[Kalos] Zenit der Zerstörung (Ybernagium)

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  • Der Schatten über Petrophia - Pay


    Pay stand einfach nur da und schluchzte, erst als er die Stimme von Gillian vernahm drehte er sich um, seine Augen waren geschwollen und rot und Tränen ronnen seine Wangen hinunter. Er wischte sich schnell mit dem Ärmel über die Augen, doch er konnte kaum verbergen, dass er geweint hatte. "Ja... ich. Ich hatte einfach Angst reinzufallen, da bin ich lieber schnell drüber gelaufen.", sagte er mit gebrechlicher Stimme. Im Hintergrund ergoss sich neben dem Schnee noch ein Regen aus Gedärmen, welche den platzenden Aalabyss gehörten. "W-was. Was sind das für komische Pokémon. Ich dachte die Zombies wären schlimm, aber die sind ja noch instabiler.", er sah die anderen in der Ferne, wie sie ebenfalls versuchten sich über das Eis zu kämpfen und dabei den Angriffen und Blutflecken der Aalabyss ausweichten. Doch das war nicht alles, mit einem Mal erschien ein Schwarm Kramurx über ihnen. Zuerst dachte Pay, dass es nun entgültigt aus war mit ihnen, Wasser und Luftgegner gleichzeitig? Doch die Kramurx schienen auf ihrer Seite zu sein und von Matthew, oder besser gesagt seinem Kramshef angeführt zu werden.

    "Wir hätten nicht hier her kommen dürfen, ich glaube diese Art Mission und dieses Gebiet, das ist einfach zu viel für uns.", er seufzte an Gillian gewannt. Er hockte sich hin. Mehr als auf die anderen zu warten konnten sie jetzt wohl nicht machen, ein Pokémon in den Kampf zu schicken würde die Aufmerksamkeit nur noch weiter erhöhen und vermutlich nicht helfen.

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    Finanzkrisen steckt es einfach so weg und gleicht diese mit einem Obstkorb für die nette Geste aus. «

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  • Der Schatten über Petrophia - Matthew


    Matthew rannte so schnell er konnte. Obwohl 'rennen' wohl das falsche Wort war. Er schlitterte mehr über das Eis, als das er rannte. 'Teil der Gruppe?' Als er über Henris Worte nachdachte wusste er nicht was ihn mehr Angst einjagte: Die Tatsache dass deren Pech auf ihn abfärben könnte oder dass er jetzt ein Teil dieser Chaotentruppe war. "Besser wir bringen diesen Auftrag so schnell wie möglich hinter uns!" Als er Gillian und Pay erreichte konnte er seinen Augen nicht trauen. Pay saß am Boden und wirkte wie der größte Haufen Elend den er seit langem gesehen hatte. Verwirrt schaute er sich um und versuchte die Ursache für seinem Zustand zu finden. Doch das Einzige das er entdeckte war Fox die Pay mit einem Blick der eine Mischung aus Verachtung und Ablehung war betrachtete und Gillian der nicht weit weg von ihr stand. Pay schien keinerlei Eiszapfen oder ähnliche Spuren die er als Opfer einer Eis-Attacke hätte zu haben. Auch Gillian wirkte nicht als hätte er Pay gerade fertig gemacht. "Sag nicht diese paar Zombies sind der Grund warum du so einen mitleiderregenden Anblick abgibst?" Vielleicht wären ein paar freundlichere Worte hilfreicher gewesen aber er war gerade erst ein paar Zombiebomben entkommen! Matthew seufzte und wandte sich wieder an Pay: "Hey, du reißt dich besser zusammen. Was vor uns liegt wird wahrscheinlich noch schlimmer. Wenn du jetzt schon einen Nervenzusammenbruch hast wirst du die restliche Mission nicht überleben. Also entweder wir rufen Virgo und jmd holt dich ab oder du hilfst uns. Oder stehst uns wenigstens nicht im Weg. Du kannst dich hier auch irgendwo verstecken und wir holen dich ab wenn wir fertig sind.", meinte er etwas freundlicher. Danach lief er Richtung Land und schnappte sich seinen Seesack. Fox folgte ihm und fror genug Wasser ein um an Land zu gehen. "Ich werde schon mal vorraus gehen. Ich will so weit weg wie möglich von diesen explodierenden Zombies sein." Dann lief er Richtung Stadt.

  • Schatten über Petrophia - Riley


    Rileys Aufmerksamkeit war kontinuierlich auf ihren geplanten Abgang gerichtet. Fast schon mehr als auf die Aalabyss vor ihr. Ein Wunder, dass sie denen nicht schon den Rücken gekehrt hatte. Weglaufen war ja immer Teil ihres Plans gewesen… ein Plan, der von jemand Anderem wohl schon ausgeführt wurde, den schnellen Schritten hinter ihr zu Urteilen. Na solange er nicht dabei ausrutschte… Dann ging das eigentliche Gemetzel auch schon los. Direkt mit einem großflächigen Elektroschock für die gesamte Schule an Fischen. Sie stieß belustigt Luft durch ihre Nase aus, und machte einige weitere Schritte zurück. Der Kampf schien gut genug zu Laufen, also konnte sie mit ihrem Abgang ja beginnen. Sie hatte jedoch keine zwei Schritte gemacht, als die ersten Fische praktisch vor ihren Füßen zu Boden fielen. Mehr aus Schrecken als aus Vorsicht wich sie schlussendlich zurück – direkt zurück aufs Boot. Was sich auch als eine gute Entscheidung herausstellte, dem sich aufblähenden Aalabyss zu urteilen. Diese führten die Wandlung zu ihrem logischen Ende, und explodierten schlussendlich. Wortwörtlich. "Ew…" Nur weil Riley einen starken Magen hatte, hieß das nicht dass das unbedingt appetitlich war...aber es brachte sie auf eine Idee.

    "Roxana, Nadelrakete auf die Aalabyss. Vielleicht können wir sie so zum Platzen bringen." Die genaue Erläuterung sparte sie sich einmal...Roxana brauchte die nicht wissen – und es würde sie wahrscheinlich ohnehin nicht interessieren – und dem Rest der Truppe konnte sie das noch später erklären. Der Abgang stand jetzt auf dem Plan. Zuerst wollte sie das Garstella ja selbst hochheben – der Verstand siegte schlussendlich aber doch noch. Die relative Unentschlossenheit hatte sie sogar zum Schlusslicht gemacht. Im Umkehrschluss hieß das, die gesamte Aufmerksamkeit würde gleich auf sie gerichtet sein. Entsprechend brauchte sie nicht lange zu überlegen. Sie sprintete direkt los, Matthew und Henri hinterher, und rief erst in Bewegung Roxana zurück in den Pokéball. Immerhin war es sich so ausgegangen dass sie nicht noch einmal umdrehen musste. Auch wenn das Garstella sicher nicht glücklich darüber war, dass sie keine drei Salven abgeben hatte können. Im Idealfall wäre das ein etwas Geordneterer Abgang geworden...aber egal. Sie hatte Kanonenfutter in Form des Kramurxschwarms bekommen.

    Das Stoppen, nachdem sie einigermaßen in einen Rhythmus zwischen Laufen und Gleiten gefunden hatte, stellte sich als relativ schwer heraus. Aber Riley schaffte es, nicht durch die Gruppe und über das Ende der Brücke hinauszudonnern. Die bestehende Unterhaltung bekam sie entsprechend auch nur halb mit. Nachdem sie ihr Gleichgewicht, und einen halbwegs festen Stand wieder gefunden hatte, mischte sie sich also direkt ein. "Das sind keine Zombies. Keinen Plan wie ihr auf die Idee kommt, aber die Viecher sehen aus wie Tiefsee-Beifang oder so. Fragt mich nicht, wie und warum die so sind...aber ich glaube die Leben noch Richtig." Sie warf einen Blick über die Schulter. "...zum Großteil." Wie schade dass sie die Wirkung ihrer Nadelrakete nicht beobachten hatte können. Eine andere Idee schoss ihr direkt in den Kopf, sobald sie begann sich über den neu gebauten Rest der Brücke zu bewegen. "Glaubt ihr das Labor hätte an einem davon Freude? Wie gesagt, glaub kaum dass das Zombies sind, aber 'richtig komische Aalabyss' ist doch sicher einen Blick wert, nicht?" Im Endeffekt hatte sie sich mit der Aussage selbst überzeugt. Ob die noch hier sein würden, wenn sie zurück kamen?


    OT: Würfeln für die Menge an Treffern pro Salve überlass ich Ulti. 2x 2-5 hits, 1x 1-3 Hits für Nadelrakete


    Wenn wer noch Aalabyss fangen will, Riley ist interessiert - falls nicht, macht sies beim Zurückgehen

    Und nein, das sind offensichtlich keine Zombies :o

  • Der Schatten über Petrophia – Gilian


    „Ist es nicht! Hör auf, so etwas zu behaupten!“, fand sich Gilian beinahe schreiend auf Pays geäußerte Selbstzweifel. Für jemanden wie ihn, der sich nach Möglichkeit verbot, überhaupt an ein Scheitern zu denken, waren solche Aussagen ein rotes Tuch – weniger um Pay aufzubauen und mehr um sich selbst nicht den Mut zu nehmen ging er also vor ihm in die Hocke und fasste ihn mit beiden Händen an den Schultern, mit Feuer in den Augen, in die der Regen rann. „Wir können jetzt nicht aufgeben und mit eingezogenem Schwanz zurück zur Basis, das geht schlichtweg nicht. Wir wollten uns beweisen, hast du das etwa vergessen?“ Er stand wieder auf und stampfte knirschend auf dem Eis auf. „Was bringt denn ein Klammern an das Leben, wenn man es in Reue und Schande verbringt?! Wenn dir die Last der Enttäuschung das Kreuz jeden Tag etwas niedriger drückt, bis du nur noch kriechst? Du bist ein Mensch! Sturheit, Trotz, Leidenschaft! Es liegt in deiner Natur, täglich der Sinnlosigkeit des Kosmos ins Gesicht zu lachen, ein paar missratene Fische sind nichts dagegen! Wenn dich das Leben zu Boden wirft… DANN TRITTST DU IHM VON UNTEN ZWISCHEN DIE BEINE!“

    Schwungvoll streckte er ihm die Hand hin. „Vielleicht ist es zu viel für dich, vielleicht zu viel für jeden Einzelnen von uns. Aber wir sind nicht einzeln für uns, wir sind ein Team. Du kannst jetzt nicht aufgeben – die anderen haben uns die Aalabyss vom Hals gehalten, das Mindeste, was wir tun können, ist sie weiterhin zu unterstützen.“

    Es war ein guter Monolog gewesen, wie Gilian fand. Was er hingegen nicht gut fand war der Ton, den der dazugestoßene Matthew angeschlagen hatte. Insbesondere seine Aussage zum Überleben der Mission versetzte ihm einen Stich und machte es wirklich schwer, sich die Realität weiterhin schönzureden. Erzürnt verzichtete er darauf, Pays Reaktion abzuwarten und wirbelte stattdessen zu Matthew herum.

    „DAS IST NICHT HILFREICH! NIEMAND STIRBT, WENN JEMAND STIRBT BRING‘ ICH IHN UM!“

    Der Schwarzmaler aber hatte ihm bereits den Rücken zugedreht, also atmete Gilian tief ein und übergab sich beinahe – eine Schwade widerwärtigen Verwesungsgeruch war in seine Richtung geweht worden, er hob sich den Ärmel vor das Gesicht und hustete, bevor er Pay wieder die Hand entgegenhielt. „Bah. Also … machen wir weiter.“

    Riley hatte inzwischen auf zu ihnen aufgeholt und teilte ihnen ihre Einsichten und Ansichten mit. Gilian nickte.

    „Freude hätten sie bestimmt. Tu dir keinen Zwang an...“ Was er noch dazu sagen sollte wusste er nicht, er war nämlich noch immer nicht allzu scharf darauf, den volatilen Meeresbewohnern näher als nötig zu kommen.


    OT: Geschrieben auf der Arbeit, wenn ich nachher noch mehr Zeit habe folgt in Kürze ein Post zur Umgebung/Handlung

  • Der Schatten über Petrophia


    Nicht nur fehlte ihnen ein fester Kiefer dafür, die mutierten Aalabyss hatten auch ansonsten reichlich wenig zu lachen. Die Klauen und Schnäbel des beschworenen Schwarms schnitten mühelos durch ihre Wasserblasen, zur Wehr setzen konnten sie sich nur bedingt – vor dem dunklen Nachthimmel wäre es auch für Pokémon mit schärferen Augen ein Krampf gewesen, die Kramurx auszumachen, mit ihren verkümmerten Organen, die für die Tiefsee gerade noch ausreichten, war es aber ein hoffnungsloses Unterfangen. In die Kakophonie des Schwarms und der See mischten sich die Platzgeräusche der perforierten Aalabyss, zu deren Untergang Roxana ihren erheblichen Teil beigetragen hatte – in der Geschichte der Garstellaheit dürfte es nur wenige Momente gegeben haben, in denen ein einzelnes Exemplar in so kurzer Zeit so viele Widersacher so effektiv bezwungen hatte. Insgesamt sieben Opfer vermochte Roxana zu verbuchen und führte dabei den übermütigen Abgrundsbewohnern vor Augen, was Pokémon-Professoren aus aller Welt schon lange wussten: Die fundamentale Nische konnte noch so weitläufig sein, wer sie nicht auch realisieren konnte, sollte sich besser in leichter zu erobernde Gefilde verziehen.

    Es regnete Aalabyss-Fetzen, die die Kramurx begeistert aufpickten. Aus der Luft entschieden sie die Schlacht ziemlich eindeutig für sich, und dank Crows Dunkelnebel war auch die Flucht der Rüpel gedeckt. Als die Kampfgeräusche nach und nach erstarben, trat wieder das Prasseln des Regens in den Vordergrund und mit ihm der Gestank nach Tod, der bereits Gilian beinahe von den Beinen gefegt hatte. Die Stadt war nun in Reichweite, und aus der Nähe sah sie noch schäbiger und unheilvoller aus. Von Fox‘ Eisbrücke aus ließen sich ohne größeren Aufwand einige der Müllstege erreichen, denen man entweder auf Höhe des Wasserspiegels tiefer in die Ruinen folgen konnte oder man entschied sich für einen – wahrscheinlich trockeneren – Weg per Einstieg durch die leeren Fenster in den halbversunkenen Blocks. Von ihrer neuen Position aus hatten die Rüpel nun auch einen besseren Ausblick auf den gigantischen, beunruhigenden Haufen im Süden, es bestanden inzwischen auch kaum Zweifel mehr an seiner Natur: Dies war eine Leiche, eine tote Kreatur von gewaltigem Ausmaße, die die letzten Momente ihres Lebens damit verbracht hatte – aus welchem Grund auch immer – eine Schneise der Zerstörung in die Stadt hinein zu pflügen, bevor sie ihr Ende inmitten des urbanen Labyrinths gefunden hatte. Im roten Mondschein konnte man Schwärme von aasfressenden Pokémon um den Kadaver kreisen sehen, so, wie es aussah, würde ihnen die Nahrung auch noch Generationen später nicht ausgehen.

    Das tanzende orangene Licht, das schon vom Tauchboot aus erkennbar gewesen war, war auch jetzt noch sichtbar, tatsächlich war noch ein weiteres dazugestoßen. Obwohl mehrere hundert Meter zwischen der Eisbrücke und dem Kadaver lagen, ließen sich im Dunkeln Bewegungen vor den Lichtquellen ausmachen – schlanke, zweibeinige Schemen, die sich ab und an geschäftig vor und um die Lichter bewegten. Petrophia war definitiv nicht so tot, wie die Öffentlichkeit annehmen wollte; noch schien das Leben – es war zu hoffen, dass das, was sich dort bewegte, lebendig war – an den letzten verwertbaren Überresten zu nagen. Wie um diese Annahme zu unterstreichen, wehte in diesem Moment zögerlich ein neues Geräusch durch die Kulisse des Regenfalls: Gemurmel. Gemurmel und schwere, schlurfende Schritte weiter die Stege runter, wie von einem Betrunkenen.

    „… blutdürstiger Teufel… Blasphemischer Mörder… In Khrams Namen, in Gishs Gnaden… Fluch über den, der die Kinder Gishs dahinschlachtet… Fluch über den Jäger…“
    Aus dem Schatten einer maroden Überführung hatte sich eine gekrümmte, humanoide Gestalt gelöst, die unsicheren Ganges, als müsste sie jeden Schritt einzeln planen, über die morschen Planken eines besser ausgebauten Steges in Richtung des gigantischen Kadavers schlurfte. Im Dunkeln der Ruinen und dem strömenden Regen ließen sich keine genaueren Einzelheiten erkennen, doch irgendetwas daran war … falsch. Noch hatte sie die Rüpel nicht entdeckt, da sie den Blick vornehmlich vor sich auf den Boden gerichtet hatte, doch sie war dem Team schon bedenklich nahe gekommen – wer weiter auf dem zugefrorenen Meer herumstand, würde früher oder später zweifellos entdeckt werden.

    „… aus der Tiefe zu den Sternen… In Khrams Namen, in Gishs Gnaden…“


    OT: Oh man, die Würfel wollten wirklich konsequent die niedrigste Menge an Treffer zeigen, also habe ich Roxana noch einmal drei Treffer landen lassen 😢 Jedenfalls scheinen wir auf einen Local gestoßen zu sein – wie gehen wir diese Begegnung an? Wer weiß, wie empfänglich diese Figur für Besucher ist … andererseits könnte sie auch Bescheid wissen über das Schicksal der Stadt, falls jemandem nach Archäologie sein sollte.

  • Der Schatten über Petrophia – Henri


    Angesichts der rundherum schwirrenden Wasserangriffe sowie der Aalabyss, deren Einzelteile dazu neigten, sich immer mehr in der Luft zu verteilen, hielt Henri immer weiter auf den Strand zu. Auch Riley hatte inzwischen aufgeholt und Bedenken über die Pokémon geäußert, dass es sich bei ihnen nicht um Zombies handeln würde. Also hatte sie auch den Verdacht, dass mit ihnen etwas anderes passiert war.

    „Ich gehe auch davon aus, dass sie keine Zombies sind. Dafür sind sie zu wenig …“, er suchte während des Sprints nach einem geeigneten Wort, „… lädiert. Wenn du eines fangen kannst, mach das. Vielleicht kann uns Ybernagium sagen, was mit ihnen passiert ist.“

    Im nächsten Moment versank Henri in Gedanken. Der Regen prasselte unablässig auf ihn ein und die Lungen brannten. Dennoch ließ ihn eine plötzliche Eingebung nicht los, die mit regionsgebundenen Formen zu tun hatte. Er kannte einige davon aus Alola, aber was war, wenn die Aalabyss etwas Ähnliches durchgemacht hatten? Was, wenn sie zu lange einer bestimmten Umgebung oder Kraft ausgesetzt waren und sie sich dadurch verändert hatten? Noch war ihm nicht wirklich bewusst, welche Auswirkungen Legendäre Pokémon tatsächlich haben konnten. Die Fähigkeiten der Zombies schienen aber insgesamt nur wie ein Vorgeschmack gewesen zu sein.

    Am Ende der Eisbrücke angekommen waren Gilian, Pay und Matthew in ein Gespräch verwickelt. Er hörte gerade noch, wie Matthew erwähnte, Pay könnte sich verstecken, während Gilian mit lauter Stimme seine Wut zum Ausdruck brachte. Sie waren nun so weit gekommen und an dieser Stelle war es wichtig, dass sie zusammenhielten. Es war kaum abzusehen, was die Truppe an Land vorfinden würde. Henri schluckte unmerklich, verblieb aber mit positiven Worten.

    „Wir haben die Aalabyss überstanden und gezeigt, dass wir uns aufeinander verlassen können. Gilian hat recht, dass wir es nur gemeinsam …“

    Der junge Mann verstummte, als er Stimmen in der Nähe hörte. Sein Blick wanderte zu den Lichtern, wo sich offenbar Personen befanden. Eine davon ging in die Richtung der Gruppe und es würde wohl nicht lange dauern, bis sie miteinander Bekanntschaft machten. Zumindest vorausgesetzt, dass sie nicht vorher das Weite suchten.

    „Sollen wir uns der Person stellen?“, flüsterte Henri zu den anderen, so weit der Regen das als Flüstern zuließ. „Es ist ungewöhnlich, jemanden in der Nacht vorzufinden, noch dazu bei strömendem Regen.“

  • Der Schatten über Petrophia - Pay


    Gillians Worte bauten Pay tatsächlich wieder etwas aus, wenn sie auch eher geschwollen und ein wenig abgedroschen klangen. Doch auch wenn die beiden sich noch nicht so lange kannten, war das wohl die Denkweise Gillians. Pay war sich letztendlich nicht so sicher, ob er wirlich etwas beweisen wollte. Aber er wusste zumindest, dass er Kalos retten wollte und dafür musste er weiter machen. Irgendwie.

    Die Ansprache die Matthew daraufhin hielt stand daher auch im starken Konflikt zu dem, was Gillian erst gesagt hatte. Pay wusste nicht, wie er darauf reagieren sollte, wobei Matthews Worte ihn weniger berührten, als er normalerweise gedacht hätte. Vielleicht lag das aber auch daran, dass er allgemein nicht sonderlich viel von ihm hielt, bis jetzt hatte er sie nich nur unnötig belogen, sondern benahm sich auch die meiste Zeit wie ein ziemlicher Arsch. Er schniefte noch einmal und versuchte dabei Matthew nicht anzusehen, erst als dieser weg gegangen war, wannte er sich wieder an Gillian. "Danke dir. Aber auf seine Worte gebe ich eh nicht viel. Ich mag ihn nicht.", er griff daraufhin nach Gillians Hand und richtete sich auf, dabei versuchte er ein Lächeln aufzusetzen, aber das viel ihm noch etwas schwer. Riley stieß dann schließlich auch zu ihnen. "Ja du hast recht, das sind komplett andere Spezies von Aalabyss, fast wie eine Regionalform. Ich bin mir sicher, dass Labor freut sich die mal anzusehen.".

    Schließlich gesellte sich ebenso noch Henri zu ihnen, also hatten sie es zumindest alle unbeschadet über die Eisbrücke geschafft und hatten die Aalabyss überlebt. Pay atmete erleichtert auf und wollte etwas sagen, als er von einer Gestalt abgelenkt wurde, das gruselige daran war jedoch, dass diese Gestalt humanoid wirkte. Zu humanoid um ein Pokémon zu sein, doch er hoffte bisher noch, dass dieser Schein trügte. "Ach du findest es nur ungewöhnlich, dass hier jemand nachts im Regen herumläuft?", erwiederte er sarkastisch. "Ist das ein Überlebender? Aber das kann ich mir nicht vorstellen.", er schluckte schwer. Er ging fest davon aus, dass es hier keine Überlebenden gegeben hatte, oder diese schon längst alle evakuiert worden sind. Er hatte sich auf vieles gefasst gemacht, grässliche Zombies und Leichen, aber das überstieg gerade komplett seinen Horizont. Vielleicht entpuppte sich das humanoide Wesen am Ende doch einfach als Hypno oder Guardevoir und sie sahen es nur nicht richtig. Er hoffte es. "Was machen wir jetzt?"

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  • Der Schatten über Petrophia – Henri


    Abgesehen von Pay, der allerdings auch nicht mehr als eine Gegenfrage stellte, verhielt sich der Rest der Truppe, für den Moment still. Kein Wunder, wenn man bedachte, dass sie zuvor noch über die Eisbrücke einem regelrechten Inferno entkommen waren. Eigentlich mochte Henri es nicht, den Ton anzugeben. Schon bei der Cromlexia-Mission hatte er sich mehrmals dazu hinreißen lassen, da sich niemand zu einer Entscheidung berufen gefühlt hatte, und wurde im Anschluss ausschließlich kritisiert. Würde er jetzt also einen Alleingang machen, könnte sich das wiederholen. Angesichts der Tatsache, dass sie im Moment noch wie auf dem Präsentierteller standen, sollten sie sich schnell entscheiden.

    „Dann lasst uns rundherum gehen. Ohne Orientierung möchte ich in diesem Wetter und in dieser Gegend ungern schlechte Bekanntschaften machen.“

    In Gedanken fügte er noch hinzu, dass sie irgendwo in Ruhe mit Zia über die hier befindliche Zelle reden sollten. Zumindest ging Henri fest davon aus, dass alle anderen ähnlich dachten und den Erfolg der Mission priorisierten.

  • Der Schatten über Petrophia


    Matthew war am grübeln. Vor ihm gab es zwei Wege, die Beide verlockend aussahen. Doch Dank seiner heutigen Erfahrungen bevorzugte er den trockenen Weg durch ein Fenster. Er wollte gerade darauf zulaufen, als er eine Bewegung wahrnahm. Die Gestalt sah menschlich aus oder zumindest menschenähnlich. Matthew konnte ein paar Worte verstehen, allerdings machte nichts davon für ihn Sinn. 'Ich habe ein ungutes Gefühl bei diesem Ding.', dachte er sich und entfernte sich ein paar Schritte. Dabei drehte er sich um und schaute zu den anderen Teammitglieder. Dabei konnte er auch einen Blick nach Süden werfen. "Was zum- ?", murmelte er erstaunt. 'Nein, erstmal den riesigen Kadaver ignorieren und die Wesen die um ihn stehen. Dafür gibt es bestimmt einen ganz normalen, vernünftigen Grund.' Tja, wen, wenn schon nicht sich selbst, kann man am besten belügen? Matthew winkte seinen Kollegen vorsichtig zu, zeigte dann auf eines der Fenster und schaute sie eindringlich an. "Bitte, macht nichts Dummes.", betete er leise und hoffte sie würden ihn sehen und verstehen was er meinte. Danach schlich er vorsichtig in Richtung der Gebäude ohne die merkwürdige Gestalt aus den Augen zu lassen.

  • Der Schatten über Petrophia


    „Fluch über den Jäger…“ Die Gestalt hatte sich bisher den Rüpeln entgegengeschleppt, bog dann aber in eine Seitengasse ab und stapfte schwerfällig, aber zielstrebig den nächsten brackigen Kanal hinunter, in Richtung der verendeten Kreatur. Dass sie sich dabei nasse Füße holte, schien sie nicht zu stören. Zweierlei Dinge konnte man erkennen, als sie zwischen den Ruinen verschwand; einerseits schien sie einen wahrscheinlich leeren Sack mit sich herumzutragen, über die gebeugte Schulter geschwungen, andererseits war sie nicht alleine gewesen: Eine deutlich kleinere Figur folgte ihr auf dem Fuße, und wer in Cromlexia – oder überhaupt irgendwo abseits der sicheren Städte – gewesen war, denen dürften sogleich die Alarmglocken schrillen. Dies war ein Zombiepokémon, ein vage humanoides sogar, dessen andauernder Verfall auch nicht vor seinen markanteren Zügen halt gemacht hatte: Es sah aus, als wäre es Monate im Wasser herumgetrieben, war aufgeschwemmt, übersät von Fraßspuren und hatte nur noch an wenigen Stellen wirklich Fell, der größte Teil seiner Haut hatte sich abgelöst und musste entweder abgefallen sein oder klebte in nassen Fetzen an dem verwesenden Körper. Von seinen zwei Hörnern war nur noch eines übrig, und auch davon war nicht viel geblieben – noch wurde es von faulenden Muskeln und Sehnen am Schädel gehalten, wahrscheinlich brauchte aber nicht mehr viel zu geschehen, damit es sich ebenfalls verabschiedete. Sein Kiefer hin schlaff herunter und schwang bei jedem seiner kleinen Schritte hin und her und in seinen modrigen Pfoten hielt es ebenfalls einen Sack umklammert, den es hinter sich her schleifte. Selbst im Untod schien die seiner Art eigene Beflissenheit zu überdauern, denn dies musste einmal ein männliches Servol gewesen sein, das nun einen neuen Herrn gefunden hatte. Das Paar hatte den Trupp nicht bemerkt und schleppte sich indolent weiter durch den Regen, dem Kadaver und den anderen Kreaturen entgegen.


    Das Innere des Gebäudes, in das Matthew einzusteigen beabsichtigte, war feucht, aber nicht ganz so durchnässt wie der Rest der Stadt. Einst war hier wohl ein Büro eingerichtet gewesen, die zahlreichen Schreibtische und Trennwände wiesen zumindest darauf hin. Licht oder überhaupt Strom gab es nicht mehr, weshalb ohne den zaghaften Mondschein Finsternis herrschte und nur die verschmierten oder gesprungenen Scheiben ein Ausmachen der Umrisse von Möbeln und sonstigem Inventar erlaubten. Einmal von den zerschmetterten Lampen, kaputten Monitoren und umgestürzten Stühlen abgesehen erweckte der Raum nicht den Anschein, als wäre hier etwas nennenswert Unheimliches geschehen – die Zerstörung rührte ohne Zweifel vom Erdbeben her, ansonsten wirkte es beinahe so, als wäre die Belegschaft kurz vor dem Beben einfach aufgestanden und in den Feierabend gegangen. Neben der Tür, die aus dem Raum führte, befand sich auf einem Pult sogar noch ein schimmelüberwucherter Früchtekorb und ein umgekipptes Whiteboard gab noch immer Auskunft über den Arbeitsplan der nächsten Woche – Anatole und Ladina, die armen Schweine, hätten damals am Montag bereits um halb sieben anwesend sein müssen, nun hatten sie sich entweder einen anderen Job gesucht oder den Bedarf dafür komplett aufgegeben, freiwillig oder nicht. Hinter dem Raum befand sich ein leicht geneigter Gang, gesäumt von geschlossenen Türen und übersät von geringerem Schutt. Irgendwann endete er einfach im Freien; das Beben hatte das Gebäude auseinandergerissen und einen Teil des Fundaments absinken lassen, jetzt setzte sich der Gang über das Dach fort und dahinter, hinter der nächsten Ruine, ragte der Kadaver auf. Aus der Dunkelheit zwischen dem Büro und der Bruchstelle drang hin und wieder ein unregelmäßiges Platschen.

    Die Fenster ermöglichten einen Blick auf den Kanal darunter, wo sich das Servol und sein Meister durch den schwimmenden Abfall mühten. Sie machten keine Anstalten sich umzusehen, weshalb sich eine Beobachtung vom Büro aus als relativ ungefährlich gestalten würde. Da sie den Blick jedoch konsequent auf ihre eigenen Füße gerichtet hatten, entgingen ihnen die zwei nahe beieinander liegenden, orange glühenden Punkte, die ihnen hinter den gähnend schwarzen Fensterhöhlen des gegenüberliegenden Gebäudes folgten. Hin und wieder wurde das Glühen kurzzeitig schwächer, nur um danach wieder zu erstarken, einem Blinzeln nicht unähnlich.


    OT: Falls Pay genauer hinschauen möchte, dürfte der nächste Zusammenbruch anstehen - das Servol ist kein unbekanntes, wenn sich denn noch bekannte Merkmale ausmachen lassen.

  • Der Schatten über Petrophia - Pay


    Pay folgte den anderen und kletterte dabei durch das Fenster, er passte besonders darauf auf, sich bei den noch scharfen Kanten des zersplitterten Glases nicht wieder eine Verletzung zu holen. Die Narbe auf seinem Arm war immer noch sichtbar und würde ihn wohl noch einige Jahre begleiten. Doch im Gebäude fühlte er sich etwas sicherer, denn was auch immer diese Gestalten war, eines war ihm klar, das waren keine Menschen mehr. "Leute denkt ihr, dass sind... menschliche Zombies? Können die legendären Pokémon denn auch sowas machen?", er sah sich das Spektakel aus dem Fenster heraus an, zuerst scannten seine Augen nur grob die Gestalten und die, augenscheinlich leeren Säcke, die sie mit sich herum trugen, bis sein Blick an dem kleinen, humanoiden Wesen festhing. Das war eindeutig ein Pokémon, ziemlich übel zugerichtet, aber er erkannte etwas sehr vertrautes. Im Grunde sah wohl jedes Pokémon gleich aus, es gab immer ein paar Merkmale, die sie voneinander unterschieden, andere Fellstrukturen, leicht andere Muster, oder Gesichtszüge, doch in der Masse gab es da kaum einen Unterschied. Ein Trainer erkannte aber wohl sein eigenes Pokémon wieder und bei der Betrachtung dieses Servols überkam ihn ein sehr mulmiges Gefühl. Aber konnte das denn sein? Wie hätte Saz bis hier hinüber gespült werden können? Vermutlich war es nicht unmöglich. Er war komplett hypnotisiert von diesem Anblick und griff wie in Trance nach dem Timberball an seinem Gürtel. "Sas, guck... guck dir das an. Erkennst du es auch?", das Servol materialisierte sich und sah erst etwas verwundert aus, dann sah es aus dem Fenster auf welches Pay zeigte und erkannte es auch. Ihre Augen weiteten sich schmerzerfüllt. Noch besser als der Wiedererkennungswert eines Trainers und seiner Pokémon, war wohl der von Geschwistern. In diesem Moment wurde ihm bewusst, dass das nicht einfach irgendein Servol war. Doch er war zu geschockt um irgendeine Reaktion zu zeigen, nicht einmal Tränen zogen sich über sein Gesicht, er stand einfach nur da, wärend Sas versuchte ihn irgendwie anzustupsen und in die Realität zurückzuholen. Sie schien es irgendwie besser verkraftet zu haben, wobei sich Pay auch nicht sicher war, ob sie versuchte die Starke zu spielen, damit er nicht komplett verloren war.

    Er hatte keine Ahnung ob die anderen sich aus dieser Situation irgendwas zusammenreimen konnten, oder ob sie ihn nun vollständig für verrückt erklären würden. Aber er war auch nicht in der Lage die Situation zu erklären. Sas sah zu den anderen und versuchte irgendwie mit ihrer piepsigen Stimme und dubiosen Handzeichen klarzumachen, was hier Sache war.


    OT: Der Arme kriegt keine Pause.

    » Business Kokuna hat sich an den harten Kapitalismus angepasst.

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  • Der Schatten über Petrophia - Gilian


    „Kaum. Also … vielleicht. Möglich. Wahrscheinlich.“ Gilian sprang vom Fensterbrett in das zerfallende Büro und dankte allen Heiligen der Welt für die verbesserte Federung, die Freitag ihm nach Cromlexia eingebaut hatte. Er schlug die Kapuze zurück und schob sich das Nachtsichtgerät in die Stirn, sah überhaupt nichts und setzte es wieder auf. „Obwohl… Nein, ich glaube eigentlich nicht. Die Pokémon verrotten wie normale Leichen, pas? Wenn hier auch die Menschen auferstanden sind, dann werden die kaum noch Stimmbänder haben, um Selbstgespräche zu führen.“

    Die Begegnung von eben verfolgte ihn, sie erinnerte ihn an ein ungutes Erlebnis vor der Krise: Damals hatte man ihm angeboten, seine Reha in einem gewissen Hotel Ausblick zu vollziehen und er durfte einen Tag im Hotel, das auch als Klinik funktionierte, verbringen, um sich von der Einrichtung zu überzeugen. Er war nicht überzeugt gewesen – vielmehr hatten ihn die anderen Patienten bestenfalls verstört, verkrüppelte Körper und erloschene Geister, die von den anonymen Pflegekräften wie Ware behandelt wurden; er hatte noch am Nachmittag seine Begleitung angefleht, nach Illumina zurückzukehren und es hatte seine Zeit gedauert, bis er die Vorstellung, wie er betäubt und perspektivenlos durch die Gänge des Hotel Ausblicks gekarrt wurde, aus seinem Verstand vertrieben hatte.

    „Ich war mal in einer Klinik, da waren die Leute genauso drauf. Es ist verrückt, was alles noch als Mensch zählt. Vielleicht sogar … so etwas.“

    Ein blendendes Licht stach ihm in die Augen, es kam aus dem gegenüberliegenden Gebäude. Geistesgegenwärtig hob er die Brille an, linste darunter hervor und erkannte, dass das Leuchten eigentlich ziemlich schwach war – er trat zu Pay, der ebenfalls an den Fenstern stand, wobei er darauf achtete, nicht in den Mondschein zu treten. „Da drüben ist was, da leuchtet etwas…“ Er sah zu Pay und stellte überrascht fest, dass der völlig weggetreten war. Aus irgendeinem Grund hatte er sein Servol gerufen, das nun ähnlich erstarrt neben ihm stand und auf die Straße herunterstarrte, wo der unheimliche Anwohner und sein untoter Gehilfe noch nicht besonders weit gekommen waren. Gilian zog die Augenbrauen zusammen.

    „Pay, hey, was ist mit dir – alles, äh, okay?“

    Sas vollführte irgendwelche Kommunikationsversuche, die ihm aber nichts sagten. „Der hat uns nicht gesehen, alles gut. Aber wenn du hier weiter wie angewurzelt rumstehst, könnte sich das auch schnell ändern. Komm, sonst entwischt uns der Spinner da unten noch.“

    Er warf dem Glühen einen letzten skeptischen Blick zu, wandte sich ab und fasste Pay an der Schulter, um ihm zu signalisieren, dass er dasselbe tun sollte.

  • Der Schatten über Petrophia – Henri


    Da sich Matthew bereits auf den Weg gemacht hatte, er alle zu sich winkte und niemand Einwände äußerte, wich die Truppe der ankommenden Person aus und stieg durch ein Fenster in eines der nahestehenden Gebäude ein. Mithilfe des Nachtsichtgeräts konnte Henri das Innenleben für den Moment genauer begutachten. Der Regen außerhalb hörte sich mit einem Mal gedämpfter an, als würde nichts die trostlose Atmosphäre Petrophias beeinträchtigen. Auch die dumpfen Schritte der mysteriösen Person schienen in immer weitere Ferne zu geraten. Beim Anblick der maroden und durchnässten Einrichtung wurde ihm jedoch sofort wieder bewusst, dass sie hier nicht zum Sightseeing waren. Dennoch war es gut, für den Moment verschnaufen zu können und die Begegnung mit den Aalabyss zu verarbeiten.

    „Menschliche Zombies würden wohl keine Säcke mit sich herumtragen oder unverständliche Worte murmeln“, gab Henri zurück, als Pay und Gilian auf die fremde Person zu sprechen kam. Zugegeben, unter den wenigen Zombiefilmen, die der junge Mann einige Jahre zuvor gesehen hatte, hatten sich allerhand verschiedene Interpretationen befunden. Eigentlich wollte er auch nicht zu viel darüber nachdenken. „Ich denke schon, dass es sich um eine lebende Person handelt. Vielleicht sogar um einen Kult, der hier aufgebaut wurde.“

    Da sich Henri zurzeit sicher fühlte, holte er aus seiner Tasche Zias Pokéball heraus. Er sah es als gute Möglichkeit an, sie zu fragen, wo sich die Zelle befinden könnte. Ganz ohne Anhaltspunkt würden sie die Zeit sonst vermutlich bis zum Morgengrauen verbringen. Erst als Gilian von einem merkwürdigen Leuchten gesprochen hatte und beide etwas beim Blick aus dem Fenster beobachten konnten, wurde Henri hellhörig. Instinktiv ging er aus dem Sichtfeld und versteckte sich stattdessen hinter einer Wand. Der Pokéball wanderte erneut in die Tasche. Den Kopf immer wieder von einem Ende des Raumes zum anderen schwenkend beobachtete er mit angespannter Haltung und ohnehin bereits erhöhter Atmung durch den Sprint auf dem Eis.

    „Geht von den Fenstern weg!“

    Was auch immer die beiden beobachteten, konnte er noch nicht genau ausmachen. Es würde nicht helfen, wenn sie selbst während ihrer Mission im Auge behalten wurden und sich vielleicht schon das nächste Unheil anbahnte. Lediglich Sas hatte nun ihrerseits begonnen, die Lage zu erklären. Entgegen aller Erwartungen hatte Henri leider keinen Sprachkurs in der Servol'schen Kommunikationsschule besucht und daher wartete er, bis sich Pay erklärte. Hoffentlich.


    OT: Ich bin gespannt, wie sich die Gruppe entscheidet.

  • Der Schatten über Petrophia - Pay


    Sas war etwas enttäuscht darüber, dass keiner der ansässigen die Situation verstand, doch war sie sich auch nicht sicher, was sie davon gehalten hätte, wenn sie es nicht wüsste. Verzweifelt hörte sie mit dem Gezappel auf, nachdem sie die fragenden Gesichter der anderen bemerkte und wannte sich wieder an Pay. Dieser begann etwas zu stammeln. "Wir müssen ihn retten... Sas", er schauderte und zuckte heftig zusammen, als Gillian in an der Schulter fasste, doch war genau dies der Weg ihn wieder in die reale Welt zu befördern. Zuerst trat er vom Fenster weg, Henri hatte recht. Egal was für Menschen das waren, es waren am Ende des Tages Menschen, sie waren eine größere Bedrohung, doch er konnte auch nicht einfach Saz aus dem Auge verlieren. "Ich... wisst ihr ich hatte mal zwei Servol.", er brach hemmunglos vor allen in Tränen aus, als er diese Worte aussprach, denn damit, dass er sie aussprach wurden sie letztendlich Wirklichkeit in seinem Kopf. "Das da, ist mein Servol. Es besteht kein Zweifel.", er wischte sich schnell die Tränen weg und versuchte so seriös wie möglich zu bleiben. "Er ist eigentlich gestorben, als Romantia City unter gegangen ist, aber irgendwie wurde er hier her getrieben. Ich hab keine Ahnung wie...", er schluchzte wieder und atmete einmal tief durch um die Tränen zu unterdrücken. "Wir müssen ihn erlösen.", nach diesen Worten verstummte er. Jetzt wo er diese Worte ausgesprochen hatte, musste er nicht mehr weinen, allerdings breitete sich ein ungutes, schmerzendes Gefühl in seiner Magengegend aus. Hingegen dessen was er als richtig erachtete, wollte er ihn nicht noch einmal töten. Sein Bauchgefühl redete ihm ein das alles gut werden würde, irgendwie, vielleicht.

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  • Der Schatten über Petrophia - Matthew


    Matthew kletterte durch das Fenster in das Gebäude, das wie sich herausstelte ein verlassenes Büro war. "Hier war wohl schon lange niemand mehr. Was auch immer diese Dinger sind, sie halten wohl nicht viel von Büros." Nach und nach kam auch der Rest der Gruppe. Doch er ignorierte sie größtenteils und schaute nach draußen um sich ein besseres Bild von der Stadt zu machen. Dabei fielen ihm die merkwürdigen Lichter auf der gegenüberliegenden Seite auf. Er brauchte einen Moment bis ihm klar wurde dass das vermutlich Augen waren. 'Natürlich versteckt sich irgendein unheimliches Wesen in dieser Stadt. Fehlt nur noch dass sich dieser riesige Kadaver als Zombie herausstellt. Es wäre wohl besser ich warne diese wandelnden Unglücksbringer.' Er drehte sich um, gerade rechtzeitig um Pay zu hören. Daraufhin vergaß er kurzzeitig ihren möglichen Beobachter. Er seufzte frustriert bevor er mit Pay sprach: " Oh Mann. Mit euch läuft wirklich nie etwas glatt, oder?" Aber selbst er konnte nachdem was er gerade gehört hatte nicht lange sauer sein. "Na gut. Folgender Vorschlag: Wir sollten auf keinen Fall länger als nötig in dieser Stadt bleiben, deswegen müssen wir die Zelle so schnell wie möglich finden." Er machte eine kurze Pause, schloss die Augen und atmete einmal tief durch. "Allerdings bin ich ja nicht komplett herzlos. Ich kümmere mich um Servol. Ich komme eh besser allein zurecht und eine bessere Gelegenheit bekommen wir so schnell wohl nicht wieder. Die Zwei sind allein und wissen nicht dass wir überhaupt hier sind. Noch dazu bin ich nicht schlecht darin unauffällig Leute zu, nun ja sagen wir, 'überraschen'. Währenddessen sucht ihr weiter die Zelle und ich komme nach. Ich müsste jedoch noch wissen was du willst. Soll ich dir dein Servol zurückbringen oder sein Zombiedasein endgültig ein Ende setzen?" Matthew stellte die Frage Pay und hoffte sie würden auf seinen Plan eingehen. Er hatte seine Maske dabei, also selbst wenn ihn jmd sehen würde, wüssten sie nicht wer er war. Eigentlich ein ziemlich vernünftiger Plan, jedoch wusste er mittlerweile dass diese Truppe nur schwer zu überzeugen war.


    OT: Tja, wird 'Shadow' jetzt was zu tun bekommen?

  • Der Schatten über Petrophia – Henri


    Pay kam endlich wieder zu sich und offenbarte unter Tränen seine Leidensgeschichte, die ein offenbar draußen herumlungerndes Servol beinhaltete. Zugegeben war es schwierig, nicht zumindest etwas Mitleid für den Koch zu empfinden. Henri dachte darüber nach, wie er sich wohl fühlen würde, wenn ein verloren gegangener Freund irgendwann wieder als Zombie auftauchen würde. Tatsächlich wüsste er nicht, wie er reagieren würde. Dementsprechend konnte er auch nachvollziehen, dass Pay seinem alten Freund die letzte Ehre erweisen wollte. Als ungut fiel ihm da nur Matthews Vorschlag auf, sich dem allein anzunehmen. Angesichts der wilden Pokémon und merkwürdigen Personen, die sich hier herumtrieben, war es nur allzu wahrscheinlich, irgendwann wieder überwältigt zu werden.

    „No way“, warf Henri ein und kreuzte die Arme. „Ich halte nichts von dem Alleingang, Matthew. Wenn wir vorhin schon als Gruppe mit den Aalabyss solche Schwierigkeiten hatten, wie wird das erst aussehen, wenn wieder etwas Unvorhergesehenes passiert? Wir haben außerdem nichts, womit wir bei dem Regen anständig miteinander kommunizieren können.“

    Danach setzte er ab, um weiter nachzudenken. Vermutlich würde er Pay nicht ausreden können, dass Servol aktuell nicht die oberste Priorität war. Andererseits würde es nach Erhalt der Zelle schwierig werden, das Pokémon wiederzufinden. Sofern sein Wunsch also mit in Betracht gezogen werden würde, müssten sich die Gruppe schon jetzt aufteilen.

    „Zwei.“ Nach einer kurzen Pause sprach Henri weiter und hielt Zeige- und Mittelfinger hoch. „Mit mindestens zwei Leuten werde ich eine Aufteilung akzeptieren.“

  • Der Schatten über Petrophia - Matthew


    Wie erwartet gab es Widerstand. Henri war absolut nicht begeistert von seiner Idee. 'Was für eine Überraschung!', dachte sich Matthew. Es war so vorhersehbar gewesen, dass er nicht einmal frustriert war. Bei genauerer Beobachtung konnte er die Maske erkennen, die ihm schon früher aufgefallen war. Noch dazu diese Pose und seine Einstellung. Definitiv ein Mitglied von Team Skull. Matthew kannte die Bande aus seiner Zeit in Alola. Sie waren damals schon sturrköpfig und konnten einem gehörig auf die Nerven gehen. "Na gut und wie stellst du dir das vor? Ich habe wohl schon mehrmals bewiesen dass ich gut auf mich aufpassen kann. Als ich unser Boot gerettet habe und unsere Leben und als ich uns einen Fluchtweg geschaffen habe beim Angriff der Mutanten. Ich, besser gesagt, wir können auf uns aufpassen." Während er redete streichelte er Fox' Kopf, die das sichtlich genoß. "Wir sind, in diesem Fall, alleine besser dran, ohne jmd mitzuschleppen. Noch dazu ist eure Aufgabe wesentlich gefährlicher und unsere Gruppe ist ohnehin schon-" Matthew machte eine Pause bevor er weitersprach, auf der Suche nach den richtigen Worten und schaute die Mitglieder der Grupoe einen nach dem anderen an. "angeschlagen. Pay ist ein nervliches Wrack und Gillian hat bis auf große Worte anscheinend nichts zu bieten. Bleiben noch du und Riley hier, die noch etwas zu jung und unerfahren wirkt um uns zu helfen. Auch wenn sie wohl noch am hilfreichsten wäre. Und du-" dabei zeigte er auf Henri. " bist vllt noch der Kompetenteste, weswegen es eine schlechte Idee wäre mit uns zu kommen. Du wirst hier gebraucht. Außerdem ist die Suche nach der Zelle wesentlich schwieriger als sich um ein Zombie und dieses Ding zu kümmern. Wir kommen klar, keine Sorge.", versuchte er Henri zu beschwichtigen.


    OT: Matthew ist nicht so leicht zu überzeugen und ein wenig fies.🫣 Sryy😉.

  • Der Schatten über Petrophia – Gilian


    „Es ist WAS?!“ Gilian hatte sich auf Henris Ausruf ebenfalls vom Fenster entfernt und stand nun fassungslos neben dem in Tränen ausgebrochenen Pay. Diese Geschichte klang zu traurig, um erfunden zu sein, zu verstörend, um sich dabei trockene Augen zu bewahren. Sein Herz wurde bleischwer und er wischte sich mit dem Ärmel über das Gesicht. „Dah ihh ja fuhhbahh…“

    Während er schniefte und versuchte, auf diese Tragödie klarzukommen, entwickelte sich um ihn eine merkwürdige Diskussion. Matthew nahm einmal mehr kein Blatt vor den Mund sprach sich für eine Trennung der Gruppe aus – jedes halbwegs medienkompetente Kind wusste, dass derartige Ideen in Horrorfilmen nie zu einer Verbesserung der Situation führten, andererseits war es ja nur Matthew… Morgans (und er auch) hätte es wohl als „akzeptablen Verlust“ bezeichnet, sollte sein geplanter Alleingang in die Hose gehen. So hatte Gilian kein Problem mit diesem Vorschlag, was ihn hingegen wieder aufflammen ließ war Matthews Seitenhieb gegen ihn. Unglaublich, dass man ihn inzwischen so wahrnahm – er wischte sich die Restnässe aus dem Gesicht und den schwärenden Schrecken beiseite. „Du hast … Nerven“, schnauzte er dann den vorlauten Kollegen an, „aber nur zu!“

    Er breitete die Arme aus und beugte sich leicht nach vorne. „Von mir aus kannst du gerne alleine Batman spielen gehen. Henri passt schon auf uns auf.“ Sein letzter Satz war die pure Kleinlichkeit gewesen, natürlich erachtete auch Gilian Henri als kompetent, aber der Ärger darüber, dass dieses Großmaul ihm hingegen die Kompetenz absprach, überwog. Hätte er damals bloß die Ligue gewonnen, dann würde jetzt niemand an ihm zweifeln … redete er sich ein.


    OT: Matthew kriegt Unterstützung von unerwarteter Seite

  • Der Schatten über Petrophia – Henri


    Henri musste aufgrund von Matthews Ausführungen tatsächlich prusten. Nun waren sie also zu fünft hier und wurden quasi von einer Person ausgewiesen, die sich für etwas Besseres hielt. Perfekte Voraussetzungen für eine laufende Mission.

    Noch der Kompetenteste? Und das aus demselben Mund, der eben noch im übertragenen Sinn gesagt hat, dass wir alle quasi zu nichts zu gebrauchen sind? Das ist wirklich stark.“

    Gilian mischte sich mit einem kurzen Kommentar ein, indem er so tat, als würden er und das Team Matthew nicht benötigen. Tatsächlich stachelte es Henri noch mehr zu Worten an, die er normalerweise wohl nicht gesagt hätte. Dieser Egotrip widersprach allem, was er von seinen Freunden in Alola gelernt hatte.

    „Also ernsthaft jetzt. Warum bist du eigentlich bei dieser Mission dabei? In diesem, unserem Team? Warum benötigst du ein Team, wenn du offenbar alles alleine erledigen kannst und niemanden um dich herum brauchst? Noch dazu gehst du so weit zu sagen, dass absolut alles bisher auf deine Kappe geht. Man hat ja im Boot, als du die Kontrolle verloren hast, gut gehört, wie du alleine mit schwierigen Situationen zurechtkommst. Wie scheiße kann eigentlich ein Charakter sein, um dann so etwas hervorzubringen?“

    Nachdem Henri geendet hatte, bemerkte er, wie er unmerklich immer lauter geworden war. Sein erhöhter Herzschlag bebte in seinem gesamten Körper und fühlte sich nach dieser Ansprache regelrecht unangenehm an. Der junge Mann nutzte die Gelegenheit, einmal tief auszuatmen, um zu signalisieren, dass er sich Luft gemacht hatte. Anschließend fügte er, nun wieder leiser, etwas hinzu.

    „Wenn du schon der Meinung bist, dass unsere Aufgabe gefährlich ist, dann hol doch die Zelle. Ist vielleicht besser so, wenn du auf diese Welse Held spielen kannst und dich nicht mit Kleinzeug wie einem Zombie-Pokémon herumschlagen musst. Das war ja selbst in Cromlexia unter deiner Würde.“

    Er verschränkte die Arme und blickte in die Runde.

    „Was sagen die anderen?“


    OT: Interessante Entwicklung.

  • Schatten über Petrophia - Riley


    Der generelle Konsensus schien zu sein, dass es eine gute Idee wäre, eines der Aalabyss mitzunehmen. Nur einen besonderen Enthusiasmus das Exemplar direkt zu fangen schien nicht zu bestehen. Und wenn sie noch einmal so darüber nachdachte, wäre es vielleicht eine gute Idee, das direkt aus dem Weg zu schaffen. Aus Gewohnheit zog sie ihre Maske tiefer ins Gesicht, als etwas Humanoides auf sie zukam. "Aus dem Weg gehen, definitiv" Sie war da schnell bei der Mehrheit dabei, wählte dabei allerdings die deutlich sicherere Variante und machte einen leichten Rückzieher, um sich hinter Deckung vor der Figur zu verstecken. Somit landete Riley schnell wieder mit den Beinen im Wasser, und getrennt von der Gruppe – wobei sie eine mentale Notiz gemacht hatte, in welchem Gebäude die verschwunden waren.


    Nachdem sie sich versichert hatte, dass die Luft rein war – wenn auch nur im metaphorischen Sinne – machte sie sich hastig auf dem Weg zurück über die Eisbrücke. Die wirkte noch ziemlich stabil, und bevor sie hier groß rumkämpfte, machte sie sich lieber auf die Suche nach Nachzüglern. Die komplette Stille, sowie die restlichen Kramurx ließen sie zumindest vermuten, dass das keine vollständig dumme Idee war. In dieser Ruhe wurde es auch offensichtlich welch ein Gemetzel der Kampf geworden war. Bei ihrer hastigen Flucht nach Vorne hatte sie das nicht mitbekommen, aber offensichtlich war ihre Vermutung korrekt gewesen. Der schieren Menge an Innereien auf der Brücke und im Wasser nach zu Urteilen platzten die Aalabyss wie Ballons. "Eine Belohnung hat sie sich dafür verdient, wenn wir zurück sind..." Nach nicht langer Suche hatte sie das Objekt ihrer Begierde auch gefunden – ein verletztes Aalabyss, das neben den offensichtlichen Verletzungen auch generell etwas träge wirkte. Ob wegen Blutverlust oder Gift war ihr ziemlich egal – das war ein Problem für schlauere Menschen als sie. Mit wenig Gegenwehr verschwand der Tiefseefisch in einem Pokéball, welcher in ihrem Rucksack verstaut wurde. Riley hatte nicht vor ihre Beute noch einzusetzen, gerade wenn diese so fragil war.


    Ein weiterer, ausgiebiger Blick durch die Gegend bestätigte, dass sich die Lage in der Zwischenzeit nicht drastisch geändert hatte, womit sie über die Eisbrücke zurück an Land schleichen konnte. Zur Sicherheit wartete sie noch ein wenig ab – sie meinte in der Ferne eine weitere Gestalt gesichtet zu haben – bevor die Diebin mit geübter Präzision über die Müllstege huschte, und durch ein Fenster in das Bürogebäude einstieg, wo sie sich erstmal unter dem Fenster gegen die Wand lehnte. Gewohnheit, um nicht direkt von draußen bemerkt zu werden.


    Wie praktisch dass die Gruppe so nett war und direkt beim Fenster ihre Diskussionsrunde eröffnet hatte. Sie sagte erstmal nichts – wäre ohnehin schlecht, wenn man sich gerade lautstark stritt. Sie wartete lieber auf die offene Einladung an die Gruppe, ihre Meinung kundzugeben. Praktischerweise hatte sie ja genug mitbekommen, um mitreden zu können – auch wenn die plötzliche Wortmeldung denen, die mit dem Rücken zum Fenster gewandt waren wohl einen Herzinfarkt einjagen würde. "Alleingänge sind scheiße though. Grade bei dem Mistwetter kann schnell was schiefgehen, und dann wirds nur noch schlimmer für den Rest von uns. Ist aber auch schwer zu sagen was wir tun sollen, wenn wir nicht wissen mit was wir es zu tun haben – hab ja gehört dass das keine echten Zombies sein sollen, hier. Offensichtlich ist aber zumindest die Generalsicherung aus – irgendwelche anderen Theorien oder Leads?" Das zweite Licht, oder die Änderung der Helligkeit war ihr bis jetzt entgangen. "Aber ja. Dagegen bis wir mehr wissen."



    OT: Riley ist wieder da, dagegen und versucht produktive Dinge einzubringen. Hoffe das Nachzügler aufsammeln war okay.