• Zitat von Namine

    So etwas kann man nur behaupten, wenn man nicht in der Situation steckt. Ich mag Kinder bei Gott nicht, aber ich glaube daran, dass Eltern ihre Kinder nahezu bedingungslos lieben. Natürlich gibt es Ausnahmefälle, aber da muss schon einiges passieren, damit dieses Band reißt.

    Kinder sind sogar ein Klimakiller. Dazu gibt es auch viele Fakten. Also wenn ich ein Kind hätte, was andere Menschen umbringt oder mich oder die Mutter sehr stark bedrohen würde, dann wäre es für mich kein Kind mehr. Dann soll es sich andere Eltern suchen, Pflegeeltern usw.. die da ein anderes Grundverständnis zeigen. Mit einem Mord beendet man das Menschsein! Und falls ich einen Menschen mal ermorden sollte, dann verlange ich vom Staat die Todesstrafe.


    Zitat von Bastet

    Ich spreche ja nicht von den Artikeln, die du hier gepostet hast. ^^" Du hast solche Dinge ja (zumindest früher) anscheinend en masse gelesen und aufgesaugt und umgibst dich, von dem was ich weiß, mit ziemlichen Mobleuten und nimmst ziemlich viel Propaganda unreflektiert in dich auf.

    Ich rede nicht gern von früher. Wir müssen in die Zukunft schauen.


    Zitat von Bastet

    An sich würde ich dem zustimmen, aber dann gibt es immer noch tausend andere Möglichkeiten, wie dir jemand etwas antun oder du verunfallen kannst. Oder auch: Das Leben endet zu 100 % tödlich, Fakt. xD

    Man muss es nicht drauf ankommen lassen, aber man kann genauso wenig jede Gefahrenquelle beseitigen.

    Das Leben endet immer, aber es sollte sich jeder selbst aussuchen sollen, wann das Leben vorbei sein soll. Warum soll es dennoch falsch sein, wenn man mögliche Gefahrenquellen beseitigt?

  • An sich würde ich dem zustimmen, aber dann gibt es immer noch tausend andere Möglichkeiten, wie dir jemand etwas antun oder du verunfallen kannst. Oder auch: Das Leben endet zu 100 % tödlich, Fakt. xD

    Man muss es nicht drauf ankommen lassen, aber man kann genauso wenig jede Gefahrenquelle beseitigen.

    Fraglos. Aber ich würde auch sagen, dass es eben genug Vorteile hätte, über so ein System in DE nachzudenken, da es auch das ein- und aussteigen reibungsloser ablaufen lässt. ;)



    Wie gesagt: Ich würde nur auch darum bitten mit den Kreis-Diskussionen aufzuhören. Es hat jetzt jeder mehrfach seinen Punkt gesagt und ich denke, eine weitere Kreisdiskussion führt nur dazu, dass sich die Gemüter wieder hochschaukeln.

  • Es ist immer eine Sache die Todesstrafe als allgemeine Strafe zu sehen und dann die Todesstrafe bei einem konkreten Fall zu fordern... Die Todesstrafe ist an sich keine richtige Strafe. Der Täter wird getötet und dieser fürchtet sich wenn überhaupt um sein Leben vor Durchführung der Todesstrafe. Zweitens gibt es dadurch auch kein Ausdruck von Reue oder persönlicher Entwicklung, die eine Strafe in Form von Büßen, Selbstreflektion und eventuell Therapie eigentlich durchsetzen sollte. Drittens finde ich ist man dadurch nicht besser als der Täter selbst und somit auch kein gutes Vorbild. Was eventuell fair erscheinen mag, bringt am Ende diesbezüglich nichts, auch wenn es vielleicht auf andere abschreckend wirkt. Fairness ist nicht immer sinnvoll.


    Wir wissen nie alles zu der Tat, da es uns schlicht nichts angeht. Da ist es immer leicht nach einer Todesstrafe oder auch nur einem anderen Strafmaß zu fordern, wenn man die genauen Umstände der Tat nicht kennt.

  • Wir wissen nie alles zu der Tat, da es uns schlicht nichts angeht.

    Ich bin durchaus der Meinung, dass da ein erhöhtes öffentliches Interesse besteht, und die entsprechenden Hintergründe dann auch bekannt gegeben werden sollten. Eine Rechtfertigung indes können sie wohl kaum liefern.


    @Bahnsteigproblematik: Auf deutschen Bahnhöfen sind solche Dinge wie in Japan mit den selbstöffnenden Schranken in der Form kaum umsetzbar. Das würde erfordern, dass alle abfahrenden Züge gleich aufgebaut sind. Und auch sonst wäre vieles nur sehr bedingt möglich...

  • @Bahnsteigproblematik: Auf deutschen Bahnhöfen sind solche Dinge wie in Japan mit den selbstöffnenden Schranken in der Form kaum umsetzbar. Das würde erfordern, dass alle abfahrenden Züge gleich aufgebaut sind. Und auch sonst wäre vieles nur sehr bedingt möglich...

    Und es kostet Geld, und wie wir wissen, kann die DB das benötigte Geld dafür nicht in die Hand nehmen, selbst wenn sie es wollte

  • @Bahnsteigproblematik: Auf deutschen Bahnhöfen sind solche Dinge wie in Japan mit den selbstöffnenden Schranken in der Form kaum umsetzbar. Das würde erfordern, dass alle abfahrenden Züge gleich aufgebaut sind. Und auch sonst wäre vieles nur sehr bedingt möglich...

    Und es kostet Geld, und wie wir wissen, kann die DB das benötigte Geld dafür nicht in die Hand nehmen, selbst wenn sie es wollte

    Weil die deutsche Bahn auch völlig unterfinanziert ist.

  • Weil die deutsche Bahn auch völlig unterfinanziert ist.

    (Ich weiß jetzt nicht, ob das Ironie sein soll oder nicht, für mich liest sich das wie wenn das nicht Ironie wäre, von daher antworte ich darauf seriös)
    Schau dir bitte das verlinkte Video an.

    Die DB muss sich kaputt sparen, um die Forderungen der Aktionäre (also des Staates), jedes Jahr Gewinn zu erwirtschaften, zu erfüllen

  • Du hast das Video vor 6 Minuten gepostet. Das Video selbst dauert aber 16 Minuten. Ich kann es nicht gesehen haben. Ich meine das ernsthaft. Das ist ja das Problem, dass die Deutsche Bahn in eine private Rechtsform übergeben wurde. Dennoch ist sie in staatlicher Hand. Seitdem geht es nur noch um das Profit. Nur dort wo es sich lohnt, soll die Bahn fahren. Dort, wo es zu wenige Menschen gibt, wo es ein Minusgeschäft wäre..tja die Menschen dort haben Pech gehabt. Aber das ist das Problem. Bahnfahren ist für mich ein Menschenrecht. Es sollte nicht darum gehen möglichst viel Gewinn zu machen, sondern darum dass alle die Möglichkeit haben damit zu fahren. Daher war die Privatisierung ein großer Fehler.

  • Du hast das Video vor 6 Minuten gepostet. Das Video selbst dauert aber 16 Minuten. Ich kann es nicht gesehen haben.

    Dann würde ich dir dringend raten, dir das Video komplett anzusehen, dann weißt du auch, wovon ich rede :hmmmm:

    Habe ich nun. Ist ein sehr gutes Video. Die Probleme wurden angesprochen. Die Bahninfrastruktur wurde deutlich vernachlässigt. Aber das hat ja nichts mehr mit der Todesstrafe zu tun.

  • Ich ziehe das mal hier hin, weil sich das in dem anderen Thema ja doch schon stark mit diesem überlappt hat


    Aber allein dieser Gedanke, dass vor mir ein Mörder wäre, der jemanden bewusst ermordet hat...das erwidert mich total. Das ist kein Mensch für mich, sondern ein Mistvieh. Wenn jemand ein Mörder ist, der hat für mich das Menschsein verloren.


    Wie soll ich mich auch in einen Mörder hineinversetzen wenn es für mich komplett was Utopisches ist? Aus Hass Menschen zu ermorden kann man auch mit Hass nicht gerechtfertigen. Ich wiederhole es ungern, wenn man Menschen tötet, dann verliert man das eigene Mensch sein.

    Wenn du in den Menschen etwas siehst, was eben nur ihm zukommt und nicht etwa Tieren oder Pflanzen, was ist es denn? Was verliert man durch einen Mord, das man vorher offenbar hatte? Gewissermaßen die "Unschuld", indem man das Leben eines anderen seiner Art nimmt?

    In deinen Beiträgen zieht sich das so ein bisschen durch und ich frage mich beim Lesen die ganze Zeit über, was du damit meinst, denn im Grunde bleibt ein Mensch selbst nach so einem Delikt immer noch ein Mensch, zumindest nach biologischen Merkmalen. Wenn du damit allerdings einen gewissen Geisteszustand meinst oder so etwas in dieser Richtung, dann wüsste ich es gerne.


    Außerdem forderst du doch eigentlich dasselbe, was du bei Mördern ablehnst. 'Die Täter haben aus Hass/niederer Gesinnung gemordet, das ist unverzeihlich. Ich hasse den Täter und fordere, dass er ermordet wird.' Das... ja ^^"



    Dass die Todesstrafe umstritten ist, weil man nie sicher sein kann wer der Täter ist, das ist klar. Nun, das heißt aber nicht, dass ich das gerecht finde, dass Täter eine neue Chance bekommen für einen Mord, wo ein Mensch umgebracht wurde. Ist denen nicht bewusst, dass das echte Leben kein Spiel ist, wo man immer wieder wiederbelebt wird? Wer im echten Leben einmal tot ist, der ist auch immer tot. Deswegen ist für mich keine Strafe gerecht außer der eigene Tod. Wenn ein Mörder jemandem umbringt und danach sich selbst umbringt, dann ist das auch Mist, aber immer noch viel lieber als wenn man ihn ins Knast steckt und doch noch Hoffnung in ihn sehen würde. Ein Mörder, der kaltblütig und bei besten Gewissen Menschen ermordet verdient für mich keinerlei Reue. Das geht einfach nicht. Der Mensch ist ein emotionales Wesen, was nunmal Bestimmtes sehr aufgreift. Ich verstehe daher auch die Todesstrafen Gegner nicht, wieso man sich mit den Haftstrafen bei Mördern einfach zufrieden gibt.

    Ich denke schon, dass viele Leute sich bewusst sind, dass es nur ein Leben gibt, aber wie Alaiya und viele andere bereits geschrieben haben (es aber von dir offenbar immer ignoriert wird) , ist, dass solche Taten meistens aus Affekt geschehen. Weil es zum Beispiel eine Situation gab, mit der diese Leute nicht zurecht gekommen sind, und genau aus diesem Grund ist es wichtig, ihnen die Möglichkeit zu geben, damit fertig zu werden. Nicht, indem man sie umbringt, sondern indem man ihnen eine Therapie anbietet, damit sie nach ihrer Strafe ein einigermaßen normales Leben führen können.


    Im Übrigen geht es doch bei Haftstrafen überhaupt nicht um "zufrieden geben". Es geht nicht darum, dass irgendjemand, der durch einen Mord einen geliebten Menschen verloren hat, entschädigt wird, indem man ihm sagt 'schau, wir haben ihn soooo lange eingesperrt, ist das für dich genug?'. (Haft-)Strafen haben nicht den Zweck einer Genugtuung, sondern sollen einen gewissen Effekt erzielen; für den Täter, dass er einsieht, gegen das Gesetz verstoßen zu haben und deshalb mit vom Staat ausgesprochenen Konsequenzen leben muss; für die Bürger indirekt, dass sie sehen, was passiert, wenn man gegen das Gesetz verstößt, Ersteres hat dabei aber mehr Priorität. Es geht aber NICHT darum, den Täter wie im Mittelalter zum Scheiterhaufen zu führen und derjenige, der beteuert, dadurch am Meisten verletzt worden zu sein, dürfe das Feuer entzünden.

  • Zitat von Namine

    Wenn du in den Menschen etwas siehst, was eben nur ihm zukommt und nicht etwa Tieren oder Pflanzen, was ist es denn? Was verliert man durch einen Mord, das man vorher offenbar hatte? Gewissermaßen die "Unschuld", indem man das Leben eines anderen seiner Art nimmt?

    Die erste Frage verstehe ich nicht wirklich. Man muss Menschen von Tieren und Pflanzen unterscheiden. Ist schon was Anderes wenn ein Mensch einen Menschen ermordet als ein Tier oder eine Pflanze tötet. Der Mensch ist streng genommen ein Herdentier. Herdentiere sind nicht dafür bekannt unter sich als Artgenosse zu morden. Oder wann töten Schafe unter sich? Schweine töten sich unter sich auch nicht. Wir töten Schweine, aber das sind ja nicht unsere Artgenosse.


    Man verliert für mich alles wenn man einen Mensch ermordet. Man verliert dann die eigenen Rechte. Für mich hat ein Mörder kein Recht mehr auf die Rechtsausübung. Er hat schließlich durch den Mord die Freiheit, Unversehrtheit und die Rechte des Opfers für immer beseitigt. Jaa, für mich ist ein Mörder einfach ein Unmensch. Weil es gehört nicht zu den typischen Symptomen eines Herdentiers sich unter sich umzubringen. Man ist nur zusammen stark und wenn ein schwarzes Schaf dazwischen ist, dann klappt die ganze Systematik nicht mehr. Also warum soll ein Mörder eine Rechtsprechung bekommen, der die Rechte eines Menschen für immer beseitigt hat?


    Zitat von Namine

    In deinen Beiträgen zieht sich das so ein bisschen durch und ich frage mich beim Lesen die ganze Zeit über, was du damit meinst, denn im Grunde bleibt ein Mensch selbst nach so einem Delikt immer noch ein Mensch, zumindest nach biologischen Merkmalen. Wenn du damit allerdings einen gewissen Geisteszustand meinst oder so etwas in dieser Richtung, dann wüsste ich es gerne.

    Nach biologischen Merkmalen ist es immer ein Mensch, es seidenn die DNA hat sich verändert, dass es nicht mehr als Mensch gelte. Darum geht es aber nicht. Ein Mensch, der mordet hat für mich das Menschsein aufgegeben. Biologisch ist man noch Mensch, aber mit Menschsein meine ich das Verhalten. Es ist unmenschlich zu morden, weil man als Gesellschaft nicht unter sich mordet. Und da hat auch der Geisteszustand eine Mitschuld. Unser Gehirn ist anscheinend so komplex, dass man sich so abdriften kann um andere Mitmenschen zu morden. Bei anderen Herdentiere kommt das nicht vor, diese Abfälligkeit. Es ist für mich einfach unerklärlich wie man dazu überhaupt kommt zu morden. Es ist einfach das utoptischste was einen Menschen passieren kann. Es ist wie als wäre es aufeinmal ein Außerirdischer statt ein Mensch.


    Zitat von Namine

    Außerdem forderst du doch eigentlich dasselbe, was du bei Mördern ablehnst. 'Die Täter haben aus Hass/niederer Gesinnung gemordet, das ist unverzeihlich. Ich hasse den Täter und fordere, dass er ermordet wird.' Das... ja ^^"

    Ich möchte mich korrigieren. Ich hasse Mörder und fordere, dass er ermordet wird. Aber warum Mörder morden ist für mich nicht nachvollziehbar. Es deckt in keinster Weise die biologische Systematik eines Menschen und oder eines Herdentiers.


    Zum Wort "hassen". Das ist ja ein starkes Wort und heißt eigentlich wie "Mag ich nicht", nur die Betonung auf das Nichtmögen ist beim hassen größer. Wenn ich jemand hasse, dann mag ich die Person nicht. Ich mag die Person nicht, ich hasse die Person. Es gibt genügend Menschen und auch Dinge, die ich hasse. Leute wie Rangnick zum Beispiel hasse ich. Ich wünsche diesen Leuten nur das Schlechteste. Auch wenn ich jemand den Tod wünsche, dann heißt das nicht, dass ich eine verhasste Person töten würde. Wenn man für eine Person nichts Gutes hat, dann wünscht man sich nur das Schlechteste. Hier der Unterschied. Einen Mörder fordere ich den Tod, einer verhassten Person wünsche ich mir den Tod. Das Fordern ist nicht mit den Wünschen gleichzusetzen. Wünsche müssen nicht in Erfüllung gehen, sie können aber. Es gibt ein gutes Sprichwort: "Nur die Guten sterben jung". Das ist leider wahr und das kann ich genau so auch aus meiner Familie vorweisen. Leider leben die Schlechten gefühlt eine Ewigkeit, weil sie im Himmel nicht gebraucht werden.


    Zitat von Namine

    Ich denke schon, dass viele Leute sich bewusst sind, dass es nur ein Leben gibt, aber wie Alaiya und viele andere bereits geschrieben haben (es aber von dir offenbar immer ignoriert wird) , ist, dass solche Taten meistens aus Affekt geschehen. Weil es zum Beispiel eine Situation gab, mit der diese Leute nicht zurecht gekommen sind, und genau aus diesem Grund ist es wichtig, ihnen die Möglichkeit zu geben, damit fertig zu werden. Nicht, indem man sie umbringt, sondern indem man ihnen eine Therapie anbietet, damit sie nach ihrer Strafe ein einigermaßen normales Leben führen können.

    Das sind keine Affekte, sie ermorden Menschen, weil man das eigene Ich-Sein einfach aufgibt. Aus einen Affekt heraus erschreckt man sich vielleicht oder lässt irgendwas kaputt machen. Aber einen Menschen zu morden ist eine Kopfsache. Im Kopf steckt das Problem. Naturgemäß hindert das Gedächtnis davor einen Mensch umzubringen. Auch wenn jemand richtig wütend ist und ausrastet gibt es im Kopf eine Art Blockade, die das Schlimmste verhindern tut. Man kann sich das wie ein Stopschild vorstellen, der besagt wann genug ist. Aber bei einen kleinen Teil funktioniert es nicht. Diese Abstinenz ist keineswegs förderlich sondern mörderlich. Von daher kann ich es nicht verstehen, wie du hier schreibst, dass man mit dieser Abstinenz leben lernen müsste? Warum sollen wir lernen mit Mördern zu leben? Indem wir den Mörder fördern statt ihn ins Nirwana zu befördern? Das kann nicht unser Anspruch sein. Du hast ja selbst, dass wir einen Mörder die Möglichkeit geben sollen mit den Mord fertig zu werden. Den Mörder die Rechte abzukennen und ins Nirwana zu befördern, das wäre damit fertig werden.


    Zitat von Namine

    Im Übrigen geht es doch bei Haftstrafen überhaupt nicht um "zufrieden geben". Es geht nicht darum, dass irgendjemand, der durch einen Mord einen geliebten Menschen verloren hat, entschädigt wird, indem man ihm sagt 'schau, wir haben ihn soooo lange eingesperrt, ist das für dich genug?'. (Haft-)Strafen haben nicht den Zweck einer Genugtuung, sondern sollen einen gewissen Effekt erzielen; für den Täter, dass er einsieht, gegen das Gesetz verstoßen zu haben und deshalb mit vom Staat ausgesprochenen Konsequenzen leben muss; für die Bürger indirekt, dass sie sehen, was passiert, wenn man gegen das Gesetz verstößt, Ersteres hat dabei aber mehr Priorität. Es geht aber NICHT darum, den Täter wie im Mittelalter zum Scheiterhaufen zu führen und derjenige, der beteuert, dadurch am Meisten verletzt worden zu sein, dürfe das Feuer entzünden.

    Solange ein Mörder lebt, geben wir uns damit zufrieden, dass man einen Menschen jegliche Existenzlage beraubt hat. Wir geben einen Mörder weiterhin die Rechte aller Unschuldigen/Nichtmördern, obwohl der Mörder beim Mord seine Rechte gebrochen hat und die Rechte seines Opfers beseitigt hat. Ein Mörder kann nicht zur Rechenschaft gezogen werden, indem man irgendwelche Erziehungsmaßnahmen oder Förderprogramme ablegt. Wenn ein Mensch keine Rechte hat, dann wird man mit den Tod bestraft. Man darf immer nicht vergessen, dass es bei allen Verbrechen eine 2., 3., 4. usw.. Chance gibt, außer beim Mord. Hat man einmal gemordet, dann gibt es keine Chancen mehr. Also wenn ich tatsächlich morden sollte, dann fordere ich den Tod. Wie auch immer ich jemanden morden sollte. Bei Notwehr oder ungewollten Mord ist es natürlich anders zu bewerten.


    Aber zum Schluss muss auch ich sagen, trotz aller guten Argumenten und Berechtigungen für eine Todesstrafe, die Todesstrafe kann und darf in dieser jetzigen Form nicht ausgeübt werden, weil es keine 100%ige Sicherheit gibt, wer auch wirklich der Mörder ist. Solange ein Kern Wahrscheinlichkeit dahinter steckt, sollte die Todesstrafe nicht ausgeführt werden. Falls es eines Tages tatsächlich zu 100% den Mörder bestimmen kann, dann bin ich voll und ganz für die Todesstrafe. Aber nur erst dann. Aber das wird wahrscheinlich nie passieren.


    Dass ich zu diesem Thema immer wieder was anzumerken habe liegt einfach an meiner Art und Weise wie ich damit umgehe. Wenn ich solche Sachen höre oder lese erlebe ich ein Gefühlsbad der Gefühle von wütend bis trauernd, weil ich hasse Mörder.

  • Im Übrigen geht es doch bei Haftstrafen überhaupt nicht um "zufrieden geben". Es geht nicht darum, dass irgendjemand, der durch einen Mord einen geliebten Menschen verloren hat, entschädigt wird...

    Entschädigen ist vielleicht nicht unbedingt das passende Wort, aber es geht bei Strafen durchaus um mehrere Dinge:


    Zitat
    Demgemäß hat das Bundesverfassungsgericht in seiner Rechtsprechung nicht nur den Schuldgrundsatz betont, sondern auch die anderen Strafzwecke anerkannt. Es hat als allgemeine Aufgabe des Strafrechts bezeichnet, die elementaren Werte des Gemeinschaftslebens zu schützen. Schuldausgleich, Prävention, Resozialisierung des Täters, Sühne und Vergeltung für begangenes Unrecht werden als Aspekte einer angemessenen Strafsanktion bezeichnet."


    https://www.bpb.de/izpb/268220…-zweck-des-strafens?p=all

  • Ich kann beide Seiten sehr gut nachvollziehen und verstehe auch, wieso Edex diesen Eindruck von Mördern hat und warum er nichts mit einem zu tun haben möchte. Jedoch verstehe ich aber nicht ganz, warum du sie dafür hassen musst. Du kennst seine Hintergrundmotive gar nicht, vielleicht hatte er einen bestimmten und erklärlichen Grund, wieso er diesen Mord ausgeführt hat? Im Endeffekt kann dieser Mörder von mir aus sogar 1000 Menschen umbringen, das würde mir noch lange keinen Grund geben, einen Menschen zu hassen, der mir und meine Engsten nichts angetan hat. Selbstverständlich würde ich für die Opfern und deren Familien mittrauern, aber im Endeffekt geht es mir nur darum, zu erklären, dass man keinen Menschen, der dir nichts angetan hat, hassen sollte. Und die Wunschgedanken zu haben, das Leben eines Mörders zu nehmen, bloß weil er das Leben eines anderen Individen genommen hat, finde ich auch etwas trauerhaft.

  • Ich möchte mich korrigieren. Ich hasse Mörder und fordere, dass er ermordet wird. Aber warum Mörder morden ist für mich nicht nachvollziehbar. Es deckt in keinster Weise die biologische Systematik eines Menschen und oder eines Herdentiers.

    Gerade deswegen sollte diesen Menschen ja geholfen werden. Sie sind eben wirklich krank. Ich glaube niemand von uns hier kann irgendwie nachvollziehen, wie viel bei einem Menschen falsch laufen muss, bis er so psychisch krank wird, dass er einen Menschen ermordet. Ich halte es für deutlich sinnvoller, gerade solchen Extremfällen eine vernünftige Betreuung mit an den Weg zu geben, unter anderem auch, damit man viel besser feststellen kann, warum und wie Menschen überhaupt auf sowas kommen, damit man zukünftige Fälle schneller erkennen und verhindern kann.


    Fazit ist, dass jeder von uns irgendwie diese Mördertendenz inne hat, nur müssen erst die richtigen Hebel bewegt werden, damit wir so werden. Einige sind da eben resistenter als andere, aber auch du könntest durch irgendwelche Schicksalschläge, die dich so krank machen zum Mörder werden. Und wenn du so davon überzeugt bist, willst du auch nicht mehr dafür zur Rechenschaft gezogen werden, denn du bist 100% von deinen Taten überzeugt.


    Ansonsten kann ich dir recht viele Fälle von Tieren nennen, welche ihre Artgenossen, oder gar ihre Kinder töten und häufig sogar fressen. Hab mal das hier gefunden: https://www.ds.mpg.de/77542/01. Besonders eben Fische tun dies und die sind ja wohl mal einer der Inbegriffe von Herdentieren, auch wenn man es halt Schwarm nennt.

    Ich hab auch schon von Situationen gehört, wo Herdentiere eben ihre zu kranken oder alten Artgenossen sterben lassen, bzw. töten/ködern. Ob das aber eher unter Sterbehilfe zählen würde, da bin ich mir nicht sicher xD

    Ich meine klar, das heißt jetzt nicht, dass wir lustig durch die Gegend morden sollten, aber das es im Tierreich nicht auftritt stimmt definitiv nicht, Tiere sind nicht immer in allem besser als Menschen. In diesem Fall haben Tiere definitiv eine deutlich niedrigere Hemmschwelle als Menschen.


    Insgesamt gesehen, möchte ich dir aber nicht deine Meinung absprechen. Ich denke nur, dass du dich etwas darin verbeißt. Ich hätte auch nicht unbedingt die größte Lust, mit einem Menschen befreundet zu sein, der wirklich jemanden ermordet hat, mit dem ganzen Programm, aber wenn ich ehrlich sein soll, vermutlich würde die Person das eh nur höchstens ihren engsten Vertrauten erzählen. Also wüsste ich es vermutlich nicht einmal. Aber ka, ich könnte die Person halt trotzdem niemals hassen, immerhin kenne ich sie nicht, ich kenne die Gründe nicht und sie hat meinem direkten Umfeld ja eben auch nicht geschadet. Wenn ich jeden Mörder auf der Welt hassen wollen würde, wäre ich ja mit gar nichts anderem mehr beschäftigt. Am Ende interessieren sich die meisten Menschen eben nur für ihr direktes Umfeld.

  • Edex

    Nein, der Mensch ist kein Herdentier. Das ist so etwas, das man aufschnappt und immer wieder wiederholt wird.


    Zitat von Wikipedia

    Als Herde bezeichnet man in der Zoologie überwiegend eine Ansammlung großer, in der Regel gleichartiger ebenerdig-laufend (kursorial) lebender, oft ausschließlich pflanzenfressender Amnioten, vor allem großer Säugetiere und großer Laufvögel.

    Da Menschen lange Zeit unter anderem auch regelmäßig gejagt haben, fällt das gleichmal weg. Dass zum Jagen eine gewisse Grundaggression erfordlich ist, sollte klar sein.


    Zudem ist eine Herde eine Ansammlung von Individuen, was auf Menschenstämme ebenfalls nicht zutraf. Normalerweise kennt man sich in Kleingruppen untereinander gut.


    Zitat von Wikipedia zu Ansammlung

    Aggregation (lat. aggregare, ‚anhäufen, beigesellen‘) bezeichnet im deutschen Sprachraum in der klassischen ethologischen Instinktforschung Ansammlungen von Tieren, die – ohne soziale Anziehung zwischen den Mitgliedern – vom gleichen Objekt der Umwelt angezogen werden (gregäres Verhalten) – etwa von einer Wasserstelle oder einem Futterort.[1] Auch artübergreifende, anonyme Verbände sind möglich, z. B. im Schlafverband (Fledermäuse) oder an attraktiven Blüten (Insekten).


    Und dann frag ich mich: Hast du jemals schon männliche Tiere, egal ob Elefanten, Hirsche oä. in der Brunst gesehen? Wie war das mit dem einander nicht verletzen?

  • Supreme Ich kann ebenso beide Seiten nachvollziehen, nur ist es unglaublich schwer mit Edex zu diskutieren, weil er sämtliche seiner Meinungen auf Halb- oder Nichtwissen fusst. Das zerstört leider jegliches Verständnis, das man für seine Haltung haben könnte.


    Alleine dein letzter Beitrag und die Beiträge im Kuscheljustiztopic wieder, Edex. Du scheinst weder von Biologie noch Psychologie eine grosse Ahnung zu haben (deine Ausführungen zum Affekt sind zB auch völlig Blödsinn, vermutlich, weil du das Wort nicht richtig verstehst), was an sich auch völlig okay ist, aber dann informiert man sich doch, bevor man sich über derart gewichtige Themen aufregt. Aber viel schlimmer, du ignorierst fremde Quellen und Statistiken, liest die Quellen, die du selber postet, nicht mal richtig und ignorierst fremde Fragen, weil du merkst, dass sie deinem eigenen Punkt widersprechen würden. Meine Aussagen und Quellen im Kuscheljustiztopic hast du beispielsweise vollkommen unkommentiert gelassen.


    Aber näher zum Thema nochmal: Was sind die Vorteile einer Todesstrafe abseits der Vergeltung und inwiefern sollen sie die extremen Nachteile (Hinrichtung Unschuldiger, der Staat als Mörder, extreme Kosten) aufwiegen? Wie oft muss man dir noch erklären, dass die meisten Tötungsdelikte aus den Affekt heraus begangen werden? Deine Ausführungen zum Affekt sind völlig wirr.

  • Aber näher zum Thema nochmal: Was sind die Vorteile einer Todesstrafe abseits der Vergeltung und inwiefern sollen sie die extremen Nachteile (Hinrichtung Unschuldiger, der Staat als Mörder, extreme Kosten) aufwiegen? Wie oft muss man dir noch erklären, dass die meisten Tötungsdelikte aus den Affekt heraus begangen werden? Deine Ausführungen zum Affekt sind völlig wirr.

    Dazu muss ich sagen, dass Edex glaube ich wirklich nur die Leute meint, die nicht aus dem Affekt getötet haben, sondern wirklich bewusst mit Planung dahinter. Also er redet eigentlich nur von den Leuten, welche man wirklich als Mörder bezeichnen würde. Allerdings, ist das, wie du schon sagst ein schwindend geringer Anteil aller Morde.

  • Nur unterscheidet das Strafgesetzbuch Mord und Totschlag halt nicht durch das Kriterium der Begehung im Affekt. Darum sage ich ja, dass Edex sich einer Argumentation bedient, die er selber nicht versteht.


    Edit: und bevor mir das wieder vorgeworfen wird: Nein, mir geht es nicht darum, Gesetzbücher als unabänderliche Bibeln anzupreisen. Aber "Mord" juristisch mit "geplanter Tötung" gleichzusetzen, wäre nicht mur unsinnig, sondern würde auch verkennen, dass ja gerade die unberechnbaren Triebtäter oft die gefährlichsten und gesellschaftlich geächtesten sind.

  • Ich habe keine Lust mehr noch groß dazu was zu sagen. Ich habe alles gesagt und ansonsten zieht sich das alles so in die Länge, dass mir dabei der Kopf platzt. Es ist völlig klar, dass ich so nicht auf alles eingehen kann. Es ist blöd, ja. Aber ich schaffe es einfach nicht.


    Noch mal kurz:

    Mörder gehören für mich nicht in dieser Welt, eine Gesellschaft sollte Gewalt vermeiden. Aber auf der Welt gibt es sehr viel Gewalt. Jetzt der Krieg gegen die Kurden. Das sind auch Mörder, weil dieser Plan stand schon lange fest und jeder der da Menschen tötet, der tötet bewusst Menschen. Auch Zvilisten und Kinder sind betroffen. Auch die Nazis, die die Juden getötet haben haben für mich kein Recht mehr zu leben. Die einzige Vergeltung für diese Mörder ist der eigene Mord. Es gibt ja einen bekannten Spruch: "Stell Dir vor es ist Krieg und keiner macht mit"


    Ich möchte nur eine Welt, die keine Mörder kennt. Dahin müssen wir geschlossen hinarbeiten. Wir können nur gemeinsam gewinnen..