Sexualität, Geschlechter und Paraphilien

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  • Aber da gibs auch Fälle wo eine Schwangerschaft von nicht verwandten Eltern riskant ist. Da sagen die meisten ja auch nichts O:


    Echt nicht einfach ^^

    Und über den Punkt wollte ich reden. Es ist unfair, aber auf welche Weise sollte man es angleichen?


    Außerdem gibt es so viele Waisen. Wäre es nicht schön, wenn viel mehr Paare, selbst zeugungsfähige einfach eines adoptieren würde?
    Nur ein Wunschtraum von mir, weil ich da Mitleid habe.

  • Und über den Punkt wollte ich reden. Es ist unfair, aber auf welche Weise sollte man es angleichen?

    Tjaa schwer... Ist genau wie die Sache mit dem Alter...
    Oder gleichgeschlechtliche Beziehungen.


    Ich finde wenn zwei sich richtig lieben, sollte nichts dem im Wege stehen.
    Aber die Gesellschaft... Sie entscheidet ja was "normal" und "erlaubt" ist... manchmal echt schlimm :'D

  • Eben, da haben wir ja den Punkt. Man kann nicht einfach hingehen und sagen: Frauen ab 35, stark übergewichtige Frauen, Menschen mit erblichen Behinderungen, blutsverwandte Paare und sonstige Risikogruppen dürfen keine leiblichen Kinder mehr haben! Man sollte eher den Weg gehen, dass man ausreichend Beratung für entsprechende Risikofälle bereitstellt. Damit diese Paare Ansprechpartner haben, die Ahnung von der Materie haben und beraten können. Wer verantwortungsbewusst ist, würde so etwas bestimmt auch in Anspruch nehmen und dann auf dieser Grundlage entscheiden, ob man dem Kind "das antun will". (Ich mag diese Formulierung nicht, das klingt, als würde man das mit voller Absicht machen. Es muss ja nicht sein, dass das Kind behindert wird. Man hofft es ja auch nicht. Und wie böse, man tut es dem Kind an, es zu zeugen. Schlimm, wie kann man nur.)

  • Das binäre Geschlechtssystem ist zudem veraltet, es gibt wesentlich mehr Geschlechtsidentitäten, als Mann und Frau. Agender, Genderfluid, Transgender, Bigender, um mal Beispiele zu nennen. Wären diese Menschen etwa auch schlechte Eltern, nur weil sie keine Cisgender sind?

    Ich möchte hier tatsächlich mal einhaken. Neulich bekam ich eine Broschüre einer studentischen Organisation in die Hand, die einen Leitfaden für gendergerechte Sprache gab. Darin wurden Definitionen gegeben, wie man Menschen verschiedener Couleur richtig bezeichnet.
    So stand dort z.B.: " Trans-Mann - Ein Trans-Mann ist eine Frau, die bei der Geburt männlich eingeordnet wurde, sich aber als Frau fühlt."
    Bei aller Liebe. Das ergibt einfach null Sinn. Ein Trans-Mann ist eine Frau, da fängt es schon an, das ist entweder unlogisch oder inkonsequente Wortwahl; man kann ja nicht zuerst von Gender und dann von Sex reden. Und eine Frau also, die sich als Frau fühlt? Was soll das denn wiederum sein?
    Als ich mir die Definition von Cis-Mann durchlas ("Ein Mann, der bei der Geburt männlich eingeordnet wurde und sich als Mann fühlt") und mich vergewissern wollte, indem mir ein "Also normal halt?" rausrutschte, entglitten den Anwesenden die Gesichter.
    Aber ein Mann ist eben ein Mann ist ein Mann. Wenn er rein biologisch ein Mann ist, dann ist das eben so. Selbstverständlich kann er sich auch für eine Frau oder Prinzessin Zelda halten, er bleibt biologisch ein Mann, und da er es nicht auf der Stirn tättowiert hat, ob er Trans oder Cis ist, kann ich ihn auch nicht so einordnen, wie er das möchte.


    Ich verstehe einfach nicht, warum ein Mann, der sich weiblich verhält, plötzlich ein Trans-Mann (also eine Frau lol) sein soll. Das ist doch exakt der Ausdruck von Rollenklischees und Schubladendenken, den man vermeiden will und sollte. Wenn ein Mann sich verhält, wie man es für gewöhnlich Frauen zuschreibt, dann ist er eben immer noch ein Mann. Dann ist nur unsere Definition von männlich falsch.
    Wenn ein Mann mit seinem Körper unzufrieden ist, dann soll er sich einer Behandlung unterziehen, ist ja alles möglich heute. Man sollte die dann gewordene Frau dann auch als Frau behandeln (das war ja schließlich der Wunsch).


    Diese Definitionen ergeben jedenfalls null Sinn und rein biologisch ist man idealerweise entweder Mann oder Frau oder eben etwas dazwischen oder beides. Wie man sich nun fühlt, ist dabei ja erst mal völlig egal. Vielleicht bin ich in Sexualitäts- und Genderfragen einfach ein skrupelloser und konservativer Vogel, aber Sätze wie "Ich bin ja eigentlich x, aber fühle mich als y" klingen für mich stets nach einer intoleranten Umwelt und Profilneurose. Das Schlimme ist doch, dass "weibliche" Männer nicht akzeptiert werden und deshalb sagen müssen, sie fühlen sich als Frau.
    Meine Kritik ist also dieselbe wie die an der "schwulen Kultur": Man sollte solche Selbstattributionen nicht mit Freiheit und Vielfalt verwechseln, sie sind der tragische Versuch, sich selbst in einer Welt voller Schubladen einzuordnen. Männer, die sich "als Frauen" fühlen, sind Produkte der Intoleranz und der Diskriminierung.


    Hab's jetzt sehr böse formuliert, damit die Leute ausrasten und vielleicht eine Diskussion beginnt.

  • " Trans-Mann - Ein Trans-Mann ist eine Frau, die bei der Geburt männlich eingeordnet wurde, sich aber als Frau fühlt."

    Dieses Buch stimmte nicht wirklich... ein Transmann bin nämlich ich. Eine biologische Frau, die sich als Mann fühlt und umgekehrt ist es eine Transfrau, nämlich ein Mann, der sich als Frau fühlt. Also entweder du verwechselst da was, oder dieses Buch war der reinste Bullshit xD


    Weißt du, ich kann deine Argumentation schon irgendwo verstehen, aber sich so einfach umoperieren zu lassen ist auch nicht einfach. Man muss wirklich eine Menge tun, um erstmal zu diesem Schritt zu kommen und bis dahin ist man nun mal biologisch an das gekettet, was man hat. Und wenn man biologisch eine Frau ist, dann hat man nun mal eine helle Stimme, keinen Bartwuchs und weibliche Proportionen. Und TROTZDEM versucht man, andere davon zu überzeugen ein Mann zu sein, weil man innerlich nun mal so ist.
    Weißt du, wie viele Leute in meinem Umkreis, die es wissen mich trotzdem weiblich ansprechen und sich dafür entschuldigen? Ich kann es ihnen nicht übel nehmen, aber... es tut trotzdem weh.

  • Aus meiner Sicht hat das mit Rollenklischees nichts zu tun. Eine Transfrau (also eine Frau, die bei der Geburt männlich eingeordet wurde), ist eine Frau, egal wie "männlich" oder "weiblich" sie sich verhält. Und ich würde sie auch eine biologische Frau nennen - immerhin hat die Hirnforschung, die ich mal der Biologie zuordnen würde, meines Wissens nach nachgewiesen, dass das Gehirn von transsexuellen Menschen ihrem eigentlichen Geschlecht entspricht, also nicht dem bei der Geburt zugeordneten. Außerdem ist Transsexualität angeboren, kann also nicht durch gesellschaftliche Rollen erzwungen sein.

  • Dieses Buch stimmte nicht wirklich... ein Transmann bin nämlich ich. Eine biologische Frau, die sich als Mann fühlt und umgekehrt ist es eine Transfrau, nämlich ein Mann, der sich als Frau fühlt. Also entweder du verwechselst da was, oder dieses Buch war der reinste Bullshit xD

    Jetzt bringst du mich ins Wanken, aber ich bin mir eigentlich sehr sicher, dass das so dastand.


    Ich bin mir natürlich bewusst, dass Trans-Menschen nicht das erste Ziel sein sollten, wenn es um die Bekämpfung von Schubladen geht. Aber ich sehe darin dennoch ein Schubladendenken, wenn man sich selbst dezidiert als Mann oder Frau bezeichnet. Ich selbst bin biologisch männlich, ordne mich selbst männlich ein, würde das aber nie unbedingt erwähnen. Männer, die auf ihre Männlichkeit pochen, sind mir eher suspekt.
    Ehrlich gesagt habe ich eigentlich überhaupt keine Ahnung, wie ich mich einordnen soll. Woran macht man das überhaupt fest? Ich würde mich einfach als biologisch männlich betrachten. Alles darüber hinaus ist doch sowieso individuell bzw. sozial abhängig.

  • Inwiefern man sich mit seinem Geschlecht oder der gesellschaftlichen Rolle identifiziert, ist ein anderes Thema. Da gibt es bei transexuellen Menschen genauso Unterschiede wie bei cissexuellen Menschen. Sie müssen nur insbesondere in der Anfangsphase mehr auf ihrem Geschlecht beharren, weil sie darum kämpfen müssen, dass es von anderen anerkannt wird. Das heißt aber doch nicht, dass man Schubladen propagiert.


    (edit: sorry, ich habe zu spät gesehen, dass die Posts verschoben wurden)

  • Ich bin mir natürlich bewusst, dass Trans-Menschen nicht das erste Ziel sein sollten, wenn es um die Bekämpfung von Schubladen geht. Aber ich sehe darin dennoch ein Schubladendenken, wenn man sich selbst dezidiert als Mann oder Frau bezeichnet. Ich selbst bin biologisch männlich, ordne mich selbst männlich ein, würde das aber nie unbedingt erwähnen. Männer, die auf ihre Männlichkeit pochen, sind mir eher suspekt.
    Ehrlich gesagt habe ich eigentlich überhaupt keine Ahnung, wie ich mich einordnen soll. Woran macht man das überhaupt fest? Ich würde mich einfach als biologisch männlich betrachten. Alles darüber hinaus ist doch sowieso individuell bzw. sozial abhängig.

    Das Problem ist ja das man dazu gezwungen wird. Es geht ja auch irgendwie nicht anders oder? xD Weißt du ich stecke mich nicht in die Schublade, das ich mich als rein männlich definiere. Denn dazu müsste man überhaupt erstmal bestimmen, was ist überhaupt rein männlich? Ja und das gibt es eben nicht. Es gibt keine Definition, da das alles vom eigenen Empfinden abhängt. Weißt du, ich poche nicht drauf, ich möchte einfach nur als das angesprochen werden was ich bin. Oder möchtest du mit weiblichen Pronomen angesprochen werden und nen weiblichen Namen tragen? xD

  • Und TROTZDEM versucht man, andere davon zu überzeugen ein Mann zu sein, weil man innerlich nun mal so ist.

    Wie würdest du das denn für dich beschreiben? Was es heißt, innerlich ein Mann zu sein?


    Ich verstehe auch grundsätzlich die Positionen nicht wirklich. Als Frau ist es für mich ständig Thema, dass ich darüber nachdenke, was es für mich heißt, Frau zu sein. Biologisch, okay, das ist recht einfach, man wird ja regelmäßig dran erinnert (hehe). Aber alles andere? Ich hab mich als Kind gegen alles gesperrt, was weiblich besetzt war, pink, Kleider, Puppen, Barbies, Schmuck, Make-Up... Die Rolle Mädchen fand ich scheiße, vor allem, weil das hieß, dass mein blöder Nachbar mit der Axt hantieren und im Trabi rumbasteln durfte und ich nicht. Mittlerweile habe ich mich etwas damit versöhnt, aber bin immer noch in vielerlei Hinsicht männlicher als andere (aka sage meine Meinung, stoße Menschen gerne mal vor den Kopf und bin generell uninteressiert an Getratsche und Geläster).
    All diese Dinge, Charaktereigenschaften, Produkte und Verhaltensweisen, die wir irgendwie besetzen, kann man ja aber auch anders besetzen - und der Trend geht ja glücklicherweise dahin, grob zumindest. Was bleibt denn da noch übrig außer die Biologie? Wie kann es da sein, dass man "im falschen Körper" steckt? Ich will auf keinen Fall sagen, dass es das Gefühl nicht gibt, oder das irgendwie schlecht reden, ich würde es nur gerne besser verstehen. Vielleicht kannst du mir da weiterhelfen?


    (Eine ähnliche Irritation hatte ich, als ich Ursula K. LeGuins The Left Hand of Darkness gelesen habe (hat das hier auch irgendwer gelesen, ja, ja, jaa?). Das ist ein SF-Roman, in dem ein Botschafter auf einen Planeten gesandt wird, auf dem die Menschen im Prinzip kein Geschlecht haben. Drei Wochen lang sind alle neutral, es gibt auch keine äußeren Geschlechtsmerkmale, die sie unterscheidet - und eine Woche lang sind sie dann in einem Stadium, das die Autorin "Kemmer" nennt, in dem Hormone den Körper geschlechtsreif machen. Man nimmt dabei das Geschlecht an, das gerade fehlt - wenn also andere im Kemmer gerade vorwiegend weiblich sind, wird man männlich. Kinder kriegen kann damit jeder. Und trotzdem gibt es eine Stelle, an der sie schreibt: „Ignorant, in the Handdara sense: to ignore the abstraction, to hold fast to the thing. There was in this attitude something feminine, a refusal to the abstract, the ideal, a submissiveness to the given, which rather displeased me.“ Diese Art, feminin und maskulin zu definieren, ähnelt psychoanalytischen Positionen, die aber irgendwie alle nicht klar sagen, was nun genau der Punkt ist. Weiblichkeit soll Leere sein oder das Fehlen eines Haltes, das Fehlen einer Definition... (Auf arte gibt es dazu gerade einen Beitrag im philosophischen Gespräch.) Anyhow, ich weiß nicht, ob hier irgendwer etwas mit meinem Gelaber anfangen kann, wenn ja freue ich mich riesig... ^^)

  • Eine biologische Frau, die sich als Mann fühlt [...]

    Rein aus Interesse, weil du sagst du fühlst dich wie ein Mann und ich mir darunter irgendwie nichts vorstellen kann: wie würdest du dieses Gefühl beschreiben? Was ist es das dir das Gefühl gibt männlich zu sein? Ist es dein Verhalten? Deine Vorlieben? Deine sexuelle Orientierung? Oder fühlst du dich einfach fremd in deinem Körper?

  • Oder möchtest du mit weiblichen Pronomen angesprochen werden und nen weiblichen Namen tragen? xD

    Ich denke, es wäre mir nicht egal, weil es mit Hintergedanken geschähe. xD Wäre es jedoch allgemein üblich, wäre es mir, glaube ich, egal. Hat mich aber trotzdem zum Nachdenken gebracht.

  • Rein aus Interesse, weil du sagst du fühlst dich wie ein Mann und ich mir darunter irgendwie nichts vorstellen kann: wie würdest du dieses Gefühl beschreiben? Was ist es das dir das Gefühl gibt männlich zu sein? Ist es dein Verhalten? Deine Vorlieben? Deine sexuelle Orientierung? Oder fühlst du dich einfach fremd in deinem Körper?

    Wie würdest du das denn für dich beschreiben? Was es heißt, innerlich ein Mann zu sein?


    Das ist eine sehr gute Frage. Da es ja jeder selbst definiert. Aber nun gut, es für mich zu beschreiben könnte ein langer Beitrag werden deshalb, seid gewarnt! xD


    Schon als Kind, hatte ich immer dieses Gefühl. Allerdings konnte ich es nie zuordnen. Ich hatte eigentlich hauptsächlich nur männliche Freunde und habe es auch jetzt beinahe immer noch (oder es sind die größten Tomboys haha). Schon früher bin ich immer in die Männerabteilung für Klamotten gegangen, automatisch ohne Grund, bis meine Eltern natürlich sagten, das es falsch ist. Ziemlich viele haben mich als Mann verwechselt, weil ich auch irgendwie schon immer männliche Gesichtszüge hatte xD Ich hatte nie irgendwelche Zöpfen oder Haarspangen, sondern immer die selbe glatte orhlange Frisur. Ich hatte kurzzeitig so mit 11 - 13 oder so, eine Phase in der ich wirklich versucht habe, normale weibliche Freunde zu finden, mich dezent zu Schminken und ähnliche Dinge. Hab mich davon aber distanziert, Frauen sind für mich einfach ein Rätsel xD
    Aber gut, das ist der Oberflächlichkeit geschuldet. Aber es hat auch einige persönliche Gründe, irgendwie hatte ich in meinem ganzen Leben schon immer Probleme mit Frauen. So stark das ich mittlerweile eine Abneigung gegen das Geschlecht entwickelt habe. Nein, ich diskriminiere niemanden der weiblich ist und habe wie gesagt auch ein paar weibliche Freunde. Aber ich kann mit mir selbst nicht im reinen sein, wenn ich weiß, dass ich etwas bin, das ich hasse.


    Ein weiterer Grund ist, das ich viel lieber die dominante Rolle in einer Beziehung einnehmen möchte und damit meine ich nicht diese ekelhafte Klischee, Weiberdominantschaft. Sondern die männliche, beschützende Rolle. Und nicht diese minderwertige Rolle einer Frau. Natürlich ist es nicht mehr so minderwertig wie früher, wo die Frau ja nicht mal selbst bestimmen konnte wo sie arbeitet. Aber trotzdem ist da dieses Gefühl, das mich persönlich einfach nur wie ein Stück Dreck fühlen lässt, das ja unbedingt beschützt und umsorgt werden muss, einfach weil es schlichter gebaut und eben eine passivere Rolle einnimmt.


    Allerdings möchte ich hier nur betonen, ich bin zufrieden mit den Dingen, die ich dadurch das ich biologisch weiblich bin, erfahren habe. Zum Beispiel sowas wie, um mal alle Klischees runterzubrechen, Gefühle zeigen zu können. Es gibt immer noch viele Männern, wie mein Vater, die meinen nicht zum Arzt gehen zu müssen, weil das ihre Männlichkeit und Würde zerstört und erst zu warten, bis am Ende gar nichts mehr anders geht. Und dieses Verhalten entdecke ich nicht nur bei älteren, sondern auch bei 20 - 23 jährigen. Meine Fresse, ist sowas dumm...


    Ob das nun für euch eine Antwort ist, kann ich nicht sagen. Zumindest ist es meine Antwort.

  • Vielen Dank für deine Antwort!


    Ich bin nicht ganz sicher, ob ich es jetzt besser verstehe. Ähnliche Gefühle kenne ich auch, denke ich. Aber meine Art damit umzugehen, ist eine Frau zu sein und trotzdem all die Dinge zu tun oder zu lassen, die du beschreibst. Ich komme auch wenig mit "Frauen-Frauen" klar, die sich klein machen, die rumzicken und intrigieren. (Ich glaube, die können auch nichts mit mir anfangen, also sind am Ende alle zufrieden.) Aber das würde ich dann mittlerweile eher unter "anstrengende Menschen" einordnen, nachdem ich auch ein paar Männer kennengelernt habe, die sich genauso verhalten. Was die passive Rolle angeht, ist es ja genau das, was Frauen nicht mehr mit sich machen lassen, oder nicht? Herablassendes Verhalten kenne ich eigentlich nur noch von älteren, "wichtigen" Männern, und die können mich dann halt mal, gelinde gesagt. Also, ich glaube, ich verstehe noch nicht ganz, warum du diese in der Tat ätzenden Dinge dann damit "löst" für dich, dass du dich als Mann fühlst.


    Ich würde dir gerne noch eine Frage stellen - aber wenn dir das zu persönlich wird, dann sag einfach Bescheid oder antworte nicht darauf. :) Welche Art Beziehung hast du denn zu deinem weiblichen Körper? Was denkst du, wenn du dich im Spiegel siehst?

  • Ich kann jetzt natürlich nicht für Happily sprechen, es mag sein, dass er das anders sieht. Aber ich hatte eher den Eindruck, dass der Kausalitätszusammenhang andersherum ist. Man fühlt sich nicht als Mann, weil man diese Probleme hat, sondern diese Probleme entstehen, weil man ein Mann ist. Natürlich kann man auch unter den Erwartungen an sein eigenes Geschlecht leiden. Aber es ist ein Unterschied, ob man als Frau in die weibliche Rolle gedrängt wird, der man nicht entsprechen kann und/oder will, oder ob man als Mann in die weibliche Rolle gedrängt wird aufgrund von Körpermerkmalen, die man selbst lieber nicht hätte. Womit ich ersteres aber keinesfalls verharmlosen möchte. Ich kann Geschlechterrollen allgemein nicht ausstehen und unterstütze daher den Feminismus.

  • Ich sehe eigentlich nicht, was daran so schwer zu verstehen ist. Transsexualität hat weniger mit Rollenbildern zu tun - denn ein Transmann muss nicht unbedingt ein Mechaniker sein, eine Transfrau nicht zwangsweise Kinderlieb (um mal in gröbsten Klischees zu reden). Tatsächlich kenne ich einen Transmann, der noch immer sehr viele kulturell als weiblich kanontierte Hobbys hat. Das ändert aber nichts daran, dass er sich als Mann fühlt und sich im weiblichen Körper nicht wohl fühlt. Transsexualität hat nichts damit zu tun, ein Tomboy oder ein Sassygirl zu sein. Es hat auch nichts mit Transvestismus zu tun. Nur weil ein Mädchen gerne "Jungskram" macht, nur weil sie deswegen eventuell komisch angesehen oder gar geärgert wird, möchte sie noch keinen Penis haben. Nur weil ein Junge gesellschaftlich weiblich kanontierte Hobbys verfolgt, deswegen vielleicht sogar gemobbt wird, möchte er keine Brüste haben. Bei Transsexuellen ist aber genau das der Fall: Der Körper fühlt sich falsch an.


    An diejenigen, die solche Probleme haben, sich das ganze vorzustellen, stellt es euch einfach so vor: Eines Morgens würdet ihr aufwachen und auf einmal das andere Geschlecht haben. Seid ihr normal weiblich, habt ihr auf einmal keine Brüste mehr, keine Vagina, dafür aber einen Penis. Seid ihr eigentlich männlich, habt ihr dafür die Brüste und vagina, Penis und Hoden fehlen aber. Glaubt ihr, das würde sich für euch richtig anfühlen? Glaubt ihr, ihr könntet euch in dem Körper wohl fühlen?
    So ist es für Transsexuelle. Nur dass für die es von der Kindheit an bereits so ist. Der Körper ist einfach falsch.


    Wer ein wenig Zeit hat, kann sich gerne einmal die Quarks & Co. Folge zum Thema ansehen:


  • Transsexualität hat weniger mit Rollenbildern zu tun - denn ein Transmann muss nicht unbedingt ein Mechaniker sein, eine Transfrau nicht zwangsweise Kinderlieb (um mal in gröbsten Klischees zu reden).

    Richtig. Eine gute Freundin, ehemalig ein guter Freund gewesen, studiert auch Maschinenbau. Machen auch nicht so viele Mädchen. Nur weil er jetzt eine sie ist, heißt das ja nicht, dass er jetzt Krankenschwester oder Sprachwissenschaftsstudentin werden muss oder so :D

  • @Alaiya Danke, stimmt, ich habe die Folge sogar schonmal gesehen und das wieder vergessen. Okay, dann hat aber das eine (Transsexualität) mit dem anderen (Geschlechterrollen, Gender Issues etc.) wenig zu tun, oder? Einmal ist es eher eine biologische Angelegenheit, medizinisch und psychologisch, sodass es da auch weniger problematisch ist, von Geschlecht zu sprechen, weil damit das biologische gemeint ist. Und in der anderen Sache geht es eben um Identitäts-, Rollen- und Gleichberechtigungsfragen. Also einen Bereich, in dem es sehr viel schwieriger wird, sich auf eine Definition von weiblich, männlich, irgendwas anderes zu einigen.


    Oder sehe ich das falsch? (Denn es hilft mir grade, das besser zu verstehen. Ich glaube, ich habe beide Dinge immer irgendwie unter "Geschlechterfragen" eingeordnet - und dann kommt man tatsächlich zu der etwas paradoxen Feststellung, dass das eine Feld mitunter die Meinung vertritt, Geschlecht gäbe es gar nicht, und das andere Feld aber ganz heftige, die eigene Existenz in Frage stellende Kämpfe ausfechten muss, um der Welt klar zu machen, dass sie ein anderes Geschlecht haben, als es scheint.)

  • Ein weiterer Grund ist, das ich viel lieber die dominante Rolle in einer Beziehung einnehmen möchte und damit meine ich nicht diese ekelhafte Klischee, Weiberdominantschaft. Sondern die männliche, beschützende Rolle.

    Es gibt viele Ding die als typisch Männlich, oder typisch Weiblich angesehen werden. Im Prinzip haben diese aber nichts mit dem Geschlecht zu tun und werden nur von der Gesellschaft vorgegeben. Nur alleine nach dem was du geschrieben hast, müsstest du ein Mädchen sein, dass sich gerne sportlich, oder jedenfalls wenig mädchenhaft kleidet, wenig mit den Hobbys, oder Charakter typischer Mädchen anfreunden kann und lieber mit Jungs abhängt. Die vielleicht auch auf Mädchen steht, die die selben Hobbys hat wie Jungs und sich ungern schick macht. Und in der Beziehung gerne den aktiven Part übernimmt.
    Das kann man auch als Frau sein, man muss sich nur durchsetzen. Du kannst sein was du willst, aber das Geschlecht bestimmt nur den Körper und nur wenn es dir unangenehm ist wenn du bei dir runter schaust, bist du, sagen wir im falschen Körper geboren.
    Hab jetzt zu viel Angst den falschen Begriff zu nennen, gibt ja so viele.


    Das Problem ist manchmal, dass die Gesellschaft dieses Pink, Blau Denken in den letzten Jahren immer stärker zurückgeholt hat.
    Erst vor Kurzem auf einer kleinen Familienfeier kam das wieder zur Sprache, dass Jacken für kleine Kinder wieder viel stärker in Jungs und Mädchenfarben geteilt werden. Das ist nicht gut. Im Internet fragen Mädels schon, ob sie Transsexuell, oder Lesbisch sind, nur weil sie nicht gut aussehen, weniger Freunde haben, oder etwas sportlichere aktivere Hobbys haben.

    Seid ihr normal weiblich, habt ihr auf einmal keine Brüste mehr, keine Vagina, dafür aber einen Penis. Seid ihr eigentlich männlich, habt ihr dafür die Brüste und Vagina, Penis und Hoden fehlen aber. Glaubt ihr, das würde sich für euch richtig anfühlen? Glaubt ihr, ihr könntet euch in dem Körper wohl fühlen?

    Eine interessante Frage. Wenn man erfährt warum und wenn alle anderen Menschen auf der Welt nicht merken, dass man sich verändert hat. Wie viele Personen gäbe es dann ohne Identität? Ich persönlich wäre ja neugierig wie es wäre. Wobei das auch nur deshalb, weil es etwas ist, was ich nie nachvollziehen könnte. Und das ärgert mich etwas. Aber ob es Leute gibt, denen das eigene Geschlecht völlig egal wäre? Wäre doch interessant zu wissen.