Kaona ola

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    Willkommen, liebe Leserschaft.


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    Na, kennt ihr mich noch? Lang ist's her, nicht wahr? Es freut mich sehr, dass ihr hergefunden habt. ^^


    Sicherlich werdet ihr euch fragen wie ich mich wieder in die Schreiberwelt verirrt habe. Um ehrlich zu sein war es eher Zufall. Obwohl ich schon sehr lange nicht mehr aktiv an meinen FanFiktions gearbeitet habe und es auch nicht mehr vor hatte, ließen mich mein Konzept und die dazugehörigen nicht los und mein Entschluss sie weiterzuführen, stand fest. Zu viel Liebe und Zeit habe ich in das Projekt investiert.


    Deswegen ist Kaona ola aus der Motivation entstanden, Unforgivable Sinner ein weiteres Mal neu aufzusetzen. Während der Charakterentwicklung habe ich ganz besonders an einem Charakter Gefallen bekommen und damit war der Schritt getan. Die Idee ließ mich nicht mehr los. Und so setzte ich mich mit Bastet zusammen und motivierte sie, wieder in die Welt der Pokémon zurückzukehren.


    Und so beginnt es. Ich freue mich sehr, euch unsere realistischere Pokémonwelt vorzustellen!


    Außerdem: Bastet schreibt ebenfalls eine wunderbare FF namens Die Chroniken Johtos. Unsere FFs greifen auf dieselbe Timeline zu. Vielleicht werdet ihr den einen oder anderen Charakter begegnen, den ihr aus ihrer FF kennt (und umgekehrt)? ;)

    Ihr könnt mir auch sehr gerne auf meinem FF-Twitteraccount folgen, wenn ihr jederzeit über den Fortschritt informiert bleiben wollt. :*




    Eine Organisation eifert dem Erfolg der Yakuza nach und hebt sich gegen die Gesetze der Natur auf: der Aether Foundation gelingt es, ein Pokémon zu erschaffen, dessen Kräfte selbst dem Gottesvater Arceus gleichkommen...


    Während nichts ahnend von den wahren Machenschaften die junge Studentin Leilana die letzte Hürde des Studium nimmt und sie schon bald erkennen muss, dass nichts ist wie es scheint, stellt sich der Sohn der Präsidentin gegen die Gräueltaten seiner Mutter.




    Aufgrund von niedrigen bis moderaten Gewaltbeschreibungen, in Form von blutigen Szenen, liegt die empfohlene Altersfreigabe bei P12 bis P16.


    Fantasy: Klares Element, wohin sich die Geschichte entwickelt wird. Immerhin kann man Pokémon durchaus dem Genre „Fantasy“ zu ordnen.

    Action: Wer an dieses Genre denkt, dann wird demjenigen sicherlich die typischen Actionstreifen. Allerdings wird es nicht zu den typischen Elementen nicht kommen wie man es von solchen Filmen gewohnt ist.

    Slice of Life: unter diesem Genre versteht man das Erzählen von alltäglichen Situation. Dies wird auch in Kaona ola der Fall sein, vor allem da zwei Menschen durch die gegebenen Umstände isoliert sind und aneinander Halt geben werden.

    Drama: Drama wird Hand in Hand mit dem zuvor genannten Genre gehen. Der Aufbau von Freundschaft und Vertrauen stehen hier im Fokus. Allerdings wird es auch um die einen oder anderen moralischen Vorstellungen gehen.



    Keines der hier verwendet Bilder oder Zitate wurde von mir erstellt. Das Urheberrecht liegt bei ihren Zeichnern bzw. Autoren!

    Genauso liegt das geistige Eigentum der ausgearbeiteten Pokémon-Welt bei Bastet und meiner Wenigkeit; wir haben uns diese Welt gemeinsam weiter entwickelt. Das Medium allerdings gehört nach wie vor GameFreak.




    Natürlich möchte ich auch ein paar lieben Menschen danken, die mich jederzeit unterstützen und motivieren.


    Bastet Ich danke dir dafür, dass du jederzeit mit Rat und Tat an meiner Seite stehst! Dankeschön! <3

    Alaiya Ohne dich wäre ich vermutlich noch immer auf Titelsuche... Außerdem habe ich dir zu verdanken, dass mein Interesse an die polynesische Kultur geweckt wurde. Deswegen sage ich an dieser Stelle danke!

    Kisara Vielen, vielen Dank für das tolle Cover! x3



    Die Genesis: Ka-Akua moe paipai
    Prolog: Genie und Wahnsinn


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    Die folgenden Informationen sind für Interessenten; sie werden - sofern sie gebraucht werden - ohnehin in der Handlung erwähnt. Allerdings steht es natürlich jedem frei, sich ein genaureres Bild zu machen.

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    „Opa, erzählst du mir eine Gute-Nacht-Geschichte?“

    Der alte Mann, dessen Haar bereits ergraut war, sah seine Enkelin liebevoll an. Seine Lippen verzogen sich zu einem sanften Lächeln. „Natürlich, meine Kleine“, sagte er und schritt zu einem Regal, das prall mit Büchern gefüllt war. Zielstrebig wie er war, wählte der Greis ein verstaubtes Buch. Beinahe liebevoll strich er über den mit Gold verschnörkelten Einband. Als er den Schmutz wegblies, musste das Mädchen niesen.

    Er setzte sich in einen eindrucksvollen Sessel. Großvaters Lieblingsplatz, es war sein Platz und niemand wagte es, sich dort niederzulassen. „Komm“, bat Großvater, „setz‘ dich zu mir.“

    Das ließ sich das Mädchen nicht nochmals sagen. Sie kam auf ihren Opa zu, der sie daraufhin auf seinen Schoß hob. Er sah seine Enkelin mit einem Lächeln an.

    „Erinnerst du dich, als ich dir erklärte, was Mana ist?“

    Wortlos schüttelte das Mädchen den schwarzen Lockenkopf.

    „Mana ist Energie." Er machte eine ausholende Geste. „Menschen, Pokémon, Pflanzen... Alle Dinge, die dich umgeben, bestehen aus Mana.“, erklärte der Großvater, bis das Kind ihn neugierig unterbrach.

    „Also ist Mana gut?“ Es musste so sein, sie überzeugt davon, dass kein Lebewesen etwas schlechtes an sich hatte. Wie konnte es auch anders sein?

    Doch der alte Mann war nicht wütend, dass sie ihn nicht zu Ende hat sprechen lassen. Mit einem Schmunzeln auf den Lippen verneinte er. „Nein. Nicht alles, was gut zu sein scheint, ist es auch.“ Nachdenklich strich er über das Buch, dann schlug er es auf. Der Blick des Mädchens fiel auf die farbenfrohen Bilder des Buches.

    „Ich erzähle dir diese Geschichte. Vielleicht erkennst du es dann“, erwiderte er und setzte erst nach bedeutungsvollem Schweigen seine Erzählung fort. „Es ist eine uralte Legende, die die Herkunft der Götter erzählt.“


    „Sie“ kamen über die Erdenwelt wie eine Plage und stürzten sie ins Chaos; ein düsteres Nichts, das von tiefster Dunkelheit war und kein Licht es zu durchdringen vermochte. Die Schatten stahlen jedes Leben, das auf dieser Erde weilte. Felder und Flüsse vertrockneten, sogar das Leben spendende Meer versiegte.

    Nichts als Dunkelheit weilte dieser Tage über die Erdenwelt.

    Dennoch brachte jene Finsternis eine gleißende Kreatur hervor, dessen warmes Licht das ewige Dunkel vertrieb. Erbost betrachtete es die in Schwärze gehüllte Welt und entfesselte seine gewaltige Macht, um dem Dunkel Einhalt zu gebieten.

    Während ihr goldener Schimmer Tod und Verderben über das Böse brachte, schenkte es jedoch auch Leben und Wärme. Das Leben kehrte zurück, als die Welt erleuchtet wurde.

    Dort, wo der Boden ausgedörrt und kein Grün zu wachsen vermochte, sprießen Wiesen und Wälder, sprudelten Seen und Flüsse und gar der Ozeane erstreckte sich in seiner alten Pracht in alle Himmelsrichtungen. Man erzählt sich sogar, sein Licht hätte sogar andere Welten in gleißendes Licht getaucht.

    Aus Ehrfurcht erbauten die Menschen der alten Völker einen prachtvollen Tempel und huldigten das Wesen, das sie demütig „Seine Lumineszenz“ nannten. Heute nennen wir diese Kreatur „Necrozma“.


    Dem Gott gefiel diese Annehmlichkeit zutiefest. So geschah es, dass er die Kraft seines Lichtes nicht mehr im Zaum halten konnte. Seine Macht geriet außer Kontrolle und statt Leben zu geben, zerstörte sie und brachte damit Angst und Schrecken über die Menschen.

    Das Licht, das zuvor den Völkern Wärme gespendete hatte, zehrte das Mana beinahe die Welt so sehr aus, dass es bloß ein mageres Abbild ihrer einstigen Schönheit war. Die Energie der Welt war erschöpft, ausgehundert durch Necrozmas Licht.

    Obwohl nur noch wenige Menschen existierten, flehten und beteten sie, wohl wissend, dass sie den Zorn Seiner Lumineszenz auf sich ziehen mochten. Necrozma war erzürnt, dass sie sich gegen ihn wandten. Doch selbst nach ihrem Tod wurden ihre Gebete erhört.


    Erschöpft von seiner Raserei sank Necrozma zu Boden. Als sein goldenes Licht verlosch und sein Körper schwarz wurde, geschah etwas Wundersames.

    Aus dem scheinbar leblosen Überresten Necrozmas erhoben sich Solgaleo und Lunala, und erneuerten die gepeinigte Welt, dessen Mana vollends erschöpft war.

    Solgaleo heilte die Wunden der Erde und Lunala brachte dem in Finsternis getauchten Himmel sein strahlendes Blau zurück.

    Obwohl dies getan war, war die Erdenwelt immer noch dunkel, doch Solgaleos mächtiges Brüllen ließ die Sonne erwachen, während Lunalas Atem dem Mond neues Leben einhauchte.

    Der Kreislauf von Mond und Erde nahm seinen Lauf.

    Als Solgaleo und Lunala ihr Werk betrachteten, war die Welt immer noch trostlos und ohne Leben. Sie entsandten vier Naturgeister aus, jeder mit einer ehrenvollen Aufgabe, um die erloschene Schönheit, die Necrozma vernichtet hatte, wiederherzustellen:


    Kapu-Fala war die Richterin über Leben und Tod; gab sie es, war sie ebenso dazu fähig, es zu nehmen. Sie hauchte den Kreaturen, die Solgaleo und Lunala erschufen, Leben ein.

    Kapu-Riki herrschte als Gebieter über die Winde und Gewitterstürme. Man sagt, er sei besonders streitsüchtig.

    Kapu-Kime entzog sich der Wut ihres Bruders und floh zum Ozean, sie erneuerte ihn und erquickte Flüsse und Seen.

    Kapu-Toro ließ Wiesen und Wälder wachsen und wachte seither über jene.


    Mit der Gewissheit, dass die Welt in guter Hand war, verließen Solgaleo und Lunala die Erdenwelt und wachten seither als stille Wächter über die Menschen. Niemand weiß ob sie jemals zurückkehren würden. Doch die Menschen glaubten an sie und errichteten ein massives Monument, um ihrer Rettung zu gedenken. Bis erinnert ein mächtiges Podium an die Götter und hofft auf ihre langersehnte Rückkehr.


    „Ende“, las der Großvater schlussendlich vor und klappte das Buch mit einem dumpfen Geräusch zusammen. Das Mädchen erschrak und blickte ihn nachdenklich an, aber auch Angst lang in Stimme des Kindes. „Necrozma ist wirklich tot?“

    „Das weiß ich nicht, mein Schatz“, seufzte er. „Das weiß niemand.“

    „Und wer sind ‚sie‘?“, fragte das Kind wissbegierig, ein weiters Mal machte sie große Augen.

    „Böse Schatten, die die Welt verschlingen, wenn sie auf diese Welt zurückkehren.“

    „Aber Sogaleo und Lunala würden uns doch sicher wieder retten. Wie damals, oder?“

    „Wer weiß?“ Vielsagend schaute er das Kind mit dem prächtigen, schwarzen Haaren an. Dann wurden seine Züge weicher, und er wirkte erheitert. „Vielleicht kommen sie ja, um kleine Mädchen wie dich ins Bett zu jagen!“, lachte der Alte und zwickte sie neckisch in die Seite.

    Das Mädchen sprang auf, quiekte vergnügt und kicherte. „Ich will aber nicht!“, quengelte sie und stellte sich mit verschränkten Armen trotzig vor ihren Opa.

    „Keine Widerede!“ Streng erhob er seine Stimme und nahm das Mädchen auf den Arm, das ein wenig zappelte, aber den Widerstand rasch aufgab. Es wusste, dass kein

    Flehen und Bitten helfen würde, obwohl es nicht müde war.

    Vielleicht traf sie aber in ihren Träumen auf Solgaleo und Lunala?


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  • Noch keiner kommentiert hier?


    Ja ich kenn dich noch gut genug :D


    Auferstanden aus der Asche, kann man sagen? Neben Bastet kann ich bei dir das größte Sammelsorium aus angefangenen, vielversprechenden, aber nicht (ansatzweise) vollendeten Fanfictions aus meinem Gedächtnis kramen. *Daumen drück, dass es dieses Mal klappt.


    Zum Startpost:

    Dass deine neue Geschichte in Alola spielt, ist für mich persönlich jetzt nicht der allergrößte Anreiz. Da fährt Bastet mit der Johto-Region bei mir an bestmöglicher Stelle. Tut mir Leid, ich hab nur die Erfahrung mit Geschichten gemacht, die aus dem Hype der aktuellen Generation entstanden sind und dann nie konsequent weiterverfolgt wurden. Doch ich will ja wie gesagt darauf setzen, dass du anstrebst, dein Werk zu vollenden.

    An solchen Sachen wie den Steckbriefen merkt man deine Zusammenarbeit mit Bastet. Ein breiter Charaktercast, ausführliche Informationen (was habt ihr beide eigentlich ständig mit den verschiedenen, sexuellen Orientierungen? XD), also fast schon zu viel Info, als dass man sich diese einprägen kann. Auch dir rede ich mal ins Gewissen, dass du darauf achtest, all dieser Infos zum Trotz, zum Gegebenen Zeitpunkt in der Geschichte relevante Fakten und Daten zu erwähnen. Das macht den Text eh lebendiger.


    Zum Prolog:

    Ich bin ehrlich gesagt nicht ganz sicher, was ich davon halten soll. Eigentlich ist so eine gute Nacht Geschichte, die einem Kind vorgelesen wird, eine gängige und schöne Methode, so eine Story rund um Mythen und Legenden zu beginnen. Aber irgendwie hat´s noch nicht richtig bei mir gefunkt. Vielleicht, weil ich mit Alola nicht ganz so warm geworden bin, wie mit anderen Regionen. Vielleicht aber auch, weil ich diese Erläuterungen zu Legendären in der Vergangenheit etwas zu oft gesehen habe (damals halt mit Mew, Arceus etc.). Und durch diese Erzählweise lässt sich kaum eine Neugier weckende Stimmung oder Atmosphäre aufbauen.

    Dem Sinn ist dein Prolog allemal dienlich, aber richtig gecatched hast du mich noch nicht.


    Tja, da muss ich wohl beim ersten Kapitel wieder reinschauen, um mehr darüber zu erfahren, was du hier aufbaust ;D

  • Shimoto

    Das freut mich doch sehr, dass du hergefunden hast und mir nach all den Jahren trotzdem treu geblieben bist. Wirklich, das freut mich unglaublich! <3

    An solchen Sachen wie den Steckbriefen merkt man deine Zusammenarbeit mit Bastet. Ein breiter Charaktercast, ausführliche Informationen (was habt ihr beide eigentlich ständig mit den verschiedenen, sexuellen Orientierungen? XD), also fast schon zu viel Info, als dass man sich diese einprägen kann. Auch dir rede ich mal ins Gewissen, dass du darauf achtest, all dieser Infos zum Trotz, zum Gegebenen Zeitpunkt in der Geschichte relevante Fakten und Daten zu erwähnen. Das macht den Text eh lebendiger.

    Sowohl bei mir als auch bei Bastet steht es bei den Informationen auch dabei, dass sie lediglich als Übersicht dienen. Ein Vorwissen wird nicht benötigt. Relevante Fakten werden erwähnt, sofern sie natürlich benötigt werden. Die Infos sind nur als eine Art "Lexikon" aufgeführt. ^^ Das gilt auch für die Charaktersteckbriefe. Im Gegensatz zu Bastet hab ich ja noch eine humane Anzahl von Charakteren. xD Also sehr überschaubar, aber ich schließe nicht aus, dass sich noch welche dazu gesellen. ^^

    Und der Grund, dass wir die sexuellen Orientierungen noch mit aufführen: wir haben durchaus homosexuelle Charaktere und wollen es auch - passend zu den realen Themen in den sozialen Medien - aufgreifen bzw. ich bin mir noch unsicher, welche Sexualität Leilana in Unforgivable Sinnerhaben wird. In Kaona ola wird es noch nicht allzu sehr zum Tragen kommen. Dafür ist die eigentliche Thematik der Handlung zu ernst, um da noch mit Romantik um die Ecke zu kommen. ?(

    Ich bin ehrlich gesagt nicht ganz sicher, was ich davon halten soll. Eigentlich ist so eine gute Nacht Geschichte, die einem Kind vorgelesen wird, eine gängige und schöne Methode, so eine Story rund um Mythen und Legenden zu beginnen. Aber irgendwie hat´s noch nicht richtig bei mir gefunkt. Vielleicht, weil ich mit Alola nicht ganz so warm geworden bin, wie mit anderen Regionen. Vielleicht aber auch, weil ich diese Erläuterungen zu Legendären in der Vergangenheit etwas zu oft gesehen habe (damals halt mit Mew, Arceus etc.). Und durch diese Erzählweise lässt sich kaum eine Neugier weckende Stimmung oder Atmosphäre aufbauen.

    Dem Sinn ist dein Prolog allemal dienlich, aber richtig gecatched hast du mich noch nicht.

    Wie bereits oben im Vorwort der Genesis erwähnt: Es handelt sich ja auch nicht direkt um den Prolog. Der Prolog wird mit einem direkten Bezug auf die Handlung sein. Ich habe lediglich aus Spaß die Legende von Alola verfasst und fand es schade, wenn sie nur auf meinem Computer vergammeln würde. Daher habe ich mir gedacht, dass ich sie trotzdem gerne einbringen würde - auch wenn sie keinen direkten Bezug auf die Handlung haben wird.

    Dass deine neue Geschichte in Alola spielt, ist für mich persönlich jetzt nicht der allergrößte Anreiz.

    Der Handlungsort wird bisher nur auf die Insel vom Aether Paradies beschränkt sein. Also es wird (vermutlich) nicht ausgedehnt auf andere Städte und Orte in Alola. Also so wie der jetzige Stand meiner Planungen sind. xD


    Ich freu' mich, wenn du zum richtigen Prolog wieder deinen Senf abgibst, der in der Korrekturphase gerade ist. Werd' mich am Wochenende dransetzen (wobei ich noch gerne jemanden zum Fehlerlesen hätte). ^^


    Gruß,
    ~ Rajani

  • Hallihallo, Rajani !


    Schön, dass du mal wieder vorbeischaust - da werden Erinnerungen wach! :3

    Aber gleich zum Einstieg eine Klärungsfrage: Du hast mit Bastet zusammen geplant, schriebst du, aber schreibt ihr die Geschichte dann auch zusammen? Oder sind es "deine" Kapitel?


    Anyway. Ich finde es beeindruckend, wie viel Information im Startpost steckt - man muss nicht alles lesen, aber wenn man sich ein paar Hintergrundinformationen wünscht, wird man hier bestens versorgt. Ich würde mir allerdings noch wünschen, dass die Bildquellen irgendwo auftauchen (oder ich bin zu blind, haha) und die Überschriften sind, so viel ich erkennen kann, toll, allerdings lassen sie sich mit dunklem Stil leider nicht so gut erkennen :/

    Mir gefällt dieses Blättern-Prinzip bei Geschichten übrigens immer richtig gut! Schön, dass es hier auch angewendet wird! (Hat es btw einen Grund, dass das Cover zwar nach dem ersten Prolog verlinkt wird, sich unter dem Cover selbst aber kein Verweis befindet?)

    Realistischere Pokémonwelten sind ja generell cool. Ich bin gespannt, was uns erwartet!



    Mythen sind immer schön als Einstieg - man kann zur Geschichte ja noch nicht allzu viel sagen, aber das ist shconmal vielversprechend!

    Ich möchte hier mal etwas anregen, das mir allgemein in den Sinn kam, von dem ich aber nicht weiß, ob es sich bei jeder Geschichte umsetzen ließe - so eine Art Vorspann. Ich habe bei vielen Geschichten immer wieder das Gefühl, dass man schwer reinkommt, wenn sie eine gewisse Zeit bestehen. Und mir kam der Gedanke, ob man nicht vor Beginn eines Kapitels so eine Art "was bisher geschah" ansetzen könnte. Das ist hier jetzt noch nicht so dramatisch, nötig, aber hättet ihr/hättest du Lust, das auszuprobieren? Ich glaube, gerade, wenn mal längere Pausen zwischen den Kapiteln liegen oder man eins nicht geschafft hat, wäre das eine Überlegung wert, um auch Neuleser begeistern zu können.


    Viel Spaß beim Schreiben, bleib am Ball!


    ~ deine Sheo

  • Sheogorath

    Vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Das war echt unerwartet und hat mich daher echt sehr gefreut!


    Ich packe mal die Antworten in einen Spoiler. Weil lang und so.


    Nochmals vielen Dank für deinen Kommentar! Ich hoffe, du wirst auch beim nächsten Mal reinschauen. :)


    Gruß,

    ~ Rajani

  • Jeder von uns hat dementsprechend sein eigenes Topic, leiht aber eventuell an den anderen aus. Beispielsweise wird ein Charakter meinerseits zu einem bestimmten Ereignis in Bastets FF vorkommen, weil dieser sich in den Zeitraum in der Stadt aufhält.

    Das ist mal ne richtig coole Sache! Das wird richtig interessant sein, dann die Parallelen und die beiden Geschichten im Grunde als Gesamtkunstwerk betrachten zu können!


    Die Sammlung soll lediglich als Lexikon zum Nachlesen dienen, wenn man etwas nachschauen möchte - oder etwas möglicherweise unklar ist.

    Sollte imo auch so sein. Die Vielfalt an Informationen in Startposts seh ich ein bisschen wie ... ja, wie ergänzendes Buch für Fans, das einfach Zusatzinfos bietet.


    Ich hab überlegt ob ich einen Quellenkatalog anlegen soll, aber da ich viele Bilder verwende, auch teilweise von unterschiedlichen Künstlern oder sogar bei denen die Quelle unbekannt ist, hab' ich eher davon abgesehen. Dafür habe ich den - hoffentlich - deutlichen Hinweis unter dem Punkt "Copyright" angegeben, das keines der hier verwendeten Bilder aus meiner Feder stammen.

    Würd ich trotzdem machen, auch, wenns mühsam sein kann


    Problematisch bei den Überschriften ist, dass man hier im BB nie auf einen Nenner kommen wird. Die einen verwenden dunkle Stile, andere nehmen eher helle Stile, so wie ich. Wenn ich helle Farben verwendet hätte, dann wären sie in den hellen Stilen nicht lesbar.

    Jaaa, das ist richtig, ich wollte nur drauf hinweisen. Man könnte normalerweise ja mit Hintergrundfarben arbeiten, aber ich glaube, das würde hier komisch aussehen. Helle Schriftschatten vielleicht? Oder, hm ... Icognitos passen nicht so recht zu deiner Region xD" Maximal vielleicht so ein mittlerer Farbton, ein Grau etwa, das sich von beiden Stiltönen abhebt, sofern du etwas ändern möchtest.


    Hehe. :D Endlich jemand, der da schon einen "Grund" sieht und das, obwohl ich nicht Mal richtig die Charaktere eingeführt habe. xD Lass' dich überraschen. :D

    Ich denke manchmal, ich sehe zu viel xD" So Dinge, die vielleicht auch nie eine Rolle spielen.


    Allgemein sind die legendären Pokémon in unseren FFs auch tatsächlich Götter und deswegen streng genommen keine Pokémon im klassischen Sinn. Sie sind übernatürliche Wesen, die nicht mit Pokébällen gefangen werden können.

    Ahh, interessant. Das könnte auch in Hinblick auf bestimmte legendäre Monster *husthust* Mewtu */husthust* äußerst spannend werden ...

    So Halbgötter-like


    Wenn ich das richtig verstanden habe: die Schöpfungsgeschichte ist tatsächlich so in Alola geschehen, also ungefähr so wie die Entstehungsgeschichte der Welt in der christlischen Religion. Allerdings fand ich es passend, auch die Ultrapforte(?) zumindest als Andeutung zu erwähnen, auch wenn ich keine Freundin des Konzept mit den Ultrabestien bin.

    Das habe ich so jetzt gar nicht im Kopf, haha.

    In der christlich-jüdischen Tradition klingt das, als wäre Gott ne brütende Glucke xD Ich erkenne die Parallelen, denke ich, es hat aber stark was von griechisch-römischen Mythen, finde ich


    An der Stelle muss ich aber gestehen, dass die Mythologie keinen tieferen "Sinn" für die Handlung haben wird. Aus Spaß hab ich die Legende geschrieben, weil ich das ja auch zuvor in Unforgivable Sinnerso umgesetzt habe, aber fand es durchaus geben, sie auf meiner Festplatte vergammeln zu lassen. Daher hab ich mich entschieden, sie einzubringen, wenn auch sie neben der Handlung, die im Laufe der FF klarer wird, etwas deplatziert wirken wird. ^^

    Schade :( Ich hab jetzt gedacht, man erfährt son bissel, wies 'wirklich gewesen ist'


    Ich hoffe, du wirst auch beim nächsten Mal reinschauen.

    Hoff ich auch, das wird sicher ein richtig cooles Projekt!

  • * Sheogorath zu wink* Ich schon wieder. xD Hab erst überlegt ob ich dir an die Pinnwand schreibe, aber eigentlich ist es ja nicht unbedingt Offtopic. :/ Weil lang wieder im Spoiler. xD

    Gruß,

    ~ Rajani



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    - November 2015 -


    Schweißgebadet schreckte Gladion aus seinem ruhelosen Schlaf auf. Schweratmend setzte er sich auf und fasste sich an den Kopf, als hätte er einen schweren Schlag erlitten. Eine panische Angst hielt sein Herz umklammert, die er verzweifelt versuchte, niederzuringen. Doch es gelang ihm nicht.

    Es waren die gequälten Schreie, die ihm durch Mark und Bein gingen.

    Schreie, die so entsetzlich waren, dass sie ihm selbst in seine Träume folgten.

    Schreie, von denen nichts als Schrecken blieb.

    Gladion wusste, dass er nun keinen Schlaf mehr finden würde. Die Albträume jagten ihn bereits seit Monaten und plagten ihn beinahe jede Nacht, machten ihn mürbe. So griff er nach seinem Smartphone, das auf seinem Nachttisch lag. Das helle Licht blendete ihn im ersten Moment und ließ es im gleichen Augenblick auch genervt wieder sinken. Dabei ignorierte er die verpassten Anrufe seiner Mutter.

    3:22 zeigte die Uhr. Viel zu früh, um wach im Bett zu liegen, vor allem da morgen sein vorlesungsfreier Tag war und er sich gefreut hatte, auszuschlafen.

    Verbitterung keimte in ihm auf. Würde er jemals wieder erholsam schlafen können? Gladion glaubte nicht mehr daran. Jedes Mal, wenn er die Augen schloss, sah er es und seinen grausam zugerichteten Körper vor sich. Dann tauchte im nächsten Moment seine Mutter vor seinem inneren Auge auf - der Ursprung allen Leids, dass er verspürte.

    Rasch öffnete Gladion seine Augen und der Anblick Samanthas löste sich in Luft auf. Alles, was blieb, war ein bitter Beigeschmack im Mund.

    Obwohl jegliche Müdigkeit verflogen war, wälzte sich Gladion ruhelos in seinem Bett umher. Als er auf dem Rücken lag, starrte er fluchend gegen die Decke seines Zimmers, entschied sich dann aber nach einer gefühlten Ewigkeit, das Bett zu verlassen. Der erhoffte Schlaf, der ihm die unendliche Erschöpfung von ihm nahm, blieb aus.

    Frustriert schob er die Decke beiseite und stand auf. Gladions Wolwerock, das sich auf seiner Decke gemütlich zusammen gerollt hatte, hob verschlafen den Kopf und brummte verärgert.

    Mit einer fahrigen Handbewegung fuhr er sich durch die blonden Haare. „Schlaf' weiter“, knurrte Gladion missmutig. Dann surrte sein Handy auf dem Nachttisch.


    Samantha (4:08)

    Komm' ins Labor. Sofort!


    „Verdammt“, zischte Gladion wütend und ballte die Hände zu Fäusten. Er wusste, was nun folgte, und es widerstrebte ihn zutiefst, dass er sich dem Willen seiner Mutter nicht widersetzen konnte. „Steh' auf, Ferox“, wandte er sich an das wolfsartige Pokémon, das seinen Kopf wieder auf die Pfoten gebettet hatte. Die bedrohlichen Augen taxierten Gladion. „Sofort!“ Die Strenge in seiner Stimme ließ keinen Protest zu.

    Wolwerock starrte Gladion für einige Sekunden einfach nur an und entschied sich aber, seinem Herrn zu gehorchen. Es erhob sich auf die Hinterbeine und streckte den Oberkörper, der mit blutrotem Fell bedeckt war. Die Werwölfin schüttelte sich und brachte die struppige Felskrause dabei zum Schwingen.

    Währenddessen streifte sich Gladion in fliegender Hast ein einfaches, schwarzes Longsleeve Shirt und eine ebenso dunkle Hose, an dessen Gürtel seine Pokébälle befestigt waren, über. Gladion machte sich auf dem Weg, obwohl es ihm gegen den Strich ging, dass er gegenüber all dem Unrecht, der in diesem Haus geschah, so machtlos war. Sein Widerstand wuchs mit jedem verstrichenen Tag, diesem Schrecken beizuwohnen. Trotzdem hatte er keine andere Wahl, als seiner Mutter zu gehorchen und bei jenem Szenario anwesend zu sein.


    Das Labor glich einem Hochsicherheitstrakt. Gladion nahm den Fahrstuhl ins Untergeschoss und durchquerte auf dem Weg zum Hauptlabor einen langen Korridor. Links und rechts befanden sich zahlreiche Räume. Manche dienten einem bestimmten Zweck, andere standen leer. Zwischen einzelnen Abschnitte der Gänge waren Sicherheitstüren angebracht, die einen speziellen Code oder den Fingerabdruck des Zugangsberechtigten forderten.

    Lediglich seinen Daumen hielt er an einer solchen Tür. Als ihm Zutritt gewährt wurde, ertönte ein Piepton, und Gladion trat ein. Wolwerock folgte ihm zögernd, die Lefzen zu einem skeptischen Ausdruck verzogen. Auch der Werwölfin gefiel der Aufenthalt in diesem Gebäudetrakt nicht.

    Der folgende Raum war das Labor, das eine unheimliche Atmosphäre ausstrahlte. Der erste Gedanke, der Gladion durch den Kopf ging, war das Wort ‚steril‘. Die Einrichtung wirkte mit der strahlend weißen Oberfläche penibel sauber, aber auch befremdlich und kalt. Gladion hasste es, hier zu sein, dabei war dies lediglich der Vorraum, der das Genetik-Labor abschirmte.

    Das eigentliche Laboratorium, in dem die widerwärtige Arbeit getan wurde, lag hinter einer robusten Panzerglasscheibe. Dorthin durften bloß die hochrangigen Wissenschaftlicher, selbst seine Mutter wurde der Zutritt verweigert.


    Im Beisein der Forschungsleitern des Unternehmens wartete Samantha bereits auf ihn. „Gladion“, sprach die blonde, attraktive Frau, „du kommst spät.“ Ihre Stimme war eisig.

    Wortlos nickte Gladion seiner Mutter und den weiteren Anwesenden zu. „Wozu hast du mich hergerufen?“

    „Wir haben die Aufwachphase der Typ: Full eingeleitet. Ich möchte, dass du dir das ansiehst.“

    Dies hatte Samantha bereits oft zu ihm gesagt. Alles in ihm schrie, sich gegen ihren Wunsch aufzulehnen, aber Gladion wusste, dass es keinen Zweck hatte.

    Seine Blicke wanderten durch die Glasscheibe hindurch. Das befremdliche Wesen, das in einer zylindrischen Röhre in Embryonalstellung zusammengekauert zu schweben schien, betrachtete er ausdruckslos.

    Sofort waren die Erinnerungen, die er vergeblich versucht hatte zu verdrängen, in seinem Kopf wie die Versuchs-Pokémon betäubt und getötet wurden, um Experimente mit ihnen zu vollbringen. Manchmal taten sie es auch nicht, und die Pokémon erlebten bei vollem Bewusstsein ihren qualvollen Tod. Genauso wie das durch Menschenhand geschaffene Pokémon brutale Torturen über sich ergehen lassen musste.

    Kosten müssten gespart werden, erklärte seine Mutter, als Gladion sie auf die Gesetze hingewiesen hatte, und hatte seine Sorgen mit einer harschen Handbewegung von sich gewiesen.

    Es waren jene schrecklichen Bilder, die ihn gar in den Schlaf folgten und ihm Albträume bescherten. Gladion hasste sie dafür, mit jedem Moment wuchs sein Groll, dass es seine Mutter war, die den Pokémon unendliches Leid zu fügte. Nichts sehnlicher wünschte er sich, als dem Gräuel ein Ende zu bereiten, welches aus purem Wahnsinn hervorgebracht wurde.

    Wie machthungrig musste ein Mensch sein, um ein Pokémon zu erschaffen, das der Macht des Gottvaters Arceus gleich kam?


    Einst gelang es der Yakuza, die in Johto ihr Unwesen trieb, aus den Überresten einer Augenbraue der Gottesmutter Mew das wohl mächtigste und gefürchtetste Pokémon künstlich zu erschaffen. Die Wissenschaftler glaubten, seine Kraft zügeln zu können, indem man ihm einen Chip ins Rückenmark einpflanzte. Sicherheitsmaßnahmen bezeichnete man diese Vorkehrung, und doch hätten seine Erschaffer ein bestimmtes Maß an Angst und Ehrfurcht zeigen sollen. Die Kräfte jenes Wesens waren so gewaltig, dass es in einer Raserei seine Macht entfesselte. In einer Explosion vernichtete es alles in seiner Umgebung und riss seine Peiniger in den Tod.

    Grenzte es an Wahnsinn diesem Streben nachzueifern?

    Gewiss war es Irsinn. Es konnte nichts anderes sein. Aus welchen anderen Gründe würde sonst seine Mutter Gott spielen und sich über Natur gegebene Gesetze hinwegsetzen wollen?

    Dazu hatte seine Mutter Agenten nach Shinou gesandt, um Informationen zu beschaffen. Sie durchstöberten alte Schriften und Legenden, um ein Indiz Arceus' Macht zu finden. Es hatte Jahre gedauert, bis Samanthas Lakaien bei ihren Studien auf etwas Vielversprechendes stießen: Einem Haar Arceus', das sie in den längst vergessenen Shinto-Ruinen fanden.

    Damit war der Schritt in den Wahnsinn getan. Gladions Mutter stellte die besten Wissenschaftler auf dem Gebiet der Gentechnik ein, die ebenfalls willens waren, Lebewesen auf grausamste Weise zu foltern, um ihre DNA zu gewinnen. Es war ein leichtes Unterfangen, solche Leute zu arrangieren. Sie hatten sich aus verschiedenen Gründen dem Projekt angeschlossen. Finanzielle Geldnot, Arbeitslosigkeit, Auflehnung gegen das System... Es waren zwielichtige Menschen, die einverstanden waren, gegen das Gesetz zu arbeiten. Zwei von ihnen waren gar die Eltern seines besten Kumpels. Sich ihm anvertrauen und ihn warnen, konnte er nicht. Dies käme einem Verrat gleich.

    Anfangs erzielten sie nur mäßige Erfolge. Zuerst waren es Klone, doch die Versuche scheiterten. Nicht fähig zu leben, starben die Embryonen. Samantha ließ sich von ihrem Wahn nicht abbringen. Auf ihr Geheiß extrahierte das Wissenschaftler-Team die Gene verschiedenster Arten, mit dem grausamen Gebot, dass jene Pokémon ihr Leben für ihre Machenschaften ließen, und nutzten jene DNA, um das Projekt, welches den Codenamen „Typ: Full“ trug, zu modifizieren. Dabei entstand ein Wesen grotesken Aussehens; ein Pokémon, das die manipulierten Gene Arceus' in sich trug.

    Da es ihnen misslungen war, einen direkten Nachkommen zu zeugen, entwickelten sie ein Programm, welches Arceus' Kräften nahekam – das Alpha-System. Es sollte Typ: Full ermöglichen, willentlich das Element zu wechseln. Theoretisch. Ob es auch praktisch funktionierte?

    Die Wissenschaftler seiner Mutter hatten es nach mühevoller Arbeit geschafft, drei dieser missgestalteten Kreaturen zu kreieren. Immer wieder versuchte er sie als gut zu betrachten. Immerhin stammten ihre DNA von Arceus, dem Urvater und Gott allen Ursprungs, aus dem alles heute existierende Leben hervorging. Normalerweise teilte er die Welt nicht in Schwarz und Weiß ein, aber Gladions inneres, naives Kind wollte nicht begreifen, dass aus Arceus etwas Bösartiges hervorgebracht werden konnte. Doch es gelang ihm nicht.

    Selbst eine Beschreibung fiel ihm schwer. Seine äußere Erscheinung war so sehr mutiert, dass es Arceus vollkommen entfremdet war. Die Statur war kräftig, wirkte animalisch und wild. Sehnige Muskeln zeichneten sich unter der nackten, dunklen Haut ab. Nichts mehr erinnerte ihn an das sagenumwobene Arceus, dessen strahlende Gestalt häufig in Büchern hervorgehoben wurde.

    Der Oberkörper des Wesens war in einem makellosen Weiß gefärbt, wobei der Rumpf ein tiefes Schwarz überging. Seinem Kopffacon, auf dem ein prachtvoller Federschmuck entsprang, war flach und kurz, wirkte jedoch durch das am Kiefer angebrachte Metall mechanisch, nicht mehr natürlich. Statt einem Schweif diente ihm eine blau-weiße Flosse als Schwanz. Die grünen Vorderläufe erinnerten an Beine eines Greifvogels und waren mit klingenartigen Krallen bestückt.

    Plötzlich riss ihn ein nervtötendes Piepen aus seinen Gedanken. Gladion hob den Kopf und betrachtete die an der Wand befestigten Monitore, die Herz- und Atemfrequenz sowie Gehirnströme dokumentierten. Er brauchte keine Erklärung, dass die Kurven auf ein Erwachen dieser Kreaturen hindeuteten.

    Augenblicklich verdüsterte sich Gladions Blick. Er hatte stets gehofft, dass sie nicht in diese grausame, machthungrige Welt geboren wurden, die sie geschaffen hatte.

    Im Labor wurden ekstatische Rufe laut. Manche der Wissenschaftler weinten sogar Freudentränen.

    „Präsidentin, es ist uns gelungen! Typ: Full erwacht.“


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  • Na du. :3

    Ich hab schon gestern gesehen, dass du wieder schreibst und ich war total begeistert! Schon damals habe ich gern deine Werke gelesen und sie aufmerksam verfolgt, umso trauriger war ich dann, als ich festgestellt habe, dass du nicht mehr weiterschreibst. Aber hey. Du bist wieder da! *-* Umso verständlicher also, dass ich auch wieder mit am Start bin. Zwar war ich eher weniger gehyped von Sonne/Mond (kA, Story war schon nicht bad und einige Pokémon waren auch richtig gut designed, aber irgendwie ... keine Ahnung :c), aber ich muss sagen, dass mich das Bisherige deiner Story doch schon ziemlich interessiert. Besonders weil ich auch einen kleinen Narren an Gladio gefressen habe.


    Ich finde es ganz allgemein immer super, wenn man einen Einblick in die Headcanons von Leuten bekommt bzgl. der Pokémonwelt. Ich glaube, gerade wenn man eine Fanfiction schreibt, fällt einem irgendwann auf, dass man die "Friede-Freude-Eierkuchen"-Welt seinen eigenen Vorstellungen anpassen möchte. Habe ich auch, haha. Umso spannender und interessanter finde ich dann andere Ideen und Meinungen diesbezüglich. Und ich muss sagen: Ich mag deine (bzw. eure) Vorstellungen, es erscheint mir sinnig in der Gesamtheit und macht mich auch neugierig, wie du die verschiedenen Aspekte in der Story einbauen wirst.

    Besonderer Pluspunkt auch die verschiedenen Sexualitäten, jaja. Mittlerweile ja ein ziemlich interessantes und großes Thema in unserer Gesellschaft. Bzw. setze ich mich gern damit auseinander und finde Stories mit verschiedenen ... öhm, Vorlieben auch spannender als das gewöhnliche 0815-Klischee diesbezüglich. Bin auch hier gespannt, wie die Welt darauf reagiert und wie genau das zur Geltung kommen wird.


    An Handlung ist bisher ja noch nicht allzu viel passiert, aber gut. Ist ja auch erst der Prolog, also nicht verwunderlich, haha. Ich muss aber sagen, dass mir jetzt schon die Charakterdarstellung sehr gut gefällt - Gladios wirkt nicht steif oder gezwungen, sondern lebendig und interessant. Auch das du quasi mit dem Erschaffen von Typ: Null angefangen hast, hat mir sehr gut gefallen - generell hat man ja im Spiel selbst nur grob mitbekommen, was es mit dem Pokémon und seinem Trainer auf sich hatte; umso interessanter, das mal zu lesen. Ich mags! Ich bin sowieso auch schon gespannt darauf, wie sich die Beziehung zwischen den Beiden entwickeln wird (wenngleich Typ: Null nicht als Pokémon in seinem Team vermerkt ist und ich daher nicht weiß, obs dennoch zu ihm gehört dann). Mag das Duo irgendwie. Stellenweise hats im Spiel gewirkt, als wenn sich die Beiden verdammt ähnlich sind; er, der nicht so richtig weiß, was er in der Welt für eine Aufgabe hat und sein Pokémon, was erschaffen wurde und dementsprechend auch keinen wirklichen Bezug zur Welt hat.



    So, das war es dann auch erst mal von mir an der Stelle. Ich bin gespannt, wie es weiter geht und wunderbar, dass du wieder schreibst! ^ - ^

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    »Be the chaos you want to see in the world.«

    - Mollymauk

  • Hallihallo, Rajani !


    Da sind wir also schon bei Prolog #2, der uns ein bisschen in Gladions Gedankenwelt und die Entstehungsgeschichte von Typ:Null führt.

    Vor allem wird hier deutlich, wie innerlich zerrissen Gladion ist. Einerseits quält ihn der Gedanke an das, was seine Mutter tut bzw. veranlasst, andererseits hält er (vermutlich aus Familientreue) trotzdem zu ihr. Vielleicht auch, weil er das Gefühl hat, dass es noch schlimmer wäre, wenn er ginge, hm ... es ist auf jeden Fall interessant, etwas mehr über den geheimnisvollen jungen Mann zu erfahren. Auch, dass er sich niemandem anvertrauen kann, ist ein guter Gedanke - das verstärkt seine Charakterzüge ja noch und erklärt, warum er so einen misstrauischen Eindruck macht und sich von anderen Menschen lieber zurückzieht, wenn man ihn in den Spielen trifft.

    Samantha ist ja die Initiantin des Ganzen, hat aber dennoch nicht auf alle Bereiche ihrer Einrichtung Zutritt. Denkt Gladio das vielleicht nur? Und wenn es doch so stimmt, woran liegt das bzw. kommt das später noch genauer vor? Weil man ja meinen sollte, dass sie alles unter ihrer Fuchtel haben will. Und noch etwas anderes: Ist "Shinou" Absicht bzw. die japanische Schreibweise von Sinnoh? Mich interessiert auf jeden Fall sehr, warum du dich/ihr euch für diese Abweichung der gebräuchlichen 'deutschen' Schreibweise entschieden hast/habt.


    Dieser Einstieg in die Arbeit der Aether-Foundation ist anders als in den Spielen und das ist gut so, weil man die verborgene Seite zuerst und das Ganze so aus einem anderen Blickwinkel kennenlernt. Dadurch wird der Kontrast später noch größer, wenn man vielleicht mal auf Bewohner Alolas trifft, die in ihr "das Gute" sehen.


    Bin gespannt, was passiert und wie der Haupthandlungsstrang wohl aussehen wird!


    Bis zum nächsten Mal!


    ~ Sheo

  • Sanguine


    Sheogorath

    Vielen Dank für eure Kommentare! :bigheart:


    Gruß,

    ~ Rajani