Gespenstische Werke!


  • Quelle



    BUH!!!

    Bald schon ist Halloween, die Nacht, in der die Wand zwischen den Welten verschwindet. Zahlreiche Spukgestalten aus dem Jenseits warten nur darauf, dem Diesseits einen kleinen Besuch abzustatten und seine Bewohner gehörig zu erschrecken. Oder haben sie vielleicht etwas ganz Anderes im Sinn? Es ist eure Entscheidung, denn bei dieser Aktion sollt ihr Werke präsentieren, die sich inhaltlich mit Geistern und Gespenstern befassen. Ob ihr eine kleine Horrorgeschichte schreibt, ein gruseliges Gedicht verfasst oder euch möglicherweise sogar einem finsteren Drama widmet, ist dabei euch und eurer Fantasie überlassen. Wichtig ist vor allem, dass ihr Freude daran habt und euch gegenseitig mit geistreichen Werken ein unheimliches Vergnügen bereitet!
    Diese postet ihr einfach hier in das Topic, Zeit dafür habt ihr bis zum 15.11.2016. Natürlich seid ihr auch gerne dazu eingeladen, die Werke der anderen Autoren zu kommentieren.


    Das Fanfiction-Komitee wünscht euch allen viel Spaß dabei!


  • Gruselige Haikus Uuuuuuh UUUUUUH




    Fürchtet euch, Fußvolk!
    Vor der gruseligen Macht
    Eines jeden Geists!


    https://abload.de/img/spook1cxqci.jpg.


    Nachts auf meiner Burg
    Spuke ich vergnügt umher
    Ich bin gern ein Geist


    https://abload.de/img/spook2j8ouh.png.


    Warum habt ihr Angst
    Ich will nur "Hallo" sagen
    Heraus kommt nur "Buh!"


    https://abload.de/img/spook4v1rye.jpeg.


    Seine Zeit kommt bald
    Des Geistes liebste Jahreszeit
    Ist halt Halloween


    https://abload.de/img/spook37mpfz.jpg.


    Diesen Keksladen
    Suchte ich schon früher heim
    Als ich noch lebte





    In diesem Sinne freue ich mich schon auf viele Werke zum Gruseln während der schönsten Zeit im Jahr <3

  • ~ Vom Schattenmenschen ~


    Quelle


    Kennst du auch dieses Gefühl, wenn du denkst, dass du beobachtet wirst, aber keine Menschenseele in der Nähe ist? Siehst du auch manchmal einen flüchtigen Schatten, der sich plötzlich bewegt und genauso schnell wieder verschwunden ist? Dann hattest du sicherlich schon einmal Kontakt zu dem Schattenmenschen.
    Wer diese Person ist, fragst du dich? Das weiß niemand genau; es gibt nur einzelne Spekulationen - und davon reichlich viele. Es gibt Gerüchte, dass dieser ein Geist eines Verstorbenen, ein Naturgeist, ein Zeitreisender, eine optische Täuschung oder ein Mensch, dem es gelungen sein soll, durch die Dimensionen zu reisen, ist. Aber in den meisten Fällen wird er immer als ein bedrohlich-aussehendes Wesen ohne eindeutig bestimmbare Merkmale beschrieben.
    Wenn du mir nicht glaubst, kann ich es dir nicht einmal übel nehmen. Was ich hier rede, ist bestimmt für die Meisten nicht gerade einfach zu verstehen ... Ein Wunder, dass ich noch nicht in die Klapse eingewiesen worden bin. Aber was mache ich jetzt nur, um dir dieses Phänomen genauer zu erklären? Ah, ich habe eine Idee! Wie wäre es, wenn ich dir eine meiner Geschichten erzähle?


    Nun denn; was ich dir jetzt erzählen werde, liegt bestimmt schon viel, vielleicht auch schon sehr viele Jahre zurück. Es war eine sehr schwierige Zeit für mich; mein Vater hatte sich von meiner Mutter scheiden lassen, sodass sie sich entschloss, auszuziehen. Das neue Haus, in das ich nun wohnte, war ein älteres Anwesen, das vor dem ersten Weltkrieg erbaut wurde. Aber dafür war es recht groß gebaut; wir hatten sogar einen kleinen Garten, in dem wir später unsere Hühner hielten. Wie dem auch sei; ich schweife ab.
    Eines Tages musste meine Mutter die Nachtschicht übernehmen, sodass ich nachts alleine zu Hause wartete. Doch gegen dreiundzwanzig Uhr hatte ich die Hoffnung aufgegeben, dass sie noch vor Tagesanbruch ankommen würde; außerdem war ich ganz schön müde und musste am folgenden Tag noch zur Schule gehen. Also lag ich mich recht schnell hin, wobei ich sagen muss, dass das Sprichwort "ins Bett fallen" zutreffender wäre.
    Doch ich konnte einfach nicht einschlafen; so ist das eben manchmal. Dann hörte ich, wie sich die Haustür unten mit einen lauten Knall schloss. Ich dachte sofort daran, dass Mutter wieder von der Arbeit heimkam. Das leise Quietschen der alten Treppe verriet mir, dass sich jemand nach oben in den ersten Stock begab. Ich vernahm das Geräusch, dass jemand vor meinem Zimmer war; und dann öffnete sich meine Tür schlagartig und ein schweres Atmen war zu hören. Ich tat so, als ob ich bereits schlief.
    Ich fing damit an, meine Atmung und allgemein meinen ganzen Körper zu kontrollieren, damit ich nicht auffiel. Die Schritte schlichen vorsichtig durch mein Zimmer; sie kamen immer näher in meine Richtung. Plötzlich bemerkte ich einen leichten Druck auf meiner Stirn; eine kalte Hand berührte sie. Ich erschrak.
    Urplötzlich ließ sie wieder los und wendete sich von mir ab. Leicht ängstlich öffnete ich meine Augen. Dank dem Licht der Straßenlaternen, das durch das Fenster nach drinnen drang, konnte ich endlich etwas Genaueres erkennen: eine menschliche Silhouette; mehr aber auch nicht. Ich schwitze leicht an den Händen und fragte mich, was das wohl für ein Ding war. Dann drehte es sich um; schaute mich mit seinen glühend roten Augen direkt in die meine. "Hallo!", sagte es mit einer flüsternden Stimme. Ich zuckte zusammen; erkannte noch den leichten Ansatz eines weichen Grinsens und dann verschwand es einfach so in eine dunkle Ecke meines Kinderzimmers.
    Panisch rannte ich aus meinem Bett und machte das Licht wieder an; es war tatsächlich nicht mehr da. Den restlichen Abend verbrachte ich unten im Wohnzimmer; verständlich hatte ich alle Lampen auf die hellste Stufe gestellt und alle Türen fest verschlossen.
    Schließlich schlief ich irgendwann ein und wurde am nächsten Morgen von meiner Mutter, die gerade erst von der Arbeit kam, geweckt. Ich erzählte ihr alles, was ich in der letzten Nacht erlebte. Sie beruhigte mich, indem sie mir erklärte, dass das alles bestimmt nur ein fieser Albtraum war.
    Und das glaubte ich auch eine ganze Weile, bis ich im Laufe meines Lebens mit dem Mythos des Schattenmenschens konfrontiert wurde. Heute habe ich endlich eine Erklärung für diese Erscheinung.


    Und auch, wenn es im ersten Moment an eine Szene aus einem Horrorstreifen erinnert, denke ich, dass der Schattenmensch einfach nur spührte, dass ich seinerzeit eine schreckliche Zeit überwunden musste. Wenn ich genauer darüber nachdenke, war er an sich auch nicht bedrohlich mir gegenüber. Sicherlich war seine Gestalt für einen damaligen zehnjährigen Jungen nicht gerade ein schöner Anblick, aber er hat mir nichts Schlimmes gewollt. Es hat damals wohl auch meine Angst bemerkt und ist einfach so verschwunden, um mich nicht noch mehr zu traumatisieren. Deswegen ist er meiner Meinung nach kein Gespenst oder sonst eine Kreatur; er ist für mich ein normales Lebewesen, so wie du und ich es auch sind, der durch seine Gestalt auf den Widerstand der Menschheit gestoßen ist und sich seitdem vor der Zivilisation versteckt.


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    Genau die richtige Aktion für mich ... ICH LIEBE HALLOWEEN! :pflaster:
    Ich freue mich schon ganz ganz doll auf eure Geschichten, Gedichte und was es da noch alles gibt.
    Außerdem war es endlich mal ein gelungener Anlass, diese Geschichte, deren Idee ich schon seit Wochen mit mir herumtrage, zu schreiben.
    Und mit einer neunzigprozentigen Wahrscheinlichkeit wird es auch noch mehr von mir hier zu sehen geben. :sarcastic:



  • Flüstern der Gedanken


    Es
    Ist
    Zeit
    ...
    Der Tag des Jahres
    Wenn Geister leben
    Menschen verschwinden
    Und du feierst – Halloween


    Aber Monster lachen nur
    Wenn die dunkle Zeit beginnt
    Kostüme, um zu verbergen
    Aber niemand vergisst


    Blut schmeckt leblos
    Gesichter sind gemalt
    Ob ich wein‘ oder lach‘
    Es ändert doch nichts


    Lebloser als Zombies
    Kalt und distanziert
    Heute wird geschrien
    Denn niemand fragt


    Als Dracula und Joker
    Anarchist oder Monster
    An diesem speziellen Tag
    Einmal ich selbst sein


    Aber zwischen den Schatten
    Und Alkohol zum Vergessen
    Bist du nicht im Wunderland
    Sondern fühlst dich Zuhause


    Doch wenn du dein Gesicht
    Im Spiegel zu finden suchst
    Erkennst du mit Erschaudern
    Dass das schlimmste Monster
    ...
    In
    Dir
    Ist



  • Don't get spooked by this SPOOKY DRABBLE!


    Ketten rasseln, Burgen burchwandern, des Nachts die Königin im Schlaf erschrecken. Wir Geister blicken zurück auf eine traditionsreiche Zeit, voller grusliger Spukereien! Doch das alles ist schon lange vorbei. Der moderne Geist musste selbst mit der Zeit gehen und so haben wir uns angepasst. Kein Geist trägt mehr eine rostige Eisenkette mit sich herum. Stattdessen machen wir den Leuten anders Angst. Wir verstecken ihre Schlüssel und saugen den Smartphones die Batterie leer und wenn die Menschen den Akku laden wollen ist das Kabel verschwunden! Läuft es euch da nicht auch kalt den Rücken runter? So ist der Geist der Zeit!



    Gruselgedicht, SPOOPY!


    Rabenschwarze Dunkelheit
    Aus dem Grabe nun befreit
    Jedes Jahr zur Herbsteszeit
    Macht ein Zombie sich bereit.


    Wandert nachts in jene Stadt
    Auf die er's abgesehen hat
    Sieht sich an den Leuten satt
    Der Zombie-Plan läuft heute glatt.


    Lauert hinter einem Baum
    Und der Zombie glaubt es kaum
    Fühlt sich beinah wie im Traum
    Hält sich nur noch kurz im Zaum.


    Dann springt er aus dem Verstecke
    Aus der finstren, dunklen Ecke
    Auf dass der Mensch so sehr erschrecke
    Dass er hier und jetzt verrecke.


    "Nein, aber das ist ja mal wirklich ein geniales Kostüm! Und dieses Detail, die Haut sieht ja wirklich echt verfault aus! Also da musst du mir auf jeden Fall sagen, wie du das angestellt hast! Damit wäre ich ja der letzte Schrei auf der Halloween-Party! Der Mark richtet die dieses Jahr nämlich aus und den muss ich endlich einmal so richtig beeindrucken, weißt du? Oh wow, ist das ein Spinnennetz in deinen Haaren? Ge-ni-ales Detail, richtig zum Gruseln! Warte, ich mache kurz ein Bild von dir, das muss ich dann zu Hause der Janine zeigen, die kennt sich so ein bisschen mit Kostüm-Schminken aus! Wirklich, sehr gut gelungen!"

  • ~ Vom Schleicher ~


    Quelle


    Wenn der Mond ist in seiner vollsten Pracht,
    Und es ist derzeit die Halloweennacht,
    Geh niemals auf die offene Straße,
    der Schleicher jagd nach Seelen zum Fraße!


    "Ich erinnere mich noch ganz genau an diesen Tag.", sagte ein um die vierzig Jahre alter Mann zu seinen zwei Neffen. "Es war der Tag, der meine Kindheit urplötzlich beendete." Interessiert lauschten Beide der Geschichte ihres Onkels.
    "Es war an einem Halloweenabend im Jahre 1973, als mein Freund Christopher und ich uns für 'Süßes oder Saures' bereitmachten. Bevor wir auf die Straße gingen, schlüpften wir selbstverständlich noch in unsere Kostüme, denn was ist Halloween schon ohne gruselige Masken und zerfetzte Kleidung?" "Es wäre dann nicht so gruselig und lustig wie sonst, Onkel Thomas!", unterbrach einer der Jungen.
    "Wie gesagt," er sprach einfach weiter, ohne den Kommentar von Nicolas eine Stimme zu geben, "Weil sich Christopher nicht entscheiden konnte, ob er sich als Vampir oder Werwolf verkleiden sollte, kamen wir erst etwas später als die Jahre zuvor auf die Straße. Wir schauten hoch zum Horizont, wo der Vollmond in einem grellen Leuchten auf den kahlen Erdboden strahlte. Das war die perfekte Stimmung, um am Halloweenabend hinaus zu gehen. Unsere erste Anlaufstelle war der Weg, wo mein Freund zuvor wohnte, bevor er in unseren Viertel einzog, die Lindenallee. Es war eine lange Straße mit dutzenden Häusern, mal große und mal kleine, und, wie es der Name schon sagte, von aber tausenden Linden an jeder Straßenseite in einer Reihe, die sich in die Unendlichkeit der Länge der Allee zog, bewachsen waren. Wir gingen von Tür zu Tür und hofften auf eine süße Ausbeute. Bei denen, die uns nicht die Tür öffneten, obwohl man eindeutig sah, dass das Licht in einem Zimmer angeschaltet war, hinterließen wir einen kleinen Denkzettel in Form eines Streiches."
    "Jetzt weiß ich, woher ich das habe, dass ich immer einen Streich machen muss!", grinste sich Aaron, der jüngere von beiden Brüdern, einen weg. "Aber bedenke, dass du es nicht übertreibst! Das kann auch mal in die Hose gehen!", erklärte der selbsternannte Besserwisser mit einem nicht wirklich ernstzunehmenden Blick.
    "Wo waren wir nochmal?", er fasste sich an die schwitzende Stirn und dachte nach. "Achso, der Streich! Nachdem wir nun den Anfang gemacht hatten, waren wir sprichwörtlich in einen Zuckerrausch gefallen. Wir wollten immer mehr und mehr, sodass wir das nächste halbe Jahre nichts mehr kaufen mussten. Deswegen gingen wir bis zum äußersten Teil der Stadt, wo die reicheren Bewohner von Crimesdale wohnten, im Dreiecksviertel.
    Der Weg dorthin war mit zahlreichen Kürbislaternen, die die Straße neben den hellen Mond erhellten, dekoriert. Aber irgendwie ließ uns das Gefühl nicht los, dass wir verfolgt wurden. Wir hörten immer ein leises Stampfen hinter uns, aber als wir uns zur Kontrolle umdrehten, sahen wir nichts. Wir waren schon besorgt, dass wir langsam paranoid werden könnten und redeten uns gegenseitig zu, dass wir es nicht waren und es einfach nur der Wind gewesen war."
    "Und, war es nun der Wind?", fragte sich Nicolas. "Nicolas!", er wurde etwas laut im Ton, "Du muss eindeutig das Abwarten lernen! Das wird sich früher oder später noch herausstellen! Jetzt habe ich schon wieder den Anschluss verloren." Er dachte nach. "Ah ja, ich habe es wieder!" Er holte noch einmal tief Luft und erzählte weiter, als wäre nichts gewesen.
    "Wie gesagt, gingen wir Beide dann zum Dreiecksviertel. Dort wanderten wir von Station zu Station und unsere Vorstellung wurde wahr. Wir bekamen beinahe doppelt soviel Süßes als in unserem gewohnten Gebiet. Scheinbar hatte noch viele andere die gleiche Idee gehabt, denn die Straßen waren voll von gierigen Geistern, Hexen und Skeletten. Dort gab es auch einen kleinen Park, den einst ein bedeutender Graf errichtete hatte lassen. Er wurde von einer großen Steinmauer beschützt und hatte an unterschiedlichen Orten Sehenswürdigkeiten wie alte Brunnen oder Statuen. Inmitten dieser grünen Oase stand auch eine große alte Villa, welche damals noch von einem Erben des Adeligen bewohnt war. Die Idee, dass wir dort hingehen und nach Süßigkeiten fragen sollten, war die Idee von Christopher. Ich wollte ihn zuerst davon abraten, weil mir dieser Typ auf mich unheimlich wirkte, da er selten aus dem Haus kam und man ihn kaum in der Öffentlichkeit sah, aber er meinte, dass das der richtige 'Kick' war, der Halloween ausmachte. Also betraten wir den schmalen Pfad, der zum Anwesen führte. Plötzlich hörte ich erneut ein Rascheln. Es kam von einem Busch. Ich dachte sofort daran, dass ich es mir mal wieder nur ausgedacht hatte und ging kommentarlos weiter. Wir öffneten das große Eisentor, welches den übrigen Park vom Grundstück abgrenzte und dringend einmal geölt werden musste, denn es quietschte in einen extrem hohen Ton, welcher unsere Trommelfelder durchdrang. Als wir dann vor dem großen Haus standen, fasste uns plötzlich eine Hand an die Schulter und sagte in einer bedrochlichen Stimmlage 'Happy Halloween'. Wir zuckten zusammen, schrien laut auf und drehten uns wütend um. Hinter uns stand ein Junge mit einer Clownsmaske, die er jetzt abnahm. Unter der Maske versteckte sich Lucas, einer meiner Mitschüler. Mein Herz wäre fast in die Hose gerutscht!"
    "Ha Ha. Bist du ein Angsthase, Onkel Thomas!", lachte sich Aaron schlapp. "Na Na Na!", er wedelte wild mit seinem rechten Zeigefinger herum, "Nicht frech werden! Wenn du in meiner Lage damals gewesen wärst, hättest du dich genauso in die Hosen gemacht, wie ich damals!" Er schaute kurz nach oben, denn er hatte wieder den Anschluss verloren. Doch dann fiel ihm wieder alles ein.
    "Lucas war uns gefolgt, weil er mit uns 'Süßes oder Saures"' machen wollte. Doch er war zu schüchtern und hatte sich nicht getraut, uns in der Schule zu fragen. Er war es also, der immer diese Geräusche machte und sich daraufhin in einer dunklen Ecke versteckte. Wir nahmen ihn in unsere Gruppe auf und klingelten dann alle drei zusammen an der alten Holztür, um Süßigkeiten vom reichen Unheimlichen zu bekommen. Und ja, er öffnete tatsächlich die Tür. Er trug altmodische Kleidung, die stark nach Mottenkugeln stunk. Sein weißen Augen schauten uns bedrohlich an, sodass ich glaubte, er würde sich jede Sekunde in ein Monster verwandeln, uns attackieren und dann uns unsere Seelen berauben, um sie wie ein wildes Tier mit seinen spitzen Zähnen in Stücke zu reißen und dann zu verschlingen. Unsere kleine Gruppe sagte im Chor 'Süßes sonst gibt’s Saures!'. Doch daraufhin meinte der Mann, dass das alles nur Blödsinn war und und knallte uns die Tür vor unseren Gesichtern zu. Christopher konnte sich nicht mehr beherrschen und wurde wütend. Er wollte sich für das, was der Reiche eben sagte, rächen. Wir versuchten ihn davon abzuhalten, aber er sagte, dass die Regel besagte, dass, wenn man nichts Süßes rausrückt, ihn das mit etwas Saueren heimzahlen musste. In der Hinsicht hatte er natürlich recht, aber bei dieser Person doch nicht! Es gab so viele Gerüchte über ihn in unserer Stadt. Er sollte seinen eigenen Vater aus dem Weg geschafft haben, damit er das Haus und sein ganzes Vermögen erbte. Doch im Anfall versunken, ließ er nicht locker und holte die faulen Eier aus den Pappkarton, die er extra für so einen Moment aufhob, aus seinen Rucksack und wurf auf das schicke Anwesen. Der Mann öffnete schlagartig das Fenster im ersten Stock und schaute mit einem verärgerten Blick hinaus. Er rief Fluchwörter hinter uns her: 'Das werdet ihr bezahlen!' Sein Blick wanderte nach oben auf das Dach und in Blitzesschnelle klappte er das Fenster wieder zu. Ein lautes Kreischen kam aus dem Haus. Panisch machten wir uns schnell aus dem Staub und bemerkten nicht, dass wir uns verlaufen hatten, anstatt einen Weg hinaus zu finden."
    "Und, habt ihr je einen Weg hinausgefunden?", fragte sich Nicolas. Thomas hielt seine Hände vor seinem Gesicht und antwortete mit einer genervten Stimmlage: "Abwarten!" "Okay!"
    "Der Vollmond strahlte über unsere Köpfe am hohen Horizont durch das Dickicht. Während Lucas hin und herlief, weil ihm anscheinlich die Situation zu riskant war, suchten Christopher und ich nach einer Lösung. Plötzlich hörte ich wieder ein lautes Stampfen. Aber dieses mal kann es nicht Lucas gewesen sein, weil er hier neben uns stand und das Geräusch bestimmt mehrere Meter weiter weg war. Ich bekam es nun auch mit der Angst zu tun. Mein Herz pochte so laut, dass man hätte denken können, dass es bald vor lauter Aufregung explodierte. Auf einmal raschelte es wieder aus einem Busch. Irgendjemand oder Irgendetwas befand sich dahinter. Ich hoffte noch darauf, dass es nur eine Katze war, die einer Maus hinterherrannte. Mein Herzschlag wurde immer lauter und schneller. Plötzlich schrie Christopher laut auf, denn die Hand einer dunklen Gestalt, bei der ich nur ihre rotglühenden Augen aus dem Busch hinausblitzen sah, packte ihn an seinen rechten Fuß und zerrte ihn mit seinen scharfen Krallen in das Gebüsch. Lucas sprintete schreiend weg und ich ihm hinterher. Wir waren überfordert. Wir wollten nur noch weg. Kurz vor dem Ausgang des Parks, blieb ich stehen und drehte mich in der Hoffnung, dass Christopher sich befreien konnte und nur wenige Sekunden nach uns aus dem Wald entkam, um. Doch statt die Stimme meines Freundes hörte ich eine tiefe bedrohliche, die unmöglich von einem Dreizehnjährigen kommen konnte: 'Niemand kommt vor dem Schleicher ungeschoren davon!' Ich erstarrte für einen kurzen Augenblick und rannte dann instinktiv davon.
    Als Lucas und ich bei mir Zuhause ankamen, suchten wir panisch meine Eltern auf. Wir erklärten ihnen, was gerade passiert war. Zuerst glaubten sie uns nicht, doch dann riefen sie Christopher's Eltern an und fragten, ob er wieder Zuhause war. Aber das war nicht der Fall. Lucas blieb in dieser Nacht bei mir. In seinem Zustand würde er sich in der Dunkelheit nicht mehr aus dem sicheren Haus in die angsteinflößende Finsternis trauen. Ich würde es nach solch einem ehrlich gesagt Erlebnis auch nicht tun. Wir redeten noch eine ganze Weile, über das, was gerade passierte, bis uns schließlich die Augen zufielen.
    Am nächsten Tag war mein Freund immer noch vermisst, sodass die Polizei eine Suchaktion am Ort, wo er zuletzt gesehen wurde, startete. Mit großer Mühe konnten sie ihn finden. Er lag tot am matschigen Boden, hatte überall am Körper tiefe Schnitte und sein Herz wurde herausgerissen. Es war genauso wie der Erbe von diesem Zeitpunkt an wie vom Erdboden verschluckt. Aber nach dieser Nacht hörte man an jedem Halloweenfest, an dem der Vollmond scheinte, immer noch einen ähnlichen Todesschrei, wie ihn Lukas an jenen Tag ausstieß."

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    Um mal etwas mehr Aktivität in diese wunderschöne Aktion zu bringen, habe ich einfach nochmal eine Geschichte "geschrieben", denn wenn ich ehrlich bin, ist es sogar eine meiner wenigen noch zu findenen Geschichten, die ich vor meiner großen Schreibblockade geschrieben habe. Zu diesem Anlass habe ich sie aber noch einmal verbessert, denn wie ich damals geschrieben habe, alleine schon von den vertauschten Zeitformen usw. will ich heute nich mehr viel reden. :3


    edit:// Hab ich doch glatt die Hintergrundinfos vergessen ...
    Während eines Aufenthaltes in der Türkei habe ich einmal vom Cin gehört, der von den Menschen Einfluss nimmt und dann mit schreckliche Dinge tut. In meiner Geschichte beispielsweise hat der Erbe, der vom Cin besessen ist, seinen Vater getötet und schließlich zum Ende hin dann Jochen, weil er den Geist verärgert hat.

  • "Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus."
    - Mythbusters Ghostbusters


    Dann will ich natürlich auch etwas für die Aktion posten. Das Schreiben hat etwas gedauert (was man mir hoffentlich verzeihen wird) und das Genre ist leider absolutes Neuland für mich, aber ich hoffe, es ist trotzdem etwas halbwegs Lesbares entstanden. :whistling:
    Ach ja: Habe es jetzt nicht mehr so gründlich kontrolliert, wenn also Fehler drin sind, dann... Tja, weiß ich auch nicht. Dann sind sie halt drin.


  • Nachdem der eigentlich geplante Text ein paar Probleme macht, kommt von mir ein Drabble, das vorwiegend auf Atmosphäre setzt. Mir ist erst dadurch wieder aufgefallen, wie selten ich diese spannenden Momente umsetze; auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen!



    Überirdisch


    Der kühle Nachtwind umspielt deinen Körper. Nimmt ihn ein. Lähmt ihn. Du fühlst, wie sämtliche Wärme ausgesaugt wird.
    Eine übernatürliche Macht breitet sich aus. Du siehst sie nicht; hörst sie nicht. Aber du spürst sie. Sie kommt langsam auf dich zu. Immer weiter. Dein Herzschlag wird schneller, dein Atem rasselnder. Du merkst, wie sich deine Kehle zuschnürt. Dein Kopf beginnt zu schmerzen. Die Anspannung verteilt sich in deinem Gliedern.
    Plötzlich ein Rascheln. Ein Geräusch. Du drehst dich um, siehst aber nichts.
    Etwas berührt dich an der Schulter. Ein leises, hämisches Lachen erklingt. Du zitterst und schreist.
    Dunkelheit umgibt dich.

  • Ich hab das hier schon vor längerer Zeit geschrieben, aber dann wohl nicht für gut genug befunden. Naja. Geht doch eigentlich. Vor der Deadline krieg ich eh nichts Besseres mehr hin, also viel Spaß!


    lebenshauch


    Das letzte Licht
    erlischt
    und aus der Finsternis
    entwischt
    ein Windhauch


    lautlos
    still
    doch stetig
    beweglich
    schleicht sich
    unentwegt
    voran


    Gib Acht!


    sein Ziel
    du
    dein Herz
    deine Seele
    dein Sein


    wenn er dich
    erwischt

    ist alles
    zu spät

    dein licht
    erlischt
    und nichts
    als finsternis
    bleibt

  • Huhu, liebe Autoren!


    Damit endet diese Aktion leider auch schon. Ein herzliches Dankeschön geht an alle fleißigen Schreiberlinge, welche die Leser mit ihren gespenstisch kreativen Werken erfreut haben! Hoffentlich hat es allen Beteiligten Spaß gemacht und vielleicht sieht man sich ja demnächst bei einer ähnlichen Aktion wieder. Bis dahin also! :)