Traumfänger





  • Von außen bin ich nur jemand unter vielen, denn erst, wenn man den großen Schritt wagt und in meinen Kopf hineinschaut, sieht man, dass ich anders bin. Ich bin ein Träumer – schon von meiner Kindheit an – und stolz darauf, einer zu sein, denn Menschen wie ich erleben die Dinge aus einer vollkommen anderen Perspektive, die die normalen unter euch nur mit viel Mühe und Not erreichen werden. Man sagt uns fälschlicherweise nach, dass wir die Welt so machen, wie sie uns gefällt, doch ich sage, dass wir die einzigen sind, die die Wahrheit sehen, denn es reicht nicht aus, nur den bloßen Text zu lesen – um die Wahrheit zu erkennen, muss man durch die Buchstaben schauen, um erst verstehen zu können.
    Nun, bist du auch ein Träumer?



    Drabbles
    - Mitternachtsglanz
    - Traumfänger


    Drabbleketten
    - Mahr


    Gedichte
    - Vulkan


    Kurzgeschichten
    - Denken an dich
    - Nebel

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    Traumfänger




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    Beschütze mich, mein Traumfänger, beschütze mich!
    Ich schließe langsam meine Augen, schlafe allmählich ein und beginne zu träumen – sehe leere Ruinen, in denen einst lebensfrohe Menschen wohnten, und tote Knochen am Straßenrand liegen, über die gefräßige Geier gleiten, rieche den Geruch von verbranntem Fleisch, schmecke den Geschmack des Todes auf meinen tauben Lippen, höre kein Kinderlachen mehr wie an vergangenen Tagen und fühle auf meiner Haut die Wärme der Feuerfunken, die vom Erdboden zum dunkelgrauen Horizont aufsteigen – ich träume nicht mehr, wache auf und öffne augenblicklich meine Augen.
    Beschütze mich, mein Traumfänger, beschütze mich, denn dies ist ein wahrgewordener Albtraum!


    Anlass II –
    Inspiration II Traum
    Sonstiges II ab zwölf Jahren freigegeben
    Erwähnungen II  Nessie., Naoko, Nocturnal

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    Nebel




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    Er sah für sie wie ein ganz normaler junger Mann aus, der gerade frisch von der Arbeit kam – sein dunkelblauer Anzug, den er über seinem weißen Hemd trug, hatte bereits seinen glänzenden Schimmer verloren, erfüllte dennoch seinen eigentlichen Zweck. Er wirkte angespannt, zerrte des Öfteren nervös an seiner schwarzen Nobelkrawatte und suchte mehrere Male etwas in seiner Innentasche, doch fand nie das, was er all die Zeit lang suchte. Er wartete wie ihre Mutter und sie an der Bushaltestelle "Au centre-ville" und hielt einen schwarzen Lederaktenkoffer fest in seiner rechten Hand. Sie schaute zu ihm hin, schenkte ihm, um ihn aufzumuntern, ein Lächeln, doch seine kalten, dunkelbraunen Augen schauten nur desinteressiert zurück. Als sie bemerkte, dass sie nichts mehr großartig ändern konnte, wendete sie sich wieder ab und dachte darüber nach, wann wohl endlich der Bus kommen würde, um diese beklemmende Situation aufzulösen.
    Doch dann erregte er ein weiteres Mal ihre Aufmerksamkeit, als er etwas in einer fremden Sprache in einer befremdlich lauten Lautstärke schrie und danach mit seinem Koffer direkt in die Menschenmasse stürmte. Nur den Bruchteil einer Sekunde später überwältigte sie eine gewaltige Druckwelle, die sie auf den rauen Erdboden schleuderte. Ihre Glieder waren zu träge, um aufzustehen, und ihre Augen wurden langsam schwer.
    "Marianne!", rief plötzlich eine Stimme ihren Namen, die sie vom Einschlafen abhielt, und ihr wieder neue Kräfte zukommen ließ.
    Sie war sich sicher, dass ihre Mutter, die eben noch neben ihr stand, sie rief, doch das Kind konnte sie nirgends finden. Mit dem Willen, sie wiederzufinden, stütze sich Marianne mühevoll auf und blickte in die Weiten der nun menschenleeren Straße.
    "Wie?", überlegte die Zehnjährige laut. "Wie lange war ich nur weg?"
    Sie ging wenige Schritte in die Leere voraus, als sie plötzlich am entfernten Ende des Weges den Mann im dunkelblauen Anzug erkannte. Unbemerkt spazierte ihr Körper auf ihn zu, sodass sie nun von unten direkt in seine kalten Augen blickte.
    "Wo ist meine Mutter?", fragte sie den Mann, der nur vor sich hin lachte und sich auf ein Mal, als sich plötzlich ein dichter, weißer Nebel hinter ihm aufbaute, in der windstillen Luft auflöste.
    Verzweifelt hockte sie sich mit dem Gesicht zum Boden gerichtet inmitten des weißen Nebelumhangs hin und war kurz davor, aufzugeben.
    "Und was machen wir nun?", ertönte plötzlich eine ihr unbekannte Stimme.
    Das Mädchen dachte, dass sie sich diese nur einbildete, doch, als noch weitere, die das Kind unmöglich überhören konnte, auftauchten, blickte sie auf und erkannte einzelne Silhouetten, die wie sie im Nebel wandelten.
    "Keine Ahnung! Woher soll ich das wissen?", antwortete der zweite Schatten auf die eben gestellte Frage. "Warum fragst du nicht ihn?"
    "Was, mich? Wieso sollte er denn mich fragen? Ich habe doch sowieso keinen Plan! Hatte ich noch nie und werde es auch nie!", motzte er herum.
    "Können wir dann einfach zurück zum Park?", schlug der Erste vor.
    "Wieso nicht? Aber wo geht's lang?", fragte er sich.
    Marianne wollte ihre Chance nutzen und die drei dunklen Gestalten fragen, ob sie ihr bei ihrer Suche helfen könnten, doch ehe sie die Gelegenheit eingehen konnte, waren sie auch schon wieder im Nebel verschwunden. Erneut stand sie entmutig vor der dichten Nebelwand, als ein helles Blitzlicht aufblinkte.
    "Eine wundervolle Architektur!", schwärmte jemand vor sich hin. Marianna drehte sich um und erkannte einen Umriss, den sie einfacher deuten konnte, als die drei Schatten von vorhin. Er gehörte einer Touristin, die einen altmodischen Fotoapparat in der Hand hielt sowie ein weißes Top und einen schwarzen Rock trug.
    "Ein wundervoller Urlaub! Ich freue mich schon, meine Erinnerungen mit meinen Liebsten Zuhause zu teilen!", redete sie weiterhin mit sich selbst, während sie ihre Fotos auf dem kleinen Monitor ihrer Kamera betrachtete und, so schnell wie sie aufgetaucht war, schon wieder verschwand, noch ehe das Mädchen versuchte, nach Hilfe zu fragen.
    "Wer sind diese Menschen?", dachte Marianne laut nach. "Und wieso können sie mir nicht helfen?"
    "Du darfst nicht aufgeben, Schatz", ertönte es hinter dem Kind, das dachte, ihre Mutter zu hören. "Irgendwann wird es dir gelingen – da bin ich mir sicher!"
    Marianne drehte sich um und sah eine junge Frau, welche jedoch nicht ihre Mutter war, die mit ihrem Kind durch die Stadt spazierte und dabei versuchte, nicht auf die Fugen der Pflastersteine zu treten.
    "Geh' es einfach langsamer an, wenn es dir zu schnell geht!", munterte sie ihren Sohn auf und verschwand mit ihm an der Hand auf geisterhafte Art und Weise im Nebel.
    "Warte Sie doch, bitte! Warten Sie und helfen Sie mir!", rief das Mädchen den beiden hinterher, doch ihr Hilferuf verstummte. Stille.
    "Ich freue mich schon sehr auf heute Abend! Du auch?", ertönte es plötzlich mitten in die Leere. Marianne schaute sich um und erkannte nur wenige Meter vor sich zwei Schatten, die einem Pärchen gehörten. Während die junge Frau einen weißen Hut, eine warme, schwarze Jacke und eine dunkle Jeans trug sowie eine beinahe riesige Handtasche bei sich hatte, trug ihr Freund eine Sonnenbrille, ein langärmliges weißes T-Shirt und eine schwarze Jogginghose sowie eine lange, schwarze Herrenjacke, die er um seine Hüfte gebunden hatte.
    "Sicher tue ich das!", antwortete er ihr. "Was für ein Mensch wäre ich, wenn ich mich nicht auf das gemeinsame Abendessen mit unseren Familien im Restaurant 'À la carte' freuen würde, haha?"
    "Moment, meintest du das gerade ironisch?", hinterfragte sie seine Aussage, blieb stehen und schaute ihn verärgert an. Ihr Freund errötete im Gesicht.
    "Also, ich …", stoppte er kurz, um zu überlegen.
    "Moment! Bitte, warten Sie doch!", rief das Kind ihnen hinterher. "Bitte, hören Sie mir zu!"
    "Hmm?", murmelte die Frau vor sich hin. "Ja, bitte? Was ist denn los?"
    "Sie … sie können mich sehen? Und auch hören?", sagte das Mädchen ungläubig.
    "Natürlich?", dachte er laut nach, nachdem er von Marianne unterbrochen wurde.
    "Nicht so wichtig …", antwortete sie. "Haben Sie hier vielleicht irgendwo meine Mutter gesehen?"
    "Wenn ich genauer darüber nachdenke … ja, ich glaube schon. Haben wir nicht eine Frau gesehen, die dort, am Ende der Straße, verzweifelt nach ihrer Tochter gesucht hat?", fragte sich die Frau selber, während sie ihren Freund hilfesuchend am T-Shirt zerrte. "Wenn du magst, können wir dir zeigen, wo wir sie gesehen haben."
    Zwischen den dichten Nebelschwaden öffnete sich ein schmaler Pfad, der sie direkt zu ihrem Ziel bringen sollte.
    "Dir nach!", munterte die junge Frau das Kind, das sofort den Weg antrat, auf.
    Sie ging zuerst nur, dann rannte sie und schließlich ging ihr Rennen in schnelles Sprinten über, sodass sie in nur wenigen Sekunden die weite Strecke zurückgelegt hatte und nun vor einem großem Tor stand, aus dem Licht strahlte und die herzhafte Stimme ihrer Mutter zu hören war.
    Marianne verschnaufte einen Moment, um sich auf ihre Reise in das Ungewisse vorzubereiten, bevor das Kind durch das große Tor ging und ihr Körper im hellem Licht verschwand.


    Anlass II Wettbewerb 13: Bildinspiration
    Inspiration II Magali Kermaïdic
    Sonstiges II ab zwölf Jahren freigegeben
    Erwähnungen II –



  • Laliona Galileo,


    die Idee zum Traumfänger ist interessant. Bemerkenswert ist vor allem die Tatsache, dass du alle fünf Sinne aktiv einbindest, die die Umgebung quasi beschreiben und zeigen, was der Erzähler gerade erlebt. Die Bilder, die während der Sinneswahrnehmungen entstehen, lassen eine düstere Atmosphäre aufkommen, die vermutlich die Folgen eines Brandes beschreiben (wie auch immer die Geier hier herkommen, wenn die Funken noch stieben). Das kann nun alles Mögliche bedeuten; etwa dass der Erzähler aktiv etwas in diese Richtung miterlebt, möglicherweise mit seiner eigenen Familie, oder auf andere Weise damit konfrontiert wurde. Es lässt einige Interpretationen zu, die aber nicht wirklich kohärent mit dem Thema des Textes sind und hier ist das Problem die Funktion des Traumfängers selbst. Dem allgemeinen Glauben nach lässt der ja nur die guten Träume durch, während er die schlechten auffängt. Scheinbar hat der Traumfänger des Erzählers also irgendwo ein Leck und daher ist es eher überraschend, dass er die Geschehnisse der Realität im Traum weiter verarbeitet. Hier hätte es sich also angeboten, einen Gegensatz zu zeigen, denn damit wäre eine positive Energie vom Traumfänger ausgegangen, während sich beim Erwachen das genaue Gegenteil zeigt.


    Eine Sache noch:

    die vom Erdboden gen dunkelgrauen Horizont aufsteigen

    Gen hört sich zwar in poetischen Texten gut an, aber passt auch nicht immer perfekt in die Satzstellung. Hier würde ich "zum" empfehlen.


    Wir lesen uns!

  • Hallo @Galileo,


    Ich wollte einmal einen Kommentar, bzw. eigentlich gleich zwei dalassen, da ich beide Geschichten, das Drabbel und die Kurzgeschichte gestern auf dem Weg zur Arbeit konsumiert habe. ;)


    Erst einmal aber: Ich mag den Startpost. Er ist sehr einfach gehalten, aber dadurch auch sehr Übersichtlich! :)


    Traumfänger
    Ich fand diese Geschichte besonders interessant, da sie sehr anders war, als ich es bei dem Titel erwartet habe. Ich habe mich mit dem beschriebenen Szenario, den Knochen und der toten Landschaft, an diverse post-apokalyptische Filme erinnert gefühlt. Man fragt sich natürlich, was da passiert ist. Natürlich ist dabei die vage Frage - dank dem Ende "wahrgewordener Albtraum", der im Kontrast zu dem Anfang "fange an zu träumen" steht - ob es nun real oder eben doch nur ein Albtraum ist.


    Schön fand ich übrigens die Spiegelung von Anfang und Ende!


    Dafür habe ich allerdings einen Komma-Fehler gefunden, der mich ziemlich aus der Geschichte gerissen hat, da ich den Satz daher habe mehrfach lesen müssen, um ihn zu verstehen.


    sehe leere Ruinen, in denen einst Menschen wohnten (Ende des Relativsatzes - Komma) und tote Knochen am Straßenrand liegen (Anfang Relativsatz, daher Komma) über die gefräßige Geier gleiten,


    Nebel
    Bei dieser Geschichte habe ich mich ja prompt an einen Anime erinnert gefühlt. Ja, diese "Totenreich als Nebelfeld" Symbolik ist nicht nur in Anime vorhanden, aber dennoch ist es dabei doch das, woran ich als erstes denke.


    Die Geschichte ist auf jeden Fall sehr atmosphärisch geschrieben und ich konnte mir das Szenario selbst sehr gut vorstellen. Ich habe mich übrigens ja auch gefragt, ob die Nebelgestalten nun andere Leute waren, die bei diesem Anschlag ums Leben gekommen waren und ebenfalls durch die Zwischenwelt gingen, ob sie mehr oder weniger die Schatten von Leuten waren, die einfach einmal physisch dort gewesen waren, oder ob es damit etwas ganz anderes auf sich hatte.


    Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht zu lesen und darüber zu rätseln!


    Zwei Kritikpunkte habe ich aber auch.


    Was mir in dieser Geschichte ein wenig Kopfzerbrechen bereitet hat, war das Alter der Protagonistin. Am Anfang war ich - rein aus meiner Intuition, als jemand, der öfter mal auf Plattformen liest - von dem Standardalter "zwischen 14 und 16" ausgegangen, doch der spätere Verlauf der Geschichte legt nahe, dass die Protagonistin doch eher jünger war, vielleicht 10 oder etwas jünger. Jedenfalls erscheinen mir die Gedanken des Charakters hier wie die eines Kindes. Kurzum: Es wäre eventuell hilfreich gewesen für den Leser, den Hauptcharakter am Anfang ein wenig zu beschreiben oder zumindest einen Hinweis darauf zu geben.


    Zum anderen sind mir auch hier einige Interpunktionsfehler aufgefallen. Fehlende Kommata vor und nach Nebensätzen zum einen, zum anderen aber auch zwei andere Dinge:


    1) Du machst immer im Dialog ein Komma nach dem eigentlichen Hauptsatz "sagte er, sagte sie usw.", auch wenn eigentlich ein Punkt dahin gehört. Generell folgt nur dann ein Komma nach diesem Einschub, wenn der Dialogsatz, also der gesprochene Satz, der vor dem Einschub stand, nicht abgeschlossen war. Ansonsten kommt ein Punkt. Als kleines Beispiel:

    • „Ist das der Mann“, fragte sie, „den du schon letzte Woche getroffen hast? Er kommt mir nämlich bekannt vor.“
    • ABER:
      „Ist das der Mann, den du schon letzte Woche getroffen hast?“, fragte sie. „Er kommt mir nämlich bekannt vor.“

    2) Ein Fehler, den ich bis @Thrawn und @Aprikose mich dahingehend verbessert haben, ich auch lange gemacht habe: Vor dem Auslassungszeichen, also drei hintereinander folgenden Punkten, kommt ein Leerzeichen. Um ein Beispiel aus deiner Geschichte zu nennen: Sie… sie können mich sehen? wird zu Sie … sie können mich sehen?


    Aber wie gesagt, den Fehler habe ich auch sehr lange gemacht. :)


    Ich möchte an dieser Stelle aber noch einmal betonen, dass mir die Geschichte trotz der zwei Kritikpunkte sehr gefallen hat!



    So, das war's von mir. Ich hoffe, du freust dich über den Kommentar. :3


    Schönes Wochenende!

  • xxx
    Mahr




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    Nachtgeflüster
    Meine Augenlider wurden langsam schwer – schon seit Tagen hatte ich das beunruhigende Gefühl, allmählich krank zu werden, was zu dieser Jahreszeit keine Seltenheit war. Und nun hat es mich erwischt, obwohl ich mehr als nur einmal versuchte, dagegen anzukämpfen – meine Nasenflügel verklebten ständig; das Atmen fiel schwer, doch das Schlimmste von allem waren diese unerträglichen Kopfschmerzen, die einfach nicht verschwinden wollten. Meine Frau wollte von dem nichts wissen; sie meinte, ich solle mich mal nicht mit meinem Männerschnupfen zu weit aus dem Fenster lehnen – es gibt Schlimmeres. Schließlich wurde mir irgendwann alles zu viel, sodass ich beschloss, mich hinzulegen.


    Friedhofslichter

    Ich schloss meine trockenen Augen und versuchte, meinen Kopf frei zu bekommen; an gar nichts mehr denken, um sorglos in die Traumwelt überzugehen. Mein kalter Körper kuschelte sich in die weiche Bettdecke – ein wohles Gefühl breitete sich in meinem Bauch aus; entweder war es dies oder ich bekam nun auch noch Magenprobleme, was ich nicht ausschließen konnte. Plötzlich strahlte mir ein helles Licht in das träge Gesicht – zuerst dachte ich, dass jemand den Lichtschalter betätigt hatte, doch als ich meine Augen langsam öffnete, erkannte ich, dass ich mich nicht mehr im warmen Ehebett, sondern auf einem leeren Friedhof befand.

    Totenstille

    Die schwarzen Krähen, die auf den Ästen der toten Bäume saßen und mich mit ihren Unheil bringenden Blicken beobachteten, krächzten laut, während ich dort mit dem Rücken zum starren Boden gerichtet auf der einzigen kleinen Grünfläche mitten auf dem Friedhof lag. Ich fragte mich, ob mich die Krankheit im Schlaf überwältigt – bei meinem Glück wäre das doch naheliegend gewesen – oder ob ich nach langer Zeit mal wieder geschlafwandelt hatte. Doch dann hörte ich dort eine Stimme; eine mir bekannte Stimme; von der ich erfahren wollte, wem sie wohl gehörte. Ich sammelte all meine übrigen Kräfte und stützte mich auf.

    Stimmen

    Ich näherte mich der Stimme, die scheinbar mit sich selber redete und erkannte dort neben einem frischen Grab eine blasse Gestalt – ein Junge, der einen durchlöcherten Anzug mit schwarzer Krawatte und einen kleinen Rundzylinder auf dem Kopf sowie einer kurzen, braunen Lederhose, hochgezogenen Socken und abgenutzte Lackschuhen trug und sich mir als Cosmo vorstellte. Das Kind berichtete mir, ohne das Problem beim Namen zu nennen, dass im Schloss, das sich hinter einem dichten Nebelfeld befand, etwas Schreckliches geschehen und ich die einzige Person war, die dieses lösen konnte. Trotz mehrerer Fragen im schmerzenden Kopf wollte ich ihm dennoch helfen.


    Mauern

    Das Kind begleitete mich zu den hohen Mauern, die den trostlosen Friedhof von der lebendigen Außenwelt eingrenzten. Ich fragte mich, wie ich ihn je verlassen sollte, um zum entfernten Schloss zu gelangen, denn nirgendwo war ein Tor oder ähnliches zu sehen. Die kalte Luft wurde plötzlich mit jedem weiteren Atemzug dünner – während ich langsam das Bewusstsein verlor, beobachtete ich, wie sich die Nebelschwaden über den verstaubten Gräbern allmählich auflösten. Ich hatte schon längst vergessen, wie man atmet, als ein geheimnisvoller Blitz – obwohl keine Wolken aufgezogen waren – direkt auf das Haupt der Mauer zustürmte und sich ein großes Eisentor öffnete.

    Irgendwo

    Ich verließ ohne Cosmo – seine einsame Seele war an diesem Ort gebunden, wie er mir am Ausgang erklärte – den Platz der Toten und befand mich nun auf einem weiten Feld, auf dem noch die zurückgebliebenen Abfälle der letzten Ernte lagen. Ich schloss für einen kurzen Augenblick meine Augen; atmete tief ein, um mich vom Schock von eben zu erholen – dabei bemerkte ich, dass die schon dürftige Temperatur meiner Außenwelt rapide abnahm und sich die Kälte auf meine Haut niederlegte. Als ich meine Lider langsam öffnete, umhüllte ein dichtes Nebelfeld, das meine Sichtweite erheblich einschränkte, meinen Körper. Ich atmete aus.

    Nebelfeld

    Nirgendwo gab es einen Gegenstand, an dem ich mich orientieren konnte. Ich lief einfach nach geradeaus hinaus; irgendwie würde ich den richtigen Weg schon finden – ich fand immer einen Pfad, der hinausführte. Meine Lungenflügel füllten sich mit kalter Luft, die mich von innen aus erfrischte, jedoch mir gleichzeitig Energie nahm. Fast in meinen Gedanken verloren, erkannte ich wenige Meter vor mir einen schwarzen Schatten – war es ein Mädchen, das im Nebel ihre Mutter suchte oder doch eher eine Vogelscheuche, die sich Verstand wünschte? Nichts von beidem – es war ein verhüllter Reiter auf einem Pferd, dessen Kopf ich nicht erkannte.

    Ross

    Das große Ross ritt los, als sein mächtiger Meister den Befehl zum galoppieren gab – hinter ihnen löste sich das weiße Nebelfeld auf, womit es einfach war, die Verfolgung aufzunehmen, jedoch sah ich noch immer nicht den Kopf des Reiters, sodass ich ihm einen Namen zuordnen konnte. Ihre Spur führte zuerst durch einen dichtbewachsenen Wald; an das steinige Ufer eines kleinen Sees, bis die Odyssee schließlich vor einem tiefen Burggraben, der um ein prachtvolles Schloss – ich vermutete, dass Cosmo damit dieses meinte – gezogen wurde. Ich fragte mich, wie ich auf die andere Seite gelangen könnte, als jemand die Zugbrücke ausfuhr.

    Brücke

    Ich betrachtete die alte Brücke, wie sie mir im hellen Mondschein dort einen neuen Pfad öffnete – ich hatte ein unwohles Gefühl, als ich mit dem Gedanken spielte, sie zu benutzen. Direkt vor dem tiefen Abhang befanden sich mehrere runde Steine unterschiedlicher Masse, die ich einen nach den anderen; zuerst den kleinsten Kieselstein, dann den schwersten Brocken; auf die Brücke warf, um sicher zu sein, dass sie auch mich tragen würde – es kostete zwar Energie, jedoch war mir dies lieber, als in einen tiefen Burggraben zu fallen und zu sterben. Sie hielt die Steine aus – nun konnte ich sie betreten.

    Blitz

    Man hätte meinen können, dass ich nun keineswegs ein unwohles Gefühl dabei hatte, die Hängebrücke zu überqueren – jedoch tat ich mich immer noch damit schwer, sie zu passieren; mein Bauchgefühl wendete sich gegen mich. Kurz bevor ich in der Mitte der Brücke angekommen war, blieb ich instinktiv stehen. Mein Körper wehrte sich akkut, weiterzugehen. Mich überraschte ein kühler Wind, der mir in meine Augen blies, die ich zusammenkniff, damit sie nicht austrockneten. Der strahlende Mond wurde von dunklen Wolken verdeckt, als plötzlich ein gewaltiger Blitz direkt vor meinem Körper auf das alte Holz aufschlug. Meine Atmung setzte kurzerhand aus.

    Atmen

    In meinen Lungenflügeln strömte augenblicklich Luft – ich bekam mit, dass ich aufgewacht war; riss meine Augen weit auf, was zur Folge hatte, dass der Schlafsand an meiner Augenwand bröckelte und auf den sauberen, erst gestern gewechselten Bettbezug fiel; bemerkte die koboldartige Gestalt, die auf meinem Brustkorb saß und, als sie erkannte, dass ich nicht mehr schlief, sofort die Flucht antrat, indem sie sich durch das angeklappte Fenster zwängte. Der nervige Wecker klingelte laut und schrill; die Anzeige zeigte acht Uhr morgens an, keine Sekunde früher oder später, und für den Augenblick schien es mir, als stünde die Zeit still.

    Dämmerung

    Ich stand auf – der Platz neben meiner abgenutzten Matratze war leer; ich war mir sicher, dass sich meine Frau dazu entschieden hatte, in ausgerechnet dieser Nacht auf der ausklappbaren Couch im Wohnzimmer zu schlafen, um nicht von mir angesteckt zu werden. Dabei fühlte ich mich an diesem frühen Morgen wieder pudelwohl; meine Nase war frei, ich konnte, ohne mich anzustregen, atmen und meine Kopfschmerzen waren seit der Begegnung mit dem Kobold – ich war mir sicher, dass er noch Bestandteil meines verrückten Traumes war – verschwunden. Ich trat aus dem Schlafzimmer, nahm die Treppe nach unten und ging in die Küche.

    Salz

    Sie stand bereits am Herd und machte zwei frische Spiegeleier in der Pfanne. Ich liebte ihre Spiegeleier, denn sie hatte eine ganz besondere Rezeptur, die sie nicht mal mir verraten wollte; so geheim war ihr Geheimnis. Ich setzte mich an den Esstisch; sie holte zwei Teller aus dem Schrank, hob die Spiegeleier mit dem Pfannenwender an, packte je eines auf ein Gedeck und servierte sie im Anschluss. Sie setzte sich mir gegenüber auf ihren Platz hin. Ich wollte mein Frühstück sogleich genießen, als sie mich unterbrach und nach dem Salz, das neben mir stand, fragte. Ich runzelte meine Stirn.

    Anlass II Schreiber-Challenge!
    Inspiration II Nachtalp-Mythos
    Sonstiges II ab zwölf Jahren freigegeben
    Erwähnungen II Nocturnal
    ,  Sheogorath




  • Hey @Galileo!


    Diese Nachtalbgeschichte ist in so mancherlei Hinsicht sehr interessant. Als erstes fällt da natürlich die Struktur auf. Man sollte meinen, dass die vielen Unterbrechungen durch die Übergänge zwischen den Drabbles stören, aber das tun sie nicht - im Gegenteil. Ich finde, dass du die Abschnitte sehr sinnvoll eingeteilt hast und habe mich zu keinem Zeitpunkt herausgerissen gefühlt. Eigentlich wirkte diese Drabblekette auf mich sogar wie eine Geschichte aus mehreren Minikapiteln, bei denen man gespannt dem nächsten Abschnitt entgegenfiebert. Also, ums kurz zu machen: Die kreative Struktur, die du dir für diese Geschichte ausgesucht hast, unterstützt die Spannung des Inhalts sehr und das finde ich richtig klasse!
    Was den Inhalt angeht - ein interessanter Traum. Ich finde so etwas, wenn man sich denn daran erinnern kann, oft ungeheuer inspirierend. Es gibt allerdings eine Sache, die mir nicht so ganz klar geworden ist - warum irritiert den Mann den das Fragen nach dem Salzstreuer am Ende des Drabbles so? Ich dachte erst, dass er dabei auf seltsame Weise an diesen Cosmo erinnert wird, aber irgendwie ... hilf mir xD
    Oh, ich hätte noch eine Anregung zum Schluss: Die Überschriften sind an sich ok, manchmal aber vielleicht etwas zu ... eindeutig, z.B. bei "Ross". Richtig cool finde ich immer, wenn sich eine versteckte Botschaft aus sowas entwickelt, z.B. über die Anfangsbuchstaben. Vielleicht könntest du bei der nächsten Drabblekette über das Diktatoreinhorn? ja mal versuchen, da ein wenig mit zu spielen, das würde mich echt interessieren!


    So, ich hoffe, du freust dich ein wenig über den Kommentar, auch, wenn er etwas kurz ist. Mir hat diese Kette wirklich gut gefallen, sie baut durch ihren Aufbau eine ganz eigene Form von Spannung auf - ich hoffe auf mehr davon!


    Liebe Grüße,


    ~ Sheo

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    Denken an dich



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    Es tut ja so sehr weh, wenn ich an dich denke, denn das Denken an dich – die Erlaubnis, an dich zu denken – wurde mir genommen, denn sie denken, dass es verboten sei, an dich zu denken. Sie erzogen mich so, dass ich es zuvor nicht einmal zu denken wagte, an dich zu denken und doch denke ich in diesem Moment an dich. Ich weiß, dass ich nicht an dich denken darf, doch mir ist ebenso bewusst, dass ich an dich denken muss – ich sehe dich direkt vor meinen Augen, wenn ich an dich denke, ich höre deine Stimme, wenn ich an dich denke, und schließlich fühle ich dich auch, wenn ich an dich denke – doch gleichzeitig denke ich daran, dass ich nicht an dich denken darf und dies gibt mir zu denken. Und trotzdem denke ich an dich und ich fühle mich nicht schlecht dabei, wenn ich an dich denke, denn ich denke, dass – ich denke zumindest so – ich dich liebe. Ich denke mir, es soll mir doch egal sein, was sie denken, solange ich an dich denken kann, doch ich kann nicht daran denken, an dich zu denken, wenn sie denken, wie ich an dich denke und sie mir dabei Böses herbeidenken. Manchmal denke ich, es sei das Beste für uns, für dich und mich, wenn ich aufhöre, an dich zu denken, doch dann müsste ich erst aufhören, zu denken, was ich, denke ich, nicht kann.
    Meine Gedanken sollen frei sein – und doch ist es verboten, frei zu denken, ohne, dass sie dir Böses denken. Sie denken, dass du krank bist und denken dir sogar – so denke ich, wenn ich an ihre Gedanken denke – den Tod. Sie denken daran, wie sie dich am besten loswerden und denken nicht einen Augenblick daran, wie du dazu denkst. Sie denken, sie stehen im Mittelpunkt – dies ist ihnen erlaubt, denn jeder soll doch denken, was er oder sie auch immer denken tut, oder? – doch wenn sie denken, dass deine Gedanken nicht zu denken würdig sind, dann denke ich, dass sie das Denken nicht verstanden haben. Ich denke daran, wie eine Welt ohne diese Menschen, die das Denken falsch verstanden haben, wäre – einer Welt, in der es nicht verboten ist, an dich zu denken, wenn ich an dich denken will. Und doch ist dieses Denken Wunschdenken, wenn ich zurückdenke und mir all die Gesichter herbeidenke, die mit dieser Denkweise, diesem falschen Denken, Zuspruch fanden.
    Wenn ich nur daran denke, dann bekomme ich vom Denken Kopfschmerzen.


    Anlass II –
    Inspiration II –
    Sonstiges II ab sechs Jahren freigegeben
    Erwähnungen II Wenloсk Holmes



  • Salut!
    Ich denke, ich lasse dir lieber mal einen kurzen Kommentar zu deinen Gedanken da, bevor du noch denkst, dass niemand an dich denkt. Hu, das lässt sich ja doch einfacher runterschreiben, als ich gedacht hätte. x)


    Denken an dich
    Dein Text behandelt die Gedanken eines Erzählers, der über das Denken an eine andere Person philosophiert. Der Text ist in zwei Absätze geteilt, die sich auf unterschiedlichen Ebenen abspielen. Bezieht sich der Erzähler im ersten Absatz noch stark auf die andere Person, wird er im zweiten Absatz immer allgemeiner und spricht von Personen, die ein "falsches Denken" besäßen. Wenn ich von "Text" spreche wird mein Dilemma wahrscheinlich schnell klar, weil ich mir schwer tue, dem Text ein Genre zuzuordnen. Wahrscheinlich lässt er sich am ehesten als eine Art kritischer Monolog bezeichnen. Ich finde die Idee an sich schon mal wirklich klasse, weil ich so ein Spiel mit verschiedenen Ebenen auch sehr mag. Die Umsetzung ist dir dabei aber echt gut gelungen, weil es auf Anhieb irgendwie erstmal witzig ist, mit so viel Denken konfrontiert zu werden, gleichzeitig aber auch einen ernsten Ton hat. Durch die Kürze des Textes wird es auch nicht zu viel, wobei die "denke ich"-Einschübe vielleicht etwas zu oft verwendet wurden, wenn man bedenkt, dass sie vergleichsweise wenig zum Inhalt beitragen. Auf der anderen Seite wird damit natürlich auch immer wieder schön subtil betont, dass der Erzähler denkt, was ja nicht selbstverständlich ist. Vielleicht hätte man an der ein oder anderen Stelle auch ein Semikolon statt eines Kommas setzen können, um die langen Sätze etwas besser zu ordnen. Für meinen Geschmack sind das auch zu viele Gedankenstriche, in einem Monolog ist das aber ja durchaus in Ordnung.
    Bleibt die Frage, an wen der Erzähler überhaupt denkt, und da habe ich unterschiedliche Theorien. Mein erster Gedanke war, dass der Erzähler an das Denken für sich denkt. Die Stimme und das Fühlen wären dann rein psychisch, die Liebe zum Denken ist gegeben und dass andere den Tod des Denkens wollen, ergibt sich aus dem Kontext. Klingt für mich also plausibel. Eine andere Möglichkeit wäre, dass der Erzähler an eine Person denkt, die sich für das Denken stark macht. Der einzige Unterschied wäre, dass Stimme und Fühlen dann physisch wären. Aber mein persönlicher Favorit ist, dass der Erzähler tatsächlich an eine geliebte Person denkt, die beschuldigt wird, 'gedacht' zu haben und jetzt vom jeweiligen Souverän aus dem näheren Umfeld des Erzählers entfernt wurde. Aber aus den paar Zeilen kann man wahrscheinlich viele mögliche Interpretationen ziehen. Finde ich schön, dass du das so offen gelassen hast, dass auch alles irgendwie auf den Text passen würde!
    Dein Kommentar setzt dein Werk nochmal in den entsprechenden Kontext. Den nächsten Urlaub solltest du dann jetzt wohl woanders verbringen. Ich finde es aber absolut lobenswert, sich darüber Gedanken zu machen! Großes Lob dafür! Ich denke, dass sich viel mehr Menschen über solche Gedankengänge Gedanken machen sollten. Das regt das Denken an!


    Insgesamt ein schöner Text. Man liest sich bestimmt mal wieder. :3
    Au revoir!

  • xxx
    Vulkan



    Quelle



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    xxx

    verletzt mich.
    schlagt mich.
    foltert mich.
    tötet mich.
    vernichtet mich.
    wie bisher.


    nein.
    darf's nicht.
    mich offenbaren.
    halt's aus.
    tu's nicht.


    erstickt mich.
    ertränkt mich.
    vergrabt mich.
    verbrennt mich.
    vernichtet mich.
    tut es!
    wie sonst.


    nein.
    kann's nicht.
    mich zurückhalten.
    nicht mehr.
    nicht länger.
    will's nicht.
    eigentlich.


    BRECHE AUS.
    TU'S DOCH.
    NACH LANGEM.


    ERSTICKE EUCH.
    IM ASCHEREGEN.
    ERTRÄNKE EUCH.
    IN LAVAFLÜSSEN.
    VEGRABE EUCH.
    UNTER FEUERLAWINEN.
    VEBRENNE EUCH.
    DURCH FUNKENFLÜGE.
    VERNICHTE EUCH.



    verblasste tote.
    nasse körper.
    dreckige gestalten.
    verbrannte leichen.


    ja.
    schaut nur.
    ich war's!
    der vulkan.
    dank euch.


    Anlass II Steinzeit-Gedichte
    Inspiration II The Gifted
    Sonstiges II ab zwölf Jahren freigegeben
    Erwähnungen II -


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    Mitternachtsglanz




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    Die Kirchenglocke erklingt insgesamt zwölf Mal, als ich plötzlich aus meinem tiefen Schlaf erwache. Der Sandschleier um meine Augen bröckelt, zerfällt in seine Einzelteile und löst sich in meinen Tränen auf. Und nun sehe ich die schönste Schönheit, den Mitternachtsglanz, von dem alle reden, wie ich aus dem Fenster blicke: strahlende Sternschnuppen streifen das Sternenzelt, während ein Stück schwerer Stein von eben diesem herabfällt. Es dauert eine Zeit lang, bis ich realisiere; spätestens kurz vor seinem Aufkommen auf dem kalten Erdboden und der folgenden Explosion, die alles verschlingt, was ihr im Wege steht – wie auch mich während meines letzten Atemzuges.


    Anlass Il -
    Inspiration Il Zweiter Weltkrieg-Thematik
    Sonstiges II ab zwölf Jahren freigegeben
    Erwähnungen II Creon, Nortia, Sheogorath, Slimsala, Abspeckmaus

  • Hi einbisschen

    Wenn du mich hier schon erwähnst dann will ich auch mal n Feedback dalassen ^^

    Das Drabble (?) ist sehr interessant. Mit Drabblen allgemein hab ich nihct wirklich viel am Hut und tue mich immer n bisschen schwer, einen Inhalt in eine feste Zahl Worte zu packen, aber das hast du gut gelöst finde ich. Wie du dem Krieg und den Bomben so einen romantisierten Schleier der Sternschnuppen gibst, die am ende sogar den Erzähler töten finde ich sehr gelungen. Ich finds generell immer cool, wenn der Ich-Erzähler am Ende stirbt einfach weil das so übel das Tabu ist irgendwie weil wie soll ein Ich-Erzähler seine Geschichte im Nachhinein erzählen wenn er tot ist xD Aber das ist dann ja eben der schöne Plottwist mit dem keiner gerechnet hat ^^


    Ansonsten so als kleiner Tipp: Die Infos über Thema und Altersfreigabe und so würde ich über den Text packen und nicht drunter, einfach weil man das drunter ja erst sieht wenn mans gelesen hat und dann is auch schon zu spät für xD Außerdem könnte das auch easy den quasi fehlenden Titel ersetzen so ^^

  • Creon

    Hat das Thema geschlossen
  • Thrawn

    Hat das Label Sammlung hinzugefügt