Angst vor dem Klimawandel?

  • @Sunaki
    Du hast dich deutlich vom Thema entfernt. Ich teile deine Ansichten nicht. Sie wurden bei den LTW gewählt, aber kaum einer, wollte einen AfDler als Bürgermeister. In sämtlichen Hochburgen sind sie gescheitert. Man traut ihnen nicht zu komplexe Themen zu meistern.


    Von daher bleibe ich dabei, dass man dem Wähler ruhig zumuten kann, was er tut.


    @Thrawn
    Über deinen Beitrag habe ich mich gefreut und die Angst vor dem Klimawandel nicht als unbegründet zu bezeichnen, ist dein gutes Recht, da müssen wir nicht übereinstimmen.


    Der längere Abschnitt über AfD und Co ist soweit stimmig.
    Nur eben weil die AfD die Debatte erschwert habe ich geschrieben, dass es am Wähler liegt, das zu erkennen.


    Das Beispiel mit den Atommeilern hinkt. Die laufen lassen zu wollen ist legitim, so wie es die meisten Länder auch wollen. Aber nein, ich will die ganz sicher nicht mehr am Netz haben.



    Zum freien Markt. Wenn Trump verhindert, dass an neuen Technologien geforscht wird, machen das eben die Asiaten. Wie ich beschrieben habe, ist selbiges keine 10km vor meiner Haustür im letzten Jahrzehnt in der Solarbranche passiert.


    Tatsächlich wurden die Preise dennoch billiger, auch wenn Mitarbeiter mir sagten, dass die Qualität nachließ, seitdem nicht mehr in Deutschland produziert wurde. Das erkannten aber die Konzerne und steuern aktuell dagegen.
    Das dennoch der Ausbau von Solarparks und auf privaten Dächern nicht so schnell wie von vielen gewünscht voran geht hat viele Gründe, das kann man nicht auf die aktuelle Regierung schieben (ob die nun einen Populisten an der Spitze hat oder nicht)



    Wir haben in den beiden heißestes Monaten in Deutschland eine Durchschnittstemperatur von ca 22 Grad. Sage mir bitte, was dich persönlich an 24 Grad im Mittel stört?
    Artensterben im Deutschen Wald?! Dass dann andere Pflanzen sich besser ausbreiten? Dass hitzeempfindliche Menschen ihren Lebensstil ans Klima anpassen müssen, so wie es jede südeuropäische Nation tut?
    Ich habe die Aussage tatsächlich ernst gemeint, hier in Mitteleuropa sind die Folgen von 2 Grad Erwärmung überschaubar.



    'Filterblasen'. Ja das Wort trifft es gut, danke das kannte ich nicht. Ansonsten gibt es von meiner Seite dazu nicht viel zu sagen. Nur soviel: Du hast ja sicher den Beitrag über deinem gelesen. Das ist genau das "wettern" gegen Populisten statt Kritik, wie ich es gemeint habe.



    Was wir geschafft haben, nicht nur in BTF, sondern auch im Ruhrpott und anderswo zeigt doch, dass man Umweltprobleme in den Griff kriegt. Warum soll das global eine andere Hausnummern sein?
    Überall da wo Menschen von Umweltproblemen betroffen sind, werden diese behoben, sobald der Wohlstand der Gesellschaft eben dies zulässt, das hatte ich ja bereits erläutert.


    Du meintest, es wäre besser, wenn die Probleme gar nicht erst auftreten. Ja und nein. Ja, weil das schön einfach wäre.
    Nein, weil es so nicht genug Arbeit nach dem Krieg gegeben hätte und auch Asien so nicht den schnellen Weg aus der Armut finden würde.


    Wenn eine Bevölkerung auf gut deutsch nichts zu fressen hat, ist ihnen egal, ob da jetzt gefilterte Industrieabgase aus den Schloten kommen oder nicht.


    Ich halte es dann für falsch einem Land zu sagen, deren Richtwerte verstoßen gegen bestimmte Abkommen.



    "Alles wird gut", genau so isses.
    Dir ist aufgefallen, dass ich immer den Teufel an die Wand gemalt habe, um zu erkennen, dass trotzdem am Ende alles schick ist, ua eben weil die Erfahrung es gezeigt hat.


    Das ist kein faules Zurücklehnen.
    Mit steigendem Wohlstand und Bildung wächst das Umweltbewusstsein. Dann arbeitet man auch daran, Probleme zu bewältigen und man hat Zeit, sich Gedanken darüber zu machen, dass Müll trennen ne feine Sache ist.


    @Kyukechizu
    Habe den Beitrag leider erst jetzt gesehen, letztlich steht aber alles was ich dir sagen würde mehr oder weniger in meinem neuen/vorherigen Post.


    Allgemein will ich aber sagen, dass es mich eher erschüttert, wie man hier die Dinge schlecht sieht, statt entspannt nach vorne zu schauen und zu sagen, dass die Welt sich in 200 Jahren weiterhin dreht. Mit intakter Umwelt, mit gerechteren Verteilungen, weniger Kindersterblichkeit und besserer globalen Bildung.


    Das ist ein Trend, der seit Jahrhunderten andauert und furchtbare Einschnitte in diesen Prozess wie die Weltkriege, Nationalsozialismus, Kommunismus oder sämtliche Finanzkrisen es zB waren, konnten das langfristig ebenso wenig verhindern, wie es ein Milliardär an der Spitze der mächtigsten Nation der Welt es wird.

  • Wir haben in den beiden heißestes Monaten in Deutschland eine Durchschnittstemperatur von ca 22 Grad. Sage mir bitte, was dich persönlich an 24 Grad im Mittel stört?
    Artensterben im Deutschen Wald?! Dass dann andere Pflanzen sich besser ausbreiten? Dass hitzeempfindliche Menschen ihren Lebensstil ans Klima anpassen müssen, so wie es jede südeuropäische Nation tut?
    Ich habe die Aussage tatsächlich ernst gemeint, hier in Mitteleuropa sind die Folgen von 2 Grad Erwärmung überschaubar.

    Was ist mit den Rentnern, denen die 2° zu viel waren und ein Hitzeschlag bekamen oder die höhere Ozonbildung in Städten an heißen Tagen?
    Und was ist mit den Korallen im Meer, die sehr empfindlich auf Temperaturänderungen reagieren, das ja geschieht, wenn die Durchschnittstemperatur global steigt?

  • @Edex


    Der sogenannte Kohlenstoffkreislauf. CO2 das durch Atmung entsteht (Tiere und teilw Pflanzen) wird von Pflanzen zu Sauerstoff verarbeitet oder von den Ozeanen aufgenommen. Der verarbeitete Sauerstoff wird wieder durch Atmung zu CO2 gewandelt, das CO2 in den Ozeanen gelangt wieder in die Luft. So in etwa läuft der Kreislauf ab, so wie ich das zuvor erklärt hab, war das ein wenig unklar.


    Ja, die Kohle aus der Erde stammt von Pflanzen. Nichtsdestotrotz ist das durch die Industrie hergestellte CO2 viel zu viel als dass es sich natürlich in den Kreislauf eingliedert. Eisbohrungen haben gezeigt, dass der CO2 Gehalt seid der Industrialisierung erheblich gestiegen ist.

  • @LalleVonLanzeloth


    Ja, es war für mich etwas unklar. Da du den Kreislauf nur mit der Vegetation miteingezogen hat. Da fehlen ja noch die Tiere. Jetzt ist es klar wie du es meinst. Ja, der Anteil von CO2 ist zuviel, dass die Pflanzen ihm aufnehmen können. Eine Option wäre, dass es wieder mehrere Pflanzen gibt. Statt Rodung die Urwälder wieder vergrößern. Mehrere Pflanzen bedeutet auch größere Aufnahme von Co2 was sich in der Atmosphäre befindet. Aber den Klimawandel zu leugnen ist falsch. Man muss es einsehen, dass immer mehr CO2 sich in der Atmosphäre befindet.


    Ich plane ja später Spendengelder an die WWF zu zahlen, da sie unter Anderen für den Erhalt von Urwäldern stehen.

  • Was ist mit den Rentnern, denen die 2° zu viel waren und ein Hitzeschlag bekamen oder die höhere Ozonbildung in Städten an heißen Tagen?Und was ist mit den Korallen im Meer, die sehr empfindlich auf Temperaturänderungen reagieren, das ja geschieht, wenn die Durchschnittstemperatur global steigt?

    Wir haben keine Korallenriffe in Nord- und Ostsee. Verbessere mich, wenn dem doch so ist. Das Sterben liegt nicht nur an der Wassererwärmung, sondern zudem an verschmutzten Gewässern und bedingt durch Tourismus.
    Ist aber ein guter Punkt. Wäre schade, wenn diese Naturschätze nicht erhalten bleiben. Dennoch hat es keine direkte Auswirkung auf unser Leben.


    Zu den Rentnern: Meine Uroma bleibt an solchen Tagen drinnen. Der Wetterbericht steht lange vorher. Sie hat genug Essen und Trinken auf Lager und in Notfällen gibt es Familie oder Nachbarn. Wir haben in Deutschland ein im internationalen Verhältnis ausgezeichnetes Gesundheitssystem, wenn es doch zu Notfällen kommt.


    Man muss sich eben an bestimmte Vorgaben halten, genug trinken und seinem Körper nicht mehr zu viel zumuten in dem Alter.


    Extrem heiße Tage hat es aber schon immer gegeben. Nun ist es öfter. Dafür kann man im Winter auf die Straße, da abgeschnittene Dörfer durch Schnee, Glätte und Eis seltener werden. Das war früher häufiger so.


    Zur Ozonbildung: Das Problem löst sich, wenn keine Verbrennungsmotoren sondern E-Autos auf den Straßen sind und die Abgase in Fabriken reduziert werden. Das ist also bereits im Gange. Zudem ist es kritisch, wenn sämtliche freie Flächen bebaut werden und die Häuser erhöht, so bleibt der Smog länger in der Stadt. Hier wären Stadtplaner gefragt, die diese Problematik unter Berücksichtigung der Wohnungsnot in den Ballungszentren etlicher deutscher Großstädte lösen.

  • Angst vor dem Klimawandel? . . . *denkt* . . . öhm, bissel spät dafür oder?
    Wir sind doch schon mitten drin. Da hilft auch die jahresbegrenzung von 2*C nicht xD
    Der Planet hatte in seiner Lebenszeit schon so einige Klimawandel durchgemacht, alle atürlichen Ursprungs.
    Doch das was wir jetzt erleben (was viele ja nicht sehen wollen) ist von Menschenhand herbeigeführt worden,
    in einem zusehends schneller werdenden Wachstum - Schneeballeffekt, die Kugel rollt.
    Natürlich wird das Ergebnis nicht morgen vor der Tür stehen, oder Übermorgen aber deutlich schneller als in der Vergangenheit. Den passenden Zeitpunkt diese noch abzuwenden, wie es die Politiker ja so gerne nennen, den haben wir längst überschritten. Das ist mitunter der Ignoranz gegenüber der Natur, der menschlichen Überbevölkerung und deren Abhängikeit von Fossilen Brennstoffen zu schuldigen.
    Aber das wurd ja Jahrelang gekonnt ausgeblendet, die meisten denken nämlich nie über Ihr ableben hinaus,
    sondern sagen sich "och, da leb ich doch eh nicht mehr" und daran wird sich auch wahrscheinlich nichts ändern.
    Mir tut der Planet jetzt schon Leid wenn der zur Venus 2 wird und das vermutlich eher bevor Sol zum roten Riesen geworden ist.

  • Nur eben weil die AfD die Debatte erschwert habe ich geschrieben, dass es am Wähler liegt, das zu erkennen.

    Dass ein Wähler natürlich irgendwo eine Verantwortung hat, kritisch zu hinterfragen und sich zu informieren, stimmt natürlich, wobei du hier den Wechsel vom Zuschreiben dieser tatsächlichen Fähigkeit zu der Verantwortung, diese zu haben/zu entwickeln vollzogen hast; also muss man schon einmal wie bereits gesagt nicht annehmen, dass jeder Wähler darüber verfügt. Nur einerseits kann man natürlich selbst nicht alles nachprüfen und wird sich auf bestimmte Quellen stützen müssen - und da wird es nun einmal schwieriger, wenn gleichzeitig ein Haufen unsinniger und falscher Artikel durch das Internet schwirrt. Da man ja nicht einfach a priori erkennen kann, dass das Schwachsinn ist, muss man sich schon mehr damit beschäftigen und dafür braucht es nun einmal Kompetenzen, die eben nicht jeder (in ausreichendem Maße) trainiert hat (den Drang zum kritischen Nachfragen einmal vorausgesetzt, was wie oben erwähnt nicht selbstverständlich ist). Und wie gesagt, eine Lüge seitens der AfD bleibt immer noch eine Lüge - ungeachtet, ob man sie jetzt erkennt oder nicht.

    Das Beispiel mit den Atommeilern hinkt. Die laufen lassen zu wollen ist legitim, so wie es die meisten Länder auch wollen. Aber nein, ich will die ganz sicher nicht mehr am Netz haben.

    Zunächst einmal weiß ich gar nicht, in welchem Sinne du hier "legitim" meinst, denn das kann im Grunde zwei Bedeutungen haben: Einmal die, dass etwas eben nicht gesetzeswidrig, also rein rechtlich erlaubt ist und andererseits die, dass etwas generell vertretbar bzw. vernünftig ist. Meint man nun die erste Bedeutung, dann ja: Es ist legitim. Allerdings gibt es ziemlich viel, was legitim, aber eben nicht unbedingt vernünftig ist - und darauf zu verweisen, dass etwas rechtlich nicht verboten ist, ist eine der dümmsten Rechtfertigungen, die existiert, aber gleichzeitig leider in der letzten Zeit vermehrt aufgetreten ist, und zwar in Bezug auf die Meinungsfreiheit. Simples Beispiel: Es ist nicht verboten zu sagen, dass der Himmel pink mit gelben Tüpfeln ist - das sagt aber nun einmal gar nichts darüber aus, ob das stimmt. Und in ähnlicher Art und Weise ist es natürlich prinzipiell erlaubt, Atomkraftwerke zu bauen (solange es halt keine Regelungen oder Abkommen gibt, die das verbieten - was wiederum ja auch nur die Definition von Legitimität in diesem ersten Sinne ist), aber das sagt doch nichts darüber aus, ob das so eine gute Idee ist, also legitim im zweiten Sinne. Und das ist es eben nicht, wenn nicht einmal gewährleistet werden kann, dass der Abfall wirklich sicher gelagert werden kann, von dem man eben sehr lange noch etwas haben wird. Vom generell vorhandenen Risiko, das man mit der Kernenergie sowieso eingeht, mal ganz zu schweigen.
    Von all dem ganz abgesehen war das aber nicht einmal wirklich ein Beispiel und inwiefern es daher hinken soll, ist mir schleierhaft. Ich habe lediglich aufgezeigt, dass die AfD eine falsche Meinung verbreitet (und ja, Meinungen können falsch sein) und aus dieser Meinung eben schlussfolgert, dass man die Laufzeit von Atomkraftwerken verlängern sollte (was, selbst wenn die Grundannahme richtig wäre, keine zwangsläufig gültige Schlussfolgerung wäre), mithin war das schlicht Teil meiner Kritik.

    Zum freien Markt. Wenn Trump verhindert, dass an neuen Technologien geforscht wird, machen das eben die Asiaten.

    Also bitte. Zunächst einmal finde ich es merkwürdig, von "den Asiaten" zu reden. Ich nehme an, dass du China meinst, welches mittlerweile wohl Spitzenreiter bei Investitionen in erneuerbare Energien sein dürfte, wenn ich mich nicht irre. Schön und gut, aber die Chinesen werden wohl kaum einfach nach Amerika kommen und da für "die rückständigen Amis" das Energiesystem verändern, mit Trump als Präsident sowieso nicht. Man kann ja wohl schlecht das Energienetz umbauen, wenn sich die Regierung des Landes dagegen sperrt.
    Abgesehen davon finde ich es im Kontext deiner Beiträge auch komisch, China als Beispiel anzuführen. Denn die (geplante) Energiewende in China kommt nun einmal "von oben" und kann unter anderem aufgrund des dortigen politischen Systems auch deutlich forciert werden. Somit ist es einerseits eigentlich ein Beispiel dafür, dass die Regierung nun halt doch zustimmen muss und andererseits ist China eben das Beispiel eines Staats mit so einigen Demokratiedefiziten, passt also irgendwie total schlecht in deine Argumentation, wenn du ja schon davon redest, dass eigentlich nichts von oben diktiert werden soll (wobei ich anmerken möchte, dass ich den Umbau des Energienetzes nicht zwangsläufig als einen diktatorischen Akt interpretieren würde; es geht mir hier mehr um den generellen Aufbau des politischen Systems in China).

    Wie ich beschrieben habe, ist selbiges keine 10km vor meiner Haustür im letzten Jahrzehnt in der Solarbranche passiert.

    Das wiederum müsstest du mir noch einmal genau erklären. Du sagst ja, das geschah "unter einer GroKo". Was ich gefunden habe, war der die Produktionseinstellung und Insolvenz von Sovello in Sachsen-Anhalt aus dem Jahr 2012. Kann sein, dass du das meinst, allerdings weiß ich noch nicht, was mir das genau sagen soll. Da du "unter einer GroKo" geschrieben hattest, impliziert das irgendwie, dass diese Regierung damit zu tun hätte. Da ich ja jetzt nicht weiß, inwiefern man der (Folge-)Regierung daran tatsächlich die Schuld geben könnte bzw. wenn man das irgendwie kann, habe ich nie bestritten, dass die Arbeit anderer Parteien als der AfD in Bezug auf die Energiepolitik auch als suboptimal betrachtet werden kann. Ich nehme aber mal in Hinblick auf das hier

    Das dennoch der Ausbau von Solarparks und auf privaten Dächern nicht so schnell wie von vielen gewünscht voran geht hat viele Gründe, das kann man nicht auf die aktuelle Regierung schieben (ob die nun einen Populisten an der Spitze hat oder nicht)

    an, dass du der Ansicht bist, dass die Regierung damit gar nichts zu tun hat. Wie das in Bezug auf die privaten Anlagen auf irgendwelchen Dächern aussieht, weiß ich wie gesagt nicht, aber um die geht es mir doch eigentlich auch gar nicht. Meine Eltern sind ja aufgrund ihrer Photovoltaikanlagae auf dem Dach auch nicht autark. Vielmehr geht es doch um den Umbau des Energienetzes bis hin zur letzten Endes wohl vollständigen Umstellung auf erneuerbare bzw. saubere Energien und da sehe ich die Regierung durchaus in einer gewissen Verantwortung.

    Wir haben in den beiden heißestes Monaten in Deutschland eine Durchschnittstemperatur von ca 22 Grad. Sage mir bitte, was dich persönlich an 24 Grad im Mittel stört?

    Ich finde das mit der Durchschnittstemperatur ein wenig irreführend. Einerseits, weil ich ohne weitere Angaben ja nicht weiß, wie genau der Durchschnitt sich in diesem Fall berechnet, also ob zum Beispiel Nachttemperaturen drin sind oder nicht. Andererseits aber sagt die Durchschnittstemperatur so doch gar nicht mal so viel aus. An vielen Tagen war es bestimmt um einiges heißer als 24° Celsius und der Punkt ist nun einmal auch, dass es deutlich mehr solcher heißen Tage gibt.

    Ich habe die Aussage tatsächlich ernst gemeint, hier in Mitteleuropa sind die Folgen von 2 Grad Erwärmung überschaubar.

    Ja, und das ist so gesehen eigentlich falsch. Ich gehe mal davon aus, dass du dir einfach denkst, dass es dein Leben nicht (direkt) beeinflusst und daher ist es nicht so schlimm. Aber tatsächlich gibt es Folgen, die auch uns hier in Deutschland betreffen. neben dem bereits erwähnten erhöhten Risiko von Hitzschlägen (und eigentlich muss man neben dem Menschen auch über Tiere und Pflanzen reden) ist mit erhöhten Niederschlägen zu rechnen, die wiederum zu Überschwemmungen führen. Zudem besteht das Risiko der Ausbreitung bestimmter Insekten, die Krankheiten übertragen können (Stichwort Tigermücke). Das ganze sollte uns also eigentlich schon kümmern, die Folgen sind eben nicht "überschaubar". Natürlich kann man über Anpassungsmaßnahmen (Hitzewarnungen, Hochwasserschutz) den Schaden begrenzen bzw. muss man das ja bereits, da wie im vorherigen meiner Beiträge gesagt schon ein gewisser Schaden besteht. Nur sollte man daneben auf jeden Fall versuchen, das Problem möglichst nicht noch weiter zu verschlimmern - auch da Anpassungsmaßnahmen ihre Grenzen haben. Außerdem:

    Wir haben keine Korallenriffe in Nord- und Ostsee.

    Nun, wir haben zumindest so etwas wie ein Watt, das irgendwann länger bis dauerhaft überflutet werden könnte und daher zum Beispiel auch für einige Vogelarten nicht mehr als Nistplatz oder zur Nahrungssuche infrage kommt.
    Ich finde es aber ehrlich gesagt auch ein wenig ignorant, sich nur so stark auf Deutschland zu konzentrieren und die Umweltschäden auf der Welt auf die Art abzutun. Ganz abgesehen davon, dass Trockenheit und Überschwemmungen nun einmal in vielen Ländern, die ohnehin schon damit zu kämpfen haben, zu deutlich größerem Leid führen wird. Und das sollte uns eigentlich auch nicht egal sein.

    Was wir geschafft haben, nicht nur in BTF, sondern auch im Ruhrpott und anderswo zeigt doch, dass man Umweltprobleme in den Griff kriegt.

    Nun, man kann einige Probleme in den Griff kriegen - wenn man eben daran auch wirklich arbeitet bzw. es halt fürs Erste nicht schlimmer macht.

    Warum soll das global eine andere Hausnummern sein?

    Weil bei einem globalen Problem nun einmal ein ganz anderes Maß an Zusammenarbeit unter den Ländern erforderlich ist? Und wenn wir an der Stelle wieder auf die USA und Trump zu sprechen kommen wollen, so wäre es ziemlich blöd, wenn eines der wichtigsten und größten Länder der Welt dabei nicht (richtig) mitzieht.

    Überall da wo Menschen von Umweltproblemen betroffen sind, werden diese behoben, sobald der Wohlstand der Gesellschaft eben dies zulässt, das hatte ich ja bereits erläutert.

    Das ist ja nett. Nur würde ich mal einerseits meinen, dass die Freiheit von Umweltproblemen durchaus als nicht zu vernachlässigender Teil des Wohlstands angesehen werden könnte und andererseits fällt mir eigentlich schon fast nichts mehr dazu ein, weil es gerade irgendwie danach klingt, dass man mit den Problemen halt eine gewisse Zeit leben muss, um sich den Wohlstand zu erarbeiten (bzw. während man ihn sich erarbeitet), bis man sie dann wie ein letztes kleines Ärgernis beseitigt, das sie aber aufgrund ihres großen Ausmaßes nun einmal in sehr vielen Fällen einfach nicht sind (sondern eben ein großes). Und zusätzlich teile ich den Optimismus wiederum nicht, da Staaten mit einem großen Wohlstand ja nicht frei von Umweltproblemen sind, natürlich nicht.

    Du meintest, es wäre besser, wenn die Probleme gar nicht erst auftreten. Ja und nein. Ja, weil das schön einfach wäre.
    Nein, weil es so nicht genug Arbeit nach dem Krieg gegeben hätte und auch Asien so nicht den schnellen Weg aus der Armut finden würde.

    Ähm, ich habe nur gesagt, dass man die Umwelt nicht hätte verschmutzen müssen? Ist ja nicht so, dass man nicht arbeiten könnte, ohne das zu tun.

    Mit steigendem Wohlstand und Bildung wächst das Umweltbewusstsein.

    Gibt es auch einen Beweis dafür, dass das tatsächlich eine Verknüpfung ist, geschweige denn eine kausaler Natur? Ich meine ja nur, da ich es nicht unplausibel finde, dass sich jemand mit großem Wohlstand und Bildung trotzdem nicht groß für die Umwelt interessiert. Sofern du dir selbst ein ausreichendes Maß an Wohlstand und Bildung zuschreibst, würde ich dich sogar als Gegenbeispiel anführen, da dich ja zum Beispiel die Korallenriffe nicht zu interessieren scheinen, weil sie nicht in der Nord- oder Ostsee sind.

    Nur soviel: Du hast ja sicher den Beitrag über deinem gelesen. Das ist genau das "wettern" gegen Populisten statt Kritik, wie ich es gemeint habe.

    Ich halte es nicht für sinnvoll, über einzelne Beiträge zu diskutieren, daher werde ich einfach nur sagen, dass ich ihn vor dem Abschicken meines Beitrages nicht gelesen hatte (wurde abgeschickt, während ich an meinem schrieb) und er außerdem keine Rolle für deinen Beitrag spielen kann, mit dem du in diese Diskussion eingestiegen bist, denn da du in dem erwähnst, dass gegen die AfD und Trump "gewettert" wurde, müsstest du zum Beleg dieser These andere Beiträge anführen, die vor diesem deinen Beitrag abgesendet wurden. Da das aber nun einmal nicht Thema ist (und ich diesen Punkt generell nur erwähnen wollte, weil mir das ständige Platzieren von Populisten in eine Opferrolle auf die Nerven geht), schlage ich vor, alles diesbezüglich einfach ruhen zu lassen.

  • Ist aber ein guter Punkt. Wäre schade, wenn diese Naturschätze nicht erhalten bleiben. Dennoch hat es keine direkte Auswirkung auf unser Leben.

    Sind die Korallen weg, brechen die Wellen nicht mehr dort, sondern kommen direkt auf die Küste zu.



    Meine Uroma bleibt an solchen Tagen drinnen [...] Man muss sich eben an bestimmte Vorgaben halten, genug trinken und seinem Körper nicht mehr zu viel zumuten in dem Alter [...] Extrem heiße Tage hat es aber schon immer gegeben. Nun ist es öfter.
    Sage mir bitte, was dich persönlich an 24 Grad im Mittel stört?

    Hast du so zwar nicht geschrieben. Vom Zusammenhang her aber, find ich es schon etwas ignorant
    btw: mir Persönlich sind 24 schon zu warm


    Das mit den Korallen war ja nur ein kleiner Ausschnitt auf die Folgen von 2°
    Das geht ja noch weiter mit stärkeren Stürmen und Naturgewalten. Wo jetzt noch nur Trockenzeit herrscht, ist dann nur noch Wüste. Wo jetzt noch mit Überschwemmung gekämpft wird ist dort ... Sumpf/Wasserstadt(?)
    vllt kennst du ja schon solche Artikel - egal: http://www.klimabuendnis-koeln.de/folgen


    Sicher, leben tun wir auch noch bei 50° irgendwie ...

  • Ich verstehe nicht, wie Leute meinen können 'ach ein paar Grad wärmer, wie schön'

    Subjektiv betrachtet ist das schon eine nette Vorstellung :D Objektiv und in dem Kontext stimme ich dir aber zu: Ist nicht so doll.



    Ich selbst habe tbh keine wirkliche Angst vor dem Klimawandel. Natürlich: Ab und an verliere ich einen Gedanken daran und denke mir, wie schade es ist, wenn einiger der heute existierenden Inseln verschwinden. Oder die Niederlande untergeht, Venedig untergeht, New York City untergeht. Ganz zu schweigen von den Folgen für die Tierwelt und das Wetter, das auf den Kontinenten herrscht. Das kann schon beängstigend sein.
    Allerdings sehe ich das so: Ich kann es nicht unmittelbar beeinflussen. Ich kann jetzt nicht zur Arktis gehen und dort ein paar Eiswürfel draufschütten in der Hoffnung, dass das Eis bleibt. Der Vorgang ist nun einmal im Gange und die Veränderungen setzen bereits ein. Da ich es also ganz konkret nicht rückgängig machen oder verändern kann, habe ich davor auch tbh keine Angst. Ich kann lediglich meinen Beitrag dazu leisten, indem ich eben öfter das Licht ausschalte, mal etwas aus der Steckdose ziehe oder aber auch den Fleischkonsum reduziere (darf man ja auch nicht verkennen: Fleischproduktion kostet massiv viel Strom, der produziert werden muss. Und mit Ausstieg aus der Kernkraft und den noch nicht effizient genug aufgebauten erneuerbaren Energien müssen wir auf fossile Brennstoffe, alternativ Strom-Importe (die genauso mit fossil hergestellt sein können) zurückgreifen). Sehe das also insgesamt relativ nüchtern.

  • http://baum-des-jahres.de/index.php?id=774


    Dass die Fichte in Reinkulturen den Klimawandel nicht überlebt ist eigentlich klar, weil die Fichte hier generell nur in Höhenlagen und feuchten Gebieten heimisch ist. Unser Wald bestände überwiegend aus Buchen und Eichen wenn der Mensch früher nicht nur Fichten und Kiefern gepflanzt hätte. Die Bedingungen für die Fichten und Kiefern haben sich zwar dank der sauberen Luft etwas verbessert, aber woanders ist es immer noch schlecht. Die Fichte besonders wegen den Borkenkäferanfällen und Stürmen. Auch wegen längere Trockenperioden ist die Fichte in Gefahr. Der Edersee, Hessens größter See ist jetzt im Winter nur zu 14% befüllt, eigentlich müsste der See nach der Sommertrockenheit langsam, aber stetig wieder befüllen.


    http://www.edersee.de/wasserstand/jahr.aspx


    Und siehe Mittelwert mit Jetzt Vergleich liegt der Wasserstand zurzeit ungefähr zu 20 Meter zu niedrig. Das ist ungefähr die Höhe, was die meisten Bäume hierzulande haben.


    Der Schnee, der hier liegt. Der liegt schon seit 2 Wochen. Sonst hat nichts mehr geschneit. Es regnet in letzter Zeit ungewöhnlich wenig. Wenn nicht bald mal mehrtätige Regenperioden kommen fehlt das Wasser in den Grundwasserspeicherräume und somit leiden darunter auch die Quellen und führen zu einem Rückgang der Wassermenge, die dazu führen, dass die Flüsse "leerer" werden.


    Zur Fichte kann man eigentlich nur sagen, dass sie bei uns in Mischwäldern und besonders in den hohen Höhenlagen auch den Klimawandel bestimmt trotzen kann. Da, wo sie auch natürlich vorkommt und die Fichte ist Baum des Jahres 2017. Dass darüber kaum gesprochen wird finde ich sehr seltsam. Kaum eine andere Baumart hat die Geschichte des Waldes so geprägt wie die Fichte.


    Aber wer noch mehr über den Wald erfahren will kann es hier lesen: https://www.google.de/url?sa=t…4WryoHYCKcWwUrKrP99MtlD8Q

  • Wegen dem Klimawandel behandle ich die Umwelt nicht sorgsam, vielmehr um sie optisch nicht zu verschmutzen im Kontext eines andernfalls schlechten Gewissens. Direkt Angst vor einem Klimawandel habe ich nicht. Kenne mehrere Leute (und rede selbst so), die meinen, von wegen Erderwärmung: Hier ists doch kalt, soll die Wärme doch ruhig mal zu uns kommen.


    Erderwärmung oder wenigstens der "Wandel" findet schleichend statt, ebenso wenig wie diese fürchte ich mich vor irgendwann erschöpfenden Ressourcen auf der Erde. Ich bin dann, wenn es dramatisch wird/sein sollte, schlichtweg nicht mehr am Leben. Gauland von der AFD sagte übrigens kürzlich in einem Interview, er glaubt nicht an einen Klimawandel bedingt durch die Menschen; zweifelhaft, aber mir egal. Wer sich daran aufregen will, soll dies tun.