Fleischesser, Vegetarier, Veganer, Frutaner

  • Insekten ohne zentrales Nervensystem und ohne ein Bewusstsein so etwas wie eine Leidensfähigkeit besitzen können.

    Wie kommst du darauf, dass Insekten kein zentrales Nervensystem haben?

    Eine Art Bewusstsein werden die sicher auch haben, wenn sie die Umgebung wahrnehmen können.

    Ähm das hab ich mir wohl falsch eingeprägt, sorry xd. Auf jeden Fall ist es viel einfacher aufgebaut. Ob sie wirklich ein Bewusstsein haben ist wohl Definitionssache.

    Ich hab mich gerade nochmal etwas in das Thema eingelesen und anscheinend ist es selbst bei Insekten nicht belegbar, dass sie keine Schmerzen empfinden können, aber es ist stark davon auszugehen.

  • Gute Nachrichten für die Fleischesser/Allesesser:


    https://www.google.com/amp/s/www.agrarheute.com/management/agribusiness/discounter-aldi-steigt-frischfleisch-um-hoechstes-tierwohl-582713%3famp


    Der Discounter Aldi steigt beim Fleisch auf haltungsfreundlicheres Fleisch um. Bis 2030 soll das Fleisch aus den Haltungsformen 1 und 2 verschwinden. Bis 2025 verschwindet schon die Haltungsform 1. Es ist für mich der richtige Weg in die richtige Risiko und damit geht Aldi zwar ein Risiko ein, aber das ist es für mich wert. Fleisch ist zu billig, dann lieber mehr dafür zahlen und dafür besseres Fleisch.


    Was sagt ihr dazu?


    Ich würde wenn es geht eine Steuer nur auf Fleischprodukte der Haltungsform 1 und 2 erheben um deren Bedarf zu senken und damit die besseren Haltungsformen bevorzugt werden. Genauso sollte auch bei Eiern zum Beispiel vorgegangen werden. Eier aus Bodenhaltung sollte auch höher versteuert sein als Bioeier oder Eier aus Freilandhaltung.


    Und erst wenn der Bedarf nach Massentierhaltungfleisch oder Bodeneier so stark einbricht, dass die Nachfrage viel zu gering ist, erst dann kann man es auch komplett verbieten wie es ja bei der Käfighaltung schon ist.

  • Der Discounter Aldi steigt beim Fleisch auf haltungsfreundlicheres Fleisch um. Bis 2030 soll das Fleisch aus den Haltungsformen 1 und 2 verschwinden. Bis 2025 verschwindet schon die Haltungsform 1. Es ist für mich der richtige Weg in die richtige Risiko und damit geht Aldi zwar ein Risiko ein, aber das ist es für mich wert. Fleisch ist zu billig, dann lieber mehr dafür zahlen und dafür besseres Fleisch.

    Das glaube ich persönlich erst, wenn es wirklich soweit ist.

    Ich denke, es wird nicht passieren, da ein Großteil der Menschen nicht bereit ist, mehr für Fleisch/Eier zu zahlen, weil sie es die ganzen Jahre schon so kennen. Der normale Menschenverstand sagt dir zwar, dass du eigentlich auf die Qualität achten solltest - und klar, bezahlst du deutlich mehr beim Fleischer deutlich mehr, hast aber da eine Garantie, dass die Qualität einfach stimmt. Flüssigkeitsverlust ist einfach deutlich weniger und auch bei Grillfleisch und deren Marinaden ist das dann preislich heftig. (Dazu hab ich etwas interessantes vor zwei Tagen gefunden: Modifizierte Stärke in Marinaden)


    Viele sind ja auch der Meinung, man sollte Fleisch nur dann verzehren, wenn man bereit ist, ebenfalls zu schlachten. In gewissem Maße stimme ich dem zu. Habe selbst eine Ausbildung beim Metzger/Schlachter gemacht und somit am eigenen Leibe erfahren, was das für eine krasse Erfahrung ist. Bereits am zweiten Tag hieß es: "Phil, komm mal her. Schlachtest jetzt dein erstes Rind!" - Bolzenschussgerät angesetzt, betätigt, Rind sackt zusammen und mir kamen direkt die Tränen, wobei ich doch nichts mit dem Tier verbinde. Danach lebte ich auch erstmal zwei Monate vegetarisch. :haha: Seither wird sehr darauf geachtet. Maximal zweimal in der Woche gibt es Fleisch- oder Wurstwaren. Es geht im Monat ordentlich aufs Portemonnaie, aber das sollte es definitiv wert sein.

  • Allgemein die Discounter. Abgepacktes Fleisch mit minderwertiger Qualität ist eines der größten Einnahmequellen dieser Geschäfte, denke ich.


    Beispielsweise bei Real ist es so, dass im Kühlhaus ein Eimer mit Flüssigkeit steht. (Wasser mit ein paar Zusatzstoffen) - Dient dazu dass mehr Gewicht ins Fleisch in der sogenannten "Frischetheke" (lachhaft) gespritzt wird. - Geheimes Insiderwissen wird hier gedropt. :haha:

  • Ich finde Fleischessen absolut in Ordnung und nicht verwerflich. Wichtig ist aber das es Fleisch mit guter Qualität ist aus fairer Haltung. Wenn jemand aber kein Fleisch essen möchte ist das auch in Ordnung jeder muss sein eigenes Leben leben. Es nervt mich aber wenn Veganer und Vegetarier anderen das Fleisch essen verbieten wollen, ich finde das nicht richtig, ihr sagt doch einem Homosexuellen auch nicht ,, Hör auf damit auf Männer zu stehen"

  • ihr sagt doch einem Homosexuellen auch nicht ,, Hör auf damit auf Männer zu stehen"

    Würde mich nicht wundern, wenn es derlei Kommentare tatsächlich gibt. Schließlich gibt es genügend Menschen, die einem die eigene Sexualität nicht gönnen.


    Zum Thema:

    Bei Fleisch ist es leider immer schwierig, woher es letztlich kommt. Ich selbst esse eher wenig, hin und wieder mal Fisch, den ich sogar lieber mag. Doch wie beim Fleisch ist auch Fisch so eine schwierige Sache. Aquakultur ist zwar grundsätzlich eine gute Alternative zur Überfischung, ist aber sehr belastend für die Umwelt und daher dauerhaft keine geeignete Option, wenn sich die Bedingungen nicht verbessern.

    Bei Fleisch wäre es mir auch lieber würden die Tiere dreihundertfünfundsechzig Tage lang die Möglichkeit besitzen auf einer saftigen Weide zu stehen, als in zu engen Verhältnissen eingepfercht zu sein. Daher ist es für mich immer ein kleiner innerer Konflikt. Ab und an stehe ich im Laden und möchte mir Fleisch kaufen, nur um es dann doch nicht zu tun, weil man fast ausschließlich welches aus Stallhaltung bekommt und ich das nicht möchte. Ich wäre schon gerne bereit mehr zu zahlen, wenn das Tier es in seinem kurzen Dasein auch gut hatte.

    Anders meine Eltern. Mein Vater ist überzeugter Fleischesser, von daher darf es täglich etwas sein. Meine Mutter isst kaum Fleisch, dafür eher Fisch. Allerdings wären meine Eltern nicht bereit mehr für Fleisch zu zahlen. Meine Mutter jammert zwar, wenn sie was von schlechter Haltung hört, ist aber nicht bereit dazu auch die eigene Einstellung zum Fleischkauf zu ändern.

    "Wie beim Kartenspiel kommt es auch im wirklichen Leben darauf an,
    das Beste aus dem zu machen, was einem gegeben wurde,
    anstatt sich über ein ungünstiges Blatt zu beschweren und mit dem Schicksal zu hadern."


    [Astor, Pokémon - Schwarze Edition]

    Nur noch sporadisch im BisaBoard.

    Einmal editiert, zuletzt von Foxhound ()

  • Es nervt mich aber wenn Veganer und Vegetarier anderen das Fleisch essen verbieten wollen, ich finde das nicht richtig, ihr sagt doch einem Homosexuellen auch nicht ,, Hör auf damit auf Männer zu stehen"

    Die meisten Veganer:innen wollen eher Bewusstsein für die Ethik und Umwelt schaffen. Viele dieser Argumente sind berechtigt, weshalb das Argument "aber es ist meine Freiheit es zutun" eher unangemessen ist. Weil wenn wir immer so argumentieren, können wir gleich in Anarchie leben.


    Homosexualität hingegen ist keine Entscheidung, und homosexuelle Beziehungen sind für die Außenwelt nicht schädlicher als heterosexuelle Beziehungen.

  • Ich esse kein Fleisch aus dem Supermarkt.

    Zum einen, weil es nicht schmeckt, und ich zu auch nicht weiß, wie alt es ist, zum anderen, weil ich nie sicher sein kann, wie sauber der Fleischer gearbeitet hat.


    Mindesthaltbarkeitsdatum schön und gut, aber ich traue dem Braten nicht, sowas kann man problemlos fälschen, wie so vieles mittlerweile.


    Da gehe ich lieber zum Schlachter meines vertrauens, der zerteilt das Fleisch vor meinen Augen und ich kann selbst bestimmen, was ich vom Tier will.


    Ich habe einen empfindlichen Magen, sehr, sehr empfindlich sogar.

    Und ich ekel mich sehr schnell.

    Fleisch vom Schlachter, gern, vom Supermarkt, nein danke!