Das Wut- und Trauertopic

  • Ich würde nicht den Vermieter kontaktieren, wenn die Dame ohnehin schon älter und schwerhörig ist. :/


    Smugmog

    Der Vermieter ist ein Arbeitsgeber für Menschen mit Behinderung. Ob das wirklich was mit der Beschwerde bringt wage ich zu bezweifeln und reden bringt bei der nix. Ansonsten ist ihr Benehmen auch unter aller Sau. Hallo sagen und Tür aufhalten wenn man sieht, dass jemand im Flur rauswill kennt die nicht. Ich habe mal mit der zuständigen Kollegin gesprochen da kam nur, dass ich 'mich nicht so anstellen solle' und doch 'Die Balkontür schließen soll wenn es mir nicht passt'.

    Wenn sie nicht gut hört, merkt sie vielleicht zu spät, dass du da bist. Das weiß man nicht so genau.

  • Einer meiner guten Freunde hat sich im letzten Jahr von seiner jahrelangen Partnerin getrennt und benimmt sich jetzt die ganze Zeit wie ein Klischee aus Windmond-Erzählungen, lol. Rennt von einer random-Beziehung (er nennt das auch Beziehung und meint das halt ernst und im monogamen Sinne, zumindest behauptet er das so) in die Nächste, ist auch während dieser „Beziehungen“ (und auch schon die letzten Monate vor Beziehungsende bei der langen Beziehung) mit Partnersuch-Apps am grinden und das stört mich mittlerweile auch nicht mehr so, kann er ja gerne machen wie er möchte. Zumindest nachdem zwischen den Beiden dann auch Schluss war, weil ich auch mit ihr befreundet war und sehr wütend war, als er das während der Beziehung gemacht hat, mit denen schreiben und random irgendwelche Egrils daten während man in einer Beziehung ist geht einfach gar nicht in meinen Augen. Was mich allerdings mega stört ist, dass er wenn wir in geselligen Runden mit Freunden sind, fast permanent nur noch über sexuelle Themen spricht, sich benimmt wie ein Teenager der auf Krampf das erste Mal einlochen will und jedes Mädchen in unserem Freundeskreis (oder auch nur flüchtige Bekannte die halt mal dabei sind) versucht aufzureißen oder mit ekeligen Sprüchen (nicht nur als Jokes sondern halt ernsthaft) belästigt. Wenn er dann endlich gemerkt hat, dass das nicht angebracht ist und er es nicht zu versuchen braucht, erzählt er denen trotzdem permanent irgendwelche intim-Geschichten, auch wenn man den darauf hinweist, dass es nicht interessiert und alle sichtlich angewidert sind. Die restliche Zeit über prahlt er aufdringlich von seinen Aktien und seinen Autos, auch wenn man ihn darauf anspricht. Reden scheint nichts zu bringen. Habe gehofft, dass das nur eine Phase ist während er halt Single ist, aber momentan ist er seit nem Monat wieder in einer Beziehung und bringt diese Verhaltensweisen immer noch, ich weiß nicht, warum er sich in einer so kurzen Zeit so komisch und ekelig verändert hat. Diese Prahlerei gipfelte dann darin, dass er ein Geheimnis, welches er nur mir anvertraut hatte und auch wirklich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war (hat er auch selbst so gesagt und ich habe ihm da halt zugestimmt, weil es einfach Sinn ergeben hat) 3 Tage später auf Instagram gepostet hat und es seitdem auch rumerzählt, um damit anzugeben bzw. Aufmerksamkeit zu generieren. Kann hier schlecht erzählen was es ist, aber es ist einfach extrem (!) unangebracht sowas in der Öffentlichkeit zu erzählen. Habe mittlerweile wirklich langsam eine Abneigung gegen ihn entwickelt und meide ihn ein bisschen, da sowas mich menschlich im Gesamtpaket einfach mega anwidert und er früher absolut nicht so drauf war. Er erzählt sogar neuerdings auch Lügen um damit vor anderen Leuten, vorzugsweise Mädchen/Frauen zu prahlen.

    Ich kann nur immer wieder beten, dass er sich in eine positive Richtung weiterentwickelt und ihn irgendwie weiter begleiten. Wir sind schon extrem lange gut befreundet und es macht mich wirklich traurig. Sogar meine Freundin will nicht mehr zu Freunden mitkommen, wenn er dabei ist, weil seinen neuen Charakter extrem hasst und nicht mehr verstehen kann, warum ich noch etwas mit ihm unternehme. :(


    Look, everybody always figures the time they live in is the most epic, most important age to end all ages. But tyrants and heroes rise and fall, and historians sort out the pieces.

  • Hm, erinnert mich an eine ähnliche Situation in der ich mich befinde:

    Kurze Einleitung fürs Verständnis: Ich war ein guter Schüler im Gymnasium bis ich wegen familiären Problemen mit 17 ausgezogen bin. Im ersten Jahr tat mir der Abstand gut, dann aber nach und nach sanken meine Noten drastisch, weshalb ich von der Schule ausgeschlossen wurde. Kurz vor dem offiziellen Ausschluss realisierten 1-2 Lehrer, dass etwas anderes als einfach eine gewöhnliche Lernschwäche das Problem war. Nach einigen Gesprächen waren sich die Lehrer einig, es lag an meiner Wohnsituation und noch an etwas anderem. Sie bemühten sich um mich an einer Halbprivatschule mit Internat anzumelden. Dort traf ich ein Jahr später (er kam nach mir ins Internat einer meiner zukünftigen WG Partner, den ich hier mal Silph nenne. Im Internat kannte man Silph als "Sunnyboy", stets lächelnd, ein Liedchen trillernd durch die Gegend hüpfen. Ich selbst war auch als Frohnatur bekannt aber Silph war um einiges positiver eingestellt. Meine "Rolle" im Internat war, all jenen ein Ohr zu leihen, die sich aus welchen Gründen auch immer nicht den Präfekten anvertrauen konnte. Ich war Meister darin, die Sorgen anderer aufzunehmen, ich selbst war stets verschlossen. Doch Silph gegenüber hatte ich uneingeschränktes Vertrauen, ein Vertrauen, welches ich sonst nur gegenüber meines vertrautesten Freundes hatte, wenn es mir mal zu viel war, konnte ich mit ihm reden. Ich verkuppelte ihn später auch mit einer engen Freundin von mir und er war noch happier als zuvor. Doch dann änderte sich alles. Silph hat sich falsch für einen Pflichtversuch beim Militär abgemeldet und hat einen Tag unangekündigt gefehlt. Für das hat er gleich 2 Verweise erhalten, bei 3 fliegt man. Den 3 holte er sich weil er drei Abgaben ungenügend eingereicht hatte. Im Sommer 15 musste er gehen, im Herbst darauf trennte sich seine Freundin von ihm, die Distanz stand ihrer Liebe im weg. Er wurde depressiv. Ich konnte ihn zum Glück aus dieser Depression zerren, ihn zu einer Lehrstelle ermutigen, soweit sogut. Im Frühling 18 brach er seine Lehre ab, die Schule war zuviel für ihn. Nicht das Leistungsniveau sondern wieder diese Abgaben. Er wollte einen Tapetenwechsel, zig bei uns ein, machte Pause vom Ausbildungsweg. Ist ja okay, mach ich auch, gehe aber arbeiten. Er aber ist nur zu Hause am Videospiele spielen, seit über einem Jahr und jetzt kommen wir endlich zur Parallelen von dir NapoleoN mit GuN (entschuldige das weite Ausholen:)

    Er ist wie gewandelt, er ist während dem Videospielen nur aggresiv, höre ihn an meinen freien Tagen zwei Stöcke hoch schreien. Wenn er nicht am gamen ist, ist er auf Tinder und ähnlichen Flirtseiten. Er prallt damit, wenn er eine klar macht. An WG-Parties macht er meine weiblichen Kollegen an, "entführt" sie in die Küche und versucht sie abzufüllen. Bei einer hat er es sogar geschafft aber leider übertrieben, weshalb ich die halbe Nacht mit ihr auf dem Bad verbringen musste, da ihr mehr als Übel war, er wäre zwar so hilfsbereit gewesen um auf sie ein Auge zu werfen doch das konnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Er reist ins Ausland um mit anderen zu Schlafen. Oder er gibt an mit seinen Videospiel-Rekorden. Wir gerieten uns immer mehr in die Haare, wenn ich nach Hause kam folgte zuerst eine Kritik, ich hätte meine Schuhe nicht richtig platziert (waren die Schuhe eines WG Partners aber er war sich zu 100% sicher es wären meine) oder meinen Teller nicht veräumt (an Tagen, an denen ich draussen bei einem Freund grillieren war), machte meine persönliche Meinung in Sachen Musik runter (er lebt für die Musik und hat ein grösseres Allgemeinwissen diesbezüglich, jedoch bin ich sensibel wenn man meinen Geschmack und nicht mein Wissen in Musik kritisiert, da der Geschmack subjektiv ist) und so weiter. Ich bin den ganzen Tag unter Menschen aber zu Hause habe ich durch und durch auch mal gerne meine Ruhe. Die habe ich nicht bekommen, weshalb wir uns häufig gestritten haben. Meine beste Freundin lade ich gar nicht mehr an Wg-Parties ein, da ich ihm nicht über den Weg traue bezüglich mir wichtigen weiblichen Bekanntschaften, dabei war er damals so ein guter Freund zu meiner Internatskollegin. Als ich mal mit einer Fachperson über das geredet habe, gab er mir einige möglcihe Erklärungen, welche sich vllt auch auf dein Problem anwenden lassen.


    Frauen: Vllt ist dein Freund verzweifelt, da er in Beziehungen nicht die EMOTIONALE Befriedigung erhält die er sucht. Es kann gut sein, dass er mit seinen sexuellen Gelüsten und Trieben dies versucht zu kompensieren


    Aktien, Autos, Sex, (Videospiele): In diesen Bereichen sind unsere "Sorgenkinder" erfolgreich, das gibt ihnen das falsche Selbstvertrauen. Warum sich auf seinen Charakter konzentrieren wenn man in anderen Bereichen Erfolg hat? Es läuft im kollegialen nicht so? Kein Problem dann versuche ich mit einer Frau zu schlafen oder zeige meine Aktien oder meine Ränge in Call of Duty.


    Freunde: Menschen messen sich gerne untereinander, dieses Phänomen tritt besonders bei Knaben auf. Man vergleicht in Wettkämpfen sein können. Das Problem? Man kann aus jeder Gemeinsamkeit einen Wettbewerb machen. Der Drang nach Fortpflanzung ist bei den meisten Menschen vorhanden und auch wenn nicht, so reicht es häufig schon aus, wenn einer (dein Freund) diesen Drang, diesen Trieb als Vergleich nimmt. Er will sich mit seinen Geschichten einreden, dass er besser als ihr ist und kann nicht verstehen, weshalb ihr ihn dafür nicht beneidet oder denkt sogar, dass eure Ablehnung eine Form von Neid ist. Meist versucht man mit Erfolgen in einer Sparte von Misserfolgen in einem anderen Bereich abzulenken. Bei ihm war es die fehlende Arbeit, die fehelnde Zukunftsaussichten. Sogar ich habe innert einer Woche das Studium pausieren können & eine Arbeit gefunden, er ist nun seit 15 Monaten arbeitslos und antriebslos.


    Was kann ich dir nun raten? Nun, bei mir hat ein ernsthaftes Gespräch geholfen, ihn mit all denen Sachen zu konfrontieren, die mir aufgefallen sind und mal seine Ansicht zu verstehen. Er versucht mit all diesen "schleierhaften" Erfolgen seine Depression zu untergraben, mit mässigen Erfolg. Inzwischen geht er wieder zum Psychologen, was ich durchaus als Erfolg verbuche. Rede mit ihm, nimm kein Blatt vor den Mund, erzähl ihm über dein Unbehagen auch bezüglich deiner Freundin. Versuch ihm zu helfen oder sich mal checken zu lassen. Vllt. steckt da mehr dahinter, als du momentan vermutest. Hilft auch das alles nicht weiter, müssen du und deine Freunde euch Gedanken machen, ob ihr weiterhin mit ihm befreundet sein wollt. was ich aus eigener Erfahrung weiss, dass eine gute Freundschaft inetwa ausgewogen sein soll. Wenn ihr ihm nur immer gibt (Aufmerksamkeit zum Beispiel) und er dies nicht wertschätzen kann oder euch im Gegensatz gar keine Chance lässt, eure Anliegen in die Runde zu werfen, dann saugt dass an eurer Psyche wie ein Parasit. In solchen Situationen ist es manchmal besser, getrennte Wege zu gehen. Ich glaube deine Freundin tut dir mehr Gutes als dieser Freund momentan. So oder so wünsche ich dir viel Glück und Kraft in dieser Angelegenheit.

    “We do have a lot in common. The same air, the same Earth, the same sky.
    Maybe if we started looking at what's the same instead of always looking at what's different,

    ...well, who knows?”

    - Meowth Mauzi

  • Einer meiner guten Freunde hat sich im letzten Jahr von seiner jahrelangen Partnerin getrennt und benimmt sich jetzt die ganze Zeit wie ein Klischee aus Windmond-Erzählungen, lol. Rennt von einer random-Beziehung (er nennt das auch Beziehung und meint das halt ernst und im monogamen Sinne, zumindest behauptet er das so) in die Nächste, ist auch während dieser „Beziehungen“ (und auch schon die letzten Monate vor Beziehungsende bei der langen Beziehung) mit Partnersuch-Apps am grinden und das stört mich mittlerweile auch nicht mehr so, kann er ja gerne machen wie er möchte. Zumindest nachdem zwischen den Beiden dann auch Schluss war, weil ich auch mit ihr befreundet war und sehr wütend war, als er das während der Beziehung gemacht hat, mit denen schreiben und random irgendwelche Egrils daten während man in einer Beziehung ist geht einfach gar nicht in meinen Augen. Was mich allerdings mega stört ist, dass er wenn wir in geselligen Runden mit Freunden sind, fast permanent nur noch über sexuelle Themen spricht, sich benimmt wie ein Teenager der auf Krampf das erste Mal einlochen will und jedes Mädchen in unserem Freundeskreis (oder auch nur flüchtige Bekannte die halt mal dabei sind) versucht aufzureißen oder mit ekeligen Sprüchen (nicht nur als Jokes sondern halt ernsthaft) belästigt. Wenn er dann endlich gemerkt hat, dass das nicht angebracht ist und er es nicht zu versuchen braucht, erzählt er denen trotzdem permanent irgendwelche intim-Geschichten, auch wenn man den darauf hinweist, dass es nicht interessiert und alle sichtlich angewidert sind. Die restliche Zeit über prahlt er aufdringlich von seinen Aktien und seinen Autos, auch wenn man ihn darauf anspricht. Reden scheint nichts zu bringen. Habe gehofft, dass das nur eine Phase ist während er halt Single ist, aber momentan ist er seit nem Monat wieder in einer Beziehung und bringt diese Verhaltensweisen immer noch, ich weiß nicht, warum er sich in einer so kurzen Zeit so komisch und ekelig verändert hat. Diese Prahlerei gipfelte dann darin, dass er ein Geheimnis, welches er nur mir anvertraut hatte und auch wirklich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war (hat er auch selbst so gesagt und ich habe ihm da halt zugestimmt, weil es einfach Sinn ergeben hat) 3 Tage später auf Instagram gepostet hat und es seitdem auch rumerzählt, um damit anzugeben bzw. Aufmerksamkeit zu generieren. Kann hier schlecht erzählen was es ist, aber es ist einfach extrem (!) unangebracht sowas in der Öffentlichkeit zu erzählen. Habe mittlerweile wirklich langsam eine Abneigung gegen ihn entwickelt und meide ihn ein bisschen, da sowas mich menschlich im Gesamtpaket einfach mega anwidert und er früher absolut nicht so drauf war. Er erzählt sogar neuerdings auch Lügen um damit vor anderen Leuten, vorzugsweise Mädchen/Frauen zu prahlen.

    Ich kann nur immer wieder beten, dass er sich in eine positive Richtung weiterentwickelt und ihn irgendwie weiter begleiten. Wir sind schon extrem lange gut befreundet und es macht mich wirklich traurig. Sogar meine Freundin will nicht mehr zu Freunden mitkommen, wenn er dabei ist, weil seinen neuen Charakter extrem hasst und nicht mehr verstehen kann, warum ich noch etwas mit ihm unternehme. :(

    Wir haben diese eine, ungeschriebene Regel, dass so jemand rausgeworfen oder nicht mehr eingeladen wird, tbh.

    Natürlich sexuelle Witze zwischendurch bringt beinahe jeder mal, aber sobald sich jemand auf diese Art aufführt und nicht auf Warnungen hören will: 👋


    Da ist es natürlich mieser, da ihr bereits so lange befreundet gewesen seid, aber man muss auch dann ein paar Grenzen aufgezeigt bekommen, selbst wenn es einem im Moment schlecht geht.

    Was mich interessieren würde: Sagt seine jetzige Freundin dazu gar nichts? 😅


    Ich finde, so einige Menschen (inklusive mir, leider) sind im Grunde viel zu gutmütig und schlucken zu viel herunter, nur um den Frieden nicht zu stören oder jemanden nicht zu verletzen.

    Privat kann man ihm nun zu helfen versuchen, aber ich würde ihn tbh daweil nicht mehr irgendwohin einladen, wo er alle anderen nur auf diese Weise so sehr creept.

  • Danke für das Teilen deiner Erfahrungen Weltenbummler Johnson und für die netten Worte, ich versuche es noch Mal mit ihm darüber zu reden. Ist bei deinem Freund echt schon ein guter Schritt, sich dann Hilfe zu suchen in der Situation. Wünsche euch auch noch viel Erfolg! Könnte mir in meinem Fall auch vorstellen, dass da irgendwas tief begraben liegt oder so was er von sich aus nicht direkt erzählen wollte, weil er sich eben in kurzer Zeit so rapide verändert hat.


    Bastet hier muss ich leider sagen, dass ich seine neue Freundin noch gar nicht persönlich kennengelernt habe, auch u.a deshalb, weil er die neuen Freundinnen noch nicht zu gemeinsamen Treffen mitgebracht hat. Meine Freundin und ich nutzen bei sowas eigentlich immer ganz gerne die Gelegenheit aus, gemeinsam mit einem befreundeten Paar etwas zu unternehmen oder sowas, um den neuen Partner oder die Partnerin mal kennenzulernen. Da sie aber keinen Bock mehr auf ihn hat, fällt das aber als Option erstmal aus und ich warte mal ab, ob er seine Freundin bei einer Gelegenheit mal mitbringt und wie er sich dann verhält.


    Ich denke meine Freunde würden jeden Anderen auch direkt rausschmeißen und nicht mehr einladen, aber jeder von uns hat ein bisschen Hoffnung, dass er sich beim nächsten Mal eben wieder „normal“ verhält. Früher war er auch immer gut drauf und bei allen beliebt, höflich zu flüchtigen Bekannten die mal mit dabei sind und hat die „in Ruhe gelassen“, war immer witzig und alles.


    Werde mich mal wieder zu Zweit mit ihm treffen müssen und Mal mit ihm reden.

    Danke für die Antworten :)

    Look, everybody always figures the time they live in is the most epic, most important age to end all ages. But tyrants and heroes rise and fall, and historians sort out the pieces.

  • Mein Kopf schwirrt... wir sind heute zum Tierarzt gefahren. Makorus und Medoly (beide gerade mal 1 Jahr alt) waren nur zur Kontrolle da. Alles gut. Dann war da Lucky mit ihrem Bein. Sie ist 7 Jahre alt, genau wie ihr Schwesterchen (Zwergkaninchen - Rhön). Und sie hat zwar eine Menge Lebensfreude, aber auch einen chronischen Schnupfen und immer ein dreckigen Po (was daran liegt, dass sie sich nicht gut putzen kann wegen Atemprobleme).


    Ich schreibe sehr wirr... tut mir leid. Jedenfalls hat Lucky einen Splitterbruch am Bein. Es gibt nur drei Optionen


    1. Option : Amputation (Vollnarkose) - Man weiß nicht wie sie mit drei Beinen zurecht kommt. Es ist ihr Hinterlauf. Das Bein wo auch die meiste Energie im Kaninchen steckt und ich weiß, dass Dreibeinige Tiere sehr gut klar kommen können, aber... man weiß nicht wie sie neben ihrem Schnupfen und den Poproblemen zurecht kommen würde... fraglich.


    2. Option : Nagel OP (Wahrscheinlich auch Vollnarkose) - Auch hier ist es fraglich wie sie damit zurecht kommt. Ein Risiko ist dabei (wegen Entzündungen), usw. Zudem ist auch unklar wie es ihr danach geht. Muffin (ihre Schwester) spielt halt gerne mal fangen und ist auch so die Dominante. Die beiden kuscheln und lieben sich innig, aber jagen ist halt immer ein Problem... Das Risiko ist bei beiden OP's da, dass sie daran stirbt (währenddessen, vorher, nachher... wer weiß... es wäre über eine Stunde Hinfahrt + 30-40 Min Wartezeit, fremde Menschen, viel Aufregung, sie ist ohnehin sehr ängstlich bei Fremden. Unseren Tierärzten hier vor Ort vertraut sie, aber wie das bei komplett Fremden ist ohne die Mama -> also mich - ist auch fraglich).


    Mir dreht sich der Magen um. Die Bilder wurden jetzt zu diesem Tierzentrum (sorry, Namen vergessen, bin durcheinander) hingeschickt. Dort wird geschaut ob man da noch was machen kann... dann wird weiter entschieden. Es ist leider auch fraglich ob auch Kleintiere gehen... weiß man leider nicht zu 100%. Das ist in Hannover. Sehr weit weg von uns... alles sehr schwierig.


    Und die dritte Option...


    :crying::verysad:


    Einschläfern...


    Mir bricht das Herz. Alle Kaninchen spüren gerade, dass etwas nicht stimmt. Auch die Jüngsten (auch wenn sie nicht in einem Viererrudel leben -> Altersunterschied). Muffin weiß auch, dass was nicht stimmt. Genau wie Lucky. Ach... es ist zum Heulen. Und sagt bloß nicht "Ach, das Alter." Zwergkaninchen können sogar 10-15 Jahre alt werden (hab ich auch oft genug erlebt).


    Ich weiß nicht was ich tun soll... momentan hab ich Scheuklappen, mir dröhnt der Kopf... ich seh alles verschwommen, kann mich auf Nichts konzentrieren... Mir ist einfach nur übel...


    Habt ihr Worte für mich? Muss kein Trost sein, aber bitte auch keine zu kühlen Worte... das könnte ich gerade nicht gebrauchen. Ich fühle mich scheiße weil diese Entscheidung ganz bei mir liegt. Mein Partner unterstützt mich dabei, aber ich weiß, dass es am Ende auf meiner Verantwortung beruht da die Kaninchen halt auch in meiner Verantwortung liegen (anders als bei Makorus und Medoly, dort teilen wir diese).


    Wie auch immer... ich bin einfach konfus... und mir fehlen die Worte... ich weiß nicht was ich tun soll... :crying:

  • LadyEndivie08

    Das tut mir wirklich leid, aber dein Kaninchen einzuschläfern kannst du ja immer noch als letzte Option in Erwägung ziehen, oder? Zuerst könntet ihr so zwei Monate nach der OP abwarten, wie es ihm geht, oder spricht da etwas medizinisch dagegen? :/


    Ich glaube, für das Tier sind Amputationen psychisch nicht so "schlimm", wie für den Besitzer. Die besitzen (zu ihrem Glück eigentlich) nicht die mentale Fähigkeit und Reife, um sich überhaupt selbst bemitleiden zu können und da hab ich schon oft gehört, dass die sich schnell an ihre neue Situatuion gewöhnen.

  • LadyEndivie08

    Ach herrje. Das tut mir leid für dich und das Nini.

    Es klingt blöd, aber schlaf erstmal drüber!

    Lass diese Infos alle erstmal sacken.

    Du kennst dein Tier am besten und wirst die für euch passende Lösung finden.

    Bastet hat recht, Tiere kommen mit Amputationen besser zurecht als Menschen.


    Erst solltest du den Kopf klar bekommen.

    Das ist nicht böse gemeint, ich ahne wie es in der vorgeht. Tiere sind für viele wie eigene Kinder.


    Mach dir keine Vorwürfe. Du wirst die beste Entscheidung treffen, eben weil du dir soviel Gedanken machst.


    Ich drück dich einfach mal

  • Erstmal mein Beileid, fühl dich gedrückt :/ Solche Diagnosen sind wirklich immer furchtbar. Aber ich stimme meinen Vorpostern zu, schlaf erst mal darüber und denk nicht zu viel übers Einschläfern nach, solange es noch andere Möglichkeiten gibt.


    Falls es dich beruhigt: unserer Kaninchendame, die auch 7 Jahre alt ist, wurde kürzlich ein Tumor direkt unterm Auge entfernt - der Eingriff hatte zwar keine bleibenden Folgen wie in deinem Fall, aber ich habe mir auch total Sorgen gemacht aufgrund der Narkose und halt ihres Alters und dass es kein kleiner Eingriff war. Aber sie hat alles gut überstanden und hat sogar wieder einiges an Lebensfreude zurückbekommen, seit der Tumor weg ist :) Sie war allerdings auch sonst bei guter Gesundheit abgesehen vom Tumor, wie es für ein "vorbelastetes" Kaninchen ist kann ich nicht einschätzen, aber ich denke da kannst du auf die Einschätzung des Tierartzts vertrauen.


    Von wegen Anreise und Wartezeit: Wäre es vielleicht möglich, eins der anderen Kaninchen als Beruhigung mitzunehmen? Bedeutet natürlich wiederum Stress für das andere, aber euer angeschlagenes Kaninchen würde es vielleicht entlasten. :/

  • Also ihre Schwester Muffin käme in jedem Fall mit. Und wir würden uns auch für OP entscheiden (welche ist noch unklar).


    Unsere größten Bedenken wären einfach, dass die 1,5-Stunden Fahrt Hin und Zurück (Näheres gibt es nicht) + die zusätzliche Aufregung sie zum Hyperventilieren bringen. Sie hält den Kopf immer in den Nacken geneigt wenn ihr der Stress zu viel ist. Und da ist einfach meine größte Befürchtung. Ansonsten würde ich ALLES für mein Baby tun... keine Frage. Ich liebe Lucky und weiß wie tapfer und lebensfroh sie ist.


    Die zweiten Bedenken (die hoffentlich nicht wirklich so schlimm sind) wären geldgeile Ärzte. Ich hab schon gelesen, dass so eine OP auch nur 150€ kosten kann und wir wären auch bereit alles Geld für unser Liebes auszugeben, aber mich hat es schon geschockt als ich hörte, dass manche sogar fast 1.000€ für so eine OP verlangen. Da schwirrt einem schon der Kopf (und ja, Geld wächst nicht auf Bäumen und reich sind wir halt auch nicht gerade).


    Wir würden alles für sie tun, aber wir hoffen, dass wir - sollte diese Klinik ein Unding sein - eine Alternative wissen. Ich weiß nicht ob hier irgendwer Kliniken in Hannover kennt. Und diese sind auf Hunde und Katzen spezialisiert (auch noch ein Bedenken, dass ich habe). Es ist unklar ob die auch mit Kaninchen und Kleintieren können.


    Das sind alles Dinge die einen so durch den Kopf gehen. :verysad::unsure:


    Das Schlimme ist, dass die meisten gleich immer von einem das Schlimmste und Böseste denken wenn man über Geld in so einem Bezug spricht, aber ich finde es ebenso schlimm wie manche Ärzte das ausnutzen nur um für sich selbst Geld einzuheimsen. So eine Nagel-OP kostet nicht mehr als 100€ und Amputieren wäre wahrscheinlich nicht viel teurer. Da frage ich mich halt wie manche zu so einem unverschämt hohen Betrag kommen?!


    Mir schwirrt immer noch der Kopf, aber das Ausschlafen darüber tat gut. Ich hab das Gefühl, dass es mir etwas besser dabei geht. Überfordert bin ich trotzdem noch. Muss ja immer noch bis morgen warten... und das fühlt sich sehr lange an für einen Tag. *sfz*


    Bastet

    Zitat

    Das tut mir wirklich leid, aber dein Kaninchen einzuschläfern kannst du ja immer noch als letzte Option in Erwägung ziehen, oder? Zuerst könntet ihr so zwei Monate nach der OP abwarten, wie es ihm geht, oder spricht da etwas medizinisch dagegen? :/


    Ich glaube, für das Tier sind Amputationen psychisch nicht so "schlimm", wie für den Besitzer. Die besitzen (zu ihrem Glück eigentlich) nicht die mentale Fähigkeit und Reife, um sich überhaupt selbst bemitleiden zu können und da hab ich schon oft gehört, dass die sich schnell an ihre neue Situatuion gewöhnen.

    Das Problem ist weniger der Selbstmitleid. Sondern eher, dass es der Hinterlauf ist. Das brauchen sie zum Männchen machen, zum Putzen und auch zum Rennen. Das kann sie schon arg einschränken. Die Vorderpfote wäre bei Weitem nicht so schlimm. Das wissen wir leider nicht ob medizinisch etwas dagegen spricht. Das erfahren wir auch erst morgen. Ansonsten hyperventilliert sie sehr schnell da sie ihren Kopf beim Atmen (zumindest beim TA und während einer Autofahrt) immer stark in den Nacken legt. Leider ist ihre Lunge schon beschädigt und sie hat generell Atemprobleme. Wir müssen halt auch immer ihren Po waschen da sie das (eben wegen Atemprobleme) nicht mehr alleine hinbekommt.


    Das würde uns an sich gar nicht stören (ich tue alles für mein Baby), aber ich weiß nicht wie viel Belastung sie noch aushält. Und wie aufregend die OP für sie dann am Ende ist. Die Hinfahrt, die Wartezeit, der Prozess vor der Narkose, wie es ihr danach geht (herz- und lungentechnisch). All diese Bedenken schwirren mir dann doch durch den Kopf. *sfz*

  • LadyEndivie08

    Verstehe. :/


    Oh well, nicht bedacht. Ich hab bloß daran gedacht, dass Hunde und Katzen oft sehr gut mit drei Beinen oder Prothesen, um das Gleichgewicht zu halten, auskommen.


    Die geldgeilen Tierärzte kenn ich. Meine Katze Simba war 16 und an Lungenkrebs erkrankt. Die wollten ihr in diesem Alter und in ihrem Zustand einen gesamten Lungenflügel entfernen. :/


    Ich dacht eben, selbst wenn das Kaninchen schon etwas älter ist: mit einem fehlenden Bein kann man noch eher zu leben lernen, mit kranken Organen nicht, und zumindest hab ich gehört, dass Tiere darunter zumindest nicht unter psychischen Problemen leiden.

  • Ich habe diesen Artikel auf Facebook gefunden und deren Reaktion gelesen.

    Was ist los mit dieser Welt?


    Ich weiß nicht, was diese Reaktionen sein sollen. Diese bezog sich auf den ersten Link. Irgendwie scheinen einige es darauf zuschieben, dass der Staat bunt ist. Andere deuten an, dass sie richtig finden, was das ab ging. (Wie bestellt, so geliefert.)

    Wenige wollen eine straffe Hand, was auch immer das bedeuten mag.

    Ich frage mich lansam, was hier geschieht, warum werden die so aggressiv?

    Vielleicht sollte man eine Rüstung anziehen!

    Jetzt ist Zivilcourage schon tödlich!

    Was für ein Jammer!

  • Wenn die Fahrt zu lange ist solltest du vielleicht zwischendrin ein paar Pausen einlegen.

    Gut wäre es wenn man ein bisschen Klatsch aufgabelt, vor allem bei der Tierärztlichen Belegschaft.

    Vielleicht wird eine Praxis besonders oft erwähnt?

    Das wissen wir leider nicht.


    Na ja, ich hatte mich auch bei meinen Eltern ausgesprochen und die meinten, dass ich mich fürs Einschläfern entscheiden sollte wenns zu teuer wäre. Was mich irgendwo auch geschockt hat. Für Menschen tut man ja alles Mögliche damit dieser lebt, aber beim Tier darfs ruhig einfach mal so sterben weil es einem zu teuer ist?! Ich meine ich hätte auch keine Lust 1.000€ zu zahlen (zumal man gerade mal ein Zehntel für die OP-Kosten bräuchte), aber das ist dann schon eine krasse Nummer... bin gerade etwas traurig und geschockt wie sie darüber denken da ich gerade bei meiner Mutter (auch hier) etwas anderes erwartet hätte. Sie hat ja selber Haustiere gehabt und das nicht gerade wenige. :verysad:


    Wieso denken Menschen immer -> Je kleiner das Tier -> desto weniger Liebe -> desto weniger Geld.


    WTF?!


    Sorry, bin gerade einfach sprachlos.


    Vor allem weil Lucky das süßeste Wesen ist was ich kenne. Sie ist so lieb und tapfer. Das kann ich glaube ich so gar nicht in Worte fassen. Auf dem Bild das Hellgraue ist Lucky und die Dunkle ist ihre Schwester Muffin.



    Ich verstehe einfach nicht warum man z.B. auch denkt, dass ein Hamster doch nur ein kleines Gehege braucht. Als ob es Maßstäbe für Freiheiten bei Tieren gäbe. Ich gebe meinen Tieren so viel Platz wie nur geht und finde Einschränkungen generell nicht gut. Zugegeben... Lucky und Muffin sind ungewöhnlich. Wir hatten ihnen schon 24/7 einen Freilauf angeboten, aber in ihrem Territorium haben sie sich merkwürdigerweise trotzdem am Wohlsten gefühlt. Hingegen Makorus (unser Rexi) hoppelt gerne mal (unter Aufsicht) durch die Wohnung, erschnüffelt und erkundet alles und ist wie ein "Hund".


    Und ebenso ist es mit Timon unserem Teddyhamster. Der krabbelt auch auf unseren Schoß herum, während man ihm eine Erbsenflocke gibt und generell freut es uns immer zu sehen wenn unsere Tiere einfach die Zeit mit uns genießen. Ich hatte solche Worte nur noch nie von meiner Mutter in diesem Bezug gehört da wir Zuhause auch immer Kaninchen hatten (und das nicht gerade wenige). Sie hatten sogar einen Stall + Freilauf mit Überdachung und viel Wiese. Eigentlich hatte ich sie die ganz anders eingeschätzt.


    Natürlich hat Lucky einen Schnupfen und Einschränkungen, aber Behinderte schläfert man doch deswegen auch nicht einfach so ein? Wenn es nicht gerade um diese Entscheidung geht bringt mich das gerade in ganz anderem Sinne zum Grübeln. Ich finde leider, dass Tierärzte einen oft viel zu schnell zum Einschläfern drängen... auch wenn ich es in dem Fall zwar nachvollziehen kann, aber jetzt wo mein Kopf klarer ist wäre es für mich auf keinen Fall eine Option.


    Was Pausen angeht -> Für Lucky war es meist besser es schnellst möglichst durchzuziehen damit sie schnell wieder Zuhause ist. Denn (wie ich selbst) kann sie sich Zuhause einfach am Besten erholen. Was ich auch absolut nachvollziehen kann. :)


    Was mein Partner jedoch auch meinte ist, dass Lucky eventuell wie bei Makorus Kastration die Nacht über bleiben müsste. Da hab ich am meisten Angst davor so ohne Schwester, alleine, in Angst, usw. da dreht sich mir dann doch der Magen um. :verysad:

  • Sry, dass ich hier gerade zwischen schreibe. Ich will mir nur mal eben etwas von der Seele reden, damit ich hoffentlich, nicht länger über den Bullshit nachdenken muss.

    Hab heute mit meiner Mutter telefoniert und sie hat mich obviously erstmal nur angerufen, weil sie wollte, dass ich mich bei meinem Vater melde. Dann war da aber diese Stelle wo ich gesagt habe "Papa macht gerade Spätschicht oder so. Keine Ahnung." und bei meiner Mutter ist anscheinend nur angekommen "Papa macht gerade... Keine Ahnung.", weil ihr Telefon schrott ist und öfter mal harkt, oder rauscht.

    Sie fing wirklich instant an mit "ÖHH WARUM REDEST DU AUF EINMAL SO KOMISCH!EINEINSELF!!! WOLLT IHR MICH ALLE VERARSCHEN!?!! SO REDEST DU NICHT MIT MIR!!"

    Ich (wusste ja nicht mal, dass es nicht richtig bei ihr angekommen ist), komplett verwirrt und frag was los sein soll und sie macht weiter und labert, dass ja niemand mehr etwas mit ihr zu tun haben will und alle sie scheiße behandeln und ich denke mir nur so "ja nee... Wundert mich nicht, wenn du wegen so einem kleinen Missverständnis so ausrastet e.e".

    Am Ende haben wir das Missverständnis geklärt, aber sie hat mir nicht geglaubt, dass ich das gesagt habe und fing wieder an mit, wenn sie mich belästigen würde, soll ich das sagen.

    Btw hatte ich schon mal so eine Situation, da hat sie mich in der Bahn angerufen und ich habe extra leiser gesprochen, damit ich nicht alle belästige, sie war auch mega am ausrasten, weil ich leiser spreche und hat mich richtig beleidigt, weil ich ja nicht normal rede und das mit absoluter Absicht machen würde, nur um sie zu provozieren.

    Dann ging das Gespräch normal weiter und sie meinte dann, sie hat jetzt ein Kabel gefunden, für das Navi, dass wir ihr geschenkt haben, damit sie hier hin findet und uns mal besuchen kann (Das Auto von ihr ist älter, deswegen hat das andere Kabel nicht gepasst). "Ja ich werde nicht so oft vorbei kommen, ich will euch ja nicht belästigen. Vielleicht zweimal im Monat!"

    -.- Was will die denn zweimal im Monat bei uns? Wenn sie zweimal im Monat kommt, kommt wieder nur gemerkter, das wir ja nie etwas machen und nur vor dem Computer hängen, weil wir obviously auch keine Lust haben so oft was mit ihr zu planen. Ich hab schon so kaum freie Wochenenden, weil ich meistens Samstags arbeiten muss, da opfer ich die, welche ich habe doch nicht immer an sie. Ich bin mittlerweile auch Admin in einem sehr aktiven Pokémon Forum und arbeite da nebenbei. Es ist vielleicht ein Hobby ja, aber es raubt dennoch sehr viel Zeit. Sowas würde sie beispielsweise gar nicht verstehen, es wäre sowieso nur Kinderkram, ich solle mich mal auf wichtige Dinge konzentrieren oder ähnliches und dann würde sie sich wieder angegriffen fühlen, weil ich ja nicht immer dann für sie springe, wenn sie es so will.

    Zum Glück wohne ich jetzt ne Stunde mit dem Auto entfernt, als ich noch zwanzig Minuten entfernt lebte, ist die jedes Wochenende gekommen und saß da dann einfach immer zwei- drei Stunden rum, hat uns zugelabert und sich beschwert, dass wir ja nicht andauernd etwas mit ihr planen, weil man ja dann jedes Wochenende für jemanden opfern will, der immer und immer und immer wieder nur das selbe labert und einen beleidigt und anbrüllt, wenn man nein sagt.

    Warum kann meine Mutter nicht mal wie ein normales Elternteil sein? Die Eltern von meinem Freund haben uns erst zweimal besucht, in zwei fucking Jahren. Meine Mutter war erst vor zwei Wochen oder so da und tut schon wieder so, als wäre es Ewigkeiten her oder nie passiert e.e Ich bin dafür extra zu ihr hin gefahren mit dem Bus zwei Stunden und habe ihr dann den Weg gezeigt, mit dem Auto. Wurde das gewürdigt irgendwie? haha.

    Aber dankbar ist sie ja sowieso nicht. Schuldet mir auch schon wieder Geld und meinte, sie ruft mich noch mal an, für die Kontodaten. Ratet mal in welcher Woche sie mich dann gar nicht angerufen hat? Haha.... verarschen kann ich mich alleine.

    Jedes mal wenn ich mit ihr rede mach ich irgendwas falsch, oder werde beleidigt, wenn ich nicht versuche mich hundert Prozent so zu verstellen, wie es ihr passt. Ich darf kein bisschen leise oder traurig sprechen, kein bisschen über Probleme reden, die über die Arbeit hinaus gehen, denn dann stelle ich mich ja nur an und Fehler darf ich auch keine haben. Und die Frau ist voller Fehler die man akzeptieren muss, oder man ist scheiße.

  • Happily

    Aaah, solche Situationen kenne ich. :tired: Ich werde auch immer und immer wieder darauf angesprochen, dass ich so leise rede. Oder dass ich mich abkapsel. Oder mit keinem zu tun haben will. Mir kommt es vor, als läge das echt an unserem Alter. Ich hab's hier halt auch schon ein paar Mal gelesen, dass die Eltern auf einmal ganz komisch werden und sich nicht mehr damit abfinden können, dass ihre "Kleinen" nun auch erwachsen werden und ein eigenes Leben leben wollen. Gerade dann neigen sie dazu, noch anhänglicher zu werden und schnell beleidigt zu sein. Ist dann auch echt schwer, ihnen das vernünftig zu erklären, wenn sie sowieso in jedem Satz einen Angriff sehen. Was man dagegen machen kann? Ehrlich gesagt weiß ich das nicht, denn mit dem Reden ist es immer so eine Sache, wenn sich der Gegenüber sowieso nicht darauf einlassen will oder eben allen möglichen (falschen) Kram in jeden einzelnen Satz interpretiert. Vielleicht hilft es ja auch, mal zu sagen, dass du sie SO nicht treffen willst. Dass es dich nur freut, wenn sie nicht immer am meckern ist oder dir Vorwürfe macht. Oder vielleicht, so komisch es auch klingt, mal zu überlegen, aus welchem Grund sie solche Dinge zu dir sagt. Denn scheinbar kommen die Sachen anders bei ihr an als du sie meinst. :dos:

  • Vielleicht hilft es ja auch, mal zu sagen, dass du sie SO nicht treffen willst. Dass es dich nur freut, wenn sie nicht immer am meckern ist oder dir Vorwürfe macht. Oder vielleicht, so komisch es auch klingt, mal zu überlegen, aus welchem Grund sie solche Dinge zu dir sagt. Denn scheinbar kommen die Sachen anders bei ihr an als du sie meinst. :dos:

    Ersteres hab ich schon getan. Vor ein oder zwei Monaten erst. Als ich mich dann richtig darüber aufgeregt habe, dass sie immer Dinge fordert und man nie ein Danke hört. Das sie selbst meint, mein Freund würde sie selbstverständlich, total kurzfristig, überall hinfahren (da hatte sie noch kein Auto) und er auf sowas auch keine Lust hat. Sie geht jetzt davon aus, dass wir beide sie hassen und betont es auch öfter mal.


    Zweiteres na ja, dass macht sie nicht nur bei mir, oder aus solchen Gründen wie du benennst. Sie macht sowas bei jedem, weil sie extrem paranoid ist und einfach immer in alles etwas schlechtes interpretiert. Beispiele "Die AOK hat meine Adresse geändert, weil sie meiner Mutter eines auswischen wollen" (Ich war noch lange bei meiner Mutter gemeldet, weil irgendwelche Versicherungen. Und dann habe ich das eben geändert, weil ich da keine Lust mehr drauf hatte.) Oder auch gut war "Die Nachbarn haben bestimmt unseren Lichtschalter mit Absicht kaputt gemacht, die brechen hier ein und schauen sich meine Wohnung an und es hat ihnen nicht gepasst, wie es hier aussieht." (Das war echt n Highlight btw...)

    Keine Ahnung was man da machen könnte, außer ner Therapie und wenn sie schon so reagiert, bei banalen Dingen, kann man sich natürlich vorstellen, wie sie bei sowas reagiert.

  • Happily

    Owaia, das klingt wieder nach so einem extremen Fall, bei dem man froh sein kann, so jemanden nicht als Nachbarn zu haben... (Sorry, falls das jetzt in irgendeiner Art verletzend klingt.) War sie denn schon immer so oder ist in letzter Zeit irgendetwas vorgefallen, was ihre Art erklären könnte?

    Tja, bei einer Therapie ist leider nur die oberste Voraussetzung Selbstbereitschaft und dass derjenige bestimmte Probleme bei sich selbst erkennt. :dos:

  • Owaia, das klingt wieder nach so einem extremen Fall, bei dem man froh sein kann, so jemanden nicht als Nachbarn zu haben... (Sorry, falls das jetzt in irgendeiner Art verletzend klingt.) War sie denn schon immer so oder ist in letzter Zeit irgendetwas vorgefallen, was ihre Art erklären könnte?

    Ne das ist schon immer so gewesen. Ich denke es verschlimmert sich über die Jahre immer mehr. Richtig cholerisch wurde sie erst, als man ihre Schilddrüse entfernen musste. Sie nimmt die Medikamente seit Jahren nicht mehr. Bestimmt um die 19 Jahre. Das da Nebenwirkungen nicht ausbleiben, kann man sich leider denken.

    Aber ja, leider hast du recht. Die Einsicht muss eben her, sonst kann man niemandem helfen. Ich hab mittlerweile auch damit abgeschlossen, ihr helfen zu wollen, oder mich generell damit zu belasten, wie es ihr geht. Nur regen mich solche Aktionen einfach immer wieder aufs Neue auf.


    Aber btw, danke Thread. Das geisterte mir den ganzen Tag im Kopf rum, jetzt gehts mir besser :D