Pokémon Adventures (auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt)

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  • http://i1065.photobucket.com/a…20fertig_zpsniiyhukz.jpeg


    Ich weiß nicht, warum ich alleine reise.
    Aber da ich es mit meinen Pokémon tue, würde ich nicht sagen, dass ich mich einsam fühle.
    (Alexander, Kapitel 8)


    Und damit heiße ich euch herzlich Willkommen zur meiner ersten Fanfiction! (wird das so geschrieben?)


    Viele haben sie bereits erwartet (ja, 5 Personen sind viel, zumindest für mich) und jetzt geht es los.


    Im Prinzip kann ich nicht allzu viel sagen, nur so viel:


    Das hier ist meine erste Fanfiction (wird das so geschrieben?) habe allerdings viele Bücher gelesen, und bin sehr Detail-verliebt, weshalb die einzelnen Kapitel ein bisschen länger sind.


    Vorwort

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    [tab=Inspiration]


    Ich trug die Idee eines Trainers, der um die Welt reist und an den Liga-Turnieren teilnimmt. Inspiriert wurde ich von dem Pokémon-Anime und von den Spielen. Die Inspiration seitens der Spiele wird, genauso wie die Inspiration Seitens Anime, im Prolog zu lesen sein.



    [tab=Altersfreigabe]


    Ich habe gelesen, dass Brutalanda... Halt Stop, der war flach....
    Ich habe gelesen, dass Brutalität in einigen Fanfictions (wird das so geschrieben?) ein Problem sei, und man zu Beginn angeben sollte, was ich jetzt auch mache.


    In meiner Fanfiction (wird das so geschrieben?) wird eventuell hin und wieder der Tod angesprochen.
    Geflucht wird meist Kinderfreundlich (z.B. statt "Scheiß drauf" "ach, Egal" oder statt "Scheiße" "Verdammt noch mal") Aber es kann vorkommen, dass auch so geflucht wird.


    So zusammengefasst würde ich sagen, dass meine FanFiction (wird das so geschrieben?) eine FSK 12 bekommt.


    PS: Wenn ihr im Laufe der FanFichtion (wird das so geschrieben?) merkt, das FSK 12 zu niedrig ist, sagt mir das.


    [tab=Copyright]


    Die Charaktere aus den Spielen und den Anime sind Eigentum von Nintendo und den entsprechenden Firmen. Ich habe keinerlei Rechte daran. Die Handlung, sowie einige Charaktere, sind durch Spiele und den Anime inspiriert worden, stammen aber komplett von mir.


    The characters from the games and the anime are the property of Nintendo and the respective companies. I have no rights to it. The plot, as well as some of the characters have been inspired by games and the anime, but come completely from me.



    [tab=Noch ein paar Infos]


    Ich versuche, aus den Infos, die wir in Anime und Spiele erfahren, zusammen zu führen, und eine Art Zwischenlösung zu finden. Was ich dabei entsprechend zusammengeführt habe, schreibe ich dann dementsprechend hier her. (für die, die es interessiert)






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    Die Charaktere



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    [tab=Sinnloser Platzhalter Tab]


    Ich meine, man hat die Wahl zwischen einer Schildkröte, einem Dino, und einer Zwiebel auf zwei Beinen.






    [tab=Alexander]

    http://i1065.photobucket.com/a…Alexander_zpspt6rlexv.jpg


    Alter: 13
    Größe. 1,50 m
    Herkunft: Zweiblattdorf


    Alexander bereitet sich seit Jahren auf seine Pokémon-Reise vor. Was unter anderem daran liegt, dass seine Eltern erfahrene Pokémon-Trainer waren. Als sie auf eine Weltreise aufbrechen, beschließt er, auch bald auf seine Reise aufzubrechen.
    Sein oberstes Ziel ist es, seinen Vater zu übertreffen, der es bei der letzten Pokémon-Weltmeisterschaft es bis ins Viertelfinale geschafft hat.



    [tab=Panpyro]


    http://i1065.photobucket.com/a…Traumwelt_zpsz9hkafjc.png


    Alexander hat Panpyro, damlas noch Panflam, mehr zufällig als Starter am See der Wahrheit genommen, als er und Barry von wilden Staralili angegriffen wurden. Professor Eibe überließ Alexander Panflam als Starter-Pokémon. Es entwickelte sich im Kampf gegen Arenaleiter Veit weiter.

    Attacken: Glut, Tempohieb, Flammenrad, Folterknecht
    Fähigkeit: Großbrand




    [tab=Riolu]



    http://i1065.photobucket.com/a…Traumwelt_zpseorhtqwk.png



    Geschlüpft aus dem Ei, was Alexander auf der Eiseninsel von Urs erhalten hatte. Es schlüpfte während Alexanders Reise von Orania City nach Marmoria City in der Nähe von Prismania City.



    Attacken: Ausdauer, Gesichte, Ruckzuckhieb
    Fähigkeit: Konzentrator






    [tab=Impoleon]


    http://i1065.photobucket.com/a…Traumwelt_zpsrgwrf622.png



    Dieses Pokémon hat Alexander bei seiner Ankunft in Kanto von einer mysteriösen Trainerin erhalten.
    Es ist sehr stark, vertraut Alexander noch nicht, und hört deswegen auch nicht auf seine Befehle.




    Attacken: Erdbeben, Hydropumpe, Eisstrahl, Lichtkanone
    Fähigkeit: Sturzbach










    [tab=Barry]


    http://i1065.photobucket.com/a…l%20Barry_zpsouiogb0z.jpg


    Alter: 14
    Größe: 1,50 m
    Herkunft: Zweiblattdorf


    Barry ist seit Kindertagen mit Alexander befreundet. Er ist von Kämpfen, reisen und trainieren sehr fasziniert, was oftmals in verrückte Besessenheit ausartet. Obwohl Alexander hin und wieder ihre Freundschaft infrage stellt, merkt er dann, das wenn die Zeiten schwer sind, er sich auf ihn verlassen kann.
    Barry nennt sich trotz aller Freundschaft Alexanders Rivale.


    Team-Pokémon:


    Plinfa, Staralili





    [tab=Lucius]


    http://i1065.photobucket.com/a…%20Lucius_zpsi5ce9whn.png


    Alter: 13
    Größe: 1,50 m
    Herkunft: Zweiblattdorf


    Seit Kindertagen mit Alexander und Barry befreundet. er trat seine Pokémon-Reise ein Jahr früher an, und nahm am letzten Sinnoh-Liga-Turnier teil, schied im Finale jedoch aus.


    Team-Pokémon:
    Machomei, Xkeine weiteren Daten verfügbarX







    [tab=Misuteri]


    XKein Bild verfügbarX


    Alter: Unbekannt
    Größe: ca. 1,50 m
    Herkunft: Unbekannt


    Ein mysteriöser Trainer, der Alexander auf seiner Reise hin und wieder über den Weg läuft. Obwohl er ein recht starker und talentierter Trainer zu seien scheint und sogar Orden sammelt, nimmt er an keinen Liga-Turnier teil.


    Team-Pokémon:


    Xaktuell keine Daten vorhandenX




    [/tabmenu]




    Inhaltsverzeichnis

    Prolog: also so faul müsst ihr nun auch nicht sein. Ist doch gleich da unten.


    Kapitel 1 Ein ungewöhnlicher Start: Pokémon Adventures (aktualisiert auf Kapitel 2)


    Kapitel 2 Von Jubelstadt nach Erzelingen: Pokémon Adventures (aktualisiert auf Kapitel 2)


    Kapitel 3 Wenn die Steine rollen...: Pokémon Adventures (aktualisiert auf Kapitel 3)


    Kapitel 4 Bittere Wahrheit: Pokémon Adventures (aktualisiert auf Kapitel 4)


    Kapitel 5 Geschenk der Eiseninsel: Pokémon Adventures (aktualisiert auf Kapitel 4)


    Kapitel 6 Ankunft in Kanto: Pokémon Adventures (aktualisiert auf Kapitel 5)


    Kapitel 7 Ein neuer Freund: Pokémon Adventures (aktualisiert auf Kapitel 7)


    Kapitel 8 Mysteriöse Begegnung: Pokémon Adventures (aktualisiert auf Kapitel 8)


    Kapitel 9 Gewitter im Wald: Pokémon Adventures (aktualisiert auf Kapitel 9)







    Abschließende Worte


    Da ich in diesem Jahr Abschlussprüfung habe, kann es sein, dass Wochen (eventuell sogar Monate) vergehen, bevor ein neues Kapitel rauskommt. Ich bitte, dies zu entschuldigen.
    Wenn ihr Kritik, egal ob positive oder negative, schreibt sie gerne in dieses Thema. Auch, wenn ihr Fragen habt, schreibt sie gerne hier her.
    Und nun will ich euch auch gar nicht länger auf die Folter spannen, und präsentiere euch hiermit meine FanFiction (wird das so geschrieben?)





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    PROLOG

    Sanfte Sonnenstrahlen fielen durch die zugezogenen Vorhänge des Fensters, was drei der vier Wände durch Glas ersetzte. Alexander lag in seinem Bett, und wollte am liebsten noch ein wenig weiter schlafen. Doch da hörte er Schritte auf dem Flur vor seinem Zimmer, und Schritte, die die Treppe hinunter gingen. Alexander gähnte einmal ausgiebig, dann schlug er die Bettdecke zurück, schwang die Beine aus dem Bett und öffnete die Zimmertür, die sich direkt neben der Kommode befand, die am Kopfende seines Bettes stand. Er trat barfuß auf den Gang und ging die Treppe hinunter ins Erdgeschoss. Am Fußende jener Treppe, direkt gegenüber der Haustür, standen seine Eltern, umgeben von Koffern.
    Seine Mutter bemerkte ihn. „Ah, Guten Morgen Alexander. Haben wir dich geweckt?“
    „Nein, habt ihr nicht“, erwiderte Alexander und gähnte nochmal. „Ich war schon eine Weile wach. Und Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass Ihr einfach so verschwinden könnt, oder?“
    Sein Vater brach in schallendes Gelächter aus. „Naja“, sagte er, „wir hatten ja gestern uns schon verabschiedet, da dachten wir, wir bräuchten dich jetzt nicht wecken.“
    „Es ist neun Uhr“, sagte Alexander und deutete, um seine Aussage zu
    unterstreichen, auf die Küchenuhr, welche sich von ihm aus gesehen rechts neben der Treppe befand, „da bin ich meistens schon wach.“
    Er stieg die letzten Stufen der Treppe hinab. „Aber jetzt kann ich euch noch Mal viel Spaß auf eurer Weltreise wünschen.“ Seine Mutter kam auf ihn zu, legte ihre Hände auf seine Schultern, und zog ihn dann in eine sanfte Umarmung.
    „Und wir wünschen dir viel Spaß auf deiner eigenen Reise. Du wirst deine Sache bestimmt gut machen“, seufzte sie.
    „Mum“, sagte Alexander leicht gequält. Seine Mutter ließ von ihm ab, als man die Bremsen eines Autos vor der Tür hörte. Wie, um die Tatsache zu unterstreichen, öffnete sein Vater die Tür.
    „Viel Glück. Hab viel Spaß“ sagte er. „Und vergiss nicht. Im Keller stehen Massenhaft Fertig-Gerichte und Pokémon-Futter. Und wenn es dann Los geht, nimm die Sicherung raus und schließ ab.“
    Dann nahmen seine Eltern jeweils einen Koffer, die zu ihren Füßen standen, gingen zu dem Taxi, was vor Ihrem Haus stand, und schlossen die Tür hinter sich. Damit stand Alexander allein am Fuß der Treppe in diesem Haus. Er beschloss, bevor er irgendwas anderes machte, erstmal ins Bad zu gehen.




    Etwas später verließ er das Bad wieder. Er hatte seinen Schlafanzug gegen eine Jeans und gegen ein blaues T-Shirt getauscht. Auf der Vorderseite des T-Shirts war ein Pokéball abgebildet. Der schwarze Strich, der den Pokéball teilte, war auf das ganze T-Shirt verlängert, und ging von seiner linken Schulter bis zu seiner rechten Hüfte, sodass der Pokéball schräg abgebildet war. Alexander ging in die Küche, machte sich eine Schüssel Cornflakes mit Milch und ging anschließend wieder in sein Zimmer, und setzte sich an seinen Schreibtisch, der genau unterhalb seiner Fensterfront lag und somit drei der vier Wände in Beschlag nahm. Auf seinem Schreibtisch stand, direkt gegenüber der Tür, ein Laptop, gegenüber seinem Bett ein Flat Screen. Unterbrochen wurde der Schreibtisch von zwei Regalen, indem einen standen viele Bücher über Pokémon, und in dem anderen einige Erinnerungsfotos. Eins zeigte Alexander und seine Eltern in Herzhofen, ein anderes in Weideburg. Auf einem anderen Foto saß er auf einem älter aussehenden Chelterra. Alexander schaltete den Laptop ein, und während dieser hochfuhr, löffelte er seine Cornflakes sich in den Mund. Seine Mutter hätte sich jetzt tierisch darüber aufgeregt, er solle fürs Familienleben sein Frühstück in der Küche essen, doch da er bisher auch immer, wenn seine Mutter nicht da war, in seinem Zimmer gefrühstückt hatte, machte er es jetzt auch. Als sein PC einsatzbereit war, und er die Vorhänge seines Zimmers zurückgezogen hatte, piepte sein Laptop, um ihm zu sagen, dass er eine E-Mail erhalten hat. Sie war von Barry, seinem Freund, den er seit Kindertagen kannte. Zunächst fragte er sich, wie Barry es geschafft hatte, genau jetzt ihm eine E-Mail zu schreiben, wo er sich sicher ein konnte, dass er sie lesen würde, doch dann sah er, dass Barry sie um 23:45 Uhr abgeschickt hatte, und fragte sich mal wieder, ob sein Freund verrückt oder von der nächste Woche beginnenden Reise begeistert war. Doch diese Überlegung stellte er erstmal hinten an, und las, was sein Freund ihm geschrieben hatte:
    „Hey, schallt um 9:30 Uhr auf jeden Fall Jubelstadt TV an!“
    Alexander schaute auf die Uhr seines Computers. 9:29 Uhr. Erneut fragte er sich, ob wie Barry wissen konnte, dass er jetzt seine E-Mails überprüft. Er griff neben seinen PC zu der Fernbedienung für seinen Fernseher und schaltete ihn ein. Er wechselte den Kanal vom HDMI-Anschluss, der mit seinen Laptop verbunden war, und wählte den Kanal von Jubelstadt TV.
    Gerade wurde Rhonda, die Moderatorin von „Sinnoh heute“ wieder eingeblendet.


    „Kommen wir zum nächstem Thema: Viele erfahrene Trainer unter ihnen, werte Zuschauer, haben wahrscheinlich schon davon gehört, die besonderen andersfarbigen Pokémon. Wir schalten nun zu einem See in Johto, wo ein Team nach ebenso einem schillernden Pokémon sucht.“


    Ein See wurde im Bild eingeblendet. Alexander erkannte ein paar Baumspitzen, die im Wasser standen. Er erinnerte sich, dass sein Vater ihm von so einem See in Johto erzählt hat. Das Gewässer wurde „See des Zorns“ genannt. Am Ufer des Sees stand eine Gruppe von Forschern, begleitet wurden sie von ein paar Typen, die schwarze Uniformen trugen, auf denen der Buchstabe „R“ abgebildet war. Ein Moderator sprach nun:


    „Trotz anstrengender Bemühungen ist es dem Team nicht gelungen, das seltene, mit eigentümlichen Farben versehene Pokémon aufzuspüren. Das Rote Garados ist bisher nicht vor dem entmutigten Team aufgetaucht. Und damit beenden wir unsere Berichterstattung über die ´Suche nach dem Roten Garados´. Zurück ins Studio.“


    Gerade, als das Studio wieder zu sehen war, gab Alexanders Laptop erneut ein Signal von sich. Er schaltete den Fernseher ab, und sah, dass Barry ihm gerade eben schon wieder eine E-Mail geschrieben hatte.


    „Und, hast du es gesehen? Komm sofort zu mir, ich muss mit dir reden. Wenn du zu spät kommst, wirst du es mir büßen!“


    Alexander fragte sich, was Barry so dringend von ihm wollte, doch er wollte auch nicht, dass Barry ihm es „Büßen würde“, wenn er zu spät kam. Also nahm er seine schwarze Lederjacke von seinem Hacken, zog sie an, und stülpte sich die schwarze Cappie, auf der ein Pokéball abgebildet war, über den Kopf.




    Zweiblattdorf lag abgelegen, so abgelegen, dass sich nur selten Diebe hierher verirrten. Und selbst wenn einer hierher kam, so wurde ihm durch zwei engagierte Dorfpolizisten und einer sehr aktiven Nachbarschafts-Bürgerwehr gezeigt, dass einbrechen hier nichts bringt. Mindestens zwei Mitglieder dieser Bürgerwehr patrouillierten in der Stunde durch das Dorf. Deswegen brauchte Alexander das Haus auch nicht absperren. Gerade, als er das Gartentor passierte, lief ihm Jo, einem ehemaligen Gitarristen, der von seinem Rocker-typischen Aussehen sich nie richtig lossagen konnte, über den Weg.
    „Na, endlich sturmfreie Bude, oder?“, fragte Jo, der genau wusste, dass seine Eltern auf Weltreise waren.
    „Ja, aber nächste Woche bin ich ja auch unterwegs“, antwortete Alexander. „Ich geh rüber zu Barry, sollte eigentlich nicht länger als eine halbe Stunde dauern“, sagte er dem Mitglied der Bürgerwehr.
    „Alles klar, ich passe auf“, erwiderte Jo. Damit setzte er seine Patrouille fort, und Alexander machte sich auf den Weg zu Barry.
    Auf dem Weg kam er noch an der Pension von Zweiblattdorf vorbei, die von Johanna geleitet wurde. Eben diese stand mit ihrer Tochter Lucia vor den Blumenbeeten, und pflegten diese.
    „Guten Morgen“, begrüßte Johanna Alexander, als er an der Pension vorbei ging. Gerade, als er zurückgrüßte, kam Lucia aufgeregt auf ihn zugelaufen.
    „Hey, du brichst doch bald auf deine Pokémon-Reise auf, oder?“, fragte Lucia.
    „Ja, nächste Woche“, bestätigte Alexander.
    „Ich wünschte, ich könnte auch schon auf meine Reise aufbrechen“, schwärmte Lucia. „aber das dauert ja noch ein bisschen.“
    Alexander nickte. „Ich muss jetzt aber los, sonst lässt Barry mich das Büßen“, sagte er, und deutete mit den Daumen in Richtung Barrys Haus.
    „Alles klar, bis dann“, sagte Lucia, und winkte, so wie ihre Mutter, Alexander hinterher, als er weiterging. Johanna war eine alte Freundin seiner Eltern, deswegen kannten sich die beiden Familien ganz gut. Er selbst mochte die beiden und hoffte, dass Lucia ihren Traum einer Top-Koordinatorin erfüllen kann. Endlich stand er vor Barrys Haus. Gerade, als er klingeln wollte, wurde die Tür aufgestoßen, und Barry rannte in Alexander hinein. Die beiden fielen aufgrund der Wucht des Aufpralls rücklings zu Boden.
    „Oh Mann, pass doch auf“, rief Barry, und war sofort wieder auf den Beinen. „Das wirst du mir büßen, und zwar in zehn, neun, acht, sieben…“
    Erst jetzt erkannte er, in wen er gerannt ist. „Oh, du bist das, Alex“, rief er freudig aus.
    „Trottel“, sagt Alexander, als er wieder aufstand. „Bestellst mich hierher, und wunderst dich dann, wenn ich da bin.“ Er klopfte sich den Staub von den Klamotten.
    „Egal“, rief Barry ungeduldig. „Triff mich beim Schild von Route 201. Und wenn du zu spät kommst, wirst du es mir büßen!“
    Mit diesen Worten lief Barry los, doch machte plötzlich auf den Absatz kehrt, und lief zurück ins Haus. „Fast vergessen!“, rief er dabei.
    Alexander dachte gar nicht erst darüber nach, was gerade vor seinen Augen geschehen ist, und folgte Barry durch die offene Tür ins Haus. Er grüßte Barrys Mutter, die in der Küche stand, und scheinbar etwas kochte, und ging dann in den ersten Stock und betrat Barrys Zimmer. Barry saß an seinem Schreibtisch, und packte Sachen in seine braune Umhängetasche.
    „So, und mein Tagebuch nehm ich auch mit…“, murmelte Barry.
    „Was machst du da? Packst du gerade für die Reise nächste Woche?“, fragte Alexander. Da bemerkte Barry Alexander.
    „Ah, da bist du ja!“, rief Barry aus. „Komm so schnell du kannst zum Schild von Route 201, und wage es ja nicht zu spät zu kommen, sonst wirst du mir das büßen.“
    Mit diesen Worten rannte Barry an Alexander a vorbei aus dem Zimmer. Alexander verdrehte die Augen. Das war eine der wenigen Momente, indem sich Alexander fragte, warum er überhaupt noch mit Barry befreundet war. Dennoch folget er seinen Freund nach draußen, und ging in Richtung Route 201. Und tatsächlich, dort stand Barry und trippelte ein wenig wütend mit seinen Fuß auf den Boden.
    „Also“, fragte Alexander, „worum geht es?“
    „Du hast doch den Bericht im Fernsehen geschaut, oder?“ Alexander nickte. „Gut, ich bin mir ziemlich sicher, dass es im See der Wahrheit auch so ein Pokémon gibt. Also gehen wir jetzt dort hin, okay?“
    Alexander klatschte sich mit der flachen Hand an die Stirn. „Der Bericht stammte aus Johto. Wir sind hier in Sinnoh, und somit hunderte von Kilometern vom See des Zorns entfernt“, sagte er.
    „Und trotzdem“, meinte Barry, „ich bin mir sicher, hier gibt es auch eins!“.
    Nach ein paar Minuten intensiver Überedenskunst von Barry, folgte Alexander ihm letztenendlich zum See der Wahrheit.


    Ein paar Minuten später erreichten sie den See.
    „Auf zur Suche nach dem Roten Garados!“, rief Barry begeistert. Doch plötzlich blieb er stehen.
    „Was ist?“, fragte Alexander seinen Freund. „Schau mal, da“, sagte Barry und deutete an das Ufer, wo zwei Personen standen.
    Einer war ein bisschen älter, die andere Person trug einen weißen Mantel. Obwohl sie ein wenig entfernt standen, konnte man ihr Gespräch hören:
    „Professor, auf der anderen Seite gibt es auch nichts Außergewöhnliches“, sagte die Frau mit den Mantel.
    „Hmmm... Ich muss mich wohl geirrt haben... Irgendetwas scheint anders zu sein als zuvor, aber... Egal! Immerhin haben wir den See gesehen“, sagte der ältere Herr. „Wir gehen.“
    „Professor, wie gefällt es Ihnen, wieder in Sinnoh zu sein? Nach vier Jahren muss es sicher aufregend für Sie sein“ fragte die Frau.
    „Hm. Eins kann ich mir Sicherheit sagen. In Sinnoh gibt es zahlreiche seltene Pokémon zu untersuchen. Das Land ist wie geschaffen für unsere Studien“ erwiderte der alte Mann.
    Mit diesen Worten drehte er sich um, und ging, gefolgt von der Frau, an Alexander und Barry vorbei.
    „Was war das denn?“, wandte sich Barry an Alexander, als die beiden den Personen nachblickten. Als sie sich wieder zu dem See umdrehten, sahen sie an der Stelle, wo gerade eben noch die Leute standen, einen Koffer stehen.
    „Hey, was ist das denn?“, fragte Barry.
    „Sieht wie ein Koffer aus“, meinte Alexander lahm.
    Barry schaute ihn so an, als wäre er Captain Obvious höchstpersönlich.
    „Komm, das schauen wir uns an“, forderte Barry ihn auf.
    Nach ein paar Sekunden folgte Alexander seinen Freund zu dem Koffer. Als die beiden um den Koffer herumstanden, fragte Barry:
    „Was glaubst du, ist da drin?“
    „Klamotten, Dokumente, was weiß ich. Aber aufmachen sollten wir ihn nicht“, meinte Alexander.
    Als Barry einen Schritt zurücktrat, kreischte etwas auf.
    Barry erschrak zu Tode, stolperte vorwärts, und ein wildes Staralili flog hinter ihm hoch.
    Ein zweites Staralili flog ebenfalls hoch, und dann begannen die beiden wilden Pokémon mit ihren Flügeln einen starken Wind zu erzeugen.
    „Ich glaube, du bist auf ein Staralili getreten“, rief Alexander über den Wind Barry zu.
    „Ach, was du nicht sagst“, rief Barry zurück.
    Auf einmal hörte Alexander es hinter ihm poltern. Als er sich umdrehte, sah er, dass der Koffer umgefallen war.
    Was ihn aber mehr überraschte, war die Tatsache, dass da drei Pokébälle aus dem Koffer gekullert waren. Auch Barry hat sie bemerkt.
    „Schnell, schnapp dir einen“, rief Alexander Barry zu.
    „Warum?“, fragte Barry.
    „Wenn das hier so weiter geht“, rief Alexander, und deutete auf die wilden Pokémon, „taucht hier noch ein ganzer Schwarm auf, und je mehr hier los ist, desto mehr Pokémon tauchen hier auf, und spätestens dann haben wir ein großes Problem!“
    Barry sah es ein, und griff nach einen der Pokébälle.
    „Ach, egal, los jetzt!“, rief er über den Wind hinweg. Alexander schnappte sich ebenfalls einen der Pokébälle.
    Dann drückten die beiden gleichzeitig die Knöpfe, und warfen die Bälle auf die wilden Pokémon zu.


    Und auch im Nachhinein konnte es sich Alexander nicht erklären, aber als er den Ball am jenen Tag warf, rief er:


    „Pokémon, ich wähle dich!“

  • Hallo Arrior,


    freut mich, dass du endlich deine Geschichte begonnen hast, wobei man nach dem Zitat annehmen kann, dass sie schon etwas weiter fortgeschritten ist. Ich werd dir mal etwas Feedback da lassen und hoffe, dass du das in Zukunft auch umsetzen kannst.


    Zuerst einmal finde ich es toll, dass du deinen Charakter auch selbst gezeichnet und sogar ein recht passendes Titelbild erstellt hast. Auf den ersten Blick erkennt man zwar nicht, dass das Sinnoh sein soll (im Hintergrund vermutlich der Kraterberg und Schleiede?), aber es macht Stimmung. Ich nehme einmal an, dass Alexander im späteren Verlauf auch mit den beiden Pokémon auftreten wird, aber das wird sich ja noch alles zeigen, da wir ja erst beim Prolog sind. Die Informationen im Startpost sind auf jeden Fall umfassend und interessant gestaltet.


    Während des Prologs ist mir aufgefallen, dass du viel über die Umgebung schreibst. Das ist sehr positiv, da man sich so leichter ein Bild machen kann und die Welt greifbarer wird. Bis zu dem Zeitpunkt, in dem Alexander aus dem Haus tritt, zählst du diese Dinge jedoch nur auf, was es etwas unspektakulär zu lesen macht. Das kann mitunter auch daran liegen, weil Alexander seinen Morgen kaum kommentiert hat, obwohl vieles passiert ist und gerade die Sendung über das Rote Garados könnte ihn durchaus stutzig machen. Das aber nur nebenbei erwähnt, da es sich in der zweiten Hälfte gebessert hat.
    Der weitere Verlauf der Geschichte erinnert recht stark an das Intro von Diamant und Perl, allerdings hast du viele neue Details erwähnt und den Alltag aufgelockert. Gerade die Situation mit Barry und seiner ungestümen Art war gewohnt witzig und man konnte so schlecht erahnen, was er eigentlich von einem möchte. Seine Behauptung, im See der Wahrheit befände sich auch ein Pokémon, wirkt erfunden; als ob er nur einen Grund für ein Abenteuer gebraucht hätte. Du schaffst es, mit guten Dialogen zum Lesen anzuregen und auch die finale Szene mit den angreifenden Staralili ist dir mit dem Abschluss, dem Wurf des Pokéballs, gelungen. Ich bin gespannt, wie es weiter gehen wird.



    Von daher bin ich hier fertig und ich hoffe, dass dir das Feedback hilft. Man liest sich sicher wieder einmal.


    ~Rusalka

  • Hey Arrior,


    ich hinterlasse nun auch mal ein Feedback.


    Ich finde, wie mein Vorposter schon erwähnte, super, dass du dein Charakter selbst zeichnest und auch das Titelbild. Ich finde auch die Infos super gemacht auch die Steckbriefe zu den Charakteren. Und die Pokémon die auf dem Titelbild abgebildet sind, werden wohl auch früher oder später vorkommen, was man wohl noch lesen wird. Ich finde das Prolog sehr gut beschrieben und auch sehr detalliert. Ich habe es sehr gerne, wenn es detalliert ist, da ich auch so gerne Bücher lese. Man merkt auch, dass du mit dem detaillierten schon einiges an Erfahrung hast und wie du auch erwähnt hast, merkt man auch, dass du sehr viel Bücher liest, wegen der ganzen Detail.


    Übrigens finde ich auch gut, wie du mit dem Prolog aufgehört hast, und hältst somit die Leute auch auf dem Laufenden, weiterlesen zu wollen. Man will dadurch ja auch unbedingt wissen, wie es weiter geht, dass finde ich sehr gut. Ich finde auch die Formatierungen mit dem kursiven (zwecks dem, was im TV lief) und den Absätzen auch sehr gut gemacht, dass es etwas so seine "Trennungen" hat, wie es eben in Büchern auch ist, und das finde ich sehr positiv. Und ich mag auch deine Schreibweise. Sonst schließ ich mich auch gut dem Feedback auch an, was mein Vorposter schon erwähnte.


    Ich freue mich schon auf deine Kapitel.


    Liebe Grüße
    Mizu

  • Huhu @Dragon D. Arrior =)
    Na dann, will ich auch mal. Ist gut, wenn man eine FF in ihren "Anfangsstadien" erwischt haha.
    PS: Das neue Zitatfenster ist voll doof und so, Leute! Auf, auf, innen Quellcode.


    ALLGEMEINES

    Zitat von Dragon D. Arrior

    In meiner Fanfiction (wird das so geschrieben?) wird eventuell hin und wieder der Tod angesprochen. Es werden aber keine Charaktere, die auftreten, im laufe (groß) der Geschichte sterben. Die Tode, die erwähnt werden, fanden in der Vergangenheit statt.
    Geflucht wird meist Kinderfreundlich (z.B. statt "Scheiß drauf" "ach, Egal" oder statt "Scheiße" "Verdammt noch mal") Aber es kann vorkommen, dass auch so geflucht wird.

    PS: So streng ist es auch wieder nicht. *ganz leise flüstert* Du solltest nur keinen Splatter oder keinen Porno veranstalten thehe. Selbst in Disneyfilmen können Charaktere sterben. Die Frage ist immer nur mit welcher Brutalität ein Tod dargestellt wird.
    Du musst bedenken, dass du dir hier jede spannende Situation verspoilerst, weil die Leser nun wissen, dass man in deinem Universum nicht sterben KANN, solange der Leser "hinsieht". Man konnte in deinem Universum nur sterben, bevor die Geschichte begonnen hat. Lass das die Charas nicht wissen. Ich würd' sicher leben wie im Schlaraffenland und auf Bergspitzen rumturnen, wenn ich wüsste, dass ich mich gerade in einer Geschichte befinde und mich der Autor auf gar keinen Fall krepieren lassen wird. ;)  
    Das machen die meisten spannenden Situationen aus, man fragt sich, ob der Charakter da heil rauskommen kann und wie seine Problemlösung aussieht. Selbst wenn er verletzt wird, verrätst du, dass man bei dir sowieso nicht sterben kann und deswegen find ich den Satz etwas ungeschickt gewählt. ^^


    Zitat von Dragon D. Arrior

    Ich weiß nicht, warum ich alleine reise.
    Aber da ich es mit meinen Pokémon tue, würde ich nicht sagen, dass ich mich einsam fühle.
    (Alexander, Kapitel XX)

    Hm, da musst ich auch überlegen. Ich finde, dass es eine sehr gute Idee ist einen Satz aus der FF gleich unter den Header zu setzen. Allerdings bereitet mir der Inhalt etwas Kopfzerbrechen. Geschichten leben eig., ziemlich sicher sogar, fast nur von sozialer Interaktion, wenn man es auf's einfachste herunterbricht und Pokemon sind zwar ganz nette Haustiere, aber diese "pokemonuniversumtypische Sicht" der Dinge, dass man auch ohne Menschen kann und nur Pokemon braucht, uhm... naja, mal sehen. ^^


    Zitat von Dragon D. Arrior

    Ich trug die Idee eines Trainers, der um die Welt reist und an den Liga-Turnieren teilnimmt. Inspiriert wurde ich von dem Pokémon-Anime und von den Spielen. Die Inspiration seitens der Spiele wird, genauso wie die Inspiration Seitens Anime, im Prolog zu lesen sein.

    Hier würde ich ehrlich gesagt einen aussagekräftigeren Klappentext schreiben. ;) Um die Welt reisen, an Turnieren teilnehmen, das sind Dinge, die man schon oft gelesen hat. Ein Klappentext soll das Individuelle in deinem Text aufzeigen, das nicht das Spiel, der Anime oder eine andere FF beinhalten kann. ^^


    Zitat von Dragon D. Arrior

    Alexander bereitet sich seit Jahren auf seine Pokémon-Reise vor. Was unter anderem daran liegt, dass seine Eltern erfahrene Pokémon-Trainer waren. Als sie auf eine Weltreise aufbrechen, beschließt er, auch bald auf seine Reise aufzubrechen.
    Sein oberstes Ziel ist es, seinen Vater zu übertreffen, der es bei der letzten Pokémon-Weltmeisterschaft es bis ins Viertelfinale geschafft hat.

    Hier gilt in etwa das Gleiche. ^^
    PS: Ich find es toll, dass du dein eigenes Bild zeichnest, aber ... ich *sich enttarnt, Alexander anschaut* die Klamotten sind ja voll unmodisch. XP Sailor Venus in meinem Ava wird Modepolizei spielen. *g*
    Barry ist mir sympathisch, wenn du ihn wie im Spiel darstellen wirst. ^^
    Nur eine Kleinigkeit: mit 14 ist er 1.50 groß? Sind die drei Jungs kleinwüchsig. Ich, 1.58 groß, leider ausgewachsen ;_;, kann denen von oben am Kopf patten. *kichert* Nein, ich hab mal eine Tabelle gesehen, bzw. für meine eigenen Charas eine Tabelle gesucht, und mit 14 ist ein Junge realistisch gesehen durchschnittlich so etwa zwischen 1.68-1.75 groß. ^^ Aber vll. könnten die anderen Teenager die drei damit sehr gut aufziehen und sie auf die Palme bringen. :D


    PROLOG
    Es ist zwar so ein wenig der typische Beginn, aber ich find's stimmig. =)
    Toll finde ich, dass er mit Barry Mails schreibt, obwohl... verwendet man mit Freunden Mails? Ich würde eher iein Chatprogramm benutzen, aber das nur am Rande. Ist halt ein wenig schade, dass er den Bericht über das Rote Garados doch relativ unkommentiert lässt.

    Zitat von Dragon D. Arrior

    Alexander erkannte ein paar Baumspitzen, die im Wasser standen.

    IM Wasser?


    Finde es in der nachfolgenden Szene ziemlich witzig, wie du den Anfang von DP umsetzt. Allerdings wirkt Barrys Verhalten in einer FF aufgeschrieben noch awkwarder als im Spiel. XD Vor allem, als er ins Haus zurückläuft und sich wundert, dass Alex im nachkommt, uhm... du hast Barry eindeutig in character gehalten haha ^^


    Zitat von Dragon D. Arrior

    „Trottel“, sagt Alexander, als er wieder aufstand. „Bestellst mich hierher, und wunderst dich dann, wenn ich da bin.“ Er klopfte sich den Staub von den Klamotten.
    [...]
    „Ich glaube, du bist auf ein Staralili getreten“, rief Alexander über den Wind Barry zu.
    „Ach, was du nicht sagst“, rief Barry zurück.

    Thahaha. ='D Genau mein Schlag von Humor!


    Wie gesagt, die Umsetzung der DP-Szene finde ich sehr gut. ^^
    Jetzt bleibt nur die Frage, welches er nimmt.


    LG Bastet ^^

  • Und tatsächlich früher als gedacht (in weniger als 24 Stunden, WHATS GOING ON HERE?!), präsentiere ich euch das 1. Kapitel von Pokémon Adventures.
    Es ist ein bisschen länger, weil ich so gut wie alles in diesem Kapitel unterbringen wollte.


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    Kapitel 1
    Ein ungewöhnlicher Start

    Die Pokébälle flogen auf die wilden Staralili zu, die immer noch unablässig mit ihren Flügeln einen starken Wind erzeugten. Ein Wunder, das die Pokébälle nicht zu ihren Werfern zurückgeweht wurden.
    Auf halben Weg zwischen Alexander, Barry und den Staralili öffneten sich die Bälle, und in einen leuchten materialisierten sich auf den Boden zwei Pokémon:
    Aus Alexanders Pokéball ein Panflam, und aus Barrys Pokéball ein Plinfa.
    „Das sind doch…!“, rief Barry überrascht aus.
    ‚Sinnoh-Starter‘, schoss es Alexander durch den Kopf. Die Pokémon, die junge Trainer hier in Sinnoh bekommen, wenn sie ihre Reise beginnen. Das kam Alexander mehr als recht.
    Sei Vater hatte ihm alles über die Starter beigebracht, und so wusste er, welche Attacken die Starter zu Beginn beherrschten. Diese waren alles andere als glücklich darüber, von fremden Leuten, die sie nicht kannten, genau vor wilde Pokémon befördert worden zu sein.
    „Barry“, rief Alexander seinen Freund zu, „Plinfa beherrscht aktuell wahrscheinlich nur Pfund und Heuler! Alles klar?“
    „Wahrscheinlich?“, fragte Barry zurück, „Dass heißt, du bist dir nicht ganz sicher, oder?“
    „Ich bin mir ziemlich sicher“, entgegnete Alexander, „Das sind die Attacken, die es normalerweise zu Beginn kann.“
    „Na, hab ich ne andere Wahl?“, fragt Barry, und gab seinen ersten Befehl: „Plinfa, setz Pfund ein!“
    „Pliiiiinfa!“ Mit einem Aufruf sprang das Pokémon in die Luft, seine Flosse leuchtete auf, und traf das wilde Pokémon direkt, welches daraufhin auf den Boden aufschlug.
    „Panflam, Kratzer!“, befahl Alexander wiederum seinen Pokémon. Er war sich ganz sicher, Panflam kannte diese Attacke beherrschte. Und tatsächlich:
    Panflam sprang auf das andere Staralili, welches immer noch flog und darüber überrascht zu sein schien, dass sein „Partner“ zu Boden gegangen war.
    „Paaaaanflam!“, rief es, seine rechte Kralle leuchtete auf, und versetzte dem Gegner einen Schlag. Auch dieses Staralili ging zu Boden, war jedoch, genau wie das andere, sofort wieder auf den Beinen.
    „Es funktioniert!“, rief Barry begeistert aus.
    „Nicht nachlassen“, rief Alexander, „solange sie nicht verschwunden sind, sind wir noch nicht sicher! Greif weiter an! Panflam, noch einmal Kratzer!“
    Das Pokémon ging zum Angriff über, und auch Barry befahl Plinfa, nochmal anzugreifen.
    Alexander blendete alles um sich herum aus, auch das, was neben ihm im Kampf von Barry geschah. Staralili ging gleichzeitig wie Panflam zum Angriff über; Panflams Kratzer traf, doch der Schwung von Staralili sorgte dafür, dass das Tackle auch bei Panflam Schaden anrichtete. Beide Pokémon gingen zu Boden, doch Panflam war schneller wieder auf den Beinen.
    Alexander befahl einen weiteren Kratzer, doch als Panflam auf Staralili zulief, die leuchtenden Krallen erhoben, hob das wilde Pokémon den Kopf, und stieß einen Schrei aus, den Alexander als Heuler identifizierte. Panflam ließ sich davon kurz verunsichern, führte den Angriff aber fort, und traf Staralili.
    ‚Versuch nur, Panflams Angriff zu senken‘, dachte Alexander grimmig, ‚Aber wenn du nicht bald flüchtest, bist du erledigt‘
    „Panflam, noch einmal Kratzer!“, rief Alexander.
    „Panflam!“, rief es, und setzte zum Angriff an. Aber bevor es traf, konnte Staralili mit Tackle treffen. Panflam taumelte kurz, ließ sich aber nicht beirren, und führte den Angriff zu Ende.
    Erschöpft ging Staralili zu Boden, erhob sich vorsichtig wieder, und flog mit schlagenden Flügeln davon. Alexander sah, neben dem Staralili, was er bekämpft hatte, noch eins fliegen. Ein Blick neben sich bestätigte ihm, dass Barry das gegnerische Pokémon ebenfalls vertrieben hatte.
    „Wir haben es geschafft!“, rief Barry begeistert. Ihre beiden Pokémon sahen nicht allzu erschöpft aus; eher erfrischt.
    „Dein Panflam war echt nicht schlecht“, lobte Barry Alexander.
    „Das Lob kann ich leider nicht erwidern“, sagte Alexander, „ich hab gar nicht auf deinen Kampf geachtet, um ehrlich zu sein“
    „Aber mein Plinfa war viel besser als dein Pokémon!“, meinte Barry, „Dabei gehören diese Pokémon nicht mal uns... Aber wir mussten sie kämpfen lassen... Bestimmt haben die Leute nichts dagegen.“
    Barry redete wieder einmal wie ein Wasserfall, und Alexander musste ihm die Hand vor das Gesicht halten, damit er stoppte.
    „Ich bin mir sicher, sie verstehen es“, unterbrach er seinen Freund.
    Wie auf Befehl tauchte die Frau mit den weißen Mantel wieder am Ufer des Sees auf. Sie warf einen Blick auf die beiden zukünftigen Trainer, die beiden Pokémon, die zu ihren Füßen standen, das stark umgewehte Gras und den offenen Koffer.
    „Oh nein, habt ihr etwa die Pokémon hier rausgenommen?“, fragte sie erschrocken.
    „Ähh, also...“, wollte Barry anfangen, doch die Frau ließ ihn gar nicht zu Wort kommen.
    „Ach du meine Güte! Was wird der Professor dazu sagen? ... Das ist ganz und gar nicht gut...“, sagte die Frau nervös, während sie den letzten Pokéball, der noch neben den offenen Koffer lag; Alexander vermutete, dass sich ein Chelast in ihm befindet; nahm, den Koffer schloss, und mit den beiden Gegenständen davon eilte.
    Alexander und Barry sahen sich an.
    „Was sollte das denn jetzt?!?“, fragte Barry.
    „Frag mich nicht“, sagte Alexander und hob abwehrend die Hände.
    „Naja, ist eigentlich auch egal, Alexander“, meinte Barry, „aber lass uns gehen. Die Pokémon wurden bei diesen Kampf verletzt, falls wir wieder angegriffen werden würden, hätten wir ein ziemliches Problem.“ Alexander und Barry betrachteten die Pokémon. Sie sahen immer noch nicht erschöpft aus, aber die Kratzer und Schrammen die sie hatten, sagten etwas anderes.
    „Du hast recht“, bestätigte Alexander. „Und um ehrlich zu sein, glaube ich nicht, dass wir die Pokémon behalten können.“
    Barry sagte nichts, und schaute, ein wenig betroffen, auf den Boden. Er schien sich mit den Gedanken, mit Plinfa zu leben, schon angefreundet zu haben. Selbst die beiden Pokémon sahen nicht gerade zufrieden aus. Letzten endlich betätigten die beiden die Knöpfe auf den Pokébällen, die roten Strahlen beförderten die Pokémon zurück in ihre Bälle, und traten mit gesenkte Kopf den Rückweg nach Zweiblattdorf an.



    Während Alexander und Barry durch die unberührte Landschaft, die zwischen dem See der Wahrheit und Zweiblattdorf lag, wanderten, kam Alexander nicht um den Gedanken herum, sich auszumalen, wie es wäre, mit Panflam zu leben, oder gar zu reisen. Er war sich sicher, dass Barry gerade ähnliche Gedanken hatte, doch das Gesicht seines Freundes war unergründlich. Doch als sie sich den Schild, auf dem sich die Zahlen von Route 201 abgebildet waren, dass vor Zweiblattdorf stand, näherten, konnten sie die zwei Personen, die sie vorhin noch am See gesehen hatten, davor stehen sehen. Die beiden unterhielten sich angeregt; der Koffer, auf den die Frau gerade zeigte, stand zu deren Füßen; als der ältere Herr Barry und Alexander bemerkte, und die beiden ansah. Auch die Frau schaute in ihre Richtung.
    „Die starren uns an“, zischte Barry durch seine Zähne.
    „Ach, was du nicht sagst“, gab Alexander ironisch, aber in normaler Lautstärke zurück.
    Der ältere Herr kam auf sie zu. Er trug ein blaues Jackett, einen langen braunen Ledermantel, hatte graues Haar und trug, mit Ausnahme vom Kinn, einen Vollbart. „Meine Assistentin hat mir gerade gesagt, ihr hättet zwei meiner Pokémon benutzt“, sagte er mit ruhiger, aber fester Stimme. Alexander und Barry bereiteten sich innerlich schon für eine Standpauke bereit, doch stattdessen sagte er:
    „Dürfte ich mal einen Blick auf sie werfen?“
    Alexander und Barry schauten sich leicht verwundert, aber auch erleichtert an, entfernten dann die Pokébälle aus den speziellen Halterungen an ihren Gürteln, betätigten erneut die Knöpfe, und ließen die Pokémon vor ihren Füßen erscheinen.
    „Hmmm… Panflam und Plinfa…“, murmelte er, „Hmmm…ich verstehe.“
    „Wer sind Sie überhaupt?“, fragte Barry ein wenig schroff.
    Alexander hätte ihm am allerliebsten gefragt, was das sollte, aber der Mann kam ihn zuvor.
    „Eine berechtigte Frage, junger Mann. Mein Name ist Eibe, und ich bin der Pokémon-Professor von Sinnoh“ stellte sich Eibe vor.
    Da klingelte es bei Alexander. Dieser Mann war ein alter Freund seiner Eltern. Alexander hatte sogar ein Bild, wo er, seine Eltern und eben jener Professor abgebildet waren.
    „Sie sind das“, sagte Alexander überrascht. Der Professor sah ihn an.
    „Du musst Alexander sein, der Sohn von William und Kate sein“, sagte er. „Unser letztes Treffen liegt schon eine Weile zurück.“
    Dann schaute er Barry an. „Du musst dann also Barry sein. Ihr beiden solltet nächste Woche zu mir kommen, um euer erstes Pokémon zu erhalten“, stellte er mit einen Blick auf die beiden Pokémon, die immer noch vor ihren Füßen standen, und den Professor interessiert ansahen.
    „Wisst ihr was“, meinte Eibe, „ihr scheint euch bereits an diese beiden Pokémon gewöhnt zu haben. Sie jetzt euch wieder wegzunehmen, nur, dass ihr sie wieder ein paar Tage später abholt, lohnt sich nicht. Ich schenke euch diese beiden Pokémon. Ich würde euch nur bitten, im Laufe der nächsten Tage bei mir, in meinem Labor in Sandgemme, vorbei zu kommen, ich muss euch noch mit ein paar Dingen für eure Reise ausstatten.“
    Damit schloss der Professor seinen kleinen Vortrag, machte auf den Absatz kehrt und ging an der verdutzten Assistentin, Alexander vermutete, dass es eine war, vorbei, nahm seinen Koffer, und lief Route 201 Richtung Osten nach Sandgemme.
    „Ihr solltet wirklich bei uns im Labor vorbei schauen“, meinte diese, und folgte dann eilig dem Professor.



    Es war inzwischen 14 Uhr. Alexander hatte sich ein Sandwich gemacht, Panflam eine Schüssel Pokémon-Futter speziell für Feuer-Pokémon gegeben, und saß jetzt, nachdem er gegessen hatte, seiner Lederjacke und er Cappie entledigt, am Schreibtisch in seinem Zimmer, während Panflam in seinem Zimmer herumtollte. Alexander selbst las das Pokémon-Lexikon, was seine Eltern geschrieben hatten. Während seine Mutter, welche Leidenschaftliche Fotografin ist, die Bilder der Pokémon gemacht hat, hatte sein Vater die Texte und Informationen verfasst. Das Lexikon wurde nie veröffentlicht, wurde aber auf Wunsch für Einzel-Personen angefertigt, sodass es unter Trainern ein echter Geheim-Tipp war. Er las gerade den Bericht über Panflam, als ihm auffiel, dass Barry, da er Plinfa quasi als Starter gewählt hat, einen Typ-Vorteil gegenüber seinen Panflam hatte. Da fragte er sich, ob Barry wusste, in welchen Pokéball sich welches Pokémon befand, und er somit absichtlich sein Pokémon gewählt hatte. Den Gedanken verwarf er aber gleich wieder, als ihm einfiel, dass Barry vor ihm sich einen Pokéball gewählt hatte. Es war also nur ein dummer Zufall, dass er Barry vom Typ her im Nachteil war. Dann dachte er nach: Er könnte jetzt noch eine Weile hier rumsitzen, und in einer Woche zu Professor Eibe gehen, und seine Reise wie geplant zu starten. Oder er würde den Rest des Tages nutzen, um nach Sandgemme zu gehen, sich mit dem Rest für seine Reise auszurüsten und dann eventuell sogar ein paar Tage früher zu starten. Alexander entschied sich für letztes, zog zum zweiten Mal an diesem Tag seine Jacke und die Cappie an, schaute Panflam an, und klopfte sich auf die Schulter.
    „Na komm, wir machen einen kleinen Ausflug“, sagte er zu seinem Pokémon.
    Panflam freute sich erkennbar, kletterte auf die Schulter seines Trainers, und Alexander verließ das Haus.



    Wenn man nicht trödelte, brauchte man ungefähr 1,5 Stunden, um von Zweiblattdorf nach Sandgemme zu gelangen. Das wurde unter anderem durch den Zustand der Route erleichtert. Während der Weg von Zweiblattdorf zum See der Wahrheit nur ein breitgetretener Erd-Pfad war, war die Route vom selbigen Dorf nach Sandgemme asphaltiert. Eine schöne, zweispurige Landstraße, die nie über Straßenmarkierungen verfügte, die durch einen Wald und eine schöne, weite Ebene mit saftigen, grünen Gras führte, ehe sie ins Straßensystem von Sandgemme mündete. Alexander konnte ohne Probleme in der Mitte der Straße laufen, da nur selten Autos nach Zweiblattdorf fuhren, und selbst wenn, hörte man sie von weiten kommen, sodass Alexander ohne Probleme ausweichen konnte. Unterwegs liefen sie ein paar wilden Staralili und Bidiza über den Weg, die sie ohne Probleme besiegen konnten. Das passte Alexander ganz gut, da er so auch mit Panflam ein bisschen trainieren konnte, und es besser kennen lernte. Alexander redete wie ein Wasserfall, ohne sich darum zu scheren, ob Panflam überhaupt verstand, was er sagte. Aber da Panflam seinen Trainer mit großen Augen ansah, ging Alexander mal davon aus.



    Nach etwa zwei Stunden, denn einige der Kämpfe dauerten etwas länger als geplant, erreichte Alexander Sandgemme. Die Straßen waren, im Gegensatz zu den Straßen in Zweiblattdorf, in einem festen Muster aus Geraden und Kreuzungen angelegt. Die Straßen in Zweiblattdorf sahen aus wie in die Landschaft geworfene Stäbchen. Außerdem hatte Sandgemme ein Pokémon-Center, welches Alexander direkt einmal aufsuchte, um Panflam durchchecken zu lassen. Als er das Pokémon-Center wieder verließ, konnte er im Süden von Sandgemme einen kleinen Hafen entdecken, wo ein paar Schiffe lagen. Weil er sich in Sandgemme nicht auskannte, musste er nach den Weg zum Labor von Professor Eibe fragen. Glücklicher Weise konnte man ihm helfen, sodass er nach ein paar Minuten Geradeaus-gehen vor dem Labor des Professors stand. Das Labor bestand aus zwei Gebäuden, die im abstrusen Gegensatz zueinander standen. Während das vordere Gebäude modern und wie ein Gebäude aus einem Science-Fiction-Film, mit Antennen auf dem Dach, aussah, war der hintere Teil des Gebäudes eine Windmühle aus Backstein gebaut war. Vor dem eisernen Tor der niedrigen Mauer, die das Gelände umgab, stand die Assistentin, die den Professor auch schon am See der Wahrheit begleitet hatte. Bevor Alexander etwas zur Begrüßung sagen konnte, war die ihm bereits zuvorgekommen.
    „Hallo, schön dass du noch heute kommen konntest. Mein Name ist Lucena, und ich bin einer der Assistenten von Professor Eibe“
    Alexander fragte sich gerade, ob Lucena seit ihrer Begegnung vor dem Schild von Route 201 hier vor dem Labor auf ihn gewartet hat.
    Lucena öffnete das Eisentor und bat Alexander, einzutreten.
    „Dein Freund ist bereits angekommen und unterhält sich mit den Professor“, erzählte Lucena.
    ‚Typisch‘, dachte Alexander, ‚Er würde nicht einmal seiner Mutter was erzählen, wenn er sofort die Möglichkeit bekommt, auf seine Reise aufzubrechen‘
    Als sie vor der Tür des futuristischen Teil des Gebäudes standen, und sich Alexander gerade dazu entschlossen hatte, sich nicht mehr damit zu beschäftigen,
    flog die Doppeltür auf und Barry rannte zum zweiten Mal an diesem Tag in Alexander hinein.
    Wieder fielen beide Trainer rücklings zu Boden.
    „Oh Mann, pass doch auf“, rief Barry, und war sofort wieder auf den Beinen. „Das wirst du mir büßen, und zwar in zehn, neun, acht, sieben…“
    Erst jetzt erkannte er, in wen er zum zweiten Mal an diesem Tag gerannt war.
    „Oh, du bist das, Alex“, rief er freudig aus.
    „Das machst du doch absichtlich, oder?“, stöhnte Alexander, als er sich wieder aufrappelte, und sich erneut den Staub von den Klamotten klopfte.
    „Wie auch immer“, sagte Barry, „dieser alte Mann, dieser Professor, er ist gar nicht gruselig, er steht aber voll neben den Schuhen.“
    „Meinst du?“, fragte Alexander. „Etwa, weil er uns die Pokémon gegeben hat?“
    „Nein, deswegen natürlich nicht, aber wegen dem, was er so erzählt; hätte mir fast ein Ohr abgekaut. Wie auch immer, ich mach mich vom Acker. Wir sehen uns in Zweiblattdorf.“
    Mit den Worten rannte Barry vom Gelände und in genau die Richtung, aus der Alexander gerade gekommen war.
    „Wird dein Freund dauerhaft von einem Bibor gestochen, oder warum ist der so schnell?“, fragte Lucena verwundert, als sie Barry nachblickte.
    „Keine Ahnung“, entgegnete Alexander, „ich glaube, dass liegt in seiner Natur. Mit diesen Worten ging er durch die Tür, durch die Barry bis vor ein paar Sekunden gestürmt war, und betrat das Labor.



    Im Labor selbst standen Messgeräte, einige Bildschirme und Regale vollgestopft mit Büchern und Akten. Im Zentrum des Kreisrunden Raums stand ein Schreibtisch, wo es fast an ein Wunder grenzte, dass der Tisch den Massen an Akten, Büchern und Papieren noch nicht durchgebrochen war. Hinter den Schreibtisch stand Professor Eibe, der seinen braunen Mantel gegen einen weißen Kittel, denselben wie seine Assistenten, getauscht hatte, und scheuchte seine Assistenten durch die Gegend, dass sie ihm fehlende Akten, Unterlagen, und Kaffee holten. Er bemerkte Alexander, als er auf den Schreibtisch zukam. Eibe umrundete ihn, und kam auf den jungen Trainer zu.
    „Da bist du ja endlich. Du bist Alexander, der Sohn von William und Kate, nicht wahr?“, fragte Eibe.
    „Richtig“, bestätigte Alexander die Fakten, die der Professor bereits vor ein paar Stunden festgestellt hat.
    „Dürfte ich mal ein Blick auf dein Pokémon werfen?“, fragte der Professor. Alexander holte Panflams Pokéball hervor, betätigte den Knopf, und ließ das Pokémon vor den Professor erscheinen.
    „Hmmm…ich verstehe“, murmelte Eibe, „Ja, ich verstehe. Das Pokémon scheint dich bereits ins Herz geschlossen zu haben, und ich nehme an, dasselbe trifft auch auf dich zu.“
    Er nickte, als er Alexanders bestätigtes Nicken sah.
    „Nun gut“, führte der Professor fort, „ich hatte es bereits auf Route 201 gesagt, aber doppelt hält bekanntlich besser, deswegen: Ich schenke dir dieses Pokémon.“
    „Danke Professor Eibe“, bedankte sich Alexander, „das bedeutet mir wirklich viel.“
    „Keine Ursache“, sagte Eibe, „Dein Freund Barry hat mir erzählt, was am See passiert ist. Du sollst sehr gut gekämpft haben, dafür, dass es dein erster Kampf war.“
    Alexander zuckte mit den Schultern.
    „Meine Eltern haben mir viel über den Pokémon-Kampf beigebracht“, erklärte er.
    „Ich kenne deine Eltern gut. Ich habe sie damals, als ich ein junger Dozent war und hier gerade den Posten meines Lehrers übernommen hatte, mit ihren Starter-Pokémon ausgestattet.“
    Einer der Assistenten brachte den Professor eine Tasse Kaffee, die dieser ihm aus der Hand nahm, und einen Schluck hinunterstürzte, nur, um ihn direkt wieder auszuspucken.
    „Der ist ja heiß!“, beschwerte sich der Professor in einem Tonfall, der auch gut zu einem kleinen Kind gepasst hätte.
    „Natürlich“, sagte der Assistent schuldbewusst, „sie wollten ihn ja auch sofort haben, und er stammt direkt aus der Maschine.“
    „Wollte ich das?“, fragte der Professor verdutzt. „Egal, bringen Sie mir in Zukunft einen lauwarmen.“
    Damit gab er ihm die Tasse zurück, und der Assistent suchte das Weite.
    „Äh-häm!“, räusperte sich der Professor, und begann zu reden, als wäre gerade nichts gewesen, „ Kommen wir zum eigentlichen Thema zurück. Ich möchte, dass du etwas für mich tust. Mein Name ist Eibe. Ich studiere Pokémon. Ich und meine Kollegen möchten wissen, welche Arten von Pokémon in Sinnoh, nein, viel eher der ganzen Welt, leben. Um das herauszufinden, muss man mithilfe des Pokédex Daten sammeln. Und hier kommst du ins Spiel. Ich möchte dir diesen Pokédex geben.“
    Mit diesen Worten nahm der Professor einen Aluminium-Koffer von seinem Schreibtisch, und nahm ein 8 cm breites und 15 cm hohes, flaches Gerät aus der Polsterung.
    „Das ist ein spezieller Pokédex“, erklärte der Professor, „der in der Lage ist, jedes Pokémon auf der Welt zu erkennen, und abzuspeichern. Bis jetzt haben wir Professoren nur Pokédexe entworfen, die in der Lage sind, nur die Pokémon zu erkennen, die auch in der entsprechenden Region leben. Aber wir wollen Serienmäßig einen Pokédex erschaffen, der alle Pokémon dieser Welt erkennen kann.“
    Er reichte Alexander das Gerät.
    „Also ist das hier der Prototyp, oder?“ fragte Alexander.
    „Nicht genau“, meinte der Professor, „es ist ein Duplikat des Prototypen, kostet aber genau so viel, also sei vorsichtig damit.“
    Alexander drückte auf den kleinen Knopf in der Mitte des unteren Rands. Der Bildschirm leuchtete auf, und zeigte eine lange, unbeschriftete Liste. Er hielt das Gerät in Richtung von Panflam, welches das Gerät interessiert betrachtete.
    Ein Hologramm-Bildschirm von der doppelten Größe des Gerätes tauchte über den Bildschirm auf, und zeigte neben allen Informationen über Panflam, auch die Attacken an, die Panflam beherrschte.
    ‚Kratzer, Silberblick und Glut‘, dachte Alexander, wobei Glut ihm neu war.
    „Und wenn ich alle Pokémon der Welt registriert habe, soll ich ihnen das Gerät wiedergeben, damit Sie die Daten einlesen können, um anschließend diesen Pokédex Serienmäßig herzustellen, richtig“, wiederholte Alexander die Fakten.
    „Allerdings“, bestätigte ihn Professor Eibe. „Noch dazu sei gesagt, dass dieser Pokédex eine gewisse Anzahl an Stößen standhält, und bis zu einer Stunde wasserfest ist, aber übertreiben solltest du es aber nicht.“ „Keine Sorge“, wehrte Alexander ab, als er das Gerät in seine rechte Hosentasche steckte.
    Der Professor lehnte sich an seinem Schreibtisch an. Lucena kam gerade wieder, und gab Alexander fünf weitere Pokébälle.
    „Vielleicht kannst du sie brauchen“, meinte sie, als Alexander die Pokébälle nahm, und sie an die Vorrichtungen an seinen Gürtel anbrachte.
    „Damit wäre alles gesagt“, meinte Professor Eibe, „Du kannst deine Reise starten, wann immer du willst. Du bist perfekt ausgestattet. Dein Abenteuer wartet.“



    Alexander rannte durch den Wald, Panflam nur zwei Schritte hinter ihm. Nach den Worten des Professors hatte es sich Alexander in den Kopf gesetzt, er könnte heute noch starten, doch er brauchte noch einige Sachen aus seinem Haus. Er sprang einen 1 Meter hohen Absprung hinunter, und Panflam auf seine Schulter, als er unten ankam. Im Fernen konnte man bereits Zweiblattdorf sehen, das von weit weg wie ein paar in die Landschaft geworfene Häuser. Er rannte die Straßen entlang, stürmte durch die Haustür hoch in sein Zimmer und kramte den Rucksack unter seinen Schreibtisch hervor, und nahm die Liste von benötigten Gegenständen von dem Küchentisch. Ganz unten kam eine Ein-Wochen-Vorrats-Dose-Pokémon-Futter für alle Typen, eine Ein-Wochen-Vorrats-Dose-Pokémon-Futter für Feuer-Pokémon, Wechsel-Unterwäsche, ein Pokémon-Medizin-Koffer. Und als er gerade seinen Schlafanzug für die Nächte im Pokémon-Center einpacken wollte, warf er einen Blick auf die Küchenuhr, da er in der Küche seinen Rucksack packte.
    19:30 Uhr.
    Selbst wenn er rannte, würde es dunkel sein, wenn er in Sandgemme ankommen würde, da hatte das Pokémon-Center längst geschlossen. Widerwillig beendete er seine Pack-Orgie, und machte für sich und Panflam Abendessen.



    Nach dem Essen, und nachdem er im Bad war, wollte sich Alexander schlafen legen. Er zog seine Vorhänge zu, legte sich ins Bett und deckte sich zu. Panflam, was er nicht zurück in seinen Ball beordert hatte, legte sich auf die Brust seines Trainers, und schlief ein, was Alexander daran merkte, dass Panflams Flamme nicht mehr brannte. Schon bald schlief auch er ein.



    Alexander träumte verrückt, und sobald es der Traum zuließ, schlug Alexander die Augen auf. Er warf einen Blick auf den Wecker, der über seinen Kopf stand: 7:30 Uhr. ‚Das geht doch‘, dachte Alexander, und tippte vorsichtig Panflam an, was immer noch auf seiner Brust lag.
    „Panflam, aufwachen“, sagte er, „ich kann sonst nicht aufstehen.“
    Panflam regte sich, ließ seine Flamme auflodern, und kletterte von seinem Trainer, der aufstand, die Vorhänge zurückzog, und ins Bad ging.


    30 Minuten später, nachdem sich Alexander fertig umgezogen hatte, den Rest seines Rucksack gepackt hatte und mit Panflam gefrühstückt hatte, stand er im Wohnzimmer, das sich links neben der Treppe befand, Esstisch, Sofa und Fernseher beinhaltete, vor einer Wand mit speziellen Bilderrahmen.
    Die linken beinhalteten die Orden seines Vaters, die rechten der seiner Mutter. Während sein Vater alle Orden von Sinnoh, Kanto, Johto, Hoenn und der Kampfkoryphäe besaß, hatte seine Mutter zwar alle Orden von Sinnoh, aber von Kanto besaß sie nur fünf, von Johto nur drei, und von Hoenn gar keine.
    In der Zeit hatte sie sich in seinen Vater verliebt, und sich nicht mehr für Arenen interessiert.
    Zusätzlich zu den Orden seines Vaters befand sich dort noch ein spezielles Band, was das Erreichen des Viertelfinales der letzten Pokémon-Weltmeisterschaft bezeugte.
    In dem Bereich wollte Alexander seinen Vater übertreffen.
    Da klingelte es an der Tür. Alexander öffnete sie, und sah Barrys Mutter vor sich stehen.
    „Guten Morgen“, grüßte sie. „sag mal, ist Barry zufällig bei dir?“
    Alexander fluchte innerlich. Er hätte es wissen müssen, dass Barry vor ihm startet.
    „Nein, ist er nicht“, verneinte er die Frage.
    „Dann ist er schon weg“, seufzte seine Mutter, „er ist vor einer halben Stunde los, und hat gerufen ‚Ich werde der beste Pokémon-Trainer aller Zeiten‘. Wie auch immer, wenn du ihn siehst, kannst du ihm dann bitte dieses Paket geben?“
    Sie übergab ihn ein kleines Paket, und bevor Alexander fragen konnte, was darin war, war Barrys Mutter schon wieder verschwunden.
    Alexander packte das Paket in den Rucksack, der auf dem Küchentisch lag, ging in den Keller und öffnete den Sicherungskasten.
    Er zog den roten, großen Hebel nach unten, und plötzlich hörte es im gesamten Haus auf zu summen.
    Zurück in der Küche, nahm er seinen Rucksack, klopfte sich auf die Schulter, worauf Panflam sprang und verließ das Haus.
    Er sperrte die Tür ab, und ging zu der Pension von Johanna.
    Auch wenn er nicht damit gerechnet hatte, waren Johanna und Lucia schon wach.
    „Schön, dass du früher startest“, sagte Johanna, und nahm den Hausschlüssel entgegen, „ich wünsche dir viel Spaß“ Nun meldete sich Lucia zu Wort und deutete auf Panflam:
    „Ist das dein Starter?“
    „Ja“, sagte Alexander stolz, „das ist Panflam, mein Partner.“
    „Es ist echt süß“, sagte Lucia begeistert.
    Die beiden hätten sich wahrscheinlich noch länger mit Alexander unterhalten, aber dieser wollte so schnell wie möglich aufbrechen, um den Vorsprung von Barry wieder gut zu machen. Er verabschiedete sich, und verließ Zweiblattdorf auf dem schnellsten Wege.



    Alexander stand am Rand von Sandgemme, direkt am Schild von Route 202. Er hatte zwar schon einmal Sinnoh verlassen, aber das war mit dem Luftschiff, welche von Sandgemme aus starteten. Diese Route hatte Alexander noch nie zuvor in seinen Leben betreten. Er blickte auf Panflam hinab, welches rechts von ihm auf dem Boden saß, und zu ihm aufblickte.
    „Na dann“, sagte Alexander zu Panflam, und zog die Riemen seines Rucksackes fester, „fangen wir an.“


    Mit diesen Worten betrat Alexander Route 202, und begann seine lange Reise.



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    Wie immer könnt Ihr Kritik in dieses Topic schreiben, ich würde mich sehr darüber freuen. :)


    Wann das nächste Kapitel erscheint, kann ich im Moment nicht sagen, aber es wird wahrscheinlich innerhalb der nächsten zwei Wochen geschehen.

  • Sooo, ich bin hier noch nicht so bekannt im BB, aber ich geb mal meinen Senf dazu.


    Erstmal der Hauptchar, der Alexander. Schonmal großer Pluspunkt, weil ich auch so heiße. Gefällt dir der Name so gut, dass du ihn immer ausschreibst? Also, ich persönlich finde den Nicknamen "Alex" nochmal viieel cooler. Barry nennt ihn doch auch beim Spitznamen, und wenn ich so an Romane, Filme, Serien, whatever, zurückdenke, kann ich mich an keine Charaktere erinnern die "Alexander" hießen, mir fallen nur mehrere "Alex" ein, darum glaub ich, dass ich mit meiner Meinung nicht ganz allein dastehe, aber ist natürlich Geschmackssache. ^^


    Der nervöse, hyperaktive Barry sorgt für gute Siuationskomik. Etwas Humor ist mir generell bei jeder Story wichtig, weil so eingefahrene Siuationen super aufgelockert werden können und alles viel menschlicher und lebendiger wirkt. Sehr gut!


    Ansonsten stimme ich in vielen Punkten mit Bastet überein, vor allem die Ankündigung in der Einleitung, das Charaktere nicht sterben können bei dir, das nimmt halt wirklich viel Spannung und somit auch Leselust von mehreren Leuten, von mir leider auch. Man kann gute Storys schreiben, ohne jemand "Wichtigen" sterben zu lassen, du musst ja niemanden sterben lassen, wenn du net willst, aber bitte, bitte, verrate es trotzdem nicht vorher. Das ist so, als hätte George Lukas bei Episode 4 im Intro verraten, dass Meister Yoda im Kampf gegen Darth Vader stirbt, bzw. verschwindet, und das hätte diesem epischen Aufeinandertreffen total die Spannung genommen, findest du nicht auch? (Ich weiß, ich vergleich jetzt bisschen Äpfel mit Birnen und übertreibe absichtlich.) Es ist das Ungewisse beim Kampf Gut gegen Böse, mit dem du deine Leser fesseln musst, das ist doch das Ziel einer jeden Kampfhandlung: Das Zittern um die Charaktere, wer gewinnt jetzt? Wer macht was? Tötet er ihn jetzt oder verschont er sein Leben? Was passiert als nächstes? Whoah, fuck, und jetzt ist der plötzlich da und macht dies und jenes.... Versuche so zu schreiben, dass sich der Leser unwillkürlich diese Fragen stellen muss. ;-)


    Okay, wenn die Story ab 6 Jahren freigegeben ist, kann es schwer werden, geb ich zu.... Muss es bei USK 6 bleiben, wie wär´s denn mit USK 12? Da würdest du schonmal sehr viel mehr Leser ansprechen.



    Ab und zu hast du ein paar kurze, abgehackte Sätze, die man verbinden könnte, Beispiel:


    Du schriebst: „Was machst du da? Packst du gerade für die Reise nächste Woche?“, fragte Alexander. Da bemerkte Barry Alexander.


    Mein Vorschlag: „Was machst du da? Packst du gerade für die Reise nächste Woche?“, fragte Alexander, der daraufhin von Barry bemerkt wurde.



    Aber das sind nur kleine Schönheitsfehler. Du schreibst schon echt anschaulich, ausführlich und in guten Sätzen. Weiß net genau, ob ich mit 17 auch schon so gut war. Ich kann jetzt halt nur bissl schlau daherreden, weil ich schon 28 bin, nimms mir bitte nicht böse, ich will dir helfen, weil ich es cool finde, wie gut du jetzt schon schreiben kannst. Bleib dran, nicht aufhören!!! :-)

  • Und wieder, früher als gedacht (wieder innerhalb von 24 Stunden, ich glaube nicht, dass ich das das nächste mal auch schaffe ^_^") präsentiere ich euch das zweite Kapitel von Pokémon Adventures.
    Nicht so lang wie das erste Kapitel, aber immer noch länger als der Prolog.


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    Kapitel 2
    Von Jubelstadt nach Erzelingen

    „Das Pokémon-Center von Vertania City wurde, wie inzwischen bestätigt wurde, durch ein zu den Zeitpunkt im Center behandelten Pokémon zerstört. Der Grund für die starke Attacke des Pokémon soll, wie Augenzeugen, die sich zu dem Zeitpunkt im Center befanden, bestätigten, die Anwesenheit von zwei gesuchten Verbrechern, die die Pokémon stehlen wollten, die sich zu den Zeitpunkt im Pokémon Center befanden. Die gesuchten Verbrecher sind zurzeit mit einem Heißluftballon auf der Flucht, verletzt wurde niemand. Wann das Pokémon Center in Vertania City wieder in Betrieb genommen werden kann, ist derzeit noch unklar…“


    Alexander beachtete den Bericht, der im Fernsehen lief, nicht. Er achtete eher auf Schwester Joy, die ihm gerade den Pokéball seines Panflam wieder gab.
    „Dein Pokémon war nur ein bisschen erschöpft“, erklärte sie, „also entschuldige bitte, dass ich dir Sorgen bereitet habe, indem ich es über Nacht bei mir behalten habe, aber es hatte ein paar üble Kratzer. Ich bin noch nicht allzu lange hier, ich geh lieber auf Nummer sicher.“
    Alexander interessierte die Geschichte von Schwester Joy herzlich wenig, aber da er sich selbst Sorgen um Panflam gemacht hatte, war er ganz froh darüber, dass Schwester Joy auf Nummer sicher gegangen war.
    „Klar, keine Ursache“, meinte er, als er Panflam aus seinen Pokéball holte und es auf die Schulter seines Trainers kletterte, „ich bin mir sicher, sie werden sich schnell hier eingewöhnen.“
    Schwester Joy freute sich sichtlich über die Aufmunterung, während Alexander einen Schritt zurücktrat, um den nächsten Trainer, der hinter ihm am Tresen anstand, Platz zu machen.
    Das Pokémon Center von Jubelstadt war groß, viel größer als das Pokémon Center von Sandgemme, und erstreckte sich über zwei Stockwerke.
    Während sich im Erdgeschoß sich der Tresen, hinter dem Schwester Joy die Pokémon der Trainer zur Untersuchung entgegen nahm und nach der Untersuchung wieder zurück gab, einige Tische mit Stühlen und Sofas zum Abwarten der Untersuchung, selbstredend die Untersuchungsräume sowie die über einen Gang erreichbaren Schlafzimmer für die Trainer befanden, konnte man im Obergeschoß eine Lounge mit Café, sowie einen Kampffeld finden.
    Im Untergeschoß befanden sich auch ein paar Flachbildschirme, wo die neusten Nachrichten aus aller Welt ausgestrahlt wurden, wo auch gerade der Bericht über das Pokémon Center in Vertania City berichtet wurde. ‚Wer macht den sowas? ‘ fragte sich Alexander zu dem Bericht, und ging mir eiligen Schritten auf die automatischen Doppelglastüren zu, verließ das Pokémon Center, und befand sich mitten im Großstadt-Dschungel von Jubelstadt.
    Gestern hatte Alexander Route 202 von Sandgemme aus betreten, hatte viele wilde Pokémon bekämpft, und sogar sich mit drei Trainern gemessen.
    Er war den ganzen Tag auf Route 202 unterwegs, und gegen Abend um 19:30 Uhr Jubelstadt erreicht.
    Er hatte plötzlich feststellen müssen, dass sich Panflam kaum noch auf seiner Schulter halten konnte. Deswegen rannte er, im wahrsten Sinne des Wortes, zum Pokémon Center.
    Dort wurde Panflam über Nacht zur Untersuchung behalten, so dass Alexander die erste Nacht seiner Reise im Pokémon Center verbrachte.
    Jetzt stand er, Panflam wieder gesund und munter auf seiner Schulter, an einer der großen Straßen von Jubelstadt.
    Jubelstadt war groß, verdammt groß.
    Wären da nicht diese zwei großen, breiten Straßen, die sich in der Mitte von Jubelstadt überschneiden und so die Stadt in vier Teile teilte, hätte er sich garantiert verlaufen.
    An der Kreuzung dieser beiden Straßen im Zentrum von Jubelstadt befanden sich alle wichtigen Gebäude:
    Der Supermarkt, das Pokémon Center, das Alexander gerade verlassen hatte, sowie das Gebäude von Jubelstadt TV und das Gebäude der Firma, die die Pokétch herstellten.
    Doch Alexander war auf der Suche nach der Trainer-Schule.
    Als er nämlich gestern im Center zunächst die Untersuchung seines Pokémons abwarten wollte, hatten sich zwei Schüler der hiesigen Trainer-Schule über einen blonden, hitzköpfigen Trainer unterhalten, der scheinbar noch nicht allzu lange einer war, und jedem in der Schule gesagt hatte, wer nicht gegen ihn kämpfte, würde es ihm büßen.
    Alexander erkannte Barry sofort, und ließ sich von den Schülern den Weg zur der Schule beschreiben. Genau dieser Weg-Beschreibung folgte Alexander jetzt, und ging über ein paar Straßen zwischen den Hochhäusern, die alle unterschiedlich hoch in den Himmel wuchsen.
    Dann erreichte er die Trainer-Schule, die im Vergleich zu den anderen Gebäuden in der Umgebung mir nur zwei Stockwerken vergleichsweise klein war. Er betrat die Trainer-Schule durch die offene Tür, und wurde gleich von einem Mann im Anzug begrüßt:
    „Herzlich Willkommen in der Trainer-Schule, die Schule, wo alle jungen Trainer sich auf ihre Reise vorbereiten können. Willst du dich dauerhaft für eine Klasse einschreiben?“
    „Nein, danke“, lehnte Alexander das Angebot ab, „ich bin nur auf der Suche nach meinen Freund, der sich wahrscheinlich befindet.“
    Der Mann schien enttäuscht darüber zu sein, dass er keinen neuen Schüler anwerben konnte, deswegen ging Alexander an dem Mann vorbei, ebenso an dem Kampffeld, was sich im Erdgeschoß befand, und wo sich ein paar junge Schüler standen, und gespannt den Bericht ihres Lehrers lauschten, und ging die Treppe in den ersten Stock hoch, wo sich die beiden Klassenzimmer befanden, in denen der Theorie-Unterricht stattfand. Beide Türen standen offen, und in dem einen Zimmer konnte Alexander Barry an der Tafel entdecken, der interessiert die Notizen über Status-Veränderungen an der Tafel las.
    Als Alexander seinen Freund auf die Schulter tippen wollte, drehte sich dieser um, streckte den Arm aus und deutete auf den Schüler, der auf einen der Bänke saß, und die Notizen an der Tafel abschrieb.
    „Hey, du, kämpf gegen mich!“, wollte Barry damals sagen, wie Alexander später von ihm erfahren sollte, doch dazu kam Barry nicht, denn der ausgestreckte Arm traf Alexander im Gesicht.
    Panflam sprang kreischend von der Schulter seines Trainers, als dieser sich die Nase haltend rückwärts auf den Hosenboden fiel.
    „Oh, du bist das, Alex“, rief er freudig aus.
    „Wahnsinn, Individualität“, sagte Alexander, als er sich vorsichtig die Nase abtastete, um zu überprüfen, ob sie in Ordnung war, „dieses Mal rennst du mich nicht über den Haufen, sondern brichst mir beinahe die Nase.“
    „Tut mir echt leid“, meinte Barry schuldbewusst, und half seinen Freund wieder auf die Füße.
    „Was machst du hier?“, fragte Barry interessiert.
    „Postbote spielen“
    „Häh?“
    „Hier“, sagte Alexander, und reichte ihm das Paket, was er am Vortag von Barrys Mutter erhalten hatte, „deine Mutter wollte es dir gestern noch geben, aber du bist ja so schnell abgehauen.“
    Barry nahm das Paket dankend entgegen, während Panflam wieder auf Alexanders Schulter klettert.
    Barry öffnete das Paket.
    „Wow, ein neuer Pokétch!“, rief Barry begeistert aus, und hielt das orangefarbene Gerät in der Hand, „Aber warum zwei?“
    Barry hielt einen zweiten blauen Pokétch in der anderen Hand. Er zuckte mit den Schultern, und reichte Alexander den blauen.
    „Hier“, sagte er, „meine Mutter wollte dir wohl auch einen geben, und selbst wenn nicht, ich brauche nur einen.“
    Dankend nahm Alexander das Gerät entgegen und befestigte es an seinem rechten Handgelenk.
    Der Pokétch zeigte die Uhrzeit an, doch wenn man den roten Knopf rechts neben den digitalen Bildschirm betätigte, konnte man neben der Digitaluhr noch einen Münzwurf, eine Karte von Sinnoh, einen Wecker und eine Analog-Uhr.
    Auch Barry hatte bereits seinen Pokétch an seinem linken Handgelenk befestigt.
    „Das ist voll interessant hier“, begann Barry zu schwärmen, „hier kann man noch voll viel lernen.“
    „Hast du alles vergessen, was du in den letzten Jahren gelernt hast?“, fragte Alexander mit hochgezogener Augenbraue.
    „Natürlich nicht“, wehrte Barry ab, „aber ich wollte mein Wissen noch mal auffrischen. Wie auch immer, ich habe mich hier umgehört, ich mach mich als erstes auf den Weg nach Erzelingen, da gibt es eine Arena, die werde ich dann herausfordern. Wir sehen uns.“
    Barry rannte an Alexander vorbei aus dem Zimmer und verließ die Trainer-Schule.



    Alexander war daraufhin noch eine Stunde in Jubelstadt unterwegs und ließ sich keine Herausforderung zum Kampf entgehen. Nebenbei schaute sich Alexander auch die Angebote im Pokémon Supermarkt an und stockte seinen Medizin-Koffer auf.
    Als er dann, bevor er Jubelstadt über Route 203 in Richtung Erzelingen verlassen wollte, sein Panflam nochmal zur Untersuchung im Pokémon Center abgegeben hatte, schaltet er seinen Pokédex ein.
    Er hatte auf Route 202 nur drei weitere Pokémon in der Liste aufnehmen können:
    Staralili, Bidiza und Sheinux, neben seinen eigenen Panflam.
    Natürlich wusste Alexander nicht, wie viele Einträge andere Trainer an ihrem ersten Tag der Reise sammelten, doch bevor Alexander noch einen weiteren Gedanken daran verschwenden konnte, rief Schwester Joy seinen Namen aus.
    Alexander kam zum Tresen, und nahm dankend den Pokéball seines Panflams entgegen.
    „Dein Pokémon ist wieder top fit“, erklärte Schwester Joy, „Beehr uns bald wieder.“
    Alexander nahm dankend Panflams Pokéball entgegen, öffnete den Pokéball, damit Panflam wieder auf seine Schulter klettern konnte, und zum zweiten Mal an diesem Tag verließ er das Pokémon Center. Alexander schaute sich noch kurz in der Stadt um, dann machte er sich auf die Suche nach dem Zugang von Route 203.



    Alexander befand sich gerade auf Route 203. Panflam lief rechts neben ihm, und beobachtete, genau wie Alexander, die umliegende Natur der asphaltierten Straße, die Richtung Erzelingen führte.
    Er holte gerade den Pokédex aus seiner Hosentasche, um ein wildes Zirpurze zu registrieren, als ihm etwas, oder besser gesagt jemand, in den Rücken rannte, er vorwärts stolperte und der Pokédex nach vorne aus seiner Hand flog. Alexander hatte das Gleichgewicht verloren, doch bevor er bäuchlings hinfiel, sprang er ein wenig nach vorne, und erwischte gerade so den Pokédex, bevor der auf den Boden fiel. Dafür landete Alexander unsanft auf den Boden. „Das war knapp“, stieß Alexander aus. „Oh, du bist das, Alex“, rief eine Stimme freudig aus. Alexander drehte den Kopf um, und konnte es nicht glauben, dass Barry hinter ihm stand. „Jetzt weiß ich, dass du das absichtlich machst“, stöhnte Alexander, und rappelte sich auf. „Alexander, bitte sag mir dass du stärker geworden bist“, bettelte Barry förmlich. „Ein wenig schon, würde ich sagen“, meinte Alexander, als er den Pokédex nach Schaden untersuchte, und als er keinen entdeckte, ihn zurück in die Hosentasche steckte, „aber bist du stärker geworden?“ „Ich?“, fragte Barry ungläubich, „Sieht man das nicht?!? Sicher bin ich stärker geworden!!! Los! Ich beweise dir das!“



    Barry und Alexander standen jeweils an den Rändern der Straße. Barry zückte einen Pokéball, betätigte den Knopf, und warf ihn nach vorne:
    „Los, Staralili, du bist dran!“, rief er, und ein Staralili erschien mit einem Ausruf auf der Straße.
    ‚Ein Staralili also‘, dachte Alexander, und ersparte es sich, den Pokédex zu zücken. Er deutete mit dem Arm nach vorne:
    „Panflam, du bist dran!“, befahl er. Eine andere Wahl hatte er auch nicht, immerhin war Panflam immer noch sein einziges Pokémon.
    „Panflam!“, rief es begeistert, als es auf Staralili zulief.
    „Staralili, Ruckzuckhieb!“, Barry gab den ersten Befehl.
    Staralili raste mit einem Aufruf auf Panflam los und traf. Damit hatte Alexander nicht gerechnet.
    Er blendete alles um ihn herum aus, und zog aus der Tatsache, dass sich Staralili immer noch genau vor seinem Panflam befand, seinen Vorteil.
    „Panflam, setz zweimal hintereinander Kratzer ein!“ rief Alexander.
    „Panflam!“, erwiderte Panflam durch die geschlossenen Zähne, hob die beiden aufleuchtenden Krallen an und schlug sie nach Staralili.
    Beide Angriffe trafen, und das gegnerische Pokémon sprang kreischend zurück.
    „Jetzt, setzt Glut ein!“, befahl Alexander.
    „Panflaaaam!“, rief es, und spuckte einen Haufen Funken auf Staralili, das nicht ausweichen konnte. Glut traf, und Staralili ging zu Boden.
    „Du schaffst es, Staralili!“, rief Barry seinen Pokémon zu. Doch er erstarrte, als er rote, leuchtende Flecken auf dem Gefieder seines Pokémon sah.
    „Es hat Verbrennungen!“, rief Barry entsetzt aus.
    Alexander selbst war überrascht; er hatte nicht damit gerechnet, dass seine Glut-Attacke Staralili verbrennen würde. Doch das kam ihn mehr als Recht.
    „Panflam, beende es mit Glut!“, gab Alexander den Befehl.
    Panflam führte den Angriff durch, und Staralili ging in einem Funkenregen unter. Als der Angriff vorbei war, rührte sich nicht mehr. „
    Staralili!“, rief Barry verzweifelt, „Komm zurück!“
    Der rote Strahl erfasste Staralili, und holte es in den Pokéball zurück.
    „Du hat gut gekämpft“, lobte Barry sein Pokémon, und zückte den nächsten Pokéball.
    Alexander vermutete bereits, welches Pokémon als nächstes kommen würde, und Barrys Befehl bestätigte ihm seinen Gedanken:
    „Du bist dran, Plinfa!“
    Das Pokémon erschien ein wenig von Panflam entfernt.
    Und womit wohl keiner der beiden Trainer gerechnet hätte, geschah:
    Die beiden Pokémon gingen aufeinander zu, und unterhielten sich.
    „Das ist ja witzig“, meinte Barry, und kratzte sich hinter den Kopf.
    „Scheinbar waren sie schon früher befreundet“, schmunzelte Alexander.
    Dann führte Barry den Kampf fort:
    „Plinfa, Blubber!“, rief Barry.
    „Pliiinfafafafafa!“, rief das Pokémon, und eine Menge Blasen flogen auf Panflam zu.
    „Ausweichen!“, rief Alexander verzweifelt, doch vergeblich.
    Panflam wurde getroffen und nach hinten auf Alexander zu geschleudert.
    Er fühlte mit, als Panflam mit schmerzverzerrtem Gesicht wieder aufstand.
    „Gleich nochmal Blubber, Plinfa“, rief Barry.
    „Verdammt“, zischte Alexander durch seine Zähne.
    „Panflam, ausweichen!“, rief er verzweifelt.
    Und tatsächlich, Panflam sprang zur Seite und wich den Blasen aus.
    „Sehr gut“, rief Alexander, „und jetzt Kratzer, so oft du kannst!“
    Panflam rannte auf Plinfa zu, und landete dreimal gezielte Treffer, ehe Barry reagieren konnte.
    „Ja, wie…“, sagte Barry verblüfft. Er hatte nicht damit gerechnet, dass sich Panflam nach dem direkten Treffer von Blubber noch wehren konnte.
    „Noch einmal Kratzer, so oft du kannst!“, befahl Alexander.
    „Greif mit noch einem Blubber an!“, befahl wiederum Barry, der entschlossen war, deinen Typ-Vorteil auch zu nutzen.
    Blubber traf, doch Panflam lief mit leuchtenden Krallen aus der entstandenen Wolke hinaus; stark angeschlagen, aber noch kampffähig.
    Alexander glaubte, hoffte, dass Panflams Angriff stark genug war, um Plinfa zu schlagen.
    Der erste Kratzer traf, und als Panflam zum zweiten Kratzer ausholte, traf Barry eine Entscheidung.
    Plinfa würde auf die Entfernung niemals rechtzeitig noch mit einem Blubber treffen, also entschied er sich für die andere Attacke:
    „Plinfa, Pfund!“, rief er, und hoffte, dass sein angeschlagenes Plinfa vor Panflam traf, und wiederum das geschwächte Panflam besiegte.
    Doch Plinfa war zu langsam:
    Als seine Flosse aufleuchtete und es ausholte, traf Panflams Kratzer, und Plinfa ging zu Boden.
    Zuerst mühte sich Plinfa ab, um erneut aufzustehen, doch es brach zusammen.
    „Nein!“, rief Barry, und beorderte sein Pokémon zurück.
    Alexander rannte zu Panflam und nahm es in die Arme.
    „Du hast super gekämpft“, lobte er sein Pokémon und gab ihm eine Sinelbeere, die Panflam gleich genüsslich verspeiste.
    „Wie konnte ich nur verlieren?!?“, fragte Barry verzweifelt, als er auf Alexander zukam.
    „Keine Ahnung“, sagte Alexander nachdenklich, „vielleicht hast du nicht gut genug trainiert.“
    Doch er wusste, dass es mehr Glück und Zufall war, dass er den Kampf gewinnen konnte. Er musste in Zukunft besser trainieren.
    „Wie auch immer“, meinte Barry, und versuchte das Thema zu wechseln. „ich gehe jetzt nach Erzelingen, und fordere den Arena-Leiter heraus. Gehst du auch dahin?“
    Alexander nickte bestätigend, und ließ Panflam, dem es schon ein bisschen besser ging, auf seine Schulter klettern.
    „Alles klar“, sagte Barry, winkte zum Abschied, und rannte davon, „wir sehen uns!“
    Mit dem Worten setzte Alexander auch seinen Weg fort.



    Alexander ließ sich alle Zeit der Welt, als er mit Panflam Route 203 entlang wanderte.
    Er analysierte ein paar Pokémon für den Pokédex, kämpfte gegen drei Trainer, und trainierte mit Panflam, indem er es gegen jedes wilde Pokémon schickte, was den beiden über den Weg lief.
    Dabei kamen sie an einem schönen See vorbei, der aufgrund der reflektierenden Sonnenstrahlen glitzerte, schritten einen Hügel hinauf, der seitlich mit vielen Bäumen gesät war, und überquerten eine Ebene, bevor sie einen felsigen Bergpass erreichten, der die nach Erzelingen führen sollte.
    Als sich die Sonne dem Zenit näherte, standen Alexander und Panflam am höchsten Punkt des Bergpasses, und sahen in der Ferne bereits Erzelingen.
    Die Stadt schmiegte sich an einen Berg, besaß einige Fabriken, die weißen Rauch in die Luft pusteten, und einigen Minen, die in den Berg geschlagen war, und anhand der großen Förderbänder erkennen konnte. Alexander blickte rechts neben sich, wo Panflam stand, und wiederum mit großen Augen zu seinen Trainer herauf.
    „Alles klar, sagte Alexander und stieg den Berghang hinunter, „auf geht’s, Panflam.“
    Das Pokémon antwortete begeistert, als es einen Trainer folgte:
    „Panflam!“



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    Wie immer könnt ihr Kritik in dieses Topic schreiben, ich würde mich sehr darüber freuen. :)
    Da ich das letzte Mal geschrieben habe, das nächste Kapitel würde innerhalb der nächsten zwei Wochen rauskommen (es kam nach weniger als 24 Stunden) sage ich dieses Mal:
    Ich hoffe, ich kann es noch diese Woche veröffentlichen.

  • Ich habe mir deine zwei Kapitel durchgelesen. Bei dem ersten und zweitem muss ich sagen, dass es mal wieder top geschrieben ist, und mir die Texte auch sehr gefallen. Ich hatte wieder viel Spaß beim durchlesen und finde, dass die Kapitel weiter die Leser am Laufenden halten und auch den Drang dazu geben, weiterlesen zu wollen. Ich muss dich auch wieder deiner detaillierten Texte loben, weil ich liebe es echt, wenn die Gegenden so toll beschrieben werden und was genau der Trainer oder auch die Pokémon machen. Mir fiel aber auch auf, dass du gerne zusammengeschriebene Verben wie beispielsweise "Arena-Leiter" mit Bindestrich schreibst. Das ist wohl reine Geschmackssache wie man es macht, aber ich finde dass "Arenaleiter" richtiger von meinen Augen aus, aussieht. Gut hier im BB wenn man es schreibt, wird das zusammengeschrieben unterringelt, aber falsch ist es ja nicht. Ich denke einfach, das ist Geschmackssache, ich meine ja nur, wie ich es machen würde. Du schreibst das alles bestimmt erst in Word vor, oder? Weil dort kann man ja speichern und auch Pausen einlegen ^^. Ich bin mit den beiden Kapitel echt zufrieden.

    Schwester Joy freute sich sichtlich über die Aufmunterung, während Alexander einen Schritt zurücktrat, um den nächsten Trainer, der hinter ihm am Tresen anstand, Platz zu machen

    Zu diesem Text nun mal, würde ich vielleicht so als kleine Verbesserung (ist vielleicht etwas pingelig), da du "um den nächsten Trainer", würde ich "um für den nächsten Trainer" schreiben. Klingt für mich etwas besser. Vielleicht ist es ja auch nur meine Meinung, die ich da so empfinde ^^ ich denke mal, bzw. hoffe ich dass noch mehr hier Feedback geben werden, da deine FF sehr lesenswert ist.


    Ich muss auch sagen, wie du, dass was deine Charaktere denken mit ,‘ statt die normalen Anführungsstrichen machst. Das erleichtert das ganze und man kann schon "erahnen", dass es Gedanken sind, und nicht ausgesprochen wird. Das finde ich gut.
    Mir gefällt auch, dass du die Zahlen in Worten schreibst und was ich dann echt klasse finde, dass die Routen in Ziffern geschrieben werden, genau so finde ich es richtig. Die Routen in Worten fände ich nämlich schon etwas seltsam, und wenn man die Zahlen wie z. B. "3" schreibt statt "drei", sieht das immer etwas merkwürdig aus, finde ich. Ich finde es genau richtig wie du das machst.



    Zitat von Dragon D. Arrior schrieb:

    „Dein Pokémon ist wieder top fit“, erklärte Schwester Joy, „Beehr uns bald wieder.“

    Wie ich schon erwähnte, ist das wohl auch wieder jedem seine Sache. Aber bei dem Beehr, würde ich lieber Beehre schreiben, das sieht auch optisch schöner aus, finde ich. Kann auch sein, dass es anderen Leser so besser gefällt, wie du es geschrieben hast, wie erwähnt ist das Geschmackssache.



    Soo, das wäre es so im Großen und Ganzen. Ich freue mich schon sehr auf das nächste Kapitel. Du erwähnst ja immer, das dauert diesmal länger als das vorherige, das lustige ist, das sagtest du nach dem ersten Kapitel auch schon :D zumindest so in der Art. Wer weiß, vielleicht hast du dein drittes Kapitel auch schon früher fertig, als du denkst :D aber wir werden sehen ^^
    Ich freue mich jedenfalls schon darauf, das dritte Kapitel lesen zu können. Großes Lob von mir.




    Lieber Gruß
    Mizu

  • Huhu =)


    Eigentlich wollte ich ja sagen, dass die Kämpfe ziemlich kurz sind, aber dadurch, dass sie nicht viel mehr Möglichkeit haben, als zu kratzen und pfunden (lol =D), solltest du es auch nicht allzu sehr in die Länge ziehen. Bei den späteren Kämpfe sollte aber nicht so schnell Schluss sein. Die dürfen sich imo gut und gerne über ein ganzes Kapitel erstrecken.


    Die Interaktion zwischen Barry und Alexander finde ich wieder witzig. :D Mehr davon oder generell mag ich dialoglastige Texte. ^^
    Was etwas kurz kam, waren diese "Zwischensequenzen" auf der Reise, wenn du weißt, was ich meine. Diese Szenen könnten noch etwas ausführlicher geschrieben sein.


    Kleinigkeiten:
    Zahlen bitte ausschreiben. 1,5 Stunden -> eineinhalb Stunden 1 Meter hohe Mauer -> eine Meter hohe Mauer.


    Du benötigst nicht nach jedem Befehl ein "rief (Name)". Wenn davor sein Kontrahent an der Reihe war, ist klar, wer welchem Pokemon welche Attacke zuruft. Dadurch werden die Kämpfe auch dynamischer und lesen sich "gehetzter", das Kampftempo beschleunigt sich, als wäre man mitten drinnen. Ansonsten kannst du statt dem Rufen auch auf kleine Gestiken eingehen oä.


    LG =)

  • Huhu ^-^ Naja ich geb jetzt einfach mal meinen Senf dazu.


    Erstmal, wow. Du konntest sogar mich (ich bin wirklich kein grosser Pokemon-Fan) wirklich (ah man mir fällt das passende Wort nicht ein...) ich sags mal so: Dein Text konnte mein Interesse wecken und ich musste einfach weiterlesen :D (Was eigl nicht bei allen FanFictions (und ja man schreibt es so) vorkommt, vor allem wenn es um Pokémon geht) Ich fand deine Geschichte oder FanFiction bisher sehr gut :)
    Ich mag deinen Schreibstil und ich kann mich auch richtig in seine Situationen undso reinversetzen :) Der Prolog und die beiden Kapitel sind dir sehr gut gelungen ^^


    So wirklich ganz klitzekleine Sachen die eigl völlig unwichtig sind.


    „Naja“, sagte er, „wir hatten ja gestern uns schon verabschiedet, da dachten wir, wir bräuchten dich jetzt nicht wecken.“

    Ich persönlich würde schreiben: Wir hatten uns ja schon gestern verabschiedet aber is eigl völlig unwichtig xd.


    Ist dir wirklich gut gelungen :) Weiter so!


    Lg Akira <3

  • Und wieder ein Kapitel, ich bin gerade in Schreib-Laune.
    In etwa so lang wie Kapitel 2, ich hoffe, es gefällt euch.


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    Kapitel 3
    Wenn die Steine rollen…

    „So ein Schwachsinn!“, beschwerte sich Alexander lautstark, als er mit Panflam auf der Schulter durch einen Tunnel ging, der nur sehr grob aus dem Felsen geschlagen wurde.
    Kabel lagen auf den Boden verteilt, einige hingen an den Lampen, die wiederum an den Holzbalken oder verrosteten Stahlbalken hingen.
    Da der Gang aber etwa sieben Meter breit war, reichte die Beleuchtung in der Mitte nicht ganz aus, so dass Alexander ganz froh war, dass Panflams Flamme ihm ein wenig Licht spendete.
    Am Rand des Tunnels befanden sich ein paar Minenarbeiter, mit grünen Overalls und gelben Schutzhelmen ausgestattet, die Alexander gerade fragen wollten, was er hier zu suchen hatte, doch da hörten sie den Rest von Alexanders Schimpftirade:
    „Da ist man schon Arenaleiter, ist dann nicht da, um Herausforderungen entgegen zunehmen, und dann muss man ihm auch noch extra in eine Mine folgen, um gegen ihn zu kämpfen!“
    Ein paar der Arbeiter schmunzelten, denn sie verstanden größtenteils seinen Jähzorn, sodass sie sich wieder ihrer Arbeit oder viel eher ihrer Brotzeit widmeten.
    Alexander war an dem Morgen nach seiner Ankunft in Erzelingen gleich zur Arena gegangen.
    „Wie, der Arenaleiter ist nicht da?“, hatte Alexander ungläubig den Schiedsrichter, zumindest ging er davon aus, dass es der Schiedsrichter war, gefragt, als er von diesem erfahren hatte, dass der Arenaleiter Veit nicht anwesend sei.
    „Du musst das verstehen“, hatte der Mann gesagt, „er leitet neben der Arena auch noch die örtliche Mine. Ohne die Mine wäre Erzelingen nicht das, was es ist.“
    Alexander verstand es nicht, aber er vermutete, dass es daran lag, dass er noch nicht alt genug sei.
    Letzten endlich ließ er sich den Weg zur der Mine beschreiben, und machte sich auf den Weg dorthin.
    Die Mine bestand aus dem Haupttunnel, sieben Meter breit und etwa vier Meter hoch, und befand sich etwa auf Höhe des Rests der Stadt.
    Es gab noch etwa fünf weitere Tunnel, die sich, im Gegensatz zum Haupttunnel, bis zu fünf Meter über der Stadthöhe befanden, um zum Minenkomplex noch weitere Zugänge, um in Notfällen wie Grubenunglücke weitere Ausgänge zu sichern.
    Etliche Förderbänder führten in diese Tunnel, und viele Bergbaufahrzeuge wie LKWs, Kräne und Bohrmaschinen.
    Ein paar dutzend Arbeiter standen vor der Mine, doch keiner beachtete ihn, als er die Mine betrat.
    Dann begann Alexander seine Schimpftirade, und hoffte irgendwie, dass Panflam seinen Zorn über den Arenaleiter verstand. Doch je länger Alexander darüber nachdachte, desto unrealistischer erschien es ihm.
    Letzten endlich erreichte er nach ein paar Minuten laufen einen riesigen quadratischen Raum, der genau wie der Haupttunnel ungenau in den Fels geschlagen wurde.
    Der Raum war etwa zwanzig Mal zwanzig Meter hoch und war mit einigen Fahrzeugen und Förderbändern ausgestattet.
    Auf der anderen Seite des Raumes befanden sich drei weitere Tunnel, etwa so groß wie der Haupttunnel, die weiter in den Berg führten.
    Alexander ging auf eins der Fahrzeuge zu, wo gerade einer der Arbeiter einsteigen wollte und den Motor wahrscheinlich aktiviert hätte, wenn Alexander ihn nicht eine Frage gestellt hätte:
    „Entschuldigung?“, rief er ihm zu, „können sie mir sagen, wo ich den Arenaleiter finde?“
    Der Arbeiter verließ das Führerhaus.
    „Ach, bist du ein Herausforderer?“, fragte der Arbeiter.
    „Ja“, sagte Alexander, als ob das nicht das offensichtlichste der Welt war.
    Was sollte sonst ein Trainer mit einem Pokémon auf der Schulter hier in einer Mine ohne Schutzkleidung wollen, wenn sich der Arenaleiter nun einmal hier befand.
    „Du findest ihm in mittleren Tunnel dort hinten in einem der Seitengänge“, erklärte der Arbeiter, „und keine Sorge, die Tunnel sind genauso stabil wie der Haupttunnel.“
    Das war das letzte, was Alexander in einer Mine hören wollte, wie groß das Risiko eines Einsturzes war.
    Trotzdem bedankte sich Alexander bei dem Arbeiter, der sich doch nicht wieder ins Führerhaus setzte, sondern widmete sich wieder seiner Brotzeit, die er in seine Hosentasche gesteckt hatte.
    Alexander ging in Richtung des mittleren Tunnels und betrat ihn.
    Auch hier waren ein paar Arbeiter mit ihren Geräten, doch die machten gerade alle eine Pause.
    Alexander ging über den grob aus dem Gestein geschlagenen Tunnelboden, und musste ein paar Kabeln ausweichen, da wieder Lampen an den Balken hingen, die den Tunnel stützten.
    Als Alexander gerade in den ersten Seitengang der Mine abbiegen wollte, lief er fast in einen Arbeiter mit Brille, rotem Sicherheitshelm und grauer Sicherheitskleidung statt dem grünen Overall wie die anderen Arbeiter.
    „Oh, Entschuldigung“, sagte Alexander, auch wenn er ihn nicht mal berührt hatte. Er kam sich schon so vor wie Barry, der immer in ihn reinlief.
    „Kein Problem, ist ja nichts passiert“, erwiderte dieser, „Kann ich dir irgendwie helfen?“
    „Ja, eventuell“, meinte Alexander, „wissen sie, wo ich den Arenaleiter finde?“
    „Ja, kann ich. Ich bin der Arenaleiter. Mein Name ist Veit“, erklärte dieser.
    „Wunderbar“, stellte Alexander fest, „ich möchte sie herausfordern. Steht dem etwas im Wege?“
    „Natürlich nicht“, gab Veit zurück, „entschuldige auch bitte, dass du extra hierherkommen musstest. Ich erwarte dich in der Arena.“
    Mit diesen Worten ließ Veit den etwas verwirrten Trainer mit dem genauso verwirrten Panflam auf der Schulter im Gang stehen.
    Alexander war froh darüber, dass er seine Herausforderung bekommen hatte, war aber immer noch ein wenig sauer darüber, dass er sich extra in eine Mine begeben musste, nur um sich diese Herausforderung zu sichern.
    Alexander machte auf den Absatz kehrt, und lief zum zweiten Mal an diesem Tag fast in jemanden rein.
    „Hey, pass doch!“, beschwerte sich ein Mann im schwarzen Anzug, der an den Stellen, wo er eigentlich Nähte hatte, grüne Streifen besaß.
    Ein Experte hätte das ein modisches Desaster genannt, doch Alexander unterdrückte den Gedanken, und sagte stattdessen nur:
    „Entschuldigen sie bitte, ich war in Gedanken“, sagte Alexander, und schritt, Panflam den merkwürdigen Mann hinterherstarrend, den Gang so schnell wie möglich zurück an die frische Luft.



    Die Arena war in einem Ausläufer des Berges geschlagen.
    Wenn man es genau nahm, war der Berg selbst ein Ausläufer des Kraterberggebirges, also war die Arena im Ausläufer eines Ausläufers gebaut.
    Neben den Eingängen waren lange Felsstücke in den Boden gerammt worden, die eine bedrohliche Ausstrahlung hatten.
    Alexander trat, mit Panflam neben ihm laufend, durch die rote Doppeltür.
    Er ging den hellblauglänzenden Gang ein paar Meter entlang, als der Schiedsrichter auf ihm zukam.
    „Willkommen“, begrüßte ihn der Schiedsrichter, „ich will Veit nicht die Willkommensrede stehlen, deswegen würde ich vorschlagen, dass du mir zum Kampffeld folgst.“
    Alexander und Panflam folgte kommentarlos dem Schiedsrichter, der sie den Gang noch weiter entlang führte.
    Dann erreichten sie das Kampffeld der Arena, welches überraschenderweise einen freien Blick auf den Himmel gab.
    Der Grund dafür war schnell erklärt, da die Decke fehlte.
    Neben dem Kampffeld befand sich eine Tribüne für Zuschauer, aber die Tribüne war leer, und Alexander bezweifelte, dass die Tribüne jemals gefüllt war.
    Das Kampffeld selbst bestand aus einem erdigen Untergrund und ist mit einigen Felsen ausgestattet.
    Veit stand am anderen Ende des Kampffeldes in den typischen abgegrenzten Rechteck, die Alexander bereits aus dem Fernsehen kannte, wenn die Übertragung von Turnieren übertragen wurde.
    Auch von der Nähe hatte Alexander die Kampffelder schon gesehen, wenn Alexanders Vater und der Vater von Barry den beiden Scheinkämpfe vorgeführt hatten.
    Alexander ging in seinem Rechteck in Position und der Schiedsrichter begab sich auf das kleine Podest neben dem Kampffeld, während Veit mit seiner Rede begann:
    „Willkommen in der Arena von Erzelingen. Ich bin Veit, der hiesige Arenaleiter, und bin über deine Herausforderung sehr erfreut.“
    ‚Sehr erfreut, natürlich‘, dachte Alexander, ‚bist nicht da und lässt mich durch die ganze Mine laufen. ‘
    „Wie auch immer“, führte Veit fort, „ich hoffe, du bist für den Kampf bereit.“
    Alexander schluckte schwer. Dieser Kampf würde darüber entscheiden, wie es in seiner Reise weitergehen würde.
    „Ich bin bereit“, gab Alexander zurück.
    „Nun gut“, begann der Schiedsrichter, „ich bin euer Schiedsrichter. Dies wird ein Kampf drei gegen drei. Verloren hat der, dessen drei Pokémon nicht mehr weiterkämpfen können. Nur dem Herausforderer ist es gestattet, seine Pokémon auszutauschen.“
    Alexander fühlte sich wie in den Magen geschlagen.
    Drei Pokémon.
    Er hatte nur Panflam.
    ‚Das wird hart‘, dachte Alexander, und blickte zu seinem Pokémon hinab,
    ‚Schaffst du das, Panflam? ‘
    Panflam schaute zu ihm herauf, als hätte es die Gedanken seines Trainers gehört.
    „Panflam!“, gab es enthusiastisch von sich.
    Alexander nickte, dann wandte er sich an die beiden Männer:
    „Ich bin bereit!“ „Also gut“, sagte der Schiedsrichter, und gestikulierte mit den Armen,
    „Es ist so weit, der Kampf beginnt!“



    „Los Kleinstein, du bist dran!“, rief der Arenaleiter, warf den Pokéball und ließ das 40 Zentimeter große Gesteins-Pokémon auf dem Kampffeld erscheinen.
    Alexander wäre am liebsten aus der Arena gerannt, als er das Pokémon sah.
    Mit Gesteins-Pokémon hätte er schon beim Design der Arena rechnen müssen, als er die Felsen vor der Arena gesehen hatte.
    Mit nur einem Pokémon, was noch dazu vom Typ Feuer war, und Feuer-Pokémon unter anderem Gesteins-Pokémon zu ihren Schwächen zählten, hatte er den Kampf schon vor Beginn verloren.
    Verzweiflung machte sich in ihm breit. Doch als er erneut ein aufmunterndes
    „Panflam, Panflam.“ neben sich hörte, und er zu seinen Partner herunter blickte, fasste er neuen Mut.
    Selbst wenn er tatsächlich verlieren sollte, so würde dieser Kampf ihm eine gute Erfahrung bleiben.
    „Also gut“, beschloss er, „Panflam, du bist dran!“
    Begeistert seinen Namen rufend, sprang Panflam auf das Kampffeld, und Alexander hoffte insgeheim, dass er diese Entscheidung im Nachhinein nicht bereuen würde.
    „Mutig, mit einem Feuer-Pokémon gegen meine Gesteins-Pokémon zu benutzen“, kommentierte Veit seine Wahl, „aber ich nehme an, du hast einen Plan.“
    Alexander hoffte, dass ihm im Laufe des Kampfes ein Plan einfiel.
    Er zückte den Pokédex, registrierte Kleinstein, und erfuhr noch, dass es zusätzlich zum Typ Gestein noch den Typ Boden hatte.
    Er steckte das schlaue Gerät wieder weg.
    „Ein Pokédex“, bemerkte Veit, „Du wurdest von Professor Eibe losgeschickt, oder?“
    Als Alexander die Frage bejahte, nickte Veit.
    „Es ist schon eine Weile her, seit zuletzt ein Trainer mit dem Pokédex hier war“, erzählte Veit, „Wie auch immer, du kannst anfangen“ Veit hielt ihm die offene Hand entgegen.
    Gegen Gesteins-Pokémon hatte Glut keine allzu große Wirkung, also musste er auf Panflams andere Attacke setzen:
    „Panflam, Kratzer!“
    Panflam rannte, mit leuchtender Kralle auf Kleinstein zu, das nicht einmal versuchte, auszuweichen.
    Kratzer traf, aber Kleinstein war davon nicht allzu sehr beeindruckt.
    Veit schaute Alexander schief an.
    ‚Der muss mich für einen kompletten Anfänger halten‘, dachte Alexander.
    „Kleinstein, Steinwurf!“
    Das Pokémon griff mit den beiden Händen auf den Boden, hob einen großen Stein an, der bestimmt doppelt so groß wie das Pokémon selbst war, und schleuderte es auf Panflam.
    „Ausweichen, Panflam!“
    Es scheiterte, Panflam versuchte es zwar, aber der Fels traf es trotzdem.
    Panflam wurde mit einem schmerzhaften Aufschrei nach hinten geschleudert, und traf unsanft mit den Rücken auf einen Fels.
    „Panflam, Nein!“, rief Alexander verzweifelt.
    Jeder andere Trainer hätte sein Pokémon gewechselt, doch Panflam war sein einziges Pokémon, also blieb ihm keine andere Wahl, als Panflam im Kampf zu lassen.
    Alexander war am Verzweifeln:
    Er hatte kein anderes Pokémon, Panflam würde den Kampf auf keinen Fall gewinnen, und er sah seine Freundschaft mit Panflam, sowie seine Trainer-Kariere den Bach untergehen.
    Er schaute zu seinen Partner, welcher sich inzwischen wieder aufgerappelt hatte.
    Es schaute seinen Trainer an; und Alexander glaubte sich zu irren, aber in Panflams Augen sah er die Flammen des Mutes.
    ‚Ach egal‘, beschloss Alexander, ‚was soll schon groß passieren‘
    und blendete wieder alles um sich herum aus.
    „Legen wir los, Panflam!“
    „Panflam“, rief es,
    und da leuchtete Panflams ganzer Körper auf.
    „Ja wie…“, fragte sich Veit erstaunt.
    „Es entwickelt sich weiter!“, rief Alexander freudig aus.
    Die Form des Pokémon veränderte sich, es wuchs um fast das doppelte an, an der Stelle seiner Flamme wuchs ein Schweif, und seine Arme und Beine wurden muskulöser.
    Dann hörte es auf zu leuchten, und das Pokémon, das jetzt vor Alexander stand, rief seinen Namen: „Panpyro!“
    „Unglaublich“, sagte Veit, der so was noch nie erlebt hatte.
    Alexander zückte den Pokédex, und analysierte Panpyro.
    Als er den Bericht des Pokédex sah, kam Freude, Hoffnung und Verständnis in ihm auf.
    Freude und Hoffnung wegen desselben Grunds:
    Denn er sah, dass Panpyro neben dem Typ Feuer auch noch den Typ Kampf hatte.
    Damit hatte es zwar ein paar Schwächen dazubekommen, aber eine wichtige Typ-Schwäche war verschwunden, was ihn im Moment weitaus wichtiger war:
    Seine Schwäche gegen Gesteins-Pokémon war verschwunden.
    Und dazu beherrschte Panpyro auch eine Kampf-Attacke:
    Tempohieb.
    Da verstand Alexander auch, warum Panflam vorhin noch nicht aufgegeben hatte:
    Weil es wusste, dass es sich bald weiterentwickeln würde.
    „Ich danke dir, Panpyro“, rief Alexander seinem Partner zu, „jetzt gewinnen wir!“
    „Glaub ja nicht, dass du nur wegen einer Weiterentwicklung gleich automatisch gewonnen hast!“, rief Veit ihm in einem Tonfall zu, den Alexander, so glaubte er zumindest, als etwas wie Angst identifizierte.
    „Fangen wir an“, sagte Alexander grimmig durch seine geschlossenen Zähne,
    „Tempohieb!“
    Panpyros Faust leuchtete auf, und es raste auf Kleinstein zu, traf frontal und ohne Probleme.
    Das Gesteins-Pokémon wurde nach hinten geschleudert, oder rollte nach hinten, und kam zunächst nicht mehr auf die „Beine“.
    „Gleich nochmal!“
    „Tarnsteine!“
    Kleinstein verteilte schwebende Steine auf dem Kampffeld, ehe es von Panpyro erneut getroffen wurde und kampfunfähig zu Boden ging.
    „Kleinstein kann nicht mehr weiterkämpfen“, entschied der Schiedsrichter, „Panpyro hat den Kampf gewonnen.“
    „Super, Panpyro“, freute sich Alexander, „weiter so, wir können das schaffen!“
    Veit war gar nicht froh darüber, als er sein Pokémon zurück beorderte.
    „Noch hast du nicht gewonnen“, sagte Veit, und zückte seinen nächsten Pokéball,
    „Onix, du bist dran!“
    Die Felsnatter erschien auf dem Kampffeld, welche von Alexander noch schnell mit den Pokédex analysiert wurde, doch er war zuversichtlich.
    Mit Tempohieb und Panpyro konnte er gar nicht mehr verlieren.
    „Kreideschrei!“
    „Tempohieb!“
    Tempohieb traf, aber Onix konnte trotzdem den schrillen Schrei ausstoßen, der Panpyro kurz aus der Fassung brachte.
    „Nochmal Tempohieb!“
    „Steinwurf!“
    Doch Tempohieb war schneller, und so ging Veits zweites Pokémon bewusstlos zu Boden.
    „Das gibt’s doch nicht!“, wütete der Arenaleiter, der jetzt komplett die Fassung verlor, und sein Pokémon zurückrief.
    „Sehr gut, Panpyro!“, rief Alexander begeistert, woraufhin Panpyro es sich erlaubte, sich zu seinen Trainer umzudrehen, die Faust zu heben, und „Panpyro!“ zurufen, „wir haben es fast geschafft!“
    „Ich habe noch meinen Trumpf im Ärmel“, rief Veit ihm zu, doch die Verzweiflung stand ihm ins Gesicht geschrieben.
    Immerhin ging er davon aus, dass Alexander noch zwei weitere Pokémon in Reserve hatte.
    „Los, Koknodon!“
    Ein weiteres Gesteins-Pokémon erschien, und Alexander war überzeugt, es würde das letzte sein.
    Er zückte den Pokédex, und stellte fest:
    ‚Ein altertümliches Pokémon, vor einigen Jahrtausenden ausgestorben. ‘
    Er fragte sich erst gar nicht, wie Veit an so ein Pokémon gekommen war.
    Immerhin arbeitete er in einer Mine, und er wusste, dass man Fossilien hier in Erzelingen in Pokémon zurückverwandeln konnte.
    ‚Beenden wir es!‘
    „Tempohieb!“
    „Finte!“
    Alexander war überrascht, als Koknodon mit Hilfe von der Attacke ausweichen konnte, und Panpyro von hinten traf.
    Die Attacke richtete zwar wegen dem Typ nicht zu viel Schaden an, aber Panpyro war immer noch erschöpft, und hielt nicht mehr lange durch.
    ‚Ich muss es beenden! ‘
    „Tempohieb!“
    „Kopfnuss!“
    Beide Attacken trafen, und beide Pokémon taumelten vor Erschöpfung zurück.
    Doch Panpyro fing sich schneller.
    „Beende es mit Tempohieb!“
    Koknodon hörte auf zu taumeln, als Panpyro mit leuchtender Faust direkt vor ihm war.
    Es konnte nicht mehr ausweichen, und ging nach dem Treffer bewusstlos zu Boden.
    „Koknodon kann nicht mehr weiterkämpfen“, rief der Schiedsrichter, und deutete mit dem Arm auf Alexander, „Herausforderer Alexander aus Zweiblattdorf hat gewonnen!“
    Dieser fiel in Siegestaumel, rannte auf Panpyro zu, und fing es mit den Armen, als es auch auf seinen Trainer zulief.
    „Wir haben es geschafft! Wir haben gewonnen!“
    Veit und der Schiedsrichter kamen nun ebenfalls zu Alexander; der Schiedsrichter hatte eine kleine Schale dabei.
    „Gemäß der Regeln der Pokémon Liga“, erklärte der Arenaleiter feierlich, „überreiche ich dir, als Anerkennung und den Beweis für deinen Sieg über mich, den Kohleorden!“
    Alexander nahm die kleine glänzende Scheibe entgegen, und hielt sie vor seinen Partner, der inzwischen wieder auf den Boden stand.
    „Das habe ich nur dir zu verdanken, Panpyro“, sagte Alexander stolz, „nur dir allein.“
    Er legte mit äußerster Vorsicht den Orden in das Kästchen, was er ebenfalls von dem Schiedsrichter überreicht bekam, und verstaute das Kästchen selber in seiner Tasche.
    „Herzlichen Glückwunsch“, sagte nun Veit, „Aber beantwortest du mir bitte noch eine Frage?“
    „Gerne.“
    „Warum hast du dein Pokémon zu Beginn in den Kampf geschickt und nicht ausgetauscht, obwohl es doch Typen-technisch im Nachteil war?“
    Alexander schmunzelte leicht.
    „Nun ja“ erklärte er, und deutete dabei auf Panpyro, „Das hier ist mein einziges Pokémon.“


    Auch noch viel später sollte Alexander sich an den hochroten Kopf erinnern, den Veit an jenem Tag nach dieser Feststellung bekam.


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    Wie immer, könnt ihr gerne eine Kritik in diesem Topic hinterlassen.
    Wann Kapitel 4 erscheint, kann ich im Moment nicht sagen.

  • Huhu. :D Gawd, Junge, wie schnell schreibst du? XD


    Ich fand's echt witzig, wie sich Alex darüber aufregt, dass er Veit erst suchen muss. :D Da sind einige echt lustige Situationen / Sätze daraus entstanden.


    Zuerst zum Lob^^ Die Kämpfe lesen sich jetzt viel dynamischer. Die Dialoge schauen so natürlicher aus, finde ich.


    Was ich dir etwas ankreiden muss, wenn ich ehrlich bin, ist, dass er mit einem einzigen Pokemon gewinnt. Das lässt Alexanders Gegner schwach aussehen, vor allem, wenn sie einen Titel besitzen, wie der eines Arenaleiters. Dass sich Panflam entwicklen würde, war auch recht vorhersehbar.
    Im Spiel habe ich den auch mit einem Panpyro alleine fertiggemacht. Was aber im Spieleuniversium normal ist, funktioniert in einer Geschichte nach anderen Regeln.


    Eine Geschichte hält sich sozusagen an ihre eigenen Regeln, die man nicht eins zu eins auf die Realität unmünzen kann, aber erst recht eins zu eins auf ein Spiel. Die einzelnen Kämpfe waren daher auch recht kurz und rundenbasierend, wie im Spiel. ^^
    Ich finde deine Story an sich sehr gut, aber sie hat noch diese "Spielatmosphäre", die nur im Game selbst atmosphärisch ist. Du verstärkst den Eindruck ein wenig dadurch, dass er sehr oft von Typvorteilen spricht. Mit ein bisschen Strategie und Pokemon, die sich im Gegensatz zum Spiel, auf dem Feld bewegen und mit eben diesem Feld interagieren dürfen, sind Typvorteile in meinen Augen gar nicht mehr so wichtig. ^^


    Du nimmst dir ein wenig selbst die Spannung, indem du dir und deinen Lesern die Conclusio stellst: Wenn mein Hauptchara im Typvorteil ist, gewinnt er auch mit einem Pokemon gegen dreien ohne großen Aufwand. Lass Panflam noch als Panflam einen schwer errungenen, aber dann auch umso verdienten, Sieg erzielen, indem du dir etwas Kreatives mit dem Feuer einfallen lässt. ;) Mir fallen auf Anhieb zwei Wege ein, um Feuer gegen Stein effektiv einzusetzen, aber da es nicht meine Geschichte ist, will ich dir keine Idee aufdrängen. ^^


    In einer Geschichte solltest du deinem Hauptchara mehr Steine und viel größere Brocken in den Weg legen, weil wir hier von einem Dreizehnjährigen sprechen, der seit gefühlten fünf Stunden erst auf Reise ist. Du hast ihm ein Kleinstein in den Weg gelegt (wortwörtlich XD), die nächste Hürde könnte metaphorisch gesprochen ein Geowaz sein. ;P
    An Geschichten lieben Menschen in der Regel, wenn sie mit dem Hauptcharakter hadern und gleichzeitig beobachten können, wie er an einem Problem und an seiner eigenen Angst, einem fehlenden Talent, einer Niederlage oder charakterlichen Schwäche wächst. Das fehlt mir noch etwas. Es sind ja nicht die Actionszenen oder anderes das Herz einer Geschichte, sondern die soziale Interaktion und dem/den Hauptcharakter/en zusehen können, wie sie ein Problem in Angriff nehmen.
    Seine Gedanken sind manchmal recht zynisch-witzig und er hat durchaus einen bereits erkennbaren Charakter, trotzdem finde ich die Charakterisation noch ein wenig.


    LG =)

  • So, nun werde ich meinen Senf dazu geben :D
    Diesmal finde ich es mal wieder super gelungen. Ich finde die Kapitel vom Aufbau her sogar besser gelungen als die vorherigen ^^ ich kann es nicht oft genug sagen, aber ich kann dich echt nur loben, dass du echt so super schreibst. Ich finde, dass du auch den Kampf echt super beschrieben hast, so bekommt man auch die richtigen Bildvorstellungen. Finde ich super, ich mein, man braucht ja auch seine Vorstellungen im Kopf und so wie du das alles beschreibst, so schön detailliert, kann man sich das alles sehr super vorstellen und auch bildlich super vorstellen.
    Ich hab nur (auch wenn es nun 6 Zitate sind) Minidinger gefunden, die aber nicht allzu schlimm sind, ich bin da vielleicht auch etwas pingelig :D wobei ich sagen muss, wenn ich sowas schreibe, fällt mir es bei mir selbst auch weniger auf als bei anderen ^-^ nun kommen wir mal zu den Minidingern.

    Dann begann Alexander seine Schimpftirade, und hoffte irgendwie, dass Panflam seinen Zorn über den Arenaleiter verstand. Doch je länger Alexander darüber nachdachte, desto unrealistischer erschien es ihm.

    Schimpftriade, und: dazu muss ich sagen, dass man nach einem "und" nicht unbedingt ein Komma benötigt ^^ (okay ich achte vielleicht echt auf die kleinsten Dinge xD) aber das passiert mir in RPGs oder bei Storys genauso. Leider fällt mir das gerne auch erst etwas später auf ^^ okay, wir sind jetzt auch nicht im Deutschunterricht, mit Kommaregeln :D du darfst mich gerne für etwas zu pingelig halten ^^ aber sonst find ich die Sätze super geschrieben.

    Alexander ging auf eins der Fahrzeuge zu, wo gerade einer der Arbeiter einsteigen wollte und den Motor wahrscheinlich aktiviert hätte, wenn Alexander ihn nicht eine Frage gestellt hätte:

    Ich würde statt "eins", "eines" schreiben, wegen dem "der Fahrzeuge", so klingt der Satz bisschen besser finde ich.

    „Du findest ihm in mittleren Tunnel dort hinten in einem der Seitengänge“

    Hier würde ich statt "ihm", "ihn" schreiben, das klingt auch etwas besser, weil ihm, ist für mich etwas, wenn jemanden was gehört, also z. B. diese Tasche gehört ihm.

    „ich möchte sie herausfordern. Steht dem etwas im Wege?“

    gut, das hast du vielleicht übersehen, denke ich, aber "sie", da meinst du ja das Siezen und das würde man dann groß schreiben "Sie".

    Gesteins-Pokémon

    Ich würde lieber Gesteinpokémon schreiben oder sowas ähnliches, das Gesteins gefällt mir nicht wirklich, das S stört mich irgendwie :D

    Typen-technisch

    Würde ich auch eventuell etwas anderes formulieren. Aber leider fällt mir da jetzt kein Verbesserungsvorschlag ein ^^ oder halt davon den Satz anders schreiben, sodass es anders rüberkommt ^^



    So das wären die Kleinen Punkte von mir, die ich vielleicht verbessern würde ^^ aber das sind wirklich nur mini Punkte, weil sonst ist echt alles tip top finde ich. Aber ich muss dem Vorposter recht geben, dass man schon ahnen konnte, dass sich Panflam entwickeln wird :D aber ich finde das echt super eingespielt, dass es sich entwickelt hat. Du kannst mich auch gerne pingelig oder so nennen ^^ weil ich mich sowas immer fast gar nicht traue, zu kritisieren ^^ aber im Großen und Ganzen finde ich das Kapitel super. Weiter so! Freue mich schon sehr auf das nächste Kapitel. Hast einen auch echt wieder dazu gebracht, das 4. Kapitel weiterlesen zu wollen, weil die Spannung drinnen bleibt :thumbsup:



    Liebe Grüße
    Mizu

  • Ein wenig später als gedacht, hier ist das vierte Kapitel.




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    Kapitel 4
    Bittere Wahrheit



    „Einmal komplett durchchecken, bitte.“
    Alexander reichte Schwester Joy den Pokéball, in dem sich sein Starter und Partner Panpyro ausruhte. „Selbstverständlich“, sagte diese, als sie den Pokéball entgegennahm,
    „Die Untersuchung wird eine Weile dauern, nimm doch so lange in unserer Lobby Platz.“
    Alexander neigte leicht seinen Kopf, um seinen Dank auszudrücken, als Schwester Joy mit dem Pokéball in der Hand durch eine Seitentür hinter dem Tresen ging.
    Alexander war immer noch in Erzelingen, und hatte nach den gewonnenen Arena-Kampf gegen Veit, den er zu Beginn aufgrund von Typ-Schwäche fast verloren hätte, sofort das Pokémon-Center der Stadt aufgesucht.
    Jetzt stand er vor dem Tresen, und wusste gar nicht, was er jetzt tun sollte.
    Er blickte sich um:
    Das Pokémon-Center besaß, wie jedes, indem er sich bis jetzt aufgehalten hatte, zwei Stockwerke.
    Der Aufbau war dem aus Jubelstadt fast identisch, bis auf die Tatsache, dass in diesem Pokémon-Center alles nur halb so groß war wie in der größten Stadt von Sinnoh.
    Als sich Alexander gerade auf die Sofa-Reihe setzen wollte, die nur ein paar Meter von Tresen und Eingang entfernt waren, kam Schwester Joy wieder aus der Tür und trat hinter den Tresen.
    „Dein Pokémon ist jetzt in der Behandlung“, sagte sie, „aber mach dir keine allzu großen Sorgen, in ein paar Minuten ist es wieder Top fit.“
    Alexander freute es zu hören, dass es seinem Partner nicht allzu schlecht ging, und fühlte, wie ein Felsbrocken von seinem Herzen fiel.
    „Vielen Dank“, sagte er, und neigte erneut leicht den Kopf.
    Schwester Joy musterte den jungen Trainer.
    „Du hast gerade gegen Veit gekämpft, oder?“, schlussfolgerte sie nach ein paar Sekunden.
    Alexander fragte sich, ob diese Schwester Joy in ihrer Freizeit Hellseherin war oder einfach eine gute Menschenkenntnis besaß, auf jeden Fall beantwortete er die Frage mit einen Nicken.
    „Dachte ich´s mir doch“, sagte sie leicht triumphierend, „und ich nehme mal an, du hast den Kampf gewonnen, oder?“
    „Ja“, bestätigte Alexander, und zeigte ihr den Kohleorden in seinem Orden-Kästchen,
    „Ich dachte zu Beginn, ich würde den Kampf verlieren, doch als sich mein Partner Panpyro weiterentwickelte, konnte ich gewinnen.“
    „Das freut mich für dich“, sagte Schwester Joy, und begann, auf dem Tresen vor ihr auf eine Touch-Tastatur zu tippen,
    „Ich nehme mal an, du willst an der Sinnoh-Liga teilnehmen, richtig?“
    Tatsächlich hatte Alexander beinahe vergessen, wofür er genau eigentlich auf diese Reise aufgebrochen war.
    „Ja, bitte.“
    „Gut, dann bräuchte ich entweder deinen Trainerpass oder deine Trainer-ID“, erklärte Schwester Joy.
    Alexander hatte noch keinen Pass beantragt, doch er besaß ja einen Pokédex, und dort waren seine Daten, also seine ID, die Nummer, die für jeden Trainer individuell generiert wird, sein Name und seine Pokémon, die er aktuell im Team hat, abgespeichert.
    „Ja, warum nicht“, meinte er, und begann, nach seinem Pokédex in seiner Hosentasche zu kramen,
    „Nur so als Frage: Wann findet denn das nächste Sinnoh-Liga-Turnier statt?“
    „In elf Monaten.“
    Alexander traf der Schlag.
    „Bitte, wann nochmal?“, hielt Alexander in seine Bewegung inne, und hoffte, sich gerade verhört zu haben.
    „In elf Monaten“, wiederholte Schwester Joy mit demselben, lächelndem Gesicht.
    Alexander ließ den Pokédex zurück in seine Hosentasche gleiten, perplex über das, was er gerade gehört hatte. „Vergessen Sie das mit der Registration“, meinte Alexander,
    „Sagen Sie mir Bescheid, wenn Sie mit Panpyro fertig sind.“
    Damit drehte Alexander sich um, und ging auf eines der Sofas in der Lobby zu, wo einige Trainer saßen.
    Er ließ sich auf so ein Sofa fallen und starrte zur Decke des Pokémon-Center ein Stockwerk über ihm.
    Als er genauer darüber nachdachte, waren damals die Fernsehsender vor etwa einem Monat voll über das letzte Turnier und seinen Gewinner.
    Aber er war vollkommen in seine eigenen Vorbereitungen vertieft, und hatte es nicht beachtet und inzwischen wieder vergessen.



    „Alexander!“ Er schreckte hoch. Schwester Joy stand vor ihm, ein Pokéball in ihrer Hand.
    Er war so in Gedanken versunken, dass er glatt weggenickt war.
    „Entschuldigen Sie bitte“, sagte Alexander, und rieb sich die Augen.
    „Dein Pokémon ist wieder Top fit“, sagte Schwester Joy, und hielt ihm den Pokéball hin, in dem sich Panpyro befand, wie Alexander davon ausging, und nahm ihn entgegen.
    „Komm bald wieder“, sagte Schwester Joy, und ging zurück hinter den Tresen.
    Alexander ließ sein Pokémon erscheinen, und versuchte ihm die Lage zu erklären.
    „Ich weiß nicht, was ich tun soll“, jammerte er,
    „Wenn ich mich registriere, muss ich die acht Orden von Sinnoh ergattern. Das schaff ich garantiert innerhalb dieser elf Monate, aber dann habe ich eine verdammt lange Zeit, bis das Turnier beginnt. Aber diese sieben oder acht Monate wären doch dann verschwendete Zeit.“
    Panpyro schaute seinen Trainer an, und Alexander vermutete, dass sein Pokémon nicht wirklich verstand, was er sagte.
    Er legte sein Gesicht in die Hände, die auf seinen Knien stützte.
    Zuerst regte er sich nicht, bis sein Partner ihn an stupste.
    „Panpyro?“, fragte es besorgt.
    Er freute sich ein wenig, dass sich sein Partner um ihn Sorgen machte.
    „Keine Sorge, so schlimm geht es mir nicht“, beruhigte er sein Pokémon.
    Dabei fiel sein Blick auf ein paar Computer, die an der Wand standen.
    „Warte mal“, sagte er, und ging auf einen der großen Computer zu, wo die Tastatur mit dem Bildschirm verbunden war.
    Er schaltete den Bildschirm ein, und fand sich auf der Seite der Pokémon-Liga wieder.
    Dort konnte man sich die Termine für zukünftige Turniere aller Art in allen Regionen.
    Er klickte auf den Kalender für die nächsten Turniere, und nahm den Filter für Sinnoh raus, und stellte auf überregional.
    Und da wurde er tatsächlich fündig:
    Ganz oben auf der Liste standen einige Turniere, und ganz oben stand, das in weniger als vier Monaten in Kanto das nächste Liga-Turnier stattfindet. Er schaltete den Computer wieder aus, und ging mit der Information zu seinem Sitzpatzt am Sofa zurück.



    Alexander hatte die letzte halbe Stunde mit dem abwägen seiner Möglichkeiten verbracht.
    Letztendlich hatte er zwei Möglichkeiten:
    Entweder er registriert sich für die Sinnoh-Liga und verbringt elf Monate in dieser Region, um am Ende eventuell einen Liga-Titel davonzutragen.
    Oder er verlässt Sinnoh bis zur nächsten Liga, und trainiert bis dahin in den anderen Regionen, und nimmt nebenbei auch noch an den anderen Liga-Turnieren teil, um so sogar eventuell bis zu drei Liga-Turnier-Siege davontragen.
    Er könnte diese elf Monate also gut nutzen, und dann mit mehr Erfahrung in das Sinnoh-Liga-Turnier starten.
    Und als er darüber nachdachte, fiel ihm wieder ein, dass er ohnehin die anderen Regionen bereisen wollte.
    Nachdem er alle Vor- und Nachteile sorgfältig abgewogen hatte, traf er eine Entscheidung:
    „Was meinst du“, fragte er seinen Partner, welcher ihn immer noch mit großen Augen anschaute,
    „Wollen wir uns Kanto einmal anschauen?“



    Alexander ging zurück an den PC, und versuchte, Professor Eibe zu kontaktieren.
    Es klingelte ein paar Sekunden, dann erschien einer seiner Assistenten des Professors im Bild.
    „Ah“, sagte er, als er Alexanders Gesicht sah,
    „Warte kurz, ich hol den Professor.“
    Der Assistent verschwand, und ein paar Sekunden später erschien der Professor im Bild.
    „Ah, Hallo Alexander“, freute sich der Professor sichtlich,
    „Wie geht es mit deinem Pokédex voran?“
    „Ein paar Pokémon hab ich registriert, aber es sind nicht viele. Ich hätte eine Frage: Kann ich mit diesem Pokédex wirklich jedes Pokémon registrieren, dem ich begegne?“
    Der Professor schaute den jungen Trainer nachdenklich an.
    „Natürlich, dafür wurde er schließlich entwickelt“, meinte dieser,
    „Warum?“
    „Weil ich Sinnoh, vorübergehend verlassen werde. Deswegen.“
    Der Professor kratzte sich am Kinn.
    „Wohin genau soll es gehen?“
    „Nach Kanto, und danach vielleicht nach Johto und Hoenn.“
    „Okay“, sagte Eibe,
    „Auf deinem Pokédex muss ein kleiner Patch installiert werden, um die Datenmenge zu verarbeiten.
    Ich organisiere dir den Weg nach Kanto. Heute um 18 Uhr geht ein Luftschiff von Jubelstadt nach Fleetburg.
    Und morgen früh geht es um neun Uhr mit einer Fähre nach Orania City.
    Treff dich mit meinen Assistenten am Flughafen von Jubelstadt. Er wird den Patch installieren und dir die Karten für die Reise mitbringen.“
    Alexander war über die Unterstützungsfreude des Professors überrascht.
    „Ich danke Ihnen“, sagte Alexander. „Also gut“, sagte Eibe, „Du kannst mich gerne kontaktieren, wenn es um den Pokédex oder um Fragen im Allgemeinen.“



    Nach dem Gespräch mit dem Professor, ging Alexander und füllte seine Vorräte im Pokémon Supermarkt in Erzelingen auf.
    Pokémon-Futter, Pokémon-Medizin und noch ein paar Ressourcen, die er als Mensch benötigte.
    Nach einem erneuten Stopp im Pokémon-Center begab er sich an den Stadtrand von Erzelingen, und stand auf dem Weg, über den er vor zwei Tagen betreten hatte, und schaute zurück auf die Stadt, in der er seinen ersten Arenakampf bestritten hatte.
    ‚Zunächst dachte ich, ich würde den Kampf verlieren‘, dachte Alexander, und schaute hinab zu Panpyro,
    ‚doch dank dir habe ich den Kampf gewonnen. Doch es wird sicher noch schwerere Kämpfe in Zukunft geben. Das war erst der Anfang. ‘
    Als sich Alexander in Richtung Jubelstadt umwandte, hörte er schnelle Schritte hinter sich.
    Er konnte sich gerade kurz genug umdrehen, um Barry auf ihm zu rennen zu sehen.
    Er traf ihn im Rücken, Alexander fiel bäuchlings auf den Boden, während Barry zurückstolperte, und auf den Hosenboden fiel. „
    Oh Mann, pass doch auf“, rief Barry, und war sofort wieder auf den Beinen.
    „Das wirst du mir büßen, und zwar in zehn, neun, acht, sieben…“
    Erst jetzt erkannte er, in wen er gerannt ist.
    „Oh, du bist das, Alex“, rief er freudig aus.
    „Ich weiß ja bereits, dass du das Absichtlich machst, aber nerven tut das trotzdem“, stöhnte Alexander, als er sich wieder aufrappelte, und den Staub abzuklopfen.
    „Hast du in der Arena gekämpft“, fragte Barry plötzlich.
    „Hab ich“, sagte Alexander, und zeigte als Beweis seinen Orden.
    „Dann sind wir schon zu zweit“, sagte Barry stolz, und präsentierte seinerseits den Orden der hiesigen Arena,
    „Und ich weiß auch schon, welche Arena ich als nächstes herausfordere! Die in Ewigenau. Das ist die nächste, wo ich den nächsten Orden hole. Gehst du auch dorthin?“
    Alexander wusste nicht, ob er seinen besten Freund erzählen sollte, dass er nach Kanto geht.
    „Hast du dich schon für die Sinnoh-Liga registriert?“, fragte er seinen Freund.
    „Bis her noch nicht“, antwortete dieser verwundert, „das mach ich, wenn ich genügend Orden habe. Als nächstes steht der Orden von Ewigenau auf meiner Liste! In zehn Sekunden sprinte ich los! Neun... Bah! Wer hat schon Zeit zum Zählen?!?“
    Als Barry losrennen wollte, hielt Alexander ihn an der Schulter zurück, und überlegte, ob er ihm alles sagen sollte. Doch dann fiel ihm etwas ein.
    Wenn er ihm das erzählen würde, würde Barry ihm wahrscheinlich folgen.
    Und das letzte, was er wollte, war, dass Barry ihm auch noch in Kanto nervte.
    Und obwohl Barry sein bester Freund war, würde er das nicht aushalten.
    „Was ist?“, fragte Barry mit hochgezogener Augenbraue.
    „Vergiss es“, sagte Alexander, „Wir sehen uns.“
    „Garantiert!“, rief Barry, und machte sich vom Acker. Alexander blickte ihm hinterher, und brach dann selbst auf.



    Die Reise zurück nach Jubelstadt war so unspektakulär wie die erste über denselben Weg nach Erzelingen.
    Doch dieses Mal bekam er auf dem Weg Hunger, und machte es sich am Ufer des Sees von Route 203 bequem.
    Er kramte für Panpyro das Pokémon-Futter raus, und schüttete ein bisschen in eine Schale.
    Er selbst nahm sich eines der Käse-Sandwiches, welche er noch im Pokémon-Center gemacht hatte.
    Die Sonne schien friedlich auf den See und die Umgebung, ließ das Wasser glitzern und der Wind ließ das Laub der umstehenden Bäume sanft schwanken.
    Die Sandwiches schmeckten köstlich, und Panpyro genoss sein Pokémon-Futter.



    Um 17:30 Uhr betrat Alexander den Flughafen durch den Haupteingang im Terminal.
    Viele weitere Menschen waren hier unterwegs, um entweder mit dem Luftschiff oder mit dem Flugzeug weiterzureisen.
    Er fragte sich gerade, wo er den Assistenten treffen würde, als dieser, im weißen Laborkittel, auf ihn zukam. Panpyro beäugte den Mann mit prüfendem Blick.
    „Schön, dass du gekommen bist“, begrüßte er ihn,
    „Kommen wir gleich zur Sache: Gib mir bitte deinen Pokédex.“
    Alexander holte ihm aus der Hosentasche, und reichte ihm das Gerät.
    Er steckte ein Gerät mit einem identischen Adapter in den unteren Teil des Pokédex.
    Ein paar Pieps-Geräusche des anderen Geräts später, reichte er ihm den Pokédex wieder.
    „Gepatcht und bereit, viele weitere Pokémon zu registrieren“, sagte er fröhlich,
    „Und diese drei Karten wirst du brauchen.“
    Damit reichte er ihm drei Dinge:
    Eine Flugkarte für den Zeppelin, eine Bootsticket für die Fähre, und eine Trainerpass mit Alexanders Daten.
    „Wie geht das denn?“, fragte Alexander verblüfft und hielt den Trainerpass hoch,
    „Den muss man zwei Wochen früher beantragen, damit man ihn eventuell zwei Monate später erhält.“
    „Sagens wir so“, meinte der Assistent mit einem Augenzwinkern,
    „der Professor hat gute Verbindungen. Ich wünsche dir im Namen der gesamten Laborator-Bereitschaft viel Glück, und natürlich viel Spaß, auf deiner Reise nach Kanto.“
    Damit verschwand er aus dem Terminal.



    Nachdem Alexander von dem Sicherheitspersonal gecheckt wurde, er sein Flugticket und seinen Trainerpass überprüfen ließ, saß er in einem der vielen Sitze des Luftschiffes.
    Draußen wurden die letzten Vorbereitungen für den Start vorbereitet, und im inneren machte der Pilot die Gäste darauf aufmerksam, die Handys auf den Flug abzuschalten.
    Alexander schaute zu seinen Partner, Panpyro, welches auf dem Sitz neben ihm saß und ein optimistisches
    „Panpyro!“
    von sich gab, und lächelte:
    „Gehen wir, Partner!“



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    Wie immer, könnt ihr gerne eine Kritik in diesem Topic hinterlassen.
    Ich versuche, jede Woche ein neues Kapitel fertigzustellen, kann es aber nicht garantieren.

  • Hey Arrior endlich schaff ichs auch mal ^^
    Bis jetzt: TOP! Ich finde du hast die Handlung bisher gut beschrieben: die Gefühle von Alexander, das Kampf geschehen, die Nebenhandlungen, ...
    ich hab nichts wirklich negatives zu melden, bis auf einen Fehler im Text :blush: :


    Er wird den Patch installieren und dir den Patch installieren.“

    Ich schätze mal das sollte heißen: Er wird dir den Patch mitbringen und installieren :D


    Ich freu mich schon auf die Vortsetzung ^-^

  • Und hier ist das nächste Kapitel. Ich glaube, ich hau jede Woche zwei Kapitel raus. Eins unter der Woche geschrieben, und eins am Wochenende. ^_^"
    Es ist ein bisschen länger, ungefähr so lang wie Kapitel 1.


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    Kapitel 5
    Geschenk der Eiseninsel


    „Aufgrund eines technischen Defekts müssen wir einen vorrübergehenden Stopp auf der Eiseninsel einlegen. In zirka sechs Stunden können wir unsere Fahrt nach Orania City in der Kanto Region fortsetzten. Wir bitten Sie, die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.“


    Die Durchsage kam inzwischen zum zweiten Mal, aber für Alexander war es, dadurch dass es auch ständig von den Matrosen gesagt wurde, das gefühlte hundertste Mal.
    Er war gestern Abend mit dem Luftschiff in Fleetburg angekommen, und hatte die Nacht im Pokémon-Center der Stadt verbracht.
    Am nächsten Morgen betrat er um halb Neun das Schiff, was eigentlich planmäßig nach Orania City in Kanto durchfahren sollte, doch scheinbar gab es an Bord einen technischen Defekt, sodass das Schiff nach einer halben Stunde nach ablegen vom Fleetburger Hafen nun auf die Eiseninsel; einem Eiland ein paar Kilometer vom der Küste der Sinnoh Region entfernt und aus Bergen, Bergwerken und einer kleinen Stadt, von der Fläche nicht größer als Zweiblattdorf, bestand; zu, um am Hafen der Kleinstadt anzulegen.
    Die Besatzung bat die Passagiere das Schiff während der Wartungsarbeiten zu verlassen, und Alexander tat es, Panpyro folgte neben ihm die metallene Rampe vom Schiff auf den Pier des Hafens der Insel.
    Und da stand er nun.
    Auf einer Insel die er nicht kannte, in einer Stadt, die er noch nie zuvor betreten hatte, und wusste nicht, wie er jetzt diese sechs Stunden bis zur Weiterfahrt überbrücken sollte.
    „Im Grunde sind wir in der Situation wie immer, wenn wir eine Stadt betreten“, sagte Alexander zu Panpyro, „Und bald sind wir in Kanto, da wird das nicht anders.“
    „Panpyro! “
    „Also gut, dann schauen wir uns mal bis 16 Uhr ein wenig hier um, vielleicht finden wir ein paar interessante Pokémon. Und selbst wenn nicht, können wir zumindest ein wenig für Kanto trainieren.“
    Mit den Worten verließen Alexander und Panpyro das Pier, liefen durch die Straßen der Stadt, welche mit Kantinen, Unterkünfte für die Arbeiter der Insel, Bergbaufahrzeugen, die er schon aus Erzelingen kannte, und gut zementierten Straßen ausgestatten war.
    Einige Bergbauarbeiter in ähnlichen Klamotten wie die in Erzelingen, und stiegen entweder in einige der Fahrzeuge oder verließen eine der Kantinen oder Unterkünfte.
    Die Hauptstraße führte in das felsige, kleine Gebirge der Insel, und viele kleinere Straßen in Richtung von rostroten bemalten Bergbauwerken.
    Nach ein paar hundert Meter Abzweigungen in Richtung solcher Werke später, hörte die Straße auf einmal auf, und ein paar Schilder wiesen ihn darauf hin, dass er sich jetzt im Naturschutzgebiet der Eiseninsel befand, und hier schwere Fahrzeuge, Wilderei und Bergbau laut einem Gesetzt der Vereinten Regionen seit 70 Jahren verboten war.
    Doch da Alexander keines der drei Dinge zu tun, betrat er den nahezu unberührten Teil der Eiseninsel.



    Ein paar hundert Meter, und 20 wilden Pokémon später, sah Alexander etwas, was gegen eine der Gesetze des Naturschutzgebietes wiedersprach:
    Reifenspuren.
    Mehrere.
    Im einem zu großen Abstand der Reifen, als dass es die Carts der Naturschutzhüter sein könnten.
    „Da stimmt was nicht“, murmelte Alexander, und sah besorgt zu seinem Pokémon,
    „Das sind wahrscheinlich Wilderer. Pass auf, die sind eventuell in der Nähe.“
    Panpyro gab ein ernstes Nicken von sich, und wandte sich mit Alexander in die Richtung, die tiefer in das Schutzgebiet führte.
    Die beiden gingen eine kleine Steigung hinauf, wo die Radspuren ebenfalls hochführten.
    Und als er am höchsten Punkt der Steigung stand, sah er den Grund für die Spuren:
    Zwei Jeeps, von gigantischen Ausmaß und bestimmt fünf Meter breit, und ein paar unfreundlich aussehende Kerle standen um die Jeeps herum.
    Plötzlich spürte Alexander eine mysteriöse Energie, die durch seinen Geist und Körper flutete, und hörte jemanden sagen:
    „Hey, was machst du hier?!“
    Alexander wirbelte herum, und erwartete, einen der unfreundlich aussehenden Kerle links neben sich zu sehen, doch stattdessen stand da ein junger Mann, der eine blaue geschlossene Jacke mit Knöpfen, eine braune Hose, schwarze Schuhe und einen blauen Hut trug.
    Neben dem Trainer, Alexander ging davon aus, dass es ein Trainer war, stand ein Pokémon, welches er schon mal im Lexikon seiner Eltern gesehen hatte:
    Ein Lucario.
    Der Trainer winkte Alexander zu sich, und Alexander folgte ihm ein paar Meter abseits des Trampelpfads.
    Der Trainer lag bäuchlings auf dem Boden, das Lucario neben ihm, und beobachtete das Treiben der Kerle, die in der Senke, die sich zwischen einigen Bergen und Plateaus befand, zwischen ihren Jeeps herumliefen, und Dinge aus den Fahrzeugen holten.
    Alexander wandte sich an den Trainer.
    „Wer bist du?“
    „Eine berechtigte Frage. Mein Name ist Urs, und ich lebe hier auf der Eiseninsel“, erklärte Urs, „und das hier ist mein Partner Lucario“
    „Lucario!“
    „Ich beobachte gerade diese Kerle“, sagte Urs, „Und wenn Sie dich gesehen hätten, dann hätten Sie auch mich bemerkt.“
    „Versteh ich“, meinte Alexander, dessen Panpyro sich neben ihn gelegt hatte, und nahm die Kerle genauer unter die Lupe.
    Sie trugen schwarze Anzüge, der an den Stellen, wo er eigentlich Nähte hatte, grüne Streifen besaßen.
    „Ein modisches Desaster….“, setzte Alexander an, bis ihm auffiel, dass er denselben Gedanken gestern schon hatte.
    „Ich habe schon mal so einen Typen in dem Anzug gesehen! Das war in der Mine von Erzelingen!“, rief Alexander überrascht aus.
    „Wirklich“, meinte Urs verblüfft, und sah Alexander an,
    „Was wollte der Kerl da? Ist er jetzt hier anwesend bei den Kerlen da unten?“
    „Nein, der Kerl aus der Mine ist nicht dabei, der hatte braune, zurückgegelte Haare. Aber ich hab keine Ahnung was er da wollte, ich bin nur fast in den Typen hineingelaufen.“
    Er drehte sich zu Urs um.
    „Was machst du eigentlich auf der Eiseninsel?“
    Urs erklärte es kurz: „Ich lebe hier seit ein paar Jahren, und trainiere mit meinem Pokémon die Nutzung der Aura.“
    Lucario nickte zustimmend.
    Alexander hatte bereits in Lucarios Pokédex-Eintrag gelesen, dass es die Aura beherrscht.
    „Kann es sein, dass Lucario vorhin mit seiner Aura nach Personen gesucht hat?“, fragte Alexander.
    Urs nickte. „Hat es. Hast du es etwa gespürt?“
    „Ja, hab ich. Ist das normal?“
    Urs kratzte sich am Kopf.
    „Es gibt ein paar wenige Leute auf der Welt, die die Aura beherrschen und spüren. Vielleicht gehörst du auch dazu.“
    Alexander fühlte sich ein wenig stolz, etwas zu können, was nicht jeder kann.
    Da passierte etwas unten bei den Jeeps:
    Die Kerle strömten auf einmal auseinander, und rannten die umliegenden Berge und Plateaus hoch.
    Einer der Kerle war bei den Jeeps zurückgeblieben, und schaltete eine Maschine mit einer Sattelitenschüssel ein, die daraufhin rotierte.
    Da holten die ausgeschwärmten Kerle merkwürdige Geräte hervor, die Alexander an Maschinengewehre erinnert, und schossen merkwürdig aussehende Pokébälle auf die umliegenden Pokémon.
    Diese wurden dann von den Pokébällen eingesaugt, und konnten nicht mehr entkommen.
    Die gefüllten Bälle wiederum wurden von der Maschine bei den Jeeps angesaugt, und in Kisten gepackt, während sich die Kerle mit den „Gewehren“ weitere Pokémon krallten.
    „Die Pokémon können ja gar nicht entkommen!“, rief Alexander entsetzt aus.
    „Das ist Wilderei!“, knurrte Urs wütend, und sprang auf.
    „Ich bin zwar kein Ranger oder Naturschutzbeauftragter, aber ich kann nicht einfach dasitzen und zusehen!“
    Lucario stimmte seinem Trainer zu, und sprang auf.
    „Ich helfe dir“, rief Alexander, und sprang gleichzeitig mit Panpyro auf, „Ich lebe hier zwar nicht, aber ich kann da nicht einfach tatenlos zusehen!“
    „Ich bewundere deinen Mut und deine Einsatzfreude“, meinte Urs, „aber das sind Verbrecher. Wenn es zu gefährlich wird, und ich dir sage, du sollst verschwinden, dann tu das und ruf die Polizei.“
    „Verstanden!“
    „Es sind insgesamt sechs Kerle. Zwei Zweierteams, einer der allein unterwegs ist und der bei der Maschine. Wenn wir die Teams uns vornehmen und dann die beiden letzten, sollte es keine Probleme geben.“



    Einer der Anzugträger, mit braunen, zu einer merkwürdigen Spitze vorgegelten Haaren, ging mit seinem Fanggewehr den Weg hinauf, den er mit seinen Kollegen vor etwa einer Stunde in den Jeeps angefahren kam. Vor ein paar Minuten hatte er noch fröhlich „Noch nie war das schnelle Fangen von Pokémon so einfach“ gesungen und dabei sein Fanggewehr getätschelt.
    Jetzt hatte er ein kleines Funkgerät in der Hand, in das er nervös hineinsprach:
    „Hey, John, Bobby, wo seid Ihr? Kommt schon, das ist nicht witzig, Leute!“
    Dann betätigte er einen Knopf.
    „Sir, ich kann Bobby und John nicht erreichen. Wissen sie, wo die beiden…“
    Weiter kam er nicht, denn plötzlich kam ein Pokémon, er vermutete, es war ein Panpyro, auf ihm zugesprungen, mit leuchtender Faust, und schlug ihm das Funkgerät aus der Hand, was auf dem hartem Steinboden aufschlug und zersprang.
    „Hey, du blödes Vieh“, rief er zornig aus, und richtete das Fanggewehr auf das Pokémon und drückte ab.
    Der weiße Pokéball, der aussah wie ein @Premierball, flog auf das Pokémon zu, doch er fing es nicht; er prallte nur ab.
    Da sprang ein weiteres Pokémon, er vermutete, dass es ein Lucario war, sprang mit leuchtendem Knochen zwischen seinen Pfoten auf ihm zu, und schlug das Fanggewehr entzwei.
    „Was soll das?!?“, rief er wütend, als Lucario zu Panpyro zurücksprang.
    Da tauchten zwei Trainer auf den Felsbrocken vor ihm auf.
    Der eine war etwas größer als Lucario und trug blaues Shirt, auf dem ein Pokéball abgebildet war, und Jeans, mit einer schwarzen Lederjacke und einer schwarzen Cappie mit einem Pokéball drauf.
    Der andere überragte den mit der Lederjacke um etwa anderthalb Köpfe, und trug blauen Hut und Jacke, sowie eine braune Hose.
    „Bobby, John und die beiden anderen sind dahinten gefesselt und geknebelt, mit zerstörten Fanggewehren und warten auf die Polizei“, rief der kleinere der beiden, „Und du wirst dich ihnen gleich anschließen!“
    Der Anzugträger zückte einen Pokéball.
    „So einfach wie meine Kollegen lass ich mich nicht fangen, darauf könnt ihr euch verlassen!“
    „Alexander“, sagte der größere zu dem kleinerem, „Kümmere du dich um den hier, ich gehe runter und kümmere mich um den Wärter der Maschine.“
    „Alles klar, Urs“, erwiderte der kleinere, wo der Anzugträger davon ausging, dass er Alexander hieß.
    Der Große, oder Urs, und Lucario sprinteten los, an ihm vorbei und auf die Jeeps zu.
    „Hey, warte“, rief der Anzugträger, „Stollos!“
    Das Pokémon erschien, und versuchte Urs und Lucario hinterher zurennen, doch das Panpyro sprang auf es zu, und traf es hart mit der leuchtenden Faust.
    Stollos stolperte rückwärts, fiel aber nicht um.
    Alexander stellte sich ihm ihn den Weg.
    „Dein Name ist Brandon, richtig?“, fragte Alexander, „Da haben mir deine Kollegen verraten. Hast du so viel Angst vor einem kleinen Trainer wie mir, der erst vor vier Tagen auf seine Reise aufgebrochen ist?“
    Brandon knurrte.
    „Überschätz dich nicht, Kleiner! Und renn, wenn ich dich besiege, nicht heulend zu deiner Mami!“



    Urs rannte den Abhang hinunter, neben sich Lucario, und konnte hinter sich den Kampflärm von Stollos und Panpyros Ausrufe, sowie Alexanders und Brandons Befehle.
    Er hoffte Alexander würde aufgrund seines frühen Stadiums gewinnen, doch schon konnte er sich nicht mehr darauf konzentrieren, da seine Geschwindigkeit und der Abhang ihn enorm schneller werden ließ.
    Selbst Lucario kam nicht ganz hinterher.
    Dann erreichte er den Grund der Senke, wo die drei Jeeps standen.
    Der Mann, der auf die Maschine aufgepasst hatte, hatte eine Glatze mit einer grünen Tätowierung auf dieser.
    Die Tätowierung sah aus wie die Zeichen auf dem Jeep.
    Ein grüner Kreis, der von drei Strichen den Kreis auf allen Seiten überlagerte, so dass es aussah, als würden sechs kleine Striche in jede Richtung von dem Kreis wegführten.
    Der Mann sprach mit ungewöhnlicher Gelassenheit in sein Funkgerät.
    „Brandon, was ist bei dir los?“
    Dann sah er auf, als Urs und Lucario auf ihn zukamen.
    „Ich nehme einmal an, ihr und der andere Trainer seid dafür verantwortlich, dass meine Untergebenen nicht mehr zu erreichen sind.“
    Seine Stimme war immer noch merkwürdig gelassen.
    „Allerdings“, bestätigte Urs, „Und nach diesen Untergebenen musst du Cole sein, ihr Anführer hier“, Urs deutete auf die Maschine, die sich immer noch drehte,
    „Was bezweckt ihr damit, hier die Anzahl der wilden Pokémon zu verringern?“
    „Das ist einfach“, erklärte Cole mit gelassener Stimme, „Wir haben oft mit Organisationen zu tun, die Gift-Pokémon und –Attacken bevorzugen. Und Stahl-Pokémon haben eine Immunität gegen Gift-Attacken. Und die stärksten Stahl-Pokémon gibt es nun mal hier auf der Eiseninsel in Sinnoh.“
    „Also wildert ihr hier nur, um Stahl-Pokémon für eure Kämpfe gegen Organisationen zu holen? Wenn ihr nicht wildern würdet, würde ich glauben, ihr steht auf der Seite der Gerechtigkeit.“
    „Gerechtigkeit“, sagte Cole im selben, unveränderten Tonfall, „Auf der Seite stehen wir garantiert nicht. Nur auf unser eigenen. Und du stehst unseren Plänen eindeutig im Weg.“
    „Komm doch“, sagte Urs durch geschlossene Zähne.
    Lucario sprang vor, und Cole zückte seinerseits einen Pokéball.
    „Panzaeron.“
    Das Stahl-Flug-Pokémon erschien mit seinem Ausruf.
    „Lucario, Aurasphäre!“
    „Zertrümmerer.“
    Obwohl Lucario die hellblauleuchtende Sphäre vorbereitete, traf Panzaeron mit seinen Krallen zuerst.
    Lucario wurde unter einem Ausruf nach hinten geschleudert, und kam nur schwer wieder auf die Beine.
    „Ich habe Zertrümmerer jahrelang trainiert. Mit einem Stahl-Pokémon hast du keine Chance gegen mich“, sagte Cole, und verzog keine Miene.
    „Verdammt!“
    „Zertrümmerer.“
    „Schutzschild!“
    In letzter Sekunde erschuf Lucario den hellblauschimmernden Schirm, und wehrte den Angriff ab.
    „Nicht sehr beeindruckend“, meinte Cole.
    Er hob gerade den Finger, als es plötzlich hinter Urs polterte, und Brandon verstaubt versuchte, wieder auf die Beine zu kommen.
    „Sergeant, dieser Junge…!“ rief er, und deutete nach oben.
    Weiter kam er nicht, denn da fiel Stollos kampfunfähig auf seinen Besitzer und rührte sich nicht mehr.
    „Oh Gott“, keuchte der eingeklemmte Brandon, „nehmt es von mir runter!“
    Alexander und Panpyro, welches nahezu unversehrt aussah, kamen den Abhang hinunter, und kamen auf Urs zu.
    „Der war keine allzu große Herausforderung“, meinte Alexander achselzuckend, „der hat sein Stollos wohl noch nicht so lange.“
    „Alexander!“, rief Urs, „du musst mir helfen!“
    „Wie, gegen ihn“, deutete Alexander auf Cole und Panzaeron, welches er erstmal im Pokédex registrierte.
    „Nichts lieber als das“, meinte er verschmitzt.
    „Du solltest dich nicht überschätzen“, meinte Cole teilnahmslos, „Ich habe ein wenig mehr Erfahrung als du, denke ich.“
    „Ach ja?“, fragte Alexander grimmig, „und ich einen Typ-Vorteil! Glut!“
    Panpyro deckte Panzaeron mit einem Funkenregen ein, welches mit einem Ausruf und Rot-glühenden Punkten auf der „Haut“ zu Boden ging.
    „Verbrennung“, sagte Cole teilnahmslos, als wäre es nicht sein Kampf.
    „Und es wird noch besser! Flammenrad!“
    Panpyro spuckte Feuer aus seinem Mund, drehte sich und hüllte sich damit ein.
    Es rollte ohne Probleme auf Panzaeron zu, da Cole keinen Befehl gab, und so traf.
    Panzaeron ging unter einen Ausruf zu Boden, und kam aufgrund des Schadens und der Verbrennung nur schwer auf die Beine.
    „Nicht nur du hast einen Typ-Vorteil“, meinte Cole, streckte den Arm aus und rief den Befehl:
    „Luftschnitt.“
    Das metallene Pokémon schlug die Flügel zusammen, und ein durchsichtiger „Schnitt“ flog auf Panpyro zu.
    Alexander versuchte erst gar nicht, den Ausweich-Befehl zu geben; Panpyro wäre nicht schnell genug.
    So traf Luftschnitt ohne Probleme, und Panpyro wurde mit einem Aufschrei zurückgeschleudert.
    „Panpyro!“, rief Alexander.
    „Du hast keine Chance“, meinte Cole, sein Ton unverändert, „Nochmal Luftschnitt.“
    „Zurück, Panpyro!“
    Panpyro sprang zurück.
    „Schutzschild!“, rief nun Urs.
    Panpyro war genau vor Lucario, welches nun ein hellblaues Schild erzeugte, und so die beiden vor der Attacke schützte.
    „Sehr gut!“, rief Alexander zu Urs, welcher ein wenig entfernt von ihm stand, und zeigte den hochgestreckten Daumen,
    „Panpyro, setzt Folterknecht ein!“
    Panpyro begann eine Schimpftirade, welche zunächst keine Auswirkungen zeigte.
    Dann löste sich der Schutzschild auf.
    „Du hast versagt“, gab Cole von sich, „Luftschnitt.“
    Doch Panzaeron strauchelte, und viel zu Boden.
    „Was soll das?“ fragte Cole im unveränderten Ton.
    „Folterknecht verhindert, dass du eine Attacke zweimal hintereinander einsetzten kannst“, rief Alexander, „ich halte zwar nichts von der Attacke, aber jetzt ist sie ganz hilfreich.“
    Cole schien verwirrt, und dachte scheinbar nach.
    Das machte sich Alexander zu Nutze.
    „Flammenrad!“
    Panpyro führte die Attacke aus, und Panzaeron ging erneut zu Boden, rappelte sich aber Mühselig wieder auf.
    Die Verbrennung machte dem Pokémon zu schaffen.
    „Stachler“, befahl Cole, und es verteilte Orangene Stacheln unter Panpyro.
    „Und jetzt Luftschnitt.“
    „Weich mit Flammenrad aus!“
    Es war eher Glück als Verstand, dass Panpyro am Luftschnitt vorbeirollte, und Panzaeron den finalen Schlag gab.
    Es ging zu Boden, und stand nicht mehr auf.
    „Super, Panpyro!“, rief Alexander seinen Partner zu.
    „Gute Arbeit“, sagte Urs, und Lucario kam zu Panpyro und gab ein anerkennendes Knurren von sich.
    „Kann mir hier mal jemand helfen?“, stöhnte Brandon, der sich immer noch unter seinem Stollos eingeklemmt befand, „Ich komm nicht an meinen Pokéball.“
    „Wir helfen dir gleich“, sagte Alexander.
    „Ihr habt noch nicht gewonnen“, sagte Cole im unveränderten Tonfall, „ich hab zwar dieses Pokémon noch nicht so lange, aber es sollte reichen. Metang.“
    Er beorderte Panzaeron zurück, und holte das Pokémon aus seinen Ball.
    Es erschien schwebend vor Panpyro und Lucario.
    „Zen-Kopfstoß auf Panpyro.“
    „Flammenrad!“
    Obwohl Flammenrad zuerst traf, konnte Metang trotzdem treffen.
    Panpyro wurde unter einen Aufschrei zwischen Alexander und Urs durchgeschleudert, und traf hart auf den Steinboden.
    „Panpyro!“
    „Setzt Knochenhatz ein!“, befahl Urs seinen Lucario.
    Lucario rannte auf Metang zu, und traf mit dem hellblauleuchtenden Stab zwei Mal, bevor es zurücksprang.
    Alexander wollte gerade zu seinem Pokémon rennen, als die Flamme von Panpyro an seinem Schweif auf einmal doppelt so groß loderte, aufstand, und einen furchterregenden Schrei von sich gab.
    „Großbrand“, rief Alexander überrascht aus.
    Das bedeutete zwar, dass Panpyro erschöpft war, aber es würde jetzt einen starken Feuer-Angriff durchführen können.
    „Lenk es ab“, sagte er Urs.
    „Alles klar. Knochenhatz!“
    „Zen-Kopfstoß.“
    Dieses Mal kam Metang nicht zum Angriff.
    Lucario führte mit dem Stab zuerst einen Aufwärtsschlag durch, bevor ein weiterer Schlag von oben kam, und Metang auf den Boden schlug.
    „Flammenrad!“, rief Alexander.
    Panpyros Flammen aus dem Mund waren doppelt so groß wie zuvor, und genau so groß war auch das flammende Inferno-Rad, welches nun unaufhaltsam auf Metang zuraste.
    Metang kam nicht rechtzeitig vom Boden, die Attacke traf, und machte Panpyro kampfunfähig.
    Widerwillig beorderte Cole sein Pokémon zurück, und Lucario hielt ihm die leuchtende Knochenhatz unter die Nase.
    „Wie viele Pokémon habt ihr gefangen?“, fragte Urs wütend.
    Alexander kam hinzu, gefolgt von Panpyro, welches sich schon wieder beruhigt hatte.
    Cole deutete auf den Jeep hinter ihm.
    „Dort sind ungefähr zehn Pokémon“, er deutete auf den Jeep hinter Alexander und Urs, „Und da sind 50 drin.“
    „Fünfzig“, keuchte Alexander.
    „Helft ihr mir mal bitte?“, jammerte Brandon.
    Dann geschah etwas, womit Alexander nicht gerechnet hatte:
    Cole holte von hinten aus einer Tasche einen @Premierball, ließ ihn auf den Boden fallen, und als sich der Ball öffnete, strömte weißer Rauch aus ihm.
    „Was ist das?!“, rief Alexander.
    „Lucario!“, rief Urs.
    Da heulte ein Motor auf, und er Jeep, der hinter Cole stand, stob den Rauch auseinander, und fuhr den Abhang, den Alexander und Urs hinuntergerannt gekommen sind, hoch.
    In diesen Augenblick kam eines der kleinen Carts der Wildhüter mit zwei der Besitzer an Bord über die Kuppe gefahren, sahen den Jeep auf sie zufahren, und sprangen noch rechtzeitig aus ihrem Gefährt, bevor der Jeep das Cart überrollte, das Gestell zerstörte und durch die Luft schleudern ließ, ehe er weiter über die Eiseninsel in Richtung Hafen donnerte.
    „Er hat den Jeep mit den wenigen Pokémon“, stellte Alexander fest.
    Urs nickte, während die Wildhüter zu ihnen stießen.
    „Holt mich hier endlich raus!“, rief Brandon.



    Eine halbe Stunde später war die Polizei anwesend, und nahmen die Aussage von Alexander und Urs entgegen.
    Anschließend halfen sie, die 50 gefangenen Pokémon wieder frei zulassen.
    Dann stand plötzlich ein Mann mit schwarzer Jacke, weißem Shirt, schwarzer Hose und schwarzem Hut bei der Ansammlung, und sackte das Fanggewehr ein.
    „Das wird beschlagnahmt“, sagte er dem verwirrten Polizisten.
    „Wer sind Sie überhaupt?“, fragte die ebenfalls anwesende Officer Rocky.
    Der Mann zückte einen Ausweis, und Rocky trat zurück.
    „Die OLP“, keuchte sie, bevor sie salutierte, „Entschuldigen Sie bitte, Sir!“
    „Machen Sie sich nichts draus“, meinte er abwesend, bevor er zu den Hütern ging.
    „Du hast gut gekämpft“, lobte Urs Alexander.
    „Nicht der Rede wert“, wehrte Alexander ab, „Ich konnte ja nicht einfach zusehen, wie diese Kerle weiterwildern.“
    „Was machst du eigentlich hier auf der Eiseninsel?“, fragte Urs jetzt.
    Alexander erklärte ihm seine Pläne und sein Dilemma mit der Fähre. Urs nickte, als Alexander geendet hatte.
    „Komm mal mit“, sagte er, und ging in Richtung Süden zur Küste.
    Alexander folgte ihm, genauso wie ihre Pokémon.
    Nach ein paar Minuten wandern erreichten sie zwei Hütten.
    Die eine war aus verrostetem Stahl gebaut, die andere aus Holz und ging in den Berg.
    „Wem gehören die Hütten?“, fragte Alexander. Urs deutete auf die Holzhütte.
    „Die gehört mir, die andere dem Arenaleiter von Fleetburg, Adam. Er kommt hin und wieder her zum Trainieren.“
    Dann betrat er die Holzhütte, gefolgt von Alexander.
    Im inneren lag auf dem Tisch, der Küchenzeile, dem Bett und den Regalen und Kommoden vielerlei Zeug rum, was Alexander noch nie gesehen hatte.
    An einer Wand hing ein Gemälde, was einem Mann in blauer Kleidung zeigte, der einen ebenso blauen Umhang trug, und einen Stab mit einem nahezu runden Edelstein an der Spitze in den Himmel reckte. Neben ihm stand ein Lucario.
    Dazu lag ein kleiner, runder Stein auf einem Regal, der leuchtete wie der Regenbogen, und ein merkwürdiges Zeichen darauf, das aussah wie ein DNS-Strang.
    „Was ist das?“, fragte er Urs.
    „Ein Schlüsselstein. Fass ihn nicht an, warte kurz“, sagte er, während er in einer Kommode kramte.
    „Du bist empfänglich für die Aura. Ich gebe dir was, was dir hilft.“
    „Woher kannst du die Aura? Wer hat sie dir beigebracht?“
    „Ich mir selbst vor ein paar Jahrhunderten. In einem anderen Leben.“
    „Was?“
    „Ah, hier ist es“, sagte Urs, und hielt Alexander ein Ei entgegen.
    „Ein Pokémon-Ei“, stellte Alexander erstaunt fest, nahm es entgegen, und beäugte mit Panpyro das Ei.
    „Ich habe es schon länger, aber da ich nicht reise, schlüpft es auch nicht“, meinte Urs, „Und daher möchte ich es dir geben. Bei dir ist es gut aufgehoben, da bin ich mir sicher.“
    Alexander bedankte sich: „Danke für dein Vertrauen. Aber hast du keinen Behälter?“
    „Hab ich nicht“, sagte Urs, „Aber im Pokémon-Center der Insel am Hafen gibt es welche. Wann musst du zum Schiff?“
    Alexander fuhr zusammen. „Wie viel Uhr ist es?“
    „15 Uhr 30.“



    Alexander rannte, das Ei fest umklammert und Urs folgend, zurück zur Stadt.
    Sie erreichten sie rechtzeitig, denn das Schiff lag noch im Hafen.
    Aber es gingen nur noch wenige Passagiere an Bord.
    „Geh du zum Schiff!“, rief Urs Alexander zu, „Ich komme gleich nach!“
    Urs und Lucario bogen bei einer Kreuzung rechts ab, während Alexander und Panpyro, welches sehr erschöpft schien, weiter zum Pier liefen.
    Sie erreichten die Rampe, wo ein Matrose stand, der sie schief ansah.
    „Pass und Ticket, bitte“, sagte er.
    Alexander kramte in seiner Hosentasche, und griff nach dem Ticket und dem Pass gleichzeitig, und reichte es den Matrosen.
    Er überprüfte Namen und das Ticket mit der Passagier-Liste, und reichte sie Alexander wieder.
    „Bitte geht an Bord, wir legen gleich ab.“
    „Es kommt gleich noch jemand, der mir etwas gibt“, erklärte Alexander.
    Missbillig schaute der Matrose Alexander an, doch wie auf Kommando erschienen Urs und Lucario am Pier.
    Urs hielt einen Behälter, der hauptsächlich aus Glas bestand, mit goldener Halterung verziert, in den Händen.
    „Hier“, keuchte er, und öffnete den Behälter.
    Alexander legte das Ei vorsichtig auf das Polster, während Urs den Behälter wieder schloss und ihm den Behälter erklärte:
    „Er schützt das Ei vor Stößen, und sorgt dafür, dass es bald schlüpft. Mit dem Pokéball hier auf dem Deckel kannst du es fangen, wenn es geschlüpft ist.“
    Alexander erkannte den kleinen, geschrumpften Pokéball auf dem Deckel.
    Er verneigte sich leicht vor Urs:
    „Ich danke dir für alles“, sagte er, verabschiedete sich, und ging dann an Bord.
    Als er das Deck betrat und an die Reling ging, standen Urs und Lucario immer noch am Pier.
    „Komm mal wieder, wenn das Pokémon geschlüpft ist, und du wieder in Sinnoh bist“, rief er ihm zu.
    „Mach ich“, versicherte Alexander.
    Dann blies das Nebelhorn des Schiffes, und es setzte sich mit einem Ruck in Bewegung.
    Urs und Lucario hoben die Hände, oder Pfoten, und winkten zum Abschied.
    Alexander nahm eine Hand von dem Behälter, und winkte mit Panpyro zurück.
    Bald war der Hafen außer Sichtweite, und Alexander nahm die Hand runter und griff ans Geländer, um sich Aufgrund des stärkeren Wellengangs zu stabilisieren.
    Er blickte zurück zur Eiseninsel, die immer weiter in der Ferne verschwand.
    Dann drehte er sich um, und ging zurück ins Schiff.
    „Also gut“, sagte er, und sah seinen Partner an, „Bringen wir dich mal ins Pokémon-Center hier an Bord, okay?“
    „Panpyro!“



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    Wie immer könnt ihr gerne eine Kritik in diesem Topic hinterlassen.
    Wie gesagt, ich denke, ich kann pro Woche zwei Kapitel raushauen. Eins am Freitag, und eins am Samstag oder Sonntag.

  • ACHTUNG!!!

    Aufgrund eines technischen Problemes erscheint Kapitel 6 (Ankunft in Kanto) erst nächste Woche.


    Ich bitte dies zu entschuldigen.

  • Extreme technische Probleme


    Leider muss ich euch enttäuschen. In vielerlei Hinsicht.
    Ich habe heute meinen Laptop wegen eines beschädigten Akkus zu einer Werkstatt gebracht. Diese haben aktuell aber Personalmangel. Deswegen wird das austauschen acht bis zehn Tage dauern.
    Ich bekomme meinen Laptop also frühestens am 07.05. wieder, und kann dann weiterschreiben.


    Es tut mir wirklich leid, und bitte dies zu entschuldigen


    PS: Kritik zu den vorherigen Kapitel sind hier im Topic, aber auch bei mir auf der Pinnwand gern gesehen und erwünscht. ^_^

  • Nach einer viel zulangen, unfreiwilligen Pause geht es jetzt endlich weiter mit Kapitel 6.
    Ich hoffe, es gefällt euch. ^_^


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    Kapitel 6
    Ankunft in Kanto

    Alexander lag in der Koje seiner Kabine.
    Leicht schienen die Strahlen der Sonne durch den Vorhang des Bullauges, und tauchte die kleine Kabine mit vier Betten, die von der Wand umgeklappt werden können.
    Alexanders Sachen lagen in der ganzen Kabine verstreut:
    Der Rucksack lag auf den Boden, die Jacke hing an der Wand, und Panpyro lag auf den Bett gegenüber von Alexander seinem.
    Dieser war jetzt seit ein paar Sekunden wach, und wollte am liebsten weiterschlafen, als mit einem sanften Gong eine Durchsage des Kapitäns erklang:

    „Sehr verehrte Damen und Herren. Es ist nun sieben Uhr 30, und wir erreichen in wenigen Minuten den Hafen von Orania City in der Kanto-Region. Dort endet unsere Überfahrt von Fleetburg in der Sinnoh-Region. Bevor Sie Kanto betreten können, wird der Zoll ihre Identität überprüfen, bevor Sie Orania City betreten können. Bitte überprüfen Sie vor dem Verlassen Ihre Kabine, dass Sie alles mitgenommen haben. Alles, was Sie vergessen, wird von unseren Personal der Hafen-Verwaltung von Orania City übergeben, und innerhalb von 24 Stunden von dieser bei Nicht-Abholung entsorgt. Um acht Uhr legen wir am Hafen an. Wir bitte sie, bis acht Uhr ihre Kabinen verlassen zu haben, und bis acht Uhr 15 das Schiff zu verlassen. Wir bedanken uns, dass Sie mit Stark-Transports gefahren sind, und wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt in Kanto und hoffen, Sie bald wieder an Bord begrüßen zu können.“


    Alexander wollte nicht aufstehen.
    Gestern Abend war er bis 22 Uhr auf, und hatte an Bord gegen jeden erdenklichen Trainer gekämpft, der an Bord war.
    Als er dann ein extrem verspätetes Abendessen zu sich genommen hatte, war das, was er getrunken hatte, alles, aber keine Cola.
    Deswegen lag er jetzt, da er das Getränk ohne nachzudenken in drei großen Schlucken runtergespült hatte, mit Kopfschmerzen auf dem Bett, und schwor sich, niemals wieder Alkohol zu trinken.
    Denn er war sich sicher, dass das gestern Abend Alkohol war.
    Letzten endlich aber er musste er aufstehen, also versuchte er beschwingt, die Bettdecke beiseite zu schlagen.
    Als er sich auf die Bettkante setzte, war auch Panpyro auf den Beinen.
    „Na dann“, gähnte Alexander, kratzte sich am Rücken, und versuchte, den pochenden Schmerz in seinem Kopf zu ignorieren.
    Er ging schnell ins kleine Badezimmer, füllte das Waschbecken komplett mit kaltem Wasser, und tauchte seinen Kopf für eine Minute in dieses.
    Als er wieder auftauchte, waren die meisten seiner Kopfschmerzen weg. Er trocknete seine Haare, während sich Panpyro ein wenig räkelte, und das Ei in dem Behälter inspizierte.



    Um kurz nach acht saß Alexander in dem kleinen Restaurant der Fähre, und nahm ein kleines Frühstück in Form von zwei Brötchen mit unter anderem Honig und Marmelade zu sich.
    Die letzten Passagiere verließen das Schiff, und so war Alexander einer der letzten im Restaurant.
    Panpyro saß auf den Boden, da das Personal keine Pokémon auf den Tischen duldete, und fraß Alexanders Kombination aus Futter für Feuer- und Futter für Kampf-Pokémon.
    Plötzlich tauchte ein unfreundlich aussehender Kerl mit grünem Irokesen-Schnitt und einer schwarzen Lederjacke mit Eisenringen und –Ketten bestückt das Restaurant, und kam zu Alexanders Tisch.
    „Na, was macht der Kopf?“, fragte er im schnippischen Ton.
    Die Kopfschmerzen von Alexander waren inzwischen wieder fort, doch der Ton des Kerles ließ Alexander bereits ahnen, wen der die Kopfschmerzen zu verdanken hatte.
    Also versuchte er, die Bemerkung zu kontern:
    „Nein, meinem Kopf geht es großartig. Warum kümmert dich das, wenn ich fragen darf?“
    „Warum“, fragte der Kerl, und zog eine Grimasse, „Weil ich derjenige bin, dem du die Kopfschmerzen zu verdanken hattest! Du warst mir gestern beim Bekämpfen der Trainer ein wenig zu frech, deswegen hab ich es mir erlaubt, dir einen Cola-Wodka geben lassen.“
    „Frech? Ich habe jeden der Trainer gestern fair und gerecht besiegt, und unhöflich oder frech war ich nicht!“
    „Doch! Allein durch die Tatsache, dass du erst seit ner Woche auf deiner Reise bist, und eben jeden besiegt hast, ist das frech wie sonst was!“
    Alexander erkannte, dass reden hier sinnlos war.
    Also stopfte er sich den letzten Bissen seiner Brötchen in den Mund, nahm das Glas mit dem Multi-Saft vom Tisch, und schüttete ihm den Kerl ins Gesicht. Dieser, der etwas größer als Alexander war, war alles andere als fröhlich darüber, und rannte auf Alexander zu, welcher zur Seite sprang, und dem Kerl ein Bein stellte.
    Er fiel längs auf den Boden, und kam nur schwer wieder auf die Beine.
    „Das wirst du mir büßen“, rief er, und lief schnell aus dem Restaurant.
    Alexander hatte aufgrund des Satzes ein Déjà-vu, aber er ignorierte es, brachte sein Tablett zurück zum Tresen, und verließ, gefolgt von Panpyro, das Restaurant.



    Bevor er das Schiff verlassen durfte, wurde sein Trainerpass überprüft.
    Erst dann durfte er den metallenen Schiffsrumpf über die ebenso metallene Rampe verlassen.
    Dann sah er die erste Stadt von Kanto, die er betrat:
    Orania City lag ausgebreitet vor ihm.
    Eine eher normalwirkende Stadt, mit einem großen Hafen wie Fleetburg, einen Park im Nord-Osten der Stadt, und viele weitere, unterschiedlich große Gebäude.
    Alexander und Panpyro ließen den Anblick der Stadt noch kurz auf sich wirken, dann machte er sich auf den Weg über das Pier, um die Stadt zu betreten.
    Als er das Ende des Piers erreichte, sah er ein Mädchen, was wahrscheinlich um einiges älter war als er selbst, das am Rand des Hafenbeckens stand und aufs Meer starrte.
    Als sie Alexander bemerkte, kam sie mit wehenden orangenen Haaren auf ihn zu.
    „Hey, du“, sagte sie, als wäre sie in Eile, „Kommst du aus Sinnoh?“
    Alexander war ein wenig irritiert, beantwortete aber die Frage wahrheitsgemäß.
    „Gut“, meinte sie erleichtert, und zückte einen Pokéball, „Bitte nimm dieses Pokémon mit dir auf die Reise. Es liebt das Kämpfen gegen andere Pokémon von Trainern, doch ich kann mich nicht mehr um es kümmern.“
    Alexander nahm den Pokéball an sich, und schaute ihn irritiert an.
    „Warum gibst du ihn mir?“ wollte Alexander fragen, doch das Mädchen mit den orangenen Haaren und dem Muttermal links neben der Lippe war verschwunden. Alexander und Panpyro schauten sich um, doch von der Person fehlte jede Spur.
    „Was zum…“, murmelte Alexander, dann zückte er seinen Pokédex, um das Pokémon im Ball zu identifizieren.
    Er war mehr als überrascht, als der Pokédex ihm sagte, dass sich in diesem Pokéball ein Impoleon befand.
    Mit einigen starken Attacken.
    Während Alexander noch darüber grübelte, warum er so ein starkes Pokémon erhalten hatte, und warum sich die Trainerin nicht mehr darum kümmern könnte, hörte er ein vertrautes Trampeln von Schritten hinter sich.
    Er wollte sich noch umdrehen, um zu sehen, wer da auf ihn zu rannte, doch bevor es ihm gelang, rannte dieser jemand in seinen Rücken, weswegen Alexander vornüber hinfiel.
    Den Pokéball und den Pokédex hielt er fest umklammert, sodass er auf seine Ellbogen fiel. Ein stechender Schmerz schoss durch seine Arme, und Panpyro sah besorgt auf seinen Trainer.
    „Oh mann, das tut mir echt leid!“, sagte eine Stimme hinter ihm.
    Alexander stutzte.
    Wenn es wirklich Barry wäre, wie Alexander vermutete, hätte er sich niemals entschuldigt, sondern es ihm büßen lassen.
    Er raffte sich, ohne seine Hände zu benutzen, auf die Knie, und sah nach hinten, und die Person an, die gegen ihn gerannt war.
    „Lucius!“, rief Alexander freudig aus, als er den Trainer mit der dunkelblauen Weste und den hellblauen, kurzen Ärmeln, den weißen Strich auf der Weste und der schwarzen Hose, sowie den roten Schuhen sah.
    Dieser richtete seine rote Mütze mit den blauen Pokéball an den Seiten, und seine Augen weiteten sich, als er Alexander erblickte.
    „Alexander!“, rief Lucius seinerseits, erhob sich, und half Alexander auf die Beine, indem er ihm an Handgelenk packte,
    „Ich fass es ja, nicht, was machst du hier in Kanto?“
    Alexander erläuterte ihm die Gründe, warum er Sinnoh verlassen hatte, und nach Kanto gegangen war.
    „Und Barry hast du nichts gesagt?“, fragte Lucius.
    „Nein“, wehrte Alexander ab, „Ich hatte keine Lust, dass Barry ständig von hinten in mich reinläuft, so wie du.“
    „Ja, tut mir leid. Ich hab die ganze Überfahrt verschlafen, so auch heute Morgen. Deswegen war ich so in Eile.“
    Lucius deutete auf den Pokédex in Alexanders Hand.
    „Ist das dein Pokédex?“
    „Ja, den habe ich von Professor Eibe bekommen. Das ist ein Duplikat eines Pokédexes, der in der Lage ist, jedes Pokémon auf der Welt zu erkennen und zu speichern. Aber damit alle Daten für zukünftige Exemplare erkannt werden können, brauchen sie ein Gerät, wo alle Daten vorhanden sind.“
    „Also ist eine Weltreise für sich quasi schon vorhergesehen, richtig?“, grinste Lucius.
    „Hatte ich ohnehin vor, also stört mich dieser Nebenauftrag nicht weiter“, erwiderte Alexander.
    Lucius deutete auf den Pokéball, den Alexander gerade erhalten hatte.
    „Ist was mit den Pokéball?“, fragte er.
    Alexander erklärte ihm, was gerade passiert war.
    „Merkwürdig“, meinte Lucius, als Alexander geendet hatte, „Warum gibt man denn sein Pokémon einer wildfremde Person sein Pokémon?“
    „Sie hat gemeint, sie könnte sich nicht mehr darum kümmern, und dass es das Kämpfen lieben würde. Ich nehme an, sie will, dass es ihrem Pokémon gut geht, und gibt es deswegen lieber einem Trainer, als es frei zu lassen.“
    Lucius kratzte sich am Hinterkopf.
    „Wie auch immer, du hast gesagt, es sei stark. Was hältst du davon, wenn wir ins Pokémon-Center gehen, und du gegen mich kämpfst?“
    Alexander steckte den Pokédex in seine Tasche und befestigte den neuen Pokéball an seinem Gürtel. „Warum nicht“, meinte er.



    Lucius und Alexander kannten sich seit Jahren.
    Er, Lucius und Barry waren seit Kindertagen miteinander befreundet, und waren meist als Trio unterwegs. Das einzigem was die drei voneinander unterschied, abgesehen davon, dass Barry ein Jahr älter war als die beiden, dass Lucius Eltern, was den Beginn einer eigenen Reise anging, ein wenig zuvorkommender, sodass Lucius ein Jahr früher als Alexander und Barry startete.
    Jetzt waren die beiden in Orania City unterwegs, und Lucius hatte sich planlos verlaufen.
    Aus irgendeinem Grund hatte Alexanders Pokétch ebenfalls Karten von Kanto, Johto und Hoenn, und noch überraschter war er, als er sah, dass es sogar Satelliten-Bilder gab.
    Also zoomte er zu Orania City, und konnte sich und Lucius zielsicher zum Pokémon-Center manövrieren.
    Unterwegs tauschten sie ein paar Geschichten aus.
    „Du hast am letzten Sinnoh-Turnier teilgenommen?“, fragte Alexander erstaunt.
    Er hatte immerhin die letzten Monate damit verbracht, zu trainieren, und hatte das Turnier überhaupt nicht mitbekommen.
    „Ja, aber im Finale bin ich ausgeschieden.“, erklärte Lucius, als sie das Pokémon-Center betraten.
    „Herbaro war einfach zu stark“, meinte er, und kratzte sich am Kopf.
    „Herbaro?“, fragte Alexander, „das Top-Vier-Mitglied?“
    „Ja“, erklärte Lucius, „Er wurde erst nach dem Sieg dieses Turniers und dem anschließenden besiegen eines anderen Top-Vier-Mitglieds selbst eins. Ich hatte zwar mit ein paar Pokémon Typ-Vorteil, aber nachdem sie besiegt waren, hat er mein Team zerfetzt.“
    Das Pokémon-Center war ähnlich aufgebaut wie die in Sinnoh, nur die Inneneinrichtungen waren in anderen Farben gehalten.
    Dieses Mal übernahm Lucius die Führung und brachte sie in Richtung des Kampffeldes.
    Auf dem Weg durch den Gang deutete er auf Panpyro.
    „Panflam war also dein Starter, richtig? Welches Pokémon hat Barry gewählt?“
    „Plinfa“, erwiderte Alexander, „Aber richtig gewählt haben wir nicht.“
    Er erklärte Lucius, was am See der Wahrheit geschehen ist.
    Als Alexander geendet hatte, lachte Lucius auf.
    „Das ist witzig. Du wählst, mehr oder weniger, Panflam, Barry Plinfa, und ich hab damals Chelast gewählt.“
    „Jep, das ist witzig“, bestätigte Alexander.
    Sie liefen noch durch ein paar mit leicht matt-glänzenden Metallplatten ausgekleidete Gänge, als sie die Halle mit drei Kampffeldern erreichten, wo ungefähr fünf Trainer an den Kampffeldern standen, vier davon kämpften. Das mittlere, leicht braune, wahrscheinlich mit Erde überzogen, was einen krassen Kontrast zu den matten Metallplatten darum herum bildete, war noch frei, deswegen hielten Alexander und Lucius darauf zu.
    Die anderen Trainer beachteten die Neuankömmlinge nicht.
    Alexander positionierte sich mit Panpyro an der Seite auf der gegenüberliegenden Seite des Kampffeldes, während Lucius den Platz an der Tür einnahm.
    „Also“, sagte er, als er seine Mütze zu Recht zog, „Dein neues Pokémon Impoleon gegen eines meiner. Eins-gegen-Eins-Kampf, gewonnen hat der…“
    Alexander winkte ab.
    „Ja, das kenn ich, komm zum Punkt.“
    „Ähh, ja, klar“, meinte Lucius verdattert.
    Er zückte einen Pokéball.
    „Also, bist du bereit?“
    Alexander entfernte den Pokéball vom Impoleon von der Befestigung an seinem Gürtel.
    „Also los!“, rief Lucius, und warf den Pokéball,
    „Machomei, du bist dran!“
    „Impoleon!“, rief Alexander seinerseits, und die beiden Pokémon erschienen auf den Kampffeld.
    Machomei schlug zwei der vier Fäuste zusammen, und stieß seinen Ruf aus, um seine Kampfbereitschaft zu beweisen.
    Impoleon hingegen schaute sich verwirrt um.
    Zuerst seine Umgebung, dann das gegnerische Pokémon und sein Trainer, dann Alexander.
    Dieser ging vorsichtig auf Impoleon zu, und erklärte ihm, was passiert war.
    Es schaute Alexander verwundert an, dann dachte es scheinbar kurz nach, und reckte dann den Kopf nach oben, die Augen geschlossen, und machte eine typische Trotzpose.
    Alexander kratzte sich am Kopf.
    ‚Das wird schon‘, dachte er, und ging zurück an seinen Platz, wo Panpyro ihn mit großen Augen anschaute; wegen dem neuen Pokémon sichtlich besorgt. Alexander sprach ihn Mut zu, dann rief Lucius über das Feld:
    „Bist du bereit?“
    „Jederzeit!“
    „Dann los!“



    „Machomei, Kreuzhieb!“
    Das Machomei rannte los, die oberen Arme hoch erhoben, wo die Hände leuchteten.
    Alexander rief sich die Attacken, die Impoleon konnte, ins Gedächtnis:
    ‚Hydropumpe, Eisstrahl, Erdbeben und Lichtkanone. Am besten wäre…‘
    „Impoleon, Hydropumpe!“
    Doch das Pokémon reagierte nicht und nahm wieder die Trotzpose ein.
    „Hey, wenn du dich nicht wehrst, bist du selbst schuld!“, rief Lucius, dann traf der Kreuzhieb Impoleon.
    Alexander kannte das Typen-Wirkungssystem, und wusste, dass diese Attacke sehr effektiv war.
    Doch Impoleon schien die Attacke nicht zu interessieren.
    Es wurde ein wenig nach hinten geschoben, doch es stand immer noch; es hatte nicht einmal einen sichtbaren Kratzer.
    Alexander und Lucius waren gleichermaßen erstaunt.
    „Ist es so stark, dass nicht einmal eine sehr effektiven Attacke Schaden anrichtet?“, fragte Lucius unsicher.
    Alexander zuckte mit den Schultern. „Scheint so.“
    Doch er fragte sich insgeheim, wieviel Training die Trainerin von Impoleon wohl in das Pokémon investiert hatte, genauso erneut, was sie dazu bewegt hatte, das Pokémon einen wildfremden Trainer in die Hand zu drücken.
    „Egal, dann schwächen wir es eben langsam“, meinte Lucius, „Nochmal Kreuzhieb. Immer wieder!“
    Impoleon wurde von einem Sturm der leuchtenden Fäuste eingedeckt, doch es rührte sich nicht, und wurde langsam nach hinten geschoben.
    „Hydropumpe!“, rief Alexander erneut.
    Doch wieder ignorierte Impoleon den Befehl, und hob nur zum zusätzlichen Schutz die beiden Flügel.
    Alexander biss die Zähne zusammen.
    „Impoleon!“, rief er, leicht verzweifelt, leicht vorwurfsvoll.
    Im Nachhinein betrachtet war es ein Fehler, so den Namen des Pokémon zu rufen.
    Doch im Nachhinein ist man immer schlauer, und Alexander hatte damals unbedacht gehandelt.
    Denn Machomei ging ein paar Schritte zurückging, um sich zugleich erneut auf Impoleon zu stürzen.
    Doch Impoleon nutzte diese kurze Pause, um eine Attacke einzusetzen.
    Plötzlich erbebte die Erde.
    Und zwar nicht nur die des Kampfeldes, wo sich kleine Spalten auftaten und Erdbrocken hochgehoben wurden und schief stecken blieben, sondern die ganze Kampfhalle.
    Alexander wurde von den Füßen gerissen, Panpyro kauerte sich zusammen, und Machomei ging in dem Chaos aus aufwerfenden Erdbrocken unter, während Lucius ebenfalls umfiel.
    Auch die anderen Trainer in der Halle fielen um, und sahen sich nach dem Grund des bebenden und aufbrechenden Boden um.
    Alexander war klar, dass das Impoleon mit Erdbeben war.
    Immerhin stand es quasi in der Mitte des Chaos und der Boden unmittelbar um es herum wurde nicht „aufgewühlt“.
    „Was für eine Stärke“, murmelte Alexander.
    Plötzlich rieselte Staub von der Decke, gefolgt von einer der LED-Röhren plus Abdeckung.
    Alexander erschrak, als weitere Lampen runterfielen.
    ‚Die ganze Halle, Nein, das ganze Pokémon-center wird einstürzen! ‘, wurde ihm klar.
    Er könnte es unmöglich ertragen, wenn wegen ihm andere Leute zu Schaden, oder gar umkamen.
    Erneut zückte er den Pokéball von Impoleon und versuchte, während er auf das Pokémon zielte, das Gleichgewicht zu halten.
    „Impoleon, zurück!“, rief er, betätigte den Knopf, und der rote Strahl, der aus dem Knopf des Pokéballs kam, bahnte sich den Weg durch die aufgeworfenen Felsen, traf das Pokémon, entmaterialisierte es, und holte es zurück in den Ball.
    Augenblicklich hörte die Erde auf zu wackeln, und die meisten der Trainer kamen unsicher, aber unverletzt, wieder auf die Beine.
    Alexander starrte auf den Pokéball.
    ‚Es ist stark. Verdammt stark. Und es vertraut mir nicht. Verdammt stark, nahezu unkontrollierbar, und es vertraut mir nicht und hört folglich nicht auf meine Befehle.‘
    Lucius hatte inzwischen sein kampfunfähiges Machomei gefunden. Er beorderte es zurück in den Ball.
    „Was war das denn?“, rief er Alexander zu, als er über das aufgewühlte Kampffeld schritt. „Das Impoleon ist ja unglaublich stark.“
    „Schon fast zu stark“, gab Alexander zu bedenken. Da betraten Schwester Joy und ein paar andere Personen die Halle.



    Alexander saß auf einer der Sitzsofas des Pokémon-Centers von Orania-City.
    Panpyro saß neben ihn und Lucius kam gerade von dem Tresen gegenüber, den Pokéball mit dem geheilten Machomei in der Hand, auf ihn zu.
    Seit ihrem Kampf war etwa eine Stunde vergangen, und Alexander hatte von Schwester Joy sich einiges anhören dürfen.
    Dass er niemals so ein Risiko hätte eingehen dürfen, und noch viel mehr hätte passieren können.
    Danach bekam Alexander zu allem Überfluss noch Ärger von Officer Rocky, die ihm zunächst nicht glauben wollte, dass er das Impoleon erhalten hatte, und nicht geklaut hat.
    Doch letzten endlich hat Schwester Joy das Impoleon auf Alexander umschreiben lassen.
    „Was machst du jetzt?“, fragte Lucius, als er sich neben Alexander setzte.
    „Ich werde Impoleon nur noch als letzten Trumpf benutzen, wenn alles andere versagt“, war Alexanders Antwort, „Ich hoffe, dass Impoleon mir dann langsam durch leichtes Training vertraut.“
    Lucius nickte zustimmend.
    „Und wohin gehst du jetzt?“
    Alexander seufzte. „Ich denke, ich geh als erstes nach Marmoria City, und fordere dort den Arenaleiter heraus.“
    Lucius schaute ihn schief an.
    „Warum zum Henker gehst du als erstes in die oberste Ecke von Kanto, wenn du hier in der Stadt auch schon eine Arena hast?“
    Alexander hob abwehrend die Hand.
    „Ich hab meine Reise durch Kanto schon geplant, ich weiß, was ich tu.“
    Lucius verstand es nicht, es war ihn aber auch egal.
    „Ich bleibe hier und fordere den Arenaleiter heraus. Ich nehme an der Kanto-Liga teil.“
    Alexander nickte und stand auf.
    „Ich mach mich mal auf den Weg. Ich habe einen langen Weg vor mir und muss noch meine Vorräte auffüllen.“
    „Dann will ich dich gar nicht lange aufhalten. Ich bin mir sicher, wir laufen uns nochmal hier in Kanto über den Weg.“
    Alexander und Lucius gaben sich einen Handschlag, ehe sie sich verabschiedeten und Alexander das Pokémon-Center verließ.
    „Mal nachdenken“, murmelte er, „was brauch ich alles?“



    Alexander stand am Stadtrand von Orania City. Neben ihm sein Partner Panpyro und vor ihm der dichte Wald. Diesen Weg in Richtung Nord-Osten in Richtung Marmoria City würde Alexander folgen. Eine lange Strecke, und er wusste nicht, wie lange er brauchen würde. ‚Na gut‘, dachte Alexander, ‚So oder so, die Zeit ist ein gutes Training.‘ Er schulterte seinen Rucksack, und machte sich begleitet von Panpyro auf den Weg nach Marmoria City in den dichten Wald.



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    Ich will ehrlich sein, gantz zufrieden bin ich mit dem Kapitel nicht. Über eine Kritik würde ich mich trotzdem freuen. ^_^
    Ich versuche jetzt, regelmäßig zweimal die Woche ein neues Kapitel raus zubringen, wenn nichts unvorhersehbares passiert.

  • Wie ich gesagt habe, zwei Kapitel in der Woche. ^_^
    Auf das habe ich mich gefreut, ohne erklären zu können, warum. :D


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    Kapitel 7
    Ein neuer Freund

    Alexander öffnete die Augen.
    Er lag auf einer Lichtung im dichten Wald zwischen Orania City und Prismania City und die Sonne schien durch die wenigen Wolken am Himmel.
    Vor etwa einer Woche war Alexander in Orania City aufgebrochen.
    Sein Ziel war weiterhin Marmoria City, und der dortige Arenaleiter.
    In dieser knappen Woche hatte er sich ein paar Regeln für gutes campen gestellt.
    Regel 1: Übernachte auf einer Lichtung. Sie ist übersichtlich, und die Gefahr, dass das Lagerfeuer ausbricht, ist geringer als im dichten Wald.
    Regel 2: Mach das Lagerfeuer so groß, dass es die ganze Nacht über glüht, aber klein genug, dass es nicht ausbricht.
    Regel 3: Eine Wurzel, die groß genug ist, um als Liege zu dienen, ist bequemer als der blanke Boden.
    Regel 4: Decke die Wurzel mit der neuen Luftmatratze ab. Das ist besser, als mit dem Rücken auf der Rinde.
    Regel 5: Decke dich mit der Jacke zu. Das ist vertrauter, als sich so mit angezogener Jacke schlafen zu legen.
    Regel 6: Habe deinen Rucksack in Griffweite. Nicht, dass wilde Pokémon kommen, und die Vorräte klauen.
    Regel 7: Lass Panpyro neben dir schlafen. Seine Flamme ist zwar nicht groß, wärmt aber zusätzlich zum Lagerfeuer.
    Regel 8: Schlaf nicht zu lange, das behindert einen sonst am Abend.
    Jetzt rührte Alexander langsam seine Arme, und schob die Jacke beiseite.
    Diese war aufgrund des Taus feucht. Seine Hose erfüllte seinen Zweck.
    Sie war aus einem speziellen Material für Camper gefertigt, die bei hohen Temperaturen Luftdurchlässig war, und so das kühlen der Beine ermöglichte.
    Bei kühleren Temperaturen ließ die Hose einen solchen Austausch nicht zu.
    Die Körpereigene Wärme blieb drinnen und die kühlen Temperaturen wurden abgehalten. So musste Alexander nachts nicht allzu stark frieren.
    Die Wurzel, auf die er diese Nacht geschlafen hatte, hatte eine kleine Erhebung.
    Er hatte zwar ohne allzu große Probleme einschlafen können, doch jetzt büßte er dafür mir Rückenschmerzen an der entsprechenden Stelle.
    Er griff sich an die entsprechende Stelle am Rücken und stöhnte.
    „Ich komm mir vor wie ein alter Mann.“
    Panpyro bemerkte es, rührte sich verschlafen und stand mehr oder weniger auf.
    „Na dann“, gähnte Alexander, kratzte sich am Kinn und zog die Jacke an, „machen wir mal Frühstück.“



    Alexander drehte die Toast-Scheiben auf der kleinen Aluminiumfolien-artigen Platte um, sodass auch die andere, noch ungetoastete Seite ebenfalls goldbraun werden konnte.
    Panpyro saß neben den Feuer, dass es vor ein paar Minuten mit einer Glut-Attacke wieder zum schwelen gebracht, sodass das vorbereiten des Frühstücks möglich war.
    Es selbst aß mit sichtlicher Freude das Pokémon-Futter für Feuer-Kampf-Pokémon, welches sich Alexander in Orania City noch gekauft hatte.
    Er hob die eine Toast-Scheibe an, sah, dass sie an einigen Stellen goldbraun war, und holte aus seinem Rucksack eine Plastik-Verpackung mit Käse-Scheiben.
    Er nahm zwei raus, legte jeweils eine auf eine Scheibe und biss dann ein Stück der einen ab.
    Es war eine karge Mahlzeit, von der er seit ein paar Tagen lebte.
    Doch für mehr Zutaten für ein großes Frühstück oder Mittagessen fehlte ihm der Platz in seinem Rucksack.
    Doch das störte ihn nicht. So konnte er sich fithalten, was das stundenlange Laufen am Tag ohnehin schon nicht tat.
    Er malte sich schon aus, was er im Pokémon-Center von Prismania City essen würde, wenn er es innerhalb der nächsten drei Tage erreichte.
    Wenn nichts dazwischen kommt, wie ein Gewitter, würde er innerhalb seines Zeitplanes Prismania City erreichen.
    In den letzten Tagen hatte er Panpyro trainiert, sowie versucht, an Impoleon ran zukommen.
    Er hatte damit keinen allzu großen Erfolg.
    Es schien sich zwar mit seinem neuen Trainer abgefunden zu haben, doch Vertrauen oder das ausführen der Befehle war noch nicht vorhanden.
    Doch Alexander ließ sich Zeit.
    So etwas wie im Pokémon-Center von Orania City durfte nicht nochmal geschehen.
    Er aß seinen letzten Toast und trank ein wenig aus seiner Wasserflasche.
    Das Wasser bezog er aus Quellen, die es glücklicherweise in der Umgebung recht häufig gab.
    Er spülte ein wenig Wasser über seine Aluminium-Platte, spülte die schwarzen Überreste an der Unterseite ab, faltete sie zusammen und legte sie gemeinsam mit der Packung Käse zurück in den Rucksack.
    Anschließend ließ er die Luft aus seiner Luftmatratze, die er über die Wurzel gelegt hat, und rollte das hauchdünne Material zusammen und steckte es zu den anderen Sachen in seinen Rucksack.
    Zum Schluss fügte er noch die inzwischen leere Schüssel von Panpyros Pokémon-Futter hinzu.
    Dann sah er sich auf der Lichtung um, um sicher zu gehen, dass er nichts vergessen hatte.
    Müll wollte er auf keinen Fall hinterlassen, doch abgesehen von ein paar Toast-Krümeln am inzwischen erloschenen Lagerfeuer lag nichts auf dem Gras.
    Dann griff er nach dem gold-glänzenden Behälter mit dem Pokémon-Ei von der Eiseninsel.
    Er verfrachtete es vorsichtig in den Rucksack, aber wie schon zuvor, war es aufgrund der Größe nur zur Hälfte drinnen.
    Er wollte gerade den Reißverschluss zuziehen, als er etwas sah, dass ihn so überraschte, dass er glatt zweimal hinschauen musste, um sicher zu gehen, dass das was er eben gesehen hatte, keine Einbildung war.
    Das Ei leuchtete.
    Nur für wenige Sekunden, dann hörte es wieder auf.
    Dann leuchtete es wieder auf, und er spürte dieselbe Energie, wie er bereits auf der Eiseninsel gefühlt hatte, als das Lucario von Urs die Umgebung abgesucht hatte.
    Er blickte sich verwirrt um.
    Er konnte kein anderes Pokémon in der Umgebung sehen, nur Panpyro, was auf ihn zukam, um das Leuchten zu untersuchen.
    Alexander dachte nach, als es erneut aufleuchtete. Er hatte ein Problem.
    Er hatte noch nie zuvor ein Ei und wusste nicht, was er tun sollte.
    Am klügsten wäre es, ein Pokémon-Center aufzusuchen. Doch mitten in der Wildnis, abseits von allen Routen und Städten, war garantiert keins in der Nähe.
    Die einzige Möglichkeit, die er hatte, war so schnell wie möglich nach Prismania City zu kommen.
    Doch er war noch ein ganzes Stück von der Stadt entfernt, und muss jetzt eine Strecke zurücklegen, die er eigentlich in drei Tagen zurücklegen wollte. Doch er wollte kein Risiko eingehen. Also zog er den Reißverschluss seines Rucksackes zu, schwang ihn auf den Rücken, griff nach dem Behälter und warf einen Blick nach oben.
    Es zogen dunkle Wolken auf.



    Wie Alexander es befürchtet hatte, goss es etwa eine Stunde später in Strömen. Alexander hätte in der Situation unter einen Baum Unterschlupf gesucht, doch das Ei leuchtete immer wieder auf.
    Alexander machte sich Sorgen um Panpyro.
    Als Feuer-Pokémon mochte es Regen nicht sonderlich, doch als er anbot, es in seinen Pokéball zurückzuholen, hat es sich geweigert. Also hoffte er, dass es seinen Pokémon wirklich nicht allzu sehr störte.
    Er rannte über die Wurzeln, und hoffte, dass er bei der Nässe nicht ausrutschte und in die aufgeweichte Erde fiel.
    Seine Jacke war zwar Wasserundurchlässig, aber seine Hose und Cappie waren nach wenigen Minuten völlig durchnässt, ebenso seine Haare und Beine.
    Die Kälte drang ihn bis auf die Knochen, machte seine Beine taub, und ließ ihn ein ums andere Mal beinahe ausrutschen.
    Nur mit Mühe hielt der das Gleichgewicht.
    Er rannte weiter durch den Wald, immer über die Wurzeln springend.
    Dann sah er plötzlich zwischen den Bäumen eine Art Lücke: Die Bäume schienen zu enden.
    Alexander hoffte auf eine Lichtung oder gar auf Prismania City.
    Alexander machte einen Schritt aus den Bäumen, ein weiterer in eine Pfütze, noch einen auf den nassen Boden,
    und trat ins Leere.
    Er befand sich am Rande einer Klippe.
    Reflexartig versuchte er, umzudrehen und sich von der Tiefe zu entfernen.
    Doch er schaffte es nicht.
    Er fiel rückwärts, streckte die Hand aus, sah Panpyros verzweifeltes Gesicht und stürzte.
    ‚Scheiße!‘



    Das erste, was Alexander fühlte, war ein stechender Schmerz im Kopf.
    Er öffnete die Augen, und gleichzeitig kehrte das Gefühl in seinen Körper zurück. Er starrte an eine an eine mit entrindeten Baumstämmen ausgekleidete Decke. Er konnte nicht tot sein. Dafür war der Schmerz im Kopf und im Rücken zu stark.
    Er machte ein paar vorsichtige Bewegungen, und schob die Decke, die auf ihm lag, beiseite. Er lag auf einem Sofa in einem Raum, der fast das gesamte Haus einnahm.
    Neben dem Sofa stand ein langer tisch, auf der anderen Seite des Tisches stand ein weiteres Sofa. Leicht grün, und etwa zwei Meter lang, wie das, auf dem er lag.
    Panpyro saß neben dem Sofa, auf dem er lag.
    Es schaute ihn besorgt an: „Panpyro?“
    Alexander setzte sich richtig aufs Sofa, dass seine Beine über der Kante lagen und seine Füße auf dem Boden standen.
    „Keine Sorge“, murmelte er, vertraute seiner Stimme nicht, „Ich glaube, mir geht es gut.“
    Er hielt sich die schmerzende Stelle an seinen Hinterkopf und spürte einen Verband, der um seinen Kopf umgebunden war.
    Im Raum selbst befanden sich eine Küchenzeile, sowie zwei Türen, die sich am Kopfende des Sofas befanden.
    Das ganze Haus schien aus entrindeten Bäumen gebaut zu sein, die waagerecht aufeinander lagen.
    „Geht es dir gut“, fragte eine freundliche Stimme hinter ihm.
    Er drehte sich um, und sah eine Frau mir leicht rosa Haaren in der linken geöffneten Tür stehen.
    Alexander kam die Frau irgendwie bekannt vor, ohne genau zu wissen, woher.
    „Schwester Joy?“, fragte er vorsichtig.
    Die Frau lächelte. „Ja, so in etwa. Vor ein paar Monaten wurde ich in den inaktiven Bereitschaftsdienst. Also bis ich irgendwo gebraucht werde, kann ich mehr oder weniger machen was ich will.“
    Sie deutete auf Panpyro, was sich inzwischen wieder normal umschaute; der besorgte Blick war nicht mehr zu sehen.
    Joy deutete auf Panpyro.
    „Du hattest mehr als Glück. Als ich bei dem Regen unterwegs war, um Kräuter zu sammeln, lief ich zufällig deinem Pokémon über den Weg. Es hat mich zu dir gebracht.“
    „Wie habe ich das überlebt?“, fragte Alexander.
    „Es waren die Bäume und ein gigantischer Laubhaufen, der dich vor dem schlimmsten bewahrt hat. Außerdem waren es, in Anführungsstrichen, nur fünf Meter, die du die Klippe heruntergefallen bist.“
    „Ja, stimmt schon…“, meinte Alexander, nicht sicher, ob das alles stimmte, was er gerade gehört hatte.
    Seine Klamotten waren inzwischen wieder trocken, und er sah seine Jacke sowie seine Cappie an einem Haken in der Nähe der Haustür hängen.
    Sein Rucksack lag unter den Haken.
    Irgendetwas fehlte, auch wenn Alexander nicht sofort sagen konnte, was.
    Sein Gehirn arbeitete scheinbar noch nicht wieder einwandfrei.
    Dann fiel der Groschen.
    „Wo ist das Ei?“, wandte er sich an Joy, „Ist es…“
    „Keine Sorge“, Joy hob die Hand, „es ist im Raum nebenan.“
    Alexander seufzte erleichtert.
    „Es ist wahrscheinlich gleich soweit. Willst du dabei sein?“, fragte Joy.
    „Natürlich“, bestätigte Alexander.
    ‚Was für eine selten dämliche Frage‘, dachte er bei sich.
    Er stand vorsichtig auf, war ein wenig wackelig auf den Beinen, schaffte es aber ohne Probleme auf den Nebenraum zuzugehen.
    Panpyro sprang fröhlich voraus, während Joy bereits im Nebenraum verschwunden war.
    Alexander ging um Tisch und Sofa herum und betrat den Nebenraum.
    Dort lag es, gebettet auf einem blauen Kissen auf einen langen Tisch.
    Ein paar Kabel waren mit Pfropfen an Geräten befestigt, die eine Art von Wellenmuster anzeigten.
    Der Ei-Behälter stand geöffnet auf den Boden, der Deckel lag auf den Tisch. Das Ei selbst leuchtete hin und wieder auf.
    „Die Werte sind im Normal-Bereich. Es ist bald soweit.“
    Alexander ging auf das Ei zu, und berührte es kurz.
    Erneut flutete die Energie durch seinen Körper.
    Nun war er sich sicher, dass die Aura – er vermutete, dass es die Aura war – von dem Pokémon kam, das aus dem Ei schlüpfen würde.
    „Ist dass das erste Ei, was du hast, und aus dem ein Pokémon schlüpft?“, fragte Joy.
    Alexander nickte. „Ich bin erst seit“, er überlegte kurz, „zehn oder zwölf Tagen unterwegs.“
    Joy nickte, während sie auf einen Knopf an einem der Geräte drückte, und sich das Wellenmuster änderte.
    „Warum bist du hier so weit abseits von Routen und Städten unterwegs?“, fragte sie nun.
    Alexander erklärte ihr von seinen Plänen. Sie nickte geistesabwesend.
    Dann fing eines der Geräte auf einmal an zu piepen.
    Und das Ei leuchtete nun durchgehend.
    „Es geht los“, sagte Joy gelassen.
    Alexander vermutete, dass war nicht das erste Mal, dass sie erlebte, wie ein Pokémon schlüpfte.
    Doch Alexander war aufgeregt.
    Was für ein Pokémon würde schlüpfen? Was für einen Typ hatte es? Würde er mit dem Pokémon klar kommen?
    Diese Fragen spuckten in seinen Kopf, innerhalb der wenigen Sekunden, in der das Ei leuchtete.
    Dann nahm Joy die Pfropfen der Geräte ab, als das Leuchten heller wurde.
    Das Ei verlor seine Form, nahm die Form von kleinen Beinen, Armen und einen Kopf an.
    Dann hörte das Leuchten auf, und auf dem Tisch saß ein etwa 70 Zentimeter großes Pokémon, dass Alexander noch nie gesehen hatte.
    Er griff in seine Hosentasche, und tatsächlich befand sich der Pokédex noch in seiner Tasche.
    Und er funktionierte.
    Das Pokémon sah sich um, als Alexander das Gerät aktivierte und das Pokémon scannte.
    „Riolu…“, murmelte er, als der Eintrag gespeichert wurde.
    Er steckte das Gerät wieder weg, und konzentrierte sich auf das junge Pokémon vor sich.
    „Hallo“, sagte er sanft, und streckte die Hand aus, „freut mich, dich kennen zu lernen.“
    Riolu schaute ihn an, und streckte seinerseits die Pfote entgegen.
    Als sie sich berührten, strömte schon wieder die Energie durch seinen Körper.
    Doch dieses Mal war etwas dabei, was Alexander an eine Art Gefühl erinnerte.
    Das Gefühl von Vertrauen.
    Er schaute das Riolu an.
    Es legte den Kopf schief und lächelte ihn an.
    Alexander glaubte, dass es so mit ihm kommunizieren könnte, also versuchte er in die Energie eine Frage zu legen:
    ‚Redest du so mit mir?‘
    Die Antwort kam nicht in Worten, sondern in eine Art Gefühl, dass Alexander zeigte, dass er richtig lag.
    Er stellte sich vor, und fragte gleich etwas, was ihn sehr wichtig war.
    ‚Ich bin Alexander. Ich bin ein Trainer. Willst du mit mir auf eine Reise gehen?‘
    Riolu schien wahrhaftig nachzudenken.
    Dann kam das Gefühl der Bestätigung, das Gefühl der Spannung und Freude.
    Alexander freute sich. Er entfernte den Pokéball von Deckel des Behälters, vergrößerte ihn und hielt ihn, den Knopf voraus, Riolu entgegen.
    Riolu betätigte den Knopf, verschwand im Pokéball, der dreimal aufleuchtete, und dann sich nicht mehr rührte. „Willkommen im Team, Riolu!“



    Panpyro und Riolu tollten durch die Hütte. Die beiden schienen sich großartig zu verstehen, was Alexander freute.
    Er selbst stand mit Joy vor einer Karte, die die Kanto-Region zeigte.
    Eine rote Stecknadel markierte die Hütte von Joy. Sie deutete auf einen roten Punkt, der nicht weit von der Stecknadel entfernt war.
    „Das ist Prismania City“, erklärte sie, „es ist von hier aus etwa einen Tagesmarsch entfernt.“
    Alexander war beeindruckt.
    Er hatte in ein paar Stunden eine Strecke zurückgelegt, die er in zwei Tagen zurücklegen wollte.
    „Ich habe dein Riolu zwar überprüft, aber mir fehlen die richtigen Instrumente für eine einwandfreie Untersuchung. Ich empfehle dir, dein Riolu im dortigen Pokémon-Center durchchecken lassen.“
    Alexander nickte. „Mach ich wohl lieber.“
    „Aber da es noch regnet, würde ich sagen, du bleibst über Nacht hier, und brichst dann morgen auf, wenn der Regen vorbei ist.“
    Erst jetzt fiel Alexander auf, dass der Regen gegen das Dach und die Fenster prasselte.
    „Wäre wohl klüger“, bestätigte er.
    Seine Aufmerksamkeit zog sich immer wieder auf die spielenden Pokémon.
    „Nun denn“, sagte Joy, und ging auf die kleine Küchenzeile zu, „dann hilf mir mal beim Abendessen.“



    Der Morgen war gekommen, und die Sonnenstrahlen ließen die Regentropfen auf Bäumen, Gras und Büschen glänzen.
    Die Hütte sah von außen noch beeindruckender aus als von innen.
    Alexander stand davor, in voller Montur mit Jacke, Rucksack, Cappie und entfernten Verband.
    Panpyro und Riolu standen neben ihn. Er wollte nicht, dass die beiden in ihren Pokébällen waren, ohne es genau erklären zu können.
    Joy stand vor der Tür.
    „Ich wünsche dir auf deiner weiteren Reise noch viel Glück auf deiner weiteren Reise. Pass gut auf dich und auf deine Pokémon auf.“
    Alexander verbeugte sich leicht. „Ich bedanke mich für ihre Gastfreundschaft. Auch für ihre Hilfe und dass sie mir geholfen haben, als Riolu schlüpfte.“
    Joy hob abwehrend die Hand. „Ach was, das hätte jeder getan.“
    Dann neigte sie leicht den Kopf. „Beehr uns jederzeit wieder.“
    Alexander lachte, als er den Standart-Spruch der anderen Schwester Joys wiedererkannte.
    „Mal schauen, ob ich es einrichten kann“, meinte er schmunzelnd.
    Er winkte zum Abschied, Joy erwiderte den Gruß, dann drehte sich Alexander um, und machte sich auf den Weg in Richtung Prismania City.
    Nach ein paar Minuten war die Hütte nicht mehr zu sehen, untergegangen zwischen den Bäumen und Büschen.
    Alexander fragte sich, ob er jemals wieder diese Hütte sehen würde.
    Die Hütte, wo er einen neuen Freund getroffen hatte.
    Doch Alexander war nie sehr sentimental gewesen.
    Die Zukunft lag vor ihm.
    Mehr oder weniger.
    Er schulterte seinen Rucksack, und schaute kurz seine beiden Partner an.
    „Gehen wir, Freunde!“
    Sie gaben jeweils einen zustimmenden Ausruf von sich, dann gingen die drei weiter durch den Wald.


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    Ich schätze, ich muss mich erstmal wieder an das schreiben gewöhnen. Ich bin mit dem Ende des Kapitel nicht wirklich glücklich.
    Ich würde mich, wie immer, sehr gerne über eine Kritik freuen.
    Das nächste Kapitel kommt, wenn alles nach Plan läuft, spätestens nächsten Freitag. ^_^