Übergewicht - Eure Meinung

  • Ich find diesen neuen "Body positive"-Trend schrecklich und dann noch die "BODY SHAMING"-Keule

    Sorry, aber weißt du überhaupt was Body Positivity und Body Shaming ist? Klingt für mich eher so, als ob du mit den Begriffen rum schmeißt, nachdem du sie ein mal auf Tumblr gelesen hast. Bei der Body-Positivity Bewegung geht es nicht darum Fettleibigkeit zu glorifizieren, sondern einfach mit sich selbst im Reinen zu sein, auch wenn man laut BMI vielleicht fünf bis zehn Kilo zu viel wiegt. Und gerade in der heutigen Zeit, wo einem 24/7 durch Instagram etc. suggeriert wird, dass man ja durchtrainiert und schlank sein muss und clean essen muss etc. finde ich den Body-Positivity Trend wichtig.
    Genauso gut kann man den Body Positivity Trend übrigens auch umdrehen - es ist auch okay, wenn du keine Kurven und Brüste hast und du dünn bist. Hauptsache du fühlst dich in deinem Körper wohl.



    Da ist es bestimmt nicht hilfreich, wenn man sich Leute sucht, die einem sagen, dass man nichts an sich verändern muss und es nur die Gesellschaft ist, mit der etwas falsch ist.

    Warum sollte die Person sich auch verändern, wenn sie mit ihrem Übergewicht glücklich ist und sich den Folgen auch bewusst ist? Es gibt so viele ungesunde Lebensweisen, wo sich auch niemand drum schert. Es stört ja auch niemanden wenn ich z.B die Antibabypille nehme und dadurch ne viel höhere Thrombosegefahr habe oder sonst was. Ich nehme sie schließlich freiwillig, bin mir aber die gesundheitlichen Risiken auch durchaus bewusst, Aber oh nein, wenn man bewusst übergewichtig ist, ist es natürlich mega das Problem!!11 (nur weil es von der Gesellschaft als nicht-ästhetisch empfunden wird, aber pshht)

  • @Seraphina
    Genau deine Einstellung mein ich. ^^"
    Du verharmlost das sehr. Es geht nicht um 5 Kilo und niemand suggeriert dir, dass du vollkommen durchtrainiert sein musst. Diejenigen, die trainieren und in social medias Bilder von sich posten, tun das eben, weil sie stolz auf ihre Arbeit sind.


    Ich seh auch nicht worin das Problem liegt gesunde und normale Ernährung in einer Gesellschaft, in der viele Leute viermal die Woche zum Macci gehen und Übergewicht eine Volkskrankheit, zu "suggerieren".


    Und nein, ich glaube nicht, dass sich jemand der Folgen wirklich bewusst ist. Es wie mit Rauchern: was einem nicht gefällt und Gedanken, die einem Angst machen, werden halt so gut wie möglich ignoriert, verdrängt und man redet sich was Positives ein.

  • Ab wann beginnt für dich denn Übergewicht? Ab einem BMI von 25+ oder ab wann? Guck dir mal bitte diese Instagrammerin an (caitlins.recovery). Laut BMI ist sie übergewichtig, allerdings finde ich sie keineswegs zu dick oder zu fett, eher kurvig. Trotzdem wird sie jetzt als fett beleidigt und ihr wird auch vorgeworfen, dass sie total ungesund lebt OBWOHL sie an Anorexie litt und diese Krankheit bekämpfte. Und sowas toleriere ich halt null.
    In meinem Post rede ich nicht von 300kg schweren Leuten, die mit dem Kran aus ihrer Wohnung rausgeholt werden müssen oder von Leuten, die bei einer Körpergröße von 1,50m 120kg auf die Waage bringen. Adipositas ist natürlich eine ernst zunehmende Krankheit, die genauso schlimm wie Anorexie und Bulimie ist. Ich rede einfach von jungen Menschen, die etwas mehr als der Durchschnitt wiegen und direkt als "fett, ungesund lebend etc." deklariert werden.


    Ich finde einfach, dass das so eine Sache ist, die jeder für sich selbst entscheiden muss und ich denke, dass Übergewicht schneller passieren kann, als man denkt. Ich kenne einige Menschen, die aus Frust essen und durch das Essen aus der Realität fliehen oder diese vergessen wollen. Manche greifen zum Alkohol, andere zur Konsole und andere wiederum zum Essen. Man sollte das vielleicht auch mal hinterfragen warum diese Menschen das tun und nicht mit dem Finger auf sie zeigen à la "hahaha, guck dir mal diesen Fettsack an! Der geht immer voll ungesund essen und hat wahrscheinlich noch nie ein Gym von innen gesehen, was für ein opfer!". Vielleicht hatte der Typ Anorexie, woran er fast gestorben wäre oder hat gerade einen schweren Schicksalsschlag hinter sich. Weiß man das? Nein. Also will ich mir auch kein Urteil darüber erlauben.

  • Wenn der Körperfettanteil (KFA) so hoch ist, dass man aus medizinischer Sicht als fettleibig gilt, dann würde ich dort die Grenze ziehen. Idealerweise hält man sich mit dem KFA in der Range auf, in der es gesundheitlich unbedenklich ist. Das heißt man hat etwas Spielraum mit dem KFA, es muss nicht auf den Punkt genau stimmen.


    http://i.imgur.com/hZbyQNy.png


    10%-20% für Männer und 15%-30% für Frauen ist ein relativ großer Spielraum, in dieser Range kann man ruhig "ein paar Pfunde mehr" haben. Alles darüber, was aus medizinischer Sicht der Gesundheit schadet, nun, wenn man sich damit wohl fühlt, kann man gern so leben, aber Kritik wäre berechtigt, wenn man es öffentlich als Norm darstellen will. :b

  • Ab wann beginnt für dich denn Übergewicht? Ab einem BMI von 25+ oder ab wann? Guck dir mal bitte diese Instagrammerin an (caitlins.recovery). Laut BMI ist sie übergewichtig, allerdings finde ich sie keineswegs zu dick oder zu fett, eher kurvig. Trotzdem wird sie jetzt als fett beleidigt und ihr wird auch vorgeworfen, dass sie total ungesund lebt OBWOHL sie an Anorexie litt und diese Krankheit bekämpfte. Und sowas toleriere ich halt null.
    In meinem Post rede ich nicht von 300kg schweren Leuten, die mit dem Kran aus ihrer Wohnung rausgeholt werden müssen oder von Leuten, die bei einer Körpergröße von 1,50m 120kg auf die Waage bringen. Adipositas ist natürlich eine ernst zunehmende Krankheit, die genauso schlimm wie Anorexie und Bulimie ist. Ich rede einfach von jungen Menschen, die etwas mehr als der Durchschnitt wiegen und direkt als "fett, ungesund lebend etc." deklariert werden.


    Ich finde einfach, dass das so eine Sache ist, die jeder für sich selbst entscheiden muss und ich denke, dass Übergewicht schneller passieren kann, als man denkt. Ich kenne einige Menschen, die aus Frust essen und durch das Essen aus der Realität fliehen oder diese vergessen wollen. Manche greifen zum Alkohol, andere zur Konsole und andere wiederum zum Essen. Man sollte das vielleicht auch mal hinterfragen warum diese Menschen das tun und nicht mit dem Finger auf sie zeigen à la "hahaha, guck dir mal diesen Fettsack an! Der geht immer voll ungesund essen und hat wahrscheinlich noch nie ein Gym von innen gesehen, was für ein opfer!". Vielleicht hatte der Typ Anorexie, woran er fast gestorben wäre oder hat gerade einen schweren Schicksalsschlag hinter sich. Weiß man das? Nein. Also will ich mir auch kein Urteil darüber erlauben.

    Natürlich dann, wenn es dir der BMI sagt. Besser gesagt, wenn es dir der Körperfettanteil und der Arzt das sagen.
    Aber jene Leute, die sich einreden, dass man sich in jeder Körperfarcon wohlfühlen kann, sehen in jedem einen Feind, der ihnen unangenehm ist; auch im Arzt, in Freunden und Verwandten, die es gut mit dir meinen.
    Nein, die ist nicht zu dick, aber im Internet wird man immer von irgendwem beleidigt. Das sollte nichts Neues sein.
    Hab ich gesagt, dass ich mit dem Finger auf Leute zeige und "Fettsack" ausrufe? -_-
    Wenn einen jemand wichtig ist, sollte man denjenigenjedoch darauf ansprechen


    Und oft ist schlicht und ergreifend die falsche Ernährung Schuld. Natürlich kann ich mir für JEDE einzelne stark übergewichtige Person auf der Straße sagen, dass jeder einzelne gerade einen schweren Schicksalsschlag erlitten hat oder an einer Krankheit leidet. Wahrscheinlicher ist es meist, dass einfach unser gesamte, gesellschaftlich verbreitete Lebensstil Schuld ist und es in einigen Jahrzehnten wie bei Wall-e aussehen könnte, wenn man künftige Generationen und sich selbst nicht dazu erzieht besser auf seinen Körper zu achten.
    @Lenovo-Schesan hat ja auch schon angesprochen wie lächerlich viel Zucker in jedem Joghurtbecher ist. Man kann ja welchen essen, aber nicht mehrere am Tag und dauernd. Man muss auch nicht dauernd Cola oder Eistee trinken, wenn man eigentlich 2-3 Liter Wasser trinken sollte, und man muss nicht jeden Tag ein großes Mittagessen mit Pizza, Spaghetti und co haben. An manchen Tagen die Woche reicht es doch auch zu Mittag nur eine kleine Eierspeise zu essen oder Brot / Weckerl mit Paradeiser, Gurke und Frischkäse zB. und statt Schokolade mal Rosinen oder eine Banane essen. Dann muss man auch keine Kalorien zählen, selbst wenn eine Banane auch genügend Kalorien hat, ist sie immernoch viel sättigender und gesünder.


    Und ja, es kommt zwar auf die Körpergröße an, aber 10 kg Übergewicht, können verdammt viel sein. Ich bin ca 1.58 groß und habe etwa 53-54 kg, weil ich mehrmals die Woche etwas trainiere. Hätte ich 64 kg, ja das ist Übergewicht. Kein Schweres natürlich, aber wenn man sich vorstellt, man müsste eine 10 kg schwere Box heben, würde man erst bemerken, was das eigentlich für deinen Körper bedeutet, selbst wenn das Fett verteilt liegt.

  • Nein, die ist nicht zu dick,

    Hm, laut BMI ist sie aber zu dick. Sie hat einen BMI von 27, was ja stark übergewichtig ist. Deinen Aussagen zufolge müsste sie ja dann zu dick sein.


    Ich weiß, dass die Ernährung daran Schuld ist. Ich habe ja auch nichts anderes behauptet. Und es gibt sicherlich auch Leute, die sich einfach aus Faulheit nicht selber bekochen. Ich meinte jetzt aber Leute, die sich täglich eine Tafel Schokolade reinziehen, weil sie damit Glücksgefühle oder ähnliches verbinden. Ich weiß auch wie man sich richtig ernährt, keine Sorge. Nur weil ich gegen Bodyshaming und für Bodypositivity bin heißt es nicht, dass ich selbst übergewichtig bin oder mich ungesund ernähre :') Eher im Gegenteil. Ich beschäftige mich schon fast zu viel mit Gewicht, Ernährung und Essstörungen. Ich selbst könnte auch nie übergewichtig sein bzw würde es niemals so weit kommen lassen (jedoch würde ich mich selbst auch nicht als gesund bezeichnen, was das angeht.). Aber gerade diesen ständige Gedanken um das Gewicht und um die Ernährung machen mich jedenfalls ziemlich fertig und sowas möchte ich anderen Leuten ersparen. Mir wurde mit 12-13 Jahren gesagt, dass ich bei einer Körpergröße von 1.50 mit ca 47kg zu dick sei (von Klassenkameraden und von der eigenen Familie). Natürlich hat mich das mega verletzt und dann wollte ich auch abnehmen, bin dann irgendwie in die Pro-Ana Schiene gerutscht und hatte dann einen BMI von 16,4. Hätte es da eine Bodypositivity-Welle gegeben oder wäre das Thema mal in der Schule behandelt wurden, wäre mir sowas bestimmt nicht passiert und ich hätte mir die ED erspart. Aber nein, anstatt zu lernen wie man sich selbst liebt, lernt man lieber die neusten Low-Carb Rezepte auswendig. :')


    Da ist aber auch der KFA nicht mit einberechnet. Ich denke auch nicht, dass man soo schwere gesundheitliche Schäden hat, wenn man bei einer Größe von 1.58 64kg wiegt.
    Footballspieler haben übrigens auch nen durchschnittlichen BMI von 31, was angeblich stark adipös ist. Trotzdem sind die gesundheitlich in Topform, denn sonst könnten die wahrscheinlich keine 3h auf dem Spielfeld rumrennen. Ich habe tbh das Gefühl, dass dieser ganze Thread voller Pauschalisierungen und Stigmatisierung ist

  • Trotzdem sind die gesundheitlich in Topform, denn sonst könnten die wahrscheinlich keine 3h auf dem Spielfeld rumrennen.

    Fitness =/= Gesundheit. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4882373/


    Abgesehen davon, dass zu viel Übergewicht in Form von Muskeln gesundheitlich auch nicht optimal ist, nehmen viele Topathleten auch Doping, was die Performance steigert aber sich langfristig negativ auf die Gesundheit auswirkt.

  • @Seraphina
    Zugegeben hatte ich auch nur kurz die Seite offen und sie kaum angesehen. Ich kenne das Mädchen nicht und hab deshalb keinen Grund gesehen mir den Account genau anzuschauen, den du hier so random postest, und in das Bild zu zoomen tbh. Es ist halt klein am Handy und ich bin nichtmal auf Instagram. ^^"


    Zitat von Seraphina

    Hätte es da eine Bodypositivity-Welle gegeben oder wäre das Thema mal in der Schule behandelt wurden, wäre mir sowas bestimmt nicht passiert und ich hätte mir die ED erspart. Aber nein, anstatt zu lernen wie man sich selbst liebt, lernt man lieber die neusten Low-Carb Rezepte auswendig. :')

    Ist natürlich nicht schön, dass dir das so passiert ist, aber das kannst du im Nachhinein ebenfalls nicht wissen.
    Außerdem haben Blogger / eine Welle im Internet nicht die Verantwortung darüber, wie jemand anders sich selbst sieht.


    Das klingt vll. jetzt etwas blöd zu sagen, aber mit dieser Einstellung verliert man auch irgendwann die Fähigkeit zur Selbstritik. Man kann sich auch objektiv im Spiegel betrachten und sagen: "Da bin ich dicker geworden, ich sollte mal wieder trainieren" ohne in Selbsthass zu versinken. Das liegt an einem selbst es so zu sehen.


    Zitat von Seraphina

    Footballspieler haben übrigens auch nen durchschnittlichen BMI von 31, was angeblich stark adipös ist.

    Deswegen hat @Mr. Robot auch ein schönes Zitat über den Körperfettanteil gepostet und jeder halbwegs gute Arzt misst auch den KFA.


    Sonst ist zu sagen: man weiß es sicher nicht besser als WHO und co, die solche Richtlinien wie den BMI festlegen. Das ist wissenschaftlich und hat Hand und Fuß und es wird nicht wahrer, wenn man etwas, das eine solche Grundlage besitzt, belächelt, weil man es nicht sehen will oder zumindest so stark relativiert.


    Zitat von Seraphina

    Da ist aber auch der KFA nicht mit einberechnet. Ich denke auch nicht, dass man soo schwere gesundheitliche Schäden hat, wenn man bei einer Größe von 1.58 64kg wiegt.

    10 kg mehr auf den Gelenken machen schon einen deutlichen Unterschied und dein Herz, deine Muskeln etc... müssten mit jedem Schlag und jeder Bewegung 10 kg mehr in Bewegung setzen und durchbluten. Selbst auf den Körper verteilt, ist das sehr viel.
    Mit den 10 zusätzlichen Kilo muss auch noch Stoffaustausch betrieben werden; das muss teilweise gefiltert und entsorgt werden (und das Immunsystem muss die zusätzliche Körpermasse auf entarte Zellen überprüfen, die zu Krebs werden könnten). Wenn man sich dann auch noch fast nur mit Cola zuschüttet, freuen sich die Nieren. XD
    Es ist kein starkes Übergewicht, aber es könnte dazu werden und ist sicher nicht ideal.
    Mit Muskeln hat man nicht dasselbe Problem, weil die logischerweise aktiv den Körper bewegen und das Skelett stützen.

  • Ich nehm das mal mit hier rüber:

    Und in der Eiszeit leben wir auch nicht mehr. Wir hungern (daweil~) halt nun wirklich nicht. Im Gegenteil, wir überessen uns andauernd.

    Und trotz allem hat sich unser Körper in all den Jahrtausenden nicht viel verändert. Müssten wir heute wieder Hungerzeiten durchstehen, würden Menschen, die etwas mehr auf den Rippen haben (und nein, ich rede jetzt nicht von denen, die das Doppelte oder Dreifache wiegen), es deutlich leichter haben und wahrscheinlich auch länger durchhalten. Dazu will ich allerdings noch den Ausgleich zu unseren Vorfahren erwähnen: Damals saßen die Menschen nicht mal ein Zehntel von dem auf ihren Hintern wie sie es heute tun. Von daher liegt es nicht nur an der Ernährung sondern eben auch am Bewegungsmangel. Und wie Edex schon sagte, können auch Leute, die viel Sport machen und sich gesund ernähren, Fettanteile haben (habe ich auch, obwohl ich 3 Mal die Woche Sport mache, Ausdauersport sei dazu gesagt, aber die Fettpölsterchen werde ich trotzdem nicht los :dos: ).

    Aber trotzdem: Nein! Übergewichtig ist immer ungesund, Ursachen wie Auswirkungen.

    Prinzipiell hast du da Recht (wenn wir jetzt von extremem Übergewicht reden). Es gibt allerdings auch Raucher, die ihr Leben lang geraucht haben, und älter werden als Menschen, die nie geraucht haben. Es hängt also nicht immer alles nur an einer Sache. Wobei ich glaube, dass jemand, der raucht und Sport macht, trotzdem nicht die gesündeste Art zu leben hat.

  • Warum sollten Leute mit mehr Fettanteil es leichter haben ?? Körperliche Fitness ist ein Indikator zumindest im Tierreich fur survival of the fittest.

    Trägheit dagegen ist eher ein Nachteil.

    Zum angesprochenen Bewegungsmangel. Ich denke einfach viele Menschen sind faul gewordene

    Ein Freund ist ein Mensch, der die Melodie deines Herzens kennt und sie dir vorspielt, wenn du sie vergessen hast]

  • Warum sollten Leute mit mehr Fettanteil es leichter haben ?? Körperliche Fitness ist ein Indikator zumindest im Tierreich fur survival of the fittest.

    Trägheit dagegen ist eher ein Nachteil.

    Bei den Menschen war es aber so, dass sie nicht jeden Tag etwas zu Essen hatten. Da waren Hungerzeiten nicht ungewöhnlich. In einem anderen Thema wurde schon angesprochen, dass sie über den Winter Fett angegessen hatten. Darüber hinaus waren nur die Männer jagen, die Frauen blieben schön in ihren Höhlen und sammelten somit mehr Fett an. :yeah: Nichtsdestotrotz waren sie früher ALLE aktiver als wir heute... Und selbst wir können dank ihnen heute noch problemlos mehrere Wochen ohne Nahrung auskommen, ob wir nun übergewichtig sind oder nicht, sportlich sind oder nicht etc. Ich sage nur, dass Leute, die ein paar mehr "Reserven" haben, es leichter haben und demnach auch (etwas) länger aushalten können. Aber ganz so unwichtig oder gar schlimm, wie es immer dargestellt wird, ist Fett nicht. Davon könnten(!) wir in Hungerzeiten mehr abbauen als an Muskeln. Auch wenn diese Zeiten heute gar kein Thema mehr sind, wie gesagt, an unseren Genen hat sich seitdem nicht viel verändert.

  • Ich nehm das mal mit hier rüber:

    Und in der Eiszeit leben wir auch nicht mehr. Wir hungern (daweil~) halt nun wirklich nicht. Im Gegenteil, wir überessen uns andauernd.

    Und trotz allem hat sich unser Körper in all den Jahrtausenden nicht viel verändert. Müssten wir heute wieder Hungerzeiten durchstehen, würden Menschen, die etwas mehr auf den Rippen haben (und nein, ich rede jetzt nicht von denen, die das Doppelte oder Dreifache wiegen), es deutlich leichter haben und wahrscheinlich auch länger durchhalten. Dazu will ich allerdings noch den Ausgleich zu unseren Vorfahren erwähnen: Damals saßen die Menschen nicht mal ein Zehntel von dem auf ihren Hintern wie sie es heute tun. Von daher liegt es nicht nur an der Ernährung sondern eben auch am Bewegungsmangel. Und wie Edex schon sagte, können auch Leute, die viel Sport machen und sich gesund ernähren, Fettanteile haben (habe ich auch, obwohl ich 3 Mal die Woche Sport mache, Ausdauersport sei dazu gesagt, aber die Fettpölsterchen werde ich trotzdem nicht los :dos: ).

    Aber trotzdem: Nein! Übergewichtig ist immer ungesund, Ursachen wie Auswirkungen.

    Prinzipiell hast du da Recht (wenn wir jetzt von extremem Übergewicht reden). Es gibt allerdings auch Raucher, die ihr Leben lang geraucht haben, und älter werden als Menschen, die nie geraucht haben. Es hängt also nicht immer alles nur an einer Sache. Wobei ich glaube, dass jemand, der raucht und Sport macht, trotzdem nicht die gesündeste Art zu leben hat.

    Diese "eine Sache" ist dann aber die Hauptbelastung für den Körper, die ihn praktisch zerstört, also Übergewicht, die über 4, 5 kg hinausgehen. Und da denk ich wie Feliciá , dass ich dann immer gleich etwas tu und nicht warte, bis daraus 9, 10 kg zu viel werden.


    Ähm ja schon, aber ohne Sport würde es sicherlich mehr sein, denke ich.


    Warum sollten Leute mit mehr Fettanteil es leichter haben ?? Körperliche Fitness ist ein Indikator zumindest im Tierreich fur survival of the fittest.

    Trägheit dagegen ist eher ein Nachteil.

    Bei den Menschen war es aber so, dass sie nicht jeden Tag etwas zu Essen hatten. Da waren Hungerzeiten nicht ungewöhnlich. In einem anderen Thema wurde schon angesprochen, dass sie über den Winter Fett angegessen hatten. Darüber hinaus waren nur die Männer jagen, die Frauen blieben schön in ihren Höhlen und sammelten somit mehr Fett an. :yeah: Nichtsdestotrotz waren sie früher ALLE aktiver als wir heute... Und selbst wir können dank ihnen heute noch problemlos mehrere Wochen ohne Nahrung auskommen, ob wir nun übergewichtig sind oder nicht, sportlich sind oder nicht etc. Ich sage nur, dass Leute, die ein paar mehr "Reserven" haben, es leichter haben und demnach auch (etwas) länger aushalten können. Aber ganz so unwichtig oder gar schlimm, wie es immer dargestellt wird, ist Fett nicht. Davon könnten(!) wir in Hungerzeiten mehr abbauen als an Muskeln. Auch wenn diese Zeiten heute gar kein Thema mehr sind, wie gesagt, an unseren Genen hat sich seitdem nicht viel verändert.

    Nein, das taten sie nicht. Ich weiß nicht, wird noch immer dieses Bild von Steinzeitmenschen gelehrt. xD Frauen haben genauso Nahrung gesammelt und kleinere Tiere wie Hasen gejagt, wohl seltener, aber doch, auch Größere und sich an der Jagd beteiligt. Wenn nicht gerade andere Arbeit anstand, mussten sie draußen ihre Kinder unterrichten etc... Also ähm, nein.


    Auch im Tierreich gibt es viele Tiere, die es eher langsam angehen. Schildkröten, Faultiere, Schnecken usw.. Schildkröten werden sogar älter als wir.


    Leichte Fettanteile sollen den Stoffwechsel im Körper ankurbeln.

    Ja, schön für diese Tiere. Blöd nur, dass die einen vollkommen anderen Metabolismus besitzen als wir. ^^"

  • Ähm ja schon, aber ohne Sport würde es sicherlich mehr sein, denke ich.

    In diesem Fall kann ich wirklich nur sagen, "ein Glück kennst du mich nicht". :yeah: Denn ich wog, bevor ich mit Sport angefangen habe, genau so viel wie jetzt. Aber eigentlich stört mich das nicht sonderlich, ein bisschen was darf ruhig sein. :yeah:

    Nein, das taten sie nicht. Ich weiß nicht, wird noch immer dieses Bild von Steinzeitmenschen gelehrt. xD Frauen haben genauso Nahrung gesammelt und kleinere Tiere wie Hasen gejagt, wohl seltener, aber doch, auch Größere und sich an der Jagd beteiligt. Wenn nicht gerade andere Arbeit anstand, mussten sie draußen ihre Kinder unterrichten etc... Also ähm, nein.

    Trotz allem kamen sie dadurch nie auf das Niveau ihrer männlichen Artgenossen. Sieht... man ja irgendwie bis heute. Ob du nun Pflanzen rupfst und einem Hasen eine Falle stellst oder ein Raubtier erlegst und dafür tagelang unterwegs bist, macht doch schon einen Unterschied. Davon abgesehen ist die Fettanlagerung bei einer Frau auch wieder etwas anderes als bei einem Mann. Ich kann nicht verstehen, wie sich manche Frauen heutzutage in der Schwangerschaft in's Fitnessstudio drängen und Gewichte heben müssen... :pinch:

    Diese "eine Sache" ist dann aber die Hauptbelastung für den Körper, die ihn praktisch zerstört, also Übergewicht, die über 4, 5 kg hinausgehen.

    Deswegen sagte ich ja:

    Müssten wir heute wieder Hungerzeiten durchstehen, würden Menschen, die etwas mehr auf den Rippen haben (und nein, ich rede jetzt nicht von denen, die das Doppelte oder Dreifache wiegen), es deutlich leichter haben

    Dazu nochmal kurz das hier: Auch in der Steinzeit wogen die Menschen keine 150 Kilo aufwärts. Sie hatten eben diese "gesunden Reserven", die für uns heute auch nicht schädlich sind. Nur sind 5 Kg da doch etwas niedrig angelegt. Schädlich wird's erst, wenn du dein Leben lang so viel Gewicht mit dir rumschleppst. Dann sind die eventuellen Folgen auch nicht mehr zu leugnen. Der Unterschied ist nur, dass die Leute von damals gar nicht erst in das Alter kamen, wo es hätte kritisch werden können.

  • Nur ein kleiner Einwurf:

    Ihr diskutiert gerade darüber ab wie vielen Kilo Übergewicht schädlich ist.


    Aber das ist für jeden individuell.

    Für einen 1.50 großen Menschen können 5 Kilo schädlicher sein als 10 Kilo für einen 1.93 großen Menschen.


    Auch bei gleichgroßen Menschen kommt es stark auf den Körperbau an. Gewicht ist nicht gleich Gewicht. Bei rein rechnerischem Übergewicht kann der eine untrainierte Mensch dick sein, der andere sportliche Mensch schlank sein oder minimale Fettpolster haben kann.


    Ich will damit sagen, dass der Fettanteil viel mehr Bedeutung hat als das Gewicht. Gerade da eine trainierte Muskulatur die Gelenke bei Belastung vor Schäden besser schützt.

    Meinungsfreiheit hört genau da auf, wo man dafür argumentiert die Rechte anderer einzuschränken.

  • Prinzipiell hast du da Recht (wenn wir jetzt von extremem Übergewicht reden). Es gibt allerdings auch Raucher, die ihr Leben lang geraucht haben, und älter werden als Menschen, die nie geraucht haben. Es hängt also nicht immer alles nur an einer Sache. Wobei ich glaube, dass jemand, der raucht und Sport macht, trotzdem nicht die gesündeste Art zu leben hat.

    Trotzdem ist Übergewicht imo mindestens so problematisch wie rauchen. Warum? Gut, ein Raucher kann seinen Konsum erhöhen, klar, aber jemand der übergewichtig ist, erreicht irgendwann das Stadium der Fettleibigkeit. Wir reden hier dann von Leuten, die ihren Alltag im Bett verbringen und nicht einmal mehr alleine duschen oder auf Toilette gehen können. Klar kann man jetzt argumentieren, dass man auch durch den Konsum von Zigaretten gesundheitliche Folgen und Spätfolgen erleiden kann, wobei sich die "Spirale", die man beim "dick sein" runterrutscht weitaus gefährlicher und bodenloser ist, als die von Rauchern. Es gibt irgendwo ne Toleranzgrenze bei den meisten Rauchern, man raucht halt x Zigaretten. Bei Fettleibigkeit hast du diese Grenze nicht. Es soll schon Menschen gegeben haben, die weit über 300 Kilo gewogen haben, und trotzdem weiter zugenommen haben. Und deswegen lege ich ja so viel Wert auf "wen x Kilo nicht stören, stören auch nicht x+1", man muss gegen Übergewicht vorgehen, sobald man merkt, dass es irgendwie zustande kommt. Ja, wenn man ne ganze Tüte Chips gegessen hat und dadurch Wasser einlagert (viel Salz und Kohlehydrate) und am nächsten Tag 2 Kilo mehr wiegt als sonst, muss man sich jetzt keine Gedanken machen. Aber wenn man konstant 1-2 Kilo im Monat zunimmt, muss man sich fragen "was läuft falsch?". Weil so läuft es ab. Man nimmt nicht von heute auf Morgen 10 Kilo zu, aber lasst uns mal spielen und sagen, man legt 2 Kilo pro Monat zu. Da ist man nach einem Jahr bei fast 25 Kilo. Und das ist schon arg bedenklich.

    Warum sollten Leute mit mehr Fettanteil es leichter haben ?? Körperliche Fitness ist ein Indikator zumindest im Tierreich fur survival of the fittest.

    Trägheit dagegen ist eher ein Nachteil.

    Zum angesprochenen Bewegungsmangel. Ich denke einfach viele Menschen sind faul gewordene

    Ich denke auch, dass es einige Menschen gibt, sie sich viel zu wenig bewegen, aber Sport macht nur, und da schätze ich großzügig, 30% deiner Physik aus. Der Rest ist Ernährung. Du kannst eine schlechte Ernährung nicht "austrainieren", du kannst aber ohne Sport theoretisch abnehmen.

    Auch im Tierreich gibt es viele Tiere, die es eher langsam angehen. Schildkröten, Faultiere, Schnecken usw.. Schildkröten werden sogar älter als wir.


    Leichte Fettanteile sollen den Stoffwechsel im Körper ankurbeln.

    Ich wüsste echt gerne, woher du diese Informationen hast?

    Aber das ist für jeden individuell.

    Für einen 1.50 großen Menschen können 5 Kilo schädlicher sein als 10 Kilo für einen 1.93 großen Menschen.


    Auch bei gleichgroßen Menschen kommt es stark auf den Körperbau an. Gewicht ist nicht gleich Gewicht. Bei rein rechnerischem Übergewicht kann der eine untrainierte Mensch dick sein, der andere sportliche Mensch schlank sein oder minimale Fettpolster haben kann.


    Ich will damit sagen, dass der Fettanteil viel mehr Bedeutung hat als das Gewicht. Gerade da eine trainierte Muskulatur die Gelenke bei Belastung vor Schäden besser schützt.

    Viele vergessen aber auch, dass "Normalgewicht"nicht nur eine Nummer, sondern einen weiteren Bereich umfasst. Man muss seine Lebensmuster und Essgewohnheiten imo von sich selbst aus evaluieren, auch als jemand, der noch im Normalgewichtsbereich unterwegs ist. Wenn man jetzt wirklich so athletisch ist, dass man so viel Muskelmasse hat, dass es das Gewicht so hochschießt, weiß derjenige das oft selbst. Weil man ja echt viel investiert, Zeit und Ressourcen, wenn man so muskulös sein will.

    Das Problem, Hobbit, sind nicht die Zahlen, sondern die Mentalität. Wie oben bereits erläutert ist der Prozess des Zunehmens schleichend.

  • Jup, solche Aussagen wie "Ich muss den kuchen nur anschauen und nehme schon zu!" empfinde ich auch als massives problem, vor allem da zumindest meinen Beobachtungen nach "Anschauen" weit mehr bedeutet als nur ein großes Stück davon zu essen...

    Denn solange kein Stoffwechselproblem vorliegt und man sich zumindest im Wasser einigermaßen bewegen kann, kann man immer etwas an den Faktoren Nahrungsaufnahme und Aktivität drehen. (Ich selber "Inhaliere" Kuchen ja auch lieber als ihn nur "Anzuschauen", dann esse ich an dem Tag aber ansonsten eher nur noch ein wenig Obst und Gemüse mit Tofu, denn geschlemmt habe ich dann ja schon^^)


    Wobei ich dennoch nicht viel von "Normalgewicht" halte, auch wenn es ein größerer Bereich ist, sollte diesen Zahlen möglichst wenig beachtung geschenkt werden. Wichtiger ist da eher ob man das Gewebe gut bewegen und durch Anspannung fest bekommen kann, oder ob es einfach an einem herumschwabbelt.



    Ach ja, ich habe mich in letzter Zeit gerade dabei ertappt, wie ich

    zuerst unbemerkt neben viel Sport "plötzlich" aus der Form gegangen bin und steuere gerade dagegen an. Wobei ich die Zahl auf der Wage dabei jetzt nicht unbedingt nach unten bekommen möchte, denn wenn dieser nervige neu angefutterte Schwabbelbauch wieder verschwindet bin ich gerne "Übergewichtig"^^

    Was übrigens zumindest mir hilft um mein Gewicht zu halten: Wandern, denn da bewegt man sich ohne große Anstrengung über viele Stunden und bekommt auch gleich schön viele Eindrücke um mal den Alltagstrott aus dem Hirn zu bekommen. (Stichwort Essen aus Frust oder langeweile...)



    Meinungsfreiheit hört genau da auf, wo man dafür argumentiert die Rechte anderer einzuschränken.

  • Das Problem, Hobbit, sind nicht die Zahlen, sondern die Mentalität. Wie oben bereits erläutert ist der Prozess des Zunehmens schleichend.

    Jaein. Wenn man z.B. jeden Tag Fast Food essen geht, ist er nicht schleichend,sondern schnell, belastend für den Körper und auch gesundheitlich wird man das merken ...und das nach nicht allzulanger zeit.

    Wenn man wie in deinem Beispiel ab und an mal eine Tüte Chips oder ähnliches isst und die Ernährung nicht gerade gut ist, dann ist es eher schleichend, was sogar einen Vorteil hat für deinen Körper: der kann sich an das gewicht gewöhnen und man hat weniger Probleme mit Gelenkschmerzen oder ähnlichen Beschwerden.

  • Du kannst eine schlechte Ernährung nicht "austrainieren", du kannst aber ohne Sport theoretisch abnehmen.

    nicht nur theoretisch. meine Mutter macht grad Diät mit WeightWatchers (quasi einfach bewusstere Ernährung) und nimmt verdammt gut ab, obwohl sie aufgrund körperlicher Beschwerden nicht viel Sport machen kann. es ist erstaunlich, wie viel ausgewogene Ernährung ausmachen kann. sie isst nicht mal wirklich weniger, aber halt bewusster, und dann regelt sich das teilweise echt von selbst. weshalb ich immer so "eeeh" bin wenn jemand sagt, er könne nicht abnehmen, ohne es überhaupt versucht zu haben.


    zum Thema allgemein: imo sollten wir erst mal definieren, von wie viel Übergewicht wir hier reden? ein bisschen über dem Normalgewicht zu sein, wird jetzt nicht schlecht sein. aber wenn wir dann in Bereiche kommen, wo es wirklich adipös ist, ist es gesundheitlich definitiv Mist. (einer der Gründe, warum meine Mutter abnehmen will, ist bspw, dass ihre Knie völlig im Eimer sind und das Gewicht ihr damit nur noch mehr Schwierigkeiten macht zB. gibt mehr Wege, wie dir sowas die Gesundheit versauen kann, als einfach nur das Herz unso.) ich bestreite nicht ab, dass es in MANCHEN Situationen praktisch sein kann, Fettreserven zu haben, aber ich bezweifle, dass diese Situationen bei vielen von uns eintreten werden, und dann hat's halt einfach mehr Vorteile als Nachteile.


    völlig off-Topic jetzt von dem besprochenen Thema aber wenn ich schon mal hier bin ... als jemand, der dank meiner Mutter viele von diesem Plus-Size-Katalogen sieht, bin ich immer wieder erstaunt, wie wenige davon es überhaupt schaffen, passende Models einzustellen ... wie will man denn bitte als übergewichtiger Mensch aus einem Katalog (der dafür DA IST, gerade diesen Leuten Sachen zu verkaufen), wenn die Models alle dünner sind als der Durchschnitt der Leute, die es betrifft? .___." body positivity ist so ne Sache, zu der man jetzt sagen kann, was man will, aber wenn man schon die Schiene fährt, dann bitte auch richtig.


    ... sorry dass ich nur meine Mutter als Beispiel nehme lol, ich persönlich hab eher das gegenseitige Problem ^^"

  • Wobei ich dennoch nicht viel von "Normalgewicht" halte, auch wenn es ein größerer Bereich ist, sollte diesen Zahlen möglichst wenig beachtung geschenkt werden. Wichtiger ist da eher ob man das Gewebe gut bewegen und durch Anspannung fest bekommen kann, oder ob es einfach an einem herumschwabbelt.

    Schon, ja, aber es geht ja beim Übergewicht nicht nur um die Zahl, sondern viel eher das Risiko. Auch wenn man aktuell noch keine Gelenkschmerzen hat: Bluthochdruck, Kurzatmigkeit und viele andere Faktoren treten auf, wenn man übergewichtig ist über einen längeren Zeitraum hinweg.

    body positivity ist so ne Sache, zu der man jetzt sagen kann, was man will, aber wenn man schon die Schiene fährt, dann bitte auch richtig.

    Wieso "richtig"? Body positivity ist, sorry, sowieso absoluter Mist, weil "normale" und "dünne" Frauen davon anscheinend ausgeschlossen sind, auch wenn der Slogan doch mehr oder weniger besagt, dass allen Körpern aufgeschlossen begegnet werden soll. Adipositas zu glorifizieren ist absolut schädlich und ich finde es offengestanden okay, dass nicht +150kg Frauen, wie Tess Holiday, bei den meisten Labels als Model vorgeführt werden. Dass viele Models immer noch arg dünn sind, steht dabei außer frage, und wenn wir nur über Plus Size Kleidung reden, verstehe ich was du meinst natürlich vollkommen. Aber was ist Plus Size? Alles ab Größe 40? Große Frauen tragen imo meist weit alles über Größe 38, und ich bin selbst relativ klein und kriege meinen Hintern in keine Jeans kleiner als 38 rein. Das Problem ist, und da geraten wir vielleicht bisschen ins Offtopic: obvs sind nicht alle Körper gleich und ja, natürlich sollte Plus Size auch eher von "Vorzeige Plus Size Ladies" getragen und vermarktet werden. Ein gutes Beispiel für das, was ich bei Plus Size als Ideal empfände, ist jemand wie Ashley Graham, die zwar "stämmig", aber nicht "adipös" ist. Und generell versteift sich gerade Mode, die die breiten Massen ansprechen soll, sehr auf Einheitsgrößen. Eine Jeans in Größe 40 passt mir bei, keine Ahnung, New Yorker, nicht und bei C&A verliere ich bei 38 teilweise den Bund und muss unbedingt Gürtel tragen. Mode sollte an den Menschen angepasst sein, aber wenn man breite Massen bedienen will, kann man das einfach nicht.

    zum Thema allgemein: imo sollten wir erst mal definieren, von wie viel Übergewicht wir hier reden? ein bisschen über dem Normalgewicht zu sein, wird jetzt nicht schlecht sein. aber wenn wir dann in Bereiche kommen, wo es wirklich adipös ist, ist es gesundheitlich definitiv Mist.

    Das mal zum einen, aber zum anderen geht es halt ums Prinzip, würde ich sagen? Übergewicht sollte mit Ästhetik insofern nichts zu tun haben, dass man sagt "hmmm aber sie/er sieht doch noch gut aus!". Ganz falscher Ansatz. Es sollte hierbei rein darum gehen, ob sich jemand potenziell einem gesundheitlichen Risiko aussetzt. Zumal eben das, was ich aus meiner Erfahrung als jemand, der jahrelang mit seinem Gewicht kämpfen musste, sagen kann: wenn dich x nicht stört, stört dich y eigentlich auch nicht. Man muss jetzt keine Borderline Essstörung haben und sich permanent wiegen, jede Kalorie feinsäuberlich messen und ausrasten, wenn man mal 20 Kalorien über dem Tagesbedarf ist, aber man muss umgekehrt auch innehalten und als Betroffener sagen "okay, ich wiege jetzt 4,5 Kilo mehr, als vorletzten Monat, warum ist das so und werde ich auch weiter zunehmen?" Man muss ehrlich sein und darf sich keine Ausreden suchen wie "ich bin aufgebläht", "ich habe schwere Knochen", "Muskelmasse wiegt so viel". First of all, um mal ein Kilo reine Muskelmasse zuzunehmen muss man ECHT VIEL Protein konsumieren und sehr viel im Fitnessstudio schwitzen. Und zweitens betreffen Aussagen, wie die erste Ausrede, ja nicht "wie viel wiege ich heute im Vergleich zu gestern". Man muss sich so eine Entwicklung freilich langfristig ansehen. Aber sobald man merkt, dass man konstant zunimmt und nicht gerade schwanger ist oder zunehmen MUSS, sollte man sich Gedanken machen und evaluieren, woran das liegen kann.

    nicht nur theoretisch. meine Mutter macht grad Diät mit WeightWatchers (quasi einfach bewusstere Ernährung) und nimmt verdammt gut ab, obwohl sie aufgrund körperlicher Beschwerden nicht viel Sport machen kann. es ist erstaunlich, wie viel ausgewogene Ernährung ausmachen kann. sie isst nicht mal wirklich weniger, aber halt bewusster, und dann regelt sich das teilweise echt von selbst. weshalb ich immer so "eeeh" bin wenn jemand sagt, er könne nicht abnehmen, ohne es überhaupt versucht zu haben.

    Theoretisch eher im Sinne von "es bietet sich sehr gut an nebenbei Sport zu machen", weil es beim Abnehmen primär nicht darum geht, eine Diät zu machen. Man will einen Lifestyle, an den man sich halten kann, kreieren. Und je früher man mit Gewohnheiten, wie regelmäßigem Sport, beginnt, desto schneller haben sie sich etabliert.