Harry Potter (News: Neuer Film angekündigt)

  • Ich muss sagen, dass ich Ron auch immer weniger leiden konnte, je länger die Buchreihe andauerte. Der Ron Weasley, den Rowling ihren Lesern vom dritten bis zum sechsten Band präsentiert, hat herzlich wenig mit dem Ron zu tun, der in "Harry Potter und der Stein der Weisen" und "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" auftritt. In den ersten beiden Bänden habe ich Ron noch als relativ sympathische Figur wahrgenommen. Natürlich ist er ziemlich impulsiv und nicht allzu konstruktiv, was sich vor allem in den Auseinandersetzungen mit Draco Malfoy zeigt, aber er hatte am Ende der beiden Bände immerhin Anteil daran, dass die dunklen Mächte nicht durchdringen konnten. Im ersten Buch meistert er das Schachspiel von Minerva McGonagall und im zweiten Band profitiert er in gewisser Hinsicht davon, dass Hermine versteinert wird, da sowohl Ron als auch Harry auf diese Art und Weise dazu gezwungen werden, die Sache alleine aufzulösen, auch wenn Hermines Notizen sie natürlich erst auf die richtige Spur bringen.


    Danach kann man jedoch nicht mehr sonderlich viel auf dem Guthabenkonto von Ron verbuchen. Vom dritten bis zum sechsten Band nimmt er auf die Handlung praktisch keinen Einfluss mehr. Seine Verletzung hindert ihn daran, mit dem Zeitumkehrer zurück zu reisen. Beim Trimagischen Turnier ist er natürlich nur Zuschauer. (Gut, er hilft Harry im Vorfeld der zweiten und dritten Aufgabe, aber da er nicht die notwendigen Erkenntnisse gewinnt, ist das sekundär.) Im fünften Band ist er ein Mitglied von Dumbledores Armee, aber irgendwie bekommt man keine nennenswerten Fortschritte in Sachen Charakter und Fähigkeiten mit. Und im sechsten Band besteht seine größte Leistung darin, Harry auf die Idee zu bringen, Felix Felicis einzusetzen, um Slughorn die wichtige Erinnerung an Tom Riddle abzuringen. Im siebten Band macht Rowling ihm dann wieder ein paar Zugeständnisse, aber die wirken aufgrund seiner vorherigen Passivität wie Ausreden bzw. Zufallstreffer.


    Dass Dumbledore Ron im fünften Band zum Vertrauensschüler gemacht hat, konnte ich ebenfalls nie verstehen. Allerdings ist auch die Ernennung von Hermine als Vertrauensschülerin mindestens zweifelhaft. Wenn Rowling diesen Handlungsstrang für den Verlauf der weiteren Geschichte gebraucht hätte - zum Beispiel für ein wichtiges Gespräch, das Ron und Hermine belauschen - dann hätte ich es noch irgendwo verstehen können, dass sie die beiden in dieser Position braucht. Aber die Sache mit den Vertrauensschülern verliert sich im Laufe des fünften Bandes komplett und wird nur noch für mehr oder weniger humorvolle Stellen gebraucht ("Du - bist - Vertrauensschüler!"). Wenn man mal davon absieht, dass Harry wütend auf Dumbledore ist, weil er ihn nicht zum Vertrauensschüler gemacht hat, besitzt dieser Handlungsstrang überhaupt keine Funktion. Und da Harry im sechsten Band zum Kapitän der Quidditch-Mannschaft von Gryffindor ernannt wird, bekommt er bereits ein Jahr später die gleichen Privilegien wie Ron und Hermine.


    Mir sind die Gründe, die Dumbledore zu dieser Wahl bewegt haben, absolut schleierhaft. Die Sache mit den Vertrauensschülern war nie besonders wichtig, also hätte man diese Funktion auch an Nebencharaktere vergeben können. Neville wäre meiner Meinung nach ein besserer Vertrauensschüler gewesen als Ron. Die Wandlung, die er im fünften Band durchmacht, wäre auf diese Art und Weise gut unterstützt worden. Und als Vertrauensschülerin hätte man beispielsweise Lavender Brown nehmen können. Ron und Hermine haben im Laufe der Jahre viel zu viele Regeln gebrochen, als dass man ihre Berücksichtigung nachvollziehen könnte. Wenn es Dumbledore auf die Taten außerhalb der Schulzeit ankommt, dann hat er die ganze Sache offensichtlich nicht verstanden. Und wenn es ihm darum ging, Harry bremsen zu wollen, hat er sich mit Ron und Hermine sowieso verschätzt. (Abgesehen davon kann ich mich an keine Stelle in den Büchern erinnern, in denen das erwähnt wird. Lupin wurde zum Vertrauensschüler ernannt, um James und Sirius zu bremsen, aber bei Harry, Ron und Hermine wird diese Option soweit ich weiß nicht thematisiert.) Auch charakterlich passt Ron nicht in diese Position: Er schmiedet schon im Hogwarts-Express Pläne, welche Strafen er für Malfoys Kumpanen in Betracht zieht, lässt sich praktisch jeden zweiten Aufsatz von Hermine schreiben oder zumindest korrigieren und droht Seamus eine Strafarbeit an, nur weil dieser Harry nicht glauben möchte, dass Voldemort zurückgekehrt ist. Abgesehen davon besitzt Ron die Frustrationstoleranz eines Kleinkindes. Seine Reaktionen auf Provokationen waren immer unverhältnismäßig unwirsch, meistens wollte er sich direkt auf ihren Urheber (allen voran Malfoy) stürzen und die Fäuste sprechen lassen.


    Was mir bei Ron außerdem gehörig auf die Nerven gegangen ist, war seine permanente Angst vor dem Namen "Voldemort", die sich bis in den letzten Band zieht. Man sollte meinen, dass jemand, der sein letztes Schuljahr auf Hogwarts schmeißt, um Voldemorts Horkruxe zu vernichten, in dieser Sache etwas mutiger und entschlossener agiert, aber bei Ron ist man da offensichtlich an der falschen Adresse. (Auch wenn Rowling die Angst vor dem Namen im siebten Band für das Tabu gebraucht hat. Aber ich muss sagen, dass ich es wesentlich lustiger gefunden hätte, wenn Ron den Namen zum ersten Mal überhaupt in den Mund nimmt und der Gruppe damit direkt einen Bärendienst erweist.)

  • Generell nerven mich die Weasleys etwas, da sie vom Text her halt als diese supertolle Familie dargestellt werden, die sie in meinen Augen so gar nicht sind.


    Mit Ausnahme von Percy, der wiederum eigentlich der nachvollziehbarste Weasley in meinen Augen ist.


    (Achtung übrigens: Ich spreche von den Büchern, nicht den Filmen. Viele Punkte, die ich hier anspreche, kommen in den Filmen nicht vor. Gerade die Zwillinge sind in den Filmen sehr anders.)


    Über Ron haben wir hier mehr als genug geredet. Da stimme ich auch @Dartiri zu: Ron in Band 1 und 2 war okay. In Band 1 war er sogar ein wenig intelligent, hatte zumindest deutliche Stärken, und er war trotz einiger Spitzen (und dem relativ arschigen Verhalten gegenüber Hermine in Band 1, das ich so aber nachvollziehbar fand) ein eigentlich ziemlich guter Freund. Ab Band 3 wird er aber mehr und mehr arschig gegenüber Harry und Hermine. Man muss außerdem sagen, dass die Bücher sein Verhalten gegenüber Malfoy effektiv so darstellen, als würde Malfoy alles initiieren, was aber nicht der Fall ist. Ron und Malfoy tun sich wenig. Beide sind permanent fies zueinander, beide haben ein anderes Haus, dass sie die ganze Zeit dissen. Die beiden sind sich erstaunlich ähnlich, wenn man es genauer betrachtet. (Das ist generell so eine Sache: Die Slytherins und Gryffindors tun sich relativ wenig. Sie haben eine Hausfehde. Gryffindors nutzen jede Gelegenheit fies zu Slytherins zu sein und andersherum.)


    Dann haben wir Ginny. Wie alle Weasleys ist sie bei den Anfeindungen mit Slytherins vorne mit dabei. Aber gleichzeitig gibt es auch sonst sehr wenig über sie zu sagen. Sie ist halt Harrys Love Interest und ... Ähm ... Ja ... Sie ist eigentlich so ziemlich gut in allem. Ansonsten hat sie wenig Charakter. Sie hat wenig Tiefe. Die Tatsache, dass sie in Band 3 und 4 die meiste Zeit nur ein Randphänomen ist, spielt da sicher mit rein.


    Dann haben wir die Zwillinge. Die Zwillinge sind ihrerseits verdammt fies. Aber laut Text ist das ja in Ordnung, weil sie entweder Slytherins gegenüber fies sind oder es ansonsten ja lustig ist und harmlos, nicht? Dass sie ihren Bruder mobben ist ja auch dessen Schuld (ich rede natürlich von Percy), denn mal ehrlich, warum muss der auch alles so genau nehmen! Selbst Schuld, dass der so ein Langweiler ist! Die beiden verhexen ständig Leute aus relativ lapidaren Gründen, aber es wird immer als "Haha, ist doch nur lustig" abgetan. Die einzige, die es nicht so sieht, ist Hermine, aber die nimmt es natürlich, so die Bücher, einfach viel zu genau.


    Percy ist der einzige, der halbwegs vernünftig und nachvollziehbar ist. Er ist nicht unnötig fies. Und ja, man kann schon sagen, dass in Band 5 und 6 sein Verhalten gegenüber der Familie daneben ist, aber ich kann es gleichzeitig irgendwo auch verstehen. Seine Familie hat außerhalb von Molly wenig getan, um ihn vor seinen Brüdern zu schützen, er war immer der Witz in der Familie, derjenige, auf den getreten wurde. Ich meine, es spricht doch Bände, dass er seiner Familie so wenig vertraut, dass er seine erste (vielleicht nicht mal erste) Beziehung beinahe ein ganzes Jahr lang vor ihnen geheim hält!


    Von den älteren Brüdern kriegen wir wenig mit, aber zumindest beim Percy ärgern machen diese ja gerne mit.


    Und dann haben wir die Eltern. Wir wissen, dass Molly ihre Kinder schlägt. Es wird in den Büchern zwei Mal explizit erwähnt, mehrfach angedeutet. Die Zwillinge wurden sogar mit einem Besen geschlagen. Erneut: Es wird als lustig dargestellt, aber mal ehrlich: Findet ihr es lustig ein Kind mit einem Besen zu verprügeln? Ich nämlich nicht. Generell ist sie ein ziemlicher Hausdrache, redet ihren Kindern (sogar ihrem Liebling Percy) ständig rein und übt einen ziemlichen Leistungsdruck auf die Kinder aus. Sie behandelt auch Harry besser als irgendeins ihrer eigenen Kinder. So viel Zeit, wie Harry später bei ihnen verbringt, ist das nicht mehr unbedingt verständlich.


    Auch Mr. Weasley hat zumindest einmal die Zwillinge verprügelt. Das wird zwar impliziert, dass das nur ein Einzelfall war und einfach ein "Fit of Rage", aber es sei dennoch erwähnt. Dazu kommt aber vor allem die Sache mit seinem Job und wie das dargestellt wird. Er wird als de facto schon heroisch dargestellt, weil er keine Beförderung im Ministerium annimmt, da er seinen Job so gerne mag und Muggle toll findet. Jetzt einmal ganz davon abgesehen, dass seine Muggelbegeisterung das In Universe Equivalent von Cultural Appropriation und verdammt noch mal rassistisch ist (man bekommt regelmäßig den Eindruck, dass er Muggel eher als eine faszinierende Tierart sieht, nicht als andere Menschen, schon gar nicht als gleichgestellte Menschen). Aber davon abgesehen, sehe ich es als verflucht verantwortungslos sieben Kinder daheim zu haben und diese in Armut leben zu lassen, weil man seinen Job so gern hat. Ja, es ist toll seinen Job gern zu haben und das Optimum wäre es einen Job zu haben, den man gern macht, der aber auch die Familie ernährt, aber mit sieben Kindern tut es mir leid: Die Kinder gehen in meinen Augen vor seiner persönlichen Selbsterfüllung vor. Er kann sein (rassistisches) Muggelhobby ja behalten, aber er muss verdammt noch mal versuchen seine Kinder ordentlich zu versorgen! <.<


    Davon abgesehen, dass es mir nicht aufgeht, warum sie in Band 2 mehr als 2 Ausführungen der Lockart-Bücher brauchen. Die Kinder haben nicht gleichzeitig Unterricht, sie brauchen alle dieselben Bücher. Die können sie sich teilen. (Generell: Sie sparen an den falschen Enden.)


    Mich geht es vor allem an, dass das Fandom die Weasleys gerne wie heilige behandelt. Als wären all diese aufgeführten Punkte irgendwie gerechtfertigt, ja, sogar gut.


    Das schlimme ist vor allem: Ich kann den Kindern vieles nicht mal übelnehmen. Dass die Kinder dazu neigen, Probleme mit "Gewalt" (aka durch das Verzaubern von Mitschülern) versuchen zu lösen, macht Sinn, wenn sie dasselbe zuhause lernen, indem sie mit Gewalt gestraft werden. :(

  • Dass die Weasleys als tolle Familie dargestellt werden, geht wohl auf das Konto des "Harry-Filters", der in den Büchern omnipräsent ist. Der Leser erlebt die Geschehnisse mit Harry, sieht durch Harrys Augen, fühlt mit Harry und hört seine Meinung. Aber sie muss nicht immer zutreffend sein. Er findet Ron und seine Familie von Anfang an faszinierend. Dieser Eindruck verstärkt sich im zweiten Band, als Harry das erste Mal den Fuchsbau betritt, und von da an sieht er die Weasleys als Ersatzfamilie an. (Man erinnere sich an den vierten Band, in dem die Familienangehörigen bei der dritten Aufgabe des Trimagischen Turniers zuschauen dürfen und direkt ein paar Weasleys zur Stelle sind, um Harry zu unterstützen.) Aus diesem Grund werden die vielen Fehler, welche die Weasleys ohne Zweifel haben, durch den "Harry-Filter" relativiert. Ich finde es beispielsweise befremdlich, dass Molly und Arthur nie zu einem der Quidditch-Spiele aufgetaucht sind, obwohl die Mannschaft von Gryffindor in den Büchern immer mit mindestens zwei Weasleys besetzt gewesen ist. Bei lediglich drei Spielen innerhalb eines Schuljahres sollte man meinen, dass die beiden sich eventuell mal dafür interessieren, ob ihr Nachwuchs den Pokal gewinnt oder nicht. (Soweit ich weiß gibt es in den Büchern keine Hinweise darauf, dass Angehörige nicht zu den Quidditch-Spielen auftauchen dürfen. Außerdem sieht man in der Verfilmung von "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" Lucius Malfoy im Publikum sitzen.)


    Bei den vier Häusern gibt es das Problem, dass Rowling sich viel zu sehr auf Gryffindor und Slytherin versteift. (Von Ravenclaw und Hufflepuff erfährt der Leser herzlich wenig. Gut, der Kampf zwischen Harry und Voldemort ist irgendwo auch ein Kampf zwischen Gryffindor und Slytherin. Dennoch hätte es sicher nicht geschadet, Ravenclaw und Hufflepuff stärker in den Fokus zu rücken. Kaum eine Figur aus einem dieser beiden Häuser greift entscheidend in das Geschehen ein, und ich bin mir fast sicher, dass man die Bücher zurate ziehen muss, um mehr als zehn Charaktere aus Ravenclaw und Hufflepuff nennen zu können.) Das größere Problem ist jedoch, dass Rowling sich nicht allzu viel Mühe gibt, um die Vorurteile gegen die Slytherins zu beseitigen, die man mit der Zeit auch als Leser entwickelt. Figuren aus diesem Haus werden im Allgemeinen immer als hinterhältig, grob, düster und abweisend beschrieben. Niemand hat versucht, die Fehde einfach zu ignorieren und gut mit der Gegenseite auszukommen. Soweit ich weiß gab es keinen einzigen Slytherin, der sich Dumbledores Armee angeschlossen hat, obwohl das der Geschichte gut getan hätte. Kein Wunder, dass der Leser im Umkehrschluss denkt, dass ausnahmslos jeder Slytherin die Rückkehr von Lord Voldemort feiert. Man könnte fast behaupten, dass Joanne K. Rowling mit der Zeit Vorurteile gegen ihre eigene Idee entwickelt hat. (Die Art und Weise, wie sie Leser kritisiert, die Sympathien für Draco Malfoy entwickeln, unterstreicht das ziemlich deutlich. Irgendwie seltsam, dass sie so einen Charakter herausarbeitet und hinterher den Moralapostel markiert.) Wenn man bedenkt, dass die Harry-Potter-Reihe viel mit Rassismus zu tun hat, stößt diese Stigmatisierung von Slytherin gleich doppelt bitter auf. Und nicht nur innerhalb von Hogwarts denken die Charaktere so undifferenziert, wenn ich an die Schüler und Schülerinnen von Beauxbatons und Durmstrang denke.

  • Das mit dem Harry-Filter ist leider wahr. Ich finde es nur immer wieder irritierend, dass Fans (und Rowling selbst, wenn wir nach ihrem Twitter gehen) nicht zwischen Harry-Filter und Realität unterscheiden können. Aus Harrys Sicht ist es natürlich klar, dass er, der er nie eine Familie hatte, diese große Familie, in der ihn auch noch alle toll finden, super findet. Und auch, wenn ich mir sicher bin, dass Rowling darüber nicht nachgedacht hat, macht es sogar Sinn, dass er, der er Gewalt gewohnt ist, die Gewalt von Mrs. Weasley gegenüber ihrer Kinder als "normal" empfindet. (Eher denke ich schon, dass Rowling selbst nicht sieht, wo das Problem mit Ohrfeigen und Hintern versohlen ist. Aber so kann man durchaus eine nachvollziehbare In-Universe Erklärung dafür.)


    Und was Ravenclaw und Hufflepuff angeht, hast du natürlich Recht. Wenn ich überlege komme ich auch nur auf Luna, Cho, Marietta, Zacharias, Cedric und dann hört es effektiv auch schon auf.


    Gerade was Malfoy und Rowling angeht, hast du übrigens absolut Recht. Ich frage mich da teilweise dann auch, was bei Rowling im Kopf vorgeht. Ich meine laut ihrer Logik ist Snape absolut redeemed, nachdem er sich geopfert hat, trotz der ganzen Todesser-Klamotte, trotz der Morde, die er fraglos begangen hat, trotz des Jahrelangen Mobbings, das er betrieben hat. Gleichzeitig soll Malfoy, ein Kind das halt so erzogen wurde und sich später immer mehr im Netz der Todesser-Kultur, in die er großgezogen wird, verfängt, irredeemable sein? Ernsthaft? >____<


    Wobei Rassismus und Rowling halt sowieso so ein großes Problem sind. Die Bücher sind vom Text her Bücher über Rassismus und gegen Rassismus. Nur was wir im Text sehen, ist massiv viel Rassismus. Sei es durch das wenig diverse Cast, sei es dadurch, dass die wenigen Beispiele für andere Kulturen extrem flach und stereotyp sind, sei es dadurch, dass der in-universe Rassismus effektiv immer und immer wieder bestätigt wird. Joa, Muggel sind halt dumm. Mit Muggeln sollte man nicht interagieren. Muggel halt. Deswegen heiratet von den Kindern, die gegen Rassismus gegen Muggel kämpfen am Ende auch niemand einen Muggel. Weil ... Ähm, ja, das mit Message und dieser Folgen ist halt leider ein wenig untergegangen.

  • Die Streiche und Sprüche der Zwillinge fand ich tatsächlich immer lustig. Ich denke, da unterscheiden sich halt Geschmäcker und was man halt selbst "gewöhnt" war und ist - in abgeschwächter Form lol. Bei den Zwillingen gab es wenig, wo ich dachte, wie daneben das sei. Insgesamt sind die beiden für ihre Pranks nunmal bekannt.
    Und Percy ist... naja, war für mich eben da, so im Nachhinein betrachtet.


    Ansonsten fühlte sich die Freundschaft zwischen Harry, Ron und Hermine für mich doch sehr natürlich und halt ... normal an. Auch wie sich die Weasly-Geschwister untereinander behandelten.


    Was die Rivalität zwischen Slytherin und Gryffindor angeht: Auseinandersetzungen, die einmal begonnen wurden, sind sehr schwer wieder zu beenden und wir sehen alles aus Harrys Sicht. Der hält eben klarerweise auch zu Gryffindor.
    Was mir dann wieder aufstößt ist wie Rowling Draco selbst beschreibt.

  • Wer sich den Film "Voldemort: Origins of the Heir" anschauen möchte, kann das hier tun.


    Ich habe mir den Film am Wochenende angesehen. Stellenweise kann man nicht glauben, dass es sich dabei nur um ein Fanprojekt handelt. Ausstattung und Effekte sind vollkommen in Ordnung. Dafür fand ich die Story trotz der kurzen Laufzeit ein wenig schleppend.

  • 2018 wird ein neues Mobile Game erscheinen, in dem sich dem Spieler die Möglichkeit bietet, sein eigenes Hogwarts-Abenteuer zu erleben - Hogwarts Mystery, so der Name der App, wird sowohl im App- als auch im Play-Store erscheinen. Grafisch sieht das Spiel für ein Mobile Game vielversprechend aus, erinnert mich etwas an die Sims. Zudem schätze ich an dem Konzept, dass man nicht in die Rolle eines anderen Charakters wie Harry schlüpft und das Spielerlebnis damit deutlich persönlicher wird. Ich warte eigentlich schon seit längerem auf ein neues Mobile Game, das ich so richtig suchten kann und das Harry Potter-Universum erscheint mir dazu wie gemacht. Ich hoffe allerdings inständig, dass man wirklich einige spannende Features einbaut und nicht die üblichen täglichen Aufgaben um EP oder Items zu sammeln und wenn die Energie oder ähnliches verbraucht ist, darf gezahlt werden. Da spendiere ich lieber gleich fünf Euro und habe ein abgeschlossenes Spiel.


    Hier geht es zur offiziellen Seite, wo man die Option hat, sich über künftige Updates benachrichtigen zu lassen.

  • Man kann das Spiel über Umwege auch schon spielen, weil es eine Beta dazu gibt. Ich habs mir vor so zwei Wochen heruntergeladen und es ist ein interessanter Zeitvertreib, die Grafik könnte besser sein, aber es macht Spaß. Die Story ist interessant und als Potterhead hat man definitiv seine Freude daran.


    Ich hoffe allerdings inständig, dass man wirklich einige spannende Features einbaut und nicht die üblichen täglichen Aufgaben um EP oder Items zu sammeln und wenn die Energie oder ähnliches verbraucht ist, darf gezahlt werden.

    Leider muss ich dich enttäuschen. Du hast Energie und musst Aktionen ausführen und Quests erledigen, die dich Energie kosten. Alle fünf Minuten wird ein Energiepunkt wiederhergestellt, daher geht das aber aktuell ganz gut.


    Anbei noch einige Screenshots als Impressionen aus dem Spiel. Aktuell bin ich fast Level 11 und im zweiten Schuljahr.

  • @Paradoxa
    True, die Grafik ist in den Trailern nochmal deutlich hübscher als auf den Screens und dass das Spiel am Energiepunktesystem festhält um zu drosseln anstatt einfach genug Content zu bieten, enttäuscht mich auch, hatte ich allerdings bereits erwartet. Dank deinem Tipp, habe ich mir allerdings ergoogelt, wie ich es ebenfalls testen kann und werde dann wohl mehr sagen können :)

  • Ich bin mir mittlerweile relativ sicher, dass der zweite Teil absolutes Chaos wird. Und warum? Weil sie daraus wieder eine klassische Gut vs Böse Geschichte machen wollten und Action reinbauen wollten. Tierwesen sind nur noch zweit oder drittrangig, Depplwald und Dumbydore stehen im Vordergrund. Natürlich nicht-schwuler Dumbledore. *augen roll*


    Der Trailer allein zeigt mir noch deutlicher, als der erste Teil, dass sie kein Vertrauen in ihr eigenes Konzept (wie gesagt: Tierwesen) haben.

  • Zu dem Spiel: ich weiß echt nicht, was ich davon halten soll. Die Grafik und Gesichter etc. sehen sehr generisch aus (was erwartet man von kostenlosen Spielen ^^") und es scheint etwas zu simsig zu sein. Allerdings muss ich es aus Neugierde mal ausprobieren. ^^

  • Ich habe den ersten Teil von "Phantastische Tierwesen" damals erfolgreich ignoriert und werde auch den zweiten Teil ignorieren. Für mich wurde die ganze Sache mit dem zweiten Teil von "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" abgeschlossen. Gellert Grindelwald war vor Lord Voldemort der gefährlichste Schwarzmagier aller Zeiten. Und dann wird so eine Rolle ernsthaft mit Johnny Depp besetzt? Ich möchte nicht anzweifeln, dass Depp ein toller Schauspieler ist, aber seine schrullige Art sorgt zumindest bei mir immer dafür, dass man sich automatisch auf die Seite seiner Figur stellt, und das wäre bei einem Magier wie Grindelwald etwas kontraproduktiv. Außerdem finde ich, dass man die Reihe an einen anderen Regisseur hätte vergeben sollen. David Yates hat schon vor über zehn Jahren bewiesen, dass er der magischen Welt von Harry Potter nicht gerecht werden kann.


    Bei den Phantastischen Tierwiesen gibt es nur zwei Aspekte, die mich zumindest ein bisschen neugierig machen: In welchen Städten die restlichen Geschichten spielen werden (David Yates hat mal in einem Interview gesagt, dass jeder der insgesamt fünf Filme sich einer neuen Kulisse bedient), und ob man die beiden Reihen miteinander verknüpft.

  • Ich möchte nicht anzweifeln, dass Depp ein toller Schauspieler ist, aber seine schrullige Art sorgt zumindest bei mir immer dafür, dass man sich automatisch auf die Seite seiner Figur stellt, und das wäre bei einem Magier wie Grindelwald etwas kontraproduktiv.

    Bei mir ist das Gegenteil der Fall. Ich bin begeistert in den Film gerannt und habe 5 Minuten vor Schluss zusammen mit dem gesamten Kinosaal laut gestöhnt, als Johnny Depp auftauchte. (Hatte vorher alle Marketingmaterialien absichtlich vermieden)


    Johnny Depp ist heutzutage kein guter Schauspieler mehr sondern spielt nur noch Jack Sparrow in unterschiedlichen Kostümen. Ich war nach den Büchern sehr gespannt, irgendwann mal die Geschichte von Grindelwald zu sehen oder lesen, da der Charakter echt spannend wirkte. Jetzt mit Johnny Depp in der Rolle kann man den ja nur noch hassen... Werde mir den zweiten Teil wegen Jude Law als Dumbledore angucken, aber ich werde die Filmmacher auf immer verteufeln, dass sie Collin Farrell durch Johnny Depp ersetzt haben, nachdem Farrell so einen guten Job als Grindelwald gemacht hat.

  • Collin Farrell hat doch im ersten Teil jemand ganz anderen gespielt und nicht Grindelwald?

    Nein. Collin Farrell hat Grindelwald gespielt. Grindelwald, der mit einem anderen Gesicht rumrennt dank ... Nun, genau wird es nicht erklärt. Vielsafttrank? Jedenfalls hat er eben die Gestalt Graves angenommen, dennoch ist es Grindelwald.

  • Ich glaube, das Problem bei Johnny Depp ist, dass ihn mittlerweile viele nur (noch) als Captain Jack Sparrow kennen. Die tollen Leistungen, die er beispielsweise in "Gilbert Grape" oder "Blow" gezeigt hat, sind schon fast in Vergessenheit geraten. Ich habe auch mehr und mehr das Gefühl, dass man bei Johnny Depp nicht mehr schaut, ob er in eine bestimmte Rolle passt, sondern dass man von Anfang an mit ihm plant und die verschiedenen Figuren so schreibt, dass sie auf ihn passen. Und das hat mittlerweile so abgefärbt, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie Johnny Depp es schaffen soll, eine Figur wie Gellert Grindelwald darzustellen. Aber letztendlich kümmert mich das sowieso nicht, da ich mir wie gesagt auch den zweiten Teil des Spin-offs nicht anschauen werde.

  • Ich glaube, das Problem bei Johnny Depp ist, dass ihn mittlerweile viele nur (noch) als Captain Jack Sparrow kennen. Die tollen Leistungen, die er beispielsweise in "Gilbert Grape" oder "Blow" gezeigt hat, sind schon fast in Vergessenheit geraten. Ich habe auch mehr und mehr das Gefühl, dass man bei Johnny Depp nicht mehr schaut, ob er in eine bestimmte Rolle passt, sondern dass man von Anfang an mit ihm plant und die verschiedenen Figuren so schreibt, dass sie auf ihn passen. Und das hat mittlerweile so abgefärbt, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie Johnny Depp es schaffen soll, eine Figur wie Gellert Grindelwald darzustellen. Aber letztendlich kümmert mich das sowieso nicht, da ich mir wie gesagt auch den zweiten Teil des Spin-offs nicht anschauen werde.

    Ja, das genau ist das Problem. Filme wie Die Neun Pforten, From Hell oder Das geheime Fenster geraten in Vergessenheit dank... Jack Sparrow, Willy Wonka, dem Hutmacher, Lone Ranger, Sweeney Todd, ...


    Da hätten sie lieber Collin Farrell die Haare blondiert und es hätte noch besser gepasst :assi: