I could set this world on fire and call it rain.


  • Weiß wie Winter. Weiß wie ihre Haut. Weiß wie es ist so kalt. Wie ich habe kein Zuhause mehr. Wie wohin soll ich gehen?


    Herzlich willkommen in meinem Topic für Einzelwerke und Sammlungen, in denen ich Gedichte, Kurzgeschichten und anderen literarischen Krimskrams ausstelle! Wer eigentlich dachte, er kenne mein Topic, und sich jetzt fragt, wo zur Hölle er hier gerade gelandet ist - keine Sorge, das ist immer noch mein altes Topic, das jetzt schon diverse Namen durch hat, thihihi. "Blutmond" sollte einigen Leuten da am ehesten ein Begriff sein.
    Mein neuer Threadtitel stammt jedoch aus dem Buch "Red Queen" von Victoria Aveyard und er mag vielleicht recht klobig erscheinen, da sehr lang, doch ich finde, er passt. Immerhin tut man ja genau das als Autor, gerade, wenn der Fokus wie bei mir auf Fiktion liegt: man nimmt die Realität und ändert sie ab oder benennt sie einfach anders. Außerdem klang "Blutmond" auch so fürchterlich negativ, dabei bin ich eigentlich eine ziemliche Optimistin, auch, wenn sich das in meinen Werken nicht immer widerspiegeln mag.
    In diesen geht es nämlich öfter etwas melancholisch und düster zu - dreht es sich nun um den Verlust der Kindheit, das Leben und den Tod, eine dunkle Zukunft oder auch die Endlichkeit von Sternen, als wirklich fröhlich kann man das nicht bezeichnen. Das heißt jedoch nicht, dass ich keine optimistischen Werke schreibe, nein, alte Sagen, witzige Alltagsepisoden oder Beschreibungen der Schönheit in der Umgebung finden sich hier durchaus auch. Was ich schreibe, kommt weniger auf meine Laune an als darauf, was mir gerade einfällt; wenn ich schlecht drauf bin, schreibe ich nicht zwingend deprimierte Gedichte und wenn es mir super geht, kann es sein, dass mir auf einmal die Idee zu einer Kurzgeschichte um den Tod kommt. Es ist also quasi wie eine Wundertüte, nur in Schriftform! Na, wenn das mal nichts ist.


    [align=center]Manchmal wache ich nachts auf und kann nicht mehr atmen.


    Ich möchte jetzt aber gar nicht lange, wie in meinem alten Startpost, um den heißen Brei herumreden, sondern lieber zu meinen Werken kommen. Immerhin seid ihr wegen dieser hier, und wenn nicht, dann weiß ich nicht, was euch hierher geführt hat, aber hoffe, ihr schaut sie euch trotzdem an, hihi. Alles, was als "Wortspielerei" bezeichnet wird, ist übrigens nicht von mir kategoriesierbar - es ist kein Drabble, keine Kurzgeschichte, kein Gedicht, nichts, was anderweitig eine Bezeichnung hätte.
    Jetzt ganz neu stehen auch die Richtungen, in die die Werke gehen, dabei - einfach, um das zu finden, was gerade eurer Stimmung entspricht, haha. Wobei das nur grobe Angaben sind und die Werke auch auf jeden anders wirken könnten - das hier ist nur meine Einschätzung! "Erzählerisch" ist übrigens für alles mein Wort, für das mir keine genaue Definition einfällt, haha.


    [align=center]Ich verstehe es nicht! Was redest du da? Lass dein altes Leben hinter dir, du musst es hinter dir lassen! Das war gestern, jetzt ist heute.
    Der Schlüssel {Gedicht / düster}
    WinterWunderWelt {Gedicht / fröhlich}
    Wenn die Glocken schlagen {Gedicht / nachdenklich}
    Gleichheit und Friede {Kurzgeschichte / erzählerisch}
    Schicksal oder einfach Pech? {Kurzgeschichte / humoristisch}
    Die Königin {Gedicht / düster}
    Sternenstaub {Wortspielerei / nachdenklich}
    Himmelweit. {Kurzgeschichte / düster}
    Zeiten ändern sich {Wortspielerei / dystopisch}
    Eden {Gedicht / dystopisch}
    Vergessen {Drabble / nachdenklich}
    Ewig nicht wolkenlos {Kurzgeschichte / dystopisch}
    Zeitenräuber {Kurzgeschichte / düster}
    Bilder im Herzen {Kurzgeschichte / traurig}
    Schwarz {Kurzgeschichte / erzählerisch}
    Das Richtige zu tun {Kurzgeschichte / erzählerisch}
    Flügelschlag {Kurzgeschichte / humoristisch}
    Traumtagebuch {Gedicht / depressiv}
    Heldentum {Kurzgeschichte / erzählerisch}
    ich. {Gedicht / hoffnungsvoll}
    If no one will listen {Kurzgeschichte / romantisch}
    Arrhythmie {Gedicht / nachdenklich?}
    Lichtgestalten {Kurzgeschichte / erzählerisch}
    Flügel der Freiheit {Translyrics / hoffnungsvoll}
    Verkehrtgenaue Traumrealität {Kurzgeschichte / seltsam}
    [color=#A42A2A]let yourself be broken
    https://www.bisaboard.de/index…ostID=6332031#post6332031 {englische Kurzgeschichte / romantisch}


    [color=#555555]Ich nehm deine Hand
    Sie zieht mich an Land
    Du fragst: “Kennst du dich?”
    Ich sag: “Ich bin ich.”


    [background=#555555][color=#E5E4E2][size=14]i could set this world on fire and call it [color=#A52A2A]rain.


  • Sag, wie öffnet sich die Tür, Mutter?
    Ich weiß es nicht, Kind.
    Werde ich es je erfahren? Oder soll die Antwort auf ewig im Dunkeln bleiben?


    Sag, wie öffnet sich das Herz, Mutter?
    Ich weiß es nicht, Kind.
    Werde ich es je erfahren? Oder sollen die Herzen auf ewig verschlossen bleiben?


    Sag, wie öffnet sich das Tor, Mutter?
    Ich weiß es nicht, Kind.
    Werde ich es je erfahren? Oder sollen die Kinder auf ewig im Feuer bleiben?


    Sag, wie öffnet sich das Grab, Mutter?
    Ich weiß es nicht, Kind.
    Werde ich es je erfahren? Oder sollen die Liebsten auf ewig dort unten bleiben?


    Sag, wie öffnet sich die Tür, Mutter?
    ...
    Mutter?
    Der Schlüssel liegt im Ende.




    Dies ist eigentlich weniger ein Gedicht als eine Konversation zwischen Mutter und Kind. Am Anfang beginnt sie harmlos, doch als das Kind Tod und Leid kennenlernt, wird sie immer schwieriger. Das zu öffnende Herz ist eigentlich nur ein Übergang zwischen den normalen Fragen und den tiefsinnigen. "Tor" steht für das Himmelstor, "Feuer" für die Hölle; das Kind fragt das, als es erfährt, dass man stirbt. "Das Grab", das es zu öffnen gilt, ist eine Metapher dafür, dass die geliebten Leute des Kindes alle sterben und unter der Erde verschwinden. Die letzte "Tür" (zu deren Zeitpunkt die Mutter bereits tot ist) bezeichnet die Grenze zwischen Leben und Tod. Das Kind findet heraus, dass die Antwort, die es so lange sucht, nur der Tod klären kann.
    Es ist vielleicht ein wenig schwer zu verstehen und ziemlich abstrakt, aber mir liegt Einiges an diesem Gedicht, wenn man es denn so nennen mag.
    Und bitte, achtet nicht auf Reimschema und so weiter. Dies ist, wie gesagt, kein richtiges Gedicht, sondern ein freier Text, dementsprechend sind Metrum und alles andere in der Richtung unnötig.

  • Da noch niemand etwas zu dir geschrieben hat mach ich mal den anfang xD


    So zum ersten mal muss ein Gedicht nich immer reime haben^^ Dein kleines Wwerk hier kann schon als Gedicht bezeichnet weren^^
    Ich finde mal als erstes dass du ein bisschen düster veranlagt bist, kann aber auch nur daran Liegen Das der name Blutrose ein bisschen zu dem Stzil des Gedichtes passt ^^


    "Sag, wie öffnet sich [...], Mutter?
    Ich weiß es nicht, Kind.
    Werde ich es je erfahren? [...]"


    Das ist sozusagen der Kern deines Gedichtes es wird in jeder Strophe mit ausnahme der letzten wiederholt, es gewinnt an Tiefe und lässt diesen Schlüssel immer eine mysteriösere Stimmung zuuteil werden. Ebenso wenn man sich die Entgegnungen auf dieses Ich weiß es nicht, Kind. ASchtet, kann man bemerken dass diese immer nachdenklicher/verzweifelter und düsterer werden. Finde ich eigentlich sehr gut. Es ist meiner meinung nach ein gutes Gedicht um mal mit der Auseinandersetzung mit dem Themem Tod/Hass/Liebe zu beginnen.


    Naja ich kann nichts an diesem Gedicht entdecken, dass ich irgendwie bemeckern kann^^


    Dann stellt sich mir doch nur die Frage, ob das dein erstes Gedicht ist oder ob da schon vorher Gediochte entstanden sind^^


    In diesem Sinne hinterlasse mal liebe Grüße


    Blacksta


    PS: Ich werde hier ab und zu dann mal meinen Senf hinzu geben^^
    Freu mich schon auf das nächste Gedicht von dir^^

  • Ui, ein Kommentar! Gleich mal zurückkommentieren! =D


    Stimmt schon irgendwie, aber... Ich hab's mir beim Schreiben nicht wirklich als Gedicht vorgestellt. x)
    Ich mag das düstere Zeugs sowieso mehr. (Deswegen auch mein Nick und die eher düstere Stimmung hier.)


    Danke für dein Lob! Nein, es ist nicht mein erstes Gedicht, aber eines der ersten, die ich wirklich ernsthaft geschrieben habe. Normalerweise schreibe ich einfach irgendwelche Texte auf und pack Reime rein. x'D Hier habe ich wirklich ausnahmsweise mal nachgedacht, und die 08/15-Gedichte stelle ich hier auch nicht rein. (Außer vielleicht die ein bisschen lustigen...)


    Ui, ich habe einen Mehr-oder-weniger-Stammleser ^^ Ich freu mich!


    Zählt das jetzt als Spam? Ich hab so wenig geschrieben...


    Irgendwie... Habe ich mal wieder zu viele Smileys benutzt und die Stimmung meines Themas damit zerstört. O.O

  • Hey Blutrose,


    beim Ersten Lesen sind mir direkt die rhetorischen Fragen aufgekommen, die den ganzen Inhalt vielleicht etwas zu breit fächern.
    Ich mein das Gedicht verstanden zu haben und versuch mich mal an ner groben Inhaltsbeschreibung, wenns dir nix ausmacht. Danach muss ich aber in die Infos gucken um eben den letzten Vers einzugrenzen.


    Das lyrische Ich, die Mutter, wird vom Kind gefragt… Hätte auch ohne Blick auf dein Profil getippt dass du weiblich bist. Aber ne Mutter bist du nicht, denke ich. Dafür is der Stil zu jugendlich. Tippe mal so auf mmh 18/19, Soziologie Studentin oder Kunst?!
    Oke- zum Inhalt… Alles hypothetisch und vielleicht auch in eine andere Richtung interpretiert als von dir gedacht:
    Das Junge Kind frägt auf der Suche nach Erkenntnis die Mutter um Rat. Die Tür, die am Anfang benannt ist, gibt Ausblick auf die Zukunft des Kindes. Und möglich die Zukunft des Gedichtes. Was jedoch in der Zukunft geschieht kann die Mutter nicht wissen. Das Kind hakt nach mit dem Verweis auf das Dunkle. Angst ist hier hervorstechend- Kinder fürchten sich schließlich im Dunkeln, und vor dem, was sie nicht kennen. Ewig ist generationenübergreifend und passend gewählt.


    Das Kind frägt in der 2. Strophe ebenfalls nach etwas Verschlossenem. Etwas "Verschlossenes" ist immer ein Hindernis. Da die Mutter aber auch hier nicht helfen kann, wird das Kind unabsichtlich im Stich gelassen. Die Herzen spiegeln die Breite menschheit wieder, vor der das Kind auch keine Hilfe erwarten kann.
    Hier fällt mir noch auf, du hättest die Wahl des lyrischen Ichs eher auf das Kind legen sollen: Dadurch dass die Mutter antwortet ist etwas viel Distanz gegeben finde ich.
    Back to toppic: Ewig zeigt auf, dass sich Menschen nicht ändern werden, da ihre Herzen verschlossen bleiben.


    Das Tor ist ohne Zweifel das portal zur Hölle, was allerdings erst im 3. Vers klar wird. Falls das so ist, ist allerdings ein logischer Fehler enthalten. „Die Kinder“ schließt auch das Kind im Gedicht ein. Das wäre nicht so wenn das Kind im Gedicht ein kind über allen Kindern, beispielsweise Jesus wäre. Mit Mutter wäre in diesem Fall vielleicht ein Jünger angesprochen, oder Maria- ist doch etwas ZU weit interpretiert.
    „bleiben“ verharmlost ein wenig. Die Kinder werden schließlich gezwungen. Wegen der Wiederholung aber oke. Generell hier nochmal anzumerken- deine saubere Versstruktur.
    Das „Grab“ ist klar: Die Frage nach dem Tod der Verwandten. Da muss man nichts großartiges reinhauen.


    Nun zur Letzten Strophe. Diese schwächt das Gedicht in meinen Augen etwas. Das „…“ zerstört die Versstruktur! Würdest du es weglassen würde man imemrnoch erkennen, dass die Mutter schweigt.
    Mutter ist tot- im Grab unter der Erde. Hat die vorherige Strophe schön angedeutet und überführt. Das war gut. „im Ende“ funktioniert hier auf keine Interpretationsart die mir einfällt. Ich werde das daher als „am Ende“ interpretieren:


    [nochn kleiner Nachtrag hierzu als ich bereits fertig war, dass du mich nicht gleich anfängst tot zu argumentieren: Das Ende ist etwas Absolutes. "Am Ende" ist der fertige Weg den du eher versuchst auszudrücken. Um "im Ende" agieren zu können, muss das Ende als solches erreicht werden, was nur durch das Wort "am" funktioniert. Hoffe mein Standpunkt ist dadurch etwas klarer geworden]


    Am Ende des Lebens in einem Familiengrab wartet der Schlüssel zu all den Türen. Nämlich ihre Mutter, die nun Antwort auf alle diese Fragen geben kann. (Die Mutter weis, wie ihr Leben verlaufen ist; Sie weiß wie sich die Menschen verändert haben/oder nicht; sie weiß wie es im Himmel/der Hölle aussieht/oder nicht, und sie weiß wie es den Verwandten geht/oder eben nicht.) Die Spekulation des Kindes scheinen durch den Tod der Mutter ein Ende zu finden, bzw. durch den Eigenen und die Anschließende Vereinigung von Kind und Tochter.
    Das Kind als Symbol der Unschuld zu nehmen und solche Fragen zu stellen ist mutig von der Autorin. Kleines Lob


    Nach dem zweiten Lesen musste ich schon deine Informationen aufklappen. Mich hat zu stark interessiert, ob das „im Ende“ Absicht, oder ein Fehler ist. Müsste „am Ende heißen“.
    Ich mach jetzt mal die Informationen von dir auf:


    „Dies ist eigentlich weniger ein Gedicht als eine Konversation zwischen Mutter und Kind“
    Ist Quatsch, da ein Gedicht auch eine Konversation sein kann. Mach Gedichte nicht schlecht!


    „Am Anfang beginnt sie harmlos,“ oke dann hab ich mit der Unwissenheit da etwas zu hart agiert.


    „Das zu öffnende Herz ist eigentlich nur ein Übergang zwischen den normalen Fragen und den tiefsinnigen.“ Pfff… Da machste den Vers schlecht!


    Dann kommt im Groben eigentlich das, was oben steht. [btw. bin froh das so in etwa getroffen zu haben] Mitn paar Aspekten könnten wir vielleicht streiten. Aber ich hab Angst vor dir :P  
    So…
    WAS MUSS ICH LESEN??? METRUM UNNÖTIG??? Wer so einen guten text verfasst sollte sich schämen sowas zu sagen!


    Nochn paar Sachen:
    Den 3. Vers aus Strophe 1 und 2 würde ich vom letzten Abschnitt her tauschen. Dass Türen verschlossen sind finde ich passender. Für das Herz dann vielleicht noch eine andere Metapher einfallen lassen, oder einen Rahmen bilden, indem du die Strophe mit dem herzen nach hinten stellst, (als 2. Letzte). Hierbei könntest du 2x verschlossen schreiben, was einen netten Beigeschmack von einem strukturierten textaufbau hätte, weil du ja die letzte Strophe durch das "..." schon massakriert hast. Funktioniert aber eben nur mit der obrigen Erläuterung von der Metapher (wobei man Herzen ja schon als Symbol bezeichnen könnte, wenn auch die Intention ne andre ist)
    „Zu viel rhetorische Fragen erlauben zu viel Spielraum. Reduzier diese um etwas Klarer zu werden.“ Hab ich nach dem ersten Lesen mal hier unten hingeschrieben. Musst du aber nicht! Der Text ist noch recht einfach zu verstehen, wenn man in der Symbolik bewandert ist.


    Der Trochäus ist oke, die Hebungen sind auch regelmäßig. Saubere Schule, auch wenn dus unbewusst gemacht hast. Unreine Reime… Normalerweise nicht so meins, aber in Ordnung.
    Gedicht mit ner ernsteren Message. Hat trotzdem Spaß gemacht zu lesen und vielleicht kannst mit der kleinen Kritik hier was anfangen.
    Bin normalerweise nicht so interessiert in Gedichten. Bin halt grad den Forenbereich am Durchstöbern… Ich schreib auch selber was ungedicht-mäßiges im Moment, also sorry wenn manches etwas forsch daherkommt.


    LG
    Max

  • Oh Gottchen, noch ein Kommentar? *jetzt keinen Bock zum Editieren hab weil wegen Länge und so*


    Zitat

    Das lyrische Ich, die Mutter, wird vom Kind gefragt… Hätte auch ohne Blick auf dein Profil getippt dass du weiblich bist. Aber ne Mutter bist du nicht, denke ich. Dafür is der Stil zu jugendlich. Tippe mal so auf mmh 18/19, Soziologie Studentin oder Kunst?!


    Eigentlich sind das lyrische Ich beide, nur dass die Mutter halt das Ich verwendet. Deswegen hab ich ja geschrieben, dass es mehr eine Konversation ist als alles andere.
    Nee, 14, Gymnasiastin in der Einführungsphase. ^^"


    Zitat

    Das Junge Kind frägt auf der Suche nach Erkenntnis die Mutter um Rat. Die Tür, die am Anfang benannt ist, gibt Ausblick auf die Zukunft des Kindes. Und möglich die Zukunft des Gedichtes. Was jedoch in der Zukunft geschieht kann die Mutter nicht wissen. Das Kind hakt nach mit dem Verweis auf das Dunkle. Angst ist hier hervorstechend- Kinder fürchten sich schließlich im Dunkeln, und vor dem, was sie nicht kennen. Ewig ist generationenübergreifend und passend gewählt.


    Du hast gerade perfekt das ausgedrückt, was ich versucht hab zu sagen, aber nicht vernünftig formuliert gekriegt und deswegen sehr gekürzt in die Info geschrieben hab. ._. Nur ohne die Angst, mehr neugierig.


    Zitat

    Das Kind frägt in der 2. Strophe ebenfalls nach etwas Verschlossenem. Etwas "Verschlossenes" ist immer ein Hindernis. Da die Mutter aber auch hier nicht helfen kann, wird das Kind unabsichtlich im Stich gelassen. Die Herzen spiegeln die Breite menschheit wieder, vor der das Kind auch keine Hilfe erwarten kann.
    Hier fällt mir noch auf, du hättest die Wahl des lyrischen Ichs eher auf das Kind legen sollen: Dadurch dass die Mutter antwortet ist etwas viel Distanz gegeben finde ich.
    Back to toppic: Ewig zeigt auf, dass sich Menschen nicht ändern werden, da ihre Herzen verschlossen bleiben.


    Jep, auch prinzipiell so, obwohl das mehr eine Übergangsstrophe war als alles andere. ^^" Da hab ich mir jetzt persönlich nicht so viel Gedanken gemacht, aber sowas in der Art wollte ich ausdrücken, obwohl ich nicht die ganze Menschheit gemeint habe, sondern nur die, die sich vor anderen verschließen.


    Zitat

    Das Tor ist ohne Zweifel das portal zur Hölle, was allerdings erst im 3. Vers klar wird. Falls das so ist, ist allerdings ein logischer Fehler enthalten. „Die Kinder“ schließt auch das Kind im Gedicht ein. Das wäre nicht so wenn das Kind im Gedicht ein kind über allen Kindern, beispielsweise Jesus wäre. Mit Mutter wäre in diesem Fall vielleicht ein Jünger angesprochen, oder Maria- ist doch etwas ZU weit interpretiert.
    „bleiben“ verharmlost ein wenig. Die Kinder werden schließlich gezwungen. Wegen der Wiederholung aber oke. Generell hier nochmal anzumerken- deine saubere Versstruktur.


    Nee, eigentlich das Himmelstor. (Ich mag die Metapher vom verschlossenen Himmelstor.) Und mit den Kindern... Eigentlich diente das nur dazu, dass es keine Wortwiederholung gibt, aber jetzt wo du's sagst, hast du eigentlich recht. O.O Generell meinte ich eher, dass die Menschen bzw. Kinder in die Hölle kommen, weil das Himmelstor verschlossen ist. War etwas blöd formuliert.


    Zitat

    Nun zur Letzten Strophe. Diese schwächt das Gedicht in meinen Augen etwas. Das „…“ zerstört die Versstruktur! Würdest du es weglassen würde man imemrnoch erkennen, dass die Mutter schweigt.
    Mutter ist tot- im Grab unter der Erde. Hat die vorherige Strophe schön angedeutet und überführt. Das war gut. „im Ende“ funktioniert hier auf keine Interpretationsart die mir einfällt. Ich werde das daher als „am Ende“ interpretieren:


    Naja, aber wenn ich es weggelassen hätte, würde man denken, die Mutter hätte den letzten Satz gesagt, dabei war es eigentlich das Kind. (Und ich mag diese Punkte, wie nennt man die noch gleich?)
    Mit "Im Ende" meine ich "Im Tod", so wie zum Beispiel... Hm... Das kann man doch auch sagen, der Schlüssel liegt in etwas. "Am Ende" passte hier mMn nicht so gut, wollte es auch erst nehmen.


    Zitat

    Am Ende des Lebens in einem Familiengrab wartet der Schlüssel zu all den Türen. Nämlich ihre Mutter, die nun Antwort auf alle diese Fragen geben kann. (Die Mutter weis, wie ihr Leben verlaufen ist; Sie weiß wie sich die Menschen verändert haben/oder nicht; sie weiß wie es im Himmel/der Hölle aussieht/oder nicht, und sie weiß wie es den Verwandten geht/oder eben nicht.) Die Spekulation des Kindes scheinen durch den Tod der Mutter ein Ende zu finden, bzw. durch den Eigenen und die Anschließende Vereinigung von Kind und Tochter.


    Ungefähr. Eigentlich meinte ich eher, dass der Tod des Kindes Klarheit bringt, weil es dann selbst alle Antworten finden kann. (Wie sich das Tor öffnet, die Herzen etc. pp.)


    Zitat

    Dann kommt im Groben eigentlich das, was oben steht. [btw. bin froh das so in etwa getroffen zu haben] Mitn paar Aspekten könnten wir vielleicht streiten. Aber ich hab Angst vor dir :P


    Warum hast du Angst vor mir? Niemand muss vor mir Angst haben... *irre Lache*


    Zitat

    WAS MUSS ICH LESEN??? METRUM UNNÖTIG??? Wer so einen guten text verfasst sollte sich schämen sowas zu sagen!


    Äh, danke. xD In diesem Gedicht/Text meine ich, weil es ja kein richtiges Gedicht ist und somit Metrum auch nicht wirklich zählt mMn.


    Zitat

    Den 3. Vers aus Strophe 1 und 2 würde ich vom letzten Abschnitt her tauschen. Dass Türen verschlossen sind finde ich passender. Für das Herz dann vielleicht noch eine andere Metapher einfallen lassen, oder einen Rahmen bilden, indem du die Strophe mit dem herzen nach hinten stellst, (als 2. Letzte). Hierbei könntest du 2x verschlossen schreiben, was einen netten Beigeschmack von einem strukturierten textaufbau hätte, weil du ja die letzte Strophe durch das "..." schon massakriert hast. Funktioniert aber eben nur mit der obrigen Erläuterung von der Metapher (wobei man Herzen ja schon als Symbol bezeichnen könnte, wenn auch die Intention ne andre ist)
    „Zu viel rhetorische Fragen erlauben zu viel Spielraum. Reduzier diese um etwas Klarer zu werden.“ Hab ich nach dem ersten Lesen mal hier unten hingeschrieben. Musst du aber nicht! Der Text ist noch recht einfach zu verstehen, wenn man in der Symbolik bewandert ist.


    Pfuh. Äh, das mit verschlossen lass ich lieber. Das nervt mich persönlich, wie so ne dämliche Wortwiederholung... Und dann kann ich meinen eigenen Text nicht mehr leiden, und das ist ja nicht der Sinn der Sache. Ja, klar, verschlossene Türen, aber... Irgendwie... Keine Ahnung. Das gefällt mir noch nicht ganz so. Mal sehen, ob ich's nochmal ganz anders mache...
    Letzteres freut mich. ^^"


    Zitat

    Der Trochäus ist oke, die Hebungen sind auch regelmäßig. Saubere Schule, auch wenn dus unbewusst gemacht hast. Unreine Reime… Normalerweise nicht so meins, aber in Ordnung.
    Gedicht mit ner ernsteren Message. Hat trotzdem Spaß gemacht zu lesen und vielleicht kannst mit der kleinen Kritik hier was anfangen.
    Bin normalerweise nicht so interessiert in Gedichten. Bin halt grad den Forenbereich am Durchstöbern… Ich schreib auch selber was ungedicht-mäßiges im Moment, also sorry wenn manches etwas forsch daherkommt.


    Trochäus, Hebungen... *Gedichte-Deutsch wieder rauskram* (Ein Glück, dass Gedichte im Lehrplan stehen dieses Jahr. ._.") Und wie gesagt, ist kein wirkliches Gedicht, da hab ich nicht so sehr auf die Reime geachtet, also prinzipiell gar nicht... Normalerweise mag ich unreine Reime auch nicht wirklich.
    Jep, kann ich definitiv, konstruktive Kritik ist immer gut.
    Ach was, forsch ist was anderes. =) Gedichte lesen tu ich eigentlich auch nicht wirklich gern, aber Schreiben macht Spaß. ^^

  • Sorry dass ich das jetzt nicht so mit den Zitaten mach wie du das oben so schön hast- hab grad keinen Nerv da rumzusuchen. Kannst aber leicht an den Abschnitten erkennen denke ich



    Es kann in einem Gedicht nur EIN lyrisches Ich geben.
    Nochmal zur Differenzierung: Ein Gedicht ist eine literarische Gattung. Eine Konversation ist eine verbale Kommunikation. Mag sein, dass dein gedicht Gesprächscharakter aufweist, dennoch ist es ein Gedicht. Sogar MEHR ein Gedicht als irgendwas andere. Deshalb stört mich der Satz hier: "Dies ist eigentlich weniger ein Gedicht als eine Konversation zwischen Mutter und Kind."


    Für "Neugierde" fand ich die Stimmung nicht passend.


    "Da hab ich mir jetzt persönlich nicht so viel Gedanken gemacht, aber sowas in der Art wollte ich ausdrücken" ??? Entweder, oder! Man kann da schnell auf die ganze Menschheit kommen. Wenn du das auf keinen Fall so durchgehen lassen willst, musst du in dem Bereich konkretisieren.


    Beim Thema religion könnten wir auch kompromissweise die Pforte zum höchsten Gericht anerkennen: Ist jedoch schnick schnack und für die Gesamtintension unbedeutend


    Wenn du das "..." weglässt ist es besser, glaubs mir. Die Mutter sagt nicht "Mutter" zu sich selbst. Und da sie Tot ist sollte ihr das reden schwerfallen. Mit so Argumenten wirst du mich nicht los, sorry.
    Du meinst, dass der Schlüssel (Antwort) im Tod liegt?! Also muss ich mich umbringen um die Antwort auf die Fragen zu bekommen? Ist mir zu viel zu hart.... Wobei ich auch versuche das Ganze nicht ganz so memento mori mäßig zu sehen. (übrigends ein sehr interessantes Thema für dich: Caroe diem ) darüber ein gedicht wäre was, was ich mir wünschen würde.


    Das andre übergeh' ich mal, hab eh schon viel zu viel heute geschrieben.
    es ist ein wirkliches Gedicht. Lass diese Spitzfindigkeiten! Uns einen Text als Gedicht im Titel zu präsentieren und nachher als kein Gedicht zu bezeichnen ist eine Lüge und lässt dich in meinen Augen unseriös wirken. Steh zu deinem Titel!


    "tu" ist ein Kindergartenwort und sollte aus deinem Wortschatz gestrichen werden.


    Edit: Erst 14- respekt... und verdammt -.- wollte dich aufn kaffee einladen :D


  • Die Kälte senkt sich über's Land
    Der Schnee fällt leis' in meine Hand
    Die Straßen glitzern von dem Eis
    Die Bäume sind fast völlig weiß


    Die Weihnacht naht, die Kerzen brenn'n
    Von fern kann ich ein Reh erkenn'n
    Das einsam seine Kreise zieht
    Und aus der weißen Schönheit flieht


    Es scheint, als seien Engel hier
    Sie seh'n mich an und komm'n zu mir
    Erfüllen mich mit Freud und Träum'n
    Und Sternen auf den Weihnachtsbäum'n


    Als ich zuhause bin, setz ich
    Mich vor'n Kamin und denk an dich
    Und Licht, das uns'ren Weg erfüllt
    Und Dunkelheit und Hass einhüllt


    In warmen Decken sitz' ich nun
    Und lasse meine Seele ruh'n
    Ich denke an den Schnee der fällt
    Und an die Winterwunderwelt. ♥




    Unbedingt lesen! Warum? Ganz einfach.
    Das hier ist ein Gedicht, das wir in Deutsch schreiben sollten. Thema war "Länder und Jahreszeiten", und nachdem ich herausgefunden habe, wie schlecht sich über Japan Gedichte schreiben lässt, hab ich eben den Winter genommen. Eigentlich wollte ich das gar nicht hier einstellen, aber meine Freunde haben mich mehr oder weniger davon überzeugt, dass ich das zumindest als Lückenfüller nehmen soll... Also nehmt das jetzt bitte nicht allzu ernst, interpretiert bitte nichts rein, denn das ist ein ganz normales, in fünf Minuten hingeschmiertes, 08/15-Wintergedicht. Danke schön. x)
    P.S.: Der Titel ist absichtlich so mit den großen Buchstaben geschrieben, ich wollte die Ws hervorheben. ^^

  • Bevor ich anfange irgendetwas über das richtige Gedicht zu sagen: Der Titel gefällt mir schon mal ziemlich gut. Winterwunderwelt ist eine schöne Alliteration und trifft den Inhalt des Gedichts.
    So, dann rupfe ich mal das ganze Gedicht auseinander und beurteile die verschiedenen Strophen einzeln, wenn dir das recht ist? =)


    Die Kälte senkt sich über's Land
    Der Schnee fällt leis' in meine Hand
    Die Straßen glitzern von dem Eis
    Die Bäume sind fast völlig weiß


    Gleichmäßige Silbenanzahl gewählt, lässt sich flüssig lesen. Wenn man sich den Titel durchliest und daraufhin den ersten Vers, denkt man zunächst, dass der Titel und der Rest des Gedichts zueinander im Kontrast stehen, aber da hast du einen ein wenig in die Irre geführt, denn im Nachhinein stellt sich ja klar heraus, dass es sich um die Schönheit des Winters geht (was ich aber für gut eingesetzt halte). Du hast in dieser ersten Strophe ja auch eine Anapher eingebaut (siehe rot markierte Satzanfänge), aber ich gehe davon aus, dass das vielmehr Zufall war, denn es lässt sich keine klare Struktur erkennen, wieso du das getan hast. Wenn du das absichtlich eingebaut hast, dann wäre es lieb, wenn du mir erklären würdest, wieso, was es ausdrücken soll =)


    Die Weihnacht naht, die Kerzen brenn'n
    Von fern kann ich ein Reh erkenn'n
    Das einsam seine Kreise zieht
    Und aus der weißen Schönheit flieht


    Eine schöne Strophe, die mir wirklich gut gefällt. Es scheint ein wenig Melancholie mitzuschwingen aufgrund des Rehs, das "einsam seine Kreise zieht". Von hier aus hättest du eine Wende starten können, um das Gedicht von Grund auf zu verändern, aber du belässt es dabei und lässt nur diesen Hauch Melancholie in dieses Gedicht einfließen, gefällt mir. Ich persönlich mag diese Reime nicht sooo gerne, bei denen man ein Stück des Wortes abschneidet (siehe rot markierte Worte) und nutze diese selbst nur in äußerst selten Fällen. Dir scheint das ziemlich zu gefallen, denn es lässt sich in deinem Gedicht oft wiederfinden. Ist natürlich jetzt Geschmackssache, ich verstehe auch vollkommen, wieso du es benutzt, denn schließlich möchtest du mit der Silbenanzahl hinkommen, also ist das technisch möglich ;3


    Es scheint, als seien Engel hier
    Sie seh'n mich an und komm'n zu mir
    Erfüllen mich mit Freud und Träum'n
    Und Sternen auf den Weihnachtsbäum'n


    Hier gibt es einen interessanten Bruch des Inhalts. Normalerweise ließ sich in jeder vorherigen Strophe und auch in der nachfolgenden in einem Vers ein negativer Aspekt vermerken. Das lässt sich hier nicht mehr herauslesen, genau wie in der letzten Strophe nicht. Schade, dass du es gerade hier ausgelassen hast. Hättest du dasselbe im ersten und im letzten Vers gemacht, wäre es genau passend gewesen, denn dann hättest du einen Rahmen bilden können. So tanzt diese Strophe ein wenig aus der Reihe, aber inhaltlich ist sie trotzdem nicht schlecht. Wir gefallen deinen Formulierungen gut: "Erfüllen mich mit Freud und Träum'n". Nur leider hat mir in dieser Strophe der kurze Umschwung von positiv auf negativ gefehlt.


    Als ich zuhause bin, setz ich
    Mich vor'n Kamin und denk an Licht
    Das in der Nacht den Weg erfüllt
    Und Dunkelheit und Hass einhüllt


    Hier noch einmal kurz was zu den Reimen: Vorher hast du schöne Reime ausgewählt, die immer passend waren, aber hier hast du einen unreinen Reim, was ich jetzt nicht so schön finde. Wenn jetzt ein Muster an den Stellen zu erkennen wäre, wo du einen unreinen Reim gewählt hast, um inhaltlich etwas auszudrücken, hätte ich es in Ordnung gefunden, aber so ist es nunmal nicht sooo gut. Insgesamt aber eine schöne Strophe, genau genommen meine Lieblingsstrophe aus diesem Gedicht. Zu erkennen ist hier nämlich auch wieder diese Antithese, wo du erst über alles Schöne redest und dann auch auf "Dunkelheit und Hass" eingehst.


    In warmen Decken sitz' ich nun
    Und lasse meine Seele ruh'n
    Ich denke an den Schnee der fällt
    Und an die Winterwunderwelt. ♥


    Ein toller Abschluss. Nachdem alles entdeckt und gesehen wurde in der verschneiten Jahreszeit, wird sich nun ausgeruht. In Glückseligkeit, weil das lyrische Ich einfach den Winter genießt. Es wäre ein perfektes Ende geworden, wenn du wirklich einen inhaltlichen Rahmen mit der ersten Strophe gemacht hättest. Das Herz am Ende sollte man grundsätzlich weglassen, da man in Gedichten normalerweise keine Smileys und Symbole verwendet. Aber man muss ja nicht alles so streng sehen =D


    Fazit: Wunderbares Gedicht. Mit ein bisschen mehr strukturierter Ausarbeitung im Bezug auf positive und negative Aspekte der winterlichen Jahreszeit, also auch dem Rahmen, hätte es mir noch etwas besser gefallen. Dann hätte es glatt mein Lieblingsgedicht werden können =D Aber du hast trotzdem gute Arbeit geleistet, du bist erst 14 und kannst schon so gut schreiben, das verdient Respekt und einen Klick von mir auf "Bedanken" ;3 Mach weiter so.

  • *rückmeld*
    Hallo! :3 (Ich mag deinen Namen. xD)


    Zitat

    Gleichmäßige Silbenanzahl gewählt, lässt sich flüssig lesen. Wenn man sich den Titel durchliest und daraufhin den ersten Vers, denkt man zunächst, dass der Titel und der Rest des Gedichts zueinander im Kontrast stehen, aber da hast du einen ein wenig in die Irre geführt, denn im Nachhinein stellt sich ja klar heraus, dass es sich um die Schönheit des Winters geht (was ich aber für gut eingesetzt halte). Du hast in dieser ersten Strophe ja auch eine Anapher eingebaut (siehe rot markierte Satzanfänge), aber ich gehe davon aus, dass das vielmehr Zufall war, denn es lässt sich keine klare Struktur erkennen, wieso du das getan hast. Das war ehrlich gesagt schon ein wenig Absicht. Soll nicht wirklich was ausdrücken, aber ich fand den Klang irgendwie schön, daher ist es auch nur in der Strophe so. Wenn du das absichtlich eingebaut hast, dann wäre es lieb, wenn du mir erklären würdest, wieso, was es ausdrücken soll =)


    Zitat

    Eine schöne Strophe, die mir wirklich gut gefällt. Es scheint ein wenig Melancholie mitzuschwingen aufgrund des Rehs, das "einsam seine Kreise zieht". Von hier aus hättest du eine Wende starten können, um das Gedicht von Grund auf zu verändern, aber du belässt es dabei und lässt nur diesen Hauch Melancholie in dieses Gedicht einfließen, gefällt mir. Ich persönlich mag diese Reime nicht sooo gerne, bei denen man ein Stück des Wortes abschneidet (siehe rot markierte Worte) und nutze diese selbst nur in äußerst selten Fällen. Dir scheint das ziemlich zu gefallen, denn es lässt sich in deinem Gedicht oft wiederfinden. Ist natürlich jetzt Geschmackssache, ich verstehe auch vollkommen, wieso du es benutzt, denn schließlich möchtest du mit der Silbenanzahl hinkommen, also ist das technisch möglich ;3 Ich mag das eigentlich auch nicht wirklich gern, aber wie gesagt, das Gedicht hat nicht sehr lange gedauert und ich wollte mich nicht ewig mit Silbenanzahl rumplagen. Dx


    Zitat

    Hier gibt es einen interessanten Bruch des Inhalts. Normalerweise ließ sich in jeder vorherigen Strophe und auch in der nachfolgenden in einem Vers ein negativer Aspekt vermerken. Das lässt sich hier nicht mehr herauslesen, genau wie in der letzten Strophe nicht. Schade, dass du es gerade hier ausgelassen hast. Hättest du dasselbe im ersten und im letzten Vers gemacht, wäre es genau passend gewesen, denn dann hättest du einen Rahmen bilden können. So tanzt diese Strophe ein wenig aus der Reihe, aber inhaltlich ist sie trotzdem nicht schlecht. Wir gefallen deinen Formulierungen gut: "Erfüllen mich mit Freud und Träum'n". Echt? Der Ausdruck gefällt mir persönlich gar nicht so, lol. Nur leider hat mir in dieser Strophe der kurze Umschwung von positiv auf negativ gefehlt. Daran... habe ich ehrlich gesagt gar nicht gedacht... ^^"


    Zitat

    Hier noch einmal kurz was zu den Reimen: Vorher hast du schöne Reime ausgewählt, die immer passend waren, aber hier hast du einen unreinen Reim, was ich jetzt nicht so schön finde. Mir auch nicht. Ich wollte erst "und denk an dich" schreiben, aber das passte vom Kontext so gar nicht und dann habe ich es so gelassen... Wenn jetzt ein Muster an den Stellen zu erkennen wäre, wo du einen unreinen Reim gewählt hast, um inhaltlich etwas auszudrücken, hätte ich es in Ordnung gefunden, aber so ist es nunmal nicht sooo gut. Insgesamt aber eine schöne Strophe, genau genommen meine Lieblingsstrophe aus diesem Gedicht. Zu erkennen ist hier nämlich auch wieder diese Antithese, wo du erst über alles Schöne redest und dann auch auf "Dunkelheit und Hass" eingehst.


    Zitat

    Ein toller Abschluss. Nachdem alles entdeckt und gesehen wurde in der verschneiten Jahreszeit, wird sich nun ausgeruht. In Glückseligkeit, weil das lyrische Ich einfach den Winter genießt. Es wäre ein perfektes Ende geworden, wenn du wirklich einen inhaltlichen Rahmen mit der ersten Strophe gemacht hättest. Das Herz am Ende sollte man grundsätzlich weglassen, da man in Gedichten normalerweise keine Smileys und Symbole verwendet. Aber man muss ja nicht alles so streng sehen =D Das Herz habe ich auch auf dem Papier gemacht, es passte einfach irgendwie und da das Gedicht nun auch nicht wirklich ernsthaft war, eher so was für Zwischendurch, habe ich es belassen. ^^


    Zitat

    Fazit: Wunderbares Gedicht. Mit ein bisschen mehr strukturierter Ausarbeitung im Bezug auf positive und negative Aspekte der winterlichen Jahreszeit, also auch dem Rahmen, hätte es mir noch etwas besser gefallen. Dann hätte es glatt mein Lieblingsgedicht werden können =D Aber du hast trotzdem gute Arbeit geleistet, du bist erst 14 und kannst schon so gut schreiben, das verdient Respekt und einen Klick von mir auf "Bedanken" ;3 Mach weiter so. Ui, danke. ^^ Wie in den Informationen gesagt, es war ein 5-Minuten-Gedicht (okay, vielleicht 7, aber mehr auch nicht) und da habe ich nicht wirklich drauf geachtet. =)


    Das nächste Gedicht ist in Arbeit, es soll wieder etwas Ernsthafteres werden.


    Bloody~

  • Wenn die Glocken schlagen


    Wenn die Glocken schlagen, haben sie gesagt
    Dann ist es vorbei.
    Zwar hört man den Widerhall der Klänge
    Bald auch wieder den Lärm im Gedränge
    Doch tief in uns herrscht Stille
    Immer dann, wenn ein Schleier zu Boden geht.


    Wenn die Glocken schlagen, hat man mir erzählt
    Dann beginnt es neu.
    Zwar schallt nun das fröhliche Geläut
    Und die Feiern, weil wir leben heut
    Doch tief in uns herrscht Stille
    Um zu lauschen, wie ein Schleier sich erhebt.


    Wenn die Glocken schlagen, habe ich gelernt
    Dann kommt es zum End.
    Zwar beginnt es immer erneut
    Und es endet mit traurigen Leut‘
    Doch tief in uns herrscht Stille
    Weil wir wissen, dass ein Schleier nicht starr bleibt.




    Ursprünglich sollte dieses Gedicht "Stille" heißen und irgendwie gefällt mir das auch immer noch besser. Der Titel hat sich mir seltsam aufgedrängt, als wollte er mir sagen: Du nennst das jetzt so! Vielleicht ändere ich es noch, wer weiß.
    Ein richtiges Reimschema gibt es hier gar nicht; höchstens ABCCD, das war aber eher unvorhergesehen. Ich wollte mal experimentieren und das Ergebnis gefällt mir eigentlich ganz gut.
    Das Glockenschlagen bedeutet Ende und Anfang, wie man sicher schon merkt. Ende -> Glockenschlagen bei einer Beerdigung. Anfang -> Glockenschlagen beispielsweise bei Taufen, die ja meist sehr früh im Leben durchgeführt werden. Der Schleier ist das Leben selbst. Fällt er, stirbt man. Erhebt er sich, wird man geboren. Aber er bleibt niemals starr, egal was wir tun, denn das Leben ist immer anders. Die Stille symbolisiert eigentlich nur, dass wir unsere eigene Art finden, die Ereignisse zu verarbeite. Man ist still, um zu trauern. Man ist still bei einer Geburt, um zu wissen, was noch passiert wird. Man ist still, weil jeder anders vom Leben denkt. Natürlich sind wir nicht in dem Sinne 'still', dass wir leise sind, aber wie gesagt, es symbolisiert das Individuelle in jedem von uns.

  • Mal wieder ich^^


    Okay erstes lesen.
    Ich weiß ned wie du das machst. aber es is wieder ein prima geschriebenes Gedicht.
    Ich weiß nicht wie du das machst, aber es macht mich nachdenklich.
    Sind die Glocken nun gut oder schlecht? Ist die Freude beim erklang zurecht?
    ...
    Bevor ich bei dir noch ein Gedicht schreibe schreib ich lieber mal meinen Senf dazu hierher xD


    Du bedinnst schon in der 2ten Zeile damit die düstere Seite raushängen zu lassen

    Dann ist es vorbei.


    aber ich finde das kommt gut^^
    Naja wer meine Sachen ließt, weiß ich lass die Themen eher versteckt xD Manchmal denke ich wenn ich was aus Spaß schreibe darin is kein Thema und finde dann doch eines dass sich eingeschlichen hat, aber das hat hier ja nichts zu suchen^^


    Du schaffst es wirklich diesen düsteren Schleier wie eine Welle zu vertiefen etwas abzuschwächen und dann wieder zu vertiefen.

    Immer dann, wenn ein Schleier zu Boden geht.


    Um zu lauschen, wie ein Schleier sich erhebt.


    Weil wir wissen, dass ein Schleier nicht starr bleibt.


    Hier fällt mir das Worst Schleier in die Augen...
    Hmmm
    Kleine Frage wie kommst du von den Geräuschen zu nem Schleier?? Da fehlt mir der Kontext. Aber das macht ja widerum wieder ein Gedicht aus^^
    Hmm naja viel finde ich jz ned was ich sagen kann. Aber eines is klar es gefällt mir^^


    Halt was düsteres xD
    Schreib in dem Stil weiter, jz wo die Welt untergehen soll, ist das genau die richtige Lyrik ;)  
    In diesem Sinne

    Blacksta

  • Re-Kommi =D



  • Man erzählt sich von dem großen, majestätischen Wesen, das mit seinem schillernden Geweih alle Krankheiten dieser Welt hätte heilen können. Einst, als der Einfluss der Legendären auf die Welt noch viel stärker war, betete man es an, als Gottheit der Heilung.
    Sicherlich fragst du jetzt, warum es immer noch so viel Leid auf der Welt gibt, warum täglich Menschen und Pokémon an eben diesen Krankheiten zugrunde gehen, die das Wesen heilen kann? Nun, dazu solltest du wissen, dass das Wesen nicht alleine war. Sein Pendant, der geflügelte, rote Teufel, wie man ihn zu diesem Zeitpunkt nannte, streute Leid über die Welt, so viel Leid, dass nicht einmal das Geweih des Wesens alles hätte verschwinden lassen können, da der Teufel aufgrund seiner riesigen Flügel sich schneller fortbewegte. Die Gottheit der Heilung besaß vier Hufe, die zwar schnell laufen konnten, allerdings nicht die Möglichkeit besaßen, Abgründe und Meere zu überwinden.
    Doch auch der Teufel war nicht allmächtig, denn er konnte nicht landen. Sein ganzes, ewiges Leben musste er im Himmel verbringen, die Schwingen müde, der Geist bewölkt wie der Himmel durch sein Unwissen über alles, was unten sein Leben verbrachte. Dadurch war ihm auch die Existenz der Gottheit der Heilung und ihrem Geweih nicht bewusst, die Gottheit jedoch wusste ihrerseits über den Teufel Bescheid. Dies brachte ihr einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Vogel ein, und da sie von den Waldvögeln als Herrscher akzeptiert wurde, machte sie es sich zur Aufgabe, die Welt endlich von allem Leid zu befreien ...
    Die Vögel versammelten sich und hoben mit vereinter Flugkraft das Wesen in die Lüfte, wo es gegen den Teufel kämpfen wollte, ihn vernichten wollte, auf dass mit ihm das Qualen sterben würden. So sollte es sein – dachte man.
    Als die Gottheit auf den Teufel traf, war dieser selbstverständlich geschockt, hatte er ja noch nie ein Wesen ohne Flügel angetroffen. Er war nicht streitfreudig, nur überrascht, wie man heute weiß, allerdings war sich die Gottheit darüber im Unklaren. Der stahlblaue Blick des Vogels bohrte sich in den ihren, und sie zitterte, absorbierte das Sonnenlicht, bereit, den Leidbringer zu vernichten.
    Der strahlend hellgrüne Lichtstrahl des Angriffs, den man heute als Solarstrahl kennt, traf den roten Teufel mit voller Wucht und unerwartet in den von mit Krallen versehenen Beinen gesäumten Bauch. Durch die überraschend Attacke war er unvorbereitet gewesen und der Schmerz breitete sich aus, über den schlanken, roten Körper, die schwarzen äußeren Adern entlang bis zu seinen Flügeln, die all ihre Kraft auf einen Schlag verloren und schlaff an seinen Seiten hingen, während die Schwerkraft ihren Tribut forderte und der Vogel auf die Erde stürzte.
    Langsam peilten die kleineren Vögel, die die Gottheit trugen, den Boden an und ließen es majestätisch am leblosen Körper des Teufels, der auf eine Waldlichtung gestürzt war, das Gras erreichen, wo es mit erhabenem Blick aufrecht und mit hoch erhobenem Kopf dastand und seinen Feind betrachtete. Schließlich stieß es einen hohen, ohrenbetäubenden Triumphschrei aus, den blauen Kopf weit nach hinten geworfen.


    Es sollte nicht lang dauern, dass die Welt durch die Gottheit geheilt wurde. Niemand würde mehr leiden müssen, auch der Hunger wurde besiegt, denn in der fernen Region Sinnoh traf die Gottheit einen kleinen, grün-weißen Igel, der alles gedeihen ließ und so Wüsten in wunderschöne, fruchtbare Wiesen verwandelte.
    Die Gottheit war zufrieden mit ihrem Werk und als sie wieder zurück in ihrem heimatlichen Wald war, wurde sie von jubelnden Menschen und Pokémon empfangen, die es zu ihrem Schutzpatron erklärten.
    Doch tief im Wald begannen zwei Menschen, sich zu streiten, wer das schönere Stück Land besäße. Es war ihnen zwar nicht bewusst, aber dies brachte einen Stein ins Rollen, der alles vorher Dagewesene ins Gegenteil verkehrte.


    Eine kurze Zeit nach der endgültigen Heilung war es geschehen; jeder wollte nur noch besser sein als alle anderen, die schöneren Behausungen haben, den effizienteren Körperbau. Dank dem Igel und der Gottheit waren nun alle Menschen und Pokémon gleich, und dies führte zu Unheil. Bald entbrannte Streit, gar Kriege wurden angezettelt aus purer Habgier, immer mehr, immer besser sein, immer anders.
    Bestürzt blickte die Gottheit herab auf die Welt. Was war nur geschehen? Sie hatte doch alles richtig gemacht, jedem das gegeben, was jeder gewollt hatte, und nun sollte dies ewigen Hass bedeuten! Ihr Denken hatte sich mit dem der Sterblichen widersprochen. War es ihr egal, was sie in ihrem ewigen Leben erreichte, hatten die mit der begrenzten Zeitspanne nicht die Möglichkeit, sich für alles unendlich viel Zeit zu lassen. Sie wollten alles, doch ihre Zeit ließ nicht alles zu.
    Aber was hatte das nur mit dem Leid zu tun gehabt?
    Irgendwann erschien der Gottheit eine Fee mit schillernd blauen Augen, wie sie der Teufel gehabt hatte. Doch jene Fee war nicht groß oder einschüchternd, sondern besaß cremefarbenes Fell auf einem kleinen, zierlichen Körperbau. Schleifen umrahmten ihre Gestalt, flatterten im Wind. Sie wirkte wie ein Lichtstrahl in einer finsteren, vom Blut regierten Welt.
    Die Fee deutete mit einem der Schleifenbänder auf die Pokémon und Menschen in ihrem Blickfeld und machte kehrt, in Richtung einer Höhle, die vor ihnen lag. Sie bedeutete der Gottheit, ihr zu folgen, und als sie beide die Höhle betraten, sahen sie, durch tausend Diamantensplitter erleuchtet, ein kleines, pulsierend rotes Vögelchen, das friedlich auf dem Steinboden schlief.
    Es dauerte ein wenig, bis die Gottheit verstand, was dies war – der Teufel war zurückgekehrt, als ein kleines Kind, das noch nichts wusste von seiner grausigen Bestimmung.
    Die Fee trat hervor und berührte den kleinen Teufel mit der Nase, dann deutete es damit auf die Gottheit. Schließlich sprach es die Worte, die noch heute in der Hymne der Region Teneluce zu finden sind.
    ‚Der König sprach zu mir. Er verkündete mir: Diese Welt kann nicht sein. Friede herrscht niemals durch Gleichheit allein. Ihr Sterblichen, von schwächlicher Natur, seid euch nicht im Klaren – euer Wissen ist nur: Eine Welt in der Gleichheit regiert ist eine Welt in der Liebe erfriert. Ihr wollt immer hoch hinaus, malt euch die schönsten Träume aus. Und seid ihr so wie alle anderen, seid ihr nicht zufrieden, wollt immer mehr, immer mehr, bis das alles endet in Finsternis und Blut.‘
    Die Gottheit neigte den Kopf, als stände der weiße, edle König der Welt direkt vor ihr, und nun verstand sie. Natürlich würde niemals Frieden herrschen durch Ungleichheit. Doch wirklich wahrer Frieden existierte nicht, nicht in der Welt der Sterblichen. Er war nicht möglich. Lieber wollte die Gottheit eine Welt, in der Leid durch Hunger und Krankheiten existierte, als eine, in der jeder jeden hasste, den psychische Qual senkte sich wie ein dichter, undurchdringlicher Nebel auf die Welt. Doch sie schwor sich auch, dass sie jener Leben ein friedliches Ende setzen würde, deren Leid unerträglich war.
    Von diesem Moment an kannte man die Gottheit als Xerneas – Friede. Und der Teufel bekam seinen Namen vom Worte Gleichgewicht; Yveltal.
    Als die Fee sah, wie Xerneas das Geweih herabsenkte und Yveltal endgültig unsterblich machte, durch eine Verbindung zu sich, lächelte sie und verschwand in der Nacht, als letztes schimmerten noch ihre Augen ...




    Mit meiner ersten Wettbewerbsabgabe überhaupt bin ich 2. geworden und unglaublich stolz darauf! Man muss beachten, dass Yveltal nicht wirklich ein Teufel ist, sondern nur als solcher angesehen wurde, und die Fee ist Feelinara.
    Kritik könnt ihr gerne geben, ich bezweifle aber, dass ich nicht schon alles gehört habe im eigentlichen Wettbewerbstopic.

  • So, da es doch eine recht lange Zeit her war, seit ich meinen letzten Kommentar geschrieben habe, will ich mich nun deinem ersten Werk widmen:
    Du sagst, es sei kein Gedicht: Du liegst falsch. Jeder Text mit einer Aufteilung wie deiner kann als Gedicht angesehen werden. Sie definieren sich nicht durch Reime, Versmass oder irgendwelche anderen Dinge, sondern vor allem durch Kürze, Dichte an Aussage und einer Form, die sich deutlich von normalen Prosatexten unterscheidet. Und das trifft mMn bei diesem Werk zu.


    Dein Gedicht will ich jetzt nicht allzu auseinander nehmen, das wäre unnütz. Nur um eines vorwegzunehmen: Mir hat es sehr gefallen.


    Schön ist die Form, wie es aufgebaut ist. Noch schöner wäre es, wenn die letzte Zeile jeder Strophe entweder kürzer, worunter aber der Sinn leiden würde, oder aber auf zwei Zeilen verteilt würde. Da ich aber kein Freund davon bin, in bestehenden Gedichten herumzubasteln, weil man sie idR aus einer Laune heraus schreibt, die man nicht einfach so wieder „erlangen“ kann, nimm dir das als Tipp für folgende.


    Der Inhalt ist grossartig. Er ist über zwei Ebenen hinweg verteilt (etwas, wovon mein Deutschlehrer grosser Fan ist). Die erste, oberflächliche, ist ein Gespräch zwischen Mutter und Kind. Offensichtlich, wie es sein soll. Die zweite ist das Leben des Kindes. Leider sind bis auf die letzte Strophe keine Andeutungen drin, die auf diese Ebene verweisen könnten. Ohne die Erklärung wäre ich nie draufgekommen. Wie aber schon früher gesagt, nimm dir das als Tipp für spätere Gedichte, denn dieses Gedicht hier ist echt grossartig!


    Weiter so!
    Buxi

  • Vorweg: danke Buxi *-* Auch wenn das natürlich schon eine Weile her ist. Auf den kompletten Kommentar werde ich jetzt mal nicht eingehen, dafür bin ich grad zu faul *shot*


    Und ja, schon wieder eine Wettbewerbsabgabe. Momentan bin ich echt seeeehr unkreativ was Gedichte angeht, und zu KGs fällt mir momentan auch nichts ein. Tötet mich oder gebt mir nen Eimer Inspiration ab, ich brauche ihn! Dx


    Meh... Meh. Ich bin zwar Erste geworden in dieser BBO-Runde, aber irgendwie will mir der Text selber nicht gefallen. Zu viel Dialog, zu übertrieben, zu sarkastisch... Naja. Wirklich einen Hintergrund gibt es aber nicht. Ach ja, und sowas in 1000 Wörter zu quetschen war doof. Dx
    Kein Bild diesmal, weil es einfach kein passendes gibt.


    Schicksal oder einfach Pech?


    „Autsch!“
    Ich rieb mir den schmerzenden Kopf. Warum war dieser Idiot vor mir auch einfach stehen geblieben? Sowas tat man nicht in einer Menschenmenge, genau vor dem beliebtesten Kaufhaus der Innenstadt! Das konnte doch nur böse enden!
    „Schauen Sie gefälligst, wo Sie hinlaufen“, gab der ziemlich untersetzte Mann mit grauer Halbglatze zurück und drehte sich um. Aus kleinen, schwarzen Augen starrte er mich böse an. Äh, was? Er war doch derjenige gewesen, der Schuld hatte! Ich hatte ja nicht damit rechnen können, dass er sich dazu entscheiden würde, plötzlich nicht mehr vorwärts zu gehen. Pfuh!
    „Ent-schuld-di-gung“, erwiderte ich mit ironischem Unterton, „das nächste Mal frag ich meine Mitmenschen vorher, ob sie vorhaben, mitten in der Menschenmenge in der Innenstadt stehen zu bleiben. War mein Fehler, natürlich.“
    Offensichtlich schien ihm mein Ton nicht zu gefallen, denn er verengte die Augen. Himmel, jetzt sah er fast aus, als hätte er keine mehr…
    „Was bilden Sie sich ein? Sein Sie bitte höflich zu Respektpersonen.“
    „Wie bitte?“ So langsam verlor ich echt die Geduld. Was hatte dieser Typ, den ich noch nie gesehen hatte, mir auch schon zu sagen? Und wo er eine Respektperson war, war mir auch schleierhaft. Okay, er trug einen schwarzen Anzug mit Krawatte sowie eine Brille und wirkte schon etwas älter, aber sonst... „Sie waren doch derjenige, der mich hier so ausgeschimpft hat, für etwas, das nicht mein Fehler war.“
    Jemand zog mich am Arm und ich bemerkte, dass es mein großer Bruder Lars war, der mich in die Innenstadt begleitet hatte.
    „Hey, Lisa, ich glaube, du solltest dich mal beruhigen... Wie wäre es, wenn du und auch Sie“ – er deutete auf den Mann – „versucht... Versuchen, nett zueinander zu sein? Nur so als Vorschlag.“
    „Ich bin nett, wenn er höflich ist und sich entschuldigt.“ Zugegeben, ich war vielleicht nicht gerade einsichtig, aber er reagierte dann doch ein bisschen über, vor allem gegenüber jemandem, den er nicht kannte.
    „Was bilden Sie sich eigentlich ein, wer Sie sind?“, rief der Mann, seine Stimme unverkennbar wütend. Naja. Ich hatte es mir bei ihm sowieso schon versaut, also...
    „Lisa Schultze. 16. In der Qualifikationsphase 1 seit drei Wochen.“ Da konnte ich auch gut meinen Sarkasmus beibehalten, besser wurde es hier eh nicht.
    „Lisa“, warnte mich mein Bruder und zog erneut an meinem Arm. „Tut mir leid, meine Schwester ist etwas impulsiv.“
    „Und im Recht“, fügte ich hinzu, was mir zwei böse Blicke einbrachte. „Bin ich doch.“
    Lars seufzte. „Lass uns einfach gehen. Drüben der Laden hatte diese Schuhe, die du wolltest, im Sonderangebot, also wird dich das vielleicht interessieren, und wenn wir nicht sofort loskommen, sind sie vielleicht schon weg.“
    „Das ist mir gerade sowas von egal! Ich will jetzt endlich eine Entschuldigung hören!“, verlangte ich mit Blick auf den Mann. „Für wen halten Sie sich eigentlich, jetzt wo Sie wissen, wer ich bin? Oder glauben, wer ich bin. Wie auch immer.“
    „Für jemanden, der weit mehr Lebenserfahrung als Sie hat, um zu wissen, wann ihn jemand absichtlich anrempelt.“
    Mir fehlten die Worte. Sprachlos, aber mit offen stehendem Mund, gestikulierte ich wie wild in der Luft, bevor ich ein nicht unbedingt aussagekräftiges „Wie bitte?“ herausbrachte.
    „Lisa“, zischte Lars. Mittlerweile hatte sich die Menschenmenge zu uns gedreht und betrachtete unser nicht gerade leises Gespräch. Ich meinte sogar, Handykameras zu entdecken, die uns filmten. Na wundervoll. Jetzt machte man mich auch noch zur YouTube-Lachnummer. „Das ist doch alles nur ein großes Missverständnis...“
    „Natürlich nehmen Sie ihre Schwester in Schutz, obwohl Sie genau wissen, dass das Mädchen keinerlei Respekt vor älteren Menschen zeigt! Sie sind doch auch nicht besser.“
    „Wie bitte?“ Lustig, wie sehr Lars nach mir klingen konnte, wenn wir uns in derselben Gemütslage befanden.
    „Ich sag’s dir doch!“, murmelte ich. Lauter richtete ich meine Worte an den Mann. „Lassen Sie meinen Bruder heraus. Glauben Sie mir, ich habe Sie sicherlich nicht absichtlich angerempelt, und ich dachte, zu Beginn des Gespräches hieß es noch ‚Passen Sie auf, wo Sie hinlaufen‘. Das impliziert nicht gerade, dass es Absicht war.“
    „Es war unglücklich formuliert“, entgegnete der Mann.
    „Sie wissen auch nicht, was Sie wollen!“ Im Nachhinein nicht unbedingt die beste Aussage, aber das war mir in dem Moment auch egal. „Wissen Sie was? Tut mir leid. Tut mir leid, dass Sie einfach so stehen geblieben sind, tut mir leid, dass Sie offensichtlich Alter mit Erfahrung verwechseln und tut mir ganz besonders leid, was für ein völliger Idiot Sie sind.“
    „Jetzt übertreibst du’s“, tadelte mich Lars.
    „Na und?!“ Wenn ich mich einmal in Rage geredet hatte, war mir auch mein sonst so geliebter Bruder total egal. „Ich bin hier durch. Hoffentlich bleibt es bei diesem einen, ersten Treffen.“ Und mit diesen Worten streckte ich ihm die Zunge raus und zog meinen Bruder fort, während ich meinte, hinter mir irgendwas von der ach so unhöflichen Jugend von heute zu hören sowie einige Leute, die sich schon einmal fragten, wie viele Klicks dieses Video wohl auf YouTube bekommen würde. Na wundervoll.
    Als wir außer Hörweite waren und einen ziemlich wütenden Mann stehen gelassen hatten, verdrehte ich die Augen. „‘Was glauben Sie eigentlich, wer Sie sind?‘“, äffte ich ihn nach. „Was war denn das für einer?“
    „Es war ‚was bilden Sie sich eigentlich ein, wer Sie sind‘. Aber du warst ja auch im Recht, nur er schien nicht gerade so, als würde er sich dafür interessieren.“
    „Trotzdem. Unhöflicher Typ.“
    Lars zuckte die Achseln. „Hatte wohl einen schlechten Tag oder so.“
    Pah. „Wer’s glaubt.“ Hauptsache, ich traf den nie wieder, sonst wäre ich wohl relativ aufgeschmissen. So hinterher fielen mir natürlich gute Argumente ein. Aber nun war es ja egal. Hoffentlich erlebte ich so einen spontanen Streit nicht noch einmal.


    Zwei Tage später saß ich gelangweilt im Matheunterricht und starrte auf meinen Collegeblock. Endlich hatte sich der Lehrer, der drei Wochen weg gewesen war, mal hierher bequemt.
    Plötzlich ging die Tür auf und das, was wohl der Lehrer war, trat ein...
    Verdammt. Verdammt. Verdammt!
    Diese Halbglatze und diesen Anzug dieses dicken, älteren Mannes kannte ich doch.

  • M... meine Inspiration... SIE IST WIEDER DA *-* Dankt meinem Deutschlehrer. Auf das Gedicht hier bin ich dadurch gekommen, dass wir den "Erlkönig" analysiert haben... Warum auch immer... So vielschichtig, wie ich es haben wollte, ist es leider nicht geworden, und hier und da passen manche Worte nicht (deswegen schreibe ich lieber ohne Reime >.<), aber ansonsten ist es eigentlich recht gut geworden. Abgesehen davon bezieht es sich auf meine Story "deadlocked", die ich auf FF.de habe, kann aber auch ohne Bedenken ohne Vorwissen gelesen werden. Vor allem weil Spoiler =D


    Das Bild passt nicht, aber war so spontan von der Atmosphäre her das Beste, was ich finden konnte xD



    Die Königin der Finsternis erwacht in tiefster Nacht
    Ihr Leben wurd' ganz anders als sie jemals hätt' gedacht
    Und Jahr wie Jahr verging im Flug in ihrem neuen Reich
    Obwohl sie anders war als "die", war sie doch auch so gleich.


    Die Königin der Ewigkeit fasst einen neuen Plan
    "Das Erbe meines Volkes rett' ich fern!" Gesagt, getan
    So ritt sie raus in kalter Nacht, die Schatten ihr Versteck
    Mit ihren Kriegern oh so nah zog sie bald weit, weit weg.


    Die Königin der Lügenwelt verletzt ihr Kämpferherz
    Ihr treuster Freund im Kampf gefall'n, es machte ihr nur Schmerz
    Die Trauer übermannte sie, doch stieg sie wieder auf
    Und nur zu dritt war nun der Zug, mit Ungewiss zuhauf.


    Die Königin der Einsamkeit verliert sich langsam sehr
    Der Tod, der Tod, er tat's erneut! Er riss an sich noch mehr
    Als bald der Winter Einzug hielt, war sie bereits allein
    Mit einer, die nur notgedrungen Helfer musst' hier sein.


    Die Königin der Todesnacht formt ihren letzten Laut
    Denn als der Kampf so nötig war, hatt' sie sich nicht getraut
    Und als dann auch die Letzte fiel, nahm sie sich ihre Not
    Es war vorbei, es ist vorbei, die Königin ist tot.




    Solltet ihr meine eigene Story deadlocked lesen, lasst die Finger hiervon, haha, Spoiler!


    Also gut. Ja. Teilweise stimmt wie gesagt die Wortwahl nicht so (wie zur Hölle bin ich auf 'Verliert sich langsam sehr' gekommen? Eigentlich wollte ich 'selbst' schreiben, aber da fehlte mir ein passender Reim, und ich wollte keine Wortwiederholung mit de 'mehr'... ._.) beziehungsweise hört sich mies an, das entschuldige ich, aber naja...
    Ich teile dieses Gedicht in drei Teile der Interpretation auf, sonst wär das einfach zu kompliziert. In zwei davon erzählt übrigens das im Präsens geschriebene sowohl dieselbe als auch eine andere Geschichte wie / als das in der Vergangenheit, aber darauf denke ich kommt ihr auch so. ^-^


    Teil I - deadlocked (hier sind die Spoiler, und ich warne euch, sie gehen bis zur allerletzten Szene, daher nur lesen wenn ihr nicht vorhabt deadlocked zu lesen... Oder alles schon wisst, so wie Bastet... Aber ich glaube, sie dürfte auch die Einzige sein ~)
    Der Hauptteil. Hauptsächlich hatte ich beim Schreiben dieses Gedichtes meine momentan liebste eigene Story "deadlocked" im Kopf. Die Königin ist Sora, die Vergangenheitsteile der Verlauf der Story. Sora lebt ihr nettes Leben mit Carran als ganz normaler und dank ihrer Vergangenheit doch anderer Vampir, als sie von deadlocked (eine Art Vampirkrankheit, dauert zu lang das zu erklären =D) erfährt und zieht mit Carran, Lapis und Miranda los, um eine Heilung zu finden, sprich das Erbe ihres Volkes, die Unsterblichkeit, zu retten. Carran stirbt im Kampf, was Sora in eine Verzweiflung stürzt, aus der sie jedoch wieder entkommt - bis Lapis ebenfalls stirbt und Sora ist mit Miranda alleine, die beiden sind schon seeeehr zerstritten, Harmonie Fehlanzeige. Zuletzt wird auch Miranda vom Tod übermannt bzw. bringt sich selbst um, Sora macht sich Vorwürfe, weil sie nicht geholfen hat, und als sie vom Rat gefangen genommen wird um wirklich umgebracht zu werden, wehrt sie sich nicht einmal, begrüßt es sogar, und damit ist die Königin tot.
    Die Präsensteile stellen ihre Gedanken am Ende, als sie schlussendlich exekutiert wird, dar. Sie wacht auf weil sie erfährt, dass sie jetzt stirbt, denkt noch einmal drüber nach, zu kämpfen, gibt dann aber auf, die einstige Kämpferin von früher ist fast komplett abhanden gekommen, ihre letzten Worte dürften relativ klar sein, genau wie das 'die Königin ist tot'.


    Teil II - Der Verlust von sich selbst
    Eher eine metaphorische Ebene, aber ich hab's durchaus darauf angelegt. Jemand hat sich selbst vollkommen beisammen und wird eines Tages vor ein Problem gestellt, dass sie verzweifeln lässt, nach und nach beginnt sie, an sich selbst zu zweifeln, um das Problem zu lösen versucht sie alles, wodurch sie sich immer weiter von sich selbst distanziert. Bald schon ist sie nur noch ein Schatten ihrer selbst, und zu Ende stirbt sie nicht wirklich, sondern hat sich selbst soweit verloren, dass man sie nicht mehr als dieselbe Person betrachten kann -> ihr altes Ich ist gestorben.


    Teil III - Eine Geschichte
    Dann gibt es natürlich immer noch den Teil, den man so interpretieren kann, wie er da steht. Und prinzipiell ist dieses Ding eine Ballade. Ach, was sag ich, das ist eine Ballade... Also erzählt das Gedicht auch eine Geschichte. In diesem Fall die Geschichte einer Königin, die unverhofft in ihr Amt kommt, fern vom Land die Ehre ihres Volkes verteidigen will, sie nimmt ihre drei Krieger mit, von denen der erste fällt, dann der zweite, dann die dritte, Letztere weil die Königin nicht den Mut hatte, ihre Verbündete wider Willen zu beschützen, worauf ihr das alles zu viel wird und sie sich das Leben nimmt. Die Teile im Präsens sind ihre letzten Aktionen.
    Zugegeben, eine sehr oberflächliche Interpretation, aber auch diese war gewollt und man braucht für etwas (halbwegs) Vielschichtiges eine Oberschicht, nicht? ;)


    Und wenn ihr das hier durchgelesen habt, schenke ich euch ein Alpaka. Einfach, um die Stimmung aufzulockern. Ist ziemlich düster hier unten, nicht?

  • Hallo Molnija! (:
    Da ich gerade Lust darauf habe, werde ich dir ein etwas ausführlicheres Feedback geben, sofern das bei mir möglich ist, haha.
    Allerdings wird es eins zu deinem ersten Werk sein, da mir dies mit am Besten gefällt. Das heißt natürlich nicht, das mir deine anderen Werke nicht gefallen, ganz im Gegenteil! Nur mag ich halt am Liebsten Gedichte, vor allem Finstere (hehe, selbst eine kleine Schreiberline :D). Auch wenns das kein Gedicht ist, gefällt es mir sehr. ^-^


    Also. Vorneweg möchte ich schon mal erwähnen, das mir der Titel sehr gut gefällt.
    Ich bin allgemein ein Fan von kurzen Titeln, da diese -meiner Meinung nach- den Leser ansprechen, und ihm Lust darauf machen, den Text zu lesen. Kombiniert mit einem Bild verstärkt das diesen Effekt noch, wie ich finde.
    Genau das tritt bei deinem Titel ein. Mit dem Bild spricht mich das Ganze echt an. Der Leser fragt sich 'Ein Schlüssel. Welcher Schlüssel den/zu was?' und möchte automatisch diesen lyrischen Text lesen. (ich werde das jetzt einfach mal im weiteren Verlauf so bezeichnen, ok? :D [oder vllt auch nur mit 'Text' x)])
    Also zusammengefasst erfüllt der Titel seinen Zweck. xP


    Zitat

    Sag, wie öffnet sich die Tür, Mutter?
    Ich weiß es nicht, Kind.
    Werde ich es je erfahren? Oder soll die Antwort auf ewig im Dunkeln bleiben?


    Eine Konversation zwischen Mutter und Kind also. Die ersten beiden Zeilen finde ich, sind gut gewählt. Da erfährt man gleich die 'Hauptcharaktere' deiner Geschichte. Finde ich gut und praktisch^^
    Die nächsten Zeilen spricht wieder das Kind. Es fragt, ob es die Antwort je erfahren wird, oder ob es im Dunklen bleibt.
    Ab dieser Stelle wird es mit jeder Strophe mysteriöser.
    Das typische Hin und Her zwischen Mutter und Kind bleibt zwar (also der Kerninhalt), aber die Strophen werden immer dramatischer und gleichzeitig mysteriöser, was mir btw sehr gut gefällt^^
    Beim Lesen habe ich auch den Eindruck gehabt, das das Kind/ die Mutter immer panischer werden, oder? (Verzeihe mir, wenn ich falsch liege^^'')


    Im Prinzip brauche ich gar keine Strophe mehr zu zitieren, da alle gleich aufgebaut sind (bitte nehme mir das nicht übel^^).
    Das Kind lernt Tod und Leid im Leben kennen.... Ein sehr ernstes Thema, worüber man gut Gedichte schreiben kann, wie ich finde :3
    Dass Ganze erinnert mich irgendwie an dein letztes Werk, 'Eine Königin', was mir auch sehr gut gefällt (:


    Am Meisten gefällt mir aber doch die Metapher im Text. Du hättest solche ruhig noch mehr einbauen können, scheue dich nicht davor^^ (Vor allem, weil ich Metaphern persönlich mag, hehe xP)
    Das war aber auch schon das einzige was ich zu bemängeln habe.


    Insgesamt hat mir der Text sehr gut gefallen. Ich fande ihn seht tiefgründig, und das mag ich so an deinen Texten das tiefgründige und das finstere (was btw vllt auch daran liegt, das ich selbst sehr gerne solche Texte schreibe^^).


    Naja, das wars erstmal so weit von mir.
    Vielleicht bis zum nächsten Feedback,


    ~Lucy

    It's how you hide your cards It's how you dress your scars And let them breathe free
    Life, fantastic... Life, so tragic... Life, fantastic...

  • In diesem Moment sollte ich eigentlich die "Iphigenie auf Tauris" lesen... Aber der Re-Kommi sowie das neuste Gedicht scheinen mir jetzt gerade wichtiger =D


    Deswegen halte ich es jetzt hier auch kurz: danke natürlich erst einmal für den Kommentar ^-^ Ich liebe auch finstere Gedichte (sonst würde ich sie wohl nicht schreiben, lol). Jep, die beiden werden immer ängstlicher, da sich auch ihre Lebenszeit dem Ende neigt etc. =) Metaphern mag ich auch ziemlich, aber irgendwie schreiben sich meine Gedichte meist von allein und diese blöden Stilmittel wollen noch nicht so wie ich x(


    In diesem Sinne: Kreativitätswuuuuuuut. ~ (Wenn ich einmal inspiriert bin bin ich toll =D) Außerdem präsentiere ich das nichtssagendste Bild in diesem Topic!


    Und ich warne euch. Dieser Text... War nicht wirklich als Gedicht gedacht, es ist eher eine sehr gut geordnete Kurzgeschichte, wobei man es auch nicht so nennen kann, da es keine Handlung gibt. Angelehnt ist das an meinen Text von Meteor, ich hab versucht dem ganzen mehr Sinn zu verleihen als es in den Lyrics der Fall war. Gelungen... Ist mir das nicht so... Ich find den Text sowieso eher... Naja. *shrug*


    So, und jetzt viel Spaß beim Analysieren. Und achtet nicht nur auf das Offensichtliche. *muahahahaha*



    Selbst wenn sie manchmal nicht sichtbar scheinen, gibt es in einer fernen Welt
    Sterne, die alle Träume in sich tragen und schickt man ihnen seine Leiden,
    Verglühen diese, bis nichts mehr bleibt.


    Wärme strahlen manche aus, die riesigen Sonnen, und ein Wunsch, den man zu ihnen schickt
    Bleibt eine lange Zeit unterwegs, doch erreicht er sein Ziel, ist er
    Nicht mehr aufzuhalten, er würde sogar
    Ewig reisen.


    Bei manchen sind die Sterne kleiner. Sie funkeln klar in einer
    Nacht, von hier aus jedoch kaum zu sehen, doch auch ein Traum an sie
    Siegt über die Trauer. Und schaut man genauer hin, sieht man:
    Das Schillern ihrer weißen Pracht besiegt alles
    Böse, das versucht, ihren Menschen an sich zu reißen.


    Ein Traum wird wahr in ihrem
    Licht, vertraue in dich selbst. Ist dein Gedanke stark genug, so
    Kämpft er sich voran
    Und irgendwann kommt er an und deine schlechte Aura
    Verliert gegen die verbundene Kraft von Sternen und Gedanken
    Immer wieder neu.




    Da es vielleicht nicht so klar geworden ist: die Sterne dienen als Metapher für Ziele und Verarbeitungen, alles in unserem Herzen, sei es nun ein Wunsch, ein Traum, Trauer oder nur ein Gedanke, verlässt unsere Seele und fliegt ganz weit weg zu den Sternen, es dauert lange bis sie erreicht werden, aber wenn das passiert, werden Träume und Wünsche wahr, Trauer verarbeitet und so weiter und so fort. Glaub an deine Träume, blablabla. Das ganze dann auf vier Strophen ausgeschlachtet =D


    Das ist der einfache Teil... Warum also habe ich diese Absätze gemacht, wo sie gar nicht hingehören? Nun, die große Auflösung (die man sich wahrscheinlich schon denken konnte.... *hust*) - tatatataaa...
    Guckt euch mal das erste Wort jedes Verses genauer an. Na? NAAAAAA?! xD


    Strophe 1: "Selbst Sterne verglühen"
    Strophe 2: "Wärme bleibt nicht ewig"
    Strophe 3: "Bei Nacht siegt das Böse"
    Strophe 4: "Ein Licht kämpft und verliert immer"


    Und das ist der Teil auf den ich sogar ein wenig stolz bin... Friede-Freude-Pustekuchen. Ihr glaubt ja wohl nicht, dass Depri-Gedichte-Molnija eine schöne Botschaft einbaut! o/ Das ist nämlich genau der Punkt in dem meine tiefere Bedeutung (auf die aber nun WIRKLICH kein Schwein kommt) klar wird (und das ist der Faktor, wegen dem ich euch Spaß beim Analysieren gewünscht habe):


    Der eigentliche Text ist das, was uns von allen Seiten eingetrichtert wird. "Glaub an dich, dann kannst du alles schaffen", "du kriegst das schon hin, wenn du's nur versuchst" und so weiter. Die wahre Realität ist nicht so nett und freundlich. Das bringt nämlich in Wahrheit gar nichts, und durch die vielen gegenteiligen Behauptungen versteckt sich die harte Wahrheit (naja. Außer vielleicht bei Strophe 4. Irgendwann hat man auch mal Erfolg - ob's was bringt, ist 'ne andere Sache) nur zeigt, wenn man das genauer hinterfragt.


    BÄM! Verstecke-Botschaften-Molnija strikes again! Und damit wünsche ich euch einen schönen Tag... Und denkt daran... Nur an eure Träume zu glauben, bringt gar nichts! Viel Spaß beim traurig sein! o/

  • Hi Molnija,
    Ich weiß nicht, ob du dich noch daran erinnerst, aber ich habe vor Jahren mal deine FF "Schicksalsfäden" kommentiert. Schon damals hat mich das dortige Bild von dem roten Mond sehr fasziniert und diese Faszination bleibt hier erhalten. Insgesamt hast du einen sehr schönen SP gestaltet. Sind die "roten Sprüche" auch von dir? Diese gefallen mir nämlich sehr. Du erwähnst ja diese etwas düsterere Stimmung und schaffst es auch wirklich, in diese zu entführen. Ich bin beeindruckt von der Einheit, die du mit deinen Werken und dem Design erreichst.
    Ich kann nicht mit großen Worten loben, deshalb muss das für den Startpost ausreichend sein.
    Ich habe mich dazu entschieden, dein Gedicht "Die Königin" (das hat Reime, also solltest du es im SP vielleicht eher als Gedicht, als als KG einordnen) zu kommentieren. Wenn ich das richtig sehe, ist neben diesem nur "Sternenstaub" noch unkommentiert ("Schicksal oder einfach Pech?" habe ich ja bei der BBO bevotet), aber ich kann mit sich nicht reimenden Gedichten (und du scheinst dir ja noch nicht mal selbst ganz sicher zu sein, ob es wirklich ein Gedicht ist) absolut nichts anfangen. Tut mir schrecklich leid, aber das geht nicht. Also konzentriere ich mich auf "Die Königin".


    Titel und Bild
    Die Königin als Titel ist einfach, aber passend. Mit dem Erlkönig in der Vorgeschichte und ohne Wissen über deine FF habe ich zunächst an eine Anlehnung an ebenjenes Gedicht gedacht. Dazu würde auch das Bild sehr gut passend. Bezogen nun auf den eigentlichen Inhalt des Gedichts, sind sie auch nicht schlecht, aber eben etwas schlicht. Jedoch auch dadurch implizieren sie eine Trostlosigkeit, nichts Großes, Pompöses, was man bei einer Königin auch hätte erwarten können. "Als bald der Winter Einzug hielt, war sie bereits allein" Genau dieser Vers wird von Titel und Bild unterstrichen. Der kahle Baum symbolisiert den Winter und es geht nur um die Königin. Die einsame Königin. Eine düstere Stimmung, die allein dieses Bild und eben auch etwas der Titel vermittelt, noch bevor man das Gedicht überhaupt gelesen hat. Ich bin nun so tief in der Materie dieser beiden Stücke versunken, dass ich mir das Gedicht nicht mit anderen vorstellen könnte. Es würde die Stimmung vermutlich komplett verändern. Ich finde, das Bild passt sehr wohl. Da hast du wirklich gute Arbeit geleistet.


    Form
    Zunächst einmal die Reime, die mir bei einem Gedicht sehr wichtig sind. Abgesehen von "Versteck - weg" kann man absolut nicht meckern. Du nutzt durchgehend männliche (betonte) Endungen, was mir sehr gefällt. Ich selber wechsle manchmal bis häufiger, was einem Gedicht die klar erkennbare Struktur, die Kontinualität nimmt. Auch Rhythmus und Versmaß (Jambus) behältst du durchgängig bei, was an sich einen schönen Lesefluss hervorruft, allerdings gibt es ein paar Verse, die sich etwas schwieriger lesen lassen. Dies beruht auf der Tatsache, dass du in einigen Versen eine Zäsur eingebaut hast, man aber auch in den meisten anderen diese kleine, meist nur gedankliche Pause nach der achten Silbe spürt. Sie bewirkt, dass deine Verse nicht so lang wirken; sie fehlt jedoch an zwei Stellen, zum einen im zweiten Vers der zweiten Strophe und im vierten Vers der vierten Strophe. Es wirkt sich negativ auf den Lesefluss aus, da man es vom Rest des Gedichts einfach anders gewohnt ist.


    Aufbau und Grammatik
    Jede Strophe beginnt absolut gleich. Das gefällt mir, weil du dadurch deinem Gedicht ein Motiv gibst, das sich doch jedes Mal ein wenig ändert. Außerdem ist jeweils dieser erste Vers im Präsens, was jedoch inhaltlich eigentlich gar nicht stimmen dürfte. Ein paar mehr Satzzeichen innerhalb der Strophen würden hierbei Wunder bewirken. Ich probiere mich jetzt einfach mal an einem Vorschlag, wie ich das Gedicht verstanden habe:

    Ich weiß nicht, ob es einen ästhetischen Hintergrund hat, dass du kaum Satzzeichen innerhalb der Strophen und vor allem nicht am Versende verwendest, oder ob es einfach daran liegt, dass dir die Zeichensetzung innerhalb eines Gedichts ähnlich schwer fällt wie mir meistens, aber bei diesem, welches eine Geschichte erzählt, sind Satzzeichen sehr nützlich und wie eigentlich fast immer notwendig. Frag, wenn du zu irgendeinem Zeichen Fragen hast und klär mich auf, welcher Sinn dahinter stand, dass es zuvor keine gab. Es interessiert mich wirklich.
    Die Wortwahl gefällt mir ziemlich gut, auch wenn man manchmal schon erkennt, dass du was für die Form des Gedichts "stutzen" musstest. Das finde ich aber gar nicht schlimm, da es für einen "guten Zweck" war und nur an zwei Stellen (zweite Strophe, vierter Vers und vierte Strophe, zweiter Vers) wirklich stark auffällt. Aber hier noch ein Vorschlag für den dritten Vers der zweiten Strophe: "Sie ritt hinaus [...]" Die Doppelung des "r" als Anfangsbuchstabe, lässt sich schlechter lesen und "raus" passt allgemein nicht so in die Schreibweise, da es ein relativ umgangsprachlicher Begriff ist. Aber es ist nur ein Vorschlag.
    Der Rest des Aufbaus lässt sich nicht vom Inhalt trennen, weshalb ich nun dazu übergehe.


    Inhalt
    Fünf Strophen. In den ersten vier Strophen erklärst du den Sachverhalt, während die fünfte das Resultat beinhaltet. Somit passt es recht gut, da ich (wenn ich mich jetzt nicht komplett irre) eher Gedichte mit gerader Strophenzahl kenne.
    Wichtig für den Inhalt: Man versteht ihn nicht, ohne deine Geschichte zu kennen. Ich hab beim ersten Lesen so vieles nicht verstanden; Wer sind "die"? Was soll diese Aussage bedeuten? Warum waren von den ganzen Kriegern plötzlich nur noch drei da? Es gibt allerdings auch noch etwas, was ich noch immer nicht verstehe: Wer ist diese notgedrungene Helferin? Das geht aus deiner Erklärung nicht hervor. Generell scheint dieses Gedicht nur eine Zusammenfassung der Geschichte zu sein und kann nicht alleine existieren. Jedwede tieferen Ebenen kommen von der Geschichte, zu der es gehört. Ich werde jetzt einfach mal den Inhalt durchgehen und schreiben, wie ich es so verstehe.
    Die Königin der Finsternis erwacht in tiefster Nacht
    Ihr Leben wurd' ganz anders als sie jemals hätt' gedacht
    Und Jahr wie Jahr verging im Flug in ihrem neuen Reich
    Obwohl sie anders war als "die", war sie doch auch so gleich.

    Finsternis. Ich gehe zunächst gesondert auf die Bezeichnungen ein. Finsternis, das klingt ja erst mal düster und unheimlich, wie die Antagonistin, allerdings auch irgendwie wie jemand, der durchaus noch Gutes tun kann. Das passt ja momentan auf die Anschauung von Vampiren. Wenn ich das richtig verstanden habe, wollte Sora nie ein Vampir sein bzw. hat es erst relativ spät herausgefunden. Ich denke diesen Umschwung in ihrem Leben soll die erste Strophe ausdrücken. Der zweite und dritte Vers sind hierbei mehr Erzählung, der vierte hingegen ist deutlich interessanter. Man erfährt hier also (mit dem Hintergrundwissen, ohne ist einfach unverständlich), dass sie sich noch immer nicht als eine der ihren sieht und doch die Ähnlichkeiten spürt oder kennt. Allgemein gefallen mir die äußeren beiden Verse deutlich besser als die mittleren. Ist dir aufgefallen, dass "erwacht" und "Nacht" sich reimen? Dadurch kommt noch ein zweiter kleiner Einschnitt in den ersten Vers. Das ist vom Klang, da es nach der zuvor erwähnten, gedanklichen Pause kommt, nicht ganz so schön, aber dennoch mag ich den Vers, da er wunderbar in die Stimmung führt. Danach haben wir dann ein wenig Erklärung; na gut, muss auch sein.
    Die Königin der Ewigkeit fasst einen neuen Plan
    "Das Erbe meines Volkes rett' ich fern!" Gesagt, getan
    So ritt sie raus in kalter Nacht, die Schatten ihr Versteck
    Mit ihren Kriegern oh so nah zog sie bald weit, weit weg.

    Ewigkeit. Das Wort "Ewigkeit" drückt eine Sehnsucht aus. Vielleicht die Sehnsucht nach einer heilen Welt. Ewigkeit wird meist in einem positiven Zusammenhang gebraucht und steht so im Gegensatz zur Finsternis in der ersten Strophe. Aber hier merkt man nun ja auch, dass sie sich für ihr Volk einsetzt, trotz dessen, dass sie anders ist. "Das Erbe meines Volkes rett' ich fern!" Ich hab ja schon erwähnt, dass dies ein Vers ist, bei dem es zwar eine Zäsur gibt, diese jedoch 'zu spät' kommt und sich so nicht in das allgemeine Bild einpasst. Aber auch an sich gefällt mir dieser Satz so überhaupt nicht. Was soll dieses "fern"? Ich hab den Satz erst mit der Erklärung zu deiner FF verstanden, weiß mit diesem Wort jedoch noch immer nichts anzufangen. Es klingt einfach nicht gut und passt sich halt ebenso wenig in den Gesamtklang des Gedichts. Der zweite Teil des dritten Vers' gefällt mir sehr. "die Schatten ihr Versteck" Das klingt mystisch und passt sich perfekt in die Stimmung (wenn man denn um ihre Identität weiß). Der letzte Vers scheint deutlich zu kurz gewesen zu sein. Soll das "oh so nah" ausdrücken, dass es Freunde von ihr waren, dass sie ihnen nahe stand? Anders lässt sich dieser teils etwas verwirrende Einschub nicht erklären. Zudem impliziert "Krieger" für mich eine Armee. Ich dachte, sie würde mit einer großen Streitmacht ausziehen, bis ich die Erklärung deinerseits las, was auch das "zu dritt" in der folgenden Strophe erklärt. Dennoch für Unwissende etwas irritierend.
    Die Königin der Lügenwelt verletzt ihr Kämpferherz
    Ihr treuster Freund im Kampf gefall'n, es machte ihr nur Schmerz
    Die Trauer übermannte sie, doch stieg sie wieder auf
    Und nur zu dritt war nun der Zug, mit Ungewiss zuhauf.

    Lügenwelt. Und das macht sie unsympathisch. So sehr ich auch versuche, mit ihr mitzufühlen, bleibt doch immer dieses Wort in meinem Kopf. Und erinnert mich woran? Ich habe wirklich keine Idee, warum sie die Königin der Lügenwelt sein könnte, zumal diese Aussage in keinem Zusammenhang mit der Strophe steht. Hier geht es um Trauer und da ich nicht davon ausgehe, dass diese nur gespielt ist, was die logische Schlussfolgerung sein müsste, passt es nicht. Bevor ich jetzt aber auf die Trauer eingehe, nehme ich noch mal Bezug auf meine Zeichensetzungsvorschläge. "verletzt ihr Kämpferherz" In meinem Vorschlag habe ich es in Kommas gesetzt, da ich es folgendermaßen verstehe: Durch den Tod ihres Freundes wurde ihr Kämpferherz verletzt. Dadurch wäre es eine Partizipgruppe, die mit Kommas abgegrenzt wird. So wie es da steht, wäre es allerdings anders zu verstehen, nämlich dass sie selbst ihr Kämpferherz verletzt. Zu dieser Variante will mir allerdings keine Interpretation einfallen. Was mir nicht ganz klar wird: Kämpfen sie mit anderen oder mit der Krankheit. Ersteres ist, was man zunächst annimmt, aber zweiteres ist interessanter zu interpretieren. Wenn sie alle von dieser Krankheit befallen wären (ich schreibe einfach mal im Konjunktiv), dann könnte es Sora ihre Krankheit noch stärker fühlen lassen, jetzt da der Tod ein Loch in ihr Herz riss. Mir gefällt dann die Wende im folgenden Vers, die genau wieder in dieser Zäsur entsteht. Zum letzten Vers lässt sich dann nur noch sagen, dass die Ungewissheit hier zum ersten Mal wirklich klar erkennbar ist. Vor dieser Strophe konnte man eher Entschlossenheit aus dem Gedicht lesen, doch jetzt wird wieder etwas die "tiefste Nacht" aus dem ersten Vers der ersten Strophe aufgegriffen. Diese Verbindung zum Anfang ist sehr schön gemacht und passt in dieser mittleren Strophe sehr gut.
    Die Königin der Einsamkeit verliert sich langsam sehr
    Der Tod, der Tod, er tat's erneut! Er riss an sich noch mehr
    Als bald der Winter Einzug hielt, war sie bereits allein
    Mit einer, die nur notgedrungen Helfer musst' hier sein.

    Einsamkeit. Das passt doch schon mal besser zur aktuellen Gefühlslage als Lügenwelt. Während aber in der letzten Strophe die Trauer überwog, kommt hier wirklich die Einsamkeit zum Tragen. Der Tod scheint der immerwährende Gegenspieler zu sein und letztendlich auch zu gewinnen. Den zweiten Teil des zweiten Vers' habe ich erst beim fünften Mal lesen verstanden, also dass das der Tod nicht an sich selber riss. Das würde auch viel weniger Sinn ergeben. Ich hab ja schon erwähnt, dass der dritte Vers hier eigentlich so ziemlich alles einfängt. Die Finsternis, die Ewigkeit, die Einsamkeit und auch die Todesnacht. Der Winter hat lange Nächte, finstere Nächte, bringt Kälte und Tod und scheint immer viel länger anzuhalten, als der Sommer. Und Sora war allein und einsam. Siehst du, wie sich hier alles wiederfinden lässt? Alles außer der Lügenwelt. Dieser Vers ist unglaublich aussagekräftig, steht aber in unlösbarer Verbindung mit dem folgenden, der mir so überhaupt nicht gefällt. Mal abgesehen davon, dass sich das Wort "notgedrungen" über den Punkt zieht, an dem sonst die gedankliche 'Verschnaufpause' liegt, so klingt es auch seltsam und ergibt in meinem Kopf noch immer keinen Sinn. Das mag daran liegen, dass ich die Geschichte dahinter nicht kenne, aber wer ist sie? Wo kommt sie her und was ist so wichtig an ihr, dass sie es ins Gedicht schafft, nicht aber in deine Kurzzusammenfassung? Wenn dir irgendetwas einfällt, um diesen Vers zu ändern, würde ich dir dazu raten. Er verwirrt Unwissende nur noch mehr und stört sicherlich auch alle anderen im Lesefluss.
    Die Königin der Todesnacht formt ihren letzten Laut
    Denn als der Kampf so nötig war, hatt' sie sich nicht getraut
    Und als dann auch die Letzte fiel, nahm sie sich ihre Not
    Es war vorbei, es ist vorbei, die Königin ist tot.

    Todesnacht. Das lässt sich auf zweierlei Arten deuten. Erstens: Sie ist ein Vampir und tötet in der Nacht. Dies ist aber nicht so tiefgehend, wie zweitens: Sie beherrscht immer noch ihre eigene Todesnacht. Diese Überlegung ist sehr interessant, da die Strophe eigentlich darauf hinausläuft, dass sie nicht mehr weiterkämpft. Wenn ich es richtig verstehe, dann wurde sie in der Geschichte von anderen umgebracht; hier jedoch steht, dass sie sich ihre Not nahm, was so klingt, als brächte sie sich selber um. Insgesamt gefällt mir der Klang der letzten Strophe im Gesamtbild am besten. Es ist ein Resümee und doch etwas ganz Eigenes. Sie ist die Königin, sie ist die letzte Überlebende und kann trotzdem nicht für ihr Volk kämpfen. Eine Ernüchterung nach den Bezeichnungen des jeweils ersten Verses. Die Todesnacht, die sowohl Stärke als auch Schwäche repräsentiert, ist genau dieselbe tiefste Nacht, die in der ersten Strophe bereits Erwähnung fand. Es ist ein komplett anderer Bezug als jener in der dritten Strophe und meint doch das gleiche: Es ist dunkel. In diesen Satz kann man viel interpretieren und ich lasse ihn jetzt einfach so stehen. Besonders gefällt mir der letzte Vers. Diese Bekräftigung, dass alles nun zu Ende ist, wirkt nicht, als hättest du den Vers verlängern müssen, ganz im Gegenteil. Es verleiht dem gesamten Gedicht einen Nachdruck, der im Kopf widerhallt. Ein düsterer, aber in gewisser Hinsicht auch wunderschöner Abschluss für das Gedicht.


    So, das war's dann erstmal von mir. Ich hoffe, der Kommentar kann dir irgendwie helfen; es ist sicher auch interessant zu sehen, wie das Gedicht auf Unwissende wirkt. Und trotz meiner Unwissenheit gefällt es mir sehr. :3
    Liebe Grüße,
    Seelentau Shira