Moonlight Shadow: Der Vergangenheit auf der Spur

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  • Ich begrüsse euch herzlich zu meiner Fanfiktion :3

    Es freut mich, dass ihr Interesse an dieser Story habt und hoffe natürlich, dass sie euch auch gefällt^^


    [tabmenu]
    [tab='Vorwort/Zusammenfassung']
    Mehrere Jahre sind nach den Ereignissen aus Black & White nun schon vergangen. Jahre, in denen N nirgends je wieder gesehen wurde. Doch wie hätte er auch ahnen können, dass sein Verschwinden für eine Person so unerträglich sein würde? Als G-Cis plötzlich aus dem Gefängnis entflieht und wieder vermehrt Mitglieder von Team Plasma zu sehen sind, scheint die Hoffnung doch wieder grösser zu werden, N wiedersehen zu können. Doch was hat es mit den Schergen von Team Plasma auf sich? Wieso tauchen sie jetzt wieder auf? Und was hat G-Cis wieder geplant?
    Doch die wichtigste Frage... wo ist N? Wird er überhaupt jemals zurückkommen? Hat auch er etwas mit den neuen Plänen seines Vaters zu tun?
    Eine neue Reise, eine neue Mission, ein neues Abenteuer muss bestritten werden.
    (Dies hier ist meine eigene Fortsetzung der Black & White Editionen)
    [tab='Hinweise/Schreibstil']
    Genre: Hauptsächlich Drama, Romanze und Fantasy, es wird aber auch etwas Humor, natürlich Action und vielleicht Thriller/Horror vorkommen.
    Alterbeschränkung: Gebe ich zur Zeit einmal nicht aus, obwohl die Story schon eher ans ältere Puplikum gewidmet ist. Bei Kapiteln, die jedoch etwas sehr extrem sind, werde ich immer voran eine Warnung schreiben und im nächsten Kapitel eine Zusammenfassung davon schreiben, damit auch jüngere dem Verlauf der Story folgen können. Aber gleich als Vorwarnung. Diese Story wird keine Bilderbuchgeschichte! Sie orientiert sich eher etwas am realen Leben, so können sich Pokémon gegenseitig auch schwer verletzen und auch töten und nicht nur besiegen.
    Pairs: Es wird Pairings geben, welche werden aber noch nicht verraten. Eventuell Shipping.
    Schreibstil: Die Story wird aus der 3. Person beschrieben und spielt die meiste Zeit in der Einall Region. Kurze Sprünge zu anderen Regionen sind aber durchaus möglich. Zudem gehe ich hier von der schwarzen Edition aus, wobei die Handlung dieser Story etwa 6-7 Jahre nach der Story von Black & White spielt.
    Scharf ss: Gleich um euch vorzuwarnen... ich werde in dieser Story kein scharf ss verwenden, da es auf meiner Tastatur nicht vorhanden ist. In der Schweiz kennen wir das scharf s leider nicht.
    Wünsche: Solltet ihr Wünsche für die Story haben, könnt ihr mir diese auch gerne posten. Ich kann nicht versprechen, alle Wünsche beherzigen zu können, doch die, welche ich auch denke, dass sie in die Story passen würden, versuche ich auch miteinzubringen.
    Kritik: Sehr gewünscht und gerne gesehen. Ich werde versuchen eure Kritik zu Herzen zu nehmen und mich natürlich zu verbessern.
    Lob: Ebenfalls gerne gesehen (welch Wunder :3).
    [tab='Charaktere']
    [subtab='Elena']
    Name: Elena
    Alter: 17 Jahre
    Charakter: Ein liebenswertes junges Mädchen mit dem Herz am richtigen Fleck. Sie versucht anderen immer zu helfen und nimmt auch Gefahren auf sich, um ihren Freunden helfen zu können. Sie ist zwar nicht allzu selbstbewusst, doch trotzdem mutig genug, um auch Risiken einzugehen. Spricht man sie auf ihre Grösse an, kann sie durchaus auch etwas zickig werden, was sie selbst aber auch einsieht. Sie ist jedoch sehr nachtragend und vertraut nur sehr schwer anderen Menschen. Es dauert immer seine Zeit, bis sie jemandem vertraut, doch diejenigen, die den Weg zu ihrem Herzen geschafft haben, können immer auf sie zählen. Sie ist zudem ein extremer Morgenmuffel und es mangelt ihr manchmal an einem gewissen Orientierungssinn. (weiteres werdet ihr im Verlauf der Story mitbekommen).
    Pokémon:
    http://www.greenchu.de/sprites/bw/rare/053.pngSobilikat; männlich; fing sie als Mauzi auf ihrer Reise durch die Jothoregion


    http://www.greenchu.de/sprites/bw/018.pngTauboss; männlich; Erhielt sie von Professor Esche (Erstes Kapitel)


    http://www.greenchu.de/sprites/bw/570.pngZorua; männlich; Erhielt sie von N (Erstes Kapitel)


    http://www.greenchu.de/sprites/bw/564.pngGalapaflos; weiblich; Durch ein Fossil erweckt (Back & White)


    http://www.greenchu.de/sprites/bw/643.pngReshiram; Neutrum; Schicksalhafte Begegnung im Schloss von N (Black & White)
    http://www.greenchu.de/sprites/bw/633.pngKapuno; weiblich; Als wildes Pokémon gefangen (Black & White)


    (Das sind die Pokémon, die Elena momentan bei sich trägt, einfach als kleine Übersicht)

    [subtab='Cheren'][IMG:http://pokewiki.de/images/6/66/Cheren_Artwork.png]
    Name: Cheren
    Alter: 17 Jahre
    Charakter: Cheren ist sehr intelligent und ein ausgezeichneter Stratege. Noch immer hat er das Ziel ein Champ zu werden, geht jedoch mit etwas anderen Motiven an die Sache ran, als früher. Er ist meistens eher ruhig und handelt stets überlegt, liebt es aber seine beiden Freunde Elena und Bell ab und zu zu necken. Er steht seinen Freunden mit Rat und Tat zur Seite und lässt sich von Gefahren nur ungern klein kriegen. Obwohl er manchmal etwas arrogant und kühl erscheinen kann, ist er eigentlich ein sehr freundlicher und netter Junge.
    Pokémon:
    [IMG:http://www.greenchu.de/sprites/bw/503.png]Admurai; männlich; Starterpokémon (Black & White)
    [IMG:http://www.greenchu.de/sprites/bw/510.png]Kleoparda; weiblich; Als Felilou gefangen (Black & White)
    [IMG:http://www.greenchu.de/sprites/bw/612.png]Maxax; männlich; Als Milza gefangen (Black & White)
    [IMG:http://www.greenchu.de/sprites/bw/521.png]Fasasnob; männlich; Als Dusselgurr gefangen (Black & White)
    [IMG:http://www.greenchu.de/sprites/bw/526.png]Brockoloss; weiblich; Als Kiesling gefangen (Black & White)
    http://www.greenchu.de/sprites/dp/018.pngTauboss; männlich; Erhielt er von Professor Esche (Erstes Kapitel)



    [subtab='Bell'][IMG:http://pokewiki.de/images/b/b0/Bell_Artwork.png]
    Name: Bell
    Alter: 17 Jahre
    Charakter: Bell ist manchmal etwas zerstreut und auch etwas unzuverlässig, doch sie ist eine liebe und treue Freundin. Sie kann einen ziemlichen Dickkopf besitzen, hat sie sich erst einmal eine Sache in den Kopf gesetzt, lässt sie nur schwer wieder davon ab. Sie schafft es jedoch immer wieder ihre Freunde zu motivieren und lacht auch unheimlich gerne mit ihnen. Bell ist durch und durch eine fröhliche Natur und wird kaum wütend. Leider mangelt es ihr manchmal sehr an Selbstvertrauen, weswegen sie häufig unsicher und hilfsbedrüftig erscheint. Trotzdem ist Bell auch mutig und als Gegnerin nicht zu unterschätzen.
    Pokémon:
    [IMG:http://www.greenchu.de/sprites/bw/497.png]Serpiroyal; männlich; Als Starter erhalten (Black & White)
    [IMG:http://www.greenchu.de/sprites/bw/518.png]Somnivora; weiblich; Als Somniam gefangen (Black & White)
    [IMG:http://www.greenchu.de/sprites/bw/620.png]Wie-Shu; weiblich; Als Lin-Fu gefangen (Black & White)
    [IMG:http://www.greenchu.de/sprites/bw/508.png]Bissbark; männlich; Als Yorkleff gefangen (Black & White)
    [IMG:http://www.greenchu.de/sprites/bw/609.png]Skelabra; männlich; Als Lichtel gefangen (Black & White)
    http://www.greenchu.de/sprites/dp/018.pngTauboss; männlich; Erhielt sie von Professor Esche (Erstes Kapitel)


    [subtab='Professor Esche'][IMG:http://pokewiki.de/images/8/80/Professor_Araragi.png]


    Name: Professor Esche
    Alter: Ungefähr 34 Jahre
    Charakter: Eine sehr intelligente und schlaue Frau. Professor Esche ist meistens gut gelaunt und besitzt immer genügend Motivation, um ihre Forschungen voran zu treiben. Sie sieht die Dinge meistens immer Positiv und lässt sich durch nichts die gute Laune verderben. Es kommt selten vor, dass sie ihr angeborenes Lächeln verlässt. Zudem ist sie sehr fleissig und arbeitet unermüdlich für das Wohl der Pokémon. Sie ist auch diejenige, die Elena, Bell und Cheren je ein Tauboss übergibt.
    Pokémon:
    [IMG:http://www.greenchu.de/sprites/bw/505.png]Kukmarda; männlich; Erhalt unbekannt (Black & White)


    [IMG:http://www.greenchu.de/sprites/bw/573.png]Chillabell; weiblich; Erhalt unbekannt (Black & White)
    [subtab='Eberhard Esche'][IMG:http://pokewiki.de/images/thumb/1/1b/Herr_Agarari.png/130px-Herr_Agarari.png]


    Name: Eberhard Esche
    Alter: ungefähr 61 Jahre
    Charakter: Eberhard ist das wahre Ebenbild seiner Tochter und andersrum. Er ist intelligent, meistens gut gelaunt und denkt nicht mal in Traum daran, in Rente zu gehen. Er leitet zudem eine Trainingseinheit, die Pokémon zu ausgezeichneten Kämpfern trainiert. Die drei Tauboss, die seine Tochter Elena, Bell und Cheren übergibt, sind ebenfalls aus seiner Zucht.
    Pokémon:
    keine
    [subtab='N'][IMG:http://pokewiki.de/images/0/05/N_Artwork.png]





    Name: N Harmonia
    Alter: 18/19 Jahre
    Charakter: N ist genauso wie sein Name ein wahres Mysterium. Er ist zwar sehr freundlich und versucht anderen zu helfen, doch gleichzeitig war er der König von Team Plasma. Er vertritt noch immer die Ansicht, dass Pokémon in Freiheit leben sollten, sieht das ganze aber nicht mehr so ernst und eng wie früher. Wegen seiner Vergangenheit wurde er wohl oft einfach nur missverstanden, obwohl seine Absichten eigentlich durchaus von guter Natur waren. Nun ist er in Einall wieder aufgetaucht, seine Motive sind jedoch noch ungewiss.
    Pokémon:
    [IMG:http://www.greenchu.de/sprites/bw/644.png]Zekrom; Neutrum; Schicksalhafte Begegnung in seinem Schloss (Black & White)
    http://www.greenchu.de/sprites/bw/330.pngLibelldra; männlich; Herkunft unbekannt, vermutlich aus Hoenn (4. Kapitel)


    weitere Pokémon sind unbekannt
    [subtab='G-Cis'][IMG:http://pokewiki.de/images/thumb/4/46/G%C4%93chisu_Artwork.png/192px-G%C4%93chisu_Artwork.png]
    Name: G-Cis
    Alter: unbekannt
    Charakter: G-Cis ist sehr hinterhältig und arbeitet meistens eher im Untergrund. Er versucht seine Ziele mithilfe von Trick, List und Manipulation zu erreichen, weswegen er sogar seinen eigenen Sohn als Werkzeug missbraucht hat. Er sieht in Pokémon ebenfalls nichts anderes als Werkzeuge und scheint von Mitleid oder Güte noch nie etwas gehört zu haben. Um seine Ziele zu erreichen geht er skrupellos vor und nimmt so ziemlich alles in Kauf. Er floh aus dem Gefängnis in Einall und plant einen Wiederaufbau von Team Plasma. Noch ist unbekannt, welches seine genauen Ziele sind.
    Pokémon:
    [IMG:http://www.greenchu.de/sprites/bw/563.png]Echnatoll; männlich; Erhalt unbekannt (Black & White)
    [IMG:http://www.greenchu.de/sprites/bw/635.png]Trikephalo; männlich; Erhalt unbekannt (Black & White)
    [IMG:http://www.greenchu.de/sprites/bw/625.png]Caesurio; männlich; Erhalt unbekannt (Black & White)
    [IMG:http://www.greenchu.de/sprites/bw/537.png]Branawarz; männlich; Erhalt unbekannt (Black & White)
    [IMG:http://www.greenchu.de/sprites/bw/604.png]Zapplarang; männlich; Erhalt unbekannt (Black & White)
    [IMG:http://www.greenchu.de/sprites/bw/626.png]Bisofank; männlich; Erhalt unbekannt (Black & White)
    [subtab='Angelica'] http://www.haliboo.com/uploads…gs/black-hair_220x220.jpg (Hier ausnahmsweise mit glatten Haaren)
    Name: Angelica
    Alter: 25 Jahre
    Charakter: Angelica ist sehr neugierig, manchmal etwas zu direkt und besitzt extrem viel Temperament. Wenn sie etwas will, dann bekommt sie es auch und es ist ganz klar, dass sie eher eine dominante Persönlichkeit ist. Elena lernte sie in einem Café in Stratos City kennen und half früher manchmal etwas im Café aus. Aber auch nach 6 Jahren hat sich Angelica kaum verändert und ist zudem auch schwanger. Der Vater scheint ein Exmitglied von Team Plasma zu sein. Angelica hält jedoch nichts von Vorurteilen und hört nur selten auf andere. Sie interessieren nur die inneren Werte, das Aussehen ist ihr so gut wie egal, auch wenn es manchmal so rüber kommt, als würde sie noch immer auf heisse, knackige Jungs stehen.
    Pokémon:
    keine
    [subtab='Nebencharaktere']
    Alessia: Mutter von Elena
    Schwester Joana: Eine Krankenschwester im Pokémon Center von Stratos City
    Louie: Ein angestellter Türsteher im Café von Angelica
    Damien: Angelica's Boyfriend und Exmitglied von Team Plasma
    Officer Rocky: Polizistin aus Kanto
    [tab='Widmung/Idee']
    Idee:
    Die Idee für diese Story schwirrt mir schon durch den Kopf, seitdem ich die schwarze Edition gespielt habe. Bei der Szene, in der die Hauptfigur und N im Riesenrad sind und N dem Spieler verrät, dass er der König von Team Plasma ist, fing mein Kopfkino so richtig schnell an zu laufen. Ich habe mir von diesem Augenblick an die ganze Zeit gewünscht, dass endlich auch mal so ein Pair in den Spielen vorkommt, aber war natürlich wieder Pustekuchen xD Ich selbst bin ein grosser Fan von N und denke, dass sich Game Freak da endlich mal einen tollen Gegenspieler ausgedacht hat :3


    Widmung:
    Ich widme diese Story an alle, die genauso ein grosser Fan von N sind wie ich^^ Da ich annehme, dass auch andere sich Lotta und N als Pair gewünscht hätten, habe ich nun diese Story ins Leben gerufen, an der ich schon mehrere Monate rumüberlege :3
    [tab='Benachrichtigungen']
    Via PN:
    Eevee làng
    Apfelchen
    Julika


    Via GB:
    ~Shira~
    [/tabmenu]


    Als kleine Anmerkung: Ich werde die Charakterliste und alles immer auf den neuesten Stand halten. Werden Namen, Pokémon und dergleichen in einem Kapitel enthüllt, werde ich diese auch gleich in der Charakterliste und allem übernehmen :3


    Kapitel:
    1. Escape (online)
    2. Closer than you think (online)
    3. Deception (online)
    4. Reality or Illusion (online)
    5. Just the Beginning (online
    )
    6. The Thunder (In Bearbeitung; Arbeitstitel)

  • 1. Kapitel: Escape



    Gedankenverloren starrte Elena aus dem Fenster und beobachtete die Regentropfen, die wild gegen die Schreibe prasselten. Es regnete nun schon seit mehr als einer Woche und noch immer schien kein Ende in Sicht zu sein. Viele Städte rangen mit ihrer Selbstbeherrschung, da der stetige Regen für viele Überschwemmungen sorgte.
    An Reisen war momentan kaum zu denken, zu gefährlich war es, sich ohne festen Unterstand und festen Boden unter den Füssen irgendwo hin zu begeben. Selbst die Pokémon, die in den Wäldern und Feldern lebten, schienen sich in höhere Gegenden zurückgezogen zu haben, um den drohenden Wassermassen zu entkommen.
    Elena seufzte niedergeschlagen und liess sich auf ihr Bett fallen. Sie war nun bereits 17 Jahre alt, eine junge Erwachsene und schon fast eines der älteren Eisen im Trainergeschäft. Viel hatte sie schon erlebt und bestimmt würde noch genauso viel auf sie zu kommen, doch schon seit sie damals gegen Team Plasma gekämpft hatte, hatte sie eine Frage nie ruhen lassen können.
    Wo war N geblieben? Wieso war er einfach verschwunden und hatte sie ihrem Schicksal überlassen, obwohl er eingesehen hatte, dass sein Vater nichts anderes als ein böser Mensch mit finsteren Absichten war? Er hätte ihr helfen können, auch wenn sie stark genug gewesen war, seinem Vater das Handwerk zu legen.
    Aber nein, er hatte sie nur noch angelächelt, war auf Zekrom's Rücken gesprungen und davon geflogen und hatte sich auch später nie wieder blicken lassen, geschweige denn, von sich hören lassen. Gewiss, Elena hatte während all dieser Zeit nie viel mit ihm zu tun gehabt, abgesehen davon, dass er der Anführer von Team Plasma war.
    Aber ansonsten, so wurde es ihr immer mehr bewusst, hatte sie kaum etwas über den Grünhaarigen erfahren. Ein einziges Mal war sie sogar wieder beim Riesenrad gewesen, an jenem Ort, an dem N ihr seine wahre Identität verraten hatte und ihr ebenso erklärt hatte, dass er es liebte Riesenrad zu fahren.
    Doch auch dort hatte sie ihn nicht finden können, noch nicht einmal ein Hinweis war ihr dort begegnet.
    "Elena! Bell und Cheren sind hier!" das Rufen ihrer Mutter riss sie schliesslich aus ihren trübseligen Gedanken und die Braunhaarige kämpfte sich hoch. Wenn Bell und Cheren sie nicht jeden Tag besuchen würden, wäre sie wohl komplett in ihren Gedanken versunken und hätte auch kaum einen Fuss aus ihrem Zimmer gesetzt.
    Die Tür wurde aufgeschwungen und eine strahlende Bell trat in ihr Zimmer, gefolgt von Cheren, der wie immer eine eher ruhige Miene aufgesetzt hatte. "Vergammelst du schon wieder alleine hier drin?" scherzte Bell und klopfte ihrer Freundin auf die Schulter. "Du solltest wirklich nicht so oft in deiner Fantasiewelt versinken... von so vielem Nachdenken bekommst du noch schneller Falten" meinte Cheren und er grinste etwas.
    "Falten?! Ich bin erst 17, da bekomm ich doch noch keine Falten" erwiderte Elena erst entsetzt, dann aber grinsend. "Na und? Grübelfalten können auch schon in jungen Jahren auftreten. Oh warte... ist das da... ein weisses Haar?" sagte Cheren und griff nach einer Haarsträhne von Elena, die daraufhin genervt zurück wich. "Untersteh dich" warnte sie ihn mit einem gefährlichen Lächeln.
    Ja, Elena konnte es absolut nicht ausstehen, wenn irgendjemand ihre Haare anfasste. Seit sie vor knapp einem Jahr ihre Frisur und auch ihren Look verändert hatte, war auch ihr Charakter zusehends weiblicher geworden. Während sie früher mit lockigen langen Haaren und einem eher rockigen Outfit durch die Weltgeschichte gerannt war, so war sie heute ein ziemlich krasses Gegenteil dazu.
    Ihre Haare waren kürzer und zudem glatt, wofür sie jedes Mal nach dem Duschen sorgte und ihre Klamotten waren zwar noch immer nicht wirklich die neueste Mode, doch sie hatte ihren rockigen Look in einen eher verspielten und bequemen umgewandelt. Cheren und Bell hatten sich damals ziemliche Sorgen um sie gemacht, weil sie sich plötzlich so verändert hatte.
    Doch mittlerweile hatten sich die beiden daran gewöhnt. Bell war für kurze Zeit ebenfalls entschlossen gewesen, etwas gegen ihre buschigen Haare zu unternehmen, doch Elena und Cheren konnten es ihr dann dennoch ausreden, ihre Haare zu ändern. Auch sonst hatte sich ihr Aussehen bis heute nicht viel geändert, ausser, dass sie genau wie Cheren grösser geworden war.
    Ebenfalls eine Tatsache, die Elena nervte war, dass Cheren und Bell beide grösser waren. Während sie schon etwa vor einem Jahr aufgehört hatte zu wachsen und bei 1.59 m stehen geblieben war, schien das Wachstum bei ihren beiden Freunden noch immer nicht aufhören zu wollen. Zwar war Bell nur etwa 5 Zentimeter grösser, doch trotzdem nervte es Elena.
    Cheren war sowieso nicht mehr einzuholen, da der Gute bereits 1.78 m gross war und bestimmt wie sein Vater noch etwas grösser wurde. Er hatte sich nun mal in einen jungen Mann gewandelt, was er Elena nur zu gerne unter die Nase rieb.
    Doch trotz ihrer guten Freundschaft hatte Elena ihnen nie den wahren Grund für ihre Veränderung erzählt. Sie wusste nicht, wie sie es hätte erklären sollen, dass die beiden es nicht falsch verstanden und hatte es deswegen ganz bleiben lassen. Elena hatte eigentlich gehofft, dass sie mit einem neuen Look und allem endlich auch neu anfangen könnte, ohne ständige an eine gewisse grünhaarige Person erinnert zu werden, die einfach verschwunden ist.
    "Bist du noch da?" fragte Bell und wedelte mit ihrer Hand vor Elena's Gesicht herum, die sie daraufhin verwirrt anstarrte. "Was?" fragte sie überrascht. "Ist ja wieder mal typisch. Wir reden mit dir und du bist wieder in einem weit entfernten Universum, grade dabei irgendeine in Not geratene Maid zu retten" seufzte Cheren spöttisch.
    "Im Gegensatz zu dir rette ich wenigstens eine Maid..." erwiderte die Braunhaarige gezielt und grinste frech. “Ach lassen wir das doch... reden wir lieber drüber, wenn wir wieder zusammen auf Reisen gehen" warf Bell in die Runde. Man konnte ihre Aufregung und ihre Begeisterung beinahe spüren, so sehr freute sich die Blonde darauf, endlich wieder auf Reisen zu gehen.
    "Ich zerstöre deine Freude ja nur ungern Bell... aber sieh mal aus dem Fenster" meinte Elena knapp. Sie wusste genau, wie sehr sich Bell wieder darauf freute, mit ihr und Cheren gemeinsam zu reisen. In den letzten Jahren waren nämlich alle ihre eigenen Wege gegangen und hatten sich deswegen nur selten gesehen.
    "Sag mal Elena... ich muss dich noch etwas Wichtiges fragen..." fing Cheren plötzlich an und seine Miene wurde wieder ernst."Was denn? WAs musst du mich fragen, dass du dafür gleich wieder so aussehen musst, als ob der Weltuntergang vor der Tür steht?" erwiderte Elena, doch auch sie grinste nicht mehr.
    "Dieses Pokémon... du hast es doch aus diesem Schloss mitgehen lassen, oder irre ich mich da?" fragte Cheren direkt und deutete auf einen Pokéball, der auf Elena's Schreibtisch lag. Innerlich schlug sich die Braunhaarige dafür, dass sie den schwarzen Luxusball nicht irgendwo anders hingelegt hatte.
    Wieder kamen die Erinnerungen in ihr auf und für einen kurzen Augenblick war sie sauer auf Cheren. "Wieso hätte ich ein Pokémon mitgehen lassen sollen? Zudem, wo hätte ich es denn herholen sollen, N hatte keine Pokémon in seinem Schloss versteckt" erwiderte Elena etwas gereizter, als sie eigentlich wollte.
    "Dann hast du es also sonst irgendwo gefangen?" fragte Cheren weiter. "Allerdings" kam die rasche Antwort und Elena schritt zu ihrem Schreibtisch, um den Ball entgegen zu nehmen. "Elena, wir wollen dir keine Vorwürfe machen, aber wir sehen doch, wie sehr du immer in deinen Gedanken versunken bist. Ausserdem ist es schon eigenartig, dass du kurz nach N's Verschwinden plötzlich mit einem so seltenen Pokémon auftauchst" meinte Bell besorgt.
    Sie hatten ja Recht, alle beide. Elena hatte dieses Pokémon nicht selbst eingefangen und Cheren lag auch richtig mit der Annahme, dass sie es aus N's Schloss hatte. Kurz nachdem sie C-Gis und N besiegt hatte, war sie alleine nochmals ins Schloss zurückgekehrt und war in N's Zimmer geschlichen.
    Und hatte dort den besagten Luxusball und einen Zettel gefunden. "Kümmere dich gut um ihn. Er bedeutet mir viel, doch in deinen Händen ist er zurzeit besser aufgehoben. Ich habe vollstes Vertrauen in dich. N" hatte auf dem Zettel gestanden, unverkennbar mit N's Schrift.
    "Na schön, ihr habt ja Recht. Zorua hab ich in N's Schloss gefunden, als ich kurze Zeit später, nachdem C-Gis verhaftet worden war, nochmals dahin zurück bin. Ich war in N's Zimmer und hab den Pokéball zusammen mit einem Zettel gefunden. Es war beinahe so, als hätte N geahnt, dass ich nochmals zurück komme" erklärte Elena schliesslich.
    "Du meinst, er hat dir dieses Pokémon gezielt dort gelassen?" fragte Cheren etwas überrascht, worauf die Braunhaarige nickte.
    "Elena, Cheren, Bell! Komm bitte runter, hier ist jemand, der euch sprechen will!" wurden sie jäh unterbrochen. Fragend blickten sich die drei an, gingen dann aber nach unten ins Wohnzimmer. Alle drei staunten nicht schlecht, als neben Elena's Mutter noch zwei weitere Personen auf einem der Sofas sassen.
    "Professor Esche... Herr Esche... was führt sie denn zu uns?" fragte Elena überrascht. Professor Esche setzte ein Lächeln auf und begrüsste die drei freundlich, aber dennoch konnte man die Sorge in ihrem Blick deutlich erkennen. Ihr Vater, Eberhard Esche, grüsste sie ebenfalls, doch auf sein Gesicht konnte er kein Lächeln erzwingen.
    "Wir würden euch hier nicht besuchen, wenn die Lage nicht ausgesprochen kritisch wäre. Am besten komme ich gleich zur Sache... setzt euch bitte" sagte Professor Esche. Verwirrt setzten sich die drei und warteten gespannt darauf, was die Professorin ihnen zu sagen hatte. Sie kannten sie eigentlich nur als immer fröhliche und gut gelaunte Professor Esche, dass sie nun eine solch ernste Miene machte, konnte wirklich nichts Gutes bedeuten.
    "G-Cis ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und untergetaucht. Wir haben keinerlei Hinweise darauf, wo er sich jetzt befindet und was er vorhat... doch leider sind in mehreren Städten erneut Mitglieder von Team Plasma gesichtet worden" erklärte die Professorin schliesslich. Bell zog erschrocken die Luft ein, während Elena wie vom Donner gerührt war. Nur Cheren blieb ruhig und liess sich keine Sorge anmerken.
    "Aber... wie konnte er entkommen?" fragte Bell verständnislos. "Das wissen wir auch nicht... ohne fremde Hilfe wäre es ihm jedenfalls kaum möglich gewesen. Also muss ihm jemand von aussen geholfen haben, wobei wir schon einen sehr starken Verdacht haben" erwiderte Professor Esche gelassen.
    "Einen Verdacht? Sie meinen N, nicht wahr?" meinte Cheren und warf Elena einen vorsichtigen Blick zu. Auch wenn Elena ihm und auch Bell nie irgendetwas in diese Richtung erzählt hatte, so wusste Cheren ganz genau, dass die Kleine auf diesen Namen extrem niedergeschlagen reagierte. Auch wenn sie es ihnen gegenüber nie zugegeben hatte, so war ihr N's Verschwinden doch näher gegangen, als sie allen weiss machen wollte.
    "Ja, der einzige und erste Verdächtige ist N. Er wurde seit seinem Verschwinden vor 6 Jahren zwar nirgends mehr gesehen, aber jemand anderen können wir uns nicht vorstellen. Trotz allem ist G-Cis immer noch sein Vater, auch wenn er den Jungen für seine Zwecke missbrauchen wollte" antwortete die Professorin.
    "Das glaube ich nicht..." meldete sich nun Elena zu Wort, doch ihre Stimme war leise und klang gezwungen ruhig. "Ich glaube nicht, dass N dahinter steckt! Er ist nicht dumm, er hat selbst erkannt, was für ein hinterlistiger Mistkerl sein Vater ist und würde ihm bestimmt nicht helfen, aus dem Gefängnis auszubrechen!"
    "Tut mir Leid Elena, aber momentan können wir noch nichts ausschliessen. Es kann durchaus sein, dass N noch nicht einmal etwas davon weiss, aber wir müssen nun mal jedem Verdacht nachgehen. Die Polizei ist bereits auf der Suche nach ihm und G-Cis und ebenso anderen verdächtigen Personen, die mit Team Plasma in Verbindung stehen könnten" erwiderte Professor Esche.
    "Und wieso sind sie dann hier? Nur um uns das zu erzählen bestimmt nicht" meinte Cheren schliesslich, während Elena mit ihrer Selbstbeherrschung kämpfe. Wieso war sie nur auf einmal so sauer? Sie verstand sich selbst nicht.
    "Nein, da hast du Recht Cheren. Ich bin hier, weil ich euch um eure Unterstützung bitten möchte. Wenn ihr einwilligt, müsst ihr euch aber auch der Konsequenzen bewusst sein. Denn die Mission kann nicht warten, bis es wieder sonniges Wetter gibt. Ihr müsstet in den nächsten 24 Stunden aufbrechen" erklärte die junge Professorin.
    "Also ich bin dabei" erwiderte Cheren sofort. "Ich auch" meldete sich Bell zu Wort. Elena zögerte etwas, nickte dann aber entschlossen. "Gut, ich danke euch schon jetzt... hier, die werdet ihr sicher brauchen können" sagte die Professorin und hielt jedem von ihnen einen Pokéball entgegen.
    "Darin befinden sich speziell gezüchtete Tauboss. Sie sind grösser und kräftiger als ihre wildlebenden Artgenossen und sehr gut trainiert. Sie sind in der Lage durch selbst diesen kräftigen Sturm zu fliegen, ohne von ihrem Kurs abzuweichen. Sie wurden von mehr als 200 trainierten Tauboss ausgesucht und für diese Mission ausgebildet" erklärte Professor Esche und übergab ihnen die Pokébälle.
    "Speziell gezüchtet?" wiederholte Bell fragend. "Ja, meine Liebe. Diese Tauboss beherrschen so gut wie jede Attacke, die sie in ihrem Leben lernen können und befinden sich auf dem höchsten Level ihrer Stärke. Aber ihr dürft sie nicht für eure eigenen Interessen einsetzen. Kämpft nur mit ihnen, wenn es nicht anders geht. Es sind wahre Kämpfermaschinen und können einem Pokémon und seinem Trainer erheblichen Schaden zufügen. Aber ich bin mir sicher, dass ihr mit ihnen umgehen könnt" meinte die Professorin mit einem sanften Lächeln.
    "Nun, dann wäre ja alles erklärt. Kommen wir nun aber zum eigentlichen Sinn eurer Mission" meldete sich nun endlich Eberhard zu Wort. "Die Mission lautet, dass ihr die Schergen von Team Plasma findet und sie Dingfest macht. Solange jedenfalls, bis die Polizei da ist, um sie zu verhaften. Natürlich solltet ihr auch Ausschau nach N und G-Cis halten aber... solltet ihr G-Cis begegnen, legt euch nicht selbst mit ihm an."
    "Wieso nicht? Elena hat ihn schon einmal besiegt" erwiderte Cheren sofort. "Das mag sein, doch wir wissen nicht, was er schon wieder teuflisches plant und über seine Stärke ist ebenfalls nichts bekannt. Geht kein unnötiges Risiko ein, verstanden?" erklärte der ältere Mann ernst. Cheren nickte knapp, ebenso wie Bell. Elena jedoch gab keine Reaktion von sich.
    "Nun denn... ich würde sagen, dass ihr morgen früh aufbrecht. Heute solltest ihr alle Massnahmen und Vorbereitungen für eure Reise treffen und euch vielleicht schon einmal mit eurem Tauboss beschäftigen. Kommt morgen dann alle zusammen zuerst zu meinem Labor, bevor ihr aufbrecht" meinte die Professorin.
    Die drei nickten knapp und Professor Esche und ihr Vater erhoben sich schliesslich. "Gut, dann werde ich euch morgen sehen. Einen schönen Tag wünsch ich euch noch" meinte Professor Esche und auch Eberhard verabschiedete sich freundlich.
    "Na dann gehen wir am besten mal nach Hause und machen uns für die Reise bereit. Elena, Bell und ich holen dich morgen früh hier ab ok?" meinte Cheren und er stand auf. "Geht klar" meinte Elena leicht niedergeschlagen, setzte aber ein Lächeln auf. "Grüsst eure Familien von mir, ja?" sagte Elena's Mutter noch, ehe Bell und Cheren gingen.
    "Ich bin dann mal oben" sagte Elena und wollte schon die Treppe nach oben rennen. "Schätzchen, ich mach dir dann mal Essen und Trinken für morgen bereit. Ich weiss, dass du alt genug wärst, um dich selbst darum zu kümmern, aber lass deine Mutter noch deine Mutter sein, wenn du schon morgen wieder auf eine gefährliche Reise aufbrichst" sagte ihre Mutter noch, worauf die Braunhaarige lächelnd nickte.
    Kaum war sie in ihrem Zimmer angekommen, musste Elena erst einmal tief Luft holen. So hatte sie sich ein Wiedersehen mit N nicht vorgestellt. Schon gar nicht, dass sie ihn schon wieder als ihren Gegner ansehen musste. Leise verfluchte sie G-Cis und schwor sich, ihm eigenhändig wieder das Handwerk zu legen, sollte sie die Chance dazu bekommen.
    Doch jetzt musste sie sich erst einmal auf ihre bevorstehende Reise vorbereiten. Und morgen würde schon wieder bestimmt alles ganz anders aussehen.


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    Über Kommentare würde ich mich wirklich sehr freuen :3
    Eure Revie

  • Hallo Revie


    Nun wie es aussieht bin ich die erste :) die dir gratulieren darf, das du sehr grosses Talent zum schreiben von FF hast. Man merkt richtig und spürt was geschieht und bis jetzt ist es auch nicht allzu langweilig. Ausser dem liebe ich das LottaXN Shipping und endlich finde ich ne gute FF ,mit der zusammen von Apfelchen, darüber also Applaus *-*


    Starposten
    Sehr gut und übersichtlich aufgebaut, aber wo andere zu wenig machen, machst du leider zu viel zb. Zeit,Ort und Edition könntest du zusammen unter Schreibstill/weise eingeben und ein wenig mehr schreiben sieht dan auch nicht nach so wenig aus ;) Okey? Dort bei ,,Hinweise und sonstiges sieht es nämlich sehr leer aus bei so fielen Punkten, ausser dem fellen ein par, also würd ich dir raten, bei anderen FF nachzuschauen was dir fehlt. Die Steckbriefe sind gut gehalten, enthalten alles wichtige und nichts wirklich unnötiges also wieder ein Pluspunkt. Schreibfehler hab ich keine gefunden ausser bei N dort steht anstatt Natur Natus.


    Kp1
    Du hast die Gefühle sehr gut ausgebauen und beschrieben, auch das was sie denkt. Der inhalt der STory ist sehr aufregend da G-Cis aus dem Gefängnis ausgebrochen ist und N beschuldigt wird, RSfehler hab ich keine gefunden. Die länge das KP ist sehr angenehm zu lesen und auch nicht zu kurz, oder zu lang. Ich würde aber noch mal überdenken, wo du Abschnitte machst, da die meisten Unnötig wirken


    so das war es mal von mir, ich weis recht kurz, aber ich schaffe einfach keine richtige Komentare :( : Alles in einem bekommst du eine 1 mit Sternchen ****
    Ich freue mich auf deine nächsten Kp und wünsche wen es geht eine Pn Benachrichtigung

  • Ich werde deine FF auchmal bewerten, da ich wie Eevee auf Geschichten mit den lieben N liebe. =)

    Ausser dem liebe ich das LottaXN Shipping und endlich finde ich ne gute FF ,mit der zusammen von Apfelchen, darüber also Applaus *-*

    Jedenfalls, Danke! <3  


    @ Startpost:
    Du hast ein Tabmenu benutzt, das zeigt, dass du dich richtig für die Geschichte angestrengt hast. Du hast die Charaktere gut beschrieben, für die Unwissenden unter uns die Black / White nicht gespielt haben. Du hast ihre Persönlichkeit und Pokémon beschrieben, da wir ein Bild bekommen haben brauchst du nicht ihr Äußerliches zu beschreiben. Aber da hättest du noch mehr schreiben können, z.B. Ihre Vorlieben / Abneigungen oder Schwächen / Stärken, sodass wir ein besseres Bild der Charaktere haben und uns mehr in die Geschichte versetzen können.
    Die Pokémon sind gut beschrieben, da brauchen wir keine Informationen außer ihre Namen, meistens werden die Pokémon in der Geschichte beschrieben.
    Ich habe aber noch Fehler gefunden in deinem Text, also:


    @ Kapitel 1:
    - Schreibweise: Dir ist das erste Kapitel gut gelungen, die Beschreibungen waren sehr gut und lebendig, weshalb er leicht zu lesen wurde. Aber überlege wo du die Absätze hinmachst, da das hier so aussieht als würdest du irgendwo auf die Enter-Taste drücken um es länger aus sehen zu lassen. Keine Fehler, außer du schreibst oft 'ss' statt 'ß', keine große Sache aber es wäre besser du benutzt das nächste Mal das ''ß', sodass alles professioneler aussieht. Elena's Gefühlen sind beschrieben, aber nicht ausführlich genug. Wie fühlt sie sich? Du hast das einigermaßen beschrieben, aber du hättest das noch weiter ausschmücken kommen, indem du beschreibst was im Moment in ihr durchgeht.


    - Fehler:
    Während sie früher mit lockigen langen Haaren und einem eher rockigen Outfit durch die Weltgeschichte gerannt war, so war sie heute ein ziemlich krasses Gegenteil dazu.
    <<< Benutz kein krasses, hört sich kindisch an um ehrlich zu sein, lass das lieber aus.

    "Im Gegensatz zu dir rette ich wenigstens ne Maid..." <<< Sie redet zwar mit ihre Freunden, eine hört sich aber besser an.
    Es sind wahre Kämpfermaschinen und können einem Pokémon und seinem Trainer erheblichen Schaden zufügen. <<< Kampfmaschinen

    Mehr finde ich jetzt nicht, außer eine Menge Zeichenfehler, du vergisst oft Kommas oder Leerstellen, da könntest du ich aber wenn du den Text noch einen zweiten Mal überfliegst was an ändern.


    - Inhalt:
    Sie ist verliebt in N, das ist klar, nur weiß sie es selber noch nicht. Wenn man die ganze Zeit an jemanden denkt, er ihr ein Zorua schenkt kann man schon denken, dass da was funkt. G-Cis ist ausgebrochen, N steht unter verdacht, tolle Idee. Es bildet das Gegenstück zu meine FF, aber darüber wollen wir jetzt nicht reden. Man lässt 17-jährige Kinder einen Verbrecher suchen, der geisteskrank ist? Krass. Das sie die ganze Zeit in ihrem Zimmer sitzt und aus dem Fenster starrt ist eine typische Andeutung, dass sie ihn vermisst und wieder sehen will, denn sie ist ja eigenhändig zum Riesenrad läuft nur in der Hoffnung ihn zu sehen.


    Fazit: Die Geschichte hat eine gute Story, weshalb sie sicher nicht langweilig wird, ich werde sie sicherlich verfolgen und weiter bewerten.


    Sayonara!

  • Och Menno, ich wollte schon gestern ein Kommi machen :(  
    Aber ok, dann bin ich eben nur dritte.

    Startpost

    Also diese Finde ich ganz gut, aber leider hast du es etwas mager gemacht, du hättest auch noch die PN-Benachrichtigung und Idee, plus Widmung hinschreiben können! Charas finde ich super klasser, vorallem Elena!
    Naja, dass meiste hat Eevee láng gemacht, aber ich finde es sonst ganz gut.


    1. Kapitel: Escape
    Ich finde du hast es sehr schön beschrieben und auch die Gefühle eingebracht. Interessant war ob Elena jetzt in N verknallt ist oder net. Ich wärs!
    Rechtschreibfehler waren keine, dass ich fies finde, warum schreiben wir sonst Kommis ;D ???
    Die länge war gut und ich fand es gut zu lesen, leider hattest du relativ oft Absätze die nicht so klasse ware.
    Sonst finde ich die Story klasse das N Schuld ist nur weil der behämmerte G-Cis sein Vater ist.
    Fast über all in solchen ähnlichen Storys wurde N ja von seinen Dad, G-Cis, verprügelt!


    ----------------------------------------


    Das wars meinerseits udn sonst wollt ich nur Fragen ob ich eine GB-Benachrichtigung bekomme.(Ins Gästebuch eben :) )


    LG ~Shira~

  • Danke für die Kommentare :D


    Bei einigen Punkten muss ich mich aber leider etwas rechtfertigen xD
    Was das scharfe ss angeht... das ist bei mir auf der Tastatur nicht vorhanden. Ich komme ja aus der Schweiz und da kennen wir dieses scharfe ss nicht ._. Aber naja, wenn es wirklich so sehr stört, such ich eben irgendwo eines und füg es dann ein xD


    Was die Absätze anbelangt, so ist das ne kleine Angewohnheit von mir. Ich schreibe auch auf Fanfiktion.de FFs und auch sonst auf ein paar Seiten und die Absätze haben sich wie eine Art Schreibstil von mir entwickelt :3
    Aber gut dass ich es ansprecht, ich sollte da wirklich mal die Gewohnheit wieder etwas in den Griff kriegen^^


    Was die anderen Punkte angeht, so versuche ich natürlich mich zu verbessern und die fehlenden Dinge nachzuholen :3
    Aber es freut mich schon ungemein, dass es einige überhaupt zu interessieren scheint, was ich hier schreibe ;P
    Das zweite Kapitel ist bereits in Arbeit und natürlich kann ich euch per PN benachrichtigen :3


    Danke vielmals, gibt mir grade wieder Motviation weiter zu schreiben^^


    Eure Revie

  • 2. Kapitel: Closer than you think



    Am nächsten Morgen wachte Elena schlagartig auf. Hektisch sah sie sich um, doch noch immer war es in ihrem Zimmer dunkel. Nur durch das Fenster kam etwas Mondlicht in ihr Zimmer, gerade genug, dass sie noch alles einigermassen erkennen konnte. Ein Blick auf die Uhr reichte aus, um zu sehen, dass er erst 5 Uhr morgens war.
    Sie wollten aber erst um 7 Uhr aufbrechen, doch Schlafen konnte die 17 Jährige nun nicht
    mehr. Obwohl sie sonst immer ein Langschläfer war und locker bis nach 12 Uhr mittags im Bett bleiben konnte, fühlte sie sich hellwach und absolut nicht müde. Womöglich lag es an der Aufregung, was haufenweise Adrenalin durch ihren Körper jagte.
    Sie stand auf, schnappte sich den schwarzen Luxusball von ihrem Schreibtisch und sprang wieder zurück aufs Bett, wo sie Zorua aus seinem Pokéball liess. Freudig grinste das fuchsähnliche Pokémon und streckte sich genüsslich. Normalerweise liess Elena den Kleinen immer ausserhalb seines Pokéballs, ausser sie bekam Besuch oder es waren zu viele Menschen anwesend.
    "Weisst du, ich frage mich wirklich, was dein früherer Trainer sich dabei gedacht hat...", flüsterte die Braunhaarige dem Pokémon zu. Zorua betrachtete Elena mit seinen grossen Augen und schmiegte sich sachte an sie. "Ja ich weiss... du fragst dich bestimmt dasselbe...", musste Elena lächeln.
    Schliesslich knipste sie die kleine Lampe auf ihrem Nachttisch an und erhob sich von ihrem Bett. Aus Schlafen würde gewiss nichts mehr werden, also konnte sie sich genauso gut schon anziehen und für die Reise bereit machen. Erst einmal schnell und leise geduscht, Haare geglättet und dann angezogen, während Zorua es sich in ihrem Bett gemütlich gemacht hatte und eingeschlafen war.
    Leise packte Elena noch die letzten Sachen in ihre Umhängetasche und schaltete danach ihren Laptop an. Noch einen letzten Check auf ihre Mails und alles konnte sicherlich nicht schaden. Wie üblich startete auch automatisch Skype auf, worauf Elena erschrocken zusammenzuckte, als sie einen Anruf bekam.
    Zu ihrer Verwunderung hatte Bell sie angeschrieben und verlangte nach einer Videounterhaltung. "Hey Bell, auch schon wach?", begrüsste Elena ihre Freundin, als sie den Anruf angenommen hatte. "Aber sicher doch... schon ziemlich lange. Cheren übrigens auch, der ist nur schnell noch die letzten Sachen packen gegangen. Wenn du ja schon wach bist, komm ich nachher gleich mit Cheren zu dir rüber, dann können wir früher aufbrechen", meinte Bell aufgeregt und mit einem grossen Lächeln im Gesicht.
    "Ja klar, aber klingelt bloss nicht, meine Mutter schläft noch. Klopf einfach, ich mach dann auf", erwiderte Elena schnell. "Geht klar, dann bis gleich", erwiderte die Blonde und schon war sie auch wieder weg. Na wenigstens war Elena nicht die einzige, die schon wach war und musste so auch nicht allzu lange warten.
    Schon knappe 5 Minuten später waren Cheren und Bell auch schon bei ihr eingetrudelt, worauf sie gegenseitig noch einmal ihr Gepäck durchgingen, ehe sie sich zum Aufbrechen bereit machten.
    Draussen regnete es noch immer, weswegen alle drei ihre langen Regenmäntel angezogen hatten und die Kapuzen tief ins Gesicht zogen. Kurz darauf waren die drei Tauboss auch schon aus ihren Pokébällen befreit und hockten sich diszipliniert hin, damit ihre Trainer aufsteigen konnten. Bestimmt wären sie auch stark genug gewesen um 2 oder sogar 3 Personen zu tragen, jedenfalls waren sie wirklich gross.
    "Wartet, wir müssen doch noch zu Professor Esche", fiel Elena plötzlich wieder ein, während Cheren bereits auf sein Tauboss aufgestiegen war. "Wir waren schon bei ihr, mach dir keine Sorgen. Sie hat uns nur noch Ausweise mitgegeben, sodass wir auch bestätigen können, dass wir an dieser Mission teilnehmen. Ich gebe dir deinen, sobald wir wieder einen Unterstand haben", erwiderte Cheren gelassen.
    Elena nickte ihm zu und stieg nun ebenso wie Bell auf ihr Pokémon. Sie war überrascht, wie bequem es war auf einem Tauboss zu sitzen und vor allem, wie stark man die Wärme des Pokémons spüren konnte. Doch nun stellte sich der Braunhaarigen die Frage, wie sie sich am besten festhalten konnte, ohne Tauboss irgendwelche Federn auszureissen.
    "Elena, mach's wie Cheren, so kannst du dich am besten festhalten und dein Tauboss auch am besten steuern", rief Bell ihr zu. Elena nickte und sah zu dem Schwarzhaarigen, der schon beinahe auf seinem Tauboss zu liegen schien. Er hatte seine Beine leicht angewinkelt und hielt sich an Tauboss Hals fest, was nach einer ziemlich sicheren Position aussah.
    Sofort versuchte Elena die Pose nachzustellen und war überrascht, wie sicher sie nun auf ihrem Pokémon sass.
    "Dann machen wir uns auf den Weg. Wenn jemand zurück fallen sollte oder wir uns verlieren wird augenblicklich gelandet, alles klar?", meinte Cheren noch, wobei er beinahe brüllen musste, um gegen den Regen anzukommen.
    Zum Glück stürmte es momentan nicht so sehr, sodass eigentlich nur der Regen ihnen zu schaffen machte. Cheren hob schliesslich als erstes ab, dicht gefolgt von Bell und Elena. Anmutig schlugen die Tauboss mit ihren kräftigen Flügeln, sodass es nicht lange dauerte, bis sie einen erheblichen Abstand zwischen sich und dem Boden erreicht hatten.
    Cheren stieg immer höher, bis in die Wolken hinein, wobei den dreien sofort auffiel wie rapide die Temperatur hier oben sinken konnte. Der Regen war viel kälter und peitschte den jungen Trainern ungehemmt ins Gesicht, was sich beinahe wie tausend Eissplitter anfühlte. Der schwarzhaarige Trainer stieg jedoch weiterhin nach oben und die beiden Mädchen folgten ihm.
    Sie wussten, dass er vor hatte über der ersten Wolkenebene zu fliegen, da dort die Möglichkeit bestand, dass es nicht regnete. Zwar war der Sauerstoff dort oben dünner als auf dem Boden, doch solange sie nicht stundenlang in solch einer Höhe fliegen würden, wäre es bestimmt zu verkraften.
    Nach etlichen Minuten, wie es Elena vorkam, erreichten sie endlich die Luftmassen oberhalb der ersten Wolken. Tatsächlich regnete es hier nicht, was die Kälte sofort wieder um einiges erträglicher machte. "Jetzt müssen wir einfach weiter Richtung Nordwesten fliegen, dann kommen wir etwa nach 2 Stunden in Stratos City an", rief Cheren den beiden Mädels zu.
    "Stratos City? Wieso gehen wir ausgerechnet in diese Grossstadt?", fragte Elena. Gut, sie hätte selbst keinen Vorschlag machen können, wo sie als erstes hätten suchen sollen, doch als kleines Landei mochte sie die Stadt nicht unbedingt. Andererseits, wenn sie es sich etwas genauer überlegte, so war die Wahrscheinlichkeit für einen Neuaufbau einer Verbrecherorganisation in einer Stadt viel grösser, als sonst irgendwo.
    "In Stratos City sind bis jetzt die meisten Mitglieder von Team Plasma gesichtet worden. Natürlich könnte es sich auch um einen Ablenkungsmanöver handeln, aber die einfachen Rüpel dieser Organisation sind noch nie besonders helle gewesen. Wäre also auch durchaus möglich, dass sie einfach zu blöd sind, um sich versteckt zu halten", erklärte Cheren gelassen.
    Nun, da kein peitschender Regen mehr ihnen ins Gesicht klatschte, war es auch um einiges einfacher, eine Unterhaltung zu führen. Bell und Elena holten etwas auf, sodass sie nun gelassen nebeneinander her fliegen konnten. Wenn sie nicht unbedingt auf einer gefährlichen Mission wären, hätte Elena diesen Ausflug durchaus geniessen können.
    Schon immer hatte sie davon geträumt ein Vogel Pokémon wie Tauboss zu besitzen und mit ihm durch die Lüfte zu fliegen, doch bis jetzt hatte sie noch keines dieser Pokémon ergattern können. Mit Reshiram konnte sie zwar auch fliegen, doch leider war das Drachen Pokémon viel zu gross und auch auffällig, weswegen sie mit ihm nie durch irgendwelche Dörfer oder Städte hätte fliegen können.
    Zudem war es ja allgemein nicht sonderlich schlau, ein seltenes Pokémon in der Öffentlichkeit zu präsentieren, da es ausser den Team Plasma Mitgliedern auch allerlei andere Gauner gab, die ein flinkes Händchen hatten, um Pokébälle von ihren Besitzern zu trennen.
    Doch diese Tatsache beschäftigte Elena nur nebensächlich. Sie liess sich das Gespräch mit Professor Esche noch einmal durch den Kopf gehen, um sich wirklich bewusst zu werden, was von ihr auf dieser Mission überhaupt verlangt wurde. Erst jetzt kam ihr der Gedanke, dass Professor Esche vermutlich auch aus einem ganz anderen Grund ausgerechnet sie drei und vor allem Elena für diese Sache dabei haben wollte.
    Sie erinnerte sich noch gut daran, dass Professor Esche gesagt hatte, dass sie die Einzige wäre, die jemals so viel mit N zu tun gehabt hatte. Vielleicht erhoffte sie sich dadurch ja, dass N mit Elena Kontakt aufnahm und sie ihn in diesem Moment schnappen konnten. Jedoch war sich die 17 Jährige nicht sicher, ob sie das wirklich zulassen konnte. Natürlich wollte sie alles daran setzen, dass C-Gis wieder hinter Gitter kam, doch ob sie dafür auch N in eine Falle locken konnte war fraglich.
    Sie wusste ja ohnehin nicht wirklich, was momentan mit ihr los war und warum sie sich so schlecht fühlte, weil sie N als einen Verdächtigen ansehen musste. Sie kannte ihn doch kaum und trotzdem war sie so erpicht darauf ihn wiederzusehen und zwar nicht als Feind, sondern als Freund.
    "Elena!", ein lautes Rufen riss die Braunhaarige aus ihren Gedanken, worauf sie gerade noch so ihr Tauboss auf die andere Seite lenken konnte, um nicht mit Bell zusammen zu stossen. "Gott nochmal, Elena! Was hätte das denn werden sollen?", fragte Cheren leicht gereizt, während Bell erst einmal erleichtert aufatmete.
    "Entschuldige... ich war etwas in Gedanken", entschuldigte sich Elena knapp und versuchte ihre Konzentration wieder etwas auf die Reihe zu bekommen. "Elena, wenn du nicht bei der Sache bist wird das Ganze noch in einer Katastrophe enden... Also bitte konzentrier dich etwas, Gedanken kannst du dir auch wieder machen, wenn wir gelandet sind", meinte Cheren streng, auch wenn er es keineswegs böse meinte.
    "Ist schon gut Cheren, lass sie", meldete sich nun Bell zu Wort. "Nein, er hat Recht Bell. Ich muss mich zusammenreissen", erwiderte Elena rasch und lächelte knapp. Sie musste aufhören die ganze Zeit zu träumen und musste sich wirklich auf die wichtigen Dinge konzentrieren. Wie Cheren gesagt hatte, Gedanken konnte sie sich auch später noch machen.


    Sanft landeten die Vogel Pokémon auf der grossen Himmelspfeilbrücke, nachdem sie mehr als 2 Stunden geflogen waren. Wie durch ein Wunder schien es hier ausnahmsweise mal nicht zu regnen, doch dafür war ein beissender Wind zu spüren. Das Wetter schien wohl wirklich überall verrückt zu spielen.
    "Sind eure Beine auch so taub wie meine?", fragte Bell, während sie leicht taumelte, als sie von Tauboss herabstieg und auf ihren Füssen landete. Auch Elena's Beine fühlten sich merkwürdig taub an und schienen ihr Gewicht nicht richtig tragen zu wollen. "Das kommt von der langen eintönigen Sitzposition und der Kälte. Rennt ein bisschen rum, dann legt sich das taube Gefühl wieder", meinte Cheren, der genau die gleichen Probleme besass, wie die beiden Mädels.
    Es dauerte einige Minuten, bis sich ihre Beine wieder einigermassen dazu entschlossen hatten, ihr Gewicht zu tragen. Danach jedoch machten sie sich auf den schnellsten Weg nach Stratos City, da man ja nie wissen konnte, wann es gleich wieder regnen würde. Nach kurzer Zeit hatten sie bereits das Pokémon Center erreicht und traten ein.
    "Ich besorg und mal ein Zimmer, wartet ihr hier", sagte Bell und ging bereits auf Schwester Joana zu, die gerade dabei war einen Stapel Dokumente aus einem Aktenschrank zu holen. Erschöpft setzten sich Cheren und Elena auf die kleinen Sofahocker und liessen ihr Gepäck neben sich auf den Boden sinken.
    Schnell entledigte sich Elena ihres Regenmantels und legte ihn ordentlich zusammen, um ihn in ihrem Gepäck verstauen zu können. Gut nur, dass ihr Regenmantel gross genug gewesen war, sodass sie praktisch kaum nass geworden war. Auch Cheren hatte die ganze Reise einigermassen trocken überstanden.
    Nach nur wenigen Minuten kam auch schon Bell wieder zurück und wedelte mit einem Schlüssel in ihrer Hand. "Ein Viererschlag ist doch perfekt. Schwester Joana hat mir zudem noch mitgeteilt, dass die Mitglieder von Team Plasma, die hier zu sehen sind, manchmal auch ins Center kommen, um ihre Pokémon untersuchen zu lassen. Findet ihr das nicht auch merkwürdig?", sagte die Blonde aufgeregt.
    "Seltsam auf jeden Fall... aber wie auch immer. Bringen wir erst mal unser Gepäck auf unser Zimmer, danach können wir weitersehen", meinte Cheren und lud sich seinen Rucksack wieder auf den Rücken. Elena und Bell nickten. Die Blonde ging als Erste die Treppe nach oben zu den Zimmern und ging bis ans Ende des Ganges.
    Mit einem leisen Klick entriegelte sie die Tür zu ihrem Schlag und die drei traten ein. Das Zimmer war nicht allzu gross, aber auch nicht unbedingt klein und besass neben einem grossen Fenster 4 Einzelbetten und einen Schreibtisch. Ein eigenes Bad gab es hier jedoch nicht, wie in kaum einem Pokémon Center.
    "Na dann, am besten sehen wir uns hier erst einmal um und nehmen alles genauer unter die Lupe. Am besten treffen wir uns in etwa 2 Stunden wieder hier. Meinetwegen könnt ihr auch shoppen gehen, kommt ja auf das Gleiche raus", sagte Cheren, wobei er bei seinem letzten Satz einen vielsagenden Blick zu Bell warf.
    "Ach, du alte Spassbremse, beim Shoppen erfährst du Dinge, die du sonst nie erfahren würdest. Ausserdem könnt ihr beide euch ja den anderen Plätzen hier widmen, die Shoppingstrasse könnt ihr getrost mir überlassen", grinste Bell schon voller Vorfreude. "Wir sind nicht hierhergekommen um zu Shoppen Bell...", murmelte der Schwarzhaarige seufzend, doch Bell hörte ihm gar nicht mehr zu.
    "Na schön... dann werde ich mich den übrigen Läden und den Nebengassen zuwenden. Elena, du suchst die Hauptstrassen und öffentlichen Plätze ab. Und ihr beide, haltet euch von den dunklen Seitenstrassen und Gassen fern", sagte Cheren schliesslich. "Meine Güte, wir können schon auf uns aufpassen Cheren. Was sollte an einer Seitengasse denn schon gefährlich sein?", erwiderte Elena leicht lachend. Irgendwie war es ja süss, dass sich Cheren Sorgen um sich machte, aber immerhin war eine Seitengasse nichts im Vergleich zu ihrer Mission.
    "Es ist und bleibt immer noch eine Grossstadt und ihr bleibt auch immer noch zwei junge Frauen. Wenn jemand euch schnell genug erwischt, werdet ihr nicht mal Zeit haben eure Pokémon zu rufen", meinte der Schwarzhaarige nur. "Schon klar! Und Tschüss!", rief Bell aus und war auch schon aus dem Zimmer verschwunden.
    Cheren seufzte bloss und hielt danach Elena einen kleinen Ausweis entgegen. "Ist das der Ausweis von Professor Esche?", fragte Elena und nahm ihn entgegen. Darauf zu sehen war eigentlich nicht viel mehr, wie auf einem gewöhnlichen Trainerpass, jedoch war die Karte in recht dunklen Farben gehalten.
    "Genau. Zeig sie aber nur, wenn man dich direkt darum bittet. Sonst benutzt du deinen gewöhnlichen Trainerpass. Es muss nicht gleich die ganze Weltgeschichte wissen, dass wir hier auf einer Mission sind, um eine Verbrecherorganisation aufzuhalten", erwiderte Cheren, worauf Elena nur nickte. Sie hatte auch gar nicht vorgehabt, den Ausweis überall herumzuzeigen, auch wenn sie die Farbe durchaus mehr ansprach, als die des gewöhnlichen Trainerpasses.
    Schliesslich verliess sie zusammen mit Cheren das Pokémon Center und trennte sich auf der Strasse dann von ihm. Während der Schwarzhaarige in eine kleine Seitenstrasse bog, ging Elena einfach weiter der Hauptstrasse entlang und betrachtete etwas die Gegend. So viele Läden auf einen Haufen hatte sie schon lange nicht mehr gesehen, selbst dann nicht, als sie durch Jotho gereist war.
    Plötzlich blieb sie vor einer kleinen Gasse stehen und erinnerte sich wieder daran, dass sich vor 6 Jahren hier ein kleines gemütliches Café befunden hatte, in dem Mitglieder von Team Plasma häufig ein und aus gegangen waren. Cheren hatte zwar gesagt, sie solle sich von solchen Gassen fern halten, doch sie war vor 6 Jahren schon so oft durch diese Gassen geschlendert, dass bestimmt kein mordlustiger Irrer hinter der nächsten Tonne hervorspringen würde, um sie alle zu machen.
    Zur Sicherheit liess sie jedoch ihr Zorua aus seinem Pokéball, worauf der kleine Fuchs erfreut auf ihre Schulter sprang und es sich gemütlich machte. "Du bleibst schön bei mir, keine selbstständigen Egotrips, verstanden?", flüsterte sie dem Pokémon noch zu, ehe sie in die Gasse einbog.
    Nach nur wenigen Metern war das Schild des kleinen Café's zu sehen. Die 17 Jährige achtete jedoch nicht auf den Namen, sondern warf einen prüfenden Blick ins Fenster. Drinnen waren kaum Leute, doch noch immer stand die Gleiche Kellnerin hinter der Bar, wie auch schon vor 6 Jahren.
    Elena öffnete die Tür und trat ein. "Oh mein Gott! Da lässt sich nach 6 Jahren doch tatsächlich endlich mal wieder eine blicken!", rief die junge Frau hinter der Bar aus und trat hastig auf die Braunhaarige zu. "Ja, hallo Angelica, ich freu mich auch dich wieder zu sehen", erwiderte Elena grinsend und umarmte sie.
    Verändert hatte sich Angelica kaum. Noch immer trug sie ihre langen, gelockten und schwarzen Haare mit einem Tuch nach hinten gebunden und trug genau dieselbe rote Schürzte, wie schon bei Elena's ersten Besuch. Ihre grünen Augen schienen jedoch noch mehr zu strahlen und sie hatte ein kleines rundes Bäuchlein angelegt.
    "Was hast du denn die ganzen Jahre so getrieben? Bist du etwa mit deinem Lover durchgebrannt? Ich will alles wissen, setz dich!", tuschelte Angelica sofort drauf los und deutete auf einen kleinen Tisch ganz nahe der Bar. Elena grinste nur und setzte sich, während Angelica noch kurz einen Kunden bediente und sich ihr dann gegenüber setzte. Zorua machte es sich neben Elena auf dem Boden gemütlich und gab einen zufrieden Seufzer von sich.
    "Also... erzähl schon, was hast du so getrieben?", sagte sie neugierig. "Nicht viel und nein, ich bin mit keinem Lover durchgebrannt. Ich bin nicht so alt wie du", erwiderte Elena und zog eine Augenbraue hoch, während sie noch immer frech grinste. "Ach meine Liebe, ich bin jetzt auch erst 25 Jahre alt und trotzdem hab ich mir einen Braten andrehen lassen", konterte die Schwarzhaarige und deutete auf ihren Bauch.
    "Du bist schwanger?!", fragte Elena überrascht. "Ja, seit 4 Monaten. Weisst du, nachdem du vor 6 Jahren plötzlich nicht mehr hier aufgetaucht bist, musste ich mir ein paar andere Leute suchen, die mir an den Wochenenden hier etwas aushelfen. Und habe da einen charmanten jungen Mann kennen gelernt. Aber genug von mir, ich will deine Liebesgeschichten hören", erzählte Angelica kurz.
    "Ich habe keine Geschichte zu erzählen Angelica... es war nie einer in Aussicht und jetzt hab ich auch keinen im Visier", erwiderte Elena gelassen.
    Ja, das war Angelica, immer neugierig und ziemlich direkt. Schon als Elena sie vor 6 Jahren kennen gelernt hatte, verstanden sich die beiden sehr gut, auch wenn sie zwischendurch kaum Kontakt zu einander hatten. Obwohl die Schwarzhaarige 8 Jahre älter war, schien sie noch immer jung geblieben zu sein, auch wenn sie etwas mehr Lebenserfahrung hatte wie Elena.
    "Kein Typ? Wie alt bist du nun? 17 Jahre? Also da muss doch langsam mal was laufen. Was ist denn mit diesem knackigen grünhaarigen Kerl, der dich hier mal aufgespürt hatte? Läuft da nichts? Der war doch absolut scharf, auch wenn er etwas zu jung für mich war", meinte die Kellnerin grinsend.
    "Du vergisst, dass er der Anführer von Team Plasma war und mich nur hinters Licht führen wollte. Zudem ist er vor 6 Jahren spurlos verschwunden", musste Elena lachen, obwohl ihr bei dem Thema eigentlich gar nicht zum Lachen zu Mute war. "Mein Kerl war auch mal Mitglied bei Team Plasma, und wenn schon? Die besten Kerle brauchen immer irgendeine üble Vergangenheit, sonst werden sie irgendwann langweilig, hocken nur noch vor dem Fernseher und fangen an langweiligen Hobbies wie Minigolf nachzugehen", erwiderte Angelica entnervt.
    "Dein... Typ war bei Team Plasma?", fragte Elena schliesslich vorsichtig. "Ja. Er kommt später auch noch vorbei, da kannst du gerne etwas mit ihm plaudern. Ach ja, vor ein paar Tagen war ein Kerl hier, der nach deinem Wohnort gefragt hatte", erwiderte Angelica. "Ein Kerl? Wie hat er ausgesehen? Und wieso wollte er wissen wo ich wohne?", fragte Elena sofort und ihr verging nun endgültig das Lachen.
    "Keine Ahnung. Er trug eine schwarze Lederjacke mit einer grossen Stoffkapuze, die ganz bestimmt nicht seine war. Die war ihm viel zu gross, das hat man sofort gesehen. Jedenfalls hatte er sein Gesicht verborgen und ich hab ihm natürlich rein gar nichts über dich verraten Schätzchen. Ich hab ihn von Louie schliesslich rausschmeissen lassen, ich lass doch keine vermummten Gestalten in meinem Café", antwortete die Schwarzhaarige Schultern zuckend.
    Elena dachte nach und liess ihren Blick etwas durch das Café schweifen. Wer zum Teufel könnte sie denn suchen und würde dabei sein Gesicht nicht zeigen wollen? Sie warf einen Blick aus dem grossen Fenster des Café's und hielt plötzlich den Atem an. Vielleicht wurde sie ja langsam paranoid, doch da hatte sie doch für einen kurzen Augenblick jemanden gesehen.
    "Was ist?", fragte Angelica leicht besorgt. "Wie viele grünhaarige Personen gibt es in dieser Stadt?", fragte die 17 Jährige sofort. "Nicht viele... sehr wenige, um genau zu sein... wieso?", erwiderte die Kellnerin, doch Elena gab ihr keine Antwort, sondern stürmte bereits aus dem Café. "Ich erklär's dir später!", rief sie Angelica noch zu, ehe sie das Café verlassen hatte, Zorua ihr dicht auf den Fersen.
    Sie hatte sich das doch nicht eingebildet oder? Sie würde doch nicht einfach so grüne Haare sehen, nur weil sie gerade über ihn gesprochen hatte?
    Elena's Herz schlug zum Zerspringen, als sie sich in der Gasse umsah. Wo war er hin? In welche Richtung sollte sie laufen? Oder... hatte sie sich das ganze wirklich nur eingebildet? Nein das konnte nicht sein. Er muss eben hier gewesen sein. "N...", flüsterte Elena leise.




    -----------------------------------------------------
    So, ich habe jetzt mal was anderes mit den Absätzen versucht :3


    Hoffe es ist so nun besser xD
    Und nein, ich habe kein scharf ss verwendet, gibt's auf meiner Tatsatur einfach nicht... ich hoffe das stört euch nicht allzu sehr :3
    Über Kommi's freue ich mich natürlich wie immer^^
    :pika:

  • Dann werd ich mal auch nen Kommentar zu deiner Story fallen lassen :'D
    Der Titel hat mich schon richtig neugierig gemacht und hält wirklich, was er verspricht.
    Die Charaktere sind gut beschrieben und du verrätst nicht zu viel über sie, sodass es spannend bleibt. Sonst ist der Startpost auch sehr gut und übersichtlich aufgebaut.
    Ja, dann komm ich auch gleich zu den ersten beiden Kapiteln... Die Überschriften der Kapitel selbst sind ja auch schon recht ansprechend. An sich ist in diesen zwei Kapiteln schon sehr viel Spannung eingebaut, es fängt schon damit an, dass Elena und ihre Freunde erfahren, dass G-Cis aus dem Gefängnis ausgebrochen ist. Dann will man natürlich erfahren, wie es jetzt weiter geht und was Team Plasma vorhat. Und Elena wird ja ganz besonders noch mal mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, da es ja für sie bedeuten könnte, N wiederzusehen. Wär jetzt natürlich interessant, ob das wirklich N gewesen ist, den sie da gesehen hat^^.
    Viel mehr bleibt mir nicht zu sagen.. was mir auffällt, ist, dass du manchmal Wortwiederholungen in einem Satz oder zwei aufeinanderfolgenden Sätzen machst, aber das ist nicht weiter schlimm. Hier zum Beispiel:


    Zitat

    Die Blonde ging als Erste die Treppe nach oben zu den Zimmern und ging bis ans Ende des Ganges.


    Ansonsten sind mir keine gröberen Fehler aufgefallen. Also ich werde deine Story auf jeden Fall weiterverfolgen und freu mich auch schon auf das nächste Kapitel :'D
    Lg, Naranja

  • So, ich werd jetzt auch mal nen Kommi hinterlassen.
    Ich finde die Idee klasse, ne FF zu schreiben, die nach der Handlung des Spiels stattfindet. Deine Art, zu schreiben ist sehr schön. Ob der mit den grünen Haaren wohl wirklich N war? die Veränderung von Elenas aussehen ist auch ne tolle Idee. Darauf wär ich nie im Leben gekommen. Das mit dem ss, daran kann man sich meiner Meinung nach gewöhnen. Danke auch für die PN. Wer weiß, vielleicht war Zorua ja sone art falle, also an ihm ist ein Sender festgemacht/als Implantat (oder wie auch immer das heißt), sodass Team Plasma immer weiß wo Elena ist. Übrigens finde ich auch die Kapitellänge sehr gut. Das mit den Wiederholungen ist mir auch aufgefallen. So, das wars erstmal von meiner Seite.
    Tschaui, Julika :)

  • 3. Kapitel: Deception


    Zorua tapste wie wild hin und her und schien nach jemanden zu rufen, wobei sich Elena nur zu gut vorstellen konnte, wer das sein könnte. Dass selbst Zorua glaubte, dass N gerade hier gewesen war, beruhigte sie einigermassen, da sie nun sicher sein konnte, dass sie nicht komplett paranoid geworden war. Aber wenn er es tatsächlich gewesen ist, wieso wollte er dann nicht von ihr gesehen werden? Und wieso war er überhaupt ausgerechnet in dieser Stadt?
    "Komm schon Zorua, wir finden ihn schon", meinte Elena zu ihrem Pokémon, welches knapp nickte und ihr auf die Schulter sprang, doch gerade als die 17 Jährige einen Weg einschlagen wollte, blieb sie wie angewurzelt stehen. "Weisst du, ich verstehe dich nicht... ich habe keinen Mundgeruch, ich spucke nicht beim Reden und ich habe eine deutliche Aussprache. Was bitte war an -Haltet euch von den Seitenstrassen und Gassen fern-, denn nicht zu verstehen?", fragte Cheren aufgebracht.
    Er musste sich wahnsinnig kontrollieren, dass er nicht vollständig ausflippte. Seine Stimme war zwar noch einigermassen ruhig, doch ein bissiger Unterton war herauszuhören. "Mein Gott, krieg dich wieder ein Cheren. Ich hab bloss Angelica besucht, ist das so schlimm?", erwiderte Elena knapp. "Angelica?", wiederholte Cheren fragend.
    "Ja, Angelica. Die Eigentümer dieses Café's und gute Freundin von mir. Du hast sie doch auch schon gesehen", erklärte Elena etwas gereizt. Wieso musste Cheren auch ausgerechnet jetzt auftauchen? Bis sie ihn wieder los sein würde, war N bestimmt schon über alle Berge, falls er es überhaupt gewesen war.
    "Und wieso hast du so hektisch in alle Richtungen geblickt, als du aus dem Café raus gekommen bist?", fragte der Schwarzhaarige direkt und zog die Brauen hoch. "Weil ich dachte, dass ein Mitglied von Team Plasma gerade hier durch gelaufen war. Vermutlich hatte ich mir das ganze aber nur eingebildet", erwiderte Elena sofort. Das war zwar nicht ganz die Wahrheit, aber direkt gelogen hatte sie ja auch nicht.
    Cheren durchbohrte sie beinahe mit seinem Blick, doch die Braunhaarige blieb stur und erwiderte sein Starren ohne grosse Mühe. Sie mochte es zwar nicht, ihre Freunde anzulügen oder ihnen etwas zu verschweigen, doch sie wusste ganz genau, dass Cheren ausrasten würde, wenn er jetzt zu hören bekam, dass Elena eventuell N gerade gesehen hatte.
    "Schön, wie du meinst. Hast du wenigstens etwas rausgefunden?", beruhigte sich der Schwarzhaarige schliesslich wieder. "Noch nicht. Angelica's Freund war jedoch mal Mitglied bei Team Plasma und er kommt irgendwann auch hier vorbei. Sie meinte, dass wir ihn ruhig dazu befragen könnten. Vielleicht finden wir so ja mehr heraus", erwiderte Elena nun auch wieder ruhig, obwohl ihr Herz noch immer neue Rekorde aufstellen wollte.
    "Super, dann warten wir hier und fragen ihn dann", meinte Cheren entschlossen und öffnete wieder die Tür zum Café. "Na komm schon", meinte er zu Elena gewandt, als diese noch einen letzten Blick umherschweifen liess. Sie nickte und folgte Cheren zurück ins Café. Selbst wenn sie jetzt nach ihm suchen würde, finden würde sie ihn wohl kaum. Zudem war es durchaus möglich, dass es sich nur um ein normales Mitglied von Team Plasma gehandelt hatte, da Zorua ja auf alle diese Schergen äusserst neugierig reagierte.
    "Ach, wenn das nicht der kleine Cheren ist. Gut, klein trifft wohl nicht mehr ganz zu", grinste Angelica zur Begrüssung. Noch während Elena und Cheren auf die Bar zusteuerten, signalisierte Elena ihrer Freundin sofort, dass sie kein Wort darüber verlieren sollte, worüber sie vorhin gesprochen hatten. Zum Glück war Angelica nicht schwer von Begriff und zwinkerte ihr beruhigend zu.
    "So, ich schätze mal die Nachricht, dass mein Freund ein Exmitglied von Team Plasma ist, hat sich auch schon zu dir verirrt", meinte die Kellnerin und deutete wieder auf den Tisch neben der Bar. "Ja, hallo Angelica. Und du hast Recht, Elena hat mich grade drüber in Kenntnis gesetzt", erwiderte Cheren lächelnd.
    "Tja, dann kann er sich ja auf ein Gespräch mit euch beiden freuen. Jedenfalls sollte er in den nächsten Minuten hier eintreffen, aber lasst am besten mich zuerst mit ihm reden. Er ist nicht wirklich gut auf diese Zeit zu sprechen, wenn ihr versteht", meinte Angelica gelassen, worauf die beiden nur nickten.
    Elena konnte sich gut vorstellen, dass es nicht einfach war, sich von so einer Organisation zu trennen. G-Cis hatte es bestimmt auch nicht gut geheissen, dass man Team Plasma verliess und tat vermutlich auch einiges dafür, dass diese Personen entweder wieder zurück kamen oder aus dem Weg geräumt wurden.
    "Hallo Schätzchen", hörten sie plötzlich eine männliche Stimme und sie drehten sich um. Ein junger Mann war ins Café eingetreten mit kurzen schwarzen Haaren und braunen Augen. Er war recht gross und bestimmt schon so alt wie Angelica. "Willkommen zurück Damien, du erinnerst dich doch sicher noch an die beiden oder?", sagte Angelica, stand auf und gab dem jungen Mann einen Kuss.
    Damien wandte seine Augen zu Elena und Cheren, worauf ihm das Lachen sofort wieder verging. "Was machen die denn hier?", fragte er total verwirrt und misstrauisch. "Ganz ruhig Schätzchen, sie wollen dich nur ein paar Dinge fragen. Sie wissen, dass du ein Exmitglied bist, keine Sorge", beruhigte die Kellnerin den Schwarzhaarigen.
    "Hi", sagte Elena nur und lächelte freundlich, während Cheren ihm bloss zunickte. "Du könntest auch etwas freundlicher sein", flüsterte die Braunhaarige Cheren schliesslich zu, doch der zuckte bloss mit den Schultern.
    "Nun denn... Worüber wollt ihr denn mit mir reden?", fragte Damien und setzte sich an den Tisch, während seine Freundin sich wieder etwas dara machte, die Gäste zu bedienen. "Nun ja, Angelica hat mir erzählt, dass Sie ein Mitglied bei Team Plasma waren und da hier wieder vermehrt Schergen der Organisation zu sehen waren, dachten wir, dass Sie uns vielleicht weiterhelfen könnten", erklärte Elena höflich.
    "Bitte, einfach nur Damien. Ich weiss, dass ihr euch nicht an mich erinnert, schliesslich war ich einer von vielen, die euch aufhalten sollten. Aber hier mit einem Sie zu kommen... Da komm ich mir so alt vor. Nun ja, aber ich weiss was du meinst. Oftmals sind auch Mitglieder in diesem Café, Angelica hat mir davon erzählt", erwiderte Damien gelassen und schon fast lachend.
    "Wissen Sie... Weisst du etwas darüber? Also was hier abläuft, wieso sie wieder auftauchen und wo zum Beispiel ihr Versteck zu finden ist?", fragte Elena sofort. "Nicht so direkt. Ich weiss, dass G-Cis aus dem Gefängnis ausgebrochen ist und er Team Plasma wieder aufbauen will. Aber was seine genauen Ziele sind oder wo sie sich versteckt halten, habe ich keine Ahnung. Es muss aber irgendwo hier in Stratos City sein, sonst würden hier nicht so viele rumlaufen", erklärte der Schwarzhaarige.
    "Wäre es auch möglich, dass sie hier nur als Ablenkungsmanöver stationiert sind?", fragte nun Cheren, doch Damien schüttelte nur den Kopf. "Die sind viel zu dumm, um sich so etwas zu überlegen. Oder besser gesagt, es ist ihnen auch egal, ob man weiss wo ihr Versteck ist oder nicht. Erst mal muss man es schaffen, da überhaupt rein zu kommen und das diese Angelegenheit nicht einfach wird, dafür hat G-Cis sicherlich gesorgt."
    "Und wie sieht es mit N aus?", fragte Cheren direkt, wobei Elena's Herz erneut einen Satz machte. War ja klar gewesen, dass Cheren nach ihm fragen würde, obwohl es die Braunhaarige ebenfalls interessierte, aber gefragt hätte sie nicht.
    "Was soll mit dem sein? Ich habe ihn vor 6 Jahren das letzte Mal gesehen und soweit ich mich erinnere, hatte er bei seiner Abreise nicht vor, jemals zurück zu kommen. Aber das müsste sie eigentlich besser wissen als ich", meinte Damien und blickte zu Elena. "Schön wäre es. Nach seinem Verschwinden hab ich auch nichts mehr von ihm gehört. Er sagte auch nichts davon, dass er nie zurück kommen will", erwiderte die 17 Jährige sofort.
    "Tja, mehr weiss ich leider auch nicht. Ich hatte sowieso nie viel mit ihm zu tun. Er war nicht besonders scharf drauf, mit uns normalen Mitgliedern irgendwelchen Kontakt zu knüpfen", sagte der Schwarzhaarige. "Verstehe... Nun, trotzdem danke, dass du uns unsere Fragen beantwortet hast", meinte Elena und lächelte.
    Innerlich schrie sie jedoch beinahe und hätte am liebsten auf irgendetwas eingeschlagen. Wieso zum Teufel hatte denn niemand N gesehen?! Es konnte ja wohl nicht sein, dass sie die einzige war, die daran glaubte, dass er jemals zurück kommt, oder? Enttäuschung und Traurigkeit machte sich in ihrem Herzen breit, auch wenn sie nach Aussen hin nichts davon preis gab. Angelica würde es vielleicht noch verstehen, doch Cheren würde damit sicherlich nicht umgehen können, wie die Braunhaarige sich gerade fühlte. Vor allem, Elena wusste ja selbst nicht, was mit ihr los war.
    "Kein Problem. Aber kein Wort zu irgendjemanden, dass ich ein Exmitglied bin. Ich hatte grosse Probleme damit, dass mich Team Plasma endlich in Ruhe lässt. Ich hoffe ihr versteht das", meinte Damien freundlich, aber gleichzeitig auch ernst. "Natürlich, wir hatten auch nicht vor die Sache rumzuposaunen", erwiderte Cheren.
    "Tja dann, wir sollten langsam wieder los. Bell wartet bestimmt schon auf uns", meinte Elena und erhob sich. "Na dann, hat mich gefreut euch mal zu begegnen, ohne euch den Gar ausmachen zu wollen oder zu müssen. Ja, zu müssen, das passt besser", grinste Damien und gab beiden die Hand.
    "Wiedersehen ihr zwei, lasst euch mal wieder blicken und bitte nicht erst nach 6 Jahren", meinte Angelica und umarmte Elena noch zum Abschied, während sie Cheren zuwinkte.
    Cheren verliess als Erster das Café, dicht gefolgt von Elena. "Du wirkst niedergeschlagen", stellte der Schwarzhaarige fest, als sie sich auf den Weg zurück zum Center machten. "Das bildest du dir ein", erwiderte Elena nur knapp. Natürlich hatte er recht, Elena war niedergeschlagen, wer wäre das in ihrer Situation auch nicht?
    "Weisst du, ich hab schon damals nicht verstanden, was du mit diesem Kerl zu schaffen hattest. Er ist der Anführer von Team Plasma, er hätte dir doch das Blaue vom Himmel gelogen, um dich um den Finger zu wickeln", sagte Cheren beiläufig. "War! Er war der Anführer von Team Plasma. Und er hat mir doch gar nichts vorgegaukelt, was redest du denn da? Wir haben uns doch kaum gesehen, ausser er wollte wieder gegen mich antreten", erwiderte Elena gereizt und sie blieb stehen.
    Auch Cheren stoppte und wandte sich zu der Braunhaarigen um. "Für wie blöd hältst du uns Elena? Gib es schon zu, du magst diesen N doch, trotz allem was er angestellt hat. Ich weiss ja nicht, was er dir alles erzählt hat, dass du so auf ihn reinfällst, aber ich bin mir sicher, dass er dich bloss in die Irre führen wollte. Warum sonst hätte er am Ende doch gegen dich antreten wollen? Wieso hat er nicht einfach aufgegeben, wenn alles wahr gewsen wäre, was er dir erzählt hatte?", sprach Cheren kühl.
    Sein Hass gegen N war deutlich aus seiner Stimme zu hören, doch für Elena waren diese Worte wie direkte Messerstiche ins Herz. Tränen stiegen in ihren Augen, die sie jedoch mit all ihrer Kraft unterdrückte. Verletzt, wütend und auch enttäuscht blickte sie zu Cheren, nicht wissend, was sie darauf noch erwidern sollte. Als hätte sie sich nicht genau diese Fragen bereits selbst gestellt.
    Als hätte sie nicht deswegen, weil sie glaubte, dass N sie bloss benutzt hatte, mehrere Nächte wachgelegen, nicht nur einmal mit Tränen in den Augen und sich wünschend, dass sie einfach irgendwo hin verschwinden könnte, wo man sie in Ruhe lassen würde.
    "Da seid ihr ja endlich!", rief plötzlich eine Stimme und Bell kam auf sie zu gerannt. Sofort drehte sich Elena um, um ihr Gesicht zu verbergen und wischte sich die Feuchtigkeit aus den Augen. "Komm ich... irgendwie ungelegen?", fragte Bell leicht erschrocken, doch Elena schüttelte den Kopf. "Nein, du kommst zur rechten Zeit. Was ist denn los?", erwiderte sie nur und schritt an Cheren vorbei, ohne ihm noch eines Blickes zu würdigen.
    "Im Zentrum der Stadt sind haufenweise Polizisten anwesend! Es scheint als hätten sie das Versteck von Team Plasma bereits gefunden! Kommt schnell!", rief Bell schliesslich ausser sich, als sie sich wieder daran erinnerte, wieso sie überhaupt nach den anderen gesucht hatte. "Sie haben das Versteck gefunden?", fragte Cheren überrascht. Bell nickte und rannte los, Elena und Cheren folgten ihr.


    "Scheint ein Ablenkungsmanöver gewesen zu sein. Wir haben zwar Mitglieder von Team Plasma im Gebäude gefunden, doch ihr Versteck war das ganz bestimmt nicht", erklärte Officer Rocky den dreien. Das Gebäude, dass die Polizei gestürmt hatte, war nichts anderes als ein verlassenes Lagerhaus gewesen, in dem weder Internetanschluss noch Telefone installiert waren. Also konnte es sich tatsächlich nicht um ihr Versteck handeln.
    "Also haben wir doch nichts. Das ist wirklich ärgerlich", murrte Bell und setzte einen Schmollmund auf. "Was hast du erwartet Bell? Dass wir so schnell Erfolge verbuchen könnten? Dann bist du wohl auf der falschen Mission unterwegs", meinte Cheren fast lachend.
    Die einzige, die noch keinen Mucks von sich gegeben hatte, war Elena. Wie gebannt hatte sie Officer Rocky zugehört und das Geschehen beobachtet. Seitdem Cheren sie vorhin zur Rede gestellt hatte, war kein Wort mehr über ihre Lippen gekommen und sie sah so aus, als würde sie gerade in einer kompletten Traumwelt unterwegs sein.
    "Ich sehe mich das etwas genauer an. Bell, du bleibt mit Elena hier, ich komme gleich wieder", meinte der Schwarzhaarige und verschwand schon in Richtung Gebäude, welches die Polizei noch immer umstellt hatte. Bell nickte, doch Elena gab auch hier keine Reaktion von sich. Sie war noch immer sauer auf den Brillenträger und könnte ihn wohl gut mehrere Wochen lang ignorieren.
    "Was ist eigentlich zwischen dir und Cheren abgelaufen? Ist irgendwas passiert?", fragte Bell vorsichtig und legte eine Hand auf Elena's Schulter. "Am besten fragst du Cheren selbst, der kann mit Worten viel besser umgehen als ich", war die knappe Antwort. Zorua, welches bis jetzt ganz still und ruhig auf Elena's Schulter gesessen war, drückte sanft seinen Kopf gegen ihre Wange, als wolle es sie trösten.
    Die Braunhaarige musste etwas lächelnd und streichelte das Pokémon. "Sorry Bell, ich wollte nicht so kurz angebunden sein, aber es ist besser du fragst Cheren. Ich hab grade nicht den Nerv darüber zu reden", meinte sie schliesslich zu ihrer Freundin gewandt, die nur verständnisvoll nickte.
    Auch wenn die Blonde meistens ein echtes Energiebündel war und manchmal durchaus tollpatschig und kindlich wirkte, so war sie in solchen Situationen doch wirklich eine wahre Freundin. Bell fragte zum Glück nie viel nach, wenn sie merkte, dass man nicht darüber reden wollte, wofür Elena momentan mehr als nur dankbar war.
    Sie musste sich das ganze erst einmal selbst nochmals durch den Kopf gehen lassen und ihre Gedanken neu ordnen, bevor sie sich auf eine weitere Debatte mit Cheren einlassen konnte. Doch dabei belassen würde es Elena bestimmt nicht.
    Ein Donnergrollen liess alle aufschrecken und Elena blickte zum Himmel. Erneut waren dunkle Regenwolken zu sehen und bestimmt würde es bald einen Gewitterregen geben. Officer Rocky meinte nur noch, dass sie hier alles unter Kontrolle hätte und es nicht viel bringen würde, wenn die drei noch hier blieben.
    Als Cheren wieder zurück gekommen war, fing es bereits an zu nieseln, sodass sich die drei Trainer von der Polizistin verabschiedeten und sich schnellsten Weges zurück zum Pokémon Center aufmachten. Es war ohnehin schon fast Mittag, also konnten sie genauso gut im Center auch noch etwas essen.
    Gerade als sie das rot-weisse Gebäude erreicht hatten, trat der Regen mit voller Stärke ein und Blitze zuckten durch den dunklen Himmel. "Ich schätze mal, so schnell wird das nicht aufhören. Essen wir erst einmal etwas und sehen danach weiter. Wenn es hier nichts mehr zu tun gibt, können wir auch gleich in eine andere Stadt reisen", meinte Cheren und schritt zu dem kleinen Pokémarkt, der im Center integriert war.
    Bell und Elena folgten dem Schwarzhaarigen und kauften sich schliesslich belegte Brote und was zu Trinken, danach verschwanden sie in ihr Zimmer. Seufztend liess sich Elena auf ihr Bett fallen und starrte an die Zimmerdecke. Noch immer fragte sie sich, ob sie heute nun wirklich N gesehen hatte oder ob es jemand anderes gewesen war.


    Die Stunden verstrichen und noch immer herrschte ein schreckliches Wetter draussen. Cheren war schon vor einiger Zeit nach unten verschwunden und schien mit allerhand Leuten zu telefonieren, zu denen auch Professor Esche gehörte. Bell war auf ihrem Bett eingeschlafen und gab schon lange keinen Ton mehr von sich, während Elena die Zeit damit verbrachte, Zorua zu streicheln.
    Es war jetzt bereits 5 Uhr nachmittags, wobei sich die Braunhaarige fragte, wie die Zeit nur so schnell hatte umgehen können. So langsam wurde ihr langweilig, da sie keine Lust mehr hatte, in ihren Gedanken zu verweilen, da sie so oder so auf keine brauchbaren Antworten kam.
    Plötzlich wurde die Tür geöffnet und Cheren trat wieder ein, doch glücklich sah er absolut nicht aus. Er seufzte erschöpft und schien irgendwelche unverständlichen Sätze zu murren, ehe er sich auf seinem Bett fallen liess. "Was rausgefunden?", fragte Elena nur. "Nein, absolut nichts. Officer Rocky war noch hier und meinte, dass sie das gesamte Gebäude auseinander genommen hätten. Doch gefunden haben sie nichts, noch nicht einmal einen Hinweis", erwiderte der Schwarzhaarige.
    Das hätte Elena auch gewundert. G-Cis war kein Idiot, ein geistesgestörter Irrer vielleicht, aber kein Idiot. Er hätte wirklich einen riesigen Fehler begangen, wenn er sein Versteck an so einem offensichtlichen Ort eingerichtet hätte, deswegen überraschte es Elena kaum, dass man nichts hatte finden können.
    "Jedenfalls würde es nichts bringen heute noch irgendwo hin aufzubrechen. Professor Esche ruft uns morgen früh an, um uns zu sagen, was wir als nächstes tun sollen. Bis dahin sollen wir hier warten und keine unnötigen Risiken eingehen", sagte Cheren noch. "Geht klar", antwortete Elena kurz angebunden und drehte sich gegen die Wand.

    Müde öffnete Elena ihre Augen und sah sich um. Es war bereits dunkel im Zimmer und wie es aussah, schliefen Bell und Cheren bereits. Irgendjemand hatte ihre Decke über sie gelegt, die Elena nun aber von sich strampelte und dann aufstand. Vorsichtig schlich sie sich zum Fenster und blickte nach draussen.
    Der Regen hatte nachgelassen, zwar war der Boden noch nass und noch immer schien der Himmel bewölkt zu sein, doch wenigstens regnete es nicht mehr. Sofort wandterte Elena's Blick zur Uhr. Fast Mitternacht, stellte sie fest. Sie musste ja wirklich schnell eingeschlafen sein. Zorua schien jedoch aufgewacht zu sein und beobachtete die 17 Jährige.
    Leise schritt Elena wieder an den anderen beiden vorbei, lud sich Zorua auf ihre Schultern, zog ihre Schuhe an nahm nur das Wichtigste in einer kleinen Tasche mit.
    Sie brauchte dringend etwas frische Luft, zudem konnte sie am besten nachdenken, wenn sie nachts draussen etwas Spazieren konnte. Um diese Zeit war sowieso kaum jemand auf den Strassen und jetzt würde Elena die Gassen und Seitenstrassen von sich aus meiden. Zufrieden atmete sie die frische Luft ein, als sie das Center verliess.
    Die Luft roch nach einem Regenschauer einfach immer am besten, so richtig frisch und rein, vor allem, wenn es dazu auch noch ziemlich warm war. Schliesslich war es eigentlich ja Sommer, was man jedoch nur wegen der Temperatur herausfinden konnte, das Wetter schien sich nichts daraus zu machen, dass jetzt eigentlich heisser Sonnenschein herrschen sollte.
    Zorua genoss es ebenfalls und sprang ab und zu in kleine Pützen, die sich auf der Strasse gebildet hatten.
    "Sieh mal einer an, was haben wir denn hier?", hörte Elena plötzlich eine Stimme hinter sich und sie wirbelte herum. Zwei Kerle standen wenige Meter von ihr entfernt, beide die Uniform von Team Plasma tragend. Der eine hätte locker als Bär durchgehen können, so gross wie er war, während der andere eher einen normalen Eindruck machte.
    "So spät alleine durch die Strassen zu laufen kann gefährlich werden, Kleine", meinte der Kleinere von den beiden mit einem Grinsen auf den Lippen. "Danke, dem bin ich mir durchaus bewusst. Und mein Name ist nicht Kleine!", den letzten Satz zischte Elena den beiden entgegen, worauf der Bär lachte.
    Zorua knurrte wie wild und stellte sich vor die Braunhaarige. "Ach wie süss, ist das dein kleiner Bodyguard?", fragte wieder der Kleinere, während der Grosse sich bloss einen ablachte. Elena griff an ihren Gürtel und erschrak. Irgendjemand hatte ihr auch den Gürtel abgenommen, an dem sie ihre Pokébälle befestigte. Wie hatte sie das bloss nicht bemerken können?!
    Langsam ging die 17 Jährige einige Schritte zurück und funkelte die beiden Mitglieder von Team Plasma sauer an. Zorua war nie und nimmer stark genug, es mit den beiden alleine aufzunehmen. Elena sah keine andere Möglichkeit als sich zurück zu ziehen. Sie flüsterte leise ihrem Pokémon zu, worauf der Fuchs ebenfalls nach hinten schritt, bis es direkt vor Elena stand.
    Ohne zu warten, bis die beiden Kerle ebenfalls wieder näher kamen, schnappte sich die Braunhaarige Zorua und rannte los. "Hey, hier geblieben!", konnte sie einen der beiden brüllen hören, doch sie achtete nicht darauf. So schnell sie konnte bog sie in die nächste Gasse, sprintete bis ans Ende und bog erneut in eine andere Strasse ein.
    Doch schon nach kurzer Zeit musste Elena anhalten und verschnaufen. Ihre Ausdauer war noch nie besonders gut gewesen, doch dass sie ihre Kräfte schon so schnell verlieren würde, nervte die Braunhaarige gerade. Wieso konnte sie nicht einmal einfach länger durchhalten, vor allem jetzt?
    Sie konnte die beiden Kerle noch immer hören und schon bald würden sie bei ihr angelangt sein. Elena zwang sich dazu weiter zu laufen und gleichzeitig ihre Atmung etwas einzudämmen, damit sie Plasmarüpel sie nicht hören würden.
    Doch es half nichts, ihre Ausdauer war zu miserabel, als dass sie diese Verfolung noch lange durchhalten würde. Ein letztes Mal bog sie in eine andere Gasse ein und blieb vor Schreck stehen. Eine Sackgasse! Sie wollte umdrehen, doch schon konnte sie die Schritte der beiden Kerle hören. Was sollte sie nun tun?
    Leise wich sie weiter zurück und sah sich hektisch um, um eine Versteckmöglichkeit zu finden. Doch alles hier war viel zu offensichtlich, da würden die Rüpel sie nach wenigen Sekunden schon finden.
    Plötzlich jedoch packte sie etwas um ihre Taille und hielt ihr eine Hand auf den Mund. Sie wurde zurück gezogen und spürte wie sie irgendwo nach unten fiel. Unbewusst krallte sie sich an dem fest, was sie gerade in die Finger bekam und schloss die Augen. Wer auch immer das war, darüber würde sie sich später Gedanken machen.
    Sie konnte nur zum Himmel beten, dass der oder diejenige ein kluges Versteck besass, sodass die Plasma Kerle sie nicht sehen würden. Doch plötzlich fühlte sie sich so unlaublich schläftig und sie öffnete die Augen. Ihre Sicht war bereits verschwommen, doch sie konnte gerade noch so sehen, dass nicht nur eine Hand auf ihrem Mund lag, sondern auch ein Tuch, welches ziemlich eigenartig roch.
    Doch noch ehe sich Elena irgendwie freikämpfen konnte, wurde bereits alles schwarz und sie versank in der Dunkelheit.


    -----------------------------------------------------
    Ja ich bin grade in einem totalen Kreahoch xD
    Ich kann kaum aufhören zu schreiben... muss immer darauf achten, dass die Kapitel nicht zu lang werden... nun ja xD
    Hoffe es gefällt euch^^ :pika:

  • Wow, du tippst schnell! ^^


    [tabmenu]
    [tab='Kapitel 2 ~ Closer than you think']
    [subtab='Inhalt']
    Es ist klar, dass sie früh wach wird, sie wird ja auf eine Mission gehen! Das hast sehr gut beschrieben, man bekommt das Gefühl als ob man wirklich in die Rolle von Elena schlüpft. Sie hat Zorua sicherlich sehr lieb, aber ein *hust* Tipp: Zoruas können mithilfe von Telepathie mit Menschen reden. Cheren und Bell sind auch wach, natürlich. Durch ein Regensturm fliegend auf ein Tauboss, welches speziell gezüchtet wurde. Du hast ihren Gedankengang gut beschrieben, wie sie daran zweifelt ob sie N finden wird oder ob er was mit Team Plasma zu tun hast. Das du das mit den Laufproblemen eingefügt hast finde ich gut, ich vermute nicht viele wären dadrauf gekommen! Cheren spielt mal wieder als Lehrer oder Vaterfigur, denn er gibt schon auf sie Acht. Du hast das Café eingefügt, klasse Idee. Ist schon komisch, dass sie die Kellnerin wiedererkennt, wenig unlogisch, da Elena ihr Äußerliches ja drastisch verändert hat, aber gut, ein wenig Unlogisch muss jede Geschichte sein. Sie sieht N, jedenfalls soll das N sein, da nicht wirklich viele Menschen grüne Haare haben, ich finde du hast dort alles sehr gut beschrieben.
    [subtab='Fehler']
    Ich werde die Fehler mit dem 'ß' auslassen. ^^
    "Ich besorg und mal ein Zimmer, wartet ihr hier", sagte Bell und ging bereits auf Schwester Joana zu, ... >>> "Ich besorg und mal ein Zimmer, wartet ihr hier," sagte Bell und ging bereits auf Schwester Joana zu,
    "Ja, hallo Angelica, ich freu mich auch dich wieder zu sehen"
    , erwiderte Elena grinsend und umarmte sie. >>> "Ja, hallo Angelica, ich freu mich auch dich wieder zu sehen," erwiderte Elena grinsend und umarmte sie.
    (Es kommen noch mehr von diese Art Fehler vor, aber das Komma immer vor dem " wenn du kein Frage- oder Ausrufezeichen benutzt)

    Also bitte konzentrier dich etwas, ... >>> konzentriere
    [tab='Kapitel 3 ~ Deception']
    [subtab='Inhalt']
    Süß, sogar Zorua ruft nach seinem früheren Trainer, also muss das wirklich N gewesen sein. Schön, dass sie endlich einen Beweis gefunden hat, dass er immer noch da ist in ihrem Lebem. Cheren, wie immer der Besserwisser, aber die Idee mit Angelica und Damien ist gut, einfallsreich. Bells Reaktion: "Komm ich... irgendwie ungelegen?" Was die wohl denkt, aber am Ende finden die doch heraus das Team Plasma schneller und schlauer ist als sie denken, G-Cis weiß ja wie Elena denkt und er hat sie einfach ausgetrickst.
    Das sie Nacht rausgeht ist ungewöhnlich, aber sie trifft ja Team Plasma Agenten, *hust* perverse Agenten. Sie rennt weg, aber sie wird von irgendjemand in eine Ecke genommen und dann wird sie sofort mit einem Tuch gelähmt, nicht gerade nett. Du hast jedenfalls gut beschrieben, ihre Angst und Verzweiflung kommen sehr gut zum Ausdruck.

    [subtab='Fehler']
    Dass selbst Zorua glaubte, dass N gerade hier gewesen war, ... >>> Nehme lieber "Wenn selbst...", hört sich besser an.
    ... , während seine Freundin sich wieder etwas dara machte , ... >>> daran
    ... ,wenn alles wahr gewsen wäre, was er dir erzählt hatte? >>> *hust* 'gewesen' *hust*
    Seufztend liess sich Elena auf ihr Bett fallen und starrte an die Zimmerdecke. >>> Gleicher Fehler, es soll 'seufzend' sein
    Sofort wandterte Elena's Blick zur Uhr. >>> Flüchtigkeitsfehler, es ist 'wanderte'
    [/tabmenu]

  • Tippe schnell und weil ich das nicht in Word mache, gibts leider auch keine Rechtschreibkorrektur xD
    Danke vielmals für dein Kommi, hat mich sehr gefreut, dass es dir trotz der Fehler gefallen hat^^


    Das wegen den Kommas... ich hab in einigen Lehrmitteln bei uns nachgesehen und da steht, dass das Komma immer nach dem Schlusszeichen kommt Oo
    Entweder hat sich da in den vergangenen Jahren die Regel geändert oder ich sollte mal wieder in die ersten Klassen, um Nachhilfe zu nehmen xD
    An den ss werde ich wohl auch nichts ändern. Ich kenne die Regeln für das scharfe s sowieso nicht, da wir hier bei uns das schlichtweg nicht lernen und ich will mit diesem Text ja keinen Preis gewinnen... aber man kann sich dran gewöhnen oder? Ausser es ist so schlimm, dass man beim Lesen gehindert wird, dann würde ich sicher was dagegen machen.


    Jedenfalls hab ich mich riesig über deinen Kommentar gefreut und versuche natürlich deine Kritikpunkte zu Herzen zu nehmen und etwas gegen sie zu unternehmen xD
    Mal sehen, wann das nächste Kapitel kommt... von morgen an bis nächsten Mittwoch habe ich mündliche Abiturprüfungen, da könnten sich die Kapitel etwas verzögern, da ich alles noch ein letztes mal repetieren muss^^
    Aber ich gebe mir Mühe, euch alle nicht zu lange warten zu lassen :3


    Lg Revie :pika:

  • Reality or Illusion



    Langsam wachte Elena auf und sie blinzelte angestrengt. Ihr Kopf fühlte sich an, als wäre er von einer Horde Ponita überrannt worden und obwohl sie etwas die Augen geöffnet hatte, sah sie alles nur verschwommen. Der Raum in dem sie sich befand war dunkel gehalten, nur irgendwo seitlich von ihr schien eine Lichtquelle zu sein, doch Elena brachte noch nicht die Kraft auf, ihren Kopf zur Seite zu drehen.
    Sie versuchte sich zu erinnern, was geschehen war, doch ausser einigen bruchstückhaften Erinnerungen schien ihr Gedächtnis nicht preisgeben zu wollen. Jedenfalls hatten die Rüpel sie nicht erwischt, sonst würde sie wohl kaum auf einem solch weichen Untergrund liegen, wie sie es jetzt gerade tat.
    Doch dann fiel es ihr schlagartig wieder ein und ihre Augen weiteten sich. Die Rüpel hatten sie bis in eine Sackgasse gejagt, wo sie von irgendeiner unbekannten Person irgendwo hinab gezogen worden war. Und genau diese Person hatte sie auch mit dieser eigenartig riechenden Flüssigkeit ausser Gefecht gesetzt.
    Das taube Gefühl in ihrem Körper liess langsam nach und sie schaffte es eine Hand an ihre Stirn zu legen und sich die Augen zu reiben. Vorsichtig drehte sie ihren Kopf zu Seite und erkannte endlich die kleine Lichtquelle. Es handelte sich um eine alte Öllampe, die direkt neben einem kleinen Korb und einer Kanne stand und ein wenig Licht spendete.
    Die 17 Jährige setzte sich auf, auch wenn sie noch immer die Schwäche in ihrem Körper spürte und sah sich genauer um. Die Umgebung wurde zusehends schärfer, doch einen grossen Unterschied bewirkte es bei dem, was sie sah, nicht wirklich. Es war kein Raum in dem sie sich befand, sondern eine Art Tunnel.
    Ein Tunnel mit einem Wasserlauf in der Mitte, hohen Wänden aus massivem Stein und einem ziemlich eigenartigen Geruch, der Elena in die Nase stieg. Das hier musste ein Kanalsystem sein, was auch erklären würde, warum man sie nach unten gezogen hatte. "Zorua...?", fragte Elena leise und erwartete, dass ihr Pokémon sofort aus irgendeiner Ecke oder einem Schatten auf sie zu springen würde. Doch das Fuchs Pokémon kam nicht. Es gab noch nicht einmal einen Laut von sich.
    "Zorua?", rief Elena etwas lauter, doch immer gab es keinen Mucks von sich. Nur das Echo ihrer Stimme war noch etwas zu hören uns das leise Geräusch eines Wasserlaufs, doch ansonsten war es absolut still. "Zorua, mach mir keine Angst! Komm aus deinem Versteck raus!", rief die 17 Jährige nun schon leicht verzweifelt. Vorsichtig versuchte sie aufzustehen und stützte sich an der Wand ab, damit sie nicht gleich wieder hinfiel.
    Ihre Beine wollten ihr Gewicht noch nicht wirklich tragen, doch sie musste nach ihrem Pokémon suchen. Sie schnappte sich die kleine Öllampe und folgte dem Wasserverlauf in entgegengesetzter Richtung, auch wenn sie nur langsam voran kam. Schritt für Schritt ging sie weiter, ohne zu wissen, ob sie überhaupt in die richtige Richtung ging.
    Immer wieder rief sie leise nach Zorua und horchte, doch egal wie angestrengt sie lauschte, sie konnte das Pokémon nicht hören.
    Nach etlichen Minuten, wie es ihr vorkam, nahm endlich die Schwäche in ihren Beinen ab und sie konnte schon fast wieder normal gehen, ohne sich ständig irgendwo festhalten zu müssen. Rennen würde zwar noch nicht drin liegen, aber wenigstens konnte sie gewöhnlich Gehen, was ihre Suche bestimmt um einiges erleichtern würde.
    Schliesslich stoppte sie jedoch, da sie nun wirklich keine Ahnung mehr hatte, wie weit sie bereits gelaufen war oder wo sie sich überhaupt befand. Dieses Kanalsystem konnte noch Kilometer so weitergehen und hier unten würde sie bestimmt niemand suchen. Elena lauschte noch ein letztes Mal, wobei sie nun ihre beschleunigte Atmung deutlich hören konnte. Ja, so langsam fing sie an mit der Panik zu kämpfen.
    Plötzlich konnte sie eine weitere Lichtquelle sehen, die von hinten auf sie zukam. Zu hören war nichts, nur das Licht bewegte sich und Elena erstarrte komplett. Waren das jetzt die Rüpel, die ihr gefolgt waren oder derjenige, der sie erst hierher gebracht hatte? Oder vielleicht jemand ganz anderes?
    Das Licht kam näher, viel schneller als vorhin und schnelle Schritte waren nun auch zu hören. Am liebsten wäre die 17 Jährige ja davon gelaufen oder hätte geschrien, doch wohin hätte sie denn rennen sollen? An Schreien war ebenfalls nichts zu denken, dafür hatten ihre Stimmbänder gesorgt.
    Elena drehte sich um und stiess doch einen hohen, aber doch ziemlich erstickten Schrei aus, als die Lichtquelle direkt vor ihren Augen war und etwas sie am Arm fest hielt. Sie liess die Öllampe fallen, die geräuschvoll auf den Boden fiel und das Glas schliesslich zersplitterte. Angsterfüllt hatte die Braunhaarige ihre Augen geschlossen und ihre Arme vor ihren Körper angewinkelt, um wenigstens einen kleinen Abstand zwischen sich und dem Unbekannten zu bringen.
    "Hey... Elena, beruhig dich", hörte sie eine Stimme, doch sie konnte nicht darauf reagieren, zu sehr nagte die Panik an ihr. Erst als sie eine warme Hand an ihrer Wange spürte, öffnete sie ihre Augen und erwachte wieder aus ihrer Starre. "Ganz ruhig, ich bin's!", hörte sie die Stimme erneut, bis sie endlich die Person vor sich erkannte.
    "Gott nochmal, Cheren! Jag mir doch nicht so eine Angst ein!", rief Elena sauer und drehte sich sofort um. Erst jetzt fiel ihr auf, dass sie Tränen in den Augen hatte und furchtbar zitterte. Schnell versuchte sie ihre Augen trocken zu reiben, da ihr die ganze Angelegenheit mehr als nur peinlich war.
    "Entschuldige, Elena. Was hast du bitte auch hier unten zu suchen?", erwiderte der Schwarzhaarige vorwurfsvoll. Die Braunhaarige erzählte ihm die ganze Geschichte, worauf seine Miene wieder kühl und ernst wurde. "Wer es auch war, er hat uns eine anonyme Nachricht zuschicken lassen, dass wir dich hier unten suchen sollen. Aber wie auch immer, darum machen wir uns später Gedanken, jetzt müssen wir erst einmal hier raus", meinte Cheren nachdenklich und er zog Elena mit sich.
    "Nein Cheren, warte! Zorua ist verschwunden, ich muss ihn zuerst suchen!", protestierte sie und befreite sich aus seinem Griff. "Zorua? Bist du sicher, dass es dir hier runter gefolgt ist?", erwiderte der Schwarzhaarige. "Nein, aber wenn Zorua da oben zurück geblieben wäre, hätte es sich gleich auf den Weg zurück ins Center gemacht", erwiderte Elena strikt.
    Cheren sah sie einige Sekunden bloss an, ohne jegliche Reaktion in seiner Miene zu zulassen. Elena's Argumente waren gut, da konnte er absolut nichts dagegen sagen, doch trotzdem war er nicht scharf darauf, noch länger in diesem Kanalsystem zu bleiben.
    "Geh du nach oben und sag Bell, dass alles in Ordnung ist. Ich komme sofort nach, sobald ich Zorua gefunden habe" meinte Elena. Sie machte sich wirklich unglaubliche Sorgen um ihr Pokémon. Zorua war schon immer sehr neugierig gewesen und erforschte die Dinge gerne im Alleingang. Wer wusste schon, wo es den kleinen Fuchs hier unten nur hin verschlagen hatte?
    "Ich lass dich hier unten doch nicht alleine! Du weisst doch auch gar nicht, wo sich der Schachtdeckel befindet, bei dem du wieder nach draussen kommst!", erwiderte Cheren stur. Elena seufzte und schloss kurz die Augen, ehe sie Cheren mit einem eisernen Blick anstarrte und ihre Hand zu einer Faust ballte.
    "Ich lass Zorua nicht hier unten! Du weisst ganz genau, dass meine Pokémon für mich sehr wichtig sind, also hör auf dich die ganze Zeit wie mein Vormund aufzuführen und lass mich endlich mein Ding drehen!", sagte sie entschlossen. Ihre Worte konnten womöglich etwas verletzend sein, doch momentan hatte die Braunhaarige wirklich andere Sorgen.
    Nicht genug, dass Cheren in ihrer Gegenwart immer sagte, dass er N nicht ausstehen konnte und er sie sicher nur die ganze Zeit benutzt hatte, nein er musste auch noch so tun, als würde er immer besser darüber Bescheid wissen, was Elena als nächstes tun sollte. Sie schätze seine Sorge ja und wusste, dass er nur ihr Bestes wollte, doch so langsam übertrieb er es bei weitem.
    Cheren sagte nichts dazu, obwohl er den Mund aufmachte. Jedoch schloss er ihn nach wenigen Sekunden wieder und wandte sich um. "Schön, wie du willst...", gab er schliesslich von sich. Elena nickte ihm nur dankend zu, worauf Cheren ihr plötzlich die Taschenlampe hinhielt. "Was...?", fragte die Braunhaarige nur.
    "Die Öllampe kannst du vergessen, nimm lieber die hier. Ich kenn den Weg zum Schachtdeckel und kann mir mit Hilfe meines Handys Licht beschaffen. Aber verlier sie nicht, ich will sie in einem Stück wieder zurück haben", erklärte der Schwarzhaarige ernst. "Klar, keine Sorge", erwiderte Elena und sie lächelte.
    Auch wenn Cheren ihr manchmal auf die Nerven ging, so konnte sie doch immer wieder auf ihn zählen. Sie wartete, bis er die Taschenlampe in seinem Handy angezündet hatte verabschiedete sich von ihm. Obwohl sie keinen Plan hatte, wo sie Zorua überhaupt suchen sollte, ging sie einfach stur weiter, als wüsste sie genau, wo sie lang musste.
    Erst als sie Cheren's Licht nicht mehr sehen und seine Schritte nicht mehr hören konnte, blieb Elena schliesslich stehen und horchte. Plötzlich konnte sie ein leises Jaulen hören und sofort rannte sie los.
    "Zorua?", rief sie durch den Tunnel, doch mehr als ihr eigenes Echo kam nicht zurück. Sie stoppte wieder, als sie zwei alte Holzkisten entdeckte, die wohl schon eine ganze Zeit lang hier liegen mussten. Das Holz war durch das Wasser total angegriffen und roch wirklich gewöhnungsbedürftig.
    Doch als Elena einen genaueren Blick auf die Kisten warf, erschrak sie, als sie etwas darin erkennen konnte. Sofort ging sie näher ran und blickte in eine der Kisten, in der doch tatsächlich Zorua hockte. "Hey Kleiner, was machst du denn da drin?", fragte die 17 Jährige und hob das Fuchs Pokémon vorsichtig heraus.
    Es zitterte und schien sich wohl vor irgendetwas versteckt zu haben, doch Elena konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, wovor es sich fürchten könnte. Hier unten gab es neben Wasser und alten Sachen wie Holzkisten nicht wirklich viel. Jedoch erstarrte auch Elena, als sie plötzlich ein eigenartiges Knurren hören könnte, das nicht weit von ihnen entfernt erklungen war.
    Sofort hob sie die Taschenlampe etwas höher und presste mit der anderen Hand Zorua an sich, welches nun ebenfalls knurrte.
    Elena glaubte nicht, was sie da sah. Nur knappe 4 oder 5 Meter von ihr entfernt stand ein Pokémon, das mindestens 2 Meter gross war und sie genauestens betrachtete. Schon einmal hatte die 17 Jährige dieses Pokémon gesehen, doch damals war sie noch in Jotho unterwegs gewesen.
    Das Pokémon brüllte auf und stampfte wütend einmal auf, sodass der ganze Boden kurz aufbebte und kleine Felsbröckchen von der Decke fielen. Vorsichtig schritt Elena einige Schritte zurück, darauf bedacht keinen unnötig hastigen Bewegungen zu machen. Mit einem Despotar musste man immer vorsichtig sein, das war eines der Dinge, die sie in Jotho gelernt hatte.
    Obwohl diese Pokémon eigentlich vom Typ Gestein waren, traf man sie wirklich immer an den unmöglichsten Orten. Was hatte ein Gesteinspokémon hier unten in den feuchten Kanälen zu suchen?
    Nun jedoch war Elena vollkommen klar, wovor sich Zorua versteckt hatte. Despotar waren dafür bekannt, eine unglaubliche Kraft und Ausdauer zu besitzen und waren als Pokémon ziemlich schwer zu trainieren, wenn man sie nicht schon als Larvitar besass. Und dieses hier schien wohl sein Territorium in Gefahr zu sehen.
    Elena wich weiter zurück, doch auf die Dauer würde ihr das wohl kaum helfen. Zorua knurrte erneut und kläffte Despotar schliesslich an, worauf das dinoähnliche Pokémon in Rage geriet. Die 17 Jährige wirbelte herum und rannte los, während Despotar die Verfolgung aufnahm und immer wieder laut brüllte.
    Wieder verfluchte Elena ihre mickrige Ausdauer, während das Gesteinspokémon langsam aufholte. Hätte sie doch bloss ihre Pokémon bei sich, dann wäre auch dieses Despotar kein Problem für sie gewesen. Doch Zorua wollte sie nicht gegen Despotar antreten lassen und selbst gegen so ein riesiges Pokémon zu kämpfen war blanker Selbstmord.
    Ihr blieb nichts anderes übrig als zu flüchten und zu hoffen, dass Despotar schon bald die Lust daran verlor, sie durch das Tunnelsystem zu jagen und schliesslich von ihr ablassen würde. Doch je näher Despotar kam, desto kleiner wurde Elena's Hoffnung, dass es sie einfach in Ruhe lassen würde.
    Sie warf einen Blick über ihre Schulter auf das etwa noch 5 Meter entfernte Despotar, worauf sie einen alten und morschen Ast nicht sah, der direkt auf ihrem Weg lag. Sie blieb mit einem Fuss hängen und stürzte nach vorne, wobei sie Zorua und auch die Taschenlampe aus den Händen verlor.
    Zorua rollte sich geschickt ab und richtete sich wieder auf, während die Taschenlampe einen Meter neben Elena lag und quer durch den Tunnel leuchtete, sodass auch Despotar noch zu sehen war. Wild brüllend kam es auf die Braunhaarige zu. "Lauf Zorua! Verschwinde und versteck dich!", rief die 17 Jährige ihrem Pokémon zu, welches sie erstarrt und auch geschockt anstarrte.
    "Mach schon!", rief Elena ihm noch einmal zu, während sie versuchte sich aufzurichten, jedoch liess ein stechender Schmerz in ihrem Bein sie wieder zu Boden sinken. Eine Glasscherbe hatte sich in ihr Bein gebohrt, nicht weit oberhalb ihres Knöchels. Auch an ihrem linken Arm waren kleine Glasscherben zu sehen, die Elena jedoch gerade eher weniger beschäftigten.
    So schnell es ging zog sie die Glasscherbe aus ihrem Bein und versuchte erneut aufzustehen, doch der Schmerz war zu heftig, als dass Elena hätte stehen, geschweige denn rennen können. Despotar stoppte gut einen Meter vor ihr, brüllte erneut auf und schwenkte seine von Klauen gespickte Pranke, um zum Schlag auszuholen.
    Wieso kam Elena ausgerechnet jetzt in den Sinn, dass der Schlag eines Despotar einem Menschen locker mehrere Knochen vollständig zertrümmern konnte? Sie verfluchte sich für ihr Kopfkino und schloss die Augen, während sie darauf wartete, von Despotar's Klauen getroffen zu werden.
    Doch nichts geschah. Nach mehreren Sekunden öffnete die 17 Jährige schliesslich vorsichtig ihre Augen und erkannte ein weiteres Pokémon vor sich, das sich schützend vor sie gestellt hatte und Despotar zurückweichen liess. Völlig überrascht betrachtete sie nur das Schauspiel, sie fragte sich erst gar nicht, was hier los war.
    Das Libelldra, welches sich vor ihr aufgebaut hatte, peitschte nur gereizt mit seinem Schwanz und funkelte Despotar warnend an, worauf das Gesteinspokémon knurrte, jedoch langsam zurück wich.
    Elena kannte niemanden, der ein Libelldra besass, schliesslich waren diese Pokémon eigentlich in der Hoenn Region beheimatet und nicht hier in Einall. Sie zuckte zusammen, als plötzlich jemand neben sie trat und Libelldra zunickte. Das Pokémon nickte ebenfalls und schoss ein Feuerodem auf Despotar ab, verfehlte es aber absichtlich.
    Despotar brüllte ein letztes Mal, ehe es sich umdrehte und wieder in der Dunkelheit des Kanals verschwand. Elena's Herz klopfte noch immer wie wild und sie zitterte, doch als sie der Person neben sich einen genaueren Blick zuwarf, setzte ihr Herz einige Schläge lang aus. Ihre Augen weiteten sich und sie vergass für kurze Zeit, dass sie auch atmen sollte, als sich die Person zu ihr runter beugte.
    "Du bist ziemlich anstrengend, weisst du das? Da lässt man dich kaum mal alleine und schon schaffst du es jegliches Umherirrende gegen dich aufzubringen", seufzte die Person und betrachtete die kleinen Wunden, welche Elena durch die Glasscherben erlitten hatte.
    "Du... bist... hier...", brachte die 17 Jährige nur knapp heraus, während der junge Mann neben ihr Zorua auf seine Schultern lud und dann versuchte Elena auf die Beine zu helfen. Er war hier, er war tatsächlich genau hier! Völlig überrumpelt und mit der Situation überfordert sah Elena den grünhaarigen jungen Mann bloss an, der ihr gerade auf die Beine half.
    Er hatte sich kaum verändert, war vielleicht grösser geworden und... Elena stieg die Röte leicht ins Gesicht, als sie ihre Gedankengänge beendet hatte. Nein, er hatte sich sehr verändert! Von dem süssen Jungen von vor 6 Jahren, war zwar der Gesichtsausdruck und alles geblieben, doch er hatte massig an Muskeln und auch an Grösse zugenommen.
    "Erde an Elena, sind wir noch da?", fragte N mit einem sanften Grinsen im Gesicht, während er Elena's Arm um seinen Nacken legte, damit er sie besser stützen konnte. Zorua kuschelte sich unterdessen nur so nah es ging an N's Kopf und schloss die Augen, während es sich einfach freute, seinen ehemaligen Trainer wieder zu sehen.
    "Alles ok mit dir?", fragte N nach einigen Minuten, in denen Elena noch immer kein Wort herausgebracht hatte. Sie konnte es nicht glauben, all die Jahre hatte sie gehofft ihn zu sehen, sie hatte sogar ab und zu nach ihm gesucht, was sie allerdings nie offen zugeben würde. Doch jetzt war er da, plötzlich vor ihr aufgetaucht und hatte sie sogar gerettet. Aber war er es diesmal wirklich?
    Schon so oft hatte die 17 Jährige von seiner Rückkehr geträumt und war jedes Mal enttäuscht aufgewacht. Das hier war bestimmt auch wieder nur ein Traum, es konnte gar nicht anders sein. Doch selbst wenn es einer sein sollte, Elena war es momentan gerade egal.
    Sie schlang ihre Arme um seinen Hals und presste ihren Kopf gegen seine Brust, während sie die Augen schloss. "Du bist so ein Idiot! Einfach ein Idiot! Baka, Baka, Baka! Hast du eigentlich eine Ahnung wie lange du dich nicht hast blicken lassen?! Und jetzt stehst du einfach vor mir, als ob nichts geschehen wäre! Baka!", rief die 17 Jährige drauf los.
    N war erst einmal komplett überrascht über ihre Reaktion, legte danach aber beruhigend eine Hand auf ihren Kopf und lächelte. Tränen bildeten sich in Elena's Augen, jedoch nicht durch Trauer, sondern aus Freude, die sie jedoch zu unterdrücken versuchte. Sie hasste es, wenn sie weinen musste, aus welchen Gründen auch immer. Dabei fühlte sie sich immer so hilflos.
    "Eigentlich hatte ich mir unser Wiedersehen etwas anders vorgestellt, aber mit dieser Begrüssung kann ich auch leben" meinte N gelassen, worauf Elena sofort von ihm ab liess. "Bild dir bloss nichts darauf ein!", erwiderte sie nur, obwohl sich ein leichter Rotschimmer auf ihren Wangen befand.
    "Du hättest mit Cheren mitgehen sollen Elena... tu dir selbst einen Gefallen und steig aus der Sache aus, solange du noch kannst", sprach N plötzlich und sein Gesichtsausdruck wurde ernst. Elena starrte ihn leicht verwirrt an, während sie sich beide auf den Boden sinken liessen. N griff in eine kleine Gürteltasche und nahm eine kleine Pinzette, sowie Desinfiziermittel heraus und bedeutete Elena, dass sie stillhalten sollte.
    "Was meinst du damit...? Wo soll ich denn aussteigen?", fragte sie nur. "Aus allem... Diese Professorin hat dich doch um etwas gebeten oder nicht?", erwiderte N ruhig, während er Elena's Arm betrachtete und sanft die feinen noch zurückgebliebenen Glassplitter entfernte. Die Braunhaarige zog scharf die Luft ein, als N eine kleine Menge an Desinfiziermittel auf ihren Arm tropfen liess, denn das Zeug brannte wie Feuer.
    "Woher weisst du davon? Hast du etwa etwas damit zu tun?", entgegnete die 17 Jährige eindringlich und fixierte den Grünhaarigen mit ihrem Blick. "Elena, ich habe, seit mein Vater dieses Ziel vor Augen hat, etwas mit der ganzen Sache zu tun oder erinnerst du dich nicht mehr an das, was vor 6 Jahren passiert ist? Aber ich habe ihm nicht geholfen aus dem Gefängnis zu fliehen, falls du darauf ansprechen willst", erklärte er gelassen.
    "Dann hast du doch auch nicht direkt etwas mit der Sache zu tun... Ich versteh dich nicht. Wieso bist du damals einfach verschwunden? Warum tauchst du erst jetzt wieder auf und vor allem... wieso weisst du über meine Mission Bescheid?" fragte Elena nun skeptisch. Es konnte doch nicht sein, dass N all die Jahre verschwunden war und jetzt wieder auftauchte und dabei sogar noch über alles Bescheid zu wissen schien. Die Flucht von G-Cis wurde bestimmt nicht herumposaunt, doch irgendwo her musste der Grünhaarige doch davon gehört haben.
    "Meine Gründe für mein Verschwinden bleiben zunächst einmal noch bei mir. Aber ich kann dir versichern, dass ich mit meinem Vater nichts mehr zu schaffen habe. Ich weiss einzig und allein von der ganzen Sache, weil er versucht hatte mit mir in Kontakt zu treten. Und dabei hat er sich auch in das System der Professoren gehackt, weswegen ich auch von deiner Mission erfahren habe", erklärte N noch immer ruhig.
    Es war ihm anzusehen, dass er so wenig wie möglich preisgeben wollte, denn er sprach so überlegt und vorsichtig, als würde er jedes einzelne Wort im Voraus überdenken und sie dann geschickt nach Eignung für seine Erklärungen verwenden.
    "Du schuldest mir ein paar Antworten N! Du siehst doch was hier los ist oder? Selbst Jugendliche wie ich, Bell und Cheren wurden dazu aufgefordert mitzuhelfen einen kranken Irren wieder einzufangen, da muss doch etwas grösseres im Busch sein, als seine blosse Flucht. Was weisst du über G-Cis's Pläne? Auuu!", japste Elena, als N einen grösseren Splitter aus ihrem Arm zog.
    "Entschuldige. Vertrau mir einfach, Elena. Je weniger du weisst, desto besser und desto schneller kannst du aus der ganzen Sache aussteigen", meinte der Grünhaarige nur, worauf Elena seufzte. "Du hast es einfach nicht kapiert oder? Ich hänge schon bis zum Hals hier drinnen, seit wir uns damals begegnet sind. Gut möglich, dass ich nicht so viel über die ganze Sache weiss wie du. Aber wenn du mir keine Antworten geben willst, muss ich sie eben selber finden. So oder so, ich werde nicht davon laufen!", sagte die 17 Jährige entschlossen.
    N sah ihr in die Augen und seufzte leicht, während er sich nun an ihrem Bein zu schaffen machte. "Wieso bist du nur immer so erpicht darauf, dich in Schwierigkeiten zu bringen? Schon vor 6 Jahren musste ich über deine Aktion manchmal lachen", meinte N und ein amüsiertes Grinsen stahl sich auf seine Lippen.
    Elena verstummte jedoch und biss die Zähne zusammen, da ihr das Entfernen der Glassplitter alles andere als angenehm war. Obwohl N so vorsichtig wie möglich versuchte die Wunde zu versorgen, kam Elena nicht drum herum etwas durchzuhalten und den Schmerz über sich ergehen zu lassen.
    "Hast du mich hier runter gezogen? Also vorhin?", fragte die Braunhaarige schliesslich, auch wenn ihr Ton noch etwas gequält ruhig klang. "Ja... tut mir Leid wegen der Betäubung... aber eigentlich hatte ich ehrlich gesagt nicht vor, dir jetzt schon gegenüber zu treten...", versuchte N sich zu erklären. „Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass du auf deine Freunde hören und wieder mit ihnen gehen würdest, aber eigentlich hätte ich ja wissen müssen, wie unberechenbar du manchmal sein kannst."
    "Ich lass Zorua doch nicht alleine hier unten", erwiderte Elena sofort und warf dem Fuchs auf N's Schulter einen Blick zu, der die ganze Zeit nur still und reglos dahockte und lauschte.
    Erst jetzt hatte Elena endlich wieder genügend Ruhe beisammen, dass sie sich etwas genauer umsehen konnte. Sie hatte gar nicht bemerkt, dass neben ihr eine weitere Öllampe stand, die N wohl vorhin irgendwann dort abgelegt haben musste. Überhaupt hatte die Braunhaarige auch Libelldra beinahe vergessen, welches sich nur wenige Meter von ihnen entfernt zusammengerollt hatte.
    "Der Kleine hat versucht mir zu folgen, hat dann aber die Spur verloren und ist auf dieses Despotar gestossen. Ich frage mich immer noch, was ein Pokémon wie Despotar hier unten verloren hat", meinte N und kraulte Zorua am Kopf. Danach wandte er sich wieder Elena’s Verletzungen zu und verband sie, ehe er seine Sachen wieder in seine Gürteltasche packte.
    "Das sollte für den Anfang ausreichen. Allerdings kann ich dir nicht versichern, dass ich alle Splitter erwischt habe. Am besten lässt du es noch von einem Arzt untersuchen", sagte der Grünhaarige mit besorgter Miene, ehe er aufstand. Elena nickte und bedankte sich. Wenigstens taten die Wunden nun nicht mehr so weh.
    Vorsichtig versuchte sie aufzustehen, worauf N ihr seine Hand hinhielt um ihr aufzuhelfen. "Danke...", sagte die Braunhaarige leise und liess sich von ihm auf die Beine ziehen. Gut, rennen würde sie gewiss noch nicht können, doch wenigstens konnte sie einigermassen stehen. Doch ohnehin stellte sich ihr eine weitaus wichtigere Frage.
    Wie würde es nun weitergehen?


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    Ja, dieses Mal hat es etwas länger gedauert^^
    Bin grade voll im Abiturstress... naja, der ist wenigstens ab diesem Mittwoch vorbei :3
    Hoffe euch gefällt das Kapitel^^
    Eure Revie

  • Just the Beginning:


    "Ein Schachtdeckel befindet sich da hinten. Am besten gehen wir noch hoch, bevor die Sonne aufgeht, sonst werden wir noch die Hauptattraktion für den Tag darstellen", meinte N gelassen.
    Den ganzen Weg bis hierher hatte der Grünhaarige geschwiegen, während er Elena geholfen hatte voran zu kommen. Auch die 17 Jährige hatte kein Wort mehr rausgebracht, da sie absolut nicht wusste, was sie noch sagen sollte. Ihr Herz schlug zum Zerspringen, aber auf eine ganz andere Weise als vorhin, als Despotar sie angegriffen hatte. Es fühlte sich federleicht an, als wolle es jeden Moment davon fliegen.
    N kletterte als erstes die kleine Leiter nach oben und schob den Schachtdeckel zur Seite, eher er Elena zur Hand ging. Es war noch immer dunkel, doch am Horizont waren schon hellere Streifen zu sehen, also würde der Morgen sicherlich nicht mehr lange auf sich warten lassen.
    Etwas unbeholfen, weil sie einen Arm ebenfalls kaum benutzen konnte, kletterte Elena mit N's Hilfe aus dem Schacht und atmete tief ein. Endlich wieder frische Luft. Der Grünhaarige schob den Deckel wieder zurück und klopfte den Staub von seinen Klamotten. Zorua sprang freudig von seiner Schulter und rannte etwas umher, da es ebenfalls froh war, endlich wieder im Freien zu sein.
    N griff in seine Gürteltasche und holte einen Pokéball hervor, aus dem er Libelldra rief. Das Drachen Pokémon nickte dem Grünhaarigen nur kurz zu, ehe es sich in die Lüfte erhob und davon flog. "Wo fliegt es denn hin?", fragte Elena verwirrt und sah Libelldra noch nach, jedenfalls solange sie es noch erkennen konnte. "Keine Ahnung, irgendwo hin. Ich lasse meine Pokémon immer frei herumstreifen, ich halte nichts von Pokébällen...", erwiderte N wieder etwas ernster.
    Was das anging, hatte er seine Ansichten wohl nicht geändert, doch Elena hatte auch nicht damit gerechnet, dass sich da etwas verändern würde. Auch wenn sie nur von anderen Personen über N's Vergangenheit erfahren hatte und bestimmt nicht alles wusste, so konnte sie seine Beweggründe doch verstehen und auch nachvollziehen.
    Sein Leben lang nur mit verletzten und misshandelten Pokémon aufzuwachsen, musste ja irgendwelche bleibenden Eindrücke und Meinungen hinterlassen, die man nicht einfach so ändern konnte.
    "Was starrst du mich denn so an?", fragte N plötzlich. Elena war so in ihren Gedanken versunken gewesen, dass sie ihren starren Blick auf N gar nicht bemerkt hatte. Nun drehte sie sich erschrocken zur Seite und spürte, wie ihr wieder die Röte ins Gesicht stieg. "Nichts! Ich hab nur nachgedacht", erwiderte sie sofort.
    Der Grünhaarige lächelte still in sich hinein und liess Elena erst mal in Ruhe. Obwohl er sie gerne aufzog und neckte, so musste er sich momentan doch zurückhalten, da Elene ohnehin schon ziemlich gereizt zu sein schien. Nun ja, man konnte auch nicht wirklich behaupten, dass ihr Wiedersehen so verlaufen ist, wie man es sich hätte wünschen können.
    "Kannst du überhaupt in der Stadt rumlaufen, ohne gleich von irgendwelchen Leuten attackiert zu werden?", fragte die 17 Jährige, als sie auf dem Weg zum Pokémon Center waren. N schwieg und sagte erst einmal nichts dazu, worauf auch Elena wieder ins Schweigen verfiel.
    Eigentlich hatte sie doch so viele Fragen, doch genau wie früher hielt sich N mit den Informationen sehr zurück und schien auch sonst darauf zu achten, immer einen gewissen Abstand zwischen sich und Elena zu bewahren. Es war keine direkte Ablehnung, doch irgendetwas war es, das der Braunhaarigen das Gefühl gab, als hätte N es vorgezogen, ihr noch nicht gegenüber zu treten.
    Schliesslich blieb die Braunhaarige stehen und holte einige Male tief Luft. Der brennende Schmerz hatte wieder zugenommen und machte es fast unmöglich weiter zu gehen, ohne das Gefühl zu haben, als würde etwas noch weiter an ihrem Bein herumreissen. "Ich brauche eine kurze Pause..." gab sie kleinlaut von sich, als N sich zu ihr umdrehte.
    Er erwiderte nichts darauf, doch sein Gesichtsausdruck änderte sich kaum merklich. Elena war sich nicht sicher, ob sie wirklich Sorge in seinen smaragdgrünen Augen erkennen konnte oder ob sie ihm gerade einfach nur lästig war, doch momentan war sie sich über gar nichts mehr sicher.
    Sie zuckte erschrocken zusammen, als Zorua plötzlich wie wild zu kläffen anfing und wieder zu ihnen gerannt kam, als ob der Teufel selbst hinter ihm her wäre. "Verdammt... wir müssen hier weg!", sagte N alarmiert und hob Zorua rasch hoch. "Was ist los?", fragte Elena, doch lautes Sirenengeheul gab ihr bereits die Antwort auf ihre Frage. Die Polizei!
    "Na los, verschwinde schon, ich komm so nicht weit", sagte die Braunhaarige zu N gewandt. Der Grünhaarige betrachtete sie erst ausdruckslos, schüttelte dann aber den Kopf. "Die Polizei sucht nicht nur nach mir... jemand hat uns vorhin gesehen und es der Polizei gemeldet, die sind nun auch hinter dir her", erwiderte er lauschte.
    "So ein Quatsch, ich bin doch auch Teil dieser Mission, die verhaften mich doch nicht!", protestierte die Braunhaarige. "Glaub mir, die Behörden sind wegen G-Cis's Ausbruch so in Aufruhr, dass es sie nicht interessiert. Wer verdächtig ist, muss verhaftet werden und glaub mir, ich weiss wovon ich spreche", erklärte N und legte Elena Zorua in die Arme, " Du trägst ihn, ich trage dich."
    "Mome...!", wollte die 17 Jährige schon protestieren, doch schon hatte N einen Arm unter ihre Kniekehlen und den anderen um ihre Schultern gelegt und hob sie hoch. Sofort rannte er los und so wie es aussah, schien er ganz genau zu wissen, wo er hin musste. Zaghaft und auch leicht zögerlich legte Elena einen Arm um seine Schultern, um sich besser festhalten zu können.
    Nicht, dass sie etwas dagegen hatte, dass N sie trug, doch die ganze Situation war einfach zu merkwürdig. Schliesslich musste sie sicher schwer sein, N würde das nie im Leben lange durchhalten können. Sie warf einen Blick zurück, doch von der Polizei war noch nichts zu sehen. Nur die Sirenen der Polizeiautos waren zu hören und so wie es sich anhörte, waren sie nicht mehr allzu weit entfernt.
    N bog in eine kleine Seitengasse und stoppte bei einer Feuerwehrleiter. "Wir müssen bis ganz nach oben", sagte er und Elena sah nach oben. Bis ganz nach oben waren um die 20 Stockwerke. Sie würde Ewigkeiten dafür brauchen, bis sie mit ihren Verletzungen da oben angelangt sein würde.
    Doch wie aus dem Nichts erschien plötzlich Libelldra direkt über ihnen, packte Elena unter den Armen und flog mit ihr bis ganz nach oben, während der Grünhaarige die Treppe nach oben rannte. Oben angekommen setzte das Drachen Pokémon Elena auf der obersten Ebene der Leiter ab, lächelte sie noch an und verschwand auch schon wieder.
    N gesellte sich nur wenige Sekunden später zu ihr, wobei sich Elena fragte, wie er so schnell hier raufgekommen war. Er schritt an das einzige Fenster in dieser Etage, hantierte irgendetwas am Rahmen herum und öffnete es schliesslich. Erstaunt beobachtete die Braunhaarige ihn nur, bis N ihr zunickte, dass sie eintreten soll.
    Vorsichtig kletterte Elena ohne Fragen zu stellen durch das Fenster und befand sich plötzlich in einer kleinen Penthouse Wohnung. Von aussen her hätte man nie auf so eine helle und schöne Wohnung tippen können, da die meisten der Fenster sowieso zugenagelt waren. Jedoch spendeten die hier vorhandenen Lampen mehr als genug Licht und die weissen Wände machten alles ebenfalls freundlich.
    "Woher wusstest du...", wollte Elena schon fragen. "Das hier hab ich mir selbst zugelegt. Es ist nur möglich durch das eine Fenster hier reinzukommen und niemand weiss, dass es hier oben noch existiert. Ich hab es vor etwa einem halben Jahr jemandem abgekauft und hab es seitdem etwas hergerichtet", erklärte N schon und schloss das Fenster wieder.
    Wer hätte gedacht, dass N sich auch um Möbel und alles bemühen würde? Auf den ersten Blick wirkte die Wohnung ganz gewöhnlich, mit allen erforderlichen Möbeln und allem. Doch Elena stutzte. "Moment mal... soll das heissen du bist schon seit einem halben Jahr wieder in Einall?", fragte sie direkt.
    "So könnte man es auch sagen. Ich bin wieder hier, seit du aus Johto zurück bist. Also etwas weniger als ein halbes Jahr", erwiderte der Grünhaarige. "Woher wusstest du, dass ich in Johto war?", kam sofort die nächste Frage. So langsam wurde das ganze unheimlich, woher wusste N, dass Elena in Johto gewesen war?
    "Meine Pokémon haben dich ab und zu gesehen und mir natürlich davon erzählt", antwortete N gelassen und setzte Zorua auf dem Boden ab, worauf der kleine Fuchs sofort die Wohnung erkunden musste. N ging derweilen vom Flur ins Wohnzimmer und Elena folgte ihm. Er bedeutete ihr sich zu setzen, was die Braunhaarige dann auch tat, doch wohl fühlte sie sich irgendwie nicht.
    Eine innere Anspannung nagte an ihren Nerven, doch sie konnte nicht sagen, wodurch es ausgelöst wurde. Schliesslich sollte die Polizei hier nicht finden können, aber das bedeutete auch, dass sie die Wohnung nicht verlassen konnten. Jedenfalls solange nicht, bis die Polizei ihre Suche hier aufgab oder wenigstens etwas einstellte.
    "Zeig mir noch mal deine Wunden. Der Arzt wird wohl noch warten müssen...", meinte N nach einer Weile. "Das geht schon...", erwiderte Elena sofort. Natürlich brannten ihre Verletzungen noch immer wie Feuer und je länger es dauerte, desto schmerzhafter wurde es, doch sie wollte sich vor N auf keinen Fall als kleines hilfloses Mädchen zeigen.
    "Stur wie eh und je... womit hab ich das nur verdient", grinste N und verschränkte gespielt beleidigt die Arme. "Damit, dass du dich mehr als 6 Jahre lang nicht hast blicken lassen...", erwiderte Elena knapp. "Ich dachte ich hätte dir damals erklärt, wieso ich gehen musste", meinte N, nun wieder ernst und er setzte sich neben Elena auf die Couch.
    "So was nennst du eine Erklärung? Nichts für Ungut, aber das war keine Erklärung... aber was soll's das ist lange her und ehrlich gesagt, beschäftigt mich etwas ganz anderes", erklärte Elena und sie wirkte etwas niedergeschlagen.
    Natürlich war sie enttäuscht gewesen, dass N sich so lange nicht gemeldet hatte, doch momentan hatte sie mehr damit zu kämpfen, dass ihre Mission eigentlich lautete, N zu finden oder allgemein Team Plasma aufzuhalten und sie der Polizei zu übergeben. Doch was sollte sie nun tun? Cheren und Bell machten sich bestimmt grosse Sorgen um sie und Cheren würde ihre Beweggründe sowieso nicht verstehen, wenn sie sich weigern würde N zu verraten.
    Bell würde es vielleicht noch verstehen, doch bei Cheren hatte Elena keine Chance. Der Schwarzhaarige war noch nie gut auf N zu sprechen gewesen und so schnell würde er seine Meinung bestimmt auch nicht ändern. Zudem befanden sich ihre ganzen Sachen noch immer im Pokémon Center, inklusive ihrer Pokébälle.
    "Ich hab nicht von dir verlangt, dass du mir hilfst Elena. Ich hab dich vorhin mitgenommen, weil die Polizei dich ebenfalls geschnappt hätte, wenn sie dich gesehen hätten. Wenn du zurückgehst, musst du direkt zu Cheren und Bell und ihnen die Sache so erklären, dass ich dich entführt hätte oder so etwas in der Art. Aber wie gesagt... du solltest aussteigen, solange du noch kannst", meinte N schliesslich und er nahm seine Kappe von seinem Kopf und fuhr sich durch die Haare.
    "Du hast mir immer noch nicht erklärt, was hier eigentlich los ist...", sagte Elena nun auch wieder total ernst und sie sah ihn direkt an. N setzte sich seine Kappe wieder auf und seufzte erst einmal, ehe er wieder den Augenkontakt zu Elena suchte. "Ganz ehrlich... ich weiss auch nicht so genau, was mein Vater wieder plant. Aber mit seinem ursprünglichen Plan, die Leute davon zu überzeugen ihre Pokémon frei zu lassen, damit er der einzige mit Pokémon ist, um die Welt zu beherrschen... nun ja, sagen wir diesen Plan verfolgt er nicht mehr auf diese Weise", fing der Grünhaarige schliesslich an.
    "Aber er hat noch immer vor Herrscher zu werden oder?", erwiderte Elena, worauf N nickte. "Diesen Plan wird er vermutlich nie aufgeben. Doch soweit ich weiss, hat er nun etwas, was ihm seinem Ziel einen grossen Schritt näher bringt. Die Plasma Mitglieder reden ständig von einer Waffe... einer biologischen Waffe, die genügend Überzeugungskraft besitzt, um G-Cis bei seinem Vorhaben zu helfen."
    "Eine biologische Waffe...?", nicht als Frage, sondern eher als entsetzte Einsicht sprach Elena diese Worte aus und starrte auf den Boden. "Elena, ich war eine kurze Zeit ebenfalls noch bei ihnen und habe gesehen, was sie momentan versuchen. Angeblich haben sie hier in Einall einen Trainer gefunden, der ein Pokémon besass, welches mit dem Pokérus infiziert war. Ich nehme an du kennst diesen Virus, oder?", fuhr N fort.
    "Ja natürlich. Sind Pokémon von ihm befallen lernen sie schneller, wachsen besser und sind auch stärker... aber die Wirkung hält doch nur etwa 1 bis 2 Wochen an", erwiderte die Braunhaarige. "Ganz recht, er versucht ja auch nicht den Pokérus für seine Zwecke zu missbrauchen, sondern einen anderen Virus. Er hat den Pokérus aus dem Pokémon extrahiert und ihn genauestens von seinen Laborratten untersuchen lassen. Und wie es sich für Wissenschaftler gehört, mussten sie natürlich mit ihm experimentieren. Was dabei herauskam... war einfach nicht zu glauben...", erklärte N.
    Gegen Ende senkte er immer mehr den Kopf und schloss die Augen, als würde er selbst gerade Opfer eines Experimentes werden. Elena wusste, dass N mit Pokémon sprechen und ihre Stimme hören konnte, also wollte sie gar nicht wissen, was für ein Geschrei er hatte miterleben müssen, als er sich bei Team Plasma befand.
    "Du willst mir jetzt aber nicht erklären, dass G-Cis den Pokérus um mutiert hat und ihn auf Pokémon loslässt oder?", fragte die 17 Jährige vorsichtig, obwohl sie die Antwort schon zu kennen glaubte. "Doch, genau das. Sie nennen den Virus Kyoborus", erwiderte N knapp.
    "Kyobo... bedeutet das nicht so viel wie gewalttätig oder wild?", überlegte sich Elena laut. "Er macht die Pokémon... zu Monstern. So etwas habe ich vorher noch nie gesehen. Sie werden aggressiv, greifen ohne richtigen Grund Menschen an und sind um ein vielfaches stärker. Man kann sie jedoch ziemlich leicht von anderen Pokémon unterscheiden. Meistens sind sie grösser und sehen viel wilder aus, also normal und ihre Augen sind immer schwarz mit roten Pupillen", erklärte N weiter.
    Elena stockte und schwieg erst einmal. Von so einem Virus hatte sie noch nie in ihrem Leben gehört und sie hielt es auch für sehr unwahrscheinlich, dass es so etwas überhaupt geben konnte. Doch N würde doch keinen Nutzen daraus ziehen, wenn er ihr jetzt irgendeine Lügengeschichte auftischen würde.
    "Verstehst du jetzt warum ich dir sage, dass du aussteigen sollst? G-Cis hat bereits einige Pokémon, die die Infektion mit dem Virus überlebt haben und ist bereits dabei eine Methode zu entwickeln, um sie kontrollieren zu können. Wenn er es erst einmal geschafft hat...", sagte N knapp. "Dann werden viele Menschen und ihre Pokémon dran glauben müssen. Und du erwartest von mir, dass ich dabei einfach zusehe und nichts tue?! Da kennst du mich aber sehr schlecht N!", beendete Elena den Satz und funkelte ihn etwas an.
    "Du verstehst es nicht. Ein einziger Biss eines solchen Pokémons kann dein Pokémon ebenfalls infizieren. Oder besser gesagt, wenn auch nur ein wenig Speichel eines befallenen Pokémons in den Kreislauf deines Pokémons gerät, wird es ebenfalls infiziert sein. Welche Wirkung es auf Menschen hat weiss ich nicht... aber bestimmt werden ebenfalls irgendwelche Folgen daraus entstehen", erklärte N und packte Elena an den Schultern.
    Es war nicht zu übersehen, wie aufgebracht und entsetzt zugleich er über die ganze Geschichte war. Vor allem für jemanden wie N musste es kaum ertragbar sein, dass den Pokémon so etwas Schreckliches angetan wurde, obwohl auch Elena mit ihrer Fassung rang.
    "Ich versteh dich doch... ich hab deine Beweggründe schon immer verstanden N... aber du kannst von mir nicht verlangen, dass ich einfach tatenlos zusehe, wie G-Cis seine Pläne in die Tat umsetzt. Ich will ja nicht dramatisch klingen, aber hier geht es um Leben! Nicht nur das von Menschen, sondern auch von Pokémon und wenn wir nichts dagegen unternehmen werden viele dabei draufgehen!", erwiderte Elena mit einfühlsamer, aber bestimmter Stimme, während sie sich langsam aus N's Umklammerung befreite.
    N schwieg und sah sie nur mit einer ausdruckslosen Miene an, aus der Elena mal wieder nicht schlüssig wurde. Sobald sie wieder dachte, sie würde N gut genug kennen, um seine Reaktionen zu deuten, kam wieder irgendetwas Unerwartetes und N kam ihr wieder völlig fremd vor. Doch vielleicht war es genau das, was den Grünhaarigen ausmachte.
    "Und was schlägst du vor?", fragte er schliesslich mit ruhiger Stimme. "Wir müssen die Polizei davon überzeugen, dass du nicht für deinen Vater arbeitest... das ist jetzt mal das Wichtigste. Und dann wirst du ihnen die ganze Geschichte mit dem Kyoborus erzählen müssen", meinte Elena nun ebenfalls wieder ruhiger.
    N schüttelte kaum merklich mit dem Kopf und stand auf. "Ich halte von Menschen noch immer nicht viel... am wenigsten von Leuten wie der Polizei, die nur ihren Gesetzen nachgehen, ohne auf die Gefühle anderer zu achten...", sagte er leise und er kehrte Elena den Rücken zu, während er seine Arme verschränkte.
    Elena wollte eigentlich noch etwas erwidern, doch in dem Moment war ein markerschütternder Knall zu hören und der ganze Boden bebte auf, worauf es Elena wieder die Tränen in die Augen trieb, da ihre Verletzungen sich wieder meldetet und zwar so heftig wie noch nie. Alarmiert sprang N zu ihr und half ihr auf die Beine.
    Das ganze Gebäude bebte wie bei einem Erdbeben, doch das hier war keines. "Wir werden beschossen!", sagte N. "Was?! Sicher nicht, die Polizei schiesst doch nicht einfach!", erwiderte Elena ungläubig. N jedoch war davon überzeugt, dass die Polizei dahinter steckte und zog Elena mit sich in den Flur. "Zorua, komm her!", rief er und der kleine Fuchs sprang sofort zu ihnen.
    "Nimm ihn. Du kletterst jetzt aus dem Fenster und winkst den Leuten da unten zu. Sie werden annehmen, dass du dich wegen der Schüsse hast befreien können und werden dich hier runter holen", sagte N und drückte das Pokémon in Elena's Arme. "Und was ist mit dir?", fragte sie panisch, während das Gebäude erneut getroffen wurde.
    "Ich komm schon klar, die erwischen mich nicht. Jetzt geh schon!", rief N und schob sie zum Fenster. Notgedrungen kletterte Elena hinaus und hielt sich am Geländer fest, als sie plötzlich einen Hubschrauber vor sich sehen konnte. Unverkennbar der Hubschrauber der Polizei.
    Elena hielt sich einen Arm vor ihr Gesicht, um den Wind etwas abhalten zu können. "Sie sind in Sicherheit Elena! Wir holen Sie gleich zu uns in den Hubschrauber!", konnte sie die Stimme des Piloten hören.
    Elena nickte knapp, doch in dem Moment, als der Hubschrauber näher kommen wollte, schoss wie aus dem Nichts ein schwarzer Blitz aus dem Himmel direkt in den Helikopter. Elena wich nach hinten zurück und hielt sich und Zorua die Ohren zu, als der Donnerschlag folgte und einige Fenster zersplittern liess.
    Der Hubschrauber war getroffen und strauchelte in Richtung Boden, ehe er kurz vor dem Aufprall explodierte und ein riesiges Loch in die umstehenden Wolkenkratzer riss. Geschockt über das, was gerade passiert war, sah sich Elena um und erstarrte.
    Da oben, auf dem Dach des nächsten Hochhauses konnte sie ein Pokémon erkennen. Es war ziemlich gross und Blitze zuckten aus seinem Schwanz, worauf Elena geschockt die Augen weitete. Dieses Pokémon, welches sie vor sich sah kannte sie nur von Bildern und Erzählungen aus Johto, doch hier sah es komplett anders aus.
    Es war viel grösser, als Elena erwartet hätte und sah auch viel wilder aus, worauf es die Braunhaarige traf wie einen Schlag. Schwarze Augen und rote Pupillen die leuchteten. G-Cis hatte es geschafft...
    Er hatte es geschafft Raikou zu infizieren!
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    Das war auch schon das nächste Kapitel :3

  • Sry für den späten Kommi. >.<
    Aber hier bekommst du noch einen zu deinem letzten Kapitel.


    Just the Beginning:
    Fehler:
    "Ein Schachtdeckel befindet sichda hinten .. <<< Schachdeckel
    Ansonsten habe ich keine Fehler entdeckt, es kann sicherlich viele in der Rechtschreibung oder Grammatik geben, jedoch habe ich die bis jetzt nicht gefunden.


    Zum Inhalt:
    Das Ende finde ich sehr gut geworden, sehr realistisch und gut beschrieben, da habe ich mein Gesicht sehr nah an dem Desktop gebracht, da ich den so spannend fand. Kyoborus (Ich hoffe ich buchstabiere es richtig), finde ich eine sehr interesannte Idee, vorallem da der G-Cis dadrin einbezogen ist. Eine gesteigerte Form von Pokérus, die Idee spricht mich sehr an, selber wäre ich da ganz bestimmt nicht drauf gekommen. Ich finde das traurig für N, wie er damit reinbezogen wird, das finde ich hat er nicht verdient, denn er liebt ja Pokémon.
    Zu dem letzten Satz, den finde ich weniger gut geworden. Hättest das ändern müssen, da hätte sowas besser gepasst:
    Als sie in die Augen des Wesen starrte, schoss ein Schock durch ihren Körper.
    Raikou brüllte wie ein verwundetes Tier.
    Es sieht sehr unproffesionel aus, wenn du das so schreibst, da hätte wie bereits gesagt, etwas anderes besser gepasst.
    Nun wieder kurz zum Anfang (Ja, ich gehe ganz chronoligisch vor), ich finde die Szene in Ns Appartement sehr gut, man erfährt noch mehr von dem Grünhaarigen und den Plan seines Vaters. Er kümmert sich ja wirklich um Elena, er hilft sie zu fliehen, dass finde ich sehr gut von ihm.
    Ansonsten gefällt mir die Länge dieses Kapitel sehr, du hast dir sehr viel Mühe gegeben, obwohl du ab und zu Wiederholungen benutzt, finde ich, dass es ein gutes Kapitel geworden ist.


    Sayonara!

  • So, jetzt komm ich mal zu einem kommi ;3
    Sry, wegen der verspätung!


    Zum Kapitel "Just the Beginning":
    Fehler hab ich fast keine gefunden, ausser die die ♥ Appeline ♥ schon entdeckt und beschrieben hat.
    Allgemein finde ich dein letztes Kapitel sehr gut beschrieben, bis auf ein Fehler der mich stört. Du hast wenig Kommas eingefügt, du darfst schon ein paar Kommas mehr reinschreiben. Sonst passt alles so, der Inhalt der Geschichte ist ganz toll, ich mag diese Art von Fanfiction, man MUSS vor Spannung immer wieder weiterlesen und das Ende erst, als Raikou vor Ihnen stand. Das Raikou das mit dem Virus infiziert wurde, man mag irgendwie sofort wissen wie es weiter geht. Zur Länge des Kapitels kann ich ♥ Appeline ♥ nur zustimmen, die Länge ist so in Ordnung! In dem Kapitel steht alles drinnen was man lesen muss um Mitten drin dabei zu sein.


    Fazit/Stichpunkte:
    ~ Eine tolle Geschichte und ein tolles Kapitel!
    ~ Du kannst ein paar Kommas mehr schreiben!
    ~ Die Länge des Kapitels ist sehr gut, passt so!
    ~ Das wichtigste: Das Kapitel ist sehr gut beschrieben!


    Feedback für weitere Kapitel:
    Ich finde dein Kapitel und dein Schreibstil superklasse, mach weiter so! Du bist gut.
    Der gute alte ~Pain~ wird weiterhin deine Fanfiction mitverfolgen und kommentieren.~


    Mfg.