Special #2: Fanfictioncollab - Erzählung x Gedicht

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  • In diesem Thema habt ihr eine bestimmte Anzahl an Punkten zur Verfügung, die ihr den Texten im Tab "Abgaben" geben könnt. Dabei ist zu beachten, dass ihr nahezu frei wählen könnt, wie ihr die Punkte verteilt und welche Texte mehr Punkte als andere bekommen. Achtet jedoch darauf, dass ihr die Punkte, die euch zur Verfügung stehen, komplett ausschöpft. Votes, welche zu wenige oder zu viele Punkte enthalten, können leider nicht gezählt werden. Des Weiteren solltet ihr eure Punkte mindestens auf drei Texte verteilen, eure Wahl begründen und natürlich nicht für eure eigenen Texte voten.
    Es ist außerdem hilfreich, euch das "How to vote-Topic" anzusehen. Schreibt ihr in dieser Saison besonders viele Votes, habt ihr die Chance auf Medaillen. Weitere Informationen findet ihr hier: Informationen und Regeln zu den Wettbewerben.


    Wer neben den Votes noch weitere Kritik für sein Werk erhalten möchte, aber kein eigenes Thema erstellen möchte, der kann dies gerne in unserem Feedback-Thema für fertige Texte tun!

    Zitat von Aufgabenstellung

    Sommer



    Nach positiver Resonanz im letzten Jahr und auf mehrmaligen Wunsch hin haben wir beschlossen, wieder einen FFxFF-Collab zu veranstalten - hierbei müssen zwei Autoren im Team gemeinsam eine Abgabe erarbeiten. Dieses Mal dreht sich thematisch alles um den Sommer. Ein Pokémonbezug ist nicht Pflicht.
    Das Besondere dieses Mal ist jedoch, dass ein Partner aus dem Team eine kurze Erzählung schreibt, während der andere ein Gedicht schreibt, welches in diese kurze Erzählung eingebunden werden muss.



    Ihr könnt 8 Punkte verteilen, maximal 4 an eine Abgabe



    Wenn ihr nicht wissen solltet, wie ihr eure ID herausfindet, könnt ihr dies unter anderem hier nachlesen.


    Der Vote läuft bis Sonntag, den 23.08.2015, um 23:59 Uhr.
    [tab=Abgaben]












    [/tabmenu]

  • Download-Post


    Wie gewohnt könnt ihr euch die Abgaben der Wettbewerbe hier im PDF- und ePub-Format herunterladen, um so auch unterwegs lesen zu können.
    Die PDF und das ePub wurden von @Sheogorath erstellt . Sollten Fragen und/oder Anregungen bestehen, dann zögert bitte nicht die Urheber deswegen anzusprechen; konstruktive Verbesserungsvorschläge sind immer willkommen.


    Für eine kurze Anleitung und noch einmal die Einführung zu den "Wettbewerben unterwegs" klicke hier.



    EDIT 13.08.: Die Dateien wurden den Änderungen der Abgabenzahl angepasst.

  • [tabmenu][tab=And then]Eigentlich war ich ja so angepisst, dass ich hier nicht mehr voten wollte, aber irgendwann hab ich mal gesagt, dass ich bei allen Wettbewerben der Saison teilnehmen und voten werde. Mit der Teilnahme wird's wohl nichts mehr, aber 'nen Vote gibts trotzdem. Außerdem will ich meine Wettbewerbspräsenz nicht unter persönlichem Kindergartengetue leiden lassen, so viel Professionalität hab ich dann doch noch.


    Jeder, der Abgabe 00 -- Schism für den Sieger der Herzen hält, macht in seinem Vote vor/oberhalb der anderen Abgaben einen Tab/Spoiler/Abschnitt zu dieser Abgabe, in der er ein paar Verse aus dem Lied Schism von Tool zitiert.
    [tab=there][subtab=Schism]I know the pieces fit but I watched them tumble down
    No fault, none to blame
    It doesn't mean I don't desire
    To point the finger
    Blame the other
    Watch the temple topple over
    To bring the pieces back together, rediscover communication
    [subtab=Lebenstanz]So, fangen wir mal an... Die Geschichte an sich finde ich ganz gut und an manchen Stellen ziemlich witzig, die Charaktere kommen sympathisch rüber und ihre Dialoge finde ich gut gemacht, weil sich vor allem da ihre Unterschiede zeigen.
    Das Gedicht hat ein nicht ganz regelmäßiges Metrum, was ich ihm aber nachsehe, da es ja ein Lied sein soll, wo das Metrum ja auch oft unregelmäßig ist. Gesungen könnte ich mir das Gedicht nämlich durchaus vorstellen. Die Reime sind regelmäßig und Inhalt und Aufbau des Gedichts gefallen mir ganz gut.
    Wie das Gedicht in die Geschichte integriert wurde, finde ich leider nicht so gut, thematisch passt es zwar zusammen, aber das Gedicht hat keinen Einfluss auf die Geschichte, wird nur kurz erwähnt und erscheint mir ersetzbar.
    [subtab=P.S.]Ich will mal ehrlich sein... Diese Abgabe ist mein Favorit. Die Umsetzung als Brief finde ich sehr interessant, die Geschichte, die darin erzählt wird, irgendwie süß und die Schnitzeljagd sehr schön gemacht. Allerdings frage ich mich an manchen Stellen, ob ich das alles in einem Brief erwähnt hätte.
    Das Gedicht hat zwar ein ziemlich regelmäßiges Metrum, aber diese ständigen Wechsel zwischen Jambus und Trochäus haben mich beim Lesen leider immer wieder rausgebracht. Die Rätsel finde ich sehr schön gemacht, so, dass man sie wohl nur als solche erkennt, wenn man weiß, dass es welche sein sollen.
    Das Zusammenspiel von Geschichte und Gedicht finde ich hier ebenfalls am besten gemacht, da die Gedichte sinnvoll in die Geschichte integriert wurden und diese ohne die Gedichte nicht möglich wäre.
    [subtab=Ein Sommernachtswunschtraum]Mit der Geschichte hier mag ich irgendwie nicht so recht warm werden. Die Protagonistin wird durch ihre Verträumtheit zwar irgendwie sympathisch, aber ihre Gedanken drehen sich für meinen Geschmack zu sehr um ihren Robin, sodass sie auf einmal alles macht, was sie mit ihm früher gemacht hatte, obwohl es für sie die ganze Zeit über nicht mehr so wichtig zu sein schien. Außerdem ist mir das Ende zu kitschig, sorry.
    Das Gedicht hat zwar ein regelmäßiges Metrum, aber Wechsel in den Silbenanzahlen pro Vers lassen es etwas holprig lesen. Bei Robins Parts hatte ich da aber weniger Probleme als bei Claires Parts. Inhaltlich haben die Gedichte für mich leider das gleiche Problem wie die Geschichte.
    Aber eins, was ich nicht so recht verstehe: Was stellen die Gedichte in der Geschichte dar? SMS? Briefe? Für solche schien mir aber die Zeit, die zwischen den einzelnen Teilen zu vergehen schien, zu kurz. Außerdem wird auf die Gedichte nie irgendein Bezug genommen, wodurch mir eben nicht klar wird, für was sie stehen.
    [subtab=Ein Sommernachmittagstraum]Wills Teil der Erzählung finde ich witzig geschrieben, auch seine Beziehung zu Lucy wird süß dargestellt. Lucys Teil ist schön verträumt und macht sie als Charakter zwar irgendwie niedlich, mir aber auch unsympathisch, ich finde solches Verhalten einfach respektlos.
    Das Gedicht hat ein regelmäßiges Metrum, wodurch es sich flüssig lesen lässt, die Reime scheinen aber chaotisch, wie sie mal da sind, mal nicht. Damit passen sie aber auch zum Inhalt.
    Das Zusammenspiel der beiden Teile finde ich interessant. Zwar mag ich die Idee des Gedichts als Gedicht, das in der Geschichte vorgelesen wird, nicht so besonders, aber die Parallelen zwischen dem Traum und dem Gedicht, die da als zwei eigentlich getrennte Handlungsstränge coexistieren, finde ich als Idee sehr interessant.
    [subtab=Ehrgeiz]Der Charakter erinnert mich irgendwie an mich, haha. Wenns um Noten ging, waren Hausaufgaben egal, aber wehe, es ging um einen Wettstreit in der Klasse... xD Das macht mir den Charakter gleich einmal sympathisch. Seine Vorgehensweise finde ich aber ebenso interessant wie befremdlich. Eine Mindmap für ein Gedicht? Ernsthaft? xP Aber gut, an sich ist die Geschichte gut geschrieben und die Gedankengänge sind nachvollziehbar.
    Das Gedicht... meh. Doof, wenn das Erste, was auffällt, fehlende Kommas sind. Ein regelmäßiges Metrum besitzt das Gedicht leider auch nicht und das Reimschema ist zwar regelmäßig, aber auch irgendwie verwirrend und hat nicht gerade dazu beigetragen, dass es sich flüssig lesen lässt. Inhaltlich bietet es leider auch nichts wirklich Neues oder Überraschendes.
    Eine Geschichte über das Gedicht. Finde ich eine ziemlich simple Idee. Das Gedicht befindet sich so an einer sinnvollen Stelle, aber das ist leider auch das einzig Positive, was ich über das Zusammenspiel der beiden Teile gerade sagen kann.
    [subtab=Sternenseele]Whoa. Das ist heftig. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber der Protagonist stirbt doch am Ende, oder? Der Aufbau der Geschichte gefällt mir sehr gut, anfangs versteht man noch nicht, was genau passiert ist, aber nach und nach wird es klar. Ich habe förmlich mit dem Charakter gelitten, mit ihm gehofft, dass er das wichtigste Gedicht seines Lebens noch fertig bekommt. Die Flashbacks haben das düstere Geschehen etwas aufgelockert und waren wirklich schön zu lesen.
    Das Gedicht ist trotz der freien Form gut zu lesen und auch inhaltlich finde ich es sehr schön. Die Metaphern für die Glühwürmchen gefallen mir dabei besonders gut.
    Wer die letzten Kommentare hier aufmerksam gelesen hat, hat wahrscheinlich gemerkt, dass ich Geschichten über das Schreiben eines Gedichts nicht besonders mag. Hier finde ich das Ganze aber so gut umgesetzt, dass das kaum einen Negativpunkt darstellt. Ich habe länger überlegt, ob ich das Gedicht an genau dieser Stelle wirklich sinnvoll finde, aber am Ende wäre es unpassend und mittendrin erst recht, darum erscheint mir diese Stelle am Anfang als die wohl beste Lösung.
    [tab=was][subtab=Ein Sommergedicht]Was ein Titel, lol. Die Geschichte mag mir nicht so recht gefallen. Die Charaktere finde ich beide etwas seltsam. Der eine setzt sich zu einem Wildfremden. Wer macht sowas? Der andere dichtet einem Wildfremden, der sich gerade einfach so zu ihm gesetzt hat, etwas vor. Wer macht sowas? Aber davon abgesehen, dass ich das Verhalten sehr fragwürdig finde, wird durch die Kürze der Abgabe auch keine Charaktertiefe aufgebaut.
    Zum Gedicht... Es hat kein erkennbares Metrum und die Reime sind teils irgendetwas zwischen sehr unrein und nicht vorhanden. Inhaltlich ist es auch sehr standard für ein Sommergedicht.
    Ein Gedicht, das in der Geschichte als Gedicht vorgetragen wird... Finde ich fast so unspektakulär wie ein Gedicht, das in der Geschichte geschrieben wird. Sorry, aber auch hier kann die Abgabe nicht punkten.
    [subtab=Blütenabschied]Die Idee, die Jahreszeiten zu personifizieren, war sehr überraschend, anfangs habe ich noch überhaupt nicht verstanden, worum es genau geht, erst mit dem Ende des ersten Abschnitts wurde klar, dass die agierenden Personen die Jahreszeiten sind. Dabei finde ich die Geschichte berührend, obwohl das Beschriebene doch so selbstverständlich scheint.
    Das Gedicht hat ein weitestgehend regelmäßiges Metrum und Reimschema, der Inhalt entspricht in etwa dem der Geschichte, nur zusammengefasst, und ich finde ihn auch hier gut umgesetzt.
    Die Gedichte sind für die Geschichte nicht zwingend notwendig, aber gliedern sich gut ein und passen auch zu der Geschichte, die durch ihre Symbolik auch schon sehr poetisch ist.
    [subtab=Kein Titel]Irgendwie finde ich die Idee kreativ, die Abgabe über den Wettbewerb selbst zu schreiben, auch wenn wir sowas dieses Jahr schonmal hatten, und zwar beim Bla. Trotzdem gefällt mir die Idee und diese total verplante, aufschieberische Vorgehensweise macht die Abgabe sympathisch (und verdammt, ich fühle mich ertappt!).
    Das Gedicht ist ebenso chaotisch wie das Gedicht, hat kein Metrum und die Reime haben teils wirklich etwas von "mal eben hingeschmiert, weil die Deadline naht". Auch inhaltlich passt das Gedicht zur Geschichte.
    Dass das Gedicht da so total deplatziert reingeworfen wird, passt erstaunlich gut zur Geschichte, weil so gut wie alles nur aus Chaos besteht.
    [subtab=Mustelidae]Sehr interessante Idee, einen Sommer zu thematisieren, der gar keiner war. Damit hebt sich die Geschichte sehr von den anderen Abgaben ab, wo es doch immer um "typische" Sommer geht. Die Geschichte wusste mich zu fesseln, obwohl oder vielleicht gerade weil einige Handlungen des Protagonisten nicht wirklich nachvollziehbar waren.
    Die Gedichte lassen sich trotz des unregelmäßigen Metrums gut lesen. Die (umarmenden :heart: ) Reime sind passend und auch inhaltlich sind die Gedichte gut und aussagekräftig.
    Auch, wenn die Gedichte für die Geschichte nicht zwingend notwendig sind, gliedern sie sich gut ein und lockern die Geschichte etwas auf. Auch inhaltlich sind die beiden Teile gut aufeinander abgestimmt, ohne sich direkt zu wiederholen.
    [subtab=Die Liebe des jungen Romantikers]Meh. Gefällt mir nicht. Diese Charaktere... Irgendwie sind die einzigen Charakterzüge von William, dass er ein verliebter, erfolgloser Dichter ist, der sich selbst seiner Liebsten nicht würdig fühlt, und seine Elise ist einfach die perfekte, wunderschöne Frau. So viel Text und etwas anderes scheint die beiden nicht auszumachen. Das macht die Geschichte für mich ziemlich langweilig.
    Das Gedicht hat ein regelmäßiges Reimschema und Metrum und lässt sich flüssig lesen, aber inhaltlich ist es leider nicht viel mehr als ein ganz normales Sommergedicht. Trotzdem finde ich die Beschreibungen sehr schön, sie machen den entscheidenden Unterschied zu den anderen Standard-Sommergedichten.
    Zum Zusammenspiel beider Teile... schon wieder ein Gedicht, das in der Geschichte geschrieben wird. Meh. Immerhin nimmt es auf das Geschehen Bezug.
    [tab=silence.]ID: 44497
    A2: 3
    A6: 2
    A8: 1
    A10: 1
    A11: 1


    P.S. als mein Favorit hat mich sowohl mit der Geschichte als auch mit den Gedichten und besonders mit dem Zusammenspiel beider Teile überzeugt, bekommt dafür drei Punkte. Sternenseele bekommt für das wunderschöne Gedicht und die Geschichte, die mich noch nach dem Lesen verfolgt hat, zwei Punkte. Blütenabschied und Mustelidae überzeugten mich mit ihrer Idee und bekommen dafür wie Die Liebe des jungen Romantikers, wo mich das Gedicht am meisten überzeugt hat, je einen Punkt.


    Endlich diesen Monster-Vote fertig, wurde aber auch Zeit...
    /das disqualifizierte Kiriki Ende~ http://abload.de/img/625g7ldu.png[/tabmenu]

  • [tabmenu][tab=Mal wieder ich]Sou, dann will ich mal voten — so ganz spontan, frei aus dem Bauch heraus.
    Okay, so spontan nicht, ich hab den ganzen Tag damit verbracht, war so grottenlangweilig im Büro heute. Was macht man da also sonst?


    Oh, am besten sollte ich vorwarnen, die ganze Sache ist teilweise etwas emotional von meiner Seite. Aber wenn ich emotional werde ist das positiv gemeint, liebe Autoren, also keine Sorge. In diesem Sinne ... have fun reading, I guess.


    [tab=Feedback]Abgabe 01: Lebenstanz
    Dieser Text ist so was von Life Is Strange. Also entweder das oder der Schreiber hat hier einfach denselben Nerv getroffen, den auch Life Is Strange bei mir trifft. So awesome. (Ach ja, jeder der das Game nicht kennen sollte — vier von fünf Episoden sind bereits veröffentlicht — sollte es sich definitiv zulegen. Ohne Witz, die Story ist der hammer. Und nein, aus mir kriegt man keine Spoiler raus, it would just destroy the whole awesome experience!)
    Roadmovie at its finest. Okay, bevor ich noch mehr Floskeln hier hinterlasse kommen wir zum Wesentlichen … wie awesome ist das denn?!
    Nein, ohne Witz, also wenn das mit dem Voten so anfängt, dann werd ich hier meinen Spaß haben, durchgehend. Der Text vermittelt ein herrliches Lebensgefühl, mit einem schönen Spritzer American Style, der allerdings in Texten immer etwas schwieriger rüberkommt als in Bildern, aber trotzdem dem Ganzen hier einen schönen Flair verleiht. Wie man es halt kennt, das weite Land in den Staaten und die Highways die sich kerzengerade durch die Landschaft ziehen, links und rechts nichts außer Einöde. Aufgrund der Hitzewelle in Deutschland — die den meisten wohl wenig ausgemacht hat, weil wohl nur die wenigsten wie ich in einem Büro in München arbeiten mussten. Klimaanlage? Was ist das? Kann man das essen? — konnte ich mich natürlich sehr gut hier hinein fühlen. Und das erleichternde Gefühl des Regens war mir auch sehr vertraut, so ging es mir am Freitag, als es endlich in meinem kleinen Kaff regnete. Aber zurück zum Text an sich.
    Die Künstlerin und das Genie — interessante Mischung von den Charakteren hier, die hier sehr harmonisch jugendlich agieren. Ich mag sie beide, aber vor allem natürlich Rieke, aus deren Sicht hier ja geschrieben wird und deren Gefühle deshalb deutlicher herauskommen. Da ist jemand einfach wahnsinnig glücklich über diese Freiheit und natürlich noch glücklicher darüber, sie mit dem Schwarm(?) zu teilen.
    (Ach ja, warum ich sofort an Life Is Strange denken musste: Indiemusik, Chrysalis, Schwimmbecken, Künstlerin. Es tut mir leid, aber so ein bissl erinnern mich Oliver und Rieke an Warren und Max — wenn auch nur entfernt, Max und Rieke haben recht wenig gemeinsam.) Ich bin schon ein bissl sprachlos, was könnte ich noch anmerken … ach ja, die Thematik des Wettis. (Ich find meinen Faden schon noch, keine Sorge.) Es ist ja interessant, dass zu dem Thema Sommer hier gerade der Regen — der ja eher negativ mit dem Sommer in Verbindung gebracht wird, denn wer will schon einen verregneten Sommer? (Außer meine Wenigkeit, weil bei mir alles über 25°C einfach zu viel ist, aber hey, ich gönne jedermann ihren 35°C Sommer, solang ich nicht das Haus verlassen muss.) — die finale Szene in diesem Text bekommt. Was aber durch den Text vor allem geht ist dieses Freiheitsgefühl, was ich wiederum sehr wohl mit Sommer assoziiere, gerade mit Sommerferien, die hier ja auch irgendwie angeschnitten werden. Oder dem Ende der Schulzeit, auch ein sehr schönes Gefühl die Jahre in der Bildungsanstalt geschafft zu haben. Das Ganze vor der Kulisse eines amerikanischen Roadmovies — perfekt. Viel mehr kann man hierzu dann eigentlich auch nicht sagen, mir gefällt’s durch und durch. Sehr subtil sind hier die lyrischen Zeilen eingebaut, die als Titelsong, sowie musikalische Untermalung dienen. Also der Song der zufällig im Radio läuft, aber sowieso schon im Hintergrund des Films vorhanden war.
    Alles in allem also ganz großes Kino. (Und wie gesagt, falls ihr Life Is Strange nicht kennen solltet … go get it! It’s worth it, srsly.)


    Abgabe 02: P.S.
    P.S. wie in post skriptum? Wie in „das Teil was ich am Ende eines Briefes anhänge”? Ja? Sounds awesome. Ein bisschen analog ist eine herrliche Abwechslung in diesen digitalen Zeiten. (Vermisst noch jemand manchmal die Zeit vor den Smartphones? Ich mein, ich hab noch nie viele Briefe bekommen — also eigentlich fast nie —, aber so ein Brief ist einfach was anderes. Bleibenderes. Just sayin’.)
    Way too hyped für’s Fehlerfinden, die beiden Autoren mögen es mir verzeihen. Paar Tippfehler haben sich da eingeschlichen, am besten noch mal drüberschaun. Nichts weltbewegendes, es stört nicht das Lesevergnügen. Vergnügen ist hier übrigens das absolut richtige Stichwort, denn ich bin richtig begeistert von diesem Text hier. Eine Schnitzeljagd, wie genial ist das denn?! Das ist niedlich und ein bisschen romantisch zugleich — aber nachdem nicht rauskam in welchem Verhältnis die beiden Charas stehen, halte ich mich mit zu viel Interpretation zurück. Ist sowieso so, dass Freundschaft in Texten viel zu schnell als romantische Liebe interpretiert wird. Da sollte man keine voreiligen Schlüsse ziehen. Interessanterweise erfährt man praktisch nichts über die Charaktere. Kein Geschlecht, keine Namen, nothing. Dadurch sind die Charaktere ein wenig austauschbar, was doch irgendwie schade ist. Aber scheinbar geht es in diesem Text auch weniger um die Charaktere, weil so ein Abenteuer wohl jedermann erleben kann — es braucht nur jemanden, der das Abenteuer in Gang bringt und ein paar gemeinsame Erinnerungen — sondern mehr um die Erfahrung. Um das Suchen, das Kombinieren, das Finden. Es ist hier also vollkommen egal, wie die Charas heißen oder welches Geschlecht sie haben. Es geht um die Verbindung der beiden Charaktere und da ist es äußerst geschickt gemacht, dass die beiden Autoren das hier absolut offen lassen. So kann die Fantasie des Lesers sich spielen und er kann die Charaktere nach belieben selbst gestalten. Faszinierend!
    Ich werd trotzdem erzählen, wen ich vor mir hatte: die Suchende war ein Mädchen, der Versteckende war ein Junge. Just because, I don’t know. Vielleicht weil ich persönlich mir so ein Rätsel nie ausdenken könnte und für mich das irgendwie eine männliche Handschrift trägt, aber hey, das muss natürlich nicht sein.
    Warum hab ich jetzt Lust auf’s Meer? Ich, die Liebhaberin der Berge, die eigentlich nicht wirklich was für’s Meer übrig hat? Wahrscheinlich, weil es hier nicht um das Mittelmeer geht, sondern um die Ostsee und die reizt mich dann doch. Das nördlichste was ich bisher in Deutschland gesehen hab war Hamburg. (Moin! Ich beneide euch um eure Franzbrötchen, srsly.)
    Die ganze Schatzsuche war spannend zu verfolgen und das Einflechten der Verse war hier richtig gekonnt umgesetzt. Man hat als Leser die Suche so richtig mitbekommen, ja war fast selbst dabei. Eine herrliche Erfahrung, hab ich so auch noch nicht gelesen. (Ah so many great ideas!) Die Suche ist hier gerahmt von dem Antwortbrief des Protagonisten, der am Ende auch noch ein Gedicht anhängt. So kommunizieren die beiden Freunde — pretty sure they are — hier auf demselben Level, nachdem die Gedichte entschlüsselt waren. Sommer war definitiv ein schöner Rahmen für diese Schatzsuche und hatte so einen herrlichen jugendlichen Stil. Ein Sommerabenteuer, eine Freundschaft, eine Schatzsuche. (Und dann auch noch so ein schöner Schatz! Muscheln sind immer toll — auch wenn mir komplett das Wissen fehlt zu sagen, welche Art von Muschel das jetzt war …)
    Alles in allem also absolut gelungen, ebenfalls ganz großes Kino an der Stelle.


    Abgabe 03: Ein Sommernachtswunschtraum
    Eine Anspielung auf das Stück von Shakespeare? Oder mochte da einfach jemand das Wort „Sommernachtstraum”? Obwohl, wait, what am I talking! Bei Shakespeare war es ja der Midsummernightsdream. I’m sorry.
    This is so cute. Wenn noch mehr so niedliche Texte kommen, muss ich ja fast annehmen, dass der Sommer der Monat für langersehnte freundschaftliche Treffen ist. Oder Liebestreffen, je nachdem. Dieses gegenseitige Vermissen hat mich schon etwas melancholisch gemacht, muss ich sagen. Erinnert mich daran, dass ich momentan auch jemanden vermisse … Aber zurück zum Text.
    Der Sommer ist hier wohl am ehesten einfach die Jahreszeit, was ein wenig schade ist. Immerhin hat diese Jahreszeit ja doch einiges mehr zu bieten und es wäre schön gewesen, wenn das etwas mehr herausgekommen wäre, von der Hitze und der langen Helligkeit mal abgesehen. Und dem sternenklaren Himmel, obwohl der hier natürlich besonders imposant sein musste. Trotzdem so ein bissl das Sommerfeeling ging mir hier ab. Sei’s drum, der Plot hat es dann doch wieder wettgemacht, vor allem, weil er so voller Sehnen und Hoffen war. Ganz schön romantisch, das alles vor der Kulisse eines Parks und des Meeres. Da hat jemand sehr genau die romantischen Elemente — vorsichtig, romantisch im Sinne von gefühlvoll, nicht im Sinne der Romantik, die im Übrigen eine äußerst interessante Literaturepoche ist — ausgewählt. Das Meer … wenn das so weitergeht will ich tatsächlich noch mal ans Wasser, ich als Feuermaus, mit einer natürlichen Angst vor Gewässern. (Well, it’s not really the fear of water itself, it’s the fear of drowning. But that’s a different story.) Ein zentraler Punkt in diesem Text war das Wünschen. Darum wohl auch der Titel mit dem „Wunschtraum”. (Tanabata, in Verbindung mit den Sternen?) Und es ist schön zu lesen, dass die Wünsche von Claire in Erfüllung gingen, etwas was vermutlich selten passiert und deshalb ist es so schön. Auch wenn es irgendwie ein wenig sehr fiktiv wirkt, aber srsly, wenn es so funktionieren würde, ich würd mir den nächsten Brunnen suchen und ne Münze reinwerfen. Nur mit dem Meer kann ich hier in der Umgebung nicht dienen … ob die Isar wohl auch geht … also, so zur Not? Nein? Schade …
    Aber ich rede hier von Realismus, wenn der Titel ganz klar von einem Wunschtraum spricht und das Träumerische, das ist hier definitiv vorhanden. Es fühlt sich auch ein wenig an, wie ein Traum, wie ein schöner Traum. In Reimform hat man die ausgetauschten Briefe im Ohr, während man sich durch die Umgebung bewegt, die Stadt, den Park, den Strand. Um am Ende für all die Sehnsucht belohnt zu werden mit dem, was man sich am meisten gewünscht hat. Das ist so herrlich, hat eine angenehme Leichtigkeit und obwohl einem als Leser bewusst ist, dass es zu schön ist um mehr als ein Traum zu sein, hofft man doch, es wäre wahr. Es wäre so einfach jemanden wiederzusehen, den man schon so lange vermisst. Dessen Nähe einem so viel bedeutet. Von dem man sich eine Umarmung wünscht …
    Der Text fällt am Schluss von der Handlung her ein wenig ab, es ist etwas zu abrupt, aber das Bild ist so schön, dass man darüber hinwegsehen kann. Ich bin sehr froh, dass diese Abgabe mit einem Treffen der beiden endete, das hinterlässt bei mir ein wesentlich besseres Gefühl als ein mögliches, melancholisches Bild von einem sehnsüchtig in den Sternenhimmel blickendes Mädchen hinterlassen hätte. Wenn auch das eher meiner eigenen Stimmung entsprochen hätte. Aber so ist es schön. Sie haben sich getroffen.


    Abgabe 04: Ein Sommernachmittagstraum
    Da kann man ja richtig neidisch werden, in so einer Hängematte würd ich jetzt auch gern liegen. Ach ja, die Freuden des Sommers … aber zurück zum Text. Ich finde, dieser Nachmittagstraum ist den beiden Autoren absolut gelungen. Die beiden Charaktere sind sehr unterschiedlich, genießen aber beide den Sommertag auf ihre Weise. Lucy erinnert mich hierbei stark an mich selbst, an sehr heißen Tagen tendiere ich auch dazu so gut wie nichts zu tun. Wenn ich zu Hause eine Hängematte hätte, würde ich wohl auch die meiste Zeit dort liegend verbringen. In Ermangelung einer Hängematte, kann ich das leider nicht. Will dagegen ist ein Schreiberling wie er im Buche steht: Sommer, Sonne, Inspiration! Immer sehr schön, einem – wenn auch hier fiktiven – Autoren bei der Arbeit zusehen zu können.
    Man bekommt als Leser hier auch eine sehr schöne Sicht auf beide Charaktere, da sich die Autoren dieser Abgabe für Szenenwechsel und Sichtwechsel zwischen den beiden entschieden haben, was die Sache gerade so spannend macht. Lucy ist hierbei diejenige die träumt, ohnehin schon etwas dösig, aber ihre Fantasie wird gerade von Wills Gedicht unweigerlich beflügelt. Dadurch ist das Gedicht im Traum wie eine Erzählerstimme, die Lucy selbst nicht wahrnimmt, der Leser/Zuschauer aber durchaus und somit das gesamte Erlebnis noch verstärkt.
    Sehr verträumt die Traumsequenzen, sehr authentisch dafür die restliche Erzählung und die kleinen Details – Spucke am Kinn, sehr schön! – machen die ganze Sache noch lebendiger. Im Gegensatz zum Traum in der Abgabe zuvor, wo ohnehin alles einen verträumten Touch hatte, ist hier der Traum von der Wirklichkeit stark abgetrennt. Hat mir ganz gut gefallen, weil das die Sache mit dem „Nachmittagstraum“ deutlicher macht. Und vielleicht auch ein bisschen mehr an Shakespeare erinnert, dessen Midsummernightsdream ja auch Wirklichkeit und Realität relativ gut trennt. (Okay, okay, ich gestehe, ich hab keine Ahnung vom Midsummernightsdream von Shakespeare. Die einzige Version die ich kenne, die ist eine mit Micky Maus, Donald und Goofy. Insofern, falls jemand sich mehr damit auskennt, möge er mir meine vielleicht tollpatschigen Vergleiche verzeihen – und darf mich gerne aufklären. Nach Romeo und Julia hab ich Shakespeare bisher nicht mehr angefasst.)
    Das Gedicht fand ich schön, hatte zwar ein – für mich – eigentümliches Metrum, war aber gut in die ganze Geschichte eingebunden und schön zu lesen. Interessant dieses Spiel von Nähe und Sehnsucht, sehr geschickt gemacht. Wie die gesamte Abgabe, die ein schönes Ganzes bildet.


    Abgabe 05: Ehrgeiz
    Ich bin ja nur ungern altklug an der Stelle, aber kalt duschen bei Hitze ist gar nicht so gut, wie manch einer vielleicht denken mag. Sicherlich ist es erfrischend, keine Frage. Aber bei Kälte schließen sich die Poren der Haut, wodurch der Schweiß lediglich abgewaschen aber nicht rausgewaschen wird. Außerdem gerät man nach einer kalten Dusche viel schneller wieder ins Schwitzen, weil der Körper die Temperatur ausgleichen muss. Deshalb ist es besser warm oder sogar heiß zu duschen und sich danach am besten in einen möglichst kühlen Raum zu verziehen. Bloß nicht lange im dampfigen Bad bleiben! Ich sprech aus Erfahrung.
    Matte? Ich denke, man meinte hier Mathe von Mathematik.
    Eine interessante Abgabe, hinter dem kurzen Titel hatte ich so etwas gar nicht erwartet. Laslo – muss hier noch jemand an diese Zeichentrickserie denken? Wie hieß die noch gleich … ahm, Camp Lazlo oder so? – kommt aus der Schule, es geht in Richtung Ferien, alle Noten sind gemacht und trotzdem hat der Deutschlehrer eine Hausaufgabe aufgegeben: ein Gedicht zum Sommer zu schreiben. (Oh, die Lehrer von heute, eine gewiefte Sache! Obwohl ich persönlich als Lehrkraft so eine kreative Arbeit unters Jahr einbauen würde und nicht am Ende. Man muss die Schüler doch motivieren!) Gedicht, pff, einfache Sache, mag man meinen und Laslo hätte auch gar kein großes Problem damit, wenn es nur um eine Note ging. Aber sein Ehrgeiz wurde durch die Abstimmung später in der Klasse angefacht. Da will man sich vor seinen Mitschülern natürlich beweisen, keine Frage. Sehr geschickt gemacht von diesem Deutschlehrer, ich bin beeindruckt! Aber natürlich ist das trotzdem keine Aufgabe, die man als Schüler gerne an einem Sommertag macht. Schreiben. Ein Gedicht! Das sind so Dinge, die können sich wie Berge vor einem auftürmen, besonders, wenn man keine Lust hat. Deshalb war es umso faszinierender, dass Laslo die Sache nicht aufgeschoben hat, sondern angepackt und wie geplant seine Vorgehensweise war. Hut ab an der Stelle, ich wäre an so eine Aufgabe niemals so geplant herangegangen sondern hätte wahrscheinlich erstmal minutenlang aus dem Fenster gesehen. (Interessant allerdings die Tatsache, dass seiner Mutter die Sache mit dem offenen Fenster nicht aufgefallen ist. Ich glaub, meine Mutter hätte so was gemerkt. Vermutlich hätte sie nicht die Jalousien heruntergelassen, aber zumindest das Fenster geschlossen. Sonst hat man doch gleich einen ganzen Insektenstaat im Haus.) Der Ehrgeiz war definitiv Laslos Energiequelle in dieser Geschichte und sein Ergebnis am Ende kann sich durchaus sehen lassen. Das beschreibt den Sommer nämlich wirklich ganz gut als Jahreszeit in der einfach vieles möglich ist und das viele Sonnenlicht den Menschen einfach Freude macht! (Sonne ist überhaupt wichtig – der menschliche Körper kann nur durch Sonnenlicht ein bestimmtes Vitamin erzeugen. Deshalb, selbst die größten Sonnenverweigerer – hehe, wie meine Wenigkeit, die dann ständig für ihre Blässe aufgezogen wird – sollten ca. zwanzig Minuten am Tag in der Sonne verbringen. Reicht nicht um braun zu werden, aber um gesund zu bleiben. Und hebt die Stimmung! Und jedermann der sich länger in die Sonne begibt, sollte die Sonnencreme nicht vergessen.)
    Ja, das war wirklich ein schöner Text, hat mir gefallen und ich werde versuchen in Zukunft den Sommer auch nicht mehr nur anhand seiner negativen Seiten zu beurteilen. Also brütende Hitze in meinem Büro, schweißtreibende Aufenthalte in öffentlichen Verkehrsmitteln und in unterirdischen Bahnhöfen. Oh, München, warum quälst du mich so?


    Abgabe 06: Sternenseele
    Hier will mich jemand quälen. Quälen mit Schönheit und Tragik zu gleich. Quälen mit der Ungewissheit am Ende dieses Textes. Einfach nur quälen!
    Okay, ihr könnt nichts dafür, dass ich so stark reagiere, habt also kein schlechtes Gewissen, wenn ich hier mehr oder weniger stark jammere. Das ist nur positiv für euch, glaubt mir!
    Das Gedicht am Anfang ist wirklich schön und leitet die ganze Sache mysteriös ein. Es vermittelt ein Gefühl von Nähe und Vertrautheit, trotz der wenigen Wörter, die hier für dieses Gedicht verwendet wurden. Man merkt, hier spielt sich mehr hinter den Wörtern ab, das ist bei Gedichten – finde ich jedenfalls – immer sehr schön.
    Tja und nachdem ihr also diese schöne Seifenblase in einen Nachthimmel gepustet habt, wird sie von dem Stachel der Realität brutal zerstört. Warum? Warum tut ihr mir das an? Es könnte alles so schön sein, aber dieser Text, diese Abgabe hat das Potential, dass mein Herz blutet. Ach, wisst ihr was, das tut es schon!
    Der Anfang stellt einen als Leser erstmal vor ein Rätsel und in den erste Sätzen hatte ich noch gedacht, hier geht es vielleicht um die Schaffenskrise eines Dichters. Oder um das in Gedichtform verpackte Liebesgeständnis, was einfach unbedingt rausmuss aber wo ringt man mehr nach Worten als bei so etwas? Egal wie oft man es im Kopf schon gesagt hat, es gibt nichts, absolut nichts was schwieriger ist, als zu sagen, was man wirklich fühlt. Ich spreche aus Erfahrung, da wird sogar meine Wenigkeit mit dem Hang zum Endloslabern, sodass Leute nebenbei einschlafen, ganz still und sucht nach Worten, die da sind, oh ja, das sind sie, aber sie wollen nicht raus! Aber ich schweife ab, das waren jedenfalls so meine ersten Gedanken. Und dann wird geschrieben von Schmerz in den Armen, einem tauben Gefühl, brennenden Beinen und den Kampf mit der Müdigkeit. Das zersplitterte Display ist hierbei eine subtile Metapher auf die vermutlich zersplitterten Knochen des Protagonisten. Allgemein wird ja gesagt, dass uns inzwischen das Smartphone näher ist, als so manch geliebter Mensch, hier spiegelt aber der Zustand des Phones den körperlichen Zustand des Protagonisten wieder. (Für eine Sekunde wollte ich mich beim Lesen ja aufregen: mensch Leute, lauft doch nicht mit einem kaputten Display rum, bitte nicht! Aber dann verging mir die Lust mich darüber aufzuregen.)
    Der namenlose Charakter erinnert sich also an all diese Treffen mit ihr, an ihre Eigenheiten und was er an ihr so mag. Und während man das so liest fragt man sich ständig: was ist passiert? Warum tut ihm alles weh? Was in aller Welt ist hier nur los? Da habt ihr wirklich einen furchtbaren Spannungsbogen erzeugt, der in Worten noch viel schlimmer auszuhalten ist, als in Bildern. In Bildern hätte man den Autounfall vermutlich schnell umrissen, aber in Wörtern fehlt das komplett. Erst das kaputte Autofenster und die Bemerkung mit dem Autositz hat alles deutlicher werden lassen. Trotzdem bleibt die Frage: warum? War es ein Unfall? Und wenn ja, warum hilft ihm keiner? Ist er von der Straße abgekommen? Hat der Unfallverursacher etwa Fahrerflucht begangen? Was ich ausschließen kann, ist wohl ein Suizid, das würde in Anbetracht seiner letzten Gedanken keinen Sinn machen. Aber die Frage, wie dieser Autounfall zustande kam und warum in aller Welt niemand da ist um zu helfen macht mich wahnsinnig. Wahnsinnig! Vor allem … sein Handy funktioniert noch und er kommt nicht auf die Idee einen Rettungswagen zu rufen? Die Polizei? Was … also … argh! Wie gesagt, eine Qual. Dieser Text fühlt sich rau an und gerade deshalb frage ich mich nach dem Sommer. Wo ist der Sommer in diesem Text? Es ist mir neu, dass im Sommer mehr Unfälle passieren als im Winter und nirgendwo im Text liest man von Alk am Steuer.
    Falls die Autoren dieses Textes einen konkreten Ablauf des Unfalls im Kopf haben, dann bitte, erlöst mich von den Fragen, wenn dieser Vote rum ist. Danke im Voraus. Aber weg von meinem Gejammer, zurück zum Text an sich. Mir fällt eigentlich nur bittersüß ein, um diesen Text zu beschreiben. Er ist sehr gut geschrieben, nah irgendwie und doch fern. Man spürt diesen Kampf Körper gegen Geist, dazwischen die Erinnerungen an diese Frau. (Die paar Rechtschreibfehler waren durchaus zu verkraften. Ach ja, afaik ist Metapher feminin, also die Metapher, nicht der Metapher.) Eine sehr gut erzählte Geschichte, Hut ab an der Stelle. Ich muss hier an das Zitat von Wolfdietrich Schnurre denken, dass Kurzgeschichten „ein Stück herausgerissenes Leben“ sind. Trifft hier voll zu. Zwar begreif ich noch nicht, wo hier der Sommer sein soll, aber das macht nichts.


    Abgabe 07: Ein Sommergedicht
    Diese Abgabe ist niedlich und erinnert in ihrer Kürze an eine Fotografie, denn sie ist eine herrliche Momentaufnahme. Der Ich-Erzähler redet von seiner Definition des Sommers oder besser gesagt, seinen Gewohnheiten während des Sommers. Das Spazierengehen am Strand und allgemein das Fahren ans Meer. Das sind sehr typische Assoziationen mit dem Sommer, gerade für die meisten ist Meer einfach das Highlight im Sommer. Ich erinnere mich auch noch gerne an die Sommer damals an der Adria in Italien zurück. Das letzte Mal waren wir da, da war ich … mhm … neun oder so. Also höchstens, kann mich nicht erinnern später noch mal dort gewesen zu sein. Sei's drum. Der Ich-Erzähler ist auch erstmal allein, entdeckt am Strand aber einen Jungen und gesellt sich zu ihm. Ohne ihn anzusprechen, sie sitzen einfach nur nebeneinander. Und dann beginnt der Junge plötzlich ein Gedicht aufzusagen. Ob er gerade auf ein wenig Publikum gewartet hat oder ob ihm der Aufenthalt des Ich-Erzählers gar nicht so bewusst war, weiß man nicht.
    Sein Gedicht erzählt vom Meer und dem Fernweh. Vom Sommer der die Fesseln des Alltags lockert und sich jedermann gerne draußen aufhält. Und natürlich in den Urlaub fährt, wohin auch immer. Ja, der Sommer bietet für jeden etwas, das ist die Aussage des Gedichts und es liegt an einem selbst, was man aus dieser Jahreszeit macht.
    Der Ich-Erzähler hat mit der Bekanntschaft des Jungen sein ganz persönliches Sommererlebnis gehabt und das verbindet dann Gedicht und Text hier: das Gedicht über den Sommer mit dem Erlebnis des Ich-Erzählers im Sommer. Gewohnheit und doch liegt etwas Spontanes darin. Eine interessante Mischung. Viel mehr mag mir hier auch nicht einfallen, außer, dass ich bei all den Belobigungen zum Sommer mich langsam frage, ob die anderen Jahreszeiten nicht irgendwie einen schlechten Stand haben. Natürlich, jede Jahreszeit bietet ihre ganz eigenen Freuden, aber für mich, sind gerade die Zwischenjahreszeiten, der Frühling und der Herbst, die reizvolleren von den Vieren. Und irgendwie, wenn ich mich entscheiden müsste, hätte auch der Winter einen besseren Stand als der Sommer bei mir. Aber das ist nur meine persönliche Ansicht.


    Abgabe 08: Blütenabschied
    Also, ihr legt es wirklich drauf an, was? Ihr legt es tatsächlich darauf an, dass, je weiter ich hier komme und je mehr Abgaben ich lese, desto schwieriger am Ende die Punktevergabe für mich wird. Ihr legt es einfach darauf an, aber kann ich es euch verübeln? Nein, deshalb hör ich auf mit diesem Geschwafel und widme mich diesem Schmuckstück. Obwohl, das ist vielleicht der falsche Ausdruck für diese zarte Personifikation der Jahreszeiten. Denn mit einem Stein hat das hier nichts zu tun, egal wie sehr er auch funkeln sollte. Diese Abgabe ist zart wie eine Blüte und besitzt doch eine gewisse Härte. Die Autoren hinter dieser Abgabe haben für einige Wörter eine herrliche Welt vor meinem inneren Auge gezaubert und … ist es zu viel verlangt, wenn ich euch bitte, auch für die restlichen Jahreszeiten so einen Text zu schreiben? Ich flehe auch gerne auf Knien, da kenn ich gar nichts. Nun, lasst es euch durch den Kopf gehen, es ist immerhin euer Text, aber ich wäre begeistert mehr von den personifizierten Jahreszeiten zu erfahren. Diese Abgabe ist wirklich etwas besonderes – ah, ich bin so begeistert. Ich mein, ich war davor auch schon begeistert, versteht mich nicht falsch, aber das hier war eine ganz besondere Erfahrung. Aber nun zum Text an sich.
    Schon der Anfang hatte mit dem Gedicht einen mittelalterlichen Touch, fragt mich nicht woher, aber so fühlte es sich an. Und ich muss sagen, da war ich schon im Bann, einfach, weil es schön ist, wenn der Sommer auf eine andere Art angegangen wird. (Wie gesagt, nichts gegen Sommer, Sonne, Meer, aber … nach einer Weile wünscht man sich etwas anderes.) Und dann ein Todesfall. Ich hatte ja schon die wildesten Möglichkeiten im Kopf – interessanterweise irgendwie im Stil von The Witcher 3, hab wohl zu viel bei meinem Bruder über die Schulter geschaut – aber als der Name Frühling fiel war ich so überrascht, wie entzückt. (Kennt ihr noch diesen einen Charakter aus der Zeichentrickserie „Wickie und die starken Männer“? Der immer hochspringt und sagt: „Ich bin entzückt!“ Also, sein Name fällt mir nicht ein, aber so entzückt war ich.) Nachdem das tote Mädchen am Boden Frühling ist, musste die Frau natürlich Sommer sein, denn nur Sommer könnte Frühling – gewollt oder ungewollt – umbringen. Und so spricht das Gedicht natürlich davon, dass alles irgendwie so kommen musste, aber trotzdem spricht viel Trauer und Reue aus dem Gedicht heraus. Zweisamkeit wäre natürlich schön gewesen, aber die Jahreszeiten sind leider immer allein unterwegs. Und natürlich hat Sommer das begriffen und Frühling weiß das auch, aber wenn das Ende dann da ist und man gehen muss … nun, das ist sicherlich nie ein schöner Moment und schon gar kein Moment, den man herbeisehnt.
    Sommer bringt die restliche Energie, die nötig ist, damit das Land sich endgültig vom Winter erholt. Frühling bereitet die ersten Schritte, aber sie ist jung und kann nicht so viel Energie aufbringen. Nur wenigen Pflanzen reicht der Frühling, viele brauchen einfach den Sommer, um ihre volle Schönheit, ihre volle Blüte, ihre ganze Frucht zu zeigen. Das kann Frühling allein nicht. Die Jahreszeiten wechseln sich ja deshalb ab und ich fand diese Verbindung mit der Natur einfach herrlich dargestellt. Sommer geht auf in ihrer Aufgabe und bringt die Jahreszeit mit den langen Tagen, dem vielen Sonnenschein und dem Wald die nötige Kraft, die er braucht. Ach, das ist so herrlich!
    Was soll ich da noch Wörter verlieren? Genau, keine.


    Abgabe 09: Kein Titel
    Kein Titel? Wird ja mal interessant werden, da kann man sich gar keine Gedanken vornherein machen, was jetzt kommen wird.
    Eine Erlebniserzählung über das Schreiben der Abgabe zu genau diesem Wettbewerb. Ist mal etwas anderes, aber mich hat der Text vor allem mit seiner Ehrlichkeit fasziniert. Ich mein, die meisten hätten wahrscheinlich einfach gar nicht abgegeben, wenn ihnen nichts einfällt, weil wozu soll man sich quälen? Aber dieses Autorenpaar hat es trotzdem versucht und herauskam einfach nur ein Text über das Schreiben eben dieses Textes. Auch nicht schlecht und natürlich eine markante Studie der Gesellschaft. Das Aufschieben machen wir ja gerne, bei den Wörtern Animes, Pizzen und Softdrinks kann ich nur hoffen, dass der Autor sich sonst relativ gesund ernährt, weil ich da doch etwas Angst um seine Gesundheit habe. Andererseits erinnert mich das sehr stark an meinen jüngeren Bruder, der überraschend gut von Fanta und Tiefkühlpizza leben kann. Aber ob man das soll, ist einfach die Frage. Deshalb, liebe Computerbegeisterte und Gamer dieser Welt: esst euer Gemüse! Das mag jetzt etwas ironisch klingen und vielleicht zu bemutternd, aber es ist mein voller Ernst. Ab und an vor die Tür zu gehen und das Sonnenlicht nicht zu scheuen ist gut für euch. Und nicht zu fettiges Essen, das schlägt auf den Organismus und die Waage. Ich erwarte hier keine Bekehrung zum Veganismus, denn auch Fleisch ist wichtig für unseren Körper, aber ich plädiere für ein wenig gesundes Essen und weniger Junkfood. Netter Nebeneffekt: bessere Konzentration und allgemeine Konstitution. Seht es von der Warte: wenn es euch körperlich gut geht, könnt ihr länger zocken. Aber ich schweife ab, zumindest schrieb der Autor hier auch von Fußball und ich hoffe, dass das zumindest ab und an auch gespielt und nicht nur im TV geschaut wird. Aber eine dumme Frage aus der Kategorie „unerfahrener Mensch in Sachen Fußball“: warum war der Start der Fußball Saison denn schlecht? Ich meine, wenn es Verlierer gab, gab es doch auch Gewinner? Hatten es die Gewinner nicht verdient zu gewinnen oder warum wird sich hier gerade so auf die Verlierer konzentriert?
    Also, falls mich jemand aufklären möchte, wie ein Saisonstart in Sachen Fußball in gut oder schlecht gewertet wird, nur zu, ich würde mich wirklich freuen dieses Rätsel gelüftet zu bekommen.
    Ansonsten zeigt sich in diesem Text ganz klar, was so die letzten Wochen passiert ist. Die Rekordhitze, die wohl viele dazu bewegt hat sich möglichst nicht vor die Tür zu wagen. Ich wäre ja auch zu Hause geblieben, wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte. Ach ja, die gamescom. Hatte ja dieses Jahr auch geplant dorthin zu fahren, aber wie der Autor auch, total verplant mich irgendwie mit Rai-san abzusprechen und es dorthin zu schaffen. Well, vielleicht nächstes Jahr, mal sehen. Nachdem die gamescom noch überlaufener sein soll als die Frankfurter Buchmesse weiß ich noch nicht, ob ich mir das wirklich antun will. Schon die Buchmesse ist an den Tagen für die Öffentlichkeit kaum zu ertragen – für die Fachbesucher ist es gerade noch gut auszuhalten. Aber ich schweife schon wieder ab, dieser Text lädt aber wirklich dazu ein. Trotzdem komm ich am Ende noch mal auf den Punkt: ein unterhaltsamer Text, der mir einmal mehr gezeigt hat, das Prokrastination auch ihre guten Seiten haben kann. Denn schreibt man darüber, dass man eigentlich schreiben sollte, hat man ja auch geschrieben. Eine win-win Situation also, denn zumindest hat man sich produktiv beschäftigt. Und darum geht’s ja doch, pure Entspannung wird irgendwann langweilig, wenn man nicht produktiv war. In diesem Sinne, hoffe ich, dass all jene, deren Ferien leider schon oder bald rum sind – Bavarias Schüler dürfen sich ja noch bis September dem Faulenzen hingeben – gut auf diese zurückblicken können. Und ja, genießt diese Zeit solang ihr sie habt! Wir Arbeitnehmer können von so etwas nur noch träumen. Ach ja, damals …


    Abgabe 10: Mustelidae
    Bei so einem fremd klingenden Namen wird natürlich sofort mein Recherchenerv geweckt. Also Copypaste und in Wiki gehaun. Und sieh da: Mustelidae ist der wissenschaftliche Name für Marder. Was Marder nun für eine Rolle in dieser Abgabe spielen … klingt interessant!


    Und schon wieder! Schon wieder! Mit voller Absicht, ne? Gebt es zu, mit voller Absicht reißt ihr mich hier in die fantastischsten Geschichten, nur damit ich am Ende meine liebe Mühe habe mit den Punkten zu jonglieren. Aber ihr habt es so gewollt.
    Zu Anfang: dieser Text ist hammer. Ich muss sagen, die Siedlergeschichte des amerikanischen Kontinents hat eine gewisse Schönheit, so grausam sie letztendlich abgelaufen ist und bis heute ihre Spuren zeigt. Stupid white men. An manchen Tagen frag ich mich, wie die Geschichte Amerikas wohl heute aussehen würde, wäre Kolumbus nicht auf die Idee gekommen einen anderen Weg nach Indien zu finden und wäre der amerikanische Kontinent erst später entdeckt worden. Aber die Zeit hat wohl keine große Rolle gespielt. Die meisten Menschen sind einfach geldgierig, heute wie damals. Auch in Europa wurden viele Tierarten ausgerottet und erst jetzt, Jahrzehnte später, wo uns auffällt: Oh, shit, wir brauchen die ja doch! Oder ein paar Leuten klar wird, dass das Artensterben verheerend ist, erst jetzt fängt man an wieder auszuwildern. Nur damit sich Leute dann doch wieder über den Wolf beschweren. Und wer tut es? Jäger, aus Angst um ihre Abschüsse. What the freakin'?! Wo in aller Welt samma denn da? Ach ja, vergessen. Deutschland, Anfang des 21. Jahrhundert. (Logisch, denn Jäger werden in der heutigen Zeit mehr oder weniger arbeitslos, wenn die Population des Rotwildes von natürlichen Feinden geregelt werden würde, anstatt durch die Jagd.) Aber das ist nicht das Thema, meine Gedanken schweifen ab. Jedenfalls eine mehr als klare Botschaft in dieser Geschichte, die mir wahnsinnig große Freude gemacht hat zu lesen. Der Ich-Erzähler ist ein interessanter Charakter, der Schreibstil ist herrlich und das Gedicht schmiegt sich in das Gesamtbild ein, sodass die Verse überhaupt nicht wegzudenken sind. Und dabei ist es eigentlich keine schöne Geschichte, weiß man wohin das geführt hat, heute zweihundert Jahre später. Ob die Geschichte geschichtlich korrekt ist, würde mich allerdings interessieren. 1816 als Jahr ohne Sommer in Kanada? Vielleicht möchte mich das Autorenduo später darüber aufklären, auch wie man auf diese wahnsinnig interessante Idee gekommen ist, die so herrlich fernab des typischen Sommerbegriffs ist und sich doch mit dem Sommer in gewisser Hinsicht auseinandersetzt. Nämlich mit dem Fehlen eines solchen zu einer Zeit, als der amerikanische Kontinent noch etwas wilder war.
    Der namenlose Ich-Erzähler tanzt nicht mit dem Wolf, dafür hatte er eine andere, bleibende Erfahrung und eine Verbindung zu einem Adler.
    Ich kann mir nicht helfen, dieser Text ist einfach wunderbar, ich bin immer noch total eingenommen von den Bildern in meinem Kopf.


    Abgabe 11: Die Liebe des jungen Romantikers
    Und die letzte Abgabe in diesem Wettbewerb. Es war ein ganz schön langer Weg bis hierher, aber jedes Wort war es wert. Der Titel spricht von Liebe und einem Romantiker. Ich frage mich nur: Romantiker im Sinne von romantisch oder Romantiker im Sinne der Literaturepoche, der Romantik? Vielleicht finde ich es heraus, mal sehen.
    Ich hatte doch erwähnt, dass mein Herz blutet, bei Sternenseele, nicht? Jetzt ist es geheilt. Oh, es ist geheilt worden mit dieser süßen, liebreizenden Romantik, die mit der Literaturepoche wenig zu tun hat, aber oh, wie herrlich war dieser Text! Wenn ich nicht aufpasse, verfalle ich in dieselbe Sprache, die mich an Goethe erinnert hat. Obwohl ich in meiner mangelnden Bildung in der Literatur sagen muss, ich kenne Goethe nur flüchtig. Aber er hat ein paar schöne Gedichte geschrieben, ja, seine Liebeslyrik war herrlich zu lesen. Und die Leiden des jungen Werther kenne ich zumindest inhaltlich! Nur mit Faust kann man mir gestohlen bleiben. Aber lassen wir das. Dieser Text hat eine Leichtigkeit, die ich selten gelesen habe. Wo nehmen alle hier diese beeindruckenden Skills her? Ja, ich rede von Fertigkeiten, nicht von Talent. Von erlernten Dingen und nicht von Begabung. Ach, all diese herrlichen Texte … viel mehr Leute sollten in den Genuss davon kommen!
    So wie viel mehr Leute diesen Text lesen sollten. Sommer in der Leichtigkeit der Liebe. Man kann sich darüber streiten, ob dieser Text romantisch oder kitschig ist – allerdings siedle ich ihn in die Zeit des Sturm und Drang und da ist das erlaubt. William träumt von Ruhm und Reichtum und einem Leben mit seiner Elise. Die er wirklich geradezu anbetet, der Text ist voll mit Schmeicheleien. Rosarote Brille lässt grüßen, aber Musen haben das wohl so an sich. Ach ja, die Muse, besonders, wenn sie tatsächlich ein Mensch ist und nicht nur ein anderes Wort für Inspiration, ja dann ist sie absolut beflügelnd. Autoren mit Musen werden wissen, was ich meine. Ich sollte auch wieder mehr mit meiner Muse über das Schreiben sprechen.
    Dieser Text hier zeigt eigentlich eine Sache klar auf: der Autor muss raus aus seinem stillen Kämmerlein! Weg von dem Schreibtisch, denn ohne Eindrücke kann einfach keine Kunst entstehen. „Kunst konsumieren um Kunst zu produzieren“ ist das Motto. Und genau das erfährt William hier am eigenen Leib, in Verbindung mit der Muse ist die Suche nach Inspiration gleich doppelt so erfolgreich. Von William weiß man wenig, was Statur und Aussehen betrifft, aber Elise, oh, Elise ist bildhübsch. Sie wird derartig stilisiert, dass ich an manchen Stellen doch geneigt war: jetzt ist aber gut!, zu denken. Vielleicht aber auch deshalb, weil allzu makellose Menschen immer etwas unrealistisch sind. Andererseits, haben wir es mit einem Verliebten zu tun: die rosarote Brille ist stark in ihm! Deshalb waren alle Belobigungen ihres Äußeren und Wesens natürlich William zuzuschreiben. Und es wäre hierbei auch unrealistisch gewesen hätte er sie nicht derartig stilisiert. Und ja, in Liebesgedichten wird ja selten von dem Intellekt oder dem Humor des Partners geschwärmt, sondern von dem Äußeren. Ist einfach so, da machte das hier nur Sinn, dass im Text ebenfalls herauszuheben. (Obwohl es nicht von Vorteil ist den Partner auf das Äußere zu reduzieren.) Außerdem ist es Williams großer Traum seine Elise zu ehelichen. Sein Gedicht bleibt allerdings in der Form des Naturalismus und gefiel mir deshalb wahnsinnig gut. Ich finde Naturbeschreibungen einfach wundervoll.
    Die ganze Entstehungsgeschichte seines Werkes ist spannend zu verfolgen, der Ausflug mit Elise ist herrlich erfrischend, leicht und luftig. Romantik, oh ja, zum Abwinken könnte man fast sagen. War an manchen Stellen nah dran am Kitsch, muss ich allerdings zugeben, störte mich persönlich allerdings wenig, da ich Romantik durchaus zugeneigt bin. (Auch der Literaturepoche, um das hier mal anzumerken. Michael Ende war Romantiker.)
    Ich beneide die beiden um ihre Zeit zu zweit.
    Ah *seufzt tief*… wie romantisch!
    Und dabei belass ich es dann auch.



    Ah, was für ein herrlicher Wettbewerb. Was für wundervolle Abgaben! So viele Ideen, ich fühle mich fast ein wenig berauscht von all diesen Welten, die ich in den Texten besucht habe. All den Einblicken die ich erhalten habe. Wunderbar, einfach herrlich!
    Ein Vote ist erst dann gut, wenn man sich danach ein bisschen erschöpft fühlt, finde ich und so geht es mir auch. Ein wenig erschöpft, aber sehr glücklich.
    In diesem Sinne, erlöse ich euch von meinem Gelaber, all ihr Autorenduos. Vielen Dank für eure Abgaben!
    [tab=Punkte]ID: 37201
    A1: 1
    A2: 1
    A6: 2
    A8: 1
    A10: 2
    A11: 1


    Einfach ist ja was anderes, aber ich hab mir die allergrößte Mühe gegeben meine Favoriten zu berücksichtigen, selbst wenn es nur einen mageren Punkt gab. Aber es hätte sich falsch angefühlt keinen Punkt zu vergeben.[/tabmenu]

  • [tabmenu]
    [tab=Eine Geschichte]
    Man braucht noch ein Gedicht dazu. Wirklich, da sind so schöne Abgaben entstanden, dass ich auch mal darauf verzichte, mich spaßeshalber über die Vernachlässigung von Dramatikwettbewerben zu beklagen. Eine Ironie, dass ich hier vote, während draußen die Sonne scheint, nachdem die letzten Tage gar nicht mal so gutes Wetter war. Jedenfalls hat sie noch geschienen, als ich angefangen hatte.
    Ich bin bei Gedichten immer noch nicht so fit, wie ich leider sagen muss. Kann daher leider sein, dass ich deshalb da jeweils weniger zu schreibe, aber ich werde mir Mühe geben. Auch wenn ich beim Metrum sicher oft genug einfach zu dumm bin, es zu richtig zu lesen.
    [tab=macht]
    [subtab=Schism]
    Nimm es mir bitte nicht übel, dass ich hier jetzt nicht deinen Anweisungen folge, @Kiriki-chan. Aber ich möchte doch mein Bedauern ausdrücken, diese Abgabe jetzt nicht mehr lesen und kommentieren zu können sowie auch mein tiefstes Mitleid dafür, dass ihr an diesem Wettbewerb jetzt nicht mehr teilnehmen könnt. Jedoch, wie ich dir bereits versprochen habe: Ich werde, wenn ihr die Abgabe nach dem Wettbewerb doch noch veröffentlichen dürft, sie auf jeden Fall lesen und kommentieren.
    [subtab=Lebenstanz]
    Von dieser "Chrysalis" habe ich noch nie gehört und zumindest nach kurzer Suche im Internet fand ich dazu auch nichts. Aber ich glaube, ich kenne das Gefühl. Ich mag ja persönlich aber mehr den Wind (und liebe die Nordsee dafür) als den Regen, aber ich hatte bei so Gewitterstürmen auch manchmal den Gedanken, dass man eigentlich mal rausgehen müsste, um es direkt zu spüren. Und dann habe ich es gelassen, weil es geblitzt hat, der Blitz nur wenig entfernt zu sein schien und das Donnergrollen direkt zu hören war. Aber ich schweife ab.
    Ich mag das Konzept, zwei von den Interessen her unterschiedliche Menschen, hier eben ein wissenschaftliches Genie und eine Künstlerin, zusammen zu bringen. Dabei ist diese Rollenverteilung vielleicht ein bisschen klischeehaft, Frauen sind künstlerisch, Männer sind wissenschaftlich, aber einerseits soll angeblich die Tendenz in der Realität dem entsprechen (wohlgemerkt: die Tendenz) und andererseits muss man nicht immer absichtlich gegen das Klischee schreiben, ich mag das auch so. Sowohl die Geschichte als auch die Charaktere sind glaubhaft und die Atmosphäre ist schön.
    Was das Gedicht betrifft, so kann ich es mir ganz gut als das vorstellen, als was es geschrieben wurde - als Lied. Es hat ein regelmäßiges Reimschema, ist vom Metrum da vielleicht nicht ganz so sauber (sofern ich es richtig lese), aber das ist für ein Lied stellenweise auch von untergeordneter Bedeutung. Die Idee, wie es in die Geschichte eingebaut ist, ist simpel, aber wirksam und ergibt Sinn. Was man vielleicht daran kritisieren könnte, wäre der Fakt, dass es sich damit der eigentlichen Geschichte stark unterordnet und ein deutliches Zusammenspiel weniger erkennbar ist. Aber das ist so ein bisschen Interpretationssache und nicht sonderlich schlimm.
    [subtab=P.S.]
    Schöner Titel, klingt leicht geheimnisvoll.
    Oh, eine kleine rätselhafte Schnitzeljagd, das mag ich. Zwar ist die nicht sonderlich schwer, wenn man erst einmal verstanden hat, dass es sich bei den Hinweisen um Ortsangaben handelt, aber so sollte es ja wohl auch sein. Ich finde diese Idee einfach schön und mit dem kleinen Schmuckstück am Ende als Schatz - ach, ist das niedlich. Und es geht ums Meer.
    Die Rückblende hat mir ein wenig Kopfzerbrechen bereitet. Einerseits wird der Adressat direkt angesprochen, was impliziert, dass sie wirklich Bestandteil des Briefes ist, andererseits ist sie mit erzählerischen Mitteln geschmückt und würde so eigentlich weniger in einen Brief passen. Zumindest würde ich so nicht eine Erzählung schreiben, was mir in den letzten Tagen passiert ist. Andererseits ist es auch nicht auszuschließen, dass es einfach auf diese unterhaltsame Art und Weise in den Brief geschrieben wurde, das kommt halt auf den Briefeschreiber an. Am Zusammenspiel von Gedicht und Erzählung mag ich besonders, dass das Gedicht sehr gut mit der Geschichte zusammenarbeitet und sie teilweise auch beeinflusst.
    Nun, das Gedicht gibt eben die Rätselhinweise und ist so natürlich auch an diese Funktion gebunden. Stellenweise kommt es mir irgendwie ein wenig unregelmäßig vor, aber ich mag es inhaltlich auf jeden Fall und eigentlich lässt es sich auch ganz schön lesen.
    [subtab=Ein Sommernachtswunschtraum]
    Hier fing ich allmählich an, mich zu fragen, in wie vielen Geschichten es wohl um (angedeutete) romantische Beziehungen bzw. tiefe Freundschaft gehen wird.
    Jedenfalls hat die Geschichte eine schöne und auch in Ansätzen magische Atmosphäre und das führt in Kombination mit dem Titel zu einem wesentlichen Punkt, bei dem ich mir überaus unsicher bin: Ist alles in der Geschichte real? Das Ende wirkte auf mich zunächst ziemlich unwahrscheinlich und kitschig und gefiel mir ehrlich gesagt deshalb gar nicht. Andererseits geht es um einen Wunschtraum und auch wenn es Thema ist, dass Träume real werden, so frage ich mich, ob das in der Geschichte wirklich passiert. Diesbezüglich gibt mir auch das Gedicht Rätsel auf, welches sich trotz einiger Unregelmäßigkeiten auch recht schön lesen lässt. Denn es wird einfach in die Geschichte hinein geworfen, ohne besondere Erklärung. Handelt es sich um Gedanken? Vielleicht um Briefe, die sich die Protagonistin ins Gedächtnis ruft? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht und das macht es ein bisschen schwierig für mich, die Abgabe zu beurteilen, auch wenn ich das geheimnisvolle an sich immer schätze.
    [subtab=Ein Sommernachmittagstraum]
    Shakespeare scheint sehr beliebt zu sein, habe ich den Eindruck, hier wurde wohl neben dem Titel für die Geschichte (habe A Midsummer Night's Dream nie gelesen :D ) auch sein eigener Name für einen Charakter verwendet, wie mir scheint. Kann aber auch Zufall sein.
    Ich finde das Gedicht sehr schön und es liest sich flüssig. Was die Einarbeitung dessen in die Geschichte anbelangt, so finde ich die Idee, dass es den Traum ein wenig beeinflusst, besonders gut. Gleichzeitig kann ich aber auch nicht umhin zu übersehen, dass das Vorlesen des Gedichts kaum ein paar Minuten gedauert haben kann und in der kurzen Zeit die Traumphase zu erreichen und das alles zu träumen, mutet ein wenig unrealistisch an. Im Großen und Ganzen gefällt mir aber sehr das Träumerische an der Abgabe und das es so deutlich vom der realen Handlung abgegrenzt wir, gibt dem ganzen zumindest ein wenig Übersichtlichkeit.
    [subtab=Ehrgeiz]
    Wie kommt ihr immer auf diese Namen? :D  
    Die Geschichte über das Schreiben des Gedichts zu verfassen, ist eine recht einfache Idee, die inzwischen auch nichts Neues mehr ist. Aber deshalb nicht unbedingt schlecht, leider findet man sonst nicht allzu viel Handlung, der Protagonist ist einfach die ganze Zeit schon auf das Gedicht fixiert und die Mutter scheint irgendwie nur deshalb vorzukommen, weil es ja auch heute noch so ist, dass viele Kinder eine Mutter haben. :D Sonst hat sie kaum eine Funktion.
    Ich kann Laslo begrenzt auch verstehen, ich meine, wer kennt dieses Konkurrenzdenken nicht, auch wenn ich selbst es nicht wirklich habe (trotz meiner Wettbewerbssucht hier im Forum :P ). Aber ich frage mich warum es ihm bei einer benoteten Abgabe egal wäre. Ich meine, da stünde man doch auch in Konkurrenz, oder nicht? Aber gut, wenn nur der Lehrer bewertet, ist es vielleicht vom Gefühl her anders als wenn die Klasse abstimmt.
    Im Gedicht fehlen dann dummerweise einige Kommata, was schade ist. Es fasst schön den Sommer und das Sommergefühl zusammen, persönlich mag ich einige der Reime nicht so ganz und es finden sich ein paar durchaus relevante Unregelmäßigkeiten. Dennoch ist es zweifellos ein sehr passables Gedicht, welches ich durchaus genießen kann.
    [tab=noch]
    [subtab=Sternenseele]
    Und damit haben wir wohl die erste düstere Abgabe. Zunächst hatte ich keine Ahnung, worum es geht - natürlich lässt einen die Stelle, dass er nur jetzt noch Zeit fürs Dichten habe, schon in eine bestimmte Richtung denken und wie es scheint, hatte der Protagonist einen Autounfall, bei dem er sich schwer, vermutlich tödlich verletzt hat. Es scheint zugegebenermaßen etwas abstrus, dass er genau in dem Moment ausschließlich das Dichten im Kopf hat und nicht die Idee hat, Hilfe zu rufen, aber wenn er nun einmal tödlich verletzt ist, dann ergibt das vielleicht Sinn, denn wenn jede Hilfe zu spät kommt und er im Gefühl hat, dass er nicht durchhalten wird, bis sie eintrifft, dann wird er natürlich versuchen, noch etwas Sinnvolles zu machen. Und dann am Ende, bevor er stirbt (ich gehe jetzt einfach mal davon aus) hat er noch ein paar irreale Gedanken über eine Zukunft, fast wie eine nun doch einsetzende Verdrängung der unausweichlichen Wahrheit oder aber eben einfach nur das Symptom des bald einsetzenden Todes und allmählichen Ausfall des Gehirns.
    Im Kontrast zu der Düsternis stehen die Flashbacks, die wirklich schön zu lesen sind und das ganze dadurch eigentlich noch tragischer erscheinen lassen. Außerdem fügen sie der Handlung, die ja auch so schon nicht einfach nur aus dem Schreiben des Gedichts besteht, weitere Facetten hinzu.
    Das Gedicht selbst hat eine, wie mir scheint, sehr individuelle Form und ist recht kurz, aber irgendwie mag ich es, insbesondere den "Glühwürmschenschein", der die zentrale Metapher darstellt.
    Ich weiß nicht, ob ich so überzeugt von der Idee bin, das Gedicht an den Anfang zu stellen. Man könnte es vielleicht so interpretieren, dass es dem Protagonisten unbewusst schon irgendwie in den Sinn gekommen ist, bevor er es schreibt, so als flüchtiger Gedanke, den er jetzt festzuhalten versucht. Andererseits scheint er durchaus noch darüber nachdenken zu müssen. Persönlich hätte ich es auch besser gefunden, wenn die Verse, als sie in die Geschichte eingebaut wurden, zumindest durch Anführungszeichen abgetrennt worden wären, so war es an den entsprechenden Stellen etwas schwieriger, dem ganzen zu folgen. Vielleicht hat man es aber auch wie in Tauben im Gras gemacht und hier bewusst Satzzeichen weggelassen, um es stärker nach einem einzigen Gedanken aussehen zu lassen oder so ähnlich.
    Was mir dann noch auffällt: Ich finde nicht ein einziges Mal das "ß" (auch da nicht, wo es angebracht wäre), wenn ich mich nicht irre, sondern immer das "ss". Dass das so konsequent ist, lässt mich eigentlich schon vermuten, dass der Verfasser aus einer Region kommt, wo das "ß" nicht geläufig ist.
    Und dann noch etwas, was mich stutzen ließ, aber nicht wirklich schlecht war: Dieser Vergleich, "brennen wie Essigsäure". Ist der selbst ausgedacht? Ich habe den noch nie gehört und er kam mir da irgendwie komisch vor. :D  
    [subtab=Ein Sommergedicht]
    D-der Titel... Er ist so kreativ! Sorry, den konnte ich mir jetzt nicht verkneifen. ;D Er passt thematisch natürlich durchaus zur Geschichte.
    Sich einfach so neben jemanden setzen, den man nicht kennt, wirkt an einem menschenleeren Strand auf mich reichlich merkwürdig, auf einer Bank oder so wäre das eher nicht der Fall, wenn es nun einmal die einzige Sitzgelegenheit weit und breit wäre. Andererseits steht hier auch "mit einigem Anstand", also wirkt es nicht ganz so komisch. Dass dann aber der Junge direkt anfängt, das Gedicht vorzutragen, so ganz ohne irgendein Drumherum und die Protagonistin davon nicht im mindesten überrascht zu sein scheint, klingt nun doch recht merkwürdig. Wenn man annimmt, dass die beiden Charaktere einfach ein bisschen, naja verrückt im positiven Sinne sind oder halt sehr offen, dann erschient es vielleicht plausibel. Dennoch hätte ich mir mehr Konversation zwischen den beiden gewünscht, so nimmt das Gedicht sehr viel Raum ein, während die Geschichte einzig und allein wie ein Setup fürs Gedicht wirkt und kaum mehr.
    Das Gedicht selbst ließ sich eigentlich recht schön lesen, fand ich, auch wenn es vielleicht ein oder zwei Stellen gab, die etwas holprig auf mich wirkten.
    [subtab=Blütenabschied]
    Am Anfang hatte ich mal wieder keine Ahnung, worum es geht, obwohl die erste Strophe natürlich deutlich was aussagt, wenn man die Geschichte schon kennt. Das ganze wirkt irgendwie ziemlich grausam, umso mehr in Anbetracht der Tatsache, dass die Jahreszeiten personifiziert werden. Allerdings wird nicht wirklich Sommer als bewusst kaltherzig und grausam dargestellt, jedenfalls nicht vollständig. Es ist vielmehr der Lauf der Natur, der hier grausam erscheint und Sommer zwingt, den Frühling zu töten, wenn ich das richtig verstehe. Gleichzeitig müsste dann aber auch schließlich Sommer dem Herbst weichen, Herbst dem Winter und der Winter der Frühlingsschwester. Einerseits lässt einen das an einen Kreislauf denken, der von Tod, aber auch von Wiedergeburt geprägt ist. Oder aber, was möglich wäre, was ich aber nicht glaube, dass Frühling nun wirklich tot ist und nicht wiederkehrt. Damit wäre der Kreislauf der Jahreszeiten elementar verändert. Aber erste Interpretation fände ich besser.
    Das Gedicht scheint wohl insgesamt die Gedanken und Zweifel des Sommers auszudrücken, also passt es schon ganz gut da hinein. Es hat eine gewisse Regelmäßigkeit, man kann es ganz gut lesen und inhaltlich erfüllt es seine Funktion voll und ganz.
    [subtab=Kein Titel]
    Nach dem Lesen der Geschichte frage ich mich, ob das mit "Kein Titel" auch beabsichtigt ist, passen würde es zweifellos. Nun, die Crux bei solchen abgaben ist die nicht ganz klare Frage, ob die Autoren so kreativ waren, dass sie sich das bewusst als Konzept ausdachten oder ob sie so unkreativ waren, dass ihnen wirklich nichts eingefallen ist und sie nur den Anschein von ersterem erwecken wollen. Aber letzteres ist ja auch auf eine gewisse Art raffiniert und übrigens muss ich mich bekennen, diesen Trick schon einmal bewusst angewandt zu haben, aber das ist eine lange Geschichte und hat nichts mit dem Geschichtenschreiben zu tun.
    Das Gedicht passt zu dem Konzept, einige Reime wirken doch recht erzwungen und die Zusammenhänge wirken unklar.
    Das außergewöhnliche ist einfach, dass sicher viele die dargestellte Situation kennen und man sich daher gut in den Protagonisten hereinversetzen kann. Und hin und wieder musste ich auch wirklich schmunzeln oder sogar lachen. Bin aber trotzdem noch nicht sicher, wie ich das bewerten soll, ich bin ein wenig hin- und hergerissen.
    [subtab=Mustelidae]
    Federkiele wurden ab Ende des 18. Jahrhunderts als Schreibgerät allmählich verdrängt. Ja, wenn ihr mich schon zwingt, den Titel nachzuschauen (scheint auf den Hermelin zu passen), dann werde ich das natürlich nebenbei auch noch nachschlagen. Aber je nachdem, wie weit die Zivilisation zu dem Gebiet reicht, in dem sich die Geschichte abspielt, ergibt es ja wohl trotzdem aus historischer Sicht Sinn.
    Der Protagonist verhält sich eigentlich direkt leichtsinnig, oder? Geht nur rudimentär gegen die Kälte geschützt aus dem Haus und verläuft sich dann auch noch wegen eines Vogels und eines Hermelins. Aber offenbar ist er in einer komischen Stimmung.
    Jedenfalls ist es abwechslungsreich, vom Sommer mal in einer eher kalten Hinsicht zu lesen und die Geschichte hat etwas Magisches an sich, dass mir gefällt, gepaart mit ein deutlicher Kritik an der Zerstörung der Natur durch den Menschen. Das Gedicht greift dieses Thema ebenso wie Teile der Handlung auf. Man kann es gut lesen und es hat ein regelmäßiges Reimschema, auch wenn die Reime nicht immer ganz rein sind, was aber auch nicht schlimm ist.
    [subtab=Die Liebe des jungen Romantikers]
    Joa, der Titel passt fast schon zu gut zu der Geschichte.
    So überschwängliche Liebeserklärungen habe ich das letzte Mal in Die Jugend des Arsène Lupin gelesen und die mag ich eigentlich nicht so gerne, aber ich finde sie jetzt nicht so schlimm.Ist aber hart an der Grenze zum Kitsch.
    Es scheint also um einen (noch) erfolglosen Dichter zu gehen, der hofft, dass er mit seiner Arbeit Ruhm und Reichtum erlangt, um schließlich seine Elise ehelichen zu können. Nur warum bis dahin warten, frage ich mich? Sie scheint ihn ja ebenso abgöttisch zu lieben wie er sie. Mangelt es da einfach am Geld für die Hochzeit oder würden Elises Eltern es nicht zulassen wenn sie einen Niemand heiratet?
    Wie gesagt, besonderes Merkmal der Geschichte ist dieser spezielle, recht hochtrabende Schreibstil, der auch der Geschichte selbst schon eine gewisse Poetizität verleiht. Das eigentliche Gedicht wird auch in dieser Geschichte über seinen eigenen Schreibprozess eingebaut, man erkennt hier ganz gut, wie der Dichter in der Geschichte teilweise durch die Handlung inspiriert wird, der Bezug ist also vorhanden. Es lässt sich (aufgrund seiner Regelmäßigkeit) auch ziemlich schön lesen.
    [tab=keinen Sommer!]
    Nachdem ich den Vote jetzt lange aufgeschoben hatte, hat er noch einmal ewig gedauert. Somit kommt jetzt das Schwierigste: Die Punkteverteilung. Es gab keine Abgabe, die ich schlecht fand, das möchte ich in aller Deutlichkeit sagen und ich finde es toll, was die Zusammenarbeit alles bewirkt hat.


    ID: 101835
    A1: 2
    A2: 2
    A6: 2
    A9: 1
    A10: 1
    [/tabmenu]

  • [font=verdana][tabmenu][tab='Wtf,']Huch. Das ging aber tatsächlich schnell rum und ich hab immer noch nicht gevotet. D=


    Diesmal nur (vergleichsweise kurze) Kommentare zu den bepunkteten Werken, weil ... Paka. Weil DL ist und ich eigentlich gerade singe. '___'


    Hiermit bekunde ich auch mein herzliches Beileid an Kiri, zitier das Lied aber trotzdem nicht, weil ... Äääh ... Einfach so. '-'
    [tab=schon wieder][subtab=P.S.]Erster Eindruck: awesome Idee! Ich liebe ja solche Suchsachen, und das in die Gedichte, die gleichermaßen Hinweise wie tatsächlich briefhafte Äußerungen darstellen, zu verpacken, darauf muss man erstmal kommen. Abgesehen von der Tatsache, dass "Liebe" und "Wiedersehen von alten Freunden" sehr häufige Themen hier zu sein scheinen, lol, ist das tatsächlich eine ziemlich coole Umsetzung. An der Geschichte hab ich vom Stil her nicht wirklich was zu bemängeln, passte auch vom Pacing her, hatte etwas Angst, dass es etwas zu schnell abgewickelt sein würde, aber so kam mir das gar nicht vor. Auch die Gedichte gefallen mir ziemlich gut, etwaige Probleme mit dem Metrum, die ich beim ersten Lesen hatte, lagen an mir, wie ich beim zweiten Lesen merkte. xD Oh, aber: "Dass sich dort im Wasser bricht. DAS DAS DAS DAS DAS
    #overkill Sorry, musste gerade. xD
    Die Konklusion hat mir auch gefallen und mich lächelnd zurückgelassen, so wird doch am Ende alles gut und die Mühen waren nicht umsonst. :3 Unsere Protagonistin (? hatte beim Lesen immer ein Mädchen im Kopf, liegt wahrscheinlich an mir, haha) war mir auch sehr sympathisch, obwohl wir ja nicht viel über sie erfahren. Aber gut, alles kriegt man hier nicht rein. xD
    Eine rundum gelungene Abgabe, bei der mich beide Seiten der Medaille überzeugen konnten, kudos! \o/
    [subtab=Sternenseele]Y'know what? Ich hätt's schöner gefunden, hätte das Gedicht am Ende gestanden, so am Anfang hat das irgendwie nicht so den Effekt auf mich, den es am Ende hätte haben können. Wäre doch ein toller Abschluss. Vor allem, weil wir halt in der Geschichte aktiv miterleben, wie er das Gedicht schreibt, und es so irgendwie wirkt, als wäre es schon vorher fertig. '-'
    Ansonsten: oha. Das geht rein. Normalerweise bin ich weniger der Fan von so traurigen, tragischen Sachen in Wettbewerben (einfach, weil man viel mehr Fröhlichkeit verbreiten sollte hier im BB!), aber damn, das nahm mich schon ziemlich mit. Nicht nur sorgte der wundervoll poetische Schreibstil in der Geschichte dafür, sondern auch die ganze Atmosphäre. Nach und nach wird erst aufgedeckt, dass es ihm wirklich, wirklich dreckig geht und er nicht einfach ohne Grund vor sich hinjammert. Das Ende ... Wo ich es gerade so noch einmal lese, hätte ich persönlich das (ebenfalls sehr schöne! Sternenmetaphern kriegen mich jedes Mal, und die kurzen Zeilen wirken präzise und poetisch zu gleich, mag es total) Gedicht wahrscheinlich in die Leerzeile gesetzt, hm.
    Ab und an hab ich ein paar Fehlerchen entdeckt ("der Sternenmetapher" zum Beispiel, und "wie damals schwärmte", da fehlt was), aber sowas passiert. Tut der wunderschönen und traurigen Erzählung keinen Abbruch. Genau hier ist aber wahrscheinlich auch mein größter Kritikpunkt: wenn ich an diese Abgabe denke, dann blende ich das Gedicht erstmal mental aus und erinnere mich nur an die Geschichte. Wahrscheinlich, weil das Gedicht halt am Anfang steht und da etwas desintegriert wirkt, vielleicht aber auch, weil es einfach so viel mehr Geschichte ist als Gedicht. Witzig, wenn man bedenkt, dass das Gedicht sogar thematisiert wird. Ääääh. Dennoch, wirklich eine tolle Abgabe!
    [subtab=Blütenabschied]Ich erstmal so "whut das Thema ist doch Sommer", aber als ich dann weitergelesen habe, dachte ich eher "OMG DAS IST JA VOLL AWESOME".
    Ich liiiebe die Darstellung von Frühling und Sommer hier, und ganz besonders liebe ich das Gedicht. Genauer die letzte Strophe. Die ist wirklich absolut wundervoll und traurig. ;w; Man kommt gar nicht umhin, mit Frühling mitzufühlen (ich mag den Sommer sowieso am wenigsten, haha), wenn man das so liest. Hier ist es das genaue Gegenteil von Sternenseele - wir haben sehr viel Gedicht, aber relativ wenig Geschichte. Finds auch hier aber ein wenig ... Ungünstig. Einfach, weil Gedicht - Geschichte - Gedicht Gedicht Gedicht Gedicht - Geschichte. Hält sich von den Worten wahrscheinlich so die Waage, legt aber doch einen sehr großen Fokus auf das Gedicht. Wäre das Gedicht nicht so toll, würde ich das noch eher ankreiden, haha. Wobei teilweise die Wortwahl etwas weniger klar passend wirkte, aber das stört mich nicht so, da man immer noch erkennt, wo der Zusammenhang lag.
    Auch der Geschichtsteil gefällt mir, don't get me wrong, es ist eine tolle, besondere Idee, die Jahreszeiten so darzustellen und der Schreibstil ließ sich gut lesen und bla bla bla aber real talk, wer auch immer dieses Gedicht geschrieben hat: du. Du bist awesome. Fühl dich awesome.
    [subtab=Mustelidae]Ich könnte jetzt sagen, dass die Idee toll ist und dass mir die Umsetzung gefiel und ich deshalb Punkte gebe, aber wenn ich ganz ehrlich bin, ist mein Hauptgrund der Schreibstil. Durchaus beider Teile.
    Es liest sich einfach so unheimlich gut. Aussagen wie "Als ich erwachte, brannte die Welt" (hätte von mir sein können, ngl) und eigentlich die gesamte Atmosphäre, die die Wortwahl erzeugt, sind absolut wundervoll und ich steh auf sowas, obwohl der Inhalt eigentlich weniger meins ist. Historische Settings wollen mir immer gefallen, tun es aber schlussendlich recht selten, lol. Dafür mag ich aber die "Moral" sehr gern, auch, wenn sie nicht ganz so neu ist, ist sie auf jeden Fall kreativ dargestellt! Hat aber schon son bisschen was von Colours of the wind, haha. The earth is just a dead thing you can claim ... ♪ Hauptsächlich wird die Moral ja von dem Gedicht gecarried und das macht es gut, liest sich dabei klasse ohne grobe Schnitzer und obwohl es gegen den tollen Stil der Geschichte doch irgendwie abstinkt, heißt das noch lange nicht, dass es schlecht ist. Ganz im Gegenteil! Was ich besonders mag, ist die Tatsache, dass überall unreime Reime drin sind. Unreine Reime verdienen irgendwie mehr Liebe. °^°
    [tab='Deadline?']Juhu, Punktevergabe, wie liebe ich diesen Teil des Votes! Nicht. Ugh. Wobei es doch am Ende relativ klar war, haha.


    ID: 27919
    A2: 2
    A6: 2
    A8: 2
    A10: 2


    2+2+2+2=8, there you have it, eigentlich sollte Abgabe 2 ja 3 Punkte bekommen aber ich wollte Nummer 10 dann doch nicht nur mit einem abspeisen und deshalb sieht das jetzt halt so aus. Lebt damit. =<

  • 11 - Die Gedanken eines jungen Romantikers
    Langer Titel. Aber gut, irgendwie passt er ja durchaus zu einem Text, in dem ein Gedicht steckt. Und ich musste von da an, die ganze Abgabe hindurch irgendwie an William Shakesbear denken.
    Ich war in Gedanken schon beim Punkteverteilen, als ich mit dieser Abgabe anfing und als das Gedicht kam, wusste ich, dass ich diese Abgabe definitiv mit einbeziehen müsste. Ich liebe dieses Gedicht, es passt so wunderbar in die Zeit der Romantik (oder Klassik, weil es doch ziemlich klar ist, aber so gut war ich im Einordnen von Gedichten eh nie, also bleibe ich bei "es passt"). Im Endeffekt könnte man kritisieren, dass das Gedicht kaum einen Eigenwert hat, sondern vornehmlich das wiederholt, was der Text zuvor beschrieb, dagegen steht jedoch, dass es einfach so unglaublich schön klingt! Diese Naturbeschreibungen gefallen mir einfach so unglaublich. Da kann ich durchaus verstehen, dass er sich denkt, dass William mit diesem Gedicht berühmt wird. Wobei "berühmt" doch noch auf kaum einen Dichter zutrifft. Aber ich weiß auch nicht, wie es zu ihrer Zeit war. Na, egal, mir zumindest hat der Dichter es mit diesem Gedicht sehr angetan.
    Auch die Geschichte ist nett zu lesen, wenn ich von ihr auch nicht ganz so sehr schwärmen kann, wie von dem Gedicht. Sie ist irgendwie locker-leicht und nicht ganz so tiefgründig, dabei wirkt sie aber einfach liebenswürdig. Gerade die Stelle mit dem Rehkitz gefällt mir irgendwie sehr, auch wenn ich nicht beschreiben kann, weshalb. Der Text ist genau das, was der Titel verspricht. Mir gefällt er.


    8 - Blütenabschied
    Der Titel ... ist violett? Ich kann es irgendwie nicht besser in Worte fassen. Er ist melodisch und klingt trotz des Abschiedes immer noch nicht so traurig. So ist ja dann auch der Text. Obwohl Frühling stirbt, geht das Leben weiter und erhält neue Schönheit durch den Sommer. Diese Abgabe punktet vor allem mit dieser tollen Idee. Ich meine, wenn man es auf den Zyklus der Jahreszeiten bezieht, wird es ein bisschen komplizierter, weil dann der Frühling von den Toten auferstehen müsste, aber für den Moment reicht es so, wie es ist.
    Das Gedicht gliedert sich erstaunlich gut in den Text ein. Der Text braucht es nicht, um verstanden zu werden, aber es unterstützt ihn doch, es verstärkt die Wirkung. Ich denke, ohne einen Gedichtteil würde die Abgabe einen Teil ihres Zaubers einbüßen. Auch wenn ich teils ein paar Schwierigkeiten hatte, das Gedicht zu lesen. Es ist ein wenig, als sei das Gedicht die Innenwelt des Sommers, während der Text eher alles von außen betrachtet; und so ergänzen sie sich. Ich hätte hierbei übrigens einen kleinen Vorschlag zu machen: Ich hätte das "Leb wohl, Frühling" vor dem Gedicht weggelassen. So greift man ein bisschen voraus, sonst hätte das Gedicht noch etwas komplett Neues bringen können, selbst wenn man es sich schon vorher hätte überlegen können. Das kam mir beim Lesen nur so in den Sinn.
    Ansonsten möchte ich die Idee noch einmal stark loben. Man hätte den Text natürlich noch etwas ausschmücken können, aber auch so, wie er ist, ist er gut gelungen.


    6 - Sternenseele
    Ich hab länger überlegt, ob ihr Punkte bekommt, letztendlich habe ich mich aufgrund der Geschichte doch dafür entschieden, denn mit dem Gedicht kann ich leider nicht so viel anfangen, aber der Reihe nach.
    Zunächst zum Titel: Der ist echt schön. Er klingt poetisch und hoffnungsvoll. Ich gehe davon aus, dass er auf den letzten Absatz anspielt, dass Glühwürmchen (wie Sterne) Seelen der Verstorbenen sind. Anders lässt sich der Titel schwer erklären. Das verdichtet allerdings den Verdacht, dass dieser Text den Tod des Ich-Erzählers beschreibt. Und diese Gefühle, die so kommen, führen widerum zu Punkten.
    Zunächst habe ich das Gedicht gelesen und war eher weniger überzeugt. Ich habe mich im Laufe der Zeit durchaus immer besser mit solchen Gedichten angefreundet (auch wenn mich noch nie eines so überzeugt hat, wie eines mit Reimen), allerdings habe ich immer noch große Schwierigkeiten mit Gedichten, die sich mal reimen, eigentlich aber doch nicht. Deshalb ist es, als wäre dieses Gedicht nicht greifbar für mich, auch wenn es einen durchaus schönen Inhalt hat. Es erreicht mich einfach nicht und das ist normalerweise der große Pluspunkt an Gedichten. Und jetzt möchte ich noch einmal betonen, dass ich das Gedicht absolut nicht schlecht machen will. Es liegt definitiv an mir und nicht am Gedicht, aber wenn ich reinen Gewissens vote, kann ich es nicht mehr loben.
    Nun also zum Text, der für mich besser zu lesen ist, als das Gedicht. (Kein Angriff!) Man spürt die ausweglose Lage ehe man sich ihrer völlig bewusst ist. Also: Er hatte einen Autounfall und ist schwer verletzt. Beim Unfall allerdings hat er genau die Idee, wie sein Gedicht gehen muss; das zeigt uns das vollständige Gedicht zu Beginn, denn sonst müsste ich seine Position kritisieren. Er nimmt also sein Handy und schreibt mit letzter Kraft die Verse, während er sich an seine Freundin erinnert. Das hat irgendwie etwas Traurig-schönes. Der Text lullt einen irgendwie ein. Die Intensität, die eher unbewusst mitschwingt, ist die Große Stärke dieser Abgabe. Und deshalb kann ich ihr auch keinen Punkt verwehren.


    3 - Ein Sommernachtswunschtraum
    Ich bin nicht die einzige, die bei diesem Titel an Shakesbear denken muss. Allerdings hat er auch ein bisschen was von der Attacke "Wunschtraum", die einfach so unglaublich schön aussieht. Alles in allem ist dieser Titel im Endeffekt der Inbegriff einer Sternschnuppe. Man muss mir nicht folgen können, aber es ist so. Und deshalb ist er so gut.
    Tatsächlich überrascht es mich, dass dieser Text noch keine Punkte hat, denn er ist definitiv mein Favorit. Ich hab mich unglaublich gerne von ihm in seine Welt entführen lassen und mir gefallen auch die Gedichte in Briefform (hatte ich ganz kurz sogar auch im Kopf, das ist es dann aber doch nicht geworden). Ich frag mich nur, an welche Stellen die Briefe gehören. Also chronologisch. Claire schreibt über das, was sie gerade erlebt hat. In dem Text scheint es wie eine einzige Nacht, wenn die Briefe aber genau an den Stellen entstanden sind, dann müssen sie elektronischer Form sein. Ansonsten war ich zunächst davon ausgegangen, dass es Rückblenden sind. Das läge aber nahe, dass es nicht das erste Mal ist, dass Claire diesen Weg geht, wie man vom Text her vermuten könnte. Das ist leider der Kritikpunkt an dieser Abgabe, dass diese Unklarheit entstanden ist. (Und dass diese Münze so absolut willkürlich wirkt, aber das nur am Rande.) Davon abgesehen liest sich der Text einfach nur schön, die Wiedervereinigung am Ende musste zwar nicht sein, war aber trotzdem nett. Dadurch zeigt sich nur, dass manch ein Sommernachtswunschtraum in Erfüllung geht, wenn man nur daran glaubt.
    Was die Gedichte betrifft, so finde ich es äußerst interessant, dass Claire ein viel klareres Reimschema hat als Robin. Hat das irgendeine Bedeutung? Aber unabhängig davon, dass ich mich so erstmal in seinen Antworten zurecht finden musste, sind die Gedichte wirklich sehr schön zu lesen und bringen diese wehmütige Sehnsucht rüber. Ich hab daran echt nichts auszusetzen. Wie gesagt, die Abgabe ist mein klarer Favorit.


    1 - Lebenstanz
    Auf meinem Notizzettel steht neben dieser Abgabe die Begründung "weil". Immer mal wieder gibt es Abgaben in einem Wettbewerb, die ich lesen und von denen ich weiß, dass ich ihnen einen Punkt geben muss, ohne dass ich zunächst den Grund direkt greifen könnte. Dies ist so eine Abgabe.
    Mir gefällt die Geschichte, die vollkommen auf den Titel hinläuft, das Tanzen im Regen (ich schaffe es nicht mehr an diese Abgabe zu denken, ohne irgendwann das WiseGuys-Lied im Kopf zu haben). Der Titel wirkt fröhlich, passt aber genauso auch zu dem heißen Anfang der Geschichte (was eigentlich kein Widerspruch ist, da sie auch da fröhlich sind). Es hat übrigens eine ganze Zeit gedauert, bis ich herausgefunden habe, dass Emily nicht die feste Freundin des Ich-Erzählers ist, der mit seinem besten Freund los ist. Seltsamerweise ist es sonst eher umgekehrt. Aber gut, es ist eine Ich-Erzählerin und Olivers Freundin. Und die beiden reden über alles und nichts und scheinen einfach nur ihren Spaß zu haben. Mich überrascht nur, dass sie am Ende scheinbar mitten auf dem Highway anhalten. Es könnte ja immer noch sein, dass irgendein Auto hinter ihnen weiterfährt. (Übrigens fahren sie, bis sie anhalten, in meinen Gedadnken auf der linken Seite. Stehen tun sie auf der rechten ...) Allerdings möchte ich dieses unvermittelte Anhalten eigentlich gar nicht hinterfragen, weil es dieses ungehemmte Gefühl von Freiheit schmälern würde.
    Interessant, wie das Radio genau das spielt, was gerade passiert ... Nein, jetzt ernsthaft, ich finde es schade, dass das Gedicht nicht noch besser eingebunden wurde. Es passt zwar zum Text, aber es fühlt sich nicht so sehr wie ein Teil davon an, was von Anfang an mein größter Kritikpunkt an der Abgabe war. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich dem Gedicht alleine Punkte gegeben hätte, da es stellenweise nicht ganz sauber ist, aber Text und Gedicht sind unabhängig voneinander gut, verbessern sich aber nicht merklich durch ihr Zusammenspiel, wie es bei anderen Abgaben der Fall ist. Und das ist einfach unglaublich schade.


    Nach langem Überlegen bei diesem wundervollen Wettbewerb komme ich letztlich auf folgende Punkteverteilung:
    ID: 57311
    A11: 1
    A8: 1
    A6: 1
    A3: 3
    A1: 2
    Danke für die tollen Texte. Auch wenn ich nicht alle kommentiert habe, war jeder eine Freude zu lesen! :3

  • [tabmenu][tab=Vorwort]Guten Abend.


    Wirklich tolle Abgaben sind bei diesem Collab entstanden und da fällt es wirklich schwer, sich zu entscheiden, wer Punkte verdient hat. Ich hoffe, dass man euch alle in Zukunft auch weiterhin im Bereich sieht!
    Bevor es los geht, noch eine kurze Erwähnung für Schism, weil ich es kann und es gewünscht wurde. @Kiriki-chan
    [tab=Kommentare]Abgabe 1 - Lebenstanz
    Ich mag die Einfachheit in eurer Abgabe, die dazu führt, dass man mit den Charakteren und dem Setting schnell sympathisieren kann. Frei von der Schule, den Gedanken, einfach allem und danach Spaß zu haben, das macht wohl den Sommer aus. Die Einbindung der Gedichte als Lieder ist gut gelungen, wobei es hier ganz witzig gewesen wäre, reale Lieder zu verwenden. Aber sie mussten ja auch zur Situation passen, weil sich die Texte dann in der Geschichte quasi bewahrheitet haben. Technisch wirken sie sauber und gut auf ein Lied zugeschnitten. Die Sehenswürdigkeiten sind klugerweise direkt übernommen worden und gliedern sich auch gut ein. Besonders gefallen hat mir dann das Ende mit seinem Regentanz, der damit auf den Titel zurückgreift und allgemein die Lebensfreude wiedergeben soll, so habe ich das Gefühl. Da scheint die vorher aufgebaute Stimmung aber etwas abzusacken, weil es plötzlich recht schnell vorangeht, vermutlich wegen der Wortobergrenze. Hier hätte man definitiv noch etwas genauer ausführen können, aber das tut dem Gesamtpaket kaum einen Abbruch.


    Abgabe 2 - P.S.
    Der Titel weist so gesehen auf Briefe hin und diese spielen durch ihre mehr oder weniger gut verstecken Nachrichten auch eine größere Rolle. In Gedichtform bieten sich diese Rätsel natürlich gut an und die Schnitzeljagd ist auch eine gute Idee für die Umsetzung des Themas, wie auch allgemein das Erleben eines Abenteuers. Diese Umsetzung ist euch ziemlich gut gelungen und der Entdeckergeist findet sich hier an nahezu jeder Stelle. Was ich mich jedoch frage, ist, wie der Protagonist so schnell nach dem letzten Brief auf diese Stellen aufmerksam wurde, wenn sie vorher eigentlich als simple Gedichte abgetan wurden. Das geht aus dem Text auch nicht wirklich hervor. Die späteren Erkenntnisse sind so aufgebaut, dass der Protagonist weiß, worum es geht, bedingt durch das Setting und hier machen die Schlussfolgerungen so weit auch Sinn. Überhaupt auf den Zusammenhang dieser Gedichte zu kommen, fand ich etwas zu schnell abgehandelt. Das Ende ist mit Finden des Schatzes niedlich geworden und man darf hoffen, dass sich die beiden irgendwann wiedersehen werden.


    Abgabe 3 - Ein Sommernachtswunschtraum
    Was einem so eine Sommernacht nicht alles beschert; Shakespeare hat mit diesem Titel tatsächlich weitreichend vorgesorgt und das Thema wurde hier auch ganz anständig umgesetzt, wobei für mich nicht ganz klar ist, wo sich die Gedichte einordnen lassen. Man merkt von Part zu Part, dass die Sprache anders verwendet wird und dass eine Seite wohl begabter im Dichten ist als die andere. Ob sie auf den Fortschritt der Zeit hinweisen wollen? Das geht nämlich nicht wirklich klar hervor. Die einzelnen Schauplätze abzuwandern ist eine interessante Idee, jedoch fehlt hier das nötige Etwas gegen Schluss hin. Die Begegnung mit dem Brieffreund war nicht unbedingt nötig, aber in diesem Fall hättet ihr das noch etwas genauer ausführen müssen, da es recht abrupt wirkt.


    Abgabe 4 - Ein Sommernachmittagstraum
    Nach dem Sommernachtswunschtraum folgt nun also der Traum am Nachmittag. Wieder einmal passend zum Titel scheint das Setting aufzuleuchten, wobei ihr euch da eher auf die Traumatmosphäre gestützt habt, die durch das Gedicht vorangetrieben wurde und das fand ich eine nette Idee, um dem Ganzen mehr Konsistenz zu verleihen. Diese sind aber für mein Empfinden relativ unrhythmisch aufgebaut. Weniger durch die Reime, die meist ganz okay sind, sondern durch das Metrum bedingt, da nicht immer die gleichen Versteile betont sind. Was mich auch etwas gestört hat, war, dass Rednerwechsel recht unangekündigt kamen und man sich erst auf die Sichtweise des Charakters einstellen musste. Bei den Träumen natürlich eine ganz gute Sache, um so beide Seiten zu zeigen, allerdings hätte sich hier angeboten, das deutlicher zu zeigen. Davon abgesehen ist die Geschichte aber niedlich geworden; zwei Freunde, die sich durch das Gedicht verbunden fühlen, jedoch wohl auch auf etwas Größeres hindeuten könnten, wenn man den Traum beachtet. Das Ende war etwas schnell abgehandelt und man erfährt im Grunde nicht mehr, wie Lucy über den letzten Teil denkt.


    Abgabe 5 - Ehrgeiz
    Nette Idee, sich der Ideenvielfalt bei einem so allgemeinen Thema zu widmen und darüber zu sinnieren, worüber man schreiben könnte. Dass das alles andere als leicht ist, habt ihr mit der Abgabe auch wunderbar gezeigt. Man spürt, wie verbissen Laslo um dieses eine bestimmte Thema kämpft, das niemand sonst behandelt und das sein Gedicht zur perfekten Abgabe macht. Auch wenn ich mich doch frage, warum sie das machen müssen, obwohl die Noten schon stehen und das Gedicht ohnehin nicht benotet wird, aber lassen wir das mal außen vor. Ein Problem in eurer Abgabe war wohl, dass viele Sätze mit dem Namen des Protagonisten angefangen haben. Da es die meiste Zeit ohnehin nur um eine Person geht, wäre es auch möglich gewesen, auch öfters auf Personalpronomen auszuweichen. Davon abgesehen ist der Verlauf ganz nett geworden. Nichts außergewöhnliches, aber ganz in Ordnung zu lesen. Das Gedicht gegen Ende ist durchaus okay und überzeugt mit seinen Reimen, weniger aber mit der Metrik. Hier hättet ihr noch etwas drüber lesen können, um dem entgegen zu wirken.


    Abgabe 6 - Sternenseele
    Das Gedicht an dieser Stelle passt wunderbar. Es ist kurz, einprägsam und vor allen Dingen wirksam; wobei man noch nicht vorausahnen kann, worum es gehen wird und das ist gut. Der eigentliche Plot präsentiert sich eher kryptisch. Man wird als Leser mit Verwirrung beworfen, die auch den Protagonisten betrifft, der sich nun in dieser misslichen Lage befindet. Ein Unfall - und sein Ventil ist das Schreiben eines Gedichts über Glühwürmchen. Immer wieder erfährt man von vergangenen Ereignissen mit seiner Freundin, was sich auch gut in den Text und allgemein das Schreiben des Gedichts eingliedert. Es geht hier praktisch Hand in Hand, wodurch die Aufgabe erfüllt wurde. Auf der anderen Seite ist die Geschichte auch sehr traurig; das Ende ist für den Charakter ein Ende, jedoch hinterlässt es auch diesen bittersüßen Beigeschmack mit den Glühwürmchen.


    Abgabe 7 - Ein Sommergedicht
    Ein etwas längeres Gedicht, um das sich auch die Abgabe hauptsächlich dreht, wie es scheint. Die Einleitung ist dabei ganz nett geworden, um eben auf das Setting einzustimmen. Sommer, Sonne, Meer und Sand, da hielt ich was in meiner Hand! Oder auch nicht. Die Begegnung mit dem Jungen sollte das eigentliche Ziel darstellen, das man auch mit so mancher Geschichte um den Sommer verbindet: Das Kennenlernen einer anderen Person und das ist euch ganz gut gelungen. Man hätte das allerdings noch deutlich erweitern können und es besonders nach dem Gedicht einfach zu kurz abgehandelt. Apropos Gedicht, dieses ist relativ frei gehalten und fühlt sich teilweise eher so an, als wären längere Sätze schlicht auf mehrere Verse aufgeteilt worden, um die Illusion eines Gedichts zu erzeugen. Besonderes bei wenigen Silben in einer Zeile kann es sich anbieten, auch die Verse entsprechend kurz zu halten und kurz eine Sache anzuschneiden, um diese dann mit einem etwas größeren Gedankensprung im nächsten Vers fortzusetzen. Aber das nur als kleiner Hinweis.


    Abgabe 8 - Blütenabschied
    Ganz abgesehen vom Sommer gibt es natürlich auch noch andere Jahreszeiten, denen ihr euch angenommen habt. Anfangs war ich noch etwas verwirrt, aber spätestens mit der Erwähnung des Frühlings hat es Klick gemacht. Die sanften Worte im Text lassen einen regelrecht durch den Text gleiten; man fühlt sich wie darin verankert und kommt kaum los, da es zudem sehr mysteriös wirkt. Was tun diese beiden Personen und wie stehen sie zueinander? Der Tod der Einen bietet der nächsten die weitere Wanderung durch die Welt. Der Gedanke ist auf der einen Seite traurig, auf der anderen Seite aber auch belebend dafür, dass die Zeit niemals still hält und es weitergeht. So auch mit den Jahreszeiten; die Gefühle sind gut eingebunden worden.


    Abgabe 9
    Keinen Titel zu haben passt bei dem Inhalt sogar ziemlich gut, auffälligerweise. Schließlich handelt sie von den berüchtigten Abgaben in letzter Minute vor der Deadline und es ist fast schon Ironie, wie am Ende auch alle störenden Dinge eintreffen und nicht einmal der Sommer wirklich thematisiert wird. Oder sollen womöglich die aktuellen Begebenheiten auf den Sommer 2015 hinweisen? Das wäre durchaus schon wieder kreativ , da es sich auf die Gegenwart bezieht und wohl auch für den ein oder anderen Lacher sorgen kann. Man möchte kurz sagen: Ihr nahmt euch beim Schreiben wohl selbst nicht ganz ernst und das finde ich mutig. Insgesamt kann es aber durch die Allgemeinheit beim Thema und den geringen Fokus auf eine bestimmte Sache nicht wirklich punkten.


    Abgabe 10 - Mustelidae
    Der Gedanke eines winterlichen Sommers ist für das Land sicherlich nicht verkehrt und angesichts der anderen Abgaben weiß hier das Setting auch sehr zu überzeugen. Wobei die Geschichte an und für sich nicht neu ist - Begegnungen mit Tiergeistern und Ähnlichem gab es schon öfter -, aber die Umsetzung mit Hilfe des tollen Schreibstils ist euch sehr gelungen. Man fühlt sich von den Formulierungen durch den Text getragen und glaubt, fast schon dort anwesend zu sein. Die Moral, die sich eher durch die Gedichte zieht, ist auch nicht neu; das Übliche zur Umwelt, möchte man schon sagen, aber hier fand ich das keineswegs störend oder aufdringlich. Es gab der Abgabe seine Motivation zum Plot und euch zum Schreiben.


    Abgabe 11 - Die Liebe des jungen Romantikers
    Die Gedichte sind durchaus schön geworden und wissen mit einer sanften Wortwahl und einem ganz guten Metrum. Sie lassen sich allesamt flüssig lesen und mir gefällt es, wie sie quasi verschiedene Tageszeiten und Wettereinflüsse behandeln; das lässt sich in gewisser Hinsicht auch auf den Text übertragen. Der ist wiederum sehr gewöhnungsbedürftig, da er sich recht exzessiv auf die Liebeleien zwischen William und Elise stützt. Ich nehme das einmal als gegeben hin, da es doch zum Setting passt. Es ist nur ziemlich anstrengend zu lesen, wenn sie sich gegenseitig allerliebste Floskeln entgegenwerfen und das Gefühl der Liebe ausreizen. Davon abgesehen überzeugt ihr aber auch hier mit einer guten Wortwahl und einem recht angenehm dargestellten Schauplatz, auch wenn es eher ruhiger zugeht, aber Hektik soll ja für zwei Liebende nicht gut sein.
    [tab=Punkte]ID: 37843
    A1: 2
    A2: 1
    A6: 2
    A8: 2
    A10: 1
    [/tabmenu]

  • [tabmenu]


    [tab='Vorwort']


    Mir hat es viel Spaß gemacht, an diesem Collab mitzuwirken, und mit Glühwürmchen hatte ich eine Partnerin, auf die man sich verlassen kann. Finde, sowas kann hier gerne auch öfter angeboten werden, da die Resonanz ja immer recht positiv ist. Wie auch immer, vieles wurde schon zu den Abgaben gesagt, ich mache einfach mal wieder meine Zitatekiste und kommentiere so ein wenig. Da ich auch noch den "Catch them"-Contest bewerten muss, halte ich mich nur an die Abgaben, die auch Punkte kriegen. Weiteres Feedback gebe ich dann im Nachhinein.


    [tab='Kommentare']


    A3: Ein wenig klischeehaft, aber ich glaube, ein FF-Wettbewerb wäre ohne solch eine Aufgabe nicht dasselbe. Sie wünscht sich die Ankunft ihres Freundes, sieht eine Sternschnuppe, sichert sich noch mit einem ZUFÄLLIG gefundenen Geldstück per Wunschbrunnen ab, und schwups haben wir unser Sommerwunder. Finde es übrigens nett, wie die Titel von A3 und 4 zusammenpassen. Nun, Fehler habt ihr keine gemacht, die Aufgabe wurde gut erfüllt, mehr habe ich dazu nicht zu sagen.


    A4: Keine Ahnung, wieso die hier nicht schon bepunktet wurde, aber mir gefallen die Charaktere und die Einbindung des Gedichts ziemlich gut. Dass der Protagonist das Gedicht selbst vorträgt, ist in diesem Wettbewerb eine seltene Methode, für mich bedeutet sie aber eine dreifach abgesicherte Aufgabenerfüllung. Erstens spielen Text und Gedicht direkt miteinander, zweitens interagiert das Gedicht mit den dargestellten Figuren, und drittens findet das Ganze auch noch im Sommer statt. Die Atmosphäre ist sehr schön beschrieben, Lucy und Will werden einem schnell als der Faulpelz und der Künstler bekannt, außerdem finde ich keine stilistischen Fehler. Du solltest allerdings bedenken, dass zwei "Ich-Erzähler" in so einem kurzen Text für Verwirrung sorgen können.
    Lucy ist dicht, aber Will ist Dichter. Sorry. I couldn't resist.


    A7: Eine recht kurze Abgabe, deren Erzähler sich ein wenig mehr mit Kommasetzung auseinandersetzen sollte, so scheint es mir. Wie auch immer, das ist eine der wenigen Abgaben, bei der mich das Gedicht positiv überrascht. Kurz und knapp werden hier Sommerimpressionen heraufbeschworen, so ziemlich alles, was man im Sommer genießt, ist in diesem Gedicht zu finden. Dabei gefällt mir auch die recht unkonventionelle Struktur; Ich bepunkte in jedem Gedichtwettbewerb ja gerne gerade solche Ausnahmefälle. Der Aspekt des Sommers wird hier so ausnehmend gut dargestellt wie in sonst keiner anderen Abgabe, in Gedicht UND Erzählteil ist er das Hauptthema.


    A8: Die hier wollte ich auch auf jeden Fall bewerten, da mir die Idee enorm zusagt. Daraus könnte man glatt ein ganzes Buch schreiben. Stell es dir mal vor: Der Protagonist findet ein desorientiert wirkendes Mädchen, welches blondes Haar und grüne Augen hat, sie weiß weder, wo sie herkommt, noch wer ihre Eltern sind, aber sie weiß, dass sie ihren Bruder umgebracht hat, und dass jemand hinter ihr her ist. Die Jahreszeiten leben unter uns und bekämpfen sich, etc. etc.
    Stilistische Fehler habe ich jetzt keine gefunden, nur ein paar der Umgebungsbeschreibungen bei Sommers Spaziergang scheinen mir nicht ganz passend - immerhin ist Frühling diejenige, die Allem neues Leben einhaucht, und nicht Sommer, wenn wir uns mal an den Jahreszyklus erinnern.


    A10: Mein Favorit hier. Die Abgabe malt ein Bild vom Amerika der Pioniere und Trapper, Mustelidae sind meines Wissens nach kleine Pelztiere, und der Zusammenhang wird klar, sobald man den Beruf des Protagonisten kennen lernt. Abgaben mit geschichtlichem Hintergrund sagen mir immer sehr zu, und auch mit Indianerinnen und geheimnisvollen Totems kann man mich immer gut ködern. Sehr gute Arbeit. Zwar kommt das Gedicht ein wenig kurz, fügt sich allerdings gut in das Gesamtpaket ein.


    A11: Ah, sowas habe ich hier schon länger nicht gesehen. Zu weiten Teilen mutet der Text altenglisch an und erinnert mich an Zeiten, zu denen man noch auf Pathetik und Tragik Wert gelegt hat. Mir gefällt die Darstellung der Beziehung zwischen WIlliam und Elise, und auch dies hier ist eine Abgabe, in welcher der Protagonist das Gedicht selbst verfasst, ohne aber dieses "Ich schreibe eine Abgabe und weiß nicht, worüber" einzubauen, das im BB öfters mal vorkommt. Der Stil ist recht eigentümlich, aber genau deswegen will ich hier Punkte verteilen. Anscheinend hat sich jemand nämlich große Mühe damit gemacht, diesen alten Stil zu erreichen, und sowas belohnt man doch immer gern.



    [tab='Punkte']


    ID: 46217
    A3: 1
    A4: 2
    A7: 1
    A8: 1
    A10: 2
    A11: 1


    Alles in Allem war ich positiv überrascht von den ganzen hochkarätigen Abgaben. Ich habe vorrangig auf das Zusammenspiel von Gedicht und Text geachtet, außerdem war für mich wichtig, dass der Sommer thematisiert wurde. Die Zitatekiste gab es trotzdem nicht, da ich kaum Fehler gefunden habe. Positiv, oder?


    [/tabmenu]

  • Guten Abend Allerseits!


    Da @Dauphin leider verhindert ist und diesen Vote nicht auswerten kann, so habe ich das an seiner Stelle übernommen. Zunächst einmal vielen lieben Dank an alle Teilnehmer und Voter - ich hoffe, ihr habt (trotz Problemen) dennoch Spaß an diesem Collab gehabt und werdet in Zukunft auch noch weiterhin fleißig an ihnen teilnehmen!
    Beachtet bitte - der Voterechner ist für Collabwettbewerbe (noch) nicht ausführbar, weswegen das Ergebnis "via Hand" ausgerechnet wurde. Bedeutet, dass lediglich die Spannpunkte beachtet werden konnten, alles andere wäre zu kompliziert geworden. Der Voterechner wird aber hoffentlich bald auch für Collabs anwendbar sein; geduldet euch so lange bitte noch.



    Platz 1 geht an Abgabe 6 "Sternenseele" von @Liu und @Penbread mit 17 Punkten [11 Punkte + 6 Punkte]
    Platz 2 geht an Abgabe 10 "Mustelidae" von @Türkises Blaulicht und @Silence mit 15 Punkten [9 Punkte + 6 Punkte]
    Platz 3 geht an Abgabe 2 "P.S." von @Shiralya und @Caroit & an Abgabe 8 "Blütenabschied" von @Faolin und @Flocon mit 14 Punkten [9 Punkte + 5 Punkte und 8 Punkte + 6 Punkte]
    Platz 5 geht an Abgabe 1 "Lebenstanz" von @Glühwürmchen und @Wollust mit 11 Punkten [7 Punkte + 4 Punkte]
    Platz 6 geht an Abgabe 11 "Die Liebe des jungen Romantikers" von @Cáithlyn und @Shadowl mit 8 Punkten [4 Punkte + 4 Punkte]
    Platz 7 geht an Abgabe 3 "Ein Sommernachtswunschtraum" von @Molnija und @Rusalka mit 6 Punkten [4 Punkte + 2 Punkte]
    Platz 8 geht an Abgabe 4 "Ein Sommernachtmittagstraum" von @Thrawn und @_Luna_ mit 3 Punkten [2 Punkte + 1 Punkt]
    Platz 9 geht an Abgabe 7 "Ein Sommergedicht" von @PokéExpertin und @Pyrolyse & an Abgabe 9 von @Banana de Pie und @Bällchen mit 2 Punkten [1 Punkt + 1 Punkt und 1 Punkt + 1 Punkt]
    Platz 11 geht an Abgabe 5 "Ehrgeiz" von @Kapitan Jefi und @Alaska. mit 0 Punkten


    P.S. Die Siegeravatare folgen selbstverständlich noch!

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    »Be the chaos you want to see in the world.«

    - Mollymauk

    Einmal editiert, zuletzt von Sanguine ()