Crystal Monsters

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  • Urheberrecht: Gameloft GmbH
    Copyright des Textes: Liegt bei mir


    Informationen zur Geschichte
    Diese Geschichte basiert auf dem gleichnamigen Spiel Crystal Monsters von Gameloft.
    Fast alle Namen stammen aus dem Videospiel. Lediglich Die Hauptperson und Figuren ohne Namen, oder dazu erfunden von mir, erhalten einen Namen.
    Ortsnamen und Umgebung sind aus dem Spiel entnommen.
    Teilweise auch die wörtliche Rede.
    Im Gegensatz zum Videospiel leben die Crystal Monster nicht in ihren Wesenssteinen, sondern können sich frei und unabhängig bewegen. Sie tragen diese Steine viel eher um den Hals und sind ein Symbole der Freundschaft zwischen Monsterzüchter und Crystal Monster.
    Ich versuche mich eng an das Spiel zu halten, baue jedoch auch eigene Ideen mit ein.


    Inhalt:
    Es gibt 2 Arten von Menschen. Die Ursprünglichen, sie können keine Monster mit bloßen Augen sehen, sie benötigen dazu eine spezielle X-Kamera, mit ihr ist es möglich, die Crystal Monster zu erkennen.
    Die Neuartigen sehen die Crystal Monster, können diese fangen, trainieren und züchten. Luca ist ein Ursprünglicher. Er kennt die geheimnisvollen Wesen nur aus TV, Büchern, Zeitschriften und anderen Medien oder Spielsachen.
    Doch dies ändert sich plötzlich schlagartig. Wie aus dem Nichts, wird Luca zum Monsterzüchter. Überall im Land tauchen Endmonster auf, die auch von den Ursprünglichen gesehen werden können.
    Diese Monster können alles kaputt machen und scheinen unaufhaltbar.


    1
    Noch ehe sich Luca versieht, wo er sich befindet, wird er von seinem besten Freund Bishop herbei gerufen. Die beiden Freunde sind in der Nähe vor einer großen Höhle, inmitten einer felsigen und kargen Landschaft, die Luca zuvor noch niemals gesehen hat. Die beiden Jungs stehen auf einer Felsplatte und unter ihnen liegt eine Grotte. In deren Umgebung mehrere Anhöhen sind. Zwischen einigen Erhebungen befinden sich Hängebrücken als Verbindung gebaut, die ein wenig im Wind schaukeln. Sie halten aber jeden noch so kräftigen Sturm hier oben problemlos aus.
    Weiter unten im Tal, werden die Felsen von großen und kleineren Seen umramt. Die Seen sind blau und glasklar. Wer in eines der Wasserlöcher blickt, kann sehen, dessen Wasser ist sauber und der Grund klar erkennbar. Wasserpflanzen und Fische tummeln sich in ihnen.
    Dort wo der 5. Klässler sich aufhält, ist es recht kühl und auch zugig. Luca fröstelt leicht. Vergebendes versucht er sich zu orientieren. Der Junge spürt im Nacken die Sonne, sie strahlt vom Himmel, aber es bleibt frisch. Trotz seinem rot-weißen Kapuzenpulli und der blauen Jeans friert er. Auch, seine bis an die Schultern gehenden, schwarzen Haare, scheinen gegen diese Kälte nicht zu helfen. Jetzt spürt er
    am Hals den Schmuck, wie dessen Metall kalt dort liegt. Eigentlich war es bisher nicht schlimm, jedoch in den Bergen, ist er kühler als sonst und von daher recht unangenehm.
    Fest steht, die Umgebung ist nicht die, von seinem Wohnort Zweikeimen, denn diese kennt Luca wie seine Westentasche. Bäume oder Sträucher wachsen keine in der felsigen Landschaft. Nur hier und da ein wenig Wiese mit vereinzelten Blumen. Noch bevor der Schüler weiter denken kann, wird er aus den Gedanken gerissen.
    „Hey Luca, schnell Such dir einen aus.“ Ruft Bishop und zeigt ihm 3 Crystal Monster. Bishop ist wesentlich größer als Luca, allerdings genau so schlank wie dieser. Lange, braune Haare wachsen über die Schultern. Der Junge trägt eine goldene Brille.


    Crystal Monster sind Wesen, die zusammen mit den Menschen in einer Welt leben. Einige Leute fangen und trainieren diese Monster und pflegen mit ihnen eine tiefe Freundschaft. Wer will, nimmt an Turnieren teil. Luca hat schon viele Bücher über Crystal Monster gelesen und Filme geschaut. Deshalb sind ihm die Monster nicht fremd. Ganz im Gegenteil, er mag sie sogar sehr.


    Auf einer Art Aussichtsplattform stehen nun drei dieser Kreaturen.


    Kiticon – Ein Feuermonster, Flowerpower – Ein Pflanzenmonster und Kaulquabbs – Ein Wassermonster.


    Kiticon ist eine kleine, gelbe Katze. Auf ihrer Stirn und den Backen zeichnen sich 3 rote Striche nebeneinander ab. Sie unterstreichen die Feuerkraft. Der Blick des Monsters ist wild und entschlossen. Um den Hals, trägt es einen Schal aus Feuer, der es auch gut vor Kälte schützt. Auch sein Schwanz besteht aus einer Flamme. Die Augen der Feuerkatze sind Rot-Braun und glühen vor Leidenschaft.


    Kaulquabbs hat Ähnlichkeiten mit einem Frosch. Seine Haut ist hellgrün. Nur der Bauch hat einen großen, weißen Fleck, der sich hoch bis an den Unterkiefer zieht. Auf dem Kopf, zwischen seinen tiefblauen Augen, liegt weißes Fell. Kaulquabbs lässt gerne Blasen aus seinem Mund aufsteigen. Es hat einen grünen Schweif, an dessen Ende ist ebenfalls weißes Fell ist. Auf seinem Rücken zeichnen sich hellblaue Blasen ab, die von oben nach unten gehen. Wenn es schwimmt, zieht der Frosch den langen Schwanz hinter sich her.



    Flowerpower sieht aus wie eine Blume. Es ist ganz dunkelgrün und steht aufrecht auf seinen beiden Beinen. Um seinen Hals hat es lauter grüne Blätter, die es vor der heißen Sonne schützen und dafür sorgen, dass sein Körper nicht austrocknet. Sein Haupt schmückt eine große lilane Blume, die Geruchsneutral ist und ihm ebenfalls Schatten spendet.


    Luca ist bewusst, er kann sich nicht lange Zeit lassen und wählt Kiticon. Diese freut sich darüber und miaut zum Dank. Bishop, Kiticon und Luca laufen nun flott neben der Aussichtsplattform einen kleinen Pfad hinunter. Er führt zu dem Eingang der Höhle. Vorsicht ist hier geboten, der Trampelweg hat nur Steine, die eine Art Abstiegskannte bilden, denn dieser Abschnitt ist eine natürliche Treppe. Auf ihm liegen kleine Steinchen. Langsames Laufen ist hier Programm, damit niemand stolpert.
    Kaum sind sie unten angekommen, erscheint ein Kaulquabbs und stellt sich den drei einfach in den Weg.
    Aus seinem Mund kommen kleine Wasserblasen heraus, welche nach oben steigen.
    Kiticon stellt sich mutig vor ihren neuen Freund Luca und faucht drohend zur Verteidigung. Es sieht dem Gegner fest in die Augen und maunzt entschlossen. Die kleine Feuerkatze ist bereit für einen Kampf und bringt sich auf dem steinigen Boden in Position.
    Luca ist unsicher, er weiß nicht so genau, was er in diesem Augenblick tun soll, denn Bishops Freund, kennt Kämpfe nur aus dem TV. Sein Herz klopft schneller und die Anspannung in seinem Körper steigt plötzlich an.
    Unverhofft ruft Bishop: „Biss oder Feuerball, wähle aus einen der beiden Attacken.“
    Erst jetzt spüren die Kinder, dass der Wind hier unten deutlich stärker als oben bläst. Durch ihn ist es viel kälter geworden als zuvor. Irgendwie wollen die Felsen keine Wärme durchlassen.
    Der schwache Sturm lässt Kiticons Feuerschal- und Schweif auflodern, aber auch Kaulquabbs Haare auf dem Kopf und dem Schwanz werden von dem Wind ganz strubbelig.
    „Ähm okay, na dann setze mal Biss ein. Beiß kräftig zu, “ entscheidet sich Luca zögernd.
    Jedoch ist der Gegner schneller und pustet eine Ladung Blasen aus seinem Mund auf Kiticon. Die Blasen, mindestens 12 Stück, kommen immer näher Richtung Feuermonster geflogen. Dieses schaut mit festen Blick den Wasserbällen entgegen. Es kann schon fast das kühle Nass spüren, da duckt sie sich blitzschnell und springt zur Seite. Dabei wird sogar Staub aufgewirbelt. Die Blasen verfehlen ihr Ziel und zerplatzen in der Luft.
    Kaulquabbs kann nicht so schnell agieren und wundert sich, wo die Katze denn nun steckt. Kiticon nutzt ihre Schnelligkeit und springt hinter den Gegner, ohne dass das Wassermonster etwas bemerkt. Genau vor ihren Augen, befindet sich der nach oben gerichtet Schweif des Frosches, nachdem Lucas Feuermonster blitzschnell schnappt.
    Damit hat Kiticons Angreifer nicht gerechnet. Kaulquabbs überrascht ein Angriff dermaßen, dass es schnell flieht. Der Frosch hüpft um eine Ecke, in seinen kleinen Teich. Dort erholt er sich von seinem Schrecken.


    Ohne Vorwarnung bebt der ganze Boden und ein sehr lautes Poltern kommt von der Höhle. Das Wackeln war nicht so stark. Die Kinder spürten nur ein vibrieren unter ihren Füßen.
    Bishop eilt in die Grotte. Luca und Kiticon hinter her. Da die Höhle einen sehr großen Eingang besitzt, ist ihr Inneres durch das Tageslicht hell erleuchtet. Überall in den Wänden stecken Leuchtkristalle, die dort herausragen und noch mehr Licht spenden. Der Hohlraum scheint angenehm kühl und eignet sich deshalb perfekt für heiße Sommertage. Kleine Teiche säumen sich links und rechts. Schwimmen und Tauchen wäre möglich.
    Geschockt muss Luca im nun feststellen, sein bester Freund liegt am Boden. Mitten in dem ganzen Sand der hier auf dem Untergrund lagert. Er verringerte den Sturz von Bishop, da er sehr hoch ist. Von der Decke fallen kleine Steine herab. Doch zum Glück ist Bishop nicht verletzt und beruhigt Luca. Warnt ihn aber auch gleichzeitig von einem Felsmonster namens Extra- Rhinotarus, das in der Felsgrotte lebt und für die Unruhe die Verantwortung trägt.
    Wie aus dem Nichts, beginnt der ganze Hölenboden zu beben. Weitere Steine stürzen hinab. Noch eher man sich versieht, kommt ein großes, hellbraunes Monster, mit einer spitzen, schwarzen Nase, die einem Bohrer gleicht, angerannt. Sein Körper besteht aus Gestein, was ihm sein Leben in der Höhle erleichtert. Vom Kopf, den Rücken hinunter, trägt es schwarze, spitze Stacheln. Erinnert ein wenig an eine Art T-Rex mit großen, langen Armen und starken Händen. Unter seinem Rumpf, befindet sich schwarze Haut. Sie gleicht einem Halstuch. Die Füße erinnern an Turnschuhe aus Gestein. Das Monster ist mindestens 1:60m hoch und bringt sicherlich 350Kg auf die Waage. Unterhalb des Knies sind schwarze Ringe erkennbar. Kurz vor dem Jungen stoppt Extra-Rhinotarus. Bishops bester Freund überkommt plötzlich Mut. Lucas Angst ist in Wut umgeschlagen. Er läuft dem Monster entgegen.
    Die Fäuste sind geballt, das Herz klopft bis zum Hals. Jetzt ist Luca bereit und steht in Kampfposition Kiticon die neue Freundin des 5. Klässler zeigt ebenfalls Kampfbereitschaft. Obwohl sie im Grunde Fremde sind, mag die Katze ihn.
    Startklar wartet das Feuermonster und atmet ruhig ein und aus. Der Gegnersetzt zum Angriff an. Eine ganze Ladung Steine prasseln herab. Kiticon wird mit einem Schlag besiegt.


    Luca öffnet müde die Augen für 1 Sekunde. In seinem Kopf kreisen die Gedanken. Wie geht es Kiticon und vor allem Bishop? Es ist auch nicht mehr kühl um ihn herum und wesentlich heller, als vor wenigen Augenblicken. Lauter Stimmen um den Jungen herum.
    Bishops Freund schreckt nach oben, und merkt, er ist ja in seinem Klassenraum. Vorne ist die Tafel. Rechts befindet sich das Waschbecken, unter dem die Mülleimer stehen. An den Wänden hängen bunter Bilder von verschiedenen Crystal Monstern und teilweise von berühmten Trainern der Wesen. An den großen Fenstern stehen Pflanzen und Blumen sind auf den Fensterbänken. In einer Ecke ist ein Sofa und sogar einen PC besitzt die 5b. Wenn auch ohne Internetanschluss, dafür mit einem Drucker. In einem Regal liegen Kisten, mit Namen der Schüler. In den Kisten können die Kinder all die Schulbücher, sowie Hefte legen, die sie nicht nutzen.
    Im Klassenschrank sind Bastelmaterialen und oben liegen Karten drauf.


    Bishops Freund ist immer noch verwirrt von seinem Traum. Er ist Ursprünglicher und kann die Crystal Monster nur im TV sehen, da sie dort mit speziellen Kameras gefilmt werden. In seinem Traum jedoch erkannte er die Monster und lies sie kämpfen. Ursprüngliche erblicken die Wesen nur mit Hilfe moderner Technik. Neuartigen hingegen nehmen sie mit bloßem Auge war.
    Viele Neuartige freunden sich mit den Monstern an und einige kämpfen mit ihnen. Luca stellt sich oft vor, er sei auch ein Monsterzüchter, wie einige die Neuartigen auch nennen. Bisher konnte er nur mit seinen Spielfiguren kämpfen und die echten Turniere im TV verfolgen.
    Luca stellt fest, der Unterricht wurde bereits beendet. Manche seiner Klassenkameraden haben die Klasse bereits verlassen. Schnell räumt er seine Schulsachen zusammen. Der 5. Klässler, einer Integrierten Gesamtschule, will mit Bishop gemeinsam nachhause laufen, doch dieser ist nirgends zu sehen. Luca ist sehr verwundert über solch ein ungewohntes Verhalten.
    Winston, ein blonder, großer Junge aus seiner Klasse grinst ihn an und meint arrogant: „Ich werde das Crystal Monster Turnier gewinnen und sicherlich berühmt werden. Eigentlich rede ich nicht mit Nicht-Neuartigen, aber du bist nett, da mache ich eine Ausnahme. Ich muss jetzt mit meinem Privattrainer trainieren gehen. “
    „Mit deiner Angeberei, wirst du nicht weit kommen“, erwidert Luca kühl und mustert Winston eingehend. Da dessen Eltern viel Geld haben, trägt er teure Markensachen. Der Mitschüler prahlt gerne mit dem Geld seiner Eltern. Einige von der Klasse und den Nachbarklassen bewundern ihn deshalb. Besonders da er die Monster sieht. Schnell ruft Winston in die Klasse hinein, alle sollen ihn bei dem Turnier im TV zusehen.
    Kaum hat Luca den Klassenraum verlassen, stürmt ihm sein Freund Maarten entgegen. Er ist ganz aufgeregt und ruft: „Alle herhören! Rüdiger und Bishop kämpfen da draußen vor der Schule. Kommt! Schnell!“
    Hat Luca da richtig hingehört? Sein bester Freund streitet mit Rüdiger? Dem gemeinsten Mitschüler, der Schule? Weshalb lässt er sich mit diesem Kerl ein, es ist nicht die Art von Bishop. Maarten drängt auf Tempo, damit keinem etwas entgeht.
    Noch vor dem verlasen des Schulgebäudes, schnappt Luca ein Gespräch von zwei Schülern auf, aus einem anderen Jahrgang. Sie sprechen von der Ursprungsbewegung. In einer Rede dieser Bewegung, die gestern im TV kam, animierte der Redner alle Ursprünglichen, sie müssen Stolz sein. Ihnen bleiben die Monster erspart. Ursprüngliche nehmen die Crystal Monster nicht wahr.
    Der 8. Klässler berichtet seinem Freund auch, dass die Bewegung angeblich gemischte Schulen schließen will. Neuartige und Ursprüngliche brauchen eigene Schulen.
    Der Schüler ist von dieser Idee nicht begeistert, denn viele seine Freunde sind Neuartige und bisher gab es da auch nie Probleme.


    Auf dem Schulhof hat sich eine Schaar Schüler versammelt. In deren Mitte, Rüdiger und Bishop. Lucas Freud möchte Heim. Rüdiger ist noch größer als sein Klassenkamerad und wesentlich kräftiger. Er mag es Schwächere zu ärgern.
    „Zeig uns den Stein, den du gerade in der Hand hattest!“ Fordert er sein Gegenüber frech auf.
    Doch der Aufgeforderte versteht es nicht. Diese Reaktion macht Rüdiger nur noch wütender, weshalb er Bishop auch als Lügner bezeichnet. Im Anschluss schubst der Fiesling seinen Schulkameraden unsanft zu Boden, woraufhin ein Stein, aus Bishops Hosentasche kullert. Blitzschnell schnappt der Brutalo sich ihn lachend.
    Spöttisch reagiert Rüdiger daraufhin: „Warum hast du das? Du bist doch ein Ursprünglicher wie wir oder nicht? Neuartige und Monster sind gefährlich. Ich werde das für dich wegwerfen“ Rüdiger rennt lachend vom Schulhof. Sly, Rüdigers Kumpel mit der Elvis-Frisur fügt hinzu: „Du kannst sowieso damit nichts anfangen.“ Und folgt seinem Freund. Enzo, der dritte im Bunde und kleinste der Jungs, muss kichern. Genau wie seine Freunde, haut der Junge ab.
    Bishop steht wieder auf. Ihm geht es gut, aber der Verlust des Wesensteins, ein Stein der dabei helfen soll, sich mit den Crystal Monstern anzufreunden bedeutet ihm sehr viel. Er ist zwar ein Ursprünglicher, aber der Stein, ist ein Geschenk von seinem Opa. Luca will das Geschenk von Rüdiger wieder holen. Bishop weiß, dass sich die Jungs in einem alten Gebäude, etwas außerhalb der Stadt, ihr Geheimversteck haben. Es liegt in den Ruinen. Der Weg dorthin führt durch den Wald von Zweikeimen. Luca kennt sich hier sehr gut aus. Zusammen mit seinen Freunden spielt er öfters im Wald oder geht in einen der Seen oder Flüsse schwimmen.
    Nach einiger Zeit ist sein Ziel erreicht. Der Wald hat viele Wege, Bäche, Seen und Lichtungen. Wer hier oft seine Freizeit verbringt, findet sich leicht zurecht.
    Der Duft des Waldes steigt in Lucas Nase .Hier hat er sich mit Freunden unter Bäumen Verstecke gebaut und sogar zum Fußballspielen treffen sich die Kinder. Die Bäume strecken sich alle Richtung Himmel. Viele seltene Blumen wachsen in den Wiesen. Wer leise ist und gut aufpasst, kann die Waldtiere beobachten. Genau deshalb kommt Bishops bester Freund oft in den Wald. Luca läuft schnell hindurch. Die Vögel zwitschern und im Laub raschelt es. Die Zeit für alle diese schönen Dinge fehlt. Nach 30 Minuten erreicht er die Ruinen. Da stand einmal das Dorf Blumental. Allerdings wollten die Bewohner lieber in der Stadt leben und verliesen deshalb nach und nach ihr Dorf. Seit dem steht es leer. Gebäude und Häuser verfallen langsam. Türen, wie auch Fenster sind teilwiese kaputt, vernagelt oder offen. Einige Dächer weisen Löcher auf, sodass der Regen seinen Weg dorthinein findet. Manche Wohnungen sind sogar noch möbliert. Scheinbar gab es genug Leuten, die es sich leisten konnten, alles stehen und liegen zu lassen. Für Kinder umso toller, da sie sich ab und zu einen Schatz mit nachhause nehmen.
    Obwohl es hier gefährlich ist, spielen Kids in dem verlassenen Dorf. Die Straßen sind gepflastert und scheinen eines der wenigen Dinge zu sein, die noch nicht kaputt sind.
    Rüdiger, Enzo und Sly stehen zwischen zwei Gebäuden. Sie haben den Stein noch nicht weggeworfen. Luca fordert sofort die Herausgabe. Rüdiger macht sich über Luca lustig und unterstellt ihm Feigheit, sowie das wohl Bishop ihn geschickt habe. Der Beschuldigte stellt schnell klar, er ist auf eigenem Wunsch vor Ort. Der Fiesling fordert seinen Kontrahenten auf, er kann den Stein bei ihm holen. Luca zögert nicht und schubst seinen Mitschüler einige Male. Daraufhin droht Rüdiger mit Rache. Im Gerangel fällt der Stein zu Boden.
    Rüdiger und seine Freunde haben die Nase voll und rennen weg.
    Kaum hat Luca den Wesensstein aufgehoben, leuchtet er hell. Es klappert in dem verlassen Örtchen.
    Neugieret schaut sich Luca um. Angst hat er keine. Leben hier etwa verlassene Hunde? War es eine streunende Katze oder nur ein Hase aus dem Wald? Vorsichtig schaut sich der Junge um, jedoch ohne Erfolg. „Ist da jemand?“ Ruft er mutig in die wieder eingetretene Stille.
    Es poltert. Ohne Vorankündigung steht ein Kiticon vor Luca. Wurde er zu einem Neuartigen? Weshalb erscheint dann auch noch Kiticon aus dem Traum?
    Die Kleine Feuerkatze hat keine Scheu vor ihm.
    „Wo bist du denn her? Du gehörst doch zu dem Stein. Weshalb sehe ich dich? Bitte gehe wieder zurück. Ich muss den Stein Bishop übergeben“ Weißt der 5. Klässler die Katze an und marschiert weiter. Für ihn hat sich das Ereignis abgeschlossen. Luca möchte in Ruhe über alles mit seinem besten Freund diskutieren. Er ist noch ganz durch den Wind von all den Vorkommnissen heute.
    Kiticon scheint aber nicht daran zu denken, dass sie gehen soll und versteckt sich hinter einem Haus, um alles zu beobachten. Von da schleicht sie leiste hinter her.


    Kurz vor dem Wald taucht ein weiteres Monster auf. Grundlos geht das Graswesen in den Angriff über. Die kleine Katze wartet in ihrem Versteck. Flowerpower rammt seinen Kopf in den Bauch von Luca. Schmerzverzerrt hält er sich der Junge seinen Magen und stöhnt.
    Die Feuerkatze springt hinter einem aufgeweichten Pappkarton hervor. Sie will kämpfen und miaut laut. Nun fliegen grüne Blätter los von Flowerpower, was die unvorbereitete Kiticon mit einem Schlag besiegt. Luca schaut sofort nach ihr. Seine einzige Hilfe ist k.o. Langsam bekommt der Bub es mit der Angst zu tun. Warum sind Rüdiger und Co nur abgehauen…? Luca wünscht sie sich zurück.
    „Windkraft!“ Ertönt eine Stimme durch die Ruinen. Ein weiteres Wesen betritt die Kampffläche. Ein kräftiger Windstoß rast über den gepflasterten Boden und trifft den Angreifer. Flowerpower fängt an zu schwanken, kann sich nicht mehr halten und kippt um.
    Ein kleiner, blau-grüner Pinguin, mit einer Mini-Windböe auf dem Kopf, rettet Luca. Das Monster gehört Winston. Er übt hier mit seinem Trainer Griffin. Luca fällt einen riesen Stein vom Herzen und er bedankt sich ausführlich. Der Trainer will wissen, ob Winstons Mitschüler Neuartiger ist.
    „Ich ..., scheinbar bin ich ein Neuartiger geworden, als ich den Wesenstein meines Freundes berührt habe“, berichtet Luca, der immer noch nicht so Recht weiß, wie ihm geschieht. Er wird darauf aufmerksam gemacht, das Kiticon verletzt sei. Es stellt sich, in einer weiteren Erklärung von Griffin raus, Kiticon sieht Luca nun als ihren Züchter an. Der Experte gibt Luca eine Flasche mit einem heilenden Trank für dessen Monster. In der Falsche ist ein Getränk, welches Crystal Monster wieder fit macht.
    „Kiticon wird dich von nun an begleiten. Freunde dich mit ihm an. Du kannst es trainieren.“ Erklärt ihm Griffin noch zum Schluss.
    Luca und die anderen gehen Richtung Wald. Da kommt Tina, die kleine Schwester von Winston angelaufen, mit wehenden Zöpfen und blauem Röckchen. Auch sie ist eine Neuartige und möchte ihrem großen Bruder zusehen wie er trainiert. Das kleine Mädchen will nicht wieder Heim, doch Winston nimmt sie an die Hand. Zielstrebig und flott verlassen die Geschwister das verlassene Dorf.
    Auch der Trainer geht.
    Luca streichelt Kiticon, Ihr Fell ist kuschelig warm. „Ich hoffe wir finden einen Weg, wie du bei mir bleiben kannst“, sagt Luca und spaziert aus den Ruinen hinaus. Seine Feuerkatze folgt ihm flink.
    Vor dem Wald gibt es die nächste Überraschung. Bishop kommt beiden entgegen, er ist besorgt, wo sein bester Freund nur steckt. Dieser hält ihm triumphierend den Wesensteins entgegen und berichtet ganz aufgeregt, von seinem Traum und dem Vorkommnis im Wald.
    Bishop freut sich für Luca. Dieser muss unbedingt mit der Klassenlehrerin Frau Honeywell sprechen. Bishop geht schon mal vor, um die Neuigkeiten zu verkünden.

  • Kaum ist Luca wieder in der Schule, trifft er dort auch Frau Honeywell und seinen besten Freund.
    „Hallo, kann ich dir irgendwie helfen? Bishop hat mir gesagt, du hättest besondere Neuigkeiten für mich, “ begrüßt ihn seine Klassenlehrerin freundlich. Sie ist noch nicht lange Lehrerin, jedoch bei den Schülern sehr beliebt. Neben Deutsch unterrichtet sich auch über die Crystal Monster und kennt sich deshalb sehr gut mit ihnen aus.
    Luca antwortet ihr: „Frau Lehrerin ich kann Monster sehen.“
    „Wirklich, bist du ein Neuartiger, das ist ja interessant. Normalerweise erkennt man ihre Fähigkeit sofort nach der Geburt. Ich habe noch nie erlebt, wie jemand so spät seine Gabe erkannt hat. Glaube mir, du hast gerade eine völlig neue Welt betreten! Ich muss dir jetzt viele Dinge beibringen.“ Die Klassenlehrerin ist höchst erstaunt, über diese Information. Bishop mischt sich in die Unterhaltung ein: „Frau Honeywell, der Wesensstein den Luca hat, gehörte vorher mir.“
    Dieser nickt: „Das stimmt, ich habe ihn berührt und plötzlich tauchte ein Monster auf.“
    Kiticon hat sich gemütlich auf einen Stuhl gelegt und lauscht dem Gespräch mit geschlossen Augen.
    „Luca, behalte den Wesensstein. Ich bin ein Ursprünglicher und kann mit Monster nicht umgehen, “ sagt Bishop.
    Damit hat der 5. Klässler nicht gerechnet. „Aber das war doch dein Schatz.“ Luca ist ganz verdattert und zugleich überwältigt. Kiticon wird ihn von jetzt an begleiten.
    „Ist schon in Ordnung. Aber verwende ihn gut, “ bittet der Junge seinen Neuartigen Freund.
    Vor dem Klassenzimmer sind schnelle, laute Schritte hörbar. Diese eilen durch die offene Tür der 5b.
    Griffin, der Privattrainer wirkt aufgeregt, er sucht Frau Honeywell. Er sieht blass aus, ganz abgekämpft. Mitten im Klassenzimmer bricht der Trainer zusammen. Überall sind blaue Flecken und Schrammen. Griffin hat nicht das Bewusstsein verloren und stöhnt: „Wir wurden von einem sehr starken Monster angegriffen. Es hat mich verletzt und Tina entführt.“
    Entsetzen herrscht vor, bis Frau Honeywell sich nach ihrem Schüler erkundigt. Dieser ist tiefer in den Wald gegangen um seine Schwester zu retten. Griffin ist überzeugt davon, wenig ausrichten zu können und auch bei seinem Schüler ist der Ausgang des Kampfes mehr als fraglich.
    Luca erklärt allen, er gehe in den Wald. Kiticon kämpft an seiner Seite.
    „Neben Kiticon, kannst du weitere Monster besitzen. Du benötigst sogenannte Wesenssteine. Wenn du dich mit einem Monster anfreunden willst, wird es diesen dann um den Hals tragen, als Zeichen, das es zu dir gehört. Du wirst bei der Organisation für Crystal Monster registriert. Die stellen dir einen Ausweis aus. Danach kannst du dir Wesenssteine mit dem Ausweis kaufen und in diese werden dein Name eingraviert und eine ID Nummer. So weiß jeder dass die Monster mit solch einem Stein deine Monster sind. Wenn du ein Wesen in dein Team aufnehmen möchtest, brauchst du passend zu ihrem Element einen Stein. Möchtest du ein Monster fangen, musst du den Stein hervorholen. Er wird zu leuchten Beginnen und dem Wesen deine Freundschaft übermitteln. Danach wird es sich dir anschließen wollen. Du darfst aber nicht allzu traurig sein, klappen deine Versuche nicht sofort. Manche wollen sich ganz sicher sein, das du dich gut um sie kümmern wirst, du musst es dann einfach nochmal versuchen. Je stärker die Bindung zu Kiticon, sowie andere Monster und dir ist, umso stärker ist die Kraft, die das Monster spürt. Möchte es zu dir, kannst du ihm den Stein umhängen. Von da an, wird es dich begleiten.
    Allerdings darfst du nur jeweils 3 Monster bei dir haben. Schließen sich dir mehr an, kannst du sie nicht in den Kampf schicken. Wichtig ist, du suchst dir eine Monsterfarm. Dort werden sich Pfleger liebevoll um deine Freunde kümmern. Hast du dir eine ausgesucht kannst du einen Pfleger bitten, deine Freunde, die du nicht mitnehmen möchtest, abzuholen und auf die Farm bringen.
    Schließt sich dir ein 4. Monster an, kann es dich bis zum Stadtrand begleiten und von da aus abholen lassen.
    Bis du eine Farm gefunden hast, kümmert sich die OFCM, also die Organisation für Crystal Monster um deine Freunde.
    Bevor du aufbrichst, solltest du hier in Zweikeimen dich noch registrieren. Du kannst bei der ortsansässigen OFCM auch Steine und Items wie Getränke für Kiticon kaufen, “ beendet Frau Honeywell ihren Vortrag und drückt ihrem Schüler einige Steinanhänger samt Kette in die Hand. Diese müssen noch graviert werden. Es sind 9 Stück, für jeden Typen einen. Folgende Wesen können die Monster aufweisen: Tier, Feuer, Wasser, Pflanze, Fels, Wind, Licht, Düster, Geist.


    Von außen dringt leise das auf und hab eines Martinshorn in die Klasse hinein und wird immer lauter. Durch das Fenster sind die blauen Blitze zu sehen. Es ist ein Notarztwagen, der sich um Griffin kümmert. Eine Lehrerin hat ihn alarmiert.
    Lucas Klassenlehrerin macht sich auf den Weg in den Wald, um ihrem Schüler zu demonstrieren, wie er Monster fangen kann.
    Währen der Notarzt in die Klasse eilt, läuft auch Luca los, nur Bishop bleibt vor Ort.


    Die Organisation ist zum Glück nicht weit von der Schule entfern.
    Vor dem Gebäude wird Luca ganz aufgeregt. Was soll er denn sagen? Werden sie ihm glauben? Das Gebäude ist ziemlich hoch. Es ist ganz weiß und die Fassade hat viele Fenster. Vor der Eingangstür stehen Pflanzenkübel und bunte Blumen sprießen aus ihnen. Luca war hier nur mit Freunden, die alle Neuartige sind. Da treffen sie sich um zu kämpfen und dank der Kameras können alle die Kämpfe verfolgen.
    Die Eingangstür ist auch aus Glas und öffnet sich automatsch. Die Eingangshalle ist gigantisch. Gleich hier unten, gibt es auch einen Laden, mit Items für die Crystal Monster.
    Kiticon sitzt vor der Glastür und wartet, wie es nun weiter geht. Da nimmt ihr Freund sie auf dem Arm, fasst sich ein Herz und beide verschwinden durch die Tür. Hier drinnen ist es angenehm kühl. Überall stehen Bänken. In deren Nähe sind Automaten und bieten Getränke oder Snacks an. Genau dahin steuert Luca auch erstmal. Bevor er sich anmelden will, zieht er sich rasch eine Flasche Cola und nebenan noch einen Snack. Kiticon schaut ihn vorwurfsvoll an. Wie kann man nur vergessen, ein Mitschüler steckt in Schwierigkeiten?
    Rasch sprintet Winstons Klassenkamerad an einen Tresen, hinter dem eine junge Frau steht und ihn schon eine Weile beobachtet hat. Freundlich lächelt sie ihn an. „Wie kann ich dir helfen, “ erkundet sich die Dame. Luca erklärt was geschehen ist. Die Registrierung dauert nicht lange. Da er auch erst jetzt anfängt, gibt es von der OFCM noch einige nützliche Untersillen wie Getränke geschenkt. Im Anschluss daran, folgt die Gravur in die Wesenssteine, eine Lichtbildaufnahme für den Ausweis und dann kann Luca auch schon losziehen.
    Er hat eine Art Handy erhalten. Damit kann er telefonieren, wenn er Monster dabei hat, etwas passiert ist oder er zuhause jemanden erreichen will. Der Nummernspeicher ist unbegrenzt. Das Lexikon, wie dieses Gerät schlicht heißt, verfügt über eine Kamera. Wird diese auf ein Monster gerichtet, gleicht eine Software Daten ab und gibt Informationen über dieses aus. Über das Internet kommen aktuelle Daten dazu. Es ist auch möglich selbst etwas über die Monster zu notieren. Neuigkeiten und andere Dinge über das Thema Crystal Monster, sowie Fahrpläne für Bus und Bahn gibt es auch noch dazu.
    Luca hat seinen Schulranzen in ein Schließfach abgeben und eine Umhängetasche geschenkt bekommen, in die er alles verstaut hat.


    Auf den Weg, in den Wald, ruft er seine Eltern an, um sie in Kenntnis zu setzen.

  • 2


    Nach einem langen Gespräch mit seinen Eltern, welches zum Glück positiv verlief, ist Luca im Wald angekommen.
    Von ihm unbemerkt, schauen zwei Augen aus dem Gebüsch und beobachten ihn neugierig. Hinter diesen Augen steckt ein Crystal Monster, ein Hippomar. Es ist durch und durch braun, hell und dunkel. Obwohl es Beine hat, liebt das Wasserwesen sich auf seinen kaulquappenartigen Schweif zu stellen, denn es wie einen Schaukelstuhl biegen kann. Es schaukelt auch gerne mal darauf herum. Auf seinem Kopf hat es dunkelbraunes Fell, das den ganzen Hinterkopf bedeckt. Nur die hellbraunen Ohren stehen frei. Am Hinterkopf hat es zudem Fühler, mit denen es die Wassertemperatur erfassst. Es kann in jedem Gewässer leben und passt sich dank der Fühler der Temperatur an. Ist das Wasser sehr heiß, kühlt Hippomar ab, wird es hingegen kalt, erwärmt sich das Wassermonster.
    Seine Arme und Beine sind kurz, jedoch ermöglichen sie ihm das Laufen an Land. Hippomar kann über Wasser atmen und auch unter Wasser, ohne Probleme.
    Es hat Kiticon entdeckt und ist gleich ein wenig stutzig. Nur zu gerne, würde es mit dem Kind dort auf Riese gehen und es begleiten. Es muss doch eine Möglichkeit geben, dass es zu einem Treffen kommt, bei dem Hippomar einen so guten und möglichst starken Eindruck hinterlässt, damit sich der Züchter auch tatsächlich für ihn entscheidet. Es gibt ein Geheimnis. Bisher hielt das Wasserwesen Luca für einen Ursprünglichen, denn es kennt ihn schon lange. Der 5. Klässler und seine Freunde spielen und schwimmen im Wald. In dem Kristallwasssersee lebt das kleine Monster. Dorthin kommen die Kinder öfters und Hippomar kann mit ihnen schwimmen, ohne dass diese ihn sehen können und die, die ihn sehen, stören sich nicht an ihm. Der Wasserbewohner kennt den neuen Züchter schon lange und träumte heimlich mit ihm auf Riesen zu gehen.
    Wieso hat er denn auf einmal ein Monster bei sich? Er kommt doch sonst nie mit einem hier her? Hippomar wollte heute sehen, ob Luca kommt und nun solch eine Überraschung. Nun wird dem Crystal Monster auch bewusst, scheinbar hat er ihn immer ignoriert und nie stark genug empfunden, ihn mitzunehmen.
    Wie traurig, wie schade, der Traum ist zerplatzt. Von jetzt auf gleich. Das kann doch nicht sein. Haben seine Freunde etwa Recht, Luca will ihn nicht fangen und bei sich haben. Ist das alles nur ein Wunschdenken?
    Der Kristallseebewohner wird immer trauriger, je mehr ihm klar wird, seine Hoffnung ist nun dahin. Es ist so still und ruhig im Wald. Nur der Wind streift ganz weit oben durch die Baumwipfel. Diese sorgen dafür, dass es auch im heißesten Sommer hier kühl bleibt. Das Wasserwesen liebt diesen Ort, nur möchte es unbedingt die Welt erkunden. Mehr sehen, nicht bloß eine Stelle.
    Wehmütig schaukelt es auf seinem Schweif hin und her. Er war sich doch so sicher, sein Auserwählter sei ein Ursprünglicher und nun das. Hippomar ist schon fast den Tränen nahe, als es eine weitere Person im Wald bemerkt. Es ist die Klassenlehrerin von Luca.
    Sie kommt auf ihren Schützling zu.
    „Da bist du ja! Ich werde dir zeigen, wie man neue Monster fängt. In dieser Gegend gibt es viele Monster, gehen wir.“
    Das Crystal Monster richtet seine Ohren auf. Hat er da eben richtig gehört? Ist dieser Junge etwa doch ein Ursprünglicher, der zu einem Neuartigen wurde? Hippomar kann es gar nicht glauben. Sein Herz beginnt zu pochen.
    Immer noch gut versteckt, springt es weiter an die beiden Menschen heran und beschließt ihnen heimlich zu folgen.
    Gemeinsam sind der Schüler und seine Lehrerin ein Stück in den Wald hineingelaufen, immer dicht gefolgt von dem Wasserwesen.
    „Was soll ich jetzt genau tun? Ich habe ein Rascheln gehört, ist da ein Monster? Soll ich mein Kiticon loslassen, damit sie nachsehen kann?“ Der 5. Klässler weiß nicht so genau, was er tun soll und schaut sich um.
    Überall sind Bäume und Sträucher. An manchen Büschen wachsen Wildbeeren und auch die Bäume tragen teilweise Früchte. Ein Bach plätschert nicht weit entfernt, Vögel zwitschern.
    Hippomar hadert noch mit sich selbst. „Soll ich? Soll ich nicht? Was ist, wenn er mich doch nicht mag oder diese Frau sagt, ich bin zu schwach?“
    Luca hat bemerkt, dass dort jemand im Gebüsch sitzt und beigt die Zweige zur Seite. Unter diesen sitzt Hippomar auf seinem Schwanz und schaukelt noch immer hin und her. Jetzt schaut es überrascht auf.
    „Da ist ja ein kleines Hippomar“, ruft Luca erstaunt, der es immer noch nicht so Recht fassen kann, nun Monster sehen zu können.
    Der Wasserbewohner ist noch immer total überrascht und hopst aus seinem Versteck hervor. Kiticon, die die ganze Zeit auf dem Arm ihres neuen Freundes war, hüpft diesen nun hinunter. Ihre Augen funkeln schon vor lauter Leidenschaft. Dies wird ihr erster Kampf an der Seite von einem Züchter. Kiticon miaut vor Vorfreude.
    Frau Honeywell erklärt ihrem Schüler, er müsse nun den Gegner schwächen. Dazu muss er den Gegner angreifen. Geschwächte Monster sind leichter zu fangen.
    „In deinem Lexikon erfährst du, welche Attacken dein Monster alles kennt“, erklärt die junge Frau.
    Luca holt das Lexikon aus der Hosentasche und richtet es auf Kiticon.
    Auf dem Display erscheint nun die kleine Katze. Daneben sind verschiedene Punkte gelistet, die man antippen kann, mit dem Finger.
    Attacken – Biss, Feuerball, ist hier vermerkt.
    Der Bub entscheidet sich für Feuerball.
    Seine Katze fasst sich dazu an den Feuerschal, nimmt etwas Feuer in ihre Pfoten, formt die Flammen zu einem Ball. Rasch lässt sie den Feuerball los. Er fliegt auf Hippomar zu und trifft es auf den Bauch. Dieser Angriff hat gesessen. Am Bauch des Angegriffenen ist es nun ganz schön warm geworden. Das Wassermonster ist immer noch auf seinen Schweif gestützt und wippt hin und her. Fast hätte ihn der Feuerball umgehauen. Nun muss er weitere Vorgang genau geplant werden. Wie also am besten angreifen? Mit Blasenschuss und eine gezielte und Kraftvolle Ladung Blasen auf den Gegner abschicken oder liebe Eisige Rakete wählen? Bei der 2. Attacke wird der Gegner mit einem Schwall kaltem Wasser angegriffen. Die Gedanken rattern richtig im Kopf des Wasserwesens. Es möchte alles richtig machen. Kurz entschlossen stellt es sich hin. Es schaut genau auf Kiticon und wählt Eisige Rakete aus. Es lässt die Wasserdüsen in seinem Mund Wasser in diesen einlaufen. Wenn sein Maul dann gefüllt ist, mit frischem, kühlem Nass, wird es dieses aus den Mund speien, genau auf den Gegner. Kaum ist genug Flüssigkeit vorhanden, geht Hippomar noch einen kleinen Schritt vor und prustet mit voller Kraft das eiskalte Wasser heraus. Ein leises Zischen ist zu hören, als der Wasserschwall auf den Feuerschal trifft. Schnell schüttelt sich Kiticon, damit das Wasser von ihrem Feld weicht. Jetzt spannt sie alle ihre Muskeln an und konzentriert sich auf den nächsten Angriff. Sie starrt ihr gegenüber an. Kiticon hat einen Plan gefasst. Sie möchte die Beine treffen, damit der andere ins Wanken kommt, sein Gleichgewicht verliert und umfällt. Dann kann es nochmal blitzschnell zuschlagen. Jedoch weiß das Feuermonster nicht, auch der Herausforderer kann rasch agieren. Kiticon stößt warme Luft aus ihrer Nase aus. Sie atmet ein, wobei sicher der Bauch wölbt und wieder aus, sodass der Bauch wieder zurückgeht. Unter den Pfoten spürt die Feuerkatze das weiche Gras des Waldbodens. Er ist durch den Wasserangriff etwas nass geworden.
    „Kiticon setzt nochmal Feuerball ein bitte“, spricht Luca zu seiner vierbeinigen Freundin.
    Diese macht sich sofort bereit, formt einen Feuerball und schleudert ihn auf die Beine des Gegners. Hippomar kippt nach hinten und rudert heftig mit seinen Armen. Sein Kopf kommt dem Boden immer näher. Gleich wird er dort aufschlagen.
    Er hat seine Augen geschlossen, als er nach hinten umfällt. Dabei läuft der Mund wieder mit Wasser voll.
    Über dem Maul wird ein Grinsen immer breiter. Kurz bevor der Aufschlag kommt, hat sich das Wassermonster mit seinem Schwanz vom Boden abgestützt und nun springt er wieder auf seine Beine, bereit für den Angriff.
    Unbemerkt von allen beteiligten leuchtet der Wasserwesensstein in Lucas Tasche auf. Er ist bereit für seinen Einsatz.
    Hippomar schwingt seinen Schweif hin und her. Mit diesem wird es gleich die Blasen auf den Gegner schleudern. In seinem Mund bildet es welche aus dem Wasser. Kaum ist es fertig, pustet es sie aus dem Maul und haut mit dem Schweif dagegen. Der Angriff fliegt Kiticon mitten ins Gesicht. Dort zerplatzen die Blasen. Die kühlen Wassertropfen laufen auf dem Gesicht der Katze hinunter. Sie schüttelt sich schnell.
    „Setz Biss ein“, verlangt Luca von ihr. Kiticon hechtet auf Hippomar zu und schnappt nach seinem Schweif. Da er sich auf diesen gestützt hat, muss es wieder auf seine Pfoten springen. Es war eben schon sehr heftig und dem Wasserwesen ist dies auch anzusehen.
    „Versuche es nun zu fangen. Setze einen Wasserstein ein. Er ist blau und mit einem Wassersymbole versehen, “ erzählt Frau Honeywell ihrem Schüler. Darauf hin, schaut der 5, Klässler in seine Tasche und zieht den leuchtenden Stein hervor. Er wirft ihn zu Hippomar hinüber.
    Seine Augen glänzen, es ist zwar abgekämpft, aber es kann es kaum glauben. Der Traum ein Freund von Luca zu sein, geht gerade in Erfüllung. Bevor das Ganze doch nur ein Traum ist, schnappt es sich den Stein und hängt ihn sich um. Danach lässt es sich erschöpft auf den Boden sinken.
    „Hallo ich bin Luca. Das hier ist meine Freundin Kiticon. Ich bin erst seit heute Züchter geworden, aber ich habe trotzdem schon viel gelesen und auch in der Schule gelernt. Ich freue mich, dass wir nun Freunde werden. Hier ist ein Wasser für dich und Kiticon. Damit kommt ihr wieder zu Kraft.“ Stellt er sich bei seinem neuen Monster vor und setzt sich neben es.
    „Ich gehe wieder in die Schule zurück. Ich denke mal, ab hier kommst du alleine klar. Viel Erfolg, “ mit diesen Worten verabschiedet sich Frau Honeywell und kehr zurück in die Schule.
    Luca und seine Monster sind nun alleine.

  • „Stimmt es, das ihr auch sprechen könnt?“ Fragt der Junge seine Monster.
    Diese nicken. „Hallo, ich bin Vanille. Ich finde es cool dass wir nun zusammen auf Reise gehen. Ich glaube ja, uns hat ein heiliges Monster zusammengebracht, Miau Wir haben alle einen Namen, genau wie du, “ erzählt Kiticon und steckt sich eine blaue Blume in ihr Fell am Kopf.
    „Ich bin Nelson. Ich kenne dich schon lange. Ich habe oft neben dir geschwommen, wenn du hier warst und immer davon geträumt dein Freund zu werden. Allerdings dachte ich immer du bist ein Ursprünglicher. Ich habe heute auf dich gewartet. Dann entdeckte ich Vanille an deiner Seite und wurde traurig. Ich wusste ja nicht, dass du erst seit heute Neuartiger bist. Deshalb dachte ich, du hast mich zwar gesehen, aber nicht als stark empfunden. Ich hätte schon beinahe geeint, wenn die Frau da nicht sagte, ich zeige dir, wie man Monster fängt. Nun wollte ich alles richtig machen, damit du mich auch ja mitnehmen willst und nun bin ich hier, “ freut sich das Hippomar und springt Luca in den Arm. Der knuddelt seinen Freund ausgiebig.
    „Wir müssen los, mein Klassenkamerad und seine Schwester sind in Gefahr. Ich habe gesagt, ich rette sie. Seid ihr bereit? “ Luca ist noch ein wenig von allem überrascht. Seine beiden Freunde sind bereit, es kann also weiter hinein gehen, in den Wald von Zweikeimen.
    Der Schüler hat eine Vermutung wo sich Winston aufhalten könnte und läuft, gefolgt von Nelson und Vanille. Er kennt sich hier sehr gut aus. Der Weg führt die Freunde in die Ruinen von Blumental. Im Moment scheint sich hier niemand aufzuhalten. Weder Rüdiger und seine Anhänger, noch andere Kinder. Es gibt hier nicht nur schicke Häuser, sondern auch große Wohnkomplexe und andere Gebäude. Sogar ein großes Internat war hier. Genau wie alles andere, ist auch hier der Betrieb eingestellt worden. Jedoch kann man dort hineingehen. Selbst Betten stehen in den Wohnhäusern drinnen. Wer sich traut, übernachtet mit seinen Freunden dort.
    Um das einst prächtige Haus, ist ein riesengroßes Gelände, auf dem einst Kinder gespielt haben. Es gibt eine Badeanlage, einen Spielplatz und mehrere Sportanlagen. Die Schüler sollten sich ja wohl fühlen, wenn sie von so weit weg kommen. Auch Kampfplätze für Monsterkämpfe sind auf dem Gelände. Luca steht vor der Schule. Sie macht den Eindruck, noch in Betrieb zu sein. Die weiße Steinmauer sieht fast neu aus. Die Fenster sind alle noch ganz und nicht verschmutzt. Eins der großen Fenster im Erdgeschoss ist sogar offen.
    Die Bäume vor der Schule wirken ordentlich. Vermutlich liegt es daran, dass das Internat noch nicht so lange geschlossen ist. Die Eingangstür ist offen. Alle drei gehen hindurch und befinden sich nun im inneren der Schule. Auch hier wirkt alles noch nicht zu sehr kaputt. Die Mauern sind etwas mitgenommen, aber nicht beschmiert. In der Eingangshalle stehen Metallschränke, die allerdings leer sind.
    Es hieß damals, die Schule habe kein Geld, weiter zu machen und wurde geschlossen. Vermutlich gab es auch nicht genug Mittel, um alles auszuräumen. Denn selbst in einem Klassenraum, den der 5. Klässler vorfindet, hat noch Tische, auf denen Bücher liegen.
    Luca muss kurz durchatmen und setzt sich hin. Das Ganze ist ihm immer noch nicht so ganz geheuer, was da heute geschehen ist. Aus einem Traum heraus, ist er zu einem Monster Züchter geworden. Eigentlich eine Unmöglichkeit. Er konnte 10 Jahre lang keine Crystal Monster sehen, ohne Hilfstechnik. Von jetzt auf gleich sieht er sie. Dieser seltsame Traum, er fühlte sich so echt an. Luca greift an seine Kette. Sie fühlt sich nicht kälter als sonst an. „Eigentlich bin ich nicht jemand der such in den Vordergrund spielt. Gegen andere kämpft oder Klassenkameraden rettet. Doch irgendetwas in mir drinnen sagt mir, das es richtig ist, “ denkt der Schüler und sitzt kurz zum Ausruhen auf einem der Tische, in der Schule. Hier in der Schule ist es nicht kalt. Es ist genauso warm, wie draußen. Vanille und Nelson sind immer noch da. Kiticon sitzt neben Luca und Hippomar schaukelt auf seinem Schweif.
    „Hier in der Schule gibt es auch Monster Miau. Ich war auch schon hier, allerdings kenne ich dies alles auch nur verlassen, “ berichtet die Feuerkatze. „Da es hier ruhig und wettergeschützt ist, kommen gerne andere Monster hier her und leben friedlich zusammen. Ich weiß nur nicht, warum ein Monster so aufgeregt ist. Eigentlich sind wir ja friedlich, weshalb ich diese Entführung auch nicht nachvollziehen kann. Ich weiß ja, dass das Mädchen uns sehen kann. Es könnte sein, dass sie ein Monster geärgert hat und nicht nur einmal. Es wurde daraufhin böse und nahm sie mit. Aber ich bin mir nicht sicher Miau. Ich überlege nur warum, “ spricht Kiticon und schaut sich genauestens um.
    Nelson hat für alles gar keine Erklärung. Er möchte vor allem Luca ein treuer Begleiter sein und ihn nicht enttäuschen.
    Luca und die Monster laufen weiter, durch die Schule. Stockwerk für Stockwerk. Unterwegs begegnet ihnen kein Wesen. Nach einigen Treppen, steht auf einmal Tina vor einem einer Glastür, die scheinbar nach außen, auf einen Balkon führt.
    Sie scheint unverletzt zu sein und ruft: „Mir geht es gut, aber mein Bruder braucht Hilfe. Er ist draußen!“ Tina traut sich nicht weiter zu laufen. Luca verspricht ihr, dass sie keine Angst haben muss, er wird es schon schaffen. Im selben Moment denkt er sich: „Was sage ich denn da nur? Was ist wenn ich nicht gegen das Monster dort siege? Warum ist in mir nur so eine Kraft?“ Der 5. Klässler fühlt sich sehr mutiger als sonst. Seine beiden Begleiter schauen ihn vertrauensvoll an. Wenn ihr Freund kämpfen möchte, dann werden sie an seiner Seite stehen und alles geben. Egal wie stark der Gegner auch ist.
    Einmal kurz tief einatmen und wieder ausatmen. Luca fühlt sich trotz der Bedenken die er hat auf dem richtigen Weg. Mit einem Ruck öffnet er die Tür auf den Balkon und geht hinaus. Hier oben ist die Aussicht toll. Das komplette Gelände ist zu sehen. Auch die Ruinen und der Wald sehen von soweit oben ganz anders aus. Die Angst und Aufregung scheint wie verfolgen, mit Vanille und Nelson an der Seite.
    Am Ende des Balkons sitzt Winston. Er sieht nicht gut aus. Vor ihm steht ein Monster und möchte wohl erneut in den Angriff übergehen. Der Junge kann sich schon gar nicht mehr verteidigen und hat Panik. Die Augen sind weit aufgerissen und der Mund offen. Lucas Klassenkamerad atmet schwer. Seine Kleider sind an einigen Stellen eingerissen und schmutzig. Er atmet laut hörbar ein und aus.
    Der neue Monsterzüchter geht auf das Monster zu und spricht zu ihm: „Hey du! Lass ihn in Ruhe!“ Was für eine Überraschung. Der stille Luca hat also eben für den reichsten der Klasse Partei ergriffen und ihn verteidigt. Bisher ist es eher so, das Winston der Jenige ist, der austeilt, wie reich und toll doch seine Eltern sind. Niemals käme jemand auf die Idee, es könnte mal dazu kommen, dass der großartige Winston Hilfe benötigt und diese auch annimmt. Er jetzt bemerkt dieser, Luca ist ja da. Ganz erstaunt, werden die Schmerzen für einige Sekunden vergessen. „Luca?“ Kommt nur die erstaunte Frage von dem Klassenmitglied. Da hat sich das Wirbelus auch schon umgedreht und los geht der Kampf. Mit 2 Monstern im Team, nehmen auch beide an dem Kampf teil. Sie greifen nacheinander ihren Gegner an. Auch der Gegner kann 1-2 weitere Monster im Team haben und mit ihnen kämpfen.

  • Hallo Smaarty,


    aus Interesse habe ich mal in Crystal Monsters reingelesen und bin durchaus recht überrascht darüber, was du hier ausgearbeitet hast. Das Spiel sagt mir an sich nichts, aber im Grunde reiht es sich in die Riege bekannter Monsterspiele ein und möchte besonders durch die Monsterdesigns überzeugen. Ein paar sind ja bereits im Startpost ersichtlich und daher lässt sich auch in etwa der Stil der anderen abschätzen, die du in den Kapiteln beschreibst. Die Beschreibungen sind ausführlich, allerdings würde ich dir raten, dass du äußerlich zusammenpassende Dinge auch in den Sätzen vereinst, sodass diese nicht zu kurz werden.


    Grundsätzlich gibt es zum bisherigen Verlauf noch nicht so viel zu sagen. Dass nur einige wenige Menschen die Crystal Monsters sehen können, ist interessant, ebenso wie die entsprechenden Kämpfe tatsächlich auch live übertragen werden können. Das ist ja nun nicht selbstverständlich, aber es mutet lediglich merkwürdig an, dass auf der Schule das Thema Crystal Monsters nicht noch stärker im Umlauf ist, da es ja recht beliebt zu sein scheint. Da der Ort aber wohl auch nicht der hauptsächliche Schauplatz ist, ist das zu vernachlässigen.


    Du schaffst eine recht spannende und abwechslungsreiche Atmosphäre, die sich sowohl mit ruhigen Momenten als auch mit Kämpfen abwechselt. Während die Charaktere bisher recht eindimensional und generisch (das kann sich alles im Verlauf noch ändern) erscheinen, legst du auch Wert darauf, dass die Monster einen eigenen Charaktere und sogar Namen haben, mit denen sie angesprochen werden können. Zugegeben hat es mich auch überrascht, dass sie sprechen können. Versuch aber mal, dass du richtige Dialoge zwischen den Monstern und Luca führst, also dass sie zum Beispiel etwas voneinander wissen möchten. Immerhin sind sie ja nun für längere Zeit Partner und sollten sich daher kennen, um in den Kämpfen mit strategischen Elementen und dem Wissen des anderen Erfolg zu haben. Bisher war das alles noch recht überschaubar.


    Wir lesen uns!

  • Während die Charaktere bisher recht eindimensional und generisch (das kann sich alles im Verlauf noch ändern)

    Wird es auch, nur wollte ich schnell erstmal Winston retten, aber da kommt noch so einiges dazu. Das ist im Moment nur etwas schwer einzubauen.
    Danke das dir meine Geschichte gefällt. Das Spiel ist zwar nicht so tiefgänig wie Pokemon, jedoch erhält der Spieler hier für 5€ ein tolles Spiel, welches mich eben zu der Geschichte verleitet hat.
    Mit den Namen und dem Sprecehn ist meine eigne Idee gewesen, um der Geschichte noch mehr Tiefgang zu geben.


    Es gibt leider so gut wie keine Bilder zu dem Spiel.

  • Kiticon und Hippomar stellen sich nebeneinander auf. Ihnen gegenüber steht das Windmonster ganz alleine.
    Der kleine, blaue Pinguin, mit dem grünen, nach hinten gehenden Haar ist sehr aufgebracht. Es scheint so, als lebe es hier in der Nähe vom verlassenen Schulgebäude und will nicht das Fremde in sein Zuhause eindringen. Tina hat es wohl unbeabsichtigt gestört. Daraufhin muss ihm wohl gelungen sein, das Mädchen in die Schule zu bringen.
    Vanille und Nelson fackeln nicht lange und können ihn schnell zu Boden schlagen. Daraufhin macht sich das Monster aus dem Staub.
    Luca will seinen Schulkameraden am liebsten tragen, muss aber schnell merken, es klappt nicht, wie er sich das vorstellt. Er kann ihn nur von dem Balkon ziehen, in das alte Schulgebäude. Von dort aus, muss der 5. Klässler einen Rettungswagen zur Hilfe rufen.
    Die Leute in der Rettungszentrale sind etwas überrascht, wo sie hinkommen sollen, schicken aber ein Fahrzeug auf den Weg. Zum Glück wird Luca mitgenommen.


    3
    In der Klinik sitzt Luca in einem Wartezimmer ganz alleine. Vanille hat sich auf einem Stuhl zusammengerollt, Nelson lässt von seinen Sitzplatz die Beine baumeln und schaut sich verschüchtert in dem Raum um. Während Luca wartet, lässt er den bisherigen nochmal in Gedanken durchgehen. Er ist in der Schule eingeschlafen, weil er so müde war. Dann kam ein Traum. In diesem Traum war er mutig, ging in den Kampf. Normalerweise hält er sich aus solchen Dinge eher raus. Wenn Rüdiger mit seinen Freunden mal wieder andere ärgert, versucht er immer mit Worten für Ruhe zu sorgen. Geschubst hat er seinen Klassenkameraden noch nie. Das traut sich der Junge auch eigentlich gar nicht. Selbst wenn er Wut hat, schreit er nicht, sondern sagt eher nur ruhig was ihn verärgert. Vor dem Unterrichtsbeginn und in den Pausen sitzt er mit seinen Freunden meistens auf der Wiese, die sich hinten auf dem Schulhof befindet. Dort spielen die Kinder zusammen mit ihren Crystal Monsterfiguren oder was eben gerade so -in- ist.
    Mit Jungs wie Rüdiger hat Luca nichts zu tun. Diese stehen auch meistens herum, kicken mit Steinen oder ziehen Stöcke durch das Gebüsch.
    Winston prahlt in den Pausen mit seinen teuren Spielzeug oder anderen Sachen, die viel Geld kosten. Deshalb sind bei ihm immer Kinder die ihn dafür bewundern.
    Luca hält sich von den Leuten fern, da er keine Lust hat, mit ihnen aneinander zu geraten
    Andere Schubsen oder ihnen hintergehen ist nicht seine Stärke. Vor allem muss man bei Rüdiger und seinen Freunden, immer damit rechnen, dass diese sich eine Gemeinheit ausdenken.
    Bishops bester Freund ist ein ruhiger und zurückhaltender Junge, doch seit er Vanille gesehen hat, fühlt er sich viel mutiger. Es soll aber nicht bedeuten, dass er in der Zukunft auf dem Pausenhof eine Schlägerei mit anderen beginnt oder sich in eine einmischt. Im Grunde ist der Junge noch immer ganz überrascht sich überhaupt mit dem Klassenfiesling angelegt zu haben.
    Nun sitzt Luca also in der Klinik von Zweikeimen und wartet auf eine Meldung über Winston den Angeber. Niemals hätte sich der 5. Klässler solch ein Ereignis träumen lassen. Vor allem weil sein Klassenkamerad ständig angeben und prallen muss. Egal was es ist. Mal ist es ein neuer Comic, dann ein teures Rennauto mit Fernsteuerrung. Wenn nicht dieses Prahlen wäre, nein dafür bewundern ihn noch manche. Sie finden es cool und toll, wenn Winston mit der neusten Errungenschaft in der Schule auftaucht.
    „Über was denkst du nach, Miau?“ Reist ihn Vanille aus den Gedanken.
    „Über alles. Ich finde es eben seltsam. Heute Morgen bin ich aufgewacht, da konnte ich noch keine Monster sehen. Dann gehe ich in die Schule, schlafe ein und dann sehe ich im Traum Monster. Dies ist nicht so ungewöhnlich, viel seltsamer ist, ich konnte im Traum ein Monster wählen. Flowerpower, Kaulquabs oder Kiticon. Dann entscheide ich mich für dich und was passiert plötzlich? Ich werde mutiger, laufe dem gemeinsten Jungen der ganzen 5b in das alte Dorf hinter her und was passiert als ich deinen Stein berühre? Ich kann dich sehen. Einfach so, von jetzt auf gleich. Davor ging es nur mit den X-Kameras. “ Antwortet der Gefragte immer noch verwirrt.
    „Verstehe Miau. Dich verwirrt es, dass du uns nun sehen kannst. Ich sage dir, da steckt ein heiliges Monster dahinter. Garantiert. Das wollte bestimmt, dass wir uns sehen, miau. Ich weiß nur dass es Monster gibt, die sehr, sehr mächtig sind, aber mehr weiß ich auch nicht, “ erwidert die Feuerkatze.
    Währenddessen ist Nelson von seinem Stuhl gesprungen. Er ist auf einen Snackautomaten geklettert und klammert sich an der linken, oberen Ecke fest. „Hey komm da runter, hier ist kein Spielplatz. Was machst du denn da?“ Luca schaut nach oben. Dann steht er auf und stellt sich unter den Automaten, der wesentlich größer ist, als er selbst. Durch so etwas kann man ihn zum Glück nicht aus der Ruhe bringen. Trotzdem hat er bedenken, die drei könnten aus der Klinik geworfen werden.

  • „Warum kletterst du da oben hin, willst du dich abkühlen? Ist dir langweilig? Wenn uns andere Neuartige sehen, gibt es wohlmöglich Ärger. Das ist doch hier kein Spielplatz. Bitte Nelson komm wieder runter.“ Fordert der Junge seinen Freund auf. Der aber traut sich nicht mehr und klammert sich nun an dem Automaten fest. Der 5. Klässler schaut sich um und klettert schnell auf einen Stuhl, der dort steht. Das Hippomar zittert am ganzen Körper, lässt sich aber runter holen.
    Das Wasserwesen ist immer noch verängstigt, zittert am ganzen Körper und kneift feste seine Augen zu.
    „ Ich glaube da kommt jemand. Schnell wir verstecken uns in deiner Tasche, Miau“, ruft Vanille. Luca setzt Nelson hinein, der sich langsam beruhigt hat. Kiticon wird dazu gesetzt.
    Es ist Fräulein Honeywell, die ihren Schüle gesucht. Winstons Eltern haben dem Krankenhaus die Einwilligung gegeben, dass sie, Luca und Bishop über den Gesundheitszustand informiert werden dürfen. Sie sind leider beruflich unterwegs, aber schon auf dem Rückweg. Familie Deckert ist aber sehr dankbar, für die Hilfe der 3, weshalb sie die Erlaubnis ausstellten. Bishop ist zur Klinik gekommen, weil er von Frau Honeywell informiert wurde.
    Die Lehrerin erzählt schnell, was die Familie ihr erlaubt hat und geht mit den beiden Kindern auf die Station, auf der Winston liegt.
    In einem leeren Spielzimmer wartet der Arzt auf sie. Es ist ein etwas ungewöhnlicher Ort zum Reden, aber im Moment ist nichts anderes frei.
    Vanille schaut sich heimlich aus der Tasche im Zimmer um.
    Hinter dem Arzt, auf einem Schreibtisch steht ein Röhren TV, der allerdings ausgeschaltet ist. Daneben sind kleine Regale, voller Bücher und Zeitschriften, sowie Spielsachen. In einem roten Regal scheinen einige VHS Kassetten mit Kinderfilmen zu legen. Sogar einen Kühlschrank gibt es hier. Er wird wohl genutzt um Getränke kühl zu halten oder den Kinder Eis auszugeben. An den Wänden hängen bunte Poster und eine Uhr. Die Feuerkatze sieht sogar die Tische und Stühle aus ihrem Versteck. Nur zu gerne, würde sie sich alles ansehen, aber dies würde sie verraten, sollte der Arzt ein Neuartiger sein.
    Besorgt möchte Frau Honeywell wissen, wie es Winston geht.
    „Dank Luca ist er außer Gefahr, aber er ist verletzt und steht unter Schock. Er wird nicht am Turnier teilnehmen können, “ erwidert Dr. Ludwig Drechsler.
    „Es ist zu spät, das Turnier schon beginnt bald. Aber ich habe schon einen Ersatz für ihn gefunden, “ meint daraufhin die Lehrerin gefasst.
    Bishop ist neugierig und möchte wissen wer es ist.
    Die gefragte lächelt geheimnisvoll und sagt: „Luca! Du hast Winston gerettet und damit dein Talent bewiesen. Willst du uns beim Wettbewerb repräsentieren?“
    Hat der 5. Klässler da gerade richtig gehört? Er soll an dem Wettkampf teilnehmen? Er, der durch einen seltsamen Traum plötzlich zu einem Neuartigen wurde soll so plötzlich für seine Schule kämpfen? Ist dies ein schlechter Scherz? Luca mangelt es doch vollkommen an Erfahrungen. Alle anderen sind doch von klein auf an die Monster gewöhnt, kämpfen schon seit Jahren mit ihnen. Und nun soll er, der im Grunde keine Ahnung als Züchter hat, einfach so hingehen und mitmachen? Wie kommt Frau Honeywell denn auf diese verrückte Idee? Bishops bester Freund ist fassungslos und gibt dies auch wieder: „Ich? Ich bin mir nicht sicher, ob ich überhaupt eine Chance bei dem Turnier habe.“
    Die junge Frau lässt sich davon nicht beirren und spricht auf den Jungen ein: „Du hast ein großartiges Monsterteam aufgebaut und selbst wenn Winston in der Lage wäre teilzunehmen, würde ich trotzdem dich darum bitten.“
    Da ist erneut dieses Gefühl, welches Luca einfach überrennt, ohne dass er es wirklich will. Er stimmt einfach so zu.
    Seine Lehrerin freut sich und lächelt: „Beeil dich, die Anmeldung für das Turnier hat bereits begonnen. Geh zur OFCM und melde dich dort an. Sie wissen schon von Winston und werden dir alles erklären. Viel Glück.
    Übrigens, wenn du Unterwegs bist, kannst du in den Ranger-Hütten übernachten. Dies sind kleine Häuschen, in der Natur, die für Züchter zur Verfügung gestellt werden. Dort kannst du jederzeit Pause machen und übernachten. Eine Rangerin oder ein Ranger kommen dorthin und versorgen dich mit allem, was du brauchst. Den Schlüssel dazu, bekommst du in der OFCM. Keine Angst, da kann keiner einfach so reinkommen. “
    Luca geht zu seinem Klassenkamerad ins Zimmer. Dort ist seine Schwester, die bereits über alles informiert ist.
    Das Zimmer ist sehr klein. Die Wände sind hellgelb und haben Cartonfiguren als Verzierung. Auch an den Fenstern hängen bunte Bilder. Ein Tisch ohne Stuhl ist im Zimmer und Schränke. Auch ein Monitor befindet sich hier. Der Verletzte liegt im warmen Bett, vor dem seine Schwester steht. Sie glaubt nicht an die Stärke des neu Auserwählten, aber sie bedankt sich für die Rettung ihres Bruders bei ihm.
    Winston ist zu schlapp und schweigt.
    „Ich mache mich dann mal auf den Weg zur OFCM und melde mich an. Winston, dir wünsche ich gute Besserung. Ich werde mein Bestes geben, für unsere Schule und als Vertretung für dich.“
    Lucas Klassenkamerad lächelt müde, dann macht er die Augen zu und schläft ein.
    „Ich glaube, es ist besser, wenn ich gehe“, murmelt der 5. Klässler und verlässt das Krankenzimmer.


    Nachdem der Junge sich bei der OCFM gemeldet hat, geht es von dort an den Bahnhof. Auch Lucas Eltern stehen an den Gleisen und nehmen ihren Sohn ganz fest in die Arme. Genauso wie ihr Kind, sind sie überall dass, was heute passiert ist, total überrascht, aber genauso mit Stolz erfüllt. Lucas Mama drückt ihrem Sohn noch eine Papiertüte mit Essen für die lange Zugfahrt in die Hand.
    „Luca, ich bin stolz auf dich. Ich wünsche dir alles Gute, auch wenn ich deine Monster nicht sehen kann. Pass auf dich auf mein Liebling. Ich bin immer für dich da. Du schaffst das schon.“ Auch Lucas Papa nimmt seinen Jungen nochmal in den Arm. „Machs gut mein Großer.“ Er begleitet sein Kind noch an die Wagontür und schaut zusammen mit seiner Frau ihrem Jungen hinterher, wie er in den Zug steigt und in einem der vielen Abteile verschwindet. Lucas Mutter Marina muss ein wenig weinen, ihr Mann aber nimmt sie in den Arm und drückt sie ganz fest an sich. Beide winken, als die Türen sich schließen, die Dampflok laut pfeift und sich dann langsam schnaufend in Bewegung setzt.
    Der Zug ist voll mit Tunierteilnehmern und Zuschauern. Luca schaut sich um und sucht einen Sitzplatz im Inneren.
    Manche Kinder, die wie er eben eingestiegen sind, stehen noch an den Fenstern und winken ihren Eltern hinter her.
    Als der neue Monsterzüchter aus dem Fenster sieht, ist der Zug bereits aus dem Bahnhofsgebäude ausgelaufen und rollt aus der Stadt hinaus.
    Interessiert schaut sich Vanilles Freund um, als auf einmal, ein Mädchen, zwischen den Sitzreihen hervorkommt und ihn anspricht.
    „Hey. Entschuldige, ist das der Zug nach Holzstadt?“ Fragt sie ihn.
    „Ich hoffe doch. Ich will nämlich zum Veranstaltungsort des Turniers in Holzstadt.“ Erwidert der gefragte freundlich,
    „Zum Turnier? Dann nimmst du auch an dem Turnier teil?“ Möchte das Mädchen wissen.
    „Ja, du auch“ Erkundigt sich Luca.
    „Ja, ich heiße Jade“, stellt sich das Kind vor, das so ungefähr im Alter des Jungen ist.
    Sie scheint sehr selbstbewusst zu sein. Ihre Haare sind braun und reichen bis etwa kurz über die Ohren. Ich ihrem Haar trägt sie eine gelbe Haarspange. Noch dazu ein kurzes, hellblaues T-Shirt, mit einem gelben Muster und einer weißen Hose, mit roter Umrandung.
    „Ich heiße Luca. Nett dich kennenzulernen.“
    Ein kurzes Lächeln huscht über Jades Gesicht, dann aber antwortet sie ihrem neuen Freund:
    „Ich werde dich aber nicht schonen, wenn wir im Turnier aufeinandertreffen.“
    Der Neuartige schüttelt kurz den Kopf, wie kommt sie denn darauf? Sieht er so unerfahren aus?
    „Natürlich nicht. Wir werden für einen spannenden Kampf sorgen. Ich gehe im Zug spazieren, bis später.“ Mit diesen Worten macht Luca sich auf den Weg, weiter durch den Zug zu gehen.
    Jade verabschiedet sich mit den Worten: „Ja, bis dann.“
    Luca betritt kurz darauf das nächste Abteil des Zuges. In deren Mitte stehen 2 Jugendliche und unterhalten sich. Luca schätzt sie mindestens auf 17.
    „Bruder Drake, wie fühlst du dich jetzt?“ Möchte ein ziemlich groß gewachsener Junge mit langem dunkeln Haaren und grüner Mütze auf dem Kopf von seinem Gegenüber wissen.
    „Ich sag dir was, Blake ich will einfach so bald wie möglich im Turnier kämpfen.“ Sagt der andere Junge, der fast genauso groß wie sein Bruder ist. Allerdings sind seine Haare rot gefärbt. Aber auch er trägt eine Mütze. Allerdings ist sie lila. Blake hat zudem eine Kette um den Hals. Beide tragen dunkle Jacken.
    Der Neuartige überlegt, ob es Zwillinge sind.
    Im Stillen denkt er überrascht: „Es gibt anscheint noch mehr Teilnehmer, “ und beschließt daraufhin, die beiden anzusprechen.
    „Hallo!“
    Verwundert drehen sich die jungen Männer um:
    „Wer bist du“ Erkundigt sich Blake.
    „Ich heiße Luca. Ich nehme auch am Turnier teil.“ Stellt sich Winstons Klassenkamerad vor.
    Drake scheint etwas auf der Zunge zu brennen und somit sprudelt diese Frage aus ihm heraus:
    „Hmm. Verstehe. Sie sind zwar wertvoll…aber zeigst du uns deine Monster?“
    Luca freut sich: „Klar. Hier sind meine Monster.“ Mit diesen Worten holt er Vanille und Nelson aus der Tasche und setzt sie vor sich auf den Boden ab. Beide schauen etwas verschüchtert drein.
    Die Jugendlichen fangen an zu spotten und Blake kann sich vor Lachen kaum halten. Er meint abwertend: „Mann, das sind ja oberschwache drittrangige Monster! Warum kommst du mit solchen Schwachen Monstern zum Turnier? Damit kannst du gleich wieder nach Hause gehen.“
    Nelsons Freund atmet tief durch. Wie kommt denn so ein Kerl nur dazu seine Freunde grundlos zu beschimpfen. Hippomar und Kiticon sind weder schwach, noch wertlos oder ungeeignet um am großen Turnier teilzunehmen. Er muss seine Freunde verteidigen und bezieht ganz klar Position: „Was hast du gesagt? Es reicht!“ Trotz allem bleibt der 5. Klässler ruhig. Er darf sich nicht auf diese Jugendlichen einlassen, egal was sie ihm auch vorwerfen.
    Ohne Vorankündigung kommt Jade angelaufen, sie hat mitbekommen, ihr neuer Freund hat Probleme. Kurz hinter Luca, bleibt steht das Mädchen nun und mischt sich ein. Sie hat überhaupt keine Angst vor Älteren und scheut auch keine Widerworte.
    „He! Was ist hier los?“
    „Jade?“ Ihr neuer Freund hat nicht mit Unterstützung gerechnet.
    Die Neuartige hat ihre Hände in die Hüften gelegt und ruft den anderen hinüber: „Ihr solltet euch um eure eignen Monster kümmern und ihn in Ruhe lassen!“
    Blake schau ihr fest in die Augen und spricht: „Du hast recht, aber ich bin sicher, dass ich nicht von einem drittrangigen Monster besiegt werde“
    Luca streichelt seine Freunde und flüstert ihnen leise zu, sie sollen den beiden keinen Glauben schenken. Niemand hat ein Urteil zu fällen, ob Monster stark sind oder nicht. Nelson hat schon Tränen in den Augen. Vanille streichelt ihm die Rücken. Luca greift in seine Tasche und zieht einen Schokoriegel vor. Diesen reicht er Nelson zum Trost. Auch er streichelt das Wasserwesen über den
    Kopf.


    „Es ist nicht der Rang des Monsters, der seine Stärke bestimmt, “ hallt plötzlich eine Stimme durch das ganze Abteil.
    Blake schaut sich erschrocken um: „Wer hat das gesagt!?“
    Kaum hat Drakes Bruder die Worte ausgesprochen, marschiert ein Junge durch das Abteil und baut sich neben Jade auf.
    Blake hat seine Sprache wiedergefunden und lacht: „Sieh an, noch so ein Spinner. Egal so mickrige kleine Monster haben in diesem Turnier keine Chance!“
    Drake hat nichts Besseres zu tun, als seinem Bruder nachzuplappern: „Genau, absolut keine“
    Der Junge mit den hellbraunen Haaren lächelt und erwidert nur: „Natürlich haben sie eine Chance!“
    Jade ist wütend. Sie kann ihre Wut nicht so einfach hinunterschlucken: „Kümmert euch um euren eignen Kram!“
    Blake lässt sich nichts von Kindern bieten. Er mustert den dazugekommen von oben bis unten. Für wen halten sich diese Kinder denn? Sie scheinen wohl alle erst Anfänger zu sein. Ihre Monster stellen somit keine Konkurrenz. Wieso nun dieses ganze Theater?
    „Wer bist du denn?“ Möchte er schnippisch wissen.
    Blakes gegenüber strahlt der Bub weiter. Er ist freundlich zu allem und jedem, ganz egal, wie er behandelt wird. Entsprechend gelassen auch sein Antwort: „Ich nehme auch an dem Turnier teil“
    Die Brüder fühlen sich provoziert, da Blake ihm erwidert: „Gut, ich werde mir dein Gesicht merken. Komm Bruder.“ Langsam wird es unangenehm und die Jugendlichen wollen gehen.
    Drakes Bruder verlässt das Abteil, aber Drake muss noch einen Kommentar hinterlassen: „Seid nur weiter so kuschelig ihr Softies.“ Lachend läuft er davon.
    Luca dreht sich um, zu dem Jungen, der sich eingemischt hat: „Danke, du bist?!“ Rutscht ihm die Worte unüberlegt aus dem Mund.
    „Ich heiße Connor. Nett dich kennenzulernen.“ Die gute Laune lässt sich der Monsterzüchter einfach nicht nehmen. Er ist auch im Alter von Jade und Luca.
    „Gleichfalls, Connor. Ich heiße Luca.“
    „Ich heiße Jade. Ich nehme auch an dem Turnier teil. Nett dich kennenzulernen.“ Stellen sich die Kinder untereinander vor. Sie sind alle drei erleichtert, die Jugendlichen losgeworden zu sein.
    Vanille und Nelson haben sich auf einen der freien Sitzgruppen niedergelassen und verfolgen alles von dort aus.
    „Es ist mir ein Vergnügen.“ Redet Connor weiter und möchte wissen: „Übrigens Luca, hast du einen Evolutionsstein?“
    „Einen Evolutionsstein? Was ist das?“ Kiticons Freund kann damit nichts anfangen.
    Jade fällt aus allen Wolken: „Ich hätte dich nicht für so unerfahren gehalten“
    „Tut mir leid. Ich bin eben erst Züchter geworden.“
    Connor scheint es hingegen nicht zu überraschen. Er kramt einen Stein aus seiner Hosentasche hervor und überreicht diesen Luca. „Dann nimm diesen Stein hier. Es ist ziemlich schwierig nur mit einem Monster ohne Entwicklung anzutreten und dieses Turnier zu überstehen. Ein Monster, das einen bestimmten Level erreicht hat, kann sich weiterentwickeln, wenn man einen Evolutionsstein dazu verwendet. Wenn sich ein Monster weiter entwickelt, steigt sein Rang und seine Fähigkeiten nehmen zu. Außerdem kann das Monster eine neue Fertigkeit erlernen.
    Luca, wir haben noch einen Tag Zeit vor dem Turnier. Wenn du willst, kannst du deine Monster woanders trainieren. Oder du gehst zu der Monsterorganisation und gehst da in dein Zimmer “
    „Bis später, “ verabschiedet sich Jade und will sich noch etwas ausruhen, doch da kommt eine Durchsage:
    „Wir bitten um ihre Aufmerksamkeit. Wir erreichen jetzt Holzstadt. Bitte vergessen Sie beim Aussteigen nicht ihr Gepäck mitzunehmen.“
    Luca nimmt Nelson auf den Arm, die kleine Feuerkatze folgt ihm so. Langsam schreiten sie die Stufen aus dem Zug hinunter und stehen dann auf den Gleisen.
    Ganz schön windig ist es hier am Bahnhof. Am besten die Freunde gehen erstmal zu ihrem Schlafplatz und ruhen sich für das Turnier aus.

  • Hallo Smaarty,


    interessant, wie sich das alles entwickelt. Da hatte Luca wohl noch das Gefühl, der normalste Junge auf der Welt zu sein und schon wird er in Dinge involviert, die anfangs noch gar nicht so recht zu begreifen waren. Es mag das typische Schicksal der Auserwählten sein, aber du meisterst das grundsätzlich ganz gut, indem du von Anfang an die Bande zwischen ihm und den Monstern stärkst und so erste neue Freundschaften aufbaust. Auf dem weiteren Weg wird das sicherlich noch hilfreich sein, sich auf die anderen verlassen zu können.
    Selbiges gilt dann natürlich auch für die Szene im Zug. Auch wenn die Begegnung mit Jade recht kurz ausfällt, wirkt sie sympathisch und ich kann mir eine freundliche Rivalität zwischen ihr und Luca vorstellen. Connor scheint seine besten Zeiten hingegen noch zu bekommen, da er bisher sehr neutral aufgetreten ist. ich bin schon gespannt, welche Rolle er weiterhin bekommen wird und wie überhaupt das Turnier verläuft. Immerhin handelt es sich dabei auch um eine riesige Veranstaltung und mich würde es nicht wundern, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert.


    Eine kleine Empfehlung zum Schluss noch: Da du manchmal passiv Personen nennst (Kiticons Freund, Drakes Freund), würde ich dir raten, dass du die Personen gleich direkt beim Namen nennst. Das hat den Vorteil, dass man beim Lesen genau weiß, um wen es geht und dementsprechend die Dialoge einwandfrei zuordnen kann.


    Wir lesen uns!

  • Eine kleine Empfehlung zum Schluss noch: Da du manchmal passiv Personen nennst (Kiticons Freund, Drakes Freund), würde ich dir raten, dass du die Personen gleich direkt beim Namen nennst. Das hat den Vorteil, dass man beim Lesen genau weiß, um wen es geht und dementsprechend die Dialoge einwandfrei zuordnen kann.

    Okay, aber ich versuche zu vermeiden, dass dann da imer Luca, Luca, Luca steht. Ich habe in der Schule gelernt, wir sollen uns abwechseln. Eine Freundin schrieb im Aufsatz jeden Satz zu Beginn mit Ich. Einer unser Klassenlehrer (Wir haben mehrer) las es dann der ganzen Klasse vor und sagte, so darf man es nicht machen. Wir sollen keine Wortwiederholungen schreiben.

  • 4


    Nach längere Suche, sind Luca und seine Monster in ihrem Zimmer bei der OFCM angekommen. Jeder Züchter hat ein eigens Zimmer, damit er sich da in Ruhe auf das Turnier vorbereiten kann.
    Der Neuartige sitzt auf dem großen Bett, Kiticon liegt daneben. Das kleine Hippomar ist in der Badewanne und genießt das warme Wasser.
    Luca dreht den Entwicklungsstein in der Hand hin und her, den er von Connor bekommen hat. Er weiß nicht so Recht, ob er ihn einsetzen soll. Seine Feuerkatze beobachtet ihn dabei. Der Stein ist glatt und Gelb. Auf der Oberfläche ist eine kleine Flamme abgebildet.
    „Miau, wenn du es nicht willst, musst du den Stein nicht einsetzen. Natürlich werden wir stärker durch den Stein, aber ihn einzusetzen, ist kein Muss. Du kannst es später machen oder gar nicht. Ich muss mich nicht entwickeln, wenn du es nicht willst.“ Erklärt Vanille.
    „Da bin ich aber froh. Ich bin mir nicht sicher was ich machen soll. Du wirst dann zu Extra-Kiticon oder? “ Dem Neuartigen fällt ein Stein vom Herzen. Ihm ist Bewusst, wenn sie Monster entwickeln ändert sich ihre Farbe. Nach der 1. Stufe gibt es noch die letzte Stufe. Dann wäre Vanille Mega-Kiticon und Nelson Mega-Hippomar. Durch die Evolution bekommen Monster einen Stärke-Schub.
    Die Feuerkatze nickt.
    „Aber wir können auch durch Training stärker werden. Es muss keiner sein Monster entwickeln.“ Ergänzt die kleine Katze.
    „Sag mal Vanille, was isst du eigentlich?“ Möchte Luca wissen.
    „In der Wildnis kleine Fische, Beeren und Früchte. Wenn ich in der Nähe von Menschen war, Thunfischsandwich, Pizza und Burger. Weißt du, ich bin oft am Bahnhof gewesen und die Neuartigen haben mich mit Lebensmittel versorgt. Im Dorf habe ich mit anderen Monstern geteilt, wir haben zusammen gesammelt und es in Gemeinschaft gegessen. Und stell dir vor, wir haben es sogar auf dem Feuer warm gemacht, wie ihr Menschen. Von euch kann man sich Dinge abschauen. In dem verfallen Dorf gibt es ja genug für uns. Das ist schon ganz praktisch Miau.“
    Der Schüler ist ganz erstaunt.
    Nelson hat das Gespräch aus der Badewanne mitbekommen und mischt sich ein.
    „Ich esse gerne Wasserpflanzen und Fisch, aber ich möchte auch das Probieren, was Vanille gegessen hat, es hört sich so lecker an.“
    Luca kramt in seiner Tasche und holt die Essenstüte seiner Mama hervor. Darin befinden sich mehrere mit Lachs belegte Brote, eine Banane, einige Kekse und eine Flasche Wasser. In der Umhängetasche sind auch mehrere Taschentücher. Der Neuartige breitet auf dem Tisch 3drei Taschentücher aus und legt auf alle ein Sandwich. Danach teilt er die Banane in drei Stücke und legt Kekse dazu. In dem Zimmer ist ein Kühlschrank, auf dem Gläser stehen. Diese stellt der Junge auf den Tisch und gießt in alle Wasser ein.
    „Das Abendessen ist fertig.“ Ruft der beste Freund von Bishop.
    Luca geht zu seinem Wassermonster und rubbelt es mit einem der Handtücher, die im Bad liegen trocken, danach lässt er das Wasser aus der Wanne und setzt seine kleinen Freunde auf den Tisch, während er auf einen der braunen Stühle, die dort im Zimmer stehen Platz nimmt.
    Das Zimmer ist recht groß, dafür, dass es umsonst ist. Das Zimmer hat einen kleinen Flur, indem eine Lampe hängt. An einer Seite einer gelben Wand, sind mehrere Hacken befestigt, an denen die Zimmerbewohner Kleider und Taschen aufhängen können.
    Gleich danach kommt ein sehr großer, alter dunkelbrauner Schrank und das Bett, das sogar einen Nachttisch hat, mitsamt Lampe und Telefon.
    Sogar ein TV und ein kleiner Kühlschrank sind in dem Raum.
    Über dem Bett hängt ein Bild, auf dem die Dampflok zu sehen ist, mit der Luca angereist kam. Am großen Fenster, mit einer Balkontür, steht ein dunkelbrauner Tisch, mit einer blauen Tischdecke und 3 Stühlen.
    Das gesamte Zimmer ist Gelb gestrichen.
    Neben dem TV geht es in ein großes Badezimmer, das mit einer Dusche und einer Badewanne ausgestattet ist.


    „Was für ein Tag das heute doch ist. Ich bin jetzt in der Lage Monster zu sehen, eine Sache die ich mir immer gewünscht habe.
    Ich bekomme ein Kiticon, fange danach mein Hippomar, rette meinen Klassenkameraden und nun bin ich hier in diesem Zimmer, da ich morgen Nachmittag an einem Monstertunier teilnehme. Ich kann es immer noch nicht glauben.“ Resümiert der 5. Klässler seinen ungewöhnlichen Tag und beißt in sein Brot hinein.
    Er könnte auch unten im Speisesaal mit den anderen Züchtern essen, aber zurzeit möchte der Neuartige mit seinen neuen Freunden alleine sein.
    „Wenn du nicht Neuartig geworden wärst, was hättest du denn dann heute gemacht, Miau?“ Erkundigt sich die Feuerkatze, die ihr Sandwich schon fast gegessen hat.
    „Ich spiele Fußball. Heute wäre Training. Ich bin Torwart in meiner Mannschaft. Wir sind sogar sehr gut und spielen in der Junioren-Bundesliga. Meine Mannschaft wird Augen machen, wenn ich heute nicht da bin.
    Ich bin der beste Mann im Tor und habe in der aktuellen Session nur 5 Tore reingelassen. Jetzt muss mein Freund Felix für mich ins Tor, er ist mein Ersatz. Ich möchte später Fußballer werden und habe die besten Chancen einer zu werden. Selbst andere Vereine hätten mich gerne bei sich im Tor, aber ich möchte mit meinem Verein Erfolgreich werden. Die Erwachsenen spielen in der 1. Liga und ich möchte eines Tages auch dort sein, “ schwärmt Luca.
    Nelson weiß nicht so genau was Fußball ist und hält den Kopf schief. Er möchte auch im Tor stehen und Bälle halten. Seine Augen glänzen richtig bei der Vorstellung.
    Vanille hingegen kennt Fußball, da sie es schon ein paar Mal gesehen hat, wenn Menschen es gespielt haben.
    Luca erklärt seinen Lieblingssport den beiden ganz ausführlich, bis ihm einfällt, dass er auf dem Schrank im Zimmer gelesen hat Betten für Crystal Monster. Interessiert öffnet er den Schrank. Darin stehen verschieden große Plastikboxen, in denen eine Matratze, mitsamt Bettzeug und Kuscheltier liegt. An der Schrankwand hängt ein Zettel, der darauf hinweist, dass es auch größere Betten gibt für die Wesen, dafür muss man sich unten am Eingang melden.
    Wassermonster bekommen eine Box, die das Wasser auf Wunsch warm oder kalt hält.
    Bishops bester Freund holt 1 Kiste heraus und stellt sie neben sein Bett.
    „Wollt ihr da wirklich rein?“ Möchte er wissen von seinem Kiticon. Diese nickt, zieht aber die Kiste Richtung Heizung.
    Das Hippomar wünscht sich warmes Wasser, das über eine Art Heizung unter der Kiste warm oder kalt gehalten wird.


    Luca setzt sich auf sein Bett und möchte TV schauen. Nelson setzt sich dazu, aber Vanille hat eine Bitte.
    „Darf ich noch etwas auf dem Flur herumlaufen?“
    Ihr neuer Freund nickt und öffnet die Tür. Er lässt sie offen, damit die gelbe Feuerkatze wieder hinein kann.
    Die Jungs schauen sich eine Zeichentrickserie an. Vanille aber geht Zielstrebig zu einem Schrank, der auf den Gang steht und dort hinunter. Auf dem Hinweg ist sie sich sicher, war da ein Monster, welches sich versteckte und geweint hat, genau nach diesem möchte sie nun sehen.

  • Hallo Animusic,


    jetzt wird es ja durchaus spannend, wenn Luca nun Züchter ist und sich auf das Turnier vorbereiten muss. Allgemein hat mir an dem letzten Kapitel, dass er die Monster, die er nun gefangen hat, näher kennenlernen durfte und auch die ein oder andere Sache von ihnen erfahren hat. Besonders daran war aber wohl die Tatsache, dass ihm Vanille sagte, dass es sich nicht entwickeln müsse, wenn Luca das nicht wolle. Da bleibt nun die Frage, ob sie gegen ihre Gegner tatsächlich eine Chance haben, aber es ist beruhigend zu sehen, dass Luca nicht einfach nur auf die Stärke achtet, sondern auch, dass sich die Monster und vor allem er selbst mit der Situation wohl fühlen.
    Innerhalb des Resümees war es durchaus interessant zu erfahren, dass Luca begnadeter Fußballspieler und erfolgreicher Torwart ist. Da wundert es mich tatsächlich, dass er sich so leicht von seinem Team lossagen konnte und sie nicht einmal für den Moment verabschiedet hat, um sie zumindest in Kenntnis zu setzen. Augen machen werden sie also wohl definitiv. Eventuell hätte es sich angeboten, so eine kleine Abschiedsszene vor der Abreise zu zeigen, um Lucas Verbundenheit zum Fußballteam zu zeigen.
    Spannend wird es auf jeden Fall zu sehen, was Vanille da zum Schluss entdeckt hat. Macht auf jeden Fall Interesse auf die kommenden Kapitel.


    Wir lesen uns!

  • Und tatsächlich, unter dem Schrank, an einem Schrankbein, steht mit dem Rücken zu Vanille eine kleine Katze. Sie ist genauso groß wie die Feuerkatze, aber gehört dem Element Tier an und ist ein Felixa.
    Ihr Fell ist fast ausschließlich dunkelbraun. Am Schwanzende und auf dem Kopf hat es Lila-Weißes Fell, das es besonders gut vor Kälte schützen kann. Es trägt ein Lila-Weißes Halstuch um den Hals. Auch die Ohrenspitzen haben die Farben Weiß-Lila. Felixa steht auf seinen Hinterbeinen.


    Zur gleichen Zeit im Zimmer bemerkt Luca, wie Nelson schon eine ganze Weile auf seine Tasche starrt und die Augen fast gar nicht mehr davonlassen kann.
    „Gibt es etwas, das dich darin interessiert?“ Möchte der 5 Klässler wissen.
    Das Wasserwesen nickt verlegen.
    „Du kannst es dir gerne herausholen.“ Mit diesen Worten stellt der Neuartige die Tasche vor seinen neuen Freund.
    Diese klettert kopfüber in die große, blaue Umhängetasche hinein. Da drinnen ist es zwar dunkel, aber auch warm und bequem. Das Hippomar dreht sich so, dass es aufrecht steht. Dank dem Licht von außen, sieht er nun wieder. Und da ist auch schon, dass was er gesucht hat. Triumphierend hält er einen Zeichenblock in die Höhe und klettert mit diesem wieder aus der Tasche hinaus.
    Aufgeregt stützt sich Nelson auf seinen Schweif und umklammert den Zeichenblock. Sein Ausatmen ist ganz deutlich zu hören auch das Herz schlägt schneller. Das Monster ist sehr neugierig und freut sich immer ganz besonders, wenn er etwas Neues und für ihn spanendes entdeckt hat.
    Ganz vorsichtig schlägt er die Außenpappe zurück. Je länger das Crystal Monster sich die einzelnen Seiten anschaut, umso größer werden auch seine Augen. Nelson weiß nicht was die ganzen bunten Sachen zu bedeuten haben, aber sie faszinieren ihn, alleine schon da sie so schön bunt sind.
    Er sieht viele Formen, die er noch nie zuvor in seinem Leben entdeckt hat. Das eine sieht aus, wie eine Windmühle, die kennt Nelson. Eine andere Zeichnung scheint ein Kreis zu sein. Und dann sind da überall bunte Glühbirnen dran, die leuchten.
    Ein Kreis scheint an einem Stab befestigt worden zu sein, der diesen Kreis in den Himmel heben kann. In der Mitte dieses Kreises ist ein Stern.
    Ob es sich dabei um etwas handelt, mit dem man zu den Sternen reisen kann? Eine andere Zeichnung sieht fast aus wie dieses Kreisding, nur ist es kein geschlossener Kreis, vielmehr scheint es eine Art Kralle oder Klaue zu sein.
    Jede Zeichnung ist in bunten Farben gehalten und mit diesen Glühbirnen versehen.
    Das Wassermonster ist sich sicher, diese Kreise und Krallen werden von dem Stab, an dem sie hängen ins Weltall geschossen. Die bunten Glühbirnen leuchten ihnen dann den Weg, denn der Weltraum ist dunkel.
    Wie es da oben dann so aussieht? Es soll ja kalt und dunkel sein. Der Hippomar beginnt immer weiter sich auszumalen, wie so eine Reise mit dem Kreis aussehen könnte.
    Zuerst würde Nelson sich etwas zu essen mitnehmen, falls es im Weltall nichts Gutes gibt. Danach noch einige Algen, zum zudecken, denn es soll ja kalt sein und dann, ja was denn noch? Mehr fällt ihm nicht ein im Moment.


    „Oh dir gefallen meine Zeichnungen? Ich zeichne gerne Fahrgeschäfte. Ich glaube ich muss dir das mal erklären.
    Menschen haben gerne Spaß. Und haben den, wenn sie außergewöhnliche Maschinen nutzen können. Diese Maschinen bewegen sich. Das was du zum Beispiel hier siehst, wird Gigant Discovery genannt. Die Leute setzen sich in die Sitze hinein,“ erklärt der Junge seinem Freund und zeigt dabei auf den Sitzkreis des Fahrgeschäftes.
    „Hier sind Sitze, da wird sich hineingesetzt. Wenn alle sitzen, müssen sich alle Sichern, mit einem Bügel, damit sich nicht herausfallen, denn das Fahrgeschäft fährt, also es bewegt sich. Dieser Ride, so wird ein Fahrgeschäft auch genannt, fängt dann langsam an vor und zurück zu schwingen.“ Bishops Freund untermalt seine Erklärung noch mit Bewegungen. „Die Maschine kann dann dank des Armes, so wird die Halterung, an dem die Sitze sind genannt, ganz weit nach oben und wieder zurück schaukeln.
    Zur Sicherheit gibt es wie du siehst ein Gestell, was verhindert, dass das ganze Umkippt. Die Glühbirnen, also diese kleinen Dinger die du hier überall siehst, lassen auch eine Fahrt im Dunklen zu, denn sie machen Licht.“
    Nelsons Augen leuchten vor Begeisterung und er erzählt seinen Verdacht.
    Der Neuartige schüttelt den Kopf. „Raketen sehen ganz anders aus.“
    „Woher weißt du das alles Luca, fährst du damit?“ Die Neugier des Crystal Monsters wird immer größer.
    „Nein, ich traue mich das gar nicht. Mich interessiert nur die Technik, also alles, was so eine Maschine bewegt.
    Mein Papa weißt du, der baut solche Fahrgeschäfte. Er hat eine Firma und die entwickeln genau diese Sachen. Weißt du, da ich so gerne Zeichne, lässt mein Papa diese Sachen auch so bauen. Er entwickelt aus meiner Idee dann die Maschine, sodass die Leute es nutzen können und er kann sogar an einem Computer das alles dann laufen lassen, wie es sich bewegt. Meine Mama programmiert dann die Software, die diese Maschinen dann fahren lassen können. Zum Schluss, wenn die Fahrgeschäfte fertig sind, kommt dann immer ein großer gelbe Smilie drauf, denn die Firma heißt Smile, das ist Englisch und bedeutet lächeln. Meine Eltern wollen, dass alle, die diese Fahrgeschäfte benutzen lächeln und glücklich sind.“
    Luca erklärt noch was Computer und Programmieren ist und fährt dann in seiner Erzählung fort:
    „Entweder kaufen sich einzelne Leute so ein Gerät oder Freizeitparks. Die Leute, die es für sich kaufen, gehen dann damit auf reisen, zu großen Festen. Da stellen sie das Gerät dann auf und die Menschen können damit fahren. Wenn das Fest vorbei ist, geht es weiter zum nächsten Fest.
    Freizeitparks kaufen ein Fahrgeschäft und stellen es dann in einen Park, da bleibt es dann für immer stehen und die Menschen können dann in den Park kommen und damit fahren.
    Aber bis es so weit ist, da müssen ganz viele Leute daran arbeiten und danach muss man testen, ob auch alles so funktioniert, wie man es sich erdacht hat.
    Papas Firma ist weltbekannt. Die Leute reißen sich um die Maschinen.
    Windsor mag ich auch deshalb nicht, da er angibt, dass seine Eltern viel Gelb haben. Das macht man nicht.
    Er glaubt, er sei etwas besser, aber er ist es nicht.“


    Das Felixa scheint gar nicht zu bemerken, dass unter dem Schrank noch ein weiteres Monster ist.
    Doch dann dreht es sich um und blickt in die Augen von Vanille. Völlig verängstigt hebt es seine Pfoten zum Schutz hoch.
    „Bitte, bitte greif mich nicht an. Ich verschwinde auch von hier,“ fleht es mit zittriger Stimme.
    Das Kiticon ist überrascht, mit dieser Reaktion hat sie nicht gerechnet.
    „Ich möchte dich nicht angreifen, ich will dir helfen,“ erwidert das Feuermonster und sieht wie sehr das Tierwesen zittert.
    Ängstlich drückt es sich an die Wand, an der der Schrank steht. Das Wesen scheint Hilfe nicht gewohnt zu sein.
    Vanille überlegt, was sie machen soll. Wenn sie eine Sache nicht leiden kann, dann ist es Ungerechtigkeit.
    „Wirst du etwa von anderen hier bedroht?“ Möchte die Feuerkatze wissen.
    Ihr gegenüber schüttelt den Kopf.
    „Was ist denn los, wie kann ich dir helfen? Komm doch mit zu mir. Wenn dich jemand angreift, dann bekommt er es mit mir zu tun. Und mit meinem Feuer.“ Triumphierend sieht Vanille das Felixa an.
    Leider ist die Tierkatze immer noch verunsichert.
    „Ist das auch wirklich keine Falle?“ Möchte es schüchtern wissen.
    „Falle? Zu 100% nicht, darauf gebe ich dir mein Ehrenwort.“
    „Weißt du ... Ich bin schwach, ich bin nicht gut im Kampf. Neuartige wollen mich nicht und ihre Monster lachen mich aus.“
    Vanille macht so eine Aussage fassungslos und wütend. Wie kann man nur so gemein zu jemanden sein?
    „Ich bin Vanille und du?“ Stellt sie sich dann vor
    „Ich heiße Felix. Ja ich bin ein Felixa mit Namen Felix,“ vorsichtig kommt das Tierwesen auf Vanille zu, diese streckt ihm die Pfote entgegen.
    Nach kurzem Zögern, ergreift der Katzenjunge diese und folgt Vanille dann in das Zimmer von Luca.


    „Schau mal, ich habe noch jemanden mitgebracht. Das ist Felix. Er ist ein Tierwesen und gehört den Felixa an.
    Andere Neuartige lachen ihn aus und behaupten er sei schwach.“ Die Feuerkatze ist so richtig in Fahrt gekommen und hat dabei gar nicht bemerkt, wie verschüchtert das Monster an ihrer Pfote ist.
    „Wie gemein, einfach so zu urteilen. Magst du heute Nacht bei uns bleiben? Du kannst auch baden und etwas Essen. Ich besorge dir etwas, du siehst ganz hungrig aus. Ich bin übrigens Luca und das hier ist Nelson.“ Der Junge stellt sich dem Tierwesen vor.
    Dieser ist immer noch etwas misstrauisch, doch dann streckt der 5. Klässler seine Hand aus. Erschrocken weicht das Monster zurück, doch dann geschieht etwas völlig Unerwartetes. Diese Hand, die ihn sonst immer nur schubste oder andere gemeine Dinge macht, diese Hand hier warm und weich und sie bewegte sich auf seinem Kopf. Dieses Gefühl war wunderschön und so unbekannt.
    Seit Felix denken kann, hat er auf der Straße gelebt, oft versteckt im Dunklen, da ihn andere Monster und Neuartige ärgerten. Doch was hier gerade geschieht, ist neu und vollkommen ungewohnt. Und vor allem fühlt er sich zum ersten Mal im Leben so richtig wohl.
    So tolle Streicheleinheiten und dazu noch ein Angebot über Nacht bleiben zu können.
    Das Felixa ist vollkommen überwältigt.
    Es nimmt genüsslich ein Bad, bekommt seit langem eine gute Mahlzeit und am Ende kuschelt er sich bei Luca unter dem Kissen ein und macht die Augen zu.
    So schön warm und weich, hat er noch nie geschlafen.


    5)
    Am nächsten Morgen, nach einem großen Frühstück geht es los zum Turnier.
    Felix weiß davon noch nichts und setzt gespannt mit Vanille und Nelson in Lucas Tasche.


    Luca und seine Monster stehen vor einem großen, gläsernen Gebäude.
    Dort muss sich Luca anmelden.
    Am Empfang sitzt eine Frau, die alles registriert.
    Der Junge muss nun seine Monster anmelden, dazu holt er sie einzeln aus der Tasche raus.
    „Ich möchte Kiticon, Hippomar und Felixa anmelden. Sie heißen Vanille, Nelson und Felix.“
    Felix erstarrt, er soll an einem Turnier kämpfen?
    Noch ehe er sich versieht, spotten im Hintergrund einige Züchter los.
    „Du willst mit dieser Null antreten? Der ist so schwach, der kann gar nichts.“ Lautes Lachen ist zu hören.
    „Felix ist mein Stärkstes Monster, nur mit ihm, werde ich dieses Turnier gewinnen!“ Endgegend Luca kühl.
    Sein neuer Freund kann es noch gar nicht fassen. Da ist jemand, der an ihn glaubt?
    In diesem Moment fängt der Tierstein an zu leuchten. Felix ist bereit ab sofort für Luca da zu sein.
    Der Freund von Bishop bemerkt es und hängt seinem 3. Monster die Kette mit dem Wesensstein stolz um den Hals.
    Zum Glück haben die anderen, die eben noch gelacht haben, davon nichts mitbekommen.

  • Hey, Smaarty !


    Ich hab da gleich eine Bemerkung vorweg: Warum postest du manchmal einen Teil des letzten Kapitels und dann direkt einen vom neuen dazu? Ein Beispiel ist der Post über mir. Dass man ein Kapitel, das einem zu lang ist, aufspaltet, kenn ich, aber so ist mir das noch nie begegnet. Machst du das so, weil das noch irgendwie zusammenhängt?


    Anyway, ich mach mich mal an deinen letzten Post!

    Der erste Absatz ist schonmal schön beschrieben: Du versuchst, deinem Leser ein genaues Gefühl davon zu vermitteln, wie das Tierchen aussieht und beschreibst es detailliert, und das passt auch gut in die Situation. Wenn du noch ein bisschen feilen möchtest, könntest du vieleicht ein bisschen mit der Beschreibung der Farben spielen und z.B. lavendelfarben statt Lila sagen. Wenn das Tier oder die Person besondere Merkmale wie z.B. Narben hat, kannst du sie an solchen Stellen auch erwähnen!


    Die Szene mit dem Zeichenblock fand ich sehr schön, weil da anfangs noch toll mitraten konnte. Abgesehen davon war es eine gute Idee, Menschendinge aus der Sicht eines Monsters anders zu beschreiben. Ist ja auch nachvollziehbar, weil die sowas ja nicht kennen und einen ganz anderen Blickwinkel darauf haben.

    Und dann sind es Fahrgeschäfte ... ich hab ja an alles Mögliche gedacht, aber das ist echt schön. Vielleicht besuchen Luca und seine Freunde so etwas ja mal? Das würde ihnen sicher eine Menge Spaß machen! Vielleicht bietet sich so etwas ja nach einem anstrengenden Kampf als Ausgleich an?


    Ich mag Vanille. Die hat ihrem Typ entsprechend nicht nur ein feuriges Temperament, sie ist auch nicht abgehoben und setzt sich für die ein, die zu schwach oder eingeschüchtert sind, um es selbst zu tun. Solche Figuren haben oft einen Hang zum Idealistischen, aber jemanden, der sich wehrt, braucht jede Geschichte irgendwo, finde ich. Auch, dass das Felixa (was genau bedeutet das eigentlich? Ist das sowas wie eine Pokémonspezies?) dann so herzlich aufgenommen wird, ist schön. Das spiegelt einen Charakter von Freundschaft wieder, den man auch in der Pokémonwelt finden kann, und zu deiner Erzählung passt das auch.

    Aber Felix soll schon bei einem Turnier kämpfen? Das ist mutig und offensichtlich gut fürs Selbstvertrauen, aber das Luca ihm vorher nichts gesagt hat, ist auch irgendwo nicht nett. Der wirft ihn ja ins eiskalte Wasser! Aber der Kleine wird sich bestimmt toll schlagen!



    So, das wars erstmal von mir!


    ~ Sheo