Kinder, Ja oder Nein??

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  • Zitat von SizeKing

    Sehr lange habe ich nicht viel vom Kinderkriegen gehalten. Ich sah es als den Einstieg in die typische Geschlechterrollen-Falle.

    Ich glaube, in unserer Gesellschaft ist es eher, dass Menschen auf Karrieren getrimmt werden und ihren Lebensinhalt da herum aufbauen. Solange du Sinn darin siehst, schön, aber manche verzichten dann auf soziale und persönliche Wünsche aka Partner finden, Familie aufbauen und Zeit für den Freundeskreis zu haben, nur um dem zu entsprechen.

    Ich meine, finanziell versteh ich es und es geht manchmal icht anders, aber ich würde mit einem Kleinkind nicht Vollzeit arbeiten wollen, wenn ich nicht von unserer Situation dazu gezwungen wäre.

    Man stresst sich und stresst sich, nur für etwas (womögliche) Anerkennung in einer Firma.


    Zitat von Alaiya

    Moralisch richtig ist der weg, der das wenigste Leid verursacht. Nicht-Existenz erzeugt kein Leid. Es ist jedoch nicht möglich ein gänzlich leidfreies Leben zu führen. Demnach tut man Kindern unrecht dadurch, sie zu zeugen, da man ihnen so Leid zufügt."


    Man kann darüber denken, was man will, aber es sind tatsächlich konkrete philosophische Ansätze.

    Ist mir durchaus bekannt, erinnert mich gerade an den Kerl, der seine Eltern verklagt hat, weil sie ihn nicht um Erlaubnis gefragt haben, ob er leben möchte.

    Stell dir vor, du ziehst ein Kind groß und dann ist das so ein undankbares Balg, das dich vor Gericht zerrt, weil du ihn ungefragt ins Leben gebracht hast. ^^"


    Insgesamt klingt bei Antinatalismus das gesamte Mindset eher nach einer Philosophie, die eher von Menschen, die in der Zeit, in der sie diese Philosophie vertreten, großes Leid erfahren oder sich in einem depressiven Tief (oder jugendlichen Emophase...) befinden, vertreten und verbreitet wird.

    Zudem ist "moralisch ist, was das wenigste Leid verursacht" auch sehr vereinfacht und simpel gesagt.

  • Ich muss jetzt mal los werden, dass ich vor längerer Zeit ja geschrieben habe, dass ich keine Kinder haben möchte.

    Ich habe verschiedene Gründe genannt.

    Mein Partner hatte damit keinerlei Probleme und letztendlich ist vor weniger Zeit eine Entscheidung gefallen, als wir ein wenig über unsere Zukunft gesprochen haben.

    Vermutlich werden wir in einigen Jahren ein Kind adoptieren. :)

    Ich bin mit diesem Gedanken vollkommen im Reinen und irgendwie ja, so die Vorstellung von einem eigenen Kind zeugen und groß ziehen... noch immer hege ich dagegen für mich eine innere Abscheu. Aber ein Kind adoptieren, ihm ein neues Zuhause geben, Eltern geben... Ja, die Vorstellung gefällt mir und ich freue mich sogar darauf wenn es so weit ist. :)

  • Und wenn unser Weltbild utilitaristisch wäre und gelten würde, mehr Kinder bedeutet auch mehr Glück auf der Welt, hieße das nun, dass es somit nicht vertretbar wäre, keine Kinder in die Welt zu setzen? (Ich weiß gar nicht, was ein Utilitarist jetzt genau zu dem Thema sagen würde.)

    Die Aussagen der Frau Brunschweiger sind nicht wirklich Argumente basiert, scheint mir... Es wirkt auf mich, wie eine bloße Abwehrreaktion auf (eventuell selbst erfahrene) Vorwürfe, wieso man keine Kinder habe

    Tatsächlich nicht. Die Argumente, die sie hat, entstammen der Antinatalismus-Philosphie, was eine bekannte und durchaus ältere philosophische Einstellung ist, die zwei Seiten hat. Zum einen, die hier genannten: "Der Welt geht es schlecht. Mehr Menschen sorgen dafür, dass es nicht besser wird. Deswegen ist es moralisch Verantwortlich keine Kinder zu bekommen." Zum anderen der Leid-Vermeidungs-Ansatz: "Moralisch richtig ist der weg, der das wenigste Leid verursacht. Nicht-Existenz erzeugt kein Leid. Es ist jedoch nicht möglich ein gänzlich leidfreies Leben zu führen. Demnach tut man Kindern unrecht dadurch, sie zu zeugen, da man ihnen so Leid zufügt."

    Der Ansatz ist mir tatsächlich neu. Auf den ersten Blick scheint mir die Argumentation zirkulär: Leid entsteht durch zu viele Menschen. Menschen sind Kinder. Mehr Menschen heißt mehr Kinder. Mehr Kinder bedeutet mehr Leid auf der Erde. Ergo keine Kinder kriegen, weil dann alle leiden ... jetzt mal irgendwie schlampig dahingeschrieben. Kinder kriegen ist als Ursache für Leid vorausgesetzt. Es muss doch erstmal bewiesen werden, dass Kinder das Problem sind, oder?


    Zitat von SizeKing

    Sehr lange habe ich nicht viel vom Kinderkriegen gehalten. Ich sah es als den Einstieg in die typische Geschlechterrollen-Falle.

    Ich glaube, in unserer Gesellschaft ist es eher, dass Menschen auf Karrieren getrimmt werden und ihren Lebensinhalt da herum aufbauen. Solange du Sinn darin siehst, schön, aber manche verzichten dann auf soziale und persönliche Wünsche aka Partner finden, Familie aufbauen und Zeit für den Freundeskreis zu haben, nur um dem zu entsprechen.

    Ich meine, finanziell versteh ich es und es geht manchmal icht anders, aber ich würde mit einem Kleinkind nicht Vollzeit arbeiten wollen, wenn ich nicht von unserer Situation dazu gezwungen wäre.

    Man stresst sich und stresst sich, nur für etwas (womögliche) Anerkennung in einer Firma.

    Genau, die Positonen sind ja noch immer: Karriere machen oder Familie. Vereinbarung ist eine Farce. Aber dagegen sträube ich mich irgendwie nach wie vor, obwohl ich am eigenen Leibe erfahre, dass ich mich mit Kind scheinbar von einer Karriere verabschiedet habe (wobei jetzt die Frage ist, wie die überhaupt aussieht). Das Ding mit der Nichtvereinbarkeit scheint mir am häufigsten das Problem zu sein, was hinter dem Regretting Motherhood Thema steht.


    Vermutlich werden wir in einigen Jahren ein Kind adoptieren. :)

    Ich bin mit diesem Gedanken vollkommen im Reinen und irgendwie ja, so die Vorstellung von einem eigenen Kind zeugen und groß ziehen... noch immer hege ich dagegen für mich eine innere Abscheu. Aber ein Kind adoptieren, ihm ein neues Zuhause geben, Eltern geben... Ja, die Vorstellung gefällt mir und ich freue mich sogar darauf wenn es so weit ist. :)

    Ich fand sehr lange die Idee gut, Kindern eine Familie zu geben, die von ihrer biologischen "verlassen" wurden. Es schien mir Sinn zu machen, sich doch erst um die Kinder zu kümmern, die schon da sind und Betreuung und Unterstützung brauchen, als selbst ein Kind in die Welt zu setzen. Daher kann ich euch nur die Daumen drücken, sprich darin bestärken, es anzugehen! Ausgerechnet Adoptionen sind sehr schwierig zu arrangieren für die Adoptierwilligen in Deutschland. Obwohl es so viele Kinder gibt, die unter der Obhut ihrer leiblichen Eltern leiden... etc. aber das ist ein anderes Fass, das ich nicht aufmachen möchte.

  • Der Ansatz ist mir tatsächlich neu. Auf den ersten Blick scheint mir die Argumentation zirkulär: Leid entsteht durch zu viele Menschen. Menschen sind Kinder. Mehr Menschen heißt mehr Kinder. Mehr Kinder bedeutet mehr Leid auf der Erde. Ergo keine Kinder kriegen, weil dann alle leiden ... jetzt mal irgendwie schlampig dahingeschrieben. Kinder kriegen ist als Ursache für Leid vorausgesetzt. Es muss doch erstmal bewiesen werden, dass Kinder das Problem sind, oder?

    Tatsächlich nicht. Die Begründung ist tatsächlich: Ein Mensch kann nicht leben ohne Leid zu erfahren. Leid ist immer schlecht. Nicht-Existenz ist kein Leid. Wenn man von einem ethnischen Grundsatz ausgeht, der sagt, dass der Weg mit dem geringsten Leid der Beste ist, heißt das Zwangsläufig, dass es besser ist, kein Kind zu bekommen, als ein Kind zu bekommen. Denn bekommt man ein Kind wird dieses irgendwann in seinem Leben leiden.


    Das kann dann eben noch ergänzt werden durch: Mehr Menschen = Mehr Umweltverschmutzung = Mehr Leid für andere Menschen und Tiere.


    Aber zentral im Antinatalismus ist halt: Jeder Mensch leidet. Weniger Menschen bedeuten weniger Leid. Nicht Existenz ist kein Leid.



    Wie gesagt, ich bin selbst kein Anhänger dieser Philosophie, aber ich finde die Begründung recht interessant. (Persönlich fand ich sie als Autorx vor allem im Kontext von Zeitreise Moral-Dilemma interessant. Aka: "Ich reise in der Zeit zurück und verhinder den Holocaust und WWII. Ich verhinder dadurch viel Leid. Aber dadurch, dass ich das verhindere, werden auch viele Menschen nicht geboren. Ist das jetzt gut oder schlecht?" Wenn wir nach dem Anti-Natalismus gehen, ist die Antwort ganz klar: Das ist gut, weil ich Leid verhindert habe. Die Nicht-Existenz anderer Menschen stellt kein Leid dar. Damit ist diese Philosophie eine der wenigen mit einer klaren Antwort auf die Fragestellung. :P)

  • Zitat von SizeKing

    Genau, die Positonen sind ja noch immer: Karriere machen oder Familie. Vereinbarung ist eine Farce. Aber dagegen sträube ich mich irgendwie nach wie vor, obwohl ich am eigenen Leibe erfahre, dass ich mich mit Kind scheinbar von einer Karriere verabschiedet habe (wobei jetzt die Frage ist, wie die überhaupt aussieht). Das Ding mit der Nichtvereinbarkeit scheint mir am häufigsten das Problem zu sein, was hinter dem Regretting Motherhood Thema steht.

    Die Frage ist dann, was man überhaupt unter Karriere versteht und für wen man diese hat.

    Prinzipiell macht doch jeder einfach nur den Job, den er hat.


    Wie gesagt, ich bin selbst kein Anhänger dieser Philosophie, aber ich finde die Begründung recht interessant. (Persönlich fand ich sie als Autorx vor allem im Kontext von Zeitreise Moral-Dilemma interessant. Aka: "Ich reise in der Zeit zurück und verhinder den Holocaust und WWII. Ich verhinder dadurch viel Leid. Aber dadurch, dass ich das verhindere, werden auch viele Menschen nicht geboren. Ist das jetzt gut oder schlecht?" Wenn wir nach dem Anti-Natalismus gehen, ist die Antwort ganz klar: Das ist gut, weil ich Leid verhindert habe. Die Nicht-Existenz anderer Menschen stellt kein Leid dar. Damit ist diese Philosophie eine der wenigen mit einer klaren Antwort auf die Fragestellung. :P)

    Nun, es ist eben nicht ganz eindeutig.

    Das Ganze hat einen riesigen Haken, weswegen ich der Philosophie unter anderem auch nichts abgewinnen kann: Wer gibt einem das Recht zu entscheiden, ob diese Nicht-Existenz und das "Leid" des Lebens gut oder schlecht ist? Da die Person, die es eigentlich betreffen würde, nicht existiert, kann sie keine Meinung dazu haben und äußern, sodass sich ein anderer das Recht herausgenommen hat über die Richtigkeit und damit die Existenz einer anderen Person zu bestimmen.


    Gut, das macht man auch jedes Mal, wenn man verhütet, aber da ist die Frage nicht, ob die Existenz dem Menschen Leid zufügen könnte, sondern ob das Baby in deine Lebensplanung passt.

  • Wer gibt einem das Recht zu entscheiden, ob diese Nicht-Existenz und das "Leid" des Lebens gut oder schlecht ist?

    Das ist nun einmal Philosophie. Darum geht es doch bei Philosophie. Es geht darum Grundsätze aufzustellen und zu begründen.


    Und eine recht verbreitete Annahme von diversen Philosophischen Richtungen ist halt eben: "Leid ist schlecht." Das ist nichts, was jetzt dieser spezielle Philosophie-Zweig erfunden hat, sondern ist die Grundlage von vielen philosophischen Überlegungen. Und in ethischen Überlegung ist Folge daraus halt: "Lebe so, dass du möglichst viel Leid verhinderst!"


    Antinatalismus ist halt eben einer der Philosophien, die dies zu einem extrem treibt.


    Denn ja, du kannst nun einmal nicht anzweifeln, dass jemand, der nicht existiert tatsächlich nicht leidet. Du könntest ein Argument dafür machen, dass durch die nicht-existenz bestimmter Personen anderes Leid verstärkt wird (sagen wir mal jemand, der für irgendwelche Friedensbewegungen wichtig war oder irgendeine tolle Erfindung gemacht hat, die viele Leute rettet), allerdings kann dahingehend halt eben auch mit dem Gegenteil gegengehalten werden (hätte Hitler nicht existiert blablablubb).


    Und ja, dieser ganze "Leid ist schlecht" Aspekt ist in der Ethik nun einmal zentral. Gerade moderne humanistische Strömungen bauen im Grundprinzip unter anderem darauf auf, dass es moralisch ist, unnötiges oder sinnloses Leid zu verursachen.


    Antinatalisten bauen halt auf dieser Grundlage auf und sagen, dass Leben eben sinnloses Leid ist.


    Wie gesagt, man muss dem nicht zustimmen. Ich tue es nicht. Aber es ist philosophisch absolut zureichend argumentiert. Und den Grundsatz: "Leid ist schlecht", den möchte ich hervorheben, denn der ist halt nun einmal in der Ethik extrem wichtig. Ob man ihn dann ad absurdum führen muss (es gibt auch andere Philosophische Strömungen, die das tun) ist eben eine andere Frage.

  • Wer gibt einem das Recht zu entscheiden, ob diese Nicht-Existenz und das "Leid" des Lebens gut oder schlecht ist?

    Das ist nun einmal Philosophie. Darum geht es doch bei Philosophie. Es geht darum Grundsätze aufzustellen und zu begründen.

    Natürlich ist es das, aber eben auch begründete Grundsätze mit Begründungen aus einer anderen Sicht zu hinterfragen. Diese wären, dass man sich für eine andere Person keinerlei Rechte herausnimmt (was in der Praxis oft nicht möglich ist, erst recht, wenn du für ein Kind oder Tier entscheiden musst) und Leid nicht nur Negatives an sich hat.


    Du könntest auch sagen: Wer in seinem Leben nie Leid (in verschiedenen Varianten) erfährt, bleibt ewig kindlich.

    Dem stimme ich nur zur Hälfte zu, aber es ist nunmal so, dass Kinder erst verstehen lernen, wie sich eine verbrannte Hand anfühlt, wenn sie selbst auf die Herdpltte greifen, oder eben andere Formen von Schmerzen kennen.

    Es gibt auch den philosophisch-religiösen Ansatz zu glauben, dass man in den Himmel / Nirvana kommt / Frieden findet, wenn man es geschafft hat das Leid anderer zu verstehen. Was nun nicht möglich ist, wenn man in einer ewigen Blase leben oder gar nicht erst existieren würde.


    Natürlich kann man (gerade da) jeden Ansatz ad absurdum und einen Ansatz zur Perversion fortführen.

  • Zitat von Bastet

    Natürlich ist es das, aber eben auch begründete Grundsätze mit Begründungen aus einer anderen Sicht zu hinterfragen. Diese wären, dass man sich für eine andere Person keinerlei Rechte herausnimmt (was in der Praxis oft nicht möglich ist, erst recht, wenn du für ein Kind oder Tier entscheiden musst) und Leid nicht nur Negatives an sich hat.

    Damit hast du schon Recht, aber es kommt auch immer darauf an, welche Philosophische Richtung du betrachtest. Nicht alle davon sind konsequentialistisch ausgelegt und viele fokussieren sich auf die Gegenwart und das, was in dem Moment das Richtige ist. Wenn du also beispielsweise, wie es schon angesprochen wurde, eine Philosophie daher nimmst, die das Leid minimieren möchte, geht es in erster Linie darum, nicht darum, was das Leid für einen erzieherischen Wert hat.




    Edit/


    Zitat

    Und wenn unser Weltbild utilitaristisch wäre und gelten würde, mehr Kinder bedeutet auch mehr Glück auf der Welt, hieße das nun, dass es somit nicht vertretbar wäre, keine Kinder in die Welt zu setzen? (Ich weiß gar nicht, was ein Utilitarist jetzt genau zu dem Thema sagen würde.)

    Kommt drauf an, in welcher Hinsicht utilitaristisch. Fängt ja schon damit an, ob du einen negativen Utilitarismus - Leid minimieren - oder einen positiven - Glück maximieren - anwenden möchtest. Und du müsstest dich bei jeder Entscheidung fragen, ob es jetzt aus utilitaristischer Sicht gut oder schlecht ist, etwas (nicht) zu tun (es sei denn, du würdest ein Land voraussetzen, bei dem das von der Regierung bereits strikt festgelegt wurde, was aber de facto unmöglich ist).

    Aber einfach gesagt, wenn man deinem Beispiel folgt, runtergebrochen, und sagt, mehr Kinder = Maximierung des Glücks, würde ein Utilitarist dem wohl Zustimmen.

    "僕の命令は絶対."
    "My orders are absolute."

    赤司・征十郎 ~

    Einmal editiert, zuletzt von Namine ()

  • Manchmal denke ich, dass ein Leben ohne Kinder und möglicherweise ohne Frau stressfreier ist. Man hat da halt mehr Zeit für sich selbst und für die Sachen, die einem interessieren. Sobald man Frau und Kinder hat, fällt es einem schwer, nach der Arbeit sich noch um was Anderes zu sorgen.

    Ich würde meine Freizeit damit verbringen mein Hobby aufzubauen, mir vllt irgendwann mal ein richtiges Studio zuzulegen und mir Materialien zu kaufen, die eben nicht so billig sind. Wenn ich später mal gut genug bin, kann ich dann auch durch mein Hobby ein bisschen mehr Geld verdienen (Ich bin optimistisch, so realitätsfern ist dieser Wunsch nicht). Auch könnte ich alleine die Welt bereisen und vor allem Ostasien usw besuchen. Mit Kindern wäre das eher nicht so schön, vor allem weil ich selber nie alleine irgendwo hingereist bin und ich dementsprechend echt keine Ahnung von sowas hab. Da würde ich das lieber alleine versuchen, als da noch irgendwie Kinder oder so mithin zuschleppen.


    Allerdings sehe ich da nicht so den Sinn dahinter, immerhin ist für allerlei Lebewesen die Vermehrung und die Aufrechterhaltung der Spezies eine sehr wichtige Aufgabe, so ganz allgemein gesehen.

    Außerdem würde es so keine Person geben, der ich nach meinem Tod irgendwas zurück lassen könnte.

    Man verzichtet nicht nur auf die Kinder, sondern auf Enkelkinder und alle möglichen darauffolgenden Generationen.

    Man würde nie wissen, wie es sich anfühlt, wenn man mal Vater oder Großvater ist und wie es so ist, von den Enkelkindern respektiert zu werden. Und das Schlimmste für mich wäre es, wenn man dann, wenn man alt ist, keinen mehr an seiner Seite hat. Wenn man dann in diesem Alter ganz auf sich alleine gestellt ist. Es wäre dann letztendlich ein recht einsames Ende, denn man würde sterben, ohne wirklich etwas zurückgelassen zu haben, höchstens materielle Sachen, aber selbst dann auch niemanden, der diese vererbt bekommen könnte oder irgendwie was damit anfangen könnte.


    Es ist eine wichtige Frage, mit der man sich in seinen 20ern durchaus auseinandersetzen muss.

  • Und das Schlimmste für mich wäre es, wenn man dann, wenn man alt ist, keinen mehr an seiner Seite hat.

    Darauf kannst du vielleicht hoffen, aber davon auszugehen, dass später mal der Optimalfall eintritt und du regelmäßig von deinen Kindern/Enkelkindern besucht wirst und alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, ist eher Wunschdenken. Letztlich kannst du später genauso gut von Freunden und Bekannten umgeben sein, wie es jetzt der Fall ist.

    Zumindest ich würde den Kinderwunsch nicht von einer weit entfernten Zukunft abhängig machen.

  • Gucky   Nachtgestalt

    Pff ach nein, lieber ganz auf Kinder verzichten, da ist die Chance ja gleich viel höher, dass man am Ende nicht alleine ist..? Nein, dass macht auch keinen Sinn. Welche Freunde willst du um dir haben? Am Ende zählt nur Familie, der Rest wird dich zumindest nach dem Tod wieder schnell vergessen, auf "Freunde" ist niemals Verlass. Ein Freund wird niemals ein Kind oder Enkelkind ersetzen können ^^"

    Da wo ich herkomme ist es üblich, dass sich die Kinder und Enkelkinder immer um die Eltern und Großeltern kümmern und sie respektieren.

    Außerdem mach ich es nicht allein davon abhängig, es ist aber durchaus auch eine Tatsache, die eine Rolle spielen mag.

  • outlaw

    Wenn du dich da mal nicht täuscht. Oftmals sind es auch die Freunde, die immer noch zu dir stehen, wenn deine Familie dich längst im Stich gelassen hat (kommt natürlich auf das persönliche Umfeld an). Aber einfach zu sagen, dass die Familie dich nie im Stich lassen würde, deine Freunde aber schon, ist einer eher traurige Behauptung. : / Zumal du mit deinen Freunden, die üblicherweise mit dir altern, mehr gemeinsam haben wirst als mit deinen Nachkommen.

  • Das Ding ist aber, wenn die Freunde selber Familien gründen ud Kinder bekommen, verschieben sich bei denen eben auch die Prioritäten.Dann wird man sie wesentlich seltener sehen.

    Ich bin nicht die Signatur, ich putz hier nur.
    [pokemon='big','shiny']Kokowei-alola[/pokemon]

  • Das versteh ich aber auch. Würdet ihr eure Lebenswünsche aufgeben, nur um nah bei euren Eltern zu bleiben und diese andauernd zu sehen, wenn das Leben halt einen anderen Plan hat, aka ihr vielleicht einen Partner in einer anderen Stadt habt oä.?

    Damit muss man als Elternteil wünschen und das nervt mich so, zum Einen, sagt meine Mutter beispielsweise, ich soll natürlich mein eigenes Leben führen und zum anderen "du könntest mich dann schon öfter besuchen kommen!" Sie ist halt unfähig neue Hobbies und Freunde zu suchen und auch schon über 60, aber deswegen muss man auch nicht an seinen Eltern kleben bleiben. Jeder ist für solche Dinge selbst verantwortlich.


    Gucky   Nachtgestalt

    Pff ach nein, lieber ganz auf Kinder verzichten, da ist die Chance ja gleich viel höher, dass man am Ende nicht alleine ist..? Nein, dass macht auch keinen Sinn. Welche Freunde willst du um dir haben? Am Ende zählt nur Familie, der Rest wird dich zumindest nach dem Tod wieder schnell vergessen, auf "Freunde" ist niemals Verlass. Ein Freund wird niemals ein Kind oder Enkelkind ersetzen können ^^"

    Da wo ich herkomme ist es üblich, dass sich die Kinder und Enkelkinder immer um die Eltern und Großeltern kümmern und sie respektieren.

    Außerdem mach ich es nicht allein davon abhängig, es ist aber durchaus auch eine Tatsache, die eine Rolle spielen mag.

    *denkt an 90 % meiner Familie* Ahahaha. :'D

    Es ist schön ein Familienmensch zu sein, aber nur, solange diese es noch irgendwo verdient haben.


    Außerdem kommt es natürlich neben der Beziehung drauf an, wie viel Platz du hast. In einem größeren Haus, in dem die (Groß)Eltern ein Stockwerk für sich haben, ist das etwas anderes, als in einer 60 m2-Wohnung.

  • Meine Eltern sind noch nicht so alt, also glaube mein Vater wird bald 50, dementsprechend sind sie eigt noch nicht auf Andere angewiesen. Außerdem haben sie neben mir noch 3 weitere Kinder auf die Welt gebracht und da die Jüngste noch auf den Kindergarten geht, werden sie für ne ziemlich lange Zeit nicht wirklich alleine leben müssen.


    Ich weiß aber auch, wie kaputt einige Familien sein können. Außer meinen Eltern und meiner Oma hab ich sonst niemanden aus meiner Familie, mit dem ich irgendwie was zu tun habe.


    Mal ganz davon abgesehen, dass es auch darauf ankommt, wie man mit seinen eigenen Kindern umgeht oder wie man sie erzieht. Gut erzogene Kinder werden wissen, wie wichtig eine gut funktionierende Familie ist.


    Außerdem kommt es natürlich neben der Beziehung drauf an, wie viel Platz du hast. In einem größeren Haus, in dem die (Groß)Eltern ein Stockwerk für sich haben, ist das etwas anderes, als in einer 60 m2-Wohnung

    Ja, da gebe ich dir recht. In meinem Heimatland ist eher Ersteres üblich.



    Wenn du dich da mal nicht täuscht. Oftmals sind es auch die Freunde, die immer noch zu dir stehen, wenn deine Familie dich längst im Stich gelassen hat (kommt natürlich auf das persönliche Umfeld an). Aber einfach zu sagen, dass die Familie dich nie im Stich lassen würde, deine Freunde aber schon, ist einer eher traurige Behauptung. : / Zumal du mit deinen Freunden, die üblicherweise mit dir altern, mehr gemeinsam haben wirst als mit deinen Nachkommen.

    Nein, zumindest wenn's hart auf hart kommt, sind meine Freunde nicht mehr da für mich. Es gab auch mal Fälle, wo ich dachte, dass ich mit einer Person ziemlich gut befreundet wäre und wir viele Gemeinsamkeiten hätten, dem war letztendlich aber nicht so. Vllt ist es ja bei dir anders. Ja, es hängt aber sehr vom Umfeld ab.

    Kann auch sein, dass man später mit Arbeitskollegen auch mal bessere Freundschaften schließen kann. Finde es aber naiv zu behaupten, dass Freunde für einen immer da seien. DAS ist für mich Wunschdenken.

    Dein letzter Satz macht auf keiner Weise Sinn, da du in der Regel auch mit deinen eigenen Kindern alterst, sie werden ja auch mit der Zeit erwachsener ^^" Außerdem wist du zumindest gentechnisch mehr mit ihnen zu tun haben, als irgendwelche Freunde xD

  • Am Ende zählt nur Familie, der Rest wird dich zumindest nach dem Tod wieder schnell vergessen, auf "Freunde" ist niemals Verlass. Ein Freund wird niemals ein Kind oder Enkelkind ersetzen können ^^"

    Und deine Familie wird dich niemals vergessen, dir auf ewig hinterher trauern und in Ehren halten?

    Das Ding ist: man selbst lebt weiter, auch wenn die Leute um einen herum sterben. Die Trauer mag je nach Umstand und Verhältnis in ihrer Intensität variieren, aber letztendlich bleibt Trauer eben Trauer, ob das nun von Freunden kommt oder der Familie. Auch deine Familienmitglieder werden lernen, deinen Verlust zu akzeptieren, damit umzugehen und dennoch ihr Leben glücklich weiter zu leben.



    Ich finde dieses "Blut ist dicker als Wasser"-Denken inzwischen zugegebenermaßen einfach furchtbar. Es kommt nicht darauf an, mit wem man genetisch verwandt ist, sondern mit wem man eine schöne Zeit verbringt und wer einen so akzeptiert, wie man ist. Und zumindest in letzterer Hinsicht kann man sich seine Familie selbst aussuchen und ich kenne einige Fälle - mich eingeschlossen - , in denen das die bessere Alternative war.

  • Ich finde dieses "Blut ist dicker als Wasser"-Denken inzwischen zugegebenermaßen einfach furchtbar. Es kommt nicht darauf an, mit wem man genetisch verwandt ist, sondern mit wem man eine schöne Zeit verbringt und wer einen so akzeptiert, wie man ist. Und zumindest in letzterer Hinsicht kann man sich seine Familie selbst aussuchen und ich kenne einige Fälle - mich eingeschlossen - , in denen das die bessere Alternative war.

    Das Problem ist tatsächlich, dass man, wenn es um Familie geht, irgendwo ein anderes Gefühl hat. Bei meinen Eltern ist es ja ähnlich. Von "Blut ist dicker als Wasser"-Denken halte ich generell auch nicht viel, weil das Bullshit ist. Aber wenn es um deine Familie geht, gehst du an die Situation trotzdem anders heran, als wenn es sich um deine Freunde handelt. Generell habe ich schon so oft von Leuten gehört (mich eingeschlossen), die mit ihren Eltern eigentlich nichts zu tun haben wollen, aber trotzdem immer wieder dort sind weil "es sind eben meine Eltern, irgendwie bin ich ihnen dennoch was schuldig". Natürlich ist es jetzt fragwürdig, ob eine Beziehung hauptsächlich auf Schuldgefühlen aufgebaut irgendwo besser sein soll, aber sie hält zumindest besser, weil diese Schuld (zumindest bei den Eltern) nie wirklich weg geht.

  • Es gab auch mal Fälle, wo ich dachte, dass ich mit einer Person ziemlich gut befreundet wäre und wir viele Gemeinsamkeiten hätten, dem war letztendlich aber nicht so. Vllt ist es ja bei dir anders. Ja, es hängt aber sehr vom Umfeld ab.

    Kann auch sein, dass man später mit Arbeitskollegen auch mal bessere Freundschaften schließen kann. Finde es aber naiv zu behaupten, dass Freunde für einen immer da seien. DAS ist für mich Wunschdenken.

    Dein letzter Satz macht auf keiner Weise Sinn, da du in der Regel auch mit deinen eigenen Kindern alterst, sie werden ja auch mit der Zeit erwachsener ^^" Außerdem wist du zumindest gentechnisch mehr mit ihnen zu tun haben, als irgendwelche Freunde xD

    "Immer für einen da sein" ist ohnehin weit gegriffen. Ich erwarte von meinen Freunden und Partnerin nunmal nicht viel (natürlich möchte man nicht abgewiesen werden, wenn etwas sehr Dringliches ansteht, aber im Allgemeinen) außer Zeit mit mir zu verbringen und ähnliches, weil man einfach einen Drang nach sozialen Kontakten hat. Ich erwarte nicht, dass sie irgendwelche meiner Probleme lösen, mir Geld schenken oä. xD

    Am Ende steht da kein Zwang und kein Müssen dahinter. Ich glaube nicht, dass es naiv ist zu sagen, dass ich mein ganzes Leben lang guten bis sehr engen Kontakt mit ein paar Leuten halten werde. Das heißt nicht, dass irgendwer "alles für mich tun muss". Am Ende täte man für ein paar Leute ohnehin recht viel, wenn es notwendig wäre, aber eben nicht aus Zwang. An sich könnte man jederzeit theoretisch sagen "nö, hab keinen Bock mehr auf dich", tut man aber nicht.


    Die Chancen sind auch recht hoch, dass du zumindest mit manchen aus der Familie gar keine Zeit verbringen würdest, wärst du nicht mit denen verwandt, und es eigentlich nur getan hast, weil du aufgrund gesellschaftlicher Zwänge musst. Oder das ist zumindest ein Teilgrund davon.

    Freunde und Partner suchst du dir im besten Fall ganz bewusst aus und verbringst freiwillig Zeit mit ihnen. Man will bei dem Teil der Familie, der einem ausgeholfen hat, natürlich auch nicht total undankbar erscheinen. Das kommt noch hinzu. Deswegen hält man ja ohnehin mehr shit aus, als von irgenjemandem, den man gerade kennengelernt hat und ist da oft gutmütiger, als bei wem anderen.


    Auf der anderen Seite will man als Elternteil natürlich auch, dass der Kontakt zu den Kindern nie abbricht und einiges mehr, das ist ein allzu menschlicher Wunsch, aber man hat dennoch kein Grundrecht darauf, dass sowas ewig halten wird. Speziell, wenn gewisse Dinge geschehen sind oder man sich irgendwann nur noch unerträglich benimmt.


    Dann sei dazugesagt, dass ich zu meiner Freundin und einigen Freunden ein viel besseres Verhältnis haben und diese persönlichere Dinge von mir wissen, als meine Mutter beispielsweise. Das liegt aber auch daran, dass einige ältere Menschen in gewissen geistigen Bereichen sehr steif werden und eher simplere Denkmuster besitzen und einiges, besonders auf psychologischer Ebene, nicht gut verstehen oder unfähiger werden sich groß zu ändern, was nur energieraubend ist.

  • Und deine Familie wird dich niemals vergessen, dir auf ewig hinterher trauern und in Ehren halten?

    Es ist was Anderes, wenn man eine Generation hinter sich gelassen hat, die mit dem eigenen Namen weiterlebt. Kommt aber auch darauf an, was für ein Großvater/Vater man war und wie man die eigenen Kinder erzogen hat ^^" Natürlich werden die einen auch irgendwann mal vergessen bzw. normal weiterleben.

    Aber mich verlassen auf meine Freunde tu ich nicht, aber darf jeder so sehen, wie er will. Am besten verstehe ich mit meinen Geschwistern. Meine Eltern haben mich auch so akzeptiert, wie ich bin..