Bildungssysteme - und was man alles verbessern könnte...?

Die Kronen-Schneelande erwartet euch!


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  • Urgh, der Skandal um die lächerliche und dreiste Google Translate-Arbeit hat einem wieder vor Augen geführt wie ungerecht das Bildungssystem in Österreich ist und dass man sich mit genügend Geld und Beziehungen alles erkaufen kann. Das Problem hierbei sind nicht hier und da eine miese Arbeit dazwischen, sondern dass sowas durchgeht und diesen Leute mit tatsächlicher Leistung und Kompetenz anderen auf den Kopf spucken.


    Mit so viel Freunderlwirtschaft im System werden auch die Abschlüsse und Arbeiten anderer mit der Zeit weniger Wert sein. Die Leute machen sich ja jetzt schon, und das oft sehr unberechtigt, über Fachhochschulen lustig, obwohl die ebenso strenge Anforderungen haben und den Stoff genauso durchziehen wie Unis.

    Manche Studiengänge wie Soziale Arbeit, Ergo- und Physiotherapie, Hebamme etc. werden auch nur an FHs angeboten und die machen das keinesfalls schlecht.


    Well, meiner Erfahrung nach sind zumindest die allermeisten Mitstudent*innen und Vortragenden in Naturwissenschaften und in der Pädagogik überhaupt nicht elitistisch eingestellt, aber frag nicht wie es in den Politik-, Betriebs- oder Rechtswissenschaften uä. zugeht. Bei Studiengängen wie Jus hab ich ja schon mitbekommen, wie Interessenten gewarnt worden sind, dass man sich ohne Beziehungen keine großen Hoffnungen zu machen braucht, oder eben sehr viel Glück benötigt. Das fängt ja schon bei Praktika an, die Jurist*innen an ihre Kinder, Enkeln und Kinder von ihren Bekannten vergeben.


    Und selbst wenn in so einigen anderen Studiengängen eigentlich sehr wenig elitistisches Gedankengut von anderen Student*innen und Profs vorhanden ist, ist ja dennoch so, dass die Kinder aus ärmeren Familien viel mehr arbeiten müssen als jene aus der Oberschicht. Die müssen oft entweder gar nicht oder weniger arbeiten (also nicht an der Uni, sondern um ihr Leben zu finanzieren) und viel weniger mit ihrem Geld haushalten. Und ich meine klar, ich würde mein Kind auch finanziell bestmöglich unterstützen, solang es nicht drauf ausruht, aber dann muss für andere die Möglichkeiten schaffen sich genauso intensiv auf ihr Studium konzentrieren zu können.

  • Es heißt elitär (Frau C.A. weiß das sicher :assi: ) - hab sogar extra nochmal nachgesehen :pflaster:

    Ja das Leben ist ungerecht aber das ist es schon seit den Neandertalern oder fast zumindest. Ich denke wenn wir das grundlegend ändern wollen (und es gibt ja genug die das sowieso nicht anstreben) müsste auch sonst einiges anders werden.

    Denn in die aktuelle "Struktur" der Industriestaaten "passen" niemals so viele Leute an die selbe Stelle (Spitze) der Pyramide hinein. (Daher ja Pyramide). Wir bräuchten dann einen Gesellschafts-Quader (wobei es dann immer noch oben/unten gibt, aber überall ca. gleich breit). Das wäre doch mal ein Anfang.

  • Es heißt elitär (Frau C.A. weiß das sicher :assi: ) - hab sogar extra nochmal nachgesehen :pflaster:

    Ja das Leben ist ungerecht aber das ist es schon seit den Neandertalern oder fast zumindest. Ich denke wenn wir das grundlegend ändern wollen (und es gibt ja genug die das sowieso nicht anstreben) müsste auch sonst einiges anders werden.

    Denn in die aktuelle "Struktur" der Industriestaaten "passen" niemals so viele Leute an die selbe Stelle (Spitze) der Pyramide hinein. (Daher ja Pyramide). Wir bräuchten dann einen Gesellschafts-Quader (wobei es dann immer noch oben/unten gibt, aber überall ca. gleich breit). Das wäre doch mal ein Anfang.

    Äh sorry, halbes Denglisch... in einem ziemlich kleinen Forum online ist mir das aber auch ziemlich wurst. :unsure:


    Es geht nicht drum, dass man alle in Führungspositionen hineinbringen soll, sondern dass es mehr Durchlässigkeit für alle zu geben hat, die einen bestimmten Beruf ergreifen wollen und die nötigen Kompetenz dafür mitbringen, und nicht reiche Leute sich gegenseitig die Posten zuschachern.


    Zudem sollte überhaupt niemand "unten" in der Pyramide sein. Die meisten Hierarchien innerhalb einer Arbeitsstelle haben keinen wirklichen Sinn außer diejenigen zu unterbuttern, die unter einem stehen. Ich hatte bisher eigentlich nur Jobs, bei denen sich die Chefin nicht wirklich als solche gesehen hat, sondern eben nur etwas mehr Verwaltungsaufgaben innehatten.


    Es ist auch absolut nicht gesellschaftlich oder sonstwie nötig, dass man andere auf die unterste Ebene hinuntertritt, aka sie unterbezahlt und miesere Bedingungen schafft und daran hindert bestimmte Studiengänge und Jobs zu ergreifen, für die sie gut geeignet wären.

  • Treten ist entbehrlich, klar. Aber auch ohne die Zuschachereien (die ich auch furchtbar finde) wäre nicht genug Platz für die ideale Durchlässigkeit. Es gibt einfach nicht genug Jobs für alle sodass jeder das hat was er gerade möchte. Das ist einfach ökonomisch bedingt und nicht ausschließlich ein Konstrukt um andere zu knechten.


    Es gibt schon mehr flache Hierarchien als früher und ja sie haben ihre Vorteile. Aber auch ihre Nachteile aber einer gewissen Größe - kleine Unternehmen können das, große Staaten bekommen Probleme damit.


    edit:

    nicht falsch verstehen, ich bin für alles was da ein bisschen Änderungen reinbringt (Grundeinkommen unabhängig ob Job oder nicht zum Beispiel, damit würde mal Arbeitslosengelder streichen können und vieles mehr sparen) - aber komplett radikal funktioniert aus aktueller Sicht einfach nicht. Da brauchen wir viele Zwischenschritte. Und von solchen Schritten ausgehend tut sich vielleicht eine neue Richtung auf in die so eine Entwicklung gehen kann.

  • Das ist nun wirklich ein Mythos. Natürlich gäbe es genügend Personen, die diese Jobs ausführen und Studienrichtungen einschlagen würden. Sie haben bloß von Anfang an weniger Chancen, oder müssen eben doppelt so hart dafür arbeiten.


    Natürlich kannst du eine sehr flache Hierarchie nicht komplett auf staatlicher Ebene umsetzen, schon alleine deshalb, weil es immer genügend Personen geben wird, die andere mit ihrem Verhalten verletzen werden, aber es reicht schon, wenn man es im Kleinen umsetzt.

    Die Lehrer*innen, die sich bei uns (wohlgemerkt in der Oberstufe, nicht bei Kindern) als Autoritätspersonen sahen, haben auch nie den Respekt bekommen, den sie sich mit ihrem Auftreten erwünscht hätten, und Eltern, die sich grundsätzlich als Autoritätsperson aufführen, erzeugen auch eher Verachtung und Angst. Wohlgemerkt bei Älteren; dass man bei Kindern dann manchmal einfach doch durchgreifen und klare Ansagen machen muss, ist klar.

  • Treten ist entbehrlich, klar. Aber auch ohne die Zuschachereien (die ich auch furchtbar finde) wäre nicht genug Platz für die ideale Durchlässigkeit. Es gibt einfach nicht genug Jobs für alle sodass jeder das hat was er gerade möchte. Das ist einfach ökonomisch bedingt und nicht ausschließlich ein Konstrukt um andere zu knechten.


    Ich denke, ein Anfang wäre schon damit getan, wenn die Personen, die dafür am besten geeignet sind und die meisten Kompetenzen mitbringen, auch die "begrenzten" Arbeitsstellen bekommen würden, statt denjenigen, die die besten Kontakte und das meiste Vitamin B haben.