Wettbewerb Nr. 19: Unerzählte Pokémongeschichten

  • Herzlich willkommen im Votetopic zum 19. Wettbewerb in der Saison '11.
    (Zum Infopost des 19. Wettbewerbes: Unerzählte Pokémongeschichten)


    Mit dem neuen Jahr kamen auch einige Veränderungen. Besonders das Votesystem hat sich gewandelt. So ist es nun nicht mehr möglich nur einen Punkt an einen Text zu vergeben, sondern beliebig viele. Nähere Informationen findet ihr in folgendem Topic:
    Regeln, Information und Punkteliste der Saison '11
    Wir bitten euch besonders den Punkt "Die Votes" durchzulesen.


    Bitte verteilt eure Punkte nicht nur auf einen Text, sondern teilt sie mindestens zwischen drei Texten auf!


    Votes, die nicht alle verfügbaren Punkte ausnutzen werden als ungültig erklärt!


    Die Deadline des Votes ist am 19.11.2011 um 23:59 Uhr.



    Da wir 12 Abgaben erhalten haben, habt ihr die Möglichkeit 8 Punkte zu verteilen!


    _____________________











  • Download-Post



    Auch zu diesem Wettbewerb gibt es wieder die ePubs und PDFs für das Lesen der Abgaben unterwegs, beziehungsweise speziell für Tablet PCs/Macs.


    Für eine kurze Anleitung und noch einmal die Einführung zu den "Wettbewerben unterwegs" klicke hier. Da Cyndaquil ab sofort leider nicht mehr die PDF-Dateien übernehmen kann, ist McNuke für sie eingesprungen und damit wird nun die PDF-Datei immer von McNuke und das ePub von Riako erstellt. Für Fragen und Verbesserungsvorschläge wende dich bitte direkt an die jeweiligen Urheber.




    Und nun wünschen wir euch noch viel Spaß beim bequemen Lesen der Texte und hoffen wieder auf rege Beteiligung am Voten =D

  • Notlösung Entwicklung
    Eine sehr schöne Erzählung, hier braucht man auch gar nicht zu wissen was weitererzählt werden soll.
    Auch ist es interesannt zu shene, dass das Pokemon selber seinen Pokeball als Gefängnis ansieht.
    Jedes mal wnen Evoli mit Gary sprcht hätte man es so vormuliern können, das leider nur ein Evoli,Evoli aus dem Mund kommt.
    Auch ist es sehr schön gemacht, das der sonst so coole Gary seinen Pokemon heimlich Zuneigung schenkt.
    Die Entwicklung ist sehr gut beschrieben.
    Die geschichte ist sehr gut.


    3 Punkte


    Sonnfloras Tagebuch
    Hier geht es um einen weitern Eintarg im tagebuch von Sonnflora.
    Das es sich heimlcih in Knuddelluff verdient hat und ihn als Verlobten ansieht ist kindisch.
    Ich kann in der gecshichte auch nicht soviel Sinn erkennen um was es hier gehen soll.
    Anfangs geht es noch um die einzelnen Gildenmitglieder, doch plötzlich wird nur noch negativ über Plaudagei geschreiben.
    Später kommt auch noch Alkohol dazu, soetwas passt nicht zu Pokemon.


    0 Punkte



    Alle für Einen

    Eine sehr schöne Geschichte.
    Schade ist nur das nicht der Name des Pokemon genannt wird, das allen half.
    Die 3 Legis haben Pokemon ihr Leben gerettet, man hätte diese Pokemon auch noch mit ainbauen können, wie sie sich im Moment fühlen.
    Es ist von 2 Pokemonattacken die Rede, wer sie nicht kennt, weiß nicht genau was beim Einsatz geschieht, eine genau Beschreibung wäre angepasst gewesen.
    Es kam auch nicht immer ganz gut rüber das die Pokemon per Telepathie komunizierten.
    Ansonsten ist es schön gemacht wie die Legis mit vereinten Kräften kämpfen und auch als Ritter dargetsellt werden.


    2 Punkt



    Verschlossenes Herz

    Gute Spannung, stellenweiße etwas brutal, wie mit den Spritzen,ketten und Maulkorb und auch das vorgehen von Elektek ist etwas hart, aber es gehört zu der Geschichte einfach mit hinzu.
    So kannn man sich das gut vorstellen, wie mit den Cryptopokemon umgegangen wurde.
    Mir gefäöllt es sehr gut zu lesen, dass Rufus doch ein gutes Herz hat.


    3 Punkte


    Fuego
    Es soll wohl auch beweißen das Lichtel nicht nur einem die Energie aussaugen, allerdings ist die geschichte nicht sehr eleuchtend.
    Jemand geht mit seinem Pokemon durch den Wald, es bleibt die Ganze nur deshalb an der Seite der Person, weil diese stirbt?
    Ich kann da leider nicht durchblicken


    0 Punkte

    Im Grunde hat sich nichts geändert

    Zuerst essen Gary und sein Opa Nudeln mit Tomatensoße und als nächstes grillen sie, wie unlogsich ist dass denn.
    Misty und Ash scheinn ein Paar zu sein, an was knüpft die Geschichte denn überhaupt an oder um was soll es gehen um Tomatensoße oder die Zukunft?


    0 Punkte

    Ewige Alte Villa

    Eine Gruselgeschichte rund um de Alte Villa.
    Zu Beginn geht es um ein Traumfuigel, das nicht willkommen ist.
    Später wird sogar ein Knospie getötte um alle zu vergiften, nein tut mir leid, wer Pokemon sterben lässt, verdient


    0 Punkte


    Die Pokekochshow
    Eine tolle, sehr einfallsreiche Geschichte rund um das Pokemon Pottrott aus Jotho.
    Leider sind ein paar Kleine Fehler in der Geschichte, wie ein falscher Name.
    Gut ist auch gemacht, wie die Story rund um das Pokmeon noch weitergeht, nachdem der tariner es erhalten hat hat.


    0 Punkte


    Das letzte Glied der Kette
    Hier weiß man gar nicht um was es gehen soll, die Masken erinnern eher an Naruto.
    Auch hier kommt Gewalt vor, ein Kind wird geschlagen......
    Ich kann ledier nicht nachvollziehen um was es hier gehen soll.


    0 Punkte


    Subjekt 64
    Ein Krieg, ein Kind das zu Kadabra opperiert wird?
    Sehr Geschmacklos und es erinnert an den Film Mathilda.


    O Punkte

    Der Erste Kontakt

    Hier erschließt sich für mich leider gar nicht, wer ist Pokemon und wer ist Mensch, erst ganz am Schluss erfährt man, es handelt sie um die Mew.
    Der Text ist verwirrend.


    0 Punkte


    Der Ewige Zweite
    Wenn man den Text liest,sieht man das er viel zu traurig gestaltet wurde.
    Der Text macht beim lesen keine Laune, soll er ein Drama sein?
    Auch ist die Namneswahl Rot und blau nicht sehr schön.


    0 Punkte

  • Hallo Ihr lieben Hobby-Autoren und Autorinnen
    So schöne Abgaben - mich juckt es schon in den Fingern meinen Senf dazu zu geben ^^  
    Also los:


    Das letzte Glied der Kette
    Ein sehr verwirrender Text. Ich zum Beispiel habe lange nicht kapiert, dass es sich bei den Personen um die Gruppe des maskierten Mannes handelt. Erst als dann die Namen der Leute fielen, wurde mir diese Tatsache bewusst. Ich denke, dass die Namen erst am Ende des Textes fallen, verschenkt viel Potenzial. Gerade weil es sich um den Man mit der Maske handelt und man einen kurzen Blick in seine Gefühlswelt werfen kann, hätte man da noch viel mehr rausholen können. Er ist für mich so geheimnisvoll und furchteinflössend zu gleich, dass ich den Text gleich ganz anders gelesen hätte, hätte ich gewusst, dass es sich dabei um ihn handelt. Allein seine Person würde schon für eine furchteinflösende Aura sogen.
    Die Beschreibungen der Charaktere dagegen gefallen mir - leider kam die Umgebung etwas zu kurz.
    Und somit gibt es von mir für diese Geschichte nur einen mageren Punkt
    *sorry >.<*


    Der ewige Zweite:
    Blue, oder Gary - ich mag diesen Charakter! Deswegen sagt mir die Geschichte auch sehr zu. Sie zeigt sehr schön, und vor allem sehr melancholisch auf, wie sich der arme Blue nach seiner Niederlage fühlt. Die ganze Geschichte ist, in meinen Augen, ein schöner Abschluss, hat jedoch leider keinen wirklichen Höhepunkt. Die Spannung fehlt etwas und von den gängigen drei Akten (Einführung, Problem, Lösung) kann man leider nicht viel erkennen.
    Trotzdem möchte ich dieser traurigen, melancholischen, enttäuschten Geschichte zwei verdiente Punkte geben.


    Verschlossenes Herz:
    Eine auch eher düstere Geschichte. Wobei ich sagen muss, dass ich erst nachsehen musste was denn eigentlich ein Crypto-Pokémon sein soll. Aber nachdem ich mir dieses Wissen angeeignet hatte, wurde mir so einiges Klarer ^^  
    Die Beschreibungen der Charaktere und der Umgebung sind gut und da habe ich nicht viel zu motzen ^^ Auch gefällt mir der stumme Rufus, der trotz seiner Zugehörigkeit zu den offensichtlich „bösen“ Menschen, Mitleid für das Lugia empfindet. Die innere Zerrissenheit und auch die wahrscheinliche Abscheu gegen die Taten seines Bruders hätte man noch etwas stärker in den Vordergrund rücken können, aber das hätte wohl den Rahmen der 1‘500 Worten gesprengt.
    Und deshalb gibt es von mir für dieses Werk zwei Punkte.


    Fuego:
    Eine schaurig schöne Geschichte, die mich, beim ersten Mal durchlesen, gepackt hat. Der Autor versteht es gut, erst den Ruf der Lichtel zu erläutern, sie dann aber doch als vertrauenswürdig zu präsentieren. Wirklich gut gelungen. Auch der japanische Name (Tamashii - Bedeutung: Seele oder Geist) ist natürlich passend gewählt und weiss zu überzeugen. Leider erschliesst sich mir der Titel nicht so ganz... xD Fuego heisst auf Spanisch "Feuer" ... Naja ich führe das mal einfach auf das "Leucht-Feuer der Hoffnung" zurück, aus diesem Nebel heraus zu kommen.
    Am Ende stellt sich dann heraus, dass Tamashii doch die Lebensenergie des Protagonisten stibitzt, trotzdem aber sehr unglücklich darüber ist. Woher kenn ich das bloss *seuftz* Erinnert mich etwas an die Vampir-Schnulze „Twilight“. Der Vampir, der sich eigentlich vom Blut des Menschen ernährt, möchte freundlich sein und jagt jetzt nur noch Tiere… *böks*
    Hier gefällt mir allerdings die Umsetzung wesentlich besser und ich möchte die Höchstpunktzahl von drei Punkten vergeben.


    So das war’s von mir. Ich wünsche noch einen schönen Tag


    Es grüsst,


    Fröschchen
    *Quack*

  • Wow! So viele tolle und einfallsreiche Abgaben! Ich bin total begeistert und werde mir viel Mühe geben, damit mein Vote euch auch etwas bringt!
    Aber zuerst @Jingsel: Ich möchte bitte auf die zwei Punkte, die ich fürs Abstimmen bekommen würde (und die ihr auch bekommen könnt, liebe Mitautoren; es ist ganz leicht und katapultiert euch locker einen Platz weiter nach oben!) verzichten. Ich habe dich ja schon in der PN darüber informiert, das hier ist also nur eine kleine Erinnerung. Danke noch Mal für dein Verständnis!


    So, kommen wir zur ersten Geschichte: Notlösung: Entwicklung!
    Was mir bei dieser Geschichte sofort positiv auffält, ist dass du hier alle Vorteile, die die Erzählung aus der Sicht eines Pokemon ergibt, ausnutzt. Du gehst auf die verbesserten Sinne Evolis ein, die Tatsache, dass es nicht menschlich sprechen kann; bei dir ist eine schöne Mischung derartiger Eindrücke enthalten. Was ich noch toll finde, ist dass du Evoli erst ein wenig leiden und zweifeln lässt, bevor es sich schließlich entwickeln darf, und sogar dann muss es als Nachtara noch den ganzen Wald erhellen, um Gary zu retten. Ein hart verdientes Happy Ending.
    Aber leider ergibt sich hier auch die handlungsbedingt einzige Schwäche deiner Geschichte: Du hättest den Baum schon vorher alt und morsch erscheinen lassen oder schreiben können, dass er unter einer plötzlichen und brutalen Schneewehe zusammenbricht, aber du hast einen mysteriösen Schatten auftreten lassen. Würdest du nicht an einem Einteiler sondern einer Fortsetzungsgschichte schreiben, wäre das eine gute Voraussetzung für eine Fortsetzung. Da dies hier aber ein Wettbewerb ist, werden die Leser nie erfahren, wer oder was den Baum umgekippt hat und Gary an die Gurgel wollte. Oder war es vielleicht ein Versehen? Der andere Kritikpunkt an deiner Geschichte hat mit deinen Schreibfehlern zu tun. In deiner Geschichte habe ich 15-20 Fehlerchen gefunden, die das Leseerlebnis leider ein wenig trüben. Aber ich habe auch eine gute Nachricht für dich: Die kannst du ganz leicht beheben, und in Zukunft vermeiden!
    Die Hälfte deiner Fehler kommt daher, dass du viel zu selten das "ß" verwendest. Du schreibst Worte wie z.B. weiß, heißt, du weißt, großen Wert, und noch einige andere fälschlicherweise mit einem "ss". Wenn du das vermeiden könntest, wäre dein Text gleich viel fehlerfreier. Aber falls du leider nur irgendeine Uralttastatur besitzt, bei der das "ß" gar nicht mehr funktioniert (es gab schon Schrägeres), kannst du nicht so viel dafür.
    Die restlichen Fehlerchen könntest du zum Großteil dadurch vermeiden, dass du den Text, sobald er fertig ist, hinlegst und dich erholst. Frühestens am nächsten Tag, wenn du ausgeschlafen und entspannt bist, solltest du den Text noch ein Mal auf eventuelle Fehler untersuchen, bevor du ihn schließlich abschickst. Ansonsten habe ich nichts mehr zu bemängeln bei deiner trotz der paar Fehlerchen sehr emotionalen Geschichte.


    Beschäftigen wir uns jetzt mit Sonnfloras Tagebuch:
    Was hier sofort auffällt, ist dass die Geschichte hauptsächlich im Tagebuchstil verfasst ist (was sonst). Eine schlaue Idee, die den Text von der Konkurrenz abhebt. Auch hast du versucht, ein Paar peinliche Geschichten über Sonnfloras Gefühle reinzubringen, was den Charakter eines Tagebuchs, das man ja nur für sich selbst schreibt, deutlich rüberbringt. Allerdings gibt es da auch eine Sache, die ich als Schwäche empfinde: Mich stört es ein wenig, dass du zwischen dem Tagebuchmodus und dem normalen Erzählmodus hin und her wechselst, während es viel einfacher und konsistenter gewesen wäre, den gesamten Text als Tagebucheintrag zu verfassen. Es gibt sogar ganze Bücher, die nur aus Tagebucheinträgen bestehen, das Tagebuch der Anne Frank kann ich dir da empfehlen, falls du dich für diesen ungewöhnlichen Erzählstil interessierst.
    Die verschiedenen alltäglichen Episoden aus der Gilde waren auch ganz okay und originell, nur fand ich Sonnfloras Abneigung gegen das Verhalten von Digdri ein wenig komisch; bloß weil er recht eigenbrötlerisch ist, muss er noch lange nicht verblöden. Viele große Denker suchen die Einsamkeit, aber bei einer Begrenzung von 1500 Wörtern wäre eine Psychoanalyse von Digdri wohl irgendwie fehl am Platz :assi: .
    Was mich aber traurig macht, sind die ganzen Schreib- und Formfehler in der Geschichte. Kaum ein Satz geht vorbei, ohne dass mir nicht ein fehlendes Verb (oder ein überflüssiges) oder irgendein Rechtschreibfehler ins Auge sticht. Außerdem machst du es dir selbst ein wenig schwer, wenn du versuchst übertrieben intelligente Sätze zu erzeugen. Ein Beispiel: Es kann daher durchaus auf Dauer von negativ nachtragender Bedeutung sein, immer nur an die Arbeit zu denken.
    Du hättest genau so gut schreiben können: Es kann daher durchaus schädlich sein, immer nur an die Arbeit zu denken. Dieses "von negativ nachtragender Bedeutung" ist einfach übertrieben, und das merken die Leser auch.
    Du solltest vielleicht mehr lesen, dabei wird dein Unterbewusstsein sich automatisch ein paar Tricks von anderen Autoren abschauen und die Fehler werden sich auch recht bald verringern. Ich konnte in deiner Geschichte durchaus die richtigen Ansätze sehen, du musst sie jetzt nur tapfer weiterverbessern, dann wirst du schon bald genau so gut wie die "Profis" sein!!


    Jetzt zu Alle für Einen:
    Wow. Das ist ein Meisterwerk. Schon der erste Satz katapultiert den Leser direkt ins Geschehen und lässt ihn danach nicht mehr los. Es ist, als ob man zusammen mit den Pokemon durch die Hitze marschiert. Allerdings will ich jetzt nicht in Lobhudeleien verfallen, sondern die Mängel ansprechen. Was mir inhaltlich ein wenig überflüssig vorkommt, ist der Einsatz von Telepathie. So wie ich das kapiere, reden die Drei die ganze Zeit über normal miteinander, nur ein mal kommunizieren sie telepathisch. Da hätte man auch schreiben können, dass sie sich etwas zuflüsterten, oder so. Auch gibt es in der ansonsten fantastischen Geschichte ziemlich viele Rechtschreibfehler. Da kann ich dir nur den gleichen Tip wie schon dem Verfasser der ersten Geschichte geben: Lies die Geschichten nach einer Pause noch ein Mal durch, bevor du sie abschickst. Ich finde es auch interessant, wie du im Text immer wieder "ältere" Ausdrücke hast einfließen lassen, um dem Text ein mittelalterliches Flair zu verleihen, aber manchmal übertreibst du ein wenig damit. Auf jeden Fall eine mitreißende Geschichte!


    Verschlossenes Herz:
    Das ist ja eine ziemlich coole Geschichte, vor allem da ich die Gamecube-Spiele nie durchgezockt habe. So werden also ultimative Kryptopokemon hergestellt. Was mir gut bei der ganzen Prozedur gefällt, ist dass du dieses Team Crypto nicht nur als einen Haufen Sadisten darstellst, sondern durch den zweifelnden Hauptcharakter auch die andere Seite zeigst. Du spielst auch gekonnt mit dem Erwartungen der Leser; ich dachte erst wirklich, dass Lugia sich nicht verwandeln würde, was die Transformation am Ende nur noch trauriger machte. Auch erfreulich ist, wie wenig Rechtschreibfehler, vor allem im Vergleich mit den bisherigen Geschichten, auftauchen! Respekt! Allerdings machst du manchmal zu viele Wiederholungen eines Wortes im selben Satz: Seine mächtigen Schwingen waren auf seinem Rücken zusammengebunden und
    seine krallenbewehrten Füße mit zusätzlichen Fesseln versehen, um es so
    gut wie möglich in seiner Bewegungsfreiheit einzuschränken.
    Ganze vier Mal kommt das Wort "seine" hier vor. Da hättest da schon Umschreibungen finden können, um den Satz weniger eintönig zu machen, aber was solls. Von derartigen Fehlern gibt es in deinem Text ziemlich wenige, weshalb das wohl eher dumme Zufälle sind. Alles in Allem eine etwas ernstere Geschichte, die gekonnt Emotionen im Leser hervorruft.


    Fuego:
    Ich liebe Gruselgeschichten, und jetzt kommt auch noch, passend zum erst kürzlich vergangenen Halloween, eine richtig Gute! Der Name ist fanastisch gewählt, ich hatte zwar keine Ahnung, was er bedeutet, aber er war doch irgendwie unheilvekündent. Wie Google mir gerade mitteilt, gibt es einen Vulkan, der so heißt bzw. noch Irgendwas, das mit Feuer zu tun hat. Ein wirklich passender Titel für das Pokemon Lichtel und seine Weiterentwicklung. Die Geschichte scheint mir aus zwei Teilen zu bestehen, die aber gekonnt ineinander übergehen: Den ersten, den Horror-Teil, wo die Hauptperson Angst vor Lichtel hat und dem zweiten, nach der Entwicklung stattfindenden Part, der treffenderweise auch noch in der Gegenwartsform erzählt wird und schließlich zu einem bittersüßen Ende führt. Da hat offensichtlich jemand ganze Arbeit bei der Planung der Geschichte geleistet! Was ich cool finde, ist dass es hier wirklich keine nennenswerten Rechtschreibfehler gibt. Leider kommen beim Übergang von Vergangenheits- zu Gegenwartsform ein Paar kleine Grammatikfehlerchen vor, aber auch die halten sich stark in Grenzen. Die Einführung der Krankheit finde ich aber unpassend zu der ansonsten fantastischen Handlung. Zum einen sterben Menschen nicht innerhalb eines Tages an einer Krankheit, die noch nicht ein Mal bemerkbare Symptomte aufweist. Da hättest du etwas anderes wie Organversagen oder Blutgerinsel nehmen können, die würden jemanden locker innerhalb eines Tages töten können und hätten hinterher noch Zeit ins Kino zu gehen. Aber mir persönlich wäre es am Liebsten gewesen, wenn du die ganze Krankheitssache ganz ausgelasen hättest und das Laternecto doch ein wenig gefährlicher dargestellt hättest, dann wäre das Ende noch mitreißender gewesen, na was solls. Der letzte Satz rundet die Story perfekt ab, der ist witzig und traurig zur selben Zeit. Tolle Gruselgeschichte!


    Im Grunde hat sich nichts geändert:
    Eine Story, die wohl ein Paar Jahre in der Zukunft angesetzt ist, also das ist wirklich eine "unerzählte Geschichte"! Der Einstieg ist genial gewählt, wie Gary und sein Vaterersatz Prof. Eich zusammen ganz alltäglich einen Happen essen, bevor sie sich dann ans richtige Zubereiten der Steaks machen. Auch Garys immer wieder aufblitzende Erinnerungen bringen den ein wenig nostalgischen Charakter der Geschichte gut rüber. Vom Schreibstil her hätte ich vielleicht den einen oder anderen Ausdruck anders gewählt, z.B. schreibst du, dass die Pokemon bei Prof. Eich hausen, was aber meinem Verständnis nach ein negativ konnotiertes Verb ist. Wohnen oder leben wären positiver gewesen, den Pokemon geht es ja ziemlich gut dort, oder? Vielleicht hättest du noch irgendwo reinbringen können, dass Gary und Ash sich auch körperlich verändert haben und größer sind, als in ihren Anfangsjahren, du gehst ja erst recht spät darauf ein, dass sie jetzt schon richtige Erwachsene sind (Gary übernimmt das Labor, Ash zieht scheinbar mit Misty zusammen). Toll ist wirklich, dass du keine überflüssigen Actionszenen eingebaut hast, die nur unnötig vom Hauptthema der Geschichte, nämlich Garys Gefühlswelt, ablenken würden. Ich fühle mich richtig glücklich, nachdem ich diese Story gelesen habe!


    Ewige alte Villa:
    Yay, noch eine Horrorgeschichte! Am Anfang dachte ich echt, dass du das klassische "Teenies verirren sich im Wald und werden von irrem Serienkiller-Rotom verfolgt"-Schema nimmst, bevor du aber auf mehrere Lagerfeuer-Geschichten umschwenkst. Was ich leider ein wenig schade finde, ist dass du die vier Personen am Lagerfeuer äußerlich überhaupt nicht beschreibst. Aus ihrer Sprechweise kommt schon ein wenig über sie rüber, aber trotzdem ist das alles zu vage. Auch bin ich nicht sicher, ob es eventuell besser gewesen wäre, sich auf nur eine Geschichte zu konzentrieren, oder die Leute das Ganze erst durch einen persönlichen Besuch in der alten Villa herausfinden zu lassen. Bei einer Begrenzung von nur 1500 Wörtern ist es sowieso schon ziemlich eng, eine Geschichte zu erzählen, und der episodenhafte Aufbau deiner erinnert ein wenig an Serien wie "X-Faktor- Das Unfassbare" oder die "Geschichten aus der Gruft" und lässt kaum Platz um Spannung aufzubauen. Manchmal ist weniger nunmal mehr. Das Ende erinnert mich ein wenig an House of Wax, wobei ich nicht nachvollziehen kann, wie Charon das Ganze überlebt haben soll, aber der war ja schon immer ein schlauer Fuchs und wird sich was ausgedacht haben. Der Schreibstil ist auf jeden Fall vielversprechend, nur die unvorteilhafte Aufteilung in quasi drei Geschichten (Die Rahmenhandlung um die Leute am Lagerfeuer, Michaels Besuch in der Villa und das Giftmassaker) lässt das ganze ein wenig vollgestopft wirken. Hättest du zum Beispiel erzählt wie die vier die alte Villa besuchen, hättest du beschreiben können, wie sie eine ausgepresste Knospileiche finden, auf der sich noch getrocknete lila Giftspuren befinden, wie im Speisesaal Teller stehen, auf denen auch noch lila Reste zu finden sind,... Du hast wirklich originelle Ideen und ich würde gerne auch in Zukunft Geschichten von dir lesen, du musst dir nur deinen Platz ein wenig besser aufteilen! Viel Glück noch, und das mit dem Knospi finde ich ist wirklich eine geile Idee!

    Die Pokekochshow
    :
    Wow, das Pottrott hat ja mächtig viel erlebt! Vielleicht aber zu viel. Am Anfang deiner Geschichte nutzt du ziemlich viel Zeit dazu, um Maximilians 6 Pokemon vorzustellen, die dann aber alle sehr wenig Handlung bekommen. Auch gibt es hier, durch den Erzählstil bedingt sehr wenig Spannungsaufbau. Der allwissende Erzähler kann einer Geschichte auch schaden. Du solltest dich mit den Informationen ein wenig zurückhalten, denn bei diesen Wortbegrenzungen von 1500 ist es so wie im Fernsehen: Auf die schnelle können sich Leser bzw. Zuschauer nicht so viele Informationen einprägen, weshalb du nur das Wichtigste vorkommen lassen solltest. Überlege einfach, ob es für die Story als Ganzes wichtig ist, wenn die Leser die Namen von Maximilians Pokemon oder gar von dem Hunduster kennen? Eigentlich nicht. Nicht ein Mal Andys Name ist wichtig, und als namenloser brutaler Einbrecher hätte er auch mehr Spannung erzeugen können. Allgemein ist die Anzahl der Charaktere für eine derartig kleine Geschichte ziemlich groß: 7 Pokemon und 3 Menschen, das macht zusammen 10. Da verlieren die Leser den Überblick und die einzelnen Charaktere kommen nicht zum Zuge. Klar, die drei Menschen sind wichtig, weil jeder etwas zur Handlung beiträgt, aber bei Maximilians Pokemon hättest du durchaus die Hälfte weglassen können, finde ich. Versuch dich beim nächsten Mal einfach ein wenig zurück zu halten, und überflüssige Informationen weg zu lassen, dann wird deine nächste Geschichte gleich viel übersichtlicher :thumbup:!


    Das letzte Glied der Kette:
    Das ist die erste Geschichte, die sich auf den Pokemon-Manga bezieht, der einige Stufen härter ist als der Kinder-Anime. Kein Wunder also, dass es hier ein wenig komromissloser zugeht, wobei ich eigentlich nichts besonders Schlimmes oder Verstörendes finden konnte. Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, ob es nötig war, die Kleidung der Leute so genau zu beschreiben. Klar, man erfährt dadurch mehr über sie, aber bei Will beispielsweise hätte es auch gereicht, nur zu schreiben, dass er in einer Art Clownskostüm steckte, weshalb der Mann vermutet, er könnte aus einem Zirkus entlaufen sein. Dann könnten sich die Leser schon genug von seiner Kleidung vorstellen. Ich finde es toll, wie du das Aufsetzen der Masken als eine Art Identitätsverlust darstellst, aber im Großen und Ganzen hättest durchaus noch ein wenig mehr aus der Geschichte herausholen können. Ich sehe da zwei Optionen: Entweder du gehst weiter auf die Beweggründe der einzelnen Mitglieder, sich dem maskierten Mann anzuschließen ein, oder du lässt Blue und Silver ganz am Anfang auftauchen und erläuterst etwas genauer, wie sie von ihrem neuen Boss "trainiert" werden. So hat deine Geschichte einfach ein Bisschen zu wenig Gehalt. Dennoch hast du Silvers kleinen Kampf gegen den Mann mit der Maske gut beschrieben, wobei du durchaus noch ein wnig härter hättest vorgehen können, damit die Leser (vor allem die, die den Manga nicht gelesen haben) wirklich merken, an was für einen schlimmen Typen Silver da geraten ist. Trotzdem ein Interessanter Ausflug in die Vergangenheit, und die Idee den Mann mit der Maske zum Erzähler zu machen finde ich wirklich originell und informativ!


    Subjekt 64:
    Bei dieser Geschichte fällt natürlich als erstes leider die missglückte Formatierung auf. Um solchen Problemen vorzubeugen, ist es ratsam seine Geschichte immer ein Paar Tage vor Einsendeschluß abzuschicken, damit die freundlichen Wettbewerbsleiter euch im Notfall noch darauf aufmerksam machen können und ihr die Probleme beheben könnt. Mir fällt leider auf, dass die Handlung ziemlich zusammengequetscht ist und es keinen richtigen Höhepunkt gibt. Vielleicht wäre es besser gewesen, weniger auf die Verwandlung an sich und mehr auf die psychologischen Folgen eines solchen Ereignisses auf ein kleines Kind einzugehen. Alles in Allem eine sehr düstere Geschichte.


    Der erste Kontakt:
    Okay, das ist die unerzählteste aller unerzählten Pokemon-Geschichten, muss ich zugeben. Ich finde es toll, wie du den Leser (mich zumindest) anfangs in die Irre führst und denken lässt, dass ein Mensch der Erzähler sei und von seiner ersten Begegnung mit einem Pokemon berichtet, während sich am Ende herausstellt, dass ein Mew die Geschichte erzählt, einfach fantastisch! Von dieser Geschichte könnte sich M. Night Shyamalan ruhig eine Scheibe abschneiden (oder besser gleich zwei). Du hast die Welt und, was ich für normale Hunde halte, ganz aus der Sicht der Mew dargestellt. Ich weiß nicht wieso, aber in meinem Kopf hat sich während deiner Geschichte die Vorstellung von einer Art Urzeit-Fantasy-Epos entwickelt, das mich einfach nicht mehr loslässt. Und das kleine -wie meine bayerischen Kollegen sagen würden- Schmankerl, dass das Mew die Geschichte unserem über alles geliebten N Harmonia (ich musste erst kurz überlegen, dann ist es mir von den Schuppen gefallen, dass Natural Gropius N's echter Name ist) erzählt, macht das Ganze noch ein wenig cooler. Bei dir bekommt man eine wirklich intelligente Geschichte serviert, Respekt. Dementsprechend habe ich nur eine Sache an deiner Ausdrucksweise zu bemängeln, nämlich dass sich bei dir teilweise die Widerholungen häufen. In den ersten zwei Zeilen deiner Story kommt ganze fünf Mal das Wort "Geschichte" vor. Schon ein wenig Overkill, findest du nicht? So etwas passiert noch ein Paar Mal, aber nicht mehr so extrem, und ansonsten habe ich nichts an deiner fantastischen Story zu bemängeln.


    Der ewige Zweite:
    Wie schade, jetzt bin ich schon bei der letzten Geschichte angelangt, die dafür aber noch ein Mal richtig tiefgründig ist. Die Geschichte, was mit Blau nach seiner Niederlage als erster Champ in der gesamten Historie des Pokemon-Franchises passiert ist, spielt sich zum Großteil in seinen Gedanken ab, was ich ziemlich cool finde. Du schaffst es wirklich die Melancholie des Blau Eich an den Mann zu bringen und setzt mit Rots Gartenparty dann gleich noch eins drauf. Ja, so geht das. Allerdings finde ich es ein wenig schade, dass du im letzten Drittel der Geschichte ein bisschen Dampf machen musstest, um Blau noch zum Arenaleiter erklären zu können. Meiner Meinung nach hättest ruhig noch weiter auf seine Gedanken eingehen können, und am Ende, so als Hoffnungschimmer ein Paar Sätze, ala
    "Wie durch einen Wink des Schicksals flog Blau just in dem Moment, als er das Pokemontrainerdasein für immer hatte aufgeben wollen, ein Flyer in die Hand, auf dem in bunten Buchstaben stand: "Neuer Arenaleiter gesucht! Großes Turnier als Auswahlverfahren!"
    Nun ja, ein Paar letzte Kämpfe konnten nun auch nicht mehr scha
    den."
    hingeschrieben, das wäre für mich persönlich dem etwas ruhigeren Stil deiner Geschichte gerechter geworden. Nun ja, mir fällt noch auf, dass du eine recht gehobene Wortwahl verwendest, wahrscheinlich die komplexeste von allen teilnehmenden Geschichten. Das zeigt zweifellos, was für ein gebildeter Mensch du bist, aber für einen Jugendlichen wie Blau wirkt das ganze leider ein wenig zu hochgestochen und aufgesetzt, bzw. schleichen sich dadurch ein Paar Fehlerchen ein (damit sind jetzt nicht die Wiederholungen gemeint, die du offensichtlich als Stilmittel eingebaut hast - die sind toll) . Bei einem derartig komplexen Wortgeflecht solltest du den Text ruhig noch zwei oder drei Mal durchgehen, damit auch auf den ersten Blick verborgene Rechtschreibfehler ausgemerzt werden können, und du eventuell noch ein Paar deiner Wortwahlen überdenken kannst. Ansonsten ist das eine wirklich tolle Geschichte, auch wenn sie von gewissen "schlichteren Gemütern" als überfordernd angesehen werden könnte.


    So, ich hoffe wirklich, dass mein Kommentar euch aufstrebenden Autoren weiterhelfen konnte, denn ich sehe hier wirklich viel Einfallsreichtum und Potential vor mir, von dem ich auch in Zukunft noch gerne lesen würde :) ! Ach ja, ich muss noch meine 8 Punkte verteilen (hätte ich fast vergessen :assi: ). Mann, das sind ja viel zu wenig Punkte, aber ich muss versuchen, das Beste draus zu machen.
    Ein Punkt geht an
    Verschlossenes Herz
    Ein Punkt geht an Der erste Kontakt
    Zwei Punkte gehen an Alle für Einen
    Zwei Punkte gehen an Fuego
    Zwei Punkte gehen an Im Grunde hat sich nichts geändert
    Sorry an alle, die eigentlich Punkte verdient hätten, aber leider zu kurz gekommen sind. Im Grunde hätte ich 11 oder so vergeben müssen, aber was solls. Und nicht vergessen: Ihr könnt euer Schicksal selbst in die Hand nehmen und euch zwei Punkte dazuverdienen, indem ihr auch hier abstimmt!
    Also, niemals aufgeben und immer schön weiterschreiben :) !


    MfG, Emerald-Dude

  • Für diesen Wettbewerb wird es von meiner Seite aus wieder ein wenig Feedback geben. Acht Punkte gilt es zu verteilen, worum ich bei der großen Auswahl auch sehr froh bin. Wie auch sonst werde ich mich lediglich mit den Geschichten befassen, die von mir Punkte erhalten, was allerdings nicht heißt, dass die anderen Geschichten keinen Lob verdient haben, nur konnten sie dann leider doch nicht mit den genannten Werken ganz Schritt halten. Auch hier lege ich wieder besonderen Wert auf die eigentliche Idee der Geschichte, die Handlung, Beschreibung, Glaubhaftigkeit des Textes, Authentität, Rechtschreibung, Grammatik und der eventuell der (gelungene) Einsatz von Stilmitteln.


    Mein bescheidener Vote:



    Der erste Kontakt:
    Hier siegt insbesondere die Idee, denn viele wichtige Aspekte, auf die ich Wert lege (beispielsweise Beschreibungen) sind kaum vorhanden. Ich lobe den/die Autor(in) diesbezüglich, dass er/sie zum gröten Teil den anderen Verlockungen von dem Anime/Manga/Spiel widerstehen konnte und dieses doch recht diffizile Thema angegriffen hat. Die Rechtschreibung ist gut, die Glaubhaftigkeit hält sich im vertretbaren Rahmen. Zukünftig etwas mehr beschreiben, dann gibt es auch mehr Punkte. Einen hast du jedenfalls von mir verdient.


    Notlösung Entwicklung:
    Natürlich lädt der zugleich geliebte und verhasste Gary geradezu dazu ein, ein wenig über seine Abenteuer zu berichten. Die Entwicklung von Evoli zu Nachtara wurde ja bereits im Anime kurz thematisiert, aber letztendlich nie wirklich darauf eingegangen. Der Text überzeugt durch Glaubhaftigkeit, guter Einsatz von Satztzeichen, gelungene Wortwahl, und eine schöne, packende Story. Hier und da haben sich kleinere Rechtschreibfehler eingeschlichten, Beschreibungen sind vorhanden, aber angesicht der heiklen Situation manchmal etwas zu wenig, das ist zumindest meine Meinung. Hier kommt der Autor wohl leider mit dem 1.500-Wörter Limit in Zwist, sonst hätte es für mehr gereicht. Einen Punkt für dich.


    Alle für Einen:
    Auch hier luden die Hintergrundinformationen, die der Pokédex so von sich gibt, regelrecht dazu ein, über den verherrenden Waldbrand zu berichten. Dieser Text übertrifft die ersten beiden von mir genannten deutlich, insbesondere was die Sprache anbelangt. Glaubhaft beschrieben, absolut gelungene Wortwahl, fast makellose Rechtschreibung. Das größte Manko, was auch mehr Punkte von meiner Seite aus leider unmöglich macht, ist, dass du dich offenbar einfach nicht genug an deinem Schreibstil sattsehen konntest. Du hast über den ganzen Text förmlich gekämpft, eine hochtrabende Sprache einzuhalten, mit den wohl treffendsten und schönen Wörtern um dich rumzuwerfen und Stilmittel zu verwenden, dass du immens viel deines Wortlimit-Spielraums eingebüßt hast. Inmitten der Geschichte wird einem eigentlich gar nicht mehr klar, wo man sich eigentlich befindet und wie heikel es doch einfach ist. Die Handlungsnehmer kommen für mich alle so abgebrüht rüber, der vernichtende Waldbrand quasi nicht vorhanden. Darum: Weniger kann manchmal auch mehr sein (Qualität über Quantität). " Nur" einen Punkt, obwohl du (eigentlich) deutlich mehr verdient hast ...


    Sonnfloras Tagebuch:
    Die einzige Geschichte, die mich einige Male zu einem amüsierten Lächeln bewegt hat. Der/Die Autorin hat sich wunderbar in Sonnflora, die schon im Spiel immer wieder zu einem Lacher gut war, hineinversetzt und hat ihren quirligen Charakter perfekt eingefangen. Der ganze Text kommt absolut authentisch herüber, was für mich ein äußerst wichtiger Punkt ist. Schon als ich das hier ...


    Zitat

    „Eintrag 43: Interessant! Interessant!


    ... laß, wurde mir klar, dass du offenbar die Texte im Spiel aufmerksam verfolgst.
    Man muss an dieser Stelle natürlich erwähnen, dass der Text nicht unbedingt viel Inhalt bietet, was aber meiner Meinung nicht immer wirklich ausschlaggebend ist. Du hast alle Charaktere des Spiels wunderbar eingefangen und glaubhaft herübergebracht, legst gleichzeitig einen guten Schreibstil an den Tag, was ich mit zwei Punkten belohnen möchte.


    Die alte Villa:
    Irgendwie erstaunlich: Ich hatte anfangs nicht wirklich gedacht, dass ausgerechnet dieser Text, der doch recht unauffällig startete, ausgerechnet am Ende meiner Bewertung stehen würde. Ich habe so gelesen - dachte so, ganz nett. Sauberer Textfluss und schöne und glaubhafte Dialoge. Es gibt verschiedene Faktoren, die mich an dieser Geschichte begeistert haben. Erstmal natürlich, dass ich, auch ohne dass der Name "Ewigwald" einmal auftauchte, ich sofort wusste, um welches Gebäude es sich handelte. Dann natürlich die Dialoge, die einfach perfekt auf eine Gruppe von Teenager abgestimmt wurden. Sie sind einfach absolut glaubhaft und realitätsnah und werden gleichzeitig mit dem notwendigen Quäntchen Gestik und Nebenhandlung abgerundet werden. Ohne, dass man groß auf die Charaktere eingehen muss, wird einem schnell bewusst, dass jeder von ihnen ein eigenes Ego hat, was meiner Auffassung sehr schwer ist, da die böse, böse Wortbegrenzung unbarmherzig nach einem greift. Die Geschichte als solches ist natürlich auch wunderbar. Die Idee, diese gespenstige Villa mit einer solch gelungenen Geschichte zu verpacken und mit einer düsteren Schleife zu verpacken, hat mich positiv überrascht.
    Gut, zugegeben: An dieser Stelle stand noch lange nicht fest, dass diese Geschichte es auf den ersten Platz meiner Bewertung schafft. Überzeugt (es muss einfach hervorgehoben werden, weil ich das dem/der Autor(in) das einfach hoch (<- untertrieben) anrechnen muss) hat mich aber erst diese Passage:


    Zitat

    "Umgebracht? Das Mädchen ist tot?", Tom konnte das nicht glauben.
    "Es war eine dunkle und stürmische Nacht als die Mutter entschloss, ihre Familie nie wieder gehen zu lassen. Sie hatte zuviel Angst, von ihnen verlassen zu werden und so fing sie ein Knospi im Wald, tötete es und entnahm ihm das Gift. Dieses Gift mischte sie dann ins Abendessen."
    "Aber die Familie hatte doch immer Gegengift im Haus!" Michael suchte einen Punkt, um die Geschichte nicht zu glauben.
    "Das hatte die Mutter schon bedacht. Deswegen hat sie sämtliche Vorräte weggeschmissen und im Medizinschrank nur Placebos aufgestellt."
    Michael wurde es auf einmal kalt, "Ich glaube, ich hab das gesehen. Ich war in der Küche und da war etwas im Mülleimer. Ich hab mich nur nicht getraut, das mitzunehmen."
    "Danach hat sie das Essen serviert und gelächelt, als ob alles in Ordnung wäre."


    Glaub mir oder nicht - ich war an dieser Stelle richtig baff. Ich glaubte mich auch daran zu erinnern, beim Durchspielen ein Gegengift im Mülleimer gefunden zu haben. Ich wollte aber auf Nummer sicher gehen und durchstöberte sofort Informationsseiten - und voilà! (das ist französisch und heißt "tada!" ) Tatsächlich liegt in einem Mülleimer ein Gegengift. An dieser Stelle war für mich das Thema um den Wettbewerbssieger meines Votes gegessen. Für diese Idee, für diese Spitzfindigkeit, für deine Phantasie gibt es von mir ganze drei Punkte!



    Später wird sogar ein Knospie getötte um alle zu vergiften, nein tut mir leid, wer Pokemon sterben lässt, verdient


    0 Punkte



  • Bonjour,


    wenn man sich so die Abgaben in diesem Wettbewerb ansieht, könnte man fast das Gefühl bekommen, dass es im Pokemon-Universum mehr unerzählte Geschichten gibt als erzählte. Die Themen sind sehr weit gefächert und zu allen gibt es auch interessante Ideen.
    Allerdings muss ich an dieser Stelle doch feststellen, dass die ursprünglich geforderte Kurzeinführung eine sehr gute Idee gewesen wäre - bei vielen Geschichten fehlt mir irgendwie schon der Hintergrund: Was dazu im offiziellen Universum gesagt wurde und wo sich das eigentlich befindet. Ich werde versuchen, während des Votens noch ein paar Bezüge auszubuddeln, kann aber nicht garantieren, dass ich das alles richtig mache.








    Nach einer guten Portion Spaghetti...








    Punktevergabe:
    Das letzte Glied der Kette: 3 Punkte
    Notlösung Entwicklung: 2 Punkte
    Verschlossenes Herz: 2 Punkte
    Tagebuch: 1 Punkt


    Alle für einen: 0 Punkte (aber hätte ich noch einen zur Verfügung, wäre der hier)
    Fuego: 0 (und wäre dann noch ein Punkt übrig, hätte ich den hierhin gesetzt - der Erzähler wird schön eingewickelt)


    Grüße,


    TCC

  • Es wird Zeit, dass auch ich noch meinen Vote zu diesem wunderbaren Wettbewerb abgebe. Mal wieder war es ziemlich schwierig, bei so vielen tolen und kreativen Abgaben. Ich muss zugeben, dass ich nicht überall den Hintergrund verstanden/gekannt habe. Ich denke jedoch, dass ich meine Entscheidung doch ganz gut getroffen habe.

    Notlösung Entwicklung!
    : Die Frage, wann und warum sich Garys Evoli zu Nachtara entwickelt hat, hat sich sicher schon manch einer gestellt. Ich zähle mich selbst dazu. Und als ich anfing die Geschichte zu lesen ging ich davon aus, dass es wie so oft in einem Kampf passieren würde. Doch der/die Autor/in hat hier viel mehr Kreativität (und auch einen Hang zur Dramatik) bewiesen. Nicht der Wunsch nach einem Sieg, sondern die nötige Rettung des geliebten Trainers führte zu der Entwicklung Evolis. Das ist natürlich auch deshalb sehr passend, da sich Evoli bekanntlich durch Zuneigung zu Nachtara entwickelt. Sehr gut gefallen hat mir auch die Einführung der Geschichte. Dem Leser wird die enge Beziehung Garys und Evolis direkt deutlich gemacht. Auch Evolis Verzweiflung, wenn sein Trainer in Gefahr gerät, ist geradezu greifbar.
    Allerdings stören mich ein paar Dinge leider doch: Warum der Baum plötzlich umfällt, wird nicht wirklich klar. Zwar wird diese seltsame Gestalt erwähnt, aber das muss ja jemand ziemlich kräftiges sein, dass er einen Baum einfach so umkippen (entwurzeln?) zu können. Und es scheint ja so, als hätte dieser jemand extra einen Angriff gestartet. Warum das so ist und wer das gewesen sein könnte, darüber bleibt der Leser leider komplett im Dunkeln.
    Dann wird Gary unter dem Baum begraben und eingequetscht. Er erwähnt, dass sein Bein schmerze. Allerdings denke ich, dass die Folgen sehr viel verheerender wären, wenn ein Baum tatsächlich ein menschliches Bein einquetscht, als nur Schmerzen oder ein Bruch. Da Gary im Anime jedoch selbstverständlich normal laufen kann, halte ich das für etwas übertrieben.
    Außerdem habe ich das Gefühl, dass der/die Autor/in gegen Ende etwas Probleme mit der Wortbegrenzung bekam. Während gerade zu Beginn alles wunderschön beschrieben wurde, lässt das nach und nach leider immer mehr nach. So wirkt mir persönlich die Geschichte am Ende etwas zu schnell und zu wenig detailliert.
    Ansonsten wirklich ein gelungenes Werk. Doch da die Konkurrenz sehr hart ist, reicht es leider nur für einen Punkt.


    Alle für einen: Diese Geschichte hat mir sehr gefallen. Die Legende von Koballium, Terrakium und Viridium finde ich im Allgemeinen sehr spannend und sie hat eine Kurzgeschichte, die sie in Worte fast, redlich verdient.
    Was dem Autor meiner Meinung nach besonders gut gelungen ist, sind die Beschreibungen des Waldes, der Flammen, im Allgemeinen der ganzen heiklen Situation. Auch der Unterschied zwischen den drei Legenden, die alles riskieren um die Waldbewohner zu retten, und den "normalen" Pokémon, die sich komplett in die Hände ihrer Retter geben wird deutlich. In so einer Situation ist es durchaus verständlich, dass die drei etwas überfordert scheinen. Auch die unterschiedlichen Charakterzüge, wenn auch nur kurz angerissen, sind meiner Meinung nach realistisch und passend gestaltet.
    Was mich überraschte war das Auftauchen des vierten legendären Pokémon. Dieses war zwar gut in die Geschichte eingebaut, verschwand meiner Meinung nach aber viel zu schnell. Außerdem denke ich, dass die Situation noch etwas dramatischer hätte sein müssen, um das Erscheinen der Legende wirklich plausibel zu machen. Terrakium ist schließlich ebenfalls legendär und es wäre wohl kein Problem gewesen, den Baumstamm aus dem Weg zu räumen. Auch der letzte Ausruf, dass der Wassergladiator zurückgekehrt sei, will irgendwie nicht so recht passen. Schließlich ist er ja direkt wieder verschwunden. Wäre ich einer der verängstigten Waldbewohner, diese Aussage würde mich in diesem Moment wohl nicht sonderlich aufmuntern. Auch weil es dann so wirkt, als könnten Viridium, Koballium und Terrakium alleine nicht für die Sicherheit der anderen Pokémon sorgen.
    Trotzdem ist diese Geschichte aber definitiv einer meiner Favoriten. Dafür möchte ich 2 Punkte vergeben.


    Ewige alte Villa: Hier erwartete ich zunächst nicht allzu viel und wurde dann aber doch ziemlich überrascht. Das Gespräch der Freunde wirkt wirklich lebensecht und die Geschichte der alten Villa erscheint auch dem Leser selbst tatsächlich nicht nur eine dumme Kindergeschichte zu sein. Mich hat besonders fasziniert, wie sehr der/die Autor/in hier auf die Details geachtet hat: Das Gegengift im Müll, die Bannsticker, der Grund, warum ein Pokémon sich in dem Fernseher versteckt: All diese Fragen wurden wirklich sehr schön in die Geschichte eingebaut und beantwortet. Der letzte Satz hat dem Ganzen noch einmal die Krone aufgesetzt. Die Idee fand ich wirklich klasse.
    Zwar fehlt es in dieser Geschichte doch ziemlich an Beschreibungen, aber die sind in einem Dialog ja meist schwer einzubringen. Und dieser ist meiner Meinung nach wirklich gut gelungen.
    Alles in allem sagt mir diese Geschichte einfach zu. Daher bekommt sie von mir einen Punkt.



    Das letzte Glied der Kette: Ich habe den Pokémon Manga nie gelesen. Aber nach dieser Geschichte habe ich wirklich Lust darauf. Die ganze Atmosphäre ist so wunderbar greifbar, der eiskalte Charakter des Protagonisten lässt dem Leser wirklich das Blut in den Adern gefrieren. Die Beschreibungen sind sehr gut gelungen, wobei ich persönlich es noch etwas besser gefunden hätte, wenn nicht nur so sehr auf die Personen, sondern auch auf die Umgebung und vor allem noch mehr auf Lugia und Ho-Oh eingegangen worden wäre, die nur wie unwichtige Zaungäste wirken obwohl sie ja eigentlich eine essenzielle Rolle übernehmen. Außerdem finde ich die Reaktion Silvers für einen 2jährigen etwas untypisch.
    Das Ende ist ebenfalls sehr atmosphärisch. Der Meister führt seine Schüler in die Dunkelheit und das nicht nur metaphorsich, sondern auch noch einhergehend mit dem Sonnenuntergang. Ich habe eine Schwäche für solche Enden.
    Ein wirklich sehr schönes Werk, dass von mir 2 Punkte bekommt.



    Der erste Kontakt: Diese Idee ist einfach unglaublig kreativ. Ich wäre zu Beginn nie darauf gekommen, dass es sich bei dem Erzähler um Mew handelt. Der Einstieg in die Geschichte ist sehr schön. Die kurze Beschreibung der Welt und die Aussage das sie ohne das Zusammenleben von Pokémon und Menschen zwar anders, aber eben nicht besser oder schlechter war, gefällt mir einfach sehr.
    Auch, dass sich die beiden "Arten" über die Sprache kennen lernen finde ich gut gewählt. Denn eigentlich trennt die Menschen und die Pokémon unter anderem genau das: Ihre vollkommen unterschiedlichen Sprachen. Außerdem wird hier direkt der Grundstein für das "Trainerdasein" gelegt und somit auch gleich schon angedeutet, warum Pokémon überhaupt für und mit dem Menschen kämpfen. Zuletzt möchte ich noch erwähnen wie gut hier Realität (z.B. die auftretenden Hunde) und Fiktion vermischt wurden. Auch das ist wirklich ein großer Pluspunkt.
    Was ich allerdings bemängeln möchte ist die Mitte der Handlung, in der die Erzählung manches Mal wie eine reine Aufzählung von aneinandergereihten Geschehnissen wirkt.
    Ansonsten finde ich auch diese Geschichte wirklich nett. Daher bekommt sie von mir meine 2 letzten verbleibenden Punkte.



    Zusammenfassung:
    1 Punkt - Notlösung Entwicklung / Ewige alte Villa
    2 Punkte - Alle für einen / Das letzte Glied der Kette / Der erste Kontakt


    So viel zu meinem Vote. Mal wieder hätte ich viel mehr Punkte gebraucht. Dieses Mal fiel mir die Wahl wirklich ziemlich schwer und möchte hiermit alle Autoren loben, die teilgenommen und wirklich tolle Geschichten abgeliefert haben. Ich bin sehr gespannt, wie dieser Wettbewerb ausgeht.

  • Notlösung: Entwicklung!
    Nach dem Titel könnte man eigentlich schon aufhören zu lesen - nicht, weil das danach folgende es nicht lesenswert wäre (das ist es durchaus), nur nimmt der Titel leider schon die komplette Handlung der Geschichte samt Schlusspointe vorweg. Wenn man die Überschrift gelesen hat, kann man sich den Rest der Geschichte im Grunde schon denken: Ein Pokémon wird in irgendeine Notlage geraten, zu schwach sein sich/jemand anderen daraus zu retten, sich dann aber entwickeln und dadurch die Notwendige Stärke aufbringen. UNd genauso kommt es ja dann auch:

    Zitat

    Endlich durfte ich mein Gefängnis, das die Menschen liebevoll Pokéball nannten,

    Statt "liebevoll" wäre hier wohl "beschönigend" o.ä. passender. Denn zum einen unterstreicht das noch mal den Widerspruch zu Evolis Verständnis des Pokeballs und zum anderen nist Pokeball ja eigentlich auch wirklich keine besonders liebevolle, sondern einfach nur eine sachlich/technische.
    Etwas unklar ist mir in diesem Zusammenhang auch, wie es zusammenpasst, dass Evoli den Pokeball einerseits als Gefängnis empfindet, andererseits aber den Trainer (der sie schließlich darin eingesperrt hat) so sehr liebt. Auch wenn die Idee, dass Pokémon Pokebälle als eine Art Gefängnis warnehmen könnten, an sich nicht schlecht ist, passt sie hier mMn nicht so recht zur restlkichen Geschichte.

    Zitat

    Gary hatte mich ins Zelt getragen und schlief nun neben mir selig in seinem warmen Schlafsack.

    Hier solltest du vielleicht noch irgendwie erwähnen oder zumindest andeutet, dass sich das Evoli das nur erschließt (aus der Tatsache, dass sie draußen eingeschlafen, jetzt aber im Zelt aufgewacht ist). Denn momentan klingt der Satz so, als berichte das Evoli hier ein Erlebnis Ein "offenbar" o.ä. würde hier chon reichen um das etwas klarer zu machen.

    Zitat

    Der Stumpf des Baumes wurde von Sekunde zu Sekunde grösser

    Müsste wohl "Stamm" statt "Stumpf" heißen - denn der Stumpf eines BAumes ist eigentlich nur das, was übrig bleibt, wenn man einen Baum gefällt hat (also der Teil mit den Wurzel).

    Zitat

    meine Vorderbeine scharrten im Schnee

    "Meine" groß - außerdem klingt das seltsam distanziert, als wären das gar nicht ihre Beine bzw. als führten diese eine Art Eigenleben. "Mit meinen Vorderbeinen scharrte ich im Schnee" wäre da passender.

    Zitat

    Plötzlich begann mein Körper zu glühen. Ich spürte, wie jede Faser von mir von einer unbändigen Energie durchflutet wurde und ich neue Kraft schöpfte. Meine Beine konnten meinen Körper wieder tragen und ich hatte das Gefühl, dass ich mächtiger war als je zuvor. Plötzlich kribbelte es in meiner Stirn und ich sah, wie der Baum sich langsam bewegte. Ich hatte keine Zeit mich darüber zu wundern, im Moment zähle nur, dass Gary wieder frei kam. Instinktiv konzentrierte ich mich auf den Baum und plötzlich flog er in hohem Bogen über die Lichtung. Krachend knallte das hölzerne Ungetüm gegen die umstehenden Bäume.

    Da dies die zentrale Stelle der ganzen Geschichte ist, solltest du diese mMn noch ein wenig ausführlicher beschreiben. Insbesondere der genaue Ablauf der Ereignisse ist hier für meinen Geschmack etwas konfus: Denn eigentlich versucht Evoli ja Gary irgendwie aus dem Zelt herauszuziehen, dann entwickelt es sich und wird dadurch offenbar wesentlich stärker !!!Überprüfen wie das bei Nachtara ist!!! und plötzlich bewegt sich der Baum. Aber warum tut er das? Im nächsten Satz klingt es dann so als würde das Evoli eine Attacke auf den Baum einsetzen - aber der Baum hat sich ja schon davor bewegt...?
    Es bleibt hier insgesamt jedenfalls ein wenig unklar wie da nun eigentlich die Zusammenhänge sind und welchen Stellenwert dabei vor allem die Entwicklung einnimmt.

    Zitat

    Menschen-Center

    Nette Beschreibung! :-)

    Zitat

    Ein bewusstloser Junge liegt hier und daneben sein Pokémon: Nachtara

    Tja - und das wäre ja jetzt eigentlich die große Pointe der Geschichte. Nur leider funktioniert diese nicht wirklich, da du sie ja schon in der Überschrift vorweggenommen hast. Das einzig neue, was man hier noch erfährt, ist, zu was genau sich das Evoli entwickelt hat - aber nachdem diese Frage ja eigentlich überhaupt keine Rolle spielt (gut - es ist eben Nacht - und da entwickelt sich Evoli nunmal zu Nachtara, aber es hätte genauso gut über einen Feuerstein stolpern und sich zu Flamara entwickeln können (oder zu Glaziola - nachdem es doch schon in einem Winterwald ist!) - es ändert schließlich nichts an der Geschichte). Sehr schade - denn eigentlich wäre das mMn eine schöne Pointe...



    Sonnfloras Tagebuch
    Eine schöne Idee - der Stil ist auch (soweit ich mich noch an das Spiel erinnere ganz gut getroffen).
    Allerdings reicht das allein meiner Meinung nach für eine gute Geschichte noch nicht aus. Irgendeine kleine Handlung oder zumindest eine nette Pointe wären schon auch noch schön gewesen - zumal das hier auch nicht zu 100% das ist, was ich mir unter der Aufgabenstellung vorgetellst habe: Zwar ist das, was du geschrieben hast, sicher irgendwie "unerzählt", aber von einer unerzählten Geschichte würde ich halt auch irgendwie erwarten, dass sie eine Begebenheit erzählt, von der man sich schon immer irgendwie gewünscht hat, dass sie einmal erzählt werden sollte. Und das trifft auf einen, zwar witzig erzählten, aber inhaltlich nicht gerade weltbewegenden Tagebucheintrag in meinen AUgen nicht so ganz zu.



    Alle für Einen
    Eine der Legenden aus den neuen Editionen - gefällt mir gut, denn von denen weiß ich noch am wenigsten.
    Schade finde ich allerdings, dass ausgerechnet einer der - für mich - wichtigsten Aspekte dieser Legende vollkommen ausgespart bleiben: Dass nämlich das Musketiertrio gegen die Menschen kämpfte (das steht zwar interessanterweise nur in den Pokedex-Eionträgen von Schwarz und nicht in denen von Weiß - man erfährt es im Spielverlauf aber meiner Erinnerung nach trotzdem). Denn das nicht immer so perfekte Verhältnis zwischen Menschen und Pokémon ist schließlich auch eines der zentralen Themen der 5. Generation.
    Nichtsdestotrotz ist die Geschichte sehr lesenswert - selbst wenn die Handlung nicht so übermäßig originell ist, sorgt dein toller Schreibstil dafür, dass das Lesen richtig Spaß macht.



    Verschlossenes Herz
    Eine Crypto-Pokémon-Geschichte - seit ich EVoLiNa X' Rückkehr der Cryptopokémon gelesen habe, halte ich diese besonderen Handlungsbogen für einen der interessantesten aus der Pokémongeschichte (auch wenn ich leider bis heute keine Gelegenheit hatte das entsprechende Spiel zu spielen).
    Nunja, zurück zu dieser Geschichte, die mir - wie man sich nun vermutlich schon denken kann - sehr gefallen hat. Es beschreibt eine - für die Pokémonwelt - höchst untypische Szene, auf durchaus drastische, aber sehr passende Weise und findet dabei sogar noch Zeit für ein paar interessante Charakterbeschreibungen (auch wenn ich mir jetzt natürlich schwer dabei tue zu beurteilen, inwieweit diese Beschreibungen eine passende Ergänzung zu dem darstellen, was man in den Spielen erfährt).



    Fuego
    Eine Geschichte über mein Lieblingspokémon der fünften Generation - sehr schön :-)
    Lichtel ist ja auch ein wirklich interessantes Pokémon, es sieht nicht nur originell aus, es hat auch eine relativ ungewöhnliche "Geschichte" (will sagen: Pokedex-Eintrag): Dass es Menschen das Leben aussaugt, ist für die Pokémon-Welt ja eine recht untypisch grausame und düstere Tatsache, die sich dementsprechend geradezu dafür anbietet eine Geschichte darum zu erfinden. Ich habe das auch selbst schon mal versucht und bin dementsprechend umso gespannter, hier nun eine andere Interpretation lesen zu können:
    Gut gefällt mir schon mal wie du mit der Erwartung des Lesers bezüglich des Verhaltens des Lichtels spielst. Einerseits weiß man aus den Pokedex-Einträgen um die Gefährlichkeit dieser Pokémonspezies, andererseits ist die Welt der Pokémon in der Regel ja doch eine ziemlich freundliche Welt. Ebenso erhält man auch in der Geschichte widersprchliche Indizien: Einerseits werden auch hier die Legenden/Sagen angesprochen, die um die Kerzengeister kreisen, andererseits sind es eben nur Sagen und das Lichtel hier scheint sich zunächst auch durchaus freundlich zu verhalten...
    Schön finde ich auch, dass das Lichtel selbst mit seinem Schicksal hadert - gleichzeitig finde ich aber auch, dass dieser Umstand insgesamt zu kurz kommt. Darauf könnte man sich eigentlich noch viel stärker konzentrieren, da das doch eigentlich der interessanteste Aspekt der ganzen Geschichte ist.
    Gerade am Ende geht das dann einfach alles viel zu schnell und man kann gar kommt gar nicht mehr dazu mit den beiden Protagonisten mitzufühlen. UNd auch diese schlimme und tödliche Krankheit kommt da für meinen Geschmakc einfach zu sehr aus dem heiteren Himmel gefallen und scheint mir nur als eine Art Entschuldigung für Lichtels Verhalten zu dienen. Das aber schwächt natürlich auch den inneren Konflikt des Lichtels erheblich ab, was für eine Kurzgeschichte in meinen AUgen nicht so geschickt ist - denn gerade eine Kurzgeschichte sollte den Sachverhalt, um den es ihr geht, eher zuspitzen, damit dieser auch in einem vergleichsweise kurzen Text gut herüber kommt.




    Im Grunde hat sich nichts geändert
    Eine schöne Geschichte, die vor allem davon lebt, dass sie den Ausgangspunkt "unerzählte Geschichten" besonders ernst nimmt und sich stark darauf fokusiert.
    Dies macht sie, obgleich sie ja eigentlich gar keine große Handlung beinhaltet, dennoch interessant, da es einfach eine originelle Vorstellung ist, sich zu überlegen, wie es Gary und Ash geht, wenn sie erwachsen geworden sind.
    Allerdings hat die Geschichte doch auch ihre Längen - was man vor allem beim zweiten Lesen merkt. Damit allein die Idee des "X Jahre" später über den ganzen Verlauf trägt, müsste diese noch etwas intensiver genutzt werden (z.B. mehr Anspielungen auf die vergangenen (bekannten) Ereignisse oder zusätzliche originelle Entwicklungen). Und auch "Garys Geheimnis" ist dazu irgendwie nicht aufregend genug.
    Etwas seltsam finde ich es noch, dass Ash noch so viele Pokémon der untersten Entwicklungsstufe hat - eigentlich sollte man doch meinen, dass diese zum Zeitpunkt der Geschichte schon alle voll entwickelt sind, oder (von Pikachu einmal abgesehen)? Oder natürlich das liegt irgendwie im Anime begründet (da ich den nicht kenne, kann ich das nicht beurteilen).



    Ewig Alte Villa
    Eine nette Gruselgeschichte.
    Zuerst hat mich ja die etwas langatmige und nicht besonders interessante Rahmenhandlung eher gestört, beim zweiten Lesen habe ich aber gemerkt, das sie doch wichtig ist, um die richtige Stimmung und einen Kontrast zur eigentlichen Gruselgeschichte zu erzeugen. Für meinen Geschmack könnte diese noch etwas mehr ausgeschmückt und länger sein - andererseits ist es im Moment vermutlich glaubwürdiger, dass sie so von einem Jugendlichen am Lagerfeuer erzählt wird.
    Originell ist auch die Andeutung auf Rotom (die zudem noch den Bezug zur AUfgabenstellung verdeutlicht), du hättest diesen "Handlungsfaden" aber vielleicht schon etwas früher mal einbringen können, da er so irgendwie ziemlich lose in der restlichen Geschichte hängt.



    Die Pokekochshow
    Eine witzige Idee - das mit der Kochshow.
    Daher ist es aber auch schade, dass diese Grundidee im zweiten Teil der Geschichte fast völlig verloren geht und Platz machen muss für einen zweiten - ehrlich gesagt - ziemlich langweilige Handlungsbogen. Weder erfährt man etwas darüber warum Andy nun genau diese Pokémon haben will (die doch " im kämpfen nicht erprobt" waren), was er mit ihnen vor hat und vor allem auch, wie die Pokémon letztlich wieder zu MAximilian zurückkommen - all das ergibt sich halt einfach so und wird nicht weiter erklärt. Zum Lesen ist das natürlich nicht besonders interessant.
    Hier wäre es also sicher sinnvoller gewesen eine Handlung zu finden, die mehr mit der Pokekochshow zu tun hat und diese originelle Idee dadurch mehr in den Mittelpunkt stellt.
    Letztlich fehlt mir hier auch irgendwie der Zusammenhang zur Aufgabenstellung...
    Edit: Nachdem ich jetzt noch die anderen Kommentare gelesen habe, kann ich dank TCCPhreak die Geschichte nun glücklicherweise doch richtig zuordnen (und meine mich sogar selbst wieder dunkel daran zu erinnern). Insofer ist die Aufgabenstellung ja sogar sehr gut erfüllt, denn genau solche Begebenheiten habe ich mir unter "unerzählten Geschichte" vorgestellt. Unklar bleibt hingegen der Bezug zu der Pokekochshow, allerdings verstehe ich nun die seltsame Zweiteilung der Geschichte: Offenbar wurden hier zwei sehr unterschiedliche Ideen (Diebstahl der Pokémon und Pokekochshow) zu einer Geschichte zusammengeführt, ohne sie aber wirklich sinnvoll zu verbinden - schade eigentlich, denn für sich genommen sind beide Ideen gut.



    Das letzte Glied der Kette
    Eine verwirrende Geschichte. Zumindest ich weiß nach dem Lesen der Geschichte nicht wirklich mehr als zuvor - was aber vermutlich auch daran liegt, dass ich diese Geschichte einfach keinem bekannten Ereignis aus der Pokemonwelt zuordnen kann. Ich nehme mal an, diese Geschichte ist eindeutig darauf ausgelegt, dass man weiß worauf sie anspielt oder welche Begebenheiten sie weiterspinnt. Umso schwerer ist es dann aber sie zu bewerten, wenn man das nicht weiß/erkennt.
    Gerade hier ist es schade, dass die ursprüngliche Regel eine kurze Einordnung der Geschichte mitabzugeben, weggefallen ist - denn ich gehe davon aus, dass mir das hier sehr viel weiter helfen hätte können (vielleicht kannst du mir da nach Ende des Wettbewerb eine kurze Erklärung worauf sich das bezieht ins Gästebuch schreiben - den an und für sich klingt diese Geschichte eigentlich sehr interessant und es würde mich dementsprechend interessieren, wie sie zu verstehen ist).
    Zum Inhaltlichen kann ich hier nfolglich auch nicht viel mehr sagen, als dass es eher der Anfang einer Geschichte, denn eine eigene Geschichte zu sein scheint. Denn erst werden ausführlich die einzelnen Charaktere eingeführt und beschrieben, aber kaum hat man sie alle kennengelernt, bricht die Geschichte auch schon ab.
    Diese Beschreibungen - sowhl des Äußeren als auch der Persönlichkeiten ist dafür aber sehr gelungen und die Geschichte ist dadurch trotz der sehr wenigen Handlung sehr interessant zu lesen.
    Edit: Auch hier hat mich das Lesen der anderen Kommentare noch ein ganzes Stück weiter gebracht. Zwar müssete ich mich noch weitaus intensiver in das Thema einlesen um die Geschichte wirklich beurteilen zu können, aber zumindest verstehe ich jetzt, wo der Anknüpfungspunkt dieser Geschichte zu suchen ist und zumindest ein wenig einschätzen, worin die besondere Bedeutung dieser Szene besteht.



    Subjekt 64
    Eine - für die Pokémonwelt - eher untypische Geschichte.
    Wenn man beim Lesen einen Pokedex zur Hand hätte (oder selbigen samt Nummern auswendig kann ^^), dann wäre auch das eine Geschichte, bei der der Titel im Grunde schon alles verrät. Da das aber vermutlich bei den meisten Lesern nicht der Fall ist, finde ich den Titel sehr gut gewählt.
    Ganz zu Beginn hatte ich eigentlich schon die Vermutung, dass sich die 64 auf ein Pokemon dieser Nummer bezieht, hatte aber (glücklicherweise) keinen Pokedex zur Hand (wer hätte es gedacht, dass ich mal froh darüber bin, dass es hier im Zug kein WLAN gibt :D ) und habe den Gedanken so recht schnell wieder verworfen, als ich gelesen habe, dass es hier um einen Menschen geht. Ab da habe ich dann eher vermutet, dass es vielleicht um die Entdeckung der ersten Psycho-Trainer geht (kurz dachte ich natürlich auch an Mewtu, aber das ist ja eigentlich nicht direkt eine unerzählte Geschichte).
    Wirklich bemerkt worum es geht, habe ich dann auch erst, als du das Aussehen des neuen Wesens beschrieben hast - die Pointe jedenfalls ist dir gelungen.
    Auch die Erzählweise gefällt mir und passt gut zu dem Erzählten.
    Einziges - kleines Manko - ist in meinen Augen, dass die Geschichte nicht so ganz perfekt zu dem passt, was man schon aus den Editionen weiß (Kadabra eigentlich eher intelligent als stark, Abra?)
    Achja, und bei der FOrmatierung ist wohl irgendwas schief gegangen (passiert leicht, wenn man während dem Verfassen eines Beitrags zwischen Editor und Quelltext hin und her wechselt), aber gut - das kann passieren(weiß ich aus eigener Erfahrung vom letzten Wettbewerb *hust*).




    Der erste Kontakt
    Und noch eine eher verwirrende Geschichte - wobei ich solche Geschichten ja grundsätzlich durchaus mag.
    Hier scheint es mir aber als würde die Verwirrung/Ungewissheit mit Gewalt in die Länge gezogen bzw. die AUfklärung hinausgezögert. Das ist zwar natürlich irgendwie notwendig um die Pointe rictig zur Geltung zu bringen, aber ein wenig seltsam klingt es alt teilweise schon. Auch einige Wortwiederholungen (v.a. Wesen) ergeben sich daraus.
    Der Stil der Geschichte ist recht einfach und kommt fast ohne größere Beschreibungen aus - dadurch soll wohl der Stil von Sagen/Erzählungen nachgeahmt werden, allerdings wird dieser Schreib- (bzw. ja eigentlich Erzähl-)Stil dazu leider nicht konsequent genug durchgezogen.



    Der ewige Zweite
    Eine Geschichte, die sich vor allem dadurch auszeichnet, dass sie einfach perfekt zur AUfgabenstellung passt: Denn diese Geschichte, die hier erzählt wird, ist einerseits eindeutig Teil der Pokémonwelt, sie bleibt aber andererseits tatsächlich völlig unerzählt. Da man ja selbst immer den erfolgreichen Held spielt, erfährt man natürlich nie, wie es dem "ewigen Zweiten" geht (der ja v.a. in den ersten Editionen tatsächlich eine Art tragischer Held ist).
    Gerade der Anfang ist dir auch sehr gut gelungen. Blau kehrt endlich wieder zurück nach Hause, ist nicht nur besiegt, sondern auch sowohl körperlich als auch mental vollkommen fertig und dann kommt auch noch sein Rivale, der soeben seine Träume zerstört hat, heim und erfährt den Triumpf, den eigentlich Blau schon vor Augen gehabt hatte. Da bekommt man direkt schon beim Lesen Gewissensbisse, dass man damals (ja, früher in der guten alten Zeit, als es noch GameBoys gab ^^) diesen Rivalen einfach so herzlos besiegt hat.
    Der zweite Teil der Geschichte fällt dann gegen diesen ersten leider deutlich ab - die ganze Sache mit dem Wiederaufstieg, dem Trainerhaus und der Arena in Vertania City kommt einfach zu sehr aus heiterem Himmel und wird dann auch sehr überhastet abgehandelt. Zumal Blau in diesen wenigen Sätzen gleich zwei entgegengesetzte Persönlichkeitsentwicklungen durchmacht: Erst wird er durch sein scheitert kalt, abweisen und emotionslos und dann beginnt er durch seine erneuten Erfolge wieder ein (zumindest etwas) fröhlicherer und zuversichtlicher Mensch zu werden - für eine einzige Kurzgeschichte ist das einfach viel zu viel Inhalt und Handlung.
    So wäre es vermutlich sinnvoller gewesen sich wirklich nur auf diesen einen Moment der völligen Verzweiflung nach der Niederlage zu konzentrieren und dann vielleicht höchstens am Schluss noch kurz den möglichen erneuten AUfstieg anzudeuten (aber auch wirklich nur anzudeuten und dann mit einem offenen Ende abzuschließen). Denn grundsätzlich ist die Idee natürlich sehr schön, dass du auch hier im zweiten Teil nochmal auf die aus den Editionen bekannten Ereignisse zurückkommen möchtest.





    Punktevergabe:
    2 Punkte geht an Ewige Alte Villa
    1 Punkt geht jeweils an Verschlossene Herzen, Das letzte Glied der Kette, Im Grunde hat sich nichts geändert, Subjekt 64, Alle für Einen und Fuego
    (eigentlich mag ich es zwar nicht besonders einfach alle Geschichte gleich zu bewerten und nicht genauer zu differenzieren - aber es waren diesmal einfach so viele Geschichen, denen ich zumindest einen Punkt geben musste, dass danach schon gar keine Punkte mehr übrig waren für eine Abstufung :/ )

  • Dann werde ich wohl auch einmal meine bescheidene Meinung zu den vielen Einsendungen für diesen Wettbewerb abgeben. Aufgrund der verschiedenen großartigen Einträge ist mir die Entscheidung nicht leicht gefallen, aber nachfolgend werde ich mich mit den fünf Einträgen befassen, die von mir Punkte erhalten sollen.


    Notlösung: Entwicklung!
    Unter welchen Umständen sich Garys Evoli entwickelt hat, ist eine gute Frage und scheint für diesen Wettbewerb wie die Faust aufs Auge zu passen. Tatsächlich hast du es geschafft, eine sehr gut erzählte Geschichte zu schreiben, bei der du auch auf nötige Details nicht verzichtest und dieses Rätsel beinahe glaubwürdig löst. Beinahe deswegen, weil allein die Tatsache, dass ein umgestürzter Baum Garys Bein einklemmt und er danach noch immer normal laufen kann, ohne auch nur Anzeichen von solch einem Erlebnis zu zeigen, doch sehr weit hergeholt ist. Da wir schon beim Baum sind, auf die Silhouette, die diesen offenbar gefällt hat, bist du dann auch nicht weiter eingegangen, aber das führe ich einmal auf die Wortbegrenzung und die viel wichtigere Rettung des Trainers zurück. Auch der offensichtliche Titel, der eigentlich alles vorweg nimmt, ist eher ungünstig gewählt und nimmt der Rettungsaktion etwas den Wind aus den Segeln.
    Trotz dessen vergebe ich zwei Punkte.


    Alle für Einen
    Diesen Eintrag macht vor allem die gehobene Erzählweise und daraus resultierend auch die große Menge an beschreibenden Adjektiven und der große Wortschatz. Leider hat diese Ausführlichkeit nämlich einen Haken und der trägt wohl maßgeblich dazu bei, dass ich am Ende doch nicht so angetan von deinem Werk war. Es ist nämlich eben durch diese Beschreibungen zu langatmig und bei einer Kurzgeschichte von diesem geringen Kaliber ist mir persönlich zu wenig passiert, geschweige denn hatte ich inmitten des Textes noch die Kontrolle darüber, was eigentlich passiert ist. Ein Waldbrand verlangt Drama, warum zeigt sich die Gruppe der Pokémon nicht verängstigt oder lässt gar ein paar Schreie in den Wald hallen? Die drei Musketiere (ich nenne sie einmal so) zeigen sich dabei auch eher unbeteiligt und scheinen das Ganze auf eine gewisse Art und Weise einfach hinzunehmen.
    Für die Umsetzung der Idee, den Eintrag des Pokédexes für dieses epische Werk als Hintergrund zu verwenden, stelle ich aber trotz allem einen Punkt bereit.


    Ewige Alte Villa
    Es wird relativ früh klar, dass deine Geschichte dialogorientiert ist und sich dabei nicht viel aus der Umgebung und den Charakteren macht. Wenn man bedenkt, dass hier eine Gruppe aus vier Leuten miteinander an einem Lagerfeuer sitzt, hast du die Persönlichkeiten aber anhand dessen, wie sie miteinander reden, doch ganz gut dargestellt. Der besondere Clou liegt aber eher darin, wie du die alte Villa im Ewigenwald verabeitet hast. Dabei hast du nicht nur die seltsamen Phänomene des Spiels miteingewoben, sondern auch gleich ein faszinierendes Szenario erstellt, was sich dort zugetragen haben könnte. Die Items, die gefunden werden können, spielen dabei auch eine große Rolle und machen dein Werk wohl zu einem der raffiniertesten in diesem Wettbewerb. Leider fehlt dann an einigen Stellen, besonders gegen Ende hin, das nötige Detail, was wohl auf die Zeichenbegrenzung zurückzuführen ist. Mir erschließt sich auch nicht ganz, weshalb du Raissa (danke übrigens an eine Anmerkung in einem anderen Kommentar) ihren englischen Namen gegeben hast, da viele hier im Forum mit dem Deutschen doch vertrauter sind.
    Auch hier vergebe ich zwei Punkte.


    Das letzte Glied der Kette
    Ich gebe zu, dass ich den Text mehrere Male lesen musste, bis ich wirklich verstanden hatte, was da eigentlich passiert. Zum einen war er verwirrend aufgebaut und zum anderen bin ich mit dem Manga noch nicht so vertraut. Das Hintergrundwissen musste ich mir dann mit Hilfe diverser Informationsseiten aneignen und siehe da, das Ganze ist ja doch interessanter als anfangs vermutet. Der Mann mit der Maske strahlt dabei über den ganzen Text eine gewisse Autorität aus, die schwer in Worte zu fassen ist, durch die Untergebenheit seiner Begleiter aber diesen Ausdruck verleiht. Dabei schreckt er auch nicht vor gewalttätigen Aktionen zurück, was schließlich die Ernsthaftigkeit weiter verstärkt. Leider täuscht es dann aber nicht darüber hinweg, dass man wohl nur mit dem nötigen Vorwissen auch das volle Potenzial deiner Geschichte erfassen kann, was mir (bis jetzt) leider verwehrt blieb, aber es hat mein Interesse geweckt.
    Für deine Mühen bekommst du einen Punkt.


    Der erste Kontakt
    Ich habe mir nicht viel gedacht, als ich zu lesen begonnen habe, aber dieser Eintrag hat mich besonders mit seiner Pointe am Schluss überrascht. Über den ganzen Text hinweg wäre ich nicht auf die Idee gekommen, dass ein Pokémon eine Geschichte darüber erzählt, wie sie in alten Tagen einen Menschen aufgenommen haben. Dabei hast du viel Kreativität und Fantasie bewiesen, um diesen ersten Kontakt sehr glaubwürdig darzustellen, da über diesen Punkt meines Wissens noch nie irgendwo berichtet wurde. Dass sie dabei aber die Sprache des jeweils anderen lernen, ist doch seltsam, wenn man bedenkt, dass das "heute" nicht mehr oder nur sehr selten möglich ist.
    Dafür vergebe ich meine letzten zwei Punkte.

  • Nun komm ich doch aller Dinge zum Trotz doch dazu, zu voten - eine Aufgabe, die mir sehr schwer fällt, das könnt ihr mir glauben. Denn die Abgaben sind allesamt sehr gut und waren schön zu lesen, aber leider, leider, muss ich eine Auswahl treffen. Die dann wäre wie folgt:







    Zusammenfassung:
    2 Punkte
    Der erste Kontakt, Ewige Alte Villa, Notlösung Entwicklung


    1 Punkt
    Der ewige Zweite, Fuego

    I know, you know, that we’ve only just begun. Through the highs and lows, and how can I live without you
    You’re such a part of me,and you’ve always been the one, keeping me forever young, and the best is yet to come


    12.5.2012, Stuttgart. Last Scorpions concert ever.

  • Nun, so ziemlich im letzten Moment stürz ich mich doch noch auf den Vote.


    Alle für Einen
    Schon alleine der Beginn dieses Textes wird man eigentlich gefesselt von der Handlung, so wie das Feuer sogleich einmal beschrieben wird. Gefällt mir gut, da so schon einmal ohne Umwege die Gefährlichkeit der Situation begreift. Zudem wird die scheinbare Aussichtslosigkeit der Szenerie immer wieder durch die Gedanken der Musketiere aufgezeigt, die Spannung bleibt eigentlich ständig erhalten, selbst, als Keledo (heißt das so?) noch hinzukommt. Ich muss zugeben, ich habe hier keine Ahnung, wie genau diese Legende erzählt wird, ob das vierte Musketier überhaupt erwähnt wird - aber mir gefällt es sehr, wie es hier eingebaut wird. Der Ausspruch kommt hier äußerst gut zum Tragen, dass der verschollene vierte Bruder tatsächlich, aus heiterem Himmel, auftaucht und die Situation - und damit die Waldbewohner rettet. Wirklich eine gut geschriebene Abgabe, muss ich sagen.
    2 Punkte


    Verschlossenes Herz
    Ich habe das zu diesem Text zugehörige Spiel nicht gespielt und kann daher nicht sagen, wie die in dem Text vorkommenen Personen exakt reagierten sollten, aber zumindest sind die Gedanken und Bedenken Rufus' äußerst gut eingebracht. Hintergrundinformationen wie das Verhältnis der beiden Brüder sind ebenfalls in gutem Außmaße vorhanden, sodass man auch als "Laie" in dieser Hinsicht der Handlung dieser Abgabe gut folgen kann.
    Die Verwandlung des Lugia in ein Crypto-Pokémon ist äußerst ausführlich beschrieben, sagt mir sehr zu, wie ich zugeben muss. Man sieht hier wieder einmal, dass eben nicht alles in Pokémon so ist wie im Anime, sondern dass es auch tatsächlich Leiden gibt, aber vor allem - dass nicht alle "Bösen" derart durch und durch böse sind. Ich nehme einmal an, dass der Autor sich schon etwas dabei gedacht hat, diese Geschichte zu schildern, und keine schwarz-weiße Welt.
    Das Einzige, was doch ziemlich stört, sind die Zeichensetzungsfehler bei den direkten Reden.
    1 Punkt


    Ewige Alte Villa
    Was mich an diesem Text so fasziniert, ist, dass nicht nur eine Legende starr geschildert wird, sondern dass wir einen Dialog haben, in dem alles Interessante zur Alten Villa erzählt wird. Es hat einfach etwas "Natürlicheres", dass hier praktisch nur Gerüchte, Geschichten, die man sich so erzählt, der Autor dieses Textes will also nicht eine "einzige Wahrheit" erzählen. Nur gleich einmal positiv zu vermerken, abgesehen davon, dass sich der Text so ein wenig von den anderen abhebt. Zwar kommen durch die vielen Geschichten, die so erwähnt werden, die einzelnen Legenden ein wenig kürzer, aber es macht nichts - in diesem Falle trägt das nur zur Glaubwürdigkeit bei. Denn wer kann schon genau Gedanken von Personen beschreiben, die es vielleicht nicht einmal gegeben hat?
    2 Punkte


    Das letzte Glied der Kette
    Oho, ein Text zu PokéSpe! Hätte ich nicht gedacht, dass es viel dazu geben wird, obwohl dieser Manga doch einiges an Stoff bietet.
    Silvers Vorgeschichte wurde also gewählt. Mir gefällt es irgendwie, wie sich der Junge schon mit zwei Jahren so wehrt, auch wenn es irgendwie unlogisch ist, passts doch zur Storyline. Wenn Mask so seltsam drauf ist und schon ein zweijähriges Kind verschleppen lässt ... aber ich meine, darauf hat der Autor des Textes ja keinen Einfluss, im Gegenteil, er traut sich sogar, es auf diese Art einzubringen, was ja doch nicht gar so selbstverständlich ist.
    An sich werden hier alle Charaktere gut vorgestellt, nur vermisse ich Blue ein wenig. Nun, es wird zwar nie erklärt, ob sie vor oder nach Silver verschleppt wurde, aber zumindest in Masks Gedanken hätte man sie doch durchaus einbringen können.
    1 Punkt


    Der erste Kontakt
    Irgendwie fasziniert mich dieser Text vollkommen. Wohl liegt es daran, dass man so lange nicht wirklich herausfindet, wer jetzt erzählt - dass von Mew und Menschen die Rede ist, ist ja doch klar, nur die Rollenverteilung nicht. Diese Unklarheit verleiht dieser Abgabe irgendwie einen ganz eigenen Charme, ich kann mir nicht helfen ... dazu kommt noch der Schreibstil, der auf gewisse Art und Weise so ist wie der der Tagebücher in dem Labor auf der Zinnoberinsel, obwohl es ja nicht die Menschen sind, aus deren Sicht dieser Text geschrieben ist.
    Was mir aber besonders gefällt, ist, dass eben auch darauf Rücksicht gelegt wurde, dass die Mew gewissen Wörter - wie "Schiff" (oder "Floß", was immer es sein mag) nicht kennen (können). Sind ja eigentlich von Menschen erschaffene Gerätschaften, weshalb sollten die Pokémon einen Ausdruck dafür haben? Wenn sie doch nicht einmal für sich selbst einen haben - und von den Menschen einen bekommen. Da merkt man wieder, dass der Mensch eben unbedingt alles benennen will.
    Nur den letzten Absatz, die Erwähnung von N, fand ich irgendwie unnötig, er zerstört das Gesamtbild. Aber dennoch, der Text an sich ist meiner Meinung nicht dermaßen gut, dass das nicht wirklich ins Gewicht fällt.
    2 Punkte


    Punktevergabe:
    1 Punkt: Das letzte Glied der Kette, Verschlossenes Herz
    2 Punkte: Alle für Einen, Ewige Alte Villa, Der erste Kontakt


    ~ LG, Maj

  • So, nach meiner Uhr ist es Zeit, dieses Votetopic zu schließen - dann wollen wir mal zur Punkteauszählung schreiten!


    Zunächst einmal: danke an alle, die etwas eingereicht und die gevotet haben. Wir haben einige schöne Einsendungen erhalten und ihr habt auch fleißig gevotet. Dann wollen wir also einmal sehen, wie der 19. Fanfictionwettbewerb ausgegangen ist. Es wurden insgesamt 80 Punkte verteilt sowie 16 Votepunkte verliehen, womit eine Gesamtzahl von 96 vergebenen Punkten für diesen Wettbewerb erreicht wurde.


    Platz 12 belegt "Subjekt 64" von Emerald-Dude mit 1 Punkt.
    Platz 11 erreichte "Die Pokekochshow" von TrumpetDrumliner mit 2 Punkten.
    Platz 10 geht mit "Sonnfloras Tagebuch" an Silvers-Lugia mit 3 Punkten.
    Platz 8 teilen sich "Im Grunde hat sich nichts geändert" von RockingScorpion und "Der ewige Zweite" von Eagle mit je 5 Punkten.
    Platz 6 geht sowohl an "Das letzte Glied der Kette" von ~Kairi~ sowie "Fuego" von Snake mit jeweiils 9 Punkten.
    Platz 5 belegt "Alle für einen" von Pika! mit 11 Punkten.



    Über Platz 3 dürfen sich Rumo mit "Der erste Kontakt" und Paya mit "Verschlossenes Herz" mit jeweils 12 Punkten freuen.




    Platz 2 geht an Fröschchen mit "Notlösung: Entwicklung!" und 13 Punkten.




    Und Platz 1, mit 14 Punkten, geht an: TCCPhreak und "Ewige Alte Villa" - Herzlichen Glückwunsch!