Sexualität, Geschlechter und Paraphilien

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  • Was das allerdings mit Homosexualität zu tun hat, verstehe ich irgendwie nicht. Ist halt tbh genau so ein Bullshit, wie, dass mich auf einmal jemand vergewaltigt.

    Der Gedankensprung war auch etwas heftig, aber ich wollte genau auf deinen zweiten Satz hinaus. Ich habe das Argument echt schon so oft gelesen. Am meisten ekelt mich noch immer eine US-amerikanische Werbung aus einem Staat an, wo es ganz deutlich impliziert wurde, dass ein Mann sich nur als Frau ausgibt, um auf der öffentlichen Toilette dann ein junges Mädchen abzufangen. Es wird einfach nahezu überall sofort was sexuelles mit einbezogen, wenn es um Geschlechter und den Körper geht. Dabei ist das ja so irrsinnig, weil man je nach Kontext und Personen bestimmte Gedanken gar nicht hegt.


    Ansonsten, Cassandra hat schon Recht wenn sie da von einem ewigen Prozess spricht, auch wenn es vermutlich noch länger ist als sie da mit der Aussage denkt (ich vermute mal dass dort nur an das gedacht wurde, was vor SRS passiert - sprich die ganzen Besuche bei einem Therapeuten, der ganze Papierkram etc)

    Richtig, ja. Weiter habe ich gar nicht gedacht. Nur eben "man kann halt nicht von heut auf morgen mal eben eine Geschlechtsumwandlung vollziehen". Ob das nun dieses oder andere Themen ist, es ist in der Theorie immer schnell gesagt, obwohl die Praxis eine ganz andere ist. Dass das dann auch als Argument gegen Personen genutzt wird, finde ich ein Unding.

  • Darf ich dazu eine Frage stellen? Aber die sind recht persönlich, also das muss keiner gedrungen sehen sie zu beantworten. ^^"

    Macht es denn etwas aus, wenn man bedenkt, dass man sozusagen nie ganz das biologische Geschlecht, das man anstrebt, erreichen wird? Ich meine, meines Wissens funktionieren diese Penisprothesen sehr mechanisch und wenn man ein weibliches Geschlecht anstrebt, hat man ja dennoch keine inneren, weiblichen Geschlechtsorgane und eben die unschöne Erfahrung jedes Monat nicht. Oder auch kleine Dinge und Feinheiten wie ähm, die Hautbeschaffenheit zB, die bei der Mehrzahl von Frauen und Männern auch recht unterschiedlich ist, lassen sich nicht oder nur kaum ändern. Bei Pheromonen weiß ich es nicht, ob die sich mit der Einnahme von Hormonen verändern?

    Ist das etwas Störendes, dass man sich dann doch auch da nie so ganz zugehörig fühlt, oder ist das quasi das "Bestmögliche", was man erreichen kann und für die meisten daher vollkommen in Ordnung oder denken da viele, dass eine solche SRS nicht weit genug gehen kann?

    Ich würde sagen, dass ist wirklich etwas, was jeder für sich selbst entscheidet. Hautbeschaffenheit, verändert sich bei Transmänner aber zum Beispiel, also die Haut wird da schon dicker. Generell strebe ich zum Beispiel keine Penisaufbauop an. Ich hab nämlich Angst davor, danach vom Endergebnis enttäuscht zu werden und mit meinem Geschlechtsorgan bin ich gar nicht so unzufrieden. Das schlimmste daran, war immer der Gedanke schwanger werden zu können, was einfach so ziemlich das weiblichste ist, was man tun könnte und selbst da gibt es ja auch Fälle wo Transmänner Kinder bekommen haben. Es ist einfach flexibel. Das ist für mich nun aber sowieso nicht mehr möglich und demnach ist diese Angst und damit die Abneigung auch irgendwie verschwunden.

    Ich denke da könntest du 10 Leute Frage und ausnahmslos jeder würde es anders empfinden.


    Aber wie weiß man das? Woher weiß ein Transmann, dass er eigentlich eine Frau sein sollte? Er hat doch nie miterlebt wie es wirklich wäre eine Frau zu sein. Er hat nie die Regel und die dazugehörigen Schmerzen erlebt, nie 'verstanden' wie sich eine Frau fühlt, wenn sich ihr Körper verändert etc. Wie kann man trotzdem davon überzeugt sein, da eher 'dazuzugehören'? Sind das dann echt nur Hormone und das passt dann schon?

    Auch das... Es ist einfach nicht zu erklären. Man weiß es einfach, man fühlt sich sein Leben lang komisch. Als wäre irgendwas falsch. Bei mir hat es einfach irgendwann klick gemacht, als ich nen Artikel darüber gelesen habe. Ich wusste sofort, genau das ist es. Ich kann halt echt verstehen, dass es schwer ist, sowas nachzuvollziehen. Ich verstehe es bei mir ja selbst nicht, es ist einfach so.

    Edit: btw Transmann wäre jemand der weiblich geboren ist, aber sich männlich fühlt. Ich verstehe irgendwie nicht warum das sooft verwechselt wird. Ich meine, niemand der sich im falschen Körper fühlt, will sich dann mit dem Begriff auch noch als das falsche Geschlecht betiteln lassen. Demnach ist das wovon du redest natürlich eine Transfrau.


    Der Gedankensprung war auch etwas heftig, aber ich wollte genau auf deinen zweiten Satz hinaus. Ich habe das Argument echt schon so oft gelesen. Am meisten ekelt mich noch immer eine US-amerikanische Werbung aus einem Staat an, wo es ganz deutlich impliziert wurde, dass ein Mann sich nur als Frau ausgibt, um auf der öffentlichen Toilette dann ein junges Mädchen abzufangen. Es wird einfach nahezu überall sofort was sexuelles mit einbezogen, wenn es um Geschlechter und den Körper geht. Dabei ist das ja so irrsinnig, weil man je nach Kontext und Personen bestimmte Gedanken gar nicht hegt.

    Ja genau das. Menschen sind nicht irgendwelche Notgeilen Wesen, die 24/7 an Sex denken. Aber die USA spinnt eh... Wozu gibt es denn gerade im Englischen den Unterschied zwischen Sex und Gender? Im Deutschen würde ich mir solche Wörter wünschen, aber dann gibt es sie schon in einer Sprache und man kann sie trotzdem nicht auseinander halten. Schon traurig.

  • Darf ich dazu eine Frage stellen? Aber die sind recht persönlich, also das muss keiner gedrungen sehen sie zu beantworten. ^^"

    Macht es denn etwas aus, wenn man bedenkt, dass man sozusagen nie ganz das biologische Geschlecht, das man anstrebt, erreichen wird? Ich meine, meines Wissens funktionieren diese Penisprothesen sehr mechanisch und wenn man ein weibliches Geschlecht anstrebt, hat man ja dennoch keine inneren, weiblichen Geschlechtsorgane und eben die unschöne Erfahrung jedes Monat nicht. Oder auch kleine Dinge und Feinheiten wie ähm, die Hautbeschaffenheit zB, die bei der Mehrzahl von Frauen und Männern auch recht unterschiedlich ist, lassen sich nicht oder nur kaum ändern. Bei Pheromonen weiß ich es nicht, ob die sich mit der Einnahme von Hormonen verändern?

    Ist das etwas Störendes, dass man sich dann doch auch da nie so ganz zugehörig fühlt, oder ist das quasi das "Bestmögliche", was man erreichen kann und für die meisten daher vollkommen in Ordnung oder denken da viele, dass eine solche SRS nicht weit genug gehen kann?

    Das ist wie gesagt vollkommen von jeder einzelnen Person abhängig, weil da wirklich jeder anders darüber denkt. Manche sind strikt in diesem "Es geht nicht weit genug!"-Camp, manche eher bei "Es ist so viel besser als gar nichts!", und dann gibt es wiederum Leute denen manche Sachen zusagen und manche nicht gut genug sind. Da wird dir demzufolge jede Person die du befragst etwas anderes sagen. Manche wollen zum Beispiel einfach das komplette Paket, inklusive den negativen Erfahrungen (Menstruation), einfach damit sie sich sicher sind - ja, sie gehören dazu. Sie sind genau so wie die anderen des Geschlechts, dass sie sein wollen. Für diese Menschen macht es also definitiv etwas aus. Manche können dann wiederum auf diese Sachen im speziellen verzichten. Hautbeschaffenheit ist da eine Sache - ich kann da selbst noch keine Aussage geben da ich selbst noch nicht einmal mit dem ganzen Prozess angefangen habe, aber ich habe durchaus schon von anderen gehört dass man nach einer gewissen Zeit auf Hormonen einen Unterschied merkt (auch wenn ich nicht weiß wie intensiv). Bei Pheromonen könnte ich dir auf die schnelle da auch keine konkrete Antwort geben.


    Insofern ist es da auch schwer, dir einen generellen Konsens zu geben. Insbesondere auch wegen der Dunkelziffer, sprich Leute die Trans sind ohne sich jemals öffentlich dazu zu bekennen zB. Das beste was ich dir in der Hinsicht bieten kann ist die Aussage, dass ich beide Blickpunkte schon öfter gesehen habe, auch wenn "Es ist das bestmögliche" präsenter in den Online-Communities ist (was teilweise auch daran liegt dass das diese Leute sind die dann auch wirklich mit SRS durchgehen und weiter in der Community bleiben). Und ich persönlich schätze mich dann auch in einem gemischten Camp. Ich würde mir schon gerne wünschen, dass die Medizin in der Hinsicht fortgeschrittener wäre, was halt momentan noch nicht der Fall wäre. Die Zusage zu der ganzen Sache wäre aber trotzdem da, eben weil es näher dran ist. Aber uff, das ist halt eine ziemlich komplexe Geschichte. Und teilweise hängt das auch sehr stark vom Umfeld ab - wenn einen die Mitmenschen akzeptieren, dann fällt es einem natürlich viel leichter die ganze Sache aus einer positiven Perspektive zu sehen, insbesondere wenn man von einer Person des Geschlechts das man sein will akzeptiert wird (was interessanterweise oftmals auch dazu führt, dass man mit einer solchen Person oftmals das erste Coming out hat - bei mir zum Beispiel bei meiner besten Freundin, aber man sieht es auch nicht selten dass Transfrauen oftmals zuerst mit der Mutter und Transmänner zuerst mit dem Vater darüber reden. Wohlbemerkt gibt es genügend Ausnahmen, aber das sind Erfahrungen von denen ich oft höre wenn ich mich mit anderen in der Community unterhalte).


    Wie genau meinst du das? Dass ein Mann zu breit gebaut und im Gesicht eher zu maskulin ist, um als Frau angesehen zu werden zB?

    Das wäre ein Beispiel, ja. Es muss nicht einmal "zu breit gebaut sein" - bei mir war es zum Beispiel für eine sehr lange Zeit der Gedanke dass ich "zu groß" bin, der mir da zu schaffen gemacht hat. Haarwuchs wäre ein anderes bekanntes Beispiel, gerade wenn man zu den Leuten gehört die wegen hohen Testosteron-Leveln schon früher Haarausfall haben. Ebenfalls muss man auch bedenken, dass trans oftmals (natürlich nicht immer, aber man kann definitiv Tendenzen sehen) mit einem niedrigen Selbstwertgefühl Hand in Hand geht, gerade wenn man sich noch nicht geouted hat, wodurch der Gedanke "Ich würde so oder so nicht durchgehen können!" noch einmal stärker ist als er vielleicht im Normalfall wäre. (Ist auch nicht verwunderlich - wenn man eine Weile weiß dass man Trans ist aber es nie auf die Reihe bringt mit jemanden drüber zu sprechen, zehrt das irgendwann doch sehr an der Psyche. Ein Blick auf die Suizidrate unterstreicht das nur.)

  • Ich bin immer noch unschlüssig, was ich eigentlich für eine sexuelle Zuneigung habe. Dass ich auf Frauen stehe und nicht auf Männer, das weiß ich selber. Das sagt mir auch mein Gefühl. Ich habe hier damals schonmal geschrieben, dass ich mit Mädchen schwer in Kontakt komme und dass ich damit Schwierigkeiten hätte mit jemanden eine Beziehung einzugehen, weil ich mich leicht überfordert fühle und ich selber bekomme schnell das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben. Ich war schon mit mehreren Kandidaten zutraulich und hatte sichtlich auch Spaß, aber ich habe noch nie das Gefühl gehabt, dass mich einer in irgendeiner Weise liebt. Wörtlich gesagt wurde es mir auch noch nie.

    Ich muss nicht mit jemanden in Kontakt kommen, es reicht wenn ich es mir bildlich einpräge und mich damit früher oder später zu amüsieren. Und wenn ich beim Schreibverkehr keine Antworten bekomme über meine Fragen zur Beziehung, dann fühle ich mich schuldig und entschuldige ich mich. Ich vergewissere ja auch, dass die Antworten unter sich bleiben. Ich selber denke, dass es mich stärkt und mir ein gutes Gefühl gibt wenn ich darauf Antworten bekomme. Bei allem Dingen wüsste ich auch nicht, warum ich mich darüber schämen soll. Ich brauche nur die Vergewissheit, wie Andere es erleben. Ich selber kenne es nicht wie es ist in einer Beziehung ist. Ich war auch noch nicht in einer Beziehung, auch wenn ich es versucht habe. Dass ich noch nie in einer Beziehung gewesen bin, darüber muss ich mich doch nicht schämen. Über andere Dinge bin ich ja sogar stolz, dass ich es noch nie getan habe. Zum Beispiel Rauchen. Ich habe noch nie geraucht und bin stolz drauf.


    Nun würde trotzdem mal wissen, was das alles für eine sexuelle Zuneigung ist? Ich schließe ja nicht aus, dass ich mal in einer Beziehung komme. Das Leben ist lang und wenn der richtige Moment kommt macht es *blink. Aber sowas wie "Liebe auf dem ersten Blick" ist für mich total fremd. Der Körper ist nur eine Hülle. Zu leben, ohne in einer Beziehung zu sein ist auch schwierig, weil man versucht ja gut und glücklich zu leben. Mir geling das viel besser als damals, wo ich schon Selbstmordgedanken hatte, dass ich nur ein Versager sei oder Ähnliches.


    Ok, das war jetzt mal verkürzt mein Empfinden.


    Genug des Wortes. Ist das normal? Oder was ist normal?


    Danke.

    Einmal editiert, zuletzt von Namine () aus folgendem Grund: Zu tiefgehende Beschreibungen entfernt. Wenn du dich detaillierter mit jemandem über deine sexuellen Vorlieben im Bezug auf pornographische Inhalte austauschen möchtest, bitte per Pn. Das muss nicht in einem Beitrag geschehen, der von allen gelesen werden kann.

  • Normal ist subjektiv. Was du als normal empfindest, würde eine andere Person das als "abnormal" empfinden, weswegen es in meinen Augen auch kein richtig oder falsch gibt. Jeder hat seine Interessen und Zuneigungen und niemand kann dir das auch nicht verbieten, lediglich das Gesetz setzt uns eine Grenze, wie weit wir unser Interesse ausleben dürfen (z.B. bei Pädophilie).


    Aber mal eine andere Frage. Du schreibst, dass es dir reichen würde, wenn du die anderen siehst, wie sie ihre Sexualität ausleben, hattest aber selber noch nie eine aktive Erfahrung. Wie willst du dann wissen, ob dir das reicht? Vor allem in jungen Jahren bildet man sich eine Zuneigung und übt sie passiv aus, bis man entsprechende Erfahrungen sammelt. Erst dann kann man entweder seine Zuneigung bestätigen oder doch die Richtung wechseln.


    Die Sache mit der "Liebe auf den ersten Blick" ist eine natürliche Funktion, die man sich nicht erzwingen kann. Wenn man sie noch nie hatte, dann kann das nur fremd sein, wobei man sich die Frage stellen kann, ab wann es tatsächlich "Liebe auf den ersten Blick" ist. Kann gut möglich sein, dass du sie bereits hattest, aber sie schnell verdrängt hast - vielleicht aus Gründen wie Angst oder Unsicherheit.

  • Das ist ähm... creepy af, you know? :mellow:

    Wieso fragt man sowas, um sich selbst zu "amüsieren"? Wenn jemand gut mit dir befreundet ist, erzählt derjenige sowas von selbst, aber sowas fragt man doch nicht für sich selbst. Das ist vertraulich und nicht für dein Vergnügen.


    Happily   Hibari

    Vielen Dank für eure Antworten. :haha:


    OT:

    Morgen ist Regenbogenparade in Wien. Nicht vergessen. :kiss:

  • Okay; Update: Es war schon recht lustig. :smile:

    Was mich enttäuscht, sind wieder mal die Medien, die nur die Extrembeispiele abdrucken und so niveauvoll im Thumbnail zwei Hintern zeigen. So etwa auch der Standard und finde es schade, dass nicht einmal in erster Linie die 90 % alltäglich gekleidete Leute, die grad mal Regenbogenfarben auf der Wange hatten oä, oder die eben ästhetisch aussehenden Kostüme dargestellt werden können, und ein allgemeines Bild von oben dargestellt werden kann.

    Medien können schon stark ein Bild in der Öffentlichkeit beeinflussen, indem man sehr selektive Ausschnitte einer Sache zeigt.

    https://mobil.derstandard.at/2…die-Regenbogenparade-2018

    https://mobil.derstandard.at/2…rum-ueber-den-Wiener-Ring

  • Kardinal Schneider sagt, dass alle homosexuelle seelisch behindert sind und geheilt werden müssen


    Ich verstehe nicht, wie man auf die Idee kommt, dass Lesbisch und schwul sein eine seelische Behinderung sei.

    Ehrlich gesagt, ich finde, dass die Leute, die sowas sagen, nicht wissen, was eine seelische Behinderung ist und wie sie sich auf den Menschen auswirken.

    Sie haben schlicht und einfach keine Ahnung von diesen Thema.

    Mich würde es brennend interessieren, warum man Homosexualität überhaupt als eine Krankheit und Behinderung brandmarkt!

    Ich weiß ja, dass es Leute gibt, die homophob sind oder konservativ sind.

    Ich frage mich. was es bringt offen gegen Homosexualität zu wettern.

    Das bringt nichts außer Rufverlust.

    Unabhängig davon, soweit ich weiß, sind seelische Behinderungen nicht grad bekannt dafür, dass sie heilbar sind.

    Das liegt zum einen darin, dass einige seelische, körperliche oder Behinderung genetischer Natur sind, andere entstehen durch exinterne Vorfälle wie Unfall oder Impfung..

    Ich finde es zum kotzen, diese Homophobie

  • Mich würde es brennend interessieren, warum man Homosexualität überhaupt als eine Krankheit und Behinderung brandmarkt!

    Ich weiß ja, dass es Leute gibt, die homophob sind oder konservativ sind.


    Da hast du deine Antwort. Ich verstehe halt nach wie vor nicht, warum du sowas dauernd aufgreifst. Du wirst täglich Berichte über Ähnliches finden, gerade wenn du einen Blick auf solche religiös-konservativen Bereiche wirfst. Solchem Bullshit muss man aber wirklich nicht jedes mal auch noch die Genugtuung einer Plattform geben.

  • Ich hoffe ich hänge mich jetzt nicht unpassend rein, aber ist das was Edex schreibt nicht einfach nur eine Form von Voyeurismus? Also daran ist ja soweit nichts verkehrt. Letztlich ist Pornografie in jeder Form (Video/Magazin/ect) nichts anderes. Nur das es man es, sofern man es bevorzugt von "Bekannten" so etwas zu hören/lesen, man es einfach nur ein Stück "intimer" hat. Vielleicht ist das auch der Schlüssel: Das Hintergrundwissen das es "echt" war.


    Ich habe festgestellt, das es nichts gibt was es nicht gibt... vor allem hinsichtlich sexueller Vorlieben oder Neigungen. Solange man rücksichtsvoll ist, sich nicht strafbar macht oder anderen damit schadet, ist es mMn vollkommen in Ordnung. Für den einen vielleicht creepy aber wer lebt denn für andere? ;)

  • Nun "darstellen" find ich jetzt krass formuliert. Er läuft sicher nicht mit einem Shirt und Fahne herum und reibt es jedem unter die Nase ;) und wer weiss, vielleicht stolpert mal n Mädel drüber und findet gerade den Aspekt interessant.


    Aber davon ab: Im Allgemeinen sollte man immer nach dem Motto leben "Love/Accept it, Change it or Leave it", das funktioniert für fast alle Lebensbereiche und Situationen. Also wenn er damit okay ist, ist es doch gut ;)

  • Ich hoffe ich hänge mich jetzt nicht unpassend rein, aber ist das was Edex schreibt nicht einfach nur eine Form von Voyeurismus? Also daran ist ja soweit nichts verkehrt. Letztlich ist Pornografie in jeder Form (Video/Magazin/ect) nichts anderes. Nur das es man es, sofern man es bevorzugt von "Bekannten" so etwas zu hören/lesen, man es einfach nur ein Stück "intimer" hat. Vielleicht ist das auch der Schlüssel: Das Hintergrundwissen das es "echt" war.


    Ich habe festgestellt, das es nichts gibt was es nicht gibt... vor allem hinsichtlich sexueller Vorlieben oder Neigungen. Solange man rücksichtsvoll ist, sich nicht strafbar macht oder anderen damit schadet, ist es mMn vollkommen in Ordnung. Für den einen vielleicht creepy aber wer lebt denn für andere? ;)

    Interessanter Ansatz. Auf Wiki steht, dass man dann auch FKK Strände besuchen würde, das trifft für mich nicht zu und ich befrage Leute, die ich zumindest von Chatten kenne. Ich frage dann auch intime Fragen wie: Lieblingsexstellung, Wie oft man Sex hat?, Körbchengröße usw..aber nicht jede antwortet darauf. Manche sind etwas verzögerlich und ich sage immer, dass ich das alles nicht böse meine. Es ist für mich wie eine Bestätigung wenn jemand dazu äußert. Ich selber finde solche Fragen nicht verkehrt und kann daran nichts Verwerfliches finden. Genauso gut können Andere auch die selben Fragen an mich richten, was ich zu meinen Fragen auch erwähne. Diese ganze Fragerei fängt mit den einfachen Fragen an wie "Hast du einen Freund?" und "Seit wann?", dann geht es immer tiefer ins Detail, bis alle Fragen entweder beantwortet wurden oder die Person lehnt die Beantwortung ab, dann akzeptiere ich das, auch wenn ich das nicht verstehen kann, letztendlich möchte ich jemanden nicht als "Befreundete" verlieren.




    Man soll es nicht falsch verstehen, man kann mit mir auch über alles reden.

    Einmal editiert, zuletzt von Namine () aus folgendem Grund: Wie bereits schon einmal gesagt: bitte geh bei deinen Vorlieben und deren Auslebung nicht zu sehr ins Detail. Ich denke, dein Standpunkt ist auch so ganz gut klar geworden und muss nicht noch durch genauere Beschreibung untermauert werden.

  • Nun, es ist ja nichts in Stein gemeisselt, von daher war das ein spontaner Gedanke der auch nicht 1:1 stimmen muss. Letztlich ist die Fantasie oder/und das Kopfkino ein starker Knotenpunkt in Sachen Erotik. Deswegen tippte ich eben auf den Bekannten-Faktor, der den Reiz ausmacht. Ich finde an den Fragen auch nicht direkt etwas verwerflich, allerdings kann es dir natürlich gut passieren das die Mädels glauben du willst sie rumkriegen. Denn so fangen, das kann ich aus Erfahrung sagen, Gespräche mit Testosteron-gesteuerten Kerlen an, die glauben Frauen warten nur darauf von ihnen beglückt zu werden ;) Das meine ich aber nun nicht böse dir gegenüber. Nur als Hinweis.


    Generell ist ein offener Umgang zu befürworten, warum auch nicht. Allerdings ist die Grenze wohl bei jedem anders gesteckt in wie weit man sich jemandem in der Form öffnen mag. Bis auf das du vermutlich das ein oder andere mal jemanden auf den Schlips trittst, sehe ich da jetzt wie erwähnt nichts verwerfliches ;)


    Und alles andere kann ja noch kommen; also Beziehungen, Körperlichkeiten ect. Versuche nur bitte nicht dein Glück anhand einer Beziehung dingfest zu machen. Glücklich sollte man in aller erster Linie mit sich selbst sein, wenn sich dann ein Partner dazu gesellt - noch besser, aber auch als Single ist man keine Randgruppe oder ein Verlierer. Schliesslich bedeutet eine Beziehung nicht automatisch Glück, das wär auch zu einfach.

  • Nun "darstellen" find ich jetzt krass formuliert. Er läuft sicher nicht mit einem Shirt und Fahne herum und reibt es jedem unter die Nase ;) und wer weiss, vielleicht stolpert mal n Mädel drüber und findet gerade den Aspekt interessant.


    Aber davon ab: Im Allgemeinen sollte man immer nach dem Motto leben "Love/Accept it, Change it or Leave it", das funktioniert für fast alle Lebensbereiche und Situationen. Also wenn er damit okay ist, ist es doch gut ;)

    Ich weiß nicht, wie das klingt: also Leute über's Internet seltsame Fragen stellen, wobei ich da nicht sicher bin wie eng die Chatfreunde tatsächlich sind, fällt für mich schon unter "aufdringlich". Selbst wenn man sie natürlich nicht beantworten muss, weil man nicht dazu gezwungen wird, bleibt doch ein echt seltsames Gefühl, dass jemand zu sehr in deine Privatssphäre eindringen will. Manche sind vielleicht gerade bei diesen Dingen zu gutmütig und lassen sich auf etwas ein, die sie gar nicht wollten, weil sie niemanden vor den Kopf stoßen wollen, ... oder sich schwer tun ihre Grenzen abzustecken.

    Und btw: wenn man seltsame Anmachen oder man im schlimmsten Fall irgendwelche Dickpics erhält, "muss" man darauf auch nicht reagieren, aber derjenige hat das halt von Haus aus nicht zu machen und von sich aus zu wissen, wo die allgemeinen Grenzen anderer Menschen sind.

    Das sind btw irgendwie dieselben, die sich wundern und beklagen wieso man über die Witze von guten Freunden einerseits lacht und man andererseits von ihnen etwas angeekelt ist, sobald sie dasselbe sagen, wenn man die kaum kennt oder sie einfach unheimlich sind oä. xD ^^"


    Finde es oft eben ziemlich unreflektiert Leute für das, was sie sind, akzeptieren zu müssen und nichts ändern / sich daran stoßen zu sollen. In gewissen Maßen muss man das, ja, aber nein... ich halte von dem Motto so rein gar nichts.

    Oder mir sind einfach zu viele unreflektierte Creeps und einfach Leute mit miesem Charakter begegnet, die es sich mit einem "ich bin halt so wie ich bin" oder "alle anderen sind Schuld, dass mich niemand mag und ich keine Freunde / Partner habe" das Leben sehr einfach gemacht haben. Am Ende muss unter dem Motto oft das Umfeld mehr leiden als die Person selbst und manchen kann man nicht aus dem Weg gehen, also ist da dann nichts mit "leave it".

  • Ich weiß nicht, wie das klingt: also Leute über's Internet seltsame Fragen stellen, wobei ich da nicht sicher bin wie eng die Chatfreunde tatsächlich sind, fällt für mich schon unter "aufdringlich". Selbst wenn man sie natürlich nicht beantworten muss, weil man nicht dazu gezwungen wird, bleibt doch ein echt seltsames Gefühl, dass jemand zu sehr in deine Privatssphäre eindringen will. Manche sind vielleicht gerade bei diesen Dingen zu gutmütig und lassen sich auf etwas ein, die sie gar nicht wollten, weil sie niemanden vor den Kopf stoßen wollen, ... oder sich schwer tun ihre Grenzen abzustecken.

    Und btw: wenn man seltsame Anmachen oder man im schlimmsten Fall irgendwelche Dickpics erhält, "muss" man darauf auch nicht reagieren, aber derjenige hat das halt von Haus aus nicht zu machen und von sich aus zu wissen, wo die allgemeinen Grenzen anderer Menschen sind.

    Das sind btw irgendwie dieselben, die sich wundern und beklagen wieso man über die Witze von guten Freunden einerseits lacht und man andererseits von ihnen etwas angeekelt ist, sobald sie dasselbe sagen, wenn man die kaum kennt oder sie einfach unheimlich sind oä. xD ^^"

    Das ist jetzt aber auch ein wenig Schönfärberei. Wer sich online bewegt sollte sich auch im Klaren sein was es hier alles gibt und das man in der Lage sein sollte "nein" zu sagen. Das dies häufig nicht der Fall ist, ist jetzt aber (ganz genau betrachtet) wessen Schuld? Natürlich kannst du da jetzt an den "gesunden Menschenverstand" appellieren oder den vielbesungenen Anstand den man haben sollte... Aber im Ernst. Letztlich muss man es auch ein wenig selbst in die Hand nehmen. Labert mich jemand dumm an und ich hab keinen Bock drauf? Weg damit: Ignore, ban, usw.


    Und zu Dickpic-Sache: Ist leider Realität, da ist es dem Sender mal so richtig egal ob du/der Empfänger das angebracht findet oder nicht. Ich verstehe deine Einstellung, ich finds auch lächerlich, uhu ein P*nis. Aber vielleicht liegt es auch einfach an der jahrelangen Online-Zockerei das mich kaum mehr was wirklich schockiert. Aber zu erwarten das sich alle ordentlich benehmen ist einfach unrealistisch und nicht machbar - mag traurig klingen aber das ist leider der aktuelle Zustand.


    Finde es oft eben ziemlich unreflektiert Leute für das, was sie sind, akzeptieren zu müssen und nichts ändern / sich daran stoßen zu sollen. In gewissen Maßen muss man das, ja, aber nein... ich halte von dem Motto so rein gar nichts.

    Oder mir sind einfach zu viele unreflektierte Creeps und einfach Leute mit miesem Charakter begegnet, die es sich mit einem "ich bin halt so wie ich bin" oder "alle anderen sind Schuld, dass mich niemand mag und ich keine Freunde / Partner habe" das Leben sehr einfach gemacht haben. Am Ende muss unter dem Motto oft das Umfeld mehr leiden als die Person selbst und manchen kann man nicht aus dem Weg gehen, also ist da dann nichts mit "leave it".


    Ich bin mir gerade nicht sicher wie du dir das vorstellst. Für mich klingt das gerade nach "sorry aber würdest du dich bitte der grossen Mehrheit/Mir mit deiner Art/Persönlichkeit/Aussehen/Wertvorstellung anpassen?" Es gibt absolut keine Möglichkeit eine Person zum verändern zu zwingen. Das ist so als ob du einem Depressivem sagst "nun sei doch mal happy". Natürlich kannst du sagen "das gefällt mir nicht" das ist dein gutes Recht. Du darfst dich daran stören, es kritisieren, herrje sogar kannst du hingehen und demjenigen die Meinung geigen. Aber ob dann der gewünschte Effekt eintritt bleibt wohl eher Wunschdenken. Sonst würde es wohl den letzten Satz nicht geben.


    Selbst wenn dein kleiner Bruder einer dieser Menschen wäre, dann hast du vielleicht im Moment nicht die Möglichkeit ihm dauerhaft aus dem Weg zu gehen, aber man hat sicher Möglichkeiten um sich selbst in eine Position zu bringen, die eine Belastung dadurch verringert. Ich wäre doch verwundert wärst du an eine Person gebunden die du nicht meiden kannst. Unumgänglich.

  • Levi

    Klar kann man sagen "dann scher dich nicht drum", "du musst selbst wissen, wo deine Grenzen sind" oder "damit muss man rechnen", wäre auch beides wahr, wenn es nicht immer Menschen gäbe, die sowas nicht gut vertragen und eben nicht wissen wie sie (der nicht den Mut haben) jemanden abwehren.

    Es ist auch nicht deren Aufgabe dafür zu sorgen, es ist einfach die Aufgabe des anderen kein seltsamer Creep zu sein. Auch wenn es genügend dieser Leute gibt, im Recht bist du auf jeden Fall, wenn sich jemand einem gegenüber unangemessen verhält.


    Levi schrieb:

    Ich verstehe deine Einstellung, ich finds auch lächerlich, uhu ein P*nis. Aber vielleicht liegt es auch einfach an der jahrelangen Online-Zockerei das mich kaum mehr was wirklich schockiert. Aber zu erwarten das sich alle ordentlich benehmen ist einfach unrealistisch und nicht machbar - mag traurig klingen aber das ist leider der aktuelle Zustand.

    Wie gesagt: wenn man möchte und sich darum bemüht, kann man Leute aus einer Community ausschließen. Wenn nie schmerzhafte Sanktionen erfolgen, ändern diese Menschen ihr Verhalten nie. Charakterlich sind sie dann klarerweise immer noch Trotteln, glaube kaum dass auf eine Strafe so viel Einsicht herrscht, aber du bekommst davon nichts mehr mit.


    Levi schrieb:

    Ich bin mir gerade nicht sicher wie du dir das vorstellst. Für mich klingt das gerade nach "sorry aber würdest du dich bitte der grossen Mehrheit/Mir mit deiner Art/Persönlichkeit/Aussehen/Wertvorstellung anpassen?"

    Manche... ja bitte.


    Levi schrieb:

    Es gibt absolut keine Möglichkeit eine Person zum verändern zu zwingen.

    Zwingen kannst du niemanden, nur sagt es auch eine Menge über denjenigen aus, wenn er es nicht freiwillig tut oder wenigstens versucht. Und selbst wenn du niemanden zu einer Änderung zwingen kannst, kannst du ihn immer noch meiden oder aus einer Community ausschließen.

    Und es macht das Verhalten solcher Leute nur nicht besser und man kann wohl aussprechen (wie du selbst sagst), dass man etwas scheiße findet und gar nicht geht und wieso man denjenigen bei Möglichkeit meidet / nicht leiden kann.


    Levi schrieb:

    Das ist so als ob du einem Depressivem sagst "nun sei doch mal happy".

    Nein, das ist nicht dasselbe, Depressive schaden keinem und creepen in der Regel niemanden an - und wenn doch, liegt es nicht an der Depression.

  • Ich habe wirklich lange überlegt ob ich wirklich eine Diskussion in der Art führen möchte und mit welchem Zweck. Nach reichlicher Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen: Das ist es mir nicht wert. Daher verabschiede ich mich, zumindest aus dieser Unterhaltung bzw dem Thema.

    Levi schrieb:

    Das ist so als ob du einem Depressivem sagst "nun sei doch mal happy".

    Nein, das ist nicht dasselbe, Depressive schaden keinem und creepen in der Regel niemanden an - und wenn doch, liegt es nicht an der Depression.


    Dann hattest du wohl nie etwas intensiveren Kontakt mit einem wirklich Depressiven - oder schlicht keine Ahnung davon.