Das Wut- und Trauertopic

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  • Vor wenigen Stunden wurde meine Katze Fritzi eingeschläfert. Sie wurde 13 Jahre alt



    Wir haben uns Fritzi Anfang 2007 geholt, da war ich 9. Unser Kater Felix verschwand kurz davor in der Orkannacht.

    Meine Mutter und ich wollten sie uns ansehen und ggf sofort mitnehmen. Meine Mutter wollte insgeheim erstmal nicht, dass wir sie nehmen, da sie damals sehr dünn und einen "spitzen" Kopf hatte. Ich hab sie jedoch sofort auf den Arm genommen und gesagt "Die nehmen wir"


    Seitdem war sie ein Teil meines Lebens. Und schon damals lernten wir sie lieben. Sie legte sich bspw auf meine Hefte und Bücher, während ich Hausaufgaben machte und ließ sich nur unter Protest wieder von da entfernen. Ganz so, als wollte sie sagen "Hör mit den Hausaufgaben auf und schmus mit mir"

    Eines Tages entdeckten wir auch, dass sie heimlich den Kaffee meiner Mutter trank. Seitdem hatten wir es zu einer Tradition werden lassen, dass wir sie am Wochenenden immer den Milchschaum des Kaffees gaben und sie damit fütterten.


    Sie machte auch einige Veränderungen mit. Die erste kam ein Jahr, nachdem wir sie geholt hatten, als wir uns den kleinen Kater Maxi holten. Er litt jedoch an FIP (eine Art Katzenkrebs) und so mussten wir ihn nach ein paar Wochen einschläfern. Ein halbes Jahr später versuchten wir es mit einem Hund, Struppi.

    Es heißt zwar immer, dass Hunde und Katzen sich nicht verstehen würden, aber Fritzi war da anders. Sie verstand sich gut mit der kleinen Struppi (ja, Struppi war weiblich) und "brachte" ihr sogar bei, die Pfote zu heben. Wenn Struppi mal wieder nervig war und Fritzi hinterherrannte, blieb Fritzi stehen, drehte sich um und hob drohend die Pfote, so als würde sie gleich zuschlagen. Natürlich tat sie es nicht, aber diese Bewegung schaute sie sich ab, sodass immer, wenn Fritzi die Pfote hob, Struppi es ihr gleich tat.
    Da Struppi aber nicht stubenrein war, mussten wir sie wieder zurückgeben.



    Auch unsere Umzüge 2009 und 2011 machte Fritzi tapfer mit. 2010 starteten wir einen weiteren Versuch, uns einen Kater zu holen, Speedy. Doch Speedy machte seinen Namen alle Ehre und kletterte u.a. die Tapete hoch. Er war einfach zu alt und nicht für das Leben in einer Wohnung gemacht, so gaben wir ihn wieder ab.


    Doch 2016 begann das Drama mit Fritzi, was schlussendlich im heutigen Tag gipfelte. Über die Jahre hatte sich ein schlimmer Zahnstein gebildet, der sich und das Zahnfleisch stark entzündete. Die Tierärztin befürchtete schon, dass eventuell sogar der Knochen angefangen hatte zu faulen, aber das war zum Glück nicht der Fall. Jedoch wurde bei der Gelegenheit eine Schilddrüsenüberfunktion diagnostiziert. Die ist per se zwar nicht tödlich, aber wenn man sie nicht mit Medikamenten behandelt, können die anderen Organe schaden nehmen. Seitdem nahm Fritzi ein Medikament zur Regulierung. Und das Leben ging weiter



    Doch dieses Jahr wurde es schlimm. Zuerst fraß Fritzi fast eine Woche nichts, bis sie starke Magenkrämpfe bekam. Der Tierarzt schob das auf eine Art von "Blähungen", welche sich im Darm gesammelt hatten, und gab Fritzi eine kleine Medizin, damit es ihr besser ging.
    Das tat es auch für zwei Wochen. Doch dann begann Fritzi wieder nichts zu fressen. Ein Besuch bei der Tierärztin ergab, dass sie unter Giardien litt, die sofort über Nacht behandelt werden mussten. Dabei wurde auch diagnostiziert, dass Fritzis Nieren Probleme machten.

    Als Fritzi wieder daheim war, dachte ich das Leben würde normal weiter gehen. Bis letzte Woche



    Fritzi fraß wieder nichts. Sie wurde kraftlos, wankte regelmäßig durch meine Wohnung und begann auch zu stinken.

    Und ich wusste: Das war es. Dieses Mal gab es keine Rettung mehr.


    Ich machte Anfang der Woche einen Termin bei der Tierärztin aus.

    Und heute wurde Fritzi unter Tränen meinerseits eingeschläfert.



    Ich bin immer noch tieftraurig, und während ich diese Zeilen schreibe, kullern die ein oder anderen Tränen über mein Gesicht.


    Fritzi war einmalig. Wir haben uns gesucht und gefunden und hatten 12 glückliche Jahre. Sie war mein halbes Leben an meiner Seite und ich werde sie schmerzlich vermissen.

    Und auch wenn ich traurig bin, so weiß ich, dass ich das richtige tat und sie vor schlimmeren Schmerzen bewahrte. Auch wenn es wehtut.



    Ich werde dich niemals vergessen


  • Hey Arrior

    Als erstes: Mein aufrichtiges Beileid. Es tut mir schon beim Lesen weh, dass du dich von solch einem treuen Wegbegleiter trennen musstest. Desweiteren möchte ich dir dafür danken, dass du einige Stationen aus dem Leben deiner Katze & dir mit uns geteilt hast. Man merkt das enge Band zwischen dir & deinem Tier. Ich wünsche dir alle Kraft der Welt diesen Verlust zu verarbeiten und ich weiss nicht ob es hilfreich ist aber versuche aus den schönen Erlebnissen aus eurer gemeinsamen Zeit Kraft zu schöpfen. Auch wenn die Katze leider in der gewohnten Form nicht mehr bei dir sein kann so trägst du sie immer in deinem Herzen. Alles gute der Welt wünsch ich dir werter Arrior.

  • Mein aufrichtiges Beileid an dich Arrior .

    Es ist immer schwer, wenn einem ein Wegbegleiter im Leben verlässt. Ich kann deine Trauer da voll und ganz nachvollziehen.

    Was auch sehr schön ist, dass du dich an die schönen Zeiten mit deiner Fritzi erinnerst, wie zum Beispiel das mit Struppi. Da musste ich zwischendurch schmunzeln. :)

    Wie Weltenbummler Johnson schon gesagt hat, ist es auch wirklich wunderbar, auch ein paar Etappen aus dem Leben deiner Katze zu sehen. Letztendlich haben ihr die vielen Probleme im Alter zugesetzt, wie es wohl bei vielen lieben Begleiter der Fall ist. :(

    Auch wenn es überflüssig ist zu erwähnen, behalte die ganzen schönen Momente mit deiner Katze in Erinnerung, denn so lebt sie in gewisser Weise auch weiter.


    Vielen Dank, dass du mit uns auch Bilder geteilt hast, sie ist schon eine richtig goldige Katze gewesen und nach deiner Geschichte zu urteilen, seid ihr durch dick und dünn gegangen und habt viel miteinander erlebt. Das begann doch schon zu Beginn, als du sie trotz erster Bedenken deiner Mutter wolltest.

    Vielen Dank für deine Geschichte und deine Offenheit.

  • Arrior , fühle dich ganz doll gedrückt... Mir tut es im Herzen weh, wenn Menschen ihre Katzen gehen lassen müssen. Auch jetzt konnte ich deinen Text kaum lesen, da schossen mir die Tränen in die Augen. Ich weiß wie schwer es ist, Abschied zu nehmen. Ich musste diese Entscheidung selbst letztes Jahr am 29. Oktober schweren Herzens treffen... Ich vermisse mein Gretchen so schrecklich, es tut noch immer so weh, an meinen Zwerg zu denken.

    Ich wünsche dir alle Kraft der Welt. Sie bleibt ewig in deinem Herzen und in den Erinnerungen.

  • Lieber Arrior

    mein herzliches Beileid für diesen schweren Verlust. Auch zu Tieren kann man eine unglaublich intensive und feste Beziehung aufbauen. Dass das auch bei dir und Fritzi so war, hast du wirklich gleichzeitig sehr schön, aber auch sehr emotional mit uns geteilt und ich muss sagen, dass ich selber Tränen in den Augen hatte. Das erinnert mich alles sehr an meine auch bereits verstorbene Katze.

    Meine Vorredner haben schon genau die richtigen Worte gefunden und da möchte ich mich anschließen: Die schönen Erinnerungen. Das ist letztendlich das, was bleibt. Halt sie fest und immer mit positiven Gefühlen in Erinnerung. So lebt sie in einer anderen Form für dich weiter :)

  • Wollte schon öfters hier auf etwas antworten, habe aber nie die richtigen Worte gefunden. Erstmal mein Beileid an alle die hier je was geschrieben haben.

    Arrior wir hatten früher ne Katzenzüchterin neben uns die weggezogen ist. Ein älterer Kater der eh schon öfter bei uns im Haus war durfte dann bei uns bleiben, damit er den Stress nicht mitmachen muss. Ihn mussten wir schon vor Jahren einschläfern. Ich kann deine Trauer gut nachvollziehen, ich war auch traurig als meine Meerschweinchen starben. Ich bekomme insgeheim jetzt schon immer Angst wenn ich daran denke das unsere drei jetztigen Katzen schon 11-12 Jahre alt sind. Vor allem bei den Problemen die der eine hat. Das mit auf den Heften legen kenne ich auch. Die Hefte von mir und meinem Bruder waren ne Zeit lang zum Teil nur in den Ecken beschrieben, weil ein Kater mitten drauf lag^^. Ich hoffe du kommst gut über die Zeit weg, aber vergiss nicht zu trauern. Jedes Lebewesen kann man gleichermaßen in sein Herz schließen und dann ist es schwer wieder los zu lassen. Je nach dem was dir gut tut kannst du dir ja offen Bilder hinstellen oder auch nicht. Je nach dem wie du besser damit klar kommst.

  • Ich weiß aktuell nicht, wie es in anderen Betrieben so ausschaut, aber bei mir geht gerade alles die Wände hoch, vor allem ich selbst. Derzeit meldet sich fast täglich ein Mitarbeiter krank, und das nicht nur wegen der Grippe, die umhergeht, sondern auch wegen völliger Überarbeitung, weil halt nicht genug Personal da ist und man ja sonst alle Aufgaben irgendwie aufarbeiten muss, wenn, und das in einem Pflegeberuf.

    Ich bin weiß Gott nicht arbeitsfaul und erledige meinen Job an sich immer gewissenhaft, aber inzwischen sind wir nur noch drei Leute morgens, die sich um 56 ältere Herrschaften kümmern müssen. Die Regel sind mindestens sechs Leute, also zwei pro Etage - das Haus ist dreistöckig - aber inzwischen läuft hier gar nichts mehr. Ich war - und bin es eigentlich noch - gestern nach meiner Schicht so dermaßen im Ar***, das mir am Abend nicht einmal der Sport zum Ausgleich half. Klar, die Rückenschmerzen waren kurzzeitig weg, dafür fühlte ich mich im Gegenzug hundeelend, so richtig schön mit Übelkeit, Schwindel und einem Gefühl, als hätte man mich einmal richtig schön durch die Mangel gedreht.

    Unsere Chefin (ja, ich rede jetzt mal auch für meine Kollegen) wurde schon darauf aufmerksam gemacht, dass sie doch Leute von einer Leiharbeitsfirma besorgen könnte. Von ihrer Seite aus hieß es aber nur: bevor diese geliehenen Pflegekräfte bei uns wären, kämen eh schon die ersten Mitarbeiter aus dem krank zurück, das lohne sich also nicht. Und einige meiner Kollegen wussten bis dato nicht, ob unsere Chefin sich da einfach nur einen bösen Scherz mit uns erlaubt, der wirklich auf unsere Kosten geht, denn wir laufen aktuell Spießruten und sie einfach nur das Geld dafür einsparen möchte oder ob sie nicht versteht, wie wir uns gerade fühlen... oder was weiß ich. Sie ist wahrscheinlich selbst ein bisschen verzweifelt, aber es sollten doch irgendwo Möglichkeiten offen stehen.

    Fest steht, wenn die anderen Kollegen wieder aus dem krank zurück sind, dann geht der überarbeitete Teil in den krank und so geht es immer weiter.

    "Wie beim Kartenspiel kommt es auch im wirklichen Leben darauf an,
    das Beste aus dem zu machen, was einem gegeben wurde,
    anstatt sich über ein ungünstiges Blatt zu beschweren und mit dem Schicksal zu hadern."


    [Astor, Pokémon - Schwarze Edition]

    Nur noch sporadisch im BisaBoard.

  • Ich möchte mich zunächst einmal bei allen für eure Beileidsbekundungen bedanken.

    Auch wenn sie "nur" virtuell waren, haben sie mir eine Menge bedeutet. Ich bin euch allen wirklich sehr dankbar.


    Es heißt, der erste Tag nach dem Tod einer wichtigen Person/Tieres sei der schwerste. Und das kann ich nur bestätigen.

    Permanent drehe ich meinen Kopf über die Schulter, weil ich denke, Fritzi sitzt/liegt auf der Couch und schläft oder beobachtet mich.
    Ich sehe aus dem Augenwinkel ein Haufen Wäsche oder etwas weißes und denke, es sei sie.


    Es ist jetzt nicht so, dass ich weinend in der Wohnung sitze, denn ich konnte dank meines Nachrufes und u.a. eurem Trost recht gut mit ihrem Tod abschließen. Es ist eher diese sprichwörtliche Leere, die gerade in mir herrscht, die mich traurig stimmt...

  • Es heißt, der erste Tag nach dem Tod einer wichtigen Person/Tieres sei der schwerste. Und das kann ich nur bestätigen.

    Permanent drehe ich meinen Kopf über die Schulter, weil ich denke, Fritzi sitzt/liegt auf der Couch und schläft oder beobachtet mich.
    Ich sehe aus dem Augenwinkel ein Haufen Wäsche oder etwas weißes und denke, es sei sie.

    Uff, das kenn ich zu gut. Du stehst auf und suchst automatisch deine Katze, oder fragst dich, warum sie nicht bei dir auf deinem Polster oder auf deiner Decke schläft. :confused:


    Sie war eine sehr Süße, du kannst froh sein sie gehabt zu haben. Es tut mir wirklich leid, dass du sie schon mit 13 verloren hast, aber du hast sicher auch dein Bestes getan!

  • Sie war eine sehr Süße, du kannst froh sein sie gehabt zu haben. Es tut mir wirklich leid, dass du sie schon mit 13 verloren hast, aber du hast sicher auch dein Bestes getan!

    Wenn man bedenkt, dass die meisten Katzen so durchschnittlich 15 Jahre alt werden, sind 13 ein recht hohes Alter, vor allem, wenn man es in Menschenjahre umrechnet (68)


    Ich hätte mir auch gerne gewünscht, mit ihr noch die Technikerschule durchzustehen und mich von ihr zu verabschieden, wenn ich zu meinem Jahr Work&Travel nach Japan aufbreche, aber das vergangene halbe Jahr war mit den chronischen und kurz auftretenden Krankheiten einfach zu viel für sie.

    Die letzte Woche ist sie fast nur vor sich hinvegitiert, auch wenn sie es nicht gezeigt hat. Auch wenn es wehtut, ich hab das richtige getan

  • Es braucht seine Zeit, bis man mit der Leere im Leben klarkommt.

    Jetzt kommt einem alles noch unwirklich vor, aber irgendwann ist es vielleicht weg oder weniger schlimm. Man fühlt sich wie in einer falschen Welt, besonders wenn ein wichtiger Bestandteil fehlt. Sei es nun Tier oder Mensch. :(

    Es ist wirklich schade, dass sie deine nächsten Etappen im Leben nicht miterleben kann. :(

    Auch wenn es dumm klingt, aber ich stell mir vor, dass mein Vater und mein alter Hund auf mich aufpassen und mir zuschauen. Anders würde ich nicht damit klarkommen.

  • Ich weiß aktuell nicht, wie es in anderen Betrieben so ausschaut, aber bei mir geht gerade alles die Wände hoch, vor allem ich selbst. Derzeit meldet sich fast täglich ein Mitarbeiter krank, und das nicht nur wegen der Grippe, die umhergeht, sondern auch wegen völliger Überarbeitung, weil halt nicht genug Personal da ist und man ja sonst alle Aufgaben irgendwie aufarbeiten muss, wenn, und das in einem Pflegeberuf.

    Ich bin weiß Gott nicht arbeitsfaul und erledige meinen Job an sich immer gewissenhaft, aber inzwischen sind wir nur noch drei Leute morgens, die sich um 56 ältere Herrschaften kümmern müssen. Die Regel sind mindestens sechs Leute, also zwei pro Etage - das Haus ist dreistöckig - aber inzwischen läuft hier gar nichts mehr. Ich war - und bin es eigentlich noch - gestern nach meiner Schicht so dermaßen im Ar***, das mir am Abend nicht einmal der Sport zum Ausgleich half. Klar, die Rückenschmerzen waren kurzzeitig weg, dafür fühlte ich mich im Gegenzug hundeelend, so richtig schön mit Übelkeit, Schwindel und einem Gefühl, als hätte man mich einmal richtig schön durch die Mangel gedreht.

    Unsere Chefin (ja, ich rede jetzt mal auch für meine Kollegen) wurde schon darauf aufmerksam gemacht, dass sie doch Leute von einer Leiharbeitsfirma besorgen könnte. Von ihrer Seite aus hieß es aber nur: bevor diese geliehenen Pflegekräfte bei uns wären, kämen eh schon die ersten Mitarbeiter aus dem krank zurück, das lohne sich also nicht. Und einige meiner Kollegen wussten bis dato nicht, ob unsere Chefin sich da einfach nur einen bösen Scherz mit uns erlaubt, der wirklich auf unsere Kosten geht, denn wir laufen aktuell Spießruten und sie einfach nur das Geld dafür einsparen möchte oder ob sie nicht versteht, wie wir uns gerade fühlen... oder was weiß ich. Sie ist wahrscheinlich selbst ein bisschen verzweifelt, aber es sollten doch irgendwo Möglichkeiten offen stehen.

    Fest steht, wenn die anderen Kollegen wieder aus dem krank zurück sind, dann geht der überarbeitete Teil in den krank und so geht es immer weiter.

    Uh, das klingt hart, kann deinen Frust nachvollziehen, merke es schon bei uns im Laden, wie mühsam es ist, wenn jemand krank ist. Habe letzt Woche bereits 55h anstelle der eigentlichen 41h gearbeitet und war danach fix und foxy. Auch nervt es mich, dass man wie erwartet, von den gesunden dass die Einspringen und die Arbeit für die Kranken erledigt, habe da ein ähnliches Problem mit meiner Chefin. auch find' ich es schade, wenn man über einem Monat im Voraus frei eingibt und dies wegen Personenmangel nicht gewähren kann. Kann deine Situation etwas nachvollziehen. wenn ich euch wäre würde ich sie trotzdem weiterhin drum bitten, sich arbeiter zu leihen, selbst wenn sie recht haben könnte und bis dahin wirklich niemand mehr krank ist, so tut es dennoch gut, wenn ihr 1-2 Tage auskurieren könnt, ansonsten trifft dich/euch die Überlastung auch noch. Wünsche dir dafür viel Kraft und Ausdauer.


    Ja, das mit der Leere kenne ich von eigenen Haustieren zu gut. Was mir hilft ist irgend eine aktive Ablenkung, vor dem Bildschirm wird man leider gerne wieder von der Trauer/Leere eingeholt, insbesondere wenn man in Räumen surft, wo das geliebte Tier sich selbst auch schon aufgefallen hat. Wenn du der leere oder der Flut an Trauergedanken ausweichen möchte, hilft Sport oder manchmal auch schon nur eine kleine Spritztour mit dem Auto. Ich selbst mag es ausserdem bei schönem Wetter draussen zu spazieren und mich etwas vom Ort der Trauer zu entfernen. Eine andere Möglichkeit wäre natürlich auch mit jemanden zu reden, falls du bereit bist dich mit dem Thema auseinander zu setzen. Deinen Trauer-Beitrag hier war schon ein guter Schritt, danke nochmals fürs anvertrauen und weiterhin viel Kraft.


    Auch wenn es dumm klingt, aber ich stell mir vor, dass mein Vater und mein alter Hund auf mich aufpassen und mir zuschauen. Anders würde ich nicht damit klarkommen.

    Finde, das klingt gar nicht dumm. Ich mag diesen Gedanken ebenfalls, dass geliebte Menschen über uns wachen. Auch ist für mich ein Lebenwesen erst tot, wenn es von niemandem mehr in Gedanken im Herzen getragen wird. Finde daher auch das Beten zu Verstorbenen angenehm, da es für mich so anfühlt, als könnte ich dennoch mit dieser Person sprechen auch wenn ich selbst vieles an der Religion (egal welche) hinterfrage und auch nicht so glaube, wie es in diversen religiösen Schriften geschrieben steht. Lass dir diese schöne Vorstellung von niemanden schlecht Reden, finde es eine sehr schöne und aufbauende Vorstellung :)

  • Ich weiß aktuell nicht, wie es in anderen Betrieben so ausschaut, aber bei mir geht gerade alles die Wände hoch, vor allem ich selbst. Derzeit meldet sich fast täglich ein Mitarbeiter krank, und das nicht nur wegen der Grippe, die umhergeht, sondern auch wegen völliger Überarbeitung, weil halt nicht genug Personal da ist und man ja sonst alle Aufgaben irgendwie aufarbeiten muss, wenn, und das in einem Pflegeberuf.

    Ich bin weiß Gott nicht arbeitsfaul und erledige meinen Job an sich immer gewissenhaft, aber inzwischen sind wir nur noch drei Leute morgens, die sich um 56 ältere Herrschaften kümmern müssen. Die Regel sind mindestens sechs Leute, also zwei pro Etage - das Haus ist dreistöckig - aber inzwischen läuft hier gar nichts mehr. Ich war - und bin es eigentlich noch - gestern nach meiner Schicht so dermaßen im Ar***, das mir am Abend nicht einmal der Sport zum Ausgleich half. Klar, die Rückenschmerzen waren kurzzeitig weg, dafür fühlte ich mich im Gegenzug hundeelend, so richtig schön mit Übelkeit, Schwindel und einem Gefühl, als hätte man mich einmal richtig schön durch die Mangel gedreht.

    Unsere Chefin (ja, ich rede jetzt mal auch für meine Kollegen) wurde schon darauf aufmerksam gemacht, dass sie doch Leute von einer Leiharbeitsfirma besorgen könnte. Von ihrer Seite aus hieß es aber nur: bevor diese geliehenen Pflegekräfte bei uns wären, kämen eh schon die ersten Mitarbeiter aus dem krank zurück, das lohne sich also nicht. Und einige meiner Kollegen wussten bis dato nicht, ob unsere Chefin sich da einfach nur einen bösen Scherz mit uns erlaubt, der wirklich auf unsere Kosten geht, denn wir laufen aktuell Spießruten und sie einfach nur das Geld dafür einsparen möchte oder ob sie nicht versteht, wie wir uns gerade fühlen... oder was weiß ich. Sie ist wahrscheinlich selbst ein bisschen verzweifelt, aber es sollten doch irgendwo Möglichkeiten offen stehen.

    Fest steht, wenn die anderen Kollegen wieder aus dem krank zurück sind, dann geht der überarbeitete Teil in den krank und so geht es immer weiter.

    mist. Ich bekomm das immer über meinen Freund mit, der momentan noch in der Ausbildung zum Gesundheits-/Krankenpfleger ist. Es ist der Wahnsinn, was da für eine Zeitbombe am ticken ist, die auch vor allem von politischer Seite nicht so wirklich wahrgenommen wird. Denn die einzigen, die dieses System noch am Laufen halten, seid ihr Pfleger. Die Maßnahmen, die bis jetzt unternommen wurden, sind größtenteils sehr lachhaft. Diese "Spirale", die du da beschreibst, führt genau dazu, dass irgendwann gar niemand mehr Lust hat auf diesen Beruf (und es könnte echt ein wahnsinnig schöner Beruf sein, wären da nicht diese miserablen Rahmenbedingungen). Die Gesunden ersetzen die Kranken. Die Kranken erholen sich und ersetzen die vorher Gesunden, die sich jetzt auch überarbeitet haben. Die Idee mit den Leiharbeitern könnte wenigstens kurzfristig diese Spirale mal unterbrechen, weil man so annähernd einen humanen Personalschlüssel schaffen kann. Auf Dauer muss sich da einiges ändern, dass der Beruf wieder mehr Anerkennung und mehr Fachkräfte bekommt.

    Finde es aber gut, dass du trotzallem versuchst, dir aktiv einen Ausgleich zu schaffen. Sport kann da ein sehr gutes Mittel sein, besonders dann, wenn man mit anderen Leuten zusammen sportelt, die so an sich nichts mit deinem Berufsleben zu tun haben. Da kommen andere Gesprächsthemen auf. Mir persönlich hilft aber auch ein gutes Buch oder eben ein gutes Game, um den Alltagsstress mal beiseite zu schieben. Mach das, was dir Spaß macht, denn wenn du den Stress auch noch mit in deine Freizeit nimmst, macht dich das auf Dauer ja auch kaputt.

    Eine Idee wäre auch, dass das Personal mal gesammelt Unterschriften zusammenbringt, um da mal ein größeres Ausrufezeichen zu setzen. Klar, ist immer leichter gesagt als getan, aber auf Ewig kann das doch kein Mensch durchhalten :/ Und irgendwie muss ja mal ein Anfang gesetzt werden. Auch die Patienten haben darunter zu leiden, weil sie qualitiativ weniger bekommen. Ihr habt ja kaum noch Zeit, um euch mal ein paar Minuten für eine einsame, ältere Frau zu nehmen, die vielleicht durch ihre Krankheit komplett aus dem Leben gerissen wurde und jetzt völlig allein dasteht. Die braucht hauptsächlich eine seelische Unterstützung, ein tröstendes Gespräch oder einfach nur jemand, der mal für einen Moment bei ihr ist und ihr zuhört....

    Zuletzt möchte ich dir aber noch allen Respekt aussprechen, dass du diesen Beruf trotzdem ausführst. Ihr seid da echt die wahren Helden im KH, nicht die Ärzte, auch wenn letztere gerne in den Himmel gelobt werden. Es ist absolut hammer, wenn ich im KH bin und sehe, was die Pfleger für einen Stress haben und trotzdem in aller Freundlichkeit mit den Patienten und Angehörigen umgehen. Und das gilt natürlich nicht nur für die Pflegenden im KH, sondern auch in den Heimen, der Sozialstation, etc. Ich drück dir da die Daumen, dass sich bei dir in der Arbeit etwas zum Positiven verändert :)

  • Bin jetzt schon seit einer ziemlichen Weile in einer Abwärtsspirale stecken, aber irgendwo habe ich das Gefühl, es ist einfach keine Besserung in Sicht, und es ist frustrierend wie sonst was. Vieles davon (wenn auch nicht alles) wären auch Probleme mit denen ich umgehen könnte, wenn sie einzeln kommen würden, aber da sie alle auf einmal kommen, fühle ich mich ehrlich gesagt mehr und mehr überfordert mit der ganzen Masse.


    Wo fange ich da am besten an? Größtes Problem vielleicht zuerst. Das eine Problem was mir auch dann das Leben zur Hölle machen würde, wenn es das einzige wäre was ich hätte. Ich habe es gottverdammt noch einmal satt, ein Kerl zu sein, also physisch. (Seelisch gesehen betrachte ich mich ja schon seit Jahren nicht mehr als solcher.)


    Es ist scheiße, mit so gut wie niemanden darüber reden zu können, also wirklich Auge-zu-Auge anstatt nur mit jemanden zu schreiben, da IRL nur meine beste Freundin Bescheid weiß, und zum einen will ich ihr nicht ständig damit auf den Keks gehen und zum anderen will ich sie so oder so nicht von wichtigeren Sachen abhalten, weil sie bald ihre letzten Examen für das Lehramt hat (ich weiß btw dass das Unsinn ist, weil sie das absolut gar nicht stört - aber ich will das halt auch nicht ausnutzen...).


    Ich habe es satt, ständig mit meinem Vornamen angesprochen zu werden (also den, den mir meine Eltern gegeben haben - ich hab mir logischerweise für mich selbst einen Vornamen ausgesucht der mir viel besser gefällt, auch wenn ich ihn IRL nur meiner besten Freundin gegenüber benutzen kann), oder als "Herr ...", oder generell mit geschlechtsspezifischen Begriffen wie Sohn oder Bruder erwähnt zu werden. Ich habe es satt früh aufzuwachen, im Halbschlaf vielleicht noch ein wenig die Vorstellung zu haben dass es endlich besser ist bis ich dann vor dem Spiegel stehe und wieder voll wach bin, weil da ein Körper vor mir ist mit dem ich mich nicht im geringsten identifizieren kann. Ich hasse es, so groß zu sein, ich hasse dass meine Stimme so tief ist und versuche alleine deswegen schon so wenig zu sprechen wie überhaupt notwendig ist.


    Ich kann es nicht ausstehen, mich ständig so präsentieren zu müssen wie andere es von mir erwarten, mich zu verstellen - jeder hat von mir irgendwo das Bild im Kopf dass ich dieser stoische, sture Junge bin der stets rational ist, immer auf seine Arbeit fixiert ist, etc etc, obwohl das Welten davon entfernt ist wie ich eigentlich bin, einfach weil sie sich das in den Kopf gesetzt haben, Geschlechterrollen verdammt noch mal. Wenn ich da mal von diesem Bild abweiche, kriege ich sofort immer die seltsamsten Blicke oder Leute tun so, als ob ich mal einen seltenen Witz rausgehauen hätte, dann aber wieder ernst werden sollte.


    Ich hasse mich dafür zu feige zu sein Familienmitglieder einzuweihen, auch wenn ich weiß dass es bei ein paar sehr altbackenen Familienmitgliedern (insbesondere meinem Vater) ein einziges Rezept für Desaster wäre. Bin wegen einer anderen Sache schon bei einer Psychologin, und selbst schaffe ich es nicht das Thema auf Grund von eigener Feigheit anzusprechen, und das frustriert mich noch mehr. Ich will endlich Schritte in die richtige Richtung machen, fühle mich aber irgendwo total überfordert, größtenteils isoliert und habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was da die nächsten Monate und Jahre noch bringen sollen.

    Ich schaffe zwar öfters mal die negativen Gedanken zumindestens zeitweise durch Tagträumerei zu übertönen (die üblichen Gedanken - vorstellen ich wäre physisch schon weiblich, alles wäre okay, etc etc), bloß um mich dann im Nachhinein noch beschissener zu fühlen weil es eben nicht der Fall ist.

    Dysphorie ist eine der hässlichsten Sachen die man haben kann, und ich kriege natürlich die volle Breitseite.



    Da hört es leider nicht auf. Die Jobsuche ist eines der häufigsten Themen, und bei mir sieht es nicht anders aus. Nachdem das Studium nichts geworden ist (bin nicht durchgefallen und hatte eigentlich relativ gute Ergebnisse, hab aber irgendwo den Praxis-Bezug verloren und die Langzeitstudiengebühren kamen dann irgendwann auch und wurden zu viel), hab ich erst nach einer Ausbildung gesucht. Wurde auch zu jeder einzelnen Bewerbung zu einem Gespräch eingeladen, weil Informatiker natürlich hochbegehrt sind, insbesondere welche die bereits Vorerfahrungen haben - und trotzdem aus keinem einzigen der Gespräche was geworden, nichts gefunden. Jetzt sitze ich bis zum nächsten Ausschreibungsbeginn auf dem trockenen und versuche wenigstens etwas zur Überbrückung zu finden, weil ich zum einen nicht zu Hause rumsitzen will und es zum anderen nicht schadet, Geld zu verdienen - und trotzdem, obwohl ich zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werde, danach nichts. Keine einzige Zusage. Ich hab die ganze Sache schon geübt wie sonst was, hab mich beraten lassen um Fahrlässigkeiten etc zu vermeiden, und trotzdem fehlt mir immer die letzte Prise Glück, und es frustriert einfach ungemein. Und je länger das braucht, desto mehr kombiniert sich das mit meinem durch die Dysphorie ohnehin schon beschissenem Selbstwertgefühl (welches ich mir im Regelfall nicht anmerken lasse - Leute kriegen nicht einmal mit dass es mir scheiße geht, nicht einmal meine Eltern, weil ich es einfach schon sowas von gewohnt bin anderen eine heile Welt vorzuspielen).


    Hand in Hand mit der fehlenden Anstellung geht die Wohnungslage. Mein Gedankengang war immer, dass eine eigene Wohnung erst dann in Frage kommt, sobald ich auch etwas verdiene - denn es wäre eine einzige Horrorgeschichte sonst für Miete etc zu zahlen. Das führt dazu, dass ich nach wie vor zu Hause lebe - und da immer mehr eben die Nachteile an dieser Rationalität hervorkommen. Ein ohnehin schon leicht angespanntes Verhältnis mit den Eltern, weil sie mich selbstverständlich auch mal raus haben wollen (und ich eigentlich auch Abstand haben will). Ewige Nachfragereien zu Themen, die ich ihnen gegenüber eigentlich nur ungern beantworten möchte ("Wann holst du dir endlich eine Freundin?" ist so die beliebteste - ich will ja definitiv mal eine haben, aber zum einen will ich das definitiv nicht als Kerl, weil ich dann der "Mann" in der Beziehung wäre, und zum anderen hätte eine Person die so toll wäre sich auf mich einzulassen trotzdem was besseres verdient als ein einziges geballtes Bündel an Selbsthass), oder immer die Befürchtung was ich mir denn für mich online bestellen kann und was nicht, weil immer der Hintergedanke wäre, was wenn sie bei einem Paket unbedingt wissen wollen was drin ist während es dass eine Paket wäre von dem ich unbedingt will dass sie es eben nicht wissen? (Mal davon abgesehen dass Sachen bestellen auf einen Namen den man eigentlich nicht haben will auch ziemlich nervenzerreibend ist.)


    Einigen Dingen gegenüber die ich früher echt gerne gemacht habe habe ich mittlerweile einen heftigsten Burnout entwickelt, weil ich sie zu Beginn dieses ganzen Desasters als Ablenkung probiert habe und sie jetzt dadurch mit diesen ganzen negativen Sachen assoziiert habe, weil sie am Ende doch nicht wirklich geholfen haben. Es ist bald zwei Jahre her seitdem ich das letzte Mal eine Story geschrieben habe (ich habe das vorher sehr oft gemacht). Es ist Jahre her seitdem ich ernsthaft wieder Schach gespielt habe, obwohl ich vorher über 10 Jahre aktiv in einem Verein war. Ich habe Angst davor dass die wenigen Interessen die davon noch unbeschadet blieben irgendwann auch davon berührt werden und ich sie nicht mehr in Ruhe genießen kann. Und diese Erkenntnis schlaucht.


    Und... bah, dann haufenweise andere Kleinigkeiten, die so banal sind dass ich mir gar nicht einmal sicher bin ob es sich lohnt die überhaupt hier anzusprechen, die aber trotzdem da sind und mir die gesamte Situation auch nicht leichter machen, im Gegenteil. Ich hab die Nase ehrlich gesagt schon lange gestrichen voll. Ich hab keine Ahnung wie lange ich noch brauchen werde bis ich da aus der ganzen Spirale wieder rauskomme, und es frustriert mich maßlos. Ich habe einfach keine Ahnung mehr. Vielleicht kann ich es besser im Kopf aussortieren, jetzt wo ich es so in einem langen Beitrag verfasst habe? Aber irgendwo bezweifle ich das auch.

  • Hibari

    Du musst reden. Es klingt vielleicht hart wenn ich es so sage, aber du bist definitiv an einem Punkt, an dem du Rückgrat zeigen musst und mit irgendjemandem darüber reden solltest. Vornehmlich solltest du mit deinem Psychologen anfangen, vielleicht mit mehr Freunden. Sonst wird sich an deiner Situation nichts ändern. Du ganz alleine bist verantwortlich für dein Leben und nur du kannst dafür sorgen, dass dir andere Leute helfen.

    Ich weiß wie schwer das ist, glaub mir. Ich tue vor anderen auch immer so, als wäre alles in Ordnung, außer vielleicht ein paar Ausnahmen.

    Aber mit diesem Thema kannst du nicht schweigen, mach jetzt etwas, bevor es zu spät wird. Du wirst es später einfach nur bereuen.

    Natürlich biete ich auch dir gerne meine Hilfe an, wenn du Kontakt mit mir aufnehmen willst, ich bin in jedem Fall ein guter Zuhörer.


    Auch das mit der Jobsuche kann ich so gut nachvollziehen .,. Ich sag da nur als Tipp, wenn du nur was zur Überbrückung suchst, mach einfach irgendwas. Berufserfahrung kommt immer gut an, egal wo du warst und du kommst dann vielleicht auch einfach wieder besser in den Alltag rein.

  • Hibari , ich schließe mich da Happily an. Du brauchst mehr eingeweihte Leute, die dir den Rücken stärken und dich zumindest mental unterstützen können. Bist du denn auch in einem entsprechenden Forum unterwegs? Vielleicht findet sich ja jemand in deiner Nähe, dem es ähnlich geht/ähnlich erging. Es tut unheimlich gut zu wissen, dass es kein Problem ist, mit dem man ganz alleine auf der Welt steht. Ein Freund von mir hat da ähnliches durch gemacht. Es werden vor allem von der Bürokratie viel zu viele Hürden in den Weg gelegt. Es kann mit unter Jahre dauern, bis der Prozess, den du dir so sehr wünschst, endlich durchgeführt wird. Länder wie Indien sind da deutlich fortschrittlicher. Es erfordert viel Stärke und auch Mut seinen Willen in dieser Hinsicht durchzusetzen und du wirst auf Gegenwehr stoßen. Aber das Kämpfen wird sich definitiv lohnen. Du lebst schließlich für dich und nicht für die anderen :)
    Was mir selber sehr gut getan hat, um endlich meine Ziele und Träume zu verfolgen, war das Beginnen eines Kampfsportes, in meinem Fall Taekwondo. Man lernt dort mehr aus sich herauszugehen und auch zu sich selber zu stehen. Die eigene Person steht immer im Mittelpunkt des Lebens. Erst wenn es dir selber gut geht, kannst du auch anderen was Gutes tun. Vielleicht hilft dir das nicht nur bei deiner Jobsuche, sondern auch bei deinem Hauptproblem weiter.

    Ansonsten empfehl ich dir trotz aller Zweifel einen Ausgleich. Ständig mit den Gedanken woanders zu sein, hilft dir nicht weiter und wird ja auch dadurch verstärkt, dass du momentan "gezwungen" bist, zu Hause rumzuhocken. Daher sind andere Freizeitaktivitäten echt wichtig, um auch etwas Abstand zu der ganzen Chose zu bekommen.
    Das mit der Freundin find ich auch keine schlechte Idee. Auch so jemand kann dein Leben komplett umkrempeln und dir Kraft geben. Natürlich sollte man sich nicht auf Teufel komm raus einen Partner suchen, aber du kannst zumindest offen mit diesem Thema umgehen und dich in dieser Hinsicht nicht isolieren :)

  • Die meisten von euch wissen, dass ich in Halle arbeite.

    Der O-Ton von Menschen. die früher in Halle lebten oder immer noch da wohnen bereitet mir Sorgen.

    Einige Mitmenschen trotzen vor Dämlichkeit und Blödheit, die einen denken, dass das was in Halle nur eine Show war, durchgeführt von Mossad. Die anderen glauben nicht, dass der Täter eine rechte Gesinnung hatte, das wurde ihm angedichtet.

    Immerhin könne das kein Nazi gewesen sein, denn er hat ja keine Ausländer getötet.

    Keins dieser Argumente ist wirklich haltbar und stichfest.

    So viele dämliche Argumente und Menschenverachtung habe ich noch nie gehört.
    Ich möchte das gern ausblenden, diese dümmliche und dämliche Arroganz von Menschen, die meinen, Medien lügen eh alle, ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt.

    Medien sagen durchaus die Wahrheit, daran glaube ich.

    Vielleicht bin ich ja auch naiv und gutgläubig.

    Ansonsten macht mich sowas traurig

  • eigentlich wollte ich dich gerade heimlich stalken, dann bin ich darauf gestoßen, mein tiefstes Beileid. Ich fühle mit dir! Ehrlich gesagt heule ich gerade weil ich durch den Beitrag an unsere Katze Lucy erinnert wurde... sie war drei als sie angefahren wurde und wir vor der Wahl standen: versuchen siewieder irgendwie hin zu bekommen (querschnittsgelähmte lebensfrohe Katze die gerne rumtobt etc...mit Schmerzen konnte ich mir nicht vorstellen) oder einzuschläfern...


    Ich hatte damals schon 2 Kinder (mittlerweile 4), sie war wie ein 3. Kind! wir hatten noch 2 andere Katzen das waren Katzen aber Lucy war unser Kind... 😭 ich werde nie ihren letzten Blick zu uns vergessen (unser Tierarzt ist zufällig hinter dem Auto hergefahren das Lucy angefahren hat) als der Tierarzt ihr neben der Straße die Spritze gab. Sie hat versucht aufzustehen... 😭😭😭 RIP Lucy

  • Auch dir Mars_X mein tiefstes Beileid, gerade weil sie nach einem solchen unschönen Vorfall gehen musste. Es tut mir immer tief im Herzen weh, wenn irgendwer sich von einem Tier oder geliebten Menschen verabschieden muss. Wünsch dir und deinen Kindern viel trost und hoffentlich noch viele schöne Erlebnisse mit anderen Tierfreunden.


    Windmond Verstehe deinen Ärger, lass es nicht zu nah an dich heran, schön das nicht du so bist wie diese Menschen :)

  • Wirklich, ich hasse es Migränepatientin zu sein. Seit über einer Woche habe ich nun Probleme mit Kopfschmerzen bzw. Migräne. Heute war es wieder so extrem, dass ich mich krank gemeldet habe - obwohl ich es mir nicht im geringsten erlauben darf, krank zu sein, denn ich arbeite seit gerade mal Anfang September. Ich hab jetzt schon ein unfassbar schlechtes Gewissen, dass ich schon drei Krankheitstage auf dem Konto habe - dabei bin ich noch in der Probezeit. :confused:


    So war ich heute bei meinem Hausarzt, der aber auch nichts anderes tun kann, als mir Schmerz- bzw. Migränetabletten aufzuschreiben. Zum Neurologen will er mich auch nicht schicken, da er mir nur die Diagnose bestätigt, die ich ohnehin schon kenne, und schreibt mir nur Tabletten auf, die ich auch schon zu Hause bzw. immer in der Handtasche habe.


    Also kann ich nichts anderes tun, als Schmerztabletten zu fressen und hoffen, dass ich halbwegs den November durchhalte und die Probezeit überlebe. Geiler Scheiß.


    Ich glaub, ich schieß mich heute wieder mit 'ner Migränetablette ins Nirvana. lol Dann bin ich zumindest für 1-2 Tage schmerzfrei.