Bildungssysteme - und was man alles verbessern könnte...?

  • Durch die News, dass nun einige Politiker aus „Kostengründen“ darüber nachdenken das „Sitzenbleiben“ in Deutschland abzuschaffen, dachte ich, es würde nun langsam tatsächlich Zeit für einen solchen Thread.


    Es geht – natürlich – um das Schulsystem in Deutschland (und Österreich) und ebenso um die Bildungspolitik.


    Dabei sollen die leitenden Fragen für die Diskussion sein:
    Seid ihr mit eurem Schulsystem zufrieden?
    Was könnte man am Schulsystem eurer Meinung nach verbessern?
    Wie steht ihr zu anderen Schulsystemen?





    Das Schulsystem


    Generell gibt es in den „erste Welt“-Ländern zwei vertretene Arten bei den Schulsystemen: Das integrierende und das gegliederte Schulsystem.
    Österreich und Deutschland nutzen beide das gegliederte System, bei dem die Schüler sehr früh auf verschiedene Schulen „aufgegliedert“ werden, die sich nach Leistung unterscheiden.
    So kann man in Deutschland nach der Grundschule generell entweder auf die Hauptschule, die Realschule, ein Gymansium oder eine Gesamtschule kommen (natürlich gibt es zusätzlich auch noch die Form der Sonderschule), während man in Österreich – ebenfalls nach der Grund- bzw. Volksschule – entweder auf eine Hauptschule oder auf ein Gymnasium kommt, wobei innerhalb der Hauptschule ebenfalls oftmals in Leistungsgruppen unterteilt wird.


    Dem gegenüber steht das integrierende System, wie es in Finnland, Kanada, Japan und auch Südkorea genutzt wird. Beim integrierenden System besuchen alle Schüler bis zum Schulabschluss dieselbe Schulform. Zwar kann es eventuell sein, dass in der letzten Klasse oder den letzten beiden Klassen hier nach Berufs- und Weiterbildungschancen die Klassen aufgeteilt werden, doch generell besuchen alle dieselbe Schule.


    Hierzu sei gesagt, dass viele am gegliederten System in Deutschland und Österreich das Problem nicht unbedingt daran sehen, wie gegliedert wird, sondern wann diese Gliederung erfolgt. Denn tatsächlich gibt es kaum ein gegliedertes Schulsystem, das die Kinder schon so früh aufteilt. Während in den meisten Ländern mit ähnlichem Schulsystem diese Einteilung nach der sechsten oder siebten Klasse geschieht, werden die Schüler in Deutschland und Österreich bereits nach der vierten Klasse aufgeteilt.
    Dabei sei jedoch gesagt, dass es in Österreich sowohl einfach möglich, als auch sehr üblich ist, die Matura nicht an einem Gymnasium, sondern auch an anderen weiterführenden „Schulformen“, wie der HTL oder der HAK zu machen – die ein Jahr länger dauert, als die gymnasiale Oberstufe, dafür jedoch normal auch eine Berufsausbildung mit einschließt.
    Zwar kann man in Deutschland auch an Fachoberschulen eine Fachhochschulreife erlangen, doch besteht hier das Problem, dass das „Fachabitur“ aus einem Bundesland nicht immer in allen anderen Bundesländern anerkannt wird.



    Die Benotung


    Generell kann man International zwei Benotungssysteme unterschieden: Einmal Benotung durch Noten und zum anderen Benotung durch Punkte oder Prozent.


    Das Problem bei „Benotung durch Noten“ ist, dass hier die internationalen Variationen genau so weitreichend sind, wie die Antworten auf die Frage „Wie viel Prozent brauche ich eigentlich um zu bestehen?“
    Denn einige Länder haben ein Zahlenbasiertes System – wie wir. Bei uns gibt es die Noten 1 bis 6, oder 1 bis 5, wobei 5 und 6 jeweils „nicht bestanden“ bedeuten und 1 die beste Note ist. Das ist aber wiederum nur bei uns so. In andern Ländern gibt es manchmal auch Zahlensysteme von 1 bis 8 oder 1 bis 10 und nicht immer ist 1 die beste Note – denn in manchen Ländern, wie Rumänien, sind hohe Zahlen besser als niedrige.
    Und dann gibt es natürlich auch Länder – wie die USA – die „Grades“ vergeben und diese normal mit Buchstaben betiteln. Das amerikanische System von A bis F ist unserem gar nicht so unähnlich: Sechs verfügbare Noten, die letzten beiden gelten als „Nicht bestanden“. Wobei hier vielleicht interessant ist: Während bei uns für gewöhnlich alles was schlechter als 51% ist, als „nicht bestanden“ gilt, so müssen amerikanische Schüler mehr als 59% richtig beantworten, um eine Prüfung erfolgreich zu bestehen.


    In vielen anderen Ländern – gerade in den ostasiatischen – sind Punkte- oder Prozentsysteme üblich.
    Dabei gibt es zwischen 90 und 100 Punkte als Maximum oder eben 100% zu erreichen.
    Hierbei sei zu bedenken, dass es in den meisten Ländern, in denen diese Systeme vorherrschen, nicht möglich ist „Sitzen zu bleiben“, es also ein „Nicht bestanden“ oftmals nur pro Forma gibt.



    Klassenstufen und Versetzung


    Die Schulpflicht umfasst – und das gilt praktisch für alle „Erste Welt“-Länder – neun (manchaml auch zehn) Jahre und damit normal auch neun Klassenstufen.
    Alles danach ist zwar – gerade bei integrierenden Schulsystemen – anzuraten, aber nicht verpflichtend.


    Eingeschult werden Schüler normal mit sechs oder sieben Jahren, wobei normal ein Stichtag entscheidend ist.
    Einige Länder kennen noch die „Vorschule“ oder „Nursing School“ die im Alter von vier oder fünf Jahren bis zur eigentlichen Einschulung besucht wird.


    Die Versetzung ist tatsächlich etwas, das viele Länder so nicht unbedingt so kompliziert sehen, wie es bei uns der Fall ist:
    USA, Japan, Südkorea oder auch Finnland kennen das Sitzenbleiben in dem Sinne nicht. Eventuell können in einigen Schulsystemen Schüler am Ende einer Stufe „zurückgehalten“ werden, aber dieses immerzu mögliche Sitzenbleiben und Wiederholen gibt es nicht – oder wenn nur auf einen Antrag hin.


    Genau so unterscheidet es sich, ob man Klassen überspringen kann.
    Gerade in den USA ist diese Praxis sehr üblich, weshalb es dort tatsächlich ab und an vorkommt, dass 18jährige bereits einen Masterabschluss haben. Wobei dies natürlich eher eine Ausnahme ist.
    Dennoch ist das Überspringen selbst üblich und möglich,
    Andere Länder unterstützen dies überhaupt nicht. In Japan selbst ist es praktisch gar nicht möglich eine Klasse zu überspringen. Die einzige Möglichkeit, dies herbei zu führen – und selbst dann ist es noch mit großer Bürokratie verbunden – ist ein Auslandsjahr in einem Land, wo es möglich ist.



    Privatschulen


    Auch wenn es zu dem Thema noch einen extra Thread hier gibt, dachte ich, man sollte es dennoch im Rahmen einer Schulsystems-Diskussion einmal ansprechen: Privatschulen gibt es praktisch überall und sie haben normaler Weise eins gemeinsam: Sie kosten Geld und haben meist einen guten Ruf, der praktisch mehr Wert ist, als die Noten, die man dort erhält.


    Hierbei ist es in Ländern, die ein integrierendes Schulsystem haben, oftmals so, dass die Privatschulen „bessere Schulformen“ eines gegliederten Schulsystems ersetzen. Denn was unser Gymnasium ist, ist des Japaners Private Oberschule. Und auch, wenn – um beim Beispiel zu bleiben – japanische Universitäten Aufgrund von Aufnahmetests entscheiden, so ist es nicht selten so, dass Schüler von Privatschulen hier bevorzugt behandelt werden.



    Kritik am deutschen Schulsystem


    Kommen wir, nach diesem Exkurs zurück nach Deutschland und befassen und damit, was viele Pädagogen und auch manche Politiker und Journalisten am deutschen Schulsystem kritisieren.
    Und immerhin sagt es denke ich viel aus, dass – wenn ich nach „Kritik am d...“ Google direkt der erste Vorschlag „Kritik am deutschen Schulsystem“ und das zweite „Kritik am deutschen Bildungssystem“ ist.


    Der Dreh- und Angelpunkt der Kritik ist letzten Endes die deutsche Gliederung im Schulsystem, die selbst international immer wieder für Kritik sorgt.
    Denn die großen Probleme sind die frühe Aufteilung und die extreme Aufteilung in die Schulformen. Denn seien wir ehrlich: Gerade in Akademiker-Köpfen gibt es oftmals keinen Unterschied zwischen „Der war an einer Hauptschule“ und „Der da war einer Sonderschule“.
    Dabei sagen Noten in dem frühen Alter nicht nur allgemein wenig aus – nein – sie werden auch oftmals nicht verwendet, um die Aufteilung vorzunehmen. Stattdessen achten Grundschullehrer, die meistens diejenigen sind, die die „Vorschläge“ erteilen nicht selten auf den sozialen Hintergrund des Kindes. Akademikerkind? Kommt aufs Gymnasium. Immigrantenkind? Ganz klar Hauptschule!


    Dieses Video parodiert diesen Missstand denke ich ganz gut.



    Problematisch an dieser Aufteilung ist außerdem, dass bei uns die Chancen für Hauptschüler im späteren Leben eher schlecht stehen. Denn egal in welchem Bereich: Sie werden meistens benachteiligt. Es wird für einen Hauptschulabsolventen schwer gemacht, noch einen höheren Abschluss nachzuholen. Und auch in normalen Ausbildungsberufen werden Realschüler – und Abiturienten – bevorzugt.
    Gleichzeitig ist es aber so, dass gerade Schüler/innen aus „besseren“ Familien, am besten mit akademischem Hintergrund, egal wie dumm und/oder faul sie sind, durch das Abitur gebracht werden, wodurch Leute, die teilweise weniger tatsächlich können, als so manch ein Realschüler, dennoch eine Universität besuchen dürfen (und dort dann meist kläglich versagen).


    Davon abgesehen ist dem deutschen Schulsystem die individuelle Förderung von Schülern fremd. Einige Schulen bieten dergleichen an – ja – aber staatlich gefördert ist es eher selten. Oftmals werden solche Programme eher von privaten Organisationen gefördert.
    Und diese Mangelnde Förderung macht sich in vielen Bereichen bemerkbar: Intelligente Schüler können ihr Potential nicht voll ausschöpfen. Schüler mit Problemfächern sind auf private und nicht immer professionelle Nachhilfe angewiesen. Schüler, die eigentlich intelligent sind, aber aufgrund ihres Migrationshintergrundes sich mit der deutschen Sprache noch etwas schwer tun, bekommen keine Möglichkeit diese gut zu lernen.


    Und auch bei den Lehrkräften wird mittlerweile gespart.
    Der Lehrer ist mittlerweile zum Wissensvermittler geworden – ohne Pädagogische Hintergründe.
    Gleichzeitig sind an vielen Schulen zu wenig Lehrer angestellt.
    Und allein die Tatsache, dass die Lehrerausbildung immer weniger Praxis umfasst und dann auch noch lächerlicher Weise immer auf genau EINE SCHULFORM ausgelegt ist (sprich: Man studiert um Realschullehrer oder Gymnasiallehrer zu werden – nicht um einfach „Lehrer“ zu sein).


    Und die Bildungspolitik als solche ist gesamt immer wieder ein Kritikpunkt...


    (Wenn österreichische Schüler die klassische Kritik am ihrem Schulsystem ergänzen wollen, so können sie das gerne tun :D Ich kenne zwar das österreichische Schulsystem, aber nicht die Kritik an diesem)



    Um zu den Fragen zurück zu kommen...


    Seid ihr mit eurem Schulsystem zufrieden?
    Was könnte man am Schulsystem eurer Meinung nach verbessern?
    Wie steht ihr zu anderen Schulsystemen?
    Findet ihr Sitzenbleiben und Überspringen gut oder schlecht?
    Wie findet ihr die Benotung in eurem Land?
    Was denkt ihr zum Thema Chancengleichheit?

  • Also erstmal: Ein interessantes Thema :)


    Erstmal zu mir: Ich schreib im Mai meine Abiturprüfungen und hab somit wenn alles klappt mit 17 mein Abitur.


    Daran erkennt man, dass ich 1 Jahre früher eingeschult wurde, weil ich etwas frühreif war oder irgendwas in die Art ^^


    Generell:
    In der Grundschule war ich ein mittelmäßiger bis guter Schüler. Ich kam von einem Dorf, wo es mehr oder weniger Tradition war, dass die Kiddies auf die Regelschule kommen.
    In der 4. Klasse wird einem gesagt, dass man entscheiden muss, ob man auf die Regelschule oder aufs Gymnasium will. Naja, meine ganzen Kumpels sind auf die Regelschule also wollte ich auch dort hin, aber meine Eltern haben mich dann überredet, dass ich aufs Gym gehe und wenn es da nichts wird, kann ich immer noch rüber wechseln.
    Im nachhinein betrachtet finde ich die frühe Trennung sehr gut.
    Es mag zwar ein Klischee sein, dass die die auf eine Regelschule gehen assozial etc sind, aber in irgendeiner Art stimmt das schon. Bei uns ist es zumindest so dass der großteil der dort ist keine Lust auf Schule hat, Schule sinnlos findet usw und so fort. Naja man stelle sich mal vor, dass Die die wirklich was lernen wollen um einen möglichst guten Abschluss zu bekommen bis zur 8. Klasse mit denen in einer Klasse wären, die absolut kein Bock drauf haben, im Unterricht Karten spielen, Sachen durch die Gegend werfen etc


    Kritk 2 - Religions/Ehtikunterricht:
    Ist zumindest bei uns in Thüringen ein Pflichtfach ab der 3 Klasse bis zum Ende der Schullaufbahn. Das ist meiner Meinung nach ein Fach was als Wahlunterricht angeboten werden sollte, nicht aber Pflicht sein sollte. Zudem ist die Trennung sowieso Schwachsinn, weil dasselbe Unterrichtet wird.


    Kritik 3 - Sportunterricht:
    1.
    Sicherlich ist es nicht möglich, dass Jungs und Mädchen gleich bewertet werden, aufgrund der gegeben biologischen Unterschiede, aber die Unterschiede sind zum Teil viel zu groß. So sind beim Sprint für die Selbe Note zum Teil 3 Sek unterschied, was wirklich gewaltig und nicht gerechtfertig ist. Die Mädels bei uns, die absolut keine Lust haben und sich auch nicht anstrengen schaffen locker eine 3, wenn nicht sogar eine 2. Bei uns Jungs ist es so, dass auch die sehr Sportlichen nur mit Mühe auf eine 2 kommen.
    2.
    Ist nichts allgemeines, sondern eher was nur unsere Schule betrifft:
    Bei uns wurde eine nagelneue Turnhalle gebaut, auf unserem Gelände und wir 12. Klässler müssen 3 Orte weiter in eine andere fahren, weil die Halle überbelegt ist. Mal ehrlich: Was soll das? Wir sind noch 2 Monate da und müssen weil noch 2 andere Schule die Halle benutzen wo anders hinfahren? Wir hatten 6 Jahre lang eine alte, verrostete Halle und können nicht mal die letzten 2 verdammten Monate eine neue Halle genießen?


    Kritik 4 - Benotung
    In der Oberstufe gibt es keine Noten von 1-6 mehr sondern Punkte von 0-15 15= 1+ 14=1 13=1- etc
    Ich finde diese Umstellung sehr gut, weil man sich dann einfach besser einschätzen kann. Früher war es so: 3-? Was solls, 3 ist 3. Heute wären das 7 Punkte und da denkt man sich dann schon "Naja, 8 oder 9 sollten eigentlich schon drin sind" - also Positive Kritik


    Kritk 5 - Seminarfach:
    Für alle die nicht wissen was das ist: In Thüringen muss man eine wissenschaftliche Facharbeit schreiben und diese in einem Kolloquium verteidigen. Die Note die am Ende rauskommt kann man als eine mündliche Abiturnote zählen lassen wenn man will und man hat damit dann nur noch eine mdl Prüfung.
    Im Ansatz nicht schlecht, in der Umsetzung bes******
    1. Seminarfachunterricht in der 10. Klasse um die Methoden zu lernen, absolut sinnlos. Man passt eh nicht auf, es nervt einfach nur, man interresiert sich für Semi nicht die Bohne
    2. Kausal Abhängige Kosten:
    Unsere Gruppe hat alleine für das Binden der Arbeit 60€ beazahlt, da wir 4 Exemplare machen mussten, die wir jetzt vllt nachdem sie korriegert sind gar nicht wiederbekommen (Das Fechte ich derzeit aber bei der Schulleitung und Oberstufenleitung an) dazu kommen die ganzen Fahrtkosten für die Treffen, das Material für das Kolloquium etc, zusammengerechnet sind das weit über 100€, die man bezahlen MUSS, wenn man eine gute Note bekommen will
    3. Folgen bei nicht erbrachter Leistung:
    Dass man Semi einbringt ist freiwillig, wenn man das nicht tut wird das nirgendwo mehr erwähnt und absolut egal. So, wenn man aber von vornherein sagt, dass man es nicht einbringen will, muss man dennoch dafür sorgen, dass man mehr als ne 6 bekommt, denn: (Gedächtnisszitat) "Wer im Seminarfach eine Gesamtleistung von 0 Punkten erzielt, wird nicht für die Abiturprüfungen zugelassen und muss die Gesamte Oberstufe (11.-12. Klasse) nochmal wiederholen und eine neue Seminarfacharbeit schreiben"
    Ich mein WTF? Wenn ich das eh nicht machen will bzw nicht einbringen will und es dann auch keinerlei Auswirkungen auf irgendwelche Noten hat, weil das nur benotet wird, wieso wird man dann tdm gezwungen sie zu schreiben?


    Achja, falls jemand denkt ich lass mich darüber so aus, weil ich schlecht abgeschnitten hab: Ich hab Insgesamt 12 Punkte, also eine 2+ und bringe sie auch als Abiturnote ein.


    Kritik 6 - Kunstunterricht:
    Die Bewertung von erstellten Bildern/Kunstwerken erfolgt absolut willkürlich, subjektiv und was weis ich noch alles.
    Folgendes Beispiel von meiner Schwester: Die Aufgabe war ein Bild im expressionistischen Stil nach einem bestimmten Künstler zu malen, naja eine aus ihrer Klasse hat einfach ein Bild von dem Künstler 1:1 abgemalt und hat eine 3- draufbekommen, weil es nicht dem Stil entsprach.
    Hallo? Bescheuert?



    Naja das war erstmal das was mir spontan eingefallen ist ^^



    Ach ne, hab noch 1 was: Wir bekommen kein Hitzefrei, weil unsere Schule offiziell über eine Klimaanlage verfügt: Nunja, schon ein bisschen Scheiße, wenn es die nur in den Fachvorbereitungsräumen gibt, wo Schüler sowieso keinen Zutritt haben -.-

  • Richtig gutes Thema, auch wenn ich meistens nicht sehr viel zu solchen beitragen kann. :blush:


    Ich sage zu Beginn gleich, ich kenne mich mit Schulsystemen aus anderen Ländern und anscheinend nicht mal aus anderen Bundesländern gut aus. So kann ich auch wenig dazu sagen. Nur so nebenbei, ich wohne in Bayern.


    Findet ihr Sitzenbleiben und Überspringen gut oder schlecht?
    Zum Thema Sitzenbleiben habe ich mich bereits im News-Topic geäußert. Ich finde es grundsätzlich gut, dass man Sitzenbleiben kann, ich sehe darin definitiv mehr Vorteile als Nachteile. Was nach meinem Post angesprochen wurde und an das ich gar nicht gedacht habe, ist die neue Klasse, in die man sich dann erst integrieren muss. Bei mir war das einfacher, da ich eine sehr gute Freundin hatte, die in meine neue Klasse ging. Dadurch wurde das auf jeden Fall leichter. Wenn das aber nicht der Fall ist, hat man schon mal einen richtigen Negativpunkt. Es gibt sicher viele Leute denen es schwer fällt neue Freunde zu finden, wenn man niemanden kennt. Abhilfe kann man da aber nur schwer schaffen, außer ich sehe die Lösung einfach gerade nicht.
    Bei dem Thema Überspringen kenne ich mich ebenfalls nicht aus. Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, dass man alles (wichtige) aus einer Klasse kann. Ich kannte zwar mal jemanden der die.. ich glaube es war die zweite, Klasse übersprungen hat, aber dennoch konnte ich mir kein richtiges Bild davon machen. Einfach so geht es nicht und es wird schon die richtigen Punkte geben, an denen man merkt, ob ein Schüler dafür gut genug ist oder nicht.


    Wie finde ich denn das Bayerische Schulsystem - gut frage. Es gibt so viele verschiedenen Möglichkeiten irgendwelche verschiedenen Abschlüsse zu machen, dass ich da keinesfalls einen Überblick habe, außerdem gehöre ich zu den Leuten, die nach 10 (bzw. 11) Jahren genug von Schule haben und sicher nicht noch auf die FOS wollen. Ich bin der Meinung, dass man definitiv zu früh aufgeteilt wird, man kann mit 10 Jahren doch noch nicht einschätzen was für ein Lerntyp man ist. Ich denke nicht, dass in der 4. Klasse so viele Schüler lernen, wie sie es eigentlich ab der 5. Klasse nötig haben. Ich habe mit der Realschule anfangs gleich den richtigen Weg gewählt. Ich bin froh, dass ich nicht aufs Gymnasium gegangen bin, denn ich habe das Gefühl, da muss man noch mehr lernen, als es eh schon nötig ist. Dazu sei gesagt, ich kann mich nicht erinnern in der 5. Klasse gelernt zu haben. Hätte ich mich fürs Gymi entschieden, wäre ich sofort unter gegangen (so kam es ein Jahr später - die 6. Klasse hat mir so gut gefallen, dass ich sie gleich zwei mal gemacht habe). Aber wie gesagt, nach der 4. Klasse muss man quasi schon seine halbe Schullaufbahn planen, man kann natürlich wechseln, aber eine Freundin von mir hat dadurch ein Jahr verloren (von Gymi auf Realschule, mitten im Schuljahr wenn ich mich nicht täusche und dann von der 7. in die 6.). Ich finde daran könnte man sicher einiges bessern und ändern.
    Ansonsten bin ich froh, dass es drei-geteilt ist; Haupt- & Realschule sowie Gymnasium. Allgemein finde ich diese Teilung schon gut. Die, die super sind gehen auf G, die mittleren bis guten auf R und die schlechten auf H. Es passt. Ich kann es wirklich nicht verstehen, wieso man H & R in eine Schule umwandeln muss. Das die meisten Realschüler damit unzufrieden sind, weiß ich und ich bin eine dieser Personen, welche die Meinung besitzt.
    rskruspe : Bei uns ist die Hauptschule die, auf die asoziale sind. Realschüler sind in Bayern definitiv nicht so. Aber ich denke egal wo man ist, man selbst findet sich immer gut und die anderen irgendwie.. schlecht, blöd etc.


    Die Benotung finde ich soweit ganz gut. Wenn man in den Lernfächern lernt, bekommt man einfach eine 1 oder eine 2. Wenn man die Hälfte der Punkte besitzt, bekommt man meistens die letzte 3. Heißt, ein Punkt oder sogar einen halben Punkt weniger, und du hast eine 4. Im Fach Kunst kann man sich natürlich streiten, aber da ich mich nicht gut einschätze war ich mit meinen 3'ern oder was auch immer ich hatte ganz zufrieden. Dazu sei gesagt, dass man in Bayern solche Fächer, wie eben Kunst oder auch Werken, "nur" bis zur 7. Klasse hat.


    Aber ansonsten rege ich mich über die gleichen Dinge auf, wie auch der Großteil unserer Klasse; Sport ist unnötig (für mich persönliche ohne Ende unnötig), 3/4 der Sachen die wir lernen, brauchen wir nie wieder (MATHEMATIK!) und Reli hat man eben. Wobei ich in Ethik gehe, was das beste Fach überhaupt ist. Man lernt etwas über ethische Dinge, korrektes verhalten etc. Ethik ist einfach super und brauchbar. Man unterhält sich über tägliche Sachen und erfährt wie andere über bestimmte Themen denken. Ich würde es jedem Menschen in Bayern raten, in Ethik zu wechseln. ^^


    Man sollte auf jeden Fall mal darüber nachdenken, den Stoff ein wenig zu ändern. Rechtschreibung ist wichtig, aber nie wieder werde ich einen Zeitungsartikel analysieren müssen oder in Mathe.. nein, ich denke auf Mathe gehe ich lieber nicht ein. Aber es ist einfach so, man lernt so vieles und ich werde nie etwas davon haben. Das Rechtschreibung und Grammatik wichtig ist, finde ich selbstverständlich, aber damit befasst man sich nur is zu 7. Klasse, danach ist es selbstverständlich solche Dinge zu können und es wird eben über Literatur unterrichtet. Es ist einfach mit vielen Fächern so und ich denke niemand wird meine Meinung umändern können, dass ich da einiges an Lebenszeit verschwendet habe.


    Kurz zum Thema Hitzefrei. Diese sonderbare Situation konnte ich in meinem Leben vielleicht 2 mal erleben, in der Grundschule. Ab der RS ist es eigentlich unmöglich HF zu bekommen. Die Gradzahl bei der dies eintritt habe ich nicht im Kopf, aber ich kann euch versichern, dazu wird es in diesem Jahr und auch nicht in 5 Jahren kommen, da bin ich mir sicher. Was aber schade ist. Denn wenn wir Freitag 6. Stunde im 4. Stock sind, ist es so verdammt heißt, man kann es sich nicht vorstellen und.. alles wird einfach unerträglich, aber nein, HF bekommen wir nicht, niemals.


    Nun zum letzten kleinen Punkt, zu dem ich etwas schreiben möchte. Die Unterstützung der Schüler. An unserer Schule wird etwas wie Nachhilfe in manchen Fächern angeboten, wie viele das Wahrnehmen, weiß ich allerdings nicht. Ich weiß nur, dass wir Schüler einfach zu wenig Hilfe bekommen. Würde ich zu meiner Mathelehrerin gehen und sagen ich kann die Hälfte des Stoffes für die Abschlussprüfung nicht, würde sie es mir auch niemals erklären können. Sie setzten sich nicht hin, erklären einem das was man braucht und schreiben zu wenig auf. Ich muss einfach wissen, was bei einem rechtwinkligem Dreieck alles gleich ist und.. keine Ahnung, einfach alles. Was ich brauche, wenn diese Aufgabenstellung gegeben ist. Sowas bekommen wir nicht gesagt. Wir sollten eine Heft haben in dem man sich so etwas aufschreibt, aber das suche ich vergeblich. Ich habe einfach das Gefühl, man bekommt nicht die nötige Hilfe.
    Ein Beispiel dazu. Meine Freundin ist Türkin, was nicht zwangsläufig heißt, dass ihre Grammatik schlecht ist. Aber es ist so. Ihre Sätze sind so falsch aufgebaut, sie kennt Wörter nicht, die man in meinen Augen einfach kennt. Nehmen wir das Wort Komödie, ich denke jeder hier weiß, dass das "e" am Ende mitgesprochen wird. Aber sie sagt nur Komödi. Und wenn ich sowas höre, da stellen sich mir die Zehennägel auf. Es ist ein krasses Beispiel (in meinen Augen, vielleicht hat hier jemand Verständnis dafür), aber man kann von einer 17-jährigen doch wohl verlangen, dass sie dieses Wort aussprechen kann. Na ja, wie gesagt, ihre Grammatik ist schlecht, und wir schreiben einen TGA (nicht wichtig was genau das ist) und unsere Deutschlehrerin schreibt ihr einfach hin: Das entspricht nicht dem Realschulniveau. Ich finde das ist hart, aber ändern möchte die Lehrerin daran nichts. Ich finde man sollte sich dann mit den Eltern unterhalten und natürlich auch mit der Schülerin, man kann bei dem Thema doch sicher Nachhilfe geben, aber darum kümmern tut sich niemand. Und meine Freundin denkt einfach, dass die Lehrerin sie hasst.
    Was indirekt zu diesem Thema gehört, in Ethik hatten wir das Thema, ob man eher die guten Schüler unterstützen sollte besser zu werden, oder den schlechteren hilft, gut zu werden. Ich bin der Meinung, dass man sich definitiv auf die schlechten Konzentrieren sollte, würde mich freuen wenn auch dazu jemand seine Meinung schreiben könnte. Wieso ich dieser Meinung bin, ergänze ich vielleicht wenn ich andere Meinung gelesen habe, aber für's erste habe ich, denke ich, genug Schmarrn verzapft geschrieben.


    Was kann ich abschließendes sagen? - Eigentlich bin ich zufrieden mit meiner Schule und dem System, aber es gibt einfach ein paar Ecken und Kanten, die man glätten müsste. ~


    PS: entschuldigt, falls wirre Sätze dabei sind, aber sowas kommt bei mir meistens vor, wenn ich spontan zu einem Thema drauflos schreibe. Wie heißt es im Internet so schön; egal wie viel Mühe man sich mit seinen Texten gibt, sind nur zwei Buchstaben vertauscht ist alles uriniert! D:

  • @Nortia
    Bei uns, das hatte ich ganz vergessen zu sagen, ist in der Regelschule auch eine Hauptschule mit drin, also beides gleichzeitig irgendwie, hab das System da noch nie ganz verstanden, die gehen in die selbe Klasse aber der eine is Haupt und der andere Regelschule, ziemlich komisch ^^
    Naja, dass sollte auch nicht in irgendeiner Form abwerten gewesen sein was ich geschrieben habe. Das war lediglich objektiv betrachtet. Bei uns an der Schule gibt es zwar auch hoffnungslose Fälle, wo man sich nur fragt aus welcher Ecke die gekommen sind und es nehmen auch sehr viele so ab der 10. Klasse Drogen, betrinken sich regelmäßig, gehen wenn man 2 Stunden Ausfall hat zum Supermarkt um die Ecke und kaufen sich nen Kasten Bier und solche Späße, aber auf der Regelschule ist das noch schlimmer, sie sind deutlich aggressiver und gewaltbereiter und es sind auch viele Rechte dort.



    Was du gesagt hattest was ihr in Ethik macht, bei uns machen wir das auch in Religion ^^ Aber da Bayern ziemlich konservativ im Bezug auf Religion ist glaube ich schon dass es bei euch anders ist ^^



    Zu der Sache, sinnvolle oder nicht sinnvolle Fächer: Ja das ist in der Tat ein ziemlich schwieriges Thema. Ich frage mich selber verdammt oft "Wozu brauch ich diesen Mist überhaupt?"
    Aber man braucht das Zeug schneller als man denkt ^^ Ich hätte zum Beispiel nie gedacht, dass ich mal Ableitungen von Funktionen in Betriebswirtschaftslehre brauchen würde ^^ Naja und außerdem: Auch wenn man es nie wieder braucht und es möglicherweise in einigen Jahren wieder vollkommen vergessen hat, es trainiert das Gehirn ;)

  • An sich finde ich das Schulsystem in Österreich theoretisch sehr gut. Nach dem 4. Gym oder der 4. Haupt kann man sich entscheiden, ob man weiter das Gymnasium besuchen möchte oder eben eine Lehre machen möchte oder eine Höhere besucht, auf der man sich spezialisieren kann. Aber das hat einen Haken: Es ist zu früh, um sich mit 14 zu spezialisieren. Ich bin total enthusiatisch nach dem 4. Gym auf eine HTL, eine Technische, gegangen und hab enttäuscht festgestellt, dass ich gerne Webdesign mache, gerne programmieren, Mathe, Physik und Chemie mag, aber auf einmal musste ich zB. Metallverarbeitung, etc. mit meinen beiden linken Händen machen, weswegen ich die Lust verloren habe und nach 1 1/2 Jahren gewechselt habe. Ich hätte mir mehr im 4. Gym Laborarbeit und weniger der Metallverarbeitung, etc. gedacht. Außerdem hat mich gestört, dass ich keine Biologie hatte. Ich kannte natürlich davor die Stundentafel, aber man kann sich anhand der Stundentafel nicht 100%ig vorstellen, wie man mit dem System zurechtkommt. Ich hab versucht mich durchzuschlagen, aber das war nichts für mich.
    Dann musst ich an einer HLW wieder bei der 1. Oberstufe wegen Französisch und Rechnungswesen anfangen, das war sehr frustierend, da ich 'n Jahr verloren habe. Ach Blödsinn, es waren eigentlich 2 Jahre. Jetzt befürchte ich ehrlich gesagt, dass sich diese 2 Jahre auf einen Arbeitgeber, der den Hintergrund dazu nicht kennt, für mein gesamtes Leben auswirken. "2 Jahre verloren? Dauernd sitzen geblieben oder wie darf man das verstehen?" So werden die Gedankengänge von zukünftigen Arbeitgebern wohl aussehen, obwohl das nicht stimmt. In Mathe, Physik und co. hatte ich immer Topnoten und sitzengeblieben wäre ich ja an sich nicht. Es war meine Entscheidung von Neuem zu beginnen. Ein Neuanfang kann auch einen Vorteil bringen. Durch meine HLW, Zweig Sozialmangament, habe ich meine Liebe nicht nur zur Physik und Chemie, sondern auch zur Biologie und Ernährungslehre, Zweiteres hatte ich davor noch nie, entdeckt.
    In einem Jahr habe ich nun meine Matura, endlich. Am Anfang wurde ich auch schief angesehen, weil ich ein bis zwei Jahre älter war als die anderen, aber sobald man die Hintergründe erklärt, versteht es jeder. Nun, nach der Matura möchte ich gerne studieren, natürlich ... ich war heute war auf der BeSt³, einer Bildungsmesse, welche in Wien jährlich(?) stattfindet und wurde förmlich erschlagen von den Angeboten. Chemiestudium, Ernährungslehre, Biologie. Und selbst wenn man sich entscheidet: Auf was spezialisieren und sowieso und überhaupt: Uni oder Fachhoschschule? Ist die Studienrichtung überrannt? Wie stehen meine Jobchance? Wie das Gehalt? Was werde ich da machen? Kann ich das für die nächsten Arbeitsjahre, bis zur Pension, durchziehen oder ist das schon nach einem Jahr eintönig? An der Fachhochschule könnte ich biomedizinische Analytik studieren. Diesen Job, diese Richtung gibt es an der Uni nicht. Diesen Job könnte dann niemand außer ich, eben diejenigen, die diese Fachhochschule abschließen, ebenfalls mit Bachelor und Master, ausüben, zumindest nicht in dieser Form. Aber will ich das für den Rest meines Lebens machen? Andererseits gefällt mir auch der helfende, soziale Aspekt an der Arbeit. Ernährungslehre, das wäre mein Ding, bis ich heute enttäuscht feststellen musste: Die Jobchancen sind wirklich schlecht oder alle, die die Medizineingangsprüfung nicht schaffen, setzen sich in die Ernährung, um sich die Prüfungen, die sie in der Ernährung absolvieren, für Medizin anrechnen zu lassen. Und dann steht man dort vor tausenden Angeboten und ist total überfordert.
    Warum erzähl ich das? Weil der große Vorteil am österreichischen Bildungssystem (die ganzen HTLs, HLWs, HAKs und co.) insofern ein Nachteil ist, dass viele Vierzehnjährige noch nicht wissen, was sie machen möchten und die vielen Studienangebote sind genauso positiv zu bewerten, wie man auch ehrlich erwähnen muss, dass man sich eben überfordert fühlt. Ich will meinen Bachelor bzw. Master Of Science, das WEISS ich ... nur nicht in welche Richtung genau es gehen soll. So geht es auch fast allen meinen Freunden. Man weiß natürlich schon in welche Richtung es geht, aber selbst dann wird man mit Angeboten zugeschüttet, dass man sich nicht mehr heraussieht. Ich will nicht sagen, dass das schlecht ist, ich bewerte das sehr positiv, aber dennoch ...


    Zu den Höheren generell muss ich eines sagen: Ein wirklich großes Problem sind die Hauptschüler, das ist nicht einmal böse gemeint ^^" Die Eingangstests sind zu leicht, sodass die Schüler in der ersten Klasse nicht auf demselben Niveau sind - zwischen einem guten Gym und einer normalen Hauptschule, vor allem die in Wien bzw. generell großen Städten, die am Land sind relativ okay, liegen WELTEN - und während sich frühere Gymnasiasten geistig vollkommen unterfordert wie in beispielsweise Mathe fühlen, fühlen sich Hauptschüler hier oft geistig überfordert. Ich finde für mich persönlich, dass Unterforderung problematischer ist als Überforderung.


    Die Gliederung in Gymasium/Hauptschule/Höhere find ich ehrlich gesagt "notwendig". Vll. mag es hart klingen, aber ... nicht jeder hat dieselben, geistigen Kapazitäten und sollte auch nicht in ein System gepresst werden, in das er nicht hineinpasst und dort entweder eben über- oder unterfordert ist.
    Auch wenn ich das jetzt sage ... ich gebe es zu, wenn ich selbst mal ein Kind hätte, ich hätte schon die Anforderung, dass es brav seine Matura macht ^^" Ich könnte nicht damit leben, wenn mein Kind in die Hauptschule "abgeschoben" wird, auch weil man als Großstädter die Individuen, die sich dort teilweise (bitte beachten, dass ich teilweise geschrieben habe, nicht dass da was von verallgemeinern und Vorurteilen kommt, aber in manchen Bezirken ist es halt wirklich schlimm) aufhalten, kennt. Gut, in meinem Gym gab es auch solche, aber die wurden eigentlich auch ziemlich schnell "aussortiert".


    Zum nächsten Thema: Die Benotung mit eben Noten muss bis zu einem gewissen Grad sein, finde ich. Ich kenne Leute aus Montessori- und Waldorf-Schulen, die fast unter dem Druck entweder in der Höheren oder eben dann im Studium zusammenbrechen. Ich muss dazusagen, dass ich von Montessori überhaupt nichts halte, zumindest in der extremen Form, in der eig. keine Noten verteilt werden und kein Druck auf die Kinder ausgeübt wird. An Druck muss man sich bereits in der Volksschule gewöhnen. Nur kann man in der Volksschule nicht den Druck ausüben, wie in einem Gymnasium, aber man muss sich eben daran gewöhnen, dass er stetig, je älter man wird, gesteigert wird. Außerdem fördert das ja auch unseren Ehrgeiz und unser Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein.
    Was man ändern könnte sind Tests und Schularbeiten, dadurch würde man viel Angst nehmen. Ehrlich, man kann Schüler indem bewerten, was sie im Unterricht selbst an Ertrag leisten, mit vielleicht kleinen Mitarbeitskontrollen. Bei uns gibt es eine Schularbeit im Semester, von der im Grunde alles abhängt, auch wenn oft das Gegenteil behauptet wird: es ist so. Das ist enorm stressig.
    Aber andererseits kann man Menschen im späteren Leben nicht mit Samthandschuhen anfassen, trotzdem kann man das Ganze in einem menschlichen Maße halten, finde ich.


    Was mir auch wichtig ist zum österreichischen Bildungssystem zu sagen: Ich finde, dass Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund nicht genügend gefördert werden. Das, was man an Deutschkursen etc. in sie investiert, erhält der Staat im Prinzip doppelt und dreifach zurück, indem er in der Zukunft kompetente und gebildete Erwachsene ausbildet. Ich habe noch NIE ein Kind gesehen und ich habe Praktika an einer Volksschule und im Hort absolviert, das sich geweigert hätte eine Sprache zu erlernen. Ich habe meine Praktikazeit genutzt, um mit Kindern, welche die Sprache noch nicht so gut beherrscht haben, lesen zu üben. Es braucht eben viel mehr Leute und wenn diese "nur" Praktikanten oder Senioren, die Freiwilligenarbeit leisten wollen, sind, die sich mit einem einzelnen Kind hinsetzen und sich immer wieder nur ihm zuwenden. Da wird einfach viel zu wenig investiert. Auch in Jugendliche, die eben im Teenageralter nach Österreich kommen. NATÜRLICH kann man keinem Unterricht folgen, wenn man die Sprache nicht beherrscht. Dann regen sich die - meistens selbst ungebildeten Leute, das muss ich dazusagen, das ist meine Beobachtung - Leute auf, dass "diese Ausländer nicht Deutsch lernen / lernen wollen". 1. Es dauert Jahre, bis man eine Sprache perfekt beherrscht und 2. man muss viel mehr Anreize und Möglichkeiten bieten.


    EDIT://
    Eine weitere Kritik von mir ist ... unsere Unis werden von Deutschen überrannt ^^" Keine Kritik an euch als Personen direkt, aber an eure Regierung. Eure verdammte Numerus Clausus führt all die NC-Flüchtlinge zu uns, aber unsere Unis haben auch keine unendlichen Kapazitäten, weshalb zB. Eingangsprüfungen notwendig sind.

  • Ich muss ehrlich gesagt sagen, dass ich vom deutschen Bildungssystem nichts halte und meine Zuneigung sogar noch beständig weniger wird.


    Mein Hauptproblem ist die extreme Aufteilung der Schüler in Sonderschule - Hauptschule - Realschule - Gymnasium. Das ist nicht nur total wirr, sondern auch einfach ungerecht, besonders wenn man eben bedenkt, WANN diese Aufteilung erfolgt, denn wie schon gesagt: Kinder sind in dem Alter einfach zu Jung, um darüber etwas sagen zu können, und letzten Endes ist es leider so, dass eben oftmals danach gegangen wird, aus was für einer Gesellschaftsschicht die Kinder kommen.
    Dazu kommt eben, dass Hauptschülern in Deutschland kaum eine Chance gegeben wird, noch höher als Realschule zu kommen. Auf Hauptschule anfangen und dennoch irgendwann einmal eine Hochschule besuchen? Nicht unmöglich, aber ziemlich unwahrscheinlich.
    Das sollte so einfach nicht sein. Chancengleichheit sollte einem Schulsystem zu grunde liegen.
    Wenn schon aufgeteilt, so sollte man später aufteilen (frühestens nach der sechsten) und nur in zwei Schulformen (Gymnasium und eine Mischung aus Real & Haupt).


    Genau so problematisch finde ich den Unterrichtskanon in den meisten Bundesländern. Es sollte einfach nicht sein, dass subjektive und/oder absolut talentabhängige Fächer wie Kunst, Musik oder Sport versetzungsrelevant sind. Ich finde es nicht schlecht, dass diese Fächer unterrichtet werden und angeboten sind, aber... Nicht jeder ist sportlich, nicht jeder ist musikalisch und nicht jeder ist künstlerisch begabt. Dazu kommt, dass gerade in Kunst die Note oftmals vom Geschmack des Lehrers abhängt. Ich habe auf dasselbe Bild durch Lehrerwechsel bei einem Lehrer eine 4, beim nächsten eine 1- gehabt...
    Und ja, manche Lehrer benoten hier aufgrund dessen, wie sehr sich jemand anstrengt. Das ist gerecht. Aber das ist bei weitem nicht bei allen Lehrern so. Und - wie gesagt - das sollte einfach nichts mit der Versetzung zu tun haben. Niemand sollte Sitzenbleiben, nur weil er in Sport und Kunst eine 5 hat. Und ja, ich habe solche Fälle erlebt, wo Leute wegen Sport und Kunst, Sport und Religion oder dergleichen sitzen geblieben sind - wobei der Grund für die schlechte Religionsnote war, dass es eine katholische Schule war und der Schüler, wenngleich katholisch getauft, einfach nicht gläubig war.


    Wo wir schon beim Thema Bundesländern sind: Genau so bescheuert ist es, wie weit sich die Schulsysteme zwischen den Bundesländern sowohl in der Organisation, als auch in der Qualität unterscheiden. Denn ja, es ist leider so, dass zwischen den neuen Bundesländern und NRW, genau so wie zwischen NRW und dem recht anspruchsvollen Bayern ziemliche Welten liegen. So etwas sollte angepasst und besser kontrolliert werden. Denn im Moment ist es einfach nur wirr. Und während ich in den USA nachvollziehen kann, warum es so wirr ist (da liegt von der Fläche einfach so viel dazwischen, dass Eigenverwaltung sinn macht), ist es hier... Nein... Wirklich nicht sinnvoll oder nützlich. Im Gegenteil.
    Und wenn ich dran denke, dass das Fachabitur aus NRW zum Beispiel nur in der Hälfte der anderen Bundesländer anerkannt wird... Und es auch bei anderen Ländern... Dein Abschluss aus Bundesland A ist teilweise in Bundesland B nichts wert.


    Und dann nervt es mich, dass die Politik dazu neigt besonders beim Bildungssystem zu sparen.
    Zu viele Ausgaben? Schaffen wir doch das Sitzenbleiben ab!
    Dabei sollte gerade die Bildung etwas sein, dass dem Staat ein wenig Geld wert ist.

  • Seid ihr mit eurem Schulsystem zufrieden?


    Nein.


    Was könnte man am Schulsystem eurer Meinung nach verbessern?


    Subjektive Fächer raus, Lob an die Lehrer, die nach Anstrengung benoten, was sie aber nicht tun. Talentabhängige Fächer auch raus.


    Wie steht ihr zu anderen Schulsystemen?


    Ich kenne keine anderen, tut mir leid.


    Findet ihr Sitzenbleiben und Überspringen gut oder schlecht?


    Schlecht, es sind dabei unnötige Jahre, die man wiederholt. Dazu wird man ausgelacht, wenn man sitzenbleibt.


    Wie findet ihr die Benotung in eurem Land?


    Schlecht. Mündliche Noten sind fehl am Platz, was bringt es mir, wenn ich mich melde und in Mathe etwas über Wurst erzähle, anstatt schlau zu sein?


    Was denkt ihr zum Thema Chancengleichheit?


    Die ist mir ziemlich egal. Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm, aber so kann man sich eine Familie aufbauen: Von Haupt zu Gymnasium in 50 Jahren

  • Ja, die Schule, was bin ich froh, die Zeit hinter mir zu haben und nun zu studieren. Aber trotzdem werde ich hier nun jetzt mal einen Post verfassen.


    Seid ihr mit eurem Schulsystem zufrieden?
    Ich bin in Deutschland, besser gesagt in Bayern zur Schule gegangen. Ich gebe euch einfach mal einen kurzen Überblick über meinen schulischen Werdegang. Zuerst war ich in der Grundschule (wie wohl jeder^^). Nach der vierten Klasse kam ich allerdings auf die Hauptschule, ich hatte totale Probleme in Mathe und meine Mathenote hatte meinen Notendurchschnitt heruntergezogen. Ich war also zu schlecht in der vierten Klasse um auf eine weiterführende Schule gehen zu können. Allerdings kam ich in der achten Klasse dann auf den Mittlere-Reife-Zug. Falls jemand nicht weiß was das ist, guckt auf Wikipedia nach und macht euch schlau. Auf alle Fälle konnte ich hiermit meine mittlere Reife erwerben, mit einer Zwei in Mathe. Nun gut, danach ging ich auf die FOS, habe dort letztes Jahr die Fachhochschulreife erworben und nun studiere ich. Zwar nicht auf der Uni (geht ja nur mit allgemeiner Hochschulreife), sondern auf einer Fachhochschule, aber immerhin studiere ich. Und deshalb bin ich echt dankbar, dass man die Möglichkeit hat den zweiten Bildungsweg einzuschlagen. Nicht jeder besitzt in der vierten Klasse die Reife zu kapieren, wie wichtig die Schule ist.


    Was könnte man am Schulsystem eurer Meinung nach verbessern?
    Vielleicht auch an Hauptschulen weitere Fremdsprachen einführen. An der Hauptschule wo ich war, gab es nur Englisch und in den Hauptschulen Nachbarorten ebenfalls. Natürlich sollten weitere Fremdsprachen auf der Hauptschule natürlich auf ein für Hauptschuler angemessenes Niveau erfolgen. Was aber wirklich ätzend ist, sind diese Fächer wie Sport, Musik und Kunst. Nicht jeder ist talentiert darin. Die Fächer sollten zwar stattfinden, Kunst und Musik nur bis zur siebten Klasse und dann nur als freiwilliges Wahlfach, für diejenigen, die sich weiterhin damit beschäftigen möchten. Sport sollte überarbeitet werden, Noten nur freiwillig und das Anbieten von verschiedenen Kursen (Fußball, Tennis, Schwimmen, Turnen...).
    Am schlimmsten ist allerdings, dass jedes Bundesland sein eigenes Ding macht. So soll Bayern ja schwerer sein als z.B. Bremen. Ich hab mal gehört, dass bayerische Schüler, die Mittlere Reiffe haben, mehr wissen als ein Bremer Abiturent. Und da fragt man sich, warum einer Bremer Abiturent studieren darf, aber ein bayerischer Mittlere Reife Schüler nicht.


    Wie steht ihr zu anderen Schulsystemen?
    Ja, Japan ist bestimmt total anstrengend und fördernd. Finnland hat glaube ich kein Sitzenbleiben und die Lehrer gehen sehr auf die Schüler ein. Dieses Konzept von Finnland hört sich durchaus positiv an, habe mich allerdings ehrlich gesagt noch nicht so sehr darüber informiert.
    Findet ihr Sitzenbleiben und Überspringen gut oder schlecht?
    Überspringen ist definitiv eine gute Sache, wenn der Schüler in seiner Klasse sich womöglich langweilt und er in einer höheren Klasse mühelos mitkommt, wieso nicht? Sitzenbleiben finde ich auch nicht schlecht, da man so die Gelegenheit zur Verbesserung bekommt. Ich habe auf der FOS auch eine Klasse wiederholt und es hat mir nicht geschadet.
    Wie findet ihr die Benotung in eurem Land?
    Naja, an sich ganz gut, nur sollten die Lehrer gerecht benoten. Hab schon oft erlebt, dass Schüler die sich freiwillig für den Tafelwischdienst melden, bei mündlichen Abfragen besser benotet werden. Gut finde ich das System mit den Punkten in Oberstufe, da sieht man ganz genau ob eine drei eine schlechte drei oder eine gute ist.

  • Gegliedertes Schulsystem in Deutschland - ich würde eher von einem selektiven System sprechen. Wobei ja noch nicht mal mehr das Hauptaugenmerk auf Leistung liegt, sondern vermehrt auf dem sozialen Status. Zudem ist es unglaublich, dass diese Selektion nach vier Jahren über die Bühne geht: wenn schon getrennt wird, dann bitte frühestens nach sechs Jahren.
    Wobei ich generell gegen die Trennung von Gymnasium, Real- und Hauptschule bin. Allein augrund der Klischees, die die jeweilige Schulform mit sich bringt, ist dieses System himmelschreiend ungerecht.
    Es muss generell mehr die individuelle Förderung im Vordergrund stehen, zudem die Integration und, in einem weiteren Schritt, die Inklusion weiter voran gebracht werden.


    Wenn ich sonst gar nichts von der PISA-Studie halte, so hatte sie wenigstens den positiven Aspekt, dass seit Bekanntwerden der Ergebnisse das deutsche Bildungssystem in der Kritik steht. Völlig zurecht.
    Wenn ich allein daran denke, wie sehr das Studium ansich in den letzten zwei Jahrzehnten entwertet wurde... (Stichwort Bachelor, neue Ausrichtungen, keine Studiengebühren etc.).


    Die Nutznießer dieses Systems sind lediglich Politikund die Wirtschaft: erstere freut sich natürlich über jeden un- bzw. halbgebildeten, leicht manipulierbaren Bürger, letztere über das ausgebildete Humankapital. Der Mensch hat zu funktionieren, möglichst ohne nachzudenken oder unangenehme Fragen zu stellen.
    So, kurzer Ausflug in den Neoliberalismus beendet, beantworte ich lieber nochmal die Fragen:


    Seid ihr mit eurem Schulsystem zufrieden?
    Nein.


    Was könnte man am Schulsystem eurer Meinung nach verbessern?
    So vieles, dass es sich fast mehr lohnen würde, das derzeitige "abzureißen" und wieder bei Null anzufangen. Jajaja, das wäre natürlich auch Quatsch, aber es muss sich imho sehr vieles ändern...


    Wie steht ihr zu anderen Schulsystemen?
    Aufgeschlossen; Deutschland ist fast das einzige Land, in dem nach vier Jahren selektiert wird. Das kann echt nicht sein... Positive Beispiele gibt es genug, sowohl für Theorie als auch Praxis.


    Findet ihr Sitzenbleiben und Überspringen gut oder schlecht?
    Gegenfrage: wenn niemand mehr sitzen bliebe, egal bei welcher Leistung, wäre das gerechtfertigt? Womit wir auch wieder beim Thema "Individuelle Förderung" wären. In unserem derzeitigen System muss ich sagen: Sitzenbleiben ist "gut" (Gut ist es ansich natürlich nie, aber das System ansich ist gerechtfertigt).


    Wie findet ihr die Benotung in eurem Land?
    Sechs Noten mit jeweiligem Vorzeichen (+/-) sind ausreichend, wenngleich ich das System einer Punktzahl von 0-100 ebenfalls ansprechend finde. Für dieses fehlt mir zur Zeit jedoch die praktische Erfahrung, um es rundherum gut zu heißen.


    Was denkt ihr zum Thema Chancengleichheit?
    Gibt es. Nur nicht in Deutschland ;) Man schaue nur einmal auf die Berichte/Umfragen der letzten Jahre zu diesem Thema: nicht nur wurde es immer schwerer, aus seinem sozialen Milieu "aufzusteigen", nein: aus Sicht der Politik werden sich die Bürger dieser Ungerechtigt "leider" immer bewusster.


    Zusammen mit den anderen, großen Ungerechtigkeiten in diesem Land und demimmer besser werdenden Informationsfluss im Internet (nie war es so leicht, Vertuschungen und Klüngeleien der Voklsvertreter mitzubekommen) sehe ich eine realistische Chance, dass es irgendwann in diesem Land zum großen Knall kommt...


    Das wäre es erst einmal von meiner Seite.

  • Zitat von Alaiya

    Genau so problematisch finde ich den Unterrichtskanon in den meisten Bundesländern. Es sollte einfach nicht sein, dass subjektive und/oder absolut talentabhängige Fächer wie Kunst, Musik oder Sport versetzungsrelevant sind. Ich finde es nicht schlecht, dass diese Fächer unterrichtet werden und angeboten sind, aber... Nicht jeder ist sportlich, nicht jeder ist musikalisch und nicht jeder ist künstlerisch begabt. Dazu kommt, dass gerade in Kunst die Note oftmals vom Geschmack des Lehrers abhängt. Ich habe auf dasselbe Bild durch Lehrerwechsel bei einem Lehrer eine 4, beim nächsten eine 1- gehabt...
    Und ja, manche Lehrer benoten hier aufgrund dessen, wie sehr sich jemand anstrengt. Das ist gerecht. Aber das ist bei weitem nicht bei allen Lehrern so. Und - wie gesagt - das sollte einfach nichts mit der Versetzung zu tun haben. Niemand sollte Sitzenbleiben, nur weil er in Sport und Kunst eine 5 hat. Und ja, ich habe solche Fälle erlebt, wo Leute wegen Sport und Kunst, Sport und Religion oder dergleichen sitzen geblieben sind - wobei der Grund für die schlechte Religionsnote war, dass es eine katholische Schule war und der Schüler, wenngleich katholisch getauft, einfach nicht gläubig war..


    Das Problem ist ja eher, dass diese Noten relevant sind. Ehrlich gesagt war mir schon immer egal, ob ich nun eine 1 oder vll. eine 3 in künstlerischen Fächern und in Turnen habe, da sich das sowieso nie wieder jemand ansieht und die Noten auch nicht relevant sind. Aber man ärgert sich dennoch, weil man sich ja dennoch Mühe gegeben hat. Nur in Kunst hatte ich eben nie Probleme, weil ich immer das Glück hatte, dass eben diese Mühe benotet wurde. Was schlimmeres als eine 3 gab es ohnehin in solchen Fächern bei uns nie. Um eine 4 oder 5 zu bekommen musste man schon dasitzen und Löcher in die Luft starren oder gar nicht erst erscheinen. Um in Musik, Kunst, Turnen, Ethik und all solchen Fächern bei uns eine 4 oder 5 zu bekommen, musste man sich immer ganz besonders blöd anstellen. Als Otto-Normal-Schüler hat man das nicht geschafft. ^^" Demnach habe ich auch nichts gegen solche Fächer - auch wenn ich mir denke, dass ich auch in meiner Freizeit zeichnen könnte *hüstel* -, da ich eine Bandbreite von 1 bis 3 recht fair finde. Dass man einfach so eine 4 auf ein Bild verteilt, weil es nicht den persönlichen Geschmack trifft, das kenne ich einfach nicht, weder von der Volksschule, noch vom Gym, noch von der Höheren. Wie das in anderen, österreichischen Schulen ist, weiß ich nicht, aber ich habe gehört, dass es so ähnlich ist. Bei regelmäßiger Anwesenheit und Mitarbeit kann einem in einem talentabhängigen Fach (Musik, Zeichen, Turnen) oder einem Fach, bei dem man nur mitreden und zuhören muss (Religion bzw. Ethik) kaum etwas Schlimmeres als eine 3 passieren - und für die 3 muss man sich schon extra "bemühen".
    Es kann generell sein, dass manche hier ihr Zeugnis nicht gar so ernstnehmen, weil sich bestimmt viele aufgrund der fehlenden Numerus Clausus sagen: Ich will das und jenes studieren. Im Leben wird mich nie einer fragen, was ich auf die Buchhaltungsschularbeit im 3. Jahr, im 2. Semester hatte. Ganz nach dem Motto: In x bin ich gut, in y nicht. Aber was soll's? Durch ist durch - und wenn man in der Oberstufe einen 5er hat (mehr geht ja nicht~) und das sonstige Zeugnis akzeptabel aussieht, erhält man eine Aufstiegsklausel, jedoch an die Bedingung geknüpft, dass alles im Maturazeugnis positiv sein muss. Logisch irgendwo.
    Matura ist Matura, auch wenn man in den wichtigeren Fächern wie Mathe, Englisch, Deutsch natürlich trotzdem das Beste herausholen möchte. Ich meine, natürlich wird die Matura keinem hinterhergeworfen, aber auf solche oben genannten Fächer wird einfach nicht derselbe Wert gelegt wie auf Mathe, Englisch und was weiß ich alles. Anwesend sein, mitmachen und schon kann einem eigentlich gar nichts mehr passieren. Wir haben eig. immer Zeichnen zB. im Gym als "Erholung" angesehen. Das war in einem anstrengenden Tag angesiedelt. Wir sind dann pinseln gegangen - sozusagen zur "Erholung" - und dann ging's weiter.

  • Zitat von Alaiya

    wobei der Grund für die schlechte Religionsnote war, dass es eine katholische Schule war und der Schüler, wenngleich katholisch getauft, einfach nicht gläubig war..


    Naja, vielleicht wäre es dann eher besser gewesen, doch die Schule zu wechseln ^^° Okay, kann unter Umständen nicht so ganz einfach sein, aber ich denke trotzdem, derjenige hätte davon profitiert, nicht nur notentechnisch. Wenn einem Sprachen nicht liegen, geht man ja eigentlich auch nicht auf den Sprachzweig oder wenn man nichts mit Mathe anfangen kann, nicht auf den naturwissenschaftlich-mathematischen Zweig.
    Nur wenn es keine andere Wahl gibt, also zB. keine derartige Schule in der Nähe ist, ist es eben etwas schwierig... ich wäre wohl besser auf den Kunstzweig gegangen, aber es gab weit und breit kein Gymmi mit diesem Zweig. Dann musst ich einen Kompromiss machen und den Sprachzweig wählen... naja...


    Ich fände es zB. gut, wenn Fächer wie Kunst, Musik oder Sport nicht mehr unterrichtet würden, sondern man (wie in anderen Ländern) die Pflicht hat, einen oder mehrere Kurse in der Richtung zu belegen, aber sich dann aussuchen kann, was und das wird dann nicht benotet (oder nur unter besonderen Umständen). In unserer Kollegstufe konnte man zB. Chor wählen - als Wahlpflichtfach mit Noten, aber diese Noten musste man nicht mit einberechnen, wenn man das nicht wollte - man konnte.
    So könnte man zB. auch Nachmittags-Wahlpflichtkurse machen wie Fußball, Tischtennis, Grafische Gestaltung, Aquarellmalen, Orchester, Theater etc... man muss sich eines aussuchen, aber man hat die breite Auswahl und kann nehmen, was einem am besten gefällt und was einem (noch) am einfachsten fällt.
    Wenn man die normalen Fächer Kunst, Musik, Sport einfach weiter unterrichtet, nur die Noten streicht, dann hätte man das Problem, das Schüler, denen es keinen Spaß macht oder denen es schwer fällt, einfach gleich resignieren und sich um gar nichts mehr bemühen. Das wäre auch kein Unterricht. Ich finde, es wäre eben eine gute Möglichkeit, die Fächer zu spezialisieren und zu personalisieren.

  • Nun, da ich zufällig auf dieses Thema gestoßen bin, dachte ich, ich hole es einfach mal aus der "Versenkung" hervor. (:


    Seid ihr mit eurem Schulsystem zufrieden?
    Bedingt. Ich komme in zwei Tagen in die EF (Einführungsphase, entspricht der 10. Klasse) eines Gymnasiums, was bedeutet, dass ich jetzt Kursunterricht habe, also meinen Stundenplan, wenn auch eingeschränkt, selbst zusammenstellen kann. Bei uns ist G8, was ja von vielen kritisiert wird. Ich persönlich kann natürlich nicht sagen, ob G9 besser ist, da ich ja selbst natürlich nie G9 hatte, aber dass das Abitur in 8 Jahren mit einem gewissen Stress verbunden ist, ist auch klar. Ich habe zwar bis jetzt noch nicht so viel davon mitbekommen, aber manchmal fällt es mir schon auf. Zum Beispiel letztes Jahr in Geschichte. Wir haben im zweiten Halbjahr einen neuen Lehrer bekommen, hingen allerdings in Geschichte ziemlich hinterher im Vergleich zu unseren Parallelklassen. Dazu kommt dann noch, dass der Lehrer nicht selten fehlte, was bedeutete, dass wir pro Stunde vielleicht ein Thema behandelten und mal eben 2-3 zum nächsten übersprungen haben, weil wir eben alles schaffen mussten. Wir hatten den zweiten Weltkrieg in 2 Woichen durch, was mich schon irgendwie gewundert hat. Natürlich ist dieses Beispiel jetzt nicht so gut, da auch andere Dinge, wie eben das Fehlen der Lehrperson, Einfluss darauf hatten, aber wir mussten eben viele Themen in kurzer Zeit schaffen, weshalb wir auch viele wichtige Dinge weglassen mussten. G8 hat ja durch das gegliederte Schulsystem auch Einfluss auf die Realschüler, die vielleicht nach der 10. Klasse auf ein Gymnasium wechseln wollen, um das Abitur zu machen. Die müssen jetzt die 10. Klasse wiederholen oder auf eine Gesamtschule wechseln, das war sicherlich mit G9 irgendwie einfacher. Dass wir nach 4 Jahren getrennt wurden, hat mir eigentlich nicht so viel ausgemacht, bzw ich könnte mich jetzt nicht groß beschweren, weil ich mir damals keine großen Gedanken darüber gemacht habe.


    Was könnte man am Schulsystem eurer Meinung nach verbessern?
    Ein Thema, das einige hier ja schon angesprochen haben, war ja die Benotung von künstlerischen Fächern wie Musik oder Kunst und Sport. Ich denke, dass man da auf jeden Fall etwas verbessern könnte. Meiner meinung nach können die Fächer zwar noch benotet werden, allerdings sollte diese Note keinen Einfluss auf die Versetztung oder den Durchschnitt haben, da sie ja ganz offensichtlich von Talent abhängig ist. Leider ist hier aber die Subjektivität auch ein Thema. Ich habe damit auch schon Erfahrungen gemacht. Ein Beispiel ist, dass meine Freundin vor einem Jahr, als wir das letzte Mal Kunst hatten, trotz eigentlich sehr guten Bildern oftmals eine Note bekommen hat, die ihrer Leistung eigentlich nicht gerecht wurde, weil die Bilder vielleicht der Lehrerin nicht gefielen. Zudem sollten wir einmal ein Labyrinth zeichnen, und ihres war wirklich gut und hätte meiner Meinung nach eigentlich eine Eins verdient, aber die Lehrerin hat ihr nicht geglaubt, dass sie es gemalt hat (wir sollten es zu Hause beenden) und deshalb verlangt, dass sie ein neues zeichnet. Dafür hatte sie natürlich jetzt nicht mehr so viel Zeit, weshalb sie ein kleineres abgeben musste, für das sie dann eine 2- bekam. Mein Sportlehrer letztes Jahr war ähnlich. Man konnte ganz klar erkennen, dass er Lieblingschüler hatte und die Noten willkürlich vergab. Ich bin zum Beispiel nicht ganz so sportbegeistert, aber war im Vergleich zu anderen Schülern immer relativ diszipliniert, auch wenn ich manchmal auf der Bank saß. Trotzdem haben dann Schüler, die zwar sportlicher, aber dafür auch unhöflicher waren, eine bessere Note bekommen. Eine andere Freundin von mir hatte das gleiche Problem wie ich, und sie ist nun wirklich das Gegenteil von vorlaut und eigentlich auch sportlich, deshalb konnte ich die Note nicht nachvollziehen. Subjektivität, wenn auch in anderer Form, zB wenn man einen Schüler besonders mag, gibt es denke ich in jedem Fach, nur kommt halt bei Sport/Kunst usw dazu, dass man nicht durch Anstrengung Leistungen bringen kann, um das Gegenteil zu beweisen, sondern auch einfach etwas Talent braucht. Man lernt ja nicht von einem Tag auf den anderen, perfekt zu zeichnen, das dauert lange. Das Erlernen von mathematischen Formeln zB geht da wohl durchaus schneller. Deshalb sollten diese Fächer nicht über die Versetzung entscheiden.
    Genauso sollte Religionsunterricht von Anfang an zur Wahl stehen. Bei uns ist es so, dass man ab der 8. Klasse zwischen Religion und Philosophie wählen kann. Eigentlich war dieses Angebot für andersgläubige Migranten gedacht, da bei uns der Migrantenanteil relativ hoch ist, aber mittlerweile nehmen auch viele andere Schüler, die einfach nicht an Gott glauben, dieses Angebot an.


    Findet ihr Sitzenbleiben und Überspringen gut oder schlecht?
    Ich selbst habe die zweite Klasse übersprungen, weshalb ich gerade zu letzterem wohl etwas mehr sagen kann. Ich persönlich finde es gut, wenn die Möglichkeit dazu gegeben ist, man muss das Angebot ja nicht annehmen. Jedoch sollte auch jedem Schüler und im Falle von Grundschülern, bei denen das ja wesentlich öfter der Fall ist, jedem Elternteil klar sein, dass damit auch einiges an Stress und Druck verbunden ist. Ich wollte anfangs gar nicht überspringen, wurde aber im gewissen Maße schon dazu gedrängt. Man überspingt nicht einfach so, man muss den Stoff der Klasse natürlich auch irgendwie nachholen. Bei mir zB war es die Schreibschrift, die ich komplett in zwei Wochen Osterferien lernen musste. Bei höheren Stufen ist es sicher noch mehr Arbeit. Im Nachhinein bin ich zwar irgendwie froh, dass ich übersprungen habe, aber jetzt wo wir G8 haben, mache ich mein Abitur in 7 Jahren und bin gerade 17 geworden, wenn ich es habe, beim Schreiben der Prüfungen bin ich sogar noch 16. Da sollte man sich vielleicht die Frage stellen, ob das nicht etwas verfrüht ist.
    Sitzenbleiben finde ich auch nicht unbedingt schlecht. Was nützt es einem Schüler, wenn er zwar in die nächste Klasse kommt, den Stoff der letzten aber nicht mal richtig verstanden hat, je nach dem, was der grund für die eigentliche Wiederholung ist. Man fühlt sich doch nur überfordert. Wenn das Sitzenbleiben abgeschafft wird, dann muss man Fördermaßnahmen für die Betroffenen einführen, und die müssen auch effektiv sein. Nicht jede Familie kann sich Nachhilfe leisten, deshalb sollten die Schulen solche Maßnahmen zur Verfügung stellen, ansonsten bringt das nichts.


    Den Rest lass ich mal weg, ich will ja keinen Roman verfassen. ^^"
    ~Rum

  • Subjektive Fächer raus, Lob an die Lehrer, die nach Anstrengung benoten, was sie aber nicht tun. Talentabhängige Fächer auch raus.

    1. Subjektive Fächer? Die Schule ist eine Vorbereitung auf das eigenständige Leben in einer Gesellschaft und daher gibt es da keine "subjektiven Fächer". Selbst Kunstlehrer bewerten ausschließlich nach Qualität soweit es ihnen möglich ist.
    2. Wenn das "nach Anstrengung benoten" das bedeuten soll, was ich denke, heißt das: "Wenn ich mir in Mathe höllisch Mühe gebe, es aber nicht kann, bekomme ich trotzdem eine Eins, kann irgendwann Architekt werden und obwohl ich von Statikberechnung nichts verstehe, entwerfe ich tolle Häuser!"
    3. Talentabhängige Fächer. Von was soll es denn sonst abhängen? Jedes Fach beruht auf Kompetenz und man kann sich alles anlernen, selbst Sport, welches auf herkömmlichen Schulen wohlgemerkt keinen Einfluss auf Bildungsentscheidungen hat.

    Findet ihr Sitzenbleiben und Überspringen gut oder schlecht?
    Schlecht, es sind dabei unnötige Jahre, die man wiederholt. Dazu wird man ausgelacht, wenn man sitzenbleibt.

    Man wiederholt doch genau die Jahre, die man verbockt hat, oder nicht? Warum sollen genau die dann unnötig sein? Übrigens ist mir Derartiges noch nicht aufgefallen, dass Sitzengebliebene nicht (auffällig schnell) in die Klasse integriert werden und selbst wenn wird das Bildungsministerium wohl kaum etwas dafür können.

    Wie findet ihr die Benotung in eurem Land?
    Schlecht. Mündliche Noten sind fehl am Platz, was bringt es mir, wenn ich mich melde und in Mathe etwas über Wurst erzähle, anstatt schlau zu sein?

    Mündliche Noten sind fehl am Platz? Spätestens hier merkt man dass du sehr speziell wirst, weil die mündlichen Noten für den Durchschnittsschüler eher Rettung als Last ist. Wenn deine Mitschüler gute Noten bekommen, weil sie von Wurst erzählen, dann beschwer dich halt bei deinem Lehrer aber das Bildungssystem, um welches es sich hier dreht, kümmert sich um die Allgemeinheit und da ist es wahrscheinlich in den meisten Fällen nicht so.




    Seid ihr mit eurem Schulsystem zufrieden?
    Ja, besonders mit meinem. Im nächsten Ort wurde letztes Jahr ein neuer Typ Gesamtschule eröffnet, heißt: die Kinder bekommen ein Arbeitsblatt, bearbeiten dass, dann, wenn sie noch Motivation haben äh... unbedingt weiterarbeiten wollen, bearbeiten sie ein zweites, schwierigeres und wer dann noch nicht genug von Schule hat, der kann dann noch ein drittes Blatt nehmen, wo Aufgaben für Fortgeschrittene sind, und ich bin entsetzt davon. Ein naher Verwandter von mir arbeitet in einem Sekretariat in einer örtlichen Realschule und hat dieses Jahr so viele Anmeldungen wie noch nie bekommen, weil ein Großteil einfach von dieser Schule fliehen möchte - und das verstehe ich voll und ganz weil man damit keinen Erfolg erzielen wird.
    Und solche Versuche, das Bildungssystem zu revolutionieren, versetzen mich immer mehr in den Glauben, dass jeder weitere Versuch, es zu verbessern, übers Ziel hinausschießt. Ich will auf gar keinen Fall mehr Pädagogik an der Schule, weil mir der Gedanke nicht gefällt dass uns die Lehrer mit psychologischen Techniken beeinflussen, außerdem kann ich es gar nicht haben, wenn ein Referendar uns mit Süßigkeiten motivieren will, vor allem in der achten Klasse...
    Ich hab das so mitbekommen, dass das Abitur in Baden-Würtemberg und in Bayern am schwierigsten sein soll und in ersterem wohne ich und hab nicht den Eindruck dass wir zu sehr unter Druck gesetzt werden. Wenn, dann vielleicht von einzelnen Lehrern, aber nicht vom Lehrplan. Die Benotungen sind weit mehr als gerecht, davon kann ich ein Lied singen.

    die Benotung von künstlerischen Fächern wie Musik oder Kunst und Sport.

    Jetzt würde es mich aber mal interessieren, was Musik zu einem künstlerischen Fach macht?
    Tonleitern auswendig lernen, Synkopen erkennen/definieren und wissen, wo Händels Begräbnisstätte liegt, erfordert eher weniger Talent oder Kunstfertigkeit. :/


    Was könnte man am Schulsystem eurer Meinung nach verbessern?
    Ich bin nicht unbedingt derjenige, der gerne einer Verfassung Verbesserungsvorschläge gibt, ich hab im Gegensatz zu den Politikern im Bildungsministerium weder Politik noch Pädagogik studiert und deswegen wäre es irgendwie unpassend, sich als schlauer als diese zu halten. Aber ich hatte auch schon mal ein paar Gedanken dazu.
    Als erstes, was jetzt vielleicht etwas kindisch klingen mag, wäre da dass Mathematik seine zentrale Rolle verliert. Es wird in einem Jahr Mathematik so viel unterrichtet, was kaum einer brauch und selbst wenn man es braucht, lernt man es jeweiligen Studium erneut und das selbstverständlich besser. Ich rede hauptsächlich von Graphen und warum man eine ganze Schulwoche darin investieren muss, zu erklären wie man mithilfe eines Taschenrechners den Scheitelpunkt bestimmen kann.
    Außerdem sollte man den Religionsunterricht allgemeiner gestalten. Wenn selbst unterschiedliche christliche Konfessionen voneinander getrennt werden, scheint mir das ziemlich altmodisch. Wir haben in den vergangenen Jahren Religion (katholisch) neben ein paar anderen Themen das Judentum und den Islam durchgenommen und keine andere Religionen, zumal Hinduismus und Buddhismus ebenso Weltreligionen sind und ich mir vorstellen kann, das letzterer auch noch an Bedeutung gewinnen wird. Ich fände es besser, wenn man im Religionsunterricht Religionen vorgestellt bekommt, damit man später wählen kann, welche das eigene Leben am meisten bereichert, anstatt die Schüler irgendwie zu überzeugen, dass ihre Religion die richtige für sie ist.
    Wie gesagt, ich hab keine Ahnung wie das umzusetzen ist, aber das hat mich gestört.


    Aber es überrascht mich dass ausgerechnet in meiner Gegend alle so locker mit dem Bildungssystem umgehen. Ich war noch in keinem anderen Bundesland auf der Schule und weiß daher nicht, wie es dort mit Chancengleichheit o.Ä. steht, aber hier hab ich so etwas noch nicht gesehen, bis auf das Problem einiger Migranten, aber ich habe schon zwei Fälle miterlebt, bei denen jemand mit keinem einzigen Wort Deutsch auf unser Gymnasium gewechselt hat und eine davon hat es tatsächlich in drei Monaten geschafft, dem Unterricht fast problemlos zu folgen und da frage ich mich, ob nicht etwas mit der Diskussion übertrieben wird und man einen Teil davon auf die Arbeitsmoral der Schüler schieben kann. Und übrigens Respekt wie man hier auf Neoliberalismus kommen kann. :D

  • die Benotung von künstlerischen Fächern wie Musik oder Kunst und Sport.


    Jetzt würde es mich aber mal interessieren, was Musik zu einem künstlerischen Fach macht?
    Tonleitern auswendig lernen, Synkopen erkennen/definieren und wissen, wo Händels Begräbnisstätte liegt, erfordert eher weniger Talent oder Kunstfertigkeit. :/


    Musik fällt in die Klasse der künstlerischen Fächer, dass ist so vom Schulministerium festgelegt, zumindest in NRW, jedenfalls fiel es bei der Wahl meiner Kurse in den Bereich "Künstlerische Fächer", zusammen mit Kunst und Literatur. Das war, was ich damit meinte. Es ist sicherlich Ansichtssache, ob Musik direkt etwas mit Kunst usw zu tun hat, aber da man sich dort nun mal auch kreativ betätigt, sei es auch nur selten der Fall, ordne ich es in diese Kategorie ein. Durch die dort behandelte Theorie unterscheidet sich Musik natürlich in gewissem Maße vom Kunstunterricht, und die Benotung in diesem Fach ist vielleicht gar nicht so falsch, aber für mich ergibt es keinen Sinn, da nun mal, zumindest in der Unter- Mittelstufe, auch noch andere Sachen dazukommen. Bei uns zum Beispiel war es so, dass wir noch nebenbei an einem Lied gearbeitet haben, und wer da kein Instrument spielen oder einigermaßen singen konnte, der hatte Pech. Das ist sicherlich überall anders, vielleicht auch in der Oberstufe, aber unser Lehrer hat seine Noten schon davon abhängig gemacht.


    Mathematik wird tatsächlich etwas überbewertet, finde ich. Man lernt dort Dinge, die ein Durchschnittsbürger später nicht mehr braucht, und dass man Mathe durchgehend haben muss, finde ich ehrlich gesagt weniger nötig. Ich zum Beispiel habe nicht vor, etwas mit Mathe zu machen, wenn ich die Schule beendet habe, stellt sich also die Frage, ob ich dieses Fach überhaupt noch brauche. Ein gewisses Grundwissen sollte natürlich vorhanden sein, aber der Matheunterricht geht nun mal darüber hinaus. Stattdessen sollte man Fächer wie Englisch oder andere Sprachen vertiefen, denn die gewinnen immer mehr an Bedeutung.

  • Zum Thema Mathe kann ich nur wiederholen, was ich in einem anderen Thread (in anderem Zusammehang) schon mal sagte:


    Zitat

    Mathe zum Beispiel, die Grundlagen hat man bis Klasse 6, spätestens 7 durch. Wenn es dann mit Funktionsgraphen, Trigonometrie & Co. losgeht ist der Sinn dahin, braucht man für die wenigsten Berufe, denke ich und ich weiß jetzt schon, dass ich in meinem Beruf niemals einen Funktionsgraphen analysieren werde oder auch nur etwas im entferntesten in die Richtung. Trotzdem konnt ich aus dem quälenden Matheunterricht viel mitnehmen: Probleme lösen, (logisch) um die Ecke denken, am Ball bleiben, Zusammenhänge herstellen, ein Problem von vielen Seiten aus betrachten. Besonders wenn es um logische Denken und Problemlösung gibt, behaupte ich, diese Fähigkeit kann man sich beim Lernen in keinem anderen Fach so intensiv aneignen, wie in Mathe.


    Zumal man es sich imho, gerade aus Schüler Sicht, ziemlich einfach macht immer zu sagen "Das werd ich nicht brauchen". Ich hatte meinen Berufswunsch bei mir im Jahrgang im Gegensatz zu allen anderen extrem früh, erstes Halbjahr 11. Klasse, was aber auch an Bewerbungsfristen lag. Ein Großteil meiner damaligen Mitschüler weiß jetzt noch nicht mal, was sie machen wollen und das Abi ist seit 3 Monaten rum und wir waren so ziemlich der größte Jahrgang der 5 Gymnasien.
    Es soll nun mal alles an Wissen so gut wie möglich abgedeckt werden und das geht halt eben nur so. Ich bin mir ziemlich sicher das Geschrei bei vielen wären am Ende groß, wenn es gewisse Fächer nur noch bis zu einer bestimmten Jahrgangsstufe gäbe, weil sie am Ende doch merken, dass sie das Fach dann doch gebraucht hätten.

  • Ist aber eben Fakt, dass man den ganzen Kram ab nem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr braucht. Maximal noch für Einstellungstests, die man aber möglichst während der Schulzeit machen sollte, weil man sich meist ja während des letzten Schuljahres oder sogar noch früher bewirbt. Danach fragt kein Schwein mehr, wie man ne quadratische Funktion lösen kann, es sei denn, der Beruf hat eben richtig was mit Mathe zu tun.
    Was das logische Denken angeht, darüber kann man sich auch streiten, ich bin da anderer Meinung.

  • Ist aber eben Fakt, dass man den ganzen Kram ab nem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr braucht. Maximal noch für Einstellungstests, die man aber möglichst während der Schulzeit machen sollte, weil man sich meist ja während des letzten Schuljahres oder sogar noch früher bewirbt. Danach fragt kein Schwein mehr, wie man ne quadratische Funktion lösen kann, es sei denn, der Beruf hat eben richtig was mit Mathe zu tun.
    Was das logische Denken angeht, darüber kann man sich auch streiten, ich bin da anderer Meinung.


    Und der wäre wann? Auch abseits meiner eigenen Jahrgangsstufe hab ich von mehr Abiturienten gehört, dass sie jetzt noch keine Ahnung haben, was sie machen wollen und erstmal ein Jahr Pause machen.


    Es geht ja nicht nur um logisch Denken, es geht auch darum, den Aufbau eines Problems zu erkennen, Lösungsansätze finden (gibt in Arbeiten auch ohne Ergebnis Punkte), Sachzusammenhänge erfassen - hat ja auch seinen Grund, dass besonders in Abschlussprüfungen die Aufgabenstellung nur "Löse" lautet, sondern mit ewig viel trara.
    Wenn ich so schaue, ich kenne jemanden, der macht momentan seinen Meister für Metallberufe, hat zuvor die Hauptschule besucht. Was dort teilweise abgeprüft bzw. verlangt wird, auch in Sachen Mathe, besonders was bestimmte Techniken & Arbeitsweisen diesbezüglich betrifft, kenn ich noch aus der 11. Klasse - nur so viel zum Thema, braucht man nie wieder und weiß man vorher.


    Generell, wer sagt, er braucht nur das und das für seinen Beruf - es gibt genug Bildungswege, die das ermöglichen, ist nicht so, als müsste man im deutschen Schulsystem zu einem großen Teil nur unnützes Wissen pauken. Wer aber die allgemeine Hochschulreife will, der muss eben auch allgemeines Wissen haben bzw. vermittelt bekommen. Es ist halt nicht Aufgabe der Schule, uns auf Berufe vorzubereiten, sondern uns ein fundiertes, möglichst breit gefächertes Wissen beizubringen. Was ich für meinen Beruf brauche, lern ich in der Berufsschule oder ähnlichem.

  • 1. Subjektive Fächer? Die Schule ist eine Vorbereitung auf das eigenständige Leben in einer Gesellschaft und daher gibt es da keine "subjektiven Fächer". Selbst Kunstlehrer bewerten ausschließlich nach Qualität soweit es ihnen möglich ist.


    Es tut mir leid, aber das stimmt einfach nicht. Kunstlehrer bewerten vorrangig nach Geschmack und nebenbei noch etwas nach Talent des Schülers. Bemerkt man schnell, wenn man aus irgendwelchen Gründen in die Verlegenheit kommt, dass dasselbe Bild von zwei verschiedenen Kunstlehrern bewertet wird. Ich habe eine solche Situation zwei Mal während meiner Schulzeit mitbekommen. Das eine Mal hatte unser Kunstlehrer einen Herzinfakt und wurde ersetzt und die neue Lehrerin hat die Bilder alle noch einmal neu bewertet, das andere Mal wurde eine Lehrerin (das war in der Oberstufe) Schwanger, hatte komplikationen und fiel daher aus, weshalb auch hier noch mal neu bewertet wurde. Fast durchgehend waren Unterschiede in den Benotungen von ein bis zwei Noten. Im ersten Fall kam ich von einer Note zwischen drei und vier auf eine 1-, im zweiten Fall von einer 1- auf eine 3. Auf dieselben Bilder. Und übrigens an zwei verschiedenen Schulen. Und ich war eben nicht die einzige, sondern es waren immer große Teile der Klasse/des Kurses betroffen!
    Selbst andere Fächer sind verdammt Subjektiv. Ich sage nur Deutsch/Englisch. Offiziell heißt es, dass es bei Textanalysen darum gehen sollte, wie gut der Schüler in den Analysen begründet und ob er Stilmittel allgemein erkennt, nicht darum, ob der Schüler bei der Analyse zum selben Ergebnis kommt, wie der Lehrer oder gar Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Max Müller. Dennoch habe ich es schon so oft erlebt, dass Schüler, die alle Stilmittel erkannt haben und eine Analyse auf ihnen aufgebaut haben, eine 3 oder eine 4 bekamen (und das ohne großartig erwähnenswerte Rechtschreibfehler), da ihr Analyseergebnis eben nicht das war, was der Lehrer haben wollte. Führte dazu, dass in einem Deutschkurs an unserer Schule (zum Glück war ich nicht in diesem, sondern einem weiteren Kurs) alle Schüler sich immer die Analysen zum Thema der Klausur eines bestimmten Professors durchlasen, da bekannt war, dass der Deutschlehrer großer Fan dieses Professors war und demnach letzten Endes (ob bewusst oder unbewusst sei dahin gestellt) erwartete, dass die Schüler die Texte so interpretierten, wie es dieser Professor tat. Sprich: Man lernte die Argumentation von diesem Professor auswendig. Aber mit Qualität hatte das im Aufsatz dann gar nichts mehr zu tun.


    Talentabhängige Fächer. Von was soll es denn sonst abhängen? Jedes Fach beruht auf Kompetenz und man kann sich alles anlernen, selbst Sport, welches auf herkömmlichen Schulen wohlgemerkt keinen Einfluss auf Bildungsentscheidungen hat.


    Das ist so schlicht und ergreifend nicht wahr. In normalen Fächern sollte jeder, auch wenn er weniger begabt ist, durch lernen es schaffen können, gute Noten zu bekommen. Natürlich lernt der eine dafür mehr, als der andere, aber dennoch müssen (außer in reinen Verständnisfächern vielleicht) alle lernen, um gute Noten zu erzielen. Ausnahme dabei bilden direkte Lernbehinderungen, wie Dylexie und Dyskalkulie, doch selbst diese lassen sich mit professionellem Training eher beheben, wie motorische Schwierigkeiten, die halt nun mal bei knapp 10% aller Kinder vorkommen und es für sie schwer bis unmöglich machen beim Sport gute Leistungen zu erzielen (und dazu kommen noch Kinder, deren sportliche Leistungen durch andere Probleme, wie Asthma eingeschrenkt werden - denn leider wird darauf in der Bewertung selten Rücksicht genommen). Mit Kunst und gerade Musik sieht es noch schlimmer aus. Denn in beiden gibt es an normalen Schulen praktische Anteile und gerade musikalisches Taktgefühl kann man niemanden beibringen. Und bei Kunst sieht es nun einmal ähnlich aus: Um in Kunst gute Noten zu erzielen, braucht man eine gute Räumliche Vorstellung und eine gute Vorstellung von Strukturen, diese haben aber ein gutes Viertel aller Menschen nicht und diese ist schlicht und ergreifend kaum anlernbar.
    Und dazu kommt: Es ist ja schön und gut, wenn man deswegen nicht sitzenbleibt (übrigens stimmt das so nicht ganz, denn bei Schülern in Kippstellungen können auch solche Fächer mit in die Versetzungsentscheidung mit hineinspielen), aber es fördert nun einmal auch nicht die Motivation der Kinder.


    Mathematik wird tatsächlich etwas überbewertet, finde ich. Man lernt dort Dinge, die ein Durchschnittsbürger später nicht mehr braucht, und dass man Mathe durchgehend haben muss, finde ich ehrlich gesagt weniger nötig. Ich zum Beispiel habe nicht vor, etwas mit Mathe zu machen, wenn ich die Schule beendet habe, stellt sich also die Frage, ob ich dieses Fach überhaupt noch brauche. Ein gewisses Grundwissen sollte natürlich vorhanden sein, aber der Matheunterricht geht nun mal darüber hinaus. Stattdessen sollte man Fächer wie Englisch oder andere Sprachen vertiefen, denn die gewinnen immer mehr an Bedeutung.


    Wer glaubt, dass man Mathematik später nicht braucht, hat sich meistens geschnitten. Ich erinnere mich an eine Nachhilfeschülerin, die ich durchs Abitur in Mathe gepaukt habe und die nachdem sie irgendwie bestanden hatte anfing, Pädagogik mit den Worten "Endlich kein Mathe mehr!" zu studieren... Und dann fingen sie direkt im ersten Semester an, Statistiken auszuwerden, Entwicklungen zu berechnen etc. da ein allgemeines Pädagogikstudium eben auch Gesellschaftskunde enthält und in diesem solche Entwicklungen behandelt werden.
    Tatsächlich hat beinahe alles etwas mit Wissenschaft (ob Gesellschaftwissenschaft oder Naturwissenschaft) zu tun und Wissenschaft geht immer in irgendeiner Form auf die Mathematik zurück, zumal diese eben zum Lösen von Aufgabenstellungen und dergleichen am Ende immer herangezogen wird.

  • Zitat von Circa

    Ist aber eben Fakt, dass man den ganzen Kram ab nem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr braucht. Maximal noch für Einstellungstests, die man aber möglichst während der Schulzeit machen sollte, weil man sich meist ja während des letzten Schuljahres oder sogar noch früher bewirbt. Danach fragt kein Schwein mehr, wie man ne quadratische Funktion lösen kann, es sei denn, der Beruf hat eben richtig was mit Mathe zu tun.
    Was das logische Denken angeht, darüber kann man sich auch streiten, ich bin da anderer Meinung.


    1. Ist das kein Kram.
    Und 2.: Selbst wenn du es nicht mehr gebrauchen solltest, was ich doch schwer bezweifle, geht es einfach um Bildung. Natürlich könnte sich ein Mensch rein theoretisch nur so viel an Wissen aneignen, wie er unbedingt für sein Alltagsleben benötigt. Ob das glücklich macht ungebildet zu sein, ist es eine ganz andere Frage. Dadurch wird nur der Geist starr und unbeweglich, sag ich mal. Wissen wollen und für etwas Interesse zeigen, gehört einfach zum Menschsein dazu.


    Zum Schulsystem:
    Ich muss was loswerden...
    Welchem Genie ist eig. eingefallen, dass man Lehrer mitten im Schuljahr, Ende November - und zwar NUR Ende November-, in Pension schickt? Was haben diejenigen, die dieses System auf die Beine gestellt haben, in ihrem Leben nicht gepackt!? Das ist vollkommen hirnrissig, kontraproduktiv, schlecht für Schüler und den neuen Lehrer, der eine Klasse übernimmt und so tauscht man im Maturajahrgang einer fünfjährigen Oberstufe im letzten Jahr noch eine (Psychologie)Lehrerin aus, bei der manche FBA (Fachbereichsarbeit) schreiben und mündlich antreten wollen, obwohl Psycho ein Schwerpunkt ist. Fuu x__x
    Wollt nur Ärger ablassen. :D


    Zitat von Alaiya

    Selbst andere Fächer sind verdammt Subjektiv. Ich sage nur Deutsch/Englisch.


    "Deine Meinung zu der Interpretation des Textes ist falsch." Zitat ehemalige Deutschlehrerin zu 'ner Freundin von mir. :D


    Zu den Kunstfächern: Will mich nicht drüber aufregen, weil man bei uns nur mitmachen musste und man hatte seine 1 bekommen. War dann in Turnen auch so, was aber verdammt vom Lehrer abhängig ist. Bin halt ein unsportlicher Mensch und stand bei der einen Lehrerin zwischen 3 und 4. Danach als ich eine andere Lehrerin hatte: 2 wenn einige Fehlstunden vorhanden waren, 1 wenn wenige Fehlstunden lol
    Ethik/Religion: Kollektive 1. :D

  • Der Sportunterricht sollte unbedingt geändert werden. Wenn dann sollte man diesen unbewertet lassen (und somit den eigentlichen Sinn des Sportunterrichtes unterstützen) oder Jungen- und Mädchensport trennen. Denn das man die Geschlechter unterschiedlich bewertet ist, zumindest in Sport, gerechtfertigt, aber ihr glaubt gar nicht wie oft ich schon blöde Sprüche gehört habe weil ein Mädchen eine bessere Note hatte als ich, obwohl sie erstaunlich viel weniger leisten muss.
    Sitzenbleiben als solches ist gut und sollte beibehalten werden. Es bringt niemanden etwas wenn ein schlechter Schüler ein Zeugnis mit einem Durchschnitt von der Note fünf bekommt und dann auf den Arbeitsmarkt geschmissen wird. Das Problem ist, wie immer, die Gesellschaft die alle Sitzenbleiber sofort als faule Schüler behandeln und diesen keine Chancen geben sich zu beweisen.
    Überspringen ist eine andere Sache, man muss ja im Prinzip den gesamten Stoff der zu überspringenden Klasse kennen und das stelle ich mir schwer vor.


    Was mir aber bis heute unverständlich geblieben ist: Wieso hat man es zugelassen das jedes Bundesland sein Bildungssystem aufstellen kann? 16 verschiedene Bildungssysteme - Juhu! -_-