf Bisafans sammeln wir alle wichtigen Infos in unseren Guides und dem Pokédex! Alle bekannten Informationen findet ihr hier bei uns:


→ Zum Bisafans-Pokédex | → Zu allen Schwert und Schild-Infos
→ Stellt hier eure Fragen zu Schwert/Schild

  • Allgemeines

    In dieser Fanfiction geht es um eine junge Teenagerin, die als kleines Kind plötzlich im Wald im Zentrum von Einall aufgetaucht ist und sich an nichts außer dem Namen "Luna" erinnern kann. Die folgenden acht Jahre verbringt sie in Gesellschaft von Pokémon und lernt deren Sprache. Mit 14 beschließt sie schließlich, in die Zivilisation zurückzukehren, um herauszufinden, woher sie kommt.

    Charaktere




    Geschichte

    Prolog


    Auf einer kleinen Lichtung in der Nähe eines nicht kartographierten Flusses in einem Wald, der sich in der Mitte der Einall-Region befindet, liegt ein bewusstloser Mensch.
    Niemand, weder die Waldbewohner noch er selbst, weiß, wie er hergekommen ist, aber die Pokémon, die ihn umzingeln, sind sich sicher, dass er vor kurzem noch nicht da war.
    Keiner hat ihn kommen sehen, keiner kennt ihn, niemand weiß, ob er gefählich sein könnte, oder weshalb er kam.


    Einen Moment lang herrscht Stille, während alle den Schock verdauen. Noch nie hat sich ein Mensch so weit hinein gewagt, bisher war man im Wald stets sicher gewesen. Was, wenn sich das ändert, was, wenn die Menschen auch hier beginnen, ihre riesigen Städte zu bauen, ihre lauten Straßen, ihre stinkenden Fabriken? Wenn sie auch hier anfangen, die Luft zu verpesten?
    Doch es ist noch ein sehr kleiner Mensch, keiner der großen, die in ihren Autos herumfahren und unnatürlichen Lärm produzieren. Vielleicht ist er ja ungefährlich, vielleicht ist ja auch er auf der Flucht vor anderen Menschen? All diese Fragen schallen plötzlich laut über die Lichtung, und die Stille ist gebrochen. Von weiter weg kommen weitere Schaulustige angeflogen, gehüpft oder in einem Fall sogar geschwommen, angelockt vom entstandenen Lärm.

    Doch die Fragen bleiben unbeantwortet, auch das kleine Mädchen, gewiss nicht älter als sechs Jahre, doch keiner weiß das so genau, das nun langsam aufwacht, weiß es nicht. Als es sich etwas benommen aufsetzt, weichen die Pokémon ringsum schnell zurück und verstecken sich.

    Die folgende, beinahe erdrückende Stille wird nur von drei Worten unterbrochen; “Wo bin ich?”




  • Kapitel 1: Geburtstag



    “Wach auf, Luna, es ist bereits später Vormittag!” von diesen Worten geweckt, kroch Luna langsam aus der kleinen Höhle, in der sie wohnte. “Guten Morgen, Lucario, guten morgen, Igastarnish. Schön euch mal wieder zu sehen.” begrüßte sie ihre beiden Freunde ein klein wenig verschlafen. “Was gibts zum Frühstück?” setzte sie hoffnungsvoll hinzu.



    Igastarnish reichte ihr eine Schüssel voller Beeren. “Der Wilbirbusch südlich von hier, nahe der großen Eiche, ist endlich reif” fügte er erklärend hinzu. Erfreut bedankte sich Luna und nahm die Beeren entgegen. Sie liebte den sauren Geschmack von Wilbirbeeren, und nichts wärmte einen nach einer kühlen Nacht besser auf als ihr saftiges Fruchtfleisch.



    “Wie habt ihr geschlafen?” erkundigte sie sich, während sie ein besonders großes Exemplar der Beeren musterte und überlegt, ob sie wohl besser schmeckten wenn man sie schälte.
    “Gut, danke. Hör mal Luna …” antwortete Lucario lächelnd “ich habe noch ein Geburtstagsgeschenk für dich. Schließlich bist du genau heute vor acht Jahren hier angekommen.”
    Luna horchte auf. Sie hatte kein Geburtstagsgeschenk mehr bekommen, seit … seit .... angestrengt versuchte sie sich zu erinnnern, aber es war schon wieder weg. “Vielen Dank, Lulu, das ist ja wirklich nett von dir!” sagte sie grinsend und verwendete wieder den Kosenamen, den sie sich für ihre Freundin ausgedacht hatte, bevor sie sich entwickelt hatte.



    Lächelnd dachte sie an die Zeit zurück, in der sie gedacht hatte, Pokémon könnten nur ihren eigenen Namen sagen. Daher hatte sie gedacht, dass das kleine Riolu, dass nach ihrem Aufwachen auf sie zugelaufen war, Lulu hieß, da das die Laute gewesen waren, die es damals gemacht hatte. Es hatte ein oder zwei Jahre gedauert bis Luna angefangen hatte zu verstehen, was die Pokémon sagten, aber danach hatte es nicht lang gedauert sich mit einigen anzufreunden und Lucarios Name war irgendwie hängengeblieben. Zwar hatten die meisten Pokémon schnell beriffen, dass sie keine Gefahr dastellte, aber erst nachdem sie die Pokémonsprache gelernt hatte, war es ihr möglich gewesen, allen ihre Vertrauenswürdigkeit klar zu machen.



    Etwas Unbehagen hingegen bereitete ihr die Erinnerung an den Ausflug vor einer Woche, als sie, neugierig geworden, durch den Fluss schwamm um den Wald dahinter zu erkunden, wo sie noch nie gewesen war.
    Sie war zwar nicht angegriffen worden, aber sehr misstrauisch beäugt und war offensichtlich nicht erwünscht gewesen. Dieser Vorfall hatte ihr wieder klar gemacht, dass sie trotz allem ein Mensch und dies nicht ihre Welt war. Doch als sie mit Igastarnish über ihren Wunsch gesprochen hatte, mal eine Menschenstadt zu besuchen oder einfach nur zu sehen, hatte der sie nur komisch angesehen und ihr gesagt, dass es gefährliche Orte waren, von denen man sich fern halten sollte.



    Lucarios Stimme riss sie erneut aus ihren Gedankengängen. “Komm mit, es ist gleich dahinten.” Neugierig stand Luna auf und folgte ihr. Igastarnish machte sich derweil wieder auf den Weg zum Fluss, wo er wohnte. Die Höhle von Luna war zu einer Art Treffpunkt für viele Pokémon geworden, aber nur sie selbst schlief dort. Lucario fürte sie über ein paar moosbewachsene umgestürzte Bäume und durch einige Büsche in Richtung der Lichtung, auf der Luna einst aufgetaucht war. “Was ist es denn?” fragte sie unschuldig, doch ihre Freundin lächelte nur geheimsnisvoll und lief weiter.



    Tatsächlich blieb Lucario genau auf “Lunas” Lichtung stehen und zog einen grasgrünen Rucksack aus dem Gebüsch hervor. Als sie ihn stolz Luna überreichte, bekam diese plötzlich stechende Kopfschmerzen. *Aua! Was..?” stöhnte sie.

    Luna steht in einer Fabrikhalle voller Pappkartons. Sie schaut sich kurz um, geht auf einen der Kartons zu und zieht etwas weißes heraus.

    Luna schlendert in einem Supermarkt an den Regalen entlang, auf dem Rücken einen weißen Rucksack. Als in der Nähe ein kleines Kind eine Dose mit eingelegten Beeren aus der untersten Reihe einer Dosenpyramide zieht, so dass alles zusammenfällt, steckt sie rasch ein Seil, sechs Pokébälle und eine handvoll Beeren in ihren weißen Rucksack.

    Luna läuft über eine Wiese und zieht ihren Rucksack lustlos hinter sich her. Er wird langsam grün.

    “Luna! Hey, Luna! Ist alles okay mit dir?” Luna blinzelte verwirrt. Vor ihr befand sich der Himmel und ein sehr besorgtes Lucario. “Was ist passiert?” nuschelte sie. “Was ist passiert Lulu?” widerholte sie etwas deutlicher.
    “Das wollte ich dich gerade fragen” antwortete Lucario stirnrunzelt. “Ich habe dir bloß diesen Rucksack gegeben, den ich neulich gefunden habe, und schon bist du umgefallen. Du bist doch nicht etwa krank? Soll ich Ohrdoch holen?”
    “Nein, Nein, es geht mir schon viel besser, danke. Der Rucksack, wo ist er? Ich glaube, es ist meiner.” erklärte sie nun hellwach.
    “Hier, du hast ihn fallenlassen, als du umgekippt bist.” sage ihre Freundin und reichte ihn ihr. “Aber nun sag schon, an was erinnerst du dich?”
    “Nicht viel. Ich habe ihn aus einer Lagerhalle geklaut, in einem Supermarkt ein paar Sachen für die Reise gestohlen und mich dann wohl irgendwohin auf den Weg gemacht, wobei ich ihn dauernd über Gras geschleift habe, so dass er grün geworden ist. Eigentlich ist er weiß. Mal sehen - Bingo! Ein halbes Seil, sechs Pokébälle. Und … Ihh! Ein paar verfaulte Beeren!”

  • Hallo Lucario-chan,


    da du bisher noch kein Feedback bekommen hast, nehme ich mich dem mal an. Zugegeben, der Titel ist jetzt nicht der Spannendste, da er einen eher alltäglichen Klang hat und daher unter anderen leicht untergehen kann. Den kannst du aber, falls du in Zukunft einen anderen finden solltest, natürlich noch ändern. Die Inhaltsangabe deutet dabei auch schon auf einen Gedächtnisverlust der Protagonistin hin, was zwar nichts Neues mehr darstellt, aber dass sie als Mensch unter Pokémon aufwächst und noch ihr eigenes Abenteuer zu erleben hat, ist durchaus frisch. Die Charaktersteckbriefe sind dabei kurz und knackig zu lesen, sodass man die wichtigsten Dinge erfährt. Wobei du dir bei Lucario durchaus noch etwas Gedanken machen kannst, falls es etwas zu erwähnen gibt. Ich würde dir aber raten, dass du die bisherige Geschichte bei Lunas Steckbrief eher weglässt, da so einige Dinge quasi gespoilert werden, die man anfangs noch gar nicht wusste. In dem Fall zum Beispiel den gestohlenen Rucksack und die Items. Solltest du das weglassen, erfährt man nur durch die Geschichte, wie es weitergeht und bietet dahingehend auch mehr Spaß beim Lesen; das musst du allerdings nicht umsetzen, wenn du nicht möchtest. Ist nur ein Tipp von mir.


    Zu den Kapiteln. Den Prolog hast du noch recht allgemein gehalten mit Lunas langsamen Erwachen und den misstrauischen Pokémon, was eine ungeheure Atmosphäre erzeugt. Natürlich wissen alle noch nicht, wie ihnen geschieht, denn Menschen waren zu diesem Punkt noch nicht vorgedrungen. Gerade der letzte Satz drückt hier unmissverständlich aus, worum es geht und hat eine enorme Nachwirkung. Der Prolog ist also sehr gelungen.


    Das erste Kapitel hat mich dahingehend etwas enttäuscht, weil du sofort einen Zeitsprung von acht Jahren vollführt hast. Angesichts der Tatsache, dass sie im Kapitel zuvor erst erwacht war, wären hier ihre ersten Schritte interessant gewesen zu lesen. So erfährt man nur durch einige Rückblicke und recht knapp von ihren anfänglichen Schwierigkeiten bis hin dazu, dass sie die Pokémon-Sprache gelernt hat (wobei ich ja noch immer der Meinung bin, dass das keine allgemeine Sprache für alle Pokémon ist, aber das ist wieder eine andere Geschichte).
    Davon abgesehen ist die Atmosphäre durchwegs nett, einladend und man hat das Gefühl, dass sie akzeptiert wird und fröhlich in den Tag hineinlebt. Keine große Überraschung eigentlich, wäre da nicht der Rucksack, den sie nach einem kleinen Erinnerungsschub als den ihren identifiziert. Die Auflösung, dass sie die Sachen gestohlen hat, kamen etwas plötzlich; schließlich hatte sie ja ihr Gedächtnis verloren und weiß im ersten Moment womöglich nicht, dass sie das war, wenn sie durch ihre eigenen Augen sieht. Allerdings ist die Auflösung nach dieser Schrecksekunde durchaus amüsant geworden; du scheust auf jeden Fall nicht vor Humor zurück und der weiß vorerst auch recht gut zu gefallen.


    Das soll es auch vorerst gewesen sein. Ich hoffe, du bist mit dem Feedback zufrieden und wer weiß, vielleicht liest man sich ja wieder einmal. Bis dann!


    ~Rusalka

  • [tabmenu][tab=Rekommi]Hallo Rusalka, freut mich, dass mal jemand seinen Weg hierhergefunden hat, den ich nicht über seine PW quasi hiereingeschubst habe ^^
    Vielen Dank für deine Kritik, ich werde versuchen, die Steckbriefe ein wenig zu überarbeiten und vielleicht fällt mir ja auch noch ein etwas intelligenterer Titel ein :D  
    Was die Vergangenheit betrifft; Es ist durchaus Absicht, dass da so wenig gekommen ist. In den späteren Kapiteln wird der Leser dann Stück für Stück mehr über Lunas Vergangenheit erfahren, sowohl über die, an die sie sich erinnert, als auch die, an die sie sich nicht erinnert.
    Ich bin sehr froh, dass dir der Rest so gut gefällt, mir kam das irgendwie alles noch sehr holperig vor ^.^


    ~Lucario-Chan [tab=Kapitel 2]Kapitel 2: Entscheidungen

    “Uhh, ist ja wirklich ekelhaft” antwortete Lucario mit einem leichten Schaudern und sah nun auch in den Rucksack hinein. Dann schien ihr wieder etwas einzufallen. “Igastarnish hat mit mir gesprochen. Er sagte, du möchtest zurück zu Menschen. Wie kommt das? Gefällt es dir hier nicht?”
    “Nein, nein, das hat er falsch verstanden, ich finde es hier wunderschön, wirklich!” wehrte Luna hastig ab.
    “Dann möchtest du doch hierbleiben?”
    “Ich weiß nicht so recht. Ich bin irgendwie neugierig, wo ich herkomme. Und manchmal habe ich das Gefühl, nicht so recht hier her zu gehören. Ich mache vielen Pokémon sogar Angst, und das finde ich schrecklich.”
    “Natürlich gehörst du hier her, wir sind deine Freunde, deine Familie! Oder hast du etwa alles vergessen, was wir erlebt haben? Zählt es denn gar nicht, dass wir uns alle um dich gekümmert haben, als du klein warst? Und ich mache auch vielen Angst, zurecht, und das ist nicht schlimm. Im Gegenteil, dann lassen mich die ganzen Nervensägen vom Samurzel-Clan in Ruhe.” schnaubte Lucario ein wenig eingeschnappt.
    Das war zu viel für Luna. Mit Tränen in den Augen stammelte sie:
    “Lulu! Willst du mich denn nicht verstehen? Das Schlimmste, was mir passieren könnte, wäre von euch getrennt zu werden, von dir, von Igastarnish, von Navitaub. Aber ich bin ein Mensch, und ihr seid Pokémon. Allein meine Anwesenheit stört das Gleichgewicht dieses Waldes, eigentlich dürfte ich nicht hier sein. Wie kann ich also so selbstsüchtig sein und hier bleiben und damit in kauf zu nehmen dass ich hunderte von Lebewesen in Angst und Schrecken versetze, wenn ich ein unbekanntes Stück Wald betrete? Hier mögen sich alle an mich gewöhnt haben, weil sie mich als bewusstloses kleines Mädchen zu ersten Mal sahen. Aber in anderen Waldregionen sehen sie nur einen großen, gefährlichen Menschen.”
    All diese Worte, viel zu lang in ihr verborgen gewesen, brachen in einem Schwall aus ihr heraus. In der Mittagssonne glitzerten dicke Tränen an ihren Wangen, sie konnte sie einfach nicht zurückhalten, und tropften in ihren neuen alten Rucksack.
    Eine Weile lang schwieg Lucario und betrachtete nachdenklich vereinzelte Wolkenmuster im strahlend blauen Himmel.
    “Ich habe ihm gesagt dass du das sagen würdest” sagte sie schließlich. “Vermutlich sollte ich es super finden dass meine beste Freundin meine Art so sehr liebt, dass sie bereit ist alles zu geben, damit es uns besser geht. Das tue ich aber nicht!” fügte sie heftig hinzu. Sie legte ihren Arm um Lunas Schulter. “Gelegentlich musst du auch mal an dich denken, Luna, statt immer nur an andere, manchmal muss man überlegen, was für einen selbst das beste ist”
    “Für mich oder … für dich?” als Luna sprach, war ihre Stimme wieder fest. “Bist du sicher dass du mir diesen Rat gibst, weil du willst dass ich für mein Bestes und nicht für deins handle?”
    “Ich wäre doch wohl ein schlechtes Beispiel, wenn ich meine eigenen Ratschläge nicht befolgen würde, oder?” Lucario lächelte traurig. “Aber wenn du unbedingt gehen willst, komme ich mit, ich -”
    “Niemals! Dort ist es viel zu gefährlich für dich, was wenn dich jemand fängt und dich zwingt zu kämpfen oder dich in ein Labor bringt?” fiel ihr Luna entschlossen ins Wort. “Nein, ich gehe alleine. Nur Menschen sind in der Nähe von Menschen sicher, das solltest gerade du doch eigentlich am besten wissen.”
    “Ich weiß was ich tue” fauchte Lucario ärgerlich und zog ihren Arm wieder weg, um ihn beleidigt mit dem anderen zu verschränken. “Ich bin immerhin älter als du, also hör auf mir Dinge vorschreiben zu wollen. Und mal ganz abgesehen davon, hast du ja wohl ganz offensichtlich selbst mal vorgehabt, einige von uns in diese lächerlich kleinen Bälle zu stecken.”
    “Was hat das jetzt damit zu tun?”
    “Nichts. Ich wollte irgendetwas sagen, was dich vielleicht überzeugen könnte. Aber da du mich sowiso nicht daran hindern kannst, dir zu folgen, kannst du es auch einfach einsehen und mich in deine Pläne miteinbeziehen. Weißt du denn überhaupt wo du lang musst?”
    “Wenn ich lange genug in eine Richtung laufe, werde ich bestimmt irgendwann auf Menschen treffen, du hast selbst gesagt dass sie überall sind” erwiederte Luna stur. Doch Lucario schien nur belustigt. “Das mag sein, doch wenn du in die falsche Richtung gehst, wirst du Monate unterwegs sein, ehe du auch nur den kleinsten Zipfel einer Siedlung entdeckst. In Wahrheit sind wir recht nah an einer dran, aber ich sage dir nur, wo sie ist, wenn du mich mitnimmst.”
    “Das geht nicht, man wird doch bloß wieder versuchen dich einzufangen und merkwürdige Experimente an dir durchzuführen.”
    Lucario bleckte die Zähne. “Das solllen sie erstmal versuchen. Ich bin kein kleines schwächliches Riolu mehr, ich weiß mich mitlerweile zu wehren. Und was Pokébälle angeht, mach dir mal keine Sorgen. Du fängst mich einfach, dann kann das sonst keiner mehr machen”
    Luna stockte der Atem, ihr fiel nichts ein was sie darauf erwiedern könnte. Sie kannte niemanden, dem seine Freiheit mehr am Herzen lag als ihrer besten Freundin, dennoch hatte genau die ihr soeben angeboten, sich von ihr fangen zu lassen, um bei ihr zu bleiben. Was sagte man in so einem Fall? ‘Dankeschön’ erschien ihr ein wenig zu lasch, im Vergleich zur Beteutungsschwere des Angebots und Wörter wie ‘super’ oder ‘cool’ waren eindeutig fehl am Platz.
    Schleißlich entschied sie lieber nichts zu sagen und schloss ihre Freundin stattdessen in eine feste Umarmung, im Versuch, dadurch all ihre Gefühle auszudrücken, die sie für Lucario empfand. “Danke.” flüsterte sie schließlich doch.
    [/tabmenu]

  • Ich wollte schon gestern was zu deinem aktueelen Kapitel schreiben, aber ich kam aufgrund meiner Unlust nicht dazu, Macht aber nicht, denn nun bin ich da und haue in meine Tasten. ^^


    Also @Lucario-Chan,

    dein zweites Kapitel versprüht eine wundervolle Atmosphäre, und vor allem spürt man die tiefe Freundschaft zwischen Lucario und dem Menschenmädchen Luna. Die beiden verbindet ein Band, welches Nichts auf der Welt zu trennen vermag und das mit jedem Moment immer stärker zu werden scheint. Ein wundervoller Gedanke, wenn man jemanden an seiner Seite hat, der sich nicht von dir trennt, egal wie ernst, traurig, hoffnungslos oder wirdrig die Umstände auch sind. Die Freundschaft steht an erste Stelle und das gefällt mir sehr gut.
    Im echten Leben findet man sowas leider nur noch selten. Aber wenn man es schafft, so einen Menschen zu finden, dann sollte man an diesem festhalten.


    Ich mag die Richtung, in die sich die Geschichte bewegt, auch wenn sie mit großen Veränderungen einhergeht. Das Mädchen möchte einfach nur wissen, woher es kommt und will sich in eine menschliche Siedlung begeben, um dort nach Spuren ihrer Vergangenheit zu suchen. Das natürlich ihre beste Freundin Lucario dieser Gedanke abschreckt, ist nur allzu verständlich. Sie scheint in den Menschen nichts Gutes zu sehen und fürchtet um Lunas Wohl. Daher schön zu lesen, dass sie diese begleiten mag, auch wenn Luna zuerst gar nicht begeistert ist.


    Ich muss sagen, dass dein Schreibstil sich sehr für diese Art von Geschichten eignet, da dieser sehr sanft ist und du damit die Ausdrucksweisen und Gefühle der Charaktere gut untermalen kannst. Die Beziehungen der Charakter sind nachvollziehbar und ergänzen sich gut untereinander. Und du hast eine interessante Art, den Handslungsstrang fortzuführen und umschreibst diesen mit einigen schönen Passagen und Wörtern.


    Der Text ist, was Rechtschreibung und Grammatik angehen, nicht ganz fehlerfrei, aber ich denke mir, du wirst dich diesbezüglich noch verbessern und es beim nächsten Mal anders machen.


    Bis dahin.


    "Wie beim Kartenspiel kommt es auch im wirklichen Leben darauf an,
    das Beste aus dem zu machen, was einem gegeben wurde,
    anstatt sich über ein ungünstiges Blatt zu beschweren und mit dem Schicksal zu hadern."


    [Astor, Pokémon - Schwarze Edition]

    Nur noch sporadisch im BisaBoard.

  • Hallo Resharp-Chan,


    nachdem der Plan geschmiedet war, geht es ja eigentlich recht normal weiter und ich frage mich, ob Luna so je einmal aus der Siedlung ausbrechen kann. Schließlich gehört da doch einiges dazu und da sie mit den Gepflogenheiten der Menschen auch nicht so vertraut ist, könnte das außerhalb durchaus recht witzig werden. Daher bin ich mal gespannt, was du noch bis dahin geplant hast.
    Das Kapitel fand ich aufgrund der nett ausgearbeiteten Dialoge ganz gut. Jeder deiner Charaktere ist zumindest ziemlich schlagfertig und das macht die Unterhaltungen auch unterhaltsam zu lesen, wenn ein flotter Spruch dem nächsten folgt. Dadurch schaffst du auch Abwechslung und lässt die Charaktere aktiv wirken. Die Vorstellung eines zeternden und besorgten Sodachitas ist bei dem Gesichtsausdruck aber sicher nichts, das man unbedingt mal sehen will, wobei das Treffen am Ende recht glimpflich ausging. Die Pointe mit der Pfütze ist dir gelungen.


    ~Rusalka