Sexualität, Geschlechter und Paraphilien

  • Wäre da eine vorzeitige Geschlechtsumwandlung für die Betroffenen nicht besser als mit einer Behandlung mit Pubertätsblocker?

    Jedenfalls nicht, wenn ein Kind erst einmal einfach unsicher ist. Eine derartige Festlegung - die ohne Einverständnis des Kindes erfolgen würde, denn Unsicherheit impliziert nun einmal, dass es dahingehend keine Entscheidung getroffen hat - wäre dann nicht sinnvoll, auch weil ggf. später schwerer rückgängig zu machen.

    Für mich sollte jeder schon zur ähnlichen Zeit eine Pubertät haben, weil insbesondere in der Schule kann es vorkommen, dass man deshalb gemobbt oder so wird.

    Mal ganz abgesehen davon, dass die Pubertät auch so nicht bei allen Personen zur gleichen Zeit einsetzt, ist der Verweis auf Mobbing schlicht und ergreifend kein gutes Argument, weil Mobbing nun einmal nicht gerechtfertigt ist. Wenn man Mobbing verhindern will, dann bitte immer auch beim Mobbing ansetzen und nicht bei irgendeinem beliebigen (eventuell angesichts der Transfeindlichkeit in unserer Gesellschaft nicht so beliebig bzw. zufällig) Grund, den die Mobber:innen sich aussuchen. Denn nach der Logik müsste etwa - nur jetzt als Beispiel - ein Kind, das von Natur aus rote Haare hat und deswegen gemobbt wird, sich die Haare färben. Man wird sicher zustimmen, dass das absurd ist und das eigentliche Problem - das Mobbing - nicht angeht.

  • Wäre da eine vorzeitige Geschlechtsumwandlung für die Betroffenen nicht besser als mit einer Behandlung mit Pubertätsblocker?

    Jedenfalls nicht, wenn ein Kind erst einmal einfach unsicher ist. Eine derartige Festlegung - die ohne Einverständnis des Kindes erfolgen würde, denn Unsicherheit impliziert nun einmal, dass es dahingehend keine Entscheidung getroffen hat - wäre dann nicht sinnvoll, auch weil ggf. später schwerer rückgängig zu machen.

    Für mich sollte jeder schon zur ähnlichen Zeit eine Pubertät haben, weil insbesondere in der Schule kann es vorkommen, dass man deshalb gemobbt oder so wird.

    Mal ganz abgesehen davon, dass die Pubertät auch so nicht bei allen Personen zur gleichen Zeit einsetzt, ist der Verweis auf Mobbing schlicht und ergreifend kein gutes Argument, weil Mobbing nun einmal nicht gerechtfertigt ist. Wenn man Mobbing verhindern will, dann bitte immer auch beim Mobbing ansetzen und nicht bei irgendeinem beliebigen Grund, den die Mobber:innen sich aussuchen. Denn nach der Logik müsste etwa - nur jetzt als Beispiel - ein Kind, das von Natur aus rote Haare hat und deswegen gemobbt wird, sich die Haare färben. Man wird sicher zustimmen, dass das absurd ist und das eigentliche Problem - das Mobbing - nicht angeht.

    Es kann doch nicht angenommen werden, dass eine Geschlechtsangleichung als Kind bereits besser ist als simple Pubertätsblocker zu nehmen? Zwar sind die meisten Leute, die schon als Kinder sagen, dass sie trans sind, eben auch in ihrem späteren Leben trans, aber bei jungen Kindern kann man sich noch ein wenig Zeit lassen, um zuzusehen wie sie sich entwickeln.


    Zudem sind geschlechtsangleichende Operationen schwierige und auch schmerzhafte Eingriffe, die dafür sorgen, dass das Kind länger, aka mehrere Wochen bishin zu auch drei oder mehreren Monaten, aus seiner Umgebung und der Schule gerissen wird und mit einem einzigen Eingriff ist es meistens auch noch gar nicht getan; sollte man vielleicht auch nicht vergessen.

    Dazu benötigen die medizinisch geschaffenen Geschlechtsorgane meines Wissens eine Menge Nachsorge. Die neue Neovagina zB. muss dann auch gedehnt werden etc... und Wunden müssen sowieso nach schwierigen Operationen versorgt werden. Da denke ich nicht, dass man einem Kind diese Operation/Wundnachsorge überlassen kann bzw. die meisten das so verantwortungsvoll übernehmen wie sie sollten. Und als Elternteil da mitzuhelfen ist da sicherlich extrem ... seltsam und falsch. Wenn das Kind kein Kleinkind mehr ist, geht man nicht mehr an den Intimbereich ran, you know.

  • Sorry fürs Reinscheissen, aber ich muss kurz diese vergangene Diskussion hochholen:

    Sollte es tatsächlich ein Trans Charakter in einem Mainstream Medium geben, der weder hinterhältig noch ein Witz ist ? Das wäre in der tat einen Goldenen " OMFG warum passiert sowas auch in 2020 noch so selten ! " Stern wert.


    Und zwar bin ich heute auf den Twitteraccount "Trans Character of the Day" gestossen, welcher täglich einen neuen Trans-Charakter aus Medien wie Videospielen, Anime/Manga, Cartoon etc vorstellt. Kp wie viele das hier interessiert, aber vielleicht ist da für die eine oder andere Person die nötige Prise Representation dabei, die man gesucht hat.

  • Sorry fürs Reinscheissen, aber ich muss kurz diese vergangene Diskussion hochholen:

    Sollte es tatsächlich ein Trans Charakter in einem Mainstream Medium geben, der weder hinterhältig noch ein Witz ist ? Das wäre in der tat einen Goldenen " OMFG warum passiert sowas auch in 2020 noch so selten ! " Stern wert.


    Und zwar bin ich heute auf den Twitteraccount "Trans Character of the Day" gestossen, welcher täglich einen neuen Trans-Charakter aus Medien wie Videospielen, Anime/Manga, Cartoon etc vorstellt. Kp wie viele das hier interessiert, aber vielleicht ist da für die eine oder andere Person die nötige Prise Representation dabei, die man gesucht hat.

    Der Account ist ein wenig weird. Dort werden auch Non-Binary und Genderqueer als trans aufgelistet, obwohl das eben nicht trans ist, sondern was komplett anderes.

    Nicht, dass es nicht auch transition Non-Binary oder Genderqueer geben würde, aber prinzipiell ist es nicht wirklich das selbe, da diese eher selten transition. Bzw das ganze Konzept halt auch was anderes ist. Non-Binary fühlen sich ja keinem binären Geschlecht zugehörig, also weder richtig männlich noch richtig weiblich, oder auch gar nichts davon. Genderqueer ändern ihr Geschlecht unterbewusst und fühlen sich manchmal eher männlich, weiblich oder auch wie nichts und alles gleichzeitig.

    Trans wiederum wurden eben entweder als Mann oder Frau geboren, nur ihr Körper stimmt nicht mit dem binären Geschlecht überein, zu welchem sie zugehörig sind. Heißt: Ich war immer schon ein Mann, wurde nur aufgrund meines Körpers als Frau betitelt. Deswegen änder ich meinen äußeren Körper um meinem Geschlecht entsprechend besser leben zu können.

    Wie schon oben geschrieben, es gibt auch trans Non-Binary, als Beispiel jemand, der*die sich mit einem männlichen Körper wohler fühlt, obwohl der Körper dem anderen binärem Geschlecht entspricht, aber dadurch sind sie trotzdem nicht männlich, oder immer männlich, wenn man von Genderqueer ausgeht. Allerdings ist es wie gesagt nicht unbedingt die Mehrheit aller Non-Binary, deswegen finde ich es weird diese aufzuzählen, wenn sie nie transition. Es gibt auch trans welche nie eine richtige Transition anfangen, allerdings ist es da auch wieder schwer festzulegen. (Falls mich jemand korrigieren will go ahead, wir haben ja durchaus einige hier im Forum, welche dazu vielleicht noch mehr Wissen haben als ich, wenn ich also Mist erzähle, raus damit!).

  • Der Account ist ein wenig weird. Dort werden auch Non-Binary und Genderqueer als trans aufgelistet, obwohl das eben nicht trans ist, sondern was komplett anderes.

    Sorry, aber das ist schlicht und ergreifend falsch. Nicht-binäre Menschen sind genau so trans, wie binäre trans Menschen. Trans bedeutet nur, dass man sich nicht dem Geschlecht zugehörig fühlt, das einem bei Geburt zugewiesen wurde. Das ist alles. Das gilt für nicht-binäre Menschen in der Regel, weil nun einmal selten jemand "nicht-binär" bei Geburt zugewiesen bekommt.


    Um trans zu sein, muss man nicht transitionieren wollen. Übrigens auch nicht als binärer trans Mensch. Übrigens wollen diverse nicht-binäre trans Menschen zumindest zum Teil transitionieren, es wird uns nur furchtbar, furchtbar schwer gemacht. Ich will bspw. meine Brüste loswerden, weil sie bei mir Dysphorie auslösen, aber ich habe diese Möglichkeit halt nicht.

  • Sorry, aber das ist schlicht und ergreifend falsch. Nicht-binäre Menschen sind genau so trans, wie binäre trans Menschen. Trans bedeutet nur, dass man sich nicht dem Geschlecht zugehörig fühlt, das einem bei Geburt zugewiesen wurde. Das ist alles. Das gilt für nicht-binäre Menschen in der Regel, weil nun einmal selten jemand "nicht-binär" bei Geburt zugewiesen bekommt.

    Ich muss tatsächlich zugeben, dass ich das noch nie so gehört habe. Also ich hab tatsächlich nicht gewusst, dass trans* ein Umbrella Term für alle nicht Cis geschlechtlichen Menschen ist. Es klingt für mich immer noch irgendwo weird, aber wahrscheinlich weil ich noch nie von irgendeiner Non-Binary Person gehört habe, sie*er würde sich als trans* definieren. The more you know. Tatsächlich machen die meisten wohl auch eher einen klaren Unterschied dazwischen, zumindest die, welche ich kenne. Nicht nur in meinem direkten Umfeld.

    Ich entschuldige mich auf jeden Fall für meinen Beitrag, ich war einfach unwissend.


    Um trans zu sein, muss man nicht transitionieren wollen. Übrigens auch nicht als binärer trans Mensch. Übrigens wollen diverse nicht-binäre trans Menschen zumindest zum Teil transitionieren, es wird uns nur furchtbar, furchtbar schwer gemacht. Ich will bspw. meine Brüste loswerden, weil sie bei mir Dysphorie auslösen, aber ich habe diese Möglichkeit halt nicht.

    Das wusste ich und weiß, dass die Gesetze dafür scheiße sind. Menschen die aus welchen Gründen auch immer nicht transition können, sind aber ohnehin nicht weniger trans* als alle anderen.

  • Soweit ich weiß wird halt hauptsächlich zwischen binären (ftm und mtf) und nicht binären (enby, agender, fluid und was auch immer da halt alles drunter fällt) trans Personen unterschieden.

    Dass du davon noch nicht gehört hast, liegt vielleicht daran, dass sich viele auch nicht wirklich selber als trans bezeichnen würden, ig?
    Ich z.B. bezeichne mich selber auch nicht unbedingt als trans, auch wenn ich mich als nicht binär identifiziere. Da hat jeder einfach seine eigenen Vorlieben.
    (Wahrscheinlich auch, weil viele eben den selben Gedankengang wie du haben und transgeschlechtlich halt damit verbinden)

    De facto sind nicht binäre Menschen aber trotzdem trans, wie Alaiya das schon so schön erklärt hat.

  • Zitat von Thrawn

    Jedenfalls nicht, wenn ein Kind erst einmal einfach unsicher ist. Eine derartige Festlegung - die ohne Einverständnis des Kindes erfolgen würde, denn Unsicherheit impliziert nun einmal, dass es dahingehend keine Entscheidung getroffen hat - wäre dann nicht sinnvoll, auch weil ggf. später schwerer rückgängig zu machen.

    Ab wann weißt denn das Kind ganz genau was Sache ist und es ist nicht nur Unsicherheit, sondern Tatsache, dass das Kind einen falschen Geschlecht zugeordnet wurde?


    Zitat von Thrawn

    Mal ganz abgesehen davon, dass die Pubertät auch so nicht bei allen Personen zur gleichen Zeit einsetzt, ist der Verweis auf Mobbing schlicht und ergreifend kein gutes Argument, weil Mobbing nun einmal nicht gerechtfertigt ist. Wenn man Mobbing verhindern will, dann bitte immer auch beim Mobbing ansetzen und nicht bei irgendeinem beliebigen (eventuell angesichts der Transfeindlichkeit in unserer Gesellschaft nicht so beliebig bzw. zufällig) Grund, den die Mobber:innen sich aussuchen. Denn nach der Logik müsste etwa - nur jetzt als Beispiel - ein Kind, das von Natur aus rote Haare hat und deswegen gemobbt wird, sich die Haare färben. Man wird sicher zustimmen, dass das absurd ist und das eigentliche Problem - das Mobbing - nicht angeht.

    So viel ich weiß fängt das Mobbing gerade wenn man in die Pubertät kommt stark an. In der Pubertät verliert man oftmals die Fassung und das lässt sich nicht immer verhindern. Das ist ein natürlicher Vorgang. Wenn da aber jemand wegen Pubertätsblocker erst mit 16 oder 18 in die Pubertät kommt, wo alle Anderen schon längst waren, kann es wirklich sein, dass diese Person aufgrund ihrer Unerfahrenheit mit der Pubertät gemobbt wird.


    Zitat von Bastet

    Zudem sind geschlechtsangleichende Operationen schwierige und auch schmerzhafte Eingriffe, die dafür sorgen, dass das Kind länger, aka mehrere Wochen bishin zu auch drei oder mehreren Monaten, aus seiner Umgebung und der Schule gerissen wird und mit einem einzigen Eingriff ist es meistens auch noch gar nicht getan; sollte man vielleicht auch nicht vergessen.

    Dazu benötigen die medizinisch geschaffenen Geschlechtsorgane meines Wissens eine Menge Nachsorge. Die neue Neovagina zB. muss dann auch gedehnt werden etc... und Wunden müssen sowieso nach schwierigen Operationen versorgt werden. Da denke ich nicht, dass man einem Kind diese Operation/Wundnachsorge überlassen kann bzw. die meisten das so verantwortungsvoll übernehmen wie sie sollten. Und als Elternteil da mitzuhelfen ist da sicherlich extrem ... seltsam und falsch. Wenn das Kind kein Kleinkind mehr ist, geht man nicht mehr an den Intimbereich ran, you know.

    Ja, aber wann ist der beste Zeitpunkt für so einen Eingriff? Es wird auch Kinder geben, die scham davor zu haben sich zu äußern, dass sie in ihrem Geschlecht unwohl fühlen. Allein diese Äußerung kann von anderen Kindern nicht ernst genommen werden und belächelt werden. Wie gesagt, wir waren alle mal auf der Schule und ich kann sagen, dass jeder belächelt wurde, der sich auch nur anders verhalten hat. Allein ein falscher Haarschnitt wurde belächelt. Es wird schon so oft und so viel gegen Mobbing getan, aber das wird es wohl für immer geben. Das Wichtigste ist, dass auch Mobber später mal vernünftig werden und einsehen, dass jeder Mensch anders ist und es normal ist. Aber solche Gedanken macht man sich als Jugendlicher kaum.

  • Ab wann weißt denn das Kind ganz genau was Sache ist und es ist nicht nur Unsicherheit, sondern Tatsache, dass das Kind einen falschen Geschlecht zugeordnet wurde?

    Weißt du was mich daran so nervt? Niemand würde jemals beim Kind hinterfragen, ob es Cis Hetero ist. Solche Dinge gehen soweit, dass wenn ein Junge (kleiner Junge) sagen würde, er findet ein Mädchen süß, alle sagen wie toll das ist. Wenn er allerdings sagen würde, er findet einen anderen Jungen süß, würden alle sagen, es ist ja nur ne Phase.

    Das ist einfach lächerlich. Die Sexualität und das Gender ändern sich nie, man wird so geboren. Wenn ein Kind also in sehr jungen Jahren schon so confident ist, dann sollte man diese Sache ernst nehmen. Vielleicht irrt es sich, ja, aber selbst wenn es sich irrt was soll groß passieren? Nichts, genau.

    So viel ich weiß fängt das Mobbing gerade wenn man in die Pubertät kommt stark an. In der Pubertät verliert man oftmals die Fassung und das lässt sich nicht immer verhindern. Das ist ein natürlicher Vorgang. Wenn da aber jemand wegen Pubertätsblocker erst mit 16 oder 18 in die Pubertät kommt, wo alle Anderen schon längst waren, kann es wirklich sein, dass diese Person aufgrund ihrer Unerfahrenheit mit der Pubertät gemobbt wird.

    Kinder finden IMMER einen Grund jemand anderen zu Mobben. Allerdings ist das hier totale Opferverdrehung, du sagst hier basically, jemand darf nicht so leben wie er*sie es gerne möchte, weil sonst andere Menschen davon gestört werden und dieser Person, die dann ohnehin schon zurückstecken muss, noch mehr leidet. That's it und das ist, was wir alle aus der LGBTQ+ Community (und alle anderen marginalisierten Gruppen) unser Leben lang ertragen müssen. Wenn überhaupt muss man hier Mobbing verhindern und an der Wurzel packen und nicht die Opfer "bekehren".

    Ja, aber wann ist der beste Zeitpunkt für so einen Eingriff? Es wird auch Kinder geben, die scham davor zu haben sich zu äußern, dass sie in ihrem Geschlecht unwohl fühlen. Allein diese Äußerung kann von anderen Kindern nicht ernst genommen werden und belächelt werden. Wie gesagt, wir waren alle mal auf der Schule und ich kann sagen, dass jeder belächelt wurde, der sich auch nur anders verhalten hat. Allein ein falscher Haarschnitt wurde belächelt. Es wird schon so oft und so viel gegen Mobbing getan, aber das wird es wohl für immer geben. Das Wichtigste ist, dass auch Mobber später mal vernünftig werden und einsehen, dass jeder Mensch anders ist und es normal ist. Aber solche Gedanken macht man sich als Jugendlicher kaum.

    Damit hast du dir deine Frage eigentlich schon selbst beantwortet.

  • Ab wann weißt denn das Kind ganz genau was Sache ist und es ist nicht nur Unsicherheit, sondern Tatsache, dass das Kind einen falschen Geschlecht zugeordnet wurde?

    Falls du mich jetzt fragst, ab welchem Alter eine Person das bei Geburt zugeordnete Geschlecht hinterfragt oder eben nicht mehr hinterfragt bzw. die eigene Identität herausgefunden hat, kann ich dir darauf keine Antwort geben. Ich selbst war nie in der Situation, würde aber vorsichtig mal bezweifeln, dass es da zwangsläufig einen definitiven Zeitpunkt gibt.

    Aber darum geht es eigentlich auch gar nicht. Das, was mich an dieser Aussage wie auch an der vorherigen von dir stört: Es ging mir jetzt erst einmal darum, dass bei Unsicherheiten bezüglich der eigenen Geschlechtsidentität Pubertätsblocker sinnvoll sind, weil dann nicht eine Entwicklung durchgemacht werden muss, die am Ende dem Kind schadet. Du hast darauf reagiert, indem du sagst, eine direkte komplette Geschlechtsangleichung sei besser bzw. die Auslösung der Pubertät des "anderen" Geschlechts.

    Dem liegen aber schon falsche Prämissen zugrunde, weswegen ich das "andere" auch in Anführungszeichen setze. Ich rede nämlich von der Situation, dass Kinder erst einmal hinterfragen, ob sie wirklich das Geschlecht haben, das ihnen bei der Geburt zugeordnet wurde. Das muss nun erstens nicht bedeuten, dass bereits eine Sicherheit besteht, welches sie stattdessen haben. Insbesondere scheinst du da immer noch binär in Form von "männlich und weiblich" zu denken, obwohl es eben mehr als zwei Geschlechter gibt, und dementsprechend zu implizieren, dass etwa, wenn ich hinterfragen würde, ob ich wirklich männlich bin, deswegen schon direkt weiblich sein müsste. Das ist aber nicht so. Ich könnte auch nichtbinär sein. Zweitens aber wollen auch nicht alle transitionieren, was hier auch bereits erwähnt worden ist. Und deswegen muss man drittens auch fragen, und es lässt sich leider nicht freundlicher formulieren: Was geht es dich überhaupt an? Du kannst nicht einfach von anderen fordern, dass sie medizinische Eingriffe und Prozeduren durchführen, damit du dich wohler fühlst und/oder Leute einfacher in ein (binäres) Schema einordnen kannst. Das ist extrem übergriffig.

    Ich glaube, wenn man irgendwie helfen will, dann sollte man sich dafür einsetzen, dass die jeweiligen Personen alle Möglichkeiten bekommen, die sie brauchen, ohne ihnen aber vorzuschreiben, wie sie davon Gebrauch zu machen haben. Denn das ist ihre (ggf. von ärztlicher Beratung begleitete) Entscheidung und nicht deine oder die von jemand anderem - oder zumindest sollte es das sein.

    So viel ich weiß fängt das Mobbing gerade wenn man in die Pubertät kommt stark an. In der Pubertät verliert man oftmals die Fassung und das lässt sich nicht immer verhindern. Das ist ein natürlicher Vorgang. Wenn da aber jemand wegen Pubertätsblocker erst mit 16 oder 18 in die Pubertät kommt, wo alle Anderen schon längst waren, kann es wirklich sein, dass diese Person aufgrund ihrer Unerfahrenheit mit der Pubertät gemobbt wird.

    Du stellst es hier so dar, als sei Mobbing unvermeidlich (und nein, Mobbing ist kein alleiniges Phänomen der Pubertät). Dem ist schlicht nicht so und wie gesagt: Das Problem am Mobbing ist immer das Mobbing selbst. Nicht der "Grund", wegen dem eine Person gemobbt wird. Insofern würde ich dir dringend raten, lieber Mobbing zu bekämpfen als Pubertätsblocker.

  • Zitat von Happily

    Weißt du was mich daran so nervt? Niemand würde jemals beim Kind hinterfragen, ob es Cis Hetero ist. Solche Dinge gehen soweit, dass wenn ein Junge (kleiner Junge) sagen würde, er findet ein Mädchen süß, alle sagen wie toll das ist. Wenn er allerdings sagen würde, er findet einen anderen Jungen süß, würden alle sagen, es ist ja nur ne Phase.

    Das ist einfach lächerlich. Die Sexualität und das Gender ändern sich nie, man wird so geboren. Wenn ein Kind also in sehr jungen Jahren schon so confident ist, dann sollte man diese Sache ernst nehmen. Vielleicht irrt es sich, ja, aber selbst wenn es sich irrt was soll groß passieren? Nichts, genau.

    Ich kann mir sicherlich vorstellen, dass es blöd ist und dass es auch beleidigend ist wenn man seit der Geburt mit einer falschen Geschlechtangabe konfrontiert wird. Jeder Mensch will und möchtet ja so angesprochen werden und auch so behandelt werden wie dieser Mensch es auch ist. Aber gibt es andere Optionen/Möglichkeiten wie das Geschlecht schon vor der Geburt bestimmt werden kann? So, dass auch nicht binäre Geschlechter in Frage kämen. Oder kann man das nur erst herausstellen, wenn die betroffenen Person es auch sichtbar macht, dass man mit dem zugewiesenen Geschlecht ein Problem hat?


    Zitat von Happily

    Kinder finden IMMER einen Grund jemand anderen zu Mobben. Allerdings ist das hier totale Opferverdrehung, du sagst hier basically, jemand darf nicht so leben wie er*sie es gerne möchte, weil sonst andere Menschen davon gestört werden und dieser Person, die dann ohnehin schon zurückstecken muss, noch mehr leidet. That's it und das ist, was wir alle aus der LGBTQ+ Community (und alle anderen marginalisierten Gruppen) unser Leben lang ertragen müssen. Wenn überhaupt muss man hier Mobbing verhindern und an der Wurzel packen und nicht die Opfer "bekehren".

    Mobbing lässt sich aber einschränken wenn man die Bezugspunkte, die zu einem Mobbing führen eben "normalisiert". Damit meine ich unter Anderen auch Aufklärung, aber damit ist alleine nicht getan. Gerade Kinder haben oftmals den Drang der Stärkere/Bessere zu sein und gemobbt sein kann man so gut wie gegen alles. Auch eben wenn jemand sich mit dem zugewiesenen Geschlecht nicht einverstanden ist oder auch wenn man die Pubertät wegen Pubertätsblocker verhindert. Sowas spricht sich ja leicht rum bis jeder davon weißt, dass eine gewisse Person Pubertätsblocker nutzt. Es ist selbst für mich komplett neu, dass es sowas überhaupt gibt. Pubertätsblocker. Weil es war für mich damals und auch bis heute überhaupt kein Thema, weil ich habe es auch nirgends mitgekriegt. Ich kenne es nur, dass man durch eine Kastration eine Pubertät verhindern kann. Aber dies wäre dauerhaft und ist bei Menschen schon lange verboten. Und ich weiß, dass Pubertätsblocker dagegen viel harmloser sind und eben kontrollierbar ist. Wie oft werden Pubertätsblocker bei uns eingesetzt und wie kommt das bei anderen Kindern an?


    Zitat von Happily

    Damit hast du dir deine Frage eigentlich schon selbst beantwortet.

    Ich kann dich nicht folgen..ich habe da nicht mal Alterszahlen genannt.


    Zitat von Thrawn

    Ich rede nämlich von der Situation, dass Kinder erst einmal hinterfragen, ob sie wirklich das Geschlecht haben, das ihnen bei der Geburt zugeordnet wurde. Das muss nun erstens nicht bedeuten, dass bereits eine Sicherheit besteht, welches sie stattdessen haben.

    Wenn ein Kind sich unwohl fühlt wegen dem eigenen Geschlecht, kann das kein Arzt oder Ähnliches feststellen? Gerade die Eltern machen sich ja (zurechterweise) oft Gedanken um das eigene Kind wenn etwas nicht stimmt. Oder soll es heißen, dass man das Kind schon zu Arzt und zu Arzt schickt, aber eine Klarheit könnte nur das Kind selbst sagen und deshalb verschreibt man Pubertätsblocker? Aber wenn man Pubertätsblocker verschreibt, dann müsste es doch klar sein, dass es an das Geschlecht liegt. Sonst würde man ja nicht die Pubertät verhindern wollen. Vielleicht habe ich auch einen Denkfehler.


    Zitat von Thrawn

    Insbesondere scheinst du da immer noch binär in Form von "männlich und weiblich" zu denken, obwohl es eben mehr als zwei Geschlechter gibt, und dementsprechend zu implizieren, dass etwa, wenn ich hinterfragen würde, ob ich wirklich männlich bin, deswegen schon direkt weiblich sein müsste. Das ist aber nicht so. Ich könnte auch nichtbinär sein.

    Das Forum hier ist der einzige Ort, wo ich mit transgeschlechtlichen Menschen überhaupt in Berührung komme. In meinem ganzen Alltag wird darüber nichts gesprochen beziehungsweise höre ich davon nichts. Da ich es aber interessant finde und eigentlich schon immer neugierig bin, schreibe ich hier überhaupt was. Ich bin es einfach nur gewohnt mit "binär". Aber mir ist klar, dass es nichtbinäre Geschlechter gibt und deshalb kann es eins von tausenden verschiedene Geschlechtern sein, wo sich jemand verbunden fühlt.


    Zitat von Thrawn

    Zweitens aber wollen auch nicht alle transitionieren, was hier auch bereits erwähnt worden ist. Und deswegen muss man drittens auch fragen, und es lässt sich leider nicht freundlicher formulieren: Was geht es dich überhaupt an? Du kannst nicht einfach von anderen fordern, dass sie medizinische Eingriffe und Prozeduren durchführen, damit du dich wohler fühlst und/oder Leute einfacher in ein (binäres) Schema einordnen kannst. Das ist extrem übergriffig.

    Ich glaube, wenn man irgendwie helfen will, dann sollte man sich dafür einsetzen, dass die jeweiligen Personen alle Möglichkeiten bekommen, die sie brauchen, ohne ihnen aber vorzuschreiben, wie sie davon Gebrauch zu machen haben. Denn das ist ihre (ggf. von ärztlicher Beratung begleitete) Entscheidung und nicht deine oder die von jemand anderem - oder zumindest sollte es das sein.

    Wenn jemand nicht transitionieren will, aber mit dem zugewiesenen Geschlecht falsch aufgehoben ist, heißt das dann, dass man für ein Leben lang Pubertätsblocker nehmen muss? Ich meine, ich weiß nicht ob das sogar erlaubt ist eine Pubertät auf Dauer zu unterbinden.


    Was mich das alles angeht? Einerseits garnichts, weil ich bin nicht betroffen. Anderseits es macht mich halt neugierig, dass ich auch die andere Seite zumindest verstehen möchte und das ohne, dass ich mich abwertend darüber äußere.


    Ich möchte das nicht fordern, ich bin der Allerletzte hier, der sowas einfordern darf und soll. Ich bin vorbelastet und habe mich einfach zu benehmen. Ich habe lediglich gefragt, um zu wissen, ob eine Geschlechtsumwandlung in diesem Fall besser wäre als die Einnahme von Pubertätsblocker.


    Zitat von Thrawn

    Du stellst es hier so dar, als sei Mobbing unvermeidlich (und nein, Mobbing ist kein alleiniges Phänomen der Pubertät). Dem ist schlicht nicht so und wie gesagt: Das Problem am Mobbing ist immer das Mobbing selbst. Nicht der "Grund", wegen dem eine Person gemobbt wird. Insofern würde ich dir dringend raten, lieber Mobbing zu bekämpfen als Pubertätsblocker.

    Also ich kenne es ja von der Schule und wenn gemobbt wurde, dann gab es auch einen Bezugspunkt. Aber das ist ja jetzt ein anderes Thema und natürlich ist die Pubertät kein alleiniger Grund für Mobbing. Aber in dieser Phase hat Mobbing aber oft ihren Höhepunkt, weil gerade in der Pubertät verlieren die Kinder/Jugendlichen ihre Abwägung zur Realität und des Denkens. Man wird da eher zum Rabauken, was aber der Pubertät zu verdanken ist.

  • Wenn 16-18jährige andere in dem Alter immer noch aufgrund ihrer Geschlechtsidentität mobben, kannst du auf diese Leute ohnehin... eh schon wissen.

    Ansonsten hab ich's satt, dass Jugendlichen alles nachgesehen wird, weil sie "es ja nicht besser wissen".

    Das ist Bullshit. Wenn man wählen darf, dann darf man jemanden, der andere derart diskriminiert ebenso judgen wie einen arschlochigen Erwachsenen.


    "Jugendliche sind ja noch sooo unreif und wissen nicht was sie tun" ist bloß diese Narrative in unserer Gesellschaft, weil die Macht unserer Gesellschaft zu großen Teilen bei alten Männen liegt. Wenn diese Narrative von den Leuten brav übernommen wird, ist es denen nur Recht.

    Hat man btw schön an den Fridays for Future-Demos und an Greta selbst gesehen, die oft selbst mit 16 noch als "Kind" bezeichnet und die Demos, die von Machthabenden immer belächelt wurden.


    Dabei gibt es sehr, sehr viele Personen, die haben mit 16+ schon wesentlich mehr Lebenserfahrung und sind geistig sehr viel reifer als so viele Boomer.


    Ansonsten, back to topic: Viele Erwachsene mobben aka diskriminieren andere Menschen immer noch (Source: verbringe nur fünf Minuten auf Twitter und co. lel).


    Man kann sein Leben nicht danach ausrichten, dass man ja möglichst wenig gemobbt und diskriminiert wird. Irgendeiner wird's sowieso tun, so wayne...

    Ich meine, natürlich kann man's schon, aber ich sehe es nicht, dass das Leben dann noch sonderlich lebenswert ist, wenn man derart geduckt und ängstlich ist.

  • Bastet


    Das ist aber total unterschiedlich. Manche sind schon mit 16 oder jünger sehr vernünftig, Andere wiederum noch für jeden Mist zu haben. Man halt als Jugendlicher halt nicht so die Kontrolle, man denkt auch weniger nach. Zumindest diejenigen, die eben Mist bauen. Ich glaube kaum, dass bei dir zum Beispiel damals nur Vernünftige in der Schule waren.


    Wahlen ab 16 ok, aber keineswegs noch jünger.


    Jaa Erwachsene, die meist schon das ganze Leben so ausleben.


    Geschlechtsidentität kann ja nur ein Grund für Mobbing sein. Es gibt ja Dutzende.


    Wenn ich zurückblicke, dann glaube ich, dass der Mensch von Grund aus so gepolt ist, immer der Bessere/Stärkere zu sein, oder immer was Besonderes zu sein. Sonst kann ich das nicht erklären. Es ist aber halt unsere Aufgabe zu erklären, dass eben jeder gleich gut ist und dass wir nur stark sind wenn alle stark sind. Aber gäbe es keine Erziehung, ich wäre mir sicher, dass wir uns dann gegenseitig fertig machen bis einer als der/die Stärkste rausgeht.

  • Wenn ich zurückblicke, dann glaube ich, dass der Mensch von Grund aus so gepolt ist, immer der Bessere/Stärkere zu sein, oder immer was Besonderes zu sein. Sonst kann ich das nicht erklären. Es ist aber halt unsere Aufgabe zu erklären, dass eben jeder gleich gut ist und dass wir nur stark sind wenn alle stark sind. Aber gäbe es keine Erziehung, ich wäre mir sicher, dass wir uns dann gegenseitig fertig machen bis einer als der/die Stärkste rausgeht.

    Nah das ist nicht unbedingt wahr. Erstmal hätten wir uns nie so weit entwickelt, wenn wir nicht immer schon zusammen gearbeitet hätte, auch als wir noch dümmer und wilder waren.

    Mobbing ist nicht nur eine Belastung für die gemobbte Person, meist rührt es bei dem*der Mobber*in auch davon, dass diese traumatische Ereignisse erlebt haben/erleben und dadurch, dass sie andere Menschen runtermachen, fühlen sie sich besser. Klar gibt auch Menschen, die wirklich nur zum Spaß mobben, weil sie einfach zu entiteld sind, aber die kann man dann auch irgendwie nur noch bemitleiden, weil sie gar nicht mehr richtig zu schätzen wissen, was sie eigentlich haben und sich so viel besser fühlen als andere. Ich sag nur Karma is a bitch.

    Letztendlich ist es bei Mobbing wohl am wichtigsten, dass du selbst drüber stehst. Ist nicht einfach, besonders nicht wenn es richtig ausartet, man verprügelt wird, gestalkt, who knows, was sich Menschen einfallen lassen. Mobber*innen hören meistens erst dann auf, wenn sie merken, dass es bei dir keinen Effekt hat.

    Du teilst dir die Welt immer sehr gerne in schwarz und weiß auf, aber es gibt eben alles dazwischen und das gilt sowohl für Mobber*innen, als auch für Gemobbte (und nein, ich will Mobbing und solche Menschen nicht in Schutz nehmen, aber letztendlich sinds auch nur Menschen.)


    Damit der Beitrag nicht ganz Off-Topic wird

    Allgemein, ich kann jetzt speziell nichts dazu sagen, wie es mit Pubertätsblockern aussieht, weil ich dazu wirklich keine Statistiken gefunden habe. Allerdings weiß ich, dass Kinder welche aus gleichgeschlechtlichen Ehen kommen, was diese Themen allgemein angeht, viel robuster sind und dadurch allgemein ein selbstbewussteres Auftreten haben, wodurch sie weniger gemobbt werden, wenn es um diese Themen geht. Ich kann mir gut vorstellen, dass das auch auf Kinder zutrifft, welche Pubertätsblocker nehmen. Immerhin, wenn man in so jungen Jahren schon so selbstbewusst über sein Gender ist, obwohl die ganzen anderen nicht mal daran gedacht haben, dann ist man definitiv mehr selbstbewusst diesem Thema gegenüber.

  • Genauso Leute mit 25, 35 und 45+. So what.


    Wenn es so wäre, wäre wahrscheinlich schon der Australopithecus ausgestorben, bevor wir uns überhaupt noch hätten entwickeln können. Bei intelligenten Säugetieren und Vögel ist es oft der Fall, dass ein großer Teil ihrer Intelligenz darin besteht zu kooperieren und Empathie zu empfinden. Darin liegt auch der Erfolg vieler Arten. Daher... nein, das ist schon aus wissenschaftlicher Sicht totaler Blödsinn.

    Wenn es so wäre, hätten viele Arten keinerlei Erfolg, von Elefanten bishin zu Wölfen oder Rabenvögel oder Papageien, dreht es sich sehr viel um Kooperation und um ein Miteinander.

  • Wenn es so wäre, hätten viele Arten keinerlei Erfolg, von Elefanten bishin zu Wölfen oder Rabenvögel oder Papageien, dreht es sich sehr viel um Kooperation und um ein Miteinander.

    Elefanten und Wölfe zählen jetzt aber nicht gerade als Paradebeispiel erfolgreicher Arten. Schildkröten und Krokodile gibt es bedeutend länger und wirklich kooperieren müssen die nicht. :unsure:

    Ich will damit Edex nicht unbedingt vollumfänglich recht geben, aber völlig im Unrecht ist er nun auch nicht.

  • Wenn es so wäre, hätten viele Arten keinerlei Erfolg, von Elefanten bishin zu Wölfen oder Rabenvögel oder Papageien, dreht es sich sehr viel um Kooperation und um ein Miteinander.

    Elefanten und Wölfe zählen jetzt aber nicht gerade als Paradebeispiel erfolgreicher Arten. Schildkröten und Krokodile gibt es bedeutend länger und wirklich kooperieren müssen die nicht. :unsure:

    Ich will damit Edex nicht unbedingt vollumfänglich recht geben, aber völlig im Unrecht ist er nun auch nicht.

    Die frühesten Urahnen der heutigen Wölfe lebten immerhin vor 2,5 Millionen Jahren auf diesem Planeten am Beginn des Pleistozäns, ungefähr zu dieser Zeit sollen die ersten von Menschenaffen und sonstigen Affen abgespaltenen Arten vom Zweig Mensch gelebt haben zu denen auch wir gehören, und die Gattung der Rüsseltiere zu denen die heutigen Elefanten zählen streifen seit mindestens 25 Millionen Jahren diesen Planeten, also ja gerade Rüsseltiere sind sehr wohl evolutionsbiologisch erfolgreich und ob die Gattung Mensch so lange existieren wird steht noch in den Sternen.


    Außerdem macht es wenig Sinn Extrembeispiele wie Krokodile, die seit 200-250 Millionen Jahren an sehr spezifischen Lebensräumen extrem angepasst haben und lange Reptilien mit Schuppen und brachialen Zähnen sind oder auch z. B. Haie als Maßstab für erfolgreiche Tiergattungen zu nennen oder mit Säugetieren zu vergleichen, die seit ihrer frühesten Existenz vor über 200 Millionen Jahren quasi gezwungen waren zu kooperieren (gerade da sie sehr lange alle so kleinwüchsig waren abgesehen von Reptil-Säugetier Hybriden die am Ende vom Perm lebten), die Evolutionsgeschichte von den allermeisten Reptilien und den Säugetieren ist einfach zu unterschiedlich.


    Hat zwar mit dem eigentlichen Thema nicht mehr wirklich was zu tun, aber ich konnte das hier gerade nicht einfach so stehen lassen.

  • Sie existieren, also sind sie erfolgreich. So what.


    Außerdem ging es darum nicht, sondern dass Menschen für gewöhnlich keine reißenden Bestien ohne Erziehung wären, sondern die Fähigkeiten zu Kooperation und Empathie angelegt sind.


    Das ist einfach Bullshit, dass sich Menschen ansonsten gegenseitig fertigmachen würden bis nur noch einer übrigbliebe. Schon alleine deshalb, weil keiner alleine überleben kann und es dumm wäre. 🤷🏼‍♀️


    Btw, zu Mobbing in Industrieländern existiert die Theorie, dass der große Leistungsdruck, der auf den Schüler*innen liegt, zu Spannungen und Mobbing untereinander führt.

  • Eine Frage hätte ich da.

    Wie war das früher mit den queeren Menschen?

    Soweit ich weiss, wurde je nach Zeitalter und Kultur auch Homosexulalität geduldet. In Rom gab es wohl schwule Pärchen zu Zeiten des römischen Reiches wohlgemerkt.

    Ich weiss aber auch, dass Homosexuelle im Mittelalter von der Kirche untersagt war. Dementsprechend wurden sie gejagt und hingerichte.

    Dasselbe geschah auch in der Hitlerdiktatur.

    Wobei ich anmerken möchte, dass ich nicht verstehe, warum man das nicht duldete. Die Kirche hat es woh als Regelbruch empfunden und die Hitlerschergen haben das als Krankheit deklariert.

    Ich verstehe diese Engstirnigkeit nicht, nein, diesen Vorbehalt gegenüber Schwule und Co.

    Möglicherweise fehlt denen das Wissen und die nötige Akzeptanz.

    Im jeden Fall hab ich gehört, dass die AFD Hormontherapie bei Jugendliche verbieten und das binäre Geschlechtssystem beibehalten will.

    Mir scheint es so, dass einige Menschen einen tiefen Hass und Groll gegenüber Homosexuelle und andere hegen.

    Kurzum ihnen fehlt das Verständnis dafür und halten an alten System.

    Im jeden Fall entwickelt sich unsere Gesellschaft weiter.

    Was ich fragen wollte, war gibt es berühmte Lesben, Schwule oder dergleichen in früheren Zeiten. Ich meine malngehört zu haben, dass Goethe schwul war.