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  • hab mir grad einen interview mitFrau Sahra Wagenkneckt angehört!


    Was sie sdagt, klingt im ersten Moment logisch, aber ich bin mir nicht sicher, inwiefern das hilft bzw. ob das was bewirkt. Die Worte mögen gut klingen, aber ich weiß nicht.


    Sie hat ja in gewissen Punkten Recht, aber dass Krieg ein Teufelskreis ist, ist mir auch klar. Jede tote Zivilist ist Futter für den IS, egal ob Frauen oder Kinder ist erstmal egal. Warum erwähnt die so oft Frauen und Kinder?

    Weil das bei den Leuten ankommt. Wenn Frauen, Kinder und Tiere zu Schaden kommen dann sind die Ohren gleich doppelt gespitzt. Die Linken, sowieso auch die Rechten Parteien arbeiten sehr gerne mit solchen unterbewussten und eigentlich einfachen Mitteln damit sich die Reden gleich noch schlimmer anhören.

  • Weil das bei den Leuten ankommt. Wenn Frauen, Kinder und Tiere zu Schaden kommen dann sind die Ohren gleich doppelt gespitzt. Die Linken, sowieso auch die Rechten Parteien arbeiten sehr gerne mit solchen unterbewussten und eigentlich einfachen Mitteln damit sich die Reden gleich noch schlimmer anhören.


    Da muss ich vehement wiedersprechen....es ist schliesslich bis jetzt immer in Kriegen so gewesen das Frauen und Kinder am meisten gelitten haben und auch noch leiden, Frauen müssen sehen wie ihre Männer erschossen werden, nachdem die Männer zusehen mussten wie ihre Frauen und Töchter vergewaltigt wurden, kinder Leiden unter den Beiden eindrücken (Vater hilfloss und feige erschossen, Mutter+Schwester vergewaltigt) und dann werden die kinder dann wie die Frauen mitgenommen (Frauen und Mädchen landen - im falle vom IS jetzt- als Sexsklaven irgendwo und werden Zwangsverheiratet und "konvertiert") die anderen Kinder werden mit Gehirnwäsche so derbe manipuliert, dass sie dem IS blind folgen!




    Protestiere. Die IS hat nicht nur eine sehr strenge Auslegung von dem Koran, sondern eine absolut nicht vertretbare Auslegung von etwas, was man so eigentlich gar nicht auslegen kann. Im Koran wurde übrigens auch prophezeit, dass eines Tages nicht mehr viel vom Koran außer Worte bleiben und die Menschen von der göttlichen Leitung beraubt wurden. Eben diese Prophezeiung kann man meiner Meinung nach inzwischen als eingetreten betrachten.

    Hast du denn den Koran schon mal gelesen? Wenn nicht empfehle ich es dir das einfach mal zu tun (hab ich auch) und ich muss sagen es ist wie bei den Christen sehr wohl eine auslegungssache, sowohl was den Umgang mit Ungläubigen angeht als auch die Rolle der Frau (zur info: Hier wird sie schon nicht als gleichwertig angesehn, sieht man am beispiel des Erbrechts welches u.A. im Koran ein eigenes Kapitel hat....)


    Kimi ga yo wa
    Chiyo ni yachiyo ni
    Sazare ishi no iwao to narite
    Koke no musu made.

    Einmal editiert, zuletzt von Exitus ()

  • Ich finde es bedenklich, dass die Regierungen glauben, den Terror einfach "wegbomben" zu können. Luftangriffe führen doch meist zu Kollateralschäden, Wohngebiete, Krankenhäuser, Schulen werden getroffen und mit einen Terroristen tötet man dafür dann 10 andere Zivilisten. Dann sind von den 10 Toten die Verwandten und Bekannten sauer auf den Westen und die Terroristen bekommen noch mehr Zulauf als onehin schon. Und immer so weiter. Ich glaube, das ist der falsche Weg. Gerade mit den Terror muss man sich doch im Klaren sein, weshalb dieser jetzt auf einmal so stark ist.


    Vor 2001 kannte man ja ja hier nichtmal wirklich "arabischen" Terror - außer in Israel. Und das hatte ehr andere Gründe. Ich denke, das hat viel mit der fehlgeleiteten Politik der Destabilisierung der Staaten dort zu tun, die meiner Ansicht nach auch gewollt ist, um westlichen Einfluss dort zu stärken. Was bis jetzt ehr nach hinten los gegangen ist. Terrororganisationen zu bekämpfen ist aber generell schwierig. Man muss wohl am ehesten versuchen, deren Finanzen auszutrocknen. Verhindern, dass z.B. der IS Geld durch den Ölverkauf bekommt. Einfrieren der Konten, sobald man welche aufgespürt hat und verhindern, dass Staaten wie die Türkei, Saudi-Arabien u.s.w. solche Staaten direkt oder indirekt unterstützen. Mit Bombardierung verstärkt man nur irgendwann deren Rückhalt, weil sich die Bevölkerung nach Frieden sehnt und somit sichert man die Rekrutierung weiterer Soldaten.


    Was wäre denn passiert, wenn die USA nach den 11.09.2001 einfach NICHTS gemacht hätte? Nicht in Afghanistan oder Irak einmarschiert wäre? Ich glaube, die Welt (selbst die arabischen Staaten die jetzt mehr gegen die USA sind als denn je) hätten kollektiv getrauert und die Probleme dieser Welt wären heute weit weniger groß. Vielleicht hätten diese Staaten selbst was daran gesetzt, dass solches Gedankengut sich bei Ihnen nicht so rasch ausbreitet. Aus Angst, selber Opfer solcher Dinge zu werden. wenn man allerdings als USA die Konflikte natürlich wollte (hallo Spekulation!), was ich auch nicht wirklich ausschließe, hat man natürlich alles richtig gemacht. Was man mit Syrien jetzt tun sollte... mhm schwierig. Ich denke, in dieser Region wird man über Jahre hinaus nicht über Frieden sprechen können. Weil alle kranken Konfliktpartein genug Waffen haben um erstmal lange genug weiter zu machen und keiner wohl so einfach aufhört.


    Terrororganisationen haben auch für mich rein gar nichts mit Religion zu tun. Das dient wohl nur zur Rekrutierung. Es geht nur um Herrschaft, Aufzwingen seines Idealbildes, Einfluss usw. Schützen kann man sich gegen den Terror direkt nie zu 100%. Weil es immer irgendwo einen Idioten geben kann, der sich selbst in die Luft jagt oder in der Schule mit einer MG rumrennt. Aber man kann ihn eindämmen. Wenn man Amokläufe in der Schule wirksam eindämmen will, wäre es z.B. schlau Waffen nicht so leicht zugänglich zu machen, wie in den USA. Bei uns gibt es daher auch viel weniger solcher Akte als dort. Bei Verhinderung des Terrors der IS wäre es schlau, den Menschen dort eine Perspektive zu geben, damit sie ordentlich leben können. Frieden, Ordnung, Sicherheit, was zu Essen, Bildung und Arbeit. Zufriedene Menschen mit Familie jagen sich ehr nicht in die Luft.

    Do you wanna come with me? 'Cos if you do, then I should warn you — you're gonna see all sorts of things. Ghosts from the past. Aliens from the future. The day the Earth died in a ball of flame. It won't be quiet, it won't be safe, and it won't be calm. But I'll tell you what it will be: the trip of a lifetime!


    The Doctor

  • Man will ja nichts falsches sagen, aber seit die Flüchtlingskrise sich so verstärkt hat, ist das mit dem Terror in Europa auch mehr geworden. Ich will das auch gar nicht auf die Flüchtlinge schieben, aber leider ist es doch so, dass auch schwarze Schafe mit nach Europa geschleust werden - wahrscheinlich auch vom IS - und die sind dann halt dafür verantwortlich. So sehe ich es zumindest. Natürlich kann genau so gut ein Deutscher oder ein Franzose einen Anschlag machen, halte ich aber für unwahrscheinlicher als wenn es jemand macht der vom IS kommt. Ich verurteile niemanden oder so, ist nur meine Meinung.
    Terror bekämpfen? Wohl kaum. Ist einfach nicht möglich. Klar, Sicherheitskontrollen steigen, das musste ich selbst feststellen. Bei meiner Arbeit im Fußballstadion in Dortmund wurden die Mitarbeiter früher nie Kontrolliert, mittlerweile hat sich das geändert. Kein Problem, aber man sieht schon, wie viel Angst den Menschen das Attentat in Paris eingejagt hat. Hab wie will man Terror bekämpfen, wenn sie beispielsweise anfangen, mit Drohnen Bomben abzuwerfen. Wie will man bitte schnellst möglich und ohne das etwas passiert eine Drohne vom Himmel holen? Stelle ich mir sehr kompliziert vor. Die Menschen geraten ja schon in Panik, wenn in einem 30.000 Seelen Örtchen ein Werkzeugkoffer an einem Bahnhof steht. Die Terroristen haben eigentlich genau das geschafft, was sie schaffen wollen - den Leuten Angst machen. Ich kenn viele, die Beispielsweise große Städte seit Paris meiden. Warum? Es kann immer und überall passieren, nicht nur da, wo viele Menschen sind. Natürlich ist das vorzugsweise ein Ziel von Terror da dort mehr Menschen drauf gehen, aber es kann genau so gut eine Bombe in einer Schule in einer kleinen Stadt hochgehen (als Beispiel).
    An sich muss ich aber sagen, dass ich mein Leben ganz bestimmt nicht umstrukturiere, nur weil hier und da ein Terroranschlag war. Ich geh weiterhin auf Konzerte und fahre in große Städte, da die Chance so gering ist, dass da wirklich was passiert.
    Unsere ach so tollen Politiker sind auch super. Bald 3. Weltkrieg, wenn es so weiter geht. Da kommt doch Freude auf. Haha. Man ganz im Ernst, ich finde diese ganzen Terroreinsätze ja höchst bedenklich, aber hey, ich bin schließlich kein Politiker, die wissen es sicherlich besser. Ich finds nur leicht bescheuert, dass sie meinen Gewalt mit noch mehr Gewalt lösen zu müssen. Ich frag mich ja, was passieren würde, wenn man diese Leute einfach ignorieren würde. Das wäre mal Interessant zu wissen. Ebenso wäre es auch interessant, wie es wohl gewesen wäre, wenn die USA nicht so viel scheiße gebaut hätte. Ich meine Vietnam ist eine Sache, aber das was sich sich nach 9/11 ausgedacht haben, ist auch sehr bedenklich. Gewalt mit Gewalt lösen? Ja klar, und was kommt als nächstes?
    Das Ganze mit dem Terror hat irgendwie auch so wie es für mich aussieht, nichts mehr mit Religion zu tun, hatte es allgemein nie. Ich glaube nicht, dass irgendeine Religion wirklich auf Gewalt basiert. Aber da ich mich mit Religion nicht auskenne und Religion mich nicht interessiert möchte ich mich was diesen Aspekt angeht nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen.

  • @Exitus du hast da was falsch verstanden. Ich wollte garnicht die Situation von Frauen und Kindern ansprechen sondern bin lediglich darauf eingegangen dass die Situation derer eben gerne bei Reden von Populisten verwendet wird da dann alles dramatischer klingt.


    Ich wollte damit auf keinen Fall sagen dass die Frauen und Kindern in den Gebieten garnicht zu leiden haben und das an den Haaren herbeigezogen ist.

  • ist das mit dem Terror in Europa auch mehr geworden

    Ist dem so? Laut dieser Statistik ist der dieses Jahr ausnahmsweise besonders hoch, weil in Paris anfang des Jahres und im November jeweils größere Attentate stattfanden. Gegen den Terror der 70er und 80er ist das jedoch geradezu lächerlich wenig. In Deutschland waren die einzigen Terroristen, die in den letzten 15 Jahren tatsächlich Opfer zu verzeichnen hatten, die NSU.
    Aber "Terror so schlimm wie nie zuvor!!!!11elf" verkauft sich halt besser als "Alles gar nicht so schlimm".

  • Im Koran wurde übrigens auch prophezeit, dass eines Tages nicht mehr viel vom Koran außer Worte bleiben und die Menschen von der göttlichen Leitung beraubt wurden. Eben diese Prophezeiung kann man meiner Meinung nach inzwischen als eingetreten betrachten.

    Woah! Ich habe den Koran noch nie ausführlich durchgelesen (Habe jetzt hin und wieder mal einige Verse auf verschiedenen Seiten gelesen und bei rechten Pegidaseiten waren sie zufälligerweiße immer gewaltverherrlischend), könntest du mir die Quellen schicken, die dich zu dieser Aussage bewegt haben? Weil es wäre wirklich ein TOP-Argument gegen Fundamentalisten!!!

  • Unsere ach so tollen Politiker sind auch super. Bald 3. Weltkrieg, wenn es so weiter geht. Da kommt doch Freude auf. Haha. Man ganz im Ernst, ich finde diese ganzen Terroreinsätze ja höchst bedenklich, aber hey, ich bin schließlich kein Politiker, die wissen es sicherlich besser. Ich finds nur leicht bescheuert, dass sie meinen Gewalt mit noch mehr Gewalt lösen zu müssen. Ich frag mich ja, was passieren würde, wenn man diese Leute einfach ignorieren würde. Das wäre mal Interessant zu wissen. Ebenso wäre es auch interessant, wie es wohl gewesen wäre, wenn die USA nicht so viel scheiße gebaut hätte. Ich meine Vietnam ist eine Sache, aber das was sich sich nach 9/11 ausgedacht haben, ist auch sehr bedenklich. Gewalt mit Gewalt lösen? Ja klar, und was kommt als nächstes?

    Was wäre passiert, wenn man Hitler einfach ignoriert hätte? Er hätte jeden Juden, Homosexuellen, Behinderten usw. in Europa umgebracht. Und nacheinander ein Land nach dem anderen aufgerieben, schön der Reihe nach, weil ja keiner dem anderen helfen sondern jeder lieber gar nichts machen will.
    Wer hat die Juden aus den Konzentrationslagern befreit, däumchendrehende Pazifisten oder Männer mit Gewehren in ihren Händen? Kleiner Tipp: Es waren nicht die däumchendrehenden Pazifisten.
    Wenn ein Attentäter mit einem Messer auf ein Kind losstürmt und in dessen Gesicht hackt, bis es in blutigen Fetzen hängt, und sich danach auf den nächsten Menschen stürzt: Einfach ignorieren oder erschießen? Achso, stimmt, Gewalt ist ja keine Lösung, also lieber ignorieren.
    Ich finde es schon enorm kurzsichtig, Gegengewalt per se abzulehnen.


  • Was wäre passiert, wenn man Hitler einfach ignoriert hätte?

    Genau dieser Satz ist mir in den letzten Wochen schon mehrmals in den Sinn gekommen.
    Ich bin alles andere als ein Freund von Gewalt und Kriegseinsätzen, aber den IS zu ignorieren und einfach mal machen zu lassen, halte ich auch für einen sehr fatalen Fehler.
    Gegen solche Unmenschen muss man einfach kämpfen. Genau wie man damals gegen die Nazis einfach kämpfen musste.

  • Es geht ja nicht darum, den IS zu ignorieren. Aber könnte man diese nicht auch anders zersetzen und zerschlagen als durch Bombardierungen - die zum Großteil die Zivilbevölkerung trifft? Deutschland hätte auch den 2. Weltkrieg verloren, wenn die Innenstädte 1945 nicht bombardiert worden wären. Da war das Ende schon absehbar.


    Dass die IS bekämpft werden muss, dahingehend sind sich hier sicherlich auch alle einig. Nur müssen Bomben eben nicht das beste Mittel sein. Sieht man ja an Vietnam, Afghanistan, Irak, Lybien. Was wurde da gewonnen? Nichts. Man muss den IS die wirtschaftliche und finanzielle Grundlage nehmen.

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    The Doctor


  • Man muss den IS die wirtschaftliche und finanzielle Grundlage nehmen.

    Da bin ich ganz bei dir. Das sollte man auch unbedingt tun. Allerdings glaube ich nicht das das alleine ausreicht.
    Irgendwie glaube ich nicht das so fanatische Menschen, die zu allem bereit sind, sich durch das fehlen der finanziellen Mittel völlig demoralisieren lassen. Sie wären dann immer noch wandelnde Zeitbomben und würden eine Gefahr für die westliche Welt sein, jederzeit bereit sich einen Sprengstoffgürtel umzuschnallen oder ein anderes grösseres Ziel in die Luft zu sprengen.


    Wir dürfen das nicht unterschätzen das diese Menschen uns (also die gesamte christliche/westliche Welt) komplett vernichten wollen. Nicht schwächen oder bekehren, sondern Komplet eliminieren. Frauen, Kinder, hat alles kein Wert für die..
    Da gibt es keinen Platz für Toleranz und Verhandlungen nur Radikalismus in deren kranken Köpfen...


    Wie gesagt ich bin generell der letzte der schreit "lasst uns Bomben werfen" aber bei so einem extremen Feind, weiss ich einfach nichts besseres.


    Den IS von Innen heraus zu zerstören ist vielleicht ein bisschen zu spät. Die Organisation ist viel zu gross geworden, da hätte man viel früher schon ansetzen müssen (schon vor Jahren..).

  • Wie will man denn den IS wirtschaftlich kleinkriegen?
    Die Schmuggler bitten, Öl oder Kunstschätze wo anders zu kaufen? So lange sich dort irgendwie Geschäfte machen lassen, wird es (leider) Leute geben, die nach diesem Geld greifen.
    Man sollte zudem nicht den IS wirtschaftlich niederringen. Besser wäre es, dafür zu sorgen, dass es den Menschen da unten einfach mal besser geht, sodass man gar nicht mehr erst anfällig für solche Ideologien wird. Der Westen erntet halt, was er einst sähte.


    Ein anderes Problem sehe ich einfach darin, dass jeder Akteur in diesem Syrien-Konflikt sein eigenes Süppchen kocht und man keine klare Linie gegen diese Organisation fährt. Denn eine effiziente militärische Aktion könnte durchaus Erfolge bringen, anders als die Luftschläge, die sogar noch mit den ganzen zivilen Opfern dem IS in die Hände spielen.


    Achja, was mir gerade aufgefallen ist:
    In den Tags steht hier tatsächlich "Islam". Und der Name des Themas ist lautet "Terror".
    Auch wenn der IS-Anschlag in Paris hier wohl aus Auslöser für dieses Thema genommen wurde, kann man nicht einfach "Islam" hier taggen. Klickt man jetzt darauf, so wird angezeigt, dass der einzige Tag zu "Islam" dieses Thema mit dem Namen "Terror" ist. Ganz toll..
    Da wäre es viel sinnvoller, das Thema mal ein bisschen zu erweitern und man könnte mal NSU oder meinetwegen RAF ansprechen; damit könnte man das Thema vielleicht auch ein bisschen weg vom Islam bringen.


    Die USA (vgl. Abschnitt d): https://www.law.cornell.edu/uscode/text/22/2656f) definieren Terror zum Beispiel als politisch motivierte Gewalt gegen unbewaffnete Ziele, ausgeführt durch subnationale Gruppierungen oder Geheimagenten.


    Deswegen könnte man zum Beispiel bei den Anschlägen in Paris sogar schon fast von einem Kriegsakt sprechen, je nach dem, als was man den Islamischen Staat betrachtet.


    Ich denke auch nicht, dass es wirklich die Religion ist, die man für den Terror verantwortlich machen kann. Vielmehr sind es die aus ihr entspringende politische Ideologien, die auf das Weltliche ausgerichtet sind, die den Terror verlangen. Aber andere Ideologien (Nationalsozialismus, Faschismus, Stalinismus, ...), die kaum bis gar nichts mit Religion zu tun haben, sind genauso terroristisch. Deswegen ist Terror an weltliche Ziele geknüpft und ist somit politisch.
    Auch andere Terroranschläge wie der der Aum Sekte in Japan 1995 würde ich nicht (ausschließlich) als religiös bezeichnen, da diese Sekte auch politische Ansprüche hatte.


    Joa, auf jeden Fall ist Terror mehr als Islamismus / Dschihadismus und schon gar nicht Islam und es würde mich freuen, wenn das in dem Thema mit diesem Titel auch noch etwas hervorgehoben wird.

  • Wie will man denn den IS wirtschaftlich kleinkriegen?
    Die Schmuggler bitten, Öl oder Kunstschätze wo anders zu kaufen? So lange sich dort irgendwie Geschäfte machen lassen, wird es (leider) Leute geben, die nach diesem Geld greifen.
    Man sollte zudem nicht den IS wirtschaftlich niederringen. Besser wäre es, dafür zu sorgen, dass es den Menschen da unten einfach mal besser geht, sodass man gar nicht mehr erst anfällig für solche Ideologien wird. Der Westen erntet halt, was er einst sähte.



    Ein anderes Problem sehe ich einfach darin, dass jeder Akteur in diesem Syrien-Konflikt sein eigenes Süppchen kocht und man keine klare Linie gegen diese Organisation fährt. Denn eine effiziente militärische Aktion könnte durchaus Erfolge bringen, anders als die Luftschläge, die sogar noch mit den ganzen zivilen Opfern dem IS in die Hände spielen.


    Ich sehe es sehr kritisch, wenn der Westen sich dort militärisch einmischt. Denn dann bestätigt es dort das Bild des "imperialen Westen" der alle nur kontrollieren und ausbeuten will. Der IS lebt auch davon, dass er eine anti-westliche Ideologie verbreitet, dass Muslime bei uns benachteiligt sind, wir die Muslime hassen usw. Direkte militärische Eingriffe würden das dortige Bild stärken, da es auch zu Kollateralschäden kommt und verbliebene Verwandte sich der IS zuwenden könnten. (erst recht auch nach den Irak, Lybien usw...)


    Unsere Aufgaben sehe ich darin zB die Versorgungswege zu den IS zu kappen, die Grenzen zur Türkei komplett zu kontrollieren, kein Öl mehr aus IS-kontrollierten Gebiet zu beziehen oder Konten einfrieren von Unterstützern des IS. 70% der Kämpfer in Syrien und 30% im Irak der Kämpfer des IS sind Ausländer. Diese haben keinen Rückhalt in der Bevölkerung. Man muss im Irak/Syrien dafür sorgen, dass alle Bevölkerungsteile Mitbestimmungsrechte in einer Art Förderation haben. Und nicht wie im Irak nur Shiiten oder unter Saddam nur Sunniten an der Regierung beteiligt sind.


    Klar muss man auch die Versorgungslage der Bevölkerung verbessern. In Syrien herrschte lange Zeit Dürre. Die Menschen flüchteten vom Land in die Städte und jetzt sind genau dort die Brennpunkte, wo sie wieder vertrieben werden. Es darf einfach nicht sein das der IS in der Lage ist, für die Menschen dort eine soziale Sicherung darzustellen und zB Renten bezahlt oder als Soldat bezahlt wird, weil keine Alternativen für die Bev. gibt.


    Wir müssen ein vitales Interesse haben, ein förderales Syrien/Irak zu schaffen, wo alle Ethnien und Religionen Mitbestimmungsrecht haben und die Regierung nicht dazu da ist, das Volk auszubeuten und den Westen billiges Öl zu verkaufen. Wenn wir es geschafft haben, die gesamte Welt zu kolonialisieren, werden wir doch dort Ordnung schaffen können, ohne die Bevölkerung zu bombardieren. Die Kämpfer sind Attentäter, die sich vereinzelt verschanzen. Es ist keine Armee auf den Schlachtfeld die man ohne Schaden an der Zivilbevölerung bombardieren kann.


    Militärisch bekämpfen kann es nur die Bevölkerung. Und sie muss den Rückhalt dort den IS entziehen. Indien hat sich auch selbst aus den Kolonialismus beferit, Südafrika von der Apartheit und die UdSSR ist auch ohne einen einzigen Schuss zerfallen. Es geht. Aber nur mit der Bevölkerung. Klar müssen wir dann Aufbau-Hilfe leisten, damit sicht nicht ähnliche Strukturen neu bilden. Aber auch die Bevölkerung will einfach nur normal leben und hat keinen Bock auf fanatisch angeblichen "Islam", der ihnen kein Leben in Freiheit gibt. Sie nehmen es aber als das "kleinere" Übel so hin. Sie sind zermürbt vom Bürgerkrieg, der angezettelt wurde und lebt man nach den Regeln des IS, ist dort in Syrien das größere Maß an Sicherheit. Aber das Paradies ist es auf Dauer für Niemanden.


    Aber letztendlich geht es ja doch nur um Einflussphären und der Westen wird alles daran setzen, den größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen und seine Hegemonie zu stärken. Egal wie es den Menschen dort geht.

    Do you wanna come with me? 'Cos if you do, then I should warn you — you're gonna see all sorts of things. Ghosts from the past. Aliens from the future. The day the Earth died in a ball of flame. It won't be quiet, it won't be safe, and it won't be calm. But I'll tell you what it will be: the trip of a lifetime!


    The Doctor

    2 Mal editiert, zuletzt von Nordwind ()

  • Ich sehe es sehr kritisch, wenn der Westen sich dort militärisch einmischt. Denn dann bestätigt es dort das Bild des "imperialen Westen" der alle nur kontrollieren und ausbeuten will. Der IS lebt auch davon, dass er eine anti-westliche Ideologie verbreitet, dass Muslime bei uns benachteiligt sind, wir die Muslime hassen usw. Direkte militärische Eingriffe würden das dortige Bild stärken, da es auch zu Kollateralschäden kommt und verbliebene Verwandte sich der IS zuwenden könnten. (erst recht auch nach den Irak, Lybien usw...)


    Ich denke schon, dass eine militärische Intervention hilfreich sein kann. Die größere Frage wäre, was man hinterlässt.
    Wenn man den IS jetzt besiegen würde, dann aber nur Chaos übrig bleibt, wird man wahrscheinlich nur ein zweites Afghanistan schaffen. Der IS ist jetzt ja auch keine kleine Gruppe mehr; er bildet ja sogar schon staatliche Strukturen aus. Das kann man nur schwerlich trocken legen. Und das Öl wird ja an Schmuggler weiter gegeben, da hat man nicht mal Kontrolle darüber, da dies einfach kriminielle Strukturen sind.
    Problematischer sind da diese Luftangriffe. Diese fordern zivile Opfer und sind nicht konsequent genug, sodass die Propaganda des IS wahrscheinlich mehr bringt als die Verluste durch die Angriffe.


    Unsere Aufgaben sehe ich darin zB die Versorgungswege zu den IS zu kappen, die Grenzen zur Türkei komplett zu kontrollieren, kein Öl mehr aus IS-kontrollierten Gebiet zu beziehen oder Konten einfrieren von Unterstützern des IS. 70% der Kämpfer in Syrien und 30% im Irak der Kämpfer des IS sind Ausländer. Diese haben keinen Rückhalt in der Bevölkerung. Man muss im Irak/Syrien dafür sorgen, dass alle Bevölkerungsteile Mitbestimmungsrechte in einer Art Förderation haben. Und nicht wie im Irak nur Shiiten oder unter Saddam nur Sunniten an der Regierung beteiligt sind.

    Wieso muss es denn eine Föderation sein? Einfach ein demokratischer, sekularisierter Staat, in dem die Religion Privatsache ist.
    Es wäre mal viel besser, die Leute dort davon zu überzeugen, dass sie sich alle nur selbst schaden, wenn sie ihre Religionen so stark gewichten. Aber das ist alles so utopisch.. Man müsste innerstaatliche Probleme wie Korruption bekämpfen. Man müsste diese dikatorischen Polizeistaatsapparate abschaffen und eine Regierung einsetzen, deren Ziel nicht der eigene Machterhalt über solche Mittel ist.
    Aber warum sollte man so etwas bekämpfen? Lange Zeit wurden genau diese Diktaturen doch als Stabilitätsfaktoren angesehen. Klar waren Hussein, Mubarak, Assad und wie sie alle heißen keine Demokraten; sie haben aber in ihrer Region für Ruhe gesorgt und sich selbst und ihre Handelspartner an irgendwelchen Geschäften bereichert. In Ägypten kontrolliert das Militär um die 40% der Wirtschaft und as-Sisi regiert das Land als Militärpräsident. Da weiß man schon, wo die Interessen liegen.
    Ich denke halt, dass diese Staaten und durch ihre Struktur genauso ein Auslöser für die Entwicklung eines anderen Gedankenguts in die Wege leiten.
    Und wenn man den Menschen dort wirklich helfen will, müsste man diese diktatorischen Machenschaften unterbinden und dürfte sie nicht dulden. Aber anscheinend ist das Interesse doch zu groß, diese Staaten aufrechtzuerhalten, als den Menschen helfen zu wollen. Eigentlich ist es sogar ziemlich dreist, zu sagen, der IS muss weg, weil er Terroranschläge verübt, aber gegen die Massenmörder an der Spitze der ganzen Staaten da unten sagt keiner etwas beziehungsweise ist das ja egal, weil deren Opfer nicht in bei uns in Europa fallen, sondern dort vor Ort, was uns ja nicht interessieren muss.


    Das Problem ist jetzt, wenn man beispielsweise den IS bekämpft und dann die Macht an die alten Regenten zurückgibt, ändert sich nichts. Lässt man demokratische Wahlen zu, besteht die Gefahr, dass die Konsolidierung scheitert, vor allem, wenn diese Veränderung von außen implementiert wird, und man landet wieder im Chaos.
    Deswegen ist das alles nicht so einfach, wie man es sich gerne vorstellt. Am besten wäre es tatsächlich, wenn eine innerstaatliche demokratische Umwälzung stattfinden würde. Die meisten unzufriedenen Menschen dort unten sind aber wohl nicht welche mit demokratischen Zielen, sondern mit islamistischen / dschihadistischen Zielen, die teilweise aber durchaus von denen islamistischer Autoren abweichen. Eigentlich muss ein islamischer Staat nicht unbedingt eine Diktatur sein; nur ist das, was man halt in der Praxis sieht, der Auswuchs des Hasses und nicht irgendein gutüberlegter, die Lebensumstände verbessernder Gegenentwurf zu den Verhältnissen. Demnach ist also der demokratische Widerstand in solchen Gebieten gering und man müsste die Menschen dort erstmal dazu bringen, eine Demokratie zu wollen. Deswegen müsste die Arbeit eigentlich bei 0 anfangen, wenn man wirklich erfolgreich etwas bewegen will, ohne dass dabei solche Phänomene wie der IS zum Hervorschein kommen sollen.


    Klar muss man auch die Versorgungslage der Bevölkerung verbessern. In Syrien herrschte lange Zeit Dürre. Die Menschen flüchteten vom Land in die Städte und jetzt sind genau dort die Brennpunkte, wo sie wieder vertrieben werden. Es darf einfach nicht sein das der IS in der Lage ist, für die Menschen dort eine soziale Sicherung darzustellen und zB Renten bezahlt oder als Soldat bezahlt wird, weil keine Alternativen für die Bev. gibt.

    Wieso darf das nicht sein? Das zeigt doch genau die Inkompetenz der bisherigen Machthaber. Da fängt man einfach zu spät an, die Umstände zu kritisieren und anzugehen. Natürlich ist es nicht schön, wenn die Leute jetzt bei dieser Organisation noch Halt finden. Zumal das auch teilweise über äußere Umständ wohl auch etwas aufgezwungen wird, aber wenn es der Staat nicht schafft, dann sucht man sich halt den nächst besten, der es schafft, dafür zu sorgen, dass ich etwas zu essen im Bauch habe..


    Wir müssen ein vitales Interesse haben, ein förderales Syrien/Irak zu schaffen, wo alle Ethnien und Religionen Mitbestimmungsrecht haben und die Regierung nicht dazu da ist, das Volk auszubeuten und den Westen billiges Öl zu verkaufen. Wenn wir es geschafft haben, die gesamte Welt zu kolonialisieren, werden wir doch dort Ordnung schaffen können, ohne die Bevölkerung zu bombardieren. Die Kämpfer sind Attentäter, die sich vereinzelt verschanzen. Es ist keine Armee auf den Schlachtfeld die man ohne Schaden an der Zivilbevölerung bombardieren kann.


    Das Interesse muss nicht von uns kommen. Es muss von den Menschen dort kommen. Und das kommt einfach nicht. Das würde ja bedeuten, dass Teile der Bevölkerung ihre Macht abgeben müssten. Und wer will das schon? Durch westliche Interventionen schürt man ja genau die Ablehnung gegen die demokratische Staatsform. Es ist ja schön, dass man solche Ziele hat, aber man kann da nicht einfach ins Utopische fallen. Wie gesagt, das ist alles nicht so einfach. Man kann das auch ein bisschen mit der Zeit in Europa vergleichen, als Protestanten und Katholiken aufeinander los gingen. Dort sind es halt die Schiiten (Syrien, Iran) gegen die Sunniten (IS) im Irak und in Syrien, die auch externe Untersützung anderer Sunniten erhalten (haben). Die Christenheit hat auch ziemlich lange gebraucht, diese Unterschiede zu überbrücken. Und wahrscheinlich ist der theologische Unterschied im Islam noch verzwickter. Und würde man diesen Gruppierungen jetzt einfach sagen, dass sie sich vertragen sollen, kann man sich vorstellen, wie die Reaktion sein wird.


    Militärisch bekämpfen kann es nur die Bevölkerung. Und sie muss den Rückhalt dort den IS entziehen. Indien hat sich auch selbst aus den Kolonialismus beferit, Südafrika von der Apartheit und die UdSSR ist auch ohne einen einzigen Schuss zerfallen. Es geht. Aber nur mit der Bevölkerung. Klar müssen wir dann Aufbau-Hilfe leisten, damit sicht nicht ähnliche Strukturen neu bilden. Aber auch die Bevölkerung will einfach nur normal leben und hat keinen Bock auf fanatisch angeblichen "Islam", der ihnen kein Leben in Freiheit gibt. Sie nehmen es aber als das "kleinere" Übel so hin. Sie sind zermürbt vom Bürgerkrieg, der angezettelt wurde und lebt man nach den Regeln des IS, ist dort in Syrien das größere Maß an Sicherheit. Aber das Paradies ist es auf Dauer für Niemanden.

    Der militärische Widerstand der Bevölkerung ist doch gerade der IS. Und der bekämpft die Regierungen in Syrien und im Irak. Das heißt, es bräuchte weitere Rebellen, die sowohl die Diktatoren als auch den IS bekämpfen. Diese gibt es zwar, jedoch sind sie vergleichsweise eher schwach aufgestellt.
    Natürlich geht es auch mal ohne Gewalt, aber wirkliche Umkrempelungen wie in Frankreich 1789, Russland 1917 oder in Deutschland 1918 hätten ohne Gewalt so nie stattgefunden. Die UdSSR ist ja eher von innen zusammengebrochen und mit Mandela und Ghandi hatte man zwei sehr charismatische Führungspersonen. Das beste Beispiel ist eigentlich das Dritte Reich. Dort wäre es wahrscheinlich unmöglich gewesen, das System über inneren Widerstand wirklich ernsthaft zu gefährden, zumindest dann, als das System sich festgesetzt hat.


    Aber letztendlich geht es ja doch nur um Einflussphären und der Westen wird alles daran setzen, den größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen und seine Hegemonie zu stärken. Egal wie es den Menschen dort geht.

    Wieso nur der Westen? Jeder der Akteure versucht dort, Einfluss zu nehmen und seine Position zu stärken. Deswegen geht ja auch so wenig voran dort. Das scheint ein menschliches und kein westlichen Phänomen zu sein.

  • beste Beispiel ist eigentlich das Dritte Reich. Dort wäre es wahrscheinlich unmöglich gewesen, das System über inneren Widerstand wirklich ernsthaft zu gefährden, zumindest dann, als das System sich festgesetzt hat.


    Glaubst du das wirklich??


    Wenn ich bei der Akte Stauffenberg recht im Bilde bin, war alles von den Putschisten geregelt, es fehlte lediglich der wichtigste Faktor: der Tod Hitlers...dann hätte man den 2. Weltkrieg um viele Monate und um viele Opfer verringern können


    Was Syrien betrifft: Es ist de facto so dass wir 3 Kriegsparteien im Land selber haben, 1. Den Machthaber (und gerne Macht erhalter) Bashar al Assad mit seinem Militär, 2. Der von radikalen und Menschenverachtenden Suninten geformte IS und 3. Die anderen Rebellen, welche in einer Koalition sind (darunter befinden sich u.A. Christen, Muslime - Schiiten und Suniten, Allewiten, Kurden und andere die unter dem IS wahrlich nicht mehr Leben würden)

  • Die Bombardements in Syrien sind doch in erster Linie dazu da, nicht untätig zu erscheinen. Es werden immer wieder strategisch wichtige Ziele zerstört, aber dieser Krieg wird sicherlich nicht nur dadurch gewonnen.


    Das Argument "man muss doch nur dem IS die Geldquellen abschneiden" ist etwa so realistisch wie "man muss jeden Kriminellen auf dieser Erde verhaften", weil es ja kaum die offiziellen Instanzen sind, die den IS unterstützen.


    Ganz ehrlich sehe ich keinen Masterplan, der das Problem lösen würde, denn niemand will über seinen eigenen Schatten springen. Abwarten, die Situation genau zu beobachten und in erster Linie sich selbst verteidigen halte ich für die beste Vorgehensweise.

  • Glaubst du das wirklich??


    Wenn ich bei der Akte Stauffenberg recht im Bilde bin, war alles von den Putschisten geregelt, es fehlte lediglich der wichtigste Faktor: der Tod Hitlers...dann hätte man den 2. Weltkrieg um viele Monate und um viele Opfer verringern können

    Ok. Vielleicht habe es etwas blöd ausgedrückt. Ich meinte eher, dass es aus der Bevölkerung heraus geschieht. Zwar wird der Faschismus durch einen Massenbasis getragen, aber sobald sein Terrorsystem etabliert ist, wäre es für genau diese sehr schwierig, das wieder abzuschaffen.
    Stauffenberg jedoch war ein Offizier der Wehrmacht und damit eine militärische Persönlichkeit. Und der Faschismus braucht das Militär und die Polizei, um an die Macht zu kommen und um diese zu erhalten. Das heißt, wenn das Milität dem faschistischen Regime den Rückhalt entzieht, ist das etwas anderes als wenn "einfache" Bevölkerungsgruppen Widerstand leisten. Für das Militär, wenn es gewollt hätte, wäre es sicherlich möglich gewesen, für politische Veränderung zu sorgen.

  • schon klar....nur meine ich auch dass selbst in Syrien einige Ex-Militärs auf der Seite der gemässigten Rebellen stehn (so war es zumindest mal zu beginn des Konfliktes in den Nachrichten zu hören).
    Natürlich muss eine jede Terror-Gruppe (dazu zähle ich auch die Nazis - auch wenn deren Methoden weitaus mehr vom Egoismuss des einzelnen geprägt waren und sich somit keiner mit nem Sprengstoffgürtel in die Luft gejagt hat - ein Massenmord an anderen Menschen stuft die trotzdem in die Ecke!) von innen herraus zerstört werden, auch wenn der kühne Plan, die Finanzwege des IS trocken zu legen gelingen sollte....!


    Ausserdem garantiert eine beteiligung aller Leute/Religiösen Grüppchen an der Regierung in keinem Land 100% Sicherheit, dass sich keine solchen Spinner etablieren können - man nehme doch nur mal die Gegend wo die Typen von Boko Haram in Afrika unterwegs sind und einen islamischen Gottestaat errichten wollen....
    Oder selbst hier in Europa - gut es ist in der ehmaligen UDSSR, in Tschetschenien, dort gibt es auch islamistische Terrorkämpfer auch wenn viele scheinbar die Anschläge in einer Schule oder dem Opernhaus in Moskau dort "vergessen" oder verdrängt haben!

  • Zunächst mal, zwei interessante Zeit-Artikel zum Thema "Umgang mit IS-Terror" und ein Video, wo Jeremy Corbyn, Parteivorsitzender der britischen Labour-Partei (sozialdemokratisch, progressiv), seine Position zu den Luftangriffen der Briten auf den IS bezieht.
    Artikel 1 | Artikel 2 | Video


    1.) Es stimmt, dass Krieg (siehe Irakkrieg und Sowjetische Intervention in Afghanistan + Unterstützung der Mudschahidin durch die USA und co.) und Ausbeutung (hierbei wird aber größtenteils einzig und allein dem "Westen" vorgeworfen, dass sie von den Ölreserven Iraks profitieren und deswegen interverniert haben. "Blut für Öl" wie es so schön heißt. Allerdings gibt es da einen kleinen Hacken) den Nahen Osten nachhaltig destabilisiert haben. Allerdings stört mich der Begriff "Muslimische Welt" in diesem Zusammenhang, da Länder wie Indonesien oder Singapur, islamisch geprägte Länder, wohl kaum Krisenherde sind. Zudem gibt es den "Westen" als einheitlichen Akteur im Nahen Osten streng gesehen auch nicht. Ich kann mich jedenfalls nicht an schwedischen Bomber (*hust*) im Kampfeinsatz erinnern.


    Der erste Schritt, um Fairness gegenüber der "Muslimischen Welt" zu zeigen, wäre es, diesen Konflikt nicht mehr als einen Kampf zwischen "dem Westen" (der Christen) und Muslimen zu betrachten. Die ganze Situation dort kann man nicht einfach nicht mit Religion und/oder Ideologie erklären. Dafür spielen viel zu viele andere Faktoren eine bedeutende Rolle. (Ressourcen, Klassenkampf, Nationalitäten etc.) Hier wird irgendwie eine Religion, namentlich der Islam verteidigt, aber nicht die Menschen dahinter. Sie als einfache Mitmenschen betrachten, ohne sie auf irgendein Art und Weise politisch zu instrumentalisieren... Das wäre ja mal eine Abwechslung.


    Es stimmt zudem, dass Bomben ineffizient sind. Luftanschläge alleine, reichen nicht aus, um IS-Kämpfer langfristig zu vertreiben. Bodentruppen können es allerdings. Bevor man mich "Kriegstreiber" oder ähnliches nennt...ich bin generell gegen Kriege. Der Irakkrieg war sinnbefreit, kostete unzähligen Menschen das Leben und war für den Aufstieg des IS verantwortlich. Das ist eine Tatsache, die man der USA + Verbündete ankreiden kann. Nichtsdestotrotz...die IS ist jetzt da. Extrem gut bewaffnet und organisiert, haben ihren eigenen Kalifat auf dem Gebiet von zwei souveränen Staaten errichtet und haben es sich auf die Fahne geschrieben, alle "Ungläubigen" abzuschlachten. Und die meisten Opfer sind, entgegen der Auffassung von diversen Idioten, nicht Christen, sondern gemäßigte Muslime. Sie haben wortwörtlich der ganzen Welt den Krieg erklärt! Mit solchen Fanatikern kann man nicht verhandeln.


    "Der Westen" (die Rolle gewisser Golfstaaten darf auch nicht vergessen werden) ist verantwortlich für den Erfolg dieser Terroristen und muss, das muss man jetzt mal aussprechen, ihre eigene Scheiße beseitigen. Dort wo Diplomatie vonnöten war, reagierten sie mit Krieg und Zerstörung und wenn es doch zu der Situation kommt, wo man entschlossen militärisch durchgreifen muss, zögern sie. Dieses Verhalten stärkt nur den IS. Luftanschläge bzw. Drohnenangriffe führen zu sogenannten "Kollateralschäden", das Töten von unschuldigen Zivilisten, die willentlich in Kauf genommen werden. Jeder Terrorist, der auf diese Weise getötet werden konnte, gebärt 10 weitere, durch die obengenannten "Kollateralschäden". Gepaart mit deren Ineffizienz, Gebiete langfristig zu halten, ist es durchaus berechtigt zu fordern, Bodentruppen zu entsenden.


    Allerdings nur mit UN-Mandat (mit einem solchen Mandat wäre der Einsatz von Soldaten auch legimitiert, anders als der Irakkrieg damals, wo sich Deutschland klugerweise herausgehalten hatte und es wäre ein Zeichen, dass es sich um internationale Allianz handelt und nicht bloß eine "böse Koalition des Westens") in Zusammenarbeit bzw. als unterstützende Kraft mit regionalen Truppen, namentlich die irakische Armee, die kurdische Peschmerga und, das ist jetzt besonders wichtig, eine vereinte Front von gemäßigten Rebellen Syriens. Die Aussagen des britischen Premiers Cameron, dass 60000-70000 verbündete Rebellen in Syrien kämpfen, kann man getrost in die Tonne schmeißen. Die Rebellen sind untereinander zerstritten und bekämpfen sich teilweise. Einige Gruppierungen stehen sogar der al-Qaida nahe. (Quelle) Also müssen zunächst mal alle gemäßigten Rebellen unter einem Tisch gebracht werden, bevor man Truppen nach Syrien schickt. Immerhin sind es Syrer die Syrien und Iraker den Irak offiziell befreien sollen, nicht eine Streitmacht aus dem Ausland.


    Assad ist als Verbündete außerdem nicht tragfähig. Dieser Diktator war verantwortlich für die Abschlachtung seines eigenen Volkes. Ihn an die Macht halten lassen zu wollen, bedeutet zudem gleichzeitig die Rebellen gegen sich aufbegehren zu lassen. Ergo - sie werden in die Hände der Extremisten getrieben, wie teilweise die russischen Luftanschläge mittlerweile bewirkt haben. Assad MUSS gehen, um Syrien langfristig zu befrieden. Damit seine Familie nicht dasselbe Schicksal erleidet wie die von Gaddafi, sollte man ihnen Asyl in Großbritannien, wo sie mit einem Bruchteil ihres Vermögens leben dürfen, anbieten. So ein Angebot könnte weiteres Blutvergießen verhindern.


    2.) Agreed, Ausgrenzung und Diskriminierung ist der Hauptgrund, warum sich viele Einwanderer schwer tun sich zu integrieren. Würde man sie als "einfache Mitmenschen" betrachten und offen mit ihnen umgehen, wäre die Vermittlung "unserer Werte" um einiges erfolgreicher und es bestünde auch nicht die Gefahr, dass sich bestimmte Volksgruppen ihre eigene "Parallelgesellschaft" aufbauen. Man sollte Muslime in der eigenen Mitte empfangen, sich mit einander austauschen und gemeinsam leben. Wie man es falsch machen kann, hat Frankreich bzw. Paris gezeigt. Die slumähnlichen Außenbezirken von Paris sind gefüllt mit jungen, ausgegrenzten Muslimen ohne Zukunftsperspektiven. Nicht wenige von ihnen führen ein schweres Leben und finden Zuflucht in der Extremismus. Es ist kein Zufall, dass einige Attentäter vom 13.11 französische Staatsbürger waren. Die IS rekrutiert seine Leute in Europa aus der ramponierten Jugend unserer Generation.


    3.) Zunächst einmal - ja, dem IS muss öffentlich den Anspruch, dass sie DAS Staatsgebilde ist, in dem alle Muslime den wahren Islamismus praktizieren, genommen werden. Anfangen sollten wir damit, indem wir sie nur noch Daesh (ausgesprochen "Da-esch") nennen. Begründung


    Das "Problem" beim Islam ist allerdings auch, dass ehrliche Islamkritik, ohne polemischer Sprache und die Absicht irgendjemanden für seine persönlichen Ziele zu instrumentalisieren, immer rarer wird. Zunehmend wird alles emotional aufgebauscht, was nur die Fronten zwischen Gegner und Befürworter von Muslimen, die dadurch auch entmenschlicht werden, verhärtet. Dazu ein Artikel.


    4.) Doch, konventionelle Armeen können Daesh-Truppen ohne weiteres besiegen. Die Terrormilizen bewegen sich, anders als die Talibans in Afghanistan, oft in großen Truppenverbänden und würden durch koordinierte Luft- UND Bodenoffensiven besiegt werden können. Das "Nachher" ist allerdings das Entscheidende. Wer würde danach das ehemalige Daesh-Gebiet in Syrien beherrschen? Die "gemäßigten" Rebellen, die Kurden oder gar das Assad-Regime? Eine neutrale Zone mit UN-Friedenstruppen und lokalen Milizen bis der Konflikt in Syrien beigelegt wird, wäre für mich die naheliegendste Lösung, auch wenn es ein schwieriges Unterfangen werden könnte.


    Todenhöfers Einwurf mit den sunnitischen Iraker und allgemein die Aussöhnung zwischen Sunniten und Schiiten ist, meiner Meinung nach, vollkommen korrekt. Langfristig kann dort nur Frieden herrschen, wenn die Unterdrückung/Benachteiligung von diversen Bevölkerungsgruppen unterbunden wird. Es wird alles andere als leicht und Zugeständnisse auf beiden Seitem müssen gemacht werden, aber das ist wohl immer noch besser als Krieg.


    5.) Richtig, Rückkehrer sollten zwar von den Sicherheitsbehörden dezent beobachtet werden, aber nicht mit einem gesellschaftlichen Stigma gebrandmarkt werden. Eher sollte man versuchen, sie psychologisch zu betreuen und zu versuchen, sie wieder in die Gesellschaft zu intergrieren. Ein Zeichen für alle desillusionierte Daesh-Mitglieder, die aus der Organisation austreten wollen, aber Angst davor haben, in ihre Heimat zurückzukehren. Letztlich sind sie auch nur Menschen, und man würde den Daesh auf jeden Fall moralisch schwächen.


    Die Türkei war/ist als Verbündete gegen den Terror, wie er richtig feststellte, nicht unbedingt die Zuverlässigste. Abgesehen von den desöfteren fragwürdigen Aktionen (Abschuss eines russischen Flugzeuges, Verhalten der türkischen Grenztruppen bei der Schlacht um Kobane etc.), scheint es ihnen auch nicht wirklich zu stören, dass Daesh-Anhänger aus Europa die Grenze zu überschreiten, um an den Kämpfen im Nahen Osten teilnehmen zu können. Es ist unglaubwürdig, zu behaupten, sie könnten das nicht kontrollieren. Da fehlt eindeutig die Wille dazu. Sie könnten ja auch die Unterstützung von NATO-Verbündeten anfordern, um die Grenzen effektiver zu überwachen?


    Und wenn wir schon beim Thema "Verbündeten" sind...warum zur Hölle exportiert Deutschland und diverse andere Länder ihre Waffen nach Saudi-Arabien? Ein Land, dass Wahhabismus verbreitet, alle möglichen Art von Menschenrechtsverletzungen begeht und Leute steinigt? Allgemein sehe ich den Export von Waffen als eine Gefahr für den Frieden, was wohl nur der Rüstungsindustrie hilft, aber noch dazu Saudi-Arabien?...Da gießt man nur wortwörtlich Öl ins Feuer.


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    Ich füge hinzu, dass dies lediglich meine Meinung und Vorschläge sind, und ich erdreiste mich nicht zu behaupten, ich wäre ein Nahost-Experte. Wer an meine Aussagen etwas auszusetzen hat, ist herzlich dazueingeladen, mich auch zu korrigieren. Letztlich sollten wir doch alle besonnen handeln und zivilisiert miteinander diskutieren ^_^

  • Just my 2 cents.