Plauda-Hecke

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  • Ist es gut eine Kurzgeschichte mit einem Dialog zu beginnen?? Oder sollte ich es lieber sein lassen?


    Ich bin gerade nämlich dabei meine nächste Kurzgeschichte zu bearbeiten und da ist mir diese Frage direkt eingefallen.

    Klar, warum nicht? = )

    Ich habe bei meinen Texten, sei es KG oder ein richtiges Kapitel, irgendwie bei manchen Charakteren immer die Gewohnheit, mit einem Dialog anzufangen, weil es bei denen einfach besser passt. Die Beschreibungen und das Drumherum kann man dann gut und flüssig zwischen den Dialogen einbauen ^~^ Ist vermutlich eh besser als ganz zu Anfang einen relativ monotonen Block an Beschreibungen, man muss nur aufpassen, wie Bastet schon sagte, dass man sich mit dem Dialog nicht verliert oder wie ich früher 1000+ Worte zwischen zwei wörtliche Reden quetscht xD





    Bastet


    Da wir ja drauf gekommen sind... In einem gewissen Maß? Also man sollte es nicht übertreiben und irgendwie fände ich es glaube ich auch besser, wenn zum Beispiel Tai das entdeckt, also nicht Matsuba oder Hayato selbst ; was hätten die für einen Grund, sich selbst zu googlen, es sei denn, Hayato wäre in seinem Perfektionismus auch noch darauf versessen, besser als Matsuba zu sein und will deshalb nachsehen, wer von ihnen "berühmter" im Internet ist.

    Hatte gerade dazu auch kurz den Gedanken, was wäre, wenn eine dieser Fujoshis aus den eigenen Reihen wäre. Also nicht direkt von deinen Charakteren, aber beide werden ja wohl die anderen Dorfbewohner kennen um sich herum und dann finden die raus, dass das Mädchen XY ist, mit dem die sich schon öfter ma unterhalten haben... Wäre zumindest recht awkward = D

  • was hätten die für einen Grund, sich selbst zu googlen,

    So ungewöhnlich ist das nicht, ich habe es mal probiert. Gibt scheinbar noch einen Autohändler mit meinem Namen.


    Also Shipping ist überall, das hat nichts mit einer vierten Wand zu tun. Wobei das auch zum Charakter passen muss, wenn eine Figur die Liebe, der Liebe halber liebt, wird sie eher schippen, als eine, sagen wir, tot ernste Cyborg Mechanikerin in einem Cyberpunksetting.

    Der andere Metahumor ist schon etwas bedenklicher. In einer Parodie, oder sehr leichtherzigen Story kannst du das schon bringen, in einem Ernsteren ist es nicht unmöglich, aber schwieriger. Wenn jetzt jemand, die Liebe zwischen zwei Freunde mit einer schlechten FF vergleicht, geht es noch, wenn er meint sein Leben wäre eine FF, oder dergleichen, würde ichs eher lassen.

  • Aber bist du denn nun charakterlich zufrieden mit ihr? ^^


    Du selbst hast sie ja als zu passiv (für dich) empfunden, oder?

    Jap, genau. Sie hatte vorher zu wenig Agenda. Also das Hauptproblem war, dass sie nicht wirklich selbst etwas wollte, ihre ganze Handlung wurde durchweg von anderen bestimmt und das mag ich halt nicht.


    Jetzt ist es zwar immer noch so, aber durch dieses ganze Identitätsthema wird es zum Konflikt, da es eben mit reinspielt, was es bedeutet, wenn die eigene Identität so sehr von anderen Leuten geprägt wird. Dadurch wird die ganze Geschichte sehr eine Reise der Selbstfindung für sie/xier.


    Und es passt alles so wunderbar zusammen.

    Elaine hadert zum einen mit ihrer Geschlechtsidentität, zum anderen damit, wie viel sie selbst für sich entschieden hat.

    Samu hadert mit seiner kulturellen Identität.

    Luzifer hat herausgefunden, wie er die Welt so manipulieren kann, dass seine Identität ihm passt.

    Maor und Erir wissen nicht, ob sie noch eine Identität haben, da sich nicht genug Leute an ihre Existenz erinnern.

    Und ein gewisser Gott hat keine Identität, weil so viele Leute auf unterschiedlichste Art an ihn glauben, dass er leider nicht weiß, ob er Rachsüchtig oder Gütig ist und wie genau seine Familie aussieht. *hüstel* (Ja, die Geschichte wird sehr, sehr viel Kommentar über die Abrahamistischen Religionen beinhalten und über Religionskonflikte. Und Michael und Gabriel schmeißen die Show.)


    Meine beiden armen Arenaleiter, deren feste Freundinnen und (beste) Freunde würden die Fanfictions von Fujoshis finden, die sie miteinander arg shippen und sowohl Jenny wie auch Yoko als ganz blöde Ziegen darstellen etc. Vielleicht würde ich das auch inklusiver Sätze schreiben wie: "Wir leben doch nicht in einer Fanfiction! / Die halten die Welt auch für eine einzige, große Fanfiction! / und vor allem... Wie können die nur? Eww, ist ja grausam!"

    Das finde ich eigentlich eine lustige Idee. Ich mag Meta-Kommentare ja ohnehin gerne. Also ja, fände ich cool.

    (Diverse Charaktere bei mir kommentieren ja auch gerne mal, wenn die Handlung zu klischeehaft wird, weil diverse andere sich eben auch an angeeigneten Klischees entlanghangeln, wenn sie nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen.)

  • Namine

    Naja, ich dachte das so, dass sie ja um ihre Bekanntheit wissen und den meisten solcher Leute sowas nicht fremd ist ... und Tai trollt da sicher auch gerne. XD


    Namine schrieb:

    oder wie ich früher 1000+ Worte zwischen zwei wörtliche Reden quetscht xD

    Ich stell mir das gerade so vor. XD

    "Wie geht's?"

    *trauriges Flashback über 12 Seiten*

    "Ja, geht so."


    Namine schrieb:

    Also nicht direkt von deinen Charakteren, aber beide werden ja wohl die anderen Dorfbewohner kennen um sich herum und dann finden die raus, dass das Mädchen XY ist, mit dem die sich schon öfter ma unterhalten haben... Wäre zumindest recht awkward = D

    Das sind zwar größere Städte (aka sehr große Städte zwischen 150.000 und 10 Millionen Einwohnern ca XD) aber vorkommen könnte sowas trotzdem und wäre schön awkward. :D


    Sunaki

    Hm, okay, dachte ich. Das werde ich mir dann wohl eher doch verkneifen, weil eine Parodie soll es wirklich nicht sein, aber so ein wenig darf schon sein... XD

    Ich meinte eher, dass jede öffentliche Zustaustellung irgendeiner Art von freundschaftlicher Zuneigung ein "I ship this!" für manche Mädels wird. XD

    Bei manchen werden sie zu perfekten Menschen und wieder andere heben sehr unangenehm ihre schlechtesten Eigenschaften hervor, die sie total überspitzen.

    Ich meine, die Medien tun das auch, aber es ist andererseits wiederrum nicht so, dass solche Personen wie Arenaleiter, etc. Trainer und Koordinatoren andauernd beobachtet werden. Nur eben doch in einem ausreichenden Maß, dass es nervig wird. XD


    Alaiya schrieb:

    Das finde ich eigentlich eine lustige Idee. Ich mag Meta-Kommentare ja ohnehin gerne. Also ja, fände ich cool.

    (Diverse Charaktere bei mir kommentieren ja auch gerne mal, wenn die Handlung zu klischeehaft wird, weil diverse andere sich eben auch an angeeigneten Klischees entlanghangeln, wenn sie nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen.)

    Thx! Ja, das mag ich auch, wenn ein Charakter irgendwelche Klischees kommentiert oder sich über eine andere Weise darüber lustigmacht. ^^


    Bei Luzifer würde ich das, spontan gesagt, aber nicht als etwas Positives darstellen. Wer die Welt nach seinen Wünschen formt, sodass sie zu seiner Identität passt, übergeht dabei natürlich die Wünsche aller anderen.


    Das mit Elaine verstehe ich gut / macht Sinn für sie. ^^

  • Thx! Ja, das mag ich auch, wenn ein Charakter irgendwelche Klischees kommentiert oder sich über eine andere Weise darüber lustigmacht.

    Vor allem, weil manche Sachen halt nun mal in der Realität passieren. Manch ein Klischee kommt ja nicht von irgendwo.


    Ich habe vor ein paar Tagen eine Szene geschrieben, wo ein Charakter einem anderen davon erzählt, wie er und seine Freundin zusammen gekommen sind. (Sie ist dazu überredet worden vom Mathelehrer ihm Nachhilfe zu geben.) Er kommentiert, dass es irgendwie Klischeehaft ist und er und der andere Charakter lachen drüber.



    Bei Luzifer würde ich das, spontan gesagt, aber nicht als etwas Positives darstellen. Wer die Welt nach seinen Wünschen formt, sodass sie zu seiner Identität passt, übergeht dabei natürlich die Wünsche aller anderen.

    Es geht nicht um die Welt, es geht um das "Image". Um die Wahrnehmung. Manmade Myths hat als Zentrales Thema ja, dass Dinge, an die viele Leute glauben, so real sind. Gleichzeitig ist bei mythischen Figuren der Charakter eben auch so, wie die meisten glauben. (Deswegen hat YHW solche Probleme, weil riesige Personengruppen so gegenteilige Interpretationen seines Charakters.) Und Luzifer hat dafür gesorgt, dass die Geschichten über ihn immer positiver sein werden, damit er kein Bösewicht mehr sein muss. Der gute Milton ist ihm echt ein guter Kumpel gewesen ;)


    Bei Loki ist übrigens ähnliches passiert. Nur halt mehr zufällig. Aber Loki genießt es. Er feiert es. Die Leute finden ihn geiler als Odin. Das ist doch mal was! Auf das Marvel auf ewig Filme macht!

  • Planungen laufen auf Hochtouren, allerdings betreffen diese nicht nur mein aktuelles Projekt "Kaona ola", sondern auch das nachfolgende Fanfiktions. Dementsprechend stecke ich etwas in der Zwickmühle, was die Sexualität eines Charakters betrifft:

    Während Kaona ola freundet sich Leilana mit Ira an. Sie werden gute Freundinnen. Ira ist pansexuell. Sie hat keinerlei Vorlieben, was das andere Geschlecht betrifft und würde auch Dreiecksbeziehungen eingehen. Da ist sie sehr locker drauf.


    Zuerst habe ich mir gedacht, dass ich Leilana mit Gladion verkupple, aber dann fand ich die Idee irgendwie ziemlich doof, weil (gut aussehender) Canon Charakter X OC und so. Bevor dann möglicherweise die halbe Autorenschaft "Mary Sue" schreit, hab ich von der Idee eher Abstand gehalten. Und dann kam mir die Erleuchtung: warum nicht mal Girls Love?


    Auf der anderen Seite gefällt mir aber doch die Vorstellung, Leilana und Gladion zu verkuppeln. Weil so viel Drama! Und da meldet sich der creeypige Gedanke: warum nicht eine Dreiecksbeziehung, die auf gegenseitiges Einverständnis trifft? Hat irgendwie seinen Reiz dieser Gedanke. :/ Was meint ihr dazu? xD


    Bei Unforgivable Sinner stünde dann auch teilweise Leilanas Sexualität im Vordergrund, weil sie eine gewisse Anziehung zu Ira verspürt und damit erstmal überfordert ist. Auf das Coming Out wird der Fokus liegen. Entweder ist sie zu dem Zeitpunkt in Beziehung mit Gladion oder hadert deswegen mit sich, überhaupt mit ihm etwas anzufangen. Da bin ich mir bisher noch unschlüssig.


    Allersdings bin ich mir in dem Punkt unsicher ob ich es nicht schon teilweise in "Kaona ola" anschneide. Eigentlich sollte der Fokus auf anderes liegen als Romanzen, vielleicht macht es schon mehr Sinn, dass in "Kaona ola" anzufangen? Wobei zwischen "Kaona ola" und "Unforgivable Sinner" lägen zirka Jahre. ?(

  • Rajani schrieb:

    Zuerst habe ich mir gedacht, dass ich Leilana mit Gladion verkupple, aber dann fand ich die Idee irgendwie ziemlich doof, weil (gut aussehender) Canon Charakter X OC und so. Bevor dann möglicherweise die halbe Autorenschaft "Mary Sue" schreit, hab ich von der Idee eher Abstand gehalten. Und dann kam mir die Erleuchtung: warum nicht mal Girls Love?

    Ich meine, es freut mich sehr, dass du Girls Love schreiben willst, aber man muss trotzdem nicht dauernd auf "irgendwer könnte aus irgendeinem Grund Mary-Sue schreien" oä. Rücksicht nehmen. ;)

    Du solltest durchziehen, was du selbst für richtig hältst, nicht ob jemand einverstanden wäre.


    Tbh, ich... also fände den Gedanken an eine solche Beziehung, die über ein Love Triangle hinausgeht, nicht sonderlich prickelnd, aber dir muss deine Entscheidung am Ende gefallen. ^^

    Du solltest dir halt auch überlegen, wie die anderen beiden, neben Ira, dazu stehen. Nur akzeptieren oder fügen reicht da auf Dauer nicht, wenn du ja eigentlich vollkommen hinter einer Sache stehen solltest.

  • Auf der anderen Seite gefällt mir aber doch die Vorstellung, Leilana und Gladion zu verkuppeln. Weil so viel Drama! Und da meldet sich der creeypige Gedanke: warum nicht eine Dreiecksbeziehung, die auf gegenseitiges Einverständnis trifft? Hat irgendwie seinen Reiz dieser Gedanke. :/ Was meint ihr dazu? xD

    Fände ich gut. Für mehr Poly in den Geschichten :D

    Das ist dann übrigens keine Dreiecksbeziehung mehr, sondern ein V oder eine Triade. Triade, wenn Ira (?) und Gladion dann auch etwas miteinander haben, V, wenn nur beide etwas mit Leilana haben und damit alle okay sind. :)


    Fragen dazu kannst du mir gerne stellen. ;)


    Würde übrigens eigentlich ganz gut zu Hawaii passen, wenn man bedenkt, dass im pazifischen Raum offene Beziehungen, polygamie und polyamorie relativ häufig in den Kulturen vorkamen. :P Und für die Spiele haben wir bei Pokémon glaube ich auch keine Aussagen darüber, wie das genau in Alola aussieht, oder? :P




    Ich bin bei mir gerade am Überlegen. Ich bin kurz vor dem Finale vom zweiten Abschnitt von Mosaik ("Menschen"). Ich überlege gerade, ob der aktuelle Antagonist jetzt noch mit den Hauptantagonisten zusammenarbeitet. Gleichzeitig habe ich Angst, dass er tatsächlich ein wenig zu übertrieben Böse ist. Dann wiederum hat er Spaß daran, sich so zu verhalten, weil er damit davonkommen kann. Und ich habe eine Szene im Kopf, die ich gerne schreiben würde. Und viele Szenen hat er nicht mehr, ehe er ... Nun. Blubb.

  • Alaiya


    Danke nochmals für dein Feedback dazu. ^^

    Fände ich gut. Für mehr Poly in den Geschichten :D

    Das ist dann übrigens keine Dreiecksbeziehung mehr, sondern ein V oder eine Triade. Triade, wenn Ira (?) und Gladion dann auch etwas miteinander haben, V, wenn nur beide etwas mit Leilana haben und damit alle okay sind. :)

    Ich fände es auch interessant, sich mit solch einem Konflikt auseinanderzusetzen, aber gleichzeitig hab ich dann die Befürchtung, dass es in solchen kitschigen Love Triangels wie in Bis(s) oder Tribute von Panem endet.


    Ich würde es eher so handhaben, dass Leilana den Mittelpunkt bilden und mit beiden eine Beziehung führen würde, Ira und Gladion aber eher wenig miteinander zutun haben. Da bin ich mir gerade noch unschlüssig, vor allem auch was die Motive und Zukunftsperspektive angeht. Während Ira eher die Person ist, die lockere On/Off-Beziehungen will und mehr im Hier und Jetzt lebt als an die Zukunft denkt,, ist Leilana vielmehr jemand, der eine sichere Perspektive und vielleicht sogar Kinder haben möchte, natürlich mit einem festen Partner. Sie ist da deutlich im Zwiespalt und somit mit sich auch im Konflikt, weil sie, sowohl für Gladion als auch für Ira, sexuelle Anziehung verspürt.

    Mittlerweile bin ich der Ansicht, dass Ira ihr diese Dinge nicht geben kann - und dass dementsprechend eine Beziehung zerstörerisch wäre. Sie wird die Entscheidung treffen, dass es besser ist, sich zu trennen und nur gute Freunde bleiben sollten.

    Würde übrigens eigentlich ganz gut zu Hawaii passen, wenn man bedenkt, dass im pazifischen Raum offene Beziehungen, polygamie und polyamorie relativ häufig in den Kulturen vorkamen. :P Und für die Spiele haben wir bei Pokémon glaube ich auch keine Aussagen darüber, wie das genau in Alola aussieht, oder? :P

    In Pokémon werden wir dazu generell keine Aussagen finden. Niemals. xD Leider.

    Wobei die tatsächlich tiefgründigere Beziehung wird erst nach der Handlung von Kaona ola entstehen. ^^ Leilana wird sich garantiert sehr verändern im Laufe der Zeit, vor allem nach den Ereignissen am Ende von Kaona ola.

    Hab nur daran gedacht ob ich die nicht schon in Kaona ola etwas anschneide und dann in Unforgivable Sinner - also in Johto - dann vertiefe, obwohl Kaona ola's Thema schon etwas "dunkler" und ernster werden soll.

    Fragen dazu kannst du mir gerne stellen. ;)

    Ich weiß, dass ich dich jederzeit fragen kann. <3

    Ich bin bei mir gerade am Überlegen. Ich bin kurz vor dem Finale vom zweiten Abschnitt von Mosaik ("Menschen"). Ich überlege gerade, ob der aktuelle Antagonist jetzt noch mit den Hauptantagonisten zusammenarbeitet. Gleichzeitig habe ich Angst, dass er tatsächlich ein wenig zu übertrieben Böse ist. Dann wiederum hat er Spaß daran, sich so zu verhalten, weil er damit davonkommen kann. Und ich habe eine Szene im Kopf, die ich gerne schreiben würde. Und viele Szenen hat er nicht mehr, ehe er ... Nun. Blubb.

    Und jetzt zu deinem Problemchen:

    Ich finde es durchaus interessant, wenn zum Ende hin, sowohl der Protagonist als auch der Antagonist, an den Punkt angelagen, an dem sie das gleiche Ziel verfolgen und dementsprechend in ihrer Not zusammenarbeiten.

    Es nimmt vielleicht auch dem Bösewicht etwas von seiner übertriebenen Boshaftigkeit. ^^ Also ich finde die Idee gut. :thumbup:


    Gruß,

    ~ Rajani

  • Ich fände es auch interessant, sich mit solch einem Konflikt auseinanderzusetzen, aber gleichzeitig hab ich dann die Befürchtung, dass es in solchen kitschigen Love Triangels wie in Bis(s) oder Tribute von Panem endet.

    Meinst du solche "Alibifreunde", von denen man ganz genau schon vorher weiß, dass das zum Scheitern verurteilt ist, weil sie nur da sind, um pseudo-Konkurrenz zu bilden?


    Ich hab in einem Buch mal eine Beziehungskiste gelesen, die ich recht cool fand, auch wenn die Handlung an sich sehr ... naja, sie war sehr klassisch und einfach, sagen wir es so.

    Darin geht es im Wesentlichen um drei Jugendliche, ein Mädel und zwei Kerle. Das Mädchen fühlt sich zu beiden hingezogen und die Jungen jeweils zu ihr - wobei man erwähnen muss, dass einer von ihnen der "Held" und einer so ein pseudo-Böser ist, was die Situation nochmal speziell macht. Man denkt zuerst, dass sich das Mädel ganz typisch für den Helden entscheidet - aber, sehr coole Szene, sie grabscht beide am Arm. Dass die beiden Typen sich ständig umbringen wollen, macht die Geschichte noch ein wenig ... würziger. Solche Dinge sind wirklich cool, aber ich finde, dann sollte es auch keine Zwangsentscheidung im Laufe der Handlung geben. Trennungen vielleicht, ja, aber nicht a la "am Ende muss sie sich doch entscheiden", sonst ist das Interessante daran irgendwie verfehlt. Aber da lässt sich natürlich auch viel mit Konflikten erzählen

    Walking with a friend in the dark is better than walking alone in the light.

    Oswald Cobblepot

  • Meinst du solche "Alibifreunde", von denen man ganz genau schon vorher weiß, dass das zum Scheitern verurteilt ist, weil sie nur da sind, um pseudo-Konkurrenz zu bilden?

    Unter anderem auch das, aber auch, dass es zu viel Platz einnimmt und dass diese Dreiecksbeziehung dann mehr im Vordergrund steht, als alles andere. So soll es ja auch nicht werden. Und Leilana soll sich auch nicht am Ende mit der "entweder-oder" beschäftigen (müssen). Deswegen bin ich auf die Dreiecksgeschichte gekommen, aber irgendwie hab ich in der Hinsicht eben bedenken - zu mal ich mir inzwischen nach Gesprächen mit Bastet darüber charakterspezifisch Gedanken gemacht habe. Also wie oben bei meinem Post zu Alaiyas Einwänden ich schon geschrieben hab: Leilana und Ira haben schon unterschiedliche Grundhaltungen, was Beziehungen und Zukunftsperspektiven betrifft.

  • Ich fände es auch interessant, sich mit solch einem Konflikt auseinanderzusetzen, aber gleichzeitig hab ich dann die Befürchtung, dass es in solchen kitschigen Love Triangels wie in Bis(s) oder Tribute von Panem endet.

    Na ja, wenn es für beide wirklich eine Chance gibt, ist es ja per Definition nicht so, wie in Twilight, Panem oder Co. ;)


    Das Problem, das ich üblicherweise mit Love Triangles sehe, ist eben, dass es meistens sehr klar ist, wenn die Protagonistin (oder in seltenen Fällen auch der Protagonist) wählen wird, da es sehr klar vom Plot abzulegen ist. An keinem Punkt in Twilight glaubt man, das Bella Jacob wählt, da sich alles um Bella und Edward dreht. Dasselbe gilt mit Gale, Peeta und Katniss. Gale ist eine Randerscheinung, Peeta ist die ganze Zeit da. Natürlich kommt Katniss am Ende mit ihm zusammen, weil es rein aus der Narrative so hervorgeht.


    Auch ein Problem, das ich mit Love Triangles sehe, ist eben dass sie immer sehr monoheteronormativ sind. Sprich: Es gibt nur eine akzeptable Art von Beziehung und das ist eine monogame heterosexuelle Beziehung, weshalb sich die Protagonistin zwischen zwei (cis)Männern entscheiden muss. Dem ganzen liegt nicht mal wirklich homophobie (in den meisten Fällen) zugrunde, sondern halt Heteronormativität. Aka die Weltsicht, dass es nichts anderes, als Hetero gibt. Und genau so dasselbe mit der Mononormativität.


    Anders gesagt: Du fällst mit einer V-Beziehung, die auch noch bisexuell wäre, nicht in die üblichen Probleme der Dreiecksklamotteb fällt :P


    Ich fände es übrigens auch gar nicht so schlimm, wenn das V dann später auch kaputt geht, weil eine der Beziehungen auf lange Zeit nicht hält. Beziehungen scheitern, das ist normal, ich bin absolut für den Mut so etwas auch in Fiktion reinzubringen.


    Persönlich würde es bei so einer Charakterkonstellation bei mir wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass Ira tatsächlich eher so etwas wie Friends with Benefits mit ihr auf Dauer wäre. :P


    Ich weiß, dass ich dich jederzeit fragen kann. <3

    Gut. :D


    Und jetzt zu deinem Problemchen:

    Ich finde es durchaus interessant, wenn zum Ende hin, sowohl der Protagonist als auch der Antagonist, an den Punkt angelagen, an dem sie das gleiche Ziel verfolgen und dementsprechend in ihrer Not zusammenarbeiten.

    Es nimmt vielleicht auch dem Bösewicht etwas von seiner übertriebenen Boshaftigkeit. ^^ Also ich finde die Idee gut. :thumbup:

    Ähm, nein, nicht Protagonist. Hauptantagonist.


    Moment. Ich erkläre das, was ich Plane, mal ausführlicher im Spoiler.



  • Alaiya

    Prinzipiell steht es ja schon fest wie es kommen wird; die Beziehung zwischen Leilana und Ira wird nicht auf Dauer sein, einfach weil auch ihre Motive sehr weit auseinander gehen werden teilweise. Daher liegt es nur nahe, dass die Beziehung kaputt gehen wird. Alles andere wäre zu erzwungen. Und Gladion ist in der Zeit für sie als Freund da, vor allem weil sie erfährt, dass ihr Vater an einem Herzinfarkt gestorben ist.


    Trotzdem wird die Freundschaft nicht darunter leiden, sie werden immer noch sehr enge Freundinnen bleiben. Also wäre Friend with Benefits gar nicht mal so verkehrt. Nur bin ich mir unsicher ob Gladion das so sehr gefällt, dass er seine "Freundin" teilen muss.


    Auch wenn es sowieso noch Zukunftsmusik ist (in Kaona ola wird es noch nicht thematisiert), ist meine hauptsächliche Sorge, dass es zu sehr im Vordergrund steht.


    Zu deinem Problem:

    Oops. 8| Da hab ich wohl nicht richtig gelesen. :whistling:


    Deine Szene finde ich echt schwierig. An sich gefällt mir die Idee, dass sich die Antagonisten miteinander verbunden und dann getrennte Wege gehen wieder, sobald sich ihre Interessen wieder auseinandergehen. Ich finde es aber nicht schlecht, wenn sich der "Oberbösewicht" in der Nummern-Sache einmischt. Schließlich ist er immer noch der Hauptantagonist, der seine Überlegenheit deinem Prota zeigen will. :/

  • Rajani

    Der arme Junge. Das ist irgendwie das Erste, was mir dazu einfällt, wenn er damit nicht zurechtkommt. ^^"


    Tbh, würd ich da mich auch eher auf den Plot konzentrieren. Nicht, dass du das Eigentliche aus den Augen lässt.


    Und zugegeben, ich persönlich kann mit Alola als Region nicht viel anfangen. Die dauerfröhliche und imo übertrieben offene oder lockere Art der Leute im Allgemeinem ging mir ja sowas von auf den Wecker. Diese Leute halt ich auf Dauer nicht aus, auch wenn Tali ja damit ganz niedlich ist, brauch ich das nicht von der allgemeinen Einstellung und Lebensphilosophie der Region. Nur weil die Sonne 24/7 scheint, muss man nicht 24/7 selbst strahlen. :rolleyes: :biggrin:


    Meine Frage zu Alola geht da viel mehr in eine andere Richtung: Du hast ziemlich viele Leute mit englischen Namen. Ich denke, du siehst sie als Immigranten aus und Alola als Teil von Isshu oder so? Aber hast du da auch einige Natives mit dabei?


    Alaiya

    Zitat

    Anders gesagt: Du fällst mit einer V-Beziehung, die auch noch bisexuell wäre, nicht in die üblichen Probleme der Dreiecksklamotteb fällt :P

    Ideal wäre es aber doch, wenn es einem wurst ist, ob das hetero-, bi- oder homosexuell wäre. Wieso ist ein bisexuelles Love Triangle automatisch besser oder anders? Man liest es nur seltener, aber haargenau dasselbe ist es am Ende ja doch.


    Zudem darf es ja vorkommen, dass man von Anfang an weiß wer der beiden LIs "verlieren" wird. Ich finde es nur scheiße, wenn einer der beiden sehr lange hingehalten wird und der Autor das als "Spannung" darstellt, anstatt als das, was es ist: mieses Benehmen. ^^" Mit lange meine ich, dass es wirklich auf ewig so weitergeht und man nur noch Mitleid mit dem hat, der sowieso den Kürzeren ziehen wird.

    Das kann man so machen, ist aber dann keine Romanze, die beim Lesen unbedingt Freude bereitet imo.


    Das, was ich habe und am Nähesten einem Love Triangle käme ...


    Eine Frage von mir wäre: Wieso wird eigentlich so oft darauf herabgesehen, wenn ein Protagonist passiv und eher unwillig oder reaktiv ist? Irgendwie gerät man mit der Einstellung davon, dass Charaktere dies und jenes nicht sein sollen in Gefahr immer dieselben Charaktertypen zu schreiben, denke ich?


    Also bei meiner Shiori dachte ich: Ihr Einführungsarc wird irgendwie ganz fies einfach Crybaby heißen, weil sie charakterlich genau das ist. 😂


    Meine Gedanken zu ihr:



    Tl;dr: At least, she tries.. aber zu allem wird sie so halb gezwungen? 🤣

  • Bastet

    Eben. Mein Freund hätte bei so einer Konstellation auch etwas dagegen, würde ich mal vermuten. Zu 100% habe ich diesbezüglich aber noch nicht entschieden. Da hab ich ja eh noch Zeit, bis ich mit Unforgivable Sinner anfange. :haha:


    Ich hab es mit Alola so belassen wie es auch im Original zutrifft: Besiedlung und Missionierung durch die Amerikaner und andere Nationen. Daher werden sehr wenige Menschen wirklich nur noch polynesischstämmig sein.

  • Trotzdem wird die Freundschaft nicht darunter leiden, sie werden immer noch sehr enge Freundinnen bleiben. Also wäre Friend with Benefits gar nicht mal so verkehrt. Nur bin ich mir unsicher ob Gladion das so sehr gefällt, dass er seine "Freundin" teilen muss.

    *murmel* Genau deswegen finde ich mono immer so komisch. Sie gehört nicht ihm, nur weil sie zusammen sind. Ihr Körper, ihre Sache. Natürlich kann man das ganze abmachen und alles, aber mich geht diese ganze Darstellung immer so an. Wenn sie damit okay ist, monogam zu sein, ist es eine Sache, wenn nicht, ist es aber am Ende sein Problem. 😫 Besitzansprüche ...


    Deine Szene finde ich echt schwierig. An sich gefällt mir die Idee, dass sich die Antagonisten miteinander verbunden und dann getrennte Wege gehen wieder, sobald sich ihre Interessen wieder auseinandergehen. Ich finde es aber nicht schlecht, wenn sich der "Oberbösewicht" in der Nummern-Sache einmischt. Schließlich ist er immer noch der Hauptantagonist, der seine Überlegenheit deinem Prota zeigen will. :/

    Ich habe sie jetzt so gemacht. So wird es auch irgendwie verständlicher, dass er die Nächste Szene nach dieser, wo er auftaucht, mit Blei im Gehirn endet. Er hat halt seine Grenze so massiv überschritten, dass Pakhet keine Wahl hat.


    Er ist schon sehr Izaya-mäßig geworden. *hüstel*


    Ideal wäre es aber doch, wenn es einem wurst ist, ob das hetero-, bi- oder homosexuell wäre. Wieso ist ein bisexuelles Love Triangle automatisch besser oder anders? Man liest es nur seltener, aber haargenau dasselbe ist es am Ende ja doch.

    Nicht unbedingt. Charakterdynamiken sind automatisch schon andere. Auch kommen auf lange Gesicht gesehen andere Sachen da mit rein. Gesellschaftliche Aspekte, aber teilweise auch so etwas, wie "Will ich mal eigene Kinder?" Viele Bisexuelle enden auf Dauer am Ende doch immer in einer Heterosexuellen Beziehung genau aus dem Grund. Das kann dafür Sorgen, dass das ganze Ausgeglichener ist. Ich meine, natürlich gibt es auch Homosexuelle Beziehungen, wo eigene Kinder ohne medizinische Eingriffe möglich sind (aka, wenn einer der Partner Trans ist), aber ja ... Es ist nicht die Standarddarstellung.


    Die meisten heten Love Triangles haben halt das Problem, dass es am Ende darauf hinausläuft, dass es die Wahl zwischen zwei Mal dasselbe, nur einmal effektiv in einem stabileren Kontext ist und das eine Person keine ernsthafte Option ist. (Aus welchen Gründen auch immer.)


    Love Triangles, wo beide valide Optionen mit verschiedenen Vorzügen sind und die Entscheidung der Protagonistin schwer fällt, finde ich ja durchaus noch vernünftig.


    Wenngleich mein Hauptproblem am Love Triangle meistens die Mononormativität ist. Urgh.


    Eine Frage von mir wäre: Wieso wird eigentlich so oft darauf herabgesehen, wenn ein Protagonist passiv und eher unwillig oder reaktiv ist? Irgendwie gerät man mit der Einstellung davon, dass Charaktere dies und jenes nicht sein sollen in Gefahr immer dieselben Charaktertypen zu schreiben, denke ich?

    Weil es leichter ist, mit dem Charakter mitzufiebern, wenn er ein Ziel hat, eine Motivation, die über "Überleben" herausgeht. Charaktere, die selbst Entscheidungen treffen, sind einfacher zu verstehen. Man sympathisiert leichter mit ihnen. Außerdem gibt es ihnen eben eine besondere Stellung, etwas, das dazu führt, das man mehr wie der Held sein will. Außerdem neigen Figuren, die die ganze Zeit nur reagieren, dazu, unterentwickelt zu sein. Das liegt nicht zuletzt daran, dass meistens nur Themen eine Rolle spielen, die direkt oder zumindest indirekt mit dem eigentlichen Plot zu tun haben. Daher kommt ein Prota, der keine eigenen, internen Motivationen hat, irgendetwas im Plot zu verändern, sondern nur extern dazu gedrängt wird, selten dazu, eigene Aspekte seines Charakters zu zeigen, da die Hauptaspekte, die er zeigt, nur um Kontext der Geschichte, nicht aber in seinem normalen Leben existieren.


    Ich hab es mit Alola so belassen wie es auch im Original zutrifft: Besiedlung und Missionierung durch die Amerikaner und andere Nationen. Daher werden sehr wenige Menschen wirklich nur noch polynesischstämmig sein.

    Vor allem werden viele auf die Pokémon-Welt übertragen von Kanto, Johto, Hoenn und Sinnoh kommen. Immerhin machen aktuell auf Hawaii Japaner und Ostasiaten die mit Abstand größte demographische Gruppe aus. :P

  • Uh wirklich? Irgendwie dachte ich (nur gefühlsmäßig tbh), dass iR auf Hawaii auch noch mehr mit polynesischer Abstammung sein werden. *schäm* :blush:

    Gerade Hawaii wurde stark missioniert, vorrangig von Amerikanern. Diese brachten aber auch schwerwiegende Krankheiten mit sich. Das führte dazu, dass vorwiegend asiatische Arbeiter angeworben wurden, die sich dann auf Hawaii angesiedelt haben.

    Die polynesische Religion wurde gar verboten.

    Also das hat schon sehr viel Spaß gemacht, darüber zu recherchieren. ^^

    *murmel* Genau deswegen finde ich mono immer so komisch. Sie gehört nicht ihm, nur weil sie zusammen sind. Ihr Körper, ihre Sache. Natürlich kann man das ganze abmachen und alles, aber mich geht diese ganze Darstellung immer so an. Wenn sie damit okay ist, monogam zu sein, ist es eine Sache, wenn nicht, ist es aber am Ende sein Problem. 😫 Besitzansprüche ...

    Irgendwo kann ich das aber auch verstehen. Mein Freund würde es auch nicht toll finden, wenn ich noch eine Beziehung neben ihn hätte - und umgekehrt wäre das genauso. Auf lange Sicht würde das auch nicht funktionieren, wenn der Partner Probleme damit hat. Es hat dabei nicht Mal etwas mit Besitzansprüchen zutun. Monogame Beziehungen sind - blöd gesagt - einfach Kulturgut, das so tief verankert ist, dass es sich nur schwer lösen wird. Das fängt ja schon in der Religion an, obwohl die Bibel Polygamie nicht Mal grundsätzlich verurteilt.

    Vor allem werden viele auf die Pokémon-Welt übertragen von Kanto, Johto, Hoenn und Sinnoh kommen. Immerhin machen aktuell auf Hawaii Japaner und Ostasiaten die mit Abstand größte demographische Gruppe aus. :P

    Eben. ^^ Neben den Menschen aus Unova (Amerikanern) sollte die japanischen Gruppen den zweitgrößten Anteil schon ausmachen.

    Ich habe sie jetzt so gemacht. So wird es auch irgendwie verständlicher, dass er die Nächste Szene nach dieser, wo er auftaucht, mit Blei im Gehirn endet. Er hat halt seine Grenze so massiv überschritten, dass Pakhet keine Wahl hat.

    Das ist gut. ^^

  • Rajani und Alaiya

    Nichtmal Kulturgut. Für viele funktioniert die Vorstellung alleine schon nicht. ^^"

    Wenn man die "nicht mein Problem, sondern deines"-Einstellung hat, dann kann sowas nicht funktionieren, sobald man in einer solchen Beziehung ist. Jedes Problem ist automatisch auch das Eigene. Man kann Menschen keine normalen Gefühlsregungen ausreden und wenn man jemanden liebt, versucht man doch alles zu vermeiden, was den anderen verletzen könnte und nimmt dessen Bedürfnisse iwo wichtiger als seine Eigenen.

    Mal davon abgesehen ist an "Besitzansprüchen" an sich alleine nichts falsch. Man entscheidet sich ja selbst, dass man in dieser Beziehung sein will und da gibt es eben immer auch Pflichten und beide aneinander sowas wie Besitzansprüche stellen dürfen, auch wenn das Wort echt viel schlimmer klingt, als es am Ende ist.


    Alaiya schrieb:

    Nicht unbedingt. Charakterdynamiken sind automatisch schon andere. Auch kommen auf lange Gesicht gesehen andere Sachen da mit rein. Gesellschaftliche Aspekte, aber teilweise auch so etwas, wie "Will ich mal eigene Kinder?" Viele Bisexuelle enden auf Dauer am Ende doch immer in einer Heterosexuellen Beziehung genau aus dem Grund. Das kann dafür Sorgen, dass das ganze Ausgeglichener ist. Ich meine, natürlich gibt es auch Homosexuelle Beziehungen, wo eigene Kinder ohne medizinische Eingriffe möglich sind (aka, wenn einer der Partner Trans ist), aber ja ... Es ist nicht die Standarddarstellung.

    Naja, aber auch nur, weil viele eigene Kinder haben wollen. Das ist etwas, was ich wiederrum nicht verstehe. Wieso um Biegen und Brechen Eigene?


    Alaiya schrieb:

    Weil es leichter ist, mit dem Charakter mitzufiebern, wenn er ein Ziel hat, eine Motivation, die über "Überleben" herausgeht. Charaktere, die selbst Entscheidungen treffen, sind einfacher zu verstehen. Man sympathisiert leichter mit ihnen. Außerdem gibt es ihnen eben eine besondere Stellung, etwas, das dazu führt, das man mehr wie der Held sein will. Außerdem neigen Figuren, die die ganze Zeit nur reagieren, dazu, unterentwickelt zu sein. Das liegt nicht zuletzt daran, dass meistens nur Themen eine Rolle spielen, die direkt oder zumindest indirekt mit dem eigentlichen Plot zu tun haben. Daher kommt ein Prota, der keine eigenen, internen Motivationen hat, irgendetwas im Plot zu verändern, sondern nur extern dazu gedrängt wird, selten dazu, eigene Aspekte seines Charakters zu zeigen, da die Hauptaspekte, die er zeigt, nur um Kontext der Geschichte, nicht aber in seinem normalen Leben existieren.

    Okay, ich verstehe was du sagen willst, aber meine erste Reaktion wäre irgendwo: das wäre mir ziemlich gleich. ^^"

    Ich glaub, ich bleibe eher dabei so ein paar Charaktere eher etwas passiver zu belassen. Sympathisieren muss ja nicht unbedingt sein (manche werden es sicherlich auch sa können, dunno?) und ich will mehr Charakter/Persönlichkeitsvielfalt. ^^"

    Aber danke dennoch. :haha:

  • Naja, aber auch nur, weil viele eigene Kinder haben wollen. Das ist etwas, was ich wiederrum nicht verstehe. Wieso um Biegen und Brechen Eigene?

    Biologischer Instinkt, schätze ich, wenn man das so bezeichnen kann. Ich denke, das hat weniger etwas mit zwischenmenschlicher Liebe/Zuneigung zum Kind zu tun, weil dann wärs egal, sondern damit, die eigenen Gene weiterzutragen und vielleicht dem Wunsch, jemanden als Teil von sich und aus sich selbst heraus zu erschaffen. Irgendwie so, es fühlt sich für viele vermutlich persönlicher an, wenn es die biologisch eigenen Kinder sind und man das Werden und Entstehen miterleben kann, von ganz Anfang an, sozusagen.


    Letztendlich ist die Art der Beziehung doch sowieso egal, ob mono, poly oder etwas anderes - die Beteiligten müssen sich nur darüber einig sein und bleiben. Wenn das jemand nicht mehr ist, muss darüber ... neu verhandelt werden, sozusagen.

    Ich würd diese "Besitzansprüche" auch eher als "Verbindung, die man nicht teilen möchte" bezeichnen, und das ist ja irgendwo auch verständlich. Ich meine, es ist zwar legitim, wenn jemand sagt, "ich liebe dich, aber ich möchte mich sexuell nicht festlegen". Das ist jedermanns eigene Entscheidung. Aber dass der andere das nicht so sieht, ist es ebenso.


    Wichtig fürs Schreiben finde ich eigentlich nur, dass es nicht zu solchen Pseudoentscheidungsbeziehungen a la Twilight kommt, die ja schon thematisiert wurden. Nicht aus der Natur der Beziehung heraus, sondern weil es einfach langweilig ist, wenn man schon im Voraus ahnen kann, dass der "Typ Jacob" bloß zur Deko da ist um einen nicht vorhandenen Spannungsbogen zu fördern. Kommt aber alles immer auf die genaue Umsetzung an imo.

    Ich hab ja mal ein Buch gelesen, da kämpften zwei Kerle um eine Frau - typisch, ja, ich weiß, aber der eine dann so like: '... ja, ok, du liebst sie, dann will ich euch nicht im Weg stehen.' Hängt natürlich auch von der Persönlichkeit ab, aber ich dachte nur so 'ok ... und warum genau gibst du jetzt einfach auf?' Finde ich schriftstellerisch nicht so schön, wenn so getan wird, dass sich der "Verlierer" einfach mit der Situation abfinden kann und noch alles Gute wünscht und so tut, als wär alles tutti und das der einzige mögliche Weg^^"

    Walking with a friend in the dark is better than walking alone in the light.

    Oswald Cobblepot