Wettbewerb 13: Jugend


Pokémon Karmesin und Purpur sind erschienen!


Alle Informationen zum neuen Spiel findet ihr bei uns auf Bisafans:

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  • In diesem Thema habt ihr eine bestimmte Anzahl an Punkten zur Verfügung, die ihr den Texten im nächsten Beitrag geben könnt. Achtet jedoch darauf, dass ihr die Punkte, die euch zur Verfügung stehen, komplett ausschöpft. Votes, welche zu wenige oder zu viele Punkte enthalten, können leider nicht gezählt werden. Des Weiteren solltet ihr eure Punkte mindestens auf drei Texte verteilen, eure Wahl ausreichend begründen und natürlich nicht für eure eigenen Texte voten.
    Es ist außerdem hilfreich, euch das "How to vote-Topic" anzusehen. Schreibt ihr in dieser Saison besonders viele Votes, habt ihr die Chance auf Medaillen. Weitere Informationen findet ihr hier: Informationen und Regeln zu den Wettbewerben.


    Zitat von Aufgabenstellung

    Jugend
    Die Jugend, eine Zeit der Unbeschwertheit, frei von den Ketten des Erwachsenenlebens. Für die meisten ist es eine Zeit, in der sie viel erleben und in der sich ihre Identität entwickelt. Abspaltung von den Eltern, Mutproben, erste Liebe, all das sind Dinge, die wir mit unserer Jugendzeit verbinden. Eure Aufgabe ist es nun, ein Gedicht zu schreiben, das sich mit dieser wichtigen Zeit im Leben beschäftigt. Worum genau es geht und ob ihr in irgendeiner Form Pokémon einbaut, ist dabei völlig euch überlassen.


    Ihr könnt 6 Punkte verteilen, maximal 3 an eine Abgabe



    Achtet dabei darauf, bei der Schablone zwischen Doppelpunkt und ID/Punktzahl ein Leerzeichen zu machen, damit die Auswertung über den Voterechner ohne Probleme erfolgen kann. Wenn ihr nicht wissen solltet, wie ihr eure ID herausfindet, könnt ihr dies unter anderem hier nachlesen.


    Der Vote läuft bis Sonntag, den 24.07.2016, um 23:59 Uhr.










  • Download-Post


    Wie gewohnt könnt ihr euch die Abgaben der Wettbewerbe hier im PDF- und ePub-Format herunterladen, um so auch unterwegs lesen zu können.
    Die PDF wurde von @Kiriki-chan und das ePub von @Sheogorath erstellt. Sollten Fragen und/oder Anregungen bestehen, dann zögert bitte nicht die Urheberin deswegen anzusprechen; konstruktive Verbesserungsvorschläge sind immer willkommen.


    Für eine kurze Einführung könnt ihr euch den Guide "Wie bringe ich meine Geschichte auf einen eBook-Reader?" ansehen.

  • Okay, erster Vote nach meiner Inaktivität. Ob8, könnte Spuren von "eingerostet" enthalten:


    Sommergewitter
    Das Gedicht ist für meinen Geschmack zu einfach gehalten: Die Reime sind "Standard", wirken an manchen Stellen erzwungen und die Sprache dreht sich um einen geringen Wortschatz. Ich finde es schade, dass man hier so schöne Motive wie einen "uralten Baum" präsentiert bekommt, der Autor jedoch nicht näher darauf eingeht: So ein uralter Baum kann ja Erinnerungen an die Jugend wecken, wenn man dort früher gespielt hat. Da hätte man mit einem Flashback oder Ähnlichem arbeiten können. Doch so bleibt das Gedicht auf einer groben und oberflächlichen Ebene und "erzählt" ein besonderes Erlebnis des Lyrischen Ichs, schlägt jedoch keine weiteren Brücken zum Wettbewerbsthema. Schade ):
    "Ich gerate kurz ins Stocken"


    Liebe und Unschuld
    Dieses Gedicht konnte ich schön in einem Zug herunterlesen, bis auf eine Stelle, an der ich kurz stocken musste ("Was, wenn es nicht schön wird?"). Das kann jedoch auch bewusst so als Bruch eingebaut worden sein (wenn nicht, würde ich einfach das "Was" am Anfang weglassen und es mit dem vorherigen Vers verbinden). Die Reime sind an manchen Stellen echt etwas Besonderes, und wenn sie fehlen, fällt das durch den konsequenten Rhythmus gar nicht störend auf. Die Sprache ist zum Tel metaphorisch, zum Teil glasklar und mir gefällt vor allem, wie in manchen Strophen ein Bild mal wirklich ausgeführt wird und nicht so "hingeworfen" bleibt (z.B. in der zweiten Strophe durch "Meer", "tauchten", "Grund", "Fund" oder die vierte Strophe über "Ängste" und Kämpfe). Themenbezug ist durch den Verlust der Unschuld, der hier sehr positiv beschrieben wird und mit Liebe verbunden ist, ebenfalls gegeben. Insgesamt einfach top!


    Lebenstänzer
    Bei dem Gedicht ist genau der Gegenteil zur ersten Abgabe der Fall: Hier finde ich die thematische Umsetzung und die Sprache zu abstrakt gehalten, auch wenn die Bilder nun nicht gerade neu sind und man ihnen ihre Bedeutung zuordnen kann. Das Gedicht bietet so sehr viel Interpretationsspielraum. Wenn am Ende nicht "jugendlicher Tanz" stehen würde, würde ich es jedoch nicht zwingend mit dem Thema "Jugend" in Verbindung bringen, sondern mehr allgemein in Richtung "Freiheit" und "Unbeschwertheit" tendieren. Strukturell mag ich jedenfalls den Aufbau und vor allem die komplett herausstechende letzte Strophe. Das Gedicht liest man nicht wie die oberen so herunter, sondern man bleibt immer mal hängen und das Tempo ist stark reduziert, was jetzt nicht negativ gemeint ist. Mir fällt es hier aber irgendwie schwer, zu einem eindeutigen Ergebnis zu kommen, da ich zwischen thematischer und sprachlicher Umsetzung hier einfach einen großen Unterschied sehe ):


    Das Schwinden der Einhörner
    Das Gedicht ist gerade mein absoluter Favorit unter den Gedichten, die ich hier je gelesen habe, da es so eine klare, flüssige Sprache spricht und trotzdem diese schönen, fantastischen Bilder aus Märchen oder anderen Quellen der Fantasie aufnimmt und sich über deren geringe Wertschätzung von der heutigen Jugend auslässt. Unabhängig davon, ob ich der Beobachtung zustimme oder nicht, enthält das Gedicht schlicht ne moralische Message und sowas gefällt mir. Am liebsten mag ich das Wort "Baumhaushauptquartier", wo ich mir denke, dass sich wenige Autoren zu so einem ellenlangen Wort trauen würden, aber es funktioniert hier einwandfrei. Nur über den Reim von "real" und "Tal" stolpere ich, da ich da irgendwie drauf wette, dass das nicht so aus Überzeugung, sondern aus "verzweifelter Reimsuche" entstanden ist. Ich kann mich natürlich auch irren. Ich würde mich dem Gedicht auch gern nochmal in einem Thema genauer widmen, da es da noch so viel zu sagen gibt.


    Seelensplitter
    Bei dem Gedicht emfpinde ich ähnlich wie bei der zweiten Abgabe: Hier ist eine Geschichte durch ein Gedicht umgesetzt worden, ohne dabei schlicht herunterzuerzählen, sondern die Sprache eben auf die Gattung "Gedicht" abzustimmen, malerisch zu machen. Interessant finde ich, dass es hier einen Zeitsprung gibt und sich hier echt Erzähltext mit Gedicht mischt, da Zeit eigentlich in Gedichten selten Rolle spielt. Auch wenn die Strophen teilweise echt ungewöhnlich lang sind, hat man hier und da durch die Strategie der Wiederaufnahme (z.B. die "Augen" in der dritten Strophe) und durch ähnliche Strophenenden in der ersten und zweiten Strophe ein bisschen Struktur drin. Nur das Ende hat mich komplett aus der Bahn geworfen, als ob hier irgendwie kein anderes Ende gefunden wurde, dass das Gedicht auf der fiktiven Ebene abschließt, sodass man stark in die Metaebene hineinrutscht bzw. sich fiktive und Metaebene verbinden. Man lässt den Leser irgendwie allein und kennt nicht den Grund, weshalb nun kein Happy End vorliegt und irgendwie ist das nun auch nicht der Cliffhanger oder die Leerstelle, die man Leser nun mit zahlreichen Gedanken füllen kann, eben weil, ich persönlich zumindest, keine Interpretatonsansätze im Laufe des Gedichts finde, wie sich das erklären lässt und somit die Masse an Möglichkeiten echt riesig ist, was passiert sein könnte. Das ist dann einfach keine Leerstelle, sondern ein Loch mMn. Bis dahin finde ich das Gedicht jedoch sehr gelungen.


    Endlichkeit
    Hier habe ich am Anfang mit dem Gedanken gespielt, dass das erneut so ein Gedicht ist, dass nur auf der abstrakten Ebene bleibt, aber da hat der Autor echt im richtigen Moment die Kurve gekratzt und die Bilder, die dem Leser vorher zum Rätseln präsentiert worden, auf das Thema übertragen, was so echt nice ist, da man als Leser zuerst rätselt und eine Auflösung + Message am Ende hat, man also nicht allein gelassen ist. Sprachlich finde ich es ebenfalls besonders auf der Wortebene gelungen, beim Rhythmus stolpere ich jedoch manchmal, einmal übers "zwar" zu Beginn, und einmal über den letzten Vers, der sich für mich überhaupt nicht flüssig lesen lässt, aber vielleicht habe ich da ein Knick in der Optik. Insgesamt eine gelungene Abgabe!


    Erfahrungsbasiertes Lernen
    Der Autor soll mal bitte am Ende auflösen, was das für eine Form der Lyrik ist, da ich sowas schon irgendwo gesehen habe und ich wette, dass es einen Namen hat, auf den ich nur gerade nicht komme ... Jedenfalls finde ich die Form hier sehr speziell und gewagt, jedoch leider zugleich sehr schlicht und oberflächlich gehalten, da das Gedicht stark auf die sprachliche Ebene fixiert ist und inhaltlich dadurch gar nicht so viel aufwerfen kann, an Bildern, an Motiven, denn bringen wirs mal auf den Punkt: Hier werden der Jugend schlicht Adjektive zugeordnet. Da hätte es mir noch als Zusatz gefallen, wenn dem Gedicht noch ein weiteres folgt, das erläutert, weshalb das Lyrische Ich keine Jugend hatte. Denn auch das ist wieder so eine Pseudoleerstelle, die zu viel Interpretationsraum zulässt, also mehr ein Loch als eine Leerstelle ist. Das Loch hätte man mMn inhaltlich füllen können. Schade ):


    ID: 72746
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  • "Dass doch die Jugend immer zwischen den Extremen schwankt!"
    - Der Verfassungsschutz


    Na, die Aktivität lässt aber langsam doch wieder zu wünschen übrig. Hat nach der EM etwa eine gewisse teuflische kleine App die Kontrolle über die Freizeit übernommen? Oder sind es Klausuren, Urlaub oder die Tatsache, dass in letzter Zeit generell viel passiert ist? Nun, wie dem auch sei...



    Wenn Sie sich zwischen Oktober 2012 und März 2014 im BisaBoard angemeldet haben, steht Ihnen möglicherweise eine Entschädigung zu.

    2 Mal editiert, zuletzt von Thrawn ()

  • 01 - Sommergewitter
    An und für sich gefällt mir das Gedicht. Wenn du die kurzen Verse durchhältst, hat es einen für mich ungewöhnlichen Rhythmus, den ich sehr interessant finde. Leider wird der nicht so konsequent das ganze Gedicht über durchgezogen, aber das ist nicht das, was mich an dem Gedicht stört - ich frage mich: Wo ist der Themenbezug? Wie hängt das Gedicht mit der Jugend zusammen? Vielleicht ist es irgendeine ganz abstrakte Art und Weise ... vielleicht wird sich das Leben wie ein Jahr vorgestellt; die Kindheit ist der Frühling, die Jugend dann dementsprechend der Sommer, im Herbst ist man erwachsen und erlebt im Winter das Alter. Unter der Prämisse ist ein Sommergewitter vielleicht ein Rückschlag, den mab erleben muss, oder ein Schub der Pupertät, bei dem man nichts mehr gut findet. Das Problem an der ganzen Sache ist: Das sind verdammt viele Vielleichts. Im Gegensatz zum Deutschunterricht, finde ich, kann man hier viel besser fragen: "Was will der Autor uns mit diesem Gedicht sagen?", denn vielleicht antwortet er auch.

    02 - Liebe und Unschuld
    Die wichtigste Frage zuerst: WARUM REIMT SICH DIE DRITTLETZTE STROPHE NICHT? Das Gedicht hätte mein Favorit sein können - und dann kam das. Ich verstehe es nicht, wenn man ohne ersichtlichen Grund das Reimschema aufgibt. (Ich weiß auch nicht, ob ich es mit Grund verstünde, ich glaube, einen solchen Fall hatte ich noch nicht.) Das Thema finde ich sehr interessant gewählt, ich hatte das nicht erwartet hier, aber es ist sehr schön umgesetzt. Du nutzt keine direkten Beschreibungen (was bei dem Thema hier im BisaBoard auch etwas hinderlich wäre), sondern lässt die Leser mit deinem Gedicht eher in der Atmosphäre drum herum schweben. Das ist in Gedichten immer ein sehr schönes Mittel und es gefällt mir auch hier. Du präsentierst uns somit einen Text aus Symbolen und Bildern, aus denen man lesen muss und zu einem Thema kommt, das in der Jugend viel theatisiert wird. Dementsprechend haben wir hier ein sehr schönes Gedicht über einen wichtigen Punkt in der Jugend. Gefällt mir. (Wenn wir die Reimsache mal übergehen.)


    03 - Lebenstänzer
    Die Idee finde ich toll. In der Umsetzung fehlen mir die Reime. Ich muss ja mal wieder meinem Grundsatz treu werden, ich war viel zu nachsichtig in letzter Zeit ... nein, jetzt mal ernsthaft, ich komme einfach besser klar mit Gedichten, die sich reimen, selbst wenn es "erzwungene" Reime sind. Am schlimmsten ist ja dieser "Fast-Reim" von Mond auf Horizont, da ist es viel schwieriger, sich mit der nicht-reimenden Strophe danach abzufinden. Die "Einschübe", die sich reimen, gefallen mir gleich viel besser. Aber gut, das war genug vor Reimen, kommen wir zum Inhalt, denn der gefällt mir sehr. Das Bild des Tanzes wird immer wieder aufgegriffen und auf verschiedene Situationen bezogen. Insgesamt ist dies ein sehr positives Gedicht, das all die schönen Dinge der Jugend hervorhebt, die Freude, die Sorglosigkeit, den Spaß am Leben. Dafür ist der Tanz natürlich ein sehr passendes Sinnbild. Ich würde sagen, es geht darum, sein Leben zu genießen, während man seinen Weg geht, bzw. einfach durchs Leben zu tanzen, genau wie es da steht.


    04 - Das Schwinden der Einhörner
    Interessanterweise hatte ich mal eine Geschichtsidee, die so ähnlich war. Ich glaube, ich habe sogar zwei/drei Seiten dazu geschrieben ... Jedenfalls halte ich das für eine sehr wichtige Aussage. In der Jugend wollen die meisten immer so schnell wie möglich erwachsen werden und erkennen den Wert ihrer Kindheit und Jugend erst viel zu spät. Hierbei scheint das Lyrische Ich ein Beispiel setzten zu wollen, indem es sich nicht verändert, sondern sich die Zeit der Jugend behält, was symbolisch an den Einhörnern demonstriert wird. Sie schwinden, weil niemand mehr an sie glaubt. Interessant ist hierbei die Änderung der Versläge immer nach zwei Strophen (vom Schluss abgesehen), das wirkt im ersten Moment seltsam, in Kombination mit dem Schluss erinnert es mich allerdings ein wenig an ein Lied ... The Words von Christina Perri; das klingt im Refrain so ähnlich. (Dass mich der Rhythmus am Anfang etwas an Satilite von Lena erinnert, übergehe ich an dieser Stelle einfach.) Und meistens kann man das Gedicht auch trotz der vielen Rhythmusänderungen gut lesen.


    05 - Seelensplitter
    Was wäre das doch für eine tolle Erzählung geworden. Bei so etwas verstehe ich, wenn jemand sich das Thema als Epik gewünscht hätte. Ich habe mir (ausnahmsweise) mal die anderen Kommentare hierzu durchgelesen, die das Gedicht durchaus auch als Gedicht loben, weshalb es wohl nur an mir liegt, dass mir die lyrische Umsetzung nicht so gefällt. Das ist einfach so gar nicht mein Stil, ich kann damit nichts anfangen, ich scheitere daran, es als Gedicht zu lesen. Und ich finde, Gedichte müssen sich schön lesen lassen. Wenn wir uns hingegen nur auf den Inhalt konzentreieren, dann wird uns hier eine sehr schöne Geschichte erzählt; zumindest bis zu dem Punkt, an dem man erfährt, dass sie nicht gut ausgeht. Besonders schön finde ich die symbolische Bedeutung der Siedlung, die anscheinden die komplette Welt der Kindheit darstellte, in die das Lyrische Ich mit seinem Besuch wieder eintauchte. Aber sie hatten sich beide verändert. Sie waren Jugendliche geworden. Mit der Jugend kommt auch ein wenig die Nostalgie. Es ist schon so viel passiert und das Leben geht weiter.


    06 - Endlichkeit
    Ich hatte mal überlegt, etwas über die Jugend eines Baumes zu schreiben, und im ersten Moment dachte ich, es sei hier tatsächlich aufgegriffen worden. Tatsächlich aber sind es nur die jungen Äste, die - wie auch die Vögel - sinnbildlich für die Jugend stehen. Sie sollen offensichtlich die Sorglosigkeit und den Übermut der Jugendlichen darstellen, was ich sehr gut getroffen finde. Wie man aus der vorletzten Strophe schließen kann, scheint das Gedicht aus der Sicht einer älteren Generation geschrieben zu sein, die der Jugend Tipps geben möchte und sich fragt, wie sie einmal handeln wird. Inhaltlich ist hierbei die letzte Strophe schön getroffen, allerdings gefällt sie mir rhythmisch nicht ganz so gut (gerade der letzte Vers wird seltsam betont), was bei einem sonst so schön zu lesendem Gedicht doch etwas negativ auffällt. Man kann zwar nicht in einem Trott bleiben, aber das stört nicht weiter (solange man es nicht versucht). Ich denke, man hätte auch "interessieren" schreiben können, aber insgesamt ist es einfach ein schöner Inhalt in einem schönen Gedicht.


    07 - Erfahrungsbasiertes Lernen
    Okay, dieses Gedicht ist ... anders. Ich halte es übrigens für sehr gewagt, so etwas bei einem Wettbewerb in einem Pokémonforum einzureichen. Ich kann mir vorstellen, dass das durchaus literarischen Wert besitzt und von einem berühmten Dichter geschrieben hätte gefeiert werden können, aber dies ist nunmal nur ein Wettbewerb in einem Pokémonforum und ich kann mit dieser Stilrichtung nichts anfangen. Es ist wie eine extreme Form von Chiasmus, diese komplette Kreuzstellung. Auch hier habe ich einmal die vorherigen Kommentare gelesen und stimme Rio zu, dass man das vielleicht einfach hätte ausweiten müssen. Vielleicht nach einer Strophe eine Erklärung (möglicherweise beginnend mit "Jugen Die"), sodass diese Struktur nur einen Teil des Gedichtes eingenommen hätte und der Leser hätte erfahren können, warum das Lyrische Ich nie eine Jugend hatte. Momentan ist das Gedicht etwas nichtssagend und mehr auf seine Form bedacht. Es ist und bleibt einfach nicht das richtige für einen Wettbewerb hier.


    ID: 57311
    A1: 1
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    Die Jugend ist stürmisch, liebend, Durchs-Leben-Tanzen, Erwachsenwerden, Veränderung, endlich und einmalig. Das lehrt uns dieser Wettbewerb, der so viele tolle Gedichte hervorgebracht hat. Vielen Dank dafür.

  • ID: 62252
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    Abgabe 04 – Das Schwinden der Einhörner
    Die erste Assoziation, die ich bei dieser Abgabe hatte, waren die Liedtexte, die in den Wächterromanen von Sergej Lukianenko des Öfteren eingestreut sind. Der nachdenkliche, leicht träumerische Charakter mit einer zugleich deutlichen Sprache fällt einem da ins Auge und ist etwas, das ich sehr ansprechend finde. Besonders gefallen hat mir die beinahe durchgängige Beachtung eines Versfußes - für mich persönlich das entscheidenste Kriterium, etwas überhaupt als Gedicht bezeichnen zu können. Auch die in dieser Sache angelegten Brüche (z.B. am Ende) wirken grötenteils durchdacht und erzielen einen dramatischeren, fokussierenden Effekt.
    Thematisch erinnert mich das Ganze an "Märchenwald" von KAAZ, allerdings bei Weitem nicht so ... 'genussmittelbeeinflusst' :D Sehr schön überlegt, das Problem 'wann bin ich zu alt für bestimmte Dinge' in dieser Form aufzugreifen. Auch, EInhörner als Symbol zu nehmen, ist äußerst wirkmächtig. Gefällt mir sehr!


    Abgabe 02 – Liebe und Unschuld
    Liebe ist nun nicht so sehr mein Metier, dennoch kann ich dieser Abgabe einiges angewinnen. Nicht zuletzt, weil auch hier auf ein Versmaß geachtet wurde. Nicht ganz durchgängig, was an manchen Stellen etwas holprig wirkt.
    Was, wenn es nicht schön wird?
    Was würd' ich verlieren?

    Wäre so ein Beispiel für einen Bruch. Der erste Teil des hier Zitierten wäre für mich dabei noch absolut klar gegangen: Das veränderte Metrum lenkt den Blick auf diese wichtige Frage, fokussiert die Aufmerksamkeit und wirkt gleichzeitig wie ein Stocken, Stottern, unterstreicht letztlich die Unsicherheit des lyrischen Ichs, die sich inhaltlich in der Frage widerspiegelt. Da sich eine weitere Bruchstelle daran anschließt, geht die Wirkung hier meiner Ansicht nach aber etwas verloren, was ich sehr schade finde, und lässt die Stelle etwas zu holprig wirken.
    Nichts desto trotz bekommt diese Abgabe nicht umsonst zwei Punkte von mir: In den weitesten Teilen des Gedichts erzeugt das Versmaß genau das passende Gefühl für die Situation, es symbolisiert gewissermaßen den aufgeregten Herzschlag von leidenschaftlich Liebenden. Somit kommt auch das Eintauchen in die Erzählwelt nicht zu kurz :)


    Abgabe 06 - Endlichkeit
    Einen Punkt möchte ich nun noch an die "Endlichkeit" verteilen. Hier hat mich die 'Wellenbewegung' der Handlung sehr beeindruckt. Allein durch die richtige Wortwahl wurde es hier geschafft, einen hell strahlenden Anfang (mit dunkleren Sprenkeln in fast jeder Strofe) über einen dunkleren Teil über das Altern bis zu einem optimistischen Schluss zu kreieren. Hier gäbe es noch einiges mehr zu zu sagen, weil man noch einige Dinge interpretieren kann (etwa, dass das verspottete Alter einen am Ende selbst einholt), also durchaus eine wunderschöne Abgabe! Da ich allerdings vor allem ein Fan ausdrucksstarken Metrums bin, vergebe ich hier nur noch meinen letzten Punkt. Es ist auch hier zwar schön und fast durchweg flüssig eingebaut, bei den anderen beiden Texten passte die gewählte Variante für mich jeweils besser zum Inhalt.




    Bis zum nächsten mal, Folks!


  • Danke für die schönen Abgaben. Auch wenn ich nicht alle bewertet habe, so war ich doch wieder erstaunt darüber, wie weit das Thema mit jeder Abgabe gefasst wurde.


    ID: 37843
    A1: 1
    A2: 2
    A4: 2
    A6: 1

  • Woah, Last-Minute-Vote ...



    Tja, ein wenig übernommen (überhaupt nicht verhersehbar gewesen ...), daher leider nur Kommentare zu den bepunkteten Abgaben.



    Resümee:
    ID: 108001
    A2: 1
    A3: 1
    A4: 1
    A7: 3

  • Und hiermit geht ein weiterer Wettbewerb zu Ende. Ich gratuliere @Shiralya zu ihrem absolut verdienten Sieg mit ihrem Gedicht über die Veränderung der Interessen der eigenen Altersgruppe im Laufe des Erwachsenwerdens, sowie mir selbst zum zweiten und @Thrawn zum dritten Platz. Euch beiden sowie @Rio, @Sheogorath, @Rusalka und @Voltobal außerdem vielen Dank fürs Voten sowie allen Teilnehmern fürs Teilnehmen.
    Wer Lust auf mehr Gedichte hat, findet hier sechs wundervolle Werke über Naturgewalten. Wer lieber schreibt, darf hier eine Geschichte über das allseits gehypete Pokémon GO abgeben.


    Platzierung

    Titel

    Autor

    Punkte

    Vote

    Prozent

    Saisonpunkte

    1.

    Abgabe 4: Das Schwinden der Einhörner

    15

    Ja

    30.61%

    9 + 2 MP

    2.

    Abgabe 2: Liebe und Unschuld

    17

    Nein

    28.81%

    8 + 2 MP

    3.

    Abgabe 6: Endlichkeit

    9

    Ja

    18.37%

    7 + 2 MP

    4.

    Abgabe 3: Lebenstänzer

    6

    Ja

    12.24%

    6 + 2 MP

    5.

    Abgabe 1: Sommergewitter

    4

    Nein

    6.78%

    3 + 2 MP

    5.

    Abgabe 5: Seelensplitter

    4

    Nein

    6.78%

    3 + 2 MP

    5.

    Abgabe 7: Erfahrungsbasiertes Lernen

    4

    Nein

    6.78%

    3 + 2 MP

  • Uhhhh ... Ich freu mich! Ich hätte, als ich das Gedicht abgegeben habe, absolut nicht mit einer so guten Platzierung gerechnet, umso erfreuter war ich über die vielen positiven Kommentare. Mein erster Sieg mit einem Gedicht! Das muss gefeiert werden! ^-^
    Ich hatte zunächst keine vernünftige Idee zu dem Thema, bis mir irgendwann die ersten Verse einfielen und sich der Rest liedmäßig ergab.

    Interessanterweise hatte ich mal eine Geschichtsidee, die so ähnlich war. Ich glaube, ich habe sogar zwei/drei Seiten dazu geschrieben ...


    Das ... mag daran liegen, dass ich irgendwann angefangen habe, mich auf die Geschichte zu beziehen. x3 Vor, ich glaub, drei Jahren habe ich angefangen eine Geschichte zu einem ähnlichen Thema zu schreiben, ebenfalls mit dem Symbol der Einhörner (deshalb sind sie in dem Gedicht auch so präsent). Inzwischen bin ich dazu übergegangen, das Gedicht als eine Art Teaser zur Geschichte zu sehen, weshalb es vermutlich erst dann seinen Weg in mein Topic finden wird, wenn die Geschichte eine vernünftige Länge zum Veröffentlichen angenommen hat (also womöglich nie, aber vielleicht überrasche ich mich ja). Deshalb gibt es jetzt Re-Kommentare:


    Ich danke an dieser Stelle noch einmal für all die tollen Kommentare (und natürlich die Punkte). Und einen herzlichen Glückwunsch an @Kiriki-chan und @Thrawn, ihr wisst ja, ihr seid meine Favoriten gewesen. c:

  • Glückwunsch an das Treppchen, also @Thrawn, @Kiriki-chan und @Shiralya, besonders aber auch für deinen ersten Gedichts-Sieg! War ja auch endlich mal überfällig und eure drei Gedichte waren so weit auch die besten in dem Wettbewerb.


    Danke übrigens auch für die tollen Kommentare zu meiner Abgabe. Teilweise hat es mich überrascht, wie ihr die Unbeschwertheit und den Tanz an sich so hochgerechnet habt, obwohl die Idee banaler nicht sein könnte. Mir war es wichtig, markante Eindrücke zu zeigen und das Leben an sich hervorzuheben und dass diese Sorglosigkeit besonders in der Jugend auftritt, kennt man ja von den vielen Freiheiten und Möglichkeiten, die sich einem bieten. Dass es dabei wohl auch zu abstrakt wurde und wenig Tiefgang bot, kann ich nachvollziehen, aber mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden.


    Und damit gehen wir nun über zu den Re-Kommentaren.


  • Was wäre das doch für eine tolle Erzählung geworden. Bei so etwas verstehe ich, wenn jemand sich das Thema als Epik gewünscht hätte

    Den Satz gleich mal voran gestellt! x) Ich hätte das so gerne als Kurzgeschichte geschrieben und trotzdem wollte ich es jetzt trotzdem als Gedicht versuchen, aber naja. Kam nicht allzu gut an merke ich, was ich allerdings verstehen kann. Gedichtwettbewerbe sind so überhaupt nicht meins irgendwie...leider. Auf jeden Fall musste ich lachen, weil ich mir das beim Schreiben auch dachte, dass es viel angenehmer für mich wäre, wenn ich es als Kurzgeschichte abgeben könnte, aber so ist das nun mal.


    Alles zusammen bedanke ich mich für das Feedback und herzlichen Glückwunsch an die Gewinner! ^-^
    Das offene Ende schien beim Gedicht auch nicht so anzukommen. Als geschlossenes Werk wäre ein klares und begründetes Ende wohl besser gewesen, aber irgendwie wollte ich es so offen lassen, weil es in Wirklichkeit auch nicht so eindeutig war und offen wirkte...schwer zu erklären, haha.
    Und tut mir leid, dass ich nicht gevotet habe, war im Urlaub und deshalb erklärt sich das wohl alles von selbst...:s
    Danke für die Kommentare und wenn ich auf etwas nicht eingegangen bin, tut es mir sehr leid!

  • Flocon

    Hat das Label Lyrik hinzugefügt.
  • Flocon

    Hat das Label Vote hinzugefügt.