Fruchtsalat



  • Fruchtsalat


    When the hope of morning starts to fade in me
    I don't dare let darkness have its way with me
    And the hope of morning makes me worth the fight
    I will not be giving in tonight


    Hope of Morning - Icon For Hire


    https://abload.de/img/io0bnhmmou6k.jpg
    Quelle: We♥it


    Vorwort
    Herzlich Willkommen in meinem Topic. Ich freue mich, dass ihr hier gelandet seid und euch den bunten Mix ansehen wollt, den dieser Fruchtsalat zu bieten hat. Ich möchte euch meine Welt zeigen, die fruchtige Gedichte und saftige Geschichten beinhaltet. Als Autor, unabhängig von meinem Können, möchte ich euch unterschiedliche Charaktere zeigen, welche ich in mein Herz geschlossen habe. Ich zeige euch Gedichte sowie Geschichten, die möglicherweise aus meinem Leben stammen oder reine Fiktion sind, ihr dürft frei hineininterpretieren. Ich wünsche euch viel Spaß und hoffe innig, dass es euch hier gefallen wird.


    Hier ist mein aktuelles Update verlinkt sowie eine Übersicht, mit Verlinkungen, zu dem jeweiligen Werk.
    Weitere Informationen, zum jeweiligen Werk, gebe ich bei jedem Update mit an und auch weitere Hintergrundinfos werden dort vermerkt sein (Fandom, Inspriration, Warnungen, Genre und Ähnliches).


    Neues Update


    Copyright
    Alle hier veröffentlichten Werke unterliegen meinem Urheberrecht. Fremde Zitate, Ausschnitte oder Ähnliches werden von mir vollständig angegeben. Sollte sich ein Werk auf beispielsweise Pokémon beziehen, dann werde ich jeweilige Urheber noch einmal genau nennen. Wenn ihr meine Werke woanders zitieren wollt, mich bitte als Urheber angeben und (wenn möglich) informieren. Die Veränderung/Vervielfältigung meiner Werke, ohne Erlaubnis, ist nicht gestattet.


    Kurzgeschichten

    Gedichte

    Drabbles

    Elfchen


    Bücher


    Bücher
    Öffnen Welten
    Geschichten erzeugen Gefühle
    Realität und Fiktion verschwimmen
    Zeitlos


    Feder


    Feder
    Schwebt daher
    Oben im Himmel
    Sanft, schwerelos und frei
    Symbol


    Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, diesen Startpost durchzulesen und vielleicht besucht ihr mein Topic ja erneut. Es würde mich wirklich mit Freude erfüllen, wenn ihr einen Kommentar mit konstruktiver Kritik, eurer Interpretation oder Ähnlichem verfasst. Ich nehme Kritik liebend gerne an und werde weiterhin daran arbeiten, besser zu werden.Viel Spaß, beim Lesen meiner Werke; es bedeutet mir eine Menge.


    Herzkonfekt



  • Reue


    Seine Flügel waren schwer
    Gelähmt von dem Schmerz
    Seine Federn waren bleich
    Gestraft von der Schlacht



    Freiheit war der Beginn
    Fälschlicher Patriotismus der Schlachtruf
    Doch Krieg hat keinen Sinn
    Letztendlich Idiotismus ohne Weckruf



    Voller Euphorie kämpften sie
    Zurück kamen sie leider nie
    Familien erfüllt mit Zuversicht
    Bekamen nur eine stumpfe Nachricht



    Geblendet vom glänzenden Ruhm
    Unvollendet sein zu kurzes Leben
    Der letzte Wunsch genannt
    Wartete er gebannt



    Einmal die Familie wiedersehen
    Dieses eine Mal den Tod umgehen
    Nicht jedem bleiben Wünsche verwehrt
    Das hat der nächste Tag ihn gelehrt



    Wünsche werden nur Jenen gewährt, die wirklich an sie glauben.


    Herzkonfekt

  • Hallo! Ich freue mich schon darauf, ein paar Kurzgeschichten von dir zu lesen, aber da du noch keine gepostet hast, werde ich das Kommentar mal deinem Gedicht widmen. Es fällt auf, dass es sich dem Schein nach um ein ziemlich paszifistisches Gedicht handelt, das sich verschiedenster Symbole und Abstraktionen bedient, um seine Nachricht zu übermitteln. Diejenigen davon, die ich gefunden habe, möchte ich kurz durchgehen und in Hinblick auf das Gedicht interpretieren.
    Das Gedicht trägt den Titel Reue, was letztendlich das resultierende Gefühl ist, das man empfindet, wenn man eine vergangene Tat als Fehler empfindet, dessen Konsequenzen Trauer hervorrufen. Wenn das Gedicht so heißt, ist es also wichtig, den Fehler zu identifizieren, der für diese Reue verantwortlich ist. Ich muss zugeben, dass ich diesen Fehler nicht so leicht finden kann. Wer empfindet die Reue? Es lässt sich absehen, dass sich das vermutlich auf die Person beziehen soll, der mehrere Strophen des Gedichts gewidmet sind, also den Soldaten. Ich vermute mal, dass es sich um einen Soldaten und nicht um einen Heerführer handeln soll, weil in dem ganzen Gedicht keinerlei Hinweise darauf zu finden sind, dass sich der Protagonist von den anderen Teilnehmern der Schlacht unterscheidet. Wofür empfindet der Soldat also Reue? Wenn jemand in den Krieg zieht, wäre mein erster Gedanke in einem pazifistischen Gedicht wohl, dass er jemanden getötet hat, aber dergleichen wird im Gedicht nicht thematisiert - es geht ausschließlich um die eigene Seite der Armee und die Gegner werden nicht erwähnt und scheinen gar nicht zu existieren. Die Reue muss also in etwas anderem liegen. Nun sind es selten Soldaten, die einen Krieg beginnen, sondern eher Könige oder andere Formen von Machthabern, also ist es für einen einfachen Soldaten wohl auch schwer, den Krieg selbst zu bereuen. Bleibt einerseits übrig, dass er seine euphorische Haltung und die anderen in der zweiten Strophe enthaltenen Gefühlslagen bereut, die er zu Beginn zusammen mit den anderen Soldaten hatte, also auch die Suche nach Freiheit, oder aber dass er bereut, während der Schlacht verletzt worden zu sein, was implizieren würde, dass er nicht den Krieg bereut, sondern die Niederlage. Das Gedicht lässt keine näheren Schlüsse zu, weil dazu keine Aussage getroffen wird. Dennoch hängen beide Angelegenheiten zusammen: Ob sie nun den Krieg selbst oder ihre eigenen Verletzungen verdammen, beides lässt sich auf den simplen Fakt zurückführen, dass sie den Krieg verloren haben, was letztendlich die Frage aufwirft, ob das Gedicht wirklich pazifistisch ist oder eher aussagt, dass man einfach keinen Krieg verlieren soll.
    Geht man vom Titel weiter in die erste Strophe erkennt man das Bild eines Vogels. Das finde ich geschickt ausgesucht, da sich gut mit dem später angeführten Kriegsgrund in Verbindung bringen lässt: Der Freiheit. Es wird zwar nicht klar, ob sie in den Krieg zogen, weil sie frei waren, oder in den Krieg zogen, weil sie Freiheit suchten, aber es lässt sich beides mit Vögeln in Verbindung bringen, die allgemeinhin mit Freiheit assoziiert werden, weil sie fliegen können. Es bedeutet aber auch, dass der Vogel die Schlach gesucht haben muss, denn er hätte prinzipiell überall sein können, da er ja frei ist, doch er entschied sich, sein Glück im Krieg zu suchen. Das wirkt, wenn man das Ergebnis betrachtet, sehr törricht von ihm und ich denke das war auch so gewollt. Geht man in die nächste Strophe, bemerkt man, dass sie unter den anderen deutlich heraussticht und fast schon unpassend ist, was ich vor allem im sprachlichen Teil später nochmal genauer erläutern werde. Inhaltlich beschreibt sie die makroskopischen bzw. abstrakten Elemente des Krieges, einen Teil seines Verlaufs und seiner Wesensart. Dennoch gibt es hier einige Formulierungen, die Fragen aufwerfen. Die bezeichnung fälschlicher Patriotismus geht zunächst einmal davon aus, dass es einen richtigen und einen falschen Patriotismus gibt. Mich hätte sehr interessiert zu erfahren, worin sich die beiden unterscheiden, wobei meine Vermutung ist, dass es sich nicht um falschen Patriotismus handeln soll, sondern um übertriebenen Patriotismus oder vielleicht um unbedachten. Diese soll jedenfalls der Schlachtruf gewesen sein, also im Grunde der direkte Auslöser der Schlacht - der falsche Patriotismus hat den Beginn des Krieges oder der Schlacht verursacht. Das ist letztendlich sehr schwer zu interpretieren - Patriotismus soll die Liebe zum eigenen Land bedeuten, falscher Patriotismus somit eine falsche Liebe zum eigenen Land? Diese falsche Liebe hat die Schlacht ausgelöst, also soll es sich um Heuchler handeln, die den Krieg begonnen haben? Leute, die ihr Vaterland gar nicht wirklich lieben? Wofür kämpfen sie dann? Das wird in der nächsten Zeile erklärt: Krieg hat keinen Sinn, sie kämpfen also für nichts, doch dies ist nicht auf diesen speziellen Krieg bezogen, sondern auf Kriege im Allgemeinen. Im Umkehrschluss versucht das Gedicht dadurch wohl auszusagen, dass jeder, der für sein Land in einen Krieg zieht, dieses nicht wirklich liebt, weil er ja ein falscher Patriot ist. Die letzte Zeile nennt Krieg schließlich einen Idiotismus ohne Weckruf, und bildet damit einen Widerspruch zum Rest des Gedichts, wo es genau um den Weckruf geht, nämlich der erlittenen Niederlage, die im Soldaten Reue weckt und seinen Wunsch, wieder zu seiner Familie zurückzukehren. Laut dem Rest des Gedichts ist also der Weckruf aus diesem Idiotismus der verlorene Krieg. Die dritte Strophe bringt zum ersten Mal die Familien der Soldaten ins Spiel sowie die Mitkämpfer, sodass wieder eine neue Perspektive eingenommen wird. Die erste Strophe weist metaphorisch auf ein Individuum, die zweite auf Abstraktionen in einem philosophischen Rahmen, die dritte bringt die kollektive Ebene des Volkes hervor, wonach es in den letztn zwei Strophen wieder um ein Individuum geht.
    Danach scheint das Gedicht eine Wandlung vorzunehmen. Es geht nicht länger um Reue, wie es der Titel vermuten lassen würde, sondern diese Reue hat sich thematisch in einen Wunsch transformiert. Der große Kontrast ist: Reue ist etwas Negatives, ein Gefühl der Machtlosigkeit, das Wissen darum, verloren zu haben, selbst zerstört zu haben, woran einem unglaublich viel gelegen hat. Folge der Reue ist oft der (vergebliche) Versuch der Wiedergutmachung, also das aktive Suchen nach Vergebung, das mit eigenen handlungen verbunden ist, die konstruktiv sind und den ehemaligen Fehler weniger folgenreich erscheinen lassen sollen. Diese Muster sind jedoch in der Folge des Gedichts nicht zu finden, weshalb es sich um einen Bruch zum Titel handelt. Der Soldat tut nichts, er handelt nicht, er macht nichts wieder gut und damit lässt sich auch kaum sagen, dass er tatsächlich bereut. Stattdessen wünscht er. Der Wunsch ist charakteristisch völlig anders als die Reue, da der Wunsch keine eigene Mühe verlangt. Man wünscht sich etwas und es ist fortan an anderen, diesen Wunsch zu erfüllen, die eigene Aktivität stellt sich mit der Veräußerung des Wunsches ein, jedenfalls in diesem Gedicht: Nachdem er den Wunsch genannt hat, wartete er gebannt. Er tut nichts, um sich die Vergebung seiner ehemaligen Taten zu verdienen, sondern er wünscht sich lediglich, dass sie ihm vergeben werden und diesem Wunsch wird (vom Schicksal? von Gott?) entsprochen. Warum dem Wunsch entsprochen wird, erfährt man im letzten Vers des Gedichts: weil er wirklich an Wünsche geglaubt hat. Anstelle von eigenen Handlungen wird also der Glaube als Mittel zur Reue herangezogen.
    Nimmt man all das zusammen, wirkt die Aussage des Gedichts auf mich ein wenig verquer und kaum mehr pazifistisch. Krieg wird als sinnlos bezeichnet, doch er scheint nur negative Konsequenzen für die Seite der Verlierer zu haben, und selbst diese negativen Konsequenzen können durch den Glauben abgewandt werden. Aktive Reue spielt keine Rolle, lediglich das Sichfügen in die Abläufe der Welt und die Belohnung für diese Lethargie ist die Absolution und Erfüllung eigener Wünsche. Letztendlich wirkt das Gedicht auf mich so, als wäre versucht worden, zu viele Themen gleichzeitig unterzubringen, anstelle sich auf ein einziges zu beschränken (Reue, Krieg, Wünsche, Glaube, Pazifismus), sodass es bei sehr naher Betrachtung nicht mehr zu einer sinnvollen Aussage gelangen kann.


    Was die Sprache angeht, so fällt vor allem die zweite Strophe auf. Vergleicht man die dort verwendeten Wörtern mit anderen Schlagwörtern im Gedicht, fällt einem ein großer Kontrast auf: Flügel, Reue, Federn, Schlacht, Euphorie, Famile, Ruhm, Wunsch und Tod im Rest des Gedichts treffen auf fälschlich, Idiotismus, letzendlich, Weckruf und Patriotismus. Diese kalten, eher technischen Begriffe passen nicht zur Atmosphäre des Gedichts und fallen somit aus der Reihe, sie werfen den Leser aus der Immersion und sollten daher vermieden werden, sofern das nicht deren genaue Zielsetzung ist. Wörter wie Landsliebe, Dummheit, zuletzt oder falsch hätten das vermeiden können. In der ersten Strophe fällt außerdem die Verwendung des Worts waren auf, das aussagelos ist. Wörter ohne Aussagekraft blähen einen Text auf, und das sollte vor allem in einem Gedicht vermieden werden, wo es, wie der Name schon sagt, das Ziel ist, die Gedanken so dicht wie möglich aneinanderzureihen und viel Inhalt in wenige Zeilen zu bringen. Um das zu vermeiden, kann man das Wort mit aussagekräftigeren Verben ersetzen, in dem Falle beispielsweise: schlugen, wogen, schwankten, schwangen, glitten, pochten oder für das zweite lagen, zittern, ruhen, fielen, usw.
    Zudem sind die Tonstellen im Gedicht bisweilen eher ungeschickt gesetzt, sodass sich Stolperstellen beim Lesen ergeben (vor allem aufgrund der langen Wörter in zer zweiten Stophe).


    Soviel zu meinen Gedanken zum Gedicht. Ich fand es interessant, mir Gedanken darum zu machen, also danke dafür, dass du es geschrieben hast!

  • Hallo liebe Leser und Leserinnen; erst einmal Folgendes: Danke an alle, die bisher mein Topic gelesen haben und ich hoffe, dass es euch gefallen hat. Mit diesem Post möchte ich eine Kurzgeschichte vorstellen, die ich heute geschrieben habe. Ich bin wirklich sehr unerfahren, wenn es um das aktive Schreiben von Kurzgeschichten geht, weil es bereits eine ganze Weile her ist, seitdem ich eine Kurzgeschichte geschrieben habe. Trotzdem wünsche ich viel Spaß, ich freue mich über jegliche Kommentare, mit eigener Meinung oder konstruktiver Kritik. ^-^






    Partnerschaft


    „Du warst einfach wundervoll heute! Dafür werde ich mir noch etwas Schönes einfallen lassen, denn eigentlich waren wir die Außenseiter in diesem Wettbewerb“, rief ich Fira voller Euphorie zu. Wie immer konnte man ihr kaum etwas anmerken, doch ich wusste genau, dass sie glücklich ist. Als Trainer entwickelt man einfach eine Art siebten Sinn für seine Pokémon.
    „Das Zusammenspiel zwischen Fillia und Fira ist einfach bezaubernd! Liebe Zuschauer, wie sonst sollte man ein derartiges Schauspiel nur beschreiben?“, brüllte der Moderator in sein Mikrofon, während wir unter tosenden Applaus die Choreographie durchführten.
    „Ich weiß, es war unser erster großer Sieg, aber wir können es schaffen, das weißt du hoffentlich, Fira“, sprach ich aus, als könnten wir mit Leichtigkeit in die regionale Meisterschaft einziehen. Ja, ich konnte schnell übereifrig werden, aber bereits beim zweiten Anlauf haben wir zu zweit gewonnen und unsere erste Medaille gewonnen. Wer würde da bitte nicht motiviert sein?
    Fira tapste voller Stolz neben mir, sowas konnte man ihr ansehen; ihren Kopf hatte sie leicht gehoben und ihre Gangart war immer wieder ein Highlight für mich. Niemand hatte ein derartiges Flamara, übereifrig – ja fast schon eingebildet war sie. Vielleicht war es genau das, was uns verband. Normalerweise musste ich sie im Pokéball halten oder, wie es leider meistens der Fall war, über den Sand tragen, weil sie solche staubigen, steinigen Wege nicht ausstehen konnte. Für mich war es normal, aber die meisten hielten mich für durchgeknallt, da ich Fira wie eine beste Freundin behandelte – theoretisch war sie es sogar seit unserer gemeinsamen Reise.
    „Lass uns eine Pause einlegen“, rief ich, während die Prinzessin bereits voraus lief, um endlich zur nächsten Stadt zu gelangen.
    Am Wegesrand, direkt unter einem kleinen Baum, machten wir es uns gemütlich. Der Wind war angenehm kühl und unterstützte die traumhafte Atmosphäre, die man hier vernehmen konnte. Fernab von jeglicher Zivilisation und mitten durch einen üppigen Wald führte dieser kleine Pfad, den wir durch Zufall entdeckt hatten.
    „Du kannst den Wald ruhig durchstöbern, ich warte hier“, gab ich ihr mit einem Lächeln zu wissen. Doch sie rührte sich nicht, stattdessen sah sie mich die ganze Zeit mit eisernem Blick an, denn sie spürte, dass ich in Gedanken versunken war und nicht die ganze Zeit schwärme, wie ich es sonst tun würde. Für mich ist sie kein normales Pokémon, nein, sie schmieg sich nachts an mich, wenn mir kalt war und es ist, als könnte sie meine Gedanken lesen. Ganze acht Jahre, somit mein halbes Leben, begleitete dieses Flamara mich bereits. „Manchmal wünschte ich, dass du reden könntest oder ich zumindest deine Gedanken lesen könnte“, verkündigte ich ihr voller Wehmut – was ist denn nur los mit mir? Normalerweise verfalle ich auch nicht in dieses philosophische Gedankengut…
    Es war kein einfacher Weg bis zu diesem Moment, denn mein Vater war immer derjenige, der gegen alles war, was mit Pokémon zu tun hatte. Deswegen erhielt ich meine Kleine auch erst mit acht Jahren und nicht, wie die anderen in meiner Klasse, früher. Viele wuchsen schon sehr früh mit Pokémon auf, um später besser mit ihnen klarzukommen, aber Vater sträubte sich vehement gegen diese Vorstellung. Vielleicht war er traumatisiert von einem mir unbekannten Ereignis aus seiner Vergangenheit, vielleicht war er auch einfach schon immer verbittert. Keine Ahnung, aber wie meine Mutter es ertrug war mir schleierhaft. Die Idee, endlich die Welt zu bereisen, war viele Monate präsent in meinen Gedanken, jedoch viel die Entscheidung leichter durch ein prägendes Ereignis. Es geschah als Dad wieder wegen irgendwas am ausflippen war und ich gerade dabei war mich zu informieren, was es denn so für Kriterien gibt, bei zukünftigen Wettbewerben. Er sperrte Fira im Wandschrank ein, weil sie im Weg lag, als er versuchte sich abzureagieren - er warf sie regelrecht hinein. Für mich war das ein Zeichen, denn Fira zitterte am ganzen Körper und weigerte sich von meiner Seite zu weichen.
    Mit schiefgeneigtem Kopf – fast schon bemitleidenden Augen – blickte Fira mich an, bis sie aufstand und sich an mein Bein schmiegte. „Tut mir leid, ich weiß auch nicht genau, was heute nicht mit mir stimmt“, sprach ich mit zitternder Stimme zu ihr, kramte währenddessen in meiner Tasche und holte eine kleine Bürste hinaus. „Ich habe hier etwas für dich, schließlich wollen wir ja weiterhin Siege erringen“, überspielte ich meine melancholische Stimmung und versuchte mich gleichzeitig selbst zu beruhigen.
    Mit leichten Bewegungen bürstete ich ihr flauschiges Fell; sie liebt es, wenn sie im Rampenlicht steht und jegliche Aufmerksamkeit abbekommt, deshalb stand früh fest, dass meine kleine Diva und ich an Schönheitswettbewerben sowie Talentshows teilnehmen würden. „Weißt du was? Wir sollten uns in Bewegung setzen, schließlich wird es bald dunkel und ich will unbedingt ein schönes Bad nehmen!“, rief ich hinaus und warf die Bürste ins Täschchen zurück. Wie umgekrempelt war meine Stimmung plötzlich, während ich ihr Fell begutachtete - ich konnte es selbst nicht genau erklären. Vielleicht spielte mir die Hitze einen Streich, aber ich konnte mein Lächeln nicht unterdrücken, welches immer wieder kam, wenn ich über unsere Freundschaft nachdachte. Meine Methode schien Wirkung zu zeigen oder war es Fira selbst? Hatte ihr Ausdruck, ihr sanfter Blick etwa Auswirkungen auf mich?
    Ich weiß nicht wieso, aber es kam mir so vor, als würde sie es mir gleichtun und mich die ganze Zeit anlächeln. Obwohl man ihr nicht viel anmerken kann, was durchaus ein Vorteil sein kann, wenn es um Shows geht; schließlich überspielte sie Nervosität und Unerfahrenheit einfach mit Zuversicht. „Du brauchst nicht sprechen zu können. Ich verstehe dich so oder so und dafür bin ich dir dankbar, ich hab dich lieb Fira“, so kitschig es auch klang, als es über meine Lippen kam, es war meine Sicht und dafür brauche ich mich vor Niemandem zurechtfertigen. „Menschen und Pokémon sind keine gleichberechtigten Partner, diese Wesen sind nur nutzlose Tiere“, waren die verbitterten Worte meines Vaters, als ich ihm endlich erzählte, dass ich auf Reisen gehen würde - und ich wusste er irrt sich, wir sind der Beweis dafür.




    Herzkonfekt

  • Guten Abend (oder eher nächtlicher Spätpost...), habe mich mal wieder einem Gedicht und einer Kurzgeschichte gewidmet. Entstanden sind sie heute bzw. bereits gestern theoretisch. Der Gedanke zum Gedicht sowie der Kurzgeschichte kamen eigentlich recht spontan und da ich sowieso nichts zu tun hatte, dachte ich mir einfach mal, dass ich sie gleich umsetzen möchte. Wünsche euch viel Spaß beim Lesen und freue mich immer über neue Kommentare.





    Schattenwelt


    Aus einer Welt ohne Vergessenheit
    Mit dem Verlust bloßer Reinheit
    Benutzt durch allerlei Seelen
    Konnte niemand von uns wählen


    Kein Tag verging ohne Schmerz
    Durchstachen unser Herz
    Gehalten wie wilde Tiere
    Bettelten wir milde Liebe


    Niemand erhörte unser Flehen
    Schatten überzogen diese Welt
    Licht versuchten wir zu sehen
    Auf der Suche nach unserem Held


    Und wenn der Morgen dämmerte
    Hatte sich niemand gescheut
    Kämpfend für lang ersehnten Sieg
    Doch der Kreislauf begann erneut





    Zweisamkeit


    „Duo-Missionen sind immer noch das Schönste“, entgegnete ich Gray, während mein Lächeln nicht zu unterdrücken war. Es dauerte Monate, bis ich ihn endlich zu einem Zweier-Auftrag bringen konnte – endlich ist es soweit. „Diese Mission ist mir wirklich wichtig und du bist die beste Partnerin hierfür“, sagte er mit seiner kühlen Ausstrahlung, die mich immer zum Schmelzen brachte. Es war ein traumhafter Tag, nicht nur aufgrund des romantischen Auftrags, auch wegen der Geräuschkulisse, die die Vögel uns boten. Ein Zusammenspiel aus den schönen Vorzügen, die dieser große Wald uns zeigte; leises Rauschen, unterschiedliche Tiere und die wärmende Sonne, welche sich über uns auftat. Beste Voraussetzungen für unsere Mission, um meinen Partner zu verführen und gleichzeitig die Belohnung zu kassieren. Möglicherweise kann ich ihn ja pflegen, wenn er sich verletzt? „Geht es dir gut, Juvia?“, riss er mich aus meiner Phantasie, „du wirkst schon wieder so errötet“, fügte er hinzu. War er so besorgt um mich? „Mir geht es gut, dieses Vorhaben bedeutet mir allerdings auch eine Menge“, teile ich euphorisch mit, während eine weitere Errötung zu vermeiden galt. Hoffentlich ist es bald soweit, ich wartete nur darauf, dass er seiner ungewöhnlichen Angewohnheit nachkommt, sich auszuziehen, zumindest sein T-Shirt. Bei dem Gedanken wird mir schon fast schwarz vor Augen.


    Dieser Auftrag nimmt definitiv einige Stunden in Anspruch, aber spätestens heute Abend sollten wir zurück sein. Früh morgens machten wir uns auf, gleichzeitig mit einigen anderen, allerdings hatten wir unterschiedliche Ziele, somit sollte es keine Störungen geben, die unser Zusammensein stören. „Wie kommt es eigentlich, dass wir uns dermaßen beeilen“, unterbrach ich die unerträgliche Stille –er hatte doch wohl kein Date nach dieser Mission! „Wir haben kein Zeitlimit, die Feinde werden schon nicht verschwinden und hier können wir sicherlich einige ruhige Stellen für uns entdecken.“, mit einer Handbewegung unterbrach mein Partner mich, die mir eindeutig mitteilte, dass ich schweigen solle. Langesame Schritt, in geduckter Haltung, brachten uns einem kleinen Abhang näher. Wir bahnten uns den Weg durch das Gestrüpp, bis sich eine Lichtung vor uns auftat. „Hier muss es sein, sie tragen das Zeichen ihre Gilde, eindeutig.“, flüsterte er, während er sich seinem T-Shirt bereits entledigt hat, jedoch bleibt es wohl dabei, zumindest vorerst. Meine Nervosität konnte er sicherlich sofort erkennen, jedoch war es für ihn nebensächlich. Ein markantes Lächeln breitete sich über seinem Gesicht aus, und wo Nervosität und Anspannung sein sollten, sind nur noch Kampfeslust sowie Nervenkitzel. „Jetzt kommt unser Vorteil endlich zur Geltung, unsere Kompatibilität“, Worte, die meinen ganzen Körper mit Gänsehaut überzogen, ich durfte ihn auf keinen Fall enttäuschen.



    Wie aus dem Nichts stürmte Gray los, rannte den Hang hinunter – mit Mühe hielt ich dem Tempo stand. Ein Zelt diente den drei Magiern als Unterkunft, hier mussten sie ihre gestohlenen Waren untergebracht haben, denn wie aus Reflex positionierten sie sich direkt vor dem spartanisch eingerichteten Lager. Ihre Gesichter waren kaum zu erkennen, bedeckt von dunklen Roben, blickten sie uns an. Jetzt war der Moment gekommen, jetzt ist meine einzige Chance. „Verschwindet“, brüllte einer von ihnen und erschuf einen schnellen Blitz, dem Gray geschickt auswich. Der Rechte stürmte auf Gray zu, um in den Nahkampf zu wechseln, unterstützt durch den Blitz-Nutzer, welcher von hinten weiterhin feuerte. „Übernimm den anderen solange, ich krieg das hin“, teilte Gray mir mit, während er Schläge austauschte und sichtlich Spaß verspürte. Schwertgezogen stürmte Letzterer auf mich zu; er muss es in einem Moment der Unaufmerksamkeit erschaffen haben. Der erste Hieb durchdrang mich, wie zu erwarten, er kannte meine Fähigkeiten nicht. Mein Element ist das Wasser, mein Körper kann nicht durch psychische Einwirkung Schaden nehmen - zitternd zog jener sein Schwert zurück. „Sie…sie muss ein Monster sein!“, schrie er und ließ sein Schwert abrupt fallen. „Lass ihn nicht entkommen“, brüllte Gray, doch in diesem Moment wandelte sich sein Lächeln in ein schmerzverzogenes Gesicht um. Der Blitz traf ihn an der Schulter, zeitgleich setze der Nahkämpfer zu einem Tritt an. Wie von alleine stürmte ich los, schoss eine Wasserpeitsche auf den Ersten und zwang ihn zum Abbruch seines Vorhabens. Ich musste mich entscheiden, aber meine Gefühle dürfen keine Rolle spielen; Gray gab mir genaue Anweisungen, also muss ich mich erst um meinen Gegner kümmern. Ich drehte um, sah wie sich dieser aufmachte und die Flucht antrat. „Vergiss es“, schrie ich betroffenem nach und erschuf eine weitere Peitsche, die ihn zurück Warf. Beim Aufprall schien jener sein Bewusstsein zu verlieren, denn nach einem Aufschrei verstummte er. „Pass auf“, hörte ich hinter mir, mit einem Mal stürzte sich Gray auf mich, riss mich zu Boden. Ein Blitz schlug nur wenige Zentimeter neben meiner vorherigen Position ein – er hatte mich wirklich gerettet. Zusammen ist es ein Kinderspiel, lass uns Gebrauch von unserer Kompatibilität machen. Gemeinsam erheben wir uns, Meter vor uns standen sie nun mit düsterem Blick. „Setz alles ein, was du noch kannst, jetzt!“, posaunte er voller Eifer heraus. Sofort folgte ich seiner Stimme, die eine fast schon magische Wirkung auf mich hatte. „Water Cyclone“, ist der Beginn meines Angriffs, der eine gewaltige Menge an Wasser auswirft, welcher wirbelnd jedes Ziel erledigt. „Ice Floor“, höre ich neben mir, welches den Boden gefriert und die Mobilität der Gegner zerstört. An den Boden gefroren sehen die Feinde wohl keinen Ausweg. Der Vordermann positioniert seine Hände vor sich – eine Abwehrhaltung etwa? Plötzlich öffnet sich ein Magischer Zirkel vor ihm, dieser erschafft einen riesigen Zyklon, welcher meine Attacke stoppen soll; unterstützend zischt ein Blitz von hinten, der wohl eine Art forcierte Abwehr erzeugen soll. Bevor ich überhaupt ein Wort verliere vernehme ich den Klang von einem Lachen, welches direkt einen magischen Zirkel folgen lässt. „Jetzt ist es soweit“, lacht Gray, der mit mir beobachtet, wie mein Angriff langsam nachzugeben scheint. Mit einem Mal rast sein Eis nachvorne, eine Geschwindigkeit, die sich kaum in Worte fassen lässt und strömt in Einklang mit meinem Wasser in Richtung Gegner. Zusammen durchbrechen unsere kombinierten Fähigkeiten ihre, neutralisieren sie völlig, da sie weitaus besser harmonieren.
    Mit lautem Aufschrei gehen sie zu Boden, begleitet mit einem herrlichen Glitzern, welches vom zerstörten Eis stammt und untermalt somit unser fabelhaftes Zusammenspiel.


    Dem Sonnenuntergang entgegen, machen wir uns auf den Weg zur Gilde, nachdem wir die Besitztümer zurückgaben, die Verbrecher verhaften ließen und stolz unsere Belohnung entgegen nahmen. „Ich bin froh, dass du dabei warst, Juvia“, sprach Gray zu mir, begleitet vom Sieg geprägtem Grinsen. „Ich bin wirklich glücklich, dass du mein Partner warst und ich deine erste Wahl war, es bedeutet mir wirklich viel – wir hätten uns jedoch mehr Zeit nehmen können, finde ich“, antwortete ich, mit dem subtilen Versuch, ihn von diesem Tempo abzubringen, welches er erneut anstrebte; sogar leicht erhöht nun. „Nein, wir müssen uns beeilen, die Wette werden wir definitiv gewinnen“, rief Gray lautstark heraus. „Wette? Welche Wette?“
    „Natürlich unsere Wette, weshalb wir überhaupt gleichzeitig heute Morgen losgingen. Wir müssen Natsu besiegen und du warst die beste Partnerin, denn Lucy und er haben nicht harmonierende Fähigkeiten, im Gegensatz zu uns.“, waren seine Worte, die meine Vorstellungen zerschmetterten.
    „Die haben keine Chance, oder? Juvia? Juv…“, die letzten Worte, bis alles schwarz wurde.




    Herzkonfekt

  • Guten Abend, wird mal wieder Zeit für ein Update. (:
    Dieses Mal habe ich ein Drabble (Titel + 100 Wörter in diesem Fall) sowie ein Gedicht verfasst und hoffe, dass es euch gefallen wird. Möchte gar nicht viel (zum Gedicht) dazu sagen; es ist entstanden, als ich sehr frustriert war und deshalb dachte ich mir: „Warum nicht alles in ein Gedicht stecken?"
    Es bezieht sich nicht direkt auf mich, aber die Tatsache, dass es fast schon Alltag ist, ist ein beunruhigender Zustand. Ihr dürft frei interpretieren, wie immer natürlich. Einen schönen Abend/eine schöne Nacht/wann auch immer ihr es lest wünsche ich euch, viel Spaß. x)




    Echte Helden?

    Stolz zog er los, die Flaggen schwangen sanft durch die patriotisch getränkte Luft und Ruhm sowie auch Ehre erwarteten ihn. Scharfschützen kam nur eine Aufgabe zu: Ziele eliminieren. Ruhig lag er im Staub der Wüste, welcher vom Blut und Schweiß allerlei Verbündeten sowie Feinden benetzt war. Gleichmäßig atmete er. Das Gewehr in der Hand; gerichtet auf sein Ziel. Der Sohn des Anführers feindlicher Streitkräfte, dessen Kopf nun in seinem Zielfernrohr zusehen war. Medaillen werden seine Uniform zieren und der langersehnte Traum endlich wahr werden. Nicht mal volljährig sein Ziel, doch die Patrone bereits im Lauf. Krieg kennt schließlich keine Grenzen.




    Menschlichkeit?


    Mit dem Öffnen der knarrenden Tür
    und Verstummen allerlei Gespräche,
    betritt sie still unseren Klassenraum,
    warum fühlte es sich an wie ein Traum?


    Stilles Lachen ersetzte voriges Geplänkel,
    alle Blicke gesetzt auf ihr zierliches Antlitz.
    Auch mich zog ihr Auftreten in den Bann,
    wieso war jede Sekunde so lang?


    Ihre Haut gänzlich blass,
    jegliche Bewegung weich.
    Jeder Schritt führte sie so nah,
    war ich der Einzige, der sie derart sah?


    Was einst ruhiges Lachen war,
    ist bitterer Mine gewichen.
    Leises Getuschel, beendet durch den Lehrer,
    was bringt mich ihr nur endlich näher?


    Schneidende Kommentare erfüllten die Luft,
    „Eine Papiertüte würde ihr schon helfen“,
    „Widerlich, sowas sollte nicht zu uns gehören“,
    ist es normal, sich gegen jemanden zu verschwören?


    Zittern, starrer Blick, Schmerzen,
    jeder konnte es ihr ansehen.
    Der Versuch, es zu unterdrücken,
    konnte sie einfach runterschlucken?


    Eine lange Narbe zierte ihr Gesicht,
    grundgenug zum Ausschließen.
    Ein Zeichen ihrer Einzigartigkeit,
    weshalb erzeugt es Feindlichkeit?


    Ist dies die Natur des Menschen,
    jeden, der anders ist, zu verachten?
    Ich werde sie nicht meiden,
    lieber erlöse ich vom Leiden.




    Herzkonfekt

  • Hallöchen @Musicmelon!
    Ich dachte mir einfach mal, dass ich dir ein kleines Feedback dalasse und hoffe, dass du dich darüber freust. Zunächst einmal aber: Herzlich Willkommen im FF-Bereich und es freut mich, dass du scheinbar das Schreiben zu einem deiner Hobbies zählst (zumindest bist du ordentlich am updaten deines Topics *grins*). Ich hoffe ebenso, dass du gut im Bereich angekommen bist und dich wohl fühlst - sollte etwas sein, weißt du ja, wo du mich findest! Übrigens werde ich mir dein neuestes Drabble schnappen, weil mir das gerade beim Lesen einige Gedanken geschenkt hat, die ich dir gern mitteilen würde. o/

    Echte Helden?
    In deinem Vorwort erwähntest du da, dass es sich hierbei um ein Drabble handelt, was 100 Worte Fließtext hat und einen Titel (zwei Worte). Interessant, wenn man kleinlich sein wollen würde, wäre es natürlich nicht das klassische Drabble, aber mMn sind einem beim Schreiben keine Grenzen gesetzt! Dadurch bedingt das der Titel im Übrigen eine Frage ist, habe ich es auch sogleich in Frage gestellt; also bezweifelt, dass es sich bei der Handlung um einen wirklichen Helden handelt. Es kommt nämlich öfter vor, das Autoren dieses Stilmittel verwenden und ich habe es verdammt gern. Fragen werfen nämlich immer weitere Dinge in den Raum, über die man sich Gedanken macht. Unter anderem, warum man das Gesagte in Frage stellt oder warum man es nicht überzeugend ausgesprochen hat. Dementsprechend ist es wohl auch kein Wunder, dass wenn man von "Echten Helden?" redet, irgendwas nicht ganz stimmen kann. Und siehe da: nachdem ich das Werk gelesen habe, hat sich das in meinen Augen auch bestätigt. Anfangs bin ich etwas über die Formulierung gestolpert, da ich eigentlich viel eher damit gerechnet hätte, dass man in diesem Kontext "wahrhaftig" nimmt, also von "Wahre Helden?" spricht. Aber das du die Echtheit nimmst bzw. "Echte Helden?" ist... interessant. Im Grunde genommen keine Kritik, da beide Worte bzw. Umschreibungen korrekt sind. Ich finde persönlich nur, das "echt" ein wenig mehr auf einen Zustand eingeht (beispielsweise ob ein Gegenstand echt ist oder ein Fake -> passt btw. gut in den Werkkontext) und "wahr" in dem Fall überprüfen würde, ob man ernsthaft einen Helden verkörpert, das man voll bei der Sache ist und dahinter steht. Nun... nach genauerem Überlegen passt "echt" wohl doch etwas besser, hu? :')
    Ja, inhaltlich passiert nicht viel. Passiert in Drabbles generell nicht viel, wie auch? Sind ja nur 100 Worte, die man zur Verfügung hat, haha. Besonders interessant finde ich bei dir btw. das du einen guten Ausgleich zwischen Handlung und Gedanken gefunden hast. Ich erlebe es oftmals, dass Drabbles entweder nur aus einer Handlung oder nur aus Gedanken bestehen (ich gehöre Letzteren an; ich kann mich einfach nicht so gut kurzfassen und schreibe daher Drabbles, wenn ich tiefgründige Gedanken mitteilen möchte und da ist dann meist kein Platz mehr für Handlung xD). Bei dir hat man Beides vertreten, wobei Handlungsbeschreibungen schon überwiegen. Aber an der einen oder anderen Stelle hast du es einfach geschafft, dass man Beides hat: zum Beispiel bei den letzten drei Sätzen. Da fließen deine Hintergrundgedanken sogleich mit in die Handlungsbeschreibung ein. Finde ich echt super gemacht! Und jetzt mal im Ernst: der letzte Satz ist einfach nur fantastisch und lässt das Drabble echt verdammt gut enden. Weder der Krieg kennt Grenzen, noch die Freiheit. Aber gerade ein Krieg ist grausam, brutal und zeigt Menschen von einer Seite, bei der man sich nicht sicher ist, ob es wirklich noch Menschen sind, die da handeln. Stichwort Menschlichkeit. Ich selbst habe mir auch schon einige Gedanken zu diesem Thema gemacht und kann frei heraus sagen, dass ich es einfach abscheulich finde, es aber guten Schreibstoff bietet. Nun ja, tun wohl alle Dinge, die einen bewegen, hm?
    Stilistisch ist dein Drabble auch sehr schön; es ist einfach zu lesen und man versteht direkt was du einem sagen möchtest. Die kurzen Sätze, die du eingebaut hast, sind einprägsam und haben eine ganz individuelle Wirkung auf den Leser. Beispielsweise das "Gleichmäßig atmete er." bringt eine derartige Ruhe in das Drabble, dass man es schon fast als erschreckend einstufen könnte. Die Ruhe, mit der man in einem Krieg scheinbar problemlos das Leben eines anderen beenden kann... ich mag diesen Vergleich oder das Bild, was du damit erzeugt hast (ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt). Meinen Respekt jedenfalls dafür. Fehler sind mir im Übrigen keine aufgefallen, was davon zeugt, dass du Ahnung von dem hast, was du machst, haha. Wirklich ein gutes Werk!


    Mit diesen Worten verabschiede ich mich dann (vorerst) auch mal. Ich hoffe, wie bereits gesagt, dass ich dir ein wenig weiter helfen konnte und das du weiterhin viel Spaß beim Schreiben hast! Man liest sich sicherlich im Bereich! Bis dahin... adieu. :3
    ~ Liz

    ________________ஜ۩۞۩ஜ________________

    »Be the chaos you want to see in the world.«

    - Mollymauk

  • Guten Abend, liebe Leser und Leserinnen, wird mal wieder Zeit für ein Update und da dachte ich mir, warum kein englisches Gedicht diesmal, aber kein typisches (nach Strophen); ein Gedicht, welches mit etwas Text unterlegt ist – gefiel mir letztendlich besser bzw. tut es immer noch. Mir persönlich gefällt es irgendwie sehr, vielleicht einfach, weil es mein erstes literarisches Werk in englischer Sprache ist (englische Kurzgeschichten, aus der Schule, zählen nicht mit, finde ich, lol), oder weil es viel zum hineininterpretieren bietet, wie es Gedichte meistens/immer tun - ich bin mir da nicht sicher. Hoffentlich gefällt es euch so gut wie mir, habt viel Spaß beim Lesen und vielen Dank an alle, die dieses Topic bereits durchstöbert haben und/oder möglicherweise noch werden. Großer Dank geht noch einmal an @Kräme, für den motivierenden und zugleich hilfreichen Kommentar. (:





    Our World


    Beautiful and calm
    All at the same time
    Mizu, the youngest daughter
    Her element is water


    Always near the water and with a smile on her face, she refuses to be with other people. To swim with fish and dolphins, it was always her desire to be free. “Is it tiresome?” Don’t be foolish, she will never stop. Wouldn’t you like to be free?


    Temperamental and strong-willed
    No place where he belongs
    Horo lives with desire
    His element is the fire


    Every fight, every provocation, every way of threatening his sisters or himself – you will regret that. Horo won’t give up, he is never scared, follows his desire to be independent and even if you trick him, his sisters will protect their beloved brother. Never alone and still footloose, wouldn’t you like it?


    Spiritual and protective
    All along attractive
    Lyra gives birth
    Her element is earth


    Fragrance of the colorful flowers, connected with nature and every step gives birth to a new life. You will be safe in her arms, realize your own weakness and question your desires in front of her. Peace is her desire. “But isn’t it impossible to accomplish?” You are not connected, I see. To be linked with Mother Nature, wouldn’t you like it?


    Harsh and softly
    She can be both
    Sena will always be fair
    Her element is pure air


    A Storm, a mellow breath of air – she has a repertoire of various skills, but the moment she touches you softly and somehow takes your breath. “Taking breath with air? This makes no sense!” Have you ever felt the wind, really felt it? Listen to it, her desire is to be understood. Sliding through the sky, hover over everything, wouldn’t you like it?


    There is a bonding
    Connects those siblings
    They will face every challenge
    Just to keep worlds balance


    “I like Horo, he is the only guy, tough and different to them”. You didn’t understand, little boy, did you? You can’t separate them; they are never apart from each other. “Horo doesn’t need his sisters, he is cool and strong!” They can’t achieve their goals alone, but whom am I telling this; you don’t need anyone, right? You would like it to be a lonely fighter, am I right? “No, but his desire…it’s mine, too.” Different desires, but the same goal: Balance. “Thank you, professor.”
    I like it, you finally understand.





    Herzkonfekt

  • Was sollte man sonst kurz nach Mitternacht tun, wenn morgen die Schule beginnt, aber die Müdigkeit ausbleibt? Ganz einfach, einkuscheln und das Internet durchstöbern, und damit begrüße ich euch erneut in meinem Topic, hallöchen! Ich habe dieses Mal zwei Drabbles mitgebracht und bin immer bedacht, euch etwas zum Nachdenken zu geben, denn mit Drabbles versuche ich immer Neugier und Nachdenklichkeit zu erzeugen, aber genug davon, viel Spaß. (:




    Schwermut


    Der ernüchternde Blick in den Spiegel, getrübt durch das blasse Licht und dem Wesen vor ihm. Jeder Tag war eine Herausforderung und das Leben zeichnete sich in diesem Dasein wieder, jede verlorene wie gewonnene Schlacht des Alltags. Wofür kämpfe ich eigentlich, hört es irgendwann auf, was soll ich tun – so viele Fragen suchten nach einer Antwort, die sie vergeblich erwarteten. Ein weiterer Blick betrachtete geistesabwesend dieses Abbild vor sich, aber selbst dieses kannte keine Antworten. Langsam strich die Hand über den Spiegel, der Wunsch nach einer Reaktion trieb sie an, jedoch vergebens. Es wird Zeit. Der Alltag ruft erneut.




    Mut zur Wahrheit


    Ein Lächeln, wie man es kaum in Worte fassen kann, so rein und ehrlich. Ihre Gangart ist magisch, jedes Kleidungsstück schmiegt sich an ihren zärtlichen Körper und zugleich auch noch meine beste Freundin, schon seit etlichen Jahren. Selbe Klasse, selbe Träume und doch verkörpert sie den Stern, der mein trostloses Leben erst bereichern musste, damit ich die Vorzüge meines Daseins genießen konnte. Strahlend und so vielfältig, ja, sie ist mein Stern und niemand hält mich jetzt noch auf, macht mir Angst oder redet mir diese Gefühle aus. Lucy, jetzt oder nie, sagte ich zu mir und küsste sie endlich.





    Herzkonfekt

  • Guten Tag!


    Beide Drabbles haben mir ganz gut gefallen und zu beiden habe ich mir so meine Gedanken gemacht. Insbesondere „Mut zur Wahrheit“ gefällt mir thematisch sehr gut, weil es, wie du im Nachwort selbst sagst, eine allgegenwärtige Thematik aufgreift und weil es letztlich auch mich betrifft.
    Die Beschreibung der Gedanken der Person sind eigentlich sehr klar und deutlich: Da ist ein Mädchen, dass eine beste Freundin hat und sie als eine durchaus wundervolle Person beschreibt. So wundervoll, dass sie sich in sie verliebt. Das Leben wird aus dem trostlosen Dasein dank ihr gerissen, wobei dieses trostlos womöglich auf die Unwahrheit, also auf das nicht geoutet sein, bezogen sein könnte. Viele Menschen sind dann ja auch unter Druck gesetzt und auch ich hatte damals immer ein ungutes Gefühl, dass ich nicht zu mir selbst stehen konnte.
    Naja, und der Kuss am Ende ist dann letztlich dieser Mut dazu, den entscheidenden Schritt einerseits zu gehen, und andererseits das Risiko einzugehen, dass besagte Lucy selbst eben nicht auf dasselbe Geschlecht steht und somit die Freundschaft auf der Kippe steht. Natürlich hoffe ich es nicht, aber das Ende hast du wahrscheinlich für diesen Spielraum offen gelassen :P


    Schön gemacht!

  • Hallo @Musicmelon ! :)
    Ich dachte, ich lasse dir mal einen Kommentar da. Du bist ja sehr fleißig am Schreiben und Updaten deines Topics! Finde ich immer schön zu sehen. :) Da du im Verhältnis zu der Anzahl deiner Werke relativ wenige Kommentare erhalten hast, und auch noch niemand etwas zu deinem Topic allgemein gesagt hat, werde ich damit mal anfangen.


    ...Startpost
    Den Titel deines Topics, » Fruchtsalat «, finde ich irgendwie wirklich toll. Wie du auch sofort im Vorwort erwähnst, denkt man sofort an einen kunterbunten Mix an Früchten – oder eben verschiedenste Werke, wie man sie hier bei dir findet. Im weiteren Verlauf deines Startposts spielst du mit den Worten » fruchtige Gedichte « & » saftige Geschichten «, womit die wieder an deinen Titel anknüpfst. (Wie ich gerade sehe passt dieser ja sogar auch zu deinen Namen, finde ich irgendwie süß. :3 Außerdem verknüpfst du dich so auf jeden Fall toll mit deinem Topic. Oder eher das Topic an dich? :3) Das Zitat bzw. Der Songtext (das ist doch einer, oder?) gefällt mir ebenfalls sehr gut und bringt auch eine gewisse Fröhlichkeit zum Ausdruck. Im Tabmenu sortierst du deine Werke nach dem jeweiligen Genre – das macht einen sehr übersichtlichen und ordentlichen Eindruck, ein weiterer Pluspunkt. Alles in allem gefällt mir dein Startpost wirklich sehr! Einzig ein wenig Farbe fehlt mir, da man bei dem Titel ja sofort an etwas Buntes denkt. Aber die Gestaltung ist ja jedem selbst überlassen. :)


    Beim Stöbern bin ich an deinem letzten Update und somit an diesen beiden Drabbles hängen geblieben. Dann will ich dir mal ein bisschen Feedback da lassen!


    ...Schwermut
    Ein wirklich treffender Titel für dieses Werk, für mich klingt er fast wie ein leises Seufzen. Du beschreibst eine Person, die vor einem Spiegel steht und die sich genau diese Fragen stellt, die wohl in jedem Kopf früher oder später einmal auftauchen, Fragen über sich selbst und das große Warum. Passenderweise stehen sie beinahe genau in der Mitte des Drabbles, alles dreht sich also um sie. Die Person wartet vergebens darauf, dass sie eine Antwort darauf bekommt oder selbst eine findet. Die Adjektive, die du verwendet hast, gefallen mir sehr gut; sie beschreiben perfekt diese triste und deprimierende Situation, die man schon aufgrund des Titels vermutet und in der die Person vor dem Spiegel steckt. In deinem Drabble überwiegen die Beschreibungen, was wiederum mehr Gewicht auf die einzige Handlung legt: die Hand, die das Spiegelbild berührt. Auf mich wirkt diese Geste irgendwie ziemlich verzweifelt, als würde er oder sie Halt suchen, den er/sie nicht bekommt. Das Ende lässt du mit dem Wort » Alltag « ausklingen und ich frage mich, ob das einer der warscheinlich vielen Gründe für die Verzweiflung der Person ist? Denn der Alltag erscheint einem eben oft trist und langweilig. Beim Durchlesen sind mir einige Kleinigkeiten aufgefallen, zum Beispiel hier: » das Leben zeichnete sich in diesem Dasein wieder [...] « An sich finde ich den Satz gut gelungen, er beschreibt toll, dass das Spiegelbild vom Erlebten gezeichnet ist. Allerdings klingt der Ausdruck » zeichnete sich [...] wieder [...] « in meinem Kopf etwas unstimmig. Vielleicht schreibst du besser » zeichnete sich ab « oder » spiegelte sich wieder « ? :) Mir ist ebenfalls ins Auge gestochen, dass du durchgehend im Imperfekt schreibst, jedoch sind die letzten beiden Sätze im Präsens. Irgendwie bin ich da ein wenig drübergestolpert... War das Absicht? Natürlich kannst du es so lassen, wenn du willst! Zuletzt noch eine wirklich winzige Kleinigkeit, die du verbessern könntest: die Fragen auch wirklich mit Fragezeichen zu versehen würde sie beim Lesen noch mehr hervorheben und so auch im Kopf eine kurze Pause erzeugen. Aber wie gesagt, das ist nur eine Option.


    ...Mut zur Wahrheit
    Nun zu diesem Drabble: Es beginnt schon sehr schön, mit einem Lächeln. Die Beschreibung als » rein und ehrlich « finde ich sehr gelungen – denn was gibt es schöneres als ein absolut ernst gemeintes und eben ehrliches Lächeln? Es geht offensichtlich um diese eine ganz bestimmte Person; wenn man erstmal von ihr verzaubert wurde, hält man alles an ihr für ein kleines Wunder. Das beschreibst du mit dem Wort » magisch « und eben in der Art, wie alles auf einmal faszinierend wirkt. Die beste Freundin wird förmlich anghimmelt – jedoch wirkt es auf mich in keinster Weise kitschig. Auch eine Kunst für sich! Durch die Angebetete ergibt alles einen Sinn und man sieht auf einmal all die positiven Dinge, die einem vorher vielleicht nicht aufgefallen sind. Die gesamte Welt wird quasi zu einem besseren Ort – das typische Hochgefühl der Verliebtheit. Nun fasst die Hauptperson tatsächlich den Mut, ihre Gefühle zu offenbaren, und das nicht zuletzt durch die beste Freundin selbst. Endlich – das Wort, mit dem dieses Drabble endet, und das wohl auch der einzige Gedanke in diesem Moment ist, zumindest wäre es meiner. Mit diesem Werk hast du wirklich gute Arbeit geleistet! Alle Gefühle kommen sehr gut rüber und springen auch auf mich als Leser über; wie schon gesagt ohne kitschig zu wirken. Alles wirkt stattdessen sehr aufrichtig und ehrlich. Jedoch bin ich beim Lesen über diesen Satz hier gestolpert: » [...] jedes Kleidungsstück schmiegt sich an ihren zärtlichen Körper und zugleich auch noch meine beste Freundin, schon seit etlichen Jahren. « Mir ist bewusst, was du ausdrücken willst, jedoch wirkt es ein wenig wirr – verständlich, denn es ist schließlich keine leichte Aufgabe, bei nur 100 Wörtern. Ich versuche mal, es ein wenig umzuformulieren. Insgesamt sind es ... * nachzähl * ... 19 Wörter. Wie wäre es damit: » Jedes Kleidungsstück schmiegt sich an den zarten Körper des Mädchens, das schon seit etlichen Jahren meine beste Freundin ist. « Soweit ich richtig gezählt habe passt das von der Wortanzahl her. Beim Verbessern fiel mir auch der Ausdruck » zärtlicher Körper « auf, der mich leicht irritiert hat. Inwiefern ist ein Körper zärtlich? Eine Handlung, ein Blick kann zärtlich sein, aber ein Körper? Das habe ich so jedenfalls noch nicht gehört, aber vielleicht spielst du im weiteren Sinne auch eher auf ihre Persönlichkeit an. » Selbe Klasse, selbe Träume « - hier würde ich eher » Dieselbe Klasse, dieselben Träume « schreiben, da selbe allein fast zu umgangssprachlich ist, das fällt ein wenig aus dem Rahmen des restlichen Textes. :) Und zu guter letzt etwas kleines formelles; » Lucy, jetzt oder nie, sagte ich zu mir « - hier könntest du den Gedanken in Anführungszeichen setzen, so hebt es sich besser vom Rest des Satzes ab, da ich doch zweimal drüber lesen musste, um zu erkennen, was zusammengehört. Jedoch ist das kein Muss.


    So, das war es nun erstmal von mir, ich hoffe, du freust dich über diesen Feedback. Zwei schöne Drabbles, die du da geschrieben hast. :) Weiterhin wünsche ich dir noch viel, viel Spaß beim Schreiben, weiter so! Ich bin schon gespannt auf neue Werke von dir. :3


    Liebe Grüße,
    Faolin Gracidea

  • Hallöchen liebe Leser und Leserinnen, und willkommen zu meinem neusten Update. Die Informationen zum Werk werde ich im Nachwort vermerken, weil es mir lieber ist, wenn ihr dieses Werk erst auf euch wirken lasst und im Nachhinein die Informationen einholt. Natürlich könnt ihr frei entscheiden, überlasse ich euch. So viel lässt sich allerdings sagen: Es handelt sich um Drabbles (Titel+99 Wörter). Großer Dank geht noch einmal an @Cosi und @Faolin für die tollen Kommentare, haben mich sehr gefreut und in euren jeweiligen Tabs gehe ich noch etwas drauf ein, haha. So, das wars auch schon wieder, viel Spaß mit diesem Update. x)






    Tapferkeit


    Immer dasselbe, wieso kann man nicht einfach zuhause bleiben? Ich ertrage die musternden Blicke nicht, wie sie mich verfolgen und verurteilen. Was habe ich bitte getan, dass sie auf mich gerichtet sind? Mit einem Mal stehe ich an der Tür, betrete diesen plötzlich verstummten Raum und begebe mich zum Platz. Da, Nina blickt mich ebenfalls an, dabei hatten wir nie Probleme! Muss man denn immer aufpassen, wem man eigentlich vertraut? Ich bin es leid, ich will es nicht mehr, warum ich? Es tut mir weh und doch sieht niemand diese Wunden. Einfach mit einem Lächeln überspielen. Ich habe Angst.


    Ignoranz


    Wurde auch Zeit, dass sie kommt, wie immer zu spät. Keine Entschuldigung, provokantes Lächeln und die Aufmerksamkeit fliegt ihr einfach zu, dabei sollten sie meinen Worten lauschen - dem Unterricht beiwohnen, weil sie lernen wollen. Nicht mal meine eigenen Schüler zollen nötigen Respekt, von Lehrern verhöhnt und jeden Tag dasselbe. Es erfüllt mich mit Frustration und Tiria ist schuld, sie, die Anführerin. Dieses Verhalten wird nicht länger toleriert, ich muss ihr zeigen, dass ich die Respektsperson bin und alles wird sich in ihrer Note wiederspiegeln. Gute Noten? Sie schreibt doch sowieso nur ab. Nicht mit mir. Ich bin wütend.


    Rivalität


    Jeder bewundert sie und ich bin nicht anders. Wieso kann ich nicht so sein? Versucht mit ihr anzufreunden, ihr unterschwellige Komplimente gemacht, alles. War ich zu aufdringlich? Nina, was redest du denn da, sie nimmt dich gar nicht ernst. Kann nicht aufhören zu starren, ihre Outfits sind wunderschön, reine, ja fast perfekte Haut und dieses traumhafte Lächeln. Wie eine Königin gibt sie sich, selbst der Lehrer ist beeindruckt, man sieht es ihm an. Jetzt sind schon etliche Minuten um und ich starre immer noch, aber was ist los? Sie rennt raus? Wieder blicken alle auf sie. Ich bin eifersüchtig.


    Idealismus


    Jede Klasse besitzt ihre stereotypischen Menschen. Diejenige, die durch beeindruckende Intelligenz hinaussticht oder durch humorvolle Witze, natürlich gibt es auch eine Schönheit. Tiria ist diese Schönheit, beliebt und alles. Ja, wir sind eine reine Mädchenklasse, denn hier werden Geschlechter noch getrennt. Mädchen und Jungs gehen auf verschiedene Schulen, was durchaus ungewöhnlich ist, oder? Verändert es uns? Die Blicke, sie verfolgen Tiria, pure Bewunderung. Nur warum flüchtet diese in Tränen und wieso verkrampft sich mein Magen bei diesem Gedanken? Anders war ich schon immer, aber was stimmt nicht? Was ist dieses wundervolle Gefühl, wenn sie mich anblickt? Ich bin verwirrt.


    Angst


    Geringe Zeitspanne, viele Sichtweisen und jede ist unterschiedlich; auf ihre eigene Art, geprägt durch die Gefühle und Erfahrungen jener Personen. Warum urteilen sie mit dieser Oberflächlichkeit, wollen sie für immer in Schubladen denken? Niemand versteht Tiria, sie versteht sich selbst nicht. Sie leidet, während andere in Verschwiegenheit lächeln, um Aufmerksamkeit buhlen– suchend nach Anerkennung. Die Blicke, sie hören nicht auf. Kann niemand erkennen, wie sie unter diesen Umständen leidet? Verurteilt, reduziert auf ihr Äußeres und doch versucht sie, sich nur selbst zu schützen. Wie oft verbergen wir unser Innerstes, weil wir Angst haben verletzt zu werden? Ich bin ehrlich.





    Herzkonfekt

  • Tachchen!
    Ich wollte eigentlich schon gestern dein neustes Werk angesehen haben, kam davon aber irgendwie wieder ab. Da ich aber heute viel Zeit habe, wollte ich doch gleich mal nachschauen, was du da Schönes gezaubert hast und auch gleich einen Kommentar hinterlassen :D


    Also, dass es sich um kurze Drabbles handelt, hätte ich eigentlich ahnen können xD Die Idee finde ich aber auf jeden Fall sehr interessant und auch abwechslungsreich.
    Thematisch bin ich sehr angetan, weil es sich tatsächlich (wie du selbst sagst) um Alltagssituationen - mehr oder weniger - handelt. Zumindest beschreibst du mit jedem Drabble irgendwelche Situationen in Verbindung mit dem Gefühl in der Überschrift. Wenn wir zu uns allen ehrlich sind, dann müssen wir auch durchaus zugeben, dass zumindest eines der Gefühle jeden Tag in uns geweckt wird und unsere Handlungen beeinflussen. Ob bewusst oder unbewusst, sei mal dahingestellt. Es passiert einfach.
    Tatsächlich hast du alle Gefühle in den Drabbles sehr passend beschrieben. Vor allem die Art, wie du es machst, gefällt mir: Man befindet sich im Kopf einer beobachtenden Person, was zwangsläufig Subjektivität bedeutet und somit viele Gefühle beim Lesen auslöst. Du beschreibst also emotional Emotionen! Das lässt sich sehen und las sich sehr, sehr gut.
    Während des Lesens habe ich das Gefühl gehabt, dass die Überschrift eines Drabbles mit der Emotion im letzten Satz zusammenhängt und habe darüber versucht zu reflektieren. Und tatsächlich konnte ich da einige Verbindungen herstellen: Tapferkeit bedeutet immer ein Stück weit, sich seiner Angst zu stellen. Wut resultiert aus Ignoranz - zumindest bei der Person, die ignoriert wird. Rivalität und Eifersucht bedingen sich eigentlich in allen Fällen, es sei denn, man führt irgendwelche Rivalitäten aufgrund bestimmter Ideologien (jetzt mal in Richtung Rassismus gehend, was aber völlig an deiner Textintention vorbei geht). Idealismus kann schnell zu Verwirrung führen: Wer will man überhaupt sein? Ist es wirklich das richtige Ideal? Und warum akzeptieren andere Leute mein Ideal nicht? Naja, und dann kommen wir auch schon wieder zur Angst: Wer zugibt, Angst zu haben, ist ehrlich und kann zu sich und seinen Gefühlen stehen. Ich kann mich letztlich auch irren und diese Verbindungen will ich sehen, weil sie mich quasi anspringen xD Aber wenn es beabsichtigt war, Hut ab!


    Jedenfalls ist es dir sehr gut gelungen, ein abstraktes Thema verständlich und auf hohem Niveau herüberzubringen. Mir gefällt es!

  • Nächtliches Update mal wieder und damit möchte ich euch willkommen heißen! Freut mich, wenn ihr euch hier eingefunden habt und es würde mich erst recht glücklich stimmen, wenn ihr meine zwei neuen Werke lest. Es handelt sich um eine Kurzgeschichte und ein Gedicht (?) Ich wollte erst eine Art "Song" oder zumindest Ansätze davon schreiben, aber dann ist dieses Gedicht rausgekommen, haha (ist übrigens auf englisch). x)
    Musste es natürlich gleich posten und die Kurzgeschichte selbstverständlich auch! Freue mich über neue Kommentare und wünsche euch noch einen schönen Abend/Tag! (:





    There is the Future


    Love us, hate us, help us
    We are inside the same nightmare
    Standing there with no reaction, nothing
    Don’t forget who lifts the king


    Do you even care? What do you want?
    We will wait, we have no choice
    The past shows, but the future tells
    Our nightmare continues, this isn’t over yet


    Numb fingers, a soul that vanishes
    Clear sight and still a fog of darkness
    Whatever you do won’t aid
    Are you sure it’s a fair trade?


    Do you even care? What do you want?
    We will wait, we have no choice
    The past shows, but the future tells
    Our nightmare continues, this isn’t over yet


    Desire grows faster and faster
    It burns like fire in your own body
    Loneliness will tear you apart
    Is there still a functional heart?


    Do you even care? What do you want?
    We will wait, we have no choice
    The past shows, but the future tells
    Our nightmare continues, this isn’t over yet


    Time to crack this nightmare without any warfare
    Slowly it will fade away and take you my way
    The End is a beginning, but only we will be living
    How did we win you ask? Where should I begin?


    You didn’t care. Your greed was endless
    No time left for you, take the defeat my friend
    I always told you so, but you wanted to show
    Time to wake up, you are at the edge


    Didn’t expect us to stick together
    Your sickness let us witness
    Missing heart and soul forever
    There will be no forgiveness


    The morrow shall birth a new era and turn your empire into oblivion.





    Manche Dinge ändern sich nie



    „Einmal das Tagesgericht, bitte sehr. Ihr seht total fertig aus, gönnt euch lieber bisschen Kaffee und mir angemessenes Trinkgeld“, sagte Julia mit ihrer lockeren Art und zupfte das Kleid zurecht, welches wir schon seit Jahren anstarren durften. Die Angestellten tragen alle eines, aber da sowieso nur Julia und ihre Schwester dieses Etablissement leiten, und gelegentlich eine Aushilfe, durften wir nur altgewohnte Körper darin begutachten. Julias Devise war sowieso: Nichts mit Kunden anfangen.
    Zum kotzen, aber was soll man machen? Lachend machte sie sich auf dem Weg zum nächsten Gast, denn Stammkunden finanzierten die Bruchbude – von Nostalgie alleine lebt sie sicher nicht.
    „Bereits Mitternacht“, teilte Danny auf seine trockene Art mit, während er seinen Erdbeerkuchen sichtlich genoss. Derselbe Tisch, rund und mit Salz- sowie Pfefferbehältern versehen. Die Zeit nagte an ihm, denn diese Gaststätte hatte schon etliche Jahre auf den Buckel, aber gerade dieses nostalgische Gefühl derJugend – es war einfach fesselnd. Danny, Billy und ich kannten jeden Song dieser Jukebox auswendig, der Tresen konnte von allerlei Geschichten unserer Vergangenheit berichten und selbst bei einem derartigen Sturm wie heute; wir konnten die Welt einfach vergessen.
    „Wollen wir jetzt entscheiden, was wir eigentlich schon seit zwei Stunden schieben“, murmelte Billy vor sich hin, starrte er dabei doch die ganze Zeit Julia an. Der alte Bastard konnte sie nicht loslassen.
    „Kann ich nicht mal meinen Kuchen genießen, Billy?“
    „Er hat schon recht, wir haben nicht mehr viel Spielraum bis zum Morgen“, musste ich Billy zustimmen, dieses eine Mal hatte dieser hoffnungslose Fall das richtige Gespür.
    „Muss wirklich ernst sein, wenn du diesem Trottel zustimmst“, lachte Danny und verschlang den Rest seiner Mahlzeit. Ich hatte meinen Teller mit Waffeln nicht mal angerührt, da war dieser wandelnde Essensverwerter bereits fertig.
    „Hey, so nicht, du Vielfraß“, protestierte er lautstark, immer den Blick aufJulia gerichtet, schließlich könnte er sie ja beeindrucken und männlich wirken. Doch Julia kannte uns, sie wusste alles und kannte auch unsere Arbeit. Vielleicht war genau jenes der Grund dafür, dass sie niemanden von uns in ihr Privatleben lassen wollte. Mit einer kleinen Tochter, gerade erst 8 geworden, kämpfte sie sich tapfer durch den trostlosen Alltag. Geld nahm sie niemals an, naja, sie wusste woher dieses kam und stolz sind wir ebenfalls nicht drauf.


    „Ich bräuchte ein Messer, geht schnell und ist leise“, ja, so war unser Danny, seine liebste Methode.
    „Kam ja wie aus der Pistole geschossen, finde ich so besser“, warf ich ein und lugte um die beiden herum, um zu sehen, ob jemand möglicherweise unseren Worten lauschte. Nichts. Nur hinter mir saßen ein Ehepaar und zwei Jungs, die allerdings außer Reichweite lagen. Die hatten wir schon beim hineingehen bemerkt, schließlich waren wir bereits mit einem Ziel hierher gekommen.
    „Ich wurde heute in eine Falle gelockt, passiert eigentlich nur Anfängern,ist aber effektiv“, schmatzte Billy und lachte dabei. Der Clown wird sich nie ändern.
    „Was ist eigentlich mit der Familie?“, hörte ich da etwa einen sentimentalen Unterton an Dannys Stimme?
    „Ein zehnjähriger Sohn und eine Frau, was soll sein“, Emotionen mussten verhindert werden, es war meine Pflicht.
    „Warum sind diese Schicksale immer so eng miteinander verbinden? Wir stürzen sie einfach wieder in die Einsamkeit, wie immer“, ließ Billy die Codewörter fallen. Spinnt er denn total?
    „Du bist verrückt geworden, manchmal hören Leute zu, das weißt du!“ brüllte ich ihm zu und schlug die flache Hand dabei auf den Tisch, um den Ernst der Lage deutlich zu machen.
    „Ich bin es satt. Letztens war es bereits das letzte Mal, jetzt muss wieder ein Zeuge draufgehen.“
    „Gut, Risiko, wie du willst. Vergessen wir die Codewörter. Warum wirst du plötzlich so sentimental?“
    „Warum schweigt Danny wohl die ganze Zeit? Er weiß, dass ich recht habe.“
    „Sprachlos. Aufgrund von deiner Dummheit!“
    „Ich hab genug gespart und mein Gehalt, ich brauch vor nichts Angst zuhaben.“
    „Du bist so naiv. Er wird gegen uns ebenfalls aussagen und dann bist du deinen tollen Job los, schneller als du Julia auf den Arsch glotzen kannst“
    „Lass Julia da raus, sie leidet darunter“
    Wurde dieser Idiot jetzt wirklich sentimental? Ließ unser Lügengebilde einfach einstürzen? Vielleicht sogar gegen seine besten Freunde aussagen? Nein. Billy würde sowas nicht tun. Aussteigen kann er ebenfalls nicht, also was ist es nur – doch nicht Julia schon wieder? Ich hatte schon die Befürchtung, dass sie sich eingemischt hat und Billy, als schwächstes Glied, beeinflussen wollte. Er schrieb ihr Gedichte, beschützte sie vor aufdringlichen Kunden und konnte seinen Blick nicht von ihr abwenden. Niemand konnte es ihm verübeln, schließlich war Julia durchaus attraktiv. Und Billy hatte eine recht sportliche Statur, im Vergleich zu Danny und mir allemal.
    „Wisst ihr, dass ich sie unsterblich liebe?“
    „Natürlich, jeder Trottel sieht es“, hallten Dannys und meine Stimme im Einklang, um kurz darauf in herzhaften Lachen zu verfallen.
    „Bin gleich wieder da“, erhob sich Danny, um draußen zu rauchen. Mitten im Regen, aber ein kleiner Vorbau schützte ihn, welcher sich ein Meter über die äußeren Wände der Gaststätte erhob.
    „So. Jetzt sind wir allein. Du kannst nicht aussteigen und damit hat sich die Sache“
    „Hörst du ihre Stimmen? Ich höre sie seit Jahren und bin es leid“
    „Sie hören niemals auf, aber wen kümmert das? Sie haben es nicht anders verdient“
    „Also spielen wir weiterhin Gott?“
    „Gott? Wir sind seine Richter und du warst es damals genau so leid wie wir.Die Typen verhaften, damit sie am nächsten Tag weiterhin dealen, morden und was sonst noch“
    „Meinst du, ich hab noch eine Chance?“
    „Vor Gott? Nein.“
    „Bei Julia meine ich.“
    Billy war schon immer der sensible Träumer von uns und doch entschied er sich ebenfalls für diesen Weg. Auch er hatte Leute auf den Gewissen, aber Julia bot ihm eine Art Rettung. Sie stellte für ihn alles dar, woran er immer glaubte. Sie war optimistisch, obwohl ihr Leben keinen Anstand machte ihr dabei zu helfen. Kitschig, aber ich beneidete Billy für diese helfende Hand, denn Julia hegte auch Gefühle, doch mit ihrer Ausrede: Kunden seien Kunden und nicht mehr– hatte sie doch nur Angst um ihre Tochter.
    Danny gesellte sich wieder zu uns und schien ohne Anwesenheit, die Lage beurteilen zu können.
    „Du willst sie nur ins Bett kriegen und dafür gibst du alles auf? Bringst uns in den Knast und hoffst auf einen Deal von der Staatsanwaltschaft, oder?“,schrie ich ihn an, war es mir doch egal wer uns hörte.
    „Polizisten sollten ihre Grenzen kennen, weißt du nicht mehr?“, klang Danny nun auch schon melancholisch und blickte auf seinen leeren Teller.
    „Du auch noch? Ihr Beiden seid doch völlig durchgeknallt“, flüsterte ich,damit die musternden Blicke von den anderen Gästen endlich abließen.
    „Sie weint, gut gemacht. Ich werde mich von ihr verabschieden“, seufzte Billy.
    „Ich hab mich per Handy schon von ihnen verabschiedet vorhin, das ganze findet heute endlich sein überschüssiges Ende“
    „Was stimmt nicht mit euch? Wer hat euch gegen mich aufgebracht? Erst einehalbe Stunde zuvor planten wir zusammen.“
    „Wir dachten, bei Tochter und Frau würde es klingeln, aber Irrtum.“
    „Lass die alten Geschichten, sie sind Vergangenheit!“
    „Rache ist eine wundervolle Ausrede, ich weiß, aber bringt niemanden ins Leben zurück“, zuckte Danny mit den Schultern und wirkte erleichtert, als würden schwerwiegende Worte seinen Mund verlassen, die er seit Jahren loswerden wollte.
    Stille durchzog die nächsten Minuten und ließ mich in Erinnerungen schwelgen - wusste ich meine Entscheidung doch bereits.
    „Und, immer noch dagegen? Willst uns ebenfalls umlegen?“
    „Nein, ich gebe euch eine zweite Chance“, zischte ich genervt und machte mich auf. Hatte ich diese Idioten doch in mein Herz geschlossen und wusste, dass sie anders sind.


    Am 28.10.2010, um 10.00 Uhr, wurde James Bluen tot in seiner Wohnung gefunden. Mit einem Kopfschuss aus seiner Dienstwaffe, die ihn auf unzähligen Einsätzen begleitete, tötete sich dieser selbst und hinterließ einen Abschiedsbrief. In diesen zählte er die Gründe für seinen Selbstmord auf. Nach Aussagen der Polizei, tötete er den Börsenmakler Thomas Wirlan zwei Stunden zuvor, gab weitere Morde an Opfern zu, welche er aufgrund von Selbstjustiz tötete und verabschiedete sich in besagtem Brief von seinen Freunden. Nach polizeilichen Angaben handelte James alleine und konnte mit der Schuld nicht mehr umgehen. Nach dem Tod seiner Frau und Tochter 2008, schien sein Verhalten instabiler zu werden und seine Psyche veränderte sich nach und nach.




    Herzkonfekt

  • Hallo Musikmelone,


    du versammelst hier ja allerhand Obst und da möchte man natürlich auch gerne einmal reinsehen. Angetan hat es mir dabei das neueste Update mit der Geschichte Manche Dinge ändern sich nie, die ja einige interessante Ansätze bietet. Das heruntergekommene Restaurant erweckt den Eindruck einer eher düsteren Atmosphäre, wie man sie häufig in Filmen sehen kann und die nicht selten Treffpunkt für so manche Untergrundorganisation ist. Das trifft in diesem Fall zwar nur bedingt zu, allerdings kommt mit der Tatsache, dass es sich bei James wohl um einen Polizisten handelt, ein interessantes Detail hinzu. Denn schließlich muss es einen Grund geben, dass er als Wachmann im Dienst eigenständig Personen stellt und richtet und hier kommt eben der Tod von Frau und Tochter ins Spiel. Du hast den Handlungsbogen sehr raffiniert gespannt, da man gewisse Details erst im späteren Verlauf erfährt; eben die angesprochene Rache und daraus resultierend seine Entscheidung. Wie seine Komplizen in dieses Bild passen, wird nicht weiter behandelt, was etwas schade ist, da ihnen so ein gewisser Hintergrund fehlt. Besonders Dannys Motive in der Gruppe sind kaum zu erahnen, aber wie sagt man so schön: Stille Wasser sind tief. Dadurch, dass er einige gute Antworten liefert, bringt er sich ebenfalls gut ein.
    Die Geschichte hat mich insgesamt gut unterhalten. Ich möchte dir aber gerne nahelegen, dass du bei Gesprächen eventuell öfters darauf hinweist, wer gerade spricht. Zwar hast du Einwürfe seitens Danny immer erwähnt, jedoch fand ich es teilweise schwierig zu bestimmen, ob nun James oder Billy gesprochen hat. Das nur nebenbei erwähnt. Übrigens, am Ende der wörtlichen Reden, bei denen keine Begleitsätze folgen, fehlen oftmals die Punkte.



    Ich hoffe, der Kommentar hat dich unterhalten und man liest sich sicher bald wieder. Bis dahin!



    ~Rusalka

  • Hallo Melone,
    es ist zwar dann leider nicht mehr ganz Samstagabend geworden (ein Spieleabend bei Freunden war ein wenig sehr viel ausufernder als gedacht, deswegen hat sich das alles ein wenig verzögert ^^"), aber es ist ja immerhin noch Wochenende, von daher zählt das dann ja vielleicht trotzdem noch so halb ^-^ Ich hab mir jetzt mal dein Gedicht "Schattenwelt" rausgepickt, da dies einerseits noch unkommentiert ist und ich andererseits einfach beim Durchstöbern deines Topics daran hängen geblieben bin. Aber genug der Vorreden: Viel Spaß beim Kommi, der vermutlich größtenteils aus wilder Interpretation bestehen wird, haha ^-^


    Schattenwelt
    Als ich das Gedicht gelesen habe, hat es mich irgendwie sofort an eine mittelalterliche Schlacht erinnert und auch als ich verschiedene, mögliche Interpretationshypothesen durchgegangen bin, kam ich von diesem ersten Eindruck nicht weg. So waren es für mich zunächst einfache Leute oder sogar Sklaven, die in den Krieg gezwungen wurden, bis diese erste Hypothese dann von derjenigen abgelöst wurde, auf die diese Interpretation aufbauen wird. So könnte es in dem Gedicht um Erze gehen, welche zu Schwertern geschmiedet wurden und nun unfreiwillig in einem Krieg zum kämpfen genutzt werden.
    Betrachten wir also zunächst den Titel des Gedichts, da dieser meistens eine wichtige Rolle im Hinblick auf die Bedeutung hat. Schattenwelt steht in diesem Fall sowohl für die Welt, aus der die Erze stammen, wie auch für die Welt, in der sie dann später leben. Während sie noch unter der Erde liegen, unentdeckt und friedlich ihr Dasein fristet, leben sie in einer Welt ohne Licht, welche demnach quasi aus immerwährenden Schatten besteht. Wenn sie dann als Schwerter über der Erde leben, könnte man eigentlich meinen, ihr Leben bestände nun aus mehr Licht. Allerdings wird dieses mögliche Licht von dem vielen Leid, welches sie auf Schlachtfeldern sehen, derartig gedämpft, dass sie ihre Umgebung trotzdem als eine Welt voller Schatten empfinden.
    Aus einer Welt ohne Vergessenheit
    Mit dem Verlust bloßer Reinheit
    Benutzt durch allerlei Seelen
    Konnte niemand von uns wählen
    Mit dieser Strophe beginnt das Gedicht und macht gleich zu Anfang klar, wie die Meinung der personifizierten Erze zu den Ereignissen ist. Sie stammen aus einer Welt, in der nichts vergessen wird, da sie eigentlich Unendlichkeiten lang in der Erde ruhen würden und es da nicht wichtig ist, in Erinnerung zu bleiben, weswegen auch Vergessenheit einfach keine Rolle spielt. Dies stellt auch ein Stück weit einen Kontrast zu der Welt dar, in der sie dann als Schwerter leben, da die Menschen dort versuchen in Erinnerung zu bleiben, wenn sie einmal nicht mehr sind, wodurch dies einen gewissen Stellenwert für sie einnimmt.
    Ihre ursprüngliche Welt empfinden sie als natürlich, weswegen das Wort Reinheit im zweiten Vers auch in dem Fall auch als "Ursprünglichkeit" gedeutet werden kann. Wenn die Erze dann weiterverarbeitet werden, empfinden sie dies als würden sie ihre Natürlichkeit verlieren, womit analog der Verlust der Reinheit einher geht.
    Der dritte Vers verdeutlicht dann auch noch das Verhältnis zwischen den geschmiedeten Schwertern und denjenigen, die sich ihrer bedienen. Sie werden benutzt anstatt mit den Kämpfern zum Beispiel zusammen gegen den Feind zu stehen. Demnach werden sie nur als Mittel zum Zweck betrachtet und stehen unter denjenigen, die sie benutzen. Von Ebenbürtigkeit oder Brüderschaft ist nichts zu erkennen, was eventuell ein Stück weit den verbittert wirkenden Tonfall des lyrischen Ichs erklärt.
    Kein Tag verging ohne Schmerz
    Durchstachen unser Herz
    Gehalten wie wilde Tiere
    Bettelten wir milde Liebe
    Die zweite Strophe beschäftigt sich dann damit, wie das lyrische Ich sich fühlt. Im ersten Vers wird dabei zunächst auf die physische Verfassung eingegangen, die von täglichem Schmerz gezeichnet ist. Dieser physische Schmerz könnte durch Schrammen und Kerben entstehen, die ein Schwert nun mal in einer Schlacht abbekommt. Da diese Schmerzen anscheinend auch jeden Tag auf das lyrische Ich zukommen, kann davon ausgegangen werden, dass der Krieg erbittert lodert und es keine Verschnaufpause für die Schwerter gibt, da sie ständig gebraucht werden.
    Der zweite Vers gibt anschließend wieder, wie das lyrische Ich sich abgesehen von seinem physischen Schmerz fühlt, wenn es tagtäglich mit allerlei grausamen Bildern konfrontiert wird. Schwerter haben die Aufgabe andere zu töten, was beispielsweise durch ein durchbohren des gegnerischen Herzen geschehen kann. Nun aber heißt es, dass ihre eigenen Herzen durchstochen werden. Dies deutet darauf hin, dass sie selbst unter dem Leid leiden, was sie unfreiwillig verursachen.
    Die letzten beiden Verse der Strophe kritisieren dann noch, wie die Schwerter untergebracht werden. Vielleicht stehen sie in einer dunklen, kalten Waffenkammer oder sie liegen in einem nassen Zeltlager irgendwo. Wo auch immer sie sich befinden, es scheint kein sehr schöner Ort zu sein. Und auch hier kommt wieder das Verhältnis zwischen Schwert und Kämpfer durch, indem durch den Vergleich mit Tieren deutlich wird, dass die Kämpfer über ihnen stehen.
    Beim letzten Vers muss ich aber sagen, stört mich die ungewöhnliche Formulierung ein wenig, zumindest bin ich beim Lesen drüber gestolpert. Vielleicht hätte man so etwas wie "Bettelten wir mild um Liebe" oder so nehmen können, auch wenn die Bedeutung vielleicht um einen Hauch dann anders ist.
    Niemand erhörte unser Flehen
    Schatten überzogen diese Welt
    Licht versuchten wir zu sehen
    Auf der Suche nach unserem Held
    Wie bereits erwähnt, als es um den Titel ging, ist es für die Schwerte wie als seien sie in einer Welt aus Schatten, da die grausamen Szenen auf dem Schlachtfeld alles überdecken. Während dabei das Stöhnen und Flehen der verwundeten Menschen eventuell noch vernommen werden kann, sind sie dazu verdammt, von niemandem gehört zu werden. Vielleicht würden sie gerne darum bitten, dass alles ein Ende hat, aber ihre Bemühungen sind aussichtslos und so sehr sie auch flehen würden, es würde sich deswegen nichts ändern.
    Als zumindest kleiner Trost wird dann ein Ritter als Besitzer eines Schwertes vorgestellt. Zwar würde man sie nach wie vor für das Töten benutzen, allerdings würden sich ihre Umstände eventuell ein klein wenig bessern. Als Schwert eines Ritters würde es vielleicht einen Namen bekommen und regelmäßig und gut gepflegt werden. Im Anbetracht dessen, dass durch die vorherigen Strophen klar wurde, dass es dem lyrischen Ich nicht sonderlich gut geht, würde es seine Situation um einiges verbessern, wenn ein Ritter es in Schlachten schwingen würde. Daher stellt dieser Traum für es einen Lichtblick dar und es sucht noch seinen heldenhaften Ritter, der ihm zu einem besseren Leben verhilft.
    Und wenn der Morgen dämmert
    Hatte sich niemand gescheut
    Kämpfend für lang ersehnten Sieg
    Doch der Kreislauf begann erneut
    Die letzte Strophe des Gedichts thematisiert nun den Zeitpunkt nach einer erfolgreichen Schlacht. Das lyrische Ich empfindet das Ende einer Schlacht zunächst als eine Erleichterung, weswegen es ihm scheint, als würde die Welt ein wenig heller werden. Dies wird durch das Symbol des Morgens verdeutlicht, bei dem der Tag die Nacht verdrängt und es langsam ein wenig heller wird.
    Obwohl es ihnen zu wider ist haben die Schwerter alles gegeben und hart gekämpft. Anstatt aber einer Belohnung oder einer Besserung ihrer Situation erwartet sie bloß die nächste Schlacht. Die Illusion eines Ritters, der ihre Umstände ein wenig bessert, wird enttäuscht und fast schon resigniert endet das lyrische Ich damit, dass alles wieder von vorne beginnt. Ein Ausweg aus der Situation ist also nicht gegeben und die Hoffnung, dass dies vielleicht die letzte Schlacht gewesen ist, zerfällt.
    Bevor dieser Kommi aber seinem Ende zugeht, sollen auch das Metrum und das Reimschema noch einmal in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt werden. Was das Reimschema angeht, so ist es weder durchgängig noch einheitlich (aabb, ccde, fgfg, hiji), lässt sich aber sehr schön in Bezug auf die Schwert-Hypothese interpretieren. Die unterschiedlichen Reimschemata stehen für die unterschiedlichen Stadien im Leben eines Schwertes. Zunächst haben wir zwei einfache Paarreime, die für die natürliche und in gewisser Weise auch einfach Form als Erz stehen. Danach kommt in der nächsten Strophe erst ein Paarreim und dann zwei Weisen, die sich auf keinen anderen Vers im Gedicht reimen. Zu diesem Zeitpunkt wird das aus der Erde gewonnene Erz (der Paarreim) dann mit anderen Metallen vermengt, um gewisse Eigenschaften zu verbessern, allerdings liegen alle Komponenten bisher eher noch einzeln vor. Als drittes folgt dann der Kreuzreim, wenn das Erz sich mit den anderen Metallen wirklich vermengt hat und zu einem homogenen Gemisch geworden ist, sodass es zumindest optisch als Einheit erscheint. Das vierte und letzte Stadium stellt dann mit seinem hiji-Reimschema den Zerfall dar - ein Teil des Kreuzreimes ist noch erhalten geblieben, währen der andere Teil schon kaputt gegangen ist.
    Zu guter Letzt kommt noch das Metrum an die Reihe. Am ehesten könnte man es noch mit einem Daktylus versuchen, allerdings passt auch dieser nicht so wirklich und an einigen Stellen harkt es. Ein freier Rythmus trifft es demnach am besten. Ein durchgängiges Metrum wäre meiner Meinung nach noch schön gewesen, weil es meistens für einen guten Lesefluss sorgt.


    Insgesamt hat mir das Gedicht aber gut gefallen und ich hatte eine Menge Spaß dabei, diese Interpretation auszuarbeiten (ich hab darüber sogar ganz vergessen, dass ich heute noch ne Nachhilfeschülerin hatte, bis sie dann an der Tür stand und geklingelt hat; ich hab bisher noch nie vergessen, dass einer meiner Nachhilfeschüler kommen wollte xD), auch wenn ich mir ziemlich sicher bin, dass du beim Schreiben eine andere Interpretation hattest. Da würde mich übrigens mal interessieren, wie du dein Gedicht eigentlich interpretieren würdest =3
    Ich hoffe, du hattest deinen Spaß beim Lesen dieser Interpretation und es wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich in diesem Topic einen Post verfasst hab ^-^
    Liebe Grüße,
    Caroit

  • Guten Abend, liebe Leser und Leserinnen und somit herzlich willkommen zu einem neuen Update meines Topics. Ich habe hier sogar mehrere Werke, denn sowohl eine Kurzgeschichte, eine Wettbewerbsabgabe (Wettbewerb 18: - Reizwort-Drabble) wie auch ein Double Drabble. Zur Kurzgeschichte möchte ich keine weiteren Infos geben, da sie viel auf Spannung basiert (die hoffentlich auch rüberkommt) und ich natürlich nichts vorwegnehmen möchte. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und vielleicht hinterlasst ihr ja einen Kommentar, wenn ihr wollt; würde mich wirklich freuen. Großer Dank geht noch einmal an @Caroit und @Rusalka für die schönen Kommentare. ^-^








    Nicht enden wollende Neugier



    „Was mache ich hier eigentlich?“, sprach sie mit zitternder Stimme zu sich selber und versuchte mit leisen Schritten, die Tür zu erreichen. Waren es überhaupt Türen? Sie war sich selbst nicht sicher, ob die vermeintlichenTüren nicht eher große Tore waren, welche sich vor ihr langsam aufbauten. Um sie herum war reines Ödland, die alltägliche Zivilisation lag gefühlte fünf Kilometer von ihr entfernt, dabei war sie gerade einmal zwei Stunden unterwegs. „16, schlank und ein trägerloses Top sowie eine Jeans – ich bin das perfekte Opfer für einen Mord“, spöttelte sie vor sich hin, um die Angst irgendwie zu vertreiben. Warum musste die Neugier denn immer überwiegen und die Angst verdrängen; es spuckte in ihrem Kopf herum und hörte einfach nicht auf. Langsam, den Atem so flach wie möglich haltend, öffnete sie die übergroße Tür, welche mind. zwei Meter breite faste und dessen Höhe noch weiter hinaufreichte.
    „Tommy hatte Recht, die Tür ist nicht mal schwer und auch nicht abgeschlossen“, murmelte sie und ein keckes Grinsen zierte sogleich ihr Gesicht. Ein beunruhigend sanfter Wind untermalte die Atmosphäre, die durch jenes brüchige Gemäuer und die abgestorbenen Pflanzen entstand; zu einfach, dachte Sarah sich, doch ihr Ansporn wuchs unermesslich weiter. Jetzt bereits morsch gewordenes Holz wurde für die Konstruktion des Gebäudes verwendet und der Zahn der Zeit nagte nicht mehr, er biss sich bereits hindurch. Fenster? Völlig undurchsichtig, durch die Staubschicht und diversen anderen Dingen, über die Sarah lieber nicht nachdachte.
    „Zeit für eine nette Erkundung“, ließ sie das Haus wissen, zog noch einmal ihren Zopf zurecht, damit die dunkelbraunen Haare ihr nicht später zur Last werden konnten und wagte sich langsam hinein. Drei Etagen, ein Keller sowie Dachboden erwarteten sie; hatte Sarah bereits im Internet geforscht und versucht, durch das Amt weitere Informationen einzuholen, aber viel gab es dort nicht mehr.
    „Ich mache die Tür selber zu, dann musst du mich nicht erschrecken“, stichelte sie und schloss lautstark die Tür hinter sich. Typisch für Sarah, sie ließ sich nicht beeindrucken und fühlte sich durch etliche Filme gestärkt, die sie nicht annähernd forderten – keine Gänsehaut, seit zwei Jahren. Horror ihr liebstes Genre, aber sowas konnte sich jeder denken, wenn er ihren Geschichten lauschte. Sie liebte es, Tommy, ihrem besten Freund, die schauderhaftesten Geschichten zu erzählen. Selbst vor ihrer kleinen Schwester machte sie nicht halt, neun Jahre war jene erst geworden, jedoch entschärfte Sarah bei ihr immer. Nicht nur Mutter wäre sonst sauer, nein, sie wusste genau, dass es traumatisch sein kann, wenn Kinder solchen Dingen zu früh ausgesetzt werden. Ihr Vater quälte sie als Kind regelrecht mit diesen Dingen und dadurch wuchs nicht nur ihre Angst – irgendwann verschwand sie sogar gänzlich. Leidenschaft formte sie aus ihr und niemand ahnte es, bis man ihren Lauten lauschte. Äußerlich wirkte sie normal, niedlich nannten sie Fremde häufig, jedoch wurden sie schnell durch ihre übermütige Art gebremst – fast schon überrumpelt.


    Ein leises Knarren begleitete jeden ihrer Schritte, würde das Holz vielleicht nachgeben und sie in den Keller reißen? Verbirgt sich hier etwas Tolles, Wertvolles? Allerlei Fragen tummelten sich in ihrem Kopf und ein Lächeln wich nicht mehr von ihren Lippen.
    Ein langweiliges Badezimmer und bilderloser Flur lagen bereits hinter ihr, als sie die Küche betrat.
    „Wenden wir uns dem Kühlschrank zu.“
    Staubüberzogen stand er geradewegs an der Wand vor ihr, ein leerer Tisch mit vier Stühlen links von ihr und die Küchenzeile rechts. Gemütlich, dachte Sarah sich und ignorierte die Spinnen sowie unbekannten Insekten, die sich hier verteilt hatten. Unbeeindruckt machte sie sich auf, zögerte nicht, denn sie malte sich bereits ekelhaftes, faulendes Essen aus.
    Gespannt legte sie ihre Hand an den Griff des Kühlschranks und öffnete diesen erwartungsvoll. Ihre Augen weiteten sich, schnell wich sie zurück und traute ihren Augen nicht.
    „Wie widerlich ist das bitte?“, krächzte sie, die Hand vorm Mund haltend und begutachtete ein totes Tier. Ein Nagetier oder Ähnliches, kaum zu erkennen und definitiv nicht mehr am Leben. Selbst eingesperrt oder eingeschlossen wurden? Kurz gefangen, schloss sie besagten Kühlschrank und machte sich aus der Küche hinaus, auf der Suche nach etwas Interessantem, was nicht völlig ekelerregend war.
    „Nichts, nichts und wieder nichts“, nörgelte sie, nachdem sie enttäuschend feststellen musste, dass der Dachboden nicht zu öffnen war, die Zimmer allesamt verstaubt waren und nicht mal irgendwelche Anzeichen auf menschliche Aktivität der Vergangenheit zu finden war.
    „Komm schon, wie langweilig du bist, Tommy hat mir wohl falsche Hoffnungen gemacht“, schrie sie regelrecht hinaus und wandte sich dem Kellereingang zu. Ein leichtes klappen ertönte hinter ihr, aber nichts war zu erkennen, da die Fenster die meisten Sonnenstrahlen hinfort bannten. Ein Schloss versperrte den Weg, na toll, dachte Sarah und erinnerte sich, dass es hier irgendwo einen Hammer gab. Aufgeregt durchsuchte sie erneut die Zimmer, bis sie ihn im Schlafzimmer fand, wie er neben dem Bett lag. Erneut vernahm sie ein Geräusch, welches die Stille durchdrang und verdrängte die Frage, warum ein Hammer gerade im Schlafzimmer, neben einem rustikalen Bett, lag.
    „Ich habe eine Waffe“, sprach sie hochmütig aus und bewunderte überrascht ihre Arme.
    „Na endlich, Gänsehaut!“, stellte sie glücklich fest und erkannte schräg, auf dem alten Teppich, einen Brief, den sie vorhin wohl übersah – schließlich war das Schlafzimmer ihre letzte Anlaufstellen, da der Dachboden nicht zu öffnen war und ihre Geduld ließ stetig nach.
    Ungeduldig riss sie ihn auf und begutachtete ihren Fund. Ein Liebesbrief wie es ihr schien, mit einer Vielzahl von schönen Umschreibungen, an einen Mann gerichtet und mit bewundernswerter Handschrift.
    „Schnulzig, aber cool geschrieben irgendwie. Nicht schlecht“, lobte Sarah die Autorin. Diese könnte ja vielleicht zu hören, erhoffte sich die Entdeckerin.
    Am Ende angelangt, breitete sich Unbehagen auf, denn die Unterschrift war nicht mit blauer Tinte verfasst, im Gegenteil, sie war rot. Blut. Es musste Blut sein. Wie ein Briefsiegel schloss es die Liebeserklärung ab. Sie erkannte es genau, schließlich erinnerte sie sich an all die Filme, in denen die unterschiedlichsten Wege vermitteln wurden, wie Blut Zuschauer erschrecken konnte. Aber wenn es Blut war, was bedeutete dies für den abgeschlossenen Keller? Angespannt rannte sie die Treppe hinunter, nachdem sie den Brief vorsichtig auf dem Bett platzierte, welcher sie mit leichter Ehrfurcht zurück ließ, und schlug auf jenes Schloss ein. Brandneu wie es schien, dabei war alles hier im Verfall bereits. Vielleicht lag sie dort? Oder weitere Hinweise? Niemand konnte sie abbringen. Beim dritten Schlag, gab die Wegsperre nach und sie hievte die schwere Tür, welche weitaus schwerer war, als die restlichen Türen in diesem Gebilde, langsam auf.
    Vorsichtig betrat sie die Treppe, die nach unten führte, wusste sie genau, dass in solchen Situationen Treppen gerne nachgaben oder man sich verletzt – nicht mit mir, dachte Sarah sich und fühlte sich überlegen. Ein leichtes Knarren war zu hören, aber sie ignorierte es, besaß Sarah doch sowieso eine Waffe; den Hammer.
    Ein paar Lampen beleuchteten den Raum, eine Werkbank vor ihr, gespickt mit unzähligen Werkzeugen, die ebenfalls von einer Farbe geziert waren. Rot. Schon wieder überzog sie Gänsehaut, aber diesmal machte sie sich Sorgen. Funktionierende Lampen, blutiges Werkzeug und der Brief. Zitternd drehte sie sich um, als ein lautes knarzen ertönte und ein Gegenstand die Treppe hinunterfiel.
    Fell überzogen. Ohne jegliche Bewegung. Ungläubig starrte sie auf das tote Tier, welches sie vom Kühlschrank noch kannte.
    „Verschwinde, meine Eltern wissen wo ich bin und ich habe eine Pistole!“, blaffte sie lautstark und verspürte zum ersten Mal Angst wieder.
    Schwarzgekleidet stürmte eine Gestalt die Treppe hinunter, lief auf sie zu; einen Kopf größer war diese. Schreiend ließ sie den Hammer fallen, verschränkte die Arme vor ihrem Gesicht und zuckte zusammen. Traute ihren Augen nicht, die sich langsam öffneten und kein Ton wich aus ihrem Mund; starr verharrte sie immer noch in der Position.
    Die gruselige Gestalt lachte unaufhörlich, während sie Sarah umarmte.
    „Du…du bist doch“, stammelte Sarah vor sich hin.
    „Besser hätte ich mir meine Rache nicht vorstellen können“, freute sich die unbekannte Person mit männlicher Stimme und zog die Kutte aus.
    „Tommy, ich hasse dich so sehr“, Blässe wich ihrem knallroten Gesicht nun und die Schockstarre legte sich ebenfalls.
    „Du hast mich so lange gequält mit unendlich gruselige Geschichten, die ich nicht mag, und du weißt es auch“, belehrte ihr Peiniger sie. „Ich habe alles vorbereitet. Die Lampen, das ausgestopfte, wirklich erschreckend echt wirkende Tier, welches du niemals überprüft hättest, das wusste ich und natürlich den Hammer, damit du auch eine kleine Anstrengung hast“, fügte er stolz hinzu, während er den Moment sichtlich genoss; seinen Sieg vollauskostend.
    „Deshalb auch das neuartige Schloss“, erläuterte sie seine Auflösung und fühlte sich völlig bloßgestellt, jedoch auch belehrt für die Zukunft.
    „Du weißt, dass ich dich niemals austauschen würde, aber ich musste es dir zeigen, denn du hast es einfach übertrieben und wir waren es leid; hatten teilweise richtige Panik nachts“, fuhr er mit belehrender Tonart fort und steckte die Hände lässig in seine Hosentaschen.
    „Dein schwarzes T-Shirt passt ja richtig zur Thematik, aber die Jeans nicht und die stacheligen, schwarzen Haare konnte ich ja nicht sehen, während du verschleiert warst“, versuchte Sarah, sich selbst zu beruhigen und starrte auf die dunkle Verkleidung, welche auf dem Boden lag.
    „Ach ja, die rote Farbe war übrigens auch toll, wirkte erschreckend realistisch“, komplimentierte Sarah ihn zusätzlich, da er eine gewisse Reue zeigte und unsicher auf den Boden blickte.
    „Welche Farbe? Ich hab keine Farbe benutzt“, grinste er bei dieser Aussage leicht verlegen.
    „Der Brief und die Werkzeuge hier, sieh doch“, überrascht zeigte Sarah zu den Beweisen ihrer Aussage.
    Stille breitete sich aus, während Tommy langsam immer nervöser wurde und damit Sarah ansteckte.
    „Nicht witzig, hör auf zu lügen“, sprach diese mit gespieltem Lächeln aus und wartete wieder auf sein stolzes Gehabe, dass er sie endlich erwischt hatte und nicht selbst Opfer dieser gruseligen Geschichten wurde, sondern sie in eine konstruierte brachte.
    „Wir sollten von hier verschwind-“, plötzlich unterbrach ein lautes Klirren ihr Gespräch.
    Schreiend liefen Sarah und Tommy zum Eingang, der weitgeöffnet war.
    Nie wieder widmeten die Beiden sich dieser Thematik, erzählten ungern von den Ereignissen und wollten auch nicht wissen, ob die Polizei jemals etwas herausfand, die sie zum Ort der Ereignisse schickten; sich selbst aber weigerten, ihn jemals wieder zu betreten.
    Lediglich ein zweiwöchiger Abdruck von einer weiblichen Hand, welcher unschwer zu erkenne Sarahs Ursprung war, zierte Tommys linke Wange.




    Unvergänglich


    Sie war in den Nachrichten, Bilder wurden geschossen und etliche Zeitungen berichteten über diesen Moment, der täglich stattfand. Genau um 18 Uhr, mitten in einem Stadtpark, setzt sich Fiora an dieselbe Stelle. Die Kinder dürfen nicht mit ihr spielen, Spießbürger rufen nach Einschläferung und wieder andere rätseln, was sie denn dort tut. Silber ist das Fell der Hündin, Verschwörungstheoretiker spinnen Vorahnungen zur ungewöhnlichen Erscheinung und weder Kälte noch Hitze bringen Fiora vom Vorhaben ab. Wüssten die Menschen nur, warum sie dieses zerbrechliche Lebewesen beobachtet, denn die Blume ist ein Symbol für die Vergangenheit, doch nur Fiora kennt ihre Geschichte.




    Musternde Blicke


    Diese Schönheit, die Gesichtszüge und jegliche Bewegung – ich kann nicht aufhören ihn anzusehen. Sein Blick wich nicht von diesem unvergesslichen Anblick und doch wusste er, dass der stattliche Mann ihn durchaus war nahm; wäre verrückt, wenn er dies nicht tun würde. Sowas konnte er nur bemerken, dachte sich Pauly. Markantes Gesicht, wie er es selbst auch hatte und natürlich auch dieser muskulöse Körper. Was für Frauen solche Männer kriegen, fragte er in sich hinein und fand keine Antwort – wobei, doch – jede, sagte er sich und lachte lautstark, während der Blick nicht von dem traumhaften Anblick wich. Mit unterschiedlichen Posen gab sich der Mann, ohne T-Shirt und prahlerisch mit Sixpack, da hatte jemand ein ziemlich großes Selbstvertrauen und das hatte Pauly natürlich auch. „Weißt du, du bist einfach wunderschön“, flüsterte Pauly, sah die Arroganz im Gesicht seines Gegenübers. „Wer kann dich nicht leiden, wer ist dir nicht sofort verfallen und wer würde deinem Lächeln wiederstehen können?“, brüllte er und spannte jeden Muskel seines Körpers an; sein Gegenüber tat es ihm gleich. „Ich liebe mich einfach“, schmunzelte er eingebildet. Aber sowas erkannte jeder sofort, denn Pauly verbrachte mehrere Stunden täglich vor seinem Spiegel, damit ihm endlich jemand zuhörte und Komplimente machte.




    Herzkonfekt

  • Let your Soul be free

    Einfach zu kompliziert, stimmt’s?


    Für dich sind es nur Worte
    Kannst es nicht verstehen
    Muss ich es noch erwähnen?
    Es sind mehr als nur Worte


    Ich weiß, niemand versteht
    Ein Stück meiner Seele, sieh her
    Natürlich, dir ist’s zu schwer
    Hoffnung stetig verweht


    Wirres Chaos vor dir
    Klare Gedanken in mir
    Bitte, sag kein Wort
    Zerstöre nicht den Ort


    Meine Welt, meins
    Wie ein Rückzugsort
    Es wird niemals deins
    Bitte, geh einfach fort


    Vielleicht, eines Tages
    Oh ja, ich wage es
    Zeige jemanden diese Welt
    Und erkläre meine Worte


    Band der Sorglosigkeit




    You are the Light, I’m the Rest


    I’m so scared and confused Mary, please help me
    You’re the last part of the picture, the only one left
    You’ve always been the one holding my hand
    Rescue me from myself, my Light


    Shadows haunt me, their voices and screams
    Every step I take, every second I live, they’re here
    Can’t satisfy my past which keeps laughing at me
    The Future, where is the saving Sunlight?


    My beloved Mary, you can see my dying soul
    You can write my future and save me from the past
    How am I supposed to fight without you?


    I tried to destroy it and failed
    It rebuilds itself, resists all measures
    Feels like chains around my body, tight
    Where is the deciding moonlight?


    My beloved Mary, you can see the chaos in my eyes
    You can change it now and save me in one breath
    Am I the weak link in our Family?


    Wrong thoughts hold you down
    You are the protector, I’m the lost brother
    Nothing shines brighter than you
    Warm and cold, lovely and destructive


    One glance on it and you let it vanish
    Everything lives and dies with you
    A deep breath and one tear on your face
    Finally you understood, it was about time


    My beloved sister, you should’ve known
    Past, present and future – it was all yours
    The Last of us. The last Part of the picture


    Band des Schlafens




    Mehr als nur ein Spiel


    Sand fließt wie endliche Zeit
    Jetzt mach schon, ich bin es leid
    Ich bin Katz, du die Maus
    Löst es Angst in dir aus?


    Hetz mich nicht, du Depp
    Jetzt schon Tricks, wie nett
    Bist du schon nervös?
    Ich kriege den Erlös


    Höhere Einsätze, Interesse?
    Oder fragst erst die Mätresse?
    Würde mich nicht wundern,
    blickst du doch so lüstern


    Ein Drachen reicht mir,
    aber wie ist’s bei dir?
    Bist doch so‘n Spieler
    Und gleich Verlierer


    Alles ist endlich, du verstehst
    Die Zeit, sie rennt, doch du stehst
    Spiel des Lebens, mal gehört?
    Nicht unsres, es verstört


    Seit Ewigkeiten, du Hund
    Doch wofür gibst du kund?
    Macht gibt uns das Recht
    Sieh, es wirkt so echt


    Der Sand neigt sich dem Ende
    Wird Zeit für eine Wende
    Spiel, Satz – du kennst den Rest
    Schick sie einfach gen West


    Gib ihnen was sie verdienen
    Sonst ziehen sie bittre Mienen
    Einzeln banal, gemeinsam unbändig
    Wie du siehst, Macht ist beständig


    Band der Wachsamkeit


    Be free and dream


    Herzkonfekt

  • Huhu.
    Ich komme irgendwie nie drum herum, mal nicht in dein Topic zu sehen, lol. Das liegt vor allem an deinen Drabbles, weil ich festgestellt habe, dass du es genau so sehr liebst wie ich, diese zu schreiben und deine Leser zum Nachdenken anregen möchtest. Mal davon abgesehen ist es auch mehr als nur interessant, in Erfahrung zu bringen, was sie denken und fühlen. Hach ja, ich könnte ganze Romane darüber verfassen. Aber ich erspare dir das lieber und kommentiere ein Werk von dir. o/


    Unvergänglich
    Ich mag allein schon den Titel, god. Das liegt vor allem daran, dass ich mich gern mit dem Thema der Unvergänglichkeit bzw. Vergänglichkeit auseinandersetze. Ich finde da kann man so unglaublich viele Dinge mit machen - allein schon mit der Tod/Leben- bzw. Yin/Yang-Philosophie. Selbst habe ich da auch schon Einiges zu geschrieben und ich glaube, du wärst eine mehr als nur geeignete Person, mit der ich mich darüber unterhalten könnte! Sowieso denken wir ziemlich gleich, was mich fasziniert und auch glücklich macht, haha. Jedenfalls... der Titel. Unvergänglich ist in dieser Hinsicht ja eine Zustandsbeschreibung, wenn ich das richtig sehe bzw. interpretiere. Etwas oder jemand ist unvergänglich - meist sagt man ja, dass gewisse Leben (Menschenleben etc.pp) unvergänglich sind bzw. das sie ewig leben, weil es immer Menschen gibt, die noch an sie denken und im Herzen tragen (= man ist erst richtig tot, wenn niemand mehr an einen denkt und man vergessen wird). Daher habe ich vor ein paar Wochen auch eine Abhandlung dazu geschrieben, dass "Vergessen" der eigentliche Tod von etwas ist. Aber nun gut, ich weiche schon wieder vom Thema ab. Aber vielleicht interessieren dich ja meine weiterführenden Gedanken oder Gedanken, die ich während des Lesens bekommen habe, hu.
    Zu Beginn des Drabbles hat man noch nicht wirklich eine Ahnung, um was es gehen könnte - lediglich die Tatsache, dass jemand berühmt ist mit etwas, was er scheinbar jeden Tag tut. Dir sind an dieser Stelle die vagen Beschreibungen gut gelungen;ich mag es, wenn man zunächst gar nicht weiß, was einen eigentlich erwartet. Persönlich hat mich dein Drabble übrigens an Hachikō erinnert. Bzw. der Anfang und ich dachte zunächst auch, dass du dich eventuell darauf beziehst. Hast du vlt. ein bisschen auch, weiß ich nicht. Aber als dann Fiora als Name aufgekommen ist, war mir bewusstm, dass es sich dabei um etwas anderes handelt. Allerdings schließe ich nicht aus, dass du eventuell einen indirekten Bezug zu Hachikō gewählt hast. Würde mich an der Stelle mal interessieren!
    Ich muss ehrlich zugeben, dass der letzte Satz des Drabbles wohl der aussagekräftigste ist und mit Sicherheit auch die Kernaussage des gesamtes Werkes beinhaltet. Bei Drabbles nicht ganz unüblich, zumindest kenne ich viele, bei denen das so ist. Wobei ich ehrlich zugeben muss, dass der Satz für mich etwas holprig klingt. Zwar ist er vollkommen korrekt aber er ist mir... ich weiß nicht, zu verschachtelt (gerade was die Bedeutung angeht)? Eventuell hätte es auch gut mit zwei Sätzen funktioniert, ich weiß nicht. Die Wortanzahl spielt da natürlich auch noch mit rein, aber besonders die ganzen Bedeutungen - allein in diesem Satz! - machen es etwas schwer, hinterherzukommen. Aber nun gut, soviel erst einmal dazu. Ich bin mir übrigens auch nicht wirklich sicher, ob ich das Symbol der Blume richtig deute (ich gehe nämlich davon aus, dass hier keine normale Blume gemeint ist, hu). Jedenfalls gehe ich davon aus, dass die Blume das Leben widerspiegeln soll. Oder besser gesagt: das vergangene Leben. All das, was der Hündin eventuell schon passiert ist. Zwar erschließt sich mir daraus nicht, warum sie jeden Tag aufs Neue an diesen Ort kommt, aber nun gut. Das würde mich wirklich interessieren, da ich nicht mit Sicherheit sagen kann, auf was du an dieser Stelle anspielst. Daher zu Beginn auch meine Vermtungen zu Hachikō, haha. Da es mir in dem Kontext so bekannt vorgekommen ist.


    Alles in allem ein sehr schönes Werk, was definitiv zum Nachdenken anregt. Und mich hattest du damit eh schon in der Tasche, haha. Mit diesen wenigen Worten verabschiede ich mich an dieser Stelle auch vorerst - ich wünsche dir viel Spaß beim Schreiben und hoffe, dass du noch sehr viel weitere solcher Werke schreibst! c:


    ~Liz

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    »Be the chaos you want to see in the world.«

    - Mollymauk

  • Guten Abend, liebe Leser und Leserinnen, und willkommen zu meinem neuen Update. Diese Werke sind wie beim letzten Update voneinander getrennt respektive haben nichts miteinander zu tuen - um Missverständnissen vorzubeugen. Wünsche euch viel Spaß beim Lesen, interpretieren und Ähnlichem - würde mich über Kommentare, zu meinen neusten Werken, sehr freuen. ^-^





    Don’t act tough


    Well, why are you even surprised that you miss her? No one can fight the everyday life without crying at some point. You are weak, but only if you are scared of tears. Pain. Loneliness. Please stop thinking like you don’t reach those states sometimes. It’s ok to cry and even more to rely on a person, especially your Soulmate. Who am I to say things like this? You might laugh or think I’m being sentimental, too. No, it’s way easier. The best person to help with such problems, is the one who never had such a Soulmate. Never.




    Langsam wird es Zeit


    Wie langweilig die Normalität ist. Schnell eine Zigarette angezündet und Wind in den Haaren spüren. Ihr da unten, ich hier oben. Was die andere Seite wohl birgt? Hier ist nichts, aber drüben könnte alles sein. Das Unbekannte war schon immer besser und hier wird’s langsam ziemlich frisch. Gott? Jenseits? Was erwartet mich wohl? Vielleicht wartet ja jemand sogar auf mich. Ein Engel wäre nicht schlecht. Rechnungen, schlechte Talkshows und eine abgelaufene Dose erwarten mich unten – ich verzichte, danke. Sonnenuntergang, der beste Moment für eine Seelenwanderung. Schritt schnell gemacht und die letzten Sekunden, in diesen erdrückenden Normen, hinter mich bringen.




    Who suffers the most?


    You feel like a fallen leaf
    Thrown away and left behind
    Standing inside the crowd
    Screaming into the darkness


    You hate the routine
    System is responsible
    It made you fail, right?
    Kid, you are so wrong


    Letting them suffer
    At least you feel better
    Cold blooded smile
    Silently they fade away


    One out of thousands
    So bold but so weak
    Never read the leaflet
    Kid, you don’t understand


    Who is the real victim
    And what’s this sound?
    Their Voices won’t shut up
    Crawling into your brain


    Within seconds it happens
    You are left behind again
    With all those noises inside
    Kid, you didn’t listen to me





    Herzkonfekt