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  • Russland und die Türkei haben verschiedene Versionen vom Vorfall.

    War das nicht länger her, oder kam nun noch so ein Vorfall?
    Der Punkt ist, beide sind ziemlich unglaubwürdig. Die Türkei ist derzeit ziemlich Rechtsextrem und Putin gilt eh als Machtgeil und gewissenlos. Also wem glauben? Ich denke Russland hat die gar nicht richtig wahrgenommen und die Türkei sagt die Wahrheit.
    Aber 1) Meine Meinung zählt eh nicht in der Politik und 2) Es würde mich auch nicht überraschen, wenns andersrum wäre.

  • nun ja ich möchte darauf hinweisen, dass die Türkei schon öfters rechtswidrig auf syrischem Raum operiert hat und nicht um etwa Angriffe des IS zu stoppen (Die IS wäre Lebensmüde, wenn sie türkisches Hoheitsgebiet angreifen würde, weil die Türkei eine riesige Militärmaschiene + die Nato hinter sich hat) sondern um kurdische Gebiete zu bombadieren.


    K.a wie es genau war, aber es gibt auch andere Methoden einen Jet zur Rückkehr zu bewegen oder falls man den Jet abschiesst, dann macht es keinen Sinn auch noch die Piloten, die sich retten konnten, in der Luft zu töten.


    Wir schlittern immer mehr auf einen dritten Weltkrieg zu und man weiss nichtmal mehr wer eigentlich unsere Partner sind. Die Russen sollen unser Feind sein,das hört man heraus, der IS auch, aber irgendwie sind wir diesmal der "Agressor" und die Propagandamaschine der Presse läuft schon auf Hochtouren um das umgekehrte uns zu verkaufen...gut , dass wir in der Zeit des Internets leben, dort kann man alle Fakten schön und schnell recherchieren, wäre sowas wie heute 1914 oder 1939 gewesen, wären wir schon längst wieder im Krieg .

  • nun ja ich möchte darauf hinweisen, dass die Türkei schon öfters rechtswidrig auf syrischem Raum operiert hat und nicht um etwa Angriffe des IS zu stoppen (Die IS wäre Lebensmüde, wenn sie türkisches Hoheitsgebiet angreifen würde, weil die Türkei eine riesige Militärmaschiene + die Nato hinter sich hat) sondern um kurdische Gebiete zu bombadieren.


    K.a wie es genau war, aber es gibt auch andere Methoden einen Jet zur Rückkehr zu bewegen oder falls man den Jet abschiesst, dann macht es keinen Sinn auch noch die Piloten, die sich retten konnten, in der Luft zu töten.


    Wir schlittern immer mehr auf einen dritten Weltkrieg zu und man weiss nichtmal mehr wer eigentlich unsere Partner sind. Die Russen sollen unser Feind sein,das hört man heraus, der IS auch, aber irgendwie sind wir diesmal der "Agressor" und die Propagandamaschine der Presse läuft schon auf Hochtouren um das umgekehrte uns zu verkaufen...gut , dass wir in der Zeit des Internets leben, dort kann man alle Fakten schön und schnell recherchieren, wäre sowas wie heute 1914 oder 1939 gewesen, wären wir schon längst wieder im Krieg .

    Auch Russland ist nicht gerade bemüht darum, den IS mit seinen Bombardements zu treffen, sondern bombardiert vor allem diejenigen Rebellengruppen, die Assad in Bedrängnis bringen. Das macht die türkischen Bombardements gegen die Kurden nicht besser; aber Russland ist eben auch kein Unschuldslamm. Und ob die Luftwaffe eines Landes mit der Erlaubnis von Schlächter Assad oder ohne seine Erlaubnis operiert, sollte eigentlich egal sein; der Mann ist nicht demokratisch legitimiert und massakriert sein eigenes Volk.
    Darüber hinaus hat der IS schon die Türkei angegriffen, nämlich mit Selbstmordattentaten. Der Grund, warum darauf kein entschlossener Gegenschlag der Türkei kam, liegt wohl darin, dass Erdogan weiter die Chance nutzen will, den Kurden zuzusetzen und die Entstehung eines kurdischen Staates zu verhindern.


    Wenn der Pilot, obwohl er innerhalb von fünf Minuten zehn mal zur Umkehr aufgefordert wird, nicht umgekehrt, was soll man dann machen? Yoga und Sitzkreise? Geschmuft mit dem plaudern, ob es nicht irgendwie doof ist, in türkisches Hoheitsgebiet zu fliegen? Irgendwann schießt ein souveränes Land ein bewaffnetes Kampfflugzeug, das in seinen Luftraum eindringt, eben ab. Da muss man sich als russischer Pilot überhaupt nicht wundern.
    Getötet wurden die Piloten - so sie denn getötet wurden, türkische Medien bestreiten dies - von turkmenischen Rebellen, nicht vom türkischen Militär, dein Vorwurf hier ist also deplaziert.


    Und das mit dem dritten Weltkrieg find ich dann doch reichlich übertrieben.



    Insgesamt bin ich sicher kein Fan von Erdogan, aber der Abschuss der Kampfflugzeuge - wenn sie denn über türkischem Gebiet abgeschossen wurden - erscheint mir legitim.

  • Nun das mit der demokratischen Legitimation musste ich erst nachschlagen und Wikipedia sagt mir, dass er zuerst gewählt wurde und dann wieder "gewählt" wurde . Natürlich ist das nicht eine Wahl nach Europäischem Standard gewesen, man muss das ganze aber auch im Kontext des arabischen Frühlings betrachten. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es vor dem arabischen Frühling (und noch früher im Irakkrieg) Probleme in Syrien gab, also zumindestens so große Probleme, dass die Machthaber wie Sadam Hussein im Irak gestürzt werden mussten. Ist dasselbe wie es z.b in Lybien war. Angebliche oder Tatsächliche Tyrannen sollen gestürzt werden, meistens von den USA von außen gesteuert, aber nix kommt nach. Ohne jetzt die Taten des Assads gut zu finden, aber wenn er für seinen Teil des Landes, den er noch kontrolliert, Miltärische Hilfe von Russland benötigt, hat er ein Recht darauf.


    Gut das mit dem IS kann sein, aber trotzdem sind dann die Angriffe auf kurdische Stellungen nicht gedeckt . weder völkerechtlich noch sonst was. Syrien befindet sich in keinem Krieg mit der Türkei und es hat ihn auch keiner ausgerufen. Weder der von Assad kontrollierte Teil, noch die IS.


    Nun es gibt auch sowas wie die "scharfe Protestnote" die jeder Botschafter in den beteiligten Ländern bekommt, wenn sowas passiert. das ist der erste Schritt. der zweite schritt sind mögliche Sanktionen gegenüber dem Land. Und "Waffengewalt" ist immer das letzte mögliche Mittel , das man machen sollte. Zumal es laut Angaben, noch nichtmal sicher ist, ob der Jet den Luftraum verletzt hat und für wie lange. Also soll jetzt bei 2 Sekunden sofort zurückgeschossen werden? Das ist KRIEG. Btw.: wenn der Jet angeblich wirklich 10mal gewarnt wurde, dann möchte ich gerne wissen ob der Jet auch schon im türkischen Luftraum war oder sich nur angenährt hat.


    Was machen denn Turkmenen da? Leben die dort? Wem unterstellen die? Anscheinend nicht den Russen..Das ist nur wieder eine weitere Partei im großen Puzzle.



    Übertrieben? Weisst du überhaupt wie Politik und Krieg funktioniert? Auch unser Land befindet sich in festen Bündnissen und Verpflichtungen und wenn es hart auf hart kommt, dann beruft man sich darauf. Irgendwann sind wir an einem Punkt angelangt, wo es kein zurückgibt, weder für die NATO noch für Russland und dann viel Spaß. Dann ist es nur noch eine Frage, wie man diesen Krieg der Bevölkerung schmackhaft macht, am besten geht das, und das wusste selbst schon unser österreichischer Exkanzler, indem man die andere Seite als "Agressor" verkauft.

  • Wenn der Pilot, obwohl er innerhalb von fünf Minuten zehn mal zur Umkehr aufgefordert wird, nicht umgekehrt

    Sagt die Türkei. Und das soll ich denen jetzt so glauben, weil? ?(  
    Und tja, was könnte man denn tun, wenn ein feindliches Flugzeug (wobei das "feindlich" wohl eher fraglich ist) meine Gebietshoheit verletzt? Eigene Flugzeuge hochschicken und den Feind ganz gepflegt zur Umkehr bzw. Landung zwingen vielleicht? Ist zumindest naheliegend und wohl ein relativ logisches Vorgehen.
    Dass ein NATO-Mitgliedsland bisher noch nie ein russisches Flugzeug abgeschossen hat, zeigt wohl schon, dass das kein alltäglicher Vorfall war.

    Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kehren die Toten auf die Erde zurück! (DotD)


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  • Gerade kam in MDR Jump (lol), dass die USA sagen, dass der russische Jet im syrischen Luftraum war. Er sei jedoch auch in türkischen Luftraum eingetreten.
    Selbst wenn es so ist, bleiben zwei Probleme: Russland hat aller Wahrscheinlichkeit nach den Abschuss einer Passagiermaschine zu verantworten, sitzt also dementsprechend im Glashaus.
    Und: Wenn Putin andere als Terrorunterstützer bezeichnet, sollte er sich überlegen, wen er in Syrien unterstützt.
    Hier treffen schlichtweg zwei Proletenstaaten aufeinander, die in Syrien Scheiße bauen.
    @Picollo: Schon das "gewählt" in Anführungszeichen ist ein Euphemismus. Das ist keine Wahl gewesen, deswegen ist Assad auch nicht der legitime Machthaber. Er hat ja schon als Sohn eines Diktators begonnen. Um faire Wahlen zu gewährleisten, dürfte ein solcher Typ gar nicht antreten. Aber ganz abgesehen von dem "demokratischen" Zirkus, den der Typ abzieht, definiert die UNO seit den 90ern die Souveränität eines Landes auch darüber, ob es dem Machthaber gelingt, seine Bevölkerung zu schützen. Assad tut das nicht nur nicht, nein, er bombardiert seine Bevölkerung und attackiert sie sogar mit Giftgas. Er hat am meisten Todesopfer auf dem Konto. Ihn zu unterstützen, kann wirklich nur als völlig kontraproduktiv gewertet werden. Ein zukünftiges Syrien kann nur ohne Assad existieren.


    Heute kommt der neue 20€-Schein! Sieht gut aus.

  • gut mit der UN hast du nen Punkt, bei der Sache mit der Wahl bin ich da noch eher skeptisch, weil man das alles aus der "westlich-orientierten-demokratischen" Brille sieht . Die USA wollte jaauch für so ziemlich Jedes Land Demokratie einführen, ohne mal zu fragen ob die Länder das überhaupt wollen. Aber das ist jetzt auch ein kompliziertes Thema, wir bewegen uns in einer Region die seit Jarhunderten Spielball von Konflikten war und immernoch ist, immer mal wieder mal.


    Ich halte Assad für einen Mörder, ganz klar. Doch es gibt einfach momentan nichts besseres da. Dafür ist die Interessenlage zu kompliziert, zuviel Parteien auf engstem Raum usw. Und man muss es schon nen bisschen zynisch sein, wenn man eine Diktatur für stabiler hält weil da nur "ein paar" Leute umkommen als das Chaos was jetzt gerade entsteht wo ganz viele Leute auf einmal umkommen. Am Besten man baut für jede Partei einen riesigen Grenzaun und lässt sich dort austoben, anders kommt die Region nicht zur Ruhe und jegliche Intervention von Seiten der USA UND Russland hat da nix zu suchen.


    Und klar, im Krieg gibt es immer Verlierer und ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, wer von einem möglicen Krieg profitieren würde. Ich will jetzt auch nicht mit irgendwelchen RothSchild-Illuminaten Blödsinn kommen aber nun ja. Wie gesagt es sind ganz feine Linien die man da berührt und wenn es wirklich auf Hart kommt sind wir mittendrin und keiner will es gewusst oder gewollt haben. man kann nur hoffen, man kommt zurück zur Diplomatie.

  • Warum bin ich mir absolut sicher, die Bewertung sähe völlig anders aus, wäre es ein amerikanischer Jet gewesen.Letztlich gibt es zu viele Unbekannte: Weder lässt sich mit absoluter Sicherheit sagen, ob der Luftraum nun verletzt wurde, noch wäre mir bekannt, wie die übliche Vorgehensweise bei Verletzung des Luftraums aussieht. Soweit ich gehört habe, wurde wohl vor dem Abschuss mehrfach gewarnt, dass der Jet den Luftraum verlassen solle, wenn dem so ist, kann ich mir vorstellen, dass der Abschuss rechtlich in Ordnung war. Dann ist auch egal, wenn Russland in Syrien interveniert, dafür müssen sie keinesfalls den Luftraum anderer Nationen verletzen.
    Aber wie gesagt, was nun Tatsache ist, lässt sich von unserem Standpunkt aus nicht sagen.

    Nochmal wenn ein Flugzeug, nun angeblich für Sekunden den Hoheitsraum eines Staates verletzt ist das lange kein Grund für einen Abschuss.
    Das war nichts weiter als eine "Machtdemonstration"der Tuerkei.
    Natürlich stellt sich die Nato nun demonstrativ an die Seite des Diktators und Menschenrechtsverletzer Erdogan, das ist einfach nur erbärmlich.
    Genauso die Berichterstattung von Paris, wochenlang wird da das Thema ausgeschlachtet und vom Abschuss der Passagierflugzeuges der Russen gibt's paar kurze Infos, das war es.
    Schön wie neutral unsere Medienwelt berichtet guter Ami, böser Russe.
    Wehe das Passagierflugzeug waere ein Amerikanisches gewesen, da wäre für Wochen Stoff da um darüber zu berichten.

  • Genauso die Berichterstattung von Paris, wochenlang wird da das Thema ausgeschlachtet und vom Abschuss der Passagierflugzeuges der Russen gibt's paar kurze Infos, das war es.

    Die Terroranschläge sind noch keine zwei Wochen her, hier bereits von "wochenlang" zu reden halte ich für falsch. Der Absturz der Maschine wurde meiner Meinung nach ebenfalls eingehend behandelt, hier muss man auch zu Gute halten, dass anfangs kein terroristischer Anschlag vermutet wurde. Erst als sich die Hinweise darauf verdichtet haben, wurde auch hier die Berichterstattung erhöht.



    Im Übrigen ist der NATO nicht unbedingt daran gelegen, sich jetzt auf die türkische Seite zu stellen und mit dem Finger auf die Russen zu zeigen. Die Türkei ist ein Mitglied der NATO, der Rattenschwanz, den eine offene Konfrontation zwischen beiden Staaten nach sich ziehen würde, ist lang und man möchte ihn sich nicht vorstellen. Im Allgemeinen kann man nun nur noch auf eine Deeskalation hoffen, die mit den jetzigen Meldungen, der Kampfjet sei nur für kurze Zeit in türkischem Luftraum gewesen und der Bitte an die Türkei, um eine diplomatische Lösung (=Entschuldigung), auch versucht wird.

  • Schön wie neutral unsere Medienwelt berichtet guter Ami, böser Russe.

    "Unsere" Medienwelt gibt es nicht. Ich kenne genausogut Print- und Onlinemedien, die exakt den umgekehrten Weg feiern.
    Und ich gebe dir recht, wenn es für Sekunden eine Verletzung des Lufthoheitsraums gibt, ist das absolut kein Grund das Flugzeug abzuschießen. Sollten aber die türkischen Angaben stimmen, dass der Jet in fünf Minuten zehnmal zum Umkehren aufgefordert wurde und der aber offenbar keine Anstalten machte, der Aufforderung Folge zu leisten, dann kann der Abschuss auch in Ordnung sein. Nun kann niemand irgendwen zwingen die türkischen Angaben anzuzweifeln, dann sollte man allerdings die russischen Angaben genauso anzweifeln.
    Ich jedenfalls weiß, dass ich nicht weiß. Ich weiß nicht, welche der Versionen stimmt, welche Belege für irgendwas korrekt oder gefälscht sind. Ich weiß lediglich, dass da ein russischer Jet abgeschossen wurde, weil er laut türkischen Angaben den türkischen Luftraum verletzt hat. Ich weiß, dass diese Verletzung seitens Russland dementiert wird. Welche Version stimmt, werde ich abschließend wohl nicht herausfinden.

  • "Unsere" Medienwelt gibt es nicht. Ich kenne genausogut Print- und Onlinemedien, die exakt den umgekehrten Weg feiern.Und ich gebe dir recht, wenn es für Sekunden eine Verletzung des Lufthoheitsraums gibt, ist das absolut kein Grund das Flugzeug abzuschießen. Sollten aber die türkischen Angaben stimmen, dass der Jet in fünf Minuten zehnmal zum Umkehren aufgefordert wurde und der aber offenbar keine Anstalten machte, der Aufforderung Folge zu leisten, dann kann der Abschuss auch in Ordnung sein. Nun kann niemand irgendwen zwingen die türkischen Angaben anzuzweifeln, dann sollte man allerdings die russischen Angaben genauso anzweifeln.
    Ich jedenfalls weiß, dass ich nicht weiß. Ich weiß nicht, welche der Versionen stimmt, welche Belege für irgendwas korrekt oder gefälscht sind. Ich weiß lediglich, dass da ein russischer Jet abgeschossen wurde, weil er laut türkischen Angaben den türkischen Luftraum verletzt hat. Ich weiß, dass diese Verletzung seitens Russland dementiert wird. Welche Version stimmt, werde ich abschließend wohl nicht herausfinden.

    Selbst die USA nennen eine Verletzung des türkischen Luftraums von Sekunden.
    Was man nun glauben soll oder darf, bleibt wohl erstmal offen.
    Selbst wenn es mehrere Aufforderungen gab, was bitte soll ein einziger Kampfjet denn in der Tuerkei bitte anrichten, mir fehlt daher jegliche Legimitation für einen Abschuss, allenfalls haette man 2 Geleitjaeger aufsteigen lassen können und den Flieger aus dem Hoheitsgebiet geleiten können.
    Toll nun die Reaktion der Russen, Abbruch sämtlicher militärischer Verbindungen zur Tuerkei, Geleitjaeger für Bomber die sämtliche Gefahren umgehend zu eliminieren haben, ein Luftabwehrsystem wurde aktiviert, welches jede Bedrohung von russischen Fliegern angreift.
    Hauptsache das wird da unten nicht zur Auseinandersetzung von Nato gegen Russland.
    Dachs,die Nato und die USA haben Solidarität mit der Tuerkei zum Ausdruck gebracht, somit steht die Nato zur Tuerkei.
    Die Berichterstattung über Paris läuft jeden Tag in irgendeiner Form, vom Flieger der Russen hörte man sehr sehr wenig, daher ist die Berichterstattung einseitig zu Ungunsten der Russen, naja wie immer halt.

  • Es wird sicherlich nicht mehr von Paris als von Russland gesprochen, weil buuhuu Russland, sondern einfach, weil Frankreich uns viel eher betrifft. Paris ist nahe an Deutschland, während den Anschlägen hat die deutsche Nationalmannschaft in Paris gespielt, es gab Angriffe an mehreren Orten und die Terroristen haben den Opfern ins Gesicht gesehen. Die Anschläge in Paris waren auch viel eher ein Warnschuss für Deutschland als es ein Flugzeugabsturz sein kann, Deutschland ist jetzt eben auch viel eher im Blickwinkel der Terroristen. Die Anschläge in Paris waren ein bedeutend höheres Level als der Anschlag auf das russische Flugzeug. Man kann hier nicht von einer Berichterstattung reden, die absichtlich zu Ungunsten der Russen führen soll.


    Natürlich wird Russland oft zu schlecht in den Medien dargestellt, auch wenn man grundsätzlich schon Kritik an Russland üben kann, da läuft einiges schief, aber nen Terroranschlag für voreingenommene Medien zu verwenden, ist schon sehr fragwürdig.


    Zum Abschuss des russischen Militärflugzeugs: Ich finde einen Abschuss, auch wenn er wohl rechtens war, sehr unüberlegt. Ein einziger russischer Flieger stellt für die Türkei keine Bedrohung dar, zumal die Türkei ja auch weiß, dass Russland militärisch in Syrien operiert. Das Ganze spielt im Endeffekt nur dem IS in die Karten und egal, welche Ziele die Türken / Russen in Syriek verfolgen, an einer Stärkung des islamischen Staates sollte keiner interessiert sein. Aufgrund dessen finde ich auch, dass Putins Reaktion gegenüber der Türkei die Falsche ist.

  • gut mit der UN hast du nen Punkt, bei der Sache mit der Wahl bin ich da noch eher skeptisch, weil man das alles aus der "westlich-orientierten-demokratischen" Brille sieht . Die USA wollte jaauch für so ziemlich Jedes Land Demokratie einführen, ohne mal zu fragen ob die Länder das überhaupt wollen. Aber das ist jetzt auch ein kompliziertes Thema, wir bewegen uns in einer Region die seit Jarhunderten Spielball von Konflikten war und immernoch ist, immer mal wieder mal.


    Ich halte Assad für einen Mörder, ganz klar. Doch es gibt einfach momentan nichts besseres da. Dafür ist die Interessenlage zu kompliziert, zuviel Parteien auf engstem Raum usw. Und man muss es schon nen bisschen zynisch sein, wenn man eine Diktatur für stabiler hält weil da nur "ein paar" Leute umkommen als das Chaos was jetzt gerade entsteht wo ganz viele Leute auf einmal umkommen. Am Besten man baut für jede Partei einen riesigen Grenzaun und lässt sich dort austoben, anders kommt die Region nicht zur Ruhe und jegliche Intervention von Seiten der USA UND Russland hat da nix zu suchen.


    Und klar, im Krieg gibt es immer Verlierer und ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, wer von einem möglicen Krieg profitieren würde. Ich will jetzt auch nicht mit irgendwelchen RothSchild-Illuminaten Blödsinn kommen aber nun ja. Wie gesagt es sind ganz feine Linien die man da berührt und wenn es wirklich auf Hart kommt sind wir mittendrin und keiner will es gewusst oder gewollt haben. man kann nur hoffen, man kommt zurück zur Diplomatie.

    Die Länder wollten die Demokratie vielleicht nicht, wenn man Länder und Regierungen gleichsetzt. Die Wahlbeteiligung in Afghanistan war jedoch bei der letzten Wahl trotz Anschlagsdrohungen der Taliban weitaus höher als in Deutschland. Die Menschen wollen also schon Demokratie. Die Taliban halt nicht und dementsprechend überziehen sie das Land mit Terror. Man versucht, dagegen anzukämpfen, wobei auch Zivilisten zu Schaden kommen. Aber daran ist erst mal nicht Amerika schuld, sondern die Taliban. Die haben nämlich schon vorher Terror gemacht.
    Beinahe jeder Krieg hat Profiteure. Zumindest werden in Syrien gerade Karten gemischt und die Länder wollen Einfluss darauf nehmen, wie die Karten dann verteilt werden. Russland will sich natürlich Einfluss sichern und unterstützt denjenigen, der ihrer Meinung nach im Amt bleiben könnte. Europa bezieht gegen den IS Stellung, weil er das gefährdet, was man im Irak und mit Syrien "aufgebaut" hat und weil der IS international gefährlich wird. Assad jedoch will der Westen nicht mehr unterstützen aufgrund seines Vorgehens im Krieg.
    Europa bezieht aber bspw. keine Stellung gegen andere "Islamische Staaten" wie Saudi-Arabien, Qatar und den Iran, wo das, was der IS plant, de facto umgesetzt ist: Theokratische Monarchien mit rigiden und äußerst gewaltsam durchgesetzten Vorstellungen von Islam.
    Am günstigsten wäre natürlich, die Beziehungen zu fragwürdigen Ländern dieser Region einzustellen, so z.B. zum Iran, der in Syrien mitkämpft. Und nicht erst immer dann eine Diktatur als problematisch erachten, wenn sie anfängt, Giftgas einzusetzen.

  • Es richtet keinen Schaden an?
    Da bin ich nicht sicher. Wenn er einen wichtigen Ort, oder ein paar Zivilisten erwischt hätte, wäre das Geschrei los.
    Militärisch macht er natürlich nichts, aber ich denke der Abschuss war, wenn die Türkei die Wahrheit sagt, legitim und in Ordnung.

    Nein, macht er nicht, es gibt bei Luftangriffen klare Zielvorgaben, sicher kann mal was daneben gehen, aber sicher nicht auf einem Hoheitsgebiet eines anderen Staates.
    Laut türkischen Aussagen befand sich der Flieger nachweislich 17 Sekunden im türkischen Luftraum, wurde innerhalb von 5 Minuten 10 mal gewarnt.
    17 Sekunden Luftraumverletzung legimitieren also für dich den Abschuss eines Flugzeuges??
    Das war weder legitim noch durch irgendwas zu rechtfertigen.

  • Laut türkischen Aussagen befand sich der Flieger nachweislich 17 Sekunden im türkischen Luftraum, wurde innerhalb von 5 Minuten 10 mal gewarnt.

    Okay, was schließen wir aus der Darstellung? Der Jet fliegt auf die türkische Grenze zu, wird gewarnt, dass er nicht in den türkischen Luftraum eintreten soll. Den Piloten juckt das offenbar überhaupt nicht, fliegt einfach weiter. Da zuvor gewarnt, wird er nun, nach 17 Sekunden im türkischen Luftraum, abgeschossen. Zumindest klingt es für mich so (und ergibt so auch meiner Meinung nach Sinn). Den Abschuss muss man nichtmal richtig finden, die mutwillige Verletzung des türkischen Luftraums aber auch nicht.

  • Liegt der Abschussort, soweit ich das mitbekommen habe, nicht auf syrischem Gebiet? Also interpretiere ich das so, dass das russische Flugzeug, wenn es sich tatsächlich mal in türkischem Luftraum aufhielt, es dann nicht mehr tat. Wieso wird also dann davon gesprochen, dass der Pilot nicht reagiert hat?
    Und lol, jedenfalls schicken die Russen ihre Bomber nun mit zusätzlichen Abfangjägern in den Einsatz. Diese Reaktion war wohl zu erwarten. Ich kann mir vorstellen, dass sich einige Bündnispartner unter vorgehaltener Hand fragen, warum sich die NATO eigentlich nun auch noch mit unberechenbaren Ländern wie der Türkei herumschlagen muss.

    Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kehren die Toten auf die Erde zurück! (DotD)


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  • Der Abschuss des russischen Kampfjets seitens der Türkei ist ein provokanter Akt militärischer Aggression, der nicht anders als eben so bewertet werden kann. Die Türkei hat damit die im Zuge der Bekämpfung des IS endlich wieder stabiler/konstruktiver werdende gegenseitige Kooperation zwischen Russland und "dem Westen" völlig unnötig ausgebremst und nebenbei einen weiteren Beweis für ihren grenzenlosen Militarismus geliefert. Russland zu unterstellen, es säße im Glashaus, ist ebenfalls weder zielführend noch sachlich korrekt, da bis heute keine hinlänglichen Beweise für den angesprochenen Abschuss erbracht sind. Vielmehr sollte die rücksichtslose Ignoranz der Verantwortlichen in der Türkei angeprangert werden, statt selbst nach diesem offensichtlichen Unrechtsakt wieder die Schuld in Moskau zu suchen. Selbst die USA unterstützen Versionen des Tathergangs, in denen der Kampfjet allenfalls belanglose Sekunden im türkischen Luftraum unterwegs gewesen sei, und setzen hiermit ausnahmsweise ein kluges diplomatisches Zeichen in der internationalen Sicherheitspolitik. Diejenigen, die für diesen Abschuss verantwortlich sind, stehen in der sofort erforderlichen Verantwortung, die Geschehnisse aufzuklären und für Deeskalation zu sorgen, die angesichts der sich gegenüberstehenden Streitmächte im Interesse aller sein sollte. Das sich die NATO in gewohnt grenzenloser Weitsicht bereits in einem Zustand des informativen Wirrwarr mit der Türkei solidarisiert, setzt der Kriegstreiberei die Krone auf.

  • Der Abschuss des russischen Kampfjets seitens der Türkei ist ein provokanter Akt militärischer Aggression, der nicht anders als eben so bewertet werden kann. Die Türkei hat damit die im Zuge der Bekämpfung des IS endlich wieder stabiler/konstruktiver werdende gegenseitige Kooperation zwischen Russland und "dem Westen" völlig unnötig ausgebremst und nebenbei einen weiteren Beweis für ihren grenzenlosen Militarismus geliefert. Russland zu unterstellen, es säße im Glashaus, ist ebenfalls weder zielführend noch sachlich korrekt, da bis heute keine hinlänglichen Beweise für den angesprochenen Abschuss erbracht sind. Vielmehr sollte die rücksichtslose Ignoranz der Verantwortlichen in der Türkei angeprangert werden, statt selbst nach diesem offensichtlichen Unrechtsakt wieder die Schuld in Moskau zu suchen. Selbst die USA unterstützen Versionen des Tathergangs, in denen der Kampfjet allenfalls belanglose Sekunden im türkischen Luftraum unterwegs gewesen sei, und setzen hiermit ausnahmsweise ein kluges diplomatisches Zeichen in der internationalen Sicherheitspolitik. Diejenigen, die für diesen Abschuss verantwortlich sind, stehen in der sofort erforderlichen Verantwortung, die Geschehnisse aufzuklären und für Deeskalation zu sorgen, die angesichts der sich gegenüberstehenden Streitmächte im Interesse aller sein sollte. Das sich die NATO in gewohnt grenzenloser Weitsicht bereits in einem Zustand des informativen Wirrwarr mit der Türkei solidarisiert, setzt der Kriegstreiberei die Krone auf.

    Von militärischer Aggression zu sprechen, ist absoluter Humbug. Ein bewaffneter Jet darf nicht einfach in einen ausländischen Luftraum eindringen. Wäre es eine militärische Aggression, hätte Russland das Recht, den Verteidigungsfall auszurufen, was im Zuge des Geschehenen lächerlich wäre.
    Die Kooperation hatte sich ein wenig gebessert, jedoch sehe ich persönlich keine Grundlage für eine Zusammenarbeit. Russland steht nach wie vor unter Sanktionen, da es ausländisches Gebiet, nämlich die Krim, mithilfe von Militär und einem illegalen Votum an das eigene angegliedert hat, was de facto eine Eroberung darstellt - ganz egal, was davor in der Ukraine stattgefunden hat.
    Kooperation zwischen Russland und dem Westen ist also in Anführungszeichen zu sehen, zumal Russland eine Nah- und Mittelostpolitik verfolgt, die in keiner Weise deckungsgleich mit der Europas und Amerikas ist, ja sogar teilweise entgegengesetzt.
    Natürlich gab es keine hinlänglichen Beweise, jedoch zahlreiche Indizien, die ein recht schlüssiges Bild ergeben: Die Separatisten trumpften ja im Internet mit dem Abschuss eines Militärflugzeuges im Internet auf, löschten diesen Post jedoch, nachdem herausgekommen war, dass ein Passagierflugzeug abgeschossen wurde. In diesem Post brüstete sich ein Milizionär damit, dass man eine Militärmaschine abgeknallt hätte und kommentierte das mit dem Satz, man habe ja gesagt, man solle nicht über ihren Himmel fliegen. Das russische Fernsehen verbreitete ebenfalls diese Meldung. Später wurde von ebenjenem Milizionär geleugnet, dass er diesen Post gemacht hat, er ist jedoch nach wie vor erhalten.
    Russland konterte daraufhin mit Satellitenbildern, die eine angebliche Schuld der Ukraine beweisen sollten. Diese Bilder konnten als Fälschung entlarvt werden.
    Man muss hier schon sehr viel Sympathie für Putin oder sein korruptes System haben, damit man hier noch davon sprechen kann, dass noch nichts bewiesen ist. Jap, ist auch nicht bewiesen, dass Sepp Blatter korrupt ist, oder?


    Bei den USA und der NATO teilst du dann das aus, was du dir bei Russland sparst. Klassischer Russlandversteher halt. Tipp: Vermeintlich anerkannte Täter (Russland)- Opfer (Westen)- Schemata umkehren macht noch keinen differenzierten Denker.

  • Okay, was schließen wir aus der Darstellung? Der Jet fliegt auf die türkische Grenze zu, wird gewarnt, dass er nicht in den türkischen Luftraum eintreten soll. Den Piloten juckt das offenbar überhaupt nicht, fliegt einfach weiter. Da zuvor gewarnt, wird er nun, nach 17 Sekunden im türkischen Luftraum, abgeschossen. Zumindest klingt es für mich so (und ergibt so auch meiner Meinung nach Sinn). Den Abschuss muss man nichtmal richtig finden, die mutwillige Verletzung des türkischen Luftraums aber auch nicht.

    Nochmal, es gibt die Moeglichkeit Abfangjäger zu schicken, die einem aus dem Hoheitsgebiet geleiten können.
    Die Tuerkei argumentiert damit, man wusste nicht wer da geflogen kommt, ja ne ist klar, heutzutage kann man anhand der Konturen auf dem Radar sehr wohl erkennen, um was für ein Flugobjekt es sich handelt, der Abschuss war weder legitim noch ist die Vorgehensweise der Tuerkei akzeptabel.