Wenn Träume Wirklichkeit werden

  • ~ Wenn Träume Wirklichkeit werden ~

    http://abload.de/img/wtwwtyrjl.jpg
    Quelle


    ~ Du kämpfst wie wild für deinen Traum und fürchtest, dass er sich erfüllt. ~


    Vorwort
    Hallo und Herzlich Willkommen in meiner Geschichtensammlung!
    Schon seit meiner frühen Kindheit dienen mir meine Träume als Inspiration, sodass die erste Kurzgeschichte, die ich je geschrieben habe, auf einen basierte und sie mich heutzutage oft darüber nachdenken lassen, was diese bedeuten können, denn manche geben ein klares Bild von sich, während andere nur weitere Rätsel, die ich persönlich eigentlich immer lösen möchte, aufgeben. Eines Tages stellte ich mir so die Frage, was geschehen wird, wenn Träume nur eine andere Wirklichkeit sind und diese uns im Schlaf in eine andere Welt entführen. Selbst die Wissenschaft hat in der heutigen Zeit noch keine eindeutige These, warum wir überhaupt träumen und genau deswegen finde ich sie so fazinierend. Das ist so ziemlich die Grund, warum ich genau so meine Werke in diesem Thema präsentieren möchte - auf der einen Seite sollen sie die Realität widerspiegeln, aber sich auf der anderen wiederrum durch ihre geheimnisvolle Aura auszeichnen und meine Leser dazu anregen, über ein bestimmtes Thema nachzudenken.


  • ~ Das Feuer in mir ~

    http://abload.de/img/dfimjypdz.jpg
    Quelle


    ~ Es ist das Feuer in mir, das mich verändert. ~


    Anlass:____________ Newcomer Battle 2016 #1
    Idee:______________ Traum
    Altersfreigabe:_____ ab zehn Jahren
    Kommentar:_______Die folgende Kurzgeschichte basiert auf einen Traum von mir, in dem ich in die
    __________________ Rolle einer Person geschlüpft bin, die nachts in einer Stadt unterwegs war und
    __________________ plötzlich überrumpelt wurde und sich darauf wehrte.
    __________________ Folgend habe ich hier versucht, auch einige Gewaltelemente mit einfließen zu lassen.



    Manchmal bin ich ein anderer Mensch. Es ist das Feuer in mir, das mich verändert. Es passiert meistens ganz plötzlich, in den verrücktesten Situationen. Auf einmal habe ich dieses Gefühl, als wäre ich unaufhaltbar: meine Stimme ändert sich dabei; sie klingt so autoritär; meine Gedanken sind frei; ich spüre das Adrenalin - es zieht sich von meinen Fingerspitzen hinweg über meinen ganzen Körper; ich bekomme Gänsehaut und meine Haare stellen sich auf - niemand kann mich jetzt aufhalten. Was gerade mit mir geschieht, kann ich nicht erklären. So geht es weiter, bis meine Grenzen erreich sind; bis ich keine Kontrolle mehr über mich habe.
    Plötzlich bemerke ich ihn; er steht dort an der Ecke und schaut komisch zu mir rüber. Ob er weiß, was ich bin? Er ruft meinen Namen, aber ich kenne ihn nicht und ich frage mich, was er wohl von mir möchte. Er kommt in meine Richtung und begrüßt mich erneut. Ich kenne ihn immer noch nicht; ich erkenne nicht einmal sein Gesicht. Plötzlich packt mich an; er will mein Geld. Ich frage mich in diesen Moment, wer er ist und wieso er mir das antut - ich habe doch nichts Wertvolles dabei. Am liebsten würde ich weinend zusammenbrechen, doch dann habe ich wieder dieses Gefühl - tief in meinen Inneren. Ich schreie ihn an: er soll mich in Ruhe lassen. Er packt stärker an; ich mache darauf das selbe. Auf einmal zückt er sein Messer; will mich damit erstechen. Doch ich spüre in diesem Moment keine Furcht; ich spüre nur das Feuer. Ich packe seinen Oberarm, in der Hoffnung, dass er mich nicht erwischt. Doch dann verspühre ich kurz einen schmerzhaften Hieb über meine rechte Schulter. Wenige Sekunden später, spühre ich ihn kaum noch; sondern nur noch pures Glück. Er kann mich nicht verletzten. Ich bin jetzt dieser andere Mensch; ihn kann man nicht verletzten. Ich trete ihn - er wehrt sich. Ich trete ihn erneut - er fällt zu Boden. Ich stürtze auf ihn - er hat das Messer nicht mehr in der Hand; es liegt neben uns. Er greift es - er ersticht mich - er lacht. Ich blute - ich schreie auf - ich werde aggressiver. Ich brodle vor Wut - wie ein Vulkan. Ich trete ein letztes Mal zu und treffe ihn in den Bauch. Er geht einen Schritt zurück und stürmt dann auf mich zu; mit dem Messer in der Hand. Er versucht mich umzurennen - er trifft mich nochmal an der Schulter, als ich umstürtze. Doch es ist nicht so schlimm. Ich wehre mich und schlage um mich, wie ein wildes Tier. Ich treffe ihn im Gesicht; er blutet - er steht schleppend auf, lässt dabei das Messer fallen und hält seine Hände vor sein Gesicht. Ich nehme mir das Messer; halte es fest in der rechten Hand. Ich geh auf ihn zu und schreie ihn an. Ich kann mich nicht mehr kontrollieren. Es ist das Feuer in mir, das mich verändert. Ich steche ihn überall ab. Er schreit ebenfalls; qualvoll. Doch dann verstummt er. Ich schaue ihn an. Er bewegt sich nicht mehr; er blutet nur noch.
    Ich bin verzweifelt. Nun liegt er da regungslos herum; und ich bin schuld. Ich lasse das Messer fallen und renne panisch weg.
    Es ist früh am Morgen. Ich wache in meinen Bett auf und habe die Hoffnung, dass das alles nur ein Alptraum war. Wie jeden Morgen gehe ich nach dem Aufstehen zum Briefkasten und hole mir die Tageszeitung heraus. Ich mache mir danach Frühstück. Es ist wie ein normaler Tag, als wäre nichts passiert. Ich schlage die Zeitung auf, schon auf der nächsten Seite sehe ich einen Bericht über eine Schlägerei letzten Abend. Das Opfer wurde abgestochen.
    Geschockt laufe ich in das Badezimmer; ziehe mein Nachthemd aus und sehe eine große, lange Narbe auf meinem rechten Schulterblatt.
    Manchmal bin ich ein anderer Mensch. Es ist das Feuer in mir, das mich verändert. Es passiert meistens ganz plötzlich, in den verrücktesten Situationen. Auf einmal habe ich dieses Gefühl, als wäre ich unaufhaltbar: meine Stimme ändert sich dabei; sie klingt so autoritär; meine Gedanken sind frei; ich spüre das Adrenalin - es zieht sich von meinen Fingerspitzen hinweg über meinen ganzen Körper; ich bekomme Gänsehaut und meine Haare stellen sich auf - niemand kann mich jetzt aufhalten. Was gerade mit mir geschieht, kann ich nicht erklären; es ist böse. So geht es weiter, bis meine Grenzen erreich sind; bis ich keine Kontrolle mehr über mich habe; bis jetzt; bis zu diesen Augenblick.
    Ich weiß, was nun zu tun ist: Ich muss mich stellen; mich schuldig fühlen.
    Es ist das Feuer in mir, das mich verändert.

  • ~ Die Suche nach Solgaleo ~

    http://abload.de/img/dsnsk3rkf.jpg
    Quelle


    >> Solgaleo, das legendäre Pokémon, das einst die Sonne gefressen hat. <<


    Anlass:___________ Wettbewerb 11: Pokémon-Bericht
    Idee:______________ Neuigkeiten zu Pokémon Sonne und Mond
    Altersfreigabe:______keine festgelegte Altersfreigabe
    Kommentar:________ In dieser Geschichte, die nebenbei eine echte Herausforderung für mich war, habe
    ___________________ ich versucht, den Forschungsvorgang eines neuen Pokémon zu beschreiben. Da die
    ___________________ Neuigkeiten zu Sonne und Mond zu dieser Zeit recht aktuell waren, habe ich mich
    ___________________ für einige Charaktere und Pokémon aus der neuen Generation entschieden.


    Endlich habe ich es nach jahrerlanger Suche gefunden: Solgaleo, das legendäre Pokémon der Alola-Region, meiner Heimat-Region, das vor langer Zeit die Sonne verschlungen haben soll. Meine Assistentin Lilly hat mir kurz vor meiner Abreise den entscheidenen Tipp mit auf den Weg gegeben: Dorfbewohner berichten, dass es sich auf einen Vulkan aufhält. Tatsache! Es hält sich auf dem Kīlauea, einen aktiven Vulkan auf der Big Island, auf. Doch wieso hat es sich vom Rest der Welt abgeschottet? Ich habe alles in meiner Macht stehende versucht, um diese Frage zu beantworten, doch am Ende kann ich mir keinen Reim darauf machen. Doch dafür kann ich andere wichtige Informationen über dieses geheimnisvolle Pokémon in Erfahrung bringen. Eines Tages verlässt es seine Höhle, um auf Nahrungssuche zu gehen. Plötzlich wird es von einem Brutalanda angegriffen. Normalerweise sollte der Angriffswert von Solgaleo wegen Brutalandas Fähigkeit "Bedroher" gesenkt werden, doch dies ist nicht der Fall. Anscheinend besitzt Solgaleo die Fähigkeit, dass niemand seine Statuswerte senken kann. Daraufhin benenne ich diese neue Fähigkeit, die anscheindend nur das legendäre Pokémon besitzt, "Metallprotektor". Das ca. drei Meter große Pokémon ist vom Erscheinen Brutalandas überhaupt nicht erfreut und bereitet einen Angriff vor. Es leuchtet in diesem Moment wie die aufgehende Sonne. Dabei erstrahlt ein merkwürdiges Symbol, das große Ähnlichkeiten mit der Sonne hat, auf seiner Stirn. Es springt draufhin in die Weiten des Horizonts und stürzt mit einer gewaltigen Kraft auf den Gegner zu. Brutalanda ist auf der Stelle kampfunfähig. Ich nenne diese Attacke "Stahlgestirn", weil sie große Ähnlichkeiten mit einem Stahlblock, der auf die Erde hinab fällt, hat. Zwar bin ich ein sehr interessierter Pokémon-Professor, der sich auf Attacken spezialisiert hat, doch ich wäre nicht so lebensmüde und würde mich dieser Attacke in den Weg stellen. Nachdem ich die Attacken und die Kampftaktiken von Solgaleo genau unter die Lupe genommen habe, will ich mehr über seine Lebensweise wissen. Ich verfolge es bis auf die Spitze des Kīlaueas, wo es offensichtlich auf Nahrungssuche ist. Doch wovon ernährt sich solch ein Geschöpf? Ich kann die Frage schnell beantworten, denn ehe ich mich versehe, ist das legendäre Pokémon am Ufer des Lavabades. Dort trinkt es die heiße Lava. Wenn mein Vermutung stimmt, dann ist im Inneren dieses Pokémons eine große Energiereserve, das jedeszeit wie ein Vulkan ausbrechen kann.
    Einige Tage später kann ich nun endlich das Geheimnis hinter Solgaleos Mähne lüften:
    Es ist ein verregneter Tag: die dunklen Wolken verdecken das Licht der Sonne, die Regenmassen fließen vom Gipfel hinab in das Tal und vom Riesen ist keine Spur. Wahrscheinlich hat es sich in seine Höhle zurückgezogen. Plötzlich höre ich ein lautes Brummen. Ist es der Donner? Wenig später habe ich das Gefühl, die warmen Sonnenstrahlen auf meiner Haut zu spühren. Ich sehe eine Lichtquelle von Süden kommen: Es ist das legendäre Pokémon, das in Richtung Klippe geht. Dort steht es nun in einer protzigen Pose und schaut in die Weiten des Horizonts. Auf einmal beginnt seine Mähne an zu leuchten. Ich fühle mich vom Licht verzaubert. Mein Blick fällt dabei auf den Himmel: Die Wolken verschwinden langsam und die Sonne schaut hervor. Solgaleo, das Pokémon der Sonne.
    Ich glaube, ich habe im Moment genügend Informationen über es sammeln können und werde diese bald mit anderen Professoren teilen. Nun muss ich schnell in mein Labor zurück, denn wie Lilly mir heute per Videoanruf mitteilt, warten zwei Pokémon-Trainier darauf, endlich ihr Starter-Pokémon zu begrüßen und auf Reise zu gehen. Und wer weiß, vielleicht begegnen sie auf ihren Reisen ja auch Solgaleo.

  • Hallo Löwe,


    du wünschst dir Feedback, du bekommst welches! Für dieses Mal habe ich mir mal den Text "Die Suche nach Solgaleo" rausgesucht, weil der immerhin auch bei dem Wettbewerb war, den ich geleitet habe. Grundsätzlich fand ich das nämlich toll, dass du dir da gleich eines der neuen Pokémon rausgesucht hast, um über dieses dann einen Bericht zu schreiben. Größtenteils hast du dich auch daran gehalten, was man bereits durch die Trailer kannte: Spezialfähigkeit, Attacke und auch ein bisschen vom Aussehen sind anfangs eingeflossen. Das ist jetzt für einen Bericht zwar etwas zu sehr an die Spiele gerichtet, aber ist insgesamt vertretbar, weil man sich dadurch auch als Nichtkenner der Spiele einigermaßen ein Bild machen kann. Lediglich der Typ ist ja gar nicht eingeflossen, auch wenn du diesen mit dem Stahlgestirn angedeutet hast. Dass Kukui die Attacken selbstständig benennt ist, ebenfalls ganz nett für ihn als Forscher, aber vermutlich hätte der Prozess bis zur Namensfindung noch wesentlich länger angedauert. Das sind aber nun wirklich Kleinigkeiten.
    Auch neue Erkenntnisse hast du eingebracht und besonders, als es den Regen mit Hilfe seiner Macht besänftigt und die Sonne heraufbeschworen hat, fühlte ich mich an einen typischen Sonnentanz erinnert. Auf der einen Seite eine richtig gute Idee, auf der anderen Seite hast du diese Szene auch ebenso schnell wieder abflauen lassen. Kukui hat diesen Moment immerhin selbst verfolgt, also wäre es hier möglich gewesen, seinen Eindruck von dem Schauspiel darzustellen; wie die verschwindenen Wolken und die auftauchende Sonne auf ihn wirken. Wie Solgaleo seine Macht ausübt und Kukui damit begeistert. In meinen Augen wäre das definitiv im Rahmen des Themas gewesen und hätte dem Text auch ein schönes Naturschauspiel beschert.
    Das Ende fand ich gut konstruiert damit, dass er sich ja um zwei neue Pokémon-Trainer zu kümmern hat. Mal sehen, wie die Abenteuer dann weiter gehen werden.


    Wir lesen uns!

  • ~ Befreie dich selbst ~

    http://abload.de/img/bdsxkqtd.jpg
    Quelle


    >> Der erste Schritt, sich selbst zu befreien, ist, an sich selbst zu glauben. <<


    Anlass:___________ Wettbewerb 12: Grenzen
    Idee:______________ Musikvideo zu Shatter me
    Altersfreigabe:______ab sechs Jahren
    Kommentar:________ In dieser Kurzgeschichte geht es um den Ausbruch aus einem (inneren) Käfig.
    ___________________ Durch Verwendung von mehrdeutigen Symboliken habe ich versucht, die Geschichte realitätsnäher zu beschreiben.


    Sie meinen, mich gefangen zu halten; abgeschottet von der Realität. Sie geben mir einst ein helles Licht, dass mich von innen erhellt. Solange es strahlt, schlägt mein Herz. Doch ich weiß, dass es nicht mehr lange strahlt; es wird mit der Zeit schwächer. Ich muss mich davon lösen und mich von meiner Barriere nicht abhalten lassen, frei zu sein.
    Ich erstarre vor Angst; habe weiche Knie. Sie wollen, dass ich nachlasse; sie wollen meinen Tod. Doch ich gebe nicht nach; ich halte durch, solange ich mich nach meinen Wunsch sehne. Noch einmal die warmen Strahlen der Sonne auf meiner Haut spühren, noch einmal die frische Luft einatmen, noch einmal wie ein kleines Kind durch die Wiesen laufen und im Gras wunschlos entspannen, noch einmal einen frischen Apfel schmecken. Das Licht erstrahlt heller.
    Ich setze mich zur Wehr, will die Mauern einreißen. Aber ich kann sie nicht brechen; sie sind zu hart für meinen zerbrechlichen Körper. Ich möchte hier nicht alleine sterben; ich will meine Freiheit genießen. Doch das Feuer in mir kann ich nicht mehr entflammen; die Suche nach der Sonne ist vergangen. So liege ich hier regungslos am Boden und starre auf die bedrohliche Dunkelheit über mir. Ich spühre ihre Kälte, ich rieche ihre drückende Luft, ich sehe ihre trostlosen Träume und ich schmecke ihren bitteren Geschmack. Das Licht gibt langsam nach. Bald wird es nicht mehr strahlen. Das ist nicht das Leben, das ich leben möchte. Ich darf nicht aufgeben, niemals! Das Licht muss heller werden!
    Langsam stehe ich auf, beinahe stolpere ich über meine schwachen Beine. Ich muss mich vom Fluch, der mich schwächt, trennen. Da stehe ich nun vor den Mauern, die mich gefangen halten. Ich schlage auf sie ein, doch sie bricht nicht; sie bekommt nur leichte Risse. Wie soll ich es dann nur schaffen, eine ganze Mauer aus dem Weg zu räumen? Sie wollen mich zum Verzweifeln bringen; sie wollen sich heimlich an meine Seele schleichen und mich zerstören. Doch ich werde es nicht zulassen; ich werde bis zu den Sternen tanzen. Im selben Augenblick sehe ich das Licht; es flackert vor sich hin. Ich schlage erneut zu; mit jeden weiteren Schlag kommen neue Risse hinzu.
    Ich schaffe es einfach nicht, sie zu zerstören. Sie haben es geschafft; sie konnten mich brechen und mich ans Ende meiner Kräfte bringen. Alleine liege ich nun da; in der Dunkelheit; ohne Hoffnung. Ich schaue zum Licht hinauf; es ist beinahe erloschen.
    Plötzlich höre ich einen hohen Ton, als würde jemand eine alte Tür öffnen. Wenig später erkenne ich zärtliche Lichtstrahlen von draußen; ihr Licht ist allerdings so schwach, dass mich nur ein kleiner Bruchteil erreicht. Jemand betritt den Raum, doch ich kann nur leichte Umrisse eines Schattens erkennen. "Niemals wirst du uns entkommen! Für immer wirst du bei uns bleiben, bei uns wirst du alleine und erbärmlich sterben!", sagt diese Person.
    Aber ich möchte mein Schicksal nicht akzeptieren; ich muss meinen Wunsch noch erfüllen. Noch einmal die warmen Strahlen der Sonne auf meiner Haut spühren, noch einmal die frische Luft einatmen, noch einmal wie ein kleines Kind durch die Wiesen laufen und wunschlos im Gras entspannen, noch einmal einen frischen Apfel schmecken.
    Mit letzter Kraft schreie ich noch einmal auf. Das Licht strahlt nun heller als die Sonne. Die Stärke meines Schreies ist so gewaltig, dass die Mauer zerbricht. Ich höre das dumpfe Geräusch der Ziegelsteine, die auf den Boden fallen.
    Im selben Augenblick höre ich das Plätschern von Wasser in meiner Nähe. Endlich habe ich es geschafft; ich bin frei. Endlich spühre ich die warmen Strahlen der Sonne auf meiner Haut, endlich atme ich die frische Luft ein; endlich kann ich wie ein Kind durch die Wiesen laufen und wunschlos im Gras entspannen, endlich schmecke ich die Frische der Äpfel in meinen Mund.
    Nun kann ich beruhigt im Gras einschlafen. Es ist so schön, frei zu sein. In diesen Moment erlischt das Licht; der Glühdraht ist zerbrochen und gibt kein neues Licht mehr von sich.


    ___________________________________________


  • ~ Kindlein ~

    http://abload.de/img/kindlein1nrnf.jpg
    Quelle


    >> Ich schau' in Kindleins Augen und vergessen ist das Leid. <<


    Altersfreigabe:_____ keine festgelegte Altersbeschränkung
    Kommentar:________Mein erstes Gedicht, das ich in meiner kleinen Sammlung veröffentliche.
    ___________________Die Idee zu diesen kam mir recht spontan, sodass es dieses Mal nicht wirklich
    ___________________eine Hintergrundstory dazu gibt. Ich hoffe trotzdem, dass es euch gefällt und
    ___________________ich würde mich sehr auf euer Feedback freuen!


    Kindleins Augen
    wachen über mich;
    Kindleins Augen
    wachen auch über dich;
    Kindleins Augen
    wachen hier und dort;
    Kindleins Augen
    wachen an jenen Ort
    über dich und mich
    jederzeit.


    Kindleins Händchen
    halten mich fest im Arm;
    Kindleins Händchen
    halten mich immer warm;
    Kindleins Händchen
    halten mich zurück;
    Kindleins Händchen
    halten mein Glück
    für dich und mich
    jederzeit.


    Kindleins Lachen
    sagt mir Wohl;
    Kindleins Lachen
    sagt mir nie lebewohl;
    Kindleins Lachen
    sagt zu mir froh;
    Kindleins Lachen
    sagt es mir ebenso
    zu dir und mir
    jederzeit; irgendwo.

  • Hallo Galileo, auch dir wollte ich noch einen Kommentar hinterlassen und nutze dafür jetzt mal die Gelegenheit, dass dein neues Gedicht schon seit einer Woche unkommentiert ist.



    Rein von der Optik her ist das Gedicht ansprechend kompakt und es lässt sich schon eine gewisse Struktur erkennen, ohne dass es überhaupt gelesen werden muss. Das ist sehr gut, denn oft fallen bei der äußeren Betrachtung schon Verse auf, die durch zu viele Silben aus dem Muster fallen.
    Inhaltlich kann ich zu dem Werk allerdings nicht sonderlich viel sagen, einfach weil noch nicht viel rübergebracht wird. Es scheint fast, als sei das Hauptmerkmal hier das Muster selbst und der Inhalt zweitrangig - was gar nicht mal negativ sein muss. Ich finde gerade dadurch erinnert mich das ganze an eine Art Schlaflied für Kinder und es wirkt allgemein sehr warm auf mich.
    Gegen die Reime habe ich im Großen und Ganzen auch nichts, sie sind zwar sehr einfach, passen sich dadurch aber gut der Form an. Groß ausschweifende Reimketten wären hier ohnehin fehl am Platz gewesen. Ich störe mich nur an dem Reim von "Wohl" auf "lebewohl" in der dritten Strophe, einfach weil es nicht besonders schön ist, ein Wort quasi mit sich selbst zu reimen.


    Alles in allem finde ich das Gedicht in seiner Simplizität durchaus gelungen, es entsteht ein entspannter Rhythmus beim Lesen und das ganze wird durch den Zusatz von "irgendwo" im letzten Vers gut abgerundet. Bleib auf jeden Fall am Dichten dran, du hast noch viel Potential!


    P.S. Das Wort "Kindleins" braucht gar kein Apostroph

  • ~ Versiegelt ~

    http://abload.de/img/versiegeltbhsv7.jpg
    Quelle


    >> Ein Siegel kann man nicht mit Gewalt öffnen. <<


    Idee:_____________ Traum
    Altersfreigabe:_____ab zehn Jahren
    Kommentar:_______ Die folgende Geschichte basiert auf einen Traum von mir, in dem ich eine blasse Gestalt im Inneren einer Burg
    __________________ sah. Leider konnte ich mich später noch kaum an etwas erinnern, weswegen ich ein Drabble schrieb.
    __________________ Die genannten Gegenstände & Orte haben für mich im Zusammenhang eine besondere Symbolik, die ich versuchte,
    __________________ in die Geschichte mit einfließen zu lassen.


    Zuerst kommen die tiefen Gräben; sie sorgen dafür, dass die kalten Mauern beschützt werden.
    Danach kommen die kalten Mauern; sie sorgen dafür, dass niemand in die leeren Räume hineinschauen kann.
    Folgend kommen die leeren Räume; sie sorgen dafür, dass die seelenlosen Wachen nicht gefunden werden können.
    Dann kommen die seelenlosen Wachen; sie sorgen dafür, dass niemand den unantastbaren Schatz nahe kommt.
    Und schließlich kommt der unantastbare Schatz, versiegelt von den tiefen Gräben; versiegelt von den kalten Mauern; versiegelt von den leeren Räumen; versiegelt von den seelenlosen Wachen; versiegelt von mir.
    Niemand wird an den Schatz gelangen; darauf werde ich achten.


    ___________________________________________


  • Hallo Galileo,


    ich habe schon länger überlegt, hier mal zu kommentieren und jetzt hat mich dein neuestes Drabble dazu inspiriert. Aber als erstes ein paar Worte zum Startpost: Er ist ziemlich kurz, aber das ist überhaupt nicht schlimm. Wie heißt es doch so schön: In der Kürze liegt die Würze. Und deiner beinhaltet ja auch alles, was wichtig ist. Du hast einen ansprechenden Titel, ein passendes Bild, eine kurze Einleitung und eine Übersicht; was will man mehr? Manchmal ist es echt praktisch, wenn man sich kurz fassen kann. =)
    Nun also zu deinem Drabble. Ganz offensichtlich ist dies das Werk, dass am besten zum Titel deines Topics passt, nachdem es auf einem Traum basiert. Ich kenne das, wenn man morgens aufwacht und denkt: "Ich hab doch irgendwas geträumt ...", aber sich einfach nicht erinnern kann; das ist grausam. Allerdings hat es bei dir ja zum Glück noch für ein Drabble gereicht.
    Bevor ich jetzt aber darauf an sich eingehe, möchte ich noch etwas zu den Informationen sagen, die du uns vor jedem Werk gibst, genauer gesagt zu ihrer Gestaltung: Auf der richtigen Bildschirmgröße sieht das gut aus mit den Unterstrichen, mit dem Handy z.B. kann das schon etwas seltsam wirken; aber das lässt sich nicht ändern. Worauf du allerdings achten könntest, ist die Dicke der Unterstriche, denn momentan ist das nicht gerade einheitlich. Bei dem Drabble beispielsweise sind alle fett, außer dem letzten. Vielleicht achtest du da ein bisschen drauf. Oder du nutzt [color=transparent][/color] und machst damit, dass man die Unterstriche überhaupt nicht mehr sieht. Keine Ahnung, das besser aussehen würde oder schlechter, ich möchte es nur als Option in den Raum stellen. Diese wunderschönen Infos zu Beginn haben sonst nur ein einziges Problem: Sie können die Geschichte spoilern. Ich selbst lese deinen Kommentar immer erst nach der Geschichte, um sie völlig unvoreingenommen genießen zu können. Die Spoiler durch deinen Kommentar sind je nach Werk unterschiedlich stark, aber ich werde sie wohl auch in Zukunft erst hinterher lesen. Ich hab keine Ahnung, ob man das anders regeln könnte oder ob du das überhaupt wolltest, ich meine, es ist ja auch so möglich darüber hinweg zu lesen. (Ach, und was auch immer hinter "Traum" ist, kann mein Laptop leider nicht anzeigen.)
    Jetzt aber wirklich zum Drabble. Du beginnst mit einem Satz, der im ersten Moment vollkommen seltsam klingt, sich dann aber in das schöne Schema des Drabbles einfügt. Man liest diesen Satz und fragt sich: Was sollen diese Gräben und warum beschützen sie ausgerechnet kalte Mauern? Und damit solltest du die Leser genau da haben, wo du sie haben willst, denn sie sind interessiert, wollen wissen, wie es weiter geht. Und es geht genauso weiter, wie es begonnen hat. Interessant ist hierbei, dass du zwar dieselbe Satzstrucktur verwendest, aber andere Wörter benutzt, andere Verben. Im Endeffekt sind das ja alles Dinge, die etwas beschützen bzw. versiegeln, um es mit dem Titel auszudrücken, aber du sagst nicht jedes mal "sie versiegeln", sondern "beschützen", "niemand hineinschauen", "nicht finden", "nicht zu nahe kommen". Abgesehen vom ersten sind das auch noch alles Negierungen; das unterstützt dieses Bild der Leere, der Trostlosigkeit und der Befestigung, das du mit den "Akteuren" malst. Auf die tiefen Gräben folgen die kalten Mauern, sie bilden die leeren Räume, in denen die seelenlosen Wachen stehen. Und wieder bildet der erste Satz eine Ausnahme: "tief" kann alles sein, es ist nicht sofort mit Einsamkeit oder Trostlosigkeit assoziiert. Tatsächlich ist bei den beiden eben genannten Sachen eine Steigerung zu erkennen. Es wird immer trostloser, immer extremer.
    Diese Hyperbel endet im Schatz. Wir erfahren nicht, was der Schatz ist, und nach deinem Kommentar bin ich mir nicht sicher, ob du es überhaupt selber weißt. Ich sehe da zwei Möglichkeiten: Die erste bleibt in der Stimmung des Drabbles. Und es ist ein richtiger Schatz mit Goldmünzen, Juweken und allem, was dazu gehört. Ich stelle mir einen machthungrigen König vor. Er hat keine Freuden im Leben, sein Herz ist kalt und alles, was ihm wichtig ist, ist sein Schatz, den er tief in seinem Schloss versteckt hält. Kaum einer darf je sein Schloss betreten, er tut alles, um seine Reichtümer zu beschützen. Die zweite ist deutlich symbolischer. Nichts von dem, was wir bisher gelesen haben, existiert tatsächlich, in Wirklichkeit sind das Schutzmechanismen einer Person. Der Ich-Erzähler versteckt sein Inneres. Vielleicht hatte er eine schwere Kindheit, vielleicht wurde er einmal seelisch schwer verletzt, aber der Schatz, das ist er selbst. Er ist abgestumpft über die Jahre, er hat eine negative Sicht auf die Welt, sein Wesen ist tief, kalt, leer und seelenlos, alles, um nie wieder so verletzt zu werden. Vermutlich hat er die Hoffnung bereits aufgegeben. Er wird niemanden mehr an sich heran lassen, keine Gefühle mehr zeigen. Das hat er sich fest vorgenommen.
    Um ehrlich zu sein, gefallen mir beide Varianten gleich gut, weshalb ich mich nicht auf eine festlegen werde. Der Schatz ist unantastbar, das werde ich respektieren. "Unantastbar" ist übrigens ein sehr großes Wort. Einfach nur vom Wortgefühl her, so wie "imposant" oder "Ewigkeit", wobei "Ewigkeit" noch etwas häufiger genutzt wird. In jedem Fall unterstützt dieses Wort die letzte Aussage, es zeigt, wie ernst es dem Ich-Erzähler damit ist, schon bevor er es mehr als deutlich macht, denn der letzte Satz klingt schon fast wie eine Drohung. Dadurch kommt zu der trostlosen Stimmung des Drabbles noch eine deutlich unheimlichere Nuance. (Okay, die seelenlosen Wachen waren auch schon unheimlich, aber die haben keine Drohung impliziert.) Es stellt sich nur noch die Frage, ob "versiegelt von mir" bedeutet, dass der Ich-Erzähler alles aufgebaut hat, um den Schatz zu versiegeln, oder ob er die letzte Instanz ist. Vielleicht ja beides.
    Zu guter Letzt möchte ich mich noch zum Titel äußern, der im vorletzten Satz mehr als einmal erwähnt wird. An dieser Stelle noch ein Lob dafür, dass du jeden Satz in einer neuen Zeile geschrieben hast, da ich das bisher verpasst habe, das trägt wirklich sehr gut zur Struktur bei. Vor allem hat es eine gleichbleibende Satzstrucktur, bis man zum innersten Kern vorgedrungen ist. Hier wirst du ausführlicher, ehe der letzte Satz noch einmal sehr kurz und sehr pregnant ist. Es ist auch gar nicht schlimm, dass dieser längste Satz nur aus Wiederholungen besteht; das unterstützt nur die Stimmung des Drabbles. "Versiegelt" ist hierbei das Wort der Anapher. Versiegelt ... Das ist ein interessantes Wort. Man benutzt es in der heutigen Zeit nicht mehr sonderlich oft, weshalb es sehr gut zum Bild der Burg passt. Ursprünglich bedeutet dieses Wort ja, dass man etwas mit einem Siegel verschließt, inzwischen wird das Wort häufig synonym zu "verschließen" verwendet. Nur etwas ... würdevoller. "Versiegelt" wirkt wichtiger als "verschlossen". Öffnet man einen versiegelten Brief, so zerstört man das Siegel unwiederruflich, einen verschlossenen Brief kann man auch so öffnen, das man ihn wieder schließen kann. Tatsächlich unterstützt das die zweite Variante, da ein menschlicher Schutzmechanismus, der einmal durchbrochen wurde, schwer wieder aufzubauen ist. Aber vielleicht interpretiere ich ja auch schon wieder zu viel. Fakt ist, dass der Titel durch ein starkes Wort besticht und zeigt, dass der Schlüssel aus dem Header nicht reichen wird.


    Mir gefällt dieses Drabble sehr gut, ich hatte wirklich Spaß daran, es zu lesen und zu kommentieren. Vielen Dank dafür! Und ich hoffe, du hattest auch Freude an meinem kleinen Kommentar. c:
    ~ShiralyaSeelentau


    P.S. Ich glaube, das ist die höchste Dichte an "trostlos", die ich je in einem Text hatte. x3

  • ~ Schwerelos ~


    Quelle


    >> Oh, ich wünscht' ich wär' schwerelos und vergessen ist der Frust. <<


    Idee:_____________ Tagtraum
    Altersfreigabe:_____keine festgelegte Altersbeschränkung
    Kommentar:_______ Um hier mal etwas aktiver zu werden, stelle ich eine aktuelles Drabble hinein.
    __________________ Die Anaphern flogen mir urplötzlich im Physikunterricht in den Sinn, sodass ich diese aufgeschrieb und Zuhause __________________ weitergeführt habe. Man hätte es auch als Gedicht umschreiben können, doch das war in meinen Augen nicht das __________________ Wahre, allein schon von den Reimen.


    Wie schön es sein muss, schwerelos zu sein.
    Du kannst nicht tief fallen; du bist unverwundbar.
    Wie schrecklich es sein muss, schwerelos zu sein.
    Du hast niemanden, der dich hält; niemanden, der dich tröstet.
    Wie schön es sein muss, schwerelos zu sein.
    Du musst dich um nichts kümmern; du lebst im Moment.
    Wie schrecklich es sein muss, schwerelos zu sein.
    Du hast keine Ziele; du lebst ohne Grund.
    Wie schön es sein muss, schwerelos zu sein.
    Du entdeckst einzigartige Orte; du lebst in deiner Welt.
    Wie schrecklich es sein muss, schwerelos zu sein.
    Du bist alleine; du musst dich verstecken.


    _____________________________________________


  • ~ Eine Legende erwacht ~


    Quelle'


    >> Eine Legende ruht nie. <<


    Anlass:____________Geburtstagsevent "This is your Story!" zum fünfjährigen Bestehen von Wizard101 Europa
    Idee:______________Erlebnisse im Onlinespiel Wizard101
    Altersfreigabe:_____ab sechs Jahren
    Kommentar:_______ Die folgende Geschichte basiert auf einer Quest im Spiel Wizard101, bei er man einen Endboss besiegen muss.
    __________________ Da man beim genannten Geburtstagsevent ein vergangenes Erlebnis im Spiel darstellen sollte, habe ich
    __________________ mich bemuht, mich daran zu erinnern, wie das gleich nochmal war. Natürlich habe ich auch einige Szenen
    __________________ verändert, damit eine bessere Spannung aufkommt.


    "Aha, der Zauber wirkt! Oh, sieh nur Gamma, wir haben endlich jemanden gefunden!", sagt ein alter Mann mit langen, weißen Bart. "Uuhuu!", heult seine Eule. "Ein junger Zauberer! Ein Schüler mit großen Potential. Vielleicht sogar genug, um Wizard City zu retten!", setzt er fort. "Tatsächlich?", antwortet sein Begleiter, "Wo?" "In einer weit, weit entfernten Welt ... Oh je! Dort glauben sie nicht einmal an Magie!?", man bermerkt seinen ungläubigen Blick. "Da fragt man sich, was für ein Zauberer daraus werden soll. Vielleicht sollten wir das Buch der Geheimnisse zu Rate ziehen ...", er dreht sich zu dem großen, dicken Buch auf dem Podest hinter ihm; zeigt mir, dass ich vortreten soll. "Beantworte diese Fragen, um herauszufinden, aus welchen Zaubererholz zu geschnitzt bist:"
    "Uuhuu!", heult das Federvieh erneut, als das Ergebnis feststeht. "Ah, wie ich sehe, passt du am besten in die Schule des Feuers, der Pyromantie. Feuerzauberer sind klug, leidenschaftlich, ehrgeizig und ... attraktiv. Berühmte Pyromanten waren Marlene Dietrich, die Zauberin Circe und Shakespeare. Feuerzauberer wirken Angriffszauber, die über mehrere Runden Schaden verursachen.", liest der Alte aus dem Buch ab. "Bist du mit deiner Wahl zufrieden?"
    Ohne zu zögern, gebe ich ihm mit einem einfachen Nicken meine Bestätigung.
    "Moment einmal! Bei den ganzem Papierkram habe ich völlig vergessen, dich nach deinen Namen zu fragen ... Nun, wie heißt du denn?" "I-ich heiße ... Max. Max Löwenblut." "Hallo, Max! Schön, dich kennenzulernen! Ich habe schon viel von dir gehört ... glaube ich zumindest. Ab heute werde ich dein neuer Schulleiter sein. Man nennt mich Merle Ambrose!"
    Einige Wochen vergehen; seidem habe ich bereits einige Gegner auf den verschiedenen Wegen von Wizard City besiegt und einige neue Zauber gelernt. Doch dann liegt eines Tages dieser Brief vor meinem Schlafzimmer nahe Rabenhain. Man erkennt sofort das Siegel von Merle Ambrose; Rindenbart.


    "Hallo Max,


    ich bin sehr von deinen derzeitigen Fortschritt erstaunt! Sehr gerne würde ich mit dir auf einer Tasse Tee über deine Zukunft an Rabenhain reden.
    Bitte melde dich schnellstmöglich bei mir in meinem Büro in der Stadtmitte!


    Mit magischen Grüßen
    Merle Ambrose"


    Nachdem ich die letzte Zeile gelesen habe; sprinte ich nach draußen, rüste meinen Stolzen Löwen aus und reite mit ihm zum verabredeten Ort.
    Angekommen erwartet er mich bereits sehnsüchtig. "Da bist du ja endlich! Komm schnell! Komm schnell!", begrüßt er mich flüchtig. "A-aber...", er stoppt mich und erzählt weiter. "Oh-weh, große Not! Es ist etwas schreckliches passiert ... Graf Nachtschatten!", er holt tief Luft. "Er ist wieder erwacht und will nun ganz Wizard-City von der Spukhöhle aus bezwingen. Du bist mein talentiertester Schüler, du musst ihn besiegen!" Verwirrt schaue ich Merle Ambrose an. "Aber wie?", frage ich ihn. "Mithilfe deiner Mitschüler. Wenn ich vorstellen darf: Grace Schattenlicht und Phillip Sonnenwald. Sie werden dich begleiten." Zwei Gestalten treten hervor. "Hallo, schön die kennenzulernen! Ich bin Grace Schattenlicht, Zerstörerin! Hihi!", entgegnet sie. "Hi, ich bin Phillip Sonnenwald und werde dich im Kampf heilen!", stellt er sich vor.
    Zusammen machen wir uns auf den Weg in die Spukhöhle.
    Dort werden wir bereits von einem dutzend Vogelscheuchen empfangen: "Wer zum Meister will, muss uns erst besiegen!" Kampfbereit nehmen wir uns der Aufgabe an.
    Nachdem wir eine ganze Horde Gegner und eine Menge Energie hinter uns gelassen haben, sind wir endlich am Turm, in dem Graf Nachtschatten haust, angekommen. Mit vorsichtigen Schritten öffnen wir die Tür. Sie quietscht.
    "Was sehen meine toten Augen denn da? Zauberer aus Wizard-City?", lacht eine tiefe Stimme. "Genau recht zum Mitternachtssnack!" Plötzlich werden wir in den Kampf reingezogen. "W-was!?", fragt sich Phillip, "Ich wollte mein Deck noch ändern!"
    "Muhaha!", spottet Graf Nachtschatten, welcher uns gegenübersteht.
    Der Kampf hat bereits begonnen und wir alle beschwören zuerst eine Klinge unserer Schule auf uns selbst. "Wir jämmerlich ihr seid und mich einfach nicht angreift ... Dann muss ich euch angreifen!", er zaubert einen Ghul auf Grace. "Aua!" "Keine Sorge, ich heile dich gleich, Grace!", beruhigt Phillip.
    "Wir müssen angreifen!", rufe ich meinen Freunden zu. Beide nicken. "Los, Feuerkobold!", ich zeichne das Feuersymbol in die Luft; der Zauber wirkt. Grace möchte mit einen Sturmhai angreifen, doch ihr zauber verpatzt. Phillip hat einen einfachen Gnom ausgewählt, er schwächt die Vogelscheuche, Nachtschattens Schergen.
    Nun sind sie wieder am Zug. Der Untote setzt mit einem weiteren Ghul seine Angriffskette auf Grace fort. "Wenn das so weitergeht, habe ich bald keine Lebenspunkte mehr!", merkt sie an.
    "Grace, ich setze gleich eine Elfe auf dich! Halte durch!", erklärt Phillip. "Danke!", antwortet sie. Ich bin dran: Meine Feuerkatze besiegt das Strohmonster. Grace angriff schlägt erneut fehl; genauso Phillips Heilung. "Haha! Wie viel Zielen habt ihr überhaupt?", fragt sich der Graf. Im selben Augenblick greift seine Finsterfee an; trifft Grace. Ihr Leben fällt auf Null. Sie verschwindet aus dem Kampfkreis.
    "N-nein ... Grace!", rufen wir ihr nach, doch wir bekommen keine Antwort von ihr. Schnell wird uns klar, dass wir uns nicht ablenken dürfen, denn unsere jetzige Aufgabe ist es, Graf Nachtschatten zu besiegen. "Machen wir weiter!" Ein letztes Mal zeichne ich mein Schulsymbol ins Nirgendwo; meiner Zauber, eine Feuerkatze, wirkt. Mit einem qualvollen Todesschrei geht es mit Graf Nachtschatten zu Ende.
    In der Mitte der Kampfkreises erscheint Grace. "Ich wusste, dass ihr es schaffen könnt ..." Sie sackt zusammen.
    Wir haben es geschafft: Wizard-City ist frei von jeglichem Bösen. Nachdem wir in unserer gewohnten Gegend, der Stadtmitte, angekommen sind, bringen wir Grace zu Muh Linda Wuh , welche alle ihrer Wunden heilt. Sie hat sich gut erholt, sodass wir wenige Minuten später zu unserem Schulleiter gehen können, um ihn die frohe Botschaft zu verkünden.
    "Gute Arbeit!", bedankt er sich bei uns. "Dank euch ist Wizard-City wieder befreit!" Im selben Augenblick führt er fort: "Nun ist Krokotopia an der Reihe." Wir seufzen auf.

  • Hallo Galileo,


    ich muss zugeben, das Spiel Wizard101 kannte ich bis jetzt nicht und MMOs im Allgemeinen haben mich noch nie angesprochen. Glücklicherweise geht es hier aber vor allem um den Inhalt und ich nehme mal an, dass du hier vor allem den Anfang des Spiels beschrieben hast? Allein die Einleitung mit dem Zauberer und der Eule, die einen Menschen aus unserer Welt finden, wirkt wie ein Tutorial, um in die neue Welt einzutauchen zu können. Tatsächlich sieht es ja auch so aus, da die ersten Schritte gemacht werden. Ich würde dir aber empfehlen, wenn du Zeitsprünge machst (und derer hast du ja offenbar einige im Text), dass du entweder nur einen Absatz machst oder auch direkt dazuschreibst, wie viel später jetzt die neue Szene ist. Punkte als Auslassungszeichen können nämlich auch bedeuten, dass der Hauptcharakter einfach schweigt oder dass es als Denkpause für den Leser dient, was hier ja nicht gegeben ist.


    Ansonsten war die Quest sehr kurzweilig beschrieben. Du hast dich nicht großartig mit Beschreibungen aufgehalten (wobei das natürlich schon einen Löwenanteil ausmachen würde, besonders da die Zauber recht eindrucksvoll dargestellt werden können) und vor allem die Bedrohung als solche dargestellt und schnell ausgemerzt. Hier kannst du natürlich ansetzen und die Grenzen zwischen Spiel und Fantasie verschwimmen lassen. Ausführlichere Kämpfe, vielleicht sogar einen kleinen Wendepunkt, wie man ihn aus Shounen-Mangas kennt; das alles ist dir dann aber freigestellt.


    Wir lesen uns!

  • ~ Sehe ich dumm aus? ~


    Quelle


    >> Mit einer Brille sieht alles gleich schlauer aus, als es in Wirklichkeit ist. <<


    Anlass:___________ Hobbyautoren-Treff am 25. September - Speedwettbewerb "Abenteuer in der Stadt"
    Idee:______________ Chatgespräch mit @Buxi
    Altersfreigabe:______keine festgelegte Altersbeschränkung
    Kommentar:________ Ähm, ja ... Eigentlich dachte ich nicht daran, dass es tatsächlich ein richtiger Wettbewerb ist, sondern
    ___________________ dass es eher um Spaß ging als um Ernst. Naja, wenn ich unter Zeitdruck stehe, bin ich kontraproduktiv.
    ___________________ Aber immerhin habe ich noch drei Stimmen beim Vote bekommen, was mich echt überrascht hat.
    ___________________ Nachdem der Wettbewerb zu Ende war, habe ich noch etwas an der Verbesserung gearbeitet.


    Es ist Sonntagnachmittag. Max hat zu diesem Zeitpunkt noch nichts Spannendes geplant, außer dem Hobbyautoren-Treffen im Chat des Bisaboardes, der um Punkt sechszehn Uhr beginnt. Nachder er sich mit einigen ihm bekannten Gesichtern über die unterschiedlichsten Themen unterhalten hat, macht er die Anmerkung, dass er eine Brille tragen sollte, damit er schlauer aussieht. User Buxi fragt ihn indessen, ob er denn dumm aussieht. Er ist sprachlos. Wie soll er das beurteilen?
    Er meint, er solle doch einfach in die Stadt gehen und die Leute dort fragen, ob er so aussieht, als wäre er dumm.
    Rasch zog er sich ein neues T-Shirt an; schlüpfte schnell in seine Schuhe und fährt mit seinem Fahrrad, welches er erst letzte Woche von seinem Vater geschenkt bekommen hat, in das Stadtzentrum.
    "Hallo, kann ich Sie bitte einmal etwas fragen?", sein Blick geht in die Richtung einer älteren Dame, die mit ihrem Hund, einem weißen Pudel, spazieren geht. "Hallo, Entschuldigung! Aber ich habe da eine dringende Frage an Sie ... Sehe ich dumm aus?" Die Miene der Passantin spricht Bände: "Wie meinst du dass den bitte?" "Na, sehe ich für Sie dumm aus?" "Ich kenne dich doch gar nicht!", antwortet sie. "A-aber ...", er holt kurz Luft, "...sehe ich für Sie dumm aus? Bitte denken Sie nicht weiter darüber nach, antworten Sie einfach auf meine Frage!" , sein Ton wird ernster. "Nachdem, was du hier gerade gesagt hast, bist du wahrlich dumm!" Sie dreht sich um; geht ohne weitere Worte fort. "Habe ich etwas Falsches gesagt!?", ruft Max ihr nach. Er bekommt keine Antwort.
    Er versucht es bei weiteren Personen, die gerade in der Gegend sind. Im ''Restaurant zur Altstadt'' sitzen einige Leute auf der Außenterasse, bei denen er es noch einmal versuchen kann. "Hallo, Entschuldigung, aber ich hätte da eine Frage an Sie." Ein um die dreißigjähriger Mann kommt auf den Jungen hinzu: "Ja, bitte?" "Sehe ich für Sie dumm aus?" "Ähm, ich weiß nicht, was ich darauf antworten soll." "Na, sehe ich für sie eher schlau oder eher dumm aus?", fragt er erneut. "Eigentlich achte ich nicht auf das Äußere. Von daher kann ich dir da schlecht helfen. Aber frag doch mal die Kellnerin; sie hat es mit vielen Leuten zu tun und kann dir da bestimmt eine Antwort drauf geben." "Dankeschön", Max bedankt sich flüchtig, bevor er den Vorschlag in die Tat umsetzt.
    "Hallo! Entschuldigung, aber sehe ich für Sie dumm aus?", er fragt ein drittes Mal nach. "Natürlich siehst du das!", antwortet die junge Dame mit einem Lachen. "Vielen Dank!"
    Der junge Mann setzt sich auf sein Gefährt, radelt mit hoher Geschwindigkeit zurück nach Hause und öffnet seinen Computer. Mit wenigen Mausklicken ist er auf der Benutzerseite des genannten Bisaboardnutzers und schreibt ihm auf die Pinnwand: "In der Tat! Die Kellnerin meint, ich sehe dumm aus!"


    _____________________________________________


  • ~ Bestie ~


    Quelle


    >> In Wirklichkeit sind wir doch alle erbarmungslose Bestien. <<


    Idee:______________Artikel in der städtischen Zeitung
    Altersfreigabe:_____ab zehn Jahren
    Kommentar:_______ In letzter Zeit schreibe ich gerne an Drabbles; irgendwie fazinieren sie mich.
    __________________ Die nächste Geschichte ist ebenfalls eines; deren Idee ich beim Lesen eines Artikels in der städtischen Zeitung
    __________________ enwickelt hatte. In diesem ging es um ehemalige Straftäter, die aus ihren Fehlern gerlernt haben und nun
    __________________ einen Neuanfang wollen, aber durch Vorurteile Anderer auf Widerstand stoßen und dadurch vom Psyschoterror
    __________________ heimgesucht werden.


    Äußerlich hat es den Anschein, als wäre ich normal.
    Ich habe an jeder Hand je fünf Finger; an jedem Fuß je fünf Zehen.
    Ich bin durchschnittlich groß für mein Alter und auch nicht außergewöhnlich dicker oder dünner als die Anderen.
    Also sollte ich doch ein völlig normaler Mensch sein, oder?
    Aber das bin ich gerade nicht; ganz und gar nicht!
    Jede Nacht sehe ich Blut an meinen Händen; doch ist dies nicht real.
    Ich könnte davonlaufen, doch die Bestie würde mich immer wieder einholen.
    Und niemand kann sie einsperren. Das ist das Schlimmste von Allem.
    Ich bin diese erbarmungslose Bestie.

  • Guten Abend, Galileo (:
    Ich bin ein riesen Fan von Drabbles, schreibe sie selbst gerne und da kam ich nicht umher, dein Drabble für mich zu entdecken. Drabbles können so vieles sein und dass du momentan Spaß daran hast, eigene zu verfassen, freut mich sehr! Kommen wir gleich mal zu deinem neusten Werk respektive Drabble: „Bestie“
    Ich kann dir vorweg sagen, dass ich der Meinung bin, dass man bei vielen Drabbles nicht unbedingt besondere Verbesserungsvorschläge einbringen kann (höchstens alternative Worte, Rechtschreibfehler und Ähnliches) und es eigentlich viel interessanter ist, was das Drabble aussagt sowie es auf den Leser wirkt. Drabble haben oftmals eine tiefere Nachricht oder berichten einfach mit traumhaften Worten von einem Moment, der eingefangen wurde. Kann alles Mögliche letztendlich daraus entstehen.
    In dem Drabble haben wir einen ehemaligen Verbrecher, der jetzt die quälende Vergangenheit nicht mehr los wird und Blut an seinen Händen sieht, welches er nicht loswerden kann. Angefangen wird damit, dass aufgezeigt wird, dass der Mann äußerlich durchschnittlich aussieht und sich durch nichts Besonderes aus der Masse hervorhebt wie es scheint, aber wie in den meisten Fällen, liegt im Inneren meist weitaus mehr verborgen und genau dies beschäftigt den Mann Tag für Tag. Das Drabble lässt mich durch die vorletzten beiden Sätze darauf schließen, dass er immer noch einen gewissen Mordtrieb oder den Trieb, je nach Art seiner vergangenen Verbrechen, in sich hat. Der Trieb zum erneuten Verbrechen, da er eine gewisse Angst vor der Bestie aufzeigt und davon spricht, dass sie nicht einzusperren ist. Es kann auch sein, dass er lediglich Angst davor hat, rückfällig zu werden und somit nichts dagegen tun könnte, da sein Wille zu schwach ist. Wo ich so darüber nachdenke, könnte es ebenfalls der Fall sein, dass er (ich gehe mal von einem männlichen Protagonisten aus) unter einer dissoziativen Identitätsstörung leidet, somit die Persönlichkeiten abwechseln und er Angst vor dem Moment hat, in dem eine andere Identität erneut übernimmt und eine dieser schrecklichen Taten vollbringt, die Blut an seine Hände gebracht haben. Auf jeden Fall ist das Drabble interessant und lässt sich unterschiedlich interpretieren, was Drabbles so faszinierend macht.
    Ich würde vielleicht zukünftig darüber nachdenken, einmal ein Drabble auf eine andere Weise zu schreiben. So, dass es nicht allzu offen zeigt, was es sagen will oder eben die Meinung/Nachricht, die du zeigen bzw. beschreiben willst, nicht direkt zeigt, sondern erst beim Lesen und mit Nachdenken genau entschlüsselt werden kann. Gibt eben so unterschiedliche Arten, wie man es machen kann. So etwas wie der Satz:

    Jede Nacht sehe ich Blut an meinen Händen; doch ist dies nicht real.

    Kann man den Nachsatz ruhig weglassen, ja, dann ergibt es nicht mehr 100 Wörter, aber die kann man ja woanders einfügen. Oftmals reicht der kurze Satz schon und es zeigt sich, was gemeint ist! Nur eine Kleinigkeit.


    Auf jeden Fall freue ich mich schon auf zukünftige Werke und bedanke mich für dein Drabble, war angenehm zu lesen und eine interessante Idee! *^*)/

  • ~ Was ist geschehen? ~


    Quelle


    >> Wieso tun wir Dinge, die wir eigentlich nicht tun wollen? <<


    Idee:______________eine zufällig aufgetauchtes Lied
    Altersfreigabe:_____ab sechs Jahren
    Kommentar:_______ So, bevor das Ganze hier zu einer reinen Drabble- und Kurzgeschichtensammlung wird, veröffentliche ich lieber
    __________________ zur Sicherheit noch ein aktuelles Gedicht von mir, dass mir bei einer mir unbekannten Melodie/Lied eingefallen ist.
    __________________ Es ist nicht sonderlich reich bevölkert von künsterlichen Mitteln bewohnt, stoßt aber auch zum Nachdenken an,
    __________________ so hoffe ich es zumindest.


    Was ist geschehen?
    So frag ich dich!
    Du willst es wissen,
    doch sag ich's nicht!


    Warum sagst du nichts?
    Was ist mir dir?
    Die Zeit war nun reif,
    doch du nicht hier!


    Wieso trag' ich Schuld?
    Ich hatt' mein Grund!
    Du weißt es genau!
    Halt deinen Mund!


    Hör jetzt damit auf!
    Es war wichtig!
    Hast nur Ausreden,
    war's nicht richtig!


    Er wurd' ohnmächtig,
    wacht' nimmer auf.
    Sie lacht' vor sich hin,
    hoffte darauf.


    __________________________________________________


  • ~ Vom Schattenmenschen ~


    Quelle


    >> Mein Freund, der Schatten, begleitet mich auf meinen langen Weg. <<


    Anlass:____________ Gespentische Werke!
    Idee:______________Mythos der Schattenmenschen
    Altersfreigabe:_____ab zwölf Jahren
    Kommentar:_______Die folgende Kurzgeschichte ist für die Gespenstische Werke! - Aktion im Fanfiction - Bereich entstanden. Die Idee,
    __________________über die Schattenmenschen zu schreiben, trage ich schon eine Weile mit mir herum, sodass die Aktion der
    __________________perfekte Anlass für mich ist, sie endlich in die Tat umzusetzten.


    Kennst du auch dieses Gefühl, wenn du denkst, dass du beobachtet wirst, aber keine Menschenseele in der Nähe ist? Siehst du auch einen flüchtigen Schatten, der sich plötzlich bewegt und genauso schnell wieder verschwunden ist? Dann hast du sicherlich schon einmal Kontakt mit dem Schattenmenschen gehabt.
    Wer diese Person ist, fragst du dich? Das weiß niemand genau; es gibt nur einzelne Spekulationen - und davon reichlich viele, wenn ich genauer darüber nachdenke. Es gibt Gerüchte, dass dieser ein Geist eines Verstorbenen, ein Naturgeist, ein Zeitreisender oder ein Mensch, dem es gelungen sein soll, durch die Dimensionen zu reisen, ist. In meisten Fällen wird er immer als ein bedrohlich-aussehendes Wesen, ohne kaum bestimmbare Merkmale beschrieben.
    Wenn du mir nicht glaubst, kann ich es dir nicht einmal übel nehmen. Was ich hier rede, ist bestimmt für die Meisten nicht gerade einfach zu verstehen ... Ein Wunder, dass ich noch nicht in die Klapse eingewiesen worden bin. Aber was mache ich jetzt nur, um dir dieses Phänomen genauer zu erklären? Ah, ich habe eine Idee! Wie wäre es, wenn ich dir eine meiner Geschichten erzähle?


    Nun denn, was ich dir jetzt erzählen werde, liegt bestimmt schon viel, vielleicht auch schon sehr viele Jahre zurück. Es war eine sehr schwierige Zeit für mich; mein Vater hatte sich von meiner Mutter scheiden lassen, sodass sie sich entschloss, auszuziehen. Das neue Haus, in das ich nun wohnte, war ein älteres Anwesen, das vor dem ersten Weltkrieg erbaut wurde und die Bombeneinschläge überlebte. Es war recht groß gebaut; wir hatten sogar einen kleinen Garten, in dem wir später unsere Hühner hielten. Wie dem auch sei, ich schweife ab.
    Eines Tages musste meine Mutter die Nachtschicht übernehmen, sodass ich nachts alleine zu Hause wartete. Doch gegen dreiundzwanzig Uhr gab ich die Hoffnung auf, dass sie noch vor Tagesanbruch ankommen würde. Außerdem war ich ganz schön müde und musste am folgenden Tag noch zur Schule gehen. Also lag ich mich recht schnell hin, wobei ich sagen muss, dass das Sprichwort "ins Bett fallen" zutreffender wäre.
    Doch ich konnte einfach nicht einschlafen. So ist das eben manchmal. Dann hörte ich, wie sich die Haustür unten mit einen lauten Knall schloss. Ich dachte sofort daran, dass Mutter wieder von der Arbeit heimkam. Das leise Quietschen der alten Treppe verriet mir, dass sich jemand nach oben in den ersten Stock begab. Ich vernahm das Geräusch, dass jemand vor meinem Zimmer war; jemand atmete schwer ein und aus; und dann öffnete sich meine Kinderzimmertür schlagartig. Das Atmen wurde immer lauter. Ich tat so, als ob ich bereits schlief.
    Ich versuchte meinen ganzen Körper zu kontrollieren, damit ich nicht auffiel. Die Schritte schlichen vorsichtig durch mein Zimmer; sie kamen immer näher in meine Richtung. Plötzlich bemerkte ich einen leichten Druck auf meiner Stirn; eine kalte Hand berührte sie. Ich erschrak.
    Sie ließ schnell wieder los und wendete sich von mir ab. Leicht ängstlich öffnete ich meine Augen. Dank dem Licht der Straßenlaternen, das durch das Fenster nach drinnen drang, konnte ich endlich etwas Genaueres erkennen: eine menschliche Silhouette; mehr aber auch nicht, da es nicht mehr zu erkennen gab. Ich schwitze an den Händen und fragte mich, was das wohl für ein Ding war. Dann drehte es sich um; schaute mich mit seinen glühend roten Augen direkt in die meine. "Hallo!", sagte es mit einer flüsternden tiefen Stimme. Ich zuckte zusammen; erkannte noch den leichten Ansatz eines weichen Grinsens und dann verschwand es einfach so in eine dunkle Ecke meines Kinderzimmers.
    Panisch rannte ich aus meinem Bett und schaltete das Licht wieder an; es war tatsächlich nicht mehr da. Den restlichen Abend verbrachte ich unten im Wohnzimmer; verständlich hatte ich alle Lampen auf die hellste Stufe gestellt und alle Türen fest verschlossen.
    Schließlich schlief ich irgendwann ein und wurde am nächsten Morgen von meiner Mutter, die gerade erst von der Arbeit kam, geweckt. Mein Rücken tat etwas von der harten Couch weh. Ich erzählte ihr alles, was ich in der letzten Nacht erlebte. Sie beruhigte mich, indem sie mir den Kopf sanft schreichelte, während ich in ihren Armen nach Trost suchte. Sie erklärte mir, dass das Alles bestimmt nur ein fieser Albtraum war.
    Und das glaubte ich auch eine ganze Weile, bis ich später im Laufe meines Lebens mit dem Mythos des Schattenmenschen konfrontiert wurde. Heute habe ich endlich eine Erklärung für diese Erscheinung gefunden.


    Und auch, wenn es im ersten Moment an eine Szene aus einem Horrorstreifen erinnert, denke ich, dass der Schattenmensch einfach nur spührte, dass ich seinerzeit eine harte Zeit überwunden musste. Wenn ich genauer darüber nachdenke, war er an sich auch nicht bedrohlich mir gegenüber. Sicherlich war seine Gestalt für einen damaligen zehnjährigen Jungen nicht gerade ein schöner Anblick, aber er hat mir nichts Schlimmes angetan oder gewollt. Er wollte einfach nur Hallo sagen. Es hat damals wohl auch meine Angst bemerkt und ist einfach so verschwunden, um mich nicht noch mehr zu traumatisieren. Deswegen ist er meiner Meinung nach kein Gespenst oder sonst eine Kreatur. Nein, er ist für mich ein normales Lebewesen, so wie du und ich es auch sind, der durch seine Gestalt auf den Widerstand der Menschheit gestoßen ist und sich seitdem vor der Zivilisation versteckt.

  • ~ Betrogenenmelodie ~


    Quelle


    >> Und sie lebten glücklich bis zu ihrem Ende im ewigen Scheidungskrieg. <<


    Idee:______________Die Trennung von Brangelina
    Altersfreigabe:_____ ab sechs Jahren
    Kommentar:_______ Eventuell sollte ich weniger Klatschpresse lesen sowie im Fernsehen schauen ...
    __________________ Nachdem man meinte, dass mein Gedicht beim neunzehnten Wettbewerb, welches ich überigens derzeit
    __________________ überarbeite und hier später noch veröffentliche werde, eher einem Sontext ähnelt, habe ich mich mal
    __________________ an diese mir neue Textform mit diesem kurzen Songtext herangetraut.


    Was soll ich noch sagen?
    Baby, es ist jetzt aus!
    Wir und uns vertragen?
    Nein, endlich ist es raus!


    Hast mich oft belogen,
    mein süßer kleiner Schatz.
    Hast mich je betrogen,
    sodass es nicht mehr passt!


    Das geht so seit Jahren,
    doch jetzt sehe ich es klar.
    Ich werd' nicht erbarmen!
    Du zahlst mich aus in bar!


    Ich zieh dich vors Gericht;
    ob dus willst oder nicht!
    Denn so steht's im Vertrag!
    Verlang' großen Betrag!
    Muhahahahaha!


    Was schaust du mich so an?
    War Alles deine Schuld!
    Ich frage mich schon wohl wann;
    Ich hab' keine Geduld!

  • ~ Galgenraten ~


    Quelle


    >> Nenn' mir Buchstaben! <<


    Idee:______________Galgenraten in der Freistunde
    Altersfreigabe:_____ ab sechs Jahren
    Kommentar:_______ Die Idee kam mir tatsächlich beim Galgenraten in der Freistunde. Ist sicherlich schon seit Jahren ausgelutscht,
    __________________ aber was willst du machen, wenn man dir verbietet, das Handy anzumachen? Zum Drabble allgemein kann ich
    __________________ noch sagen, dass ich versucht habe, ein wenig Interpretationsraum zu lassen. Deswegen möchte ich im Kommentar
    __________________ auch nicht allzu viele Worte darüber verlieren, sondern euch lieber entscheiden lassen, von was ihr ausgeht.


    Das dicke Seil frisst sich in die dünne Haut seines Halses. "Nenne mir Buchstaben!", sagt der dickere Mann im schwarzen Gewand vor ihm. Hinter ihm taucht urplötzlich eine große Tafel auf, auf welche er mit einem Stück Kreide acht kleine Striche zeichnet. "H", flüstert er. Er schreibt den Buchstaben an erster Stelle. "I", die Schlinge wird fester. "F", zwei Zeichen erscheinen an dritter und vierter Stelle. "T", der Boden unter ihm löst sich auf. "Letzte Chance!", spottet er. "A", er bekommt kaum noch ein Wort raus. Mit seinem letzten Atemzug schimmert das Lösungswort mit weißer Schrift an der Wand: "Hoffnung".